id,titel,regest,signatur,einzel_gruppe,umfang,zeitraumVon,zeitraumBis,tutor_id,wettbewerb_id,beitragstyp,materialgrundlagen,orte,autorinnen,schule 1649,Kriegerheimstätte,,,1,34 S.,,,,,,,,"Johanna V., Julia S.",Gymnasium Paulinum 362,Das Beispiel Münsters unter politischen Aspekten,"Die drei Schüler untersuchen die Revolutionszeit 1918/1919 in Münster und wie hier der Übergang vom Kaiserreich zur Republik verlief. Dabei gehen sie auf verschiedene Schwerpunkte ein und erarbeiten jeweils einen Darstellungs- und Dokumentationsteil; letzerer enthält ausgewertete Archivalien, Zeitungsartikel und Bilder zum Thema in Kopie. Zunächst beschreiben sie die politischen Verhältnisse in der Stadt vor den Novemberereignissen 1918 und stellen heraus, dass in Münster eine besondere Situation herrschte: als frühere Garnisons- und Fürstbischofsstadt war Münster stark militärisch sowie katholisch geprägt, ihr Status als Verwaltungsstadt hatte einen hohen Anteil an Beamten und Verwaltungsangestellten zur Folge. Daraus folgt laut den Verfassern, dass die Revolution in Münster hauptsächlich von Soldaten eingeleitet wurde, während die Zivilbevölkerung zurückhaltend reagierte und sich Münster bei allen politischen Wahlen als Hochburg der Zentrumspartei erwies. Sie gehen detailliert auf die Umsturzereignisse im November 1918 sowie auf die Wahlen Anfang 1919 ein. Als weiteren Schwerpunkt behandeln sie die Bürgeraktionen im Juni 1919, zu denen der Kellnerstreik zählte. Ihr umfangreicher Beitrag wird durch Quellenmaterial im Dokumentationsteil ergänzt.",4 SAB 639,0,170 S.,1918,1919,104,1,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Berthold R., Hermann-Josef H., Jürgen B.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 578,"Die Entwicklung der SPD, der FDP und der CDU in den Jahren 1945 und 1946 im Raume Münster/Westfalen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Bedeutung für die Verwaltung. Chronologische Darstellung der Parteienentwicklung und Diskussion des Maßes der Demokratisierung und ihrer Antriebskräfte","Die Verfasser untersuchen im Kontext der Demokratisierung Münsters nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft, welche Anteile die SPD, die FDP und die CDU an diesem Prozess hatten. Sie stellen zunächst für jede Partei dar, welche politischen Aktionen diese ausführten, inwiefern sie an der kommunalen Verwaltung beteiligt waren und welche Antriebskräfte für das politische Handeln der jeweiligen Akteure vorlagen. Schließlich bewerten sie die Rolle der einzelnen Parteien im Demokratisierungsprozess und nehmen abschließend eine vergleichende Beurteilung vor. Für ihre Darstellung haben die Verfasser mehrere Interviews mit während Untersuchungszeitraums aktiven Politikern aus Münster durchgeführt. Ergänzt wird die Arbeit durch umfangreiches Quellenmaterial und Mitschriften der Zeitzeug*inneninterviews, zudem stellen die Verfasser methodische Vorüberlegungen an und machen Aussagen zu ihrem Arbeitsprozess. ",4 SAB 002,0,149 S.,1945,1946,104,1,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Christof F., Jürgen B., Ulrich H.",Pascal-Gymnasium 1123,Münster während der Revolutionszeit,"Die 60 Seiten starke Darstellung beschäftigt sich auf der Grundlage intensiver Auswertung von Archivquellen mit der Revolutionszeit in Münster. Die Verfasser beschreiben die Zeit des Vormärz und die großen sozialen Probleme, die auch in der Stadt Münster herrschten. Mit dem Übergreifen der Revolution von Frankreich aus nach Mitteleuropa, gab es auch in Münster 1848 erste revolutionäre Versammlungen. Detailliert und in chronologischer Form zeichnen die Verfasser die darauffolgenden Ereignisse in der Stadt nach, gehen auf die Bildung einer Bürgerwehr, die Gründung unterschiedlicher Vereine sowie die Ziele der Revolution und Flugblätter aus der damaligen Zeit ein. Eine kritische Beurteilung der Lösung der nationalen Frage schließt sich an. Im umfangreichen und zahlreich bebilderten Anhang befinden sich eigens angefertigte Schaubilder, Zeitleisten, Archivquellen und Zeitungsartikel.",4 SAB 336,0,138 S.,1840,1850,181,1,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",," Frank B., Gerd D., Wilfried B.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1204,Politische Initiativen und Institutionen in Münster,"Die Schüler befassen sich mit dem demokratischen Neubeginn in der Stadt Münster nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Dabei behandeln sie verschiedene thematische Schwerpunkte, die sie jeweils in einen Darstellungs- und einen Dokumentationsteil aufteilen; letzterer enthält ausgewertete Archivquellen, Bilder und Zeitungsartikel, die zur Veranschaulichung dienen. Nach einer kurzen Beschreibung der Ausgangslage kurz nach Kriegsende, sprechen sie die Neu- bzw. Wiedergründungen von Parteien an. Die SPD, KPD und das Zentrum sowie die CDU werden hier behandelt. Dann untersuchen sie den Demokratisierungsprozess in der Stadt und analysieren detailliert, wer welchen Anteil an diesem hatte. Die britische Militärregierung wird als ein Faktor einbezogen. Den zweiten Schwerpunkt der Arbeit stellen die ersten Wahlen zum Stadtrat 1946 dar. Die Verfasser setzen sich intensiv mit dem Ablauf der Wahlen und ihrem Ergebnis auseinander. Schlussendlich wird die Anteilnahme der Bürger am politischen Leben im Untersuchungszeitraum beurteilt. Sie stellen abschließend fest, dass sich trotz aller Schwierigkeiten „in Münster bereits in den ersten beiden Jahren nach Kriegsende auf kommunaler Ebene eine politische Aktivität entstanden [sei], die das Attribut ‚Demokratie‘ für sich beanspruchen darf“. Neben einer großen Anzahl von Archivquellen stützen die Verfasser ihren Beitrag auch auf 15 Zeitzeug*inneninterviews, v.a. mit damals gewählten Räten Münsters.",4 SAB 337,0,195 S.,1945,1946,104,1,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Berthold R., Hermann T., Hermann-Josef H.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 356,Dampflokomotiven in Deutschland im Wandel der Zeiten,"Die Arbeit der Autor*innen thematisiert den Wandel von der Dampflokomotive bis zur modernen Lokomotive im Personenverkehr. In einem ersten Kapitel beschreiben die Schüler*innen dabei die Entstehungsgeschichte der Dampflokomotive, wobei sie von der englischen Eisenbahn als Urtyp ausgehend den Sprung auf deutschsprachige Gebiete erklären. Im Vordergrund steht hier u.a. die erste Eisenbahnstrecke des Deutschen Reiches von Nürnberg nach Fürth sowie die erste funktionsfähige in Deutschland gebaute Eisenbahn und die erste kommerziell erfolgreiche Variante: „Adler“. Das zweite Kapitel bezieht sich auf die Entwicklung nach dem Ersten Weltkrieg, welche die Zusammenführung der einzelnen Länderbahnen zu einer Reichsbahn bedeutete. Ein Interview mit einem ehemaligen Lokführer, der ab 1918 Bahnen fuhr, bildet das dritte und letzte Kapitel und erzählt von einigen Anekdoten der Arbeit als Lokführer.",keine Angabe,0,58 S.,1803,1977,,2,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Antje K., Uwe K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 373,Das ehemalige Obdachlosenlager Mecklenbeck: Siedlung am Schwarzen Kamp,"Die Arbeit der beiden Schüler befasst sich mit einem ehemaligen Obdachlosenheim in Münster-Mecklenbeck. Dabei gehen die Schüler nicht nur umfassend auf die Geschichte des Heimes ein, sondern schildern zudem viele räumliche Gegebenheiten und Umstrukturierungen, die sich über die Jahre hinweg entwickelt haben. Neben vielen geografischen sowie äußerlichen Beschreibungen thematisieren die beiden Autoren auch intensiv die Obdachlosigkeit an sich. Innerhalb dieser Analyse sind ihnen vor allem die Gründe für und die Rechtslage von Obdachlosigkeit, aber auch der sozialpädagogische Umgang damit wichtig. Die Reintegration von Menschen in eine sesshaft strukturierte Gesellschaft, welche von Obdachlosigkeit betroffen sind und waren, steht hier im Vordergrund. ",keine Angabe,0,77 S.,1945,1978,31,2,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Zeitungsartikel","Mecklenbeck, Schwarzer Kamp"," Thomas R., Wolfgang J.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 388,"Das Josefsviertel in Münster: Die Veränderung des Wohnens in einem citynahen Wohngebiet seit 1900, aufgezeigt anhand von zwei Häusern","In Ihrem Beitrag nähern sich die beiden Autoren der Veränderung von Münsters Josefviertel anhand von zwei Wohnhäusern an, die äußerlich sehr unterschiedlich erscheinen und laut Verf. die Extreme des Viertel darstellen. Dabei ist eines der Häuser recht alt und das andere sehr modern. Bei ihrer Untersuchung gehen die Schüler nach einem selbstkonzipierten Schema vor, um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Dabei wird sowohl Vergangenheit als auch Gegenwart der Häuser thematisiert und z.B. durch Baupläne und Befragungen der Anwohner fundiert.",keine Angabe,0,36 S.,1901,1999,,2,Textbeitrag,"Archivalien, Zeitzeug*inneninterviews","Josefsviertel, Münster"," Thomas F., Thomas H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 392,Das Kleingartenwesen in Münster/Westf. Am Beispiel des Kleingartenvereins „Münster-Nord“,"Im Zwiespalt darüber, ob man sich der Thematik der Kleingärtnerei als Freizeittätigkeit generell oder speziell am Beispiel nähern solle, wählten die drei Schülerinnen einen Mittelweg und suchten sich den Kleingartenverein „Breite Linde“ in Münster-Coerde heraus, um an ihm sowohl individuelle, aber auch übergreifende Thematiken und Probleme zu erläutern. Die Grundlagen des Beitrages zum Geschichtswettbewerb sind Interviews mit dem Vorsitzenden des Stadt- und Bezirksverbandes der Kleingärtner e.V. Münster, mit Kommunalpolitiker*innen, die in der „Grünpolitik“ ihrer Parteien zuständig sind und Kleingärtner*innen, welche in der untersuchten Anlage aktiv sind. Weitere Quellen sind verschiedene Festschriften zu Jubiläen des Bezirksverbandes der Kleingärtner in Münster sowie Protokollbücher desselben. In der Analyse kommen die Autorinnen zu dem Schluss, dass sich die Aufgaben von Kleingärten deutlich geändert haben. So seien diese von Nutzgärten der Nachkriegszeit und der Selbstversorgung zu Freizeit- und Rückzugsmöglichkeiten einer modernen Gesellschaft geworden. ",4 Sab 423,0,56 S.,1830,1979,31,2,Textbeitrag,"Archivalien, Chroniken, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Coerde," Heike L., Iris R., Karin W.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 421,Das Theater der Stadt Münster – Freizeiteinrichtung für alle oder Musentempel für wenige?,"Welche Rolle spielt das Theater in unserer Gesellschaft und besonders in Münster? Dieser Fragestellung versucht sich der Schüler in seinem Beitrag zum Geschichtswettbewerb anzunehmen. Dabei steht vor allem die finanzielle Subventionierung durch die Stadt im Vordergrund, welche in der Regel sehr hoch ausfalle, und zu hinterfragen sei, da laut Verf. oft nur eine kleine Gruppe von Leuten in der Gesellschaft vom Theater profitiere. Anhand von Sekundärliteratur skizziert der Schüler die Geschichte des Theaters allgemein, bevor er sich der Geschichte des Theaters in Münster annimmt. Das damalige Stimmungsbild der Bürger*innen versucht der Autor anhand von Zeitungsartikeln einzufangen. Zudem wurden Besucher*innen zum Theater befragt, um herauszufinden, welche Menschen das Theaterangebot in Anspruch nehmen.",keine Angabe,1,52 S.,1550,1979,,2,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Stadttheater, Münster", Markus D.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 450,Der Bauernhof,"In ihrem Beitrag zum Thema „Wohnen im Wandel der Zeit“ geht die Verf. auf eine besondere Form des Wohnens ein: den Bauernhof. Am Beispiel des Münsterländischen Bauernhofes „Hoheward“, welcher eine bis ins 8. Jahrhundert zurückliegende Tradition hat. Im Mittelpunkt des Aufsatzes stehen jedoch die Veränderungen, die der Hof erlebt hat. Dabei werden zum einen bauliche Veränderungen oder Schicksale, wie z.B. Hoferweiterungen, Wohn- und Viehraumverteilung oder auch Brände thematisiert, zum anderen aber auch sozialgeschichtliche und politische Aspekte. So habe z.B. die Religion oder der Militärdienst eine wichtige Rolle auf dem Hof gespielt und das ländliche Leben stark beeinflusst. Aber auch der Wandel in der Neuzeit wird z.B. durch die Mechanisierung im landwirtschaftlichen Bereich aufgegriffen.",keine Angabe,1,16 S.,701,1978,31,2,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Kirsten K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 451,Der Bauernhof,"Sehr detailliert beschäftigt sich die Autorin mit dem Wandel eines Bauernhofes im ehemaligen Kreis Warburg, welcher der Geburtstort des Vaters ist und heute aufgrund einer Kreisreformierung im neugegründeten Kreis Höxter liegt. Die Entwicklung des Hofes wird in drei Zeitspannen eingeteilt, welche drei Generationen der Familie widerspiegeln: der Urgroßvater (1880-1923), der Großvater (1923-1960) und der Onkel (1960-1978). In erster Linie werden bauliche Veränderungen dargestellt und mit zahlreichen Bildern und Skizzen untermalt. Viel Raum nehmen dabei vor allem die Darstellungen zur technischen Weiterentwicklung des Hofes ein, womit sich auch das Arbeiten dort wesentlich wandelte.",keine Angabe,1,147 S.,1880,1978,31,2,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Warburg, Uta K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 501,Der Postbeförderungsdienst im Wandel der Zeit,"Wie lange gibt es schon „die Post“ und welche Historie birgt dieses Tätigkeitsfeld? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Autor in seinem Beitrag zum Thema „Arbeitswelt im Wandel der Zeit“. Dabei analysiert der Schüler nicht nur jüngere Spielarten des Postwesens, sondern greift zeitlich bis in die Antike zurück. Kleinschrittig gelangt er über das Mittelalter bis hin zur Neuzeit und schlägt letztendlich den Bogen zum Postwesen der 1970er Jahre. Dabei wird er nicht müde die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Post- und Paketlieferant*innen zu betonen. In einem letzten Teil wird die Struktur eines modernen Postsystems anhand von einigen Bildern erklärt.",keine Angabe,1,45 S.,-800,1977,31,2,Textbeitrag,"Archivalien, Chroniken, Fachliteratur",, Marcus-Peter W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 549,Die Anfänge des Urlaubs in Deutschland: Urlaub und Freizeitluxus – Geschenk oder Grundrecht? Eine Archivarbeit zur Situation der arbeitenden Bevölkerung zur Zeit des Kaiserreichs und der Weimarer Republik im Raum Münster/Ascheberg,"Die Arbeit besteht insgesamt aus drei geschlossenen Blöcken, in denen der Schüler anhand von zusammengetragenen Quellen über eine entstehende Freizeitkultur und eine sich verändernde Arbeitersituation in der Zeit des Deutschen Kaiserreiches und der Weimarer Republik berichtet. Im ersten Abschnitt werden Arbeitszeiten näher betrachtet und u.a. durch Material des Landesarchivs in Form einer dort aufbewahrten Gewerbestatistik belegt. Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und spezielle Untersuchungen zur sozialen und politischen Lage der Arbeiter, wie z.B. der Bergarbeiter im frühen 20. Jahrhundert, werden ähnlich untersucht und mit Quellen dokumentiert. Eine Auswertung der Quellen befindet sich am Ende, in der der Schüler seine persönliche Lesart der Quellen ausformuliert.",keine Angabe,1,59 S.,1880,1933,31,2,Textbeitrag,"Archivalien, Zeitschriften",, Uwe J.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 553,Die Architektur des westfälischen Bauernhauses von vor Christi Geburt bis heute,"Die drei Schüler haben es sich in ihrer Arbeit zur Aufgabe gemacht einen möglichst langen Zeitraum der Architekturgeschichte westfälischer Bauernhäuser darzustellen und zu vergleichen. Stellvertretend für die verschiedenen Zeiten stehen die populärsten Bautechniken der jeweiligen Zeit. So stellen die Autoren in einem ersten von insgesamt drei Kapiteln, welches das Leben in der Zeit von 5000 v. Chr. bis zur Geburt Christi widerspiegelt, das antike Langhaus vor. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Spätantike bzw. dem Frühmittelalter bis hin ins 18. Jahrhundert. Hier stehen stellvertretend das Hallenhaus und später das Fachwerkhaus im Vordergrund. Ab dem 18. Jahrhundert stehen das sog. Gulf- und Drempelhaus im Fokus. Beide besaßen mehr Stauraum und kamen den größeren Erträgen einer industrialisierten Landwirtschaft entgegen. Den Abschluss finden die drei Schüler mit einem modernen Bauernhaus, welches in der Regel aus mehreren Bauwerken besteht und Wohn- von Nutzraum trennt.",keine Angabe,0,47 S.,-5000,1977,,2,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Museumsbesuche, Zeitschriften",," Axel S., Sven P., Sven W.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 593,Die Freiwillige Feuerwehr in Mecklenbeck,"Die Tatsache, dass es Menschen gibt, die in ihrer Freizeit etwas für andere Menschen machen und gerade denen helfen, die unverschuldet in Not geraten, hat den beiden Autoren sehr imponiert. Da die Freiwillige Feuerwehr und insbesondere der lokale Löschzug Mecklenbeck dies leistet, haben sie sich der Historie und dem Wandel dieser Institution gewidmet. Einen Großteil der Erkenntnisse haben die beiden Schüler aus Interviews mit Mitgliedern gewonnen. Ergänzt wird der Beitrag durch Fotos aus dem Besitz der Feuerwehr, welche vor allem die Unterschiede in Ausstattung und Geräten der Feuerwehr verdeutlichen soll, sowie durch Sekundärliteratur über den Stadtteil Mecklenbeck.",keine Angabe,0,34 S.,1900,1979,31,2,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Mecklenbeck," Christopher L., Kai B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 594,Die Freizeitmöglichkeiten der Bäckerinnung Münster am Beispiel des „Guten Montags“,"Das wichtigste Fest der Münsteraner Bäckerinnung ist der „Gute Montag“. Entstanden im Jahr 1683 und seitdem alle drei Jahre am ersten Montag im Juni gefeiert, bildet es einen festen Bestandteil im Münsteraner Brauchtum. Speziell deswegen haben sich die beiden Schüler des Themas angenommen. In der Analyse des Festes sind für die Schüler zwei Faktoren besonders wichtig: die Entstehungsgeschichte und der Ablauf des „Guten Montags“. In diesen beiden Teilen werden immer wieder Abläufe aus einer Chronik mit den heutigen verglichen und z.T. auch logische Fehler in der Überlieferung hervorgehoben. Ein großer Teil nimmt jedoch die Schilderung der heutigen Durchführung in Anspruch.",keine Angabe,0,16 S.,1652,1979,31,2,Textbeitrag,"Chroniken, Expert*inneninterviews, Fachliteratur",," Jürgen S., Stefan J.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 601,Die Geschichte der Karnevalsgesellschaft Freudenthal von 1833,"Der Beitrag der Schülerin thematisiert die Entstehung der Karnevalsgesellschaft Freudenthal Münster, aber auch die Entwicklungsgeschichte des Karnevals allgemein. So werden z.B. der Brauch und die Namensgebung des närrischen Festes untersucht. Das historische Narrativ ergibt sich für die Autorin zum großen Teil aus Interviews mit Mitgliedern sowie Archivalien der Gesellschaft, welche unter anderem aus Mitgliederlisten und Gesangsheften bestehen.",keine Angabe,1,8 S.,1833,1979,31,2,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Eva S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 604,Die Geschichte der Turngemeinde Münster,"Die beiden aktiven Sportler und Mitglieder der Turngemeinde Münster (kurz: TG Münster) beschäftigen sich in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb mit der Geschichte und Entwicklung ihres Sportvereins. Ein Großteil der Arbeit besteht aus einem Zeitzeugeninterview mit einem langjährigen männlichen Mitglied, welches vor allem Auskünfte über den Verbleib der TG im NS-Regime gibt. Diesem Teil der Geschichte im nationalsozialistischen Deutschland wird viel Raum geschenkt, da der Verein laut dem Zeitzeugen teilweise sogar von dem Regime profitiert habe. Weitere Aufschlüsse über die Geschichte der Gemeinschaft gab den Schülern eine Vereinschronik.",keine Angabe,1,24 S.,1862,1979,,2,Textbeitrag,"Chroniken, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Marcus L., Sebastian P.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 610,Die Geschichte einer Flüchtlingssiedlung mit nebenerwerblicher Landwirtschaft - Die Wohnsiedlung Schürkamp in Münster-Mecklenbeck: Eine zweite Heimat für vertriebene Landwirte,"Nach und während des Zweiten Weltkrieges gab es aus den östlichen Gebieten des damaligen Deutschen Reiches große Flüchtlingsströme, die Richtung Westen flohen. Viele dieser Menschen verdienten ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft. Mit einem Beispiel, wie eben jene Menschen zum Teil nach dem Krieg weitergelebt haben, beschäftigen sich die drei Schülerinnen. Sie schauten sich gemeinschaftlich eine Siedlung in Münster-Mecklenbeck, welche durch jene Kriegsflüchtlinge erbaut wurde, an. Dabei gehen die Autorinnen zuerst auf die Fluchtursachen und die ursprüngliche Heimat dieser Menschen ein. Anschließend werden die Landverteilung und der Aufbau thematisiert. So werden außerdem das Leben und die finanzielle Situation erläutert, da auch die landwirtschaftliche Arbeit nicht in der Form weitergeführt werden konnte, wie in der ehemaligen Heimat. Abschließend betrachten die drei Schülerinnen die Entwicklung und Veränderung bis in ihre aktuelle Zeit. Dabei beruht ein Großteil ihrer Recherchen auf Bildern und Zeitzeug*inneninterviews mit Bewohner*innen vor Ort.",keine Angabe,0,112 S.,1945,1978,31,2,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Mecklenbeck, Schürkamp"," Heike L., Iris R., Karin W.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 620,Die häusliche Arbeit auf dem Bauernhof vor 100 Jahren,Anhand eines Briefes zwischen zwei fiktionalen Personen versuchen die beiden Autorinnen den üblichen Tagesablauf eines Münsterländischen Bauernhofes gegen Mitte des 19. Jahrhunderts darzustellen. Innerhalb dieses fiktiven Briefes schildert die Absenderin Aufgaben und Tätigkeiten; sowohl eigene als auch von anderen Hofbewohnern. Der Schwerpunkt liegt hier vor allem auf der Schilderung einer körperlich geprägten Arbeit ohne maschinelle Unterstützung. Als Grundlage dienen hier vor allem Archivalien bzw. Berichte der Volkskundlichen Kommission des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und ein Expert*inneninterview mit Prof. Dr. Schepers im Westfälischen Freilichtmuseum Bäuerlicher Kulturdenkmale in Detmold.,keine Angabe,0,21 S.,1851,1900,104,2,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Museumsbesuche",," Eva R., Ute S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 718,Ein Bauernhof früher und heute,Der Beitrag der beiden Schülerinnen beschäftigt sich mit dem alltäglichen Leben auf einem Bauernhof. Dabei steht jedoch der Vergleich zwischen einem Tag aus einer „älteren Zeit“ und einem modernen Tagesablauf im Fokus. Für ihre Forschungen haben die Schülerinnen einen Hof im Münsterland besucht. Für eine bessere Visualisierung haben die Autorinnen zudem Grundrisszeichnungen und viele Bilder des Hofes beigefügt.,keine Angabe,0,44 S.,1713,1978,,2,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Esther R., Heike K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 755,Eine Wohnung früher und heute im Vergleich,"Anhand von Inseraten für Mobiliar aus historischen Zeitungen des Jahres 1900 und Exemplaren des Jahres 1978, werden verschiedene Wohnungseinrichtungen von den beiden Autorinnen entwickelt und der Fokus auf deren Wandel gelegt. Dabei stellen die Schülerinnen nicht nur fest, dass sich die Inneneinrichtung zwischen diesen Jahren sehr verändert hat, sondern auch, dass sich die Art der Anzeigen für Interieur ebenfalls stark unterscheidet.",keine Angabe,0,33 S.,1900,1978,31,2,Textbeitrag,"Druckschriften, Zeitungsartikel",," Dorothee B., Eva R.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 790,Ferien an der deutschen Nordseeküste am Beispiel Neuharlingersiel,"Der Autor beschäftigt sich in seinem Beitrag mit der Entwicklung des Fremdenverkehrs und Tourismus an der deutschen Nordseeküste und speziell mit dem Ort Neuharlingersiel, aufgrund von persönlichen Bezugspunkten. In der Analyse geht der Schüler chronologisch vor und beginnt mit einem Überblick über die Entstehungsgeschichte des Ortes. Dabei geht er sowohl auf die gewerblichen als auch die topografischen Veränderungen bis hin zu einem Überblick über die Friesen, die sich dort niedergelassen haben, ein. Anschließend beschreibt er die Anfänge des Tourismus, die zu einem großen Teil auf Neuharlingersiel als Durchfahrtsort auf dem Weg nach Spiekeroog beruhen. Laut Verf. hat sich der Ort aber vor allem durch seine langen Küstenabschnitte und die Weitläufigkeit als Gegensatz zu einer Insel etablieren können. Im Laufe der Entwicklung seien jedoch das Meer und dessen klimatische Verhältnisse ausschlaggebend gewesen. Infolgedessen habe ein reges und wachsendes Bade- und Strandleben stattgefunden. In einem letzten chronologischen Abschnitt geht der Autor auf die stetig wachsende Zahl der Besucher und die weitere Ausbreitung des Ferienortes nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 1979 ein und befragt abschließend in einem Interview den Geschäftsführer des hiesigen Kurvereines über die Geschichte und die aktuelle Situation des Küstenortes.",keine Angabe,1,83 S.,1850,1979,,2,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel",Neuharlingersiel, Uwe K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 791,Feste und Feiern in der Freizeit: Hochzeit früher und heute,"Die vier Schülerinnen erforschen in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb das Fest der Hochzeit und dessen Wandel in einem Zeitraum von 79 Jahren, anhand der Orientierungsdaten 1900, 1930, 1967 und 1979. Interviews mit Verwandten, zahlreiche Bilder, Zeitungsartikel und Urkunden des Standesamtes bilden das Quellenfundament, welches die Hochzeiten, die alle im Bekanntenkreis der Autorinnen stattfanden, zwar gut darstellt, einen zeitgeschichtlich umfassenderen Kontext und einen direkten Vergleich des Festes aber ein wenig vermissen lässt.",keine Angabe,0,37 S.,1900,1979,31,2,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Anja R., Gabi S., Martina L., Simone F.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 808,Flugzeuge und ihre Entwicklung,"Den Traum vom Fliegen und die daraus resultierenden Entwicklungen stellen die beiden Schüler in ihrer Arbeit dar. Dabei konzipieren sie ihren Beitrag zum Geschichtswettbewerb anhand der Wissenschaftler Otto und Gustav Lilienthal, Wilbur und Orville Wright sowie Sir Frank Whittle. In den drei Kapiteln, welche sich mit den Errungenschaften der genannten Wissenschaftler beschäftigen, zeigen sie besonders die Geschichte der ersten Flugversuche bis hin zu den ersten Düsenstrahlflugzeugen.",keine Angabe,0,14 S.,1851,1949,,2,Textbeitrag,Fachliteratur,," Andreas Z., Ralf W.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 824,Freizeit auf dem Lande,"Mit Hilfe von Interviews stellt die Schülerin sowohl Freizeit als auch Arbeitsvorgänge auf einem Bauernhof dar. In ihrer Arbeit, welche sie als Bericht ausweist, hat die Autorin die Bauernfamilien Lammerding und Schulze-Willbrennig, die beide am Stadtrand von Münster leben, ausführlich zu einem bäuerlichen Lebensstil ausgefragt und anhand dessen ihren Bericht geschrieben. Trotz der schmalen Quellenbasis ist der Beitrag recht detailliert. ",keine Angabe,1,21 S.,1971,1979,31,2,Textbeitrag,Expert*inneninterviews,, Kirsten K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 825,Freizeit und Feierabend der Bauern,"In der vorgelegten Arbeit vergleichen die drei Schüler Arbeit und Freizeit auf einem Bauernhof in einer früheren Zeit und der des Jahres 1979. Dabei stammt ein Großteil ihrer Informationen aus Interviews mit Landwirt*innen aus der Region der Autoren. Im Vergleich ist hervorzuheben, dass die Verf. den Zusammenhang von Arbeit und Freizeit auf dem Bauernhof als elementar sehen. Beides bedinge sich in einer Weise, sodass es nicht getrennt gesehen werden könne. Durch einen flächendeckenden Einsatz von fortschrittlichen landwirtschaftlichen Gerätschaften seien Landwirt*innen in der Gegenwart zudem in der Lage wesentlich effizienter zu arbeiten, wodurch sich wesentlich mehr Räume für Freizeit ergäben. Dies mache einen deutlichen Unterschied zur damaligen Zeit aus, in der der Alltag fast ausschließlich durch die Arbeit geprägt worden sei.",keine Angabe,0,16 S.,1901,1979,,2,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Björn P., Gerd P., Thomas J.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 863,Geschichte eines Bauernhofes,"In seinem Beitrag zum Geschichtswettbewerb beschäftigt sich der Autor mit der Geschichte des Bauernhofes seines Urgroßvaters. Dabei stützt er sich größtenteils auf die Memoiren seiner Verwandten und Zeitzeug*inneninterviews, um Zenit und Niedergang des Hofes zu beschreiben. In seinem Text geht der Autor sowohl auf handwerkliche, finanzielle als auch familieninterne Thematiken ein, um die Geschichte und den sich anschließenden Niedergang des Hofes zu erzählen.",keine Angabe,1,14 S.,1877,1977,31,2,Textbeitrag,"Archivalien, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Martin S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 931,Holzschuhe und Holzschuhmacherei in Westfalen,"In ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb beschäftigen sich die drei Schülerinnen mit dem Thema der Herstellung von Holzschuhen im Münsterland sowie der Geschichte des Handwerks. Um der langen Tradition gerecht zu werden, legen die Autorinnen viel Wert auf die Darstellung der Geschichte und geben dazu einen umfassenden Rückblick, welcher bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Die Handarbeit in der Herstellung und die Nutzung stehen aber zu jeder Zeit im Vordergrund und nehmen den Hauptteil der Arbeit ein. Dabei wird zusätzlich vieles durch Bilder anschaulich dargestellt. Nennenswert ist zudem die Thematisierung des „großen Rivalen“: des Gummistiefel, welcher den Holzschuh sukzessiv ersetzte.",keine Angabe,0,72 S.,1401,1977,31,2,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur",," Heike L., Iris R., Karin W.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 941,Informationen in der Freizeit – Motivationen für die Freizeit. Die Zeitungen als Spiegel des Freizeitverhaltens der Bevölkerung Münsters in zwei Jahrhunderten,"Zugang zu Aufschlüssen über organisierte und individuelle Nutzung von Feierabend und Freizeit der Bevölkerung Münsters in zwei Jahrhunderten verschafft sich die Autorin über die Auswertung der lokalen Presse als „neutrale Quelle“. Die lokale Presse bietet sich als „Zeuge früherer Verhältnisse“ an, weil sie als einziger Informationsträger den gesamten untersuchten Zeitraum abdeckt und außerdem das Freizeitverhalten ihrer Leser in nicht zu unterschätzendem Maße direkt beeinflußt. Die Arbeit ist chronologisch angelegt und klar und übersichtlich strukturiert. Die Aussagen werden durch eine dichte Dokumentation belegt und unmittelbar in diese einbezogen. Der Aussagewert der Quelle „lokale Presse“ wird bestätigt, ergänzt und erhöht durch die zu einem Gesprächsprotokoll zusammengefassten Ergebnisse von Interviews mit Bewohnern der städtischen Altenwohnungen in der Finkenstraße in Münster. Beginnend im Jahr 1763 stellt die Autorin übergreifend bis zum Wettbewerbsjahr das Freizeitverhalten der Bevölkerung dar. Aspekte wie Familienleben, Konzerte, Theater, Kunst, Sport, Fernsehen oder auch der Einfluss der beiden Weltkriege werden angesprochen. Die Arbeit enthält einen umfangreichen Anhang mit Gesprächsprotokollen der Zeitzeug*inneninterviews und transkribierten Quellendokumenten.",4 SAB 329,1,131 S.,1763,1979,,2,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Finkenstraße, Münster", Kirsten F.,Pascal-Gymnasium 1003,Kinderspiele im Wandel,"Wie verändern sich Spielzeug und Kinderspiele über die Zeit? Wie verändert sich auch das Spielen der Kinder allgemein? Ist „das Spielen“ durch technische Neuerungen wie den Computern sogar gefährdet? Mit diesen Fragen haben sich die beiden Schüler in ihrer Arbeit beschäftigt. Im Laufe der Arbeit kritisieren die beiden Autoren die industrielle Vermarktung von Kinderspielen wonach laut Verf. ein selbstständiges Spielen nicht mehr gefördert wird. Zudem steht Kriegsspielzeug und die „Vertechnisierung“ im Beitrag immer wieder in der Kritik. Der Untersuchungszeitraum beginnt kurz nach dem Ersten Weltkrieg und verläuft bis in das Jahr 1979, wobei ein Fokus auf den vorangegangen 30 Jahren liegt. Um der Anschaulichkeit gerecht zu werden, legen die Autoren Wert auf eine Varianz von Quellen und Darstellungsmitteln wie z.B. Interviews, Fotocollagen und Zeitungsauschnitten.",keine Angabe,0,59 S.,1920,1979,31,2,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Matthias B., Thomas H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1043,Landwirtschaftliche Geräte früher und heute für Bodenbearbeitung und Getreideernte,"Der Beitrag der drei Schüler, welcher sich vor allem mit Techniken und Gerätschaften der landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung beschäftigt, ist in zwei gleichwertige Teile aufzuteilen: die Saat und die Ernte. In diesen Bereichen wird schematisch eine „frühere“ Zeit, welche in der Antike startet und bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts reicht, mit einer „neueren“ Zeit, welche die zeitlichen Gegebenheiten der drei Schüler darstellt, verglichen. Dabei steht vor allem die Erleichterung der Bodenbearbeitung durch technische Entwicklungen im Fokus",keine Angabe,0,51 S.,-800,1977,,2,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitschriften",," Hans R., Martin K., Ulrich G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1098,Menschenunwürdige Wohnungen – wohnungsunwürdige Menschen. Die Wohnsituation einkommensschwacher Bevölkerungskreise über einen Zeitraum von zwei Jahrhunderten,"Die Wohn- und Lebensverhältnisse armer Bevölkerungsschichten seit ca. 1780, vor allem in Münster, werden in den zeitlichen Abschnitten bis 1802, 1802-1919, 1919-1933, 1933-1945, ab 1945 untersucht. Aufgenommen in die Darstellung wurden statistisches Material, staatliche Pläne zur Unterbringung von Obdachlosen, die Beschreibung einer Obdachlosensiedlung (Trauttmansdorffstraße); Vergleiche mit anderen Städten werden gezogen. Die Arbeit der Wohlfahrtsverbände und die wohnungsbaupolitische Zielsetzung der Münsteraner Ratsparteien bilden den Abschluß. Die 30-seitige Darstellung wird durch einen knapp 120 Seiten starken Anhang ergänzt, der eine Vielzahl von Archivquellen und Zeitungsartikeln enthält.",4 SAB 330,1,146 S.,1780,1978,102,2,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel",Trauttmansdorffstraße, Kirsten F.,Pascal-Gymnasium 1155,Nachbarschaft!? Soll das ein Witz sein?,"Auf der Suche nach einer Antwort zu der Frage, was wirklich Nachbarschaft sei, zieht der Schüler einen Vergleich zwischen der eigenen Nachbarschaft im Stadtteil Münster-Albachten, die noch nicht lange existiert und für den Autor nicht als gutes Beispiel für nachbarschaftlichen Zusammenhalt dient, und dem historisch gewachsenen Nachbarschaftsgefüge im ländlichen Senden-Bösensell, in dem der Großvater wohnt. Die Analyse, laut Verf., zeige, dass neu zusammengesetzte Nachbarschaften kaum noch etwas miteinander zu tun hätten, da sie nicht so auf einander angewiesen seien wie auf dem Land. Es fehle an sozialer und wirtschaftlicher Notwendigkeit sich mit der Nachbarschaft auseinanderzusetzen. Auch durch eine Veränderung der Arbeitswelt auf dem Land sei das soziale Umfeld nicht schwächer geworden. Über die Gefahr bei der Analyse in ein Schwarz-Weiß-Denken zu verfallen, ist der Autor am Ende jedoch nicht ganz erhaben. ",keine Angabe,1,31 S.,1900,1979,31,2,Textbeitrag,"Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Albachten, Bösensell, Senden", Jürgen T.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1290,Sportvereine im Wandel der Zeit,"Der Autor versucht einen ganzheitlichen Eindruck in das Postsportwesen zu geben. Die Anfänge sind hier am Anfang des 20. Jahrhunderts zu finden. Sport als Freizeitmöglichkeit geriet, laut Autor, immer mehr in den Fokus - und damit auch Zusammenschlüsse, die dies ermöglichten. Werks- und Arbeitsmannschaften bildeten dabei große Teile. Einen Fokus legt der Autor zudem auf die Geschichte der Postsportvereine zwischen 1933 und 1945. Hier wurden viele Verbände zwangsweise in den „Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen“ eingegliedert. Durch zusammenhangslos eingefügte Quellen und eine in Teilen umgangssprachliche Schriftsprache wirkt der Text jedoch etwas diffus.",keine Angabe,1,47 S.,1900,1950,,2,Textbeitrag,Fachliteratur,, Marcus-Peter W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1309,Süsswasseraquaristik früher und heute,"Die vorgelegte Arbeit des Schülers behandelt die heimische Aquaristik mit Süßwasserfischen und deren Geschichte. Im Fokus steht dabei eine sich entwickelnde Aquaristik in den Jahren zwischen 1900 und 1930. Anschließend vergleicht der Autor diese Zeit mit der des Jahres 1979. Aufgrund der dünnen Quellenlage war der Verf. gezwungen die Informationen größtenteils aus einer brieflichen Befragung seines Großonkels, welcher seit dem Jahr 1914 Fische hält, zu ziehen. Die aktuelle Aquaristik beschreibt der Autor aus eigener Expertise, da dieser selbst Süßwasseraquaristik betreibt.",keine Angabe,1,21 S.,1900,1979,,2,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur",, Dirk F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1363,Verlobung und Hochzeit im Münsterland um 1900,"Von Redensarten über den Schmuck des Hochzeitshauses bis hin zum Einzug des Brautpaares rund um das Jahr 1900 - mit diesen Thematiken beschäftigen sich die beiden Schülerinnen in ihrem Beitrag. Die umfangreiche Recherche zu Hochzeiten „Up de Dörper“ im Münsterland steht zu einem großen Teil auf dem Boden von Interviews, die die Autorinnen mit Menschen in ihrer Umgebung geführt haben. Eine mannigfaltige Sammlung an Privatdokumenten, wie z.B. Gottesdienstheften, Telegrammen und Bildern ergänzt die Arbeit. Durch die große Vielfalt an Thematiken rund um die Hochzeit, fallen die Kapitel sehr kurz aus, was den einzelnen Abschnitten fachliche Tiefe nimmt.",keine Angabe,0,50 S.,1900,1910,,2,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Dorothee B., Eva R.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1413,Von der Dampfwalze zur Straßenwalze,"In seinem Beitrag zum Geschichtswettbewerbt beschreibt der Autor die Erfindung der Dampfmaschine nach James Watt, woraus später auch die Dampfwalze und schlussendlich auch die Straßenwalze hervorgingen. In einem ersten Teil geht der Schüler vor allem auf die Funktionsweise der Dampfmaschine ein, welche er durch selbstgestaltete Skizzen erläutert. Im zweiten Teil des Beitrages stellt der Autor neuere Benutzungsweisen der Walze vor. Hier steht besonders die moderne Straßenwalze, deren Spielarten und Benutzung im Fokus. Dafür hat der Schüler unter anderem einen langjährigen Walzenfahrer interviewt. ",keine Angabe,1,10 S.,1769,1977,,2,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur",, Matthias S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 81,„Student 1945 – lernen nach dem totalen Krieg?“ Die Studenten und ihre Universität 1945-1949,"Der Verf. erkundet die Studienbedingungen an der Westfälischen Landesuniversität Münster in den ersten Jahren der Nachkriegszeit. Zeitzeugen, Akten des Stadtarchivs und Sekundärliteratur vermitteln ein Bild, das von alltäglichen Nöten um Kleidung und Nahrung ebenso gekennzeichnet ist wie von Platzmangel, Numerus Clausus und Bücherbeschaffung. Der Autor diagnostiziert ein fehlendes politisches Interesse der Studentenschaft, was sich auch in der späten Gründung politisch motivierter Studentenbünde zeigte. Im Vergleich mit heute weist er auf die vielfältigen Belastungen hin, denen die ersten Studentenjahre nach 1945 ausgesetzt waren.",4 SAB 059,1,111 S.,1945,1949,31,3,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",WWU Münster, Jens K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 102,„Wohltätigkeit – nicht leicht gemacht“. Der Wiederaufbau der evangelischen Erlöserkirche zu Münster in den Jahren 1947-1951,Bei der Schilderung der Baugeschichte der 1949/50 als Notkirche errichteten neuen evangelischen Erlöserkirche in Münster stützt der Verf. sich auf die Handakten des Probstes der Gemeinde. Finanzierungsfragen und politische Hindernisse verzögerten den Neubau dieser Kirche. Die Unterlagen des Probst Funcke wurden dem Schüler vom Kreiskirchenamt Münster zur Verfügung gestellt.,4 SAB 070,1,60 S.,1947,1951,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel","Erlöserkirche, Münster", Matthias H.,Schillergymnasium 135,„Die Welle schlägt über uns zusammen.“ Albachten 1945: Ein Dorf an der alliierten Vormarschstraße,"Die Verf. schildern auf der Grundlage von Zeitzeug*inneninterviews die unmittelbare Einbeziehung des kleinen Dorfs Albachten am Stadtrand Münsters in den Krieg durch den Vormarsch amerikanischer Truppen. Erschien den Kindern die alliierte Besatzung wie ein Abenteuer, so hatten die Dorfbewohner mit Beschlagnahmungen und Alltagssorgen ihre Mühe. Nicht selten schützten russische oder polnische Zwangsarbeiter ihre vormaligen Herren vor Verhaftungen oder Rache. Die Arbeit enthält einen handschriftlichen Brief eines Soldaten, der Albachten vor den Amerikanern verteidigen sollte, und weitere private Dokumente der interviewten Zeitzeugen. Zudem machen die Autoren einige Angaben zu ihrem Vorgehen. ",4 SAB 048,0,45 S.,1945,1945,31,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Albachten," Jan K., Robert S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 231,20. Juni 1948. Start ins Wunder – Die Währungsreform und ihre Folgen,"Der Verfasser beschreibt die Umsetzung der Währungsreform von 1948 in Münster. Mit dem Bekanntwerden der Pläne eine Währungsreform durchzuführen, begannen viele Einzelhändler, Handwerker und sonstige Dienstleister ihre Geschäfte zu schließen und Waren zurückzuhalten. Dies wurde in Münster schnell unter Strafe gestellt, da man befürchtete, dass die Lage außer Kontrolle geraten würde. Auch für den genauen Ablauf der Währungsumstellung wurden Bestimmungen getroffen: so sollte es mehrere Umtauschstellen geben und Kontrollen, um Betrug zu vermeiden. Abschließend geht der Verfasser auf die Folgen der Währungsumstellung ein und resümiert, dass die Währungsreform als „Mutter des Wirtschaftswunders“ bezeichnet werden kann.",4 SAB 057,1,24 S.,1948,1949,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",, Hans-Jörg K.,Immanuel-Kant-Gymnasium 238,Abgeschnitten von Zuhause: Das KLV-Lager der Oberschule für Jungen am Wasserturm in Bad Wiessee nach dem Einmarsch der Amerikaner und die Rückkehr der Jungen nach Münster im Sommer 1945,"Die Schüler verfolgen den Weg der wegen Bombardierungsgefahr seit 1943 von Münster nach Bad Wiessee ausgelagerten Schule am Wasserturm in den letzten Kriegs- und ersten Friedensmonaten 1945. Gestützt auf Interviews mit Zeitzeugen, Tagebuchaufzeichnungen und Quellen des Stadtarchivs schildern sie die Musterung und den Fronteinsatz der älteren Schülerjahrgänge im März/April 1945 und die Lage der in Bad Wiessee zurückgebliebenen Lehrer und Schüler nach dem Einmarsch der Amerikaner und dem allgemeinen Unterrichtsverbot. Sie dokumentieren den oft abenteuerlichen Rückmarsch einiger Schüler auf eigene Faust nach Münster wie auch den beschwerlichen Rücktransport der Schüler im Juli 1945 in die Heimatstadt, in deren völlig veränderten Verhältnisse ein Wiedereinleben recht schwierig war.",4 SAB 050,0,110 S.,1939,1945,31,3,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Bettina M., Frauke M., Nico E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 249,Alltag im Nationalsozialismus. Die Kriegsjahre in Hiltrup und Amelsbüren,"Ein Schwerpunkt in den Schilderungen der Verfasser liegt auf der Kirchenverfolgung (am Beispiel eines Kaplans, der ins KZ verbracht wurde und der Herz-Jesu-Missionare, denen von der Gestapo das Missionshaus geraubt wurde, während die Patres als Soldaten „für das Vaterland kämpften und bluteten“). Angerissen werden weiterhin die Bewirtschaftung in den beiden Gemeinden während der Kriegsjahre, die Lage von „Fremdarbeitern“ in der Landwirtschaft und bei den örtlichen Glasurit-Werken sowie die Folgen des Bombenkrieges. In dem Beitrag befinden sich auch einige der analysierten Quellen sowie Mitschriften der Zeitzeug*inneninterviews.",4 SAB 006,0,50 S.,1939,1945,197,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Amelsbüren, Hiltrup", K.,Immanuel-Kant-Gymnasium 280,"Après les misères, après les jours de bagne d’enfer. Analysen zum kriminellen Verhalten ausländischer Kriegsgefangener und Fremdarbeiter nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Herrschaft. Paradigma Münster 1945-1946","Ausgehend von dem häufig anzutreffenden Bild von den nach ihrer Befreiung plündernd und mordend durch Deutschland ziehenden, vormaligen Kriegsgefangenen und Fremdarbeitern, Displaced Persons, genannt, versucht der Verf. entgegen der schwierigen Quellenlage vor allem mit Hilfe von Archivalien des Bistumsarchivs, des Staatsarchivs und des Stadtarchivs Münster sowie einer breit ausgewählten Sekundärliteratur das wirkliche „kriminelle Verhalten“ der nach Münster Verschleppten zu untersuchen. Im ersten Teil beschreibt der Verf. die auch noch nach Nationen abgestuft vorgenommene Behandlung und Bestrafung der ausländischen Zwangsarbeiter in den letzten Kriegsmonaten. Bei der Analyse ihres „kriminellen Verhaltens“ nach der Befreiung kann er dann im Hauptteil keine typischen Merkmale einer Ausländerkriminalität feststellen, wobei die vage Kriminalitätsstatistik schon ein allgemeines Erfassungsproblem zeigt. Der Verf. weist als Erklärung für Raub und auch Mord auf die vor ihrer Repatriierung grundsätzlich wenig geänderte Situation der Zwangsverschleppten hin. Deutlich macht er bei der Herausstellung von Übergriffen die Kontinuität der Vorurteile Ausländern gegenüber, die selbst beim Bischof von Münster weiterlebten. Die in jeder Form wesentlich höhere Kriminalität deutscher Bürger wurde gar nicht zur Kenntnis genommen. Die Funktion einer Entlastung der eigenen Schuld an den Naziverbrechen durch die z. T. apokalyptische Darstellung der ausländischen Nachkriegskriminalität liegt für den Verf. nahe.",4 SAB 074,1,143 S.,1945,1946,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel",, Marcus W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 301,Aufbau der Marienschule nach dem 2. Weltkrieg,"Die Marienschule, das Mädchenlyzeum am Bispinghof, wurde während des Zweiten Weltkriegs vollständig zerstört. Auf der Grundlage eines Zeitzeug*inneninterviews beschreiben die Schülerinnen die Bemühungen der Schulleiterin Schwester Consolata, die Marienschule wiederaufzubauen. Erst nach dem Tode von Schwester Consolata gelang es ihrer Nachfolgerin, die Schule 1946 zu eröffnen und übergangsweise im Ludgerianum am Domplatz unterzubringen. Der wörtlichen Wiedergabe des Zeitzeugenberichts ist zu entnehmen, dass nur aufgrund der gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten bereits 1947 einige Räume des neu entstandenen Gebäudes auf dem Gelände des Von-Kluck-Bunkers bezogen werden konnten. Detailliert schildern die Verfasserinnen die Baugeschichte der Schule und integrieren einige Pläne in ihre Arbeit.",4 SAB 054,0,22 S.,1939,1955,,3,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,"Bispinghof, Münster, Mädchengymnasium Marienschule, Münster, Von-Kluck-Bunker"," Angelika H., Ruth K.",Marienschule 333,Bombenschutz in Münster am Beispiel des Kappenberger-Damm-Bunkers. Ziviler Luftschutz während des Zweiten Weltkriegs im Deutschen Reich.,"Da der Kappenberger-Damm-Bunker in direkter Nachbarschaft der drei Schüler steht, interessierten sie sich schon vor dem Geschichtswettbewerb für den Luftschutzbunker. Als sie dann von dem Thema „Die Kriegsjahre in Deutschland“ hörten, war für die Schüler klar, worüber sie schreiben wollen. In einem ersten Teil versuchen die Verf. zuerst einen Gesamtüberblick über die Bombardierung Münsters und die entsprechenden Schutzmaßnahmen zu geben. Dabei greifen sie unter anderem auf eine Chronik zurück, welche von den Anwohner*innen über die Siedlung, in der auch die drei Verf. wohnen, verfasst wurde. In einem zweiten Teil geht es explizit um den Bunker. Hauptquellen sind hier vor allem Interviews mit Zeitzeug*innen, aber auch Bauskizzen aus dem Stadtarchiv und Materialien aus dem Amt für Zivilschutz. Detaillierte Angaben zu Aussehen, Aufteilung und Benutzung des Bunkers stammen von Besuchen des Bunkers selbst.",keine Angabe,0,58 S.,1939,1945,31,3,Textbeitrag,"Archivalien, Chroniken, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Kappenberger-Damm-Bunker," Dirk M., Hartmut P., Rolf S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 348,Christuskreuz oder Hakenkreuz? – Eine katholische Pfarrgemeinde im 2. Weltkrieg: Die Hl.-Geist-Pfarre 1939-1945,"In seiner Arbeit versucht der Autor die Geschichte der Heilig-Geist-Pfarre in Münster in der Zeit vor und während der Kriegsjahre 1939-1945 zu rekonstruieren. Als Grundlage für seine Recherchen dienten dem Verf. eine Festschrift der Gemeinde und Interviews mit Zeitzeug*innen. Besonders im Fokus der Arbeit stehen die Geistlichen der Gemeinde. Laut Autor seien diese schon bei der Machtergreifung Hitlers gegen das NS-Regime gewesen und zudem gezwungen, nachdem sie kritische Meinungen geäußert hatten, ins Ausland zu fliehen. Die Zeitzeug*innen beschreiben auch die Veränderung der pfarreizugehörigen Schule",keine Angabe,1,33 S.,1933,1945,,3,Textbeitrag,"Druckschriften, Zeitzeug*inneninterviews",, Jens K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 358,Das „Dritte Reich“ von innen gesehen: Der Werdegang eines „alten Kämpfers“ vom NS-Schülerbund über die HJ in die SS,"Auf der Grundlage eines ausführlichen Interviews schildert Susanne Bäumer den Werdegang eines SS-Offiziers. Sie beschäftigt sich vor allem mit seinem sozialpsychologischen Hintergrund. Dabei schildert die Verf. den Lebenslauf des Zeitzeugen sehr genau, wobei es jedoch an einer tiefergehenden kritischen Auseinandersetzung mit Aussagen des interviewten Zeitzeugen mangelt.",keine Angabe,1,27 S.,1915,1945,31,3,Textbeitrag,"Archivalien, Zeitzeug*inneninterviews",, Susanne B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 395,Das Leben der „kleinen Leute“ im totalen Krieg – Vaterlose Familien während des zweiten Weltkrieges am Beispiel der Familien Zeiler und Gerbaulet,"In seinem Beitrag zum Geschichtswettbewerb untersucht der Verf. die eigene Familie im Nationalsozialismus anhand von Zeitzeug*inneninterviews, die er mit Verwandten hielt. Wichtig ist ihm dabei vor allem die Auseinandersetzung mit „kleineren“ Dingen und scheinbar unbedeutenderen Themen als mit den prominenten Biografien bekannter Persönlichkeiten.",keine Angabe,1,22 S.,1939,1945,31,3,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Pablo F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 409,Das Rathaus in Münster. Geschichte – Zerstörung – Wiederaufbau,"Die Verfasser beschäftigen sich mit der Geschichte des Rathauses in Münster, insbesondere während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Spätestens zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtet, war das Rathaus lange Zeit Symbol für die Macht der Bürger in der Stadt. Als 1944 erste Bomben das Gebäude trafen, brannte es vollständig aus. Detailliert stellen die Schüler die Bemühungen um den Aufbau des Rathauses dar: Nach der Trümmerräumung versuchte man zunächst, Geld für den Wiederaufbau zu sammeln, indem beispielsweise eine Rathauslotterie veranstaltet wurde. Entwürfe für den Neubau wurden eingereicht und man beschloss, die frühere Architektur des Gebäudes möglichst zu berücksichtigen. Am 30. Oktober 1958 wurde das fertiggestellte Rathaus festlich an den Rat und die Öffentlichkeit übergeben.",4 SAB 064,0,54 S.,1945,1958,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Rathaus," Dennis H., Dirk F.",Immanuel-Kant-Gymnasium 425,"Das Überleben und der Wiederaufbau auf dem Hof Schulze Isfort, Haus Kump, nach den Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs","Angereichert mit Fotos schildert der Beitrag die Geschichte des Hofes der Familie Schulze Isfort am Stadtrand von Münster während des Zweiten Weltkriegs und insbesondere während der Nachkriegszeit. Ausgehend von Zeitzeug*inneninterviews gehen die Verfasserinnen auf die Bombardierungen des Hofes ein, der aufgrund seiner stadtnahen Lage häufig getroffen wurde. 1943 brannte nahezu das ganze Gelände ab und konnte erst 1950 wieder aufgebaut werden. Die Schülerinnen beschreiben das Zusammenleben auf dem Hof, was davon geprägt war, dass jeder seinen Beitrag zum Wiederaufbau leistete. Außerdem berichten sie von der schwierigen Lage während der Besatzungszeit, den Problemen der Familie, den Hof zu halten, sowie der Situation der Kinder auf dem Hof.",4 SAB 053,0,21 S.,1945,1955,,3,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Edith B., Julia B.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 464,Der Dortmund-Ems-Kanal. Sein Wiederaufbau in den Jahren von 1945-1949,"Eingebettet in die allgemeine Geschichte des Transportwesens nach Ende des Zweiten Weltkriegs schildern die Verfasser in ihrem Beitrag den Zustand des Dortmund-Ems-Kanals und seinen Wiederaufbau. Ein Großteil der Brücken, die den Kanal überspannten, war zerstört und auch der Hafen in Münster war ein häufiges Ziel von Bombardierungen gewesen. Etwa 7000 Arbeitskräfte begannen mit dem Wiederaufbau des Kanals, der 1946 zum Teil wieder für die Schifffahrt eröffnet werden konnte. Die Verfasser geben einen Überblick über die beteiligten Firmen und die Kosten; außerdem gehen sie explizit auf den Wiederaufbau des Stadthafens Münster ein.",4 SAB 058,0,55 S.,1945,1949,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel","Dortmund-Ems-Kanal, Innenhafen, Münster"," Rainer S., Stefan R., Thomas B.",Immanuel-Kant-Gymnasium 498,Der Nationalsozialismus aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen,"In ihrem Beitrag thematisieren die beiden Schüler Erfahrungen, die vor allem von Kindern und Jugendlichen unter dem NS-Regime gesammelt wurden. Bei der Auswahl von Zeitzeug*innen für Interviews versuchten die Verf. ein breites Spektrum zu wählen, um möglichst verschiedene Erfahrungen darstellen zu können. Dabei versuchen sie Eindrücke aus diversen Teilbereichen des Lebens, wie z.B. der Schule oder dem Elternhaus, auszuarbeiten. Die Aneinanderreihung von Zeitzeug*innenberichten bleibt dabei jedoch sehr unkritisch.",keine Angabe,0,22 S.,1939,1945,,3,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,," Frank D., Marc B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 508,Der Schützenhofbunker in Münster in den Kriegsjahren,"Der Verfasser beschreibt im ersten Teil seiner Arbeit mit illustrierenden Statistiken Bombardierungen und Schutzmaßnahmen für die Zivilbevölkerung in der ersten Phase des Zweiten Weltkriegs sowie die Verschärfung des Bombenkriegs ab Anfang 1942. Er rekonstruiert Lage, Bau und technische Daten des ab Anfang 1942 von italienischen und polnischen „Fremdarbeiter*innen“ gebauten Hochbunkers, der 1944 einen Volltreffer bekam und danach trotz schwerer Beschädigungen als einzig erreichbarer Bunker von den verbliebenen Einwohner*innen aufgesucht wurde. In ihm sieht der Verfasser heute ein „Denkmal für den Frieden“.",keine Angabe,1,40 S.,1939,1945,31,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Schützenhofbunker, Dirk A.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 530,Der Widerstand der SPD und der freien Gewerkschaften gegen den Nationalsozialismus in Münster,"Der Schüler untersucht in seiner Arbeit den Widerstand von Menschen in Münster gegen das nationalsozialistische Regime. Dabei legt er den Fokus auf die unbekannteren Fälle, da man in Münster die Geschichte von Kardinal von Galen zwar sehr gut kenne, der restliche Widerstand und ihre Geschichten aber in den Hintergrund treten. Einen gesellschaftlichen Widerstand verortet der Verf. vor allem bei der SPD-Ortsgruppe und der SPD-Zeitung „Volkswille“. Die Informationen bezieht der Autor zu einem sehr großen Teil aus zwei Interviews, welche mit dem Sohn eines ehemaligen SPD-Mitgliedes und einem Gewerkschaftsvertreter geführt wurden.",keine Angabe,1,21 S.,1933,1945,,3,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Zeitungsartikel",, Reinhard B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 534,Der Zoo Münster in den Jahren 1945-1949,"Nachdem der Münstersche Zoo bereits im Ersten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, wurde er in den 1920er Jahren wiederaufgebaut und erweitert. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Zoo noch schwerer als zuvo beschädigt, so dass er fast vollständig in Trümmern lag. Der Schüler beschreibt den schwierigen Wiederaufbau, der ab 1945 quasi ein zweites Mal stattfinden musste. Bereits 1946 konnte der Zoo wieder seine Pforten öffnen, allerdings waren nur wenige Tiere und Gebäude vorhanden. Mithilfe von Spendenaktionen versuchte man, Geld für den Wiederaufbau und die Futterbeschaffung zu gewinnen. Trotz der schwierigen Situation erfreute sich der Zoo laut des Verfassers auch während der Nachkriegszeit großer Beliebtheit.",4 SAB 065,1,21 S.,1945,1949,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Zoo, Münster", Lorenz B.,Immanuel-Kant-Gymnasium 609,Die Geschichte des Zentrums in Münster 1945 bis 1952,"Der Verf. gibt anhand von Akten aus dem Stadtarchiv Münster einen Einblick v. a. in personelle Hintergründe, die für die gescheiterte Neugründung der Zentrumspartei in Nordrhein-Westfalen und besonders in Münster nach 1945 maßgeblich waren. In Konkurrenz zur CDU, deren Interkonfessionalität und deren Zusammenarbeit mit ehemaligen Steigbügelhaltern des Nationalsozialismus, die bereits in der Weimarer Republik politisch aktiven Gründer des Nachkriegszentrums ablehnten, verzeichnete das neue Zentrum anfangs Wahl- und Mitgliedererfolge. Nach 1948 scheiterte es aber v. a. am unklaren Verhältnis zur in Münster dominierenden CDU, was mit Aus- und Übertritten bis zur Bedeutungslosigkeit Anfang der 50er Jahre einherging. Der Autor macht in der Einleitung umfangreiche Angaben zu seinem Vorgehen während der Recherche und dem Verfassen der Arbeit.",4 SAB 075,1,94 S.,1945,1952,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Christoph M.,Schillergymnasium 641,Die Lokalseiten des „Münsterischen Anzeigers“ als Spiegel des alltäglichen Nationalsozialismus,"Um einen möglichst unverfälschten Eindruck der Ereignisse im nationalsozialistischen Deutschland zu erlangen, hat die Verf. die Lokalseiten einer ehemaligen Münsteraner Zeitung untersucht. Dabei fand sie vor allem die Artikel interessant, die teilweise gar nichts direkt mit dem Regime zu tun hatten, wie z.B. Werbung und Anzeigen. Auch andere Medien, wie z.B. der Rundfunk oder das Kino, werden beleuchtet. Im Laufe der Arbeit steht zudem die Thematik der „Frau im NS-Regime“ immer wieder im Fokus. Leider rutscht die Sprache innerhalb der Arbeit immer wieder in einen umgangssprachlichen Ton ab. ",keine Angabe,1,34 S.,1933,1939,31,3,Textbeitrag,Zeitungsartikel,, Dorothee B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 730,Ein Krankenhaus im Bombenkrieg: Die Geschichte der Raphaelsklinik in Münster in den Jahren 1939-1945,"Nach einer kurzen Einleitung über die Bombardierungen Münsters schildern die Verfasser Aufgaben und Pflichten des Krankenhauspersonals bei Luftalarm, die Versorgung der Klinik, die Zerstörungen des Mutterhauses und der Klinik nach der Eskalation der Luftangriffe sowie die Auslagerung der Klinik ins Kloster der Franziskanerinnen „Zum heiligen Kreuz“, einer Landfrauenschule, im 22km entfernten Freckenhorst. Für ihre Darstellung haben die Schüler vor allem die Chronik des Mutterhauses der Raphaelsklinik sowie die Chronik des Klosters Freckenhorst herangezogen und einige Zeitzeug*inneninterviews mit Krankenhauspersonal und ehemaligen Patienten geführt.",4 SAB 004,0,22 S.,1939,1945,31,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Freckenhorst, Raphaelsklinik, Münster"," Matthias P., Michael N.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 745,Eine Familie ohne Vater: Das Schicksal meiner Familie im Zweiten Weltkrieg,"Anhand von Zeitzeug*inneninterviews mit seinen Großmüttern schildert der Autor den Verlauf des Krieges. In den Darstellungen wird vor allem die Tatsache hervorgehoben, dass Frauen enorm unter den Kriegslasten litten. Durch damalige Familienverhältnisse induziert, seien Frauen in starke wirtschaftliche Abhängigkeit gegenüber dem Mann geraten, was die Situation laut Autor dramatisiert habe, nachdem viele der Männer zum Kriegsdienst eingezogen wurden. ",keine Angabe,1,27 S.,1939,1945,,3,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,, Thorsten J.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 746,Eine Frau an der Heimatfront. Stationen und Erfahrungen einer Frau während des Zweiten Weltkrieges,"Der Verfasser erzählt die Kriegserinnerungen seiner Interviewpartnerin nach, die als Sachbearbeiterin einer Versicherungsgesellschaft bei der Bearbeitung von Sterbefällen von den Ermordungen geistig Behinderter in Hadamar erfährt und die als Rot-Kreuz-Schwester mit ausgeprägtem Nationalgefühl in der Bahnhofsmission, im Bunker und im Lazarett in der Universitätsklinik Dienst tut, als deren hervorstechendes Merkmal jedoch dem Verfasser ihre „Ahnungslosigkeit“ erscheint. Im Anhang der Arbeit befindet sich eine Vielzahl von Privatdokumenten, wie Briefe an Verwandte in Mexiko und Fotos. Zudem ist ein „Kriegserinnerungsbuch“ der interviewten Zeitzeugin mit Widmungen und Eintragungen von Soldaten, an die sie Feldpostpäckchen gesandt hatte, enthalten.",4 SAB 007,1,95 S.,1939,1945,31,3,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Frank Z.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 770,Erfahrungen der Kriegs- und Nachkriegszeit in der Erinnerung münsterischer Bürger,"Im Mittelpunkt der Darstellung steht die Auswertung und Kommentierung eines ausführlichen Fragebogens zur persönlichen, familiären und politischen Situation und zu den Erfahrungen in Kriegs- und Nachkriegszeit, den die Verf. in Seniorenkreisen ihrer Heimatstadt verteilt hatten. Als pessimistisches Ergebnis stellen die Schülerinnen heraus, dass kaum ein Befragter politische Konsequenzen aus seinen Erfahrungen in Kriegs- und Nachkriegszeit gezogen habe, was ein wichtiger Unterschied zu heute darstelle. Die Arbeit enthält ausführliche statistische Auswertungen der von den Autorinnen durchgeführten Erhebung. ",4 SAB 072,0,52 S.,1933,1948,197,3,Textbeitrag,"Fachliteratur, Umfragen",," Inga O., Jutta K.",Immanuel-Kant-Gymnasium 771,Erlebnisse und Erinnerungen an die Kriegsjahre in Münster und Münsterland,"Der Verf. dokumentiert v.a. Zeitungsberichte („Münstersche Zeitung“, „Westfälische Tageszeitung“) über Bombenangriffe 1941 und 1943 auf Münster sowie deren propagandistische Verzerrung als „Briten als Kulturschänder“, einen Nachkriegsbericht über die Zerstörungen des Doms in einem Kirchenblatt und die Galenschen Euthanasiereden aus einer Galen-Biographie. Verbunden sind diese Materialien mit Einzelauskünften und -zeugnissen von Verwandten des Verf., deren mütterliche Seite in einem kleinen Weiler bei Münster lebte, über Kriegsverluste und Kriegsende. Für letzteren Teil wertet der Autor private Dokumente aus, so unter anderem Feldpostbriefe von Familienmitgliedern.",4 SAB 003,1,57 S.,1939,1945,,3,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Manfred L.,Schillergymnasium 798,Flucht und Heimkehr. Rückkehr aus der Kinderlandverschickung 1945,"Bei dem Beitrag handelt es sich um die Nacherzählung der Erlebnisse des Vaters der Schülerin, Manfred Lagemann. In Gesprächen berichtete Lagemann ihr über die Schließung der Schulen 1943 in Münster und der Zwangsevakuierung nach Bad Reichenhall, wo der Unterricht fortgesetzt wurde. Die Situation der evakuierten Schüler war nicht immer leicht, viele hatten Heimweh und auch Lagemann beschloss zu fliehen. Seine abenteuerliche aber erfolgreiche Flucht nach Hause wird geschildert. Zurück in Münster muss er feststellen, dass seine Klassenkameraden bereits mit Bussen nach Hause gebracht wurden, da 1945 auch die Kinderlandverschickung nach Bad Reichenhall beendet wurde.",4 SAB 060,1,10 S.,1943,1945,,3,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,Bad Reichenhall, Elke L.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 895,Heimkehr in eine Trümmerwüste. Die erste Nachkriegszeit am Beispiel der Hornstraße in Münster,"Im Unterschied zu Darstellungen über bekannte Orte, Plätze und Straßen kommt es dem Verf.dieses Beitrages darauf an, das Schicksal einer unbekannten und unbedeutenden Straße, nämlich seiner Wohnstraße und ihrer Bewohner, nachzuzeichnen. Seine Arbeit stützt sich fast ausschließlich auf die Aussagen der Bewohner, die die Nachkriegsjahre miterlebt haben. Neben den gebäudemäßigen „Veränderungen“ durch Krieg und Wiederaufbau beschreibt er vor allem das Leben und Zusammenleben der wechselnden Anwohner. Die baulichen Veränderungen werden veranschaulicht durch zahlreiche vergleichende Fotoaufnahmen. Die Arbeit schließt mit dem Appell, dass die schwere Zeit des Wiederaufbaus uns eine Warnung vor einem erneuten Krieg sein sollte. Für seine Darstellung hat der Schüler Dokumente aus dem Stadtarchiv Münster, dem Archiv der Josefsschule sowie der Pfarrgemeinde St. Josef ausgewertet. Seine Materialgrundlage wird durch private Dokumente und Fotos der interviewten Zeitzeugen ergänzt.",4 SAB 055,1,87 S.,1945,1951,31,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Hornstraße, Münster, Josefsschule, Münster", Dirk A.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 947,Jahrtausende unter Schutt und in Pappkartons,"Der Schüler behandelt in seinem Beitrag die Geschichte des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Münster, mit besonderem Schwerpunkt auf seine Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs und den Wiederaufbau. Man begann 1925 das Museum aufzubauen und eine Schausammlung einzurichten, ab 1930 befand es sich in der Domschule nahe des Provinzialmuseums, an das es zunächst angegliedert war. Bei den Bombenangriffen in den Jahren 1943 und 1944 wurde das Museum fast vollständig zerstört, besonders wertvolle Ausstellungsstücke konnten glücklicherweise bereits zuvor gerettet werden. Teile der Ausstellung wurden jedoch verschüttet und mussten – so der Verfasser – quasi ein „zweites Mal ausgegraben werden“. In den 1960er Jahren wurde das Museum wiederaufgebaut und 1970 für den Publikumsverkehr geöffnet.",4 SAB 049,1,16 S.,1925,1970,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel","Museum für Vor- und Frühgeschichte, Münster", Martin B.,Schillergymnasium 963,Juden in Münster in der Nachkriegszeit. Ein Neuanfang,"In seinem Beitrag konzentriert sich der Schüler auf die Situation der jüdischen Bevölkerung in Münster nach Kriegsende. 1945 lebten noch etwa 16 Juden in Münster, die sich häufig im privaten Raum trafen, um ihre Religion auszuüben. Mit der Wiedereröffnung der Marks-Haindorf-Stiftung 1949 wurde dort ein gesonderter Gebetsraum eingerichtet und es wurde Wohnraum für jüdische Familien geschaffen. Dem Verfasser zur Folge waren die Kontakte der kleinen jüdischen Gemeinde zum Rest der Bevölkerung zunächst eher gering. 