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Wetter 1.jpg (69297 bytes)WETTER 2000
von Klaus Prichatz

getestet von André Niedhöfer

Wetter 2000 von Klaus Prichatz ist die für den FS2000 überarbeitete Version von Wetter, mit dem in den "guten alten Zeiten" des FS98 viele Wettereinstellungen möglich gemacht wurden, die es so nicht gab. Der größte Effekt war die Implementierung von METAR-Dateien aus dem Internet, die von Wetterstationen auf der gesamten Erde zur Verfügung gestellt wurden. Damit war es möglich, das reale Wetter etwas zeitversetzt im FS darzustellen. Auch die Darstellung von Schneefall war mit Wetter möglich.
Mit dem FS2000 sind diese Optionen nun eigentlich jedem bekannt, kann man sich doch ins Internet einklinken und ebenfalls das reale Wetter für ein größeres Gebiet runterladen. Auch Wetteroptionen wie Regen und Schnee sind möglich. Wozu braucht man also noch so ein Programm wie Wetter? Hmm...Gute Frage! Ich versuche nun im folgenden die Möglichkeiten von Wetter 2000 zu hinterleuchten.

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Installation
Durch die automatische Installationsroute ist das Installieren einfach und schnell. Einzig den FS2000-Ordner muss man eingeben, weil das Programm dorthin die fsuipc.dll kopiert. Diese Programmbibliothek wird von Wetter 2000 unbedingt benötigt. Eigentlich kann man aber gar keine Fehler bei der Installation machen. Schön ist auch, dass man zwischen deutscher und englischer Hilfedatei wählen kann. Das Programm ist nämlich in Englisch und so ist die übersetzte Hilfe für sprachlich nicht sie ganz versierte Simmer von Vorteil. Der Wetter 2000-Ordner benötigt übrigens nur 3,9 MB Speicherplatz.

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Wettereinstellungen
Startet man Wetter, öffnet sich ein einfaches, klar strukturiertes Menüfenster. Dies ist die Kommandozentrale für die Wettererzeugung. Unter der Schaltfläche Basic Weather Settings verbergen sich im großen und ganzen die gleichen Optionsmenüs wie im Wettergenerator des FS. Hier kann man die Tages- und Jahreszeit, die grobe Sichtweite, Wind, Turbulenzen und Wolkenbildung einstellen. Zusätzlich kann man zwischen dem metrischen und US-Höhensystem wählen und die Blitzhäufigkeit bestimmen. Alle Einstellungen lassen für das Programm bestimmte Toleranzbereiche übrig, in denen sich dann das Wetter abspielt. Die Advanced Weather Settings beinhalten drei weitere tiefgehendere Einstellungen. Hier kommt ein neues Feature für den FS zum Tragen, denn Wetter 2000 kann während des Fluges auch meteorologische Veränderungen generieren. Zum Einen lässt sich hier einstellen, ob sich das Wetter während eines Fluges eher behäbig oder plötzlich ändert, zum anderen kann die Häufigkeit eben dieser Änderungen bestimmt werden. Somit lassen sich Flüge durch ganze Wetterfronten simulieren. Hier kann auch die minimale Sichtweite, also die Grenze für die Wetterveränderungen ausgewählt werden.

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Die Wettermodi
Insgesamt gibt es fünf Optionen der Wettererzeugung. Create Weather beinhaltet die Auswahl von Start- und Zielflughafen aus einer Liste aller FS2000-Flughäfen. Im Bereich zwischen diesen ausgewählten Flughäfen wird dann das vorher ausgewählte Wetter generiert. Diese Informationen werden in einer Datei mit dem Namen wetter.flt abgespeichert, die dann im FS2000 im Menü "Flug auswählen" erscheint. Zusätzlich kann man die Position der Startpunkte mittels Koordinaten ändern, um z.b. den Stellplatz des Flugzeuges zu bestimmen.

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Mit der Schaltfläche Create World Weather kann man spezifisches Wetter für einzelne Kontinente der Erde oder selbst gewählte Regionen generieren. Dies geschieht mittels Auswahl bzw. Koordinateneintrag des Gebietes und das Programm generiert für dieses Areal standardisierte Wetterbedingungen. Aufgrund der großen Datenmenge kann dies aber je nach Größe des zu bearbeitenden Gebietes fünf Minuten und länger dauern. Auch diese Informationen werden in der wetter.flt abgespeichert.

