Samstag, 18. Juli 1931 1931-07-18 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1C81-3
Tagebuch 1931 / Gesamtverzeichnisse 1879-1931 978-3-7001-2121-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 2000 1931 057 637 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Semmering Liechtensteinweg

18/7 Gegen Morgen sehr lebhafter Traum. In einem Zimmer (wie vor Jahren) ― dort Director Beer, und ein paar Dramaturgen. Er in braunem Loden-Regenmantel, etwas ordinär. Ich, mich selbst ironisirend rede von der Umständlichkeit meines Einpackens, Schlafröcke ― „ich muss doch einen grünen und einen rothen mithaben“ (denke an meine neuen Sammtschlafröcke);― ich habe heute den Doctor im „Spiel der Sommerlüfte“ zu spielen;― es ist Juli; Ferien eigentlich;― ich frage, wer denn die Gusti spiele, da die Ullrich ja schon in Berlin sei (was stimmt) man sagt mir ― die „Jerger“ (ich erinnre mich, die hab ich ja neulich in „Gestern und heut“ gesehn (es gibt keine Schauspielerin dieses Namens im Volksth.));― auf dem Tisch liegt ein Maschinenmanuscript von Heini, ein Artikel irgendwie gegen Beer; Beer (ohne zu sehn) wills einfach einstecken; ich verbiet es;― es ist 9 Uhr, um ½10 Vormittag fängt das Stück an; ich hab einen dunkeln Saccoanzug an;― keine Möglichkeit im Theater mich umzukleiden, kann ich mir etwa eine gestreifte Flanellhose anziehn; die ich mithabe;― die Zeit drängt;― plötzlich hab ich Angst;― ich kann ja die Rolle nicht;― und den Souffleur hör ich nicht ― ich sage lieber ab;― Heini ist da ― ich müsse spielen ― hab es ja Beer versprochen;― C. P. ist auch da;― ich wundre mich, dass sie zu Beer nicht erwähnt, dass sie ihm gestern wegen der Corday geschrieben (was der Fall ist), und sag es jetzt selbst. Meine Angst wegen des Auftretens nimmt zu ― bis ich aufwache, unverhältnismäßig beglückt, dass es nur ein Traum.

― Vm. ein Brief von Dr. Bayer,― bläulich,― so dass ich glaube, von Suz.―

Mit C. P. Liechtensteinweg, Regen.―

― Nm. Briefe etc.―

Abds. im Hotel ein Godlewski Tanz Abend.―