Prüfungsteilnehmer Prüfungstermin Einzelprüfungsnummer Kennwort: Frü hj ahr 4 6 1 ) 1 Arbeitsplatz-Nr.: 2018 Erste Staatsprüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen — Prüfungsaufgaben — Fach: Informatik (Unterrichtsfach) Einzelprüfung: Fachdidaktik - berufliche Schulen Anzahl der gestellten Themen (Aufgaben): 3 Anzahl der Druckseiten dieser Vorlage: 4 Bitte wenden! Frühjahr 2018 Einzelprüfungsnummer 46121 Seite 2 Thema Nr. 1 Die Nutzung webbasierter Lernplattformen ist in den letzten Jahren beständig weiter fortgeschritten. Für den Informatikunterricht können sie sowohl Unterrichtsmedium als auch Unterrichtsgegenstand sein. 1. Beschreiben Sie auf ungefähr einer Seite, welche informatischen Inhalte sich am Beispiel webbasierter Lernplattformen vermitteln lassen! 2. Wahlen Sie aus dem Themenbereich „Datenschutz und Datensicherheit“ ein Teilthema aus, das Sie am Beispiel einer webbasierten Lernumgebung vermitteln möchten! Planen Sie hierfür eine Unterrichtseinheit im Umfang einer Doppelstunde! a) b) c) d) Erläutern Sie Ihr didaktisch-methodisches Konzept und leiten Sie davon ausgehend die weiteren Teilaufgaben ab! Geben Sie drei bis fünf Lernziele der Unterrichtseinheit in überprüfbarer Form an und ordnen Sie diese jeweils den Stufen einer geeigneten Lernzieltaxonomie zu! Beschreiben Sie den Ablauf eines motivierenden Einstiegs! Stellen Sie den geplanten Unterrichtsverlauf in tabellarischer Form dar! Er soll die Handlungen der Lehrperson und der Lernenden, den jeweiligen Zeitbedarf sowie die benötigten Medien wiedergeben! Entwerfen Sie zu der Unterrichtseinheit eine schriftliche Lernzielkontrolle, die ungefähr 10 Minuten dauert! Begründen Sie Ihre Fragestellungen, indem Sie jeweils den Bezug zu den Lernzielen herstellen! 3. Beschreiben Sie auf ungefähr einer halben Seite, wie das Thema „Datenschutz und Datensicherheit“ mit einem anderen Unterrichtsmedium vermittelt werden kann und gehen Sie jeweils auf Vor- und Nachteile gegenüber der Methode aus Teilaufgabe 2 ein! Frühjahr 2018 Einzelprüfungsnummer 46121 Seite 3 Thema Nr. 2 Der Lehrplan für das Fach Technologie/Informatik für die Fach- und Berufsoberschule sieht in der Ausbildungsrichtung Technik das Modul „Grundlagen moderner Programmiersprachen“ mit einem Umfang von ca. 14 Stunden vor. Grundlagen moderner Programmiersprachen Lernziele Lerninhalte Die Schülerinnen und Schüler verwenden Datentypen Kontrollstrukturen und Grundfunktionen e Arten einer modernen Programmiersprache um © Operationen einfache Aufgaben durch kleine Programme lösen bzw. beschreiben zu können. Sie vertiefen mittels praxisorientierter Problemstellungen ihre Kenntnisse über Datentypen, Datenstrukturen und logische Operationen. - Ausgabe Zuweisung von Variablen und Konstanten Programmstrukturen se Sequenz - Einfachverzweigung - Mehrfachverzweigung Programmdokumentation 1. Welche Kombination aus Programmiersprache und Programmierumgebung wählen Sie für die Unterrichtssequenz? Beschreiben Sie mindestens zwei geeignete Alternativen und wägen Sie Vor- und Nachteile ab! Berücksichtigen Sie auch die zu erwartende Heterogenität der Schülergruppe bezüglich der Vorerfahrung! 