1957 wurde schließlich die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. gegründet, die sich für das Zusammenleben der beiden Religionen einsetzte.",4 SAB 056,1,35 S.,1945,1982,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Nils P.,Gymnasium Paulinum 1045,Leben in den Trümmern,"In ihrem Beitrag behandeln die Schülerinnen verschiedene Aspekte der Nachkriegszeit in Münster. Sie beschreiben die Aufräumarbeiten in der schwer zerstörten Stadt und den Schulunterricht, der nur in stark reduzierter Form stattfinden konnte. Auch auf die schwierige Versorgungslage gehen sie ein: Lebensmittel wurden stark rationiert, so dass vielen Menschen pro Tag Nahrung mit einem Nährwert von lediglich rund 700 Kalorien zur Verfügung standen. Auch an Bekleidung mangelte es vielen Menschen, was insbesondere während der kalten Wintermonate ein Problem war.",4 SAB 067,0,19 S.,1945,1949,,3,Textbeitrag,Fachliteratur,," Mona S., Sandra S.",Johannes-Gutenberg-Realschule Hiltrup 1046,Leben in den Trümmern in Hiltrup,"Auf der Basis von drei Zeitzeug*inneninterviews tragen die Verfasserinnen persönliche Erinnerungen der interviewten Personen an die Zeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs zusammen. Sie gehen auf die Aspekte Kleidung, Essen und Arbeit ein. Die Zeitzeugen berichten von einem großen Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft während der schwierigen Nachkriegszeit, was vielen Menschen half, Mut zu schöpfen.",4 SAB 068,0,17 S.,1945,1950,,3,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Hiltrup," Heike N., Therese W.",Johannes-Gutenberg-Realschule Hiltrup 1050,Leben in Trümmern,"In knapper Form schildern die Verfasser die Lebenssituation in Münster nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und gehen dabei auf Wohnraum, Lebensmittel, öffentliche Einrichtungen und die Soldaten ein. Ein Großteil des Wohnraums war zerstört, so dass viele Menschen – wenn sie überhaupt eine Unterkunft fanden – auf engstem Raum zusammenleben mussten. Auch die Lebensmittelbeschaffung war sehr schwierig, es wurde viel auf dem Schwarzmarkt gehandelt oder getauscht.",4 SAB 052,0,4 S.,1945,1945,,3,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,," Michael S., Volker V.",Schillergymnasium 1052,Lebensmittelversorgung von 1945-1949,"In dem Beitrag untersucht der Schüler die schwierige Versorgung mit Lebensmitteln nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Er geht dabei auf die Rationierung und Zuteilung von Lebensmitteln durch die britischen Besatzer in Münster ein, die durch die Ausgabe von Lebensmittelkarten geregelt wurde. Auch Versuche, synthetische Stoffe als Ersatz für natürliche Produkte anzubieten, konnten nicht über die große Lebensmittelknappheit hinweghelfen. Der Schüler beschreibt das Hamstern und Tauschen in der Bevölkerung als eine Folge dieser Entwicklung. Auf der Grundlage von Zeitzeug*inneninterviews wird nachgezeichnet, was die Menschen auf sich nahmen, um Nahrung zu organisieren. ",4 SAB 061,1,19 S.,1945,1949,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Pablo F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1118,Münster 1945-1949. Wiederaufbau – Leben in den Trümmern,"In knapper Form gehen die Schülerinnen auf die Nachkriegszeit in Münster und den Wiederaufbau ein. Ein Großteil der Stadt Münster war während des Zweiten Weltkriegs zerstört worden, was umfangreiche Aufbauarbeiten nach Kriegsende zur Folge hatte. Eine große Herausforderung war zunächst der Abtransport der enormen Schuttmassen: Ab 1945 wurden Pläne für die Räumarbeiten aufgestellt, die Ziele formulierten, Einsatzzeiten festlegten und Regeln für die Räumung festlegten. Nahezu jeder Bürger der Stadt war an den Aufräumarbeiten beteiligt. In ihrer reich bebilderten Arbeit beschreiben die Verfasserinnen auch kurz die knappe Versorgungslage in der Stadt.",4 SAB 066,0,22 S.,1945,1949,,3,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Martina W., Ruth C.",Johannes-Gutenberg-Realschule Hiltrup 1119,Münster 1945. Die Studenten und ihre Universität von 1945 – 1949,"In seiner ausführlichen Arbeit untersucht der Verfasser die Situation der Studenten nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Münster. Zunächst geht er auf die allgemeine Situation in der Stadt 1945 ein: Mit dem Einmarsch der Alliierten und der Etablierung der Militärregierung versuchte man nach und nach das öffentliche Leben wiederherzustellen. Räumaktionen begannen, der Schulunterricht wurde wieder aufgenommen und auch die Wiedereröffnung der Westfälischen Wilhelms-Universität nach ihrer Schließung kurz vor Ende des Krieges wurde in den Blick genommen. Viele der zurückkehrenden Soldaten wollten ihr Studium, welches sie für den Kriegsdienst unterbrochen hatten, wieder aufnehmen. Ab dem 01. November 1945 konnten einige Studiengänge wieder angeboten werden, nachdem auch die Professoren nach Münster zurückgekehrt waren. Ausführlich geht der Verfasser auf die Aspekte Entnazifizierung an der WWU, die Rolle der Militärregierung, den Wiederaufbau und die Wohnungssituation der Studenten sowie die Struktur der Studentenschaft in den Nachkriegsjahren ein. Neben der Darstellung enthält der Beitrag eine Vielzahl von Bildern, Zeitungsartikeln und historischen Dokumenten.",4 SAB 073,1,321 S.,1945,1949,118,3,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",WWU Münster, Manfred L.,Schillergymnasium 1121,Münster nach dem Krieg,"Die Verfasserinnen erzählen die Geschichte von Irmgard Blanke nach, die mit zwölf Jahren die Nachkriegszeit in Münster erlebt hat. Als Grundlage dienen ihnen Zeitzeug*inneninterviews, die sie zuvor geführt haben. Knapp geht es um die schwierige Lebensmittelversorgung mit Lebensmittelkarten nach dem Krieg, die Beschaffung von Kleidung und die Verarbeitung der schlimmen Kriegserlebnisse. ",4 SAB 046,0,8 S.,1945,1945,,3,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,," Barbara W., Caroline S.",Schillergymnasium 1122,Münster unter Trümmern. Die Räumungsarbeiten – ein Abschnitt in der Münsterschen Nachkriegsgeschichte,"Im Jahre 1945 gehörte Münster zu einer der am stärksten zerstörten Städte Deutschlands. In seinem Beitrag untersucht der Schüler das Ausmaß der Kriegszerstörungen und den Ablauf der immensen Aufräumarbeiten. Mit der starken Zerstörung ging eine große Wohnungsnot einher, was sich nicht nur auf die Einwohner, sondern auch das öffentliche Leben auswirkte: So war kaum Raum für Verwaltungseinrichtungen und Gewerbebetriebe vorhanden. Der Zusammenbruch der Wasser-, Gas- und Stromversorgung verschlimmerte die Lage zusätzlich. Mit der Erstellung eines „Räumplans“ 1945 begann man langsam, den Schutt aus der Stadt zu transportieren, um Platz für den Wiederaufbau von Gebäuden zu schaffen. Sogenannte Räumwarte organisierten und bewachten die Aufräumarbeiten, zu denen alle Bürger verpflichtet wurden. Anhand von Zeitzeug*inneninterviews rekonstruiert der Verfasser den Aufbau der Hammer Straße und integriert abschließend einige Statistiken zum Wiederaufbau in Münster.",4 SAB 062,1,37 S.,1945,1948,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Carsten S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1160,Nachkriegszeit der Flüchtlinge,"In ihrem Beitrag konzentrieren sich die Verfasserinnen auf die Situation der sogenannten Russlanddeutschen, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland ankamen. Sie haben Zeitzeugen interviewt, die 1945 nach Ascheberg kamen und dort auf einem Bauernhof aushelfen mussten. Knapp werden die Erfahrungen der Zeitzeugen nachgezeichnet, zudem enthält der Beitrag Kopien von Flüchtlingsausweisen.",4 SAB 069,0,9 S.,1945,1950,,3,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Ascheberg," Birthe K., Heike A.",Johannes-Gutenberg-Realschule Hiltrup 1173,Nur Gräber als Spuren: Das Leben und Sterben von Kriegsgefangenen und Fremdarbeitern in Münster in den Jahren 1939-1945,"Ausgehend von den wenigen Spuren des Leidens ausländischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter erschließt der Verfasser eine Fülle von Quellen aus einer Vielzahl von Archiven. Nach einem Überblick über die (Zwangs-)Rekrutierung von Menschen v. a. aus Osteuropa rekonstruiert der Verfasser vorrangig aus Augenzeugenberichten und – in seltenen Fällen – Aktennotizen Arten und Lage von insgesamt 53 Kriegsgefangenen- und „Fremdarbeiter“-Lagern/-kommandos, darunter auch ein Offizierslager (OfLag VI D) für französische Offiziere und ein (vermutliches) KZ-Außenlager bzw. „Straflager“. Er schildert neben den administrativen Aspekten des Arbeitseinsatzes der Gefangenen ihre Unterkunft, Versorgung und Bewachung. Abgeleitet aus der NS-Rassenideologie werden detailliert sowohl Richtlinien, Dienst- und Wachordnungen untersucht als auch Folter, Mißhandlungen, Todesfälle und Hinrichtungen von Zwangsarbeitern dargestellt und im statistischen Überblick aufgeschlüsselt, wobei besonders die hohe „Sterberate“ (61,5%) bei Russen hervorgehoben wird. Daneben kam es aber auch zu mitmenschlichem Verhalten von Münsteranern, von denen einige denunziert, von der Gestapo vernommen und „Sondergerichten“ zugeführt wurden. Nach einem kurzen Abschnitt über die zumeist in Flakstellungen um Münster eingesetzten „Hilfswilligen“ geht Marcus Weidner auf die Zeit nach der Auflösung der Gefangenenlager ein und dokumentiert u. a. eine Kontroverse zwischen dem Bischof v. Galen und dem amerikanischen Colonel Spott(is)wood(e) (?), der sowohl in Bezug auf die „Schuldfrage“ der Deutschen als auch in seinem Verständnis gegenüber der elenden Lage der Zwangsarbeiter und den daraus folgenden „Ausschreitungen“ nach der Befreiung nicht mit dem Bischof übereinstimmte. Neben dem umfangreichen Darstellungsteil enthält die Arbeit viel Dokumentationsmaterial, u.a. Archivquellen, Bilder und Zeitungsartikel.",4 SAB 338,1,189 S.,1939,1945,31,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Marcus W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1255,Schulalltag in der Nachkriegszeit am Beispiel münsterischer Schulen,"Die Schülerinnen beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit verschiedenen Aspekten des Schulunterrichts während der Nachkriegszeit. Die meisten Schulgebäude in Münster waren während des Zweiten Weltkriegs zerstört worden, so dass der Unterricht ab 1945 zunächst nur sehr begrenzt und häufig in provisorischen Räumlichkeiten stattfinden konnte. Anhand von Tabellen stellen die Schülerinnen die räumliche Situation und notwendige Instandsetzungen für verschiedene Schularten dar. Anhand von Zeitzeug*inneninterviews rekonstruieren sie die Rückkehr vieler Schülerinnen und Schüler aus der Kinderlandverschickung und gehen auf den Einfluss der Militärregierung im Rahmen des Schulwesens ein. Kurz angesprochen werden Klassenfahrten, Unterrichtsdauer, Zeugnisse, Schulgeld und weitere Aspekte des alltäglichen Schulunterrichts. Für ihren Beitrag haben die Schülerinnen einige Archivalien ausgewertet und Zeitzeug*inneninterviews durchgeführt.",4 SAB 063,0,37 S.,1945,1975,197,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Anja B., Monika R., Sabine N.",Immanuel-Kant-Gymnasium 1302,Stichworte zur Nachkriegszeit,"Die Verfasser listen in knapper Form Informationen zu verschiedensten Stichworten der Nachkriegszeit in Münster auf, unter anderem zu einigen Gebäuden und Orten sowie den Schlagworten „Jugend“, „Feste“, „Kohlenklau“, „Lebensmittelversorgung“, „medizinische Versorgung“, „Politik“, „Schwarzhandel“, „Versorgung mit Strom und Wasser“ und „Wiederaufbau“. ",4 SAB 047,0,7 S.,1945,1945,,3,Textbeitrag,Fachliteratur,," Christoph S., Ingo T.",Gymnasium Paulinum 1333,Überleben in der „Höhle des Löwen“ – Das Schicksal einer Jüdin im 2. Weltkrieg,"Die Verfasserin erfährt über eine Schulkameradin von einer Münsteranerin, die - wie die Jüdische Gemeinde bestätigt - als einzige Jüdin aus Münster den Zweiten Weltkrieg in Deutschland überlebte und sich der Verfolgung durch Untertauchen entziehen konnte: Henriette Hertz. Sie überzeugt Frau Hertz, ihr ihre Erlebnisse zu erzählen. K. Wißmann schildert den familiären Hintergrund der aus einer Rechtsanwaltsfamilie stammenden Frau und zeigt, wie sich die ersten judenfeindlichen Maßnahmen auf die Familie auswirkten: Der Vater wird von den ersten Deportationen aus Münster wegen einer Herzkrankheit ausgenommen, die Tochter wird ihm als Pflegerin zugewiesen. Nach dem Tod des Vaters entgeht die Tochter dem Deportationsbefehl, indem sie zunächst bei Verwandten einer Freundin in Köln untertaucht. Trotz fehlender Papiere kann sie später unter falschem Namen in Bad Godesberg eine Stellung annehmen, hat Freunde und geht in einem Lokal essen, das hauptsächlich von SS-Leuten frequentiert wird. In dieser „Höhle des Löwen“ ist ihre Überlebensstrategie, die Rolle einer fröhlich-unbekümmerten Mitläuferin zu spielen, die ihre Freizeit mit SS-Angehörigen verbringt. Sie wird von ihrer Zimmerwirtin angezeigt, weil deren Tochter dienstverpflichtet wird und sie ihrer Mieterin die Heimarbeit nicht „gönnt“, ohne zu wissen, was sie damit anrichtet. Ein befreundeter SS-Mann, dem sie sich offenbart, besorgt ihr aus Angst Papiere, mit deren Hilfe sie sich retten kann. Zwei Tage vor der offiziellen Kapitulation wird sie von zwei amerikanischen Spezialisten verhört, die nicht glauben können, dass eine Jüdin in Deutschland überlebt haben soll. Drei Jahre muss sie auf ihre Auswanderungsgenehmigung nach New York warten, von wo sie nach einem einjährigen Aufenthalt wieder nach Münster zurückkehrt.",keine Angabe,1,32 S.,1933,1945,31,3,"Bilder, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Bad Godesberg, Köln, New York", Karin W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1412,Von Boykott und Diskriminierung bis zur „Endlösung“ – Der Weg einer jüdischen Familie in Münster unter dem Nationalsozialismus,"Die Autorin wurde durch den Film „Holocaust“ auf das Schicksal der jüdischen Gemeinschaft während des NS-Regimes aufmerksam und wurde durch die Möglichkeit der Teilnahme am Geschichtswettbewerb motiviert mehr über die Geschichte der Juden in Münster herauszufinden. Durch Recherchen und Kontakt mit der jüdischen Kultusgemeinde wurde die Verf. auf Henriette Hertz aufmerksam, welche laut Autorin die einzige noch lebende Jüdin in Münster gewesen sei, die das NS-Regime überlebte. Zwei längere Interviews der Autorin mit Frau Hertz bilden das Hauptstück der Arbeit. Dabei teilt die Schülerin die Narration in vier große Teile: Kindheit und frühe Jugend, Machtergreifung 1933, Bürger zweiter Klasse 1934-1938 und Jahre der offenen Verfolgung und Deportation. Die Erzählung wird immer wieder durch Schreiben oder Unterlagen der entsprechenden Jahre erweitert, die den Zeitzeug*innenbericht sinnvoll ergänzen und bestätigen. Zudem ist sich die Autorin der Schwierigkeiten der Oral History bewusst.",keine Angabe,1,56 S.,1933,1945,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Birgit L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1428,Voraussetzungen und Situation der Justiz in Münster in den Jahren 1945-1949,"Anhand der Justiz in Münster untersucht der Geschichtskurs des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums die Auswirkungen des Systemwechsels nach Ende des Nationalsozialismus. Nach einer kurzen Beschreibung der nationalsozialistischen Gesetzgebung, gehen die Verfasser auf die alliierte Gesetzgebung ein: mit der politischen und verwaltungstechnischen Neuordnung sollten auch die Demokratievorstellungen der Militärregierung durchgesetzt werden, was zu vielen Problemen führte. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die neu geregelte Struktur des Justizsystems und problematisieren diese vor dem Hintergrund der stark verwurzelten nationalsozialistischen Ideologie. In einem zweiten Teil untersuchen sie Eigentumsdelikte und dafür verhängte Strafen im Münsterland, ordnen diese tabellarisch und stellen fest, dass die harten Strafen für Diebstahl von Lebensmitteln mit der schlechten Versorgungslage zusammenhingen. Mit der Stabilisierung der Lebensmittelversorgung nahm das Strafmaß für Eigentumsdelikte ab. Auch statistisches Material über die Justizverhältnisse wird in den Beitrag miteinbezogen und analysiert. ",4 SAB 071,0,73 S.,1945,1949,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Anke B.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1438,Warten auf den Abtransport und „Gnadentod“: Das Schicksal von Behinderten in und um Münster unter dem Nationalsozialismus,"Die Schülerin untersucht im Rahmen des Geschichtswettbewerbs die Geschichte und das Schicksal von Menschen mit Behinderung unter der NS-Diktatur in Münster. Das Thema ist für die Autorin selbst von großer Bedeutung, da der Bruder der Großmutter aufgrund einer geistigen Benachteiligung unter der Verfolgung der Nationalsozialisten litt und die Familie mit ihm in die Niederlande fliehen musste, um einer Ermordung innerhalb des damaligen Euthanasieprogramms zu entgehen. Als Quelle dient hier ein ausführliches Interview mit der Großmutter. In einem weiteren Teil beschäftigt sich die Verf. mit der Gesamtsituation und Menschen, wie z.B. Kardinal von Galen, die öffentlich versucht haben gegen die Verbrechen der Nationalsozialisten an Menschen mit Behinderung vorzugehen. ",keine Angabe,1,60 S.,1933,1945,31,3,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Zeitzeug*inneninterviews",, Barbara J.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1464,Westfälische Frauen am Anfang des Dritten Reiches,"Die Verfasserin untersucht das Wahlverhalten der Frauen im März 1933 und die NS-Frauenschaft im Gau Westfalen-Nord. Die faschistische Ideologie lehnte die aktive Beteiligung der Frau am politischen Leben ab und verwies sie auf ihren „natürlichen“ Wirkungskreis in Heim und Familie. In diesem Sinne sah auch die NS-Frauenschaft ihren Aufgabenbereich hauptsächlich im caritativ-pflegerischen und hauswirtschaftlichen Wirken (Kinderpflege, Hauswirtschaftslehre, Handarbeiten). Neben der Darstellung befinden sich umfangreiches Quellenmaterial aus dem Stadt- und Landesarchiv Münster sowie Gesprächsprotokolle der Zeitzeug*inneninterviews in der Arbeit.",4 SAB 001,1,153 S.,1933,1933,,3,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Kirsten F.,Pascal-Gymnasium 1529,Zwischen Widerstand und Anpassung. Skizzen aus dem Alltag des Bundes Neudeutschland in Münster während der Zeit des Nationalsozialismus,"Durch eine Mitgliedschaft in der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) wurde der Schüler auf den „Bund Neudeutschland“ aufmerksam, welcher bis zu seiner Illegalität unter den Nationalsozialisten als direkter Vorgängerverband der KSJ arbeitete. Durch Interviews mit ehemaligen Mitgliedern werden Aspekte wie z.B. das Gruppenleben, Freizeitfahrten, Differenzen mit der Hitlerjungend bis hin zum offenen Widerstand geschildert. Der Name „Neudeutschland“ zielt dabei auf eine christlichere Neuausrichtung Deutschlands, welche durch den Bund angestrebt wurde. ",keine Angabe,1,52 S.,1933,1945,31,3,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Markus D.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 235,Aasee - Natur im Dienst des Menschen?,"Nach einem kurzen geschichtlichen Überblick untersucht der Verf. die Planungsgeschichte, Bauarbeiten und Entwicklung des im Stadtgebiet von Münster gelegenen Aasees. Bei der 1975 vorgenommenen Erweiterung des Anfang der 1930er Jahre aufgestauten Sees stand die Schaffung eines Naherholungs- und Freizeitgeländes für die Einwohner Münsters mit Möglichkeiten zum Segeln, Rudern, Angeln, Wandern sowie für Bootsfahrten im Vordergrund. Bei den Planungen wurde auf die Anlage von natürlichen Uferzonen oder von Inseln für die Wasservögel zugunsten einer möglichst intensiven Nutzung des Sees durch die Bevölkerung verzichtet. Wie der Verf. anhand von Wasseranalysen und Einsatzprotokollen der Feuerwehr Münster zeigt, ist der Wasservogel- und Fischbestand des Aasees heute zudem durch Regen- und Brauchwassereinleitungen gefährdet (zu hohe pH- und Ammoniakwerte, Sauerstoffmangel). Der Autor bezieht seine Materialgrundlage vor allem aus dem Stadtarchiv Münster und aus dem Archiv der Berufsfeuerwehr Münster. Er hat Experten- sowie Zeitzeug*inneninterviews geführt und eine Analyse der Wasserqualität ausgewertet. Zudem befinden sich in dem Beitrag hochwertige Fotografien.",4 SAB 014,1,50 S.,1925,1987,31,4,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Robert S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 252,Almas Input – Ein Computer hält Einzug in Westfalens Kuhställen,"Die Verfasser schildern am Beispiel eines Milchviehzuchtbetriebes die Folgen der Technisierung der Landwirtschaft in den letzten 50 Jahren. Während früher auf dem Hof ein Großteil der Lebensmittel selbst erzeugt wurde und mehrere Arbeitskräfte beschäftigt waren, arbeiten in dem auf Viehzucht und Haltung spezialisierten Betrieb heute nur noch der Bauer und die Bäuerin. Detailliert beschreiben die Verfasser die von der Technik bestimmte Arbeit auf dem mit einem vollautomatischen, computergesteuerten Kuhstall und modernen Maschinen ausgestatteten Hof.",4 SAB 015,0,17 S.,1929,1987,289,4,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Jürgen V., Markus W., Olaf R.",Ratsgymnasium 574,Die Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt des Venner Moores,"Die Verf. untersuchen anhand von lokalgeschichtlicher und naturkundlicher Literatur, ergänzt durch ein Interview und einige Primärquellen, die Entstehung und Nutzungsgeschichte des Venner Moores. Seit 1954 unter Naturschutz, wurde das Hochmoor vor allem im 19. Jahrhundert durch Meliorationsmaßnahmen und Torfabbau dezimiert. In einem aufgezeichneten Interview schildert ein Zeitzeuge, wie Anfang des 20. Jahrhunderts der Torf in mühevoller Arbeit von Pächterfamilien abgebaut und im nahegelegenen Münster verkauft wurde. Zahlreiche Karten zeigen den Wandel des Hochmoors seit 1800 durch Trockenlegung und Torfabbau. Die Arbeit enthält Archivquellen, Abbildungen und ein Gutachten zum Venner Moor von 1972.",4 SAB 019,0,104 S.,1290,1987,330,4,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Venner Moor," Dirk G., Stefan S., Thomas S.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 602,Die Geschichte der Rieselfelder Münster,"Der Verf. untersucht zunächst anhand von Zeitungsberichten, Behördenunterlagen, Bauplänen und Informationen eines ehemaligen Klärmeisters die Geschichte der Abwasserbeseitigung und der Verrieselungsanlage in Münster. Aufgrund der Erfahrungen anderer Städte wurden die Münsteraner Rieselfelder 1901 so großzügig angelegt, dass sie bis in die 1950er Jahre hinein alle Abwässer der Stadt aufnehmen konnten. Erst 1975 wurde die Verrieselung nach dem Bau einer modernen Großkläranlage eingestellt. Im zweiten Teil beschreibt der Verf. auf der Basis von Materialien der Bürgerinitiative „Rettet die Rieselfelder“ den Konflikt um die Nutzung des Gebiets nach der Einstellung der Verrieselung. Während Naturschützer aus dem Gebiet ein Vogelschutzgebiet machen wollten, plante die Stadtverwaltung die gewerbliche Erschließung zumindest der Randgebiete. Erst Mitte der 1980er Jahre entschied sich der Konflikt zugunsten der Naturschützer, indem der Regierungspräsident den Bebauungsplan der Stadt für ungültig erklärte und die Unternaturschutzstellung der Rieselfelder erfolgte. Im Dokumentationsteil der Arbeit finden sich Archivquellen und Zeitungsartikel, zudem macht der Schüler im Vorwort einige Angaben zu seinem Vorgehen.",4 SAB 021,1,85 S.,1900,1987,31,4,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Rieselfelder, Nico E.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 606,Die Geschichte der Wasserversorgung in Münster,"Nach einer kurzen Einführung in die Geologie des Münsteraner Beckens untersuchen die Verf. anhand von Materialien der Stadtwerke und Akten des Stadtarchivs die Entwicklung der kommunalen Wasserversorgung Münsters von 1880 bis heute. Im Mittelpunkt stehen dabei die technischen Probleme der Stadtwerke bei der Erschließung von Brunnen, der Aufbereitung des Wassers und der Belieferung der Haushalte. Da Münster in einer hydrogeologisch ungünstigen Region liegt (Flachland, mit Tonschichten versetzte Sand- und Kiesböden), muß das Trinkwasser für die Stadt heute z. T. aus filtriertem Flußwasser gewonnen und aus entfernteren Regionen herangeschafft werden. Weitere Probleme verursachten der hohe Eisen- und Kohlensäuregehalt des Grundwassers, der seit den 1910er Jahren durch Enteisenungs- und Entsäuerungsanlagen reduziert wird. In weiteren Kapiteln beschreiben die Verf. die Geschichte der Münsteraner Rieselfelder und die Zerstörungen am Leitungsnetz während des Zweiten Weltkriegs. Im Schlußteil werden anhand des Wasserwirtschaftskonzepts der Stadt von 1986 die aktuellen Probleme der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung Münsters beschrieben und mögliche Alternativen aufgezeigt (öffentliche Kampagnen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser, stärkere Überprüfung von Betrieben, Entsiegelung der Oberflächen etc.). In dem Beitrag befindet sich eine Vielzahl von Abbildungen.",4 SAB 022,0,114 S.,1880,1987,31,4,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel",," Carsten S., Dirk A.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 612,Die Geschichte eines Flusses: Die Veränderung der Münsterischen Aa in den letzten 200 Jahren,"Sich abgrenzend von einer nur technischen und wissenschaftlichen Sichtweise seines Untersuchungsgegenstandes, betont der Verf. die Verpflichtung der Menschen gegenüber der Natur, der sie ihren Wohlstand zu verdanken haben. In dem Beitrag werden zunächst die verschiedenen Formen der Nutzung der Aa durch die Bürger der Stadt Münster im Laufe der letzten 200 Jahre skizziert. Der Verf. streicht dabei heraus, dass die Aa schon in vergangenen Zeiten stark durch Industrie- und Hausabwässer belastet war. Die von Industrie und Haushalten belastete Aa wurde Ende des 19. Jahrhunderts in den trockenen Sommermonaten mehr und mehr zur Kloake und damit zu einer Gefahr für die Einwohner Münsters. Alexander Rudow untersucht dabei vor allem mögliche Alternativen am Beispiel eines Gutachtens, das die Schaffung eines künstlichen Stausees im Stadtgebiet von Münster nach dem Vorbild der Alster in Hamburg vorsah. Anhand dieses damals verworfenen Plans plädiert der Verf. in seinem Schlußkapitel für die Schaffung von naturbelassenen Zonen im Uferbereich der Aa im Stadtgebiet von Münster.",4 SAB 011,1,35 S.,1800,1987,,4,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel","Aa, Münster", Alexander R.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 675,Die Veränderung einer Landschaft: Die Durchführung der Flurbereinigung im Münsterland am Beispiel von Milte und Füchtorf,"Nach einer Einführung in die Geschichte und die gesetzlichen Grundlagen von Flurbereinigungen untersuchen die Verf. an zwei Fallbeispielen Gründe, Ablauf und Folgen von Flurbereinigungen. Ausgehend von der Frage nach der Auswirkung von Flurbereinigungen auf die Umwelt gehen sie dabei im Besonderen dem Vorwurf nach, dass die Neuordnung der landwirtschaftlichen Nutzflächen nach Kriegsende die einmalige „westfälische Parklandschaft“ in eine „Agrarwüste“ verwandelt habe. Dabei konnten die Verf. bei ihren Recherchen auf Unterlagen des Amts für Agrarordnung in Münster zurückgreifen. Die zwei Fallbeispiele gelten den Verf. als exemplarisch für eine umweltzerstörende bzw. umweltschonende Vorgehensweise. Bei der Flurbereinigung in Füchtorf, die in den 1950er und 1960er Jahren durchgeführt wurde, kam es durch die landwirtschaftliche Nutzbarmachung eines großen Moores und das Planieren von Hecken und Wällen zu großen Verlusten an ökologisch bedeutsamen Feuchtgebieten und bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Demgegenüber wurde die Ende der 1960er Jahre begonnene und Anfang der 1980er Jahre abgeschlossene Flurbereinigung in Milte unter stärkerer Berücksichtigung landschafts- und naturschützerischer Aspekte durchgeführt. Als positiv werten die Verfasser dabei, dass planierte Hecken und Walle an anderen Stellen wieder neu geschaffen wurden, nur wenige neue Straßen und Wege angelegt, Entwässerungsgräben bepflanzt und Feuchtbiotope eingerichtet wurden. Neben dem Darstellungsteil enthält die Arbeit Karten, Fotos und Mitschriften der Zeitzeug*inneninterviews.",4 SAB 008,0,82 S.,1959,1975,31,4,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel","Füchtorf, Milte"," Dirk W., Guido B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 717,Ein Bach verschwindet. Die Geschichte des Kleibaches in Münster-Süd in den letzten hundert Jahren,"Nach einer kurzen Darstellung der Geographie des aus Oberflächenwasser gespeisten Kleibachs dokumentieren die Verf. die Geschichte dessen Umgebung und der Bewohner. Am Kleibach entstand nach dem Ersten Weltkrieg die Siedlung einer Kriegsheimstättengenossenschaft. Da der Untergrund aus Lehm bestand und der Kleibach selbst nur geringes Gefälle hat, kam es seitdem in der Siedlung wiederholt zu Überschwemmungen. Eine Verlegung des Flußlaufs 1936 beim Bau einer Güterumgehungsbahn für Münster verschlimmerte das Problem zusätzlich. Aufgrund der zahlreichen Überschwemmungen verlangten die Anwohner seit den 1950er Jahren eine Verrohrung des Kleibachs im Siedlungsgebiet. Die 1980 durchgeführte Kanalisierung beseitigte das Hochwasserproblem jedoch nicht, da jetzt bei starken Regenfällen das Wasser aus den Gullys gedrückt wurde. Im Schlußteil dokumentieren die Verf., wie es wegen Plänen der Stadtverwaltung zur Schaffung von Parkplätzen über dem verrohrten Kleibach zur Bildung einer Bürgerinitiative der Anwohner kam und welche Konzepte von den Bürgern seitdem zur Sanierung des Kleibachs entwickelt wurden. Der Beitrag enthält Materialien der Interessengemeinschaft Kleibach, Archivquellen und weiteres Dokumentationsmaterial.",4 SAB 020,0,94 S.,1900,1987,31,4,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel",," Marcus H., Markus S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 809,Flußverschmutzung durch eine Papierfabrik. Ein Fall aus Münster in Westfalen 1861-1903,"Die Verf. rekonstruieren aus Akten des Stadtarchivs Münster den Konflikt um die Verschmutzung der Münsteraner Aa durch eine 1861 bis 1903 bestehende Papierfabrik oberhalb der Stadt Münster. Da die Münsteraner Aa im Sommer nur sehr wenig Wasser geführt und der Fluß unterhalb der Fabrik ungünstige Strömungsverhältnisse hatte, kam es schon bald nach der Gründung der Fabrik zu Beschwerden durch den Pächter einer Flußbadeanstalt, den Fischereipächter und den Besitzer einer Bleicherei. Wie die Autorinnen zeigen, konnten sich die Besitzer anfangs jedoch wegen der industriefreundlichen Haltung der Provinzregierung mit ihrem Standpunkt, dass von den Abwässern der Fabrik keine Beeinträchtigungen ausgehen würden, weitgehend durchsetzen. Die Schülerinnen dokumentieren, dass nur die unteren Behörden Interesse an einem schärferen Vorgehen gegen die Papierfabrik hatten. Erst 1873 begann die Regierung, aufgeschreckt durch mehrere Epidemien im Raum Münster, ihre Haltung zu ändern und verlangte vom neuen Besitzer den Bau von Klärbassins und beauftragte den zuständigen Amtmann mit der regelmäßigen Überprüfung der Fabrik. Trotz des Einbaus von für damalige Verhältnisse fortschrittlichen Klärvorrichtungen ließen die Beschwerden über die Fabrik nicht nach und die Besitzer mußten 1903, mittlerweile von der Stadt Münster verklagt, Konkurs anmelden.",4 SAB 018,0,94 S.,1861,1903,,4,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel","Aa, Münster"," Katharina E., Kristina K.",Schillergymnasium 864,Geschichte und Zeitgeschichte des Mülls in Münster,"Zunächst stellt Stefan Bredohl die Entwicklung des Müllvolumens sowie Umfang und Arbeitsweise der Müllbeseitigung in Münster vom Ende des 17. Jahrhunderts bis zur Gegenwart chronologisch dar und belegt seine Ergebnisse durch eigene Statistiken. Danach untersucht er die historische Entwicklung der Problemkreise Hausmüll, Altlasten und Sondermüll. Abschließend setzt er sich mit aktuellen Konzepten der Stadt zur Abfallbeseitigung auseinander. In seiner Darstellung zeigt der Verfasser die Entwicklung von einer weitgehenden Wiederverwertung des Mülls bis ca. 1920, einer reinen Ansammlung von Müll vor allem in den 1960er und 1970er Jahren, die zum Problem der Altlasten geführt hat, bis hin zu aktuellen Ansätzen der Wiederverwertung und Verringerung des Mülls auf. Bei seiner Recherche greift der Schüler nicht nur auf Archivmaterialien zurück, sondern hat auch ortsansässige Firmen auf dem Postweg kontaktiert. Neben der Darstellung enthält der Beitrag eine umfangreiche Dokumentation der verwandten Quellen.",4 SAB 017,1,110 S.,1700,1987,31,4,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel",, Stefan B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1007,Kirche und Umwelt. Von der Bundesebene zum Stadtbereich Münster,"Der Verfasser untersucht kirchliche Äußerungen zur Umweltthematik auf Bundes-, regionaler und lokaler Ebene unter dem Aspekt der Auswirkung offizieller Stellungnahmen auf die Gemeindearbeit sowie einer Neudefinition der Rolle der Kirchen. In einem theoretischen Teil skizziert er zunächst die Veränderungen der kirchlichen Positionen in den letzten 20 Jahren. Jens Nieper stellt dabei eine verstärkte Beschäftigung der Kirchen mit dem Problem der Umwelt fest, die in den letzten Jahren zu einer Diskussion über die besondere Schöpfungsverantwortung der Menschen in den Kirchen geführt hat. Im zweiten Teil untersucht der Verfasser praktische umweltschützerische Aktivitäten in den Kirchen im Münsteraner Raum. Er kommt dabei zu dem Ergebnis, dass sich nur einzelne Gruppen (BDKJ, Bildungsstätten, Pfadfinder u.a.) intensiv mit Problemen der Umweltzerstörung auseinandersetzen, während in den Gemeinden meist Desinteresse vorherrscht. Seine Materialgrundlage besteht hauptsächlich aus Erklärungen und Stellungnahmen des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz.",4 SAB 010,1,59 S.,1960,1987,31,4,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Jens N.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1061,Luftverschmutzung und Grundwasserabsenkungen an historischen Gebäuden in Münster,"In einem ersten allgemeinen Teil untersuchen die Verf. die Ursachen der Luftverschmutzung und die Auswirkungen von Grundwasserabsenkungen im Stadtgebiet von Münster auf die Statik historischer Gebäude in Münster. Im zweiten Teil beschreiben die Verf. an konkreten Fallbeispielen, wie Luftverschmutzung und Grundwasserabsenkungen die Bausubstanz historischer Gebäude gefährden und mit welchen z. T. sehr kostspieligen Maßnahmen versucht wird, den weiteren Verfall zu verhindern. Die Gebäudeschäden und Restaurierungsarbeiten werden dabei durch viele Fotos der Verf. veranschaulicht. In ihrem Resümee fordern sie, dass die Stadt den Denkmalschutz stärker fördern sollte, um historische Baudenkmäler zu retten. Die Schüler machen in ihrem Beitrag einige Angaben zu ihrem Arbeitsprozess und zu Problemen, die währenddessen auftraten. ",4 SAB 016,0,71 S.,1900,1987,31,4,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Marcus R., Thomas S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1090,Mein Teich hat Geschichte,"Der Verf. untersucht in einer historischen Längsschnittanalyse die Nutzungsgeschichte eines am Rande seines Heimatdorfes gelegenen ehemaligen Mühlenteichs von seiner ersten urkundlichen Erwähnung im 14. Jahrhundert bis heute. Der von Menschenhand geschaffene Naturraum wurde neben seiner Funktion als Wasserreservoir u.a. zur Fischzucht, zum Reinigen und Bleichen von Leinen, für den Riedgrasschnitt, als Naherholungsgebiet für die Dorfbewohner und zum Baden genutzt. Der Teich und das umliegende Feuchtgebiet sind heute ein nur noch von Anglern genutztes Biotop mit großem Artenreichtum. Für seinen Beitrag zieht er Archivalien aus dem Landesarchiv Münster und dem Gemeindearchiv Nottuln heran.",4 SAB,1,19 S.,1354,1987,289,4,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente",, Marc-Daniel S.,Gymnasium Paulinum 1247,Schicksal eines Flusses. Die Emsbegradigung und ihre Folgen,"Veranschaulicht durch mehrere Karten und Skizzen schildern die Verf. die Geschichte der Emsregulierung, die sie in drei Phasen untergliedern. In den ersten beiden Phasen während der NS-Zeit und von 1949 bis 1976 verfolgten die Behörden mit der Begradigung und Kanalisierung der Ems neben der Verbesserung des Hochwasserschutzes vor allem das Ziel der Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen und der Beschäftigung von Arbeitslosen. Seit Ende der 1970er Jahre wird, wie die Verf. an einem Fallbeispiel zeigen, beim Emsausbau dem Naturschutz durch naturnahe Uferbepflanzung, Schaffung von Überflutungszonen u.a. die gleiche Bedeutung wie den wirtschaftlichen Interessen der Anlieger eingeräumt. Ein abschließendes Kapitel skizziert die Aktivitäten der „Schutzgemeinschaft Ems“, die für eine weitgehende Renaturierung der Ems eintritt.",4 SAB 013,0,35 S.,1932,1987,,4,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Filme, Privatdokumente, Zeitungsartikel",Ems," Heiner W., Magnus P.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1336,"Umwelt hat Geschichte – am Beispiel von Müllproblemen im Münsterland, unter besonderer Berücksichtigung eines Landkreises","Julia Beßling untersucht vor allem auf der Basis behördlicher Informationen und müllwirtschaftlicher Fachliteratur die Entwicklung der Müllbeseitigung im Raum Münster während der letzten 25 Jahre. Zunächst skizziert sie die gesetzlichen Grundlagen der Abfallwirtschaft seit 1960 und setzt sich kritisch mit Vorschlägen des nordrhein-westfälischen Innenministeriums von 1969 für geeignete Deponieflächen auseinander. Darin wurden u. a. ökologisch bedeutsame Lebensraume wie Moore, Sumpfgebiete und Steinbrüche für die Abfallbeseitigung vorgesehen. Darüber hinaus referiert die Verf. ausführlich eine Studie von 1970 über Müllplätze im Raum Münster, die u. a. einen enormen Landschaftsverbrauch, eine mangelnde Absicherung des Grundwassers und die Gefahr von Schwelbränden aufzeigt. Abschließend setzt sich die Autorin mit dem Zustand der gegenwärtig betriebenen Deponien auseinander, für den sie eine weitgehend positive Bilanz zieht. Die Schülerin integriert eine Vielzahl von Fotografien in ihren Beitrag. D",4 SAB 023,1,63 S.,1957,1987,194,4,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel",, Julia B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1393,Vom Fluß zum Kanal. Der Ausbau der Stever im Raum Senden,"Aus den mündlichen Mitteilungen von Behördenangestellten und älteren Bewohnern sowie aus Verwaltungsakten rekonstruieren die Verf. die Geschichte der Regulierung der Stever im Raum Senden von 1965 bis 1978. Der mit zahlreichen Fotos, Karten, Bauplänen und Skizzen illustrierte Beitrag verknüpft die Aussagen von Beamten aus verschiedenen Verwaltungsinstanzen mit den Erzählungen von älteren Einwohnern Sendens. Nach einem kurzen Rückblick auf die Geschichte der Stever schildern die Verf. zunächst die Planung und Durchführung des Stevergesamtausbaus 1965. Danach beschreiben sie nach Erzählungen von Zeitzeugen das Leben in Senden vor der Regulierung. Im Hochwassergebiet der Stever gelegen, kam es in den Wintermonaten in Senden regelmäßig zu Überschwemmungen. Durch die Zuschüttung alter Gräben und Teiche sowie die Umleitung und Kanalisation der Stever ging jedoch auch der ursprüngliche Charakter des „Steverdorfs“ Senden verloren. Im Schlußteil untersuchen die Verf. die finanziellen und ökologischen Folgen des mit hohen Kosten verbundenen Steverausbaus. Aufgrund von Bürgerprotesten wurde bereits zwei Jahre nach der Regulierung mit der Renaturierung einzelner Flußabschnitte der kanalartig ausgebauten Stever begonnen. Die Verf. kommen zu dem Schluß, dass es billiger und genauso wirksam gewesen wäre, oberhalb Sendens ein Regenrückhaltebecken zu bauen.",4 SAB 012,0,53 S.,1960,1987,31,4,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Privatdokumente","Senden, Stever"," Martin P., Torsten G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 287,Arbeitsplatz Kanal. Ausländische Arbeiter beim Bau des Dortmund-Ems-Kanals Münster und Umgebung 1892-1899,"Während der Bauzeit des Dortmund-Ems-Kanals wird in Akten der münsterschen Provinzialaugenanstalt ein gehäuftes Auftreten der „Ägyptischen Augenkrankheit“ (Trachom) mit den ausländischen Kanalarbeitern in Verbindung gebracht; auch in Akten der Wasserbaudirektion zu dem staatlichen Kanalprojekt wird das Einschleppen von Cholera und Pocken den zugereisten Arbeitern zur Last gelegt. Die Verf. diskutiert kritisch „Fakt und Vorwurf“ im Zusammenhang mit ansteckenden Krankheiten, gegen deren Ursachen wenig getan wurde. Schutzmaßnahmen beschränkten sich im Wesentlichen darauf, ein Übergreifen auf die Einheimischen zu verhindern. Als „fremde“ oder „auswärtige“ Arbeiter wurden sowohl ausländische Arbeiter verstanden als auch solche aus Westfalen, den angrenzenden sowie den östlichen Provinzen (Sachsen, Brandenburg) und „Reichsdeutsche“, die ihrer Nationalität nach eigentlich Polen waren. Neben vereinzelten Österreichern, Ungarn und Belgiern waren die meisten Ausländer Holländer, Italiener sowie Russen und russische Polen. Kristina Kessemeier untersucht die Arbeitsbedingungen dieser Arbeiter von ihrer Anwerbung über die Ausgabe von Arbeitsbüchern bis zu ärztlichen Untersuchungen und verweist auf die Probleme der durch winterlichen Baustop bedingten Saisonarbeit sowie das Lohngefälle zwischen den verschiedenen Beschäftigtengruppen. Sie rekonstruiert die Unterbringung der zumeist in Baracken oder nach dem „Püttbaas-System“ in Baustellennähe von der einheimischen Bevölkerung isoliert wohnenden und in Kantinen versorgten ausländischen Arbeiter. Diese Lebensbedingungen und Vorurteile gegenüber den verschiedenen „Nationalcharakteren“ führten an Wochenenden häufig zu erhöhtem Alkoholkonsum und tätlichen Auseinandersetzungen, sowohl mit Einheimischen als auch zwischen Ausländergruppen. Hinter der Errichtung von Feldgotteshäusern zur kirchlichen Betreuung der ausländischen Arbeiter steckte häufig die Furcht der Gemeinden vor den Auswärtigen. Nach Fertigstellung des Kanals wurden die Arbeiter - vor allem die polnischen - abgeschoben. Die Autorin integriert in das Vorwort umfangreiche Angaben zu ihrer Themenfindung und ihrem weiteren Vorgehen. ",4 SAB 076,1,169 S.,1892,1899,,5,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel",Dortmund-Ems-Kanal, Kristina K.,Westfälische Wilhelms-Universität Münster 583,"Die evangelische Kirchengemeinde in Münster (1802-1914) – Entstehung, Geschichte, Perspektiven","Nach der Interimsphase des „Täuferreiches“ blieb Münster nach Einschätzung des Verfassers „eine Bastion der Gegenreformation, des Absolutismus und der [katholischen] geistlichen Macht.“ 1802 verlor auch das Domkapitel nach dem Einmarsch preußischer Truppen seine Macht, die „Fremden“ (Protestanten) erschienen als Besatzer. Der Autor verfolgt die weitere Geschichte der vereinigten protestantischen Gemeinde zu Münster, innerkirchliche und innersynodale Konflikte (z. B. Ehen zwischen Katholiken und Protestanten), die kirchliche Gemeinde- und Sozialfürsorge, den Kulturkampf in Münster sowie die weitere Entwicklung der Gemeinde und die Repräsentanz von Evangelischen in Kirche, Politik und Gesellschaft von der Reichsgründung bis zum Ersten Weltkrieg.",keine Angabe,1,67 S.,1802,1914,31,5,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur",, Jürgen M.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 589,Die Flüchtlinge der Rote-Erde-Siedlung in Münster-Mecklenbeck: Wie aus Fremden Freunde wurden,"Die Verfasserinnen beschäftigen sich kurz mit dem ehemaligen Reichsarbeitsdienstlager Mecklenbeck, in dem zunächst Kriegsgefangene, später Ausgebombte und Flüchtlinge untergebracht wurden, und berichten dann über den Bau der Rote-Erde-Siedlung. Sie untersuchen Gründe für die zunächst ablehnende Haltung der bäuerlich-einheimischen Bevölkerung gegenüber den Fremden aus West- und Ostpreußen, Pommern, Schlesien und den Sudeten, die schon bei den Kindern, im Vereinswesen, durch konfessionelle Unterschiede, sprachliche bzw. dialektale Besonderheiten und nicht zuletzt durch die Gleichsetzung der Bewohner der Rote-Erde-Siedlung mit denen des nahegelegenen, noch stärker ausgegrenzten Lagers Mecklenbeck befördert wurde.Die 1951 gegründete Siedlung befand sich zunächst etwas außerhalb von Mecklenbeck, so dass auch durch die räumliche Trennung eine Annäherung an die alteingesessenen Bewohner sehr schwierig war. Durch die Vergrößerung des Stadtteils im Laufe der Zeit, wurde die Siedlung „Rote Erde“ immer mehr Teil Mecklenbecks, so dass ihre Bewohner laut den Verfasserinnen heute gut integriert sind.",4 SAB 941,0,63 S.,1945,1989,22,5,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Mecklenbeck, Rote Erde, Münster"," Anke S., Bettina P.",Marienschule 639,Die Letten in Münster,"In einer 18 Seiten umfassenden Einleitung geben die Verfasser einen – stark lettisch-national geprägten – Überblick über die allgemeine Geschichte Lettlands einschließlich der ersten Emigrationen nach Deutschland (1945) und der größten Auswanderungswelle von Letten nach Deutschland 1949. Sie berichten über die Anfänge des Lettischen Gymnasiums in Detmold und Augustdorf und die Einrichtung der lettischen Schule in Münster im Jahre 1957, Auseinandersetzungen um die Anerkennung des Abiturs am lettischen Gymnasium und dessen Zukunft als bilinguale, lettisch-deutsche Schule. Der Anhang dokumentiert eine entsprechende vertragliche Vereinbarung zwischen der Lettischen Volksgemeinschaft e.V. und dem Kultusminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Aus (nicht dokumentierten oder nachgewiesenen) Interviews schließen die Verfasser, „dass unsere lettischen Bekannten deutsche Kultur gerne annehmen und trotzdem ihre eigene behalten wollen.“",4 SAB 279,0,55 S.,1901,1989,31,5,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Andre K., Feraß A.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 644,Die Marks-Haindorf-Stiftung. Ein jüdisches Lehrerseminar in Münster als Beispiel für die Assimilation der Juden in Westfalen im 19. Jahrhundert,"1825 gründete der Mediziner Alexander Haindorf den „Verein zur Beförderung von Handwerken unter den Juden und zur Begründung einer Schulanstalt, worin arme und verwaiste Kinder unterrichtet und künftige jüdische Schullehrer gebildet werden sollen“. Die Verfasserin stellt ihn und die dahinterstehenden Assimilationsbestrebungen des Gründers als einen Versuch dar, „die Juden aus ihrer Abgeschiedenheit, die durch die jahrhundertelange Ghettoisierung bedingt war, herauszuholen und an die Höhe der sie umgebenden von der Aufklärung bestimmten Kultur heranzuführen.“ Dargestellt werden Aufbau und Ausbau des 1864 nach dem Gründer und seinem Schwiegervater Elias Marks in „Marks-Haindorf-Stiftung“ umbenannten Vereins mit seiner Schwerpunktverlagerung zugunsten von Lehrerausbildung und Elementarschule, die finanzielle Entwicklung, pädagogische und didaktisch-methodische Überlegungen zum Elementarunterricht, den auch viele christliche Kinder besuchten, die Zeit des Direktorats Löb nach 1862 (Haindorfs Schwiegersohn) und die Feier des 75-jährigen Bestehens 1900, durch deren Reden sich überschwängliche Nationalgedanken und Patriotismus ziehen. Ab 1939 wurde das Vereinshaus zur Unterbringung von Juden benutzt, die aus ihren Häusern vertrieben worden waren, es fungierte als Sammelstelle für die Deportation von Juden aus dem Münsterland und ab 1942 als Bürogebäude für die Staatspolizei.",4 SAB 078,1,91 S.,1825,1961,,5,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel",, Barbara E.,Schillergymnasium 814,Französische Emigranten nach der französischen Revolution in Münster,"Ab 1792 flüchteten französische Adelige und Geistliche vor der Revolution auch nach Münster. Aus lokalhistorischer Spezialliteratur geben die Verfasser einen Überblick über die Aufnahme der Geistlichen in und um Münster und illustrieren am Beispiel des Marschalls Viktor Franz de Broglie, dessen Grab 1976 bei Rekonstruktionsarbeiten in der Lamberti-Kirche gefunden und geöffnet wurde, die Aufnahme eines vermutlich hochangesehenen Adeligen mit seinem zehnköpfigen Anhang in der Stadt. Sie gehen detailliert auf das Grab des Marschalls (1719-1804) ein, interpretieren den Text auf seiner Grabplatte und recherchieren seinen Lebenslauf sowie seine Unterbringung und seinen Tod in Münster.",4 SAB 277,0,35 S.,1792,1804,31,5,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur","Lamberti-Kirche, Münster"," Alexandra V., Petra R., Thomas B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 830,Fremde Arbeiter bauen den Dortmund-Ems-Kanal,"In einem Stadtteil von Münster, der von seinen Bewohnern „Herz-Jesu-Viertel“, von vielen Münsteranern aber „Klein-Muffi“ genannt wird, hatte sich von 1892 an eine größere Zahl von Ausländern niedergelassen, hauptsächlich Polen, Holländer und Italiener. Diese Fremdengruppe war ebenso wie die Gruppe der Fremden aus anderen Teilen Deutschlands bis 1899 beim Bau des Dortmund-Ems-Kanals beschäftigt. Die Kanalarbeiter sollten nach Fertigstellung des Kanals wieder in ihre Heimatregionen zurückgehen, viele Ausländer mußten das Reich zwangsweise verlassen. Trotzdem siedelten sich viele von ihnen in einem später eingemeindeten Ort am Hafen an; Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit wirkten jedoch noch lange nach: auch heute noch wird „Klein-Muffi“ als „Messerstecherviertel“ bezeichnet. Der Verf. geht den Spuren dieser Arbeiter nach, was sich anfangs als schwierig erweist, weil in den meisten Quellen die arbeitenden Menschen hinter technische Einzelheiten und Angaben über Kosten bzw. Nutzen des Bauwerks zurückgedrängt werden und außerdem viele Akten „in Sütterlin“ abgefaßt sind. In systematischer Auswertung von Literatur und Archivakten schreibt der Verf. eine Sozialgeschichte des Kanalbaus im engeren Bauabschnitt Münster. Detailliert dargestellt werden Vorgeschichte, Planung, Bauausführung und verkehrstechnisch-ökonomische Bedeutung des Kanals. Einem Überblick über die Gesamtzahl der Arbeiter folgen eine Aufschlüsselung nach einheimischen und fremden Arbeitern aus dem Reich sowie ausländischen Arbeitern, eine Darstellung des Arbeitsalltages in der Bauabteilung Münster und des Arbeiterlebens „nach Feierabend“ (Unterbringung, Verpflegung, seelsorgerische Betreuung). Der Verf. berichtet über das Auftreten von Krankheiten (Cholera, Pocken, Trachom, Krätze) und die medizinische Versorgung, die er als „überdurchschnittlich gut“ bewertet. Besondere Probleme entstanden jedoch vor allem für die ausländischen Arbeiter durch die Arbeitslosigkeit im Winter. Neue Schwierigkeiten tauchten für die mehr als 4000 Arbeiter nach Beendigung der Erdausschachtungen auf: nur einige hundert wurden bei den Kunstbauten weiterbeschäftigt. Einige Dutzend Kanalarbeiter siedelten sich in der Arbeiter-„Colonie Werse-Delstrup“ an: „Ihr persönliches Schicksal vermischte sich später mit der Geschichte des Herz-Jesu-Viertels. So ist es zu erklären, dass heute meist nur noch Anekdoten aus dieser Zeit überliefert sind“; einige davon berichtet der Verf. aus Interviews mit Zeitzeugen (z. B. einem einheimischen Metzgermeister). Auf einem der wenigen Fotos, die Arbeiter zeigen, entdeckt Markus Schmitz den Schachtmeister Ognibendi, über den er zuvor im Staatsarchiv zwei Quellen gefunden hatte, und es gelingt ihm, dessen jüngsten, 82jährigen Sohn ausfindig zu machen, der ihm hilft, die Lebensgeschichte des Vaters zu rekonstruieren, der sich in Münster ansiedelte, verheiratete und später im Range eines Stadtbausekretärs von der Stadtverwaltung eingestellt wurde. Die Arbeit enthält einige Dokumente, Abbildungen und Fotos.",4 SAB 077,1,126 S.,1724,1914,31,5,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Dortmund-Ems-Kanal, Marcus S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 831,"Fremde in unserer Stadt – wir doch nicht, oder doch? – Die Herkunft unserer Familien","In einem klasseninternen Projekt versuchten 26 Schüler*innen mehr über die eigenen verschiedenen Herkunftsgeschichten zu erfahren, weil sie sich nicht vorstellen konnten, dass sie selbst etwas mit „Fremden“ in Münster zu tun haben, da sie dort seit Geburt wohnen. Um diesen Prozess tatsächlich innerhalb der Klasse erfahrbar zu machen, wurden sie von Familienmitgliedern der Schüler*innen im Unterricht besucht, welche über eigene Erfahrungen mit der „Fremde“ berichteten und unter anderem erzählten, wie sie den Weg nach Münster fanden. Die Schüler und Schülerinnen fanden dadurch schnell heraus, dass fast keine Familie in ihrer Klasse ursprünglich aus Münster kommt. Die Erzählungen erstrecken sich von Amerika bis Indien. Zehn Geschichten, die die Schüler*innen besonders interessant fanden, haben sie in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb recht detailliert festgehalten.",4 SAB 278,0,125 S.,1601,1989,31,5,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,, 2.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 847,"Gefangen, gelitten und vergessen. Kriegsgefangene im Einsatz bei der Stadtverwaltung in Münster 1940-1945","Durch den Hinweis eines Mitschülers stößt die Verfasserin auf einen noch nicht verzeichneten Aktenbestand im Stadtreinigungsamt, der inzwischen vom Stadtarchiv übernommen wurde. Hauptsächlich auf dieser Quellengrundlage rekonstruiert die Verfasserin detailliert die Lebensverhältnisse im Lager „Kinderhaus“, das 1940 auf Betreiben des Tiefbauamtes, Abteilung Fuhrpark, für zunächst 100 französische, später für serbische und zunehmend auch sowjetische Kriegsgefangene errichtet wurde, die als Arbeitskräfte vor allem auf den städtischen Rieselfeldern, später auch bei der Müllabfuhr, der Straßenreinigung, der Trümmerräumung, in der Schreinerei des Beschaffungsamtes, beim Heiz- und Maschinenamt und beim Ernährungshilfswerk der N. S. V. eingesetzt wurden. Die Stadtverwaltung stellte auch Privatbetrieben, die ihrerseits für die Stadt tätig waren, Kriegsgefangene zur Verfügung. Die Verfasserin beschreibt den Lagerbau, Arbeitsorte und Transporte dorthin sowie die Lage der Kriegsgefangenen (Ernährung und Verpflegung, Entlohnung, Krankheit, Behandlung durch Wachen und Bevölkerung und Fluchtversuche), wobei sie durchgängig - besonders differenziert bei der Entlohnung - auf die unterschiedliche Lage der östlichen und westlichen Kriegsgefangenen eingeht und Zusammenhänge mit dem allgemeinen Kriegsgefangenen-Einsatz im Reich herstellt.",4 SAB 079,1,39 S.,1940,1945,31,5,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur","Kinderhausviertel, Münster, Rieselfelder", Bettina V.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 892,Heimatlos!? Flüchtlinge und Vertriebene aus der Sendenhorster Ausweich-Oberschule,"Nach der Zerstörung der „Schule am Wasserturm“, der Vorläuferin des heutigen Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums, wurden ab Ende 1944 deren Schüler*innen in einer Ausweichschule 20 km südöstlich von Münster unterrichtet. Vor allem aus vier Interviews mit ehemaligen Schüler*innen und aus Quellenfunden im Schularchiv dokumentiert die Verfasserin umfangreich Fluchterzählungen der Flüchtlings- und Vertriebenenkinder, Berichte über deren Schulalltag an der Ausweichoberschule und Probleme der Integration von Schüler*innen an der Schule und ihrer Familien am Ort. Den Kindern fiel die Integration leichter als den Eltern; das liegt nach Ansicht der Verfasserin sowohl an ihrem Alter und der fehlenden Verwurzelung mit der alten Heimat, als auch daran, dass es in der Ausweichoberschule keine homogenen Einheimischen-Gruppen gab, da die Schülerinnen und Schüler (ihre aus der Raumnot entstandene Koedukation war damals ungewöhnlich, fast „anrüchig“) aus verschiedenen Dörfern der Umgebung kamen und sich vorher noch nicht gekannt hatten; auch der lange Schultag (acht Stunden mit gemeinsamer Schulspeisung) förderte das wechselseitige Vertrautwerden.",4 SAB 211,1,74 S.,1938,1960,31,5,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Sendenhorst, Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, Münster", Andrea V.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1027,Kriegsgefangene in Münster im Ersten Weltkrieg,"Zu Beginn des Ersten Weltkrieges kamen vor allem belgische und französische Kriegsgefangene nach Münster, die zunächst im Lager I („Haus Spital“) und später im Lager II („Rennbahn“) untergebracht wurden. Die ersten Kriegsgefangenen des Lagers III („Infanteriekaserne“) waren Russen. Hauptsächlich aus einer nicht näher bezeichneten Kriegschronik (von Schulte) zitiert und berichtet die Verf. über den Arbeitseinsatz der Kriegsgefangenen in Industrie, Landwirtschaft, bei Handwerkern und in Geschäften, ihre Versorgung, die Behandlung der Gefangenen durch die Wachen, Strafen bei Verstößen und Fluchtversuchen sowie Beziehungen der Gefangenen zur deutschen Zivilbevölkerung und zu deutschen Frauen. Eingestreut sind staatliche Anordnungen und Bekanntmachungen über Kriegsgefangene und ein Bericht des Kriegsministeriums über „Geheimschriften in den Briefen der Kriegsgefangenen“ von 1915. Auf dem Friedhof „Haus Spital“ (im Volksmund „Franzosenfriedhof“ genannt, obwohl die Gebeine der französischen Kriegsgefangenen in ihre Heimat überführt wurden und heute dort hauptsächlich die Gräber von über 800 Russen zu finden sind) steht ein 1915 von einem französischen kriegsgefangenen Steinmetz und Bildhauer entworfenes Ehrenmal. Im Schlußteil der Arbeit dokumentiert Birgit Langenscheid eine Auswahl von ihr kommentierten Fotos aus der umfangreichen Sammlung „Kriegsgefangene in Münster 1914 – 1918“ des Stadtarchivs. Die Arbeit enthält viele der ausgewerteten Quellen und Fotos aus den Beständen des Stadtarchivs Münster.",4 SAB 080,1,100 S.,1914,1918,31,5,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Kriegsgräberstätte Haus Spital, Münster", Birgit L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1505,Zigeuner in und um Senden früher,"„Als wir das Thema festlegten wussten wir noch nicht, dass ´Zigeuner´ eigentlich ein Schimpfwort ist“ sagten die beiden Autorinnen nach dem Beenden des Beitrages zum Geschichtswettbewerb. In Polizeiakten der Gemeinde Senden und des Staatsarchivs Münster sowie in den Erinnerungen älterer Bürger*innen aus Senden, Alt-Münster und der dörflichen Umgebung versuchten die Verf. die Lage von Sinti und Roma innerhalb des Münsterlandes zu rekonstruieren. Schnell merkten die beiden Autorinnen jedoch, dass jene mit so vielen negativen und institutionellen Vorurteilen bzw. Benachteiligungen der hiesigen Einwohner*innen zu kämpfen hatten, dass ein unverzerrtes Bild kaum darstellbar war. Dabei wurden die Anschuldigungen der Münsterländer*innen heftiger, je weniger sie tatsächlich mit Sinti und Roma zu tun hatten. Da sowohl die Erinnerungen weiterer Interviewpartner*innen als auch die Aktenfunde mit der Zeit des Nationalsozialismus abbrechen und auch der Versuch fehlschlägt, Aussagen älterer Roma und Sinti in und um Münster als Korrektiv zu den Meinungen der Einheimischen einzuholen, erzählen die Verfasserinnen die autobiographischen Erinnerungen eines Sinti und Roma-Mädchens nach, das - wie auch andere Familienmitglieder - als „rassisch minderwertig„ ins KZ deportiert wurde. Trotz einer Problematisierung der Begrifflichkeit „Zigeuner*innen“ wird der Ausdruck im Text jedoch immer wieder gleichstehend zum Begriff der „Sinti und Roma“ verwendet. ",keine Angabe,0,36 S.,1900,1945,31,5,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Senden," Dorothee B., Ute K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 34,„Eine lebensnotwendige Frage“ – Der Anschluß Münsters an das Eisenbahnnetz,"Nach einem ausgreifenden Bericht über die Anfänge des Eisenbahnwesens in Westdeutschland und dessen Einbettung in den historischen Kontext behandelt die Verf. die Anfänge der Eisenbahn in Münster und betrachtet deren positive und negative Begleiterscheinungen. Intensiv beschäftigt sich die Verf. mit den Auseinandersetzungen um die Streckenführung und rekonstruiert deren Verlauf. Grundlage dafür bilden bislang unbearbeitete, weitgehend in Sütterlinschrift verfaßte Quellen aus dem Stadtarchiv, die die Verf. transkribiert und ausführlich paraphrasiert. Daneben gewährt sie durch den umfangreichen Abdruck der Quellen dem Leser einen Einblick in die Originalschriften. Ihre Darstellung, die mit der Eröffnung der Münster-Hammer Eisenbahn im Jahr 1848 abschließt, ergänzt die Verf. mit zeitgenössischen Zeitungsartikeln, einigen Karten, die die weitere Entwicklung des westdeutschen Eisenbahnwesens veranschaulichen, und Zeitungsberichten aus den letzten drei Jahrzehnten, die sich mit dem Thema befassen. Eine 38-seitige Kopie einer Denkschrift aus dem Jahr 1836 „Zur Begründung des Projects der Eisenbahn-Anlage zur Verbindung des Rheins mit der Weser“ hat die Verf. ihrer in zwei Bänden eingereichten Darstellung beigefügt.",4 SAB 086,1,220 S.,1800,1848,31,6,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",, Birgit L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 204,„Unsere Zukunft liegt in der Luft!“ – Die Entwicklung der zivilen Luftfahrt auf dem Flugplatz Loddenheide 1909-1933,"Die Verf. untersucht die kurzen Zeitabschnitte, in denen die Loddenheide hauptsächlich für die zivile Luftfahrt genutzt wurde. Das ca. 2,5 km vom Stadtkern entfernte Gelände diente seit Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1906 und dann wieder während des Ersten Weltkrieges als militärischer Übungsplatz, war während der NS-Zeit Militärflugplatz und wurde in der Nachkriegszeit von der britischen Rheinarmee für Soldatenunterkünfte verwendet. Auf der Basis umfangreicher Archivrecherchen und kompetenter Quellenausauswertung zeichnet die Verf. die Anfangsjahre der Fliegerei in Münster nach. Sie berichtet über Einsätze der Fliegerstaffel der Sicherheitspolizei, die 1920 von der Loddenheide aus Einsätze gegen aufständische Revolutionäre im Ruhrgebiet flogen. Ausführlich beschäftigt sich die Autorin mit den vielfältigen Bemühungen der Stadt, Münster einen festen Platz im deutschen Luftverkehr zu verschaffen. Neben Erläuterungen zur Organisation des deutschen und westfälischen Luftverkehrs geht die Verf. auf eigentumsrechtliche Fragen bezüglich des Flughafengeländes sowie wirtschaftliche Probleme ein. Sie ermittelt, dass der Flugplatz Loddenheide zwar auf dem Sektor der Sportfliegerei wirtschaftlich erfolgreich war, im städtisch subventionierten planmäßigen Flugverkehr aber nur Verluste machte. Sie reflektiert das kommunalpolitische Prestigedenken, die Konkurrenz zwischen Flugzeug und Auto sowie die mentalen Wirkungen des Flugerlebnisses für Menschen in der damaligen Zeit. Abschließend berichtet die Autorin über die 1923 gegründete Fliegerschule und die Segelfliegerei auf der Loddenheide.",4 SAB 094,1,151 S.,1909,1933,31,6,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Flugplatz Loddenheide, Bettina V.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 537,Design in voller Fahrt,"Der Verfasser stellt die Entwicklung des Verkehrsmittel-Designs zwischen 1920 und 1975 dar und setzt sie in Relation zur allgemeinen Design-Entwicklung in den Bereichen Architektur, Möbel und Gebrauchsgegenstände. Er unterteilt seine reich bebilderte Dokumentation über Ausstattung und Produktgestaltung der Verkehrsmittel Schiff, Eisenbahn, Fahrrad, Automobil und Flugzeug in Zeitabschnitte 1920 bis 1960 und 1960 bis 1975. Der Verfasser setzt sich mit der Darstellung der Verkehrsmittel in der Werbung auseinander und widmet ein Kapitel dem Thema „Frau, Mode und Verkehrsmittel“. Dabei beschränkt sich der Autor nicht auf deutsche Beispiele, sondern bezieht zahlreiche englische, französische und amerikanische mit ein. Der Verfasser wertet umfangreiche Sekundärliteratur aus und präsentiert darüber hinaus Bestände des Bauhaus-Archivs, so u.a. Abbildungen von Gropius-Entwürfen für Autokarosserien.",4 SAB 083,1,196 S.,1920,1975,31,6,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur",, Stefan G.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 600,Die Geschichte der Hammer Straße früher und heute,"Die zwei Verfasserinnen untersuchen die Geschichte der Hammer Straße in Münster und gehen dabei schwerpunktmäßig auf die Entwicklung bis zum Zweiten Weltkrieg, die Veränderungen durch den Krieg und die Nachkriegszeit ein. Dabei thematisieren sie Aspekte wie die an der Straße ansässigen Geschäfte, besondere Gebäude und die heute nicht mehr vorhandene Straßenbahn. Als für die Hammer Straße besonders prominente Gebäude werden die St. Josephs-Kirche und der Schützenhof ausführlich behandelt. Die St. Josephs-Kirche wurde während des Zweiten Weltkriegs stark beschädigt. Eine große Rolle spielte die Hammer Straße zu dieser Zeit auch aufgrund des dort liegenden Schützenhofbunkers. Auf der Grundlage von Zeitzeug*inneninterviews zeichnen die beiden Schülerinnen nach, wie die Hammer Straße und insbesondere die St. Josephs-Kirche wieder aufgebaut wurden. Die Arbeit enthält viele kopierte Fotos und Negative der Originalbilder.",4 SAB 082,0,57 S.,1876,1991,31,6,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","St. Josefs-Kirche, Münster"," Asja R., Christina E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 673,Die Umgehungsstraße – Die unendliche Geschichte des umstrittensten Verkehrsprojekts Münsters,"Aus der Perspektive geschädigter Anwohner beschreibt der Verfasser akribisch die Planungs- und Baugeschichte der Umgehungsstraße B 51 im Süden Münsters, von der seine Familie seit über 50 Jahren betroffen ist. Detailliert erläutert der Verf. die einzelnen Phasen des Straßenausbaus und die Veränderungen des einst stark ländlich geprägten Geistviertels. Neben den Auswirkungen der Straßenerweiterung auf die Betroffenen verfolgt er chronologisch auf der Basis außerordentlich umfangreicher Recherchen wirtschaftliche, militärische, ökologische und verkehrstechnische Aspekte. Er stellt Interessenkonflikte dar und beschreibt kenntnisreich die Aktivitäten der örtlichen Bürgerprotestbewegung, in der auch sein Vater seit Jahren mitarbeitet. Der Verf. beurteilt die Geschichte der Umgehungsstraße als eine „Geschichte der Planungsfehler“. Verhängnisvoll sei gewesen, Planungen aus den 1930er Jahren, als das Geistviertel noch ländlich geprägt war und die geplante Straße die Bezeichnung „Umgehungsstraße“ tatsächlich noch verdient hätte, im Grunde fast unverändert bis heute weiterzuführen. Das Geistviertel gehört heute mit über 40 000 Bewohnern zu den bevölkerungsreichsten stadtnahen Wohngebieten. Es wird von der verkehrsreichen B 51 zerschnitten, wie der Autor auch mit seiner eindrucksvollen Fotodokumentation belegt. Mit kritischem Blick auf den weiteren Straßenausbau – der seines Erachtens auch wieder mehr Verkehr produzieren wird – fordert der Verf. für die Zukunft nicht nur weitsichtigere Planungen unter größerer Anwohnereinbindung. Um den Verlust an Lebensqualität und die Belastungen durch Abgase und Lärm des aktuell geplanten vierspurigen Ausbaus der B 51 abzumildern, schlägt der Verf. vor, die Trasse – einem Beispiel aus Bochum-Grumme folgend – mit einer begrünten Lärmschutzabdeckung zu versehen. Als Materialgrundlage dienen dem Autor Archivalien aus verschiedenen Archiven Münsters, Dokumente des Straßen- und Landesbauamtes Münster, des Verkehrsclubs sowie Fotos aus Privatbesitz.",4 SAB 092,1,185 S.,1875,1991,290,6,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Geistviertel, Münster", Markus S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 729,Ein Kanal stirbt: Der Max-Clemens-Kanal – von der Wasserstraße zum Bodendenkmal,"Auf Grundlage zahlreicher Archivalien und alter Sekundärliteratur rekonstruieren die Verf. die Geschichte des Max-Clemens-Kanals, einer Anfang des 18. Jahrhunderts geplanten Wasserverbindung von Münster über die Vechte nach Zwolle in der Niederlanden. Sie stellen Bau und Funktion des 1731 in Betrieb genommenen Kanals dar, der entgegen der ursprünglichen Absicht nur bis Wettringen führte. Nach einer Kanalchronologie im ersten Teil ihres Beitrags untersuchen die Verf. das Verhältnis der Anlieger zur Wasserstraße. Sie arbeiten Ursachen und Hintergründe für die Einstellung des Schiffsverkehrs ab 1840 heraus und verweisen in diesem Zusammenhang auf Bau- und Planungsfehler. Abschließend dokumentieren die Verf. Bestrebungen, die Überreste des Max-Clemens-Kanals zum Bodendenkmal zu erklären. In dem Beitrag befindet sich auch einige Quellen aus verschiedenen Archiven Münsters sowie dem Stadtarchiv Emsdetten.",4 SAB 098,0,80 S.,1723,1991,232,6,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel",Max-Clemens-Kanal," Marc B., Sabine F., Stefan E.",Gymnasium Martinum Emsdetten 1028,Kriegsnomaden: Die Flucht meiner Familie und manchen Anderen aus Lettland im Zweiten Weltkrieg,"Die Flucht ihrer Familie aus Lettland zum Thema ihres Wettbewerbsbeitrags zu machen, begründet die Verfasserin mit dem Hinweis, dass Millionen Menschen während des Krieges zur Mobilität gezwungen wurden. Auf der Grundlage einer schriftlichen Befragung ihrer Großmutter und zweier Interviews mit in Münster lebenden Letten („Ich hatte vorher noch nie so ausführlich mit älteren Menschen aus Lettland gesprochen“) beschreibt die Verfasserin nicht nur die Fluchtabläufe, sondern arbeitet aus ihrem Material auch alle Hinweise auf Verkehrsmittel bei der Flucht (Pferdewagen, Lastwagen, Schiff) sowie Fluchtwege und deren Zustand heraus. Nach diesem systematischen, nach Fragen strukturieren Teil folgt eine Paraphrase der Interviews und der großmütterlichen Briefe.",4 SAB 093,1,26 S.,1939,1945,31,6,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,, Brencis S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1116,Münster – Eine Stadt im Umbruch. Straßen und Verkehr in Wilhelminischer Zeit,"In ihrer sehr sicher mit einem umfangreichen wissenschaftlichen Anmerkungsapparat operierenden Arbeit durchleuchtet die Verf. Aus- und Umbau des münsteraner Straßennetzes und die Folgen des Verkehrszuwachses für das Alltagsleben. Neben Quellen des Stadtarchivs Münster werten die Verf. zahlreiche lokalgeschichtliche Veröffentlichungen sowie Materialien der Tiefbau- und Vermessungsämter aus. Die Erinnerungen einer 1902 geborenen Zeitzeugin werden ergänzend eingeflochten. In einem Kapitel mit dem Titel „Der Stoff, aus dem die Straßen sind“ informiert die Verf. über die verschiedenen Pflasterungsarten und die im münsteraner Straßenbau verwendeten Materialien. Intensiv beschäftigt sich die Verf. mit dem Zustand der Altstadtstraßen und den Problemen, die bei der Kanalisierung der Altstadt auftraten. Anschaulich werden die Folgen des Kaiserbesuchs 1907 beschrieben. Von den ursprünglichen Plänen abweichend wurden für den Besuch zahlreiche Straßen unter hohem finanziellen Aufwand neugepflastert. Mehrere historische Stadtpläne sind der Arbeit beigefügt. Zudem enthält die Arbeit viele weitere Archivquellen und Abbildungen.",4 SAB 096,1,120 S.,1848,1914,118,6,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Altstadt, Münster", Gunda W.,Schillergymnasium 1129,Münsters Tankstellen in Wandel der Zeit,"Aus Beständen des Stadtarchivs Münster sowie Firmenpublikationen rekonstruieren die Verf. Ausschnitte einer lokalen Tankstellengeschichte. Sie stellen die Schwierigkeiten der OLEX-Petroleum-Gesellschaft dar, die erste Konzession für eine Tankstelle auf städtischem Gelände zu erhalten. Der 1923 gestellte Antrag wurde wegen der befürchteten Verschandelung des Stadtbildes nicht genehmigt. Die Verf. verfolgen - nach Einblicken in die zunächst zögerliche Haltung der Stadtverwaltung mit ihrer widersprüchlichen Bewilligungspolitik bzw. zahlreichen Genehmigungsauflagen - die Errichtung diverser Tankstellen in Münster ab 1925/26. Sie ermitteln die älteste noch existierende Tankstelle der Stadt, die Westfalen-Tankstelle an der Bahnhofstraße. Beispielhaft rekonstruieren sie - z. T. durch Zeitzeugenbefragungen - die Geschichte einiger weiterer Mineralölanbieter. Mit Hinweisen (im Anhang) zur Entwicklung einiger Mineralölgesellschaften schließen sie ihren Beitrag ab. Der Beitrag enthält eine Vielzahl von Fotos.",4 SAB 097,0,89 S.,1923,1947,250,6,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Stefan B., Tanja B., Yvonne B.",Ratsgymnasium 1228,Reisen früher und heute: Am Beispiel unserer Familien,"Angeregt durch alte Familienfotos kommen die Verfasserinnen auf die Idee, die Reiseerfahrungen aus drei Generationen miteinander zu vergleichen. Sie interviewen ihre Großeltern und Eltern zum Thema und illustrieren die zusammenfassenden Texte mit alten Familienfotos, die Reiseszenen dokumentieren. Durchaus überrascht stellen die beiden Mädchen fest, dass Ferienreisen – auch ins Ausland –, die für sie zur Normalität gehören, für die zwei Generationen vor ihnen nicht möglich waren. Historische Postkarten und Privatfotos, die die Verfasserinnen als Repros ihrer Darstellung beifügen, zeigen Pferdekutschen, Reise- und Armeebusse sowie stolze Präsentationen der ersten Autos in den jeweiligen Familien.",4 SAB 090,0,30 S.,1915,1991,31,6,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Christiane R., Diana T.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1238,"Rund um den Hauptbahnhof Münster, von seiner Gründung bis zum 2. Weltkrieg. Mit Ausblick auf die Gegenwart","Der Schüler zeichnet im Darstellungsteil kurz die Geschichte des Hauptbahnhofs in Münster nach, von seiner Eröffnung 1848 über den ersten Umbau in den 1890er Jahren und die Beschädigungen während des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart. Er behandelt auch den Bau der Bahnstrecke zwischen Hamm und Münster als auslösenden Faktor für den Bahnhofsbau. Ein Zeitzeugeninterview mit der Wirtin des „Hemfelder Hofes“ in Beelen, eines Hotels mit einer Zustiegsmöglichkeit auf der Strecke zwischen Clarholz und Münster, die 1914 eröffnet wurde, schließt sich an. Ergänzt wird der knappe Darstellungsteil durch sehr umfangreiches Dokumentationsmaterial, welches eine Vielzahl historischer und aktueller Fotos sowie kopierter Archivquellen des Stadtarchivs Münster und des Archivs der Bundesbahndirektion Essen enthält.",4 SAB 084,1,125 S.,1848,1991,,6,Textbeitrag,"Archivalien, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Hauptbahnhof, Münster", David G.,Schillergymnasium 1388,Vom Bauerndorf zur Schlafstadt. Die Entwicklung der Mobilität in Senden seit der Jahrhundertwende,"Die Verf., die selbst jeden Tag zwischen Senden und ihrem Schulort Münster pendeln, untersuchen die Wechselwirkungen zwischen dem Wandel des Ortes Senden, der Mobilität und dem Ausbau der Verkehrswege. In zwei parallel aufgebauten Kapiteln verfolgen sie die Entwicklung vom 19. Jahrhundert bis 1945 und seit den 1950er Jahren bis heute. Dabei gehen sie auf Einwohnerzahlen, Wohn- und Arbeitsverhältnisse, Freizeitverhalten sowie Mobilitätsanlässe ein. Sie beschreiben die örtlichen und außerörtlichen Verkehrswege: Chausseen, Land- und Bundesstraßen und den Dortmund-Ems-Kanal. Sie rekonstruieren die öffentlichen Verkehrsverbindungen und gehen in beiden Kapiteln auf die Sozialstruktur und das Verhältnis von Arbeitsplatz und Wohnort ein. Die (straßen-)baulichen Veränderungen werden mit zahlreichen Gegenüberstellung von historischen und aktuellen Fotos dokumentiert. Die Verf. stellen fest, dass durch den starken Bevölkerungszuwachs seit den 1950er Jahren das ehemalige abgeschiedene Bauerndorf grundsätzlich seinen Charakter verändert hat. Der Ort ist heute durch Menschen geprägt, die in Münster arbeiten und nur noch sehr begrenzte Zeit in ihrem Wohnort Senden verbringen. Auf den gestiegenen Mobilitätswunsch und -zwang reagiere der öffentliche Personennahverkehr im ländlichen Raum nicht zufriedenstellend. Die Verf. geben zu bedenken, dass zwar die lukrativen Hauptverbindungen ausgebaut, die Nebenstrecken aber erst vernachlässigt und dann aufgrund ausbleibender Fahrgäste stillgelegt würden. Der Beitrag enthält eine Vielzahl von historischen und aktuellen Fotos.",4 SAB 095,0,83 S.,1801,1991,31,6,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Senden," Michaela V., Torsten G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1392,Vom Feldweg zum Zubringer. Die Geschichte der Sentruper Straße,"Die Verf. beschreiben die Geschichte der Sentruper Straße, die heute vom Kardinal-von-Galen-Ring bis zum Dingbängerweg verläuft. Sie berichten über die zunehmende Urbanisierung ihres Wohnviertes Sentruper Höhe, dessen Entwicklung und Veränderungen sie seit Ende des letzten Jahrhunderts nachzeichnen. Zu ihrer Bestandsaufnahme gehört auch eine kleine archäologische Grabung, mit der sie den Wegbelag der jahrhundertealten, heute durch den Zoo unterbrochenen Verbindung zwischen Haus Kump und Stadtzentrum untersuchen. Grabungsfunde wie Fliesenscherben aus einer Wegbelagsschicht mit Trümmerschutt präsentieren die Verf. in ihrer Arbeit. Die Autoren rekonstruieren – vornehmlich auf der Basis ihrer Informationen aus Interviews mit älteren Anwohnern – die Besiedlung der Sentruper Höhe in der Nachkriegszeit. Dramatisch veränderte sich die Situation für die einst ruhige Wohngegend mit Einzelhäusern und Wohnblocks für Kriegsversehrte und kinderreiche Familien, als seit Beginn der 1970er Jahre unmittelbar an der Sentruper Straße der neue Allwetterzoo gebaut wurde. Aus der Sicht der Betroffenen referieren die Verf. die Folgen des Ausbaus der Sentruper Straße als Hauptzufahrtsweg zum Zoo. Sie beschreiben die Aktivitäten mehrerer Bürgerinitiativen, die sich seit der Standortentscheidung für eine Verkehrsberuhigung bzw. -umleitung einsetzen. Der Beitrag enthält sehr viele Originalfotos.",4 SAB 081,0,63 S.,1876,1991,31,6,Textbeitrag,"Archivalien, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Sentruper Str., Zoo, Münster"," Alexander A., Jan L., Jörg C.