11/11 Im Schlafcoupé träum ich, dass ich Tennis spielen soll,― (mit
wem?). Merke, mein rechtes Bein lahmt ein wenig;― wills überwinden ― ich
habe ja mein Rakett ― will spielen ― sehe, dass ich nur ein Stück Holz
in der Hand habe.― Erwache 3 Uhr,― und dann noch oft bis 7.―
Ankunft Berlin 9 Uhr.― Hotel Esplanade.― Blumen Dora Heini.― Obst von O.
und Dora.― Tel. mit O., Heini, Dora.―
In die Hall ½1. Dora. Von ihren Leiden.― Über O. und ihre
Beziehung zu Konrad, ungeschicktes Benehmen.― ― Von B.-H. (Bubi); meine
Wiener Schwierigkeiten und Freuden. Spazieren Thiergartenstr. (mit ihr).
Begegnung Paul Goldmann: gestern hat seine Tochter ― die Eboli ― in
Stolp gespielt.
Zu O.― Sie erzählt etwas verlegen und verlogen von Mißstimmungen mit
Dora; die sich gegen sie „unfreundlich“ benommen (ohne K.s zu
erwähnen); ich berichte von der Amerik. Einladung etc.―
Zu Tisch kommt Ruth, etwas später, von der Probe, auch Heini. Ruth
über Moissi (mit dem sie im Idioten gespielt) und seine üble Art …
Eintheilung der Woche, Vorsätze etc. Wie ich fortgehe, Heini mir unters
Thor nach: ich hatte vergessen, eine Zusammenkunft mit Ruths Eltern zu
verabreden, worüber er gekränkt; ich mache die Sache leidlich gut.
Im Hotel gelesen, u. dgl.
Ein Hr. Lenor Goldschmied (nach Brief und Gedichten Paranoiker) sendet mir
Mscrpte., Kritiken etc. und wünscht „Besprechung“ ―
Hole O. ab, mit ihr Schillertheater, Clavigo. Heini als Buenco in Haltung
und Sprache ausgezeichnet.
Mit Heini, Ruth, O. Esplanade genachtm.―