Digitale Edition der Briefe und Dokument der Familie Mozart Digital Edition of Letters and Documents from the Mozart Family Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg
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2014-5 CC BY-NC-SA 4.0 https://dme.mozarteum.at/DME/briefe/letter.php?mid=1257 A-Sm A-Sm: Internationale Stiftung Mozarteum, Bibliotheca Mozartiana. Salzburg (AUT) last file update: Wed May 11 14:48:16 2022
WOLFGANG AMADÉ MOZART AN LEOPOLD MOZART IN SALZBURG WIEN, 31. AUGUST 1782
139 Mon Trés cher Pére!______________________________________________________________________\hfill Vienne ce 31 august ______________________________________________________________________________________________________________________\hfill 1782 Sie wissen nicht wie ich mir schmeicheln kan Maestro beÿ der Prinzessin zu seÿn? – Salieri ist Ja doch nicht im Stande sie im klavier zu unterweisen! – er müsste sich nur bemühen mir mit Jemand andern in dieser Sache schaden zu thun – dasnte seÿn! – übrigens kent mich der kaÿser; – die Prinzessin hätte schon das vorigemal gerne von mir gelernt; – und ich weis, daß in dem buche, worin die Näme aller die zu ihrer bedienung bestimt sind, enthalten sind, auch mein Name steht. – le chevalier Hypolity hat sich noch nicht beÿ mir sehen lassen. Sie sagen ich hätte ihnen nicht geschrieben im wievielten Stock daß wir wohnten? – das muß mir in der that in der feder stecken geblieben seÿn; ich schreibe ihnen nun daß ich im 2:tn Stock wohne; – wie sie aber zu dem gedanken komen daß meine hochgeehrteste fr: schwiegermutter auch da logirennte – das weis ich nicht. – den ich habe in der that die Meinige nicht so bald geheÿrathet um im verdruß und zank zu leben, sondern um Ruhe und vergnügen zu genüssen! – und das konte auf keine andere art geschehen als sich von diesem hause loszumachen. wir haben seit unsere heÿrath ihr 2 visiten gegeben – beÿ der zweÿten aber hat es schon wieder zank und Streitt gegeben, so daß meine arme frau zu weinen anfieng – ich machte also dem Streitt gleich ein Ende, da ich zu ihr sagte es wäre nun zeit weg zu gehen; und seit deme waren wir nicht mehr dort, und gehen auch nicht mehr hin, bis nicht ein geburts= oder Namenstag von der Mutter oder den beÿden schwestern ist. – daß sie mir aber schreiben ich hätte ihnen nicht ge=schrieben an welchem tag wir getrauet worden – muß ich um verzeihung bitten; – entweder hat ihnen diesmal ihr gedächtnüss betrogen, und da darfen sie sich nur die Mühe nehmen unter meinen briefen den vom 7:tn August hervor zu suchen so werden sie ganz klar und deutlich darin finden daß wir freÿtags am Portiuncula tage gebeichtet haben, und Son=tags darauf als den 4:tn geheÿrathet haben. – oder sie haben diesen DOM=MUSICK=VEREINU.MOZARTEUM INTERNATIONALESTIFTUNG:„MOZARTEUM”1881 brief gar nicht erhalten; welches aber auch nicht leicht seÿn kan, weil sie damit den Marsche erhalten, und mir auch unterschiedliches darauf geantwortet haben. – Nun habe ich eine bitte an Sie; – die Baron Waldstätten wird von hier wegreisen – und möchte ein gutes kleines Pianoforte haben; Ich weis den Namen des Claviermachers in zweÿbrücken nicht mehr, und da wollte ich sie gebeten haben eins beÿ ihm zu bestellen. – es müsste aber in zeit eines Monaths oder längstens 6 wochen fertig seÿn; und der nemliche Preis wie das vom Erzbischof. – dan wollte ich sie auch bitten mir Salzburger zungen mit nächster gelegenheit oder Postwagen |: wen es wegen der Mauth möglich ist :| zu schicken. – ich habe der fr: Baronin vielle verbindlichkeit, und der discours war einmal eben von zungen, und da sagte sie, daß sie sie gerne einmal Probiren möchte, und ich habe mich offrirt ihr damit aufzuwarten. – wen es sonst etwa noch was gäbe welches ihr eine seltenheit seÿn könte, und sie wollten es mir schicken, so würden sie mich in der that sehr verbinden. – ich möchte ihr recht gerne so eine freude machen; die bezahlung dafür kan ich ihnen durch den Peisser wieder gut machen, oder sie auf die Persönliche zusamenkunft sparen. – nte ich nicht schwarzreuter bekomen? – nun leben sie wohl, ich samt meinem Weibe küssen ihnen 1000mal die hände und wir umarmen von herzen unsere liebe schwester und sind Ewig _______________________________________________________________\hfill gehorsamste Tochter ______________________________________________________\hfill dero gehorsamster Sohn _____________________________________________________\hfill Wolfgang und konstanze mp _____________________________________________________________________\hfill Mozart mp INTERNATIONALESTIFTUNG:„MOZARTEUM”1881 \newline P: S: wen sie ohnehin der Baase schreiben so bitte ich von uns beÿden ein kompliment zu vermelden. Addio. DOM=MUSICK=VEREINU.MOZARTEUM INTERNATIONALESTIFTUNG:„MOZARTEUM”1881 À Monsieur Monsieur Leopold Mozart maitre de la Chapelle de S: A: R: l'arch=Eveque de et à Salzbourg. 178331 aug INTERNATIONALESTIFTUNG:„MOZARTEUM”1881