Donnerstag, 4. Oktober 1928 1928-10-04 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1889-F
Tagebuch 1927-1930 978-3-7001-2120-6 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1997 1927-1930 194 509 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

4/10 Neulich ein Traum: dass ich mit Pulay, der wichtigthuerisch dastand bei Freud bin,― um mir (ungefähr) den Schmerz um Lili wegnehmen zu lassen, und Freud mir sagt, auch er habe eine Tochter verloren (wie wirklich der Fall).

Vm. dictirt (Sommerlüfte).―

Paul Goldmann kam, klagend wie immer; über N. Fr. Pr., Benedikt etc.― Später holte seine Tochter Franzi ihn ab.― Zu den Aphorismen d. h. über „Feuilletonismus“ äußerte er die üblichen Dummheiten. (Sie lesen nicht, er wie die andern, erhaschen ein Wort, durch das sie sich beleidigt fühlen und schwätzen drauf los. Nicht erst zu erwähnen, dass er über alles andre, was ich seit Jahren geschrieben, keine Silbe äußerte.) ― Im Grund ist und bleibt er bedauernswerth.

Zu Tisch Georg Engel (Berlin), Praesident der Ges. dt. Erzähler;― wollte u. a. bei Zsolnay empfohlen sein; über Sudermanns neuen (mir noch unbekannten) Roman, geschäftliches etc. und persönliches. Scheint gutmütig; nicht klug. Später seine Hausdame.―

― Sah Pläne durch.

Z. N. Gustav, und C. P.― Gustav producirte sich geradezu im Skeptizismus; sonderbar wie dieser gescheidte und urtheilsklare Mensch bei solchen Gelegenheiten trivial wird (wenn er Liebe z. B. mit Schnupfen vergleicht).

Allzuoft spür ich luftleeren Raum um mich.