Digitale Edition der Briefe und Dokument der Familie Mozart Digital Edition of Letters and Documents from the Mozart Family Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg
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LEOPOLD MOZART AN LORENZ HAGENAUER IN SALZBURG WIEN, 24. SEPTEMBER 1768
[... (Schluss der Abschrift des Briefes vom 17. September 1768)] _________________________________\hfill Wienn den 24. Sept: _____________________________________________________\hfill 1768 Heute habe an S:e Hochfürstlichen Gnaden geschrieben. Ich hofe das Bruit, so sie mir gemeldet, werde ohne Grund seÿn. Sollte aber Gott mit uns et=was anderes vorhaben; so stünde, es zu änderen nicht in unserer Gewalt. Ich hoffe aber sie würden mich keinen Au=genblick in der Unwissenheit lassen. am 21.t Morgens hatte ich beÿ S:er Maie=stätt den Kaÿser audienz und über= reichte meine Beschwernissen wieder den theatral Impressarium Affligio. Es ist auch schon die Untersuchung dem Graf Spork Excellenz übergeben worden, und Affligio hat ordre sich zu verant=worten; indem ich nebst den 100. duc=catten für die opera noch die diese Zeither hier gemachte Unkosten fordere p. Gedult; es wird sich nun bald zeigen. Der Kaÿser war aufs gnädigste und versprach uns alle Gerechtigkeit. Wir empfehlen uns ihnen und allen guten Freunden, sonderheitlich herrn docktor Agliardi. Was den Küffl anbe= langt, habe nichts gewust von ihm. ietzt höre, daß er zum Fürst Ester=hasÿEsterhazÿ nach Eÿsenstatt in diensten ge=kommen seÿe, wo herr Joseph Haÿden Capellmeister ist. des übrigen hal=ben, will mich erkundigen. daß die Mutter noch lebt, weis ich p. Herr Alterdinger lasse nebst meiner em=pfehlung bitten, er möchte fleisig fortfah=ren; und sich nun durch nichts irre machen lassen; damit ich beÿ meiner Ankunft viel zu lesen finde. _____Die inoculierten hochen Herrschaften befinden sich wohl. Alles will sich ietzt inoculieren lassen. ____________addio. Heute habe abermahl 20 # empfang der Himmel wird alles wieder ersetzen. P: S: Von unserer lieben Frau Ha= genauerin hören wir gar nichts mehr. sie wird wohl gar übel mit uns zu frie=den seÿn, daß wir gar so lange aus= bleiben. Wir hoffen, beÿ unserer Ankunft die Scharte wieder auszu=wetzen.