17/3 Traum: Alserstraße (wie so oft, Krankenhausgegend), eilig, an einem
Laden vorbei ― ja richtig ― muss mir hier Bleistifte kaufen (Deutung:
der überflüssige Kauf neulich durch Fr. von Klimbacher) ― gehe hinein,
ältrer Verkäufer bekannter Herr ― (jetzt eben weiss ich dass es der
Trafikant von Kiosk war, der im Vorjahr starb); ich denke: der ist doch
jünger als ich und ist alt ― und ich komme mir noch nicht alt vor! ―
ich verlange meine gewöhnlichen Kohinoor B;― nicht vorrätig; ich frage
nach den Unterschieden ― er weist mir einen auffallend dicken Bleistift
vor;― der Verkäufer sagt, durch das Spitzen gehen etwa 25% verloren; ich
sage: Ließe sich das nicht verwerthen;― so wie der Dichter Abfälle von
Erlebnissen verwerthet ― aus „seelischer Oekonomie“.
― Ein Dr. Hartmann, Componist (nach Corresp. mit Schulbaur) spielt mir
die Musik zum „weißen Fächer“, von Hugo vor. Scheint begabt.―
Dr. Studer, Amalthea, wegen eines Buchs für den Verlag. Allgemeines
über die Buch-Verhältnisse.―
Dictirt Briefe, „Therese“.―
O., die wieder Gesangslectionen nimmt (bei Fr. Rothmüller).
Aphoristisches.
Mit C. P. Kino (die lebende Maske ― Heinrich IV., Pirandello) Conrad
Veidt;― unwahrscheinlich dumm.―
Mit C. P. silb. Brunnen soup.