Digitale Edition der Briefe und Dokument der Familie Mozart Digital Edition of Letters and Documents from the Mozart Family Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg
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WOLFGANG AMADÉ MOZART AN LEOPOLD MOZART IN SALZBURG WIEN, 10. APRIL 1784
3__________________________________________________________________________________________________\hfill Vienne ce 10 d'avril Mon trés cher Pére!________________________________________________________________________________________\hfill 1784. Ich bitte, seÿen sie nur nicht Böse daß ich ihnen so lange nicht geschrieben habe; – doch sie wissen wie viel ich die zeit her zu thun hatte! – durch meine 
3 Subscrip\-tions AcademienDie Subskriptionskonzerte waren am 17., 24. und 31. März 1784 im Trattnerhof.
habe mir sehr viele Ehre gemacht. – auch meine 
Academie im theaterAkademie am 1. April 1784 im Burgtheater.
ist sehr gut ausgefallen. – Ich habe 2 grosse Concerten geschrieben, und dan ein Quintett, welches ausserordentlichen beÿfall erhalten; – ich selbst halte es für das beste was ich noch in meinem leben geschrieben habe. – es besteht aus 1 oboe, 1 clarinetto, 1 Corno, 1 fagotto, und das Piano forte; – Ich wollte wünschen sie hätten es hören könen! und wie schön es aufgeführt wurde! – übrigens bin ich | die wahrheit zu gestehen :| auf die lezthin müde geworden – vor lauter spielen. – und es macht mir keine geringe Ehre daß es meine zuhörer nie wurden. – Nun habe ich eine Comission; der alte Baron du Pain | der alle mögliche schöne und auch schlechte Musique besizt :| möchte gerne folgendes Rondò und Duetto vom Gatti haben. –
Recit:vo: Ah! non sdegnarti o cara.Rondò. Nel lasciarti in questo istante.Rezitativ und Arie aus dem 2. Akt, 3. Szene, des Opern-Pasticcio Antigono, das im Februar 1781 am Teatro alla Scala in Mailand aufgeführt worden ist. Der Text stammte von Pietro Metastasio. Laut Hinweis im gedrucktem Libretto komponierte Pasquale Anfossi einen kleineren Teil der Oper, der größere Teil stammte von Luigi Gatti.
Duetto. Ne' giorni tuoi felici p:Duett Megacle, Aristea aus dem 1. Akt, 10. Szene, der Oper L'Olimpiade auf ein Libretto von Pietro Metastasio. Die Oper wurde am 30. September 1783 am Salzburger Hof aufgeführt.
sie würden mich also sehr verbinden wen sie mir diese 2 Stücke so bald als möglich Procurirennten. – die Copie werde schon durch h: Peisser übermachen. Nun habe ich auch heute wieder ein Neues Concert für die frl: Ploÿer fertig gemacht; – und nun bin ich schon halb angezogen um zum fürst kaunitz zu gehen. – gestern spiellte ich beÿm Leopold Palfy. – Morgen beÿ der Academie so Mad:elle Baÿer giebt. – Nun noch etwas; – da Hafeneder gestorben, so hat h: v: Ployer die Comission bekomen einen Violinisten auszusuchen. – ich recomandirte ihm heimlich einen gewissen Menzl – einen hübschen jungen geschickten Menschen. – verbot ihm aber etwas von mir zu melden, sonst würde es vieleicht nicht gehen. – er erwartet nun die Resolution. – ich glaub er bekömt 400 fl: – und ein kleid – über das kleid habe den Menzl schon ausgezankt – den es ist bettelhaft. – sollte etwas daraus werden so werde dem Menzl einen brief an sie mitgeben, wie auch die Musique; – und sie werden einen Netten Violinspieller an ihm finden, welcher auch ganz gut vom blatte lesen kan; – in Wien hat mir noch keiner so gut meine Quar=tetten à vista gespielt, als er. – und ist der beste Mensch von der Welt, der sich ein vergnügen machen wird, beÿ ihnen Musique zu machen so oft sie wollen. –  ich habe ihn auch beÿ meinen Academien zum orchestre genomen. – Nun muß ich schlüssen; meine frau und ich küssen ihnen 1000mal die hände, und umarmen unsre liebe schwester von herz und sind Ewig dero ___________________________________________________________________________________________\hfill gehor: kinder ___________________________________________________________________________________________________\hfill Mozart mp 427________________________________________________________________________________________________________________140 BIBLIOTÉQUEC.N.M.P.