
Überblick über Zürich-Airport
Zürich Airport – lange Zeit fehlte den eidgenössischen
Flusi-Fans eine respektable Umsetzung des größten
Flughafens ihres Heimatlandes. Mit der neuen Szenerie von
Hansjoerg Mueller gehört diese Schmach nun endlich der
Vergangenheit an. Insgesamt 4 Dateien - zusammengefasst
1,5 MB – zeigen schon die Details, mit denen diese
Szenerie aufwarten kann. Und die Erwartung, die sich mir
angesichts der Screenshots stellte, wurde nicht enttäuscht.

Weiterer Überblick über Zürich-Airport
Die Installation verläuft etwas anders als gewohnt,
deshalb sollte die zusätzlich downloadbare Help-Datei
genau studiert werden. Nachdem alles ohne größere
Komplikationen eingebunden wurde, zeigte sich mir Zürich
in all seiner Pracht. Sämtliche Gebäude sind völlig neu
texturiert – nirgends findet sich ein altes FS5-Standard
Gebäude. Der Flughafen wirkt insgesamt auch sehr belebt
– statische Flugzeuge schmücken das Vorfeld und die
Gates, einige Catering-Wagen beladen die Flugzeuge,
daneben stehen Kofferwagen. Auch an anderer Stelle wurde
nicht mit kleinen statischen Objekten gegeizt: so stehen
vor den Swissair-Hangars auch die dazugehörigen
Flugzeuge, und Fahrzeuge der Firma GateGourmet warten vor
dem Catering-Gebäude auf Arbeit.

Terminal A
Ebenfalls gibt es – ziemlich ungewöhnlich – ein
Flughafengefängnis, was von einer hohen Mauer umgeben
ist. Es gibt also nichts, was es in dieser Szenerie nicht
gibt. Auch die Runways bieten täuschend echten
Reifenabtrieb, der sich in schmutzigen schwarzen Streifen
bemerkbar macht.
Bei Nacht bietet Zürich ein ebenso eindrucksvolles
Bild: fast alles ist auf den kleinsten Fleck
ausgeleuchtet, selbst die statischen Flieger werden
angestrahlt. Diese Szenerie kann sich also ohne Probleme
mit der German Airports-Reihe messen.

Eine Maschine der Air Canada
wird beladen
Die Framerate bewegt sich bei all diesen Details leider
schon im kritischen Bereich. Auf meinem P400 konnte ich
beim Landeanflug mit vollen Details und einem
dazugeschalteten A310-Cockpit nur etwa 8fps ausmachen. Auf
der Webseite von Hansjoerg Mueller stehen einige
Vergleichsangaben zu den unterschiedlichen Systemen. So
kommt man mit einem P133 auf dem Vorfeld lediglich auf
2fps, was sich eigentlich keiner mehr antun sollte. Laut
dem Autor befindet sich eine dynamische Szenerie in Arbeit
– fragt sich natürlich, wie diese Szenerie mit der
ohnehin schon recht niedrigen Framerate in Einklang
gebracht werden soll.

Flughafengefängnis
Der stärkste Kritikpunkt ist allerdings der happige
Preis. Für die von mir getestete erweiterte FS98-Version
hat man sage und schreibe 60 Dollar hinzulegen. Das sind
umgerechnet bei einem Kurs von ca. 1,78 knapp stolze 107
Mark. Das ist für einen einzigen Flughafen eindeutig viel
zu viel. Man kann zwar für 30 Dollar die Basisversion
erwerben; die ist aber bei weitem nicht so schön wie
diese für den FS98. Selbst die im selben Qualitätsmaßstab
gehaltenen German Airports sind mit 70 Mark preiswert
dagegen, dazu muß man auch bedenken, daß bei dieser
Reihe und ähnlichen mehrere Flughäfen vereint sind. Und
für dieses Geld bekäme ich auch schon einen kompletten
Simulator. Hier sollte man also unbedingt nachbessern.

Catering-Wagen vor dem
GateGourmet-Gebäude
Aber wer bereit und willig ist, dieses Geld auszugeben,
hat die momentan schönste Umsetzung des Züricher
Flughafens auf seiner Festplatte.
Felix Dudek
FelixDudek@aol.com
09.Mar.99