Digitale Edition der Briefe und Dokument der Familie Mozart Digital Edition of Letters and Documents from the Mozart Family Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg
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2014-6 CC BY-NC-SA 4.0 https://dme.mozarteum.at/DME/briefe/letter.php?mid=1652 D-HVs D-HVs: Stadtbibliothek Musikabteilung. Hannover (DEU) last file update: Wed May 11 14:48:05 2022
WOLFGANG AMADÉ MOZART AN MARIA ANNA VON BERCHTOLD ZU SONNENBURG IN ST. GILGEN WIEN, 2. AUGUST 1788
_____________________________________________________________D. Giovanni war _______________________________________________________________komponirt, als dieser ___________________________________________________________________Brief geschrieben ward. Scheint im Jul.____________________________________________________Dieses, um das 1788. geschrieben_________________liebste Schwester! – _____________Datum desselben zu seyn.__________________________________________________________________ausfindig zu machen. Mit recht könntest du böse auf mich seÿn! – wirst du es aber auch dann seÿn, wenn du mit diesem Postwagen die Neuesten klavierstücke von mir erhaltest? – O nein! – dies wird hofentlich alles wieder ins geleise bringen. – da du überzeuget seÿn wirst, daß ich dir gewis täglich alles mögliche gute wünsche, so wirst du auch darüber hinausgehen, daß ich mit meinem glückswunsche zu deinem Namenstage etwas Späte nachhinke; – liebste Schwester; – Ich wünsche dir vom ganzen Herzen, von ganzer Seele, alles das, was du dir selbst am ersprieslichsten zu seÿn glaubest, und hiemit Punktum. – liebe Schwester! – du kannst nicht zweifeln daß ich viel zu thun habe – du weist auch recht gut daß ich zum briefschreiben etwas faul bin; – neme mir es also nicht übel wenn ich dir selten schreibe; – dieses soll aber dich nicht abhalten, mir öfters zu schreiben; – so ungerne ich briefe schreibe, so gerne erhalte ich deren. – auch hast du mehr stoff zu schreiben als ich, da mich in Salzburg mehr Sachen intressiren als dich in Wienn.\- Nun muß ich dich um etwas bitten; – Ich möchte gerne daß mir der Haÿdn seine 2 Tutti-Messen, und die Graduali so er geschrieben, in Partitur auf eine zeit lehnte; – ich würde sie mit allem dank wieder zurück schicken. – es ist nun eben ein Jahr daß ich ihm geschrieben, und ihn zu mir eingeladen habe. aber er hat mir nicht geantwortet; – im antworten scheint er mir viel gleiches mit mir zu haben, nicht wahr? – Ich bitte dich also recht sehr mir diese sachen auf diese art zuwege zu bringen; – lade ihn zu dir hinaus, und Spiele ihm von den Neuen sachen vor; – das Trio, und quartett wird ihm nicht misfallen. – adieu, liebste schwester! – so bald sich wieder Neue Musick samelt, so werde ich Sie dir schicken; – Ich bin Ewig P: S: Meine frau empfehlt sich dir bestens.___________________________\hfill dein aufrichtiger bruder und wir beÿde unsern Lieben h: schwagern.______________________\hfill W: A: Mozart mp 1446950___________1584_______________________________________________vide Rückseite_________________________________1446 K. M. S. C. 1446. P: S: um dir über den Punkt in betref meines dienstes zu antworten, so hat mich der kaÿser zu sich in die kamer=genomen, folglich förmlich dekretirt; einsweilen aber nur mit 800 fl: – es ist aber keiner in der kamer der so viel hat. – auf dem anschlag zettel, da meine Prager Oper Don Giovanni | welche eben heut wieder gegeben wird :| aufgeführt wurde, auf welchem gewis nicht zu viel steht, da ihn die k: k: theater direction herausgiebt, stunde; – die Musick ist von h: Mozart, kapellmeister, in wirklichen diensten seiner k: k: Maÿestätt. À Madame Madame Marie anne de Sonnenbourg née Mozart _________________________à zu St: gilgen im Pfleg=Hause.________Salzbourg. 1446