Mittwoch, 22. August 1928 1928-08-22 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-185E-1
Tagebuch 1927-1930 978-3-7001-2120-6 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1997 1927-1930 183 509 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Hohenschwangau

22/8 Hohenschwangau.― Traum … Irgend wer, gross, dunkel, Überzieher, [wie im leeren] Raum theilt mir mit, die Probe beginne erst ½9;― Brahm (Otto) sei krank; ich merke, dass er verloren;― sein Neffe Hans werde ihn vertreten;― es ist mir recht, dass die Probe später (etwa wie Schulanfang). Es ist der „einsame Weg“; im Traum Weg ins freie;― ich hab es ganz neu und gut umgearbeitet;― möchte mich (ohne Polemik) gegen die Bassermannsche Bearbeitung (die jetzt immer gespielt wird) wehren. Ich radle am Ring, sehr schnell und geschickt;― es ist erst 10 Minuten vor acht Morgen (aber Abendbeleuchtung) ― ich seh es auf einer oeffentlichen Uhr (wie niedrer Thurm),― fahre Ring, wo es zum Schwarzenbergplatz geht (häufige Traum-Localisirung);― dann bin ich in der Gegend des Kriegsministeriums (nicht sichtbar); ein ungeheuer hoher Sockel, grau, auf dem (unsichtbar ― und über die Höhe der Traumbühne sozusagen) wohl ein Monument etwa für gefallene Soldaten; der Sockel umgeben von einer Kette, Raum zwischen Kette und Stein sehr eng,― wie konnte Lili hier durchfahren, sie ist schon außen, mit Rad, weißgekleidet, ich weise sie sehr mild zurecht, dass es doch verboten;― sie replicirt etwas unwirsch.― (Ich will nicht deuten.)

― Ein Brief von H. K., nicht ohne Eigenart, und liebevoll. Ich les ihn in Füssen (auf einer Bank der Burganlagen, erinnere mich an Nürnberg, 60. Geburtstag ―) wohin ich Heini begleitet, der Ruth A. abholt. Spazieren in Füssen;― zu Fuss zurück; Heini mit Ruth A., die ich kennen lerne und sympathisch finde. (Ihre Eltern seit lange bekannt, Freunde Liesls;― und M. G.s.―) Gemeinsames Mittagessen; nachher mit Heini und Ruth am See spazieren; Filmgeschichten.

Briefe von C. P., regelmäßig, vom Semmering, voll Liebe.

Nm. am Wort vergeblich bemüht.―

Abend wie immer.―