Anzeigen: sales@simflight.de


DM19.95

simFlight.de > FS Test


Virgin Islands von Chris Wilkes

getested von Felix Dudek

virgins.jpg (21008 bytes)Nun ist sie endlich da: die derzeit beste Umsetzung einer karibischen Inselgruppe. Chris Wilkes hat mit der Darstellung der britischen und amerikanischen Jungferninseln eine perfekte Arbeit abgeliefert. Bereits in der Freeware-Version konnte man die außergewöhnlich schöne Landschaftsdarstellung bewundern, die sich jetzt wie ein roter Faden durch die ganze Inselwelt zieht. Es ist einfach unglaublich, mit welcher Verliebtheit alles umgesetzt wurde, und man kann sehen, auf welchem unbestreitbar hohem Level sich Chris Wilkes diesmal bewegt. Doch vor dem Genuß dieses Paradieses haben die Götter erst einmal den Schweiß gesetzt. Satte 18 MB hat man herunterzuladen: ein Aufwand, den viele in Deutschland ob der hohen Telefonkosten noch scheuen. Für alle, die sich fragen, ob denn das sein muß, hat Chris Wilkes auch gleich eine Antwort parat: Ja! Denn die Auflösung von knapp 6 Metern pro Pixel, die handgezeichneten Texturen und das sogenannte "Mesh-Terrain" fordern ihren Tribut. Jedoch bietet simflight.com auch an, sich die Daten bequem auf einer CD unterbringen zu lassen. So spart man die Telefonkosten und auch die Mühe, die es macht, einen oftmals unterbrochenen Download wieder fortzusetzen.

virgins2.jpg (28666 bytes)Die Flughäfen

Wie bereits erwähnt, wird der amerikanische sowie der britische Teil der Virgins abgedeckt - dazu kommen noch zahlreiche versprengte Inselchen zwischen den Hauptinseln, die jedoch keine Start -und Landemöglichkeiten bieten. Verfügbar sind auch noch einige Basen für Wasserflugzeuge sowie rudimentäre Landeplätze für Helikopter. Insgesamt fünf Flugplätze dürfen angeflogen werden, darunter auch der bereits aus dem Preview bekannte internationale Flughafen von St. Croix, Henry E. Rolsen. Hier wurde jedoch nur an der Feinabstimmung der Dynamischen Szenerie gearbeitet, alles andere blieb so wie in der Freeware-Version. Aber das ist auch nicht weiter schlimm, denn toppen kann man diese fast schon filigran zu nennende Reproduktion kaum noch. Menschen warten vor dem Terminal auf ihren Abflug, eine Cessna dreht einsam ihre Runden und auf dem Vorfeld wartet ein Gepäckwagen wahrscheinlich auf seinen nächsten Auftrag. Auch die Gebäude wurden bemerkenswert umgesetzt. Zerbrochene Fensterscheiben "schmücken" einige alte Hangars. Warnschilder warnen vor dem Gebrauch von offenem Feuer in der Nähe von Benzintanks und Werbeschilder preisen die Vorteile eines Kraftstoffes. Jeder weiß sofort was ich meine, wenn ich sage, daß die Qualität der Terminals, Flugzeughallen, des gesamten Flughafengeländes überhaupt, ohne Zweifel an die Qualität der German Airports heranreicht. Hier wurden keine Megaairports mit mehreren tausend Flugbewegungen pro Tag eingebunden, sondern kleine, verträumte Flughäfen. 

virgins4.jpg (21783 bytes)Und gerade diese machen den Reiz an dieser Szenerie aus. Kleine Terminals und wenige Parkpositionen zeigen schon, daß hier kaum großer Flugverkehr herrscht. Ein wenig lebhafter geht es auf dem internationalen Flughafen von St. Thomas zu. Hier befindet sich gerade eine Saab 340 der American Eagle im Final, während eine Cessna zum Rundflug startet. Ein Paketauto von FedEx dreht seine Runden und fährt auch außerhalb des Flughafens seine Route ab. Gepäckwagen warten auch hier auf "Kundschaft" und Passagiere auf ihren Flug. Und das setzt sich überall fort: mit viel Aufwand in Szene gesetzte Airport-Szenarien. Ich benutze gerne den Vergleich zu einer Modelleisenbahn, aber wenn er mehr passt als alles andere, dann hier. Die Bestrebungen, alles so perfekt wie irgend möglich zu machen, verstärken das Gefühl, mittendrin statt nur dabei zu sein, unheimlich. Besonders zu empfehlen ist meiner Meinung nach ein Approach auf Runway 25 von Beef Island International. Wobei International stark übertrieben ist. Die Abfertigungshalle ist nicht größer als ein Handballfeld und auch das Vorfeld bietet kaum Platz für ein Flugzeug größer als eine ATR. Der Anflug geht vorbei an Bergen und kleinen Inselchen, darunter gleitet das türkisfarbene Wasser vorbei und linker Seite sind die Segelboote zu sehen, die in einer Bucht ankern. Einfach herrlich. Man sieht, daß gerade beim "Kleinkram" Chris Wilkes ungeheuer dazugelernt hat, denn LAGO's "The Triangle", an dem auch er beteiligt war, "glänzte" noch durch leere und verlassene Airports, das besonders bei den Großen ein unangenehmes Gefühl erzeugte.