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1398,Vom Nutztier zum Freizeitpartner. Das Pferd auf Bauernhöfen im Münsterland früher und heute,"Die Verfasser, die als große „Pferdefans“ das Pferd bislang nur als Freizeitpartner kennengelernt haben, untersuchen den früheren Einsatz dieses Nutztieres in der immer noch ländlich geprägten Umgebung von Senden. In ihren Gesprächen mit neun Zeitzeugen sammeln sie Informationen über Wegebeschaffenheiten, den Einsatz von Pferden bei Kutsch- und Rettungsfahrten sowie deren Beförderungsleistungen. Detailliert beschreiben die Verfasser die Milchtransporte in Bösensell und Senden, die sie auch durch die beigefügten Karten veranschaulichen. Daneben stellen die Verfasser unterschiedliche Wagentypen sowie landwirtschaftliches Gerät vor, das von Pferden gezogen wurde. Den Einsatz von Pferden bei der Feldarbeit illustrieren die Verfasser mit einigen historischen Fotos. An ihre historischen Betrachtungen schließen die Verfasser Kapitel an, die die Arbeit auf dem Bauernhof heute sowie die Nutzung von Pferden schildern.",4 SAB 087,0,49 S.,1900,1991,31,6,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Bösensell," Katja P., Mareike H., Ralph K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1416,Von der Lindenalle zur Hauptverkehrsstraße: Die Geschichte der Mecklenbecker Straße in Münster,"Mit Hilfe zahlreicher Karten und Fotos zeigen die Verfasser die Veränderungen der Mecklenbecker Straße seit dem letzten Jahrhundert bis heute. Der mit Linden gesäumte Sandweg zum Vorort Mecklenbeck – einst ein beliebtes Ausflugsziel – wandelte sich zu einer vielbefahrenen Straße, die die Schüler täglich nutzen. Neben den Karten, die den Ausbau der Straße veranschaulichen, dokumentieren die Verfasser mit beigefügten Adreßbuchauszügen die vornehmlich landwirtschaftlichen Arbeiten und gastronomischen Tätigkeiten der Anwohner. Fotos aus den Jahren 1962 bis 1992 veranschaulichen darüber hinaus Schneekatastrophen und Überschwemmungen auf der Mecklenbecker Straße. Neben Interviews dienten den Verfassern auch Materialien aus dem Stadtarchiv als Informationsgrundlage.",4 SAB 091,0,32 S.,1895,1991,31,6,Textbeitrag,"Archivalien, Zeitzeug*inneninterviews",Mecklenbecker Str.," Dennis G., Sebastian S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1417,Von der Pferderennbahn zum Wohngebiet: Die Geschichte der Drachterstraße in Münster,"Die Verfasser untersuchen die Entwicklung ihres Wohngebiets, speziell der Drachterstraße, die bis 1970 den Namen „Alte Reitbahn“ trug. Mit Hilfe von alten Stadtplänen, Adreßbüchern und Interviews finden die Verfasser heraus, dass die Straße vor der Jahrhundertwende zum Gelände einer Pferderennbahn gehörte, im Ersten Weltkrieg dort ein Gefangenenlager eingerichtet worden war und ab Ende der 1930er Jahre dort die ersten Siedlungshäuser gebaut wurden. Vor allem durch zahlreiche Bildgegenüberstellungen vermitteln die Verfasser die umfassenden Veränderungen in ihrem Wohngebiet seit 1945. Sie zeigen die zunehmende Bebauungsdichte des heutigen Neubaugebietes mit zahlreichen Hochhäusern sowie den Straßenzustand. U.a. bringen die Verfasser zum Ausdruck, dass die Drachterstraße von den Kindern früher als Spielstraße genutzt werden konnte, und Kornfelder sowie eine Sandgrube in der unmittelbaren Umgebung die Gegend zum „richtigen Spielparadies“ machten. Der Beitrag enthält Originalfotos.",4 SAB 088,0,33 S.,1815,1991,31,6,Textbeitrag,"Archivalien, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Drachterstraße," Britta S., Miriam M., Susann K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1427,Von Warendorf bis Istanbul. Ein Zimmermann auf großer Walz,"Die Verfasserin gibt in eigenen Worten den 1934 für die Familie geschriebenen Reisebericht ihres Ur-Urgroßonkels Josef Wörmann wieder, der in den 1880er Jahren als Zimmermann auf Wanderschaft gegangen war. Die Verfasserin ermöglicht Einblicke in den Arbeitsalltag eines Zimmerers und seine Reisen, die er quer durch Deutschland, nach Österreich, Italien und über den Balkan bis nach Konstantinopel übernahm. Nach seiner sechsjährigen Wanderschaft wurde Wörmann in Münster ein gefragter Spezialist und u.a. beauftragt, den Bau des Lambertiturms zu unterstützen. Die Verfasserin zeigt einige Fotos vom Lambertiturm mit dem in Stein gemeißelten Wörmann sowie weitere private Aufnahmen, die Lebensstationen des Zimmermanns dokumentieren. Inwieweit der Bericht ihres Ur-Urgroßonkels typisch ist, versucht die Schülerin durch die Lektüre von Sekundärliteratur ein Interview mit dem Zimmermeister Eduard Geringhoff herauszufinden. Sie kommt zu dem Schluß, dass ihr Vorfahr sich zwar nicht sklavisch an die Zunftregeln hielt, da er z.B. auch Fahrzeuge bei seinen Reisen benutzte, jedoch im großen und ganzen sein Bericht typisch für das Leben eines Zimmergesellen auf Wanderschaft gewesen sei.",4 SAB 089,1,41 S.,1859,1934,31,6,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Lamberti-Kirche, Münster", Anna M.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1,"„… bereit, zu leiden und zu sterben…“? Krieger denk-mal (nach)!","Bei der Arbeit handelt es sich um eine reich dokumentierte Kriegerdenkmalsinventarisation der Stadt Münster. An den Anfang ihrer Untersuchung stellen die Schüler einen detaillierten Fragenkatalog, der auf das jeweilige Denkmal angewendet wird. Die elf (in einem Stadtplan markierten und fotografisch dokumentierten) Denkmäler sind: das französische Kriegerdenkmal, das Ehrenmal am Mauritztor, ein Friedensdenkmal, ein stehender Soldat, das Train-Denkmal, das „Dreizehner“-Denkmal, das Kürassierdenkmal, das Gievenbecker Ehrenmal, das Handorfer Ehrenmal, der Waldfriedhof Lauheide und der Zentralfriedhof. Mit der arbeitsteiligen Untersuchung dieser Objekte stellen die Verf. den Wandel der Erinnerungsästhetik vom Kaiserreich bis nach dem Zweiten Weltkrieg dar. Die Arbeit wird durch eine Vielzahl von Fotos und Archivalien dokumentiert, die zum Teil transkribiert wurden. ",4 SAB 116,0,173 S.,1870,1979,226,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel","Gievenbeck, Train-Denkmal, Zentralfriedhof, Münster"," Anke B., Cornelia D., Natascha C.",Friedensschule 5,„Adam und Eva“-Denkmal in Sassenberg,"Die Autorin der Arbeit verfolgt hauptsächlich auf der Grundlage von Archivalien aus dem Kreisarchiv Warendorf, darunter hauptsächlich gedruckter Quellen des 19. Jahrhunderts zur Armenpflege, sowie Interviews mit Zeitzeugen, der Tagespresse und von Heimatliteratur, die Querelen um die Aufstellung und die Finanzierung eines Denkmals in Sassenberg. Die Plastik erinnert an einer „Landstreicherpaar“, an dessen Biographie die Schülerin auch die Wirklichkeit der Armenpflege im preußischen Westfalen zwischen 1890 und 1930 vorstellt. Sie skizziert dabei den Lebensalltag der beiden Menschen, die sich als „Originale“ durch ihr Leben schlugen und 1990 zu denkmalwürdigen Gestalten bestimmt wurden. Die Schilderung von Einzelheiten der Auseinandersetzung um die Aufstellung der Doppelskulptur nimmt im zweiten Teil der Untersuchung einen breiten Raum ein. Dabei geht es vor allem um die Vorwürfe des Heimatvereins, an der Planung des Denkmals nicht beteiligt worden zu sein. Für die Autorin hat die „westfälische Geschichtsklitterung“ dafür gesorgt, dass mit den bronzenen Figuren leidglich Originalität und lustige Wanderschaft, nicht aber Armut, Not und Ausgrenzung verbunden werden. Ihr Fazit: „In Sassenberg scheint die Aussage des Kunstwerks einen Teil ihrer Adressaten nicht erreicht zu haben.",4 SAB 214,1,45 S.,1804,1991,235,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Sassenberg, Kerstin W.,Gymnasium St. Mauritz 17,„Dat Raude Krüz“ . Mahnmal am Ortseingang Handorf/Ortsteil Münster,"In Form eines Portfolios dokumentieren die Grundschülerinnen und Grundschüler ihren Forschungsprozess zu der Geschichte des großen Holzkreuzes in Handorf, das „Raude Krüz“ genannt. Die am Kreuz angebrachte Gedenktafel erklärt, dass an dieser Stelle eine schreckliche Bluttat geschehen sei, was die Klasse zu der Frage bewegt, warum man ausgerechnet an einem solchen Ort ein Holzkreuz aufstellt. Neben einer Besichtigung des Kreuzes, besuchen die Schülerinnen und Schüler die Denkmalbehörde in Münster, werten alte Flurkarten aus, führen eine Umfrage auf dem Wochenmarkt durch und befragen Familienmitglieder sowie ältere Anwohner Handorfs. Sie finden heraus, dass das Holzkreuz wohl aufgestellt wurde, um an dem Schauplatz eines Mordes „böse Geister“ zu vertreiben. Das handschriftliche Portfolio enthält eine Vielzahl von Fotos, die während des Arbeitsprozesses entstanden sind. ",4 SAB 112,0,50 S.,1848,1993,,7,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Handorf, Münster", K.,Kardinal-von-Galen-Schule 72,„Ochs und Pferd“ – und das in der Stadt?,"In ihrer Arbeit beschäftigen sich die Schülerinnen mit den Bronzeskulpturen des Künstlers Karl Hans Bernewitz, die sich auf Ludgeriplatz befinden. Diese stellen eine Magd mit einem Ochsen und einen Bauern mit einem Pferd dar und wurden im Jahre 1912 aufgestellt. Nach einer Umplatzierung vor das Stadthaus II an der Hafenstraße, wurden die zwei Plastiken 1987 im Zuge der Skulpturenausstellung – durch den Künstler Rémy Zaugg angeregt – wieder an ihren ursprünglichen Standort am Ludgeriplatz zurückgebracht. Die Schülerinnen setzen sich mit der Diskussion um die verschiedenen Standorte des Denkmals auseinander, die 1987 insbesondere aufgrund der Tatsache entbrannte, dass der Künstler Zaugg für seinen Vorschlag zur Umplatzierung eine große Summe verlangte. Die Arbeit enthält zudem viele Materialien zu den Bronzeobjekten und ihrer Rolle während der Skulpturprojekte.",4 SAB 129,0,47 S.,1905,1987,346,7,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel",Ludgeriplatz," Dorothee P., Sandra W., Silke L.",Marienschule 221,"„Wir mahnen die Welt“: Warum, wozu…?","Der Untersuchungsgegenstand der Arbeit ist ein Kriegerdenkmal, bei dem sich die beiden Autoren vor allem auf die Einweihungsfeierlichkeiten im Jahre 1960 konzentrieren. Die wichtigsten Reden werden im Wortlaut wiedergegeben. Eine Stegreifbefragung erhellt die heutige Wirkung des Mahnmals, die von den Schülern der historischen Rezeption gegenübergestellt wird. Die Materialien stammen im Wesentlichen von der lokalen Kameradschaft ehemaliger Soldaten. In ihrer Darstellung beschränken sich die Verfasser auf kurze Kommentare, denen jeweils längere Quellenfaksimiles nachgestellt werden. Am Schluß wird das Mahnmal durch aktuelle Fotos dokumentiert. Das im Stadtteil Roxel befindliche Mahnmal wurde von der „Kameradschaft ehemaliger Soldaten“ angeregt und soll an die Soldaten erinnern, die in den beiden Weltkriegen gestorben sind. Der in Form eines Kreuzes gestaltete Stein war bei seiner Einweihung durchaus umstritten bei den Einwohnern Roxels, da er als „hässlicher Betonklotz“ empfunden wurde.",4 SAB 217,0,80 S.,1960,1993,31,7,Textbeitrag,"Archivalien, Audiodokumente, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Roxel," Boris B., Till H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 276,Annette-von-Droste-Hülshoff-Denkmal,"In ihrer Arbeit plädieren die Verfasserinnen für die Erhaltung des Denkmals, denn die „weltbekannte westfälische Dichterin“ dürfe nicht in Vergessenheit geraten. Dazu wird das Denkmal fotografiert, Standort und Aussehen beschrieben, sowie eine Biographie der Dichterin präsentiert. Nach dem Studium von Leserbriefen und Lokalpresse, wo der „unwürdige Zustand“ der Büste kritisiert wird, starten die Autorinnen eine kleine Umfrage, die den recht unterschiedlichen Bekanntheitsgrad der Plastik dokumentiert. Abschließend wiesen die Schülerinnen auf verschiedene Vorkommen des Namens und des Bildes der Dichterin hin.",4 SAB 127,0,21 S.,1896,1993,346,7,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel",," Vanessa K., Vi H.",Marienschule 361,Das Altum-Denkmal,"Das Altum-Denkmal ist dem Zoologen Professor Bernard Altum gewidmet (1824-1900). Die Schülerin beschreibt knapp den Lebenslauf Altums, der zunächst Theologie studierte und die Priesterweihe erhielt. Nach seinem Studium der Zoologie und Botanik wurde er Privatdozent für diese Bereiche in Münster und verfasste das berühmte Buch „Der Vogel und sein Leben“. Altum wurde bereits vor dem Zweiten Weltkrieg ein Denkmal gewidmet, welches aus einer Büste von ihm als Mann und einer Bronzefigur von ihm als Kind bestand. Nach der Zerstörung dieses Denkmals im Krieg wurde an der Promenade Münsters ein neues Denkmal aufgestellt, welches eine Eule darstellt.",4 SAB 224,1,6 S.,1824,1993,,7,Textbeitrag,Fachliteratur,, Livia Z.,Pascal-Gymnasium 379,Das Freiheitsdenkmal in Riga,"Da eine der beiden Verfasserinnen aus Lettland stammt, befasst sich ihr Beitrag mit dem Freiheits-Denkmal in Riga und enthält zunächst eine ausführliche Beschreibung der verschiedenen Elemente des Denkmals. Dann gehen die Schülerinnen auf die Entstehung des Denkmals ein, das ab 1931 errichtet wurde, nachdem zuvor mehrere Wettbewerbe um die Gestaltung ausgeschrieben worden waren. Das von Karlis Zale entworfene Denkmal soll an den Kampf Lettlands um die 1918 erlangte Unabhängigkeit erinnern. Im November 1935 konnte das Freiheits-Denkmal mit großen Feierlichkeiten eingeweiht werden, die die Schülerinnen in ihrer Arbeit ausführlich beschreiben. In einem weiteren Kapitel diskutieren sie den öffentlichen Umgang mit dem Denkmal nach seiner Einweihung, das von verschiedenen Seiten für eigene Deutungen eingenommen wurde. Dabei gehen sie auch ausführlich auf die weitere Geschichte Lettlands, die russische Besatzung und deren Ende ein.",4 SAB 225,0,36 S.,1918,1993,,7,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel",," Asja R., Karen B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 380,Das Freiherr-von-Ketteler-Denkmal in Münster. Hintergründe – Entstehung – Wirkungen,"In ihrer Arbeit verknüpfen die Autorinnen internationale und lokale Ereignisse im Spiegel eines Denkmals miteinander: Ein Gedenkstein im Schloßgarten von Münster erinnert an Clemens von Ketteler, den aus der Stadt stammenden deutschen Gesandten in China, der während des Boxeraufstandes 1900 in Peking ermordet wurde. Für die Verf. bildet die Darstellung der Ereignisse um den Tod Kettelers nicht nur den Hintergrund für das Verständnis des Denkmals. Dessen Errichtung mitsamt seinen finanziellen und kolonialistischen Aspekten (u.a. Spendenaufrufe in allen deutschen Kolonien) ist für sie selber eine Parallele zur imperialistischen Politik des deutschen Reiches. Nach der historischen Einordnung der imperialistischen Politik im Hinblick auf China und der Biographie Kettelers skizzieren die Schülerinnen die Ereignisse in Peking im Frühjahr und Sommer 1900 und die Wirkung des Mordes auf lokaler Ebene. Ausführlich wird die Entstehung des (im Foto dokumentierten) Ketteler-Denkmals in Münster und eines Pendants in China beschrieben. Hinzu stellen die Schülerinnen eine spezielle Erörterung über die zeitgenössische Ikonographie solcher Denkmäler (bis hin zu einer Michaelis-Ikonographie) sowie eine allgemeine Denkmaldiskussion. Als wichtiges, auf die Gegenwart übertragbares Rechercheergebnis fassen die Autorinnen abschließend zusammen, dass ihnen klar wurde, wie schnell Vorurteile gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen entstehen können, was schnell zur Diskriminierung anderer Völker führen könne.",4 SAB 213,0,124 S.,1853,1903,,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",," Birgit L., Viktoria von S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 393,"Das Kriegerdenkmal im Schloßgarten zu Münster. Aussehen des Denkmals, sowie die Geschichte der Truppen, von denen es erzählt","Der Schüler untersucht das Kriegerdenkmal „Der stehende Soldat“ im Schlossgarten von Münster. Dieses wurde im Mai 1922 zu Ehren des Königlich-Preußischen Feldartillerie-Regiments Nr. 22 eingeweiht. Entworfen hat es der Bildhauer Alexander Frerichmann. Neben einer durchgeführten Ortsbegehung und damit verbundenen detaillierten Schilderung der Elemente des Denkmals, listet der Schüler die Schlachten des Feldartillerie-Regiments während des Ersten Weltkriegs auf.",4 SAB 113,1,14 S.,1914,1922,,7,Textbeitrag,Fachliteratur,Schlossgarten Münster, Max Theodor K.,Keine Angabe 407,Das Pestkreuz im Dom zu Münster – ein altes und modernes Denkmal,"In ihrem knappen Beitrag behandeln die Schüler das Pestkreuz im Münsterschen St. Paulus Dom. Nach einigen Sätzen zur historischen Bedeutung der Pest als Seuche insbesondere im Mittelalter, gehen die Schüler auf die Herkunft des Pestkreuzes ein. Dieses stammt aus dem 14. Jahrhundert, ist aus Holz gefertigt und mit einem gekreuzigten Christus bestückt. Die Schüler beschreiben die Elemente des Pestkreuzes im Detail, bevor sie auf seine Bedeutung eingehen. So sollte das Kreuz für das 1200-jährige Jubiläum der Stadt Münster im Jahre 1993 bei einer „Kreuztracht“ benutzt werden und auch für große Prozessionen verwandt werden. Damit ist es laut der Verfasser zum Symbol des Friedens unter den christlichen Gemeinschaften in der Stadt geworden, da es zwischen Gemeinden verschiedenster Glaubensrichtungen weitergereicht wird.",4 SAB 221,0,8 S.,1301,1993,289,7,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","St.-Paulus-Dom, Münster"," Daniel W., Martin B.",Ratsgymnasium 424,Das Trümmerlok-Denkmal auf dem Spielplatz. Ein Beitrag zur Geschichte der Trümmerbahn in Münster,"In der durch einige Fotos bebilderten Arbeit schildert der Verfasser die Geschichte einer „Trümmerlokomotive“, die als Klettergerät und Aushängeschild auf einem Spielplatz dient. Zwar hat die Stadt eine erklärende Tafel zur früheren Verwendung in der Nähe der Lok aufgestellt, diese befindet sich jedoch in desolatem Zustand. Im März 1946 begann man Schienen in der Stadt zu legen, um Trümmer effizienter aus der Stadt zu befördern. Dieser Vorgang sowie der genaue Verlauf der Schienen, auf denen die Bahn fuhr, werden in der Arbeit detailliert beschrieben.",4 SAB 121,1,22 S.,1946,1952,,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Rolf S.,Pascal-Gymnasium 427,Das Wasserwerk Hohe Ward in Hiltrup,"Die Schülerinnen untersuchen regionale Wassertürme und das Pumpwerk Hohe Ward als regionale Baudenkmäler. Sie zeichnen deren Entstehung nach, illustrieren sie durch historische Bauzeichnungen und beleuchten deren Nutzung in der Gegenwart. Anschließend widmen sie sich der Wasser- und Abwasserproblematik Münsters von der Jahrhundertwende bis heute und stellen dabei auch die Rieselfelder nördlich der Stadt vor. Bis zur Eröffnung des ersten städtischen Wasserwerks, welches 1880 durch den Umbau des Buddenturms zum Wasserspeicher eingerichtet wurde, deckten etwa 200 Brunnen den Wasserbedarf im Stadtgebiet. Durch den rasant steigenden Wasserbedarf mussten schnell weitere Möglichkeiten der Versorgung geschaffen werden, so dass neue Pumpwerke in Betrieb genommen wurden, wie die Anlage in der Hohen Ward im Jahre 1903. Das Abwasser wurde zunächst in die Rieselfelder geleitet, die heute ein Vogelschutzreservat sind. Anhand historischer Dokumente zur Wasserversorgung, Statistiken zum Wasserverbrauch und historischer Ansichten der Wassertürme und Pumpwerke illustrieren die Schülerinnen ihre Arbeit.",4 SAB 226,0,67 S.,1880,1993,227,7,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur","Hiltrup, Rieselfelder"," Maren D., Tanja L.",Johannes-Gutenberg-Realschule Hiltrup 434,Denkmal oder Litfaßsäule,"Die Schülerinnen beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit den „Giant Pool Balls“ des Künstlers Claes Oldenbourg, die im Zuge der Skulpturenausstellung 1977 in Münster aufgestellt wurden. Die am Aasee liegenden, von den Einwohnern Münsters „Aaseekugeln“ genannten Objekte stellen Billardkugeln dar, von denen ursprünglich 16 in der gesamten Stadt verteilt werden sollten, um ein komplettes Billardspiel zu ergeben. Die weißen Kugeln werden immer wieder mit Graffitis besprüht oder beklebt. Die Verfasserinnen führen auch eine Umfrage in Münster durch und stellen fest, dass den meisten Befragten die Kugeln bekannt sind, jedoch kaum jemand etwas über ihren Hintergrund weiß. Sie fordern daher, dass ein erklärendes Schild in der Nähe der Objekte aufgestellt wird. Die Arbeit enthält einige Fotos und Materialien zu dem Kunstprojekt.",4 SAB 122,0,36 S.,1977,1993,,7,Textbeitrag,"Fachliteratur, Umfragen",," Eva V., Nadine B.",Marienschule 435,Denkmäler im Krieg: Denkmäler des Ersten Weltkriegs auf Haus Spital bei Münster,"Zwei Kriegsmahnmale stehen im Blickpunkt der Autorinnen: ein („Russen“)-Friedhof, auf dem Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs begraben wurden, und ein deutsches („Gegen“)-Denkmal aus dem Jahre 1915. Nach eigenen Angaben war die Zeitzeugenbefragung Schwerpunkt ihrer Recherchen, die jedoch durch umfangreiche Quellenanalyse in vier Archiven und Behörden ergänzt wurden. Ihr besonders quellenkritisches Herangehen an die Spurensuche unterstreichen die Autorinnen durch das Anschreiben an Botschaften, bzw. ausländische Behörden und Experten, wodurch sie genauere Informationen erhalten wollen. Die Untersuchungsobjekte werden ausführlich durch zeitgenössische und aktuelle Fotos dokumentiert. Die komplexe Sicht auf die Denkmalssituation in dem von den Schülerinnen untersuchten Gelände erbrachte auch neue, bisher von der Denkmalspflege übersehene Zusammenhänge (u. a. Gegensatz zwischen dem als „Triumph-Denkmal“ verstandenen Haupt-Mahnmal und den christlichen Zeichen und Todessymbolen des Eingangsbereichs). Die Autorinnen plädieren dafür, dass der „Russenfriedhof“ auf jeden Fall unter Denkmalschutz gestellt werden sollte. Ihr Motiv ist zu verhindern, dass unterschiedliche Geisteshaltungen verschiedener Epochen, die mit Denkmälern reflektiert werden, nicht ohne weiteres vom Zustand der Haushaltskassen abhängig sein dürften, denn damit verschwinde ein Stück Geschichte. Die Schülerinnen beteiligen sich selbst durch Schmücken des Friedhofs aktiv an seinem Erhalt. Die Arbeit enthält Fotos sowie Archivalien, zudem machen die Schülerinnen im Vorwort Angaben zu ihrem Arbeitsprozess.",4 SAB 103,0,85 S.,1908,1993,31,7,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Kriegsgräberstätte Haus Spital, Münster"," Britta K., Hanna E., Wiebke N.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 436,Denkmäler in Münster-Hiltrup,"Die Geschichts-AG der Clemensschule, einer Grundschule im Stadtteil Hiltrup, hat in Form eines Kataloges Bilder und Informationen zu insgesamt 28 Bau-, Boden- und Naturdenkmälern in ihrer Umgebung zusammengestellt. Die Schülerinnen und Schüler besorgten sich zunächst Listen über die vorhandenen Denkmäler vom Stadtarchiv, Denkmalsamt und Gartenbauamt. Sie legten Fahrradrouten fest, besichtigten die Denkmäler, fassten historische Informationen zusammen und befragten Hiltruper nach weiteren Informationen. Der Beitrag als Ergebnis ihrer Arbeit ermöglicht es dem Leser, ebenfalls eine Fahrradroute zu planen und Hintergrundinformationen zu den einzelnen Denkmälern bei der Besichtigung nachzulesen. Enthaltene Baudenkmäler sind beispielsweise die Kirche Alt-Sankt Clemens, das Haus Herding, das Pastorat, das Haus an der Marktallee Nr. 54, der Bahnhof oder die Kanalbrücke. Als Naturdenkmäler behandeln sie alte Bäume in Hiltrup; angesprochene Bodendenkmäler sind u.a. die Landwehr oder ein Grabhügel.",4 SAB 223,0,71 S.,1900,1993,14,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Hauptbahnhof, Münster, Hiltrup"," Carina E., Mareike B., Thomas B.",Clemensschule 437,Denkmäler in Münster-Hiltrup. Ein Kalender,"Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse haben ein Malbuch in Form eines Kalenders entworfen, in dem jeweils pro Monat ein Denkmal des Stadtteils Münster-Hiltrup in Form einer Zeichnung vorgestellt wird. Zu den Denkmälern gehören die alte Clemenskirche, der Schlussstein der alten Clemenskirche, die neue Clemenskirche, das Wasserwerk in der Hohen Ward, das Haus Hölling, der alte Pfarrhof, die Wentrup’sche Dampfmühle, der alte Bahnhof, das Wandrelief des Heiligen Clemens sowie das Stallgebäude der Herrenburg.",4 SAB 344,0,13 S.,1900,1993,,7,Textbeitrag,,Hiltrup," Ali B., Asija B., Katharina v.",Clemensschule 440,Der „Marienhof“. Ein Denkmal in meiner Nachbarschaft,"Auf der Grundlage von Sekundärliteratur und Quellen aus dem Staatsarchiv Münster untersucht der Verfasser den kurz zuvor unter Denkmalschutz gestellten Marienhof als ältestes Zeugnis bäuerlicher Bauweise in Münster. Dabei konzentriert sich der Schüler hauptsächlich auf die Schilderung der Baugeschichte, wobei er besonders interessante Aspekte und bestimmte Umbauphasen durch Fotos und Bauzeichnungen dokumentiert. Er ergänzt diese Ausführungen durch wirtschaftsgeschichtliche Zusammenhänge vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Nach dem Gespräch mit Zeitzeugen (darunter auch der letzte Pächter) skizziert der Autor die Nachkriegsgeschichte, bis der Hof 1971 nicht mehr als Ganzes verpachtet wurde. Der Beitrag enthält Fotos und kopierte Archivalien zum Marienhof.",4 SAB 107,1,27 S.,1663,1993,118,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel",, Henrik S.,Schillergymnasium 457,Der Boele-Hof,"In Form eines Portfolios dokumentieren die 14 Schülerinnen und Schüler der Eichendorffgrundschule Angelmodde ihre Forschungen zum Boele-Hof mit vielen Texten, Fotos und Zeichnungen. Angeregt durch die Boelestraße in der Nähe ihrer Schule, stellen sich die Kinder die Frage nach dem Ursprung der Straßenbenennung. Sie finden heraus, dass sich an der Stelle früher ein Gehöft befunden hat. Auf der Grundlage von Literatur, Ortsbegehungen und Zeitzeug*inneninterviews beschreiben sie die Geschichte dieses Hofs. Der an dieser Stelle bereits bestehende Hof Holsen wurde 1850 von Dr. Franz Boele gekauft und ausgebaut. Seine Erben wirtschafteten jedoch schlecht, so dass dieser 1960 verkauft werden musste. Da der Hof zusehends verfiel, wurde er 1971 nach etwa 1000-jähriger Geschichte kontrolliert niedergebrannt.",4 SAB 134,0,44 S.,1850,1971,88,7,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Boelestraße, Münster"," Jonas B., Karoline B., Nona G.",Eichendorffgrundschule 459,Der Brunnen: Dreh- und Angelpunkt der KHG-Siedlung,"Die Schüler erforschen ein im Bau befindliches Brunnendenkmal in ihrer Wohnsiedlung, die zur Kriegerheimstätten-Genossenschaft gehört. Sie suchen im Stadtarchiv nach Informationen des 1920 in der Siedlung errichteten Brunnens, einem der ersten Gemeinschaftsobjekte. Dazu präsentieren sie verschiedene Archivalien und befragen Zeitzeugen. Sie beschreiben, wie die alte gußeiserne Brunnenpumpe an Bedeutung verlor, da immer mehr Familien einen Hausbrunnen besaßen. Abschließend stellen sie die 1989 gegründete Bürgerinitiative vor, die an den historischen Brunnen durch ein Denkmal erinnern möchte, und skizzieren die unterschiedlichen Meinungen zur Nutzung und Gestaltung der Denkmalanlage (nur Denkmal oder auch selbst wieder ein Brunnen). Das bereits hergestellte Gipsmodell des Denkmals wird durch Fotos dokumentiert.",4 SAB 108,0,32 S.,1919,1993,220,7,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Thomas H., Tim H. E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 460,Der Buddenturm. Vom Stadtbefestigungsturm bis zur Ampelschaltanlage,"Nach einem kurzen Blick auf die gegenwärtigen Besitzverhältnisse des Turmes (Eigentümer ist die Stadt; Fotos zeigen die heruntergekommenen Innenräume des Gebäudes), tasten sich die Autoren chronologisch rückwärts in die Geschichte vor. Sie beschreiben die unterschiedliche Nutzung, u.a. als Gefängnis um 1550. Anschließend erklären sie den Namen (von „bösen Geistern“ abgeleitet) und präsentieren abschließend eine kurze Zusammenfassung ihrer im Stadtarchiv und beim Denkmalpflegeamt zusammengetragenen Fakten.",4 SAB 102,0,20 S.,1170,1992,118,7,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur",Buddenturm," Christoph H., Henry W., Martin N.",Schillergymnasium 470,Der Engel mit dem Flammenschwert - wenn ein Denkmal rissig wird. Geschichte und Bedeutungswandel des Albachtener Kriegerdenkmals,"Minutiös zeichnet der Autor die Entstehungs- und Nutzungsgeschichte des Sockeldenkmals nach, mit dem an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs erinnert werden soll. Er skizziert dabei die Initiatoren, die Finanzierung, den Standort, den Künstler, die künstlerische Gestaltung und die Einweihung im Mai 1922. Das Thema scheint ihm deshalb passend, weil in diesem Mahnmal „beide Aspekte eines Denkmals, nämlich die beabsichtigte und die unbeabsichtigte Erinnerung enthalten sind.“ Seine Recherchen basieren auf 15 Interviews sowie umfangreichen Archiv- und Literaturstudien, die auf wissenschaftlichem Niveau ausgewiesen sind. Bei seiner Spurensuche ermittelte der Autor mehrere neue Fakten, wie etwa den Text der Urkunde aus dem Denkmalsockel. Den Mangel an schriftlichen Quellen versucht der Schüler durch detaillierte Analysen von Bildquellen zu kompensieren (Art der Personenanordnung, Flaggenschmuck, Gesichtsausdruck, sich ablesende Veränderungen des Denkmals). Bei seiner Denkmaldiskussion orientiert er sich an der Ausgangsfrage, ob das Denkmal „eventuell einen Bedeutungswandel oder eine Funktionsänderung erfahren hat“. Im historischen wie im aktuellen Teil arbeitet er die Motivlagen der jeweiligen Perioden heraus, wobei er auf die Verbindung von weltlicher Kriegerehrung, politischer Entwicklung und religiöser Sinngebung in der Entstehungszeit und in der Rezeptionsgeschichte aufmerksam macht. Aus unterschiedlichen Haushaltsangaben sowie den Beteiligungszahlen der Gemeinde zu Volkstrauertagen folgert der Autor auf die Wertschätzung des Denkmals und damit den Bedeutungs- und Funktionswandel. Das nachlassende Interesse findet 1975 in einer Umsetzung seinen Ausdruck. In seiner Interpretation der Denkmalgestaltung – ikonographisch und kunsthistorisch – knüpft der Autor auch an den Zeitgeist mit seiner Verunsicherung in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht an. Die heutigen Kenntnisse der Münsteraner über das Denkmal testet er abschließend durch eine Umfrage. Die Arbeit enthält eine Vielzahl von Fotos und ausgewertetem Quellenmaterial.",4 SAB 100,1,140 S.,1921,1993,31,7,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Albachten, Johannes A.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 482,Der Hof Appels. Ein Denkmal verflüchtigt sich,"Die Schülerin liefert die Biographie eines alten westfälischen Hofes. Zu diesem Baudenkmal gehörten auch eine Schankwirtschaft und eine Branntweinbrennerei. Parallel zur Gebäudegeschichte erzählt sie die Historie der Familie Appels und ihrer Betriebe und dokumentiert die Ereignisse durch zeitgenössische Fotos sowie Quellenfaksimiles. 1989 wird der Hof in die Denkmalschutzliste aufgenommen. Das Fazit der Autorin: Er sei eine Erinnerung an das Leben und die Arbeit der Menschen in einer Stadtrandgemeinde vom 18. Jahrhundert an; eine Mahnung daran, Spuren zu erhalten und zu sichern und sie nicht bedingungslos dem Fortschritt zu opfern; ein Ärgernis für Eigentümer, Besitzer und Stadtplaner, weil sie immer auch an die Vergangenheit denken müssen und nicht nur die Interessen der Gegenwart und Zukunft im Auge haben dürfen.",4 SAB 133,1,40 S.,1750,1993,176,7,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Charlotte L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 486,Der Kiepenkerl. Was ein Denkmal alles bewirken kann,"Erste Informationen zu ihrem 1896 enthüllten Sockeldenkmal finden die Autorinnen in der Zeitungsausschnittsammlung des Stadtarchivs. Sie beschreiben die Denkmalentstehung (Initiatoren, Bildhauer) und betten die Informationen in die historischen Hintergründe des „Kiepenkerls“ ein. Der Bildhauer August Schmiemann wollte mit ihm ein münsterländisches Original darstellen, „an Schlauheit und Klugheit vielen überlegen“, gleichzeitig aber auch ein mit viel Humor begabter Mensch, „der nie um ein passendes Wort verlegen ist“. Mit ihrer Analyse zielen die Autorinnen insgesamt auf die Fragestellung ab, was ein Denkmal alles bewirken kann. Dafür wird es als Symbol für die Durchhaltekraft während des Krieges gezeigt sowie, während der Kunstausstellung „Skulptur 87“, als Nachbildung aus poliertem Edelstahl, mit dem der Künstler Jeff Koons die Münsteraner in besonderer Weise anregen wollte. Die polierte Oberfläche lasse die Seele entweichen, so die Interpretation des Künstlers, wodurch die Bürger zum Nachdenken über die Ideale, die der Kiepenkerl verkörpere, motiviert werden sollten. Neben der Erklärung der historischen Hintergründe der Denkmalsfigur (durchs Münsterland wandernde Händler) und ihrer Verwendung in der Literatur und im Volksliedgut stellen die Schülerinnen abschließend den Kiepenkerl als modernen Werbeträger vor: zwischen Kasper und Weihnachtsmann. Sie ermitteln durch eine Umfrage den Bekanntheitsgrad der Figur. Für die meisten Befragten ist das Denkmal ein wichtiger Bestandteil von Münster.",4 SAB 104,0,42 S.,1896,1993,31,7,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Anne S., Eva S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 489,Der Lambertikirchturm erzählt Geschichte,"Anhand von Archivalien und ergänzt durch Interviews mit Zeitzeugen, skizziert die Autorin die Baugeschichte des Lambertiturms. Bei ihrer Untersuchung des Baudenkmals konzentriert sie sich auf die Bedeutung der Wiedertäuferkäfige, den alten und neuen Turm, den Neubau des Turms und den heutigen Zustand. Die verschiedenen historischen Ansichten werden durch Bildmaterial dokumentiert. Sie fragt ebenso danach, welche Aufgaben dem Türmer früher aufgetragen wurden („neben dem Blasen zu jeder vollen und halben Stunde nach Norden und Süden, melden, wenn Feuer ausbricht, und die Totenglocke läuten“) und warum diese Tradition bis heute beibehalten wurde.",4 SAB 136,1,52 S.,1090,1993,290,7,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Karen Eva A.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 500,Der Platz der Weißen Rose,"Die Schülerin beschäftigt sich mit dem „Platz der Weißen Rose“ in Münster, der den Widerstandskämpfern Sophie und Hans Scholl gewidmet ist. An dem Platz befindet sich ein aus Kupfer gegossenes Hüftbild der beiden Geschwister, die während des Nationalsozialismus mit Flugblättern Widerstand gegen das Naziregime leisteten und 1943 hingerichtet wurden. Die Verfasserin macht sich Gedanken zur Lage und Form des Denkmals, welches ihrer Meinung nach zu wenig auffällig sei und nicht ausreichend Hintergrundinformationen enthalte. Sie wendet sich daher an die Stadt Münster und bittet darum, dass weitere Erläuterungen zur Benennung des Platzes und den Hintergründen des Denkmals angebracht werden.",4 SAB 124,1,25 S.,1943,1993,346,7,Textbeitrag,Fachliteratur,"Platz der Weißen Rose, Münster", Andrea H.,Marienschule 503,Der Pranger in Münster – ein unbewußtes und ungewußtes Denkmal,"Die Geschichts-AG des Ratsgymnasiums Münster beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit dem ehemaligen Pranger der Stadt Münster, welcher sich bis 1773 an der Ecke Ludgeristraße/Rothenburg befunden hat. Den meisten Menschen ist dies nicht mehr bewusst, so die Schülerinnen und Schüler, weshalb sie den Ort als „unbekanntes Denkmal“ empfinden. Zunächst gehen sie auf das Strafrecht früherer Zeiten und der allmählichen Verbreitung von Prangerstrafen im Zuge der Halsgerichtsordnung Karls V. im Jahre 1532 ein. Die Verfasser beschreiben detailliert die Formen der Prangerstrafen und ihre Zwecke, allen voran Abschreckung. Eine erste Beschreibung des Prangers in Münster findet sich in der 1568 verfassten Geschichte über die Täufer von Hermann Kerssenbrock: Der Pranger hatte die Form eines „Thurms“ und befand sich direkt am Prinzipalmarkt. Die Schülerinnen und Schüler gehen auch auf verschiedene historische Ansichten der Stadt ein, auf denen der Pranger zu sehen ist, bevor sie die Scharfrichter der Stadt Münster von 1531 bis 1804 behandeln. Schließlich untersuchen sie anhand von Quellen aus dem Stadtarchiv, wie der Pranger tatsächlich verwandt wurde und diskutieren, wie alltäglich sein Einsatz war.",4 SAB 222,0,19 S.,1532,1773,289,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel","Prinzipalmarkt, Rothenburg, Münster"," Jan H., Stefan A., Susanne A.",Ratsgymnasium 527,Der Von-Kluck-Bunker – Ein erhaltenswertes Denkmal oder ein notwendiges Übel?,"Betrachtungen zum Namensgeber des Bunkers stehen am Anfang der Arbeit. Alexander von Kluck wurde 1914 Oberbefehlshaber der 1. Armee. Es folgt eine allgemeine Erörterung über Sinn und Zweck von Bunkern sowie deren Verteilung in Münster. Nach der Nutzungsgeschichte des Kluck-Bunkers, bei der auch Zeitzeugen zu Wort kommen, erfolgt ein Blick auf die Nachkriegsverwendung. Die Autorinnen finden heraus, dass er bis Mitte der siebziger Jahre (außer als Dachplattform zur Sternebeobachtung) ungenutzt blieb. In den achtziger Jahren wurde er generalüberholt und wieder für den „Ernstfall“ ausgerüstet. Die Schülerinnen votieren dafür, ihn als Zeichen der Erinnerung zu erhalten, fügen aber auch hinzu, dass es gar keine andere Möglichkeit gebe, da er „nicht sprengbar“ sei.",4 SAB 123,0,41 S.,1940,1984,346,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Von-Kluck-Bunker," Eva I., Ulrike S.",Marienschule 566,Die Burg Davensberg,"Die Autorin beschäftigt sich mit der Geschichte des Davens-Turms in ihrer Nachbarschaft, in dem im Mittelalter auch Hexenprozesse abgehalten wurden. Folterwerkzeuge sind dort noch heute zu besichtigen. Aus dieser historischen Verwendung sieht sie den Turm als Mahnmal gegen Menschenrechtsverletzungen und Folter. Stark in den Vordergrund rückt die Autorin ihre extensive, stark an die Literaturreferierung angelehnte Darstellung der Burggeschichte in Verbindung mit allgemeiner mittelalterlicher Geschichte, der Hexenverfolgung und später den gesetzlichen Grundlagen des Denkmalschutzes in Nordrhein-Westfalen. Sie illustriert ihre Ausführungen durch zahlreiche Quellenfaksimiles und führt eine Fragebogenaktion durch, wobei sie Fragen zum Turm mit allgemeinen Denkmalüberlegungen verknüpft. Die Verfasserin betont, dass man an die 1530 beginnende Geschichte des Turms, der das einzige Überbleibsel der Burg Davensberg darstellt und heute Wahrzeichen der Stadt ist, auf vielfältige Weise erinnern sollte, damit seine frühere Bedeutung nicht in Vergessenheit gerät.",4 SAB 218,1,156 S.,1530,1993,,7,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Filme",Burg Davensberg, Simone L.,Friedensschule 638,Die Landwehr bei Bösensell: Eine Spur aus der Vergangenheit… Eine Spur in die Vergangenheit,"Für die Autoren ist die lokale Landwehranlage ein Baudenkmal, weil sie an Vergangenheit erinnert und daran, dass Menschen einmal gemeinsam arbeiteten, um sich selbst zu schützen. Nach einer allgemeinen Denkmalreflexion liefern die Schüler eine Chronologie regionaler Landwehren und beschreiben die Gründe für deren Bau und Zerstörung. Dazu befragen sie neben der Spurensuche im Stadtarchiv auch Bewohner von Höfen, die in der Nähe der Landwehr bei Bösensell liegen. Ein Fototeil dokumentiert das heutige Aussehen der historischen Anlagen. Die Schüler integrieren auch Kartenmaterial in ihre Arbeit, anhand dessen der Verlauf der Verteidigungsanlagen, deren Bau 1321 von Bischof Ludwig II. in Auftrag gegeben wurde, nachvollzogen werden kann. Sie stellen heraus, dass die Landwehren im Fürstbistum den Frieden sichern sollten, aber auch die Bauern vor Plünderern schützten, so dass der Bau von solchen Verteidigungsanlagen viele Vorteile mit sich brachte.",4 SAB 216,0,67 S.,1321,1993,31,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Bösensell," Patrick H., Ralph K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 640,Die Loburg: Geschichte und Gegenwart,"Bei der Loburg handelt es sich um ein Wasserschloss in dem Dorf Ostbevern. Dem im Barockstil erbauten Adelssitz, der sich im Besitz der Familie von Beverförde befindet, ist heute ein Gymnasium angeschlossen, das Collegium Johanneum. Die Schülerinnen arbeiten heraus, dass ein „Lohus“ urkundlich das erste Mal im Jahre 1294 erwähnt wurde. Nach dem offensichtlich stetigen Ausbau des Gehöfts wurde 1412 das erste Mal von einer Burg gesprochen, die in den folgenden Jahrzehnten häufig den Besitzer wechselte und zusehends verfiel. Mitte des 18. Jahrhunderts ging die Burg in den Besitz des Marsilius von Nagel über, der mit Planung eines kleinen barocken Schlosses begann. Die alte Burg wurde schließlich abgerissen und es entstand ein Barockschloss nach den Plänen Johann Conrad von Schlauns. 1785 konnte die Familie Beverförde das Schloss bei einer Zwangsversteigerung erwerben, da sich der vorherige Besitzer finanziell überschätzt hatte. Noch heute ist das Gebäude in ihrem Besitz. Die Schülerinnen beschreiben die weitere Geschichte der Burg, die nach dem Zweiten Weltkrieg u.a. als Flüchtlingsheim diente und an die 1948 das Gymnasium Johanneum angeschlossen wurde. Mittlerweile steht die Loburg unter Denkmalschutz. Die Schülerinnen integrieren einen Stammbaum der Familie Beverförde in ihre Arbeit und führen eine Vielzahl von Zeitzeug*inneninterviews durch. Außerdem machen sie eine Umfrage unter Einwohnern Ostbeverns, um mehr über die heutige Bedeutung des Schlosses zu erfahren.",4 SAB 215,0,37 S.,1294,1993,,7,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",Ostbevern," Andrea B., Heike R.",Keine Angabe 652,"Die Petersiliengasse. Die Geschichte einer Gasse, die wegen einer Schulerweiterung nicht mehr existiert","Die Schülerinnen und Schüler stellen kurz die Geschichte der Petersiliengasse im Zentrum Münsters dar. Diese „verschwand“ im Zuge der Erweiterung des Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die hauptsächlich ärmeren Leute, die in der Gasse lebten, mussten ihre Häuser für die Erweiterung räumen. Die Verfasser befragen den Historiker Dr. Karl-Heinz Kirchhoff zur Geschichte der Straße und finden heraus, dass diese bereits 1173 entstanden ist. Eine kurze Beschreibung der ehemaligen Häuser der Petersiliengasse schließt sich an.",4 SAB 118,0,13 S.,1173,1953,,7,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur","Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium, Münster, Petersiliengasse, Münster"," Johannes B., Michaela S., Susann O.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 674,Die unbekannte Madonna,"Die Madonnafigur steht in einem Glaskasten, der an einem Wohnhaus in der Bäckergasse angebracht ist. Die Schülerin erfährt bei ihren Recherchen, dass sich die Figur im Besitz der Universität befindet und einst vom spanischen Gesandten A. de Bruns, der zum Abschluß des spanisch-niederländischen Friedensvertrages 1648 nach Münster anreiste, mitgebracht wurde. Er schenkte sie als Dank für die Gastfreundschaft dem Gravenhorster Hof. Hier wurde sie angebracht und später, nach Abriß des Gasthauses, an dem an gleicher Stelle errichteten Wohnhaus. Die Schülerin ist der Meinung, dass die um 1600 entstandene Madonna etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hätte und, wenn nicht an einem bedeutungsvolleren Platz aufgestellt, wenigstens durch ein zusätzliches Schild näher erklärt werden sollte.",4 SAB 125,1,19 S.,1600,1993,346,7,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur","Bäckergasse, Münster", Andrea S.,Marienschule 694,"Die Wiedertäuferkäfige. Denkmal, Mahnmal oder Ärgernis?","Noch heute hängen am Turm der Lambertikirche in Münster die drei Käfige, in denen 1535 die Leichen zu Tode gemarterter Wiedertäufer ausgestellt wurden. Die drei Autorinnen skizzieren die historischen Hintergründe dieser Tat und illustrieren den Anblick durch mehrere Fotos. Anhand verschiedener Zeitungsartikel dokumentieren und kommentieren sie die öffentliche Diskussion dieser Zurschaustellung. Die Schülerinnen sind übereinstimmend der Meinung, dass die Wiedertäuferkäfige „unbedingt hängen bleiben sollen, da sie ein prägender Teil münsterscher Geschichte sind.“ Die Arbeit enthält viele der Zeitungsartikel, mit denen sich die Schülerinnen beschäftigten.",4 SAB 132,0,41 S.,1535,1993,346,7,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Annette B., Birgit M., Katharina S.",Marienschule 698,Die Zeiten ändern sich – der Prinzipalmarkt bleibt: Die Auseinandersetzung um den Wiederaufbau,"Die Arbeit spannt den historischen Bogen zur Entwicklung, Zerstörung und Wiederaufbau des Prinzipalmarktes vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Dabei wird die Nutzung des Marktes beschrieben und der schlichtere Wiederaufbau nach dem Kriege durch Fotos dokumentiert. Auf diesen Fotos ist zu sehen, wie die einstigen punkvollen Giebel auf die jetzt schlichteren Häuserfassaden gemalt wurden. Da es wenig Materialien gibt, sind die Autoren auf Ratsprotokolle und die Berichterstattung in Lokalzeitungen angewiesen. Der Streit um die adäquate Form des Wiederaufbaus wird durch Zeitzeug*inneninterviews recherchiert. Im Vorwort machen die Verfasser einige Angaben zu ihrem Vorgehen. ",4 SAB 106,0,24 S.,1150,1993,31,7,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Prinzipalmarkt," Christiane L., Jan S., Ulrich V.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 728,Ein Hof und eine Brennerei im Wandel der Zeit,"Der Beitrag behandelt die Geschichte des Hofes Averkamp in Münster-Mecklenbeck, der um 1498 entstanden ist. Nach einer Beschreibung und ausführlichen fotografischen Dokumentation aller zum Hof gehörenden Gebäude, geht der Schüler auf die Einrichtung der angeschlossenen Brennerei um 1900 ein. Die Familie Averkamp erwarb den Hof 1938 und stellte in den 1970er Jahren das Brennen von Schnaps ein. In diesem Zuge wurde auch das Brennrecht verkauft. Der Hof mit den dazugehörigen landwirtschaftlichen Flächen wurde dann zum Großteil verpachtet. Für den Schüler handelt es sich bei dem Hof um ein Denkmal, da er an vergangene Zeiten erinnert und daran, wie die Menschen früher zusammen lebten und arbeiteten.",4 SAB 220,1,19 S.,1498,1993,31,7,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Mecklenbeck, Lars K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 794,Flakhelferzeit 1943 bis 1944,"In seiner knappen Darstellung erzählt der Schüler auf der Grundlage von Gesprächen mit seinem Großvater dessen Zeit als Flakhelfer von 1943 bis 1944 nach. Karl Friedrich Bell wurde 1943 zur schweren Flakbatterie Wienburg eingezogen, zu einem Zeitpunkt als er selbst noch Schüler und gerade 16 Jahre alt war. Sein Alltag, der einerseits aus seinem Dienst bei der Luftwaffe, andererseits aus ersatzmäßig erteiltem Unterricht bestand, wird beschrieben. Die frühere Flakstellung Wienburg lag zwischen der heutigen Salzmannstraße und der Wienburgstraße. Die Arbeit wird durch zeitgenössische Fotos ergänzt.",4 SAB 219,1,7 S.,1943,1944,,7,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,, Sven S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 843,Gartenhaus. Ein historisches Kleinod,"Die Schülerinnen untersuchen die Geschichte des von Johann Conrad Schlaun geplanten Gartenhäuschens, welches 1749 für die Familie von Herding erbaut wurde. Der Garten lag in der heutigen Karlstraße, nahe dem Mauritztor. 1911 wurde das Häuschen abgebaut und im Garten der Josefs-Emilien-Stiftung an der Von-Kluck-Straße wieder originalgetreu aufgebaut. Mit dem Einbau von Sanitäranlagen wurde es dann auch bewohnbar.",4 SAB 128,0,16 S.,1993,1993,346,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",," Armgard P., Vera S.",Marienschule 934,Hülsebrocks Düwel. Einer Hiltruper Sage auf der Spur,"Die fünf Grundschülerinnen und Grundschüler gehen der Sage des „Düwels“ nach, eines ungewöhnlichen Tieres mit rotglühenden Augen, welches in Hülsebrocks Busch, einem Waldgebiet bei Hiltrup, gelebt haben soll. Diesem Tier ist angeblich einer der ortsansässigen Bauern begegnet. Sie untersuchen die im Busch vorkommenden Pflanzen und Tiere und gehen den Elementen der Sage genau nach. Hierzu untersuchen sie die Geschichte des Waldstücks und der Bauernhöfe in der Nähe. Außerdem gehen auf die Geschichte Hiltrups und seines Bahnhofs ein: heute fährt die Eisenbahn durch Hülsebrocks Busch, welche von den Anwohnern manchmal noch als „Düwel“ bezeichnet wird. ",4 SAB 117,0,18 S.,1800,1993,29,7,Textbeitrag,Fachliteratur,Hiltrup," Alexandra M., Christin G., Thomas E.",Ludgerusschule 958,"Joseph Knickenberg – Ein Lehrer, der die Telgter Schulgeschichte geprägt hat","In ihrem Beitrag beschäftigen sich die Realschüler mit dem Lehrer Joseph Knickenberg (1814-1884), der 1859 das „Knickenberg’sche Institut“ in Telgte eröffnete. Bei dem Institut handelte es sich um eine Privatschule, die Schüler auf den Eintritt in das Gymnasium vorbereiten sollte und Nachhilfe bot. Die Verfasser werten für ihren Beitrag Archivalien zur Gründung der Schule sowie ihrer Ziele aus und gehen auf die Kontrolle des Instituts durch die königlich-preußische Regierung ein. Sie beschreiben das Lehrerkollegium und den Aufnahmeprozess für die Schule. Das Institut war auch international bekannt, einige der Schüler kamen aus dem Ausland und ihnen wurden viele Aktivitäten geboten. Ein Zeitzeugeninterview mit einem ehemaligen Schüler des „Knickenberg’schen Instituts“ wird ebenfalls in dem Beitrag dokumentiert. In den 1920er Jahren wurde die Privatschule von der Stadt Telgte übernommen und in eine Realschule und ein Realgymnasium umgewandelt. Noch lange warb man allerdings mit dem Namen „Knickenberg“, da sein Institut einen sehr guten Ruf genoss. Die Arbeit enthält eine Vielzahl der ausgewerteten Quellen in Kopie und einige Fotos.",4 SAB 942,0,74 S.,1859,1979,281,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Telgte," Frank V., Ingo R.","Kardinal-von-Galen Realschule Telgte, Sekundarschule an der Marienlinde" 1038,Lambertusbrunnen. Ein Wasserspiel im 20. Jahrhundert,"Die Verfasserin zeichnet die Geschichte des ersten und zweiten Lambertusbrunnens in Münster auf dem Vorplatz der Lambertikirche nach. Nach einer kurzen Einleitung zur Person des heiligen Lambertus und zum Lambertusspiel, wird der erste Brunnen des aus Münster stammenden Bildhauers Heinrich Bäumer (1874-1951) beschrieben, der 1909 enthüllt wurde. Dieser Brunnen fiel den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs zum Opfer, so dass es in den 1950er Jahren erste Bemühungen zum Wiederaufbau des Lambertusbrunnens gab. Heinz Bäumer, der Sohn Heinrich Bäumers, beendete 1955 die Arbeit an dem neuen Brunnen, der dem Modell seines Vaters sehr ähnlich ist.",4 SAB 109,1,51 S.,1907,1993,176,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Lamberti-Kirche, Münster", Carolin W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1059,"Lilly, Lola und die anderen… Gedanken zur Geschichte der Ritterstraße","Ein „lebendiges Denkmal“ nennt die Verfasserin die Ritterstraße in Münster, weil mehr als 40 Jahre lang dort die arbeitenden Prostituierten den Häusern „Leben einhauchten“. Da es im Stadtarchiv kaum Quellenmaterial gibt, stützt sich die Schülerin zunächst auf Zeitungsartikel. Dann befragt sie Zeitzeugen, die sich auf einen Zeitungsaufruf melden, jedoch meistens anonym bleiben wollen. Da viele von ihnen das Leben auf der Straße während ihrer Kindheit erlebten, sind die Erinnerungen vom kindlichen Blickwinkel geprägt. Ein Rückblick bis ins Mittelalter ergänzt die Geschichte der Ritterstraße, von der im Wesentlichen die Entwicklung (der Prostitution) in der Nachkriegszeit skizziert wird. Die zunächst verfolgte Absicht, eine Hinweistafel dort anbringen zu lassen, verwirft die Autorin in Rücksicht auf die Gefühle der dort lebenden Menschen.",4 SAB 110,1,42 S.,1900,1993,290,7,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Claudia H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1075,Marienschule: Vielleicht auch ein Denkmal?,"Die Verfasserinnen beschäftigen sich mit der Geschichte ihrer eigenen Schule, der Marienschule Münster. Ein erster Antrag zur Einrichtung der Mädchenschule wurde 1919 gestellt, der Unterricht begann im Jahre 1922. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten war die Marienschule ständig von der Schließung bedroht, die 1939 erfolgte. Während des Krieges wurde das erste Schulgebäude am Bispinghof vollständig zerstört. Nach Kriegsende bemühte sich Schwester Consolata Velling um eine Neugründung der Schule, die schließlich erst von ihrer Nachfolgerin 1946 durchgesetzt werden konnte. Als sich das Bistum Münster 1953 bereit erklärte, die Marienschule zu übernehmen, erfolgte der heutige Neubau.",4 SAB 131,0,26 S.,1919,1993,346,7,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur","Bispinghof, Münster, Mädchengymnasium Marienschule, Münster"," Isabel H., Kirsten S.",Marienschule 1076,Marienstatue Immaculata der Marienschule,"In der Eingangshalle der Marienschule Münster befindet sich eine etwa 1,50m große Madonna, deren Geschichte die Schülerinnen genauer erforschen wollen. Sie finden heraus, dass die Statue 1986 an ihrem Platz aufgestellt wurde und bereits zuvor verschiedene Marienstatuen die Eingangshalle schmückten. Nach Ansicht des Künstlers Hans Dinnendahl (1901-1966) sollte sein Kunstwerk an exponierter Stelle stehen, um als Patronin der Schule „durch das ganze Haus zu wachsen“",4 SAB 130,0,12 S.,1986,1993,346,7,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Mädchengymnasium Marienschule, Münster"," Andrea F., Sabine G.",Marienschule 1124,Münster. Ein Denkmal für Franz von Fürstenberg,"Da über das Denkmal für Franz von Fürstenberg bislang noch nicht gearbeitet worden sei, entschließt sich die Autorin zu ihrer Untersuchung. Bei ihrer Recherche zieht sie Archivmaterialien heran und verwendet Privatsammlungen sowie lokalhistorische Veröffentlichungen zur Kunstgeschichte. Sie gliedert ihre Arbeit, indem sie zunächst die Person Franz von Fürstenberg porträtiert sowie dessen Leben und Wirken – eingebunden in die Lokalgeschichte – ausführlich darstellt. Im zweiten Teil verfolgt sie die Entwicklung des Sockeldenkmals von den ersten Forderungen, der Gründung des Denkmalkomitees bis zur Aufstellung der Plastik. Auch hierbei bezieht sie die historischen Hintergründe ein und setzt sich mit den Vorgehensweisen des Komitees auseinander. Die Verf. fügt im Weiteren kunst- und kulturgeschichtliche Aspekte hinzu, wobei sie die in der Literatur diskutierten Vorbildprobleme sowie der Denkmalurheberschaft skizziert. Die Geschichte des Fürstenberg-Denkmals von dessen Einweihung im Jahre 1875 bis heute stellt sie abschließend auch unter dem Aspekt der Rezeptionsgeschichte, verbunden mit persönlichen Anmerkungen dar. Die gefundenen Informationen zu dem Denkmal prüft sie durch Vergleiche, stellt Widersprüche heraus und versucht, durch analytisches Vorgehen die wahrscheinlichere Aussage zu benennen.",4 SAB 114,1,220 S.,1875,1993,,7,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Gunda W.,Schillergymnasium 1127,Münsters Promenade. Ihr Ursprung und ihre Geschichte,"Die Schülerin beschreibt kurz die Geschichte der Promenade Münsters, an deren Stelle sich früher die Stadtmauer mit Wällen, Toren und Wachtürmen befand. Die mit Bäumen grün bepflanzte Promenade verläuft kreisförmig um die Innenstadt Münsters und dient heute vor allem Radfahrern und Fußgängern als schneller Weg der Fortbewegung sowie Erholungsort. Nach dem Abbau der Verteidigungsanlagen wurden diese ab 1760 in die Promenade umgewandelt.",4 SAB 126,1,12 S.,1763,1993,346,7,Textbeitrag,Fachliteratur,"Promenade, Münster", Silke L.,Marienschule 1251,Schmuckstück mit „schmutziger“ Vergangenheit – Die Geschichte der alten St. Clemens-Kirche in Münster-Hiltrup,"Die ausführlich bebilderte Arbeit gliedert sich in Bau- und Nutzungsgeschichte einerseits und eine umfassende Beschreibung der Kircheneinrichtung andererseits. Über die Befragung von Zeitzeugen gewinnen die beiden Schülerinnen einen ersten Zugang zu ihrem Thema. Es folgen Besuche im Stadtarchiv Münster sowie im Bistumsarchiv. Sie entdecken, dass die Kirche zwischen 1913 und 1963 entweiht war und dass in dieser Zeit wertvolles Inventar verschwand, zerschlagen oder verbrannt wurde. Die verschiedenen Restaurierungsversuche des verfallenden Gebäudes werden chronologisch erzählt und von den Schülern fotografisch dokumentiert. Die Aufnahme in die Denkmalliste im Jahre 1987 belegen sie durch entsprechende Quellenauszüge.",4 SAB 105,0,74 S.,1150,1993,94,7,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Hiltrup, St. Clemens-Kirche, Münster"," Anne S., Lena S.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1292,"Spuren, die gelesen werden müssen – oder wie Steine Geschichte(n) erzählen. Lateinische Schriften an Münsterischen Profan- und Sakralbauten","Der Schüler beschäftigt sich in seinem Beitrag mit lateinischen Inschriften an Gebäuden in der Stadt Münster. Er konzentriert sich dabei auf die Petrikirche, die Clemenskirche, ein nicht mehr vorhandenes Haus an der Hörsterstraße 47/48, das Schloss und ein Haus in der Fürstenbergstraße 6. Er behandelt jedes Bauwerk in einem einzelnen Kapitel und ordnet es in seinen historischen Kontext ein. So behandelt er als ältestes Gebäude die 1590 erbaute Jesuitenkirche St. Petri und geht auf die Baugeschichte, den Jesuitenorden, den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Schließlich konzentriert er sich auf die dort befindlichen lateinischen Inschriften. Das Haus an der Hörsterstraße hat der Schüler ausgewählt, da es bereits 1759 neu erbaut wurde, nachdem es während des Siebenjährigen Krieges stark beschädigt wurde. Nach seiner vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg hat ein Antiquar den Inschriftenstein, um den es in der Arbeit geht, gefunden, restauriert und an der Rückseite seines eigenen Hauses angebracht. Ergänzt wird die Arbeit durch Baupläne und Abbildungen der Gebäude sowie Fotos der Inschriften, die jeweils übersetzt und gedeutet werden.",4 SAB 212,1,51 S.,1590,1945,290,7,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur","Petrikirche, Münster, St. Clemens-Kirche, Münster", Clive-Steven C.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1298,Stein des Anstoßes: Black Form (Dedicated to the Missing Jews),"Vor dem Schloß von Münster stand ein Jahr lang die „Black Form“, ein Mahnmal in Form eines schwarzen Steines, mit dem der amerikanische Künstler Sol LeWitt, der selbst Jude ist, Trauer um die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden ausdrücken will. Nach dem Abriß des Objekts entwickelte sich im Nachhinein ein Streit um das Denkmal. Nach einem groben Überblick über die Entstehungsgeschichte des Denkmalprojekts und der Biographie des Künstlers greift der Verf. den lokalpolitischen Streit auf und dokumentiert ihn ausführlich vor allem anhand von Zeitungsartikeln. Inhaltlich zeichnet er die verschiedenen Parteipositionen zu dem Kunstobjekt nach und beschreibt die Reaktionen auf eine Wiederaufstellungsinitiative. Durch Bezug auf Presseveröffentlichungen (in einem eigenen Kapitel durch Hinzuziehung von Leserbriefen) wird auch die Resonanz innerhalb der Bevölkerung auf den „schwarzen Stein“ wiedergegeben. Als „symptomatisch für das Verhältnis der Deutschen zum Holocaust“ bewertet der Verf. die Tatsache, dass schon bald nach der Einweihung des Denkmals die Tafel mit der Widmung gestohlen wurde. Die Arbeit wird begleitet durch Zeitungsartikel und weitere Dokumente zum Mahnmal, insbesondere Briefe und Positionspapiere, die die interviewten Zeitzeugen und Experten erhalten haben.",4 SAB 115,1,110 S.,1987,1993,290,7,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Fürstbischöfliches Schloss Münster, Stefan G.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1345,Unteilbares Deutschland. Ein merk-würdiges Mahnmal,"Das Untersuchungsobjekt ist eine Münsteraner Plastik mit dem Namen „Unteilbares Deutschland“: Zwei Betonobelisken, die durch jeweils ein Loch in der Mitte durch eine Kette verbunden sind, thematisieren seit dreißig Jahren die Sehnsüchte der Wiedervereinigung. Mit der Wende wurde dieses ehemalige Mahnmal zum Denkmal. Eine Umfrage vor Ort ergibt, dass der größte Teil der Befragten die Skulptur für „absolut gelungen“ hält. Das Autorenteam skizziert die Entwicklungsgeschichte des Objektes (ein Ergebnis des „Kalten Krieges“), befragt die Künstlerin und präsentiert – da nach der Wiedervereinigung eine Anpassung des Mahnmals an die neuen politischen Verhältnisse diskutiert wird – einen eigenen gezeichneten Vorschlag: die beiden Obelisken sind farbig angemalt, die Kette durchtrennt.",4 SAB 135,0,21 S.,1960,1993,,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Arnold M., Robert M., Tilmann R.",Gymnasium Paulinum 1439,Warum der Aegidiimarkt ein Denkmal verdient oder: Was aus dem Geschenk des villicus Wulfhard II. wurde,"Unter Verwendung von Bildmaterial, Zeitungsartikeln und Karten beschreiben die Autorinnen zunächst die Geschichte des Aegidii-Klosters ins Münster, an deren Stelle später eine Kaserne gebaut wurde, der in der Gegenwart ein Einkaufszentrum mit unterirdischem Parkhaus folgte. Für ihre Recherchen starten die Schülerinnen auch einen umfangreichen Expertenbriefwechsel vom Bischof über Äbtissinnen bis zum Oberstadtdirektor. Erst im zweiten Teil beginnen sie mit dem Denkmalproblem durch Beschreiben und Fotografieren der bisherigen Stele sowie einer Gedenktafel. Die Denkmalwürdigkeit des Aegidiiplatzes ermitteln die Autorinnen mittels einer Umfrage. Die Ergebnisse werden als Balkendiagramme dargestellt. Sie machen Vorschläge für ein neues Denkmal, für das durch ein Stadtfest geworben, auf dem gleichzeitig Geld gesammelt werden soll. Ihr Vorschlag: In Erinnerung an eine Litfaßsäule vor der ehemaligen preußischen Kaserne entwerfen sie eine Bildersäule, auf der die Geschichte des Platzes dargestellt ist und formulieren eine (lange) Inschrift. Auf dem Fest soll ein Theaterstück vorgeführt werden, in dem die Verfasserinnen den vom Himmel herabgestiegenen Klostergründer Ludger den heutigen Zustand des Platzes zu erklären versuchen. Fazit der kreativen Idee: Die Schändung seines Friedhofs durch eine Tiefgarage könne nur durch die Errichtung des Denkmals gesühnt werden. Der Beitrag enthält eine Vielzahl von Fotos. ",4 SAB 120,0,78 S.,1173,1993,250,7,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel",Aegidiimarkt," Esther C., Kerrin R., Monika K.",Ratsgymnasium 1503,"Zerstört, entweiht und noch kein Ende?! Spuren jüdischen Lebens in Lüdinghausen","Das besondere an der Arbeit ist, dass sie als Gegenarbeit gegen ein geplantes Ziegendenkmal steht, das ausgerechnet an der Stelle errichtet werden soll, an der in Lüdinghausen einmal die Synagoge stand. Die beiden Autorinnen beginnen ihre Untersuchung mit Nachforschungen nach sichtbarer Erinnerung an das jüdische Leben in Lüdinghausen. Sie beschreiben die ehemalige Synagoge sowie den jüdischen Friedhof und dokumentieren beides durch historische und aktuelle Fotos. Von hier aus spüren sie Lebensschicksalen nach, suchen und befragen Zeitzeugen. Sie gelangen schließlich zur ihrer eigenen Gegenwart zurück und setzen die erworbenen Kenntnisse um in die Forderung nach einer denkmalhaften Erinnerung an das jüdische Leben im Ort. In einem exkursartigen Kapitel über die Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung (durch eine Meinungsumfrage zum Ziegendenkmal ergänzt) beklagen sie, dass dieses geplante Denkmal von mangelnder Sensibilität der Initiatoren zeugt.",4 SAB 099,0,74 S.,1805,1993,266,7,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Lüdinghausen," Katja P., Mareike H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1504,"Zerstört, vergessen, unbekannt? Nepomukdenkmäler in Münster","In der Arbeit werden religiöse Denkmäler thematisiert. Der Autor liefert eine heiligenspezifische Denkmälerinventarisierung in Münster, wobei er auch bereits zerstörte Objekte mit einbezieht. Anhand von Sekundärliteratur, ergänzt durch Interviews erhellt er zu Beginn die Hintergründe der Nepomuk-Verehrung in Westfalen und schreibt eine Biographie des Heiligen. Auf einer Karte trägt er alle jemals aufgestellten münsterschen Nepomukdenkmäler ein und stellt sie unter den Aspekten Standort, Aussehen, Geschichte und - wenn notwendig - Zerstörung vor. Zeitzeugengespräche, Zeitungsartikel, Archivalien und selbstaufgenommene Fotos ergänzen die jeweiligen Denkmalporträts. Ein besonderer Fall ist das wahrscheinlich durch NS-Rowdys zerstörte, 1993 neu errichtete Nepomuk-Denkmal am Bispinghof, in das ein verwitterter „Mordstein“ für ein (beschriebenes) Verbrechen aus dem Jahre 1813 eingearbeitet wurde. Eine kleine Umfrage belegt, dass der Heilige bei jüngeren Menschen wenig bekannt ist. Deshalb sieht der Autor es als wichtige Aufgabe für die Kirchen beider Konfessionen an, an Nepomuk zu erinnern. Denn er habe über ein Jahrhundert vor der Reformation Mut zum Widerstand gegen Übergriffe der Obrigkeit bewiesen und könne so für alle Christen in allen Zeiten Modell sein. Die Arbeit enthält Fotos sowie weiteres Quellenmaterial.",4 SAB 101,1,106 S.,1800,1993,31,7,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Bispinghof, Münster", Christoph L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1526,Zwischen Heil Hitler und Helau. Die Geschichte des Zwingers in Münster,"Nach einem Definitionsversuch des Wortes „Denkmal“ präsentiert das Autorenteam in der ersten Hälfte der Arbeit einen historischen Abriß über die Bau- und Nutzungsgeschichte des Zwingers bis zur noch offenen Gegenwart (Mahnmal, Ehrenmal, Wahnmal, Warnmal). 1900 beschloß die Stadt, das 1532 vollendete Gebäude als historisches Denkmal zu erhalten. Es fand danach mal als Notwohnung, mal als Künstlerheim Verwendung. Auch die Nationalsozialisten präsentierten dort Kultur, bevor sie den Zwinger zur Hinrichtungsstätte umfunktionierten. Während des Krieges wurde das Gebäude zerstört. Anhand von Zeitungsartikeln sowie Partei- und Behördenquellen skizzieren die Verf. anschließend die Nachkriegsdiskussion zwischen einer künstlerischen und einer rein historisch-dokumentativen Nutzung. Zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wurde 1986 eine Gedenktafel in der Nähe des Zwingers angebracht, bevor der Stadtrat 1989 beschloß, das gesamte Gebäude zu einem Mahnmal für die Opfer von Gewalt herzurichten. In einem Anhang stellen die Verfasser die Zwinger-Ausstellung der Künstlerin Rebecca Horn vor und werfen einen Blick auf die Karnevalsaktivitäten der „Narrenzunft vom Zwinger“. Die Arbeit enthält viele kopierte Fotos, Zeitungsartikel und weitere Dokumente.",4 SAB 119,0,133 S.,1528,1993,31,7,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",Zwinger," Alexander T., Andre E., Ute K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 12,„Da war mein Mann nicht mehr zu halten“. Die Ost-West-Geschichte(n) der Familie K.,"Die Autorinnen stellen die Geschichte einer aus Dresden stammenden Frau (geb. 1959) vor, die nach einem gescheiterten Fluchtversuch mit Mann und Kind 1984 per Ausreiseantrag in die BRD übersiedeln konnte. In ihrer Arbeit konzentrieren sie sich zunächst auf die Erfahrungen, die ihre Protagonistin in der DDR gemacht hat. In chronologischer Abfolge schildern sie hier einzelne Lebensstationen vom Kindergarten über eine von starkem FDJ-Engagement geprägte Schulzeit bis zur frühen Heirat 1977. Außerdem sprechen sie die politische Inhaftierung des Vaters in Bautzen als ersten Bruch in der Biographie und die wachsende Unzufriedenheit der Akteurin und ihres Mannes mit dem Leben in der DDR zu Beginn der 80er Jahre an, die durch Kontakte in den Westen noch gesteigert wurde. Zuletzt gehen sie dann auf den folgenlos bleibenden Fluchtversuch der Familie über Ungarn 1982 sowie knapp auf den Ausreiseantrag, dessen Bewilligung, die erste Zeit im Westen und die heutige Situation der Familie ein. Im Nachwort betonen die Verfasserinnen, dass sie über die Beschäftigung mit dem Einzelschicksal einen guten Einblick in den Alltag in der DDR bekommen haben. Widersprüche – wie den zwischen dem system-konformen Verhalten der Tochter und der Haft des Vaters – hinterfragen sie nicht. Die Darstellung stützt sich auf drei Interviews mit der Protagonistin. Ergänzend werden Fotos und Dokumente aus dem Besitz der Befragten als Abbildungen in die Arbeit einbezogen.",4 SAB 161,0,29 S.,1959,1994,220,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Christine H., Kerstin F., Meike M.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 24,„Die Stasi kommt – und ich muß geh’n…“. Die Lebensgeschichte der Toni Brandenburg,"Der Schüler macht die eng mit der deutschen Teilung verbundene Geschichte einer anonym bleibenden Verwandten (geb. 1937), die 1959 von Ost- nach West-Berlin geflüchtet ist, zum Thema seiner Arbeit. Konzentriert auf die Berliner Jahre seiner Akteurin bis 1965, hält er in chronologischen Kapiteln individuelle Stationen und Erinnerungen fest. Konkret spricht er hier Kriegserlebnisse, den Alltag in Ost-Berlin nach 1945 als Tochter eines angesehenen privaten Schuhmachers, die Zeit an einem katholischen Gymnasium im US-Sektor und den Ende 1952 staatlich erzwungenen Wechsel auf eine Oberschule im Ostteil der Stadt an. Darüber hinaus schildert er Erinnerungen an den 17. Juni 1953, Schmuggelaktionen, Nachteile als Christin, den Umgang mit dem Thema „Flucht“ im Beruf, Stasi-Bespitzelungen der Familie und die Flucht des Bruders 1955. Zuletzt geht er dann auf die Flucht seiner Akteurin, auf deren Arbeit in einem West-Berliner Institut für Ost-West-Fragen und auf einen Berlin-Flug am Tag des Mauerbaus ein. Kurz deutet er von Freunden geleistete Fluchthilfe und die Trennung der Familie bis zur Übersiedlung der Eltern 1981 an. Die private Geschichte ordnet der Verfasser dabei über den einzelnen Kapiteln vorangestellte Abschnitte in den historisch-politischen Kontext ein. Im Fazit resümiert der Schüler, dass seine – in Berlin an der Nahtstelle zwischen Ost und West lebende – Zeitzeugin aufgrund des familiären Freiraums, des kirchlichen Engagements und der Westkontakte ein distanziertes Verhältnis zur DDR entwickeln konnte. Vor dem Hintergrund zunehmender Konfrontationen mit dem Staat habe sie so letztlich folgerichtig den Entschluß zur Flucht gefaßt. Allgemein weist er zudem auf den fehlenden Rückhalt des SED-Regimes in der Bevölkerung hin, der nur durch Druck und Einschüchterung kompensiert werden konnte. Basis des klar strukturierten Beitrags ist das Interview mit der Verwandten. Zusätzlich wurden Material aus dem Besitz der Befragten, Literatur und zeitgenössische Presse einbezogen.",4 SAB 168,1,49 S.,1937,1977,31,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Berlin, Thomas H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 40,„Feindzentrale“ Onkel Theo. 600 Kontakte in die DDR – ein Ordensbruder mit außergewöhnlichem Hobby,"Der Ordensbruder Theo Koening aus Münster-Hiltrup hatte von 1978 bis zur Wendezeit über Briefe und Pakete Kontakt zu insgesamt rund 600 – in der Mehrzahl ausreisewilligen oder aus politischen Gründen inhaftierten – DDR-Bürgern. Hintergrund dieser Kontakte war es, den Betreffenden den Rücken zu stärken und sie, wo erforderlich, durch persönlichen Einsatz in ihren Belangen zu unterstützen. Das Engagement Koenings machen die Schülerinnen zum Thema ihres Beitrags. Sie gehen dabei zunächst auf die Biographie des Ordensbruders ein und beschreiben Bedeutung, Umfang und das konkrete Zustandekommen der Kontakte über die Zeitschrift „Hilferuf von drüben“. Anhand von drei exemplarischen Fällen mit „Onkel Theo“ korrespondierender Familien schildern sie dann eindringlich den extremen staatlichen Druck, der in der DDR auf Ausreisewillige ausgeübt werden konnte. Im zweiten Drittel ihrer Arbeit beschäftigen sie sich mit den Beweg- und Hintergründen der Koeningschen Aktivitäten. Sie gehen hier auf im Vorfeld notwendige Spenden, auf die Dankbarkeit der Briefpartner(innen) aus der DDR, auf religiöse Motive und v. a. auf den politischen Konservativismus ein, der den strikten Ostpolitik-Gegner Koening zu seinem Handeln veranlaßte und der sein Engagement nicht unumstritten sein ließ. Im letzten Drittel des Beitrags zeichnen sie das Insistieren des Ordensbruders bei bundesdeutschen und DDR-Behörden sowie die Reaktion der Stasi auf seine Aktivitäten nach, bevor sie sich abschließend Gedanken über die Effektivität des von Koening als Einzelperson geleisteten Widerstands machen. Obgleich sie Zweifel an der Richtigkeit des harten politischen Weges lassen, für den Koening eintrat, schätzen die Autorinnen die Aktivitäten des 1991 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneten Münsteraners insgesamt sehr positiv ein. In ihrem Fazit betonen sie zudem, dass der Stasi trotz bestehender Lücken im System vielfach ein erfolgreiches Arbeiten gelang. Der Beitrag basiert auf Interviews mit Koening und auf Material aus dessen Besitz. Zusätzlich befragten die Verf. einige der ostdeutschen Briefpartner(innen) und Menschen aus Koenings münsterscher Umgebung. Daneben werden Ausgaben der Zeitschrift „Hilferuf von drüben“ und publizierte Schilderungen von Übersiedlern aus Koenings Umfeld einbezogen. Im ihrem Arbeitsbericht stellen die Verf. ihre Interview-Methode vor.",4 SAB 137,0,171 S.,1978,1990,278,8,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Anne S., Dorothee K., Eva-Maria S.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 56,„Ich hau jetzt ab!“ Die Lebensgeschichte des Christoph Prasse in der DDR bis 1972,"Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Leben Christoph Prasses (geb. 1953), der bereits während seiner Jugendzeit in der DDR aufgrund seiner kritischen Haltung gegenüber des Systems große Probleme hatte. Ein Zugang zu höherer Schulbildung wurde ihm zunächst wegen seiner katholischen Konfession nicht ermöglicht und er machte gegen seinen ursprünglichen Willen eine Ausbildung zum Schlosser. Sein Wunsch zur Flucht wurde immer größer, so dass er Anfang der 1970er Jahre mit einem Freund beschloss, über die Tschechoslowakei in den Westen zu fliehen. Dabei wurden die beiden festgenommen, zu einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten verurteilt und in Leipzig inhaftiert. 