2. Verteilen Sie die Inhalte des Moduls auf etwa 14 Stunden! Geben Sie dazu je ein Grobziel für jede Einheit (ca. 2 bis 3 Stunden) an und schildern Sie kurz die darin vorkommenden Inhalte! Hinweis: Berücksichtigen Sie auch notwendige Inhalte, die nicht explizit im Lehrplan genannt sind! 3. Nennen Sie Maßnahmen, die Sie (innerhalb Ihrer Grobplanung) ergreifen können, um auch leistungsstarke Schülerinnen und Schüler mit weitreichenden Vorkenntnissen sinnvoll in das Unterrichtsgeschehen einzubinden! 4. Entwerfen Sie eine Doppelstunde zur Einführung der Programmstruktur „Verzweigung“! Wählen Sie hier zwischen Einfach- und Mehrfachverzweigung diejenige aus, die in Ihrer Grobplanung zuerst vorgesehen ist! Geben Sie dazu operationalisierte Feinziele und ein Verlaufsschema an, das Zeitplanung, Unterrichtsphasen, Lehrer-Schüler-Interaktion und die verwendeten Materialien beschreibt! 5. Schildern Sie ein Aufgabenbeispiel, mit dem Sie der Forderung „Die Schülerinnen und Schüler vertiefen mittels praxisorientierter Problemstellungen ihre Kenntnisse über Datentypen, Datenstrukturen und logische Operationen.“ nachkommen! Geben Sie dazu die konkret ausformulierte Problemstellung an und skizzieren Sie die Lösung! -4 Frühjahr 2018 Einzelprüfungsnummer 46121 Seite 4 Thema Nr. 3 Der Lehrplan für das Fach Technologie/Informatik für die Fachoberschule sieht für die Jahrgangsstufe 13 in der Ausbildungsrichtung Technik das Modul „Datenmodellierung“ mit einem Umfang von ca. 14 Stunden vor. Datenmodellierung Lernziele Lerninhalte Hinweise zum Unterricht Die Schülerinnen und Schüler Anforderungen an können für ein Informationssystem | Datenbanksysteme wie die Informationsstruktur entwickeln und ein semantisches Datenmodell ts erstellen. Anschließend setzen sie ° Datenunabhängigk eit das semantische Modell in ein e Redundanzfreiheit logisches Datenmodell um und e Datenintegrität übertragen es in ein relationales e Mehrfachzugriff Datenbankschema. Dabei erkennen sie die Zweckmäßigkeit einer strukturierten Modellierungsmethode sowie den Phasen der Datenmodellierung: | Abbildungsregeln sinnvollen Einsatz einer relationalen Datenbank. Sie haben einen Einblick in die Funktionsweise einfacher - Informationsstruktur erfassen und Implementierung des logischen Modells durch Datenbanken. Ihnen wird bewusst, strukturieren die Schülerin / den Schüler dass die Verwaltung redundanter ® semantisches Modell inführung nein Daten durch geeignete e logisches Modell relationales Datenbankmodelle vermieden e Implementierung Datenbanksystem“ werden sollte. 1. Welches Modellierungsverfahren setzen Sie im Bereich des semantischen Datenmodells ein? Diskutieren Sie Alternativen und begründen Sie Ihre Wahl! 2. Erlautern Sie schülergerecht anhand von Beispielen, wie Sie die Anforderung der Redundanzfreiheit begründen können! 3. Erstellen Sie eine Grobplanung für das Modul „Datenmodellierung“! Geben Sie dazu jeweils ein Grobziel für jede der sieben Doppelstunden an und umreißen Sie kurz die Inhalte! 4. Erstellen Sie eine Feinplanung einer Doppelstunde zur Einführung in das Modul! Gehen Sie dabei insbesondere auf Lernziele, Inhalte, Lehrer-Schüler-Interaktion und verwendete Materialien bzw. Medien ein!