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Hat man mithilfe des FS2000 oder anderer Flugplanungsprogramme schon einen Flugplan erstellt, kann man für diesen ebenfalls das Wetter generieren. Dazu wählt man die Schaltfläche Create Weather from Flight Plan und sucht seinen abgespeicherten Plan aus.

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Der Modus Create Changing Weather beinhaltet die oben schon erwähnte Option der sich verändernden Wetterbedingungen. Dabei bleibt Wetter 2000 im Hintergrund und generiert während des Fliegens das wechselhafte Wetter. Dabei werden wie gesagt die im Advanced Weather Setting vorhandenen Eingaben berücksichtigt.

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Der letzte Wettermodus Real Weather beinhaltet die Benutzung von vordefinierten und in htm-, rft-, oder rwx-Dateien abgespeicherten Wetterdaten. Diese können aus dem Internet heruntergeladen werden. Da die Wetterdaten mit ICAO-Codes verbunden sind, muss man nun die richtigen Stationen heraussuchen, die für den Flug gebraucht werden. Neben den Start- und Ankunftsflughafen könne dies aber auch Zwischenstationen sein. Dies ist insofern wichtig, als dass so ein weicher Übergang zwischen den Wetterzonen erfolgt. Die Daten werden ebenfalls in wetter.flt gespeichert und könne über "Flug auswählen" im FS2000 abgerufen werden.

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Praxis
In der Anwendung der ganzen Einstellung trennt sich die Spreu vom Weizen, besser gesagt die schwachen von den ausgereiften Programminhalten. Der normale Wettermodus bietet nicht die Einstellmöglichkeiten wie das Fortgeschrittenen-Wettermenü des FS2000, die Einstellungen sind einfach viel zu grob gestaltet. Vor allem für den realismusorientierten PC-Flieger ist das FS2000-Menü besser zu gebrauchen. Die regionenspezifische Wetteroption dagegen ist echt gut gelungen. Nun lassen sich für alle Areale der Erde generalisierte Wetterbedingungen definieren, ohne ständig ins Wettermenü des FS zu gehen. Auch das sich wechselnde Wetter ist eine weitere gut gelungene Option von Wetter 2000, mit der man dem Realismus noch ein Stück näher gekommen ist. Dem realen Wetter stehe ich auch zweigespalten gegenüber. Negativ ist erst mal, dass man sich die Dateien selber runterladen, bzw. erst mal die richtigen Dateien finden muss. Dann soll man auch noch die richtigen Daten aus der Datei raussuchen. Hier macht der FS2000 vor, wie es eigentlich gehen sollte: nur Gebiet aussuchen - den Rest macht der FS selber. Das ist einfach viel komfortabler und zeitsparender. Zugutehalten muss man aber Wetter2000, dass man mit dem Programm einen größeren Bereich abdecken kann, und auch nur seine Flugroute mit den Daten versehen kann, während der FS2000 nur ein kleineres Gebiet mit realen Wetterdaten speist.

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Mit diesem Programm ist es eigentlich wie mit jedem anderen, welches FS-eigene Programminhalte ergänzen oder gar ersetzen will. Man muss einfach einen Kompromiss finden zwischen einfacher Bedienung aber tiefgehenden Auswahlmöglichkeiten. Wie schon angesprochen wird dieses Problem hier bei den normalen Einstellungen deutlich. Ganz ersetzen kann Wetter 2000 den FS-Wettermodus mit Sicherheit nicht - nur ergänzen. Doch alles in allem hat das Programm sehr gute Inhalte. Was dem einen Modus fehlt, wird mit den anderen wieder wettgemacht. Wer die Optionen mal selber ausprobieren will, sollte sich auf jeden Fall die Shareware-Version runterladen. Diese ist zwar in ihrem Funktionsumfang, aber nicht zeitlich begrenzt. Genaueres Hinsehen ist also möglich. Ich werde Wetter 2000, vor allem die Changing Weather-Option auf jeden Fall weiterbenutzen.

André Niedhöfer
haupt-niedhoefer@t-online.de 
08. April 2000

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