Digitale Edition der Briefe und Dokument der Familie Mozart Digital Edition of Letters and Documents from the Mozart Family Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg
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FRANZ XAVER WOLFGANG MOZART AN CARL THOMAS MOZART IN MAILAND [PODKAMIEŃ,] 3. FEBRUAR 1810
No 37_____________________________________\hfill  den 3t Februar 1810. 45/937______________________Mein lieber Bruder! Du foderst gewiß, keine Entschuldigung von mir, daß ich dir so lange nicht geschrieben habe, theils, weil du weißt, daß die Umstände, nichts weniger als günstig, für unsern Briefwechsel waren, theils auch, weil du eben so wohl, in meiner Schuld bist. Du siehst also, daß du mir nothwendiger Weise verzeihen must, sonst – mache ich dir, einen fürchterlichen Prozeß da=rüber, daß du mir meinen
Brief vom 30t März verfloßenen JahresBrief vom 30. März 1809
nicht beantwortet hast. also pax nobiscum. — Aus dem letzten Briefe meiner | und deiner | lieben Eltern ersehe ich, daß du von deiner
Reise nach RomVon dieser Reise Carl Thomas Mozarts nach Rom ist nichts bekannt.
, wieder nach Mailand zurückgekomen bist; da Sie mir aber nie von dieser Reise gesprochen, so erwarte ich von meinem lieben Bruder, daß er mir das, wie? wann? und warum? dieser Reise mittheilen wird. – H Härtel aus Leipzig, hat sich neulich sehr, bey mir, um dich erkundigt, und ich habe ihm, wie du leicht denken kanst, alles schlechte, was ich von dir weiß,
geschrie=benBrief vom 18. Oktober 1809 an Gottfried Christoph Härtel.
. Unsere Mutter, wird dir gewiß erzählt haben, was Sie, und unser lieber Vater für Gefahren
in PressburgConstanze Mozart und Georg Nikolaus Nissen hielten sich Mitte des Jahres 1809 in Pressburg auf, wo sie am 26. Juni heirateten. In dieser Zeit herrschte zwischen Österreich und Frankreich Krieg.
ausgestanden haben – Gott sey dank, daß Sie unbeschädigt davon gekomen sind! mir standt der Schweiß auf der Stirne als ich Ihren Bericht darüber las. – Ich bitte meine Empfehlung an dein
LehrerCarl Thomas Mozart studierte seit 1806 bei Bonifazio Asioli Musik, gab das Studium aber gegen Mitte des Jahres 1810 auf. Carl Thomas Mozart war zeitlebens ein guter Klavierspieler und unterrichtete in Mailand mehrere Schülerinnen und Schüler.
, und Herrn Pinali. Lebe wohl, lieber Bruder, schreibe mir ja recht bald |: den ich weiß nichts mehr, bis du mir Stoff dazu giebst :| was du machst, was du
componirstÜber Kompositionen von Carl Thomas Mozart während seines Musikstudiums in Mailand ist nichts bekannt.
, kurz, alles von dir, wird mir angenehm seyn. Noch einmahl lebe wohl, und vergiß __________nicht deinen dich aufrichtig liebenden Bruder _________________________________________________________\hfill Wolfgang. Noch eine Bitte: Du hast gewiß | oder hast wenigstens Gelegenheit zu haben :| Kleinigkeiten von Mosaik. Köntest du mir nicht, wen du ohnedem etwas unserer Mutter schikst, einen einfachen goldnen Ring, mit sehr kleiner Mosaik schicken. Diese Kleinheit | wen ich mich so ausdrücken darf :| besteht nicht darin, daß die Mosaik aus sehr kleinen Steinen | wen es seyn kan desto besser | zusamengesetzt ist, sondern der Umkreis, muß so klein als möglich seyn. Der Ring mag etwa auf deinen kleinen Finger passen. Aber Notabene es darf dich nichts kosten, es sey den, daß ich dir’s bezahlen darf. Lebe wohl, ich küsse dich vielmahl. ______________________________________________________1810