Digitale Edition der Briefe und Dokument der Familie MozartDigital Edition of Letters and Documents from the Mozart FamilyInternationale Stiftung Mozarteum SalzburgSalzburgAustriaThe Packard Humanities InstituteLos AltosCalifornia, USAMorgensternAnja
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KelnreiterFranz
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Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg
Wissenschaftliche Abteilung. Digitale Mozart-Edition
Ulrich LeisingerDigitale Mozart-Editionhttps://dme.mozarteum.at2019-12CC BY-NC-SA 4.0https://dme.mozarteum.at/DME/briefe/letter.php?mid=585D-AsD-As: Staats- und Stadtbibliothek. Augsburg (DEU)last file update: Wed May 11 14:48:10 2022
LEOPOLD MOZART AN JOHANN JAKOB LOTTER IN AUGSBURG
SALZBURG, 14. MÄRZ 1756________________________________________________________\hfill Salzb: d 14 Martii_____Monsieurmon tres cher amy!__________________________\hfill 1756.
Ich habe aus ihrem an den h: Brudern erlassn Brief gelesen, daß
sie den Aushängbog von (L) schick. wenn nun das wörtch Aushäng=bog etwa bedeutet, daß er schon gänzlich abgedruckt ist, so seÿ es,Basta! wonit? so istp. 83 im vorletzt Exempl d Bog über 2 Not vergess. nämlich:p. 86 soll im §. 35 beÿm zweÿten Exempl iede erste Note ein strichl_____ haben.eadem pagina. §. 37. ist ein Wort im Anfange d vorletzt Zeile aus=_____gelass. es heisst: anfangs eine mach. es soll heiss: anfangs_____eine einfache mach.___________________Nun zum Mspt.
Hier sind 3 häfft. Die vielen Exempel von p. 137 bis 140, habe, so viel
möglich war abgekürzet. Setz sie nur diese Exempeln imerfort, d Anfang
und das Ende iedes Exempels u desselb Abändung mag am Anfange, in
d Mitte od am Ende einer Zeil anfang od schliess, das ist allemal
eins: den durch die Ziffern und Buchstab sind diese beyspiele schon
genug unterschied. sehen sie aber, daß sie nicht irre werd, und das
sie nichts weglass, was geblieb ist: sondheitl: daß p. 141. §. 2, 3,
4, 5 und 6 die Exempls recht citiert werd. den ich hab kein1756. d 14. Merz 1756
von h: Leopold MozartMspt in händ. Sie sehn allemal wie Nötig mir d AbgedruckteCorrecturbog ist.
Ich hab abgekürzet, was mir thunlich ware. Sie därfen aber nicht
glaub, daß ich etwas weggelass habe, welches dem Buch zum Nach=theil wäre. Nein! Und eb dessweg ist das grösste Steh geblieb.
Sehen sie nur zu, daß sie sich nicht irr, den bald ist ein Exempl
ausgethan, bald ist eins steh geblieb; und p: 154 sind unt
aus 3 Exempl eins gemacht. es werd nämlich vom unterst Exempl
die letzt 2 tact zum obern Expl gezog, die zwischenstehend Exmpl: sind
ausgelöschet.
die kleinern Exempl seh sie gleichwohl in eine Zeile zu bring,
die gross aber in zwo zeil. Sie werd einige mahl mit
dem Rothsteine ein strich seh, wie Z. E. im zweÿt
Beyspielep. 158. it am Ende Beed beyspiel.p. 161.itp. 162. diess bedeutet, daß sie hier allenfals aufhören
kön,wen es eine neue Zeile geb sollte. Sie müss aber einCustod Music ()
der folgend Note hinsetz: den hier
kan man mit gutem Fuge aufhör, und eine Zeile erspahren.
Sehen sie nur, daß kein fehler vorgehet. den itzt kom Hauptstücke
wo sie leicht fehler kön, und wo ich die fehler gar bald
überseh kan.
Nun kom wir auf die Zeichnung.
Hier ist mein Portrait, od wenigst soll es seÿn. d es gemacht
hat, ist sonst ein guter Portrait mahler und auch ein guterHistorimahler. Allein er hat den Brauch allemal grosse
köpf und überhaupts grosse Figur zu mach.
die meisten Person sag, daß ich gut getroff seÿ. Aber auch alle
sag, daß ich in etwas zu fett und gar zu alt vorgestellt seÿ.
und diess geschieht durch die Wendung: den auf der Seyte, wo ich
die Violin halte, scheint es, als wen d Hals zu dick und
im Schatt das gesicht etwas geschwoll wäre.Es ist alles zu dick!
Sie werd sich ob der grösse des Formats wundern: allein er
wollte und kan es nicht kleiner mach. Schreib sie mir nun ihre
aufrichtige Meinung Hiervon. den in diesem gross format müsste
es umgebog werd. und es wird ja ohne diess umgezeichnet werd müss,
sonst komete die Geige in die rechte und der Bog in die
Lincke hand. übrigens seh sie, daß die Hände zwar gut gemacht,
doch ungemein stark sind, und diese Abbildung eine recht
grosse Person vorstellet. diess ist nun dieFigura I.
die übrig figur nämlich II, III, IV und V habe nur mit
einem Reissbleÿstift von einem gemein schlecht Mensch
nur so viel anzeig lass, damit man daraussieht, wie die
stellung soll gemacht werd. Man darf es nur auch noch darzu
im Buche nachlesen, so wird man leicht begreiff, wie sie seÿn müss.
die 2 brustbild II und III sind im Schlafrock vorgestellt.
die F. 3 stellet den fehler vor den man begeht, wen man den
recht Arm zu sehr in die Höhe hebt. Man wird auch wohl
den unterscheid des Geigenhaltens zwisch F: I. und F. II einseh.
absondlich wen man die Erklarung liesst.
Und beÿ Fig: 3 muß der Ellenbog stark durch
den schatt in die Höhe getrieb werd, um den fehler anzuzeig.
man lese nur p: 54 das End des §. 3.
Schreib sie nun mir was etwa diese kupferstiche kost mögen. Und
die übrig 4 namlich. F. 2, 3, 4 und 5, darff eb nicht so rahr
seÿn, wen sie nur die Stellung verständlich Ausdrück.
und diese kan man auch zu erst mach, wen allenfals weg desPortraits noch ein od andes abzuändern wäre. Mit einem Worte
red sie mit den die es versteh, empfehl sie mich dem h: Nilson
und schreib sie mir ihre Meinung. Potz Jemine! itzt fall mir
des h: Nilsons Kupfer ein. Sind sind noch beÿ S.r Excellz demh: ObristHofmeister. ist stehe vor die Kupfer od bezahlung.
der h: ObristHofmeister ist es, welcher mit begirde auf meine Kupfer=stiche Hauptsächlich aber auf das Portrait wartet, den er hat
viel 100 Person Portraitirt und lässt sodan vielle in kupfer stech.addio. weg den Operen büchlen wird d h: Brud mit ihn reden,
schreib sie nur bald ob es ihn recht ist.