28/7 Traum: Der Kanzler Seipel zu Füßen meines Bettes, (feister und
renaissancehafter als in Wirklichkeit), rechts neben mir mein Vater; ich
wohl reconvalescent? doch spielt nichts derartiges hinein. Ich rede
mit dem Kanzler; weiß nicht mehr was; dann sprech ich über Gott und
Seele;― äußere mich scharf etwa in dem Sinn, dass man das Wort „Gott“
zu vieldeutig anwende. S. verläßt wortlos das Zimmer. Mein Vater erklärt
mir das irgendwie und lacht zu laut;― bald erscheint Seipel wieder, als
wäre er nur wegen seines (thatsächlichen) Diabetes hinausgegangen.―
(Deutung: Als ganzes Todestraum. Quellen im Einzelnen: Prof. Bernhardi
(Scene Pfarrer ― Bernhardi); Julius hat Seipel s. Z. behandelt,― meine
Aphorismen über Gott.― Seipel als s. Z. Redner gegen Reigen; jetzt im
Parlament gegen die Sozialdemokratie etc.) ―
Dictirt aphoristisches.―
Nm. Aphorismen.
Abd. H. K. bei mir; nachtm. auch da.