1972 wurde er von der BRD freigekauft und begann ein neues Leben in Osnabrück. Er setzte seine Schulbildung fort und nahm ein Jurastudium in Münster auf. Dort arbeitete er schließlich als selbständiger Rechtsanwalt. Die beiden Verfasser zeichnen die Geschichte Prasses anhand von Interviews mit ihm nach. Sie werten dabei auch das in der Arbeit abgedruckte Gerichtsurteil gegen Prasse aus.",4 SAB 156,0,28 S.,1953,1992,,8,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Fabian S., Sebastian F.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 77,„Sie wollen damit nichts mehr zu tun haben. … 40 Jahre Arbeit haben das verdrängt.“ Warum ein Projekt an der deutsch-deutschen Wirklichkeit scheitern mußte,"Bei der Arbeit handelt es sich weniger um einen Beitrag zum Geschichtswettbewerb, als um eine kurze Darstellung der Gründe, warum das Projekt der Schüler gescheitert ist. Der von den Schülern interviewte Zeitzeuge war aus der DDR geflohen und hatte sich zunächst bereit erklärt, von seinem Lebensweg zu berichten. Bei einem Treffen stellen die Schüler jedoch fest, dass er das Erlebte verdrängt habe. Außerdem sei er nach einem ersten Gespräch „nicht gewillt, es aufzuarbeiten“, so dass sie das Projekt für gescheitert erklären.",4 SAB 159,0,5 S.,1949,1990,,8,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,," Daniel W., Matthias B.",Keine Angabe 86,„und immer diese Angst…“ (Frau Bückmann). Fluchtgeschichte von Ost- nach Westdeutschland,"In ihrem Beitrag stellen sich die Schülerinnen die Frage nach individuellen Gründen für die Flucht von Ost- nach Westdeutschland und wollen mehr über verschiedene Motive herausfinden. Dies geschieht insbesondere auf der Grundlage von fünf Zeitzeug*inneninterviews, die die Verfasserinnen durchgeführt haben. Dazu dokumentieren sie zunächst die Antworten der Interviewpartner auf ihre Fragen ausführlich, werten diese im Anschluss knapp aus und vollziehen die Fluchtwege anhand von Kartenmaterial zum Teil nach.",4 SAB 149,0,50 S.,1949,1969,333,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Evelyn D., Katharina S., Thu Thuy N.",Marienschule 87,"„Und was bleibt, ist das Staunen.“ Die drei Leben der Ruth Herzfeldt","Der Beitrag informiert über das Schicksal Ruth Herzfeldts (geb. 1922) – einer Frau, die nach 1945 für viereinhalb Jahre in verschiedenen Lagern der SBZ, zuletzt in Buchenwald, inhaftiert war und 1955 in die BRD übergesiedelt ist. Nach einem Arbeitsbericht, der u.a. die Frage nach der Bedeutung von Biographien stellt, und nach einem knappen Lebenslauf Herzfeldts gibt die Verf. im Hauptteil Einblick in einzelne Lebensstationen ihrer Protagonistin. Sie geht hier auf die Kindheit in Finsterwalde, auf das 1941 begonnene Studium und die Arbeit als Journalistin in der Kriegszeit ein. Intensiv zeichnet sie anschließend Lebensbedingungen und psychische Belastungen der Haftzeit in Ketschendorf, Jamlitz, Mühlberg und Buchenwald nach. Zudem schildert sie die Jahre in der DDR nach der Haftentlassung, die Vorbereitung der Übersiedlung in den Westen von Ost-Berlin aus, das Einleben in Freiburg, die erste Reise nach Italien und gesundheitliche Spätfolgen der Haft. Individuelle Erinnerungen und Informationen aus der Literatur, z.B. zu den Lagern, verbindet sie dabei zu einem detaillierten und sensiblen Bericht. In einem längeren Schlußteil beschäftigt sich die Autorin zusätzlich damit, wie ihre Zeitzeugin, angeregt durch geplante Publikationen und Presseberichte, die eigene Geschichte intellektuell aufzuarbeiten sucht. Von diesen Bemühungen und eigenen Eindrücken während eines Besuchs in Buchenwald ausgehend macht die Verf. auf die aktuelle Diskussion um die adäquate Form des Erinnerns an die Buchenwald-Opfer aus den Jahren vor und nach 1945 aufmerksam. Das Sammeln von Dokumenten als Basis einer wissenschaftlichen Aufarbeitung betont sie dabei als beste Möglichkeit des Gedenkens. Die eigene Arbeit begreift sie als Baustein auf diesem Weg. Hauptquelle des Beitrags sind intensive Interviews mit der Protagonistin. Darüber hinaus hat die Verf. in großem Umfang Material aus dem Besitz der Befragten (u.a. Bericht über die Haft von 1957, Presseartikel der Zeitzeugin, Fotos) und Fachliteratur einbezogen.",4 SAB 141,1,80 S.,1922,1995,31,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Charlotte L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 92,"„Von dort kamen wir, wohin gehen wir jetzt?“ Die gemeinsame Schulzeit am Hammonense als Schnittpunkt im Leben geflüchteter DDR-Schüler","Thema des Beitrags sind die Ost-West-Erfahrungen von DDR-Flüchtlingen, die in den Jahren 1958-64 am Staatlichen Gymnasium Hamm in speziellen Förderkursen ihre in Ostdeutschland begonnene Schullaufbahn fortgeführt und mit dem Abitur abgeschlossen haben. Im ersten Teil wirft die Verf. zunächst einen differenzierten Blick auf einzelne Konfliktfelder in der DDR, die für die Mehrzahl der betreffenden Flüchtlinge prägend waren: auf die Konfrontation zwischen Kirche und SED-Regime, die Ideologisierung der Schule, die staatlichen Jugendorganisationen und das Bild vom Westen. Anschließend faßt sie zusammen, was ihr von den Absolvent(inn)en der Kurse über die eigene Flucht – über Hintergründe, Vorbereitungen, Gefühle und die Sicht heute – berichtet wurde. Nachdem sie Eindrücke und mentale Umstellungsprobleme der ersten Zeit im Westen geschildert hat, geht die Verf. im zweiten Teil auf die Rahmenbedingungen der Monate am Hammer Gymnasium ein. Die Unterbringung in Gastfamilien und die Finanzierung finden hier ebenso Erwähnung wie besondere schulische Schwierigkeiten in den Förderkursen, wie das Lehrer-Schüler-Verhältnis und die Organisation der Kurse, wie Solidaraktionen für die Flüchtlinge oder Veranstaltungen außerhalb des Unterrichts. Zum Schluß hält die Autorin fest, wie die Betroffenen die Monate bis zum Abitur heute sehen, wie sie die Festigung der Teilung in den folgenden Jahren, Kontakte in die alte Heimat und die Wendezeit erlebt haben. Die Verf. legt eine Untersuchung vor, die auf Gemeinsamkeiten und allgemeine Hintergründe der angesprochenen thematischen Aspekte, aber immer wieder auch auf die Individualität des Einzelschicksals abhebt. Resümierend betont die Schülerin den schwierigen inneren Weg, den die Flüchtlinge vor dem Hintergrund des Wechsels vom einen politischen Erfahrungsraum in den anderen zu gehen hatten. Die Beschäftigung mit den Erfahrungen, die die Flüchtlinge im Zuge ihrer Integration in die westliche Gesellschaft gemacht haben, bewertet sie dabei als Chance, aktuelle Probleme des Vereinigungsprozesses besser zu verstehen. Die Autorin hat für ihren Beitrag 24 Absolvent(inn)en der Hammer Förderkurse sowie weitere elf Beteiligte - Lehrer, Gasteltern, die Frau des zuständigen Mitarbeiters der Jugendsozialhilfe, die Frau des Schuldirektors etc. - interviewt. Überdies hat sie Archivalien, private Dokumente und Literatur berücksichtigt. Die schriftlichen Quellen und v. a. die Interviews, aus denen sie immer wieder zitiert, macht sie zur Basis einer facettenreichen wissenschaftlichen Darstellung.",4 SAB 171,1,276 S.,1958,1990,118,8,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",DDR, Gunda W.,Schillergymnasium 95,„Wie aus einer anderen Welt…“ – Rückblicke auf nichtangepaßtes und oppositionelles Verhalten in der DDR,"Der Schüler beschäftigt sich anhand von zwei Einzelbeispielen mit oppositionellem Verhalten in der DDR. Im ersten Teil seines Beitrags geht es um die Biographie von „Heinz K.“ (geb. 1942), der, als seine innere Distanz zum SED-Staat in der Zeit des Prager Frühlings immer stärker wird, 1968 über Bratislava in den Westen flieht. Im zweiten Teil zeichnet er das Leben der Adlers (geb. 1943/1946) nach, die sich als christlich engagiertes Ehepaar seit den 70er Jahren und intensiv auch im Herbst 1989 an regimekritischen Protestaktionen im kirchlichen Rahmen beteiligen, jahrelang von der Stasi überwacht werden und im Dezember 1989 in den Westen übersiedeln. Für beide Fälle stellt er die Zeitzeugen-Erinnerungen chronologisch von der Kindheit bis zum Verlassen der DDR vor, spricht Lebensumstände und Überzeugungen an. Im ersten Teil steht dabei die minutiös geschilderte Flucht im Vordergrund, im zweiten das per Bild- und Schriftmaterial (u. a. Stasi-Akten) belegte Protestverhalten bis 1989. Von den Biographien ausgehend, benennt der Schüler in einem dritten Teil DDR-spezifische Faktoren, die beim Konflikt des einzelnen mit dem Regime eine fördernde oder hemmende Rolle spielen konnten. Er erwähnt hier die faktisch geforderte Anpassung, die Indoktrination schon im Kindesalter, die stets präsente Überwachung, aber auch die staatliche Anerkennung der DDR seit den 70er Jahren und den Einfluß alter Seilschaften heute. Abschließend betont er den Wert der Freiheit und die in Diktaturen besondere Bedeutung der Kirche. Basis der Arbeit sind in den Text integrierte Interviews mit den drei Hauptpersonen. Nachdem er zu Beginn die schwierige Trennung von Information und Interpretation problematisiert hat, bemüht sich der Autor in der Darstellung um eine graphische Hervorhebung von Zitaten und Kommentaren. An seine Darstellung schließt sich ein umfangreicher Dokumentationsteil an, der viele der benutzten Quellen in Kopie enthält.",4 SAB 151,1,130 S.,1942,1989,31,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",DDR, Jan L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 100,„Wir sind im Westen“. Die Lebensgeschichte von Heiner Stephan zwischen Ost und West,"Die Schüler beschreiben die Lebensgeschichte Heiner Stephans, der 1943 geboren wurde. Sein Vater Gerhard Stephan floh bereits Ende der 1940er Jahre nach Köln, von wo aus er in Lünen eine Stelle als Gymnasiallehrer fand. Schließlich sollten seine Frau und sein Sohn in die BRD nachkommen, weshalb sie am 2. Juli 1950 sie über die Grenze in den Westen flohen. Der Anfang in der neuen Heimat war nicht leicht für Heiner Stephan. Zunächst kam er in ein Heim, da die Wohnung seiner Familie in Lünen zu klein war. Er wechselte häufig die Schule und fand nur schwer Freunde. Die Verfasser berichten auf der Grundlage der geführten Interviews auch über spätere Besuche Stephans bei Verwandten im Osten und den großen Aufwand eine Einreisegenehmigung zu erhalten. Allgemeinere Abschnitte zur Kindererziehung in der DDR, zur Stasi und zur SED schließen sich an, die ebenfalls auf den Aussagen des Zeitzeugen beruhen.",4 SAB 157,0,28 S.,1943,1989,31,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Martin H., Stefan S., Stephan K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 230,1945 – Eine Familie unter vielen flüchtet von Ost nach West,"Auf der Grundlage eines Zeitzeug*inneninterviews wird die Flucht der Großmutter einer der beiden Schülerinnen aus Oberschlesien ab 1945 nachgezeichnet. Nach ihrer Ankunft in einem Flüchtlingslager in der Nähe von Prag übernahm die Großmutter dort die Lagerleitung. Über Regensburg floh sie mit ihrer Familie schließlich bis nach Beckum. Ergänzt wird die knappe Darstellung durch einen umfangreichen Anhang, der kopierte Zeitungsartikel, Fotos und persönliche Dokumente der Großmutter Elisabeth Halama enthält.",4 SAB 139,0,91 S.,1945,1995,346,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Judith H., Katharina S.",Marienschule 251,Alltagsleben in der DDR. Aus der Sicht von „Ost“- und „West“-Familien,"Der Verfasser hat fünf in Westdeutschland lebende Menschen interviewt, die als Übersiedler(innen) oder durch Verwandte in Ostdeutschland eine besondere Beziehung zur DDR hatten. In seiner thematisch gegliederten Arbeit referiert er, was ihm die Befragten über Ost-West-Kontakte in den Jahren der Teilung, gegebenenfalls über ihre Flucht oder Ausreise sowie v.a. über Alltag, Schule und die Politisierung des Lebens in der DDR berichtet haben. Konkret geht er hier z.B. auf DDR-Reisen und bezogen auf Ostdeutschland bis 1989 auf Freizeitmöglichkeiten, auf die Bedeutung der Religion und Erinnerungen aus Schüler- und aus Lehrerperspektive, auf die Rolle des West-Fernsehens oder auf die fehlende Meinungsfreiheit ein. Detailliert beschreibt er zudem die Umstände der Flucht einer Familie im Oktober 1989 über Ungarn in den Westen sowie Bedenken, Hintergründe, Formalitäten und Schikanen im Umfeld eines 1989 gestellten und anfang 1990 bewilligten Ausreiseantrags. Im Nachwort betont der Verfasser, dass bestehende Ost-West-Kontakte trotz der Grenze gepflegt wurden, neue deutsch-deutsche Kontakte aufgrund von Feindbildern aber nicht entstanden sind. Als Charakteristikum des Lebens in der DDR hebt er hervor: Die Bevölkerung ist vom SED-Regime nicht als frei und mündig akzeptiert worden, sondern sie hatte im Sinne eines Systems zu funktionieren, das zwar soziale Sicherheiten bot, jede Individualität aber rigide unterdrückte. Der Hauptgrund für die Unzufriedenheit von Ostdeutschen vor 1989 seien nicht die eingeschränkten Konsummöglichkeiten, sondern Bevormundung und Intoleranz gewesen. Basis des Beitrags sind die Interviews. Ergänzendes Material wurde nur in geringem Umfang herangezogen; Literatur wurde gar nicht berücksichtigt.",4 SAB 147,1,85 S.,1945,1990,101,8,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Tobias B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 337,Brücken über Stacheldraht. Eine Familiengründung über die deutsch-deutsche Grenze,"Die Arbeit setzt sich mit der von der deutschen Teilung geprägten Familiengeschichte einer der Verf. auseinander: Die Autorin ist im Rahmen einer Familienzusammenführung 1980 mit ihrer Mutter zu ihrem bereits 1962 geflüchteten Vater nach Münster übergesiedelt; ihre Großeltern leben bis heute in Thüringen. Einleitend stellen die Verf. die Kurzbiographien ihrer fünf Hauptpersonen – der Verf., der Eltern und Großeltern – vor. Außerdem gehen sie über ein Interview mit dem westlichen Familienteil auf Wege ein, den Kontakt untereinander trotz der Grenze zu wahren. Im Hauptteil geben sie dann in personenbezogenen Kapiteln nacheinander ausführliche, thematisch strukturierte Interviews mit den fünf Akteur(inn)en wieder, in denen diese von ihrem Leben in Ost und West, von ihren Ost-West-Erfahrungen, dem Verhältnis zur DDR und ihrer Haltung zur Vereinigung berichten. Im Anschluß an jedes Interview greifen sie wichtige faktenbezogene oder psychologische Aspekte auf und ordnen sie in den historischen Kontext ein. Darüber hinaus lassen sie den Interviews Exkurse zum Thema „Kirche und SED“, zur DDR-Kulturpolitik, zum Marxismus-Leninismus, zu den Wendeereignissen und zur Frage der ostdeutschen Zukunft nach dem Mauerfall folgen. Bei der Mitverf. thematisieren sie in diesem Kontext auch den Umgang mit der eigenen Geschichte. Die Autorinnen zeichnen so ein vielschichtiges und differenziertes Bild von der DDR, von Ost-West-Familienbeziehungen, von Übersiedlerschicksalen und allgemein der Ost-West-Problematik bis in die Gegenwart. Abschließend werten die Schülerinnen die Interviews vergleichend aus. Sie heben dabei etwa die unterschiedlichen Motive im Zusammenhang mit der Entscheidung, in der DDR zu bleiben oder in den Westen zu gehen, hervor. Daneben beleuchten sie die Wende-Euphorie genauer und erläutern, warum ihnen die Vereinigung als einzig sinnvolle Lösung der deutschen Frage in der Situation 1989/90 erscheint. Allgemein stellen sie zudem die Beschäftigung mit der Geschichte als Chance für eine bewußtere Gestaltung der Zukunft dar. Basis der Arbeit sind die Interviews mit den Hauptpersonen. Deren Aussagen überprüfen und ergänzen die Verf. mit Hilfe von Informationen aus der Literatur, aus der Presse und privaten Dokumenten. Im Arbeitsbericht reflektieren sie kritisch den Entstehungsprozeß des Beitrags. Die geführten Interviews werden in der Arbeit ausführlich dokumentiert und wörtlich wiedergegeben; ergänzt wird die Darstellung durch Kopien privater Dokumente.",4 SAB 154,0,259 S.,1949,1995,,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Esther C., Kerrin R., Monika K.",Ratsgymnasium 372,Das durch Stempel gekennzeichnete Leben des Herrn Breithaupt,"Thema ist die Lebensgeschichte Hans-Georg Breithaupts (1917-1993), des Großvaters eines der Autoren. Breithaupt, damals Grundschuldirektor in Thüringen, wird Anfang Juni 1953 wegen eines abgefangenen Briefes mit DDR-kritischem Inhalt zu drei Jahren Haft verurteilt, flieht nach seiner Entlassung 1956 mit Frau und zwei Kindern in den Westen, wird schließlich in Münster heimisch und stirbt kurz vor seiner Rehabilitierung 1993. In ihrer Arbeit geben die Schüler zunächst einen Auszug aus den Memoiren des Bischofs von Thüringen, Leich, wieder, in der die Verhaftung Breithaupts angesprochen wird. Im Folgenden rekonstruieren sie in einem durchgehenden Text für das Ost-West-Thema wichtige Phasen der Biographie Breithaupts. Sie gehen dabei auf die Ausbildung Breithaupts als Lehrer 1946-49, auf die liberale politische Einstellung und detailliert auf die Umstände ein, die zur Verhaftung führten, zitieren ausführlich aus dem Urteil gegen ihn und beschreiben die Auswirkungen der Haft für Breithaupt selbst und seine Familie. Zudem sprechen sie die Flucht und den durch staatliche Hilfe erleichterten Neubeginn im Westen an. Zuletzt zitieren sie aus dem Beschluß zur Rehabilitierung. Eine Einbettung in den historischen Kontext leisten sie nur ansatzweise. Die Arbeit stützt sich auf Informationen des Sohns und der Tochter Breithaupts, die mündlich bzw. schriftlich befragt wurden und auf Material aus dem Familienarchiv.",4 SAB 155,0,9 S.,1946,1993,289,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Christoph B., Michael M.",Ratsgymnasium 374,"Das Eichsfeld, eine zerrissene Region im geteilten Deutschland. Eichsfelder aus der Stadt Münster und dem Kreis Worbis berichten","Der Autor untersucht für den Zeitraum 1945-90 die Geschichte einer durch die innerdeutsche Grenze zerschnittenen Region: des Eichsfelds. Sein besonderes Augenmerk lenkt er dabei auf die Frage, welche Folgen Teilung und SED-Herrschaft für das katholisch-ländliche Eichsfeld hatten und wie vor Ort, aber auch in den Eichsfeld-Heimatvereinen in Westdeutschland damit umgegangen wurde. In seinem Beitrag informiert er einleitend – mit Schwerpunkt auf dem 19. Jahrhundert – über Geschichte und Struktur der Region bis 1945, über die Abwanderung aus dem Eichsfeld seit Mitte des vorigen Jahrhunderts und die daraufhin im Westen entstehenden Heimatvereine. Im Hauptteil hält er dann zunächst fest, wie die sowjetische Besatzungszeit im Eichsfeld, u. a. von einem 1947-54 inhaftierten CDU-Landrat, erlebt wurde. Anschließend gibt er einen ausführlichen Einblick in verschiedene Aspekte des Lebens im Eichsfeld 1949-90. Im thematischen Zugriff geht er hier auf den politischen, wirtschaftlichen und kirchlichen Bereich, den Alltag, das Erleben von Ost-West-Ereignissen und Kontakte in den Westen ein. Gesondert thematisiert er Fluchtgeschichten von Menschen aus der Region. Am Beispiel Münsters macht er außerdem auf Aktivitäten, Bedeutung und die intensiven DDR-Kontakte der westdeutschen Heimatvereine der Eichsfelder aufmerksam und vergleicht die Inhalte von in der DDR und im Westen herausgegebenen Eichsfelder Heimatzeitschriften. Der Schüler stellt das Eichsfeld als eine Region vor, die trotz aller Angriffe des sozialistischen Regimes und infolge des nie abgerissenen Kontakts zu den traditionsbewußten Heimatvereinen im Westen ihre eigene kulturelle Identität zu wahren verstanden hat. Die Heimatvereine deutet er als „soziale Insel“ in einer für Übersiedler neuen Umgebung. Bestärkt durch Entwicklungen im Eichsfeld seit 1990, schließt der Beitrag mit der Vermutung, dass die untersuchte Region schneller zusammenwachsen wird als andere Teile Deutschlands. Die Arbeit stützt sich auf Interviews mit 12 Eichsfeldern, die heute im Kreis Worbis oder in Münster leben. Weitere wichtige Informationen hat der Autor v. a. Akten des Heimatvereins Münster, aus dem Nachlaß seines Großvaters, der Heimatpresse und der Literatur entnommen. In seinem Beitrag verbindet er längere Zitate aus den Interviews bzw. den schriftlichen Quellen mit eigenen analysierenden Passagen zu einer dichten wissenschaftlichen Darstellung.",4 SAB 148,1,177 S.,1945,1990,31,8,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Eichsfeld, Christoph L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 406,"Das Ortskuratorium „Unteilbares Deutschland“ für Münster. „Wiedervereinigung? Hau ab, sonst lang ich dir einen.“","Gegenstand der Untersuchung sind die Aktivitäten des 1955-90 bestehenden münsterschen Ortskuratoriums „Unteilbares Deutschland“. In seiner klar strukturierten Arbeit informiert der Verf. zunächst über Geschichte, Zielsetzung und Organisationsrahmen des 1954 gegründeten Bundeskuratoriums „Unteilbares Deutschland“ sowie über die Gründung und die Finanzierung eines lokalen Kuratoriums in Münster. Im Hauptteil zeichnet er dann die Entwicklung und das Wirken des örtlichen Kuratoriums in drei zeitlichen Phasen - in den Jahren bis zum Mauerbau, bis zum Grundlagenvertrag und bis zur Vereinigung - nach. Intensiv setzt er sich hier mit dem Einfluß politischer Entwicklungen auf den Anspruch und die Arbeit auseinander. Gleichzeitig geht er auf konkrete Aktionen des Kuratoriums wie Gedenkveranstaltungen zum 17. Juni, die Errichtung eines Mahnmals, Vortragsabende, Straßensammlungen oder Aktivitäten im Bereich der Jugendarbeit ein und fragt nach deren Resonanz in der Bevölkerung. Zuletzt spricht er die Auflösung der Kuratorien im Zuge der Vereinigung an. Vom Anspruch des Kuratoriums ausgehend, mit der Vereinigung habe man sein Ziel erreicht, stellt der Verf. abschließend die Frage nach dem Beitrag, den das Kuratorium tatsächlich für die Verwirklichung der Einheit 1990 geleistet hat. Deutlich weist er in diesem Zusammenhang auf die allein maßgebliche Rolle der Politik Gorbatschows hin. Zwar habe das Ortskuratorium in den 50 Jahren mit viel Idealismus und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung über seine Aktionen den Wiedervereinigungsgedanken wachgehalten, die Durchsetzung von politischen Veränderungen aber sei schon damals unrealistisch gewesen. Im Zuge der Ostpolitik habe sich das Kuratorium dann in seiner Arbeit weitgehend den neuen Gegebenheiten angepaßt. Gerade angesichts dieser Anpassung sei es unverständlich, warum sich das Kuratorium 1990 aufgelöst und so die Chance vertan hat, erstmals im Sinne der Vereinigung praktisch zu handeln. Der Verf. stützt seine Untersuchung auf umfangreiches, bisher unausgewertetes Aktenmaterial des Ortskuratoriums Münster sowie auf Interviews mit zwei ehemaligen Vorstandsmitgliedern. Zusätzlich bezieht er eine Umfrage unter Lokalpolitiker(inne)n, zeitgenössischen Presseartikel und Informationen aus der Literatur in seine Darstellung ein. Relevante Dokumente gibt er im Text oder im ausführlichen Anhang wieder.",4 SAB 145,1,136 S.,1954,1990,31,8,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Sebastian S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 429,"DDR-Geschichten. Eine mißglückte, und doch gelungene Flucht","Heribert Lidzba, der Religionslehrer der drei Verfasser, steht im Fokus des Beitrags. Lidzba wurde 1951 in Bützow geboren, wo er mit sechs weiteren Geschwistern aufwuchs. Zunächst begann er eine Ausbildung zum Priester am Seminar in Erfurt, die er jedoch abbrach. Da er zunehmend unzufrieden mit seinem Leben in der DDR wurde, beschloss er zu fliehen und setzte seine Pläne 1971 gemeinsam mit Freunden in die Tat um. In Ungarn wurde er jedoch verhaftet und nach Ostberlin zurückgebracht. Die Schüler beschreiben ausführlich die grausame Haft und die Verhöre, denen Lidzba ausgesetzt war. Von der Stasi wurde ihm schließlich vorgeworfen ein Spion des Westens zu sein, so dass es zu einer Verurteilung kam. 1972 wurde er vom Westen freigekauft und begann dort ein neues Leben.",4 SAB 158,0,19 S.,1951,1975,,8,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,," Christian B., Christian L., Johannes K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 491,Der lange Weg zur Einheit,"Die Schülerin beschäftigt sich zum einen mit der frühen Geschichte der deutschen Teilung und zum andern mit der Wahrnehmung der Nach-Wendezeit in Ostdeutschland. Sie interviewt dafür eine Frau und deren Tochter, die 1947 aus der SBZ in den Westen geflüchtet sind, und fragt ihre sächsische Brieffreundin nach deren Meinung zu den Veränderungen seit 1989. Nachdem sie einleitend Grunddaten zu Geographie und Geschichte der SBZ bzw. DDR referiert hat, gibt die Verf. zunächst die Interviews wieder. Das Gesagte vergleicht sie anschließend mit publizierten Berichten. Die Fluchtgeschichte stellt sie dabei der Schilderung eines ähnlichen Erlebnisses in der Fachliteratur gegenüber. Die Aussagen der Brieffreundin kontrastiert sie mit „Bravo“-Reporten über die Einstellungen Jugendlicher zur Situation seit der Wende, mit Presseartikeln zum fünften Jahrestag der Maueröffnung und mit Vertrags- bzw. Gesetzestexten zur deutschen Einheit. Im Rahmen des Vergleichs zeigt sich die Schülerin v. a. überrascht von der - von ihrer Brieffreundin keineswegs geteilten - negativen Einstellung ostdeutscher Jugendlicher zur Situation heute, die in den „Bravo“-Berichten deutlich wird. Die Beschäftigung mit der deutschen Vergangenheit schätzt die Autorin in diesem Zusammenhang als Chance ein, zu einer positiveren Haltung zur deutschen Vereinigung zu kommen. Die Arbeit läßt der Wiedergabe von Interviewauszügen bzw. von Textinhalten stets eine zusammenfassende Auswertung folgen, in der eigene Einschätzungen klarwerden, die aber immer wieder auch zu Redundanzen führt.",4 SAB 170,1,96 S.,1947,1995,,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Nicola H.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 517,Der Tag der deutschen Einheit verändert sein Datum,"Die Verf. nimmt das seit 1990 veränderte Datum des „Tags der deutschen Einheit“ zum Anlaß, sich mit dem 17. Juni 1953 und dem alten und neuen Nationalfeiertag genauer zu beschäftigen. Nachdem sie einleitend in einem kurzen eigenen Text über den Aufstand 1953 informiert hat, gibt sie über Zitate aus Interviews bzw. schriftlichen Befragungen wieder, wie neun west- und ostdeutsche Zeitzeug(inn)en den 17. Juni 1953 erlebt haben. Zur Illustration der Schilderungen präsentiert sie Fotos, die einer der Zeitzeugen als Bildreporter zur Zeit der Unruhen in Leipzig aufgenommen hat. Zudem stellt sie die Ergebnisse einer Umfrage vor, in deren Rahmen sie 17 Passant(inn)en bzw. Lehrer(innen) und zusätzlich Mitschülerinnen der 13. Klasse nach Wissen und Einstellungen im Kontext des alten und neuen „Tags der deutschen Einheit“ gefragt hat. Im ganzen Beitrag finden sich darüber hinaus Kopien aus Publikationen, die einen Eindruck von den Ereignissen des 17. Juni 1953 und der Wendezeit vermitteln. Die Umfrage deckt das geringe Wissen der Schülerinnen um die Hintergründe des 17. Juni auf. Die Verf. stellt den 17. Juni 1953 in ihrer Arbeit als Beginn einer langen Entwicklung vor, die letztlich zur Wende und zur Vereinigung geführt hat. Im Zuge der Realisierung der deutschen Einheit sei der 17. Juni folgerichtig durch den 3. Oktober als Nationalfeiertag ersetzt worden.",4 SAB 138,1,50 S.,1953,1991,346,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Stephanie D.,Marienschule 538,Deutsch-deutsche Liebesgeschichten,"Die Schülerinnen beleuchten an zwei konkreten Beispielen die Probleme deutsch-deutscher Liebesbeziehungen und Eheschließungen. Im ersten Teil der Arbeit stellen sie die Geschichte der Gentners (geb. 1934/1935) vor. Sie gehen dabei auf die Vertreibung beider aus Breslau 1946, das Kennenlernen in einer Ost-Berliner Studentengemeinde in den 50er Jahren, auf die Flucht des Mannes 1960, den folgenden Briefkontakt, auf Treffen in den 70er Jahren und die Behördenkämpfe bis zur 1977 wegen der Heirat bewilligten Ausreise der Frau ein. Im zweiten Teil beschreiben sie detailliert die Erfahrungen eines Paares (geb. 1961/1966), das sich 1988 bei einer Leipzig-Reise des aus Münster stammenden Mannes kennenlernt und trotz Schikanen und negativer Reaktionen im September 1989 seine Heirat und kurz danach die Übersiedlung der Frau durchsetzen kann. In die Schilderung des Privaten werden allgemeine Informationen und relevante Dokumente eingebunden. In einem kommentierten Vergleich fassen die Autorinnen später zusammen, was sie über das Verhalten von Behörden, Reaktionen der Umwelt und DDR-bezogene Bilder, mit denen die Frauen im Westen konfrontiert wurden, erfahren haben. Dabei wird neben individuellen und zeitbedingten Unterschieden klar, dass bürokratische Hürden und Vorurteile in Ost wie West eine Rolle spielten. Wichtig ist für die Verf. zudem die Erkenntnis der starken Einflußnahme der Politik auf das Leben des einzelnen. Hauptgrundlage sind Interviews mit den Ehepaaren. Im Fazit weisen die Verf. auf die Grenzen der Oral History hin.",4 SAB 146,0,67 S.,1946,1990,31,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Wroclaw," Anne S., Sandra W.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 614,Die Gilde. Geschichte(n) von geflüchteten Studenten und westdeutschen Helfenden,"Angeregt von einem Treffen ehemaliger Mitglieder der „Evangelischen Studentengilde“ in Münster beschließt der Verfasser die Geschichte der Vereinigung und einiger Mitglieder zu untersuchen, die aus der DDR nach Münster geflüchtet waren. Die Gilde war 1956 als „Hilfs- und Beratungsstelle für geflüchtete Studenten und Abiturienten“ gegründet worden und sollte Geflüchteten bei ihrer Ankunft in Münster behilflich sein. Für seine Untersuchung führt er primär schriftliche Interviews durch, bezieht private Dokumente der betreffenden Personen ein und ergänzt seine Darstellung mit Archivalien aus dem Universitätsarchiv sowie dem Archiv des Diakonischen Werkes in Westfalen. So berichtet einer der Interviewpartner, dass er in einer Universitätsveranstaltung Kritik am System der DDR geübt habe und daraufhin massiv unter Druck gesetzt wurde. Schließlich bereitete er mit einigen Kommilitonen die gemeinsame Flucht nach Münster vor, wo er dann Mitglied der „Evangelischen Studentengilde“ wurde. Im Verlauf der Arbeit thematisiert der Verfasser Fluchtwege, Probleme und Gefahren bei der Flucht sowie die Ankunft und Aufnahme in Münster. Abschließend steht die Geschichte der Gilde im Fokus, deren Arbeit 1965 eingestellt wurde, da mit dem Mauerbau nur noch wenige geflüchtete Studenten nach Münster gelangten.",4 SAB 150,1,62 S.,1956,1965,118,8,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",DDR, Ferdinand Nicolas G.,Schillergymnasium 645,Die Mauer ging auf und wir lernten uns kennen,"Im Zentrum des Beitrags steht die Frage, wie die Öffnung der Mauer von unterschiedlichen Personen wahrgenommen wurde. Die Schülerinnen befragen daher mehrere Zeitzeugen, wie sie dieses Ereignis erlebt haben. Hierunter fallen insbesondere Familienmitglieder, aber auch zwei Personen aus der ehemaligen DDR, die ihnen per Brief über ihre ersten Erlebnisse im Westen berichten. Die Antworten der Befragten dokumentieren die Schülerinnen in ihrem Beitrag schriftlich. ",4 SAB 140,0,18 S.,1989,1989,346,8,Textbeitrag,"Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Judith G., Nicole P.",Marienschule 670,Die Teilung Deutschlands und ihre Folgen,"Der Hauptteil der Arbeit besteht aus einer Bilddokumentation von Waren und Konsumgütern, die in der DDR hergestellt wurden. Damit wollen die Verfasserinnen verdeutlichen, dass diese „bewußt einfach und zweckmäßig gestaltet wurden“. Zudem enthält die Arbeit noch zwei kurze Interviews mit Zeitzeugen, die in der DDR gelebt haben. ",4 SAB 142,0,53 S.,1949,1989,168,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Anja B., Carina S.",Realschule im Kreuzviertel 707,"Drei Lebenswege – ein Schicksal? Ausbürgerung, Flucht und erzwungene Ausreise aus der DDR am Beispiel dreier befragter Zeitzeugen","Die Verf. haben lebensgeschichtliche Interviews mit drei Menschen geführt, die die DDR auf unterschiedliche Weise verlassen haben. Es handelt sich dabei um eine Frau, die nach Intrigen ihres Ex-Schwiegersohns ausgebürgert wurde, um einen Mann, der wegen Problemen mit der FDJ 1951 in den Westen geflohen ist, sowie um eine kirchlich-oppositionell eingestellte Frau, die auf Drängen der Stasi Anfang der 80er Jahre ausgereist ist. Im ersten Teil ihres Beitrags stellen die Verf. in einzelfallbezogenen Texten die Geschichten der drei Übersiedlungen vor. Sie gehen hier jeweils auf Probleme mit dem SED-Regime, auf den unmittelbaren Anlaß und den Ablauf der Übersiedlung ein. Daneben sprechen sie die heutige emotionale Betroffenheit der Zeitzeug(inn)en an. Im thematisch gegliederten zweiten Teil geben sie dann kommentiert wieder, was ihnen die Interviewpartner(innen) über ihre DDR-Erfahrungen - über die Schule, über die Rolle der Kirche, das Verhältnis zum Staat, den Militär- und Ersatzdienst - berichtet haben. Außerdem halten sie fest, wie der 17. Juni 1953, der Mauerbau, die Fußball-WM 1974, Mauerfall und Vereinigung erlebt wurden. Ihre Ausgangsfrage, ob die Geschichten der drei Interviewten vergleichbar sind, beantworten die Verf. abschließend – angesichts der Unterschiedlichkeit der Lebensumstände in der DDR, des Grads der Kritik am SED-Regime und der Verarbeitung der eigenen Vergangenheit – klar negativ. Überdies betonen sie: Das Einleben im Westen ist umso leichter gefallen je jünger der Übersiedler gewesen ist. Für alle drei Zeitzeug(inn)en weisen sie darauf hin, dass sie sich erst dann zur politischen Meinung bekannt haben, als sie persönlich vom System bedrängt wurden. Basis der Arbeit sind die erwähnten Interviews. Dokumente der Befragten werden nur sehr sporadisch, Literatur-Informationen gar nicht berücksichtigt.",4 SAB 167,0,25 S.,1951,1990,176,8,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Hanna T., Ruth B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 732,Ein Leben für den Leistungssport. Die Geschichte von Anja aus Eilenburg,"Die Verfasserinnen haben eine Mitschülerin (geb. 1979), die Anfang der 90er Jahre von Ostdeutschland nach Münster gezogen ist, nach ihrem Leben in der DDR und nach der ersten Zeit im Westen gefragt. In ihrer thematisch gegliederten Arbeit fassen sie zusammen, was ihnen das Mädchen über seine fehlende Bindung an die Kirche, über die Schule in der DDR, über die Pioniere und den Alltag als Leistungssportlerin (Turmspringen) berichtet hat. Wiederholt weisen die Verfasserinnen dabei auf die Unterschiede zum Leben in der BRD hin. Zudem betonen sie etwa die Indienstnahme sportlicher Erfolge für den Staat. Abschließend deuten sie Probleme an, die die Zeitzeugin mit der schulischen Integration in Münster hatte. Ihren Bericht illustrieren sie mit Zeugnissen und Urkunden der Mitschülerin. Als Ergebnis halten die Verfasserinnen den eigenen Wissenszuwachs über das Leben in der DDR fest. Der Beitrag stützt sich auf ein Interview mit der Mitschülerin und auf Dokumente aus deren Besitz.",4 SAB 160,0,25 S.,1979,1995,31,8,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Anna S., Sarah B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 749,Eine Mauer / zweimal Deutschland,"Die beiden Schüler haben Herrn Dähne, einen gebürtigen Dresdner, für ihre Arbeit interviewt. In einem knappen Abriss stellen sie seine Kindheit, Jugend und Familie sowie seine Ausbildung und sein Berufsleben dar. Ein kurzer Abschnitt über seine Begegnungen mit der Stasi und zu Fluchtgedanken des Interviewpartners schließt sich an. Dähne war Mitglied in der FDJ, durchlief das DDR-Schulsystem und ging schließlich zum Militär. Nach dem Studium des Maschinenbaus arbeitete er in verschiedenen staatlichen Betrieben. Die Schüler stellen heraus, dass er zwar zwischendurch über eine Flucht aus der DDR nachdachte, dies jedoch nie realisierte, um seine Familie nicht zu gefährden. ",4 SAB 162,0,12 S.,1945,1990,,8,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,DDR," Martin G., Matthias K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 769,Er wollte Freiheit. Schicksal eines Widerstandskämpfers in der SBZ,"Die Autorinnen stellen die Lebensgeschichte des Rostocker Handballers Siegfried Winter (geb. 1927) vor, der 1949, nachdem er sich im universitären Kontext systemkritisch geäußert hatte, verhaftet wurde, bis zu seiner Amnestie 1954 in Bautzen inhaftiert war und kurz danach in den Westen geflohen ist. In ihrem Beitrag gehen sie zunächst auf die Kindheit Winters in Rostock, auf seine Zeit bei der HJ, auf die unmittelbaren Nachkriegsmonate, auf die sportliche Karriere ihres Protagonisten und auf die Umstände ein, die zur Verhaftung führten. Detailliert schildern sie anschließend die katastrophalen Haftbedingungen in Bautzen. Außerdem berichten sie von einer Widerstandsgruppe, deren Mitglied Winter in der Haftzeit war, und von Gedichten, die er als Häftling schrieb. Abschließend weisen sie auf eine bevorstehende Stasi-Anwerbung als Fluchtgrund hin, sprechen Winters Verbitterung über das Desinteresse der westlichen Presse an Berichten über Bautzen an und skizzieren den weiteren Weg ihres Akteurs in der BRD. Für die Verf. ist Winter ein Mann, der für die Verteidigung von Freiheit und Demokratie bereit war, ins Gefängnis zu gehen und sein Leben aufs Spiel zu setzen. Das Wissen um ostdeutsche Biographien sehen sie allgemein als Basis eines besseren Ost-West-Verständnisses an. Die Autorinnen haben für ihre Arbeit zwei Interviews mit Winter geführt, Material aus dessen Besitz berücksichtigt und Fachliteratur ausgewertet. Im Anhang geben sie u. a. Gedichte ihres Protagonisten aus den Bautzener Jahren wieder.",4 SAB 164,0,55 S.,1927,1964,18,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Anna S., Maren E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 796,Flucht aus der DDR (Das Schicksal der Familie Buth),"Thema des Beitrags ist die Flucht der Familie Buth 1949/50 aus der DDR und ihr Neuanfang im Westen. Die Verfasser zeichnen die Geschichte der Familie chronologisch und, obgleich es um die Familie eines der Autoren geht, sehr sachlich von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die 60er Jahre nach. Sie schildern die Lebensumstände in der SBZ, die überstürzte Flucht des Vaters wegen der drohenden Verhaftung, Verhöre der Mutter und deren Übersiedlung zusammen mit der Tochter ein Jahr später. Danach sprechen sie die schwierige erste Zeit in einem Berliner Aufnahmelager, die angeordnete Weiterreise per Flugzeug in den Westen, die Unterkunft in Kasernen und die erste eigene Wohnung in Münster an. Zuletzt beschreiben sie die kargen Lebensverhältnisse der Familie in Münster, die Schulzeit der 1951 geborenen Söhne und den Weg des Vaters vom Kellner bis zum selbständigen Lebensmittelhändler. Im Schlusswort weisen die Verfasser darauf hin, dass das geschilderte Schicksal für das vieler weiterer Familien steht. Über ein Gedicht betonen sie ihren eigenen Zuwachs an Wissen. Grundlage des Beitrags sind Interviews mit der Mutter und mit einem der Söhne der Familie Buth, d.h. mit der Großmutter und dem Vater des Autors.",4 SAB 642,0,24 S.,1945,1960,220,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Danijela M., Malte B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1042,Landwirtschaft in Ost und West – kein Thema wie jedes andere,"Die Schülerinnen beschäftigen sich in ihrem mit vielen Quellen und Fotos dokumentiertem Beitrag mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Landwirten innerhalb der verschiedenen Staats- und Wirtschaftssysteme der Bundesrepublik und der DDR. Für ihren Vergleich unternehmen sie eine Reise nach Loitzschütz in Sachsen-Anhalt und besuchen den Agrarbetrieb Heuckewalde sowie den kleineren Hof der Familie Böttcher. Anhand ausführlicher Zeitzeug*inneninterviews, Unterlagen der ehemaligen LPG Heuckewalde, privater Dokumente der Familie Böttcher und Fotos arbeiten sie die Situation kleinerer und größerer landwirtschaftlicher Betriebe in der DDR heraus und beschreiben die von Enteignungen und staatlichen Reglementierungen geprägte Geschichte vor der Zeit des Mauerfalls. Hierzu ziehen sie auch ein Gerichtsurteil des Kreisgerichts Jessen heran, das eine Großbäuerin aufgrund von Wirtschaftsverbrechen und „Sabotage gegen das Volkseigentum“ zu einer Gefängnisstrafe und vollständigen Enteignung verurteilte. Sie stellen fest, dass sich auch im Zuge der Wiedervereinigung gravierende Probleme für Landwirte ergeben haben, da Eigentumsverhältnisse unklar waren oder viele Angestellte entlassen werden mussten. In einem zweiten Teil untersuchen sie die Landwirtschaft in Westdeutschland und führen dazu ebenfalls Zeitzeug*inneninterviews durch. Auch hier haben sich seit 1945 große Veränderungen, beispielsweise aufgrund der Technisierung, ergeben. Die Folgen der Wiedervereinigung waren für die Landwirte im Westen ebenfalls deutlich zu spüren. Die Zeitzeug*inneninterviews sind auf einer Kassette dokumentiert.",4 SAB 144,0,162 S.,1945,1990,346,8,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Britta W., Ulrike S.",Marienschule 1074,Marienschule Münster trifft Theresienschule Berlin (auch ein joint-venture),"Der Beitrag beschäftigt sich für die Zeit von 1945 bis in die Gegenwart mit der Situation eines ost- und eines westdeutschen katholischen Gymnasiums, der Ost-Berliner Theresienschule und der Marienschule in Münster, und fragt nach den Kontakten beider Schulen von Mitte der 80er Jahre bis 1992. Die Verf., die teils die Marien-, teils die Theresienschule besuchen, vermitteln im ersten Teil über Schulchroniken, Literaturauszüge, Presseartikel, Primärquellen und kurze eigene Texte nacheinander einen Eindruck von Geschichte und systembedingten Spezifika der beiden Gymnasien. Danach kontrastieren sie stichpunktartig die Besonderheiten der Schulen. Anhand von schriftlichem Material und Befragungen Beteiligter rekonstruieren sie im zweiten Teil den Beginn des privat initiierten Kontakts und den Schüleraustausch 1988-92. Ein Bericht der Münsteranerinnen über eine Fahrt nach Berlin versammelt zuletzt weitere Interviews zur besonderen Stellung der Theresienschule als einziger konfessioneller Oberschule in der DDR. Insgesamt trägt der Beitrag, der sich auf eine relativ breite Quellenbasis stützt, den Charakter einer Materialsammlung.",4 SAB 143,0,150 S.,1945,1995,312,8,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Mädchengymnasium Marienschule, Münster"," Anna F., Dorothea E., Marie-Louise B.",Marienschule 1104,Mit 17 in eine neue Welt – ein deutscher Lebensweg!,"Die Arbeit befasst sich mit dem Lebensweg des Zeitzeugen N.S., der 1940 geboren wurde und in Zeitz bei Leipzig aufgewachsen ist. Die Verfasserinnen beschreiben anhand der durchgeführten Interviews seine Schulzeit und werten Schulhefte und sein Zeugnisbuch aus, welches sie in ihren Beitrag integrieren. Sie beschreiben auch die Freizeit des Zeitzeugen in der DDR, die er hauptsächlich bei den Jungen Pionieren und später der FDJ verbrachte. Probleme mit dem System in der DDR hatte N.S. nicht, jedoch verstand er sich während seiner Jugend sehr schlecht mit seinen Eltern. Deshalb beschloss er 1957 in den Westen zu fliehen, was ihm auch gelang. Da er noch minderjährig war, wurde er in einem Heim in Münster untergebracht. Die Schülerinnen stellen im Fazit fest, dass der interviewte Zeitzeuge zunächst nicht realisierte, wie stark seine Freiheit in der DDR eingeschränkt wurde und dass seine Flucht keinerlei politischen Hintergrund hatte.",4 SAB 163,0,35 S.,1940,1961,31,8,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Angela V., Nadia R.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1303,Stierblut und Schrebergarten. Kindheit und Jugend in Deutschland vor und nach der Wende,"Der Beitrag beschreibt, wie sich „Ines“ (Jg. 1977), ein fiktives Mädchen aus der Nähe von Münster, über persönliche Kontakte dem Leben in Ostdeutschland vor und nach der Wende annähert. In der durchgängig in Roman-Form abgefaßten ersten Hälfte der Arbeit geht es um einen zweiwöchigen Besuch von Ines und ihrer Familie bei Verwandten in Erfurt im Sommer 1988. Durch die Schilderung der Reiseerlebnisse und durch die Wiedergabe von Erzählungen der gleichaltrigen Töchter der Verwandten lassen die Autorinnen hier ein vielschichtiges Bild vom DDR-Alltag entstehen. Das Schulsystem, Freizeitgestaltung und Reisemöglichkeiten, FDJ und Junge Pioniere, die Benachteiligung von Christen und Stasi-Bespitzelung werden dabei ebenso angesprochen wie das Auffallen als Westler, begriffliche Spezifika oder ungewohnte DDR-Produkte. In der zweiten Hälfte des Beitrags präsentieren die Verf. dann Briefe, die sich Ines und eine der Töchter der Verwandten 1988/89 geschrieben haben. Zudem drucken sie Briefe ab, die Ines 1992/93 von einer nach Magdeburg gezogenen Schulfreundin erhält, und geben die Antworten von zwei ostdeutschen Mädchen wieder, die Ines schriftlich u. a. nach der Rolle der Kirche in der DDR, nach Veränderungen im Schulalltag seit 1989 und nach Träumen vor und nach 1989 gefragt hat. Der Beitrag vermittelt einen detaillierten Eindruck davon, wo, verglichen mit der Zeit nach 1989 und mit dem Westen, die Besonderheiten des Alltags von DDR-Jugendlichen lagen, und davon, wie dieser Alltag aus östlicher wie aus westlicher Perspektive wahrgenommen wurde. Die Arbeit stützt sich auf reales Faktenmaterial: auf eigene Erlebnisse, auf schriftliche und telefonische Befragungen ostdeutscher Jugendlicher und auf Informationen aus der Literatur. Die fiktiv-erzählende Form haben die Schülerinnen, wie sie abschließend ausführen, wegen der lebendigeren Gestaltungsmöglichkeiten gewählt.",4 SAB 152,0,70 S.,1977,1995,,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Christina H., Sonja H.",Schillergymnasium 1346,Unterwegs – Die Geschichte eines bewegten Lebens!,"Die Verf. rekonstruiert ein exemplarisches Schicksal der deutsch-deutschen Geschichte. Die Arbeit folgt inhaltlich und chronologisch dem Leben des zentralen, anonymisierten Zeitzeugen „Herrn Meier“ (geb. 1936). Meier und seine Familie - praktizierende Katholiken - werden nach der Vertreibung aus Schlesien in der DDR nie heimisch. Der Druck verstärkt sich, als der Zeitzeuge nach einem Landwirtschaftsstudium eingesetzt wird, um Privatbauern zum Eintritt in die LPGs zu bewegen. Meier hält die Zwangskollektivierungen für politisch falsch und ethisch verwerflich. Vier Monate vor dem Mauerbau fliehen er, sein Bruder und die Mutter Ostern 1961 über West-Berlin in die BRD. In Nordrhein-Westfalen angekommen, muß er zunächst von Aushilfsarbeiten leben, bevor ihm der Sprung in den staatlichen Verwaltungsdienst gelingt. DDR-Alltag und Fluchterfahrungen stehen im Zentrum der Untersuchung, während die Integration in Westdeutschland lediglich kursorisch behandelt wird. Die Lebensgeschichte wird immer wieder durch Kommentare und Reflexionen der Schülerin unterbrochen. Diese verknüpfen das individuelle Geschehen – etwa das Diaspora-Gefühl der Familie oder berufliche Pressionen – mit den historisch-politischen Rahmenbedingungen der Zeit und führen am Ende zur Erkenntnis, dass der kalte Krieg und der Verlust der Heimat für zahlreiche Ost-West-Biographien prägend gewesen sind. Methodisch basiert die Arbeit auf sechs Intensivinterviews mit dem Zeitzeugen, seiner Frau und den beiden Brüdern. In ihrer Einführung beschreibt die Verf. akribisch das „Wechselbad“ der Gefühle, das die Befragungen begleitete; im Schlußkapitel geht sie auf den Wert der Oral History als wissenschaftliche Methode ein.",4 SAB 166,1,75 S.,1936,1990,176,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",DDR, Mareike H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1365,"Versetzt, vertrieben und doch heimisch geworden: Magdalena Keilich. Deutsche Lebensstationen des 20. Jahrhunderts","Die Autorin stellt die Geschichte von Magdalena Keilich (geb. 1922) vor – einer Frau, deren Familie 1945 von Schlesien nach Sachsen übersiedeln mußte, die als Katholikin und Mitglied der CDU dem SED-Regime kritisch gegenüberstand und die schließlich 1955 in den Westen geflohen ist. Nach einem detaillierten Arbeitsbericht hält die Schülerin in ihrem chronologisch angelegten Beitrag Lebensstationen und Erinnerungen ihrer Protagonistin fest. Sie geht dabei auf die Zeit in Schlesien, die politisch bedingte Versetzung des Vaters 1934, die Übersiedlung und den CDU-Beitritt 1945, auf die Lebensumstände in der SBZ, eine illegale Pilgerfahrt mit einer westfälischen Gruppe nach Rom 1950 und subtile antistalinistische Kritik der Zeitzeugin zu Beginn der 50er Jahre ein. Überdies spricht sie die Flucht mit Hilfe eines Interzonenpasses, und die seit 1953 bestehende Freundschaft der Protagonistin mit einer Dresdenerin an, die bis 1989 in der SED war. In den Bericht, der kurz auch Mauerfall und Einheit thematisiert, bindet die Verf. immer wieder Informationen zum historischen Kontext, zur Biographie der Freundin und zur heutigen emotionalen Betroffenheit der Zeitzeugin ein. Zuletzt betont die Autorin, dass die Keilich-Biographie trotz individueller Besonderheiten für viele ähnliche Flüchtlingsschicksale sowohl aus der Zeit um 1945 als auch der 50er Jahre steht. Durch die Beschäftigung mit der deutsch-deutschen Vergangenheit hofft die Verf., selbst eine vorurteilsfreiere Position im aktuellen Einigungsprozeß einnehmen zu können. Basis des Beitrags sind sechs Interviews mit M. Keilich. Ergänzend wurden Dokumente aus dem Besitz der Befragten sowie Informationen aus der Literatur und aus einem Gespräch mit der Dresdener Freundin berücksichtigt. Mit Hilfe dieser Zusatzquellen möchte die Verf., wie sie in ihren Methodenreflexionen ausführt, der Subjektivität der Interviewaussagen begegnen.",4 SAB 169,1,81 S.,1922,1989,220,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Schlesien, Katja P.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1422,Von der Wiege bis zum Job,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit Rahmenbedingungen der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen in der DDR. Nach einem ausführlichen Arbeitsbericht gehen sie im Hauptteil des Beitrags sukzessive auf die Bereiche Kinderkrippe, Kindergarten, Schule, FDJ und Ausbildung ein. In den einzelnen Kapiteln verknüpfen sie dabei jeweils wichtige allgemeine Informationen mit individuellen Zeitzeug(inn)en-Erfahrungen und kurzen persönlichen Kommentaren. Zuletzt weisen sie gesondert für jeden der Bereiche auf positive und negative Veränderungen seit der Wende hin. Im Anschluß an die eigene Darstellung drucken sie zudem zwei Texte ab, in denen die Mutter einer der Verfasserinnen – die Tutorin der Arbeit – Erinnerungen an Verwandten-Besuche in der DDR seit 1982 und persönliche Eindrücke zu den angesprochenen Bereichen beschreibt. Die Autorinnen äußern ihre Vorbehalte gegenüber der organisierten Planmäßigkeit in Krippe und Kindergarten. Daneben weisen sie kritisch darauf hin, dass systemkonformes Verhalten in der DDR schon im Kindesalter eine wichtige Rolle spielte. Differenziert gegen sie auf mit der Umstellung seit 1989 verbundene Probleme wie z.B. fehlende Freizeitangebote ein. Die Verfasserinnen haben Übersiedler(innen) interviewt und ostdeutsche Verwandte schriftlich befragt. Auf im Anhang wiedergebebene Dokumente und Materialien wird im laufenden Text verwiesen. Wie die Autorinnen im Arbeitsbericht deutlich machen, haben sie versucht, im Laufe der Recherche methodisch flexibel auf Erfahrungen zu reagieren.",4 SAB 165,0,83 S.,1949,1989,21,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Heike R., Maria A.",Gymnasium St. Mauritz 1522,"Zwillinge. Das Ost-West-Schicksal von Dieter und Peter Bonfils aus Mühlhausen, der Partnerstadt Münsters","1963 nutzten die eineiigen Zwillingsbrüder Dieter und Peter Bonfils (geb. 1937), die damals getrennt in BRD und DDR lebten, ihre Ähnlichkeit für einen Fluchtversuch mit getauschten Papieren von Ungarn in den Westen. Die Flucht gelingt, der westdeutsche Bruder aber wird verhaftet und erst nach zehn Monaten Gefängnis in der DDR von der BRD freigekauft. Die Ost-West-Geschichte der Bonfils-Brüder, die heute als Arzt und Jurist in Westdeutschland wohnen, ist Thema des Beitrags. In chronologischen Kapiteln zeichnen die Verf. das Leben der beiden nach: von der Kindheit im ostdeutschen Mühlhausen über die wachsende Distanz der christlich engagierten Brüder dem SED-Staat gegenüber, über die Flucht Dieters in den Westen 1959, die Ereignisse 1963 und die Haftzeit bis zum Freikauf 1964. Abschließend sprechen sie Formalitäten nach der Haft und die spätere Beziehung zur DDR an. In die nüchtern-detaillierte Schilderung des Privaten binden die Schüler geschickt Zitate der Brüder und allgemeine Informationen etwa zur Geschichte des Freikaufs ein. Eine kritische Distanz zu den Bonfilsens aufzubauen, gelingt ihnen dabei jedoch nicht; zu einem eigenen Urteil jenseits des Respekts für ihre Protagonisten gelangen sie nicht. Der Beitrag basiert auf einem Interview mit Dieter Bonfils und auf einer Tonband-Antwort, mit der sein Bruder auf einen Fragenkatalog der Verf. reagierte. Im Anhang sind persönliche Dokumente aus der Zeit seit 1964 enthalten, in denen es um Entschädigungszahlungen und um Dieters heftige Reaktion auf einen 1988 in der Lokalpresse publizierten Bericht über eine Klassenfahrt in die DDR geht.",4 SAB 153,0,43 S.,1937,1964,118,8,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Mühlhausen," Jennifer S., Kilian V. K., Merten R.",Schillergymnasium 1527,Zwischen Nationalstaat und Europa – Die CDU Münster und die Deutsche Frage,"Der Autor untersucht, welche Haltung zur deutschen Frage die CDU Münster in den Jahren der Teilung 1945-90 vertreten und wie sie diesen Anspruch praktisch umgesetzt hat. In einem einleitenden Teil geht er zudem auf persönliche Aspekte der deutsch-deutschen Teilung ein, da der Autor unter anderem eine Brieffreundschaft zu einem gleichaltrigen Jungen aus der DDR unterhielt. Im Hauptteil der Arbeit beschreibt der Schüler detailliert den Kurs der CDU-Bundespartei unter Konrad Adenauer und inwiefern von der CDU Münster getragene Aktivitäten mit Bezug zur Deutschen Frage nachweisbar sind. Umfassend interviewte der Autor damalige prominente Lokalpolitiker*innen und zieht einen roten Faden bis zu den Bemühungen der Stadt Münster in der ehemaligen Städtepartnerschaft zum thüringischen Mühlhausen. Dies tut er auch anhand von Biografien zweier Münsteraner CDU-Politiker*innen, die einen DDR-Fluchthintergrund aufweisen. Im Laufe seines Beitrages kommt der Verf. zum Ergebnis, dass die CDU zu Beginn ein starkes Engagement bezüglich einer Wiedervereinigung betrieb, dieses dann aber sukzessiv vernachlässigte, zu Gunsten eines insgesamt stärkeren Europas. Dabei geht er nicht zuletzt selbstkritisch sowohl mit der Münsteraner als auch einer bundesweiten CDU ins Gericht.",keine Angabe,1,104 S.,1950,1995,31,8,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Jan Thomas S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 21,„Der Magen hörte gar nicht mehr auf zu knurren.“ Hilfe für hungernde Kinder und Jugendliche nach dem Zweiten Weltkrieg,"Der zum Großteil auf Zeitzeug*inneninterviews basierende Beitrag beschäftigt sich mit den Hilfen für hungernde Kinder und Jugendliche nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In einem ersten Teil werden die Erfahrungen der vier interviewten Zeitzeugen miteinander verglichen, während die Verfasserin im zweiten Teil ausgehend von den eher individuellen Zeitzeugenberichten allgemeiner beschreibt, welche Möglichkeiten der Hilfe vorhanden waren. Sie geht dabei auf Schulspeisen und Care-Pakete, sowie städtische Zeltlager und das Kinderheim der Stadt Münster auf Juist ein. Die Schülerin resümiert, dass sich alle Zeitzeugen in einer ähnlichen Notlage befanden, die erhaltene Hilfe jedoch sehr unterschiedlich ausfiel. Alle der Befragten leisteten zusätzlich zur offiziellen Unterstützung Selbsthilfe und gingen hamstern. Für ihre Darstellung zieht sie Archivalien aus dem Stadtarchiv Münster heran, aber auch private Dokumente der Zeitzeugen, wie Tagebucheinträge und Fotos. ",4 SAB 197,1,40 S.,1945,1950,31,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Juist, Manuela R.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 32,„Ein Stück Zuhause“: Die Geschichte des Vinzenz-Waisenhauses in Münster-Handorf von 1912 bis 1996,"Die beiden Schülerinnen stellen die Geschichte des Vinzenz-Waisenhauses zwischen 1912 und 1996 dar, wobei sie chronologisch vorgehen. Zu Beginn betreiben sie Ursachenforschung und vergleichen, aus welchen Gründen die Kinder damals und heute in das Heim gelangten. Dabei kommen sie zu dem Ergebnis, dass zu dem typischen Grund einer Einweisung, dem Tod eines Elternteils oder beider Elternteile, seit den 70er Jahren der Drogenkonsum hinzugekommen ist. Daher erklärt sich auch der Wandel in der Führung des ehemaligen Waisenhauses, das heute generell auch Kinder aufnimmt, die vernachlässigt, ausgestoßen oder misshandelt wurden. Im weiteren Verlauf ihrer Arbeit zeichnen die Autorinnen die Entwicklung des Heimes nach: von seiner Gründung 1912 bis Ende der 20er Jahre, der Aufhebung des Heimes durch die Nazis und seiner Zerstörung im Krieg, über die Nachkriegszeit und die 70er Jahre bis in die heutige Zeit hinein. Ein kurzer Beitrag über das Selbstverständnis der Helfer, das die Schülerinnen in einem Gespräch mit einer der Schwestern zu ermitteln suchen, beendet die Arbeit. Die Arbeit basiert im Wesentlichen auf den Gesprächen mit den das Heim führenden Schwestern. Daneben wurden ebenfalls einige schriftliche Quellen genutzt.",4 SAB 193,0,36 S.,1912,1996,31,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Handorf, Münster, Vinzenzwerk Handorf"," Angela V., Ute F.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 39,„Es war eine schlimme Zeit.“ Hilfe für Bewohner des früheren „Lagers“ Mecklenbeck,"Der Beitrag handelt von einem ehemaligen Obdachlosenlager in Münster, welches noch heute in lokalen Sprichwörtern weiterlebt. Die Verfasserin stellt die Hilfsmaßnahmen vor, welche für die Bewohner des ehemaligen Obdachlosenheimes in Mecklenbeck ergriffen wurden. Der einleitende Abriss der Lagergeschichte informiert über Entstehung und Bestand des Lagers. Die Zeitzeugin Mechthild ist im Lager aufgewachsen und gibt das Binnenklima einer Armutssiedlung mit ihren „Lager-Clans“ wieder. Die Zeitzeugin Waltraud präsentiert die Außenwirkung des Lagers, dessen Situation sie mit „Klein-Korea“ umschreibt. Weiterhin diskutiert die Verfasserin verschiedene Hilfsangebote wie Nähkurse oder Lagerkindergarten und das Ausnutzen einiger Hilfsversuche. Ein Vergleich der Hilfsangebote in den 50er und 80er Jahren verdeutlicht unter anderem den Wandel in der Wertung durch die Nachbarschaft. Das Heim wird heute als Übergangswohnheim für Aussiedler genutzt. Die geführten Interviews bilden das Kernstück für die Auswertungen. Alle anderen verwendeten Materialien – vorwiegend aus der Sekundärliteratur – spielen eine untergeordnete Rolle. Im Vorwort beschreibt die Verfasserin den Prozess der Themenfindung sowie ihre Arbeits- und Vorgehensweise.",4 SAB 177,1,47 S.,1945,1997,31,9,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Mecklenbeck, Sandra W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 52,„Ich hab’ mir diese Art von Hilfe nicht ausgesucht.“ Die Geschichte der Suizidprophylaxe und die Entstehungsgeschichte der Krisenhilfe Münster,"Die Autorinnen schreiben die Geschichte des 1969 gegründeten Arbeitskreises Suizidprophylaxe, aus dem sich 1987 die „Krisenhilfe Münster“ entwickelt hat. Einleitend stellen die Schülerinnen die Arbeit der Krisenhilfe vor, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, vor allem Jugendlichen aus ihren Lebenskrisen herauszuhelfen. Ein Interview mit den beiden hauptamtlichen Mitarbeitern informiert über aktuelle Probleme und Vorgehensweisen der Krisenhilfe. In dem historischen Hauptteil breiten die Verfasserinnen die zeitgeschichtlichen Hintergründe der Entstehung einer Kriseninterventionsstelle in Münster aus. Sie beschreiben die Gründung des „Vereins zur Suizidprophylaxe und Krisenbegleitung e.V.“ und gehen auf Ziele, Vorhaben und Aktionen ein. Sie referieren über Personal, ehrenamtliche Helfer und Budget. Den unterschiedlichen Motivationen zur Hilfe für Selbstmordgefährdete ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Im Gespräch mit verschiedenen Helfern erkennen die Verfasserinnen, dass persönliche Erfahrungen eine entscheidende Rolle bei der Wahl dieser Tätigkeit gespielt haben. In der abschließenden kritischen Würdigung der Krisenhilfe weisen die Verfasserinnen auf ihrer Meinung nach negative Entwicklungen hin. Sie erwähnen zum Beispiel die Reduzierung der Telefonbereitschaft von 24 Stunden auf drei Stunden oder den Skandal um eine ehemalige hauptamtliche Psychologin der Krisenhilfe. Der angehängte Arbeitsbericht enthält in chronologischer Reihenfolge die verschiedenen Recherchewege und die Erlebnisse, welche die Autorinnen im Zuge ihrer Spurensuche gemacht haben. Der Anstoß zur Themenwahl kam von dem Vater einer der Schülerinnen, welcher selbst in der Telefonseelsorge arbeitet und in der Münsteraner Krisenhilfe tätig ist.",4 SAB 196,0,37 S.,1969,1997,31,9,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Hanna T., Ruth von B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 61,"„Jede Gesellschaft hat die Kriminalität, die sie verdient.“ – Die geschichtliche Entwicklung der Straffälligenhilfe","Die Autorinnen führen in ihrem Beitrag Schicksale von Strafentlassenen vor und veranschaulichen dadurch die Arbeit de „Chance e.V.“. Dieser Verein unterstützt seit 1987 die Resozialisierung von Haftentlassenen. Die Autorinnen beginnen mit einem historischen Rückblick auf die Entwicklung der Straffälligenhilfe in Münster. Sie beleuchten das Projekt „Entlassenenhilfe Möbel-Trödel“, bei dem es sich um ein reines Selbsthilfeprojekt handelte. Unter dem Motto „von Knackis für Knackis“ arbeiteten ehemalige Inhaftierte alte Möbel auf, die sie dann verkauften. Die beiden Verfasserinnen erklären die Gründe, die zum Scheitern dieses Projekts führten und leiten über zur Geburt des stärker subventionierten „Chance e.V.“. Sie erläutern Heimgeschichte, Organisationsstrukturen und Helferprobleme. Ausführlich gehen sie auf Motivationen und Erfolgserlebnisse ein. Durch den Einbau von zwei Lebensläufen ehemaliger Strafgefangener und einem Interview veranschaulichen sie die Ambivalenz von Hilfe und Kontrolle während der Bewährungszeit. In ihrer Stellungnahme stellen die Verfasserinnen die Bedeutung der Straffälligenhilfe und der Vereinsarbeit positiv heraus und kündigen an, sich in Zukunft selbst engagieren zu wollen. Die Verfasserinnen bieten im Stil einer Reportage Eindrücke aus der Praxis der Münsteraner Straffälligenarbeit und vermitteln durch eine weitgehende Identifikation mit den Hilfsorganisationen einen direkten Zugang zum Thema.",4 SAB 174,0,48 S.,1985,1997,18,9,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Anna S., Maren E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 66,„Lasset nun die Kinder zu uns kommen“. Die Geschichte der Kleinkinderbewahranstalten zu Münster von 1840 bis 1849,"Die Autorin vergleicht Geschichte und Arbeitsweise der Kleinkinderbewahranstalten in Münster von 1840-1849 mit den Methoden einer kombinierten Kindertagesstätte von heute. Der klar strukturierte Beitrag leitet von der überregionalen Geschichte der Kleinkinderheime über zur Historie der regionalen Anstalten in Münster. Gewissenhaft erörtert die Autorin Organisationsstrukturen und Vorgehensweisen der einzelnen Trägervereine und beleuchtet deren Finanzierung. In einem eigenen Kapitel untersucht die Schülerin die Statuten und zumeist christlichen Erziehungsgrundsätze der einzelnen Institute und geht auf das Betreuungspersonal ein. Im letzten Kapitel zieht sie einen Vergleich zwischen den historischen Kleinkinderschulen und den heutigen Kindereinrichtungen. Diese unterteilt sie in die verschiedenen Gruppenformen wie Kindergartengruppen, Tagesstättengruppen, Krabbelgruppen oder altersgemischte Gruppen. Als konkretes Beispiel greift sie die Münsteraner Institution St. Nikolaus heraus. Diese kombinierte Tageseinrichtung besteht aus fünf unterschiedlichen Gruppen. Detailliert schildert die Autorin im Folgenden die zur Aufnahme eines Kindes notwendigen Formalitäten, aber auch Tagesablauf, Erziehungsmethoden und Versorgung der Kinder. Der Arbeitsbericht enthält die ausführliche Beschreibung der Probleme bei der Themenwahl, der einzelnen Arbeitsgänge und der Schwierigkeiten, die im Zuge der Recherche aufgetreten sind. Die Titelzeile enthält den Leitspruch, mit dem erstmals 1840 um Kinder geworben wurde. Für ihre Darstellung wertet sie zeitgenössische Archivalien aus, die sie zum Teil im Anhang der Arbeit transkribiert anfügt.",4 SAB 180,1,75 S.,1840,1997,118,9,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel",, Jennifer S.,Schillergymnasium 263,Am Ende des Lebens beginnt der Anfang des Überlebens. Frauen bewältigen ihren Alltag zwischen 1943 und 1948,"Die Verfasserinnen beschreiben auf der Grundlage von Archivalien und Zeitzeug*inneninterviews die Lage der Frauen in den letzten Kriegsjahren und in den ersten Jahren nach der Kapitulation. Sie arbeiten zunächst heraus, dass die Frauen wichtige Funktionen im Alltag übernahmen, da viele Männer im Krieg kämpften, vermisst wurden oder gefallen waren. Sie waren während und nach dem Krieg allein für die Nahrungsbeschaffung verantwortlich und übernahmen als „Trümmerfrauen“ Aufräumarbeiten. Die Schülerinnen stellen dabei die These auf, dass diese Aufgaben etwas völlig Neues für die Frauen waren, da sie während des Nationalsozialismus von einem gänzlich anderen Frauenbild geprägt wurden, sie jedoch an ihren Aufgaben wuchsen und solidarisch zusammenhielten. Schließlich fassen die Schülerinnen die Ergebnisse der sieben von ihnen geführten Interviews zusammen und müssen ihre zuvor aufgestellte These revidieren: die interviewten Frauen berichten zum Teil von einer geringen Solidarität während der Kriegsjahre, zudem fanden sich viele wieder schnell in ihre gewohnte Rolle als Hausfrau und Mutter zurück, sobald ein Mann ins Haus zurückkehrte. ",4 SAB 204,0,17 S.,1943,1948,7,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Annika M., Eva W., Ruth L.",Ratsgymnasium 364,Das Christentum leben statt predigen: Die Geschichte des Pfarrers Heinrich Eltrop an der Herz-Jesu-Gemeinde,"Die Autorinnen erforschen den Lebensweg eines durch seine Hilfsbereitschaft heute noch legendären Ortspfarrers. An den Beginn ihres Beitrags stellen die Schülerinnen einen chronologischen Steckbrief des „Herz-Jesu-Viertels“ in Münster. Dort hatte der 1956 verstorbene Pfarrer Eltrop gewohnt und gewirkt. Die Verfasserinnen beschreiben den Priester, der auch der „Radelnde Heinrich“ genannt wurde, als unermüdlichen „Bettler“ für die Armen seiner Gemeinde. Außerdem habe er sich mit aller Kraft für den Aufbau der kriegszerstören Herz-Jesu-Kirche eingesetzt. Die Autorinnen beschließen die Auswertung von Augenzeugenberichten mit dem Versuch, ein Persönlichkeitsbild des Seelsorgers zu erstellen. In ihrer abschließenden Würdigung seiner Person zeigen sie sich tief beeindruckt, dass ihr Protagonist zur Zeit des Wirtschaftswunders in freiwilliger Armut lebte und in seiner Wohltätigkeit keine konfessionellen Grenzen kannte. Die Geschichte der Pfarrei und die Jubiläen des Pfarrers bereiten die Verfasserinnen anhand von Zeitungsartikeln auf, die konkreten Hilfsmaßnahmen werden durch selbst durchgeführte Interviews veranschaulicht. Widersprüche und Ungereimtheiten, die in diesen Gesprächen auftauchen, werden benannt und kritisch beleuchtet.",4 SAB 175,0,55 S.,1881,1957,31,9,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Anna S., Jana K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 369,"Das Diakonissenmutterhaus in Münster. Ein Haus, das hilft und Hilfe braucht","Die Autorin fügt eine allgemeine Einführung in die Diakonie sowie die Geschichte des Diakonissenmutterhauses in Münster zu einem eindringlichen Aufruf zusammen, dieses zu unterstützen. Nach einer Begriffsdefinition der Bezeichnung „Diakonie“ stellt die Autorin die Geschichte des Mutterhauses dar, wobei sie ihre eigene Darstellungsmethode selbstkritisch reflektiert und auch vorsichtige Quellenkritik übt. Auf diesen kurzen historischen Abriss folgt die Wiedergabe des Lebensberichts einer 1989 verstorbenen Diakonisse, die dem Haus seit 1921 angehörte. Ihre Aufzeichnungen wurden der Autorin in Auszügen zur Verfügung gestellt. Den Abschluss der Arbeit bilden drei Interviews, deren Essenz die Verf. geschickt zusammenfasst und mit wörtlichen Zitaten kombiniert. Im Nachwort benennt sie Veränderungen, die im Untersuchungszeitraum eingetreten sind, und macht noch einmal klar, dass auch eine Hilfsorganisation der Hilfe bedarf. Zusätzlich zur Darstellung der Geschichte des im Kreuzviertel gelegenen Diakonissenhauses stellt die Verfasserin einen Fotovergleich an und dokumentiert, wie die zur Einrichtung gehörenden Gebäude früher aussahen und wie ihr Zustand heute ist.",4 SAB 178,1,40 S.,1914,1989,118,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Diakonissenhaus, Swantje N.,Schillergymnasium 403,Das Letzte was stirbt ist die Hoffnung. Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes und die Suche des Kurt Fröse,"Die beiden Autoren forschen über den Suchdienst, den das Deutsche Rote Kreuz nach dem 2. Weltkrieg eingerichtet hat. Er sollte das Wiederfinden von Verwandten ermöglichen, die in den Kriegswirren verloren gegangen sind. Gewissenhaft porträtieren die Verfasser den Aufbau und die Arbeit dieses Suchdienstes. Sie beschreiben die verschiedenen Suchmethoden, die von der Befragung heimgekehrter Soldaten oder heimatvertriebener Menschen über Suchaktionen in Rundfunk und Presse bis zur Grabnachforschung reichten. Die Autoren weisen nach, dass das Deutsche Rote Kreuz aktiv in den Findungsprozess eingegriffen hat. Dies zeigen die Bemühungen um Familienzusammenführung – auch über die deutsch-deutsche Grenze hinweg. Eine besondere Brisanz verleiht dem Beitrag die Darstellung der Suche nach dem Großonkel einer der beiden Teilnehmer, die nach der Wende durch die Öffnung ehemaliger DDR-Archive wieder aktuell geworden ist. Durch die Konzentration auf einen konkreten Einzelfall ist es den Autoren gelungen, wesentliche Dokumente zu erschließen. In ihrem Nachwort erörtern sie die positiven und negativen Erfahrungen, die sie im Zuge ihrer Spurensuche gemacht haben.",4 SAB 188,0,43 S.,1945,1997,,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Martin H., Sebastian F.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 416,Das St. Marien-Hospital in Drensteinfurt. Hilfe im Mittelpunkt des Ortes,"Das St. Marien-Hospital in Drensteinfurt steht mit seiner etwa 130-jährigen Geschichte im Zentrum des Beitrags. Die Verfasserin geht zunächst auf die Gründung des Krankenhauses im Jahre 1863 ein und versucht Gründe für dieses Ereignis nachzuzeichnen. Aufgrund des großen Bedarfs wurde das Hospital recht schnell vergrößert, es wurden viele medizinische Geräte angeschafft und die Betreuung der Patienten wurde immer besser. 100 Jahre nach seiner Gründung musste das Marien-Hospital allerdings geschlossen werden, da der Zustand des Gebäudes nicht mehr zeitgemäß war und kein Geld für einen Umbau bewilligt wurde. 1988 wurde es endgültig in ein Altenkrankenheim umgewandelt. Die Verfasserin geht ebenfalls auf die Rolle der Franziskanerinnen im Krankenhaus, weltliche Angestellte und jüdische Patienten ein. Sie resümiert, dass im Kontext des Helfens insbesondere der katholische Glaube der Franziskanerinnen eine wichtige Rolle gespielt hat. Der Anhang des Beitrags enthält einige historische Dokumente zum Krankenhaus.",4 SAB 173,1,43 S.,1863,1988,70,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Drensteinfurt, Stefanie J.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 422,"Das Thema Frauenhilfe in Senden sollte im Zentrum des Beitrags stehen. Dabei wollte die Verfasserin auf verschiedenste Aspekte der Hilfe von Frauen für Frauen eingehen, wie beispielsweise Armenhäuser, Vertriebenenhilfe oder der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Jedoch beschreibt die Verfasserin in ihrem vorangestellten, ausführlichen Arbeitstagebuch, dass sie die Arbeit an ihrem Beitrag nach anfänglichen Quellenrecherchen aufgrund von Zeitmangel abbrechen musste, so dass aus der Arbeit lediglich die geplante Struktur sowie einige Informationen zu Sendens Armenhäusern hervorgehen.","Das Thema Frauenhilfe in Senden sollte im Zentrum des Beitrags stehen. Dabei wollte die Verfasserin auf verschiedenste Aspekte der Hilfe von Frauen für Frauen eingehen, wie beispielsweise Armenhäuser, Vertriebenenhilfe oder der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Jedoch beschreibt die Verfasserin in ihrem vorangestellten, ausführlichen Arbeitstagebuch, dass sie die Arbeit an ihrem Beitrag nach anfänglichen Quellenrecherchen aufgrund von Zeitmangel abbrechen musste, so dass aus der Arbeit lediglich die geplante Struktur sowie einige Informationen zu Sendens Armenhäusern hervorgehen.",4 SAB 205,1,42 S.,1500,1997,,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur",Senden, Katja P.