virgins6.jpg (21873 bytes)Die Landschaft

Bereits im Preview hatte ich es ja schon gesagt: so muß die Karibik aussehen. Klares Wasser, verträumte Buchten, meterlange Sandstrände, Sandbänke, Riffe: auch hier hat Chris Wilkes alles getan, um das Gefühl perfekt zu machen, auf einer kleinen Insel in der Karibik zu sitzen. Bergstraßen schlängeln sich durch die oftmals sehr hügelige Landschaft, kleine Uferpromenaden laden zum (virtuellen) Strandbummel ein und das Landschaftsgrün hat genau dieses Karibik-typische feuchtwarme Aussehen und nicht ein mitteleuropäisches Dunkelgrün. Die Höhenzüge wirken allesamt sehr plastisch, gerade aus großen Höhen. Kleine Seen und Plantagen lockern die Landschaft auf und es gibt auch öfters so etwas wie eine Stadt. Jedenfalls nur als Textur. Denn Gebäude fehlen völlig - weder gibt es Wahrzeichen noch andere markante Bauwerke. Lediglich in den Häfen steht der eine oder andere Öltank und ein Lagerhaus. Apropos Häfen: überall sieht man Fischerboote und Nußschalen, die wunderschön in eine der vielen Buchten ankern.

virgins7.jpg (20851 bytes)Positiv fällt auf......

.....die schon beschriebene Versessenheit bei den Details und die tolle Umsetzung des tropischen Feelings. Auch die Framerate hält sich mit 23 fps im grünen Bereich, was bei diesem Höchstmaß an Realität kaum zu glauben ist. Was jedoch besonders ins Auge sticht, ist der unglaublich niedrige Preis. 15 Dollar sind wahrlich nicht die Welt. Da hat man bei der Konkurrenz schon schlimmeres zu teuren Preisen gesehen. Eine komplette Inselgruppe (im FS natürlich) für " ´nen Appel und n` Ei" darf man sich nicht entgehen lassen. Was ich im (nicht erschienenen) ersten Test noch bemängelte, war die fehlende Dokumentation. Eine schwache Readme wurde mitgeliefert, die Tips zum Betrieb und zur Installation der Szenerie aufführte. Frequenzen von VORs, NDBs oder ILS fehlten völlig. Das war besonders schade, weil sich das Gebiet von LAGO's "The Triangle" nicht weit von den Virgins befand und somit schöne Inselflüge möglich waren. Aber Chris Wilkes hat auf diesen Kritikpunkt reagiert und bringt in der neuesten Version eine ausführliche HTML-Doku mit, die auch einiges über die Entstehung und Geschichte der Virgins verrät. Mit dem Ausmerzen dieses Kritikpunktes gibt es an den Jungferninseln nichts mehr zu bemängeln.

virgins8.jpg (24484 bytes)Resümee

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob meine Euphorie nicht doch etwas zu übertrieben ist. Aber ich kann mit ruhigem Gewissen behaupten: sie ist es nicht. Chris Wilkes hat sich mit seinen Virgins eindeutig in die Topriege der Designer geschossen. Diese Szenerie ist auch für uns Deutsche, die manchmal kaum über den Tellerrand hinausschauen, fast schon ein unbedingtes Muß. Sagen wir es so: die Virgins sind ein perfekter Mix aus der Perfektion von German Airports und dem phantastischen Landschaftsbild der Tahiti-Szenerie von WILCO. Die Liste von Designern, die sich mit ihren Arbeiten im FS alle Ehre machen, ist sehr kurz. Schön, daß wir nun auch Chris Wilkes dazu zählen dürfen.

Felix Dudek
Juni 11. 1999

virgins9.jpg (25562 bytes) virgins10.jpg (35206 bytes)

virgins11.jpg (22334 bytes) virgins1.jpg (24366 bytes)

virgins3.jpg (23083 bytes) virgins5.jpg (22738 bytes)

 INFORMATION

 DATEIEN

  • AUTOR: CHRIS WILKES

  • HOMEPAGE

  • SHAREWARE
    PREIS: US$15.00
    AUF CD: US$30.00

  • TEST SYSTEM: PII 400MHZ, 128MB RAM, RIVA128 AGP/8MB RAM

FS's Yahoo...

Copyright © Miguel Blaufuks 1997-2000. All rights reserved.
Read our privacy guidelines.

Online Media Kit