Digitale Edition der Briefe und Dokument der Familie Mozart
Digital Edition of Letters and Documents from the Mozart Family
Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg
Salzburg
Austria
The Packard Humanities Institute
Los Altos
California, USA
Morgenstern
Anja
text encoding, text editing
Kelnreiter
Franz
technical supervisor, data modelling
Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg
Wissenschaftliche Abteilung. Digitale Mozart-Edition
Ulrich Leisinger
Digitale Mozart-Edition
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2016-6
CC BY-NC-SA 4.0
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A-Sm
A-Sm: Internationale Stiftung Mozarteum, Bibliotheca Mozartiana. Salzburg (AUT)
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LEOPOLD MOZART AN MARIA ANNA VON BERCHTOLD ZU SONNENBURG IN ST. GILGEN
SALZBURG, 19. DEZEMBER 1786
______________________________________________________________________________\hfill Salzb. d 19t Dec:
Der Leop: ist gesund!__________________________________________________________\hfill 1786
Schreibe ein paar Worte in Eÿle, da keine Zeit habe. Der Bass=Sänger
den d Erzb: aufgenom ist gestern abends angekom, und war heute
beÿ mir; wie ich es all sagte, so wars: der Erzb: bringt keine ande
Seele zur Musik mit, den er hat niemand bekom, ob er gleich
ein Hautboist, Primwaldhornist, Trompeter, Violin und Contra=bass=spieler hab wollte. Morgen wird d Erzb: hier erwartet,
ob er eintrift, wird sich zeig. – Er soll auch ein ViceControleur auf=genom hab. – weg kerz kauff, wird beÿ dieser Einrichtung
hart etwas zu thun möglich seÿn, ihr könnt euch gar nicht
darauf verlass, wir müss frohe seÿn, wenn wir welche für
uns bekom. Dem Strobler gebe ich nur 2 Bücher mit; die übrig
der Glasträgerin. Ihr darft aber dessweg nicht glaub,
daß die Menge gar so erstaunlich ist, weil ich schrieb: es
wäre eine ganze Biblioteck: ich verstand dadurch, daß
es für den Both zu viel köst machte, u es nach u nach
schick müsste. – der Bassist ist ein Böhm, hat eine Frau
u ein Kind, sie such itzt eine Wohnung. d Erzb: musste ihm
in Wien vorhero das Decret ausfertig. Du schreibst, du hofftest,
ich hätte niemand von d bewusst Sache etwas erzehlt. das ist in
der That beleidigend, da du weist, daß ichs and übl nehme,
wen sie so ohne Kopf u Süne über ihr Nebenmensch reden.
Ich küsse euch beÿde, grüsse die Kind u bin allzeit d alte
Der Brunetti ist noch nicht gestorb._______________________\hfill Mozart mp
Die Gilow: Catherl komt wed zu dir, noch zu mir, da bist du
sicher, sie nent ihr Brud nicht einmahl geg mich, noch
weniger die Freulein Braut.
Mein Arm fängt an nach u nach wärmer zu werd. ich hoffe
es wird sich alles geb.
Ich glaube den gutherzig Italiäner zu kön, er Logierte beÿm
gatti, folglich im Hauß, od auf einem Hausbod.
DOM=MUSICK=VEREINU.MOZARTEUM
INTERNATIONALESTIFTUNG:„MOZARTEUM”1881