Prüfungsteilnehmer Prüfungstermin Einzelprüfungsnummer Kennzahl: Frühjahr Kennwort: A6 1 1 3 2011 Arbeitsplatz-Nr.: Erste Staatsprüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen — Prüfungsaufgaben — Fach: Informatik Einzelprüfung: Theoretische Informatik Anzahl der gestellten Themen (Aufgaben): 2 Anzahl der Druckseiten dieser Vorlage: 5 Bitte wenden! Frühjahr 2011 Einzelprüfungsnummer: 46113 Seite: 2 I'hema Nr. 1 (Aufgabengruppe) Es sind alle Aufgaben dieser Aufgabengruppe zu bearbeiten! Aufgabe 1: Formale Sprachen a) Betrachten Sie den folgenden deterministischen endlichen Automaten: 1 oe Start ens 1 0 0 0 0 a OMS Dieser Automat erkennt die Sprache Lı = {w | w € {0,1}*, w hat gerade Anzahl von Oen und len } Modifizieren Sie den Automaten so, dass er die Sprache Lo = {w |w e {0,1}*, w hat ungerade Anzahl von Oen und len } erkennt. Begründen Sie die von Ihnen vorgeschlagene Modifikation. b) Erweitern und modifizieren Sie den gegebenen Automaten aus Aufgabenteil (a) so, dass er die Sprache Ls = {w | w € {0,1,2}*, w hat ungerade Anzahl von Oen, len und 2en } erkennt. Erläutern Sie die Arbeitsweise des von Ihnen konstruierten Automaten. c) Beschreiben Sie, was man unter der Äquivalenz von Zuständen in deterministischen endlichen Automaten versteht. Geben Sie eine exakte Definition mit Hilfe der Übergangsfunktion an. Beschreiben Sie die Arbeitsweise des Algorithmus zur Bestimmung der äquivalenten Zustände eines deterministischen endlichen Automaten. d) Wenden Sie den Algorithmus auf den folgenden deterministischen endlichen Automaten M = ({A,B,C,D,E,F,G,H},{0,1},6,A,{D}) an, wobei die Übergangsfunktion 6 durch folgende Tabelle gegeben ist: Fortsetzung nächste Seite! Frühjahr 2011 Einzelprüfungsnummer: 46113 Seite: 3 e) f) g) au you QyaQoosesepye SQ ae BAQAwBr Bauen Sie dazu die vollständige Tabelle des Algorithmus mit Zustandspaaren schrittweise auf und erläutern Sie die durchgeführten Schritte. Fassen Sie anschließend die äquivalenten Zustände zusammen und konstruieren Sie einen äquivalenten deterministischen endlichen Automaten mit einer minimalen Anzahl von Zuständen. Geben Sie das Übergangsdiagramm des äquivalenten Automaten an. Formulieren Sie die Aussage des Pumping-Lemmas für reguläre Sprachen. Wie kann das Pumping-Lemma dazu verwendet werden, zu zeigen, dass eine Sprache nicht regulär ist? Beweisen Sie mit Hilfe des Pumping-Lemmas aus Aufgabenteil (e), dass die Sprache Lg = {0"10"1 |n>1} nicht regulär ist. Erklären Sie Ihre Argumentation. Betrachten Sie die folgende Sprache Ls = {ab"c™d™ |n >1,m> 1} U {a™b™e"d” |n > 1,m> 1} Geben Sie eine kontextfreie Grammatik an, die diese Sprache beschreibt. Aufgabe 2: Turingmaschinen a) Das Grundmodell einer Turingmaschine kann zur Vereinfachung der Programmierung erweitert werden, indem das Band der Turingmaschine in mehrere Spuren unterteilt wird. Erläutern Sie diese Erweiterung. Wie sieht in diesem Fall die Übergangsfunktion aus? Erklären Sie, warum eine Turingmaschine mit mehreren Spuren nicht mächtiger ist als eine Turingmaschine mit einer Spur. Konstruieren Sie eine Turingmaschine mit zwei Spuren zum Erkennen der Sprache L= {wew | w € {0,1}*} mit c als Markierungszeichen. Verwenden Sie dabei die 2. Spur als Markierungsspur zur Markierung von bereits gelesenen Symbolen. Geben Sie die Übergangsfunktion im Detail an. Erläutern Sie die Funktionsweise der von Ihnen konstruierten Turingmaschine. Frühjahr 2011 Einzelprüfungsnummer: 46113 Seite: 4 Thema Nr. 2 (Aufgabengruppe) Es sind alle Aufgaben dieser Aufgabengruppe zu bearbeiten! Aufgabe 1: Profile als formale Sprachen Ein Profil ist eine endliche Folge p = pıpa... pn von ganzen Zahlen p; mit n > 1, pı = 9, = 0 und Ipirı - p| <1fürl 0) regulär sind, indem Sie entweder die Konstruktion geeigneter endlicher Automaten für deren Akzeptanz oder die Konstruktion geeigneter Grammatiken für deren Generierung beschreiben. Unter der Differenz eines Profils p = pyp2... Py vesteht man das Wort 6(p) = wiwe...Wn—-1 © UF mit w; = piri — pi (1 <2