Montag, 7. April 1930 1930-04-07 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1AAF-3
Tagebuch 1927-1930 978-3-7001-2120-6 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1997 1927-1930 325 509 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

7/4 Traum (sie werden wieder lebhafter).― Auf dem Land,― Hotel?― Wald, Meer in der Nähe.― Zimmer,― in dem meine Mutter (oder O.?),― Heini (oder Julius) und Suz. ― etwas erregtes Gespräch (worüber?) Mutter irgendwie indignirt, dass alle? zugleich Toilette machen, geht;― ich bleibe bei Suz. allein; ihr zärtliches Gesicht. Dann fort, muss vor dem Frühstück Zeitung holen ― Schmale Straße wie ins Dorf;― in der Trafik oder davor fällt mir ein, heut Dinstag, also nur Wiener Montagsblätter oder nichts;― zurück;― habe nicht meinen eignen Stock in der Hand;― vielleicht wird der Besitzer mich für einen Dieb halten;― peinlich,― eil gegens Ufer ― im Frühstückzimmer des Hotels wird gewiss Suz. (jetzt V. L.) sein;― unendliche Sehnsucht schmerzensvoll nach Lili, möchte mit ihr an einem Waldrand liegen;― am fragmentarischen Ufer Wellengang, ein Schiff ― ?,― dann Zimmer, wo Georg Brandes ― (wie viel Todte in diesem Traum) mit niederm Cylinder (Dtg.: im Theater gestern ein Mitspieler mit einem schlecht sitzenden Cylinder) ― 3 (?) andre Herren;― es ist in Holland,― ich muss noch hinab, den Schriftsteller „Lange“ besuchen,― ― drei Häuser platzartig geordnet (etwa der Platz, wo ich in Amsterdam einen Agenten besucht hab),― wo wohnt Lange;― frage einen Greißler, der weiss es nicht … Sonderbar!― ―

Dr. Hoffmann: Steuerfassion etc.―

Dictirt Landsknecht.―

Zu Tisch Stefan Zweig, der hier zur Première seines Stücks „Lamm des Armen“. Ganz gutes Gespräch;― doch ohne letzte (und vorletzte) Aufrichtigkeit.

Um 5 Frau Dr. Menczel;― Dr. Aschner läßt mich ersuchen, ich möge bei meinem Bruder ihn als Nachfolger Fleischmanns (Rothschildspital)! empfehlen (!!) ―

Zu C. P. ― sie kam von einem Thee bei Suz.

Mit C. P. Kino, Hochstapler (Chaplin), dann Hahn soup.―