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DM19.95

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FB_Aufsicht.jpg (15192 bytes)Flightboard 2000 USB
von Aerosoft

getestet von Matthias Fritschi

Steuerhörner, Force-Feedback Steuerknüppel, Gashebel und Pedale gehören heute schon bei vielen FS-Piloten zum Standard. Allerdings lässt die Bedienung der Fluginstrumente und Schalter per Maus bzw. Tastaturkombinationen sehr zu wünschen übrig. In der neuesten Version des Flightboards ist dem Hersteller ein vergleichsweise preisgünstiger Wurf gelungen, der diesen Missstand der Vergangenheit angehören lässt.

Ich war schon sehr gespannt, als ich das Angebot bekam, dass FlightBoard2000 USB zu testen. Fliegen ganz ohne die Tastatur zu benutzen, d.h. der Realität noch näher kommen, mit dieser Einstellung machte ich mich daran, Testflüge mit dem FlightBoard 2000 USB zu machen.

Einen soliden Eindruck macht das etwa der Größe eines DIN A4 Blattes entsprechende Kunststoffgehäuse des FlightBoard2000 USB. Problemlos verlief die Installation am USB Port des Rechners. Das FlightBoard wird mit einem rund zwei Meter langen USB Kabel geliefert. Nach der Installation der Treiber, welche auf zwei Disketten geliefert werden, erstellt das Setup Programm drei Programmsymbole zur Verfügung, mit welchem

a) das FlightBoard aktiviert werden kann
b) die FS Version ausgesucht werden kann
c) ein sog. Matrix Editor gestartet werden kann, mit welchem man die Tastenbelegung des FlightBoard2000USB ändern kann

Das FlightBoard besitzt eine Folientastatur mit 128 Tasten die Englisch beschriftet und ausreichend groß sind sowie prompt auf jeden Druck reagieren. Durch den Anschluss am USB Port können vorhandene Flightsticks, Gashebel und Pedale, welche am Gameport des Rechners installiert sind, gemeinsam mit dem FlightBoard2000 verwendet werden. Dies wird sicherlich viele Piloten freuen, die schon einiges Geld in Steuerhörner, Pedale und ähnliche Dinge investiert haben. Gelungen ist die Anordnung der einzelnen Tasten: Funk- und Navigationsinstrument sind in einem Bereich zusammengefasst, ebenso die Tasten für den Autopiloten. Sogar eine MIC-Taste findet sich auf dem FlightBoard, sie dient zur Kontaktaufnahme mit den Bodenstationen während eines Adventures und entspricht standardmäßig der Tastaturkombination STRG+K.

Die Triebwerkssteuerung ist maximal für zweimotorige Flugzeuge ausgelegt. Natürlich können auch Maschinen mit 3 und mehr Triebwerken angesteuert werden, allerdings können nur bei und zwei- und einmotorigen Maschinen die Triebwerke einzeln angesteuert werden. Ein kleiner Fehler ist dem Hersteller schienbar bei der Beschriftung der Gemischeinstellung unterlaufen. Das Gemisch wird logischerweise nicht von TOTAL RICH nach TOTAL RICH sondern nach TOTAL LEAN verstellt. Dieser kleine Druckfehler hat aber auf ein einwandfreie Funktion der Tasten glücklicherweise keinen Einfluss.

Zwar kann man mit Hilfe des FlightBoard2000 auch des Höhen-, Seiten- und Querruder bedienen und somit das Flugzeug steuern, aber ich denke, dass dies genauso reizvoll ist, wie wenn man die Flugzeugsteuerung über die Tastatur vornimmt. Mein Vorschlag ist, die Belegung dieser Tasten mit den verschieden Blickwinkeln aus dem Cockpit zu belegen.

Als schlichtweg genial ist die Benutzung des FlightBoard2000 bei der Ansteuerung der Funk- und Navigationsinstrument und des Autopiloten zu bezeichnen. Gerade dann, wenn ein Adventure geflogen wird und der Pilot sich neben dem Steuern des Flugzeuges auch um die Navigation und den Funk kümmern muss, dann sind die perfekten Einstellmöglichkeiten des FlightBoard2000 Gold wert. Was bisher über die Maus oder Tastatur erfolgte kann nun mit einem einzigen Knopfdruck erledigt werden, wobei zu erwähnen ist, dass neben den Frequenzen für XPNDR, ADF, COM und NAV auch die OBS von NAV1 bzw. NAV2 einzustellen ist. Die Funktionen des Autopiloten sind ebenfalls komplett über das FlightBoard2000 zu steuern, wobei die Werte für den Kurs, die Höhe, die Steig- bzw. Sinkgeschwindigkeit und die Fluggeschwindigkeit über eine + bzw. - Taste einzustellen sind.

Weitere Einstellmöglichkeiten bietet das FlightBoard2000 für die Lichter im und am Flugzeug wie z.B. die Instrumentenbrettbeleuchtung und die Positionsleuchten, die Rad und Parkbremse sowie Tasten für Benzinpumpen und natürlich auch zum Anlassen des bzw. der Triebwerke.

Wenn man die standardmäßigen Tastaturbelegungen verwendet, so kann man leider doch nicht ganz auf die Tastatur verzichten. So ist es z.B. nicht möglich, sich weitere Instrumentenbretter, z.B. zur Triebwerksüberwachung über das FlightBoard einzuschalten, dies muss weiterhin z.B. über die Tastaturkombination SHIFT + 2 erfolgen. Aber über den Matrixeditor kann sich jeder Benutzer diese Tastaturkombinationen selbst einstellen und in das FlightBoard2000 übertragen.

Alles in allem hat mich das FlightBoard2000 sehr überzeugt. Bei zahlreichen Testflügen mit Jets wie auch mit großen und kleinen Propellermaschinen habe ich das FlightBoard2000 USB eingesetzt. Es ist in meinen Augen eine der sinnvollsten Erweiterungen, die man sich als FS-Pilot zulegen kann.

Standardmäßig wird es mit Tastenbelegungen für den FS98, FS2000 und ProPilot 99 geliefert. Die Funktionsweise in den beiden Microsoft Simulatoren war durchweg einwandfrei, die Funktionen bei ProPilot 99 konnte ich nicht testen, da ich nicht im Besitz dieses Programms bin. Der Preis von DM 329,00 ist zwar nicht gerade niedrig, aber für den wahren FS-Fan stellt dies sicher kein Hindernis da.

 INFORMATION

  • Herausgeber: Aerosoft

  • Homepage: www.aerosoft.de

  • PREIS: DM 329,00 USB / DM 299.00 Tastatur

  • Hier erhältlich

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