7/4 Traum (sie werden wieder lebhafter).― Auf dem Land,― Hotel?― Wald,
Meer in der Nähe.― Zimmer,― in dem meine Mutter (oder O.?),― Heini (oder
Julius) und Suz. ― etwas erregtes Gespräch (worüber?) Mutter irgendwie
indignirt, dass alle? zugleich Toilette machen, geht;― ich bleibe bei Suz.
allein; ihr zärtliches Gesicht. Dann fort, muss vor dem Frühstück
Zeitung holen ― Schmale Straße wie ins Dorf;― in der Trafik oder davor
fällt mir ein, heut Dinstag, also nur Wiener Montagsblätter oder nichts;―
zurück;― habe nicht meinen eignen Stock in der Hand;― vielleicht wird
der Besitzer mich für einen Dieb halten;― peinlich,― eil gegens Ufer ―
im Frühstückzimmer des Hotels wird gewiss Suz. (jetzt V. L.) sein;―
unendliche Sehnsucht schmerzensvoll nach Lili, möchte mit ihr an einem
Waldrand liegen;― am fragmentarischen Ufer Wellengang, ein Schiff ― ?,―
dann Zimmer, wo Georg Brandes ― (wie viel Todte in diesem Traum) mit
niederm Cylinder (Dtg.: im Theater gestern ein Mitspieler mit einem
schlecht sitzenden Cylinder) ― 3 (?) andre Herren;― es ist in Holland,―
ich muss noch hinab, den Schriftsteller „Lange“ besuchen,― ― drei
Häuser platzartig geordnet (etwa der Platz, wo ich in Amsterdam einen
Agenten besucht hab),― wo wohnt Lange;― frage einen Greißler, der
weiss es nicht … Sonderbar!― ―
Dr. Hoffmann: Steuerfassion etc.―
Dictirt Landsknecht.―
Zu Tisch Stefan Zweig, der hier zur Première seines Stücks „Lamm des
Armen“. Ganz gutes Gespräch;― doch ohne letzte (und vorletzte)
Aufrichtigkeit.
Um 5 Frau Dr. Menczel;― Dr. Aschner läßt mich ersuchen, ich möge bei
meinem Bruder ihn als Nachfolger Fleischmanns (Rothschildspital)!
empfehlen (!!) ―
Zu C. P. ― sie kam von einem Thee bei Suz.
Mit C. P. Kino, Hochstapler (Chaplin), dann Hahn soup.―