Flughafen
Manager
von Take 2
getestet von Michael Pommerening
Auf einen meiner Streifzüge durch die Softwareabteilungen der
Kaufhäuser, fiel mir gleich die Verpackung des Flughafen Manager (FM) auf,
genaugenommen sehe ich mir alles an wenn nur ein Flugzeug drauf ist.
Der FM ist kein Add On, sondern eine Management Simulation.
Inhalt:
Ziel ist es einen, eigenen Flughafen zu errichten und zu verwalten.
Wie ich schnell erfahren musste, keine leichte Aufgabe. Es beginnt mit dem
Erwerb eines Grundstückes. Hier sind die Optionen schon recht zahlreich.
Das Land kann frei gewählt werden sowie die Entfernung zur Stadt. Die
Auswahl hat bereits Auswirkungen auf den späteren Spielverlauf. Da meine
finanziellen Mittel beschränkt sind, kann ich nicht einfach drauf los
kaufen und bin gezwungen mir vorher Gedanken über die Größe meines
Flughafen zu machen. Optionen auf einen späteren Kauf sind auch hier
möglich.
Nun
habe ich mich für ein Stück Land entschieden. Auf meiner Karte finde ich
dann auch eine Straße und ein Bahngleis die an meinen Flughafen
angrenzen. Zuerst muss ein Terminal gebaut werden. Je nach Spielmodus habe
ich hier verschiedene Gebäude zur Verfügung. Für Anfänger gibt es
Fertig-terminals die bereits über eine Inneneinrichtung verfügen, Profis
stehen nach dem Bau in einer leeren Halle.
Jetzt
kommen noch ein paar andere Kleinigkeiten die gebaut werden müssen. Eine
Landebahn, Rollfeld, Vorfeld, Tower, Feuerwehr und Polizei sind nur der
Anfang.
Eine Anbindung zur Straße und dem Gleis, Parkplätze, Taxistand und
Bushaltestellen fehlen mir auch noch zu meinen Glück.
Hat
man den Anfängermodus gewählt, kann der Flughafen endlich eröffnet
werden.
Für Profis beginnt nun der echte Stress. Bisher habe ich nur eine leere
Halle die da nach schreit ausgebaut zu werden. Nur wie, ist die große
Frage. Wie schon gewohnt sind auch hier die Optionen mehr als reichhaltig.
Wer schon einmal in einen Flughafen war, kann sich ungefähr ein Bild
über die Möglichkeiten machen. Wieder reicht es nicht nur einen
Abfertigungsbereich oder eine Abflughalle zu bestimmen, die komplette
Einrichtung muss geplant werden. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen das
jeder Stuhl auch seinen Preis hat und es auf meinen Konto alles andere als
Gut aussieht. Wieder muss alles mit bedacht gebaut werden um die
Möglichkeiten für einen Ausbau nicht gleich im Keim zu ersticken.
Der Anfang ist getan, das Konto blank aber der Flughafen ist eröffnet.
Nur Geld fließt immer noch nicht in meine Kasse.
Es fehlen die Verträge mit den Fluggesellschaften, Hotels, Läden und den
Tankstellen. Jeder einzelne Vertrag will verhandelt werden. Was ich für
welche Leistung verlangen kann, ist vom Programm voreingestellt, kann aber
nach eigenen Vorstellungen verändert werden. Ich trau mich nicht es zu
sagen, aber wieder sind die Möglichkeiten alles andere als gering.
Nach
einigen hin und her mit den Fluggesellschaften kann ich vom Tower die
ersten Landungen beobachten. Auch mein Konto bewegt sich langsam wieder in
schwarze Zahlen. Doch wer meint, sich entspannt in seinen Chefsessel
zurück zu lehnen und mit einen Kaffee das Treiben zu verfolgen, irrt
gewaltig.
Die Probleme fangen jetzt erst an. Fluggesellschaften verlangen nach
eigene Abfertigungsschalter und Frachthallen. Die Hotels maulen weil Sie
zuwenig Gäste haben, die Tankstellen sind überlastet und Passagiere
wollen sowieso alle paar Minuten etwas anderes.
Im Flughafen Manager kann nicht nur jede Kleinigkeit eingestellt
werden, es gibt auch prompt eine Reaktion auf alle Änderungen.
Fazit:
Take 2 verspricht eine der herausforderndsten Management Simulation,
die es je gab. Nach meiner Meinung halten Sie auch Ihr versprechen ein.
Einziger negativ Punkt ist der zu kleine Zoom. Bei der Planung neuer
Gebäude fehlte mir der Überblick auf mein ganzes Grundstück.
Das Handbuch ist in Deutsch und kurz gehalten, reicht aber für den
Anfang aus. Im Spiel gibt es noch einen sogenannten Flughafenspezialisten
der noch einige Tipps bereit hält.
Für ca. 60,-DM garantiert der Flughafen Manager eine große Portion Stress
und wie in meinen Fall, ärger mit der Ehefrau. Aber auch jede Menge
Spaß.
Michael Pommerening
MichaelPommerening@nokocity.de
16.März 2000