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 516,"Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Hilfe und Hoffnung für Vermisste, Verschollene und Hinterbliebene","Die Schülerinnen behandeln in ihrem Beitrag den Suchdienst des Roten Kreuzes und beschreiben kurz die Lage Deutschlands nach Ende des Zweiten Weltkriegs, die Gründung des Suchdienstes 1945 und seine Aufgaben. An ihre knappe Darstellung schließt sich ein umfangreicher Anhang mit verschiedensten Dokumenten an. Unter anderem enthält er Listen mit erfolgreichen Suchaufträgen, Zeitungsartikeln und Literaturauszügen über Schicksale im Kontext des Suchdienstes. Sie haben ebenfalls ein Gespräch mit einem Vertreter des Suchdienstes geführt und so die vorhandenen Materialien zusammengetragen.",4 SAB 195,0,34 S.,1945,1997,77,9,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel",," Jana L., Nadine B., Sandra T.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 557,Die Bahnhofsmission in Münster. Mit Betonung auf der Zeit der Weimarer Republik,"Die Schülerin befasst sich mit der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof in Münster, die 1907 gegründet wurde. Ursprünglich half die Bahnhofsmission vor allem Reisenden und sollte verhindern, dass Mädchen, die vom Land in die Stadt kamen, auf die „schiefe Bahn“ gerieten. Nach dem Ersten Weltkrieg vergrößerte sich das Aufgabenspektrum bereits, da die Zahl der Hilfsbedürftigen aufgrund der wirtschaftlichen Lage auch in Münster stark anstieg. Die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wurde während des Nationalsozialismus unterbrochen, war nach Ende des Zweiten Weltkriegs aber umso stärker gefragt. Heute leistet sie auch Hilfe für Obdachlose, Alkoholiker und Drogenabhängige. In dem Beitrag wird die Entwicklung von einer reinen Hilfsorganisation für Mädchen und Reisende hin zu einer sozialen Einrichtung für verschiedenste Gruppen von Bedürftigen aufgezeigt.",4 SAB 189,1,25 S.,1906,1994,118,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Hauptbahnhof, Münster", Leonie V.,Schillergymnasium 608,Die Geschichte des Helfens und der Fürsorge für Lepröse am Beispiel Münster-Kinderhaus,"In Form eines Portfolios stellt die Klasse 6 der Hauptschule Münster-Nord ihren Forschungsprozess und ihre Ergebnisse zur Leprastation in Münster Kinderhaus dar. Sie besuchten dazu das Lepramuseum, welches im früheren Leprosenhaus untergebracht ist und recherchierten mithilfe von Sekundärliteratur Informationen zur Krankheit. Außerdem führten sie eine Standortbestimmung des Leprosoriums durch und untersuchten eine Küchenordnung der Kinderhauser Einrichtung. Sie gehen auch kurz auf medizinische Versorgungsmöglichkeiten ein und erstellten einen Bastelbogen, mit dem das Leprosorium nachgebaut werden kann.",4 SAB 206,0,55 S.,1333,1900,116,9,Textbeitrag,Fachliteratur,"Kinderhausviertel, Münster, Lepramuseum Münster-Kinderhaus"," Alex A., Jessica A., Jury A.",Hauptschule Münster-Nord 662,Die Siedlung New Earswick – Ein Unternehmer denkt an seine Mitarbeiter,"Der Autor erforscht die Gründung und die Weiterentwicklung des Yorker Stadtteils New Earswick von der Zeit der Industrialisierung bis heute. Eingangs referiert der Autor die Anfänge und die gesellschaftspolitischen Auswirkungen der industriellen Revolution in England und legt eine Studie über die Armut vor, die damals im Yorker Stadtleben geherrscht hat. Im Mittelpunkt des Beitrags steht die äußerst detaillierte Darstellung der Siedlung New Earswick, die als Projekt zur Bekämpfung dieser Armut gedacht war. Ausführlich geht der Verf. auf den philanthropisch gesinnten Schokoladefabrikanten Joseph Rowntree ein. Dieser hatte die Siedlung für „seine“ Arbeiter und deren Familien gegründet, um ihnen zu einer möglichst angenehmen Wohnsituation zu verhelfen. Der Autor beschreibt den Alltag in der Siedlung, untersucht Arbeit und Freizeit, die Gestaltung der Festtage und den Zusammenhalt der Bewohner zu Kriegszeiten. Das letzte Kapitel beinhaltet die Weiterentwicklung des Dorfes bis heute. In der Schlussbetrachtung fasst der Autor seine Erkenntnisse zusammen und berichtet über die im Zuge seiner Arbeit gesammelten Erfahrungen. Der Schüler hat 12 Gespräche mit Bewohnern der Siedlung geführt und viel städteplanerisches Material zusammengetragen. Eine Vielzahl von historischen Fotos sowie einige Materialien sind in der Arbeit enthalten.",4 SAB 176,1,72 S.,1900,1997,69,9,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",York, Thomas H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 752,Eine Stadt im Nichts. Hilfsmaßnahmen der münsterschen Politik 1945/46,"Der Beitrag beleuchtet in gründlicher Darstellung die sozio-ökonomische Ausgangslage nach der „Stunde Null“ und die politischen Handlungsspielräume der helfenden politischen Akteure. Motive sowie sachliche beziehungsweise politische Grenzen individuellen Handelns werden überzeugend dargelegt und kritisch hinterfragt. Die Beurteilung der Rahmenbedingungen der Hilfe erfolgt durchgängig auf verschiedenen personellen und politischen Ebenen (Lokalpolitik, Parteipolitik, Besatzungspolitik, Ad-hoc-Politik). Eingang setzen die Verfasser die katastrophalen Nachkriegsbedingungen in Münster sprachlich wie bildlich äußerst anschaulich in Szene. Die drei Hauptakteure – Dr. Zuhorn, Herr Hemsath, Dr. Siehoff – werden in ausführlichen Biografien vorgestellt und als idealistische, leidenschaftliche und aufopferungsbereite Verwaltungsfachleute beschrieben. Diese Personalisierung, welche die aktive Seite der Hilfe einseitig herausstellt, wird nachvollziehbar begründet. Es gelingt den Autoren, die verschiedenen Strategien im Umgang mit der Besatzungsmacht transparent zu machen und zu rechtfertigen, dass Hilfe hier im Gewand von politischem Verwaltungshandeln auftritt. Die Arbeit ist charakterisiert durch den gekonnt eingesetzten Quellen- und Literaturmix, die behutsame Integration der selbst erhobenen Interviews sowie eine professionelle Zitier- und Belegtechnik. Eigens erwähnt sei auch die ertragreiche Nutzung englischer Quellen.",4 SAB 191,0,89 S.,1945,1947,118,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Frederic M., Henry W., Max Theodor K.",Schillergymnasium 839,Fürsorgeerziehung Anfang dieses Jahrhunderts,"Auf der Grundlage von Archivalien aus dem Stadtarchiv Münster, arbeiten die Schülerinnen die Fürsorgeerziehung in der Stadt Münster in den Jahren 1870 bis 1920 heraus. Sie beschreiben die „private Erziehung“, also die Unterbringung in Familien, und die „Heimerziehung“ als zwei Möglichkeiten der Fürsorgeerziehung, die jeweils unterschiedlichen Regeln und Bestimmungen unterlagen, die die Verfasserinnen insgesamt als positiv beurteilen. So waren die Familien beispielsweise verpflichtet, anständig für ihre Zöglinge zu sorgen und ihnen das Erlernen eines Berufs zu ermöglichen. Die Gründe für die Unterbringung in Familien oder Heimen werden in der Arbeit anhand von einigen Fallbeispielen herausgearbeitet, die die unterschiedlichen Motivlagen verdeutlichen. So beschreiben die Verfasserinnen auch einen Fall, in dem die Eltern selbst um Unterstützung baten. In einem weiteren Kapitel gehen sie auch auf den Zögling Josef Klönne ein, dessen Lebensgeschichte sie bis zum Verlassen des Fürsorgesystems lückenlos nachzeichnen können und dessen Erziehung sie als erfolgreich herausstellen. Als Beispiel für ein Heim wird die „Genossenschaft evangelischer Mädchenheime“ vorgestellt, bevor abschließend die Entwicklung der Fürsorgeerziehung im Untersuchungszeitraum zusammenfassend dargestellt wird und ein kurzer Vergleich mit heute erfolgt. Dokumentiert wird die Darstellung zusätzlich durch die Integration einiger ausgewerteter Archivalien.",4 SAB 203,0,44 S.,1870,1920,152,9,Textbeitrag,"Archivalien, Zeitungsartikel",," Sonja W., Wibke H.",Gymnasium Wolbeck 861,Geschichte der Fürsorge für Lepröse und Arme am Beispiel Münster-Kinderhaus. Vom Siechenhaus zur Altenhilfe – ein Gebäude als Dokument des Wandels der Geschichte des Helfens,"Die Gruppe von sieben Schülerinnen und Schülern beschäftigt sich mit der Geschichte eines ehemaligen Leprosoriums im Stadtteil Kinderhaus. Da sie nach einem Besuch im Stadtarchiv Münster feststellen müssen, dass die vorhandenen Akten schwer zu entziffern sind, stützen sie ihre Ausführungen hauptsächlich auf Sekundärliteratur und auf Informationen, die sie bei einem Besuch des im ehemaligen Leprosorium untergebrachten Lepramuseums gewinnen konnten. Erwähnt wurde das Leprosenhaus erstmals 1333. Es beherbergte an Lepra erkrankte Menschen, die von den Bürgern mit Spenden versorgt wurden. Im 17. Jahrhundert wurde das Leprosorium in eine Stiftung umgebaut, die sich um Arme kümmerte. Neben der Geschichte des Leprosenhauses beschreiben die Verfasser zudem den Alltag der Leprakranken und die Art der Hilfe, die vor Ort zunächst im Leprosorium und später im Armenhaus geleistet wurde. Sie stellen Überlegungen zu den individuellen Hintergründen für die Hilfe an.",4 SAB 185,0,16 S.,1333,1805,,9,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur","Kinderhausviertel, Münster, Lepramuseum Münster-Kinderhaus"," Christina B., Melanie B., Monika G.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 922,Hilfe für verfolgte Juden,"Die Autorinnen befassen sich mit der Hilfe für verfolgte Juden in Münster. Sie schildern das Schicksal des Ehepaares Steinweg - er Jude, sie Christin - im Dritten Reich und arbeiten die Hilfe heraus, die Frau Steinweg ihrem Mann geleistet hat und die andere ihnen beiden entgegengebracht haben. Die beiden einleitenden Kapitel über die Geschichte der Juden in Münster stützen sich als Ergebnis einer Archivrecherche auf drei lokale Publikationen. Der restliche Beitrag besteht aus der Wiedergabe von Interviews mit Zeitzeugen, darunter auch Heinz Steinweg, der jüdische Ehemann. Das ertragreichste Gespräch mit der Helferin Emmy Herzog musste der Tutor auf Wunsch der Interviewpartnerin zwar alleine führen, die Schülerinnen transkribierten es jedoch und verarbeiteten es in einem bewegenden Bericht. Sorgfältig analysieren sie das Verhalten der Beteiligten und die Motive der Helfer, die sie in einer Tabelle zusammengetragen haben. In ihrer Nachbetrachtung reflektieren sie die zusammengetragenen Erkenntnisse über heimliche Hilfeleistungen im Dritten Reich. Der vorangestellte Arbeitsbericht informiert über Themenfindung und Fortgang der Spurensuche.",4 SAB 192,0,33 S.,1933,1945,118,9,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Charlotte P., Sarah D., Ursula P.",Schillergymnasium 923,"Hilflose Helfer. Irre, Geisteskranke und Idioten. Fakten und geschichtlicher Hintergrund der Behandlung psychisch erkrankter Menschen in der Heil- und Pflegeanstalt Marienthal zu Münster in der Zeit nach dem Ersten bis nach dem Zweiten Weltkrieg","Die Autorin verdeutlicht am Beispiel einer Heilanstalt der Barmherzigen Schwestern die Auswirkungen der nationalsozialistischen Euthanasiepolitik. Eine Auseinandersetzung mit der Pflege und Behandlung von Geisteskranken im Dritten Reich bildet den Auftakt des umfangreichen Beitrags. Die Autorin schildert die Anfänge der Heilanstalt Marienthal und die Arbeit der Barmherzigen Schwestern. Ein eigenes Kapitel widmet sie den Veränderungen, welche der Anstaltsalltag nach der Machtübernahme der Nazis erfahren hat. Unter anderem thematisiert die Autorin hier das konfliktgeladene Verhältnis der Barmherzigen Schwestern zum weltlichen Personal. Das konkrete Schicksal eines Patienten verdeutlicht die Umsetzung des Euthanasiegedankens, was den Tod tausender psychisch Kranker bedeutete. Unter der Fragestellung „Was wußte die Öffentlichkeit?“ untersucht die Autorin des Weiteren, wie die Medien mit diesen Vorgängen umgegangen sind und wie sich die Öffentlichkeit den Geisteskranken gegenüber verhalten hat. In einem abschließenden Kapitel würdigt die Autorin die Arbeit der Barmherzigen Schwestern. Die Autorin hat viele Interviews geführt, mußte sich allerdings im Bezug auf Archivmaterial mit einer „Chronik des Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern“ begnügen, da ihr der Zugang zum Archiv des Hauses Marienthal verwehrt wurde. Eine weitere Basis des Beitrags bilden zeitgenössische und aktuelle rückblickende Zeitungsartikel. Die ausführliche Darstellung wird durch einen umfangreichen Anhang ergänzt, der eine Vielzahl von Fotos, Archivalien, Zeitungsartikeln sowie private Dokumente interviewter Zeitzeugen enthält und so einen vielschichtigen Eindruck einzelner Patientenschicksale sowie der geleisteten Hilfe innerhalb der Heilanstalt Marienthal vermittelt.",4 SAB 181,1,165 S.,1914,1945,,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel","Westfälische Provinzial- und Pflegeanstalt (LWL), Münster-Marienthal", Karen Eva A.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 939,Wohnungen – oder Denkmal? Der „Grüne Grund“,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Verfasserin mit dem gemeinnützigen Wohnungsbau in der Stadt Münster und geht dabei insbesondere auf die Geschichte des Wohnviertels „Grüner Grund“ ein, welches am Sentmaringer Weg liegt. Einleitend beschreibt sie, wie der soziale Wohnungsbau im 19. Jahrhundert geschaffen wurde, um der zunehmenden Wohnungsnot in den Städten zu begegnen. War der Wohnungsbau zuvor hauptsächlich privat organisiert, stieg der Anteil an Wohnraum, der von gemeinnützigen Gesellschaften gebaut wurden, rapide an. Der „Grüne Grund“ wurde in den 1920er Jahren nach dem Vorbild englischer Gartenvorstädte errichtet. Nach einigen Finanzierungsproblemen konnte die Siedlung 1931 mit 117 Eigenheimen und 399 Mietwohnungen fertig gestellt werden. Im weiteren Verlauf des Beitrags geht die Verfasserin auf das Wohnviertel während des Zweiten Weltkriegs und die schwierigen Nachkriegsjahre ein. Seit den 1990er Jahren sind die Wohnungen im „Grünen Grund“ nicht mehr preisgebunden und man benötigt auch keinen Wohnberechtigungsschein mehr. Neben der knapp 20 Seiten umfassenden Darstellung enthält die Arbeit einen umfangreichen Dokumentationsteil mit Auszügen aus Literatur, Zeitungsartikeln, Fotos und Kopien von Archivalien.",4 SAB 172,1,185 S.,1920,1992,346,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel","Grüner Grund, Münster", Nicole S.,Marienschule 945,Irren ist menschlich. Die Geschichte des Alexianer-Krankenhauses Haus Kannen,"Die beiden Autorinnen schildern die Geschichte des Hauses Kannen, einer Behindertenabteilung des Alexianer-Krankenhauses in Münster und stellen das heutige Pflegeangebot vor. Die Schülerinnen liefern eine komplette Historie dieser Institution. Die Geschichte der Alexianer-Bruderschaft leitet über zum Kauf und zur „Inbetriebnahme“ des Hauses Kannen als Heil- und Pflegeanstalt durch die Alexianer am 1. September 1887. Vor der gesellschaftspolitischen Kulisse der Weimarer Republik lassen die Autorinnen den Alltag der katholischen Anstaltsfürsorge aufleben und recherchieren die Verflechtung des Hauses Kannen mit der öffentlichen Wohlfahrtspflege. Mit dem „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933 beginnt der Einfluss der nationalsozialistischen Euthanasieprogramme auf die Anstalt. Im Münsteraner Umkreis tut sich der Bischof von Galen dadurch hervor, dass er öffentlich gegen das Ermorden von Patienten predigt. In einem Exkurs zu den ideologischen Grundlagen klären die Autorinnen Begriffe wie Sozialdarwinismus, Eugenik oder Rassenwahn. Am Beispiel der Kunsttherapie erläutern die Autorinnen das heutige therapeutische Angebot der Alexianer. Der Abdruck eines Interviews mit einer ehemaligen ehrenamtlichen Mitarbeiterin beschließt den Beitrag.",4 SAB 190,0,92 S.,1887,1997,18,9,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Alexianer-Krankenhaus, Münster"," Carolin E., Sabine Z.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1019,Krebs und Krebshilfe im Kindes- und Jugendalter,"Der Beitrag der drei Schülerinnen beschäftigt sich mit dem Thema Krebs bei Kindern- und Jugendlichen und geht insbesondere auf den Verein „Herzenswünsche e.V.“ ein, der an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen besondere Wünsche erfüllt. Die Verfasserinnen besuchen das Büro der Organisation und führen dort sowie mit Beschäftigten der Krebsberatungsstelle Interviews. Auf eine Einleitung zur Krankheit selbst und verschiedene Therapiemöglichkeiten folgen eine Vorstellung des „Herzenswünsche e.V.“ und einige Erfahrungsberichte über die Wünsche, die Kindern bereits erfüllt wurden. Schließlich wird noch kurz auf eine Krebsberatungsstelle eingegangen, die Betroffenen individuelle Beratung bietet. Die Arbeit enthält viele Fotos und von erkrankten Kindern gemalte Bilder, die vom Verein „Herzenswünsche“ zur Verfügung gestellt wurden. ",4 SAB 202,0,46 S.,1900,1997,,9,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente",," Anna P., Jana H., Svenja G.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1113,Molokai ist überall – Lepra geht uns alle an,"Die Arbeit der Schülerin befasst sich mit dem Thema Lepra, das auch aus lokalgeschichtlicher Sicht behandelt wird. Sie beginnt mit einer geschichtlichen Einführung in die Krankheit und deren Verlauf, zählt einzelne Symptome sowie Merkmale verschiedener Lepraformen auf und gibt einen Überblick über die Lepravorkommen in der Welt. In einem zweiten Schritt stellt die Autorin das 1957 gegründete Deutsche Aussätzigen-Hilfswerkt (DAHW) vor, dessen Zielsetzung neben der medizinischen vor allem in der sozialen Hilfe liegt, in der Resozialisierung der durch die entstellende Krankheit stigmatisierten, „vom Aussatz befallenen“ Kranken. Seit 1985 konnte das DAHW 650.000 Patienten von Lepra und Tuberkulose heilen. Dieser Erfolg sei vor allem all jenen zuzuschreiben, die durch Spenden oder ehrenamtlichen Einsatz tatkräftige Hilfe geleistet haben, so die Autorin. Abschließend schildert sie einen konkreten Fall der Leprahilfe am Beispiel des seit 1970 bestehenden Davensberger Leprakreises. Die Frauen dieses Kreises stricken, häkeln und nähen Kleidung aus Wäscheresten, die sie zu den Herz-Jesu-Schwestern nach Hiltrup bringen. Von dort aus werden die in die Missionsländer verschickt. Ein Interview mit einer Leiterin dieser Gruppe beendet die Arbeit. Der im Anhang befindliche Arbeitsbericht lässt die einzelnen Schritte nachvollziehen, die zu der ansprechend illustrierten Studie geführt haben. Die Schülerin, die abschließend ihre Hochachtung für die Helfer bekundet, vermag ihr Anliegen zu verdeutlichen, dass das Thema Lepra zu Unrecht aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein verdrängt wurde.",4 SAB 201,1,48 S.,1400,1997,346,9,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur",Davensberg, Tina E.,Marienschule 1157,Nachbarschaftshilfe in Stadt und Land früher und heute: Ein Vergleich zwischen Münster und Davensberg,"Die Autorinnen untersuchen verschiedene Aspekte der Nachbarschaftshilfe in der Stadt Münster und dem Dorf Davensberg „früher“ und „heute“, wobei der Zeitraum so weit zurück reicht wie die Erinnerung der Interviewpartner, also bis in die Weimarer Zeit. Zu dem Vergleich der Vergangenheit mit der Gegenwart gesellt sich zusätzlich der Vergleich der Stadt mit dem Dorf. Eindrucksvoll schildern die beiden Autorinnen die verschiedenen Ausformungen nachbarschaftlicher Hilfe: Selbsthilfegruppen sowie Hilfe bei Festen, Hunger oder Wohnungsnot in der Stadt; gegenseitiges Beistehen bei der Ernte, beim Backen, Schlachten sowie dörfliche Geselligkeit nach Feierabend auf dem Land. In ihrer abschließenden Bewertung sind sich die Schülerinnen darin einig, dass die Nachbarschaftshilfe auf dem Land eine weitaus bedeutendere, ja oft lebensrettende Funktion hatte, während soziale Notlagen in der Stadt oft bereits durch ehrenamtliche Aktionen abgefedert werden konnten. Außerdem hätte diese Art von wechselseitigem Beistand in früheren Zeiten einen höheren Stellenwert gehabt und einen breiteren Raum eingenommen. Die Autorinnen schöpfen ihre Informationen aus selbst geführten Interviews, die sie in ihre Darstellung einbezogen haben. Diese zeichnet sich überdies durch die Präsentation eigener Fotos aus.",4 SAB 182,0,39 S.,1900,1997,31,9,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Davensberg," Annika W., Theresa F.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1175,Obdachlosigkeit in Münster – wie geholfen wird!,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Verfasserin mit einem Obdachlosentreff, das sich im Mutterhaus der Klemensschwestern an der Loerstraße befindet. Nach einem kurzen Abriss zur Geschichte des Ordens, der 1808 gegründet wurde, geht sie auf eine Schwester ein, die besonders aktiv im Obdachlosentreff war und mit der sie ein Interview geführt hat. Schwester Eveline kümmerte sich um die Einrichtung einer Kleiderkammer und sorgte für die Verlegung des Obdachlosentreffs an einen günstigeren Standort. Laut der Verfasserin entwickelte sich das Treff unter ihrer Leitung zu einem „Schutzraum“ für alle Obdachlosen und wurde stark frequentiert. Sie resümiert, dass die Hilfe, wie sie im Obdachlosentreff geboten wird, eine notwendige Ergänzung zu staatlicher Unterstützung für Obdachlose sei.",4 SAB 186,1,41 S.,1975,1997,,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Charlotte L.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1291,Spuren im Schnee: Fachklinik Hornheide. Haus vom Guten Hirten. Karl Heinz Weiten – Ein Leben für die Berbergilde und „draußen!“. Katholische Krankenhaushilfe. Krankenhausfunk. Mädchenkrisenhaus in Münster. Telefonseelsorge Münster. Technisches Hilfswerk (THW).,"In Form eines Portfolios hat der Geschichtskurs Informationen zu unterschiedlichen Hilfseinrichtungen und Vereinen in der Stadt bzw. Personen, die sich durch besondere Hilfsbereitschaft ausgezeichnet haben, zusammengestellt. Ein Schüler beschäftigt sich mit der Fachklinik Hornheide, in der Krebs- und Lupuspatienten behandelt wurden. Weitere Beiträge befassen sich mit dem Kinderheim zum „Guten Hirten“, das Hilfe für schwer erziehbare Mädchen bot, und der Katholischen Krankenhaushilfe, einem ehrenamtlichen Dienst, der Patienten während ihres Krankenhausaufenthaltes unterstützt. Auch der Krankenhausfunk des St. Franziskus-Hospitals, das Mädchenkrisenhaus, die Telefonseelsorge und das Technische Hilfswerk werden behandelt. Vier Schülerinnen und Schüler befassen sich mit dem ehemaligen Obdachlosen Karl Heinz Weiten (geb. 1945), der mit anderen Obdachlosen ein Haus besetzte und 1994 das Straßenmagazin „draußen!“ gründete. In unterschiedlicher Ausführlichkeit beurteilen die Verfasserinnen und Verfasser die Art von Hilfe, die in den Einrichtungen bzw. von den Personen geleistet wurde und zu ihrer Zeit immer noch wird, und ziehen hierfür insbesondere Zeitzeug*inneninterviews und Zeitungsartikel heran.",4 SAB 187,0,58 S.,1900,1997,294,9,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Fachklinik Hornheide, Haus vom guten Hirten, Münster"," Dennis B., Gunther B., Ulf B.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1340,Unicef. Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Für die Kinder dieser Welt,"Ausgehend vom 50-jährigen Jubiläum der Organisation und angeregt von einer Lehrerin, die sich seit Jahren für Unicef engagiert, beschreiben die Schülerinnen die Geschichte und die Aufgaben der Hilfseinrichtung. Sie tragen dafür viele Materialien, insbesondere Zeitungsartikel, Flyer und Werbung, zusammen und integrieren diese in ihre Arbeit. Für ihre Darstellung haben sie ein Zeitzeugeninterview geführt und stellen auf dessen Grundlage dar, wie die Unicef-Gruppe in Münster arbeitet und dass auch die Marienschule bereits mit einigen Aktionen Spenden gesammelt hat. Weiterhin gehen sie auf die bekannten Grußkarten und die Anfänge der Organisation ein. Gegründet 1946 als europäisches Hilfswerk für Kinder in der schwierigen Nachkriegszeit, gehören 1997 bereits 34 Länder der Organisation an. Die Hilfe, die die Organisation bietet, wurde in den 1950er Jahren für Europa eingestellt und konzentriert sich auf weniger entwickelte Länder. Unicef versorgt bedürftige Kinder in Entwicklungsländern mit Nahrung, Kleidung und Medikamenten und engagiert sich für den Aufbau eines Gesundheitsnetzes, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und die Errichtung von Schulen.",4 SAB 199,0,90 S.,1946,1997,,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Anna H., Evelyn D.",Marienschule 1395,Vom geschlossenen zum offenen Tor. Der „Gute Hirte“ im Wandel der Zeit,"Die Autorin schreibt über ein Heim für „gefallene Mädchen“ in Münster, welches ein 1651 gegründeter Schwesternorden gegründet und unterhalten hat. Einleitend erläutert die Autorin die Ursprünge und die Entwicklung der in Frankreich von Pater Jean Eudes gegründeten Schwesterkongregation. Sie beschreibt, wie sich die Schwestern von Anfang an der Betreuung verwahrloster Kinder und so genannter „gefallener Weibspersonen“ verschrieben hatten. Als Ursache für die Stiftung des Ordens gibt sie das katastrophale gesellschaftliche und materielle Umfeld an, in dem viele Frauen damals leben mussten. Sie rekonstruiert den Bau der Klosterkirche des „Guten Hirten“ in Münster und dokumentiert die Fürsorgetätigkeit, welche die Nonnen in der Betreuung von Kindern und sozial schlecht gestellten Mädchen entfaltet haben. Ausführlich geht sie auf die Veränderungen ein, die sich in der pädagogischen Aufgabenstellung seit 1945 ergeben haben. Diesen Prozess veranschaulicht sie durch Gespräche mit ehemaligen Bewohnerinnen des Heims sowie mit Münsteraner Bürgern. In ihrem Fazit verdeutlicht die Autorin das derzeitige Entwicklungsstadium der Institution durch die Darlegung der vorhandenen Erziehungsziele. Die Autorin hat eine Festschrift ausgewertet, Schrifttum des Ordens gesichtet und die selbst geführten Gespräche mit ehemaligen Insassen und Münsteraner Bürgern in ihre Arbeit miteinbezogen. Die Arbeit enthält viele Fotos und zeitgenössische Dokumente, die in der Darstellung ausgewertet werden.",4 SAB 184,1,58 S.,1850,1997,346,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Haus vom guten Hirten, Münster", Stephanie D.,Marienschule 1430,Waisenhaus St. Mauritz als Keimzelle einer Ordensgründung,"Der Beitrag befasst sich mit dem Kinderheim St. Mauritz, das 1842 als „Private Anstalt für Arme Waisenmädchen“ an der Warendorfer Straße gegründet wurde. Es wurde von den Schwestern der Göttlichen Vorsehung betreut, deren Aufgabe es war die Waisenmädchen zu „versorgen, sorgfältig zu erziehen und gründlich zu unterrichten“. Die Verfasserin beschreibt die anfänglichen Probleme zur Finanzierung des Hauses und die Auswirkungen des Kulturkampfes auf das Heim. Weiterhin geht sie in ihrem Beitrag auf die Zeit des Nationalsozialismus ein und beschreibt die Situation des Kinderheims bis zum Jahre 1997: die Leitung wurde mittlerweile von einem Kuratorium übernommen und es waren nur noch wenige Schwestern beschäftigt. Sie geht auch auf die Strukturen des Heims ein, die verschiedene Unterbringungs- und Betreuungsmöglichkeiten umfassen. Für ihren historischen Abriss verwendet die Verfasserin Archivmaterial sowie Zeitungsartikel.",4 SAB 194,1,62 S.,1842,1997,346,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",St. Mauritz, Mona G.,Marienschule 1449,Weggemeinschaft von Frauen für Frauen – Zur Jahrhundertgeschichte des Sozialdienstes katholischer Frauen in Münster,"Der Beitrag befasst sich mit der Sozialarbeit, die Frauen in Münster für „gefährdete“ Frauen, Mädchen und Kinder in den Jahren von 1902 bis 1997 geleistet haben. Im Zeitraum von 1902 bis 1967 war diese Hilfe im Katholischen Fürsorgeverein e.V. (KFV) organisiert, ab 1968 bis heute im Sozialdienst katholischer Frauen (SkF). Der Beitrag beginnt mit einer Betrachtung der Voraussetzungen für die Etablierung des KFV in Münster. Der Autor sieht darin die katholische Antwort auf die sozialen Folgeprobleme der Industrialisierung. Die Geschichte dieser Gründung bildet den zweiten Teil des Beitrags. Der eigentliche Hauptteil umfasst beinahe 100 Seiten und betrifft die Aufspaltung des zunächst sehr kleinen Vereins in mehr als ein Dutzend Fürsorgesparten mit verschiedensten Maßnahmen und Einrichtungen. Genannt wird zum Beispiel die Arbeit mit geschlechtskranken Mädchen. Akribisch schildert der Verf. die Verfahrensweisen, das Wachstum der Aufgabenfelder, die stark zunehmende Menge an Personal und Klientel sowie die Interaktion zwischen den Helferinnen und den zu betreuenden Mädchen und Frauen. Seine Ausführungen komplettiert er durch die Darstellung der zwiespältigen Reaktionen der Bevölkerung auf die Hilfe für die Ausgegrenzten. Die darauf folgenden Kapitel über das Dritte Reich und die Nachkriegszeit fallen vergleichsweise kurz aus. Die beiden letzten Teile des Beitrags betreffen die gegenwärtige Arbeit und ein zusammenfassendes Resümee. Hier werden anhand des Dreierschemas Fachverband, Frauenverband und kirchlich gebundener Verband die wesentlichen Aspekte der sozialen Arbeit vor Augen geführt: Ehrenamtlichkeit, Hilfswürdigkeit und Religiosität. Eine Auflistung der gegenwärtigen Entwicklungstrends rundet den Beitrag ab. Der einleitende Arbeitsbericht lässt den Forschungsweg des Beitrags Schritt für Schritt nachvollziehen. Eindringlich dokumentiert er den erfolglosen Kampf des Verf. um Kooperation mit einer Münsteraner Ordensgemeinschaft.",4 SAB 183,1,191 S.,1902,1997,31,9,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel",, Christoph L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1466,Wie aus Kontrolle Hilfe wurde – die Situation der Prostituierten heute und vor 100 Jahren,"Die Schülerinnen beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit der Prostitution und beginnen mit ihrer Darstellung im 19. Jahrhundert. Auf der Grundlage von Sekundärliteratur fassen sie zusammen, dass die Anzahl von Prostituierten in dieser Zeit besonders stark anstieg und sich Geschlechtskrankheiten schnell ausbreiteten. Diese Entwicklung ordnen sie in die zeitgenössische Gesetzgebung ein, die die Prostitution offiziell verbat und zu vielen Verhaftungen von Frauen führte. Prostituierte wurden zunehmend ausgeschlossen und diskriminiert, da man sie für die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten verantwortlich machte. Die Sittlichkeitsbewegung, die sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts formierte, trat aufgrund der schlechten Situation von Prostituierten für ihre Rechte ein. Die Verfasserinnen stellen diesen historischen Entwicklungen die derzeitige Situation in Deutschland gegenüber und führen dazu ein Experteninterview mit einer Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes und ein Zeitzeugeninterview mit einer Prostituierten, die beide in der Arbeit dokumentiert sind. Ihrer Meinung nach hat sich die Situation der Prostituierten deutlich verbessert, was sie u.a. auch an Hilfsprogrammen festmachen.",4 SAB 200,0,21 S.,1800,1997,70,9,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Astrid H., Katrin B.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1492,"Wir tun was! Lebenshilfe. Eine Vereinigung für Menschen mit geistiger Behinderung, ihre Familien, Fachleute und Freunde","Die Schülerin stellt anhand von kopierten Materialien und selbst geführten Interviews die Geschichte und die Aktivitäten der Organisation „Lebenshilfe“ in Münster vor. Die Schülerin ist in dem Verein selbst aktiv, der eine Vereinigung für Menschen mit geistiger Behinderung, deren Familien und Freunden ist. Vor dem Hintergrund der historischen Erfahrungen im Umgang mit Behinderten bietet die Autorin ein engagiertes und durch viel Sachwissen fundiertes Bild der Entstehung dieser Hilfsaktion, der Lage von geistig Behinderten und der Entfaltungsmöglichkeiten von Hilfsaktivitäten. Dabei bilden die Nazi-Zeit und die moderne ethische Konzeption der Behindertenarbeit die gedanklichen Pole, zwischen denen sich die eigentliche Darstellung bewegt. Der eindringliche Appell an den Leser, sein Verhältnis zu Behinderten kritisch zu überdenken, durchzieht den gesamten Beitrag, der mit einem Ausblick in die Zukunft zur weiterführenden Reflexion anleitet. Der Facettenreichtum der breit angelegten Quellengrundlage sowie der enorme Interviewaufwand bekräftigen die von der Autorin in ihrer Arbeit zum Ausdruck gebrachte Überzeugung. Die Verfasserin hat darüber hinaus einen eigenen Fragebogen erstellt und die Auswertungen im Anhang abgedruckt. Die Arbeit enthält auch umfangreiches Literaturmaterial und Dokumente der Lebenshilfe.",4 SAB 198,1,145 S.,1961,1997,346,9,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Katharina S.,Marienschule 1512,Zur „Euthanasie“ in Münster-„Marienthal“. Eine Geschichte des Helfens,"Nach einer Einleitung zum Thema „Euthanasie im Nationalsozialismus“, welche die Schülerin auf der Basis von Sekundärliteratur verfasst, geht sie schwerpunktmäßig auf die Geschichte des früheren Klosters Marienthal ein, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts vom Provinzialverband Westfalen gekauft und in eine Heilanstalt umgewandelt wurde. Auch aus Marienthal sollten ab 1941 im Kontext der Euthanasie Patienten in Tötungsanstalten verlegt werden. In der Arbeit schildert die Verfasserin weiter, wie und in welchem Umfang zur Zeit des Nationalsozialismus Hilfe in der Anstalt geleistet wurde. Zum einen nennt sie den Widerstand des Bischofs von Galen gegen die Euthanasie, aber auch das Engagement der Schwestern, die beispielsweise durch Verzögerungen im Ablauf versuchten, den Abtransport der Patienten zu verhindern. Einen Großteil ihrer Informationen zu der in der Anstalt geleisteten Hilfe entnimmt sie einem Zeitzeugeninterview mit einer Schwester, die in Marienthal beschäftigt war.",4 SAB 179,1,23 S.,1920,1945,118,9,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Westfälische Provinzial- und Pflegeanstalt (LWL), Münster-Marienthal", Birte A.,Schillergymnasium 8,„Auch für uns kommt die Zeit…“ Der Protest des Katholiken Heinrich Kroes gegen die nationalsozialistischen Angriffe auf die Kirche und die Folgen,"Die Verf. hat den Protest von Heinrich Kroes, Mitglied der Kolpingfamilie in Werne, gegen die kirchenfeindlichen Maßnahmen der Nationalsozialisten untersucht. Die Arbeit zeichnet sich aus durch die systematische Gliederung und die ausgewogene und deutliche Bewertung der Ereignisse. Überzeugend lehnt die Verf. einfache Aktualisierungen und Parallelisierungen des Widerstandes gegen nationalsozialistische Maßnahmen mit Protesten etwa gegen den § 218 ab. Einleitend werden die Auseinandersetzungen zwischen der katholischen Kirche und den Nationalsozialisten im Bistum Münster geschildert. Im Mittelpunkt der Konflikte stand Bischof von Galen, den die Nationalsozialisten in Spottgedichten verhöhnten. Diese Texte wurden von Mitgliedern der Kolpingfamilie in Werne vervielfältigt und bekannten Bürgern zugespielt, um diese über den kirchenfeindlichen Charakter des Nationalsozialismus aufzuklären. Beim Verteilen der Flugblätter wurde die Gruppe verhaftet und ins Konzentrationslager Esterwegen verbracht. Auf der Basis eines ausführlichen Interviews mit dem letzten Überlebenden der Gruppe, Heinrich Kroes, dem 1994 die Paulusplakette des Bistums Münster verliehen wurde, schildert die Verf. die Umstände der Gefangenschaft. Sie geht auf die Ausschlachtung der Flugblattaktion durch die nationalsozialistische Propaganda ein und beschreibt auch die problematische Reaktion der katholischen Kirche: die Verhafteten wurden aus der Kolpingfamilie ausgeschlossen, dann löste der Generalpräses die Kolpingfamilie in Werne auf. Für ihre Darstellung hat die Schülerin auch Dr. Josef Voß, den Weihbischof des Bistums Münster, schriftlich befragt und seine Antworten der Arbeit beigefügt.",4 SAB 251,1,54 S.,1930,1936,31,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Werne, Annika W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 30,„Du darfst nicht gebaut werden“. Zum Protest vier junger Architekten gegen Pläne zum Theaterneubau in Münster 1952,"Der Beitrag beschäftigt sich mit den Entwürfen zum Neubau des Stadttheaters Münster, gegen die eine Architektengruppe bestehend aus Harald Deilmann, Max von Hausen, Ortwin Rave und Werner Ruhnau zunächst protestierte. Im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die Stadt Münster 1952 einen Wettbewerb für den Theaterneubau ausgeschrieben: Unter den eingereichten Entwürfen wurde der Vorschlag des Architekten Hans Ostermann bevorzugt. Schließlich wurde Ostermanns Entwurf bei einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt, bei der auch die Architekten anwesend waren. Dieser war der Gruppe zu altmodisch, zu traditionell und zu wenig zeitgenössisch, so dass sie beschlossen einen eigenen Entwurf einzureichen, der zu den historischen Bauten in Münster einen bewussten Gegenpol setzen würde. Die Verfasserin zeichnet die Entscheidung der Gutachter nach, die sich schließlich für den Vorschlag der Architektengruppe und gegen den Entwurf Ostermanns entschied. Sie beschreibt den Bau des neuen Theaters, gegen den es schließlich auch wieder einige Proteste gab – vielen Münsteraner Bürgern gefiel die moderne Gestaltung des neuen Theaters nicht, so dass an dem Neubau viel Kritik geäußert wurde. Die damalige Kritik stellt die Verfasserin heutigen Meinungen zum Theater gegenüber. Sie hat Zeitzeug*inneninterviews mit den Architekten geführt und integriert einige Originalbilder in ihre Arbeit.",4 SAB 239,1,20 S.,1952,1956,120,10,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur","Stadttheater, Münster", Friederike H.,Marienschule 44,„Glück zwischen Disteln“. Der Protest gegen den THTR in Hamm-Uentrop,"Die Verf. beschäftigen sich mit der Geschichte des Hochtemperaturreaktors in Hamm-Uentrop und mit den Bedenken und Protesten, die die Anlage in der Bevölkerung auslöste. Nach einer knappen Definition des Protestbegriffes schildern sie die Entwicklung der Anti-Atomkraft-Bewegung in der Bundesrepublik. Sodann beschreiben sie die neue Technik des Hochtemperaturreaktors und die fanatischen Versprechen und Erwartungen, die mit der Anlage verbunden waren (u.a. Energie für die Kohleveredlung). In einer chronologischen Übersicht werden die Baufortschritte des Reaktors den Protestaktionen gegenübergestellt. Die Verf. gehen schließlich genauer auf die Bürgerinitiative ein, die den Protest organisierte. Sie schildern deren Aktionen und Bemühungen, ein möglichst bereites Bevölkerungsspektrum für den Protest zu gewinnen, und gehen auf die Probleme ein, die kommunistische Gruppen und Autonome verursachten, die den Protest gegen den Hochtemperaturreaktor für ihre Zwecke instrumentalisieren wollten. Mehrere Störfälle führten schließlich zur Abschaltung des Reaktors. In ihrem Schlusswort heben die Verf. hervor, dass die Stilllegung nicht in erster Linie durch den Protest, sondern durch die zu hohen Reparaturkosten verursacht wurde. Im Anhang enthält der Beitrag Unterlagen der Gruppen, die gegen den Reaktor protestierten, u.a. die GAL, das Umweltzentrum Münster oder das Münsteraner Plenum gegen Atomanlagen.",4 SAB 236,0,52 S.,1964,1989,67,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Hamm," David G., Robert K.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 46,„Hände weg von Hiltrup!“ Die Eingemeindung Hiltrups nach Münster im Zuge der kommunalen Neuordnung 1975,"Während der nordrhein-westfälischen Gemeindereform 1975 wurde die Ortschaft Hiltrup nach Münster eingemeindet. Die Verf. haben den Protest untersucht, der sich gegen die Eingemeindung erhob. Grundlage ihrer gut strukturierten Arbeit sind u.a. Interviews mit dem damaligen Bürgermeister von Hiltrup und dem damaligen Oberkreisdirektor des Landkreises Münster. Außerdem haben sie die Berichterstattung der lokalen Presse ausgewertet. Zunächst stellen sie die Gemeindereform in Münster und die davon betroffenen Randgemeinden vor. In Hiltrup wurden vor allem die gute Infrastruktur und die geringen Kosten der kommunalen Leistungsverwaltung der Ortschaft als Argumente gegen ein Zusammengehen mit Münster genannt. Sodann gehen sie auf die Träger des Protestes und seine Formen ein. Als erste sprachen sich die Lokalpolitiker gegen die Reform aus. Bürger fanden sich in einer Initiative zusammen, um für die Selbstständigkeit zu kämpfen, Pläne für einen Zusammenschluss mit kleineren Nachbarorten wurden diskutiert und eine Abstimmung durchgeführt. Die Verf. haben die damaligen Befürchtungen der Hiltruper Bürger, von der großen Stadt geschluckt zu werden, in zwei Zeichnungen ausgedrückt. Als Erfolg der letztlich zwar vergeblichen Proteste werten sie die Ortsbezeichnung nach der Eingemeindung. Während andere Gemeinden Münster-West oder Münster-Süd-Ost genannt werden, konnte Hiltrup seinen Namen und damit auch ein Stück Identität behalten. Im Anhang der Arbeit befindet sich eine Auswahl der Dokumente, die die Schülerinnen für ihre Darstellung ausgewertet haben.",4 SAB 244,0,50 S.,1971,1975,260,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",Hiltrup," Barbara F., Franziska R., Hannah S.",Marienschule 57,"„Ich werde Hitlers Gegner sein!“ (Josef Wirmer, 1933)","Josef Wirmer gehörte zum Kreis der Widerstandskämpfer, die das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler verübten. Er wurde vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Verf. hat Wirmers Leben, seine politischen Überzeugungen und Taten umfassend untersucht und dargestellt. Die Arbeit ist reichhaltig illustriert mit Fotos und Dokumenten (u.a. die Anklageschrift und das Urteil des Volksgerichtshofs, Wirmers Abschiedsbriefe). Die Verf. schildert ausführlich und einfühlsam Wirmers Jugend und katholische Sozialisation in Schule und Universität. So werden sein Engagement in der Zentrumspartei und die frühe Gegnerschaft zum Nationalsozialismus nachvollziehbar. Nach dem Jurastudium ließ sich Wirmer als Rechtsanwalt in Berlin nieder und vertrat nach 1933 politisch oder rassisch Verfolgte. In seiner Kanzlei fanden mehrere Treffen der Verschwörer des 20. Juli statt. In einer Chronologie werden die Entwicklung der Kontakte, die Wirmer zu dem Kreis um Beck und Goerdeler knüpfte, sowie Wirmers Bedeutung für den Kreis geschildert. Am Ende der Arbeit wird die Verhandlung vor dem Volksgerichtshof dokumentiert. Die Verf. geht ausführlich auf die Verhöre und auf die Prozessführung durch Roland Freisler ein und zeigt, wie Wirmer versuchte, dem Vorsitzenden Paroli zu bieten. Ihre Ausführungen werden von eindruckvollen Fotos des Angeklagten begleitet. Für ihre Darstellung hat sie auch Zeitzeug*inneninterviews mit Verwandten Wirmers geführt.",4 SAB 245,1,199 S.,1901,1944,260,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Kathrin W.,Marienschule 78,„So wackelte uns allen der Kopf…“ Siegfried von Stülpnagel. Ein Generalmajor unter Verdacht – 1944-1945,"Die Verf.setzt sich mit einem Abschnitt aus dem Leben des Generalmajors Siegfried von Stülpnagel auseinander, der im Zuge der Verhaftungswelle nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 zweimal verhaftet wurde, aber durch glückliche Umstände unversehrt das Kriegsende erlebte. Ausgangspunkt der Arbeit ist ein Erinnerungsbericht, in dem der General die Ereignisse aus seiner Sicht schildert. Das Dokument befindet sich im Besitz der Familie der Verf.. Mit einer enormen Rechercheleistung ist es ihr gelungen, die angedeuteten Zusammenhänge zu erforschen und darzustellen. Auf der Grundlage von Archivmaterial und der Aussage von Zeitzeugen ordnet sie den Bericht in den Zusammenhang des militärischen Widerstands gegen Hitler ein und gibt einen gründlichen Einblick in die Verfolgungsmaßnahmen am Ende des Kriegs. Stülpnagel hatte sich zwar despektierlich über Hitler geäußert und auch defätistische Aussagen gemacht, als Hauptgrund für die Verhaftung vermutet die Verfasserin allerdings Sippenhaft. General Heinrich von Stülpnagel, der als Befehlshaber in Paris aktiv am 20. Juli mitwirkte, war nämlich ein entfernter Verwandter. Im Anschluss an die Interpretation des Erinnerungsberichts rekapituliert die Verfasserin die Forschungsgeschichte zum 20. Juli. In dem Beitrag finden sich einige Fotos und Originaldokumente, der Anhang enthält den Erinnerungsbericht des Generals in Kopie.",4 SAB 228,1,120 S.,1944,1945,31,10,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Filme, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Charlotte L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 123,"„Damit auch hier bald Autos fahren, vertreibt man uns nach 30 Jahren!“ Proteste gegen den Bau der Südtangente II in Münster 1975 bis 1984","Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts plant die Stadt Münster, eine Ringstraße zur Entlastung der Innenstadt zu bauen. Als die Planungen in den 70er Jahren konkrete Formen annahmen, wehrten sich die betroffenen Anwohner so heftig gegen das Bauvorhaben, dass das Projekt schließlich aufgegeben wurde. Die Verf. haben die Etappen des Protestes souverän rekonstruiert und eine abgeklärte Bewertung der Vorgänge erarbeitet. Durch öffentliche Aufrufe ist es ihnen gelungen, Zeitzeugen zu finden. Zunächst werden die geplante Streckenführung der neuen Straße und die damit verbundenen Veränderungen dargestellt. Dann gehen die Verf. auf den Verlauf der politischen Auseinandersetzungen ein. Sie beschreiben die Positionen der Parteien und zeigen, wie die CDU des betroffenen Stadtteils gegen die Position der Partei im Stadtrat opponierte, bis diese in Anbetracht der nahen Kommunalwahlen die Baupläne aufgab. Die Verf. gelangen zu einer kritischen Bewertung des Protestes. Unter Hinweis auf die schwierige Verkehrssituation in der Stadt halten sie den aufgegebenen Straßenbau für notwendig. Auf der Grundlage der Interviews belegen sie, dass die politischen Parteien aus wahltaktischen Gründen ihre Positionen veränderten und dass die betroffenen Anwohner nur deshalb gegen das Bauprojekt waren, weil es vor ihren Häusern realisiert werden sollte. Die Ergebnisse ihrer Forschungen haben die Verf. auch in einem Würfelspiel umgesetzt, in dem Befürworter und Gegner des Straßenbauprojektes gegeneinander spielen und jeweils ein Puzzle erstellen müssen. Ereigniskarten, die bestimmten Spielfeldern zugeordnet sind, rekapitulieren die Ereignisse und erlauben, das jeweilige Puzzle mit einer bestimmten Anzahl von Teilen zu vervollständigen. Neben den Zeitzeug*inneninterviews greifen sie insbesondere auf die Presseberichterstattung, Materialien der Bürgerinitiative und der beteiligten Parteien zurück.",4 SAB 268,0,80 S.,1975,1984,31,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Corinna F., Kim S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 234,68er-Protest am Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium Münster,"Der in drei Teile gegliederte Beitrag beschäftigt sich mit den Protesten, die im Zuge der 68er-Bewegung am Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium stattgefunden haben. Der erste Teil konzentriert sich dabei eher auf die verschiedenen Gruppierungen an der Schule und behandelt insbesondere Schülerzeitungen und Flugblätter. Teil zwei geht konkreter auf den genauen Ablauf des Protestes Anfang 1970 ein, während der abschließende Teil den ersten nicht-linken Schülersprecher behandelt und eine Protestdefinition vornimmt. An der Schule gab es zu Beginn der 1970er Jahre kommunistische Tendenzen innerhalb der Schülerschaft. Es wurden verschiedene Gruppen gegründet, darunter das Schulkollektiv/Marxisten-Leninisten, die „Gruppe fortschrittlicher Schülervertreter am Schlaun“, die „Kommunistische Schülerzeitung“ oder der „Vietnamausschuss Schlaun“, die Flugblätter mit linker Propaganda erstellten und eine eigene Schülerzeitungen herausbrachten. Sie wollten gegen die „kapitalistische Ausbildung“ an den Schulen vorgehen. Die Schulleitung versuchte mit Verboten, Abmahnungen und Schulverweisen die Lage unter Kontrolle zu bringen. Mit der Suspendierung und Verhaftung einiger Schüler ebbte die Protestbewegung 1973 langsam ab. Die Verfasser haben viele der von ihnen ausgewerteten Schülerzeitungen und Flugblätter in ihren Anhang integriert. Außerdem haben sie einige Zeitzeug*inneninterviews mit damals involvierten Personen geführt.",4 SAB 261,0,122 S.,1968,1973,294,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium, Münster"," Carsten F., Christian M., Jan H.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 261,Always Coca-Cola?!? – Always Protest,"Die Verf. untersuchen die Besetzung eines Hauses 1981 in Münster, das früher dem Coca-Cola-Konzern gehörte. Das ehemalige Produktions- und Verwaltungsgebäude war vom Studentenwerk als studentische Notunterkunft angemietet worden. Wohnungslose Studenten besetzten jedoch das Gebäude und zogen erst wieder ab, als es in ein festes Studentenwohnheim umgewandelt werden sollte. Die Verf. weisen in ihrer gut strukturierten Arbeit nach, dass die Besetzung von der linken AStA-Mehrheit gefördert wurde, um für die anstehenden Wahlen eine gute Ausgangsposition zu bekommen. Die Pläne, das Coca-Cola-Haus in ein festes Studentenwohnheim umzuwandeln, bestanden schon vor der Besetzung. Detailliert werden das Leben im besetzten Haus und die Etappen der Auseinandersetzung bis zum friedlichen Auszug der Besetzer geschildert. Auch gehen die Schülerinnen auf die verschiedenen Motive der Besetzer, die Reaktionen in Münster, rechtliche Fragen und das Ende des Coca-Cola-Hauses ein. Das Haus an der Steinfurter Straße wurde 1993 abgerissen. Für ihre Darstellung haben die Schülerinnen damalige Besetzer und Mitglieder des Allgemeinen Studentenausschusses befragt, Archivalien und Zeitungsartikel ausgewertet. Eine Auswahl der Materialien sowie die Mitschrift eines Zeitzeug*inneninterviews befinden sich im Anhang.",4 SAB 257,0,89 S.,1980,1993,70,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Anna K., Astrid K.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 278,Antisemitenverein? Nein danke! Telgte im Jahr 1892,"Die Verf. untersuchen den Protest der Bürger von Telgte gegen antisemitische Veranstaltungen in ihrer Stadt. Eingang stellen sie die vom Berliner Hofprediger Adolf Stöcker 1878 gegründete antisemitische Partei vor und verfolgen deren Wirkungen und Wahlerfolge im Kaiserreich. Darauf folgt ein ausführliches Kapitel über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Telgte, aus dem hervorgeht, dass die Juden in der Kleinstadt vollständig integriert waren. Sodann beschreiben die Verf. die Versuche, in Westfalen antisemitische Vereine zu gründen. Im Zuge dieser Bewegung sollte auch 1892 in Telgte eine antisemitische Versammlung stattfinden und ein entsprechender Verein gegründet werden. Der Amtmann Schirmer wollte die Veranstaltung zunächst mit Verwaltungstricks verhindern und startete dann, als seine Bemühungen nicht zum Erfolg führten, gemeinsam mit dem Pfarrer eine Unterschriftenaktion. Der Amtsdiener der Stadt zog von Haus zu Haus und forderte die Bürger auf, ihre Ablehnung gegenüber den Antisemiten zu bekunden. Der antisemitische Verein blieb in der Folge ohne jeden Erfolg in Telgte. Die Verf. gewinnen wichtige Informationen aus einer Festschrift der Stadt Telgte von 1938, deren Aussagen sie gekonnt „gegen den Strich lesen“ und mit den Ergebnissen ihrer eigenen Forschungen kontrastieren. Am Ende der Arbeit stehen kurze Bemerkungen über das Schicksal der jüdischen Gemeinde nach 1933.",4 SAB 339,0,65 S.,1555,1945,281,10,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Telgte," Hendrik A., Malte S.",Kardinal-von-Galen-Schule 312,Auszug aus dem „roten Meer“. Ausreise aus der DDR – Flucht oder Protest?,"Die Verf. geht der Frage nach, ob die Ausreise aus der DDR auch als Protest gegen das politische System zu deuten ist. Dazu hat sie vier Ausreisefälle untersucht. Darunter befindet sich auch die ihrer Eltern. Zunächst werden die Geschichte der Abriegelung der DDR und die immer komplizierter werdenden Ausreisebedingungen rekapituliert. Darauf folgt in Anlehnung an die Sekundärliteratur diene Untersuchung der Motive der Ausreisewilligen. Die Verf. betont die Schwierigkeiten, die Entscheidung zur Ausreise eindeutig auf politische, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Motive zurückzuführen. Dann stellt sie die untersuchten Einzelfälle vor. Hier wird deutlich, dass die Ausreisewilligen ihren Wunsch, die DDR zu verlassen, nicht in erster Linie als Protest deuten, sondern als persönliche Entscheidung. Die Verf. zeigt auf der Basis der Materialien ihrer Eltern, wie die DDR. den Ausreisewunsch jedoch als Protest gegen die sozialistische Ordnung wertete und die Ausreisewilligen erst im Zuge der langwierigen und oft schikanösen Antragstellung zunehmend politischer argumentierten. Der umfangreiche Anhang der Arbeit enthält die von der Schülerin ausgewerteten Dokumente.",4 SAB 256,1,99 S.,1945,1989,315,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",DDR, Christine P.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 326,Besitzer – Besetzer. Das Haus in der Frauenstraße 24,"Die Verfasser haben den erfolgreichen Protest gegen den Abriss eines Jugendstilhauses in Münster in den 70er Jahren auf der Grundlage von Zeitzeug*inneninterviews und der Berichterstattung der Lokalzeitungen untersucht und in Form eines Videofilms dargestellt. Der schriftliche Teil der Arbeit besteht im Wesentlichen aus einem chronologischen Arbeitsbericht, in dem die Etappen der Spurensuche und der Produktion des Videofilms dargestellt werden. Die Präsentation des Films lehnt sich an eine Stadtführung an. Mehrere „Führer“ stellen die Frauenstraße und das ehemals vom Abriss bedrohte Haus vor und berichten von den Plänen der Grundstücksspekulanten. Das Haus in der Frauenstraße wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut und sollte 1973 abgerissen werden. Die Abbruchgenehmigung wurde erteilt, woraufhin das Haus von Studenten besetzt wurde. Dies verhinderte den Abbruch und das Haus wurde fortan an Studenten vermietet. 1980 wurde das Gebäude schließlich als „erhaltenswert“ eingestuft. Der von den Schülern gedrehte Videofilm befindet sich im Stadtarchiv im Bestand „Audiovisuelle Medien“ unter der Signatur „AVM 279“.",4 SAB 275,0,71 S.,1970,1985,116,10,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Zeitungsartikel",Frauenstraße 24," Benjamin B., Fabiola B., Saliha D.",Hauptschule Münster-Nord 341,Catharina Müller. Ein Frauenschicksal durch den Nationalsozialismus,"Das Leben von Catharina Müller (1882-1948), einer Lehrerin am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium während des Nationalsozialismus, steht im Zentrum des Beitrags. Die homosexuelle Zentrumspolitikerin setzte sich während der Weimarer Republik stark für die Rechte von Frauen ein und wurde aufgrund ihres politischen Engagements und Privatlebens 1934 von den Nationalsozialisten zwangspensioniert. 1944 wurde sie verhaftet und kurz festgehalten, eine Erfahrung, die sie für den Rest ihres Lebens traumatisierte. Die Schülerinnen ordnen den Lebenslauf Müllers in den historischen Kontext ein, geben Informationen zum Schulsystem während des Nationalsozialismus, zur SS und zur Gestapo. Sie deuten ihr Engagement als stillen Protest und als ehrenvoll, sind aber der Meinung, dass Müller nicht viel ausrichten konnte. Sie haben einige Zeitzeug*inneninterviews mit Personen geführt, die Müller persönlich kannten und die erhaltenen Informationen in der Arbeit zusammengefasst. Im Anhang befinden sich einige Dokumente aus dem Schularchiv des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums, wie beispielsweise Fotos von Müller mit ihren Schülerinnen.",4 SAB 235,0,107 S.,1882,1948,179,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Münster"," Kerstin J., Marieke O., Vanessa K.",Marienschule 345,Christenkreuz – Hakenkreuz. Oder der Protest gegen die Schließung des Marien-Oberlyzeums im Dritten Reich,"Die Schülerin untersucht auf der Grundlage von Archivalien und Zeitzeug*inneninterviews die Geschichte ihrer eigenen Schule während der Zeit des Nationalsozialismus. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten gingen auch für das 1922 von den Schwestern von der Göttlichen Vorhersehung gegründete Marien-Oberlyzeum viele Einschränkungen einher. So mussten schon vor der Schließung die Kreuze abgehängt werden und der Religionsunterricht wurde verboten. Wie viele andere katholische Einrichtungen sollte auch die Marienschule 1939 geschlossen werden, was sich nur durch Einschreiten des Oberpräsidenten von Westfalen und die Probleme, alle Schülerinnen in öffentlichen Schulen unterzubringen, noch etwas hinauszögern ließ. Die Verfasserin beschreibt, dass die Schule 1942 endgültig geschlossen wurde und die Stadt die Neue Oberschule für Mädchen am Bispinghof eröffnete. Nach 1945 wurde die Schule wiederöffnet und besteht bis heute als bischöfliches Mädchengymnasium. Im Resümee beurteilt die Schülerin den eher gering ausgefallenen Protest gegen die Schließung der Schule als nachvollziehbar, da dieser gefährlich gewesen wäre. Die Arbeit enthält im Anhang einige der ausgewerteten Quellen in Kopie sowie Informationen zu den interviewten Zeitzeugen.",4 SAB 253,1,59 S.,1933,1945,346,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Bispinghof, Münster, Hauptbahnhof, Münster", Carla-Marisa N.,Marienschule 560,Die Bierrevolution,"Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Bierkrieg in der Stadt Münster im 19. Jahrhundert. Nach einer kurzen Einleitung zu einem vorausgegangen Bierkrieg zwischen Münster und Dortmund im 14. Jahrhundert, gehen die Verfasserinnen auf die Anfänge des Münsterschen Bierkriegs 1885 ein: Anlass der Auseinandersetzungen war die Verhängung einer Ausgangssperre durch die Polizei nach 23 Uhr, da die Stadt überprüfen wollte, welche Gasthäuser tatsächlich eine Konzession hatten und welche nicht. Die Bürger der Stadt organisierten daraufhin einen Protest auf dem Marktplatz, der außer Kontrolle geriet und zu einigen Festnahmen führte. Trotz verschärfter Maßnahmen seitens der Stadt hielten die Demonstrationen an, so dass der Oberbürgermeister nachgab und die Sperrstunde aufhob.",4 SAB 241,0,21 S.,1885,1890,31,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel",Dortmund," Anna-Julia G., Hedda S., Leen S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 591,Die Frauenstraße 24. Bilderalbum eines Protests!,"Die Schülerin beschäftigt sich mit der Besetzung des Hauses in der Frauenstraße 24 im Jahre 1973. Sie hat einige Karikaturen und Dokumente zusammengestellt, die sie ihrer Darstellung jeweils gegenüberstellt. Bereits 1971 plante der Makler Stümer, der das Haus kurz zuvor gekauft hatte, es abreißen und neue Wohnungen errichten zu lassen. Die Mieter organisierten sich in einer Mieterinitiative und sammelten Unterschriften, konnten jedoch nicht verhindern, dass 1973 die Abbruchgenehmigung erteilt wurde. Daraufhin wurde das Haus von Studenten besetzt, da große Wohnungsnot in der Stadt herrschte. Der Protest war erfolgreich, ab 1974 wurde das Haus vom Allgemeinen Studentenausschuss vermietet, weil der Makler zuvor Konkurs anmeldet hatte. 1977 waren die Bewohner erneut von einer Räumungsklage bedroht, protestierten ein weiteres Mal erfolgreich und gründeten schließlich einen Verein zur Erhaltung des Hauses.",4 SAB 276,1,14 S.,1970,1977,260,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Frauenstraße 24, Lisa W.,Marienschule 658,"Die Rieselfelder: ein schützenswertes Vogelreservat oder volkswirtschaftlicher Unsinn? Der Kampf um eine alte Kläranlage, die sich zu einem außergewöhnlichen Wasser- und Watvogelreservat entwickelt hat","Als die Stadt Münster 1974/75 ein neues Klärwerk in Betrieb nahm, entwickelte sich eine Kontroverse darüber, ob die bislang zur Abwasserentsorgung genutzten Rieselfelder in ein Gewerbegebiet umgewandelt werden sollten oder ob das Areal, auf dem sich Wasservögel angesiedelt hatten, ein Vogelreservat werden sollte. Die Verf. stellen die Auseinandersetzung detailliert dar, die schließlich mit der Errichtung des Vogelschutzgebietes endete. Sie entfalten die Argumente der Mehrheit des Stadtrates, die sich bis in die 80er Jahre aus ökonomischen Gründen für ein Gewerbegebiet aussprach, und stellen sie den Bedenken der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und der Bürgerinitiative zum Schutz der Rieselfelder gegenüber. Dabei werden die Interviews, die die Verf. mit den Protagonisten der Auseinandersetzung führten, so in den Text eingearbeitet, dass die gegensätzlichen Positionen klar zu Tage treten. Chronologisch gegliedert wird der Streit um die Nutzung der Rieselfelder so Jahr für Jahr aufgearbeitet und endet schließlich mit der im Jahre 1999 aktuellen Diskussion, ob die Rieselfelder für den in dem Gebiet starken Pendelverkehr weiter freigegeben werden sollen oder ob sie für Autos komplett gesperrt werden.",4 SAB 227,0,124 S.,1974,1999,118,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Rieselfelder," Jan D., Malte R.",Schillergymnasium 710,"Edith Stein. Protest als Frau, als Christin, als Jüdin","Die Verf. setzt sich mit der Biografie der zum Katholizismus konvertierten jüdischen Philosophin Edith Stein auseinander, die 1942 in Auschwitz ermordet wurde. Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile. Zunächst wird Steins Lebensweg beschrieben: Schulzeit und Studium, das Interesse an der Philosophie, der Weg zum Christentum und schließlich der Eintritt in ein Kloster. Danach wird der Protest geschildert, den Edith Stein äußerte und lebte. Für die Verf. manifestiert er sich im Engagement für die Gleichberechtigung von Mann und Frau und für die Frauenbildung sowie in ihrer Ablehnung des Nationalsozialismus. Die Arbeit ist in weiten Teilen eine Kompilation von Zitaten, die geschickt aneinander gereiht und mit aussagekräftigen Texten zu einem neuen Gesamtwerkt verbunden sind. Es gewinnt seinen Wert auch dadurch, dass es der Verf. gelungen ist, eine Zeitzeugin ausfindig zu machen, die bei Stein in Münster Vorlesungen hörte.",4 SAB 238,1,77 S.,1891,1942,118,10,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Swantje N.,Schillergymnasium 721,Ein Dorf wehrt sich gegen den Nationalsozialismus,"Die Schülerinnen beschäftigen sich auf der Grundlage eines Zeitzeug*inneninterviews mit einem Konflikt, der sich am 29. Oktober 1937 in ihrem Heimatsort Havixbeck zugetragen hat. Auf Anordnung der Staatspolizei Münster sollte der Katholische Jungmännerverein Havixbeck aufgelöst werden. Dazu zogen die Polizisten Gegenstände des Vorsitzenden ein, u.a. ein Mitgliederverzeichnis und die Fahnen des Vereins. Im Verlaufe der Aktion versammelten sich etwa 150-200 Personen auf dem Havixbecker Kirchplatz, die zum Teil Mitglieder des Jungmännervereins waren und aktiven bzw. passiven Widerstand leisteten. Einige der Anwesenden griffen die Polizisten tätlich an, viele beschimpften diese. Die Schülerinnen haben für ihren Beitrag Reinhold Meyer, dessen Vater Karl bei dem Vorfall zugegen war und selbst Widerstand gegen die Beschlagnahmungen leistete, interviewt. Karl Meyer wurde verhaftet und zwei Wochen im Gefängnis festgehalten. Schließlich ordnen die Verfasserinnen den Vorfall in Havixbeck in den historischen Kontext ein, beschreiben die Gleichschaltung der Jugend während des Nationalsozialismus und beleuchten kurz die Entwicklung der NSDAP in Münster.",4 SAB 234,0,25 S.,1937,1945,118,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Havixbeck," Anna-Katharina G., Magdalena K.",Schillergymnasium 753,Eine Stadt im Widerstand. Der Kulturkampf in Münster (1871-1884),"Der Verf. hat eine umfassende Darstellung des Kulturkampfes in Münster erarbeitet. Sie zeichnet sich aus durch die weite Recherche in den einschlägigen Archiven und durch die überzeugende Darbietung der Ergebnisse. In der Arbeit sind historische Hintergrundinformationen gut verbunden mit einer chronologischen Beschreibung der Ereignisse in Münster und deren systematischen Auswertung. Einleitend wird der Gegensatz zwischen Liberalismus und Katholizismus beschrieben, der nach dem Ersten Vatikanischen Konzil in Preußen eskalierte. Der Verf. stellt die einzelnen gesetzlichen Regelungen vor, die die säkulare Staatsmacht in den Bereichen, die bislang der Kirche oblagen - Schule und Geburtenregister -, durchsetzen und die Geistlichkeit kontrollieren sollten. Daran schließt sich ein instruktiver sozialgeschichtlicher Überblick an zur Situation in Münster, in dem das katholische, ultramontane Milieu der Stadt geschildert wird. Darauf folgt die chronologische Darstellung der Ereignisse des Kulturkampfes, die in der Pfändung und zeitweisen Inhaftierung des Bischofs und schließlich in dessen Flucht in die Niederlande gipfelten. Der Verf. zeigt, wie die katholische Bevölkerung der Stadt geschlossen hinter dem Bischof stand und die Maßnahmen des Regierungspräsidenten Kühlwetter als Provokationen empfunden wurden. Schließlich wird das Verhalten einzelner Bevölkerungsgruppen detailliert untersucht: der Klerus, Adel und Bürgerschaft, die adeligen Frauen, die Unterschichten. Der Verf. akzentuiert die religiösen Motive der Geistlichkeit, die Gewissenskonflikte, die die antikirchlichen Maßnahmen bei den Laien auslösten, und die weitgehende Gewaltlosigkeit ihres Protestes. Zitate aus den vielzähligen Quellen, die der Verfasser im Stadt-, Landes- und Bistumsarchiv Münster recherchiert hat, bindet er in seine Darstellung ein und wertet diese dezidiert aus.",4 SAB 232,1,112 S.,1871,1884,31,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",, Christoph L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 816,Frauen gegen die Mächtigen. Frauenprotest in Münster zur Zeit der Wiedertäufer,"Der Beitrag beschäftigt sich mit der Zeit der Täufer in Münster (1533-1536): Im Zuge der Reformation gelangte in Münster der häufig als „Wiedertäufer“ bezeichnete Prediger Jan van Leyden an die Macht und rief dort das „Neue Jerusalem“ aus. Er konnte viele Anhänger für sich gewinnen, taufte diese ein zweites Mal und vertrieb den Bischof aus der katholisch geprägten Stadt. Der Bischof ließ Münster belagern bis die Täufer letztlich aufgeben mussten und ihre Anführer hingerichtet wurden. Nach einer kurzen Einleitung arbeitet die Verfasserin den Protest zweier Frauen während der Zeit der Täufer aus den zeitgenössischen Quellen heraus. Bei dem ersten Beispiel handelt es sich um Hilla Feicken, eine Anhängerin der Täufer, die den Bischof umbringen wollte. Sie wurde in dessen Lager jedoch verhaftet und hingerichtet. Als zweites Beispiel wird Elisabeth Wantscherer behandelt, die man zwang, eine der 16 Ehefrauen Jan van Leydens zu werden. Sie wollte sich ihm jedoch nicht unterordnen und wurde schließlich von ihrem Ehemann getötet. Für ihre Darstellung hat die Verfasserin zeitgenössische Quellen aus dem Stadt- und Landesarchiv Münster transkribiert und ausgewertet.",4 SAB 248,1,30 S.,1533,1536,31,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur",, Carola D.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 866,Gewissen gegen Parteidisziplin. Die Geschichte des Bundestagsabgeordneten Peter Nellen,"Peter Nellen war seit 1949 Bundestagsabgeordneter der CDU. Aus Protest gegen die Verteidigungspolitik Konrad Adenauers trat er 1960 zur SPD über. Die Verfasserinnen haben eine umfassende Biografie von Peter Nellen erarbeitet, in der sie seinen religiösen Hintergrund, sein politisches Engagement und deren Folgen für seine Persönlichkeit und sein Familienleben darstellen. Zunächst wird Nellens katholische Erziehung, sein Theologiestudium und die Einberufung zur Wehrmacht geschildert. Nellen kämpfte an der Ostfront. Später war er Unteroffizier in einem Strafbataillon, in dem KZ-Häftlinge zur „Bewährung“ dienten. Die Erlebnisse in dieser Einheit waren maßgebend für sein späteres Engagement für eine weit gefasste Möglichkeit der Wehrdienstverweigerung. Nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft trat Nellen aus Begeisterung über das Ahlener Programm der CDU bei und errang 1949 das Direktmandat des Wahlkreises Münster für die CDU. In der Frage der Wehrdienstverweigerung wich Nellen von der Linie seiner Partei ab und bezog offen Stellung gegen Bundeskanzler Adenauer. Über die Frage der Atombewaffnung für die Bundeswehr kam es schließlich zum Bruch. Nellen wechselte zur SPD und blieb bis zu seinem Tod 1969 Abgeordneter. Aufgrund der persönlichen Anfeindungen, der er nun im katholischen Münster ausgesetzt war, musste der seinen Wohnsitz verlegen. Die Verfasserinnen haben Nellens politisches Engagement und dessen Folgen für ihn persönlich und seine Familie rekonstruiert. Dabei wird der religiöse Hintergrund als eigentliche Triebfeder seines Handelns ebenso deutlich, wie die Probleme, die ein Katholik in den 60er Jahren zu bewältigen hatte, der sich öffentlich zur SPD bekannte. Für ihre umfangreiche Darstellung haben die Schülerinnen Zeitungsartikel gesichtet, Archivalien aus dem Nachlass Nellens, der sich im Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn befindet, ausgewertet sowie Zeitzeug*inneninterviews mit Verwandten des Politikers geführt.",4 SAB 254,0,174 S.,1912,1969,31,10,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Caroline E., Sabine Z.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 868,Glaubenswiderstand – Entscheidung zwischen Kirche und Staat,"Die Verf. setzt sich mit dem Schicksal des katholischen Geistlichen Hermann Scheipers auseinander, der sowohl von den Nationalsozialisten wie von den Kommunisten in der DDR verfolgt wurde. Er wurde 1941 ins KZ Dachau verbracht, weil er für polnische Zwangsarbeiter einen Gottesdienst gehalten hatte. Die Verf. geht genauer auf die Haftbedingungen für Geistliche in Dachau ein und kontrastiert deren Verhalten mit dem der Kirchenleitung. Nach dem Krieg wurde Scheipers Pfarrer in Sachsen. Er verhalf tschechischen Priestern, die er aus Dachau kannte, zur Flucht in den Westen. Die Staatssicherheit erfuhr jedoch von der Fluchthilfe und verhörte und überwachte daraufhin den Geistlichen. Die Verf. schildert die Probleme, mit denen seine Gemeinde im realen Sozialismus zu kämpfen hatte. Für ihre Schilderung seines Lebens hat die Verfasserin ein Zeitzeugeninterview mit dem 1913 geborenen Hermann Scheipers geführt und greift auch auf ein von ihm verfasstes Buch zurück.",4 SAB 269,1,64 S.,1913,1990,260,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Davensberg, Tina E.,Marienschule 874,Greenpeace-Gruppe Münster. Protest für eine bessere Umwelt,"Für ihren Beitrag zur Greenpeace-Gruppe Münster haben die Schülerinnen und Schüler einige Zeitzeug*inneninterviews mit aktiven Mitgliedern geführt und Flugblätter, Zeitungsartikel und sonstige Dokumente aus dem Archiv der Gruppe ausgewertet. Die Greenpeace-Gruppe wurde in Münster 1983 gegründet und konzentrierte sich zunächst auf den Artenschutz. Nach und nach wurden weitere Arbeitsgruppen gegründet, beispielsweise zu den Themen „Wälder“ oder „Atomenergie“. Die Verfasser stellen einige Mitarbeiter aus Münster vor und behandeln dann Protestaktionen anhand von Beispielen. So beschreiben sie die Aktivitäten von Greenpeace in Bezug auf den Walfang oder den Protest gegen die Versenkung der Ölplattform „Brent Spar“ durch die Firma Shell. Häufig bestehen die Aktionen aus Unterschriftensammlungen, manchmal besetzen oder beschädigen die Aktivisten jedoch auch Schiffe und Gebäude, wie im Falle der Besetzung eines Futtermittelsilos am Münsterschen Hafen. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Tätigkeit der Greenpeace-Gruppe als positiv, da diese schon einige Erfolge erringen konnte.",4 SAB 272,0,46 S.,1983,1999,70,10,Textbeitrag,"Archivalien, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Hannah K., Torsten N., Vivian A.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 896,"Heinrich Brinkmann, ein engagierter Volksschulrektor","In knapper Form beschreiben die Schülerinnen das Leben Heinrich Brinkmanns (geb. 1875), eines Volksschulrektors und Politikers der Zentrumspartei in Münster. Nach 1933 wurde Brinkmann mehrfach dazu aufgefordert, der NSDAP beizutreten, weigerte sich jedoch. Als er 1933 im Zuge des „Gesetzes zur Wiederherstellung Berufsbeamtentums“ einen Fragebogen zu seiner politischen Aktivität ausfüllen musste, gab er ebenfalls an, dem Zentrum zuzugehören. Dies führte zu seiner Versetzung auf den Posten eines Volksschullehrers.",4 SAB 264,0,4 S.,1875,1942,260,10,Textbeitrag,Fachliteratur,," Angela R., Anke R.