Digitale Edition der Briefe und Dokument der Familie Mozart Digital Edition of Letters and Documents from the Mozart Family Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg
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LEOPOLD MOZART AN JOHANN JAKOB LOTTER IN AUGSBURG SALZBURG, 17. FEBRUAR 1763
__________Monsieur mon trés cher ami! Es wurde zu lange werd, wen ich ihn die Umstände meiner glückl: vollbracht Reise nach d lange erzehl wollte. den 5t Jener sind wir abends in Salzb: eingetroff. Es wird genug seÿn, wen ich ihn sage, daß wir den 8t Tag nach unserer Ankunft in Wien zu den Maÿestät nach Schönbrun gehollt wurd, wo wir beÿ dem Kaÿs: und Kayserinn von 3 Uhr Nach Tische bis abends 6 uhr war. jedes meiner 2 Kinder bekam ein Kleid, so der geheime Zahlmeister uns ins Haus brachte, und die Kaÿserinn ließ ihn 100 duccatt present reich: übrigens wurd wir in alle der grösst Ministers=Häuser gehollet, und mit schön present beehret. wir war auch 13 täge zu Preßburg: wo ich ein gut Reisewag kauffte, um beÿ der kalt Jahrszeit bequemer nach Hause reis zun. Wen Gott will, so werden wir einand bald sehen, indem ich dem französ: Bottschafter in Wien versproch habe, so bald es thunlich ist, nach Paris zu geh. Wir erwart nur die Ankunft d schwalb; um unsere Reise antrett zu kön. Nun erwarte ich aber auch von ihn mit nächster Post die Nachricht weg den vor meiner Abreise abgeschickt 200 Ex:, wofür ich die bezahlung seiner zeit richtig empf: habe. Was nun aber die übrige Stück der ihn in Comission überlassen Exemp: betrifft, ersuche, was nicht verkauft ist mir beÿ Gelegenheit der leer hereinfahrend fuhrleute zu übermach; und, wo nicht itzt, doch bald darauf sich mit mir dissfalls zu Verrechnung, um nicht nur diese Sache, vor meiner Reise in Richtigkeit zu wissen; sond auch, um noch überdieß einige Anstalt für ihr bestes treff zun. – – – Eben tritt d Helfer des h: brud ins Zimer und bringt mir ihr brief. Ich gebe ihn genaue Nachricht. wen sie 10 schein in handen hab, so hab sie alle. nämlich pro ano 1757 bis 1762 in d fast, bis auf den einzig schein des fastenmarks 1760 der nur 6 Exempl: betrift. Ich habe allzeit den schein abgegeb. Und nicht nur ihre sondern alle Exempl: so ich von d Hand, und an wem ich sie verkauft habe, sind nach d Ordnung d Abgabe notiert. Soll ich beÿ d Einsicht ihrer Rechnung ein Verstoss find, der zu ihrem best durch meine Nota kan erleutert werd, so werde als ein ehrlicher Man, d ich bin, gewiß mein Gewiss mit keinem Grosch verletz. Im Micha=eli Markt habe kein kreuzer empf: dan ich war nicht mehr in Salzb. habe auch den schauerbalsam, den ich erwartet habe, nicht erhalt. Und es wäre mir sehr lieb, wen sie mir an den H: brud ein dutzet herein schicknt: vom Philipp Jacob à 12 X.r Von h: Rieger und Maschenbauer weis ich kein Wort. und ich verspreche ihn beÿ meiner Ehre, daß wed einer noch d ande etwas unter 1 f 45 Xr bekom solle, wen sie sich meld sollt: den ich darf mit dem wenig, was ich für mich zurück habe nicht eÿl, ich hab sie selbst nötig. Die eingeschickt Not=Prob sind schön; sehen sie nur, daß sie selbe bald bekom. h: Adlgasser unser Hoforganist ist mit h: brud ohnehin sehr übl zu= 1763. vom 17. Febr. aus Salzburg, von h: _____Leopold Mozart. - den 19 huj empfangen. - den 22. — . beantwortet. fried, daß seine Clavier Sonaten so lange nicht nicht gedruckt werd. ich hab ihm aber gesagt, daß die neu Not fehl. ins künftige werde alles dieses ihn zuschanz. Hier sind die Not zurück. Ich gratuliere ihn und der best Fr: Gemahlin zu dem jung Erb; Was Gott schickt, wird er auch zu dero beÿd vergnüg erhalt. ich empfehle mich nebst meiner und der Meinig Empfehlung u bin der alte __________________________________\hfill Freund ______________________________________________\hfill Mozart mp _____Salzb: d 17 feb: ________1763 Ich dachte nichts weniger, als daß ich zu wenig Kupfer geschickt hätte. Vielmehr glaubte ich ein paar Exempl: zu viel gesandt zu hab.