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simFlight.de > Frame Rate Test

Ergebnisse des Frameraten-Tests

Viele Computer-Zeitschriften machen Benchmark-Tests, Prozessor-Tests, Grafikkarten-Tests. Wie relevant diese Testergebnisse für den FS 2000 sind, weiß man aber nie so genau. Deshalb haben wir hier unsere eigene Testreihe gemacht. Rund 40 Teilnehmer haben beim Frameraten-Test mitgemacht. Zusammenfassend kann man sagen: Wer mit durchschnittlich 20 fps durch die Gegend fliegt, kann mehr als zufrieden sein.

Ich habe nicht alle eingesandten Ergebnisse in die Auswertung mit aufgenommen. Der Grund lag meistens darin, dass die Tageszeit nicht auf Dämmerung eingestellt war - bei Tag sind die Frameraten wesentlich besser und deshalb nicht vergleichbar. Charakteristisch für alle Teilnehmer war, daß bis auf zwei alle mindestens 128 MByte Hauptspeicher hatten. Die zwei Teilnehmer mit nur 64 MByte Hauptspeicher hatten bei den Frameraten Einbrüche bis auf 1 fps. Bei mehr als 128 Mbyte Hauptspeicher sind bei den Messergebnissen keine Verbesserungen festzustellen.
Alle hier gezeigten Grafiken beziehen sich auf den Test 1 "Meigs Take-off" bei Dämmerung und wolkenfreiem Himmel. Sofern nichts anderes vermerkt ist gilt immer:

  • 128 MByte Haupspeicher
  • Auflösung 1024 x 768, Farbtiefe 16 bit
  • Tageszeit: Dämmerung, Bildqualität: 5

Ich habe lange überlegt, wie sich die Ergebnisse am besten präsentieren lassen. Da das Datenmaterial sehr umfangreich ist, habe ich nur einige charakteristische Trends grafisch aufbereitet. Wer die kompletten Meßreihen sehen möchte, kann sich die Excel-Tabelle Frameraten.xls (Excel-95-Format) herunterladen. Wer selbst vergleichen möchte und den Test noch nicht gemacht hat: die Datei Frate_test.zip enthält die Anleitung, Flugdateien, Testvideos und den Frameraten-Counter.

Athlon ist überlegen
Der größte Teil aller FS-2000-Flieger fliegt mit Systemen der Leistungsklasse 500 MHz. Die durchschnittlichen Frameraten beim Abheben in Meigs bewegen sich hier zwischen 15 und 20 fps. Die Pentium-III-Systeme pendeln dabei um einen Mittelwert von ca. 19 fps, brechen aber schon beim simplen Geradeausrollen auf 5 fps ein (von einer Ausnahme abgesehen).

Pentium III 500.gif (9667 bytes)
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Bild 1: Systeme mit Pentium III, 500 MHz und 128 MByte Hauptspeicher bei 1024 x 768 und 16 bit Farbtiefe, sofern nichts anderes vermerkt ist. Daß hier ein TNT schneller ist als TNT2 ist vermutlich ein Ausrutscher.

Die Führungsposition des Grafikprozessors TNT vor dem TNT2 ist sicherlich ein Einzelfall und nicht repräsentativ. Aber die Zahlen hier sind eben nicht manipuliert sondern spiegeln die Unwägbarkeiten des tatsächlichen Lebens wider - und die Testsysteme haben ja auch nicht nebeneinander gestanden sondern sind von verschiedenen Testern unterschiedlich bedient worden. Das mag zu einer gewissen Streuung führen.

Fünf stolze Besitzer von Athlon-Systemen mit 550 MHz und einer mit 600 MHz konnten insgesamt bessere Ergebnisse als die Pentium-Flieger vorweisen. Der Athlon zaubert durchschnittlich rund 20-25, in einem Fall sogar 30 Frames pro Sekunde auf den Schirm. Auch die Einbrüche sind bei den Athlon-Systemen nicht so stark - sie gehen nur auf ca. 9 fps zurück. Den größten Einbruch hat hier ausgerechnet die teuerste Grafikkarte zu verzeichnen: eine 600 Mark teure Creative GeForce Annihilator Pro mit dem brandneuen GeForce256-Chip von nVidia.

Athlon-Systeme.gif (10137 bytes)
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Bild 2: Athlon-Systeme sind recht flott. Die sündhaft teuren Karten mit dem GeForce 256-Chip sind aber zumindest im FS 2000 nicht die schnellsten.

Aufrüsten lohnt sich - ab 400 MHz
Die langsameren Systeme haben eines gemeinsam: Die starken Einbrüche. Kurvenfliegen und -fahren auf Taxiways sind mit diesen Systemen schwierig, da hier nur 3-4 fps zu erwarten sind. Trotzdem - Systeme mit 400 MHz sind durch eine gute Grafikkarte noch flugtauglich zu machen. Die V 770 von Diamond oder die Rage-128-Karten von ATI kosten um 300 Mark und sorgen für durchschnittliche Frameraten um 15 fps - auch bei Kurvenflügen. Allerdings muß man bei schnellen Manövern oder Kurvenflügen Einbrüche auf 5 fps in Kauf nehmen, was aber auch mit einem Pentium III 500 passieren kann (siehe Bild 1). Als Schnäppchen kann man die Celeron-Systeme bezeichnen, die den Pentium III mit gleicher Taktrate praktisch nicht nachstehen.

Die Grafikkarte entscheidet
Insgesamt kann man sagen, daß die Grafikkarte einen größeren Einfluß auf das Meßergebnis hat als der Prozessor. Mehr als 600 Mark sollte man für einen Prozessor z. Zt. auf keinen Fall ausgeben. Pentium III mit 600 MHz bringen zwar geringfügige Verbesserungen, diese muß man jedoch mit einem Aufpreis von rund 600 Mark erkaufen. Bild 3 zeigt einen Vergleich verschiedener Systeme mit Rage-128-Grafik.

Rage128.gif (9526 bytes)
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Bild 3: Alle Systeme hier haben eine ATI-Grafikkarte mit Rage-128-Chip. Auflösung 1024 x 768, Farbtiefe 16 bit, sofern nichts anderes angegeben ist.

Vor dem Kauf muss gewarnt werden
Was sollte man auf keinen Fall kaufen? - Neben den erwähnten hochgetakteten Prozessoren bringen auch die von der Fachpresse so hochgelobten Grafikkarten mit dem GeForce 256 im FS 2000 keine merkliche Verbesserung. Hauptspeicher-Aufrüstungen, die über 128 MByte hinausgehen führen ebenfalls nicht zu merklich flüssigerem Spielablauf. Weniger als 128 MByte sollten's aber auch nicht sein, da sonst die gefürchteten Pausen beim Umschalten der Ansichten auftreten. Am besten bedient ist mal wohl mit einem gut konfigurierten 500-MHz-System der 2000-Mark-Klasse. Befindet sich darin eine TNT2-Grafik oder Rage-128-Grafikkarte, dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Und wenn Saturn-Hansa, Mediamarkt oder Karstadt zum gleichen Preis ein Athlon-System anbieten, dann ist die Wahl klar: Athlon ist das bessere Triebwerk!

Joachim Kroll
Joachim_Kroll@gmx.de
Danke für's mitmachen !
09.Januar 2000

 DATEI

Frate_test.zip
15kb

Frameraten.xls

Frameraten.zip
5kb

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