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 917,Hexen. Glaube – Verfolgung – Erinnerung,"Die Arbeit ist das Gemeinschaftsprojekt von Schülerinnen eines Gymnasiums und einer Hauptschule. Sie haben sich in Form einer Videodokumentation mit der Hexenverfolgung in Münster und mit der heutigen Erinnerung daran auseinandergesetzt. Der Film beginnt mit Assoziationen zum Hexenbegriff und einer Straßenumfrage. Nach allgemeinen Informationen zur Hexenverfolgung wird der Fall der Greta Bünichmann in szenischen Darstellungen geschildert. Sie war 1635 in Münster als Hexe verbrannt worden. Schließlich gehen die Verf. auf den Konflikt ein, der sich 1994/95 entzündete, als eine Straße in Münster nach Greta Bünichmann benannt wurde. Ergänzend zum Videofilm, haben die Schülerinnen ein Portfolio mit verwandten Materialien zusammengestellt, welches das Kriminalprotokoll des Verhörs von Greta Bünichmann, Zeitungsartikel und weitere Materialien enthält.",4 SAB 230,0,31 S.,1635,1999,33,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel",," Fabiola B., Mona E., Saliha D.","Geschwister-Scholl-Gymnasium, Hauptschule Münster-Nord" 924,Hiltrup muss bleiben. Proteste gegen die Eingemeindung nach Münster,"Im Zuge der kommunalen Neugliederung 1975 wurde Hiltrup zu einem Stadtteil Münsters, was in dem Stadtteil eine Vielzahl von Protesten auslöste. Die Verfasserin beleuchtet zunächst die Motive für die große Ablehnung bzw. geringe Zustimmung zur Eingemeindung und geht dann auf die Formen des Protests in Hiltrup ein. Dieser bestand hauptsächlich aus Leserbriefen, Flugblättern und Meinungsabfragen unter den Bürgern – obwohl 90% der Hiltruper gegen die Eingemeindung stimmten, war diese für die Stadt Münster bereits beschlossen. Noch zehn Jahre nach der Eingemeindung sahen viele der Hiltruper Bürger die Eingemeindung als Misserfolg, was insbesondere an der ineffektiveren Verwaltung und der geringen Bürgernähe läge. Die Verfasserin resümiert, dass die vielfältigen und vehementen Formen des Protests gegen die Eingemeindung nutzlos waren und noch 1999 viele Menschen der Meinung sind, die Eingemeindung hätte nicht stattfinden sollen.",4 SAB 243,1,29 S.,1969,1999,256,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Hiltrup, Mareike H.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 985,Karl Leisner – Ein Priester in Fesseln. Widerstand durch Zeugnis des Glaubens,"Der Verf. hat eine Biografie von Karl Leisner (geb. 1915) verfasst, der 1944 im Konzentrationslager Dachau zum Priester geweiht wurde und kurz nach der Befreiung an Tuberkulose verstarb. Der Verf. hat die bislang im Familienbesitz befindlichen Tagebücher ausgewertet und Zeitzeugen befragt. Einleitend setzt er sich mit dem Protest- und Widerstandsbegriff auseinander. Dann wird Leisners katholische Sozialisation und dessen Engagement in der katholischen Jugendbewegung geschildert, die ihn schon früh mit dem nationalsozialistischen Regime in Konflikt brachten. Aufgrund einer Lungenerkrankung musste er sein Theologiestudium unterbrechen. Im Sanatorium wurde er nach einer unbedachten Äußerung denunziert. Ausführlich beschreibt der Verf. zum Teil auf der Basis von Zeitzeug*inneninterviews die Umstände der Verhaftung und die folgende Inhaftierung im Konzentrationslager Dachau. Außer auf die Protokolle zum Seligsprechungsprozess aus dem Bistum Münster sowie Dokumente aus dem Archiv des Internationalen Karl-Leisner-Kreises in Kleve konzentriert sich der Schüler auf die Aussagen seiner Interviewpartner und die Tagebücher.",4 SAB 252,1,96 S.,1915,1977,,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Filme, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Thomas H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 986,Karl Leisner – Überzeugung als Protest?,"In ihrem Beitrag untersuchen die Schülerinnen das Leben Karl Leisners (1915-1945), der in Münster Theologie studierte und Priester werden wollte. Während eines Kuraufenthalts wurde er jedoch denunziert und im KZ Dachau inhaftiert, wo er an Tuberkulose erkrankte, sodass er kurz nach der Befreiung des Konzentrationslagers verstarb. Während seiner Inhaftierung hatte eine geheime Priesterweihe stattgefunden. 1977 wurde Karl Leisner selig gesprochen. Die Verfasserinnen zeichnen den Lebensweg Leisners detailliert nach und ergänzen ihre Darstellung mit Bildern. Abschließend versuchen sie zu bewerten, ob Leisners Verhalten als Protest charakterisiert werden kann und stellen fest, dass er insbesondere durch seine geheime Priesterweihe Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet habe. Die Schülerinnen haben auch einige Experten dazu befragt, ob sie Karl Leisners Verhalten als Widerstand bezeichnen würden, darunter den Präsidenten des Internationalen Karl-Leisner-Kreises, Theologen, Religionslehrer und Studenten. Die Antworten der Befragten sind in der Arbeit abgedruckt. Außerdem haben sie eine Umfrage unter etwa hundert Passanten durchgeführt, um den Bekanntheitsgrad Leisners in Münster zu erheben. Die Ergebnisse der Umfrage stellen sie anhand von Diagrammen dar. Der umfangreiche Anhang enthält einige der Fragebögen, schriftliche Aussagen von Zeitzeugen und Briefwechsel der Verfasserinnen.",4 SAB 259,0,163 S.,1915,1977,260,10,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",," Barbara R., Christina S.",Marienschule 1034,Kulturkampf in Münster (1872-1887),"Der Verf. hat die Auswirkungen des Kulturkampfes in Münster anhand der einschlägigen Sekundärliteratur untersucht und dargestellt. Zunächst schildert er die Beschlüsse des ersten Vatikanischen Konzils, die Formierung der Altkatholiken und die daraus resultierenden beamtenrechtlichen Probleme. Die Konflikte werden dann am Beispiel der Vorgänge in Münster konkretisiert. Der Verf. akzentuiert besonders das scharfe Gegeneinander des Bischofs der Stadt Johann Bernhard Brinkmann und des Oberpräsidenten Friedrich von Kühlwetter. Ausführlich werden die Auseinandersetzungen um die Aufhebung des Jesuitenordens, um die Schulaufsicht und die Kontrolle der katholischen Presse sowie das Verhalten des katholischen Adels geschildert.",4 SAB 229,1,38 S.,1872,1887,118,10,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur",, Levi W.,Schillergymnasium 1117,Münster – eine unpolitische Stadt probt den Aufstand. Protestbewegung von 1918/1919 in Münster,"Im Mittelpunkt der Arbeit steht eine Demonstration im Juni 1919, auf der Münsteraner Bürger und Menschen aus dem Umland ihren Unmut über die schlechte Versorgungslage Luft machen wollten. Die Veranstaltung eskalierte, als ein Geschäft geplündert wurde, Militär eingriff und einen unbeteiligten Passanten erschoss. Die Verf. geben zunächst einen chronologischen Überblick zum Verlauf der Revolution in Münster. Dann beschreiben sie im Wesentlichen auf der Grundlage von Polizeiakten den Verlauf der Demonstrationen. Sie integrieren eine Vielzahl der ausgewerteten Aktenauszüge und Bilder in ihre Darstellung.",4 SAB 246,0,57 S.,1918,1919,,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",," Karen Z., Sabine G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1120,Münster gegen Sonnenrad und Schwert. Protest der münsterschen Jugend gegen die „Deutsche Glaubensbewegung“,"Die „Deutsche Glaubensbewegung“ verfolgte das Ziel, das Christentum in Deutschland durch eine an heidnisch, germanischen Traditionen orientierte Weltanschauung zu ersetzen. Als die Bewegung im Frühjahr 1935 in Münster eine Veranstaltung durchführte, kam es zu Protesten. Die Verfasserin hat diese Vorgänge untersucht. Nach Bemerkungen zur Lage der christlichen Jugendverbände stellt sie die Ziele der „Deutschen Glaubensbewegung“ vor und ordnet diese in den Zusammenhang der nationalsozialistischen Diktatur ein. Der Protest katholischer Jugendlicher gegen die Veranstaltung in Münster wird u.a. auf der Grundlage von Zeitzeug*inneninterviews rekonstruiert. Ferner schildert die Verfasserin die übertriebenen Berichte über die Ereignisse in Münster in der Presse der deutschen Emigration.",4 SAB 249,1,32 S.,1935,1935,48,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Agnese B.,Schillergymnasium 1190,Pater Leppich. „Das Maschinengewehr Gottes. Vor über 30 Jahren die Massen im Visier. Seine Munition: Worte. Seine Zielscheibe: christliche Etikettenschwindler“,"Die Verfasserin hat umfangreiches Material über den Jesuitenpater Leppich gesammelt und in der Arbeit ausgebreitet. Ihr Thema ist Leppichs Protest gegen die abnehmende Bindekraft kirchlich-katholischer Wert- und Moralvorstellungen in der bundesdeutschen Gesellschaft. Die Arbeit beginnt mit einer chronologischen Übersicht zum Leben des 1992 verstorbenen Paters. Danach schildert die Verfasserin die Zustände, die aus Leppichs Sicht Missstände waren, und dessen oft spektakuläre Aktionen, wie Predigtkampagnen außerhalb kirchlicher Räume oder Plakataktionen, die auf die Bedeutung des christlichen Bekenntnisses hinweisen sollten. Die etwa 30-seitige Darstellung wird durch einen umfangreichen Anhang ergänzt, der viele Zeitungsartikel, Schriften und Fotos von Pater Leppich enthält. Zudem hat die Verfasserin ein „Wörterbuch nach Pater Leppich“ integriert, in dem er Stellung zu zentralen Aspekten, gegen die sich sein Protest richtete, nimmt, beispielsweise Kommunismus und Telefonseelsorge.",4 SAB 240,1,100 S.,1915,1992,346,10,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Evelyn D.,Marienschule 1203,Polen. Ein Volk streikt für seine Freiheit,Der Verf. bietet eine Darstellung der polnischen Geschichte seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Arbeit hat einen persönlichen Hintergrund. Die Familie des Verfassers gehörte zur deutschen Minderheit in Polen. Im Zentrum der Abhandlung stehen die Integration Volksrepublik Polen in den Ostblock und der immer wieder aufbrechende Widerstand gegen das kommunistische Regime. Ausführlich wird auch auf die schwierige Lage der deutschen Minderheit unmittelbar nach 1945 eingegangen. Als Zeitzeugen des Geschehens haben dazu die Großeltern des Verfassers wesentliche Informationen geliefert.,4 SAB 260,1,41 S.,1945,1999,121,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Jakobus P.,Ratsgymnasium 1215,Protest 68 – an der Marienschule?,"In dem Beitrag geht es um die vielfältigen politisch motivierten Proteste im Jahre 1968 und ihre Auswirkungen auf die Marienschule Münster. 1968 protestierten insbesondere Schüler und Studenten gegen die bestehenden Verhältnisse, viele Demonstrationen gerieten außer Kontrolle und wurden gewaltsam aufgelöst. Die Schülerin hat einige Dokumente zusammengetragen und ehemalige Schülerinnen befragt. Sie stellt fest, dass die unruhige Situation in Deutschland kaum Auswirkungen auf die Schule hatte.",4 SAB 255,1,29 S.,1968,1968,346,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Mädchengymnasium Marienschule, Münster", Sonja H.,Marienschule 1216,Protest des Freckenhorster Kreises 1969-1974,"Die Verf. hat sich mit dem „Freckenhorster Kreis“ beschäftigt. Es handelt sich um eine Reformgruppe innerhalb der katholischen Kirche, die 1969 in der Landvolksschule Freckenhorst von Priestern gegründet worden ist. Auf der Grundlage von Veröffentlichungen des Kreises zeichnet sie dessen Gründung und Ziele sowie den Konflikt mit dem Bischof von Münster nach. Im Einzelnen werden die kritische Haltung des Kreises zum Zölibat, zum Umgang der katholischen Kirche mit Geschiedenen, mit Wiederverheirateten und mit Menschen, die in Mischehen leben, sowie zur kirchlichen Sexualmoral dargelegt. Die Verf. beurteilt das Wirken der Priester, die sich im „Freckenhorster Kreis“ zusammengefunden haben, nicht als Protest gegen die katholische Kirche, sondern als notwendiges und segenreiches Engagement in der Kirche.",4 SAB 231,1,43 S.,1969,1974,,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Freckenhorst, Danijela M.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1217,Protest gegen das Rotlichtmilieu in der Ritterstraße,"Auf knapp zwei Seiten beschreibt die Schülerin die Situation im Rotlichtmilieu, welches insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg rund um ihre Schule bestand. Sie stellt sich die Frage, ob es Proteste gegen die Prostitution in der Ritterstraße gegeben hat und fasst zusammen, dass viele der Anwohner nicht begeistert von den Vorgängen in ihrer Nachbarschaft waren. Mit dem Abriss der Häuser in der Ritterstraße und dem Bau von Parkplätzen wurde die Prostitution dort beendet. Mit der Erklärung Münsters zum Sperrbezirk 1975 wurde das Rotlichtmilieu endgültig an den Stadtrand gedrängt.",4 SAB 266,1,3 S.,1950,1975,294,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Ritterstraße, Münster", Anja S.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1218,Protest gegen das Vergessen von Unrecht im Dritten Reich. Das Schicksal eines Zwangssterilisierten in Münster,"Die Verf. beschäftigt sich mit dem Schicksal von Paul Wulf. Er wurde während der nationalsozialistischen Diktatur zwangssterilisiert und focht nach 1945 lange Jahre um Wiedergutmachung. 1991 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Die Arbeit stellt zunächst die nationalsozialistischen Vorstellungen zur Eugenik vor und geht dann auf die gesetzlichen Grundlagen zur Zwangssterilisierung ein. Paul Wulf wurde Opfer dieser Vorschriften. Ausführlich geht die Verf. auf dessen Bemühungen nach 1945 ein, eine Entschädigung zu erhalten. Zwar wurde das Urteil, das ihn als schwachsinnig einstufte, aufgehoben, aber eine Rente blieb ihm zunächst verwehrt. Auf Initiative engagierter Bürger wurde Paul Wulf schließlich für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.",4 SAB 242,1,43 S.,1933,1991,118,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Dörte N.,Schillergymnasium 1219,Protest gegen die Verkehrsregelung im Kiepenkerlviertel,"1994 begann die Stadt Münster mit der Planung eines Verkehrskonzepts für das Kiepenkerlviertel. Das Viertel sollte verkehrsberuhigt werden, was jedoch Proteste von Anwohnern und dort ansässigen Kaufleuten nach sich zog: Diese befürchteten eine schlechte Erreichbarkeit ihrer Häuser bzw. Geschäfte. Der Schüler beschreibt knapp den Verlauf des Protestes, der schließlich damit endete, dass einige der Anlieger Klage einreichten. Gerichtlich wurde schließlich eine Ausnahmeregelung für Anwohner festgelegt, zudem wurde den Geschäftsleuten eingeräumt Sonderparkplätze einzurichten. Dies kam eher der Stadt als den Anliegern entgegen.",4 SAB 265,1,5 S.,1994,1997,294,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Kiepenkerlviertel, Münster", Björn B.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1220,Protest in der Geschichte am Beispiel der Rieselfelder Münster mit dem Schwerpunkt „Der Kampf um das Reservat“,"In dem Beitrag geht es um die Rieselfelder in Münster, einem ehemaligen Heidegebiet, das ab 1901 zur Reinigung der städtischen Abwässer genutzt wurde. In diesem Zuge entwickelten sich die Rieselfelder zum größten binnenländischen Rast- und Mausergebiet für Wasser- und Watvögel. Mit der Inbetriebnahme einer Großkläranlage 1975 waren die Rieselfelder zur Wasseraufbereitung überflüssig geworden, sodass sie 1977 zu einem Reservat für Vögel erklärt wurden. Dies lief jedoch nicht problemlos ab: Zunächst hatte die Stadt den Bau eines großes Gewerbe- und Industriegebiets in den Rieselfeldern geplant. Dagegen protestierten viele Bürger, die Initiative „Rettet die Rieselfelder“ wurde gegründet. Nicht aufgrund der Bürgerproteste, sondern wegen Planungsfehlern wurde der Bau des Industriegebietes nicht genehmigt.",4 SAB 267,1,20 S.,1901,1980,294,10,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur",Rieselfelder, Alexandra M.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1254,Schranke weg für Mecklenbeck,"Ein beschrankter Bahnübergang im Münsteraner Stadtteil Mecklenbeck verursacht täglich aufgrund der häufigen Schließungen große Verkehrsstörungen. Darum hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die eine Untertunnelung der Bahngleise erreichen will. Die Verf. beschreiben die schwierige Situation der Anwohner und berichten von den Aktionen der Bürgerinitiative, die versucht, vor allem über die Medien auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Die Verf. haben die Ergebnisse ihrer Nachforschungen in einem Würfelspiel umgesetzt. Einzelne Felder des Spielbretts erlauben ein schnelleres Vorankommen. Blau markierte Felder verlangen das Ziehen einer Ereigniskarte, die sich auf die Aktionen der Bürgerinitiative und auf die Verkehrsbehinderungen durch den beschrankten Bahnübergang beziehen. In dem begleitenden Portfolio haben die Schülerinnen Materialien zur Bürgerinitiative zusammengetragen. Sie haben insbesondere Zeitungsartikel sowie Materialien des „Initiativkreises Bahnübergang Mecklenbeck“ benutzt und Zeitzeug*inneninterviews geführt. ",4 SAB 258,0,13 S.,1990,1999,260,10,"Spiel, Textbeitrag","Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Mecklenbeck," Christina S., Lena K.",Marienschule 1260,Schülerprotest unterm Wasserturm. Der SMV-Erlaß ist ein Exempel orthogonal affiner Projektion faschistoider Repressionstendenzen!!!,"Die Verf. untersuchen die Schülerproteste, die sich am Ende der 60er und zu Beginn der 70er Jahre an ihrer Schule ereignet haben. Sie heben den politischen Charakter der Proteste hervor. Die damaligen Schüler wandten sich gegen den Vietnam-Krieg, gegen die Notstandsgesetze oder sie setzten sich für mehr Mitbestimmung an der Schule ein. In diesem Zusammenhang gehen die Verfasser ausführlicher auf die Boykottaktionen gegen unbeliebte Lehrer ein und auf Vorschläge zur Reform des Schulalltags. Schließlich ziehen sie einen Vergleich zum gegenwärtigen Engagement der Schüler und kritisieren dessen überwiegend unpolitischen Charakter. Für ihren Beitrag haben die Schüler vor allem Zeitzeugen der Proteste interviewt, werten aber auch Flugblätter aus.",4 SAB 270,0,64 S.,1968,1975,31,10,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Gunnar G., Linus F., Thomas W.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1297,Stattgefundene und ausgefallene Rosenmontagszüge in Münster,"Der Beitrag behandelt die Rosenmontagszüge in Münster mit einem Fokus auf dem Umzug 1962. Der Schüler geht zunächst auf den Umzug 1897 ein, bei dem ein Zuschauer getötet wurde, was dazu führte, dass die Rosenmontagszüge bis 1909 ausfielen. Im Zuge des Ersten Weltkriegs und der schwierigen wirtschaftlichen Lage in den 1920er Jahren fielen von 1914 bis 1929 erneut die Umzüge aus; eine ähnliche Situation entstand mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Ab 1949 wurden erneut Umzüge veranstaltet. Der im Fokus stehende Umzug 1962 fiel deshalb aus, weil der Oberbürgermeister Busso Peus die städtischen Zuschüsse strich: Aufgrund des Mauerbaus sah er einen fröhlichen Karnevalsumzug als unpassend an und ohne den Zuschuss war die Finanzierung nicht möglich. Die Münsterschen Karnevalsvereine protestierten dagegen, konnten jedoch nichts ausrichten. Der Schüler hat für seinen Beitrag Zeitzeug*inneninterviews geführt, die Presseberichterstattung und den Schriftverkehr mit dem Oberbürgermeister ausgewertet.",4 SAB 262,1,36 S.,1896,1998,319,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Markus B.,Paul-Gerhardt-Realschule 1342,"Unruhige Zeiten. Kriegsende, Revolution und Kapp-Putsch in Münster (1918-1920)","Die Schüler beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit den Auswirkungen des Ersten Weltkriegs und der Revolution in Münster. Sie beschreiben zunächst bezogen auf Gesamtdeutschland den Verlauf des Krieges und gehen dann auf die Revolution in Münster ein, die die Stadt ab dem 8. November 1918 ergriff. Es wurden Arbeiter- und Soldatenräte gegründet und insgesamt herrschte über mehrere Wochen eine große Unruhe. Sie beschreiben, wie nach der Revolution 1919 Wahlen in Münster stattfanden, bei denen das Zentrum siegte und sich somit die Machtverhältnisse im Münsterschen Rathaus kaum änderten. Abschließend werden die Auswirkungen des Kapp-Putsches, der vom 13. bis 17. März 1920 in Berlin stattfand, in Münster behandelt. Die rechtsradikalen Politiker Wolfgang Kapp und Freiherr von Lüttwitz versuchten die Regierungsmacht an sich zu reißen, ihr Umsturzversuch scheiterte jedoch. Die Schüler arbeiten heraus, dass die Münsteraner Bevölkerung den Geschehnissen in Berlin sehr ablehnend gegenüberstand.",4 SAB 250,0,22 S.,1914,1920,118,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur",," Felix D., Moritz H.",Schillergymnasium 1348,Unwertes Leben? Wertes Leben? Wert des Lebens! Überleben!,"Die Schülerinnen beschäftigen sich – angeregt von der Themenwahl einer Mitschülerin beim vorausgegangen Wettbewerb – mit der Institution „Guter Hirte“ während des Nationalsozialismus. Das von Nonnen betriebene Heim nahm insbesondere „gefallene Mädchen“, also Frauen mit unehelichen Kindern, auf. Sie stellen in dem Beitrag Dokumente zum Thema „Euthanasie“ und zum „Guten Hirten“ zusammen und sprechen kurz an, dass die Schwestern versuchten, Mädchen vor dem Zugriff der Nationalsozialisten im Kloster zu schützen. Auf der Grundlage von Zeitzeug*inneninterviews arbeiten sie heraus, dass man sich im Heim zwar der „gefallenen Mädchen“ annahm, sich die Bewohner aber häufig wie im Gefängnis fühlten und viele Regeln befolgen mussten.",4 SAB 247,0,55 S.,1933,1945,346,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur","Haus vom guten Hirten, Münster"," Anna S., Nadine E.",Marienschule 1355,Verbreitung und Vervielfältigung der Predigten des Bischofs von Galen durch Privatpersonen,"Clemens August Graf von Galen war von 1933 bis 1946 Bischof von Münster und wandte sich in Predigten und Briefen an amtliche Stellen und Funktionsträger insbesondere gegen die Euthanasie, aber auch gegen die Maßnahmen der Nationalsozialisten zur Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses. Die Schüler gehen in knapper Form darauf ein, wie die berühmten Predigten von Galens trotz des Kriegszustandes in Form von Flugblättern Verbreitung fanden. Diese wurden von den Anhängern des Bischofs aufgrund mangelnder Geräte häufig handschriftlich vervielfältigt und in ganz Deutschland verschickt.",4 SAB 263,0,7 S.,1933,1946,294,10,Textbeitrag,Fachliteratur,," Friedrich S., Paul Georg S.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1374,Viel Protest um den „Aufstieg“,"In dem Beitrag geht es um die Skulptur „Ascension“ des Künstlers Otto Freundlich. Diese wurde 1929 erstellt und stand bis 1981 in Paris. Dann wurde sie von der Stadt Münster gekauft und vor dem Durchgang zum Rathausinnenhof aufgestellt. Viele Bürger kritisierten den Ankauf und die Aufstellung der Skulptur aufgrund ihrer Form und des hohen Preises. In der reichlich bebilderten Arbeit schildert die Schülerin neben der Kritik der Bürger an der Skulptur auch das Leben des jüdischen Künstlers Otto Freundlich, der 1878 geboren wurde und 1943 im KZ Lublin-Maidanek ums Leben kam. Sie hat eine Vielzahl von Zeitungsartikeln und Dokumenten rund um die Skulptur zusammengestellt.",4 SAB 274,1,65 S.,1981,1995,294,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",, Lena P.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1399,Vom Protest zum Aufruhr: Der 17. Juni 1919 in Münster,"Nach dem Ersten Weltkrieg kam es in Deutschland an vielen Orten aufgrund der schlechten Versorgungslage zu Hungerunruhen. Die Verf. untersucht ein solches Ereignis in Münster aus dem Juni 1919. Sie hat dazu die einschlägigen Polizeiakten im Stadtarchiv und die zeitgenössische Berichterstattung der Presse systematisch ausgewertet sowie Nachkommen der an Ereignissen beteiligten Personen befragt. So gelingt es ihr, die Ereignisse detailliert zu rekonstruieren. Einem in Münster plakatierten Aufruf folgend versammelten sich am 17. Juni 1919 mehrere tausend Menschen auf dem Ludgeriplatz, um gegen die schlechte Versorgungslage der Bevölkerung mit Lebensmitteln zu protestieren. Als die Menge sich zu einem Protestzug formierte, wurde ein Geschäft geplündert. In den folgenden Auseinandersetzungen mit Polizei und Militär fand ein Passant den Tod. Die Verf. schildert eingangs die politische und wirtschaftliche Lage im Deutschen Reich während und nach dem Ersten Weltkrieg. Sie beschreibt insbesondere die mit der Demobilisierung verbundenen Probleme. Sodann geht sie auf die Verhältnisse in Münster ein. Sie konfrontiert die in den Polizeiakten überlieferte Darstellung der Ereignisse mit den z. T. widersprüchlichen Meldungen der verschiedenen Münsteraner Zeitungen. Dabei wird deutlich, dass der Protestzug nicht politisch motiviert war, sondern die Unzufriedenheit der Einwohner mit der Lebensmittelversorgung der Stadt ausdrückte. Die teilweise Plünderung eines Textilgeschäftes geschah gegen den Willen der Organisatoren der Protestversammlung. Der Geschäftsinhaber hatte während des Krieges die Lebensmittelversorgung der Stadt organisiert und sich den Zorn vieler Bürger zugezogen. Er galt als Kriegsgewinnler und Schieber. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Verf. den Umständen, unter denen ein Passant von einem Soldaten erschossen wurde. Sie vergleicht die verschiedenen Darstellungen des Geschehens und kommt zu dem Ergebnis, dass es sich um einen friedlichen Demonstranten handelte, der gerade den Demonstrationszug verlassen wollte. Am Ende der Arbeit stehen knappe Vergleiche mit den Ereignissen vom 17. Juni 1953 und den „Hungermärschen“ der Kirchengemeinde der Verf. aus Solidarität mit den Ländern der Dritten Welt. Der umfangreiche Anhang enthält einen Teil der im Beitrag ausgewerteten Archivalien.",4 SAB 237,1,98 S.,1914,1919,124,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",Ludgeriplatz, Theresa L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1414,Von der Desertion (unter Hitler) bis zur Rehabilitierung (mit Aktualisierung in Bezug auf Wehrdienstverweigerung). Von 1933 bis heute,"Die Verf. haben eine diachrone Studie vorgelegt, in der sie Desertion aus der Wehrmacht, die Rehabilitierung der Deserteure nach 1945 und Wehrdienstverweigerung in der Bundesrepublik unter der Fragestellung schildern, ob es sich bei den Vorgängen um Protest gehandelt habe. In der gut argumentierten Schlussbetrachtung kommen sie zu dem Ergebnis, dass die Motive der handelnden Personen entscheidend seien. Man könne dann von Protest sprechen, wenn die betroffenen Personen gegen Krieg und Militär Stellung nehmen wollten. Die Verfasserinnen schildern einleitend die Geschichte der Wehrdienstverweigerung in Deutschland und gehen dann auf die Wehrmachtsdeserteure ein. In Anlehnung an die Sekundärliteratur unterscheiden sie acht Motive, von denen Soldaten sich in ihrem Entschluss zur Desertion leiten ließen. In einem Interview mit einem Zeitzeugen stellen sie ein Einzelschicksal vor. Der Gesprächspartner hatte als Kampfflieger zivile Ziele angegriffen, was ihn so traumatisierte, dass er wiederholt von Heimaturlauben verspätet zur Truppe zurückkehrte und darum als Deserteur verurteilt wurde. Im folgenden Kapitel werden die Auseinandersetzungen um die Rehabilitierung der verurteilten Deserteure geschildert und insbesondere wird auf die ungleiche Versorgung von Hinterbliebenen der Deserteure und gefallenen Soldaten hingewiesen. Im letzten Kapitel der Arbeit beschreiben die Verfasserinnen die sukzessiven Regelungen der Wehrdienstverweigerung in der Bundesrepublik. Dabei stützen sie sich u.a. auf Interviews mit einem Wehrdienstverweigerer und mit einem Rechtsanwalt, der abgelehnte Verweigerer vertrat.",4 SAB 271,0,51 S.,1933,1999,118,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Anke H., Charlotte P., Sarah D.",Schillergymnasium 1458,"Wer die Kugeln rollen läßt, den überkomme die schwarze Pest","Die vier Schülerinnen gehen in ihrem Beitrag auf die erste Skulpturenausstellung 1977 und die in diesem Kontext entstandenen Giant Pool Balls von Claes Oldenburg ein. Bereits 1975 begannen in der Stadt Münster die ersten Planungen zu einer Ausstellung von Skulpturen im öffentlichen Raum, die die Schülerinnen zunächst beschreiben. Sie gehen ausführlich auf die zuvor festgelegten Ziele, die Verhandlungen im Rahmen der Vorbereitungen und die Durchführung der Ausstellung ein. Hinsichtlich der Rezeption der Ausstellung stellen sie fest, dass diese überregional zwar hochgelobt wurde, viele Münsteraner jedoch in Leserbriefen heftige Kritik übten. In einem zweiten Teil recherchieren sie am Beispiel der sogenannten „Aaseekugeln“ die Hintergründe dieser Skulptur und die konkreten Proteste gegen ihre Aufstellung und den späteren Ankauf. Die von dem 1929 geborenen niederländischen Künstler Oldenburg entworfenen Objekte sollen Billardkugeln darstellen, die sich über das ganze Stadtgebiet verteilen. Die Stadt kaufte die Skulptur nach der Ausstellung an, um sie weiterhin am Aasee platzieren zu können. Auch dies war von einigem Widerspruch aus der Bevölkerung begleitet. Abschließend fassen die Schülerinnen ihre Ergebnisse zu der Analyse der stattgefundenen Proteste zusammen und werten eine von ihnen durchgeführte Umfrage zu den „Aaseekugeln“ kurz aus.",4 SAB 273,0,24 S.,1977,1999,294,10,Textbeitrag,"Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel",," Barbara B., Corinna L., Lena S.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1465,Westfälische Wilhelms-Universität – Wir wehren uns. 68er Studentenprotest am Beispiel der Uni Münster,Der Verf. untersucht die Studentenproteste 1968 an der Universität Münster. Er beschreibt Ursachen und Verlauf der Proteste und schließt mit einem Ausblick auf die Proteste deutscher Schüler und Studenten 1997 gegen den aktuellen Bildungsnotstand. Neben den Beständen des Stadtarchivs Münster und des Archivs der Westfälischen Wilhelms-Universität basiert die Arbeit auch auf umfangreichen Internet-Recherchen. Besonderen Reiz haben die auf Tonbandkassetten dokumentierten Zeitzeug*inneninterviews u.a. mit Jürgen Möllemann und Jürgen Kocka. Die Tonbandkassetten befinden sich im Stadtarchiv Münster im Bestand „Audiovisuelle Medien“ unter der Nr. 261.,4 SAB 535,1,58 S.,1965,1999,,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Hiltrup, WWU Münster", Tobias A.,Gymnasium St. Christophorus Werne 1468,Wie die Münsteraner ihren Rickey lieben lernten… Proteste gegen moderne Kunst in der Stadt Münster und ihre Folgen,"Die Stadt Münster wollte seit den 60er Jahren Werke der modernen, zeitgenössischen Kunst kaufen und im Stadtgebiet aufstellen. Dazu wurde eine Kunstkommission ins Leben gerufen und es wurden jährlich 10.000 DM bereitgestellt. Als 1975 schließlich eine Plastik erworben werden sollte, regte sich so heftiger Widerspruch in der Bevölkerung, dass eine Mehrheit im Stadtrat für den Kauf des Kunstwerks fraglich wurde. Daraufhin erwarb die Westfälische Landesbank das Objekt und schenkte es der Stadt Münster. Die kritischen Stellungnahmen ließen nicht nach. In der Folge der Auseinandersetzungen um zeitgenössische Kunst organisiert die Stadt Münster seit 1977 alle 10 Jahre auf dem gesamten Stadtgebiet eine Ausstellung moderner Plastiken. Die Verf. hat die kritische Diskussion über Erwerb und Aufstellung moderner Plastiken sowie deren Folgen untersucht. Zunächst beschreibt sie die kinetische Plastik von George Rickey, die 1975 den Protest der Münsteraner auslöste. Detailliert zeichnet sie die Leserbriefdiskussionen in den Lokalzeitungen nach und setzt sich differenziert mit dem Hauptargument der Kritiker, fast 130.000 DM seien für die Plastik zu teuer, auseinander. Sprachlich gekonnt werden die Versuche eines Kegelclubs und der Belegschaft einer Bank geschildert, aus billigen Materialien preiswerte Nachbauten der kritisierten Plastik zu entwerfen und aufzustellen. Im Anschluss an die wenigen positiven Leserbriefe, kann die Verf. überzeugend darlegen, dass nicht nur das materielle Wohlergehen für die Lebensqualität in einer Stadt entscheidend ist. Schließlich schildert die Verf., wie als Reaktion auf die Ablehnung der kinetischen Plastik die Idee entstand, in Münster regelmäßig Ausstellungen moderner Kunstwerke zu organisieren. Sie geht ausführlich auf die kritisierten Objekte der Ausstellung 1977 ein und fragt sich, ob die 1987 und 1997 abnehmende Kritik ein Zeichnen für gewachsene Toleranz oder Gleichgültigkeit sei. Die Arbeit besticht vor allem durch die überlegte und intensive Recherche. So hat die Verf. viele Zeitzeugen interviewt und zahlreiche Leserbriefautoren angeschrieben und gebeten, sich mit dem zeitlichen Abstand von mehr als 20 Jahren noch einmal zu ihren damaligen Positionen zu äußern.",4 SAB 233,1,95 S.,1967,1997,315,10,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Vera S.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 11,„Born to be wild?“ Die Einwirkung des Menschen auf die Entwicklung der westfälischen Pferde im Vergleich zwischen Pferden in freier Wildbahn und in Landgestüten,"Die Arbeit strebt einen Vergleich der westfälischen Pferderassen mit Pferden in der freien Wildbahn und im Landgestüt an. Den regionalen Bezug baut die Verf. über das Reitturnier in Münster und ihre kritische Beurteilung des dort vorgestellten Pferdebildes her. Ihr Beitrag soll daher auch zum Nachdenken über Gegenwart und Zukunft der Pferdezucht und des Pferdesportes anregen. Die Verf. hat eine Fülle von Materialien und Informationsquellen insb. zur Geschichte der Pferdezüchtung zusammengetragen. Sie kann dabei zentral auf zwei Doktorarbeiten von 1904 und 1939 zur Geschichte der Pferdezucht in Westfalen, insb. des Croyschen Gestüts, zurückgreifen. Nach einführenden Gliederungspunkten („Das Pferd in der Geschichte“, S. 8-17) stellt sie dessen Entwicklung vom Arbeits- zum Freizeittier dar. Es folgt als Kern des Beitrags ein Überblick über die Geschichte der Pferdezucht in Westfalen im 19. und 20. Jahrhundert („Züchterische Entwicklung“, S. 18-77). Von besonderem historischen Interesse ist hier sicherlich der Abschnitt „Landespferdezucht als Remontezucht“ (S. 26-31), in dem sie auf Pferde im Kriegseinsatz zu sprechen kommt. Sie belegt hier u.a. einen Konflikt zwischen den Bauern und staatlichen Stellen um Ablieferung bzw. Einziehung von Kriegs- bzw. Arbeitspferden. Im zweiten Teil, „Naturdenkmal aus alter Zeit“ (S. 78-122), werden die Dülmener Wildpferde den Gestütszüchtungen gegenübergestellt. Hier wird deutlich, wie das menschliche Nutzungsinteresse aus den an ihre Umgebung bestens angepassten Wildtieren zwar leistungsstarke, aber dafür empfindliche Nutz-, Freizeit- und Sporttiere geschaffen hat. Hieran anknüpfend beschreibt die Verf. das Mensch-Pferd-Verhältnis abschließend in dem Abschnitt „Die Ausbildung vom Standpunkt des Pferdes aus“ (S. 130 ff.). Hier unternimmt sie den Versuch, sich dem Mensch-Tier-Verhältnis durch die Projektion eigener ethischer Vorstellungen zu nähern. Sie plädiert dabei für die naturnahere Haltung der Tiere („Das Pferd - gestern - heute - morgen“, S. 123-139). Ein „Lexikon“ hilft den pferdeunkundigen Lesern bei der Lektüre (S. 163 f.).",4 SAB 316,1,184 S.,1820,2001,70,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Anke B.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 31,"„Du schreibst, ich trinke.“ Der Goldene Hahn – Kunstobjekt, Symbol und Repräsentant der Stadt Münster","Der Beitrag zur Symbolgeschichte beschäftigt sich mit dem einem Hahn nachgebildeten Ehrenpokal der Stadt Münster und berichtet über dessen Herkunft, über die Symbolik von Hähnen im Volksglauben und über Persönlichkeiten, die aus dem Pokal des „Goldenen Hahns“ tranken. Im Zentrum ihrer Untersuchung steht aber der „Goldene Hahn“ als „Repräsentant Münsters“ seit seiner ersten Erwähnung im Jahr 1621 bis heute. Die Verf. fragen danach, was es für die Stadt bedeutet, von einem Hahn repräsentiert zu werden, und wie sich die Bedeutung des Hahns für die Menschen speziell in Münster verändert hat. Ihre Arbeit beruht insbesondere auf der kunsthistorischen und volkskundlichen Literatur. Eine Passantenbefragung und ein Interview mit der ehemaligen Oberbürgermeisterin sind demgegenüber von nachrangiger Bedeutung. Zunächst werden im Kapitel „Der goldene Hahn als Kunstobjekt“ (S. 7-27) der Pokal der Stadt Münster und ein im 19. Jahrhundert angefertigtes Duplikat beschrieben und kunsthistorisch eingeordnet. Im Kapitel „Der Hahn als Symbol“ (S. 28-46) wird sich ausführlich mit der Geschichte des Hahns als Symbol seit der Antike beschäftigt und dokumentiert, wie er u.a. in Sagen und als Wappentier Verwendung fand. Eine auf die Symbolnutzung in Münster hinauslaufende Deutung kann dabei nicht gewonnen werden. Die Verf. halten hierzu fest, dass in Münster der „Goldene Hahn“ als Symbol für Münsters Friedenswillen, Widerstand und Mut, Kampf und Stolz Verwendung findet. Im anschließenden Abschnitt „Der Goldene Hahn als Repräsentant Münsters“ (S. 47-85) werden Episoden aus dem Repräsentationsgeschehen, die oftmals auf den anekdotenhaften Ausführungen einer vormaligen Bürgermeisterin fußen, aneinander gereiht, ohne dass die Bedeutung des Hahnes in ihnen sichtbar wird. Die Geschichte des „Gockelhahns“, einer satirischen Auszeichnung, die regelmäßig für den größten Chauvi der Stadt Münster vergeben wird, ist den Sch. aber nicht entgangen. Lediglich an einer Stelle (S. 65) wird versucht, eine verallgemeinernde Aussage über Münsters Bürger und deren Ansicht vom Hahn zu formulieren. Die Behauptung, der Hahn repräsentiere die einfachen Bürger Münsters, wird jedoch nicht untermauert. Die Arbeit beschreibt so das Verhältnis von Mensch und Pokal. Die tiersymbolische Form des Hahns scheint beim Ehrentrunk für den Gast keine Rolle mehr zu spielen, sie ist überlagert worden von dem Akt der Ehrerbietung selbst. Der Pokal ist heute ein bloßes traditionsbehaftetes Gefäß, aus dem bei bestimmten Anlässen getrunken wird. Die Arbeit enthält eine Vielzahl von Fotos, Zeitungsartikel und weitere Dokumente zum „Goldenen Hahn“.",4 SAB 282,0,137 S.,1621,2001,70,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel",," Christine P., Julia H., Maike B.","Immanuel-Kant-Gymnasium, Kardinal-von-Galen-Gymnasium" 50,„Heute gibt es keine Maika mehr!“ Unser Leben mit Tieren in Russland früher und ohne Tiere in Deutschland heute,"Die Schülerin stammt aus dem kleinen Dorf Kusak an der Grenze zu Kasachstan im Bereich der Kulunda-Steppe. In einem biographischen Zugriff beschreibt sie ihr Leben auf der Kolchose „Engels“ in Kusak und das enge Zusammenleben mit den dortigen Tieren, u.a. Kühe, Schweine, Hühner und Hunde. Insbesondere zu der Kuh „Maika“ hatte die Schülerin ein enges Verhältnis. Sie beschreibt, wie die Kolchose bewirtschaftet wurde und die Nutzung der Tiere, die der Familie durch die Herstellung von Nahrungsmitteln das Überleben sicherte. Als die Familie 1998 nach Deutschland übersiedelte, verkaufte sie ihr Haus und lebte fortan ohne Tiere.",4 SAB 288,1,24 S.,1988,2001,31,11,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Olga R.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 68,„Mit der Hand musste ich Blut rühren!“ Erinnerungen an „Schlachtfeste“. Hausschlachtung gestern und heute,"Die Gruppe aus Schülerinnen eines Gymnasiums und einer Hauptschule im Stadtteil Kinderhaus beschäftigt sich mit der Kleinsiedlung „Hasenbusch“ nahe der Schulen, in der viele Häuser eine angeschlossene Viehhaltung hatten. Sie haben Bewohner der Siedlung befragt und gehen auf die historische Entwicklung von Hausschlachtungen ab 1935 bis 2001 ein. Um 1935 war der Stadtteil Kinderhaus noch stark agrarisch geprägt, da viele der größeren Wohnhäuer erst in den 1970er Jahren entstanden sind. Das Gebiet „Hasenbusch“ bestand zwar nicht aus Höfen, sondern Einfamilienhäusern, diese hatten jedoch angeschlossene Ställe, in denen meist Schweine gehalten wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wollten viele der Familien größere Häuser haben, bauten die Ställe um und verzichteten auf Tierhaltung – die Selbstversorgung war nun auch häufig nicht mehr notwendig. Die Arbeit enthält ausführliche Transkripte der Zeitzeug*inneninterviews und Kopien von Briefen aus den 1930er Jahren. Außerdem kann anhand des 32-seitigen Forschertagebuchs die Entstehung der Arbeit nachvollzogen werden.",4 SAB 291,0,94 S.,1935,2001,33,11,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Hasenbusch, Münster, Kinderhausviertel, Münster"," Fabiola B., Miriam S., Saliha D.","Geschwister-Scholl-Gymnasium, Waldschule Kinderhaus" 85,„Tierisch“ viele Knochen aus Münsters Untergrund…ausgegrabene Tierknochen verschaffen uns Einblick in die Geschichte von Mensch und Tier,"Ausgangspunkt dieses Beitrags ist eine innerstädtische Ausgrabung in der Münsteraner Lotharingerstraße, bei der die Verf. mitmachen konnte. Durch den spezifischen Quellenzugang angeregt, fragt die Verf. nach dem räumlichen Zusammenleben von Mensch und Tier in der Vergangenheit. Der Ansatz ihres Beitrags zum Leben in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadt besteht darin, ausgehend von archäologischen Funden mithilfe der Sekundärliteratur eine themenbezogene Darstellung zu entwickeln. Ausgehend von den Ausgrabungen fragt die Sch. nach dem Wert der Tiere in der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen städtischen Gesellschaft. Sie vergleicht diesen mit den heutigen Wertsetzungen in der modernen Tierhaltung und Landwirtschaft. Der historische Wert wird, ausgehend von den Quellen, anschaulich beschrieben und die große Nähe sowie die Abhängigkeit des Menschen von seinen Tieren nachvollzogen. Im 3. Kapitel („Die Knochenfunde und ihre Auswertung“) werden die Erkenntnisse in einer von der Verf. gewerteten Rangfolge nach der Wichtigkeit von Tieren für den Menschen in der mittelalterlichen Stadt zusammengestellt. Die historische und grabungstechnische Beschreibung des Areals, auf dem sich zuvor Erbhöfe, ein Kloster, eine Kaserne und später ein Bunker befanden, nimmt im 4. Kapitel breiten Raum ein. Im 5. Kapitel geht die Verf. dem damaligen Aussehen, der Nahrung und Haltung, der Nutzung und Leistung sowie der Verwertung von Rind, Schwein, Schaf, Ziege, Huhn und anderem Federvieh nach. Die Frage, ob die Menschen im Mittelalter die Tiere mehr geachtet haben als heute, kann die Verf. im 6. Kapitel zum Mensch-Tier-Verhältnis nicht abschließend klären. Sie arbeitet jedoch deutlich heraus, dass die Tiere damals eine höhere Bedeutung hatten als heute. Dem eingereichten Beitrag lagen 18 original Knochenfunde von Rind, Schwein, Schaf und Ziege, Huhn sowie von Muschelresten bei, die an das Westfälische Museum für Naturkunde zurückgingen.",4 SAB 335,1,72 S.,1300,2001,31,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Verena O.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 229,1643-1648. Tiere in Münster zur Zeit des Westfälischen Friedens,"In der vorliegenden Arbeit illustrieren die Autorinnen in Form eines Bilderbuches, welche Rolle Tiere in der Alltags- aber auch Symbolwelt Münsters zur Zeit des Westfälischen Friedens bzw. bereits während des 30-jährigen Kriegs spielten. Sich immer wieder mit aneinandergereihten allgemeinen Rahmeninformationen zu Kriegsausbruch, -verlauf und -ende abwechselnd, streuen die Verfasserinnen beispielsweise Informationen zur Nutzung von Pferden im Alltag oder der geläufigen, auch in diesem Kontext verwendeten, Friedenssymbolik der Taube ein. Auch das Bilderbuch ist ähnlich gehalten: Zeichnungen wechseln sich mit Hintergrundinformationen auf der Rückseite ab.",4 SAB 334,0,51 S.,1618,1648,346,11,"Bilderbuch, Textbeitrag","Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Antonia W., Patricia W.",Marienschule 247,"Alle „Feriengäste“ sind „so gut wie stubenrein“. Aprilscherze, Anteilnahme, unerfüllte Wünsche – Das Verhältnis der Münsteraner zu ihren Zootieren","Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Aprilscherz einer Münsteraner Zeitung, der im Kontext des bevorstehenden Umzugs des Zoos zur vorübergehenden privaten Unterbringung der Tiere aufrief. Ausgangspunkt für die Recherche zum Wettbewerbsbeitrag war die Großmutter einer Schülerin, von der damals die Idee zum Aprilscherz stammte. Die Schülerinnen interviewten damals Beteiligte, führten eine Befragung durch und gingen dem Presserummel nach. Nachdem zunächst die Geschichte des Münsteraner Zoos und seiner Neubauplanung vorgestellt wird („2. Wohin mit dem Zoo“, S. 2-11), steht der Aprilscherz im 3. Kapitel im Mittelpunkt (S. 12-24). Im Jahre 1971 wurde zum 1. April in den „Westfälischen Nachrichten“ ein Artikel veröffentlicht, in dem gefragt wurde, wer Zootiere für eine längere Zeit bei sich aufnehmen kann, zumindest so lange, bis der neue Zoo fertig gestellt ist (Baubeginn war 1969). Die Schülerinnen schildern auf lebendige und amüsante Weise die Reaktion der Bevölkerung und den wahren Ansturm auf den Zoo. Aus der Befragung und aus der Presseauswertung werden die unterschiedlichen Motive deutlich, aus denen Kinder wie Erwachsene Zootiere aufnehmen würden. Haupttenor der Antworten war dabei: Wer von uns hätte nicht gerne einen Affen als Haustier? Im 4. Kapitel geht es um die aktuelle Dimension des Themas. Unter der Überschrift „Würde ein solcher Aprilscherz heute auch so viele Leute ansprechen?“ (S. 25-32) werten die Verf. eine Passantenbefragung aus. Bei einer weiterhin bestehenden Bereitschaft zur Mithilfe, welche die Schülerinnen konstatieren, deutet sich aber auch an, dass die Wahrnehmung von Presseinformationen heute nicht mehr mit der im Jahre 1971 identisch ist. Der Arbeit gelingt es, die Verbundenheit der Münsteraner mit ihrem Zoo aufzuzeigen. Die Dokumentation des Presserummels (S. 37-59) liest sich mit großem Vergnügen.",4 SAB 305,0,65 S.,1967,2001,170,11,Textbeitrag,"Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Zoo, Münster"," Christine R., Greta P., Verena H.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 248,Alles dreht sich um die Tiere – Tierhaltung auf einem Hof im Oberbergischen Land,"Diese Arbeit, die den Wandel der Tierhaltung auf dem großelterlichen Hof über drei Generationen zurückverfolgt, nutzt insbesondere Interviews und private Materialien aus dem Familienkreis als Informationsquelle. Am Wandel der Tierhaltung wird das Wechselverhältnis von betriebswirtschaftlichen Erfordernissen und dem Arbeitsalltag des Familienbetriebes erläutert und so zugleich eine Familiengeschichte geschrieben, die dem Großvater zum 73. Geburtstag gewidmet ist. In Wort und Bild wird das Verhältnis von Mensch und Tier im Wandel der Zeit am Beispiel des großelterlichen Hofes sehr gut und auf hohem Reflexionsniveau dokumentiert. Im Hauptteil (S. 6-79) wird zunächst der Hof Simon in seinem heutigen Bestand dargestellt und die Geschichte von Hof und Familie erzählt (S. 6-9). Im zentralen Untersuchungsabschnitt wird für fünf Zeiträume, orientiert am Zweiten Weltkrieg und dem Generationswechsel auf dem Hof (bis 1939, 1939-1945, 1945-1952, 1953-1993 und danach), untersucht, welche Tiere gehalten wurden, wie diese versorgt wurden und welchen Nutzen man von ihnen hatte (S. 10-72). Nachdem zunächst die konkrete Ebene des sich wandelnden Verhältnisses zwischen Mensch und Tier in den täglichen Arbeitsabläufen gezeigt wird, kommen die Ergebnisse zur systematischen Auswertung („Ergebnisauswertung / Vergleich der Zeitabschnitte“, S. 73-79). Hier präsentieren die Autoren ihre empirischen Ergebnisse zunächst in einer farbigen Verlaufstabelle der Tierhaltung (S. 73), arbeiten Unterschiede insbesondere der markt- und technikangepassten Veränderungen heraus, betonen aber, dass durchgängig durch die Generationen eine Einstellung vorherrschte, die mit einem Zitat beschrieben wird: „Ein verhätscheltes Tier gibt es ... nicht auf einem Hof. Da weißt du schon, wenn das Kälbchen geboren wird: ‚Du wirst in ein paar Jahren geschlachtet. Du bist dafür geboren - um den Betrieb zu erhalten.‘“ Sie vermerken aber: „Trotz dieser Rolle der Tiere ist der Umgang mit ihnen nach unserer Beobachtung ruhig, freundlich und nicht aggressiv.“ Die Geschwister arbeiten so heraus, dass die Landwirte möglicherweise einen weitaus reflektierteren Umgang mit dem Tier üben als mancher wohlmeinende Haustierhalter (S. 78 f.). „Als Bauer muss man die Tiere mögen. Wenn dir Tiere eine Last sind, dann wirst du besser nie Bauer“, zitieren sie ihren Großvater. Der Beitrag fällt durch seine beinahe professionelle Gestaltung auf. Sein klar gegliedertes und mit zahlreichen aussagekräftigen und gut eingebauten Fotos aus Privatbesitz angereichertes Äußeres und das gute Gespür für die Auswahl von Interviewpassagen in der Darstellung sind hervorzuheben. Gerade in dieser Technik dringen sie tief ins historische Mensch-Tier-Verhältnis ein.",4 SAB 299,0,121 S.,1930,2001,278,11,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Ivo G., Nils Ole G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 293,Auf den Spuren von Thong Thai & Co. Die Münsteraner und ihre Rüsselträger im Zoo,"Der Beitrag beschäftigt sich mit der Geschichte der Elefanten im Allwetterzoo Münster. Nach einer Einleitung zur Eröffnung des Zoos und zum Leben seines Gründers Hermann Landois, beschreiben die Schülerinnen die Situation des Zoos nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. So waren bis 1918 fast alle Tiere getötet worden und der damalige „Zoologische Garten“ lag verödet da. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Zoo weiter stark beschädigt und es mangelte an Geld. Nachdem die zwei vorhandenen Elefanten 1945 als Reparationszahlungen abgegeben werden mussten, wurde erst 1950 wieder eine Elefantenkuh angeschafft. Der Beitrag geht weiter auf den Bau des neuen Zoogeländes in den 1970er Jahren ein und konzentriert sich in einem zweiten Teil detailliert auf die Elefantenhaltung und wie sich diese im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat. Es werden verschiedene Elefanten, die in Münster gelebt haben, vorgestellt. Neben vielen Bildern haben die Verfasserinnen auch ein ausführliches Experteninterview mit einem Elefantenpfleger in ihre Arbeit integriert und eine Umfrage unter Bürgern durchgeführt.",4 SAB 298,0,97 S.,1900,1999,70,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Zoo, Münster"," Lena S., Vivian A.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 309,"Ausgebildet für den Tod? Die Pferde der Wehrkreis-, Reit- und Fahrschule VI in Warendorf während des 2. Weltkriegs","Die Schülerinnen gehen der Frage nach, ob die Pferde der Reit- und Fahrschule in Warendorf während des Zweiten Weltkriegs lediglich für den Kampf – und somit häufig den Tod – ausgebildet wurden oder ob diese „treue Kameraden“ der Soldaten waren. Hierfür haben die Schülerinnen mehrere Zeitzeug*inneninterviews geführt, die sie im Anhang ausführlich dokumentieren. Von ihren Interviewpartnern haben sie auch viele zeitgenössische Fotografien erhalten, die sie in ihre Arbeit integrieren. Ab Herbst 1940 befand sich die Wehrkreis-, Reit- und Fahrschule in Warendorf und hatte einen Bestand von etwa 450 Pferden. Die Tiere, Remonten genannt, wurden hier ausgebildet und dann an verschiedene Truppen weitergegeben. Die Schülerinnen arbeiten heraus, dass die Pferde häufig als erste während des Kampfes getroffen wurden, da ihr Einsatz vor dem Hintergrund des Krieges mit schweren Feuerwaffen und Panzern eigentlich nicht mehr zeitgemäß war. Zudem war das Mitführen und Versorgen der Pferde an der Front äußerst kompliziert. Ihre zu Beginn gestellten Forschungsfragen können sie abschließend nur bejahen.",4 SAB 313,0,52 S.,1933,1945,260,11,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Warendorf," Barbara F., Grit K., Lioba S.",Marienschule 377,Das elefantöse Münster. Von Anfang bis Jetzt,"Die Schülerinnen behandeln in ihrem Beitrag die Geschichte der Elefanten im Allwetterzoo Münster. Hierfür haben sie die Elefanten beobachtet, Einblicke in das Zooarchiv erhalten und Gespräche mit Pflegern sowie mit dem Leiter des Zoos, Dr. Jörg Adler, geführt. Der erste Elefant mit dem Namen „August“ kam 1899 nach Münster, 25 Jahre nach der Gründung des Allwetterzoos durch Hermann Landois. Zwar wurde das Gehege der Elefanten während des Zweiten Weltkriegs nicht beschädigt, die beiden dort lebenden Elefantenkühe wurden jedoch 1945 als Reparationsgut nach Antwerpen gebracht. 1950 kam erneut ein Elefant nach Münster, der bis 1994 lebte. Die Schülerinnen gehen insbesondere auf den ersten Elefanten „August“ und die Presseberichterstattung über das Tier ein. Sie beschreiben auch die Haltung sowie Pflege im Zoo und beleuchten weitere Schlaglichte der Geschichte der Elefanten im Zoo, wie die Geburtstage der Tiere, lustige Anekdoten und besondere Aktionen.",4 SAB 287,0,57 S.,1899,2001,278,11,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Zoo, Münster"," Kathrin K., Miriam R.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 430,"Delphine. Attraktion, Therapeuten, Opfer","In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit verschiedenen Aspekten des Verhältnisses zwischen Delphinen und Menschen. Zunächst geht sie auf die Bedeutung des Delphins in der Antike, das Tier als Symbol im Christentum und den Delphin in Film und Literatur ein. Dann beschreibt sie die Geschichte des Delphinariums im Allwetterzoo Münster, das 1974 eröffnet wurde. Dieses war zwar bei vielen Zoobesuchern beliebt, stand aber bei Tierschützern aufgrund der stattfindenden Delphinshows häufiger in der Kritik. Die Schülerin behandelt auch das Verhältnis zwischen Pflegern, Trainern und Tieren und beschreibt einige Versuche, in Münster eine Delphintherapie für Kinder mit Behinderungen durchzuführen. Abschließend folgen Kapitel zur Delphintherapie und der Gefährdung von Delphinen durch Fischerei.",4 SAB 303,1,66 S.,1900,1999,170,11,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel","Zoo, Münster", Theresa H.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 443,"Der alte August – Elefant im Zoo. Oder: Wer den Zoo kennt, kennt auch Fräulein August","Der Beitrag beschäftigt sich mit der Elefantenkuh „August“, die in den Jahren von 1950 bis 1994 im Münsteraner Zoo lebte und stattliche 49 Jahre alt geworden ist. Nach und vor ihr erhielten weitere Elefanten im Zoo diesen Namen. Die Arbeit untersucht das Verhältnis dieser Tiere zu den Menschen und umgekehrt. Im Zooarchiv konnten Presseberichte ausgewertet und Zoobesucher und Tierpfleger zu den Tieren befragt werden. Die Schülerinnen erzählen die Geschichte der „August“-Elefanten als Zoogeschichte. Im Abschnitt über die Geschichte des Zoos sticht die Passage über den Zoo in den Kriegs- und Nachkriegsjahren heraus. (S. 12-15). Die Verf. gehen auch auf einen veröffentlichten Erinnerungsbericht eines französischen Kriegsgefangenen ein, der im Zoo arbeitete. Der Münsteraner Zoo musste 1945 seine Elefanten an den Zoo in Antwerpen als Reparationsleistung abtreten. Hierzu präsentieren sie die Regierungsanordnung vom 11.7.1945 als Quelle. Im Jahre 1950 kam der erste Nachkriegs-„August“, eine Elefantenkuh aus Ceylon, in den Münsteraner Zoo. Heute tragen die „August“-Nachfolger auch einmal den Namen „Fräulein August“. Nach der Vorstellung der Tiere wird versucht, deren Verhältnis zu den Menschen, Pflegern wie Besuchern, zu beschreiben. Sie begründen, warum der „alte August“ so beliebt war: Er, nein: sie, war besonders zutraulich und wurde im Alter weiß (S. 49). Dazu gesellte sich wohl auch der Stolz der Münsteraner Bevölkerung auf den ersten Elefanten in der Nachkriegszeit - wohl verbunden mit dem Gefühl, dass es wieder „aufwärts“ ginge. Eine gelungene Mischung aus selbst verfassten Texten, Materialien und einige ausdrucksstarke Fotos machen die Arbeit anschaulich.",4 SAB 294,0,63 S.,1945,1994,120,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Zoo, Münster"," Eda H., Miriam O., Ruth S.",Marienschule 456,Der Bischof und sein Wild. Der Tiergarten in Wolbeck als Jagdrevier der Münsterischen Fürstbischöfe,"„Der Bischof und sein Wild“, eine Titelgebung in Anlehnung an die TV-Serie „Der Doktor und das liebe Vieh“, geht der Frage nach, warum und wie die Münsteraner Fürstbischöfe im Tiergarten Wolbeck gejagt haben. Wozu braucht ein Bischof überhaupt ein Jagdrevier? Mit ihrem Beitrag stellen die Schülerinnen die Entwicklung eines Tiergeheges dar, das ursprünglich der Befriedigung der Jagdlust und herrschaftlichen Repräsentation diente und heute ein Naherholungsgebiet ist. Die Grundlage der Arbeit bildet die lokalhistorische Literatur, die ergänzt wird mit archivalischen Quellen zur Anlage des Tiergartens, zur Züchtung und Pflege des Wildbestandes und zur Jagd selber und ihrer herrschaftlichen Funktion. Die Arbeit gliedert sich in einen Abschnitt zu Hintergrundinformationen, einer Vertiefung und Präzisierung und einer abschließenden Bewertung. Nebenaspekte wie z.B. die Waldnutzung werden zwar gestreift, von der eigentlichen Fragestellung wird jedoch nicht abgewichen. Zunächst einmal wird von den Verf. die Parkanlage in ihrer Entstehung beschrieben und mittels Fotos und Kartenbeilagen ein Eindruck der Anlage vermittelt. Aus der Anlage des Parks erschließen sie die vermutliche Organisationsform der Jagd: der Parforcejagd. Sie befragen Experten und wenden sich auch an den Bischof, der ihnen knapp erklärt, dass seine Vorgänger mehr weltliche als geistliche Herren waren und dass er selbst nicht jagen würde. In der Bewertung kommen die Schülerinnen zu einer Stellungnahme „zum Umgang der Fürstbischöfe mit ihrem Wild“ (S. 13 ff.). Sie meinen, dass es damals noch keine ökologischen Probleme gegeben haben mag, finden die Jagdmethode unfair und freuen sich über die spätere Umgestaltung der Anlage in einen Tiergarten: „Am Ende ist die Geschichte für das Wild also doch noch zu einem guten Ende gekommen.“ (S. 14) Ein Kochrezept sowie ausgewählte Quellen sind im Anhang der Arbeit zu finden.",4 SAB 314,0,54 S.,1537,1819,260,11,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel",Wolbeck," Beate F., Juliane W., Sabrina U.",Marienschule 484,Der Kampfläufer – Ein Vogel erlebt Geschichte,"In Form eines Portfolios, welches gleichzeitig den Arbeitsprozess und die Arbeitsergebnisse enthält, hat die Grundschulklasse Informationen zum Kampfläufer zusammengetragen. Bei diesem handelt es sich um einen Zugvogel, der eine sehr weite Flugroute zurücklegt und sowohl in den Münsterschen Rieselfeldern als auch in Russland zuhause ist. Da viele „Spätaussiedler“ im Schulbezirk leben, haben sich die Schüler dafür interessiert, wie die russische Landbevölkerung mit Tieren zusammenlebt. Neben dem Portfolio haben die Schüler auch ein Poster erstellt. Sie gehen dabei nicht nur auf den Kampfläufer als Tier sondern auch verschiedenste weitere Aspekte ein: so fungiert die Flugroute des Vogels als Ausgangspunkt sich mit dem Reaktorunfall in Tschernobyl, dem Leben in Russland mithilfe von Zeitzeug*inneninterviews und auch dem Umweltschutz in den Rieselfeldern anzunähern. ",4 SAB 340,0,55 S.,1900,1999,69,11,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Rieselfelder," Hanna B., Kai B., Nele B.",Thomas-Morus-Schule 485,Der Kartoffelkäfer naht! Die Geschichte des Kartoffelkäfers und die Plage im Raum Münster,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Kartoffelkäfer, seiner Bekämpfung und Plagen im Raum Münster. Der ursprünglich aus Zentralamerika stammende Käfer kam Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa. Er verbreitete sich stark und etwa 1940 gab es erste Plagen im Münsterland. Man begann, die Bauern über das Aussehen des Käfers und seine Bekämpfung zu informieren. Auch Schulklassen wurden auf die Felder geschickt, um die Käfer einzusammeln, dennoch ließ sich eine weitere Ausbreitung nicht verhindern. Warum die Plage 1956 vorbei war, können die Verfasserinnen nicht genau herausfinden. Im Anhang der Arbeit befinden sich einige Dokumente zum Kartoffelkäfer, so Auszüge aus einer „Kartoffelkäferfibel“ und Artikel aus dem „Landwirtschaftlichen Wochenblatt“.",4 SAB 302,0,44 S.,1940,1956,260,11,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Johanna A., Magdalena S.",Marienschule 492,Der letzte Wolf in Westfalen,"Der Beitrag behandelt die Beziehung zwischen Mensch und Wolf und die Geschichte des angeblich „letzten Wolfs in Westfalen“, der 1835 in Herbern bei Lüdinghausen von Joseph Hennemann erlegt wurde. Dieser Wolf wurde präpariert und im Naturkundemuseum Münster ausgestellt. Dort wo sich das Haus Hennemanns befand, ist heute eine Gaststätte, die mit ihrem Namen „Zum letzten Wolf“ an die Geschichte erinnert. Neben dem Gasthaus befindet sich auch ein Denkmal für den erlegten Wolf. Die Schülerinnen beschreiben die langsame Ausrottung des Wolfs durch den Menschen in ganz Deutschland und das schlechte Bild des Tieres in der Bevölkerung. Im Osnabrücker Zoo, der Wölfe hält, haben die Schülerinnen Zoobesucher zu ihrem Bild des Wolfs befragt.",4 SAB 292,0,28 S.,1835,2001,10,11,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel",Lüdinghausen," Christina W., Dominique V., Kathrin R.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 496,Der Münsteraner Zoo in den Jahren 1930-1950,"Die Schülerinnen behandeln den Allwetterzoo Münster und konzentrieren sich dabei besonders auf die schwierigen Jahre während des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit. Sie beschreiben zunächst knapp die Geschichte des im 19. Jahrhunderts eröffneten Zoos und gehen dann auf die Bedeutung von Bombenangriffen für den Zoo ein: Hier wurden zwar Vorkehrungen zur Evakuierung der Besucher getroffen, Schutz für die Tiere gab es jedoch kaum. So wurden 1944 fast alle Gehege zerstört und auch der Futterhof mit sämtlichen Vorräten brannte ab. Einige Tiere wurden während des Krieges auch in andere Zoos gebracht, allerdings war dies sehr kostenintensiv. 1945 gab es kaum noch Tiere im Zoo, so dass sich der Wiederaufbau als recht schwierig erwies. Die Verfasserinnen beschreiben verschiedene Spendenaktionen, die dem Zoo halfen, neue Tiere zu erwerben.",4 SAB 304,0,25 S.,1930,1950,278,11,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Zoo, Münster"," Julia B., Sonja F., Uta M.",Marienschule 499,Der Otto-Hahn-Park. Ein Mann und seine Leidenschaft: Tiere,"Von 1977 bis 1994 existierte auf dem Gelände der Universität Münster der Otto-Hahn-Park, eine Anlage mit über 250 seltenen Tieren. Dieser wurde von dem Mitarbeiter der Kfz-Stelle der Universität Friedrich Bock in Eigenregie aufgebaut und gepflegt. Bis 1975 war das 10.000 m² große Gelände eine Abfalldeponie, als diese jedoch geschlossen wurde, schlug Friedrich Bock vor, auf eigene Kosten einen Park mit Tierhaltung anzulegen. Diesen benannte er nach dem Physiker Otto Hahn. 1992 musste der Park geschlossen werden, da Geld für eine Renovierung fehlte, zudem setzte die Universität Friedrich Bock zusehends unter Druck. Daraufhin protestierten viele Bürger gegen die Schließung, so dass Bock 1993 einen Neuanfang wagte. Laut Aussage Bocks kam es 1994 zum vollständigen Bruch mit dem Kanzler der Uni, er wurde gekündigt und musste seinen Park aufgeben.",4 SAB 293,0,52 S.,1977,1994,260,11,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",WWU Münster," Britta S., Malena R.",Marienschule 505,Der Schlachthof Münster 1885-1999,"1885 eröffnete der erste Münsteraner Schlachthof. In ihrem Beitrag skizziert die Autorin Geschichte und Entwicklung des ungeliebten Gebäudes, das sowohl von Anwohnerinnen und Anwohnern als auch offiziellen Stellen immer wieder kritisiert wurde. Der Schlachthof, der zu Beginn der 1970er Jahre seine größte Auslastung erreichte, musste 1999, als der Pachtvertrag auslief, sowohl aufgrund anhaltender Beschwerden aus der Nachbarschaft als auch angesichts Schulden bei der Stadt Münster seine Pforten schließen. Neben dieser Darstellung wirft die Autorin auch einen kritischen Blick auf einen von industriellen Maßstäben und Bedingungen geprägten Umgang mit Tieren und Fleisch.",4 SAB 323,1,9 S.,1882,1999,260,11,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Henrike H.,Marienschule 518,Der Tasmanische Tiger. Eine lebendige Vergangenheit,"Da sich die Schülerin während des Wettbewerbszeitraumes in Tasmanien befand, hat sie sich mit der Geschichte des Tasmanischen Tigers auseinandergesetzt. Dieser gilt seit längerer Zeit als ausgestorben, was insbesondere durch die Entdeckung Tasmaniens durch Europäer ausgelöst wurde. Ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts wurde vermehrt zur Tötung des Tasmanischen Tigers aufgerufen, da dieser Vieherden angriff. Mit der Einführung von Jagdprämien wurde die langsame Ausrottung des Tigers in Kauf genommen. Die Schülerin zeichnet die Entdeckung des Tieres durch die Europäer und seine langsame Vernichtung detailliert nach. Zudem geht sie auf den Tasmanischen Tiger in Zoos und Tierparks ein. Abschließend diskutiert sie, ob der Tiger vollständig ausgerottet ist und wie seine „Zukunft“ aussehen könnte – seit längerer Zeit wird über die Möglichkeit, den Tasmanischen Tiger zu klonen, diskutiert.",4 SAB 307,1,56 S.,1800,2001,118,11,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Anna-Katharina G.,Schillergymnasium 533,Der Wolbecker Tiergarten – ein Stück lebendige Geschichte,"Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Geschichte des Wolbecker Tiergartens. Dabei greift die Autorin anhand von Fachliteratur in dessen Geschichte bis zu seiner Entstehung Anfang des 18. Jahrhunderts als Jagdressort des damaligen Münsteraner Fürstbischofs Clemens August von Bayern zurück. An dieses ursprüngliche Jagdgebiet erinnern heute nur noch wenige Überreste; der Wald ist vielmehr eher arm an klassischem Jagd-Wild, sondern vor allem gut gepflegtes Naturschutzgebiet, wie Falke in ihrer Bestandsaufnahme des gegenwärtigen Zustands anführt.",4 SAB 318,1,23 S.,1719,2001,278,11,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente",Wolbeck, Anna F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 548,Die älteste Sauerei Deutschlands. Was haben denn Tiere mit karnevalfeiernden Schützen zu tun?,"Die Schülerin beschäftigt sich mit der „Schweine-Schinken-Schützengesellschaft“, eines 1890 gegründeten Karnevalsvereins aus Münster mit nur 30 Mitgliedern. Sie beschreibt die Bräuche der Gesellschaft, vorkommende Ämter und die festgelegte Rangordnung. Einmal im Jahr feiert der Verein beispielsweise den „Ball der Schweine“, nimmt am Rosenmontagszug teil und veranstaltet ein Schützenfest. Sie hat einige Interviews mit Mitgliedern geführt und integriert viele Fotos von Aktionen der Gesellschaft in ihre Arbeit; außerdem greift sie auf eine Chronik und Presseartikel zurück.",4 SAB 296,1,76 S.,1890,2001,346,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Temba K.,Marienschule 576,Die Elefanten in Münsters Zoo. Exotischer Schmuck – Attraktion – „Kuscheltier im Großformat“,"In ihrem Beitrag konzentrieren sich die Schülerinnen auf die Geschichte der Elefanten im Münsterschen Zoo. Sie gehen kurz auf die Geschichte des Zoos ein und beschreiben dann, wie die ersten Elefanten nach Münster kamen. 1898 regte der Zoogründer Hermann Landois an, die exotischen Tiere nach Münster zu holen. 1899 wurde das erste Elefantenhaus im Zoo eingeweiht, welches im Stil einer Moschee errichtet worden war. Die Schülerinnen beurteilen das historische Elefantenhaus und seinen 1974 im neugestalteten Zoo errichteten Nachfolger bezüglich der artgerechten Gestaltung und stellen fest, dass beide zu wenig Platz für die Elefanten geboten haben. 1994 wurde das Elefantenhaus erneut umgebaut, so dass die Tiere genug Auslauf erhalten konnten. Die Verfasserinnen beschreiben das Verhältnis der Münsteraner zu ihren Elefanten als ein Spiegelbild des Verhältnisses zwischen Mensch und Tier, da man heute sehr viel mehr auf artgerechte Haltung achte, während es früher ausschließlich um die Attraktion gegangen sei.",4 SAB 308,0,32 S.,1898,2001,327,11,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Zoo, Münster"," Friederike B., Johanna D.",Marienschule 579,Die Entwicklung des Tierschutzgedankens am Beispiel des Münsteraner Tierschutzvereins,"Die Schülerin verdeutlicht anhand des Tierschutzvereins Münster die Entwicklung des Tierschutzes. Ausgehend von Entwicklungen in England zu Beginn des 19. Jahrhunderts, wurde in Berlin 1840 der erste Tierschutzverein Deutschlands gegründet. 1845 wurde auch in Münster ein solcher Verein gegründet, der an den Berliner Verein angegliedert war, sich jedoch bald wieder auflöste. Erst 1927 wurde erneut ein Tierschutzverein von dem Ehepaar Maria und Heinrich Braun gegründet. Ihnen war insbesondere am Schutz der Droschkenpferde gelegen. Schnell zählte der Verein viele Mitglieder und konnte nachdem 1933 erste Gesetze gegen Tierquälerei erlassen wurden, auch auf gesetzliche Grundlagen zurückgreifen. Die Verfasserin verdeutlicht zudem die Probleme des Vereins, ausreichende finanzielle Unterstützung zu erhalten. Mitschriften der Zeitzeug*inneninterviews werden von ihr ausführlich dokumentiert.",4 SAB 297,1,31 S.,1840,2001,118,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Sarah M.,Schillergymnasium 607,Die Geschichte des Aquariums im Zoo von Münster,"Der erste Gehversuch eines Aquariums in Münster verlief 1885 im Sande. Erst mit neuerer Technologie konnte 1964 im Tropenhaus des zoologischen Gartens Münster ein Aquarium errichtet werden. Das ohnehin attraktiv und innovativ erscheinende Tropenhaus war so um eine Attraktion reicher, die die Autorin in ihrer Arbeit mittels zeitgenössischer Reaktionen in Zeitungsartikeln rekonstruiert. Auch mit dem Umzug des Zoos und der Neuerrichtung des Allwetterzoos wurde das Aquarium als integraler Bestandteil beibehalten. Auch dieses genoss ein hohes Maß an Popularität und Attraktivität – nicht zuletzt aufgrund von Zuchterfolgen und der Kooperation mit der Münsteraner Universität, vor allem aber dank der guten Zugänglichkeit und Anschaulichkeit, die auch die Autorin nach eigenen Angaben fasziniert.",4 SAB 327,1,21 S.,1964,2001,118,11,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Zoo, Münster", Vanessa von K.,Schillergymnasium 637,"Die Kuh ist weg! Was wäre die deutsche Werbung ohne ihre Stars? Tiere, die Marketingreißer des letzten Jahrhunderts!","In seinem Beitrag geht der Schüler auf Tiere in der Werbung während des 20. Jahrhunderts in Deutschland ein. Dabei erläutert er zunächst aus historischer Perspektive den Einsatz von Tieren in der Werbung: viele Tiere kenne man aus Fabeln mit charakteristischen Eigenschaften, was sich Werbemacher zu Nutze machen würden. Er stellt ausgewählte Werbebeispiele vor, u.a. den Fuchs der Versicherungsgesellschaft „Schwäbisch Hall“ oder den Bär der „Bären-Marke“-Milchprodukte. Auch auf den häufigen Einsatz von Hunden in der Werbung geht er ein. In Münster sei Werbung mit Tieren insbesondere im Zusammenhang mit dem Zoo von Bedeutung. In einem zweiten Teil diskutiert der Schüler, inwiefern Tiermarketing im Sinne des Tierschutzes gerechtfertigt sei und setzt sich mit Tierschutz-Debatten auseinander.",4 SAB 641,1,71 S.,1900,2001,278,11,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel",, Patrik P.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 655,Die Ratte. Vom ekeligen Stinkvieh zum kuscheligen Schmusetier,"Mit einem Nachnamen wie „Ratte“ - dies nutzt die Schülerin auch mit einem schmunzelnden Unterton aus - zieht man durchaus die Aufmerksamkeit auf sich. Nahe liegend, dass sie sich daher der Beziehung zwischen den Menschen und der Tierart Ratte in ihrem Beitrag zuwendet und in ihrer Dokumentation über den Wandel der Ratte vom „ekeligen Stinkvieh“ zum „kuscheligen Schmusetier“ berichtet. Um den Bedeutungswandel der Ratte zu erfassen, hat die Verf. eine Reihe von Experten befragt (die Protokolle sind unkommentiert im Anhang wiedergegeben). Zumeist bezieht sich die Verf. in ihrer Darstellung aber auf die Literatur. Ohne eine formulierte Fragestellung geht die Verf. in ihrer Recherche von ihrer Familiengeschichte aus und wendet sich im Verlauf der Arbeit insbesondere der Geschichte der Rattenbekämpfung zu (6 S.). Den Stammbaum (Anlage 1) ihrer Familie kann die Schülerin bis auf ihren Ahnen Johannes Ratte (geb. 1605) zurückverfolgen. Sie stellt dabei einen Zusammenhang zwischen der Namensgebung und den sieben Pestwellen im 16. und 17. Jahrhundert in dessen sauerländischer Heimat her. Im Anschluss an die Biologie der Ratte beschreibt die Verf. die verschiedenen „Verwendungen“ und Bedeutungszuweisungen der Ratte und deren Veränderungen. Auf die Gründe für die ablehnende Haltung gegenüber Ratten als Kulturfolger wird sie für die Verbreitung von Krankheiten verantwortlich gemacht, die anhaltenden Probleme bei der Bekämpfung von Ratten und die Haltung von Ratten als Versuchs- und Haustiere wird anschließend eingegangen. Historische Hintergründe werden insbesondere im Zusammenhang mit der Pest im Münsterländischen eingearbeitet. Mit ihrer „Schlussbetrachtung“ (S. 24 ff.) geht sie auf das Mensch-Tier-Verhältnis in ihrem speziellen Fall ein und beschreibt in „Mein Verhältnis zu meinem Namen“: „Inzwischen bin ich fast stolz, den Namen eines so klugen und intelligenten Tieres führen zu können.“",4 SAB 315,1,57 S.,1400,1999,30,11,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Johanna R.,Marienschule 821,Freibankfleisch. Minderes Fleisch für „mindere“ Menschen?,"„Freibankfleisch“ meinte minderwertiges, oder bedingt taugliches Fleisch, das verbilligt zum Verkauf angeboten wurde. Ein Modell, das seit 1994, auch bedingt durch die ohnehin strittig preiswerte Massentierhaltung, in Deutschland nicht mehr erlaubt ist. In ihrer Arbeit zeigen die Autoren auf, wie dieses – entgegen dem historisch betrachtet stets hoch angesehenen Stellenwert des Luxusguts ‚Fleisch‘ – während des Zweiten Weltkriegs unter anderem an die knapp drei Millionen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter – auch in Münster – verteilt wurde. Gegenüber der ideologisch als minderwertig betrachteten „slawischen Untermenschen“ bestanden wenig Skrupel, nur fragwürdig genießbares Fleisch zum Teil der ohnehin sehr mangelhaften Ernährung zu machen. Wie die Verfasser jedoch anführen, war der Verzehr von Freibankfleisch in Zeiten extremen Mangels – wie während des Krieges – keine Ausnahmesache und wurde, auch das dokumentieren die Briefe und Unterlagen, die sie in ihre Arbeit einflechten, nach Möglichkeit kontrolliert, sodass gewisse Standards eingehalten werden sollten.",4 SAB 326,0,45 S.,1939,1994,118,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur",," André K., Daniel P., Sebastian W.",Schillergymnasium 936,"Ich möchte etwas, was du hast. Zum Verhältnis von Bienen und Menschen","In ihrem Beitrag behandeln die Schülerinnen und Schüler das Verhältnis zwischen Menschen und Bienen in diachroner Perspektive. Sie gehen auf die Bienenzucht in Frühgeschichte und Antike, die Nutzung der Bienen in Mittelalter und Früher Neuzeit und die Entwicklung der Biene zur „nationalen Angelegenheit“ im 19. und 20. Jahrhundert ein. Sie stellen dabei heraus, dass die Biene zunächst hauptsächlich Nutztier und Honiglieferant war, die heimische Honig- und Wachsproduktion spätestens seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts auch Politikum geworden ist: so versuchte man mittels von Schutzerlassen die heimische Bienenzucht zu schützen und anzukurbeln. Während des Nationalsozialismus wurde der Beruf des Imkers propagandistisch aufgeladen. Für ihren Beitrag haben die Verfasser einige Zeitzeug*inneninterviews geführt und sprechen auch die Abbildung eines Bienenkorbs im Tafelwerk des Münsterschen Friedenssaales an.",4 SAB 286,0,24 S.,-6500,1999,7,11,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Rathaus," Dagmar F., Malte F., Maximilian K.",Ratsgymnasium 1009,Kleiner Wurm mit großer Wirkung im Wandel der Zeit. Oder: Wie der Altenberger Apotheker Engelsing zu seiner Blutegelzucht kam,"Der Beitrag geht der Blutegelzucht in Altenberge, einem Ort nordwestlich von Münster, von 1865 bis 1917 nach und befasst sich mit der Bedeutung dieses therapeutischen Hilfsmittels in der Medizin. Der lokale Bezug wird über einen Apotheker in Altenberge hergestellt, der Blutegel züchtete und die Anwendung popularisierte. Bei der umfassenden Literaturrecherche stehen die medizinischen Aspekte im Vordergrund, zumal der regionalgeschichtliche Hintergrund kaum eine Verbindung mit der Biografie des Apothekers eingeht. „Die Geschichte der Blutegel-Therapie“ sowie der Handel mit Blutegeln steht am Beginn des Darstellungsteils (S. 12-27). Im Abschnitt über „Die Blutegelzucht in Altenberge“ (S. 28-56) nimmt die Biografie des Apothekers den dominierenden Teil ein. Die Wirkungsweise und therapeutischen Erfolge werden in „Geschichten rund um den Blutegel“ (S. 57-61) ohne den lokalen Fokus zusammengetragen. In der modernen (Schul-)Medizin hatten bis zur Renaissance der Biomedizin und der Homöopathie die Egel an Bedeutung verloren. Hygieneaspekte und die Verbreitung pharmazeutisch-industrieller Fabrikate drängten den Egel zurück, erklärt der Verfasserin. „Der medizinische Blutegel heute“ (S. 62-75) geht auf diese Renaissance ein und stellt auch die Verwendung von Egeln beim so genannten „Biocomputer“ vor. In dem Abschnitt „Abschließende Betrachtung“ (S. 76 ff.) geht die Verfasserin der Frage nach, ob die Blutegeltherapie nur eine Modeerscheinung war bzw. ist und verfolgt die Grenzen der wissenschaftlich-medizinischen Erklärungskraft. Da es zwischen Blutegeln und Menschen keine Kommunikation gibt, kann der Autor das Verhältnis zueinander nur als reines Nutzverhältnis beschreiben. Der umfangreiche Anhang enthält eine Vielzahl der für die Arbeit genutzten archivalischen Quellen.",4 SAB 295,1,128 S.,1865,2001,346,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel",Altenberge, Kathrin W.,Marienschule 1010,Kleinzirkusse: Überlebenskampf für Mensch und Tier im Wandel der Zeit,"Der Beitrag behandelt das enge Zusammenleben von Mensch und Tier im Zirkus. Der Schüler hat zwei Zirkusfamilien besucht, stellt diese genauer vor und geht auf ihre Lebensbedingungen ein. Der Zirkus „Mulan“ besteht aus einer Mutter mit fünf Kindern sowie einigen Tieren. Zum Zirkus „Corado“ gehören zwei Familien mit ihren Tieren. Der Schüler stellt fest, dass das Leben im Zirkus früher einfacher war, da es heute viel mehr Spektakel und Attraktionen bedarf, um Besucher zu begeistern. Er resümiert, dass die Zeit im Zirkus „stehen geblieben“ sei, da Mensch und Tier hier noch immer auf sehr engem Raum zusammenleben. ",4 SAB 310,1,20 S.,1900,1999,31,11,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Sebastian F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1125,Münsterische Stadtgeschichte im Tierbildsymbol,"Anhand der auf den bronzenen Handläufen am Haupteingang des Stadthauses an der Clemensstraße abgebildeten Tiere beleuchten die Schülerinnen die Stadtgeschichte Münsters. Die von dem Künstler Rudolf Breilmann 1960 zum Neubau des Stadthauses gefertigten Türgriffe bilden eine Kuh, einen Hahn, Fische, Gänse, eine Friedenstaube, eine Ziege und ein Pferd ab. Die Schülerinnen arbeiten heraus, dass die Kuh für das Kuhviertel Münsters steht und dass der Hahn auf eine Sage über die Rettung der Stadt durch einen Hahnenschrei verweist. Die Fische stehen für den Alten Fischmarkt, während die Gänse das Symbol für den Heiligen Liudger sind, den ersten Bischof Münsters. Die Taube als Symbol des Westfälischen Friedens befindet sich neben der Ziege, die an den „Ziegenbaron“ erinnert – einen großen Förderer der Ziegenzucht im Münsterland um 1900. Das Pferd steht für die Pferdegasse, wo sich früher die bischöflichen Reitställe befanden.",4 SAB 300,0,29 S.,1960,1960,120,11,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Kuhviertel, Münster"," Kerstin G., Rike M.",Marienschule 1131,Münsters Zoo zieht um (1967-1974),"Nach einem kurzen Abriss der Geschichte des 1871 gegründeten Münsterschen Zoos konzentriert sich die Verfasserin in ihrem Beitrag auf den Umzug des Zoos auf sein heutiges Gelände. Der damalige „Zoologische Garten“ musste umziehen, da die Stadt der Landesbausparkasse das Grundstück angeboten hatte. Das neue Zoogelände wurde von Beginn an für jede Wetterlage geplant, so dass er in „Allwetterzoo“ umbenannt wurde. Die Schülerin beschreibt den langwierigen Umzug der Tiere ab dem Jahre 1967, der bis 1973 dauerte und nicht ohne Probleme war, da man diesen möglichst schonend gestalten wollte. Anfang der 1970er Jahre startete der Zoo eine Spendenaktion, um für das größere Zoogelände neue Tiere anschaffen zu können. Weiterhin geht sie auf die Eröffnungsfeierlichkeiten, die teilweise Kritik an der Gestaltung der Gehege und den großen Erfolg des Zoos nach seiner Neueröffnung ein.",4 SAB 290,1,36 S.,1967,1974,118,11,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Zoo, Münster", Dörte N.,Schillergymnasium 1164,Nektar – Biene – Honig. Imkerei im Münsterland früher und heute,"Honig war bereits bei den Vorfahren des modernen Menschen ein beliebtes Nahrungsmittel. War die Suche danach lange Zeit vom Katz-und-Maus-Spiel mit den Bienen geprägt, hat die Imkerei vor allem in den letzten 300 Jahren systematische Züge angenommen, wie die Verfasser aufzeigen. Hierzu betrachten die Verfasser ausgehend von Überlieferungen der Landwirtschaftskammer und einem Besuch bei einem Münsterländer Imker den Arbeitsalltag dieses Handwerks im diachronen Vergleich. Insgesamt stellen sie fest, dass sich nicht nur die durch technischen Fortschritt bedingten Umstände dieses Berufs, sondern auch seine Ausrichtung grundlegend geändert hat: So haben sich Imkerei und Honig vom absoluten Luxusgut, das in der Antike häufig den Göttern geopfert wurde, über einen Bestandteil der Selbstversorgung hin zur systematisch gefertigten Massenware gewandelt. Dabei reflektieren die Verfasser zugleich die – auch auf sie wirkende – Einstellung der Imker zu den Bienen, die als Produzenten des Honigs viel Respekt erfahren.",4 SAB 319,0,20 S.,-999,2001,31,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur",," Maximilian W., Raphael K., Sascha B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1168,Nicht Martins Gänse – sondern Liudgers!,"Der Beitrag befasst mich mit dem Heiligen Liudger (742-809), dem ersten Bischof von Münster. Auf vielen Abbildungen ist er gemeinsam mit Gänsen zu sehen, da diese Tiere in einigen Sagen über sein wohltätiges Wirken vorkommen. Die Schülerinnen integrieren viele Fotos mit Darstellungen des Bischofs in ihre Arbeit, zeigen die verschiedenen nach ihm benannten Kirchen im Münsterland auf und beschreiben den Ludgerusbrunnen, der ebenfalls mit Bronzegänsen versehen ist. Sie gehen kurz darauf ein, dass Gänse früher zu vielen Zwecken genutzt wurden.",4 SAB 281,0,56 S.,742,809,30,11,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur",," Laureen B., Marion B., Sarah B.",Marienschule 1176,Ochs und Pferd am Ludgeriplatz – Ein Denkmal auf Wanderschaft,"1908 begann der Bildhauer Karl Hans Bernewitz an der Tierplastik „Magd mit Ochsen und Knecht mit Pferd“ zu arbeiten. Als er 1912 fertig war, schenkte er es Dr. Konrad von Studt, Ehrenbürger Münsters und ehemaliger Oberpräsident der Provinz Westfalen. Die Statue sollte die Beziehung der westfälischen Stadt zu ihrem sehr ländlichen Umland symbolisieren – ein Umstand der nach Aussage der Autorin jedoch nicht allen Münsteranerinnen und Münsteranern klar war. Zu mehr Bekanntheit hingegen ist die Debatte um die Platzierung des Denkmals gelangt – einerseits aufgrund der hohen Kosten dieses Vorgangs, andererseits aufgrund der häufigen Umstellungen, zuletzt anlässlich der Skulpturenausstellung 1987. Ehemals hinter dem Stadthaus versteckt, wurden sie nun auf den Ludgeriplatz gestellt, wo sie sich – entgegen der Bestrebungen von CDU und FDP – auf Wunsch vieler Münsteranerinnen und Münsteraner hin bis in die Gegenwart befindet.",4 SAB 322,1,21 S.,1908,2001,278,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Ludgeriplatz, Farina F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1201,Pferde als Transport- und Arbeitstiere in Münster,"In ihrer Arbeit befasst sich die Schülerin ausführlich mit der historischen Nutzung von Pferden als Transport- und Arbeitstiere in Münster. Noch 1733 wurde Pferdekraft genutzt, um Schiffe auf dem Münsteraner Kanal zu ziehen – eine Verkehrsader, die nicht nur in dieser Hinsicht auf Pferde angewiesen war, wie die Verfasserin aufzeigt. Schließlich stellt sie im Kapitel „Pferde im Stadtbild“ dar, wie relevant Pferde und Pferdefuhrwerke für die Infrastruktur der Stadt waren: Von der Verteilung der am Hafen ankommenden Güter, über die am Markt teilnehmenden Bauern, als Transportmittel städtischer Handwerks- und Fertigungsbetriebe, bis hin zum Städtebau. Noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein spielten Pferde im städtischen Speditionswesen eine wichtige Rolle, wie die Verfasserin anhand eines Zeitzeug*inneninterviews mit Karl-August Peters, Urenkel des Gründers eines bis heute, wenn auch mit LKW, tätigen Speditionsunternehmens, aufzeigt. Angesichts dieser hohen Einbindung in den Alltag kam den Pferden ein hoher Stellenwert zu – und wurde der Umgang mit ihnen auch im preußisch regierten Münster behördlich genauestens geregelt, wie eine Auseinandersetzung mit der Straßen-Polizei-Ordnung von 1878 darlegt. Abschließend setzt sich die Autorin mit den weiteren Berufen, die im Umfeld der Pferdenutzung von Relevanz waren, sowie des historischen Personentransports, für den Pferde im Alltagswissen bekannter sind und der seine Überlieferung im Reitsport gefunden hat, auseinander.",4 SAB 325,1,98 S.,1733,2001,118,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,Charlotte P.,Schillergymnasium 1226,Ratten in Münster,"Dieser Beitrag dokumentiert ein gelungenes Unterrichtsprojekt, in dem ein breites Themenspektrum des Mensch-Ratten-Verhältnisses berücksichtigt wurde. Die Schüler fanden sich in Arbeitsgruppen zum Labortier, zur Leseratte, zum Schmusetier und zum Schädling zusammen. Ihre Arbeitsergebnisse sind einheitlich in einen „Steckbrief“ des jeweiligen Rattentyps, in „Bericht“, „Fragen“, „Nachforschungen“ und „Ergebnisse“ gegliedert. Die Schüler beweisen eine große Kreativität im Umgang mit den Teilthemen und gewinnen teils hochrangige Experten als Auskunftsgeber. So können ein Apotheker, ein Amtstierarzt und ein Uniprofessor für das erste Kapitel, „Die Laborratte“ („genutzt“), befragt werden. Hier gelingt es auch, einen lokalen Bezug zu heutigen Tierversuchen an der Universität herzustellen. Das „geliebte“ Schmusetier wird in einem Ratten-ABC vorgestellt, und ein Interview in einer Tierhandlung informiert über die Haltungsbedingungen der Ratte als Haustier. Die „Rattenmode der Punk-Bewegung beschreiben die Schüler als historisch weit zurückliegende Episode (S. 25). Die AG zur „Leseratte“ („genutzt und geliebt“) liest Wilhelm Busch, studiert Kinderbücher und findet heraus, dass es kaum Kinderbücher mit Ratten gibt und auch Grundschulbücher die Ratte nicht behandeln. Der umfangreichste Teil der Arbeit widmet sich der Ratte als Schädling („getötet“, S. 41-97). Diese AG stellt ihren Besuch im Stadtarchiv vor - liefert hier den lokalhistorischen Bezug zur Pest in Münster - und trägt Informationen aus der wissenschaftlichen Literatur zusammen. Welche Forschungshürden die Verf. hier erlebten, zeigt sich an einer Anmerkung zu einer Quelle aus dem Jahre 1843: „Trotz unserer Bemühung ist es uns nicht gelungen, die Wörter zu entziffern, aber wir glauben, dass es sehr interessant ist.“ Eine Umfrage „Werfen Sie Essensreste in die Toilette?“ geht der Frage nach, ob die Menschen sich eigentlich bewusst sind, dass sie für die Ausbreitung der Ratte mit verantwortlich sind. Die Gliederung in die genannten Teilthemen erlaubt es, das Mensch-Tier-Verhältnis in seinen Facetten aufzugreifen. Vielfach fließt eine positive Grundhaltung der Schüler zu Ratten in die Darstellungen ein.",4 SAB 284,0,111 S.,1800,1999,351,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Jana B., Nathalie B., Paula B.",Martin-Luther-Schule 1267,Schweine saustark,"In knapper Form behandeln die Schülerinnen verschiedene Aspekte zum Thema „Schwein“. Sie gehen auf Bauernhöfe, Fleisch als Lebensmittel und das Schlachten ein. Für ihren Beitrag haben sie eine Bäuerin befragt und auf dem Bauernhof einige Fotos geschossen.",4 SAB 309,0,11 S.,1900,1999,,11,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Bettina S., Teresa S.",Marienschule 1268,Schweinereien. Die Beziehung zwischen Mensch und Schwein in unserer Geschichte,"In ihrer Arbeit setzt sich die Verfasserin mit dem Verhältnis zwischen Menschen und Schweinen auseinander. Zwischen den Polen des Nutzens des Schwein für den Menschen („Schwein gehabt“) und der Ausnutzung des Schweins durch den Menschen („Du armes Schwein!“) reflektiert sie das Zusammenleben von Mensch und Schwein, insbesondere in ländlichen Bereichen wie dem Münsterland. Durch seine geringen Ansprüche und seine weite Verbreitung diente das Schwein dem Menschen schon immer, besonders in Krisenzeiten, als wichtige Nahrungsquelle. Nach Auswertung der Verfasserin jedoch habe diese Nutzung nun inflationär stattgefunden: Um billigen Fleischkonsum zum Teil des Alltags zu machen, hätten sich die Bedingungen der Schweinehaltung rapide verschlechtert und industriellen Maßstäben angepasst. Die daraus auch für den Menschen resultierenden Konsequenzen wie die Übertragung von Krankheiten durch Fleischverzehr erscheinen der Autorin in ihrem abschließenden Statement als legitimes Signal, um den Umgang mit diesen Nutztieren dringend tierfreundlicher zu gestalten. ",4 SAB 320,1,26 S.,1900,2001,260,11,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel",, Anna Maren J.,Marienschule 1317,Tiere aus Stein. Die Symbolik von Tierdarstellungen in den Münsteraner Altstadtkirchen,"Die symbolische Bedeutung von Tierdarstellungen in zwei Münsteraner Altstadtkirchen wird von der Verf. auf Basis einer umfassenden Fotodokumentation und der kunstgeschichtlichen Literatur ausgewertet. Die Schülerin fragt, welche Bedeutung diese Tiersymbole für die Menschen der Vergangenheit, insbesondere im Spätmittelalter, hatten. Der Beitrag zeichnet sich bereits in seinem Eingangsabschnitt, „Eigenes Nachdenken: Die Menschen des Mittelalters, ihre Lebenssituation und ihr Verhältnis zu Tieren“ (S. 6 ff), durch ein hohes reflektorisches Niveau aus, das es der Verf. erlaubt, ihre Interpretationen in einen breiteren Kontext zu stellen. Die Untersuchung führt dann mittels der Sekundärliteratur, der Befragung von Experten und der kunsthistorischen Literatur zum Münsteraner Dom in die Funktion und Deutung der mittelalterlichen, zumeist religiösen Tiersymbolik ein. Eine Beschreibung der Tiersymbole Adler, Stier und Löwe, der Symbole der drei Evangelisten Markus, Lukas und Johannes bzw. des Löwen auch als Attribut des Kirchenvaters Hieronymus bildet einen ersten engeren Interpretationsrahmen, bei dem die kunsthistorische und religionsgeschichtliche Einordnung aufgrund des bekannten Interpretationsrahmens leichter fällt. Anschließend untersucht die Autorin die Tierdarstellungen im Kirchengebäude systematisch (S. 31-75). Hier können nicht alle Abbildungen gedeutet werden, und die Verf. räumt ein, dass manche Deutung auch einen hypothetischen Charakter trägt. Die Verf. interpretiert die Detaildarstellung und liefert in der Zusammenfassung eine Deutung, wobei sie den historischen Bedeutungswandel wie auch die Unstimmigkeiten der Fachliteratur benennt. Die Verf. stellt die Bedeutung der Tiersymbole für die Auftraggeber, die Geistlichen und die Baumeister dar, hütet sich aber vor vorschnellen Einschätzungen zur Rezeptionsgeschichte der Darstellungen, denn die symbolische Bedeutung für die einfachen und lese- und lateinunkundigen Gläubigen konnte durchaus eine andere sein. Eine Umfrage zu heutigen Tierdarstellungen (S. 76 ff) liefert der Verf. das Referenzmaterial, um einen Wandel der Tiersymbolik in ihrem als Arbeitsbericht zu lesenden Nachwort konstatieren zu können („Nachwort - Tiersymbole im Wandel der Zeit“, S. 79).",4 SAB 280,1,82 S.,1500,1800,290,11,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel","Altstadt, Münster, St.-Paulus-Dom, Münster", Carola D.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1318,Tiere in unserem Leben: Die Haltung von Haustieren in unserer Familie in Rußland und in Kasachstan!,"In seinem Beitrag arbeitet der Schüler die Geschichte seiner Familie ab 1917 auf. Auf der Grundlage von Interviews mit Verwandten beschreibt er das Leben seiner Großmutter in der Ukraine von 1917 bis 1958, die dort Land und viele Tiere besaß. Ab 1924 wurde der Hof unter Stalin in eine Kolchose umgewandelt und fast der gesamte Besitz musste abgegeben werden. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs siedelte die Familie nach Bagan über und baute sich dort erneut eine Landwirtschaft auf. Die Eltern des Verfassers zogen 1978 nach Alma-Ata in Kasachstan, wo sie nur wenige Tiere hielten, die sie selbst schlachteten. Die Familie zog 1996 schließlich nach Münster, verkaufte alle Tiere und ihr Haus.",4 SAB 289,1,16 S.,1917,1996,31,11,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Alexander K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1319,Tierkörperbeseitigung. Wo auch Seuchen ihr Ende finden,"Ausgehend von der für die Verfasserinnen zur Zeit des Beitrags virulenten BSE-Krise erörtern diese die Fragestellung, wie man in der Vergangenheit speziell in Münster mit unter Tieren grassierenden Seuchen umgegangen ist. Dabei stellen sie fest, dass es gesetzliche Regelungen erst 1843 gab: Nun war es verboten, tote Tiere in Kanälen und Straßen, 1887 auch in der Aa, zu entsorgen. Ein explizites Gesetz zur Tierkörperbeseitigung wurde gar erst 1939 von der NS-Regierung aufgestellt. Mussten damals in vielen Fällen noch professionelle Entsorgungsunternehmen mit dieser Aufgabe betreut werden, gibt es heutzutage ganze Kadaverwertungsanlagen, wo die toten Tiere unter Umständen weiterverarbeitet werden. Ein Wandel in der Systematik der Tierkörperbeseitigung wurde zudem durch den Wandel in der Tierhaltung selbst bedingt. Am Beispiel der Firma Grotkass zeigen die Verfasserinnen – auch statistisch – auf, dass einhergehend mit der Massentierhaltung auch die Kadaverentsorgung vor neuen Aufgaben stand, die auch diese – zumindest in Deutschland – auf industrielle Maßstäbe haben anwachsen lassen.",4 SAB 333,0,59 S.,1843,2001,278,11,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Annette B., Sabine K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1331,Turnier der Sieger,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem „Turnier der Sieger“, einem großen jährlich stattfindenden Reitturnier in Münster. Es wurde das erste Mal 1955 vom Westfälischen Reiterverein organisiert. Nach einem kurzen Überblick über die Vereinsgeschichte und seine Aktivitäten, beschreiben die Schülerinnen die Entstehung des Turniers und seine Entwicklung seit 1955. Dieses wurde nach und nach zu einer immer größeren Veranstaltung und findet mittlerweile auf dem Schlossplatz mit dem Schloss Münsters als Kulisse statt. Jährlich zieht es bis zu 20.000 Besucher an.",4 SAB 311,0,21 S.,1955,2001,31,11,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Schlossplatz Münster," Nele M., Teresa R.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1344,Unsichtbar mitten unter uns: Die Verlagerung des Lebensraumes wilder Tiere in die Stadt Münster,"In seinem Beitrag geht der Schüler auf Tiere ein, deren Lebensraum eigentlich nicht die Stadt ist, die man aber dennoch innerhalb des Stadtgebiets finden kann. Darunter fallen beispielsweise Waschbären oder Fledermäuse. Kurz wird auch die steigende Population von Wildschweinen angesprochen, weshalb es häufiger zu Wildunfällen kommt.",4 SAB 306,1,14 S.,1900,1999,31,11,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel",, Lukas K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1367,Verterland im Wandel: Ein Bauernhof wird zur Pferdepension,"Im vorliegenden Beitrag skizzieren die Verfasser den Alltag auf einem Hof im Münsterland im Vergleich zwischen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Während der Umgang mit Schweinen und Kühen ähnlich geblieben ist, höchstens größere Maßstäbe in Spezialbetrieben angenommen hat, ergeben sich die größten Unterschiede im Vergleich nach Ansicht der Autoren in technologischer Dimension sowie in Hinblick auf die Nutzungsweisen der Pferde. Der Hof Verterland, der 1988 seine Schweine und Kühe verkaufte, spezialisierte sich auf die Zucht von Pferden sowie Reit- und Voltigierunterricht und therapeutisches Reiten. Die Autoren – selbst ohne landwirtschaftlichen Hintergrund – reflektieren darüber hinaus ihren Einblick in diesen Kosmos, sowie ihre methodologischen Zugewinne explizit.",4 SAB 324,0,24 S.,1900,2001,31,11,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Jan Hendrik D., Maximilian S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1381,"Vogeljäger, Vogelsammler und Erholungssuchende in den Rieselfeldern Münster","Der Beitrag beschäftigt sich mit den Veränderungen im Umgang mit den Tieren, insbesondere den Vögeln, im Feuchtbiotop der Münsteraner Rieselfelder während des 20. Jahrhunderts. Diese Rieselfelder dienten seit Ende des 19. Jahrhunderts der Verrieselung und damit Reinigung städtischer Abwässer. In dem Beitrag werden zahlreiche Primär- und Sekundärquellen aus der Arbeit der Natur- und Vogelschutzverbände zusammengestellt, und in 35 Gliederungspunkten werden die einzelnen Nutzungsinteressen der Landwirte, Jäger, Vogelschützer sowie weitere Einzelaspekte abgehandelt. In ihrem Zusammenspiel unterlagen deren Interessen einer historischen Wandlung, ebenso wie in ihrer jeweiligen Mensch-Tier-Beziehung. Die Schülerin beschreibt die Anlage und Nutzung der Rieselfelder, die ein bemerkenswertes Biotop entstehen ließen. Die Mensch-Tier-Beziehung bei diesem Thema ergab sich daraus, dass sich auf den nährstoffreichen Rieselfeldern zahlreiche Tiere und ihre menschlichen Jäger einfanden. Vor der Verbreitung der Kunstdünger versprachen diese Flächen zudem höhere landwirtschaftliche Erträge und wurden daher verpachtet. Neben der landwirtschaftlichen Nutzung erfolgte aber auch eine Verpachtung von Jagden. Die Bejagung war zeitweise so intensiv, dass z.B. das Kaninchen dort verschwand. Bereits 1935 wurden Randbereiche der Rieselfelder unter Naturschutz gestellt und Vogelbeobachtungsposten errichtet. Im diesem Kontext weist die Verf. auf die seit 1888 bestehenden Vogelschutzaktivitäten hin. Erst im Zuge der Mechanisierung der Abwasserklärung und hygienischer Einwände ging die landwirtschaftliche Nutzung der Rieselflächen zurück („Klärwerk statt Kloake“, S. 39 ff.). In den 70er Jahren wurde die Berieselung eingestellt, und das Feuchtbiotop dominiert seitdem das Gelände. Bereits in den 60er Jahren wurde das Areal regelmäßig besuchtes Exkursionsziel von ortsansässigen Vogelkundlern, heute leitet sich die überregionale Bedeutung insbesondere aus dem Charakter als Vogelrastplatz ab. Nach einer mehr als 100 S. umfassenden, teils sehr ins Detail gehenden Darstellung der gegensätzlichen Nutzungspraxis folgt eine Beschreibung der Entwicklung des Mensch-Tier-Verhältnisses in der Zusammenfassung („Vogelfrei? - Das Fazit“, S. 111 ff.): „Die Jäger in den Rieselfeldern in der Zeit zwischen 1900 und 1940 waren von einem globalen Ökologieverständnis weit entfernt, [...] Tiere waren Sachen.“ (S. 112). Die Gestaltung der Rieselfelder hat aber sicherlich zum Erhalt vieler, damals nicht geschützter Vogelarten beigetragen, schätzt die Verf. die Bedeutung des Areals ein. In vielen Naturschutzgebieten sei dies heute nicht mehr möglich, da diese zumeist zu kleinräumig sind. Obwohl die Tiere heute durch eine Reihe von Gesetzen geschützt und durch Schutzmaßnahmen in ihrem Bestand gefördert werden, haben sich ihre Lebensbedingungen außerhalb der Schutzareale stets verschlechtert, meint die Autorin. Auch wenn die Abbildungen und zahlreichen Fotos vom Gelände überwiegend illustrativ verwendet werden, so prägen sie die Arbeit doch sehr. Vor allem die Arbeit der Natur- und Vogelschutzverbände wird hiermit gut dargestellt.",4 SAB 283,1,123 S.,1900,2001,118,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Rieselfelder, Swantje N.,Schillergymnasium 1383,"Vom Arbeitsmittel zum Therapeuten. Das Pferd in Handel, Landwirtschaft und Therapie","In der vorliegenden Arbeit beleuchten die Verfasserinnen schwerpunktmäßig den Umgang mit Pferden im Münsterland im 20. Jahrhundert. Nicht nur als effektivstes Arbeitstier, sondern auch als Statussymbol wurde der Besitz des Pferdes von vielen Familien und Höfen besonders geschätzt. Auch für viele Transportarbeiten wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch das Pferd als Zugtier eingespannt. Der schrittweise Aufstieg und die Wirtschaftlichkeit von Land- wie Transportmaschinen verdrängte die Nutzung des Pferdes jedoch aus diesen Nischen, wie die Autorin anhand der Aufzeichnungen einiger Landwirte, insbesondere der Geschichte des Hofes „Haus Kump“ im Detail rekonstruiert. Im zweiten Drittel des 20. Jahrhunderts hat sich der Umgang mit den Pferden daher maßgeblich in Richtung der Zucht und Dressur verschoben: Zuchtpferde wurden zu wertvollen Tieren und Gütern. Hinzu kam ein weiterer Zweig der Pferdenutzung: Insbesondere der Hof „Haus Kump“ machte sich in dieser Zeit einen Namen als Vorreiter der therapeutischen Pferdezucht und heilpädagogischen Pferdenutzung – und hat diesen Ruf bis in die Gegenwart inne.",4 SAB 321,0,52 S.,1900,2001,260,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Deike D., Lena K.",Marienschule 1390,Vom Dämon zum geschützten Tier,"Der eher biologisch ausgerichtete Beitrag beschäftigt sich mit der Fledermaus als ein Tier, über das es viele Vorurteile gibt. Der Schüler beschreibt zunächst die Fledermaus im Allgemeinen und Fledermausarten. Dann nennt er verschiedene Sagen bzw. Volksweisheiten über die Fledermaus, z.B. wird sie häufig als Vorbote des Todes gedeutet, manchmal aber auch als Glückssymbol. Der Schüler hat auch ein Interview mit einem Fledermausschützer vom Naturschutzverband Münster geführt und dokumentiert dieses in seiner Arbeit.",4 SAB 301,1,27 S.,2001,2001,118,11,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur",, Lukas S.,Schillergymnasium 1409,"Von bekannten Stadthühnern, Kirchturmshähnen und dem gewöhnlichen Federvieh. Zur Geschichte und Bedeutung von Hühnern in Münster und Umgebung","Die Autorin gewinnt in dem Beitrag über die Geschichte der Mensch-Huhn-Beziehung am Beispiel der Münsteraner Hühner dem Thema eine Reihe interessanter Sichtweisen ab. Der Fragestellung nach Kontinuität und Wandel in der Mensch-Huhn-Beziehung wird durch die mehrfache Gegenüberstellung historischer und aktueller Aspekte nachgegangen. Die Untersuchung des wirtschaftlichen Nutzens, des Vereinslebens in Geflügelzuchtvereinen und der kulturellen Bedeutung des Huhns erforderte dabei die Heranziehung von Quellen und Hintergrundinformationen höchst unterschiedlicher Provenienz, so von Zeitzeug*inneninterviews, der Lokalpresse, der heimat- und lokalgeschichtlichen Literatur sowie von Vereinsarchivalien. Nach einem Abschnitt über die „prominenten Hühner Münsters“ (S. 8-21) folgt die Geschichte der Haltung von Hühnern als Nutztiere („Wirtschaftshühner“, S. 22-43) und der verschiedenen Haltungsbedingungen in Vergangenheit und Gegenwart. Insbesondere im Abschnitt über die Hühnerzucht in den heutigen Vereinen (S. 44-59) kann die historische Dimension des Themas herausgearbeitet werden, denn bei dem 1996 vollzogenen Zusammenschluss von Geflügelzüchtervereinen zu einem Provinzialverband konnte man auf eine „aktenkundige“ Geschichte seit 1910 zurückblicken. Gerade dieser Abschnitt über die Entwicklung der Hühnerhaltung und Hühnerzucht in Vereinen stellt das Mensch-Tier-Verhältnis und den Hobby-Aspekt des Tiers in den Mittelpunkt und weist auf die hohe Kontinuität dieser Beziehung hin. Im Abschnitt über „Die Wächter über der Stadt: Bedeutungsvolle Hähne auf älteren und neueren Kirchtürmen in Münster“ (S. 60-89) zum kulturellen Wert des Huhns navigiert die Verf. durch eine Reihe teils widersprüchlicher Informationen und belegt, dass ein Großteil der Münsteraner Kirchen erst in der jüngeren Vergangenheit ihre Kirchturmshähne erhielt. Auch diese Tradition, die ein Tier in den Mittelpunkt stellt, erweist sich somit als neueren Datums. In ihrer Schlussbeurteilung (S. 90-93) resümiert die Verf., dass das Huhn heute zumeist aus den Haushalten der Stadt verschwunden ist: Das Huhn in der Legebatterie hat das Haushuhn abgelöst. Der Hahn wiederum steht in Münster als „Symbol für Freiheit und Frieden“. Durch eine Reihe humoristisch-kritischer Einfügungen und liebevoller Darstellungen drückt sich aus, dass die Verf. ihre „Liebe“ zu den Hühnern entdeckt hat (S. 92).",4 SAB 317,1,103 S.,1910,2001,124,11,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Theresa L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1421,"Von der Vie-h-lfalt zur Schw-einfalt. Und natürlich auch zur Rindf-falt, Reinfalt, Rindeinfalt…ehm…oder so!","Vor allem ausgehend von Erzählungen aus ihrer Großelterngeneration und Interviews mit diesen betrachten die Verfasserinnen die strukturellen Veränderungen der Landwirtschaft vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Eingebettet in eine Überblicksskizze der Landwirtschaftsgeschichte werden in erster Linie Schweine- und Rinderzucht genauer unter die Lupe genommen. Dabei fällt auf, dass die Bauernhöfe sich weg vom vielfältigen, breit aufgestellten Idealbild, dass sich viele vom Landleben machen, hin zu einem hochspezialisierten Glied der industriellen Fertigungsketten entwickelt haben. Ernteerträge sind massiv angestiegen, Tiere werden eng zusammengetrieben, Züchtungen auf Erträge hin optimiert. Die kleineren Betriebe wurden in den 60er und 70er Jahren von den großen Mastbetrieben verdrängt, die Beziehung zwischen Mensch und Tier weniger innig. Episoden wie die Verunsicherung während des BSE-Skandals zeigen nach Ansicht der Autoren jedoch auch für die Verbraucher die Schattenseiten dieser Entwicklung sehr deutlich auf.",4 SAB 332,0,37 S.,1930,2001,346,11,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Annika F., Kerstin J., Vanessa K.",Marienschule 1431,Wale. Bericht über die Arbeit von Greenpeace für den Schutz der Wale,In ihrem Beitrag zu Walen und der Arbeit von Greenpeace stellt die Schülerin Materialien zu ihrem Thema zusammen. Sie integriert vor allem Kopien aus Fachliteratur und Zeitschriften sowie online gefundene Informationen in ihre sehr knapp ausfallende Darstellung. Die Schülerin hat zwei Zeitzeug*inneninterviews mit Mitgliedern von Greenpeace geführt und dokumentiert diese in der Arbeit. ,4 SAB 312,1,76 S.,1900,1999,260,11,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Saskia S.,Marienschule 1455,Welche Rolle spielte und spielt der Zierfisch im Leben der Menschen?,"In ihrem Beitrag geht die Autorin, selbst begeisterte Zierfisch-Züchterin, der Frage nach, welche Rolle Zierfische im Leben von Menschen einnahmen. Möglich wurde der Beginn der modernen Fischzucht erst durch technische Neuerungen zweierlei Natur: Einerseits musste es möglich sein, den Tieren vor Ort ähnliche Lebensumstände wie in ihrer natürlichen Umgebung zu bieten. Davor jedoch musste es für exotischere Exemplare zunächst einmal gelingen, diese auch unbeschadet vor Ort ankommen zu lassen, also zum Züchter zu transportieren, wie die Verfasserin eingangs erläutert. In Münster gründete sich 1908 der Verein für Aquarien- und Terrarienkunde Münster, der zum Zeitpunkt der Arbeit etwa 60 Mitglieder umfasst. Aus diesem rekrutieren sich auch die Interviewpartner, auf die Kunze weite Teile ihrer Arbeit stützt. Anhand von Umfragen erfasst sie Motivation zur Aufnahme sowie zur Beendigung des Hobbys Zierfischhaltung, woran sie eine Typenbildung anschließt. Ob maßgeblich motiviert durch die Freude an den Fischen, dem Vereinsleben oder Zucht- bzw. Händlerinteressen: Nach Einschätzung der Verfasserin vereint die Achtung vor der Natur alle ihre Interviewpartner.",4 SAB 331,1,24 S.,1908,2001,278,11,Textbeitrag,"Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Vera K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1461,Wer wird Schweinekönig?,"Die zwei Schülerinnen haben zur Schweinehaltung auf dem Hof Schulze Blasum früher und heute recherchiert und ihre Arbeitsergebnisse in einem Gesellschaftsspiel verarbeitet. In ihrem Begleitheft zum Spiel beschreiben sie die Veränderung der Nutztierhaltung auf Wiesen hin zur Massentierhaltung und erläutern die Regeln des Gesellschaftsspiels. Bei diesem geht es darum, Schweine mithilfe eines Lastwagens zu transportieren und diese vor dem Schlachter zu bewahren. Während des Spiels müssen Hintergrundfragen zum Schwein und seiner Haltung beantwortet werden. ",4 SAB 341,0,10 S.,1900,1999,260,11,Spiel,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Helen D., Lisa S.",Marienschule 1494,Wo die Pullover wachsen… Wanderschafhaltung in Westfalen. Wanderschafhaltung in Südportugal. Ein Ausblick,"Die Autorin vergleicht die Wanderschafhaltung im Westfalen der 50er und 60er Jahre mit der in Südportugal seit den späten 70er Jahren anhand zweier ausführlicher Interviews mit einem Schäfer und einer Schäferin. Die beiden Schäferbiografien sind eingebettet in eine umfassendere Darstellung zur Schafhaltung in zwei europäischen Regionen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten. Die lebensgeschichtlichen Aspekte der Interviews liefern dabei einen weiter gesteckten Rahmen als allein das Thema der Schafhaltung. Zwar will die Verf. mit diesem Vergleich ihr Bedauern über das zu erwartende Aussterben eines Berufs - und des bei diesem Beruf gegebenen Verhältnisses zum Tier - zum Ausdruck bringen, doch in einem auch durch die Interviews abgedeckten historischen Bezug erweitert sie das Thema zu einem historischen Kulturvergleich. Dieser interkulturelle Vergleich steht gegenüber der lokalhistorischen Darstellung im Vordergrund. Der Vergleich der Wanderschafhaltung am heutigen Lebensort der Schülerin (Westfalen) und ihrem Herkunftsland (Portugal) wird an zwei zentralen Personen festgemacht und fördert als Ergebnis des interkulturellen Vergleichs eine Phasenverschiebung der Entwicklung hervor. Nach der Einleitung wird ein Vergleich der Bedingungen der Weidehaltung unternommen - Herdengröße, Schafrassen, Weideplätze, Futterangebote, Vermarktung, aber auch die Hüte- bzw. Hirtenhunde werden vorgestellt - und dann in einem ersten Teil eine ehemalige Schäferin aus Westfalen vorgestellt. Im zweiten Teil wird der Schäfer im portugiesischen Alentejo vorgestellt. In dessen Weidegebieten begann die Industrialisierung der Landwirtschaft erst in den späten 70er Jahren. Der biografische Bezug erlaubt den Vergleich und die Parallelbetrachtung höchst unterschiedlicher Landschaften, in denen die Wanderschafhaltung einmal kultur-historisches Relikt (Westfalen), einmal die dominierende landwirtschaftliche Nutzungsform ist (Südportugal). Durch den Vergleich der Schafhaltung in einem ökonomisch rückständigen EU-Randgebiet mit der früher in Westfalen weitaus bedeutenderen Weidehaltung kann aber die Darstellung des historischen Wandels des Mensch-Tier-Verhältnisses in einer Region nicht befördert werden, gleichwohl die historisch-kulturelle Phasenverschiebung ungemein interessant ist. Die Sch. vertritt dabei die These, dass die Weidehaltung in Portugal gleiche ökonomische Entwicklungsschritte vollziehen wird, wie sie sich in Westfalen in den vergangenen 30 Jahren vollzogen haben. Das intensive Schäfer-Schaf- bzw. Mensch-Umwelt-Verhältnis wird durch die Auswahl der Interviewpassagen herausgearbeitet. Die Arbeit informiert ausführlich und detailliert über zwei Facetten einer landwirtschaftlichen Nutzungsform mit intensivem Mensch-Tier-Bezug und liefert einen gedankenreichen, durch den kritischen und bisweilen ironischen Unterton erfrischenden interkulturellen Vergleich. Die aussagekräftige Bebilderung schwankt dabei zwischen Illustration und textbezogener Erläuterung. Der umfangreiche Anhang enthält Transkripte der Zeitzeug*inneninterviews und Presseartikel.",4 SAB 285,1,200 S.,1950,2001,192,11,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Natali B.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 130,„Der Wolf und die sieben Geißlein“. Rettung über See,"Die Verf. beschäftigt sich mit der Geschichte ihres Großvaters, der als 22-jähriger U-Boot-Kommandant im März 1945 40 Flüchtlingen aus Ostpreußen das Leben rettete, indem er sie an Bord nahm und von Hela nach Warnemünde brachte. Der Verf. geht es zum einen darum, die persönlichen Hintergründe des Geschehens zu erhellen, und zum anderen, den historischen Kontext von Flucht am Ende des Zweiten Weltkriegs zu vermitteln. Die Grundlage des Beitrags bilden ausführliche Gespräche mit dem Zeitzeugen sowie einige Informationen und Briefe der geretteten Flüchtlinge. Nach einer kurzen Darstellung der Biografie ihres Großvaters schildert die Verf. zunächst die historischen Zusammenhänge und Hintergründe der Rettungsaktion, indem sie auf die Geschichte Ostpreußens, die Gründe für die Flucht aus Ostpreußen am Ende des Zweiten Weltkriegs und die U-Boot-Flotte der deutschen Kriegsmarine eingeht. Anschließend stellt die Verf. die Interviews und Briefe der Zeitzeugen dar. Sehr anschaulich wird dabei vor allem der Fluchtweg aus verschiedenen Perspektiven beschrieben. Unter den 40 Flüchtlingen befanden sich sieben Kinder, die während der Tauchfahrt von der U-Boot-Mannschaft mit dem Erzählen von Märchen abgelenkt wurden. Der Verf. gelingt es in ihrem Beitrag, die historischen Zusammenhänge mit der subjektiven Seite zu kontrastieren.",4 SAB 402,1,85 S.,1922,2003,30,12,"Novelle, Textbeitrag","Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Hel, Ostpreußen, Warnemünde", Charlotte S.,Marienschule 139,„Ein Haus voller Erinnerungen“,"Die Schülerinnen rekonstruieren das Leben von Maria Voß, die mit 13 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg von Wachtel-Kunzendorf (Oberschlesien, heute Polen) nach Münster flüchtete. Die Verfasserinnen gestalten eine Art kleines Haus, ein von ihnen so genanntes „Flüchtlingshaus“, das die Situation von Flüchtlingen in ihrem Aufnahmeland veranschaulicht und gleichzeitig als Symbol für eine neue Heimat stehen soll. Die Arbeit basiert auf einem Zeitzeugeninterview mit Maria Voß.",4 SAB 377,0,37 S.,1932,2003,279,12,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Trzebina, Carina K.,Marienschule 141,„Ein schöner und gleichzeitig ganz fürchterlicher Traum“. Die Vertreibung von Oma Ingeborg von Drossen nach Münster,"Die Verf. behandeln die Vertreibung der Großmutter einer der Verf. 1945 aus Ostbrandenburg und die Ankunft und das Einleben in Münster. Die Grundlage des Beitrags bildet ein Gespräch mit der Zeitzeugin. Die Verf. beschreiben im ersten Teil die alte Heimat der Großmutter, Drossen in Ostbrandenburg, und gehen dabei vor allem auf die Zeit vor Beginn des Krieges ein. Im zweiten Teil des Beitrags schildern die Verf. in enger Anlehnung an die Aussagen der damals 16-jährigen Zeitzeugin den Verlauf der Vertreibung. Vor dem Hintergrund einiger Informationen zum historischen Kontext zeichnen sie den Migrationsweg von Drossen nach Münster nach und dokumentieren die einzelnen Stationen des Weges. Der dritte Teil thematisiert dann die Ankunft in der neuen Heimat. Die Verf. schildern das Leben und Arbeiten der Zeitzeugin auf einem Bauernhof bei Münster bis zur Heirat 1948/50. Dabei interessieren sie sich vor allem für das Verhältnis von Flüchtlingen und Vertriebenen zur einheimischen Bevölkerung. Schließlich fragen die Verf. die Zeitzeugin nach ihrem Verhältnis zur alten Heimat heute und nach ihrem Umgang mit dem Erlebten.",4 SAB 401,0,40 S.,1928,2003,260,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews", Ośno Lubuskie," Antonia M., Nicola R.",Marienschule 164,„Ich dachte ganz Europa spricht Englisch…“ Menschen wandern aus – warum?. Jugendliche Migranten auf den Spuren ihrer Auswanderungsgeschichte,"Die Achtklässler sind Schüler einer Vorbereitungsklasse, die zugezogenen ausländischen Schülern und Schülerinnen zu Beginn ihrer Zeit im neuen Land auf den zukünftigen Besuch einer Regelschule vorbereitet. Die Verfasser thematisieren in ihrer Arbeit die unterschiedlichen Migrationserfahrungen ihrer eigenen Familien und dokumentieren diese über drei Generationen. Zu Beginn der Arbeit erstellten die Schüler eine selbst gezeichnete Weltkarte, auf der die Herkunftsländer und Migrationswege der Familien eingezeichnet sind. Die Familien stammen beispielsweise aus dem Balkangebiet, Vorderasien, Afrika oder Amerika. Zusätzlich gestalteten die Schüler im Rahmen eines Theaterprojekts auch ein eigenes Stück, das im Dezember 2002 im Theaterpädagogischen Zentrum Münster aufgeführt wurde. Die Arbeit basiert auf zahlreichen Zeitzeug*inneninterviews und eigenen Erfahrungen der beteiligten Schüler, sodass eine vielschichtige und authentische Arbeit über zum Teil sehr unterschiedliche und aufschlussreiche Migrationsgeschichten entstanden ist.",4 SAB 395,0,97 S.,1950,2003,317,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Afrika, Amerika, Balkangebiet, Vorderasien"," Ardiana A., Rosa A., Seljan A.",Geistschule 168,"„Ich stand da mit allen Papieren, aber sie wollten mich einfach nicht raus lassen.“ Die Geschichte einer Familie, die aus politischen wie auch persönlichen Gründen immer wieder ihren Wohnort verlassen hat und lange für ein Zusammenleben kämpfen musste","Die Schülerinnen nähern sich dem Thema Migration anhand der wechselvollen Geschichte der Familie Pejic, die über mehrere Generationen hinweg in Russland, dem ehemaligen Jugoslawien, Polen und Deutschland lebte und arbeitete. Neben detaillierten historischen Informationen über Russland, Gebiete des ehemaligen Jugoslawien und Polen rekonstruieren die Verfasserinnen das Leben von Danuta und Milan Pejic. Das Paar musste aufgrund der politischen Umstände lange Zeit getrennt leben und konnte sich erst Ende der 1990er Jahre als Familie niederlassen. Sie leben heute in Münster. Die Arbeit basiert auf Erfahrungsberichten von Danuta und Milan Pejic sowie weiteren Zeitzeugen.",4 SAB 358,0,55 S.,1939,2003,278,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Jugoslawien, Polen, Russland"," Corinna F., Mariette M.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 170,"„Ich war mir bewusst: wenn ich deutschen Boden betrete, betrete ich einen riesigen jüdischen Friedhof“","Die Verf. befasst sich mit der Geschichte der Juden in Deutschland und in Münster anhand von einigen Einzelschicksalen. Sie schildert verschiedene durch die NS-Verfolgung bedingte (Leidens-)Wege von jüdischen Bürgern aus Münster heraus in verschiedene Lager im Osten, nach Palästina und in die Illegalität, die nach Münster bzw. in die Bundesrepublik zurückführten. Die Grundlage des Beitrags bilden ausführliche Gespräche mit den Zeitzeugen sowie eine ausführliche Archiv- und Literaturrecherche. Die Verf. stellt zunächst den historischen Kontext dar und behandelt die jüdische Geschichte in Deutschland von den Anfängen bis in die Nachkriegszeit. Dabei bildet die zunehmende Diskriminierung und Verfolgung durch die Nationalsozialisten und das Verhältnis der Mehrheitsbevölkerung gegenüber der jüdischen Minderheit in Münster als Voraussetzung für die Migrationserfahrungen ihrer Zeitzeugen einen besonderen Schwerpunkt. Vor diesem Hintergrund beschreibt die Verf. anschaulich und ausführlich die ganz unterschiedlichen Migrationserfahrungen ihrer Protagonisten (Leben in einem fremden Land, Leben im Versteck, Leben im KZ) sowie die Motivation für die Rückkehr und den Verlauf und das Erleben der Remigration. Eine ausführliche Dokumentation der geführten Interviews ist der Arbeit im 118 Seiten starken Anhang beigefügt.",4 SAB 399,1,269 S.,300,2003,118,12,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Palästina, Charlotte P.,Schillergymnasium 188,„Man kann so alt werden wie man will und trotzdem fühl’ ich mich immer noch dahinten daheim!“ Der Lebensweg meiner Großeltern,"Die Schülerin rekonstruiert die Fluchtgeschichte ihrer Großeltern Margarete und Josef Nowak. Beide flüchteten aus Schlesien/Grafenort nach dem Zweiten Weltkrieg ins Münsterland und lernten sich in Billerbeck kennen. In ihrer Arbeit vergleicht die Schülerin die Fluchterfahrungen ihrer Großmutter und ihres Großvaters und versucht, deren gemeinsame Geschichte detailliert darzustellen. Die Arbeit basiert auf Interviews mit ihren Großeltern und Bewohnern von Billerbeck.",4 SAB 352,1,38 S.,1928,2003,228,12,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Billerbeck, Schlesien", Farina F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 189,„Mandelaugen unter weißen Häubchen“. Philippinische Hebammen in der Psychiatrie in Münster,"Die Schülerin thematisiert die Anwerbung philippinischer Pflegekräfte für den psychiatrischen Bereich ab den 1950er Jahren in Deutschland. Neben einem historischen Überblick, in dem die Schülerin skizziert, wie sich die Situation angeworbener Arbeitsnehmer in Deutschland gestaltete und welche Folgen die Ausländerbeschäftigung hatte, geht sie gezielt auf die damalige Lage der Krankenversorgung und speziell auf den Pflegenotstand in der Psychiatrie Marienthal in Münster ein. Anhand der Lebensgeschichte von Emma Nuas, die 1970 gemeinsam mit anderen Pflegekräften ihre Heimat in den Philippinen verließ, geht die Verfasserin den Fragen nach, wie sich die Arbeits- und Lebensbedingungen von Emma Nuas veränderten, wie ihr Verhältnis zu ihrer alten Heimat ist und welche Rolle ihr Arbeitgeber, der Landschaftsverband, bei der Integration in Münster spielte.",4 SAB 394,1,70 S.,1950,2003,216,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Philippinen, Westfälische Provinzial- und Pflegeanstalt (LWL), Münster-Marienthal", Lena Sophie K.,Marienschule 194,"„Oh hehres Wien, o Christenheit, Noch heut lägst du in Banden, wenn nicht westfälische Bäckersleut auf ihrem Posten standen.“ Migration in der Sage","Die Verf. beschäftigen sich mit der Traditions- und Brauchtumsgeschichte des so genannten „Guten Montags“. Der „Gute Montag“ ist ein Fest der Münsteraner Bäcker und Konditoren, das diese seit 300 Jahren alle drei Jahre begehen, weil nach einer Sage ein Bäckergeselle aus Münster im Jahr 1683 in Wien wesentlich zur Abwehr der türkischen Truppen des Kara Mustapha beitragen konnte. Vor allem auf der Basis der Überlieferungen der Sage und von Quellenmaterial aus dem Stadtarchiv Münster gehen die Verf. der Frage nach, inwieweit die Sage den historischen Tatsachen entspricht. Sie klären in einem ersten Schritt den historischen Kontext und erläutern, wer mit dem in der Sage benutzten Sammelbegriff „die Türken“ gemeint ist, wie das Verhältnis der Muslime zu den christlichen Europäern am Ende des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit war, und schließlich, welche Rolle Münster in diesem Konflikt spielte. In einem zweiten Schritt arbeiten die Verf. heraus, wie die traditionellen Touren der Handwerksgesellen aussahen und unter welchen Bedingungen sie stattfanden. Sie können dabei nachweisen, dass Wanderungen die Münsteraner Bäckergesellen durchaus durch die Stadt Wien führten. Der Überlieferung der Sage gehen die Verf. in einem dritten Schritt nach. Neben der Klärung der Entstehungszeit vergleichen die Verf. die verschiedenen Überlieferungen, um dem historischen Kern ein Stück näher zu kommen. Abschließend stellen die Verf. das Fest der Münsteraner Bäcker und Konditoren vor, wie es heute noch existiert. Sie versuchen dabei, die verschiedenen Entstehungserklärungen des Ablaufs sowie die Abläufe und Motivationen der Guten-Montags-Festlichkeiten im Wandel der Zeit nachzuvollziehen.",4 SAB 404,0,93 S.,1683,2003,170,12,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel",Wien," Greta P., Verena H.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 198,„Primaner Fred wurde Ami“. Die Geschichte des jungen Auswanderers Frederik Deckwitz,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit der Geschichte der Familie Deckwitz. Die Familie besaß in den 1920er Jahren eine bedeutende Fleischerei im Münsterland und unterhielt bis zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten internationale Handelsbeziehungen bis nach Amerika. Im Zentrum der Arbeit steht die Lebensgeschichte von Frederick Deckwitz, der 1947 nach Amerika auswanderte. Die Arbeit wird ergänzt durch Zeitzeug*inneninterviews mit Familienmitgliedern.",4 SAB 405,0,27 S.,1890,2003,169,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Amerika," Clara-Maria A., Dorit E.",Gymnasium Paulinum 199,"„Reise ins Paradies“. Das Schicksal von Anna, Veronica, Olga und Tatjana aus Russland","Die Schülerinnen rekonstruieren die Lebensgeschichte von vier Russinnen mit deutschen Vorfahren, die alle in der Hoffnung auf Arbeit und ein besseres Leben in den 1990er Jahren von Russland nach Deutschland kamen und heute in Rheine in Nordrhein-Westfalen leben. Die Verfasserinnen setzen sich in ihrer Arbeit auch kritisch mit dem Begriff „Russlanddeutsche“ auseinander. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit den vier Frauen und ihren Eltern.",4 SAB 361,0,38 S.,1991,2003,228,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Rheine, Russland"," Alina G., Dorothee R.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 206,„Verlust! Gewinn?“,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Lebensgeschichte von Ramin Keza (in diesem Fall wurde aus Personenschutzgründen ein Deckname gewählt). Ramin Keza studierte in den 1980er Jahren in Isfahan im Iran und war dort an studentischen Protesten gegen Chomeini beteiligt. Aufgrund der gefährlichen und für Keza unerträglichen politischen Lage nach dem Sturz des Schahs floh er aus dem Iran. In der Arbeit beschreiben die Verfasserinnen die unterschiedlichen Stationen der Flucht von Ramin Keza und ergänzen entsprechende historisch-politische Hintergrundinformationen. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit Ramin Keza und Professor Pahlavan, der in den 1990er Jahren an unterschiedlichen Universitäten in Teheran unterrichtete.",4 SAB 410,0,20 S.,1980,2003,30,12,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Iran," Daniela A., Hannah K., Magdalena S.",Marienschule 223,„Wir wurden behandelt wie Gegenstände“. Ein ganzes Dorf auf Heimatsuche,"Die Schülerinnen thematisieren die Vertreibung der Bewohner des Ortes Mühlsdorf nach dem Zweiten Weltkrieg. Zwischen 1945/1946 wurde nahezu das gesamte Dorf von Schlesien nach Westfalen gebracht und schließlich auf Bauernhöfe in Nottuln im Münsterland untergebracht. Neben der Geschichte der Dorfbewohner gehen die Verfasserinnen ausführlich auf die Herrschaft der Nationalsozialisten und das Kriegsende ein. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit Personen, die die Vertreibung aus den ehemaligen Ostgebieten als junge Menschen erlebten. Einige Zeitzeugen reisten 2002 in ihre ehemalige Heimat und stellten den Verfasserinnen zusätzliche Informationen über diese Reise zur Verfügung.",4 SAB 375,0,62 S.,1933,2003,263,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Mühlsdorf, Nottuln, Schlesien"," Christina E., Sarah K.",Marienschule 237,"Aber du bist doch in Russland geboren!?! Und wenn ein Kalb im Schweinestall geboren wurde, ist es dann ein Rind oder ein Schwein?!?","Die Schülerin beschäftigt sich ausführlich mit ihrer eigenen Familiengeschichte, die seit dem 18. Jahrhundert zwischen Russland und Deutschland „wandert“. Die Verfasserin geht in ihrer Arbeit der Frage nach, wie ihre Vorfahren den Ersten und Zweiten Weltkrieg erlebten, wie und wann die Familie wieder zurück nach Deutschland kam und wie es russischen Spätaussiedlern heute in Deutschland geht. Die Arbeit basiert auf zahlreichen Zeitzeug*inneninterviews mit Familienangehörigen verschiedener Generationen.",4 SAB 384,1,58 S.,1700,2003,170,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Russland, Christine R.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 258,Alte-Neue Heimat. Ein Spiel von Lea-Kristina Pinn & Janine Jostmeier,"Die Schülerinnen erforschen die Geschichte von Irmgard Wilan-Hysanai, die in den 1960er Jahren von Polen nach Deutschland kam und bis heute in Münster lebt. Die Verfasserinnen gestalteten auf Grundlage der Erfahrungen und Erlebnisse von Frau Wilan-Hysanai in Deutschland ein Spiel. Das Spiel integriert wichtige Stationen im Leben der Zeitzeugin.",4 SAB 417,0,7 S.,1965,2003,260,12,"Spiel, Textbeitrag",Zeitzeug*inneninterviews,Polen," Janine J., Lea-Kristina P.",Marienschule 268,Angekommen oder nur auf Durchreise?,"Die Schülerin rekonstruiert ihre eigene Familiengeschichte, insbesondere die Entscheidung ihrer Eltern in den 1980er Jahre aufgrund der politischen Umstände den Iran zu verlassen und auszuwandern. Die Verfasserin selbst war zu diesem Zeitpunkt ca. ein Jahr alt. Deutschland war ursprünglich nur als Zwischenstation gedacht, die Familie plante von dort aus eine Ausreiseerlaubnis für die USA zu beantragen, da der Bruder der Mutter bereits dort lebte. Die Beantragung stellte sich jedoch als schwieriger und langwieriger heraus als gedacht, sodass die Familie schließlich entschied, doch in Nienberge in Münster wohnen zu bleiben. Neben der Familiengeschichte geht die Verfasserin ausführlich auf die politische und gesellschaftliche Situation im Iran nach der Revolution von 1979 ein. Grundlage für die Arbeit bilden Interviews mit ihrer Mutter Susan Haschemi und Ute Baumeister, bei deren Familie die Haschemis in ihrer ersten Zeit in Deutschland gelebt hatten",4 SAB 369,1,61 S.,1979,2003,216,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Iran, USA", Golschan Ahmad H.,Marienschule 269,Angekommen?! Die Aussiedlerwohnungen am Meckmannweg,"Die Schüler beschäftigen sich mit der Situation der Aussiedler und Spätaussiedler, die größtenteils seit den 1950er Jahren nach Deutschland kamen und in Münster Mecklenbeck in so genannten Aussiedlerwohnungen und/oder Baracken untergebracht wurden. Die Verfasserinnen rekonstruieren in ihrer Arbeit die Entstehungsgeschichte dieser Aussiedlerwohnungen und Baracken, führten eine Umfrage zum Thema Aussiedlerwohnungen und gehen auf mögliche auch heute noch auftauchende Integrationsprobleme ein. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit ehemaligen Aussiedlern.",4 SAB 379,0,51 S.,1950,2003,260,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Mecklenbeck, Meckmannweg"," Bettina S., Elisabeth K., Marie F.",Marienschule 294,Auf der Suche nach dem besseren Leben: Der Weg der Familie Kühne von Deutschland nach Russland und zurück,"Die Schüler rekonstruieren die Geschichte der Familie Kühne, deren deutsche Vorfahren im 18. Jahrhundert nach Russland auswanderten. Der Großteil der Familie Kühne reiste in den 1990er Jahren im Rahmen eines Aussiedlerprogramms wieder nach Deutschland ein und lebt heute in Münster. Die Arbeit basiert auf Zeitzeugenberichten von Familienangehörigen.",4 SAB 359,0,11 S.,1700,2003,229,12,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Russland," Alexander K., Dominic G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 307,Aus der Stippvisite wurde lebenslänglich. Die Geschichte der Familie Pasquariello,"Die Schüler thematisieren in ihrer Arbeit einleitend die Situation von italienischen Migranten in Deutschland, die seit den 1960er Jahren nach Münster kamen. Im Hauptteil ihrer Arbeit rekonstruieren die Verfasser die Entstehungsgeschichte der ältesten Pizzeria in Münster, der „Pizzeria Italia“ im Kreuzviertel. Die Pizzeria wurde 1973 von Giuseppe Pasquariello gegründet und befindet sich bis heute im Familienbesitz. Das Ehepaar Judith und Giosino Pasquariello leitet heute die Pizzeria. Grundlage für die Arbeit sind zahlreiche Interviews mit den Mitgliedern der Familie und Stammkunden der Pizzeria. Die Arbeit wird ergänzt durch private Fotografien und eine Sammlung von Zeitungsartikeln aus der Münsterschen Lokalpresse.",4 SAB 370,0,39 S.,1973,2003,118,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel","Italien, Kreuzviertel, Münster"," Lea V., Leonie D.",Schillergymnasium 397,"Das Leben in den Nachtjackenvierteln. Die Zuwanderung polnischer Arbeiter um 1900 und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ins Ruhrgebiet, insbesondere in den Kreis Recklinghausen","Die Verfasser behandeln die Zuwanderung von Polen ins Ruhrgebiet zu unterschiedlichen Zeiten. Sie interessieren sich dabei vor allem für die Ursachen der Auswanderung und den Prozess der Integration in der neuen Heimat. Grundlage des Beitrags bilden eine Recherche in den regionalen Archiven sowie einige Gespräche mit Zeitzeugen. Nach einer Klärung der territorialen und nationalen Geschichte der Polen beschäftigen sich die Verfasser zunächst mit der ersten Einwanderungswelle um 1900. Sie benennen die Gründe und die Umstände der Migration und stellen aus unterschiedlichen Blickwinkeln (Migranten, Staat, Einheimische) den schwierigen Prozess der Integration dar. Dabei heben sie besonders die Widerstände des preußischen Staates hervor. Darüber hinaus gehen sie ausführlich auf das Vereinswesen der Polen ein und arbeiten deren Bedeutung für den Integrationsprozess heraus. Im zweiten Teil des Beitrags, der im Wesentlichen auf Zeitzeug*inneninterviews basiert, die dokumentiert und ausgewertet werden, gehen die Verf. der Frage nach, wie und warum in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Migration aus Polen ins Ruhrgebiet stattgefunden hat.",4 SAB 345,0,51 S.,1900,2003,8,12,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Polen, Preußen"," Catharina G., Kathrin F., Lukas G.","Ernst-Immel-Realschule, Marl" 415,Das Spiel „Wer wird Gastarbeiterkönig?“,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte von Sheyma Özedemirs Großeltern, die aus Yozgat in der Türkei nach Deutschland kamen. In Form eines selbst gestalteten Spiels verarbeiten die Verfasserinnen die Informationen des Großvaters und lassen auch die Diskussion um eine Bahnunterführung in ihrem Heimatort Münster Mecklenbeck mit einfließen.",4 SAB 416,0,10 S.,1960,2003,55,12,"Spiel, Textbeitrag",Zeitzeug*inneninterviews,"Mecklenbeck, Yozgat"," Hanna B., Sheyma Ö.",Marienschule 433,Den Wohnort wechseln – den Glauben behalten. Die Zuwanderung und religiöse Beheimatung von Protestanten in Münster,"Die Verf. untersucht im historischen Vergleich der nachnapoleonischen Zeit nach 1802 und der Zeit nach 1945 die Zuwanderung von Protestanten im katholischen Münster. Sie fragt nach den Ursachen für die Zuwanderung, den Möglichkeiten und Grenzen der Integration in der neuen Heimat, den Befindlichkeiten der Zugewanderten und der Einheimischen sowie der Rolle der Kirche in diesem Prozess. Die Materialgrundlage besteht aus vielfältigen archivarischen Quellen und wird für den zweiten Teil des Beitrags durch mehrere Interviews mit Zeitzeugen ergänzt. Im ersten Teil des Beitrags behandelt die Verf. die Zuwanderung und Beheimatung protestantischer Migranten in Münster nach 1802. Münster gelangte damals unter preußische Herrschaft, und deshalb konnte sich zum ersten Mal seit 1553 wieder eine protestantische Gemeinde in der Stadt bilden. Die Verf. veranschaulicht, inwiefern die zugezogenen Protestanten in das Leben in Münster integriert wurden, welche Schwierigkeiten es mit den Münsteranern gab und welche Rolle die evangelische Kirche für die Migranten spielte. Im zweiten Teil des Beitrags wird die Zeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs beschrieben, als viele protestantische Flüchtlinge und Vertriebene im Münsterland und speziell in Münster eine neue Heimat suchten. Auch hier geht es vor allem um die Integration von Protestanten in einem katholischen Umfeld, die Beheimatung im kirchlichen Leben und in neuen Gottesdiensträumen und um die Hemmnisse und Schwierigkeiten in einem teils noch traditionsbestimmten und teils schon offenen Lebensumfeld. Die sozialhistorische Perspektive wird dabei kombiniert mit der Beleuchtung von Einzelschicksalen, bei denen vor allem die Vorbehalte der einheimischen katholischen Bevölkerung gegenüber den neu hinzugezogenen Gruppen zum Ausdruck kommt. Aus der historischen Arbeit entwickelt die Verf. abschließend als Perspektive für die Zukunft die Entwicklung ökumenischer Arbeit.",4 SAB 398,1,129 S.,1800,2003,334,12,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Theresa L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 446,"Der Apostolische Visitator – Ein „Besucher“, nur zu Besuch?","Die Schülerinnen beschäftigen sich mit der Apostolischen Visitatur nach dem Zweiten Weltkrieg. Die so genannten Apostolischen Visitatoren waren in der Nachkriegszeit von der Kirche eingesetzte Seelsorger und Vermittler für die vertriebenen und geflohenen Schlesier. In ihrer Arbeit setzen sich die Verfasserinnen damit auseinander, ob die Integrationshilfe der Visitatur gelungen ist und ob sich mit ihrer Hilfe Priester und Gläubige in ihrer neuen Heimat willkommen fühlen konnten. Weiterhin gehen die Verfasserinnen der Frage nach, wer die Hilfe der Visitatoren annahm, und hinterfragen kritisch, welche Bedeutung die Visitatur heute noch hat. Grundlage für die Arbeit bildet u.a. ein Interview mit dem Prälat Winfried König, Apostolischer Visitator der Schlesier in Münster.",4 SAB 366,0,114 S.,1945,2002,30,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Ann-Christin B., Beate W.",Marienschule 447,Der Aschenputtel,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit der Anwerbung von sogenannten „Gastarbeitern“ aus Südosteuropa und der Türkei seit den 1960er Jahren. Hierbei rekonstruieren sie die Familiengeschichte der de Sousa Figueiras, die Mitte der 1960er Jahre von Portugal nach Münster kamen.",4 SAB 381,0,25 S.,1965,2003,30,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Christin d., Lisa A.",Marienschule 471,Der erste vietnamesische Fahrradmeister in Münster,"Die Schüler rekonstruieren das Leben von Herrn Bui, der Ende der 1960er Jahre aus Vietnam nach Deutschland flüchtete. Er lebt heute in Münster und gründete gemeinsam mit seiner Frau in den 1980er Jahren eine eigene Fahrradwerkstatt. Die Arbeit basiert auf einem Zeitzeugeninterview mit Herrn Bui, das der Arbeit in digitalisierter Form beigefügt ist.",4 SAB 414,0,4 S.,1968,2003,169,12,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Vietnam," Frederik N., Philipp W.",Gymnasium Paulinum 509,Der schwere Weg von Deutschland nach Deutschland. Hella Callams Reise von Dresden nach Münster,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte von Hella Callam, die als junge Frau von Dresden nach Münster flüchtete. In Form eines aufwendig gestalteten Hörfunkbeitrags, der im Magazin des Stadtarchivs Münster lagert, schildern die Verfasserinnen ausführlich und detailliert in 38 Kurzbeiträgen die Umstände der Flucht von Hella Callam und Stationen ihres weiteren Lebens. Neben den biographischen Auskünften lassen die Verfasserinnen an geeigneten Stellen Informationen über die politische Situation in West- und Ostdeutschland bis zur Wiedervereinigung einfließen.",4 SAB 372,0,25 S.,1950,1992,346,12,"Audiobeitrag, Textbeitrag","Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Dresden, Ostdeutschland"," Carla W., Katharina W.",Marienschule 526,Der Vogel sucht Zuflucht beim friedlichen Baum. Ostasiaten in Münster,"Die Schüler thematisieren die Migration von Ostasiaten nach Münster im Zuge der Ausbreitung des Kommunismus durch Mao Tse-tung. Die Verfasser gehen hierbei den Fragen nach, auf welchem Wege die Menschen aus China, Kambodscha und Vietnam in den Westen kamen, wie die Behören und die Bevölkerung die Flüchtlinge aufnahmen und auf welche Schwierigkeiten aber auch Chancen die Migranten in Münster trafen. In diesem Kontext gehen die Schüler auch auf die Gründungsgeschichten der vielen asiatischen Restaurants in Münster ein. Die Arbeit basiert auf zahlreichen Zeitzeug*inneninterviews.",4 SAB 385,0,44 S.,1893,2003,70,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","China, Kiepenkerlviertel, Münster, Vietnam"," Philipp L., Philipp S.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 545,Die 20-jährige Suche nach dem Glück,"Die Schülerinnen thematisieren die Flucht vieler Deutscher aus den ehemaligen Ostgebieten nach Westdeutschland anhand des Schicksals der Familie Seifert, die 1945 über Schlesien und Berlin nach Münster kam. Die Verfasserinnen gestalten auf der Grundlage eines ausführlichen Interviews mit Frau Seifert eine Art Hörbuch, das die verschiedenen Stationen der Flucht und des Lebens danach anschaulich darstellt. Im Archiv liegt jedoch nur der Textbeitrag vor, der Grundlage der Kassette ist.",4 SAB 380,0,27 S.,1945,2003,260,12,"Audiobeitrag, Textbeitrag","Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Berlin, Schlesien"," Helen D., Lisa S.",Marienschule 575,Die Einsiedlung der Russlanddeutschen,"Die Schülerin beschäftigt sich mit der Geschichte der Familie Klein, die in den 1990er Jahren von Sibirien nach Deutschland übersiedelte und heute in Münster lebt. Neben der Familiengeschichte behandelt die Verfasserin auch die wirtschaftlichen, politischen oder religiösen Auswanderungsgründe in Deutschland und Russland seit dem 18. Jahrhundert. Die Arbeit basiert auf Erzählungen verschiedener Mitglieder der Familie Klein.",4 SAB 415,1,17 S.,1763,2003,146,12,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Russland, Andrea B.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 605,Die Geschichte der Überlebenden des Holocaust in Münster,"Die Schüler rekonstruieren das Leben von drei Holocaust-Überlebenden aus Münster. Neben ausführlichen Informationen zu den Persönlichkeiten Hugo Spiegel, Ernst Rappoport und Marga Spiegel beleuchten die Verfasser den Alltag der Überlebenden nach dem Holocaust und thematisieren hierbei insbesondere die Probleme und Ziele der jüdischen Gemeinde im Münster der Nachkriegszeit.",4 SAB 356,0,27 S.,1939,2003,278,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Benjamin F., Christoph K., Philipp R.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 615,Die große Reise. Von Ratibor/Schlesien nach Münster/Westfalen,"Für ihren Beitrag hat die Verf. das Tagebuch ihres Urgroßvaters, der mit seiner Familie – darunter auch die Großmutter der Verf. – 1945 aus Ratibor/Schlesien über Österreich nach Münster flüchtete, zum Anlass für eine historische Spurensuche genommen. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist ein engagierter und reflektierter Forschungsbericht, in dem sie die Flucht des Urgroßvaters und seiner Familie nicht nur rekonstruiert und in den Gesamtzusammenhang von Flucht und Vertreibung einordnet, sondern kommentiert und zum Anlass nimmt, aktuelle Fragen aufzuwerfen und Maßstäbe für die eigene Lebenspraxis zu entwerfen. Die Verf. greift dabei vielfältige Aspekte von Flucht und Wanderung, von Ankunft und Integration auf. Zitate aus dem Tagebuch leiten die einzelnen Kapitel anschaulich ein: „Weiß man, ob wir uns jemals wiedersehen?“, „Wohin werden wir kommen? Zu Polen? Zur Tschechei?“, „Wir sollen in eine andere Stadt gehen. Aber in welche?“, „Was wird uns das neue Jahr bringen?“. Die Verf. erforscht darüber hinaus einzelne Aspekte, die sie besonders interessieren. So gibt es z. B. ein ausführliches Kapitel zu verloren gegangenen Kindern. Und sie bezieht ihre Forschungsergebnisse zur Vergangenheit in einem abschließenden Exkurs auf die Situation heutiger Flüchtlinge. Die Darstellungsweise unterstützt den spezifischen Charakter des Forschungsberichts, der nicht nur die Quellen, sondern den eigenen Erkenntnisprozess dokumentiert: Die Zitate aus dem Tagebuch des Urgroßvaters, Zitate aus dem Gespräch mit der Großmutter und eigene Gedanken, Erkenntnisse und Anfragen sind grafisch gekennzeichnet und werden zu einer Dokumentation der „großen Reise“ verknüpft. Das ausführliche Forschertagebuch ist der Arbeit separat beigefügt.",4 SAB 412,1,82 S.,1945,2003,334,12,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Racibórz, Schlesien", Friederike K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 631,Die Kinderlandverschickung – vom Ferienausflug bis zur Kriegsevakuierung,"Die Schüler thematisieren in ihrer Arbeit die Kinderlandverschickung in Münster. Hierbei legen sie den Schwerpunkt auf die Verschickung während des Zweiten Weltkrieges und thematisieren insbesondere, wie die einzelnen Schulen in Münstern die Kinderlandverschickung nach Bayern organisierten, welche Probleme es hierbei gab und wie die damaligen Kinder diese Zeit in Erinnerung behalten haben. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit ehemaligen Schülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, die sich bis heute regelmäßig jährlich treffen.",4 SAB 408,0,90 S.,1914,2003,118,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Münster"," Frederic K., Moritz G., Philipp S.",Schillergymnasium 695,Die Yeziden im Exil – Rettung oder Untergang?,"Der Schüler thematisiert in seiner Arbeit das Schicksal der yezidischen Religionsgemeinschaft, die über Jahrhunderte hinweg immer wieder vor Verfolgung und Unterdrückung fliehen musste. Die Yeziden sind Kurden und ihre ursprüngliche Heimat war Kurdistan, ein Gebiet, das heute zur Türkei, dem Iran, Irak und zu Syrien gehört. Trotz der ethnischen Zugehörigkeit zu den Kurden bilden die Yeziden aufgrund ihrer Religion eine Minderheit im überwiegend islamisch geprägten Volk der Kurden. Ein Großteil der Angehörigen dieser Religionsgemeinschaft hat in Deutschland Schutz gesucht. Neben der Geschichte der Yeziden untersucht der Verfasser in seiner Arbeit, ob sich die Freiheit und Sicherheit im Exil im Ausland langfristig positiv auf das Yezidentum als Religion auswirken und ob das Leben im Exil das Überleben dieser Religionsgruppe sicherstellen kann. Die Arbeit wird ergänzt durch ein ausführlich dokumentiertes Interview mit einer georgischen Yezidin aus Münster.",4 SAB 406,1,102 S.,-2000,2003,296,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Irak, Iran, Kurdistan, Syrien", Paul M.,Gymnasium Paulinum 727,Ein Herz in Deutschland schlägt für Mazedonien,Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Leben von mazedonischen Einwandererfamilien in Münster anhand des Beispiels der Familie Bilali. Neben der Rekonstruktion der Familiengeschichte machen die historischen und politischen Umstände des Jugoslawienkriegs und die Geschichte Mazedoniens ein Großteil der Arbeit aus. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews und einer Umfrage zum Interesse an fremden Ländern.,4 SAB 387,0,30 S.,1990,2003,201,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",Mazedonien," Monique W., Nazlije B.",Paul-Gerhardt-Realschule 739,Ein Stückchen Heimat – oder bloß Erinnerung? Spanier in Münster – Beispiel einer gelungenen Integration,"Die Schüler beschäftigen sich mit der Situation spanischer Einwanderer in Münster. Neben einem kurzen historischen Überblick gehen die Verfasser insbesondere auf die verschiedenen Sportvereine für Spanier in Münster ein, die meist Teile größerer Kulturvereine sind. Neben der Vereinsgeschichte des „Centro Español“ beschäftigen sich die Verfasser auch mit der konkreten Arbeit der Stadt Münster im Bereich Integration. Die Arbeit basiert auf Interviews mit dem Vorstand des Vereins",4 SAB 390,0,21 S.,1950,2003,7,12,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Spanien," Anna C., Dagmar F., Malte F.",Ratsgymnasium 748,Eine Liebe auf dem Weg von Schlesien in den Westen. Die Geschichte meiner Großeltern,"Die Schülerin rekonstruiert die Geschichte ihrer Großeltern Georg Paul und Hildegard Welzel, die beide im Dorf Baumgarten im Kreis Frankenstein (Schlesien) aufwuchsen. Während ihrer gemeinsamen Flucht nach dem Krieg aus Schlesien Richtung Westdeutschland lernten sie sich kennen und lieben und leben heute gemeinsam im Münsterland. Grundlage der Arbeit bilden Erzählungen von Georg Paul und Hildegard Welzel.",4 SAB 365,1,29 S.,1941,2003,30,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Baumgarten, Kreis Frankenstein, Schlesien", Laura G.,Marienschule 759,Einsatz am anderen Ende der Welt. Deutsche Missionsschwestern in Papua Neu-Guinea zur Kolonialzeit,"Der Schüler thematisiert die Geschichte des Ordens der Missionsschwestern vom heiligsten Herzen Jesu in Münster und deren langjährige Missionsarbeit in Papua-Neuguinea. Neben Informationen über die geschichtlichen Hintergründe von Papua-Neuguinea geht der Verfasser insbesondere auf die Motivation der Missionarinnen, deren erste Eindrücke Anfang des 18. Jahrhunderts auf Papua-Neuguinea, den Wandel der Missionsmethoden und die heutige Tätigkeit ein. Grundlage der Arbeit bildet ein ausführlich dokumentiertes Zeitzeugeninterview mit Schwester Bartolomäa Janssen.",4 SAB 391,1,50 S.,1700,2003,278,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Thomas W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 784,Familie Hasgül – Von Gastarbeitern zu Münsteranern,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte der Großeltern von Eda Hasgül, die 1973 von Yozgat in der Türkei nach Münster kamen. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit Familienmitgliedern, die den Verfassern zahlreiche private Fotografien zur Verfügung stellten.",4 SAB 378,0,17 S.,1973,2003,279,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Türkei, Yozgat"," Eda H., Henrike H., Ruth S.",Marienschule 795,Flucht aus Angst. Über die Migration meiner Familie im 2. Weltkrieg,"Die Verf. erzählt die Lebensgeschichte ihrer Urgroßmutter in den Jahren 1942 bis 1945, die in dieser Zeit mehrfach den Ort wechselte, um den Verfolgungen wegen ihres Status als „Halbjüdin“ zu entgehen. Als Grundlage für den Beitrag hat die Verf. mehrere ausführliche Gespräche mit ihrer Urgroßmutter und deren Sohn, dem Onkel der Verf., geführt. Die Verf. schildert zunächst den geschichtlichen Hintergrund, indem sie die Geschichte der Juden in Deutschland seit dem Mittelalter nachzeichnet. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus. In einem zweiten Teil geht die Verf. den jüdischen Spuren in ihrer Familie nach. Die Urgroßmutter hatte einen jüdischen Vater und eine nicht-jüdische Mutter. Da sie mit einem „Arier“ verheiratet war und zwei Kinder hatte, die als „Mischlinge 2. Grades“ und somit als „deutschstämmig“ galten, war sie zunächst noch nicht von Verfolgungen betroffen. Da sie diese aber immer befürchtete, entschloss sie sich Ende 1942 zur Flucht aus Münster. Die einzelnen Etappen dieser Flucht in der Zeit von 1942 bis 1945 beschreibt die Verf. im dritten Teil des Beitrags. Sie geht dabei ausführlich auf die einzelnen Stationen der Flucht (Meinzholsen im Münsterland, Dülmen, Beelen und schließlich die Rückkehr nach Münster) ein, verdeutlicht die Gründe für die einzelnen Ortswechsel und beschreibt die Umstände, die am Ende das Überleben der Urgroßmutter möglich machten. Sie stellt außerdem dar, welche Bedeutung die Ortswechsel für das Leben und die weitere Lebensplanung der Urgroßmutter hatten.",4 SAB 403,1,43 S.,750,1945,70,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Beelen, Dülmen", Vanessa B.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 851,Geht zu allen Völkern … Mission als besondere Form der Migration – dargestellt am Beispiel der Hiltruper Missionare,"Die Verf. geht in ihrem Beitrag am Beispiel der Herz-Jesu-Missionare in Münster der Frage nach, inwiefern Mission als besondere Form der Migration angesehen werden kann. Die Grundlage des Beitrags bilden ausführliche mündliche und schriftliche Zeitzeugenbefragungen und eine gründliche Literatur- und Archivrecherche. Die Verf. beginnt ihren Beitrag mit der Klärung der Begriffe Migration und Mission und ersten Überlegungen zu der Leitfrage. Danach werden vor dem Hintergrund der allgemeinen politisch-historischen Entwicklung die Geschichte und Gegenwart des Ordens der Herz-Jesu-Missionare dargestellt, besonders die der Norddeutschen Ordensprovinz, mit der die Hiltruper Missionare in enger Verbindung standen. Der Orden missionierte und missioniert in der Südsee, in China und in Peru. Diese Missionstätigkeit wird zunächst in einem Überblick dargestellt und durch Aufzeichnungen oder durch die Wiedergabe von ausführlichen Zeitzeugenbefragungen von Missionaren verschiedener Generationen veranschaulicht. In einer Zwischenbilanz fasst die Verf. die Motive der Missionare zusammen und stellt die Motivation, die Integration und die Inkulturation als bedeutende Aspekte von Mission heraus. Von den Missionsgebieten lenkt die Verf. den Blick dann wieder in die ursprüngliche Heimat der Missionare und verdeutlicht am Beispiel von acht Herz-Jesu-Missionaren aus verschiedenen Generationen und mit unterschiedlichen Einsatzfeldern, dass und auf welche Weise man auch in Deutschland missionarisch tätig sein kann. Zum Schluss kommt die Verf. auf ihre Leitfrage zurück und verdichtet ihre Erkenntnisse in einer Definition von Mission, nach der Mission u.a. eine „christlich motivierte, sozial engagierte, in Raum und Zeit bewegliche, auf Dauer angelegte, (...) optimistische, geschichtsbewusste, zukunftsorientierte, menschliche Migration im Auftrag Gottes“ ist.",4 SAB 409,1,173 S.,1882,2003,170,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Hiltrup, Theresa H.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 870,Glück im Unglück. Die Flucht meiner Großmutter: Vom Aufbruch in Gleiwitz bis zur Ankunft in Iserlohn,"Die Verf. beschäftigt sich mit dem Thema Flucht und Vertreibung am Ende des Zweiten Weltkriegs am Beispiel der Lebensgeschichte ihrer Großmutter, die 1945 mit Teilen ihrer Familie aus Gleiwitz in Oberschlesien vertrieben wurde und mehrere Jahre nach ihrem Aufbruch über viele Zwischenstationen schließlich in ihre neue Heimat Westfalen gelangte. Die materiale Grundlage des Beitrags bilden ausführliche mündliche und schriftliche Zeitzeugenberichte und -informationen sowie eine umfassende Literaturrecherche. Nach dem Erstellen einer kombinierten Zeittafel der allgemeinen politischen Ereignisse und der biografischen Daten der Protagonistin schildert die Verf. zunächst das Leben der 1927 geborenen Zeitzeugin in Gleiwitz bis zum Ausbruch der Krieges 1939 und in der Kriegszeit bis Januar 1945. Sie beschreibt anschließend ausführlich die einzelnen Phasen der Flucht: den Aufbruch aus Gleiwitz und die Ankunft im Sudetenland, die Ausweisung und den Weg nach Sachsen, die Flucht nach Berlin 1950 und schließlich den Umzug nach Westfalen. Dabei verdeutlicht die Verf. die unterschiedlichen Interessen der Urgroßmutter, die nach Schlesien zurückkehren wollte, und der Großmutter und ihren Geschwistern, die in den Westen wollten, sowie die anfängliche Orientierungslosigkeit der Familie und die Zufälligkeit der Entscheidung für die SBZ. Geschickt verbindet die Verf. den politikgeschichtlichen Hintergrund der Ereignisse, den sie grafisch absetzt, mit der biografischen Erzählung und Zitaten aus dem Bericht der Großmutter. Sie kann auf diese Weise den komplexen historischen und biografischen Prozess selbst nachvollziehen und sichtbar machen. Trotz ihrer verwandtschaftlichen Nähe zur Großmutter nimmt die Verf. dabei eine kritische Distanz zu ihrer Hauptzeugin ein: Sie gibt an mehreren Stellen von der Großmutter abweichende Perspektiven an, sie stellt heraus, worüber die Großmutter nicht reden wollte und was durch geschicktes und geduldiges Fragen doch noch herauszubekommen war. In einem abschließenden Fazit trägt die Verf. die Kennzeichen der Flucht ihrer Großmutter noch einmal zusammen (z.B. erzwungene Flucht, überstürzter Aufbruch, Ungewissheit über Verbleib Angehöriger, Heimatlosigkeit, Orientierungslosigkeit). Außerdem reflektiert sie die Bedingungen, die die Integration in der neuen Heimat erleichtert bzw. erschwert haben.",4 SAB 397,1,137 S.,1919,2003,30,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Berlin, Gliwice, Oberschlesien, Sachsen, Sudetenland", Berit Kristin G.,Marienschule 878,Grete Büscher – eine „Heimat“vertriebene?,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Lebensgeschichte von Grete Büscher, der Großmutter von Sandra Gawehn. Neben einem historischen Überblick über die Situation Schlesiens und Münsters nach dem Zweiten Weltkrieg legen die Verfasserinnen besonderen Schwerpunkt auf die Flucht von Grete Büscher von Breslau nach Münster. Die Arbeit basiert auf einem Zeitzeugeninterview mit Grete Büscher.",4 SAB 411,0,38 S.,1922,2003,260,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Schlesien, Wroclaw"," Anne R., Pia H., Sandra G.",Marienschule 888,"Hauptsache, Manfred lebt. Die Geschichte einer Flucht","Die Schülerin verarbeitet die Fluchtgeschichte ihrer Großeltern in einem 119 Seiten starken Roman, für den sie auch ein umfangreiches Begleitheft zusammengestellt hat, in dem sie Hintergründe der Geschichte erläutert und eine Vielzahl von privaten Dokumenten und Fotos präsentiert. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ihr Onkel Manfred, der am 30. Januar 1945 in Hela bei Danzig geboren wurde, nachdem seine Mutter Erika von Münster aus dorthin gereist war. Ihr Mann, ein U-Boot-Kommandant, der an der Front kämpfen musste, hatte alles für den Umzug nach Danzig vorbereitet, da er seine Familie hier in Sicherheit vor den Kriegswirren glaubte. Nach dem Vorrücken der russischen Armee Richtung Danzig musste die junge Familie erneut fliehen, jetzt wieder Richtung Westen. Trotz aller Schwierigkeiten schafften sie es mit dem Neugeborenen auf einem Flüchtlingsschiff bis nach Deutschland und schließlich nach Münster zurück. Für ihren Beitrag hat die Verfasserin intensive Gespräche mit ihren Großeltern geführt, deren Erinnerungen sie kritisch reflektiert und mit Informationen aus der Fachliteratur abgleicht sowie private Dokumente heranzieht.",4 SAB 640,1,119 S.,1943,1946,278,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Gdańsk, Hel", Kim S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 906,Helga goes to America,"Die Schülerin thematisiert die Auswanderung aus Deutschland nach Übersee zwischen 1850 und 1960, wobei der Schwerpunkt auf der Situation in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg liegt. Im Kontext der Nachkriegszeit rekonstruiert die Verfasserin die Geschichte ihrer eigenen Tante, die in den 1960er Jahren zuerst nach Kanada und dann in die USA auswanderte. Heute lebt sie in Miami, Florida. Grundlage der Arbeit bilden Interviews mit Familienmitgliedern aus Amerika.",4 SAB 371,1,25 S.,1950,2003,216,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Kanada, USA", Isabelle R.,Marienschule 944,Irgendwo in Afrika,"Die Schülerinnen nähern sich dem Thema Migration auf der Ebene der Missionsarbeit und der Entwicklungshilfe in Afrika. Hierbei beschäftigen sie sich insbesondere mit der Allianz-Mission in der Gemeinde Sévaré in Mali. Neben der Entstehungsgeschichte der Organisation und ihrer Arbeit in Mali thematisieren die Verfasserinnen insbesondere die Trägerschaft der Allianz-Mission und die konkreten Projekte, die in Mali umgesetzt werden. Hierbei greifen sie auch auf eigene Erfahrungen und Eindrücke zurück, da Sarah Schulze für zwei Wochen über Weihnachten ihren Onkel besuchte, der derzeitig als Arzt in einem der Projekte in Mali tätig ist.",4 SAB 355,0,29 S.,1889,2003,278,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Nora B., Sarah S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 965,"Jüdische Kontingentflüchtlinge in Münster. Motivation, Weg und Integration von Emigranten aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion","Die Schüler thematisieren in ihrer Arbeit Migration am Beispiel von jüdischen Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion. Hierbei beleuchten die Verfasser den Weg der Emigranten in ihre Wahlheimat Münster im Westen von Deutschland. Neben der Rolle der Jüdischen Gemeinde der Stadt Münster bei der Einwanderung werden auch die Abläufe in der Verwaltung und die kommunale Eingliederung der jüdischen Zuwanderer in den Blick genommen. Neben diesen Informationen wird die Arbeit durch zahlreiche authentische Erfahrungsberichte von Zeitzeugen ergänzt, die täglich mit der Einwanderungsthematik konfrontiert waren, sei es selbst als Einwanderer oder Beschäftigter im Verwaltungsapparat.",4 SAB 360,0,34 S.,1800,2003,278,12,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Sowjetunion," David H., Leonard K., Yvonne K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1088,"Mein „Nachbar“ – ein Ausländer. Die Integration spanischer Gastarbeiter und ihrer Kinder in Münster – am Beispiel von Francisca Peters, geb. Silva","Die Schülerin rekonstruiert das Leben von Francisca Peters, geb. Silva, die Ende der 1960er Jahre nach Hiltrup in Münster kam. Ihr Vater fand Arbeit bei der dortigen Lackfabrik BASF und sie selbst lebt bis heute in Münster. Die Verfasserinnen analysieren neben dem geschichtlichen Kontext der Anwerbung von Arbeitnehmern aus dem Ausland seit den 1960er Jahren auch die Umstände, die Menschen bewog, nach Deutschland zu kommen. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Francisca Peters.",4 SAB 374,1,30 S.,1962,2003,346,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Hiltrup, Spanien", Magdalena K.,Marienschule 1103,Migration zwischen zwei unterschiedlichen Welten,"Der Schüler thematisiert die Flucht seiner Mutter von Äthiopien nach Deutschland. Neben einem historischen Überblick über die Geschichte Äthiopiens und die damalige politische Situation konzentriert sich der Schüler in seiner Arbeit auf die Erfahrungen seiner Mutter, die Ende der 1970er Jahre von Äthiopien nach Münster flüchtete. Grundlage der Arbeit bilden Zeitzeug*inneninterviews mit der Mutter des Verfassers und weiteren Familienangehörigen. Ergänzt wird die Arbeit durch eine Umfrage in Münster zur Sichtweise auf afrikanische Flüchtlinge.",4 SAB 351,1,50 S.,1979,2003,278,12,Textbeitrag,"Internetquellen, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",Äthiopien, Sascha O.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1107,"Mit Kinder, Koffer, Kochgeschirr … auf der Suche nach einer neuen Heimat","Die Schülerinnen skizzieren die Schicksale der Familien Gröger aus Hennerwitz und die der Familie Piechella, die beide nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs aus ihrer Heimat in Schlesien vertrieben wurde. Hierbei untersuchen sie beispielsweise, mit welchen Transportmitteln die Familienmitglieder unterwegs waren, welche Route gewählt wurde, wie sich die Lebensbedingungen in der neuen Heimat gestalteten und welche Bindung die Familienmitglieder noch heute zu ihrer alten Heimat haben. Neben den Familiengeschichten gehen die Verfasserinnen auch auf den historischen Kontext ein und liefern detaillierte Hintergrundinformationen zu den Konferenzen von Teheran, Jalta und Potsdam. Die Arbeit basiert auf ausführlich dokumentierten Zeitzeug*inneninterviews.",4 SAB 386,0,104 S.,1945,2003,170,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Jędrychowice," Lisa S., Sina K., Thessa P.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1135,Nach Hiltrup – und zurück? Über Gastarbeiter und Zwangsarbeiter in Hiltrup von 1886 bis ca. 1968,"Die Schülerinnen thematisieren verschiedene Einwanderungswellen nach Hiltrup in Münster zwischen 1886 bis Ende der 1960er Jahre. Ihre Arbeit gliedert sich in drei Themenschwerpunkte auf. Im ersten Teil beschäftigen sich die Verfasserinnen mit der Geschichte des Kanalbaus in Hiltrup von 1886-1899. Das zweite Themengebiet umfasst die Verschickung vor allem russischer Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg nach Hiltrup, die größtenteils in den Glasurit-Werken eingesetzt wurden. Im dritten Teil der Arbeit rekonstruieren die Verfasserinnen die Situation der in den 1960er-Jahren ankommenden Arbeitskräfte aus Spanien und führten Zeitzeug*inneninterviews.",4 SAB 363,0,45 S.,1886,1968,192,12,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Dortmund-Ems-Kanal, Hiltrup, Russland, Spanien"," Jana S., Maren H., Sandra U.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1161,"Name: Valentina Kulschizkaja, Geburtsort: Münster/Westf. 1944. Heimat? Als „fremdvölkischer“ Zwangsarbeiter in Münster 1939-1945","Die Verf. untersucht das Schicksal von Zwangsarbeitern im nationalsozialistischen Deutschland während des Zweiten Weltkriegs und geht dabei speziell auf deren Situation in Münster ein. Die Grundlage des Beitrags bilden eine vielseitige Archiv, Behörden- und Zeitungsrecherche sowie einige Zeitzeug*inneninterviews und Experteninformationen. Im ersten Teil führt die Verf. in den historischen Kontext ein. Sie beschreibt die Hintergründe der Massendeportationen, den Weg und die Ankunft der Zwangsarbeiter in Deutschland, den Arbeitseinsatz nach Wirtschaftszweigen, die Lebensumstände in den Lagern, die Versorgung und das Verhalten der deutschen Bevölkerung gegenüber den Zwangsarbeitern. Indem die Verf. im zweiten Teil die Situation in Münster und vor allem im Lager Mecklenbeck beschreibt, stellt sie einen konkreten regionalen Bezug her. Dabei schildert sie ausführlich das Schicksal einer ukrainischen Familie, deren Tochter 1944 in Münster geboren wurde, und vergleicht dieses mit den Schicksalen weiterer Zwangsarbeiter. Auf diese Weise werden ganz unterschiedliche subjektive Sichtweisen deutlich. Die Verf. untersucht abschließend die Befreiung der Zwangsarbeiter durch die Alliierten und ihre Rückkehr in ihre Heimat, die sich oft sehr verändert hatte. Dabei stellt sie heraus, inwiefern das weitere Leben durch die Jahre in Deutschland geprägt wurde.",4 SAB 348,1,108 S.,1939,1945,31,12,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Mecklenbeck, Ukraine", Verena O.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1162,Nee verzoacha – der Neuanfang in Lette. Eine Untersuchung über die Integration evangelischer Flüchtlinge in ein katholisches Umfeld und die Erleichterung dieser Eingliederung durch Konfessionswechsel am Beispiel meiner Großmutter,"Die Verf. befasst sich mit der Vertreibung ihrer Großmutter aus Schlesien 1946 und der Neuansiedlung und Integration in Lette, einem ostwestfälischen Dorf. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die religiöse Diskriminierung der evangelischen Flüchtlinge und Vertriebenen in einem katholischen Umfeld und die Reaktion darauf. Grundlage und roter Faden des Beitrags ist die Erzählung der Großmutter, die als Kind einer evangelischen Familie in eine katholische Umgebung kam und dort den Prozess des Ankommens erlebte. Die Gliederung des Beitrags orientiert sich an der relativ wortgetreuen, abschnittsweisen Wiedergabe des Interviews mit der Großmutter, die über ihre Kindheit in Pologwitz, die Erlebnisse im Krieg, die Vertreibung, den schweren Anfang in der Fremde und die allmähliche Integration in der neuen Heimat berichtet. Dass diese erfolgreich verlaufen ist, führt die Protagonistin, die schließlich zum katholischen Glauben konvertiert ist - während deren Schwester dies trotz aller Schwierigkeiten verweigert hat -, vor allem auf ihre Anpassungsfähigkeit zurück. Den Interviewausschnitten folgen kommentierende Texte, in denen die Verf. das Einzelschicksal ihrer Großmutter in den historischen Kontext der allgemeinen Nachkriegsgeschichte einbettet. Dabei beleuchtet die Verf. das Thema aus verschiedenen Perspektiven, indem sie die unterschiedlichen Facetten der Vertreibung sowie der Aufnahme und Integration entwickelt.",4 SAB 400,1,95 S.,1929,2003,30,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Lette, Polakowice, Schlesien", Anna-Maren J.,Marienschule 1202,Plötzlich war alles anders. Flucht aus Pommern 1945 im Vergleich zur Auswanderung aus Schlesien 1989,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit ihren jeweiligen Familiengeschichten. Der erste Teil der Arbeit thematisiert die Fluchterfahrungen der Familie Stöckmann, die 1945 von Pommern nach Westdeutschland flüchtete. Im zweiten Teil wird die Geschichte der Familie Czogala rekonstruiert, die 1989 aus Schlesien auswanderte. Abschließend versuchen die Verfasserinnen, Unterschiede und Parallelen der beiden Migrationsgeschichten vergleichend gegenüberzustellen. Beide Kapitel liefern neben den individuellen Erfahrungen während und nach der Flucht historische und politische Hintergrundinformationen. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews beider Familien.",4 SAB 350,0,38 S.,1945,2003,62,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Pommern, Schlesien"," Maike S., Sonja C.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1207,Portugiesische Einwanderer in Münster,"Die Schüler rekonstruieren die Geschichte der portugiesischen Einwanderer in Münster. Hierbei skizzieren sie zunächst die Geschichte von Deutschland und Portugal ab dem 18. Jahrhundert und gehen insbesondere auf die Phase ab 1950 ein, als Deutschland aktiv Arbeitnehmer aus dem Ausland anwarb. Neben dem historischen Kontext untersuchen die Verfasser die Hintergründe und Umstände der Einwanderung von Portugal nach Münster. Sie wollen herausfinden, wie sich die portugiesischen Einwanderer in Münster einlebten und inwiefern es Schwierigkeiten oder Probleme bei der Integration gab. Die Verfasser beschäftigen sich außerdem mit dem kulturellen Leben der Portugiesen in Münster und gehen auf die Gründungsgeschichte des portugiesischen Zentrums am Buldernweg ein. Grundlage der Arbeit bilden zahlreiche, ausführlich dokumentierte Interviews mit Zeitzeugen aus Portugal.",4 SAB 396,0,126 S.,1714,2003,146,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Buldernweg," Angelika G., Christian L., Katrin D.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1239,Russisch-Deutsche Geschichte,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte der Familie Krieger, die zum Teil während des Zweiten Weltkrieges und Anfang der 1990er Jahre als Spätaussiedler von Russland nach Münster kam. Neben allgemeinen Informationen über die Gesetzeslage und die Situation der Spätaussiedler nehmen die Verfasserinnen auch Bezug auf die Regierungszeit der Zarin Katharina der Großen (1729-1762). Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit Mitgliedern verschiedener Generationen der Familie Krieger.",4 SAB 376,0,57 S.,1729,2003,216,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Russland," Stefanie P., Tatjana K.",Marienschule 1240,Russland in Deutschland?!,"Die Schülerinnen und Schüler, eine gemischte Gruppe von verschiedenen Schulen in Münster, beschäftigen sich mit der Migration von Russland nach Deutschland und legen hierbei den Schwerpunkt auf die Spätaussiedler. In ihrer Arbeit wollen sie herausfinden, welche Erfahrungen die Spätaussiedler in der Vergangenheit gemacht haben, wie sie aufgewachsen sind und welche Gründe es für sie gab, ihre russische Heimat zu verlassen. Grundlage der Arbeit bilden Befragungen in Münster, u.a. in einem russischen Supermarkt in Senden. Bei ihren Umfragen unterscheiden die Verfasser zwischen verschiedenen Generationen der Einwanderer und verdeutlichen die zum Teil sehr unterschiedlichen Einstellungen und Erfahrungen.",4 SAB 413,0,32 S.,1763,2003,116,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Umfragen, Zeitungsartikel","Russland, Senden"," Nida A., Olga B., Vera A.","Geschwister-Scholl-Gymnasium, Paul-Gerhardt-Realschule, Waldschule Kinderhaus" 1249,Schicksalhafte Jahre. Ein Stückchen Heimat herübergerettet,"Die Schülerinnen nähern sich dem Thema Migration anhand der Flucht vieler Deutscher aus den ehemaligen Ostgebieten nach dem Zweiten Weltkrieg. Neben allgemeinen Informationen zur Geschichte und Geographie des Sudetenlandes rekonstruieren sie exemplarisch die Schicksale zweier Zeitzeugen, die nach dem Krieg fliehen mussten und nach Münster kamen. Der Arbeit sind Fotografien, Ausweise und andere Dokumente aus Privatbesitz beigefügt.",4 SAB 382,0,73 S.,1921,2003,346,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Carolin R., Sabrina B.",Marienschule 1285,Spiel: Die Flucht,"Die Schülerinnen thematisieren die Fluchterfahrungen von Herrn Bobke, der nach dem Zweiten Weltkrieg von Bublitz nach Münster flüchtete. Die Verfasserinnen gestalteten auf Grundlage seiner Erfahrungen und Erlebnisse ein Spiel, das insbesondere auch über die Folgen des Zweiten Weltkriegs informieren soll.",4 SAB 418,0,8 S.,1945,2003,216,12,"Spiel, Textbeitrag",Zeitzeug*inneninterviews,Bobolice," Svenja L., Tatiana S.",Marienschule 1286,Spiel: Ein deutscher Italiener,"Die Schülerinnen rekonstruieren das Leben von Giovanni S., der in den 1960er Jahren als Kind aus Italien nach Deutschland kam. Seine Erfahrungen und Erlebnisse verarbeiten die Verfasserinnen in Form eines Spiels, das insbesondere auf die Chancen und Probleme der Integration in Deutschland einzugehen versucht. Grundlage der Arbeit bildet ein Zeitzeugeninterview mit Giovanni S.",4 SAB 419,0,12 S.,1960,2003,260,12,"Spiel, Textbeitrag",Zeitzeug*inneninterviews,Italien," Jana J., Magdalena M.",Marienschule 1287,Spiel: Una vita migliore – Ein besseres Leben,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte von Umberto und Anna Scaglione, die von Rom nach Deutschland kamen und bis heute in Münster leben. Die Erlebnisse der Scagliones bilden die Grundlage für das Gesellschaftsspiel, das die Verfasserinnen in ihrer Arbeit gestalten. Die Arbeit basiert auf einem dokumentierten Zeitzeugeninterview mit Umberto Scaglione.",4 SAB 420,0,14 S.,1970,2003,260,12,"Spiel, Textbeitrag","Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Rom," Amelie H., Aud K., Eleonora S.",Marienschule 1310,Tagebuch einer Flucht,"Der Schüler rekonstruiert die Lebensgeschichte seines Großvaters Werner Zimmer, der nach dem Zweiten Weltkrieg aus seiner Heimat in Kunzendorf, Schlesien (heute Polen) vertrieben wurde. Nach dieser Flucht lebte er zunächst in Thüringen, flüchtete aber 1961 aus der ehemaligen DDR nach Münster. Die Arbeit basiert auf Erzählungen von Werner Zimmer und wird von zahlreichen Fotografien und Dokumenten aus dessen Privatbesitz ergänzt.",4 SAB 388,1,19 S.,1929,2003,201,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","DDR, Polen, Schlesien, Thüringen", Sven T.,Paul-Gerhardt-Realschule 1311,Tatbestand: „Versuchte Nichtrückkehr in die DDR“ – zwei Beispiele für Fluchten aus dem Staat der Arbeiter und Bauern,"Die Schüler nähern sich dem Thema Migration anhand zweier Einzelschicksale. Heribert Lidzba, Lateinlehrer am Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, und Klaus Peter Bertelmann, Patenonkel von Klaus Palenberg, flüchteten beide als junge Männer in den 1960er und 1970er Jahren aus der ehemaligen DDR nach Nordrhein-Westfalen, wo beide auch heute noch leben. Die Verfasser gestalten neben einem Textbeitrag auch eine CD zu den historischen Umständen und den detaillierten Fluchterfahrungen der beiden Protagonisten, indem sie Audiodokumente, Filmausschnitte, Bilder und Textelemente kreativ miteinander verbinden.",4 SAB 357,0,112 S.,1940,2003,278,12,"Audiobeitrag, Bilder, Filmbeitrag, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Klaus P., Tim F.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1324,Traumziel: Australien. Die Emigration von Erna und Franz May,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Lebensgeschichte von Erna und Franz May, die 1954 von Deutschland nach Geelong in Australien auswanderten. Die Verfasserinnen thematisieren in ihrer Arbeit die Beweggründe der Ausreise, die Schwierigkeiten bei den Behörden, die Umstände der langen Reise und die Schwierigkeiten vor Ort. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews.",4 SAB 393,0,34 S.,1770,2003,56,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Geelong, Australien"," Amelie G., Dajana J.",Marienschule 1325,Treffpunkt Altenberge,"Die Schülerin beschäftigt sich mit der Vertreibung vieler Deutscher aus den ehemaligen Ostgebieten in Schlesien nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie rekonstruiert hierbei die Geschichte des Ehepaares Herbert und Hildegard Spanel, die als junge Menschen ihre Heimat verlassen mussten und nach Münster kamen. Die Arbeit basiert auf einem Interviews mit Ehepaar Spanel.",4 SAB 389,1,40 S.,1945,2003,216,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Altenberge, Schlesien", Georgia S.,Marienschule 1337,"Und heute, und immer, und in alle Ewigkeit. Ein Herz, das für beide schlägt","Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Thema sowjetischer Zwangsarbeiter in Münster während des Zweiten Weltkrieges. Hierbei rekonstruieren sie die Geschichte von Nina Laus, die während des Krieges nach Münster kam. Sie erhielt bereits in Luga Hilfe von einem deutschen Soldaten aus Münster, der später ihr Ehemann wurde. Nina Laus arbeitete nach dem Krieg am Wiederaufbau Münsters mit und erhielt Ende der 1950er Jahre eine Stelle am Astronomischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nebenbei arbeitete sie als Dolmetscherin. Nina Laus setzte sich intensiv für andere ehemalige Zwangsarbeiter in Deutschland ein und schickte regelmäßig Pakete nach Russland. Für ihr Engagement wurde sie am 28.07.1999 im münsterschen Rathaus mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. Die Arbeit wird ergänzt mit unveröffentlichten Fragmenten der handgeschriebenen Biographie von Nina Laus. Die Verfasser kontaktierten außerdem Bekannte und Verwandte in St. Petersburg und erhielten so weitere Informationen.",4 SAB 368,0,103 S.,1922,1999,346,12,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Russland, Sowjetunion"," Lena K., Sabrina U.",Marienschule 1359,Vergessen?! Eine Familie wird aus dem Gebiet Böhmen/Mähren – nach dem Zweiten Weltkrieg – zwangsausgesiedelt,"Die Schülerin beschäftigt sich mit der Aussiedlung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Gebiet Böhmen/Mähren. Sie geht hierbei insbesondere den Fragen nach, wie es den betroffenen Familien erging, wie der Neuanfang geschafft wurde, welche Probleme es bei der Integration gab und ob und inwiefern die Regierung zu einer besseren Integration der Sudetendeutschen beitrug. Die Arbeit basiert auf den Berichten von Annemarie Gerber und weiteren Zeitzeugen, die aus ihrer Sicht schildern, wie sie die Vertreibung und die verschiedenen Lageraufenthalte nach dem Zweiten Weltkrieg empfunden haben. Die Verfasserin versucht abschließend zu bewerten, inwiefern der Begriff der „humanen“ Vertreibung auf die Situation der Sudetendeutschen angewandt werden kann.",4 SAB 367 / 4 SAB 392 (doppelt vorhanden),1,96 S.,1945,2003,30,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Böhmen, Mähren, Sudetenland", Grit K.,Marienschule 1376,Vier Generationen auf der Suche nach Heimat. Der Weg der mennonitischen Familie Heidebrecht,"Der Schüler beschäftigt sich mit der Fluchtgeschichte der mennonitischen Familie Heidebrecht. Neben einem historischen Überblick über die Entstehungsgeschichte der Mennoniten widmet sich der Verfasser dem Schicksal der Familie Heidebrecht, die nach Ausbruch des Zwieten Weltkriegs nach Dänemark flüchteten und von dort mithilfe des MCC (Mennonite Central Comittee) nach Südamerika ausreisen konnte. Die Arbeit basiert auf den Zeitzeugenberichten eines Familienangehörigen, der selbst einige Zeit in Amerika verbrachte und heute als Lehrer am Wilhelm-Hittorf-Gymnasium arbeitet",4 SAB 347,1,18 S.,1939,2003,229,12,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Dänemark, Südamerika", Linus M.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1377,Vier Jahre in Donneck und viel mehr zu Hause,"Der Schüler rekonstruiert die Geschichte von Reinhold Cappenberg, der während des Zweiten Weltkriegs mit 17 Jahren zum Arbeitsdienst nach Polen eingezogen wurde und nach dem Ende des Krieges in russische Gefangenschaft geriet. 1949 gehörte Cappenberg zu den Spätheimkehrern und lebt bis heute in Münster. Neben dem Schicksal von Reinhold Cappenberg thematisiert der Verfasser das Ende des Ersten Weltkriegs, den Ausbruch und Verlauf des Zweiten Weltkriegs und die Situation Münsters nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit dem Ehepaar Cappenberg.",4 SAB 373,1,46 S.,1914,2003,346,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Gesa K.,Marienschule 1407,Von Andalusien nach Westfalen. Kinder spanischer Gastarbeiter in Nienberge,"Die Schülerin thematisiert in ihrer Arbeit die Zuwanderung spanischer Arbeiter nach Münster seit den 1950er Jahren. Sie geht hierbei insbesondere auf die Geschichte und heutige Situation der Kinder von spanischen Arbeitern aus Andalusien ein, die ab 1960 nach Nienberge in Münster kamen. Die Verfasserin schildert sowohl die Bereiche der Freizeitgestaltung und der Integration als auch die Rolle der Schule in Bezug auf den Förderunterricht für ausländische Kinder. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die heutige Wohnsituation, Lebensweise und die Verbindung der spanischen Familien untereinander. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage und verschiedene Zeitzeug*inneninterviews.",4 SAB 407,1,130 S.,1950,2003,118,12,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Andalusien, Nienberge, Spanien", Maike B.,Schillergymnasium 1423,Von Deutschland nach Russland und zurück: Der Weg unserer Familie und unseres Dorfes durch die Geschichte,"Die Schülerin rekonstruiert die wechselvolle Geschichte ihrer eigenen Familie, die in den 1990er Jahren von Russland nach Deutschland kam. Neben ihrer Familiengeschichte geht die Verfasserin auch auf den geschichtlichen Kontext der Beziehungen zwischen Russland und Deutschland seit dem 18. Jahrhundert ein. Die Arbeit basiert auf ausführlich dokumentierten Zeitzeug*inneninterviews mit Familienangehörigen unterschiedlicher Generationen, die auch zahlreiches Fotomaterial und verschiedenste Dokumente zur Verfügung stellten.",4 SAB 421,1,53 S.,1763,2003,31,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Russland, Olga R.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1424,Von Epe nach Cincinnati – die Auswanderung des Heinrich Blömer im Jahre 1885,"Der Schüler rekonstruiert das Leben seines Ururgroßonkels Heinrich Blömer, der 1885 aus Epe, einem Dorf im westlichen Münsterland, nach Cincinnati in Amerika floh. Dort befanden sich bereits einige seiner Familienangehörigen. Grundlage der Arbeit bilden Briefe seines Ururgroßonkels an seine Familie in Deutschland, in denen er über seine Erfahrungen ausführlich Auskunft gibt. Die Briefe sind der Arbeit in Kopie beigefügt.",4 SAB 349,1,53 S.,1885,1888,31,12,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Cincinnati, Epe", Michael F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1426,Von Polen nach Deutschland – Wunsch – Ausreise – Ankunft,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte von Barbara Bocionek und Reinhold Sladek, die Ende der 1980er Jahre als Spätaussiedler aus Konnte/Oderwinkel (Schlesien) nach Münster kamen und sich ein neues Leben aufbauten. Die Arbeit wird ergänzt durch private Fotografien.",4 SAB 383,0,11 S.,1980,2003,56,12,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Konty, Polen, Schlesien"," Christina T., Jasmine S.",Marienschule 1447,"Weggegangen als Joseph, Emma, Maria. Angekommen als Judith, Servia, Rogata. Wie Briefe die Geschichte dreier südoldenburgischer Schwestern erzählen","Die Verf. untersuchen den Lebensweg dreier Schwestern aus einer südoldenburgischen Bauernfamilie, die in den 1920er Jahren ihre Heimat verließen, um in einen Orden einzutreten: zwei Schwestern in den Orden „Unserer Lieben Frau“ und eine Schwester in den Franziskanerorden. Dabei interessiert die Verf. vor allem, warum gleich drei Schwestern einer Familie in ein Kloster eintraten und trotz scheinbar gleicher Orientierung so unterschiedliche Lebenswege gingen. Die Materialbasis des Beitrags besteht vor allem aus mehr als fünfzig Briefen, die die Schwestern an das Mutterhaus und die Familie geschrieben haben, sowie Gesprächen mit einigen Nonnen, die noch persönlichen Kontakt zu den Schwestern hatten. Die Verf. beschreiben zunächst das Weggehen der drei Schwestern aus ihrer vertrauten Umgebung und gehen dabei auf die häusliche Situation der Schwestern ein. Sie schildern die wirtschaftliche Lage der Landwirte in Südoldenburg, das soziale Umfeld und die Bildungsmöglichkeiten. Ausgehend von historischen Informationen zu dem Orden der Franziskaner und dem Orden „Unserer Lieben Frau“ sowie den biografischen Daten beschreiben die Verf. dann ausführlich die Lebenswege der drei Schwestern nach dem Eintritt ins Kloster. Während zwei Schwestern in Deutschland blieben, ging eine Schwester zunächst nach Amerika und dann nach Brasilien. Die Verf. schildern die einzelnen Stationen und Tätigkeiten der Schwestern. Sie geben dabei die Eindrücke der Zeitzeugen wieder und veranschaulichen die Erfahrungen der Schwestern anhand von Auszügen aus den Briefen. Während das Weggehen der zwei in Deutschland gebliebenen Schwestern eher als ein Weggehen im spirituellen Sinn und ein religiös begründeter Rückzug aus der Welt zu verstehen war, machte die dritte Schwester in Brasilien typische Migrationserfahrungen, wie z. B. die Ablehnung durch Einheimische als Fremde.",4 SAB 422,0,184 S.,1920,1950,31,12,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente",," Annette B., Marieke B., Sabine K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1448,Weggehen – Ankommen. Von Ost nach West – Die Flucht der Familie meiner Großeltern um 1949,"Der Schüler rekonstruiert die Geschichte seiner Großeltern, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus einem Arbeitslager bei Sanderhausen bis nach Hannover gelangten. Grundlage der Arbeit bilden Zeitzeug*inneninterviews mit Familienangehörigen, die die Flucht als kleine Kinder erlebten.",4 SAB 353,1,19 S.,1905,1955,228,12,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Hendrik B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1482,"Wie? Ein deutsches Dorf in Rumänien? Ach, erzähl’ mir doch nichts!","Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte des deutschen Dorfes Albrechtsflor in der historischen Gegend Banat in Rumänien (heute: Teremica Mira), das 1770 während der Theresianischen Kolonisation durch die Ansiedlung von ursprünglich 78 Familien gegründet wurde. Die neuen Siedler kamen aus dem Elsass, Lothringen und Westfalen. Die Deutschen stellten zeitweise über 98 % der Bevölkerung. Während des Ersten und Zweiten Weltkrieges wurde das Dorf immer kleiner, in den 1980er Jahren wanderte der Großteil der Bevölkerung nach Deutschland aus und der Anteil der Rumänen im ehemaligen Albrechtsflor beträgt heute 95 %. Neben der Entstehungsgeschichte des Dorfes und den zugrunde liegenden historischen und politischen Umständen gehen die Schülerinnen in ihrer Arbeit insbesondere auf den Alltag der Bewohner, auf ihre kulturellen Tätigkeiten und das Zusammenleben mit der rumänischen Bevölkerung ein. Die Arbeit wird ergänzt durch Erfahrungsberichte eines Zeitzeugen aus dem Banat.",4 SAB 354,0,30 S.,1770,1993,278,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Albrechtsflor (Teremica Mira), Banat, Rumänien"," Christina P., Milena W.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1497,Wohlstand in Neiße – Vertreibung ins Ungewisse – Neubeginn aus dem Nichts in Münster. Die Geschichte der Familie Häckel aus Neiße in Schlesien,"Die Schüler rekonstruieren die Geschichte der Familie Häckel, die 1945 aus Neiße in Schlesien vertrieben wurde. Die Familie ließ sich 1947 in Münster nieder und gründete eine Firma für Lederhandschuhe. Dieses Handwerk hatten sie bereits in Schlesien geführt. Die Firma expandierte schnell und spezialisierte sich in den 1960er Jahren auf die Herstellung von Uniformen für die Polizei und die Feuerwehr. Nach der Wiedervereinigung gründete Joachim Häckel gemeinsam mit Wolfgang Wersich eine weitere Firma in Elsterwerda. Die Konkurrenz von billigen Lederproduktionen aus dem Osten wurde mehr und mehr zum Problem für die Firma Häckel, die zeitweise Teile der Produktion nach Polen auslagerte. Die Firma Häckel und Co. KG bestand bis 2000 und wurde von zwei Familiengenerationen geführt. Die Arbeit basiert auf einem Zeitzeugeninterview mit Joachim Häckel.",4 SAB 364,0,28 S.,1945,2003,30,12,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Elsterwerda, Neiße, Schlesien"," Ranjani B., Theresa V.",Marienschule 7,„Arbeit auf dem Bauernhof“,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte des Bauernhofs Schulze-Dieckhoff im Münsterland, der 1174 das erste Mal in einer Urkunde erwähnt wird. In ihrer Arbeit legen die Verfasserinnen den Schwerpunkt auf den Wandel der Arbeitsbedingungen in den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen des Hofes infolge der Mechanisierung vieler Arbeitsschritte. Sie beschäftigen sich insbesondere mit dem Alltag der Bauern, der Vorbereitung der Heuernte, dem Sensen, der Nutzung von Wiesen und Weiden, dem Aufstellen des Korns, der Haltung von Milchkühen und Rindern und der Veränderung in der bäuerlichen Pferdehaltung. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit Mitgliedern der Familie Dieckhoff, die den Verfasserinnen auch zahlreiche Fotografien aus Privatbesitz zur Verfügung stellten.",4 SAB 455,0,46 S.,1174,2005,277,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Nora L., Vanessa T.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 104,",,Bettwäsche war das Schlimmste!''. Begreifen der anstrengenden Arbeitsläufe bei der Wäschepflege im Zeitraum von 1900 -1970 als Verständnisgrundlage für die fortschreitende Technisierung","Bei dem Beitrag handelt es sich um die Ergebnisse einer zehnwöchigen Projektarbeit einer fünften Hauptschulklasse zum Wäschewaschen in der Vergangenheit. Den Ausgangspunkt des Projektes bildete der Besuch im Heimatmuseum Münster-Kinderhaus, in dem einige Waschutensilien aus früherer Zeit ausgestellt sind, die den Schülerinnen und Schülern einen ersten Eindruck vom Wäschewaschen in früherer Zeit vermitteln. In einem ersten Teil schildern sie ihre Eindrücke vom Museumsbesuch. Anschließend werden die benutzten Unterrichtsmaterialien dokumentiert, denen die Schülerinnen und Schüler Informationen zum Vorgang des Waschens (Arbeitsgeräte, Bedeutung des Waschtages, Dauer der Tätigkeiten) entnehmen. Das Herzstück des Projektes bildete der gemeinsam durchgeführte Waschtag, durch den die Schülerinnen und Schüler die Arbeit des Wäschewaschens „spürbar begreifen“ sollten: An vier Stationen mit alten Waschutensilien sollten sie alle Tätigkeiten selbst ausprobieren und anschließend ihre Erfahrungen aufschreiben. Zahlreiche Fotos dokumentieren die „Arbeit“ der Schülerinnen und Schüler. Über die eigenen Erfahrungen hinaus erfragen sie in einem ausführlichen Zeitzeugeninterview mit einer 82 Jahre alten Zeitzeugin, die im Alter von zwölf Jahren ihre Mutter verlor und daraufhin die Schule verlassen musste, um einen 10-Personen-Haushalt zu versorgen, zahlreiche und anschauliche Informationen zu den Arbeitsorten, den Waschvorgängen, dem Bügeln und dem Bleichen. Die Schülerinnen und Schüler suchen außerdem in der näheren Schulumgebung am Kinderbach nach Spuren des Wäschewaschens, vergleichen die Waschvorgänge in anderen Ländern und zeigen die Veränderungen des Waschens in jüngerer Zeit auf.",4 SAB 432,0,86 S.,1832,2003,339,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Aa, Münster", Rene A.,Waldschule Kinderhaus 105,",,Gott segne das ehrbare Handwerk!''. Klavierbau in Münster im 19. und 20. Jahrhundert bis 1969",Der Verf. untersucht den Klavierbau in der Stadt Münster im 19. und 20. Jahrhundert am Beispiel von zwei bekannten Pianofabriken. Er stützt sich neben einschlägiger Literatur auf Bestände der Firmen und die Informationen eines Lokalhistorikers. Am Ende der Arbeit vergleicht der Verfasser die unterschiedlichen Arbeitsweisen der verschiedenen Pianowerkstätten und gibt einen Überblick über die heutige Lage der Klavierbauer.,4 SAB 484,1,109 S.,1840,2005,31,13,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Wasilij B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 107,... und dann kamen die Herren. Wie sich das Bild der Arbeit in der Kriegszeit veränderte und in der Nachkriegszeit wieder zurück wandelte,"Die Verf. untersuchen die Veränderungen und Unterschiede in der Berufsarbeit von Männern und Frauen in der NS-Zeit und in der Nachkriegszeit. Sie stellen einen Fragenkatalog zusammen, der nach typischen Männer- und Frauenberufen sowie nach Anerkennung, Zufriedenheit und Bezahlung im Beruf fragt, und führen auf dieser Grundlage längere Gespräche mit vier Zeitzeugen, die als Audiodateien auf der CD dokumentiert sind. Alle Interviews werden anschließend noch einmal interpretiert und als Grundlage für die Zusammenfassung der Ergebnisse zur „Arbeitssituation während der Hitlerzeit“ und zur „Arbeitssituation in der Nachkriegszeit“ benutzt. Für die Zeit von 1933 bis 1945 kommen die Verf. u.a. zu dem Ergebnis, dass Frauen nur in bestimmten Berufen arbeiteten, sie schlechter bezahlt waren und weniger berufliche Anerkennung bekamen, jedoch „durch die Übernahme von männlichen Tätigkeiten [...] in der Kriegszeit immer mehr Selbstbewusstsein [entwickelten]“. Für die Zeit von 1945 bis ungefähr 1960 stellen die Verf. u.a. fest, dass die Frauen durch die Organisation von Nahrungsmitteln zwar eine hohe Verantwortung hatten, „jedoch keine Anerkennung und keine Entlohnung“, und dass sie aus den Berufen, die sie kurz nach dem Krieg wegen der Abwesenheit der Männer übernehmen mussten, nach deren Rückkehr wieder verdrängt wurden. Damit entsprechen die anhand der individuellen Erfahrungen der Zeitzeugen gewonnenen Erkenntnisse dem Forschungsstand über Männer- und Frauenarbeit zu Kriegszeiten und in der Nachkriegszeit.",4 SAB 519,0,35 S.,1933,1960,175,13,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Ranjana H., Sinja Helen N.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 122,„Breng us dien Geld. Leggt nicht in’n Pott. Ut Gröskens wärd dann Dalers brott.“ (Sparkasse in Münster),"Die Schülerin rekonstruiert die Geschichte der Sparkasse Münsterland Ost, die 1824 als Stadtsparkasse gegründet wurde und mittlerweile die Sparkasse mit den meisten Kunden im Münsterland ist. In ihrer Arbeit legt die Verfasserin den Schwerpunkt auf die Auswirkungen der beiden Weltkriege auf die Arbeitsweise in den Sparkassen und die heutigen Arbeitsbedingungen durch die Fusion von Kreis- und Stadtsparkassen. Die Arbeit wird durch Interviews mit z.T. ehemaligen Mitarbeitern der Sparkasse Münsterland Ost ergänzt.",4 SAB 518,1,64 S.,1824,2005,142,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Sarah G.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 124,„Damit wir es einmal alle besser haben.“ Das Leben meiner Großeltern als griechische Gastarbeiter in Deutschland seit 1968,"Der Verf. schildert die Lebens- und Arbeitsgeschichte seiner Großeltern mütterlicherseits, die als junges Paar 1968 aus einem armen griechischen Dorf nach Deutschland kamen. Die Darstellung basiert auf ausführlichen Gesprächen mit den Großeltern und mit der Mutter des Verf., deren ältester Tochter.",4 SAB 479,1,41 S.,1946,2005,31,13,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Griechenland , Georgios K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 145,„Elende Schinderei“. Die Arbeit auf einem Bauernhof früher und heute am Beispiel des Hofes Wördehoff in Barkhausen,"Die Schüler rekonstruieren die Geschichte des Bauernhofs Wördehoff in Barkhausen. Sie legen hierbei den Schwerpunkt auf die 1950er Jahre und untersuchen anhand des Getreideanbaus, der Heuernte, der Kartoffelernte, der Tierhaltung sowie der Milchproduktion den Wandel der Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen auf einem Bauernhof. Die Arbeit basiert auf zahlreichen Zeitzeug*inneninterviews, u.a. mit Mitgliedern der Familie Wördehoff.",4 SAB 457,0,18 S.,1928,2005,31,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Leonardo L., Steffen U.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 148,„Es musste ja weitergehen!“ Erlebnisse einer Hofbesitzerin in kritischen Zeiten (1925-1975),"Die Schülerinnen rekonstruieren das Leben von Luise Rösmann, Großmutter von Marie-Therese, die auf dem Bauernhof Dörenthe in Ibbenbüren geboren wurde und lange Jahre dort arbeitete. In ihrer Arbeit analysieren die Schülerinnen die Arbeitsbedingungen auf dem Hof während der 1920er Jahre, die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf das Hofleben und die Bedeutung der technischen Neuerungen in der Nachkriegszeit für die landwirtschaftlichen Tätigkeiten. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit Luise Rösmann, die den Verfasserinnen auch anschauliches Bildmaterial des Hofes im Wandel der Zeit zur Verfügung stellte.",4 SAB 472,0,46 S.,1925,2005,148,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Ibbenbüren," Caterina S., Marie-Therese K.",Schillergymnasium 184,„Kommt Papa heute Abend nach Hause?“ Ein Manager-Leben hinter den Kulissen,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Erwerbsbiographie ihres Vaters Bernd Schulte, der als Vertriebsdirektor und Geschäftsführer bei der Radeberger Gruppe AG (c/o Dortmunder Actien Brauerei) arbeitet. Neben dem beruflichen Werdegang von Bernd Schulte liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf den Veränderungen im Berufsbild des Managers und den Auswirkungen einer solchen Berufswahl auf das Privat- und Familienleben. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit Bernd Schulte.",4 SAB 436,0,37 S.,1959,2005,71,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Johanna S., Marie S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 195,"„Opa, wie baut man eigentlich einen Tisch?“","Der Schüler thematisiert den Wandel des Tischlerberufs anhand der Erwerbsbiographie seines Großvaters Willi Tönnemann, der in den 1950er Jahren seine Ausbildung machte und bis zu seiner Rente in der Firma Tacke in Freckenhorst arbeitete. In seiner Arbeit legt der Verfasser den Schwerpunkt auf die veränderten Arbeitsbedingungen des Tischlerberufs und die Auslagerung vieler Produktionsschritte ins Ausland. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit seinem Großvater und einem Mitarbeiter der Firma Tacke, der dem Verfasser auch eine Führung durch die Firma ermöglichte.",4 SAB 450,1,19 S.,1934,2005,276,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Freckenhorst, David T.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 214,"„Wer festhält, was verändert werden muss, der verliert alles“. Die Zeit der Automatisierung in den achtziger Jahren im Medienhaus Aschendorff und deren Auswirkung auf die Berufe des Druckers und des Satztechnikers","Die Schüler beschäftigen sich mit dem Wandel der Berufe des Druckers und des Satztechnikers anhand der Geschichte des Verlages Aschendorff aus Münster. Im ersten Abschnitt ihrer Arbeit gehen die Verfasser auf die verschiedenen Drucktechniken seit den 1670er Jahren ein. Im Hauptteil ihrer Arbeit setzen sie sich dann mit den Arbeitsbedingungen und Qualifikationen der Drucker und Satztechniker bis Ende der 1970er Jahre auseinander. Sie gehen insbesondere darauf ein, welche Maßnahmen der Betrieb ergriffen hat, um technische Neuerungen wie den Offsetdruck einzuführen und welche Auswirkungen diese auf die Angestellten hatten. Die Arbeit basiert auf Interviews mit Mitarbeitern unterschiedlicher Generationen, die alle die Veränderungen der Technisierung miterlebten.",4 SAB 496,0,67 S.,1671,2005,148,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Cornelia S., Lale E., Leon K.",Schillergymnasium 244,Akkordarbeit – ein Fortschritt für die Gesellschaft oder ein Rückschritt für das Individuum? Eine Studie erstellt anhand der Firma Winkhaus (Münster/Westf.) sowie anderer historischer und aktueller Quellen,"Die Verf. untersucht am Bespiel der seit 1879 in Münster ansässigen Firma Winkhaus die Bedeutung von Akkordarbeit für die Gesellschaft auf der einen und die Arbeiter auf der anderen Seite. Dabei interessiert sich die Verf. besonders für die physischen und psychischen Folgen von Akkordarbeit für die Arbeiterinnen und Arbeiter. Die materiale Grundlage bilden Gespräche mit der Großmutter der Verf., die als junge Frau lange im Akkord gearbeitet hat, eine Befragung von 50 Akkordarbeitern, Informationen von Gewerkschaften und ihren Vertretern sowie einschlägige Literatur.",4 SAB 434,1,49 S.,1854,2005,166,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Dominique V.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 281,Arbeit für Behinderte – nur Fürsorge oder Selbstverwirklichung? Behindertenarbeit in der Geschichte am Beispiel von Westfalenfleiß und Gut Kinderhaus,"Die Verf. schildert die Arbeit der Behinderteneinrichtungen Westfalenfleiß und Gut Kinderhaus in Münster von der Gründung nach dem Ende des Ersten Weltkriegs bis heute. Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Frage, welche Bedeutung und welches Ansehen die Arbeit von und mit Behinderten im Wandel der Geschichte hatte. Die materiale Grundlage ist vielfältig: Gespräche mit Zeitzeugen – darunter auch Behinderte-, Akten aus verschiedenen Archiven, Zeitungsartikel, Sekundärliteratur und Informationen aus dem Internet.",4 SAB 462,1,91 S.,-1200,2005,216,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Gorzanów, Gut Kinderhaus, Münster, Westfalenfleiß", Antonia M.,Marienschule 282,Arbeit in der Konditorei Kleimann,"Die Schülerin rekonstruiert die Geschichte der Konditorei Kleimann. Die Konditorei und das dazugehörige Café sind in Münster sehr bekannt und der Stammsitz dieses Familienbetriebes befindet sich im ältesten Haus am Prinzipalmarkt 48. Der Betrieb wird bereits seit über 70 Jahren von insgesamt drei Familiengenerationen geführt. In ihrer Arbeit geht die Verfasserin auf die wechselseitige Geschichte der Konditorei ein und analysiert die Veränderungen im Beruf des Bäckers und Konditors. Die Arbeit basiert auf Interviews mit Bernd und Ruth Kleimann, die die Konditorei seit 1974 leiten. Neben Fotografien unterschiedlicher Produkte der Konditorei sind auch Abbildungen verschiedener Arbeitsgeräte der Arbeit beigefügt.",4 SAB 439,1,36 S.,1938,2005,329,13,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Carolin S.,Marienschule 283,Arbeit in luftiger Höhe. Das Arbeitsleben des Dachdeckers Gerhard Fuß von 1946 bis 1996,"Der Schüler rekonstruiert das Berufsleben seines Großvaters Gerhard Fuß, der nach dem Zweiten Weltkrieg im Zuge des Wiederaufbaus in Köln als Dachdecker arbeitete. Durch seine Spezialisierung auf die Deckung mit Schiefer war er im Rheinland als Arbeitskraft sehr gefragt und arbeitete vor allem an Kirchtürmen und reparierte vier Kölner Kirchtürme in bis zu 60m Höhe. Gerhard Fuß gründete 1959 sein eigenes Unternehmen, das bis heute seinen Sitz in Köln-Worringen hat. Der Verfasser geht in seiner Arbeit auch den unterschiedlichen Dachdeckermethoden seit dem Mittelalter nach und zeichnet den Wandel der Arbeitsbedingungen und des Berufsbildes bis heute nach. Die Arbeit basiert auf einem ausführlich dokumentierten Zeitzeugeninterview mit Gerhard Fuß.",4 SAB 429,1,25 S.,1401,2005,31,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Henning W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 284,Arbeit schützt vor Klugheit nicht? Studium im Alter,"Der Schüler beschäftigt sich mit dem „Leben nach der Arbeit“ anhand des Studiums im Alter, das auch an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster angeboten wird. Der Verfasser untersucht in seiner Arbeit, welche Probleme es allgemein mit sich bringt, in den Ruhestand zu gehen und wie man diese bewältigen kann. In seiner Arbeit analysiert er außerdem, welche Vor- und Nachteile ein Studium im Alter hat, welche Anforderungen gestellt werden und in welcher Weise die Studenten im Alter von ihrer Studientätigkeit profitieren. Im Zentrum der Arbeit stehen die Erfahrungen von Harry Graul, den der Verfasser mehrfach interviewte.",4 SAB 461,1,36 S.,0,2005,71,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Linus M.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 285,Arbeit zwischen Schlempe und Korn. Landwirtschaftliche Kornbrennereien im Münsterland,"Die Verf. untersucht die Geschichte der familieneigenen Kornbrennerei Haversath in Coesfeld seit dem 18. Jahrhundert – bereits 1756 erwarb die Haversath'sche Kornbrennerei das Schildrecht. Die materiale Grundlage bilden Gespräche mit Familienangehörigen und Experten, Bestände aus dem Stadtarchiv sowie einschlägige Literatur. Zahlreiche Fotografien der Kornbrennereien sind der Arbeit in digitaler Form beigefügt.",4 SAB 522,1,48 S.,1756,2005,70,13,"Bilder, Textbeitrag","Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Coesfeld, Julia H.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 290,Ärztin – Beruf oder Berufung?,"Die Schülerin thematisiert den Wandel des Ärzteberufs anhand der Erwerbsbiographie ihrer Mutter Angelika Krüger. Diese begann 1976 ihr Medizinstudium in Münster, arbeitet seit 1983 als Gynäkologin am St. Franziskus-Hospital in Münster und leitet seit 2000 die Mitarbeitervertretung (MAV). Die Verfasserin untersucht in ihrer Arbeit, welche Motive es gibt, diesen Beruf zu wählen, welche Voraussetzungen benötigt werden und welche Anforderungen und Schwierigkeiten in diesem Berufsfeld auftauchen können. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit Angelika Krüger und Medizinstudentinnen.",4 SAB 480,1,22 S.,1947,2005,260,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Gesa K.,Marienschule 298,Auf gutes Land gesät? Bäuerliche Arbeit im Mittelalter,"Der Schüler thematisiert die landwirtschaftlichen Arbeiten auf einem Bauernhof im Mittelalter. Er legt hierbei den Schwerpunkt auf den Wandel der Arbeitsbedingungen in landwirtschaftlichen Betrieben seit dem Mittelalter. Als Untersuchungsbeispiel dient ihm der Hof Pieke im Münsterland, dessen Gründung bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Der erste Teil der Arbeit umfasst eine kreative Kurzgeschichte, in der er selbst eine Zeitreise ins Mittelalter macht und auf dem Hof Pieke arbeitet. Im zweiten Teil geht er auf die Dreifederwirtschaft und die mittelalterlichen Gerätschaften der Landwirtschaft ein. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Heinrich Pieke, der den Hof Pieke seit 1967 bewirtschaftet.",4 SAB 474,1,23 S.,1301,2005,212,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, David K.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 308,Aus Münster in die ganze Welt. Firma Jäger liefert Web- und Schweißmaschinen seit über 100 Jahren in alle fünf Kontinente,"Die Schülerin rekonstruiert die Firmengeschichte des Maschinenbaubetriebes Jäger, der in den 1860er Jahren in Thüringen gegründet wurde und nach dem Zweiten Weltkrieg den Firmensitz nach Münster verlegte. Jäger ist ein Unternehmen der Metallindustrie und gehört dem VMM (Verband Münsterländischer Metallindustrieller) an. Der Betrieb befindet sich noch immer im Familienbesitz und wird von dem Vater und Onkel der Verfasserin geführt. Neben der Geschichte des Unternehmens und des Produktprogramms geht die Verfasserin auch auf die Prozesskette der Herstellung einer Webmaschine ein. Hierbei soll gezeigt werden, welche Veränderungen und Fortschritte es in der Herstellung gegeben hat und wie sich diese auf die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter auswirkten. Die Arbeit basiert auf Interviews mit der Firmenleitung und Facharbeitern des Unternehmens.",4 SAB 443,1,57 S.,1867,2005,71,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Susann S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 314,Backen früher und heute,"Die Schülerinnen thematisieren den Wandel des Bäckerberufes und der Bäckereien. Sie gehen hierbei auf den Wandel der verschiedenen Backtechniken ein, die veränderten Arbeitsbedingungen durch technische Erneuerungen und die verschiedenen Brotsorten und Getreidesorten. Die Schülerinnen besuchten eine alte Landbäckerei im Münsterland und die Großbäckerei Hosselmann. Sie erhielten dort die Möglichkeit, unterschiedliche Verfahrensweisen des Brotbackens kennenzulernen. Die Arbeit wird mit ausführlichem Bildmaterial aus den Bäckereien begleitet.",4 SAB 508,0,47 S.,-170,2005,23,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Privatdokumente",," Annalena R., Gianina S., Karoline G.",Marienschule 318,Bauindustrie in Münster,"Die Schülerinnen und Schüler nähern sich dem Thema Arbeit anhand der Entwicklungsgeschichte der Bauindustrie in Münster nach dem Zweiten Weltkrieg. Hierbei widmen sie sich einleitend einer Darstellung des Baugewerbes allgemein in Deutschend und speziell der Baukonjunktur in Münster nach 1945. Anhand der Betriebe Oevermann, Büscher und Weinrich beleuchten die Verfasser das Phänomen der Rationalisierung und seine Auswirkungen auf einzelne Bauunternehmen. Sie versuchen außerdem herauszufinden, welchen Stellenwert die Bauindustrie in der Gegenwart hat und wie sie sich in Zukunft entwickeln wird.  Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews aus den einzelnen Betrieben und deren Gewerkschaften.",4 SAB 427,0,46 S.,1945,2005,278,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Z.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 321,Bergarbeit im Wandel,"Die Schüler untersuchen die Veränderungen im Bergbau in Nordrhein-Westfalen. Ausgangspunkt ihrer Arbeit bildet eine Führung im Westfälischen Industriemuseum Zeche Zollern II/IV in Dortmund, die in Form von zahlreichen Fotografien in der Arbeit dokumentiert wird. Die Verfasser legen den Schwerpunkt ihrer Analyse auf die Entstehung und Veränderungen des Bergbaus in Ahlen seit 1900. Die Arbeit basiert auf zahlreichen Interviews mit ehemaligen Bergarbeitern und Hans-Jürgen Tratje, bis heute beschäftigt in der Zeche DSK Anthrazit in Ibbenbüren als Elektroanlageninstallateur.",4 SAB 530,0,25 S.,1900,2005,202,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Björn B., Jonathan H.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 331,Blaudruck. Ein Handwerk im Wandel,"Die Verf. beschäftigt sich allgemein und am Beispiel zweier münsterländischer Betriebe mit der Handwerksgeschichte des Blaudrucks seit seinen Ursprüngen – Schon vor 2500 Jahren lassen sich in Indien farbig bedruckte und bemalte Stoffe nachweisen. Sie stützt sich dabei auf vielfältiges Material: Zeitzeugen- und Expertenaussagen, Akten der Volkskundlichen Kommission Münster, Zeitungsartikel, einschlägige Literatur und Informationen aus dem Internet.",4 SAB 521,1,79 S.,29,2005,277,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Kerstin H.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 332,"Blinde können doch nicht arbeiten, oder? – Zur Entwicklung der Blindentätigkeit","Der Beitrag befasst sich mit der Geschichte und Gegenwart der Blindenarbeit und der Arbeitstätigkeit von Blinden. Die Verf. stellen entsprechende Einrichtungen und Arbeitsmöglichkeiten in Münster seit dem späten 18. Jahrhundert dar. Die Schwerpunkte der Darstellung bilden das Arbeitsleben von Blinden in der Nachkriegszeit sowie die Erzählungen und Erfahrungen von Zeitzeugen seit den 1980er Jahren. Die materiale Grundlage bilden ausführliche – im Anhang auch dokumentierte - Zeitzeug*inneninterviews, einschlägige Literatur und Informationen aus dem Internet.",4 SAB 456,0,106 S.,1749,2005,216,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Carla W., Sarah K.",Marienschule 344,Chance oder Strafe. Über den Stellenwert von Arbeit für die (Re-)Sozialisierung von Gefangenen,"Die Schülerin beschäftigt sich mit dem Stellenwert von Arbeit für Gefangene in Justizvollzugsanstalten. Sie analysiert, wie sich die Beweggründe wandelten, für Gefangenen während ihrer Haftzeit Arbeit anzubieten oder einzufordern und wie sich dieser Gedanke entwickelte. In ihrer Arbeit schildert die Verfasserin zunächst die frühe Entwicklung der Freiheitsstrafe im Allgemeinen und geht insbesondere auf die Ansätze des evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern (1808-1881) ein. Wichern war einer der wichtigsten Wegbereiter der Gefängnisreformbewegung des 19. Jahrhunderts und seine Ideen wurden auch dem Bau des Gefängnisses in Münster zugrunde gelegt. Anhand dieses Beispiels veranschaulichen die Verfasserinnen das Konzept, das heute hinter der Arbeit der Inhaftierten steht. Die Arbeit wird ergänzt durch Interviews mit Mitarbeitern der JVA Münster, die der Verfasserin umfangreiches Material der einzelnen Förderwerkstätten zur Verfügung stellten.",4 SAB 503,1,38 S.,1501,2005,149,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Dagmar F.,Ratsgymnasium 355,Damenschneiderei – ein zeitloser Beruf. Maßschneiderei in Münster vom 2. Weltkrieg bis heute,"Ausgehend vom persönlichen Interesse - die Großmutter einer der Verf. war Schneiderin -, befassen sich die Verf. mit der Geschichte und Gegenwart der Damenschneiderei in Münster seit der Nachkriegszeit. Im Mittelpunkt des Beitrags stehen mehrere Interviews mit Schneiderinnen aus unterschiedlichen Generationen. Die Verfasserinnen führten außerdem ein Interview mit Christa Wilken, Leiterin der Modeschule des Handwerkerbildungszentrums in Münster und Heike Festing, Mitarbeiterin in der Kreishandwerkerschaft Münster.",4 SAB 445,0,52 S.,1945,2005,277,13,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Simone von W., Theresa R.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 357,Daomaols und Vandage* Erinnerungen einer Altbäuerin an ihr Arbeitsleben auf einem westfälischen Bauernhof seit 1950* (Plattdeutsch: Damals und Heute),"Die Verf. berichtet über die Arbeit auf einem Bauernhof im Münsterland. Im Mittelpunkt steht dabei die Arbeit einer Bäuerin in den 1950er und 1960er Jahren, wobei die Erfahrungen ihrer 90-jährigen Großtante Franziska, die dort heute noch als Altbäuerin lebt und Aufgaben in Haushalt und Garten erledigt, den Ausgangspunkt bilden. Die Verf. stützt sich auf ausführliche Gespräche mit ihrer Großtante und anderen Familienangehörigen sowie einige Fotos aus Familienbesitz.",4 SAB 442,1,24 S.,1339,2005,31,13,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Carolin S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 363,Das Büro im Wandel der Zeit,"Der Schüler thematisiert den Wandel des Büros. Er geht in seiner Arbeit auf die Einführung der Schreibmaschine, die Entwicklung der Kurzschrift, die Lochkartentechnik, die Addiermaschinen, den Einsatz unterschiedlicher Speichermedien und die Auswirkungen des vermehrten Einsatzes von Computern im Büro ein. Im letzten Teil seiner Arbeit untersucht der Verfasser die veränderten Ausbildungsinhalte und Anforderungen des Bürokaufmanns und der Bürokauffrau sowie den Wandel der Arbeitsbedingungen im Büro. Die Arbeit wird ergänzt durch Zeitzeug*inneninterviews, u.a. mit der Auszubildenden-Vertreterin der Fa. GWS in Münster.",4 SAB 533,1,31 S.,1649,2005,278,13,Power-Point-Präsentation,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Stefan P.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 384,Das Hauptamt Ordnungspolizei während des Dritten Reiches (1936 bis 1945),"Die Schülerin setzt sich in ihrer Arbeit mit dem Polizeidienst während des Nationalsozialismus auseinander. Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des Hauptamtes Ordnungspolizei während des Zweiten Weltkrieges. Die Verfasserin analysiert, welche Aufgabenfelder in den Dienst eines Ordnungspolizisten fielen und inwiefern die Ordnungspolizei an den nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt war. Es wird außerdem nach der persönlichen Entwicklung der Polizisten im Zuge der Machtübernahme der Nationalsozialisten gefragt und wie sich diese auf die Rolle der Polizisten und ihre Beteiligung an Verbrechen auswirkte.",4 SAB 426,1,27 S.,1936,1945,295,13,Textbeitrag,Fachliteratur,, Sarah W.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 387,Das Interviewbuch – neues Wissen über das Arbeiten unserer Verwandten,"Die Schülerinnen führen verschiedene Interviews mit Familienangehörigen und Bekannten über deren frühere Berufe. Mit den Interviews wollen die Verfasserinnen zeigen, wie sich beispielsweise die Berufe Lehrer, Ingenieur oder Verkäuferin mit der Zeit wandelten. Im Zentrum der Arbeit steht ein ausführlicheres Interview mit Walter Fries, Großvater von Ricarda Fries. In seinen Erzählungen liegt der Schwerpunkt auf seiner Karriere als Ingenieur und den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf seine Tätigkeiten. Die Interviewpartner stellten den Verfasserinnen privates Material zur Verfügung, wie z.B. Fotografien oder alte Gesellenbriefe.",4 SAB 505,0,14 S.,1940,2005,264,13,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Friederike P., Ricarda F.",Marienschule 408,Das Rathaus des Westfälischen Friedens. Nach 8-jähriger Wiederaufbauzeit kehrt 1958 der Friede zurück,"Die Schülerinnen thematisieren den Wiederaufbau der Stadt Münster nach dem Zweiten Weltkrieg anhand des Rathaus des Westfälischen Friedens. Sie gehen in ihrer Arbeit auf die Organisation der Trümmerbeseitigung ein, aber auch auf die Probleme des Wiederaufbaus und dessen Finanzierung. Exemplarisch zeigen sie am Beispiel des Rathauses auf, wie, insbesondere durch den „Verein zur Kaufmannschaft zu Münster von 1835“, dieser vorangetrieben wurde. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Zeitzeugeninterview.",4 SAB 460,0,16 S.,1944,1958,169,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Rathaus," Katharina L., Maryam R., Veronika M.",Gymnasium Paulinum 410,Das Raumausstatterhandwerk! Die Geschichte - die Zukunft,"Die Schülerin setzt sich mit der Geschichte des Berufes des Raumausstatters auseinander und geht hierbei auch auf die Entstehung der Zünfte im Mittelalter ein. Die Verfasserin untersucht außerdem die Gilden und das „Rote Buch“, eines der ersten urkundlichen Belege für die Handwerksgilde in Münster. Am Ende ihrer Arbeit geht die Schülerin auch auf die Veränderungen der Arbeitsbedingungen und die Zukunftsaussichten der Raumausstatter ein, insbesondere durch die Industrialisierung von Polstermöbeln seit den 1950er Jahren. Die Arbeit wird ergänzt durch Interviews mit Familienmitgliedern, u.a. mit Rolf Suermann, Raumausstatterobermeister und Landesinnungsmeister der Raumausstatter in Westfalen/Lippe.",4 SAB 529,1,25 S.,1301,2005,169,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Vanessa J.,Gymnasium Paulinum 453,Der Beruf des Bankkaufmanns im Wandel der Zeit. Vom Gänsekiel bis zum Computer,"Die Schülerin beschäftigt sich mit dem Wandel des Bankenwesens in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert. Neben der Entstehung der verschiedenen Banken geht die Verfasserin insbesondere auf den Wandel des Berufsbildes und das Ansehen von Bankangestellten in der Gesellschaft ein. Die Arbeit basiert auf Interviews mit Familienmitgliedern verschiedener Generationen, die im Bankgeschäft tätig waren und z.T. noch sind. Die Verfasserin führte außerdem eine Umfrage unter den Schülerinnen und Schülern ihrer Schule zu dem Beruf des Bankkaufmanns.",4 SAB 466,1,34 S.,1801,2005,31,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",, Sarah Tabea N.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 454,Der Beruf des Steinmetz bezogen auf die Baumberge,"Die Schüler thematisieren den Beruf des Steinmetzes in den Baumbergen, eine Landschaft im Münsterland, die an die Städte Havixbeck, Billerbeck und Nottuln grenzt und durch ihr großes Vorkommen an Sandstein bekannt geworden ist. Am Beispiel der Verarbeitung von Sandstein gehen die Verfasser in ihrer Arbeit insbesondere auf den Wandel der Arbeitsbedingungen des Steinmetzes durch technischen Fortschritt ein. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit Herrn Fark, dessen Familie seit vielen Generationen den Abbau von Sandstein in den Baumbergen betreibt.",4 SAB 425,0,23 S.,,,187,13,Power-Point-Präsentation,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Baumberge ," Jan S., Marc Z.",Gymnasium Paulinum 504,Der Rechtsanwalt im Wandel der Zeit,"Die Schülerinnen untersuchen den Wandel des Berufs Rechtsanwalt und gehen hierbei bis ins 6. Jahrhundert nach Christus zurück. Sie gehen in ihrer Arbeit darauf ein, wie sich die Voraussetzungen veränderten, Anwalt zu werden, wie sich der Begriff des „Rechts“ entwickelte, wie gerichtliche Prozesse organisiert und wie Strafen verhängt wurden. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit dem Rechtsanwalt Thorsten Maag, in dem der Schwerpunkt auf den heutigen Tätigkeiten eines Anwalts liegt.",4 SAB 509,0,19 S.,501,2005,32,13,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Anna G., Sarah M.",Marienschule 506,Der Schmied. Ein Beruf der alten Zeit.,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Beruf des Schmieds, dessen Ursprünge bis in die Eisenzeit zurückgehen. In ihrer Arbeit gehen die Verfasserinnen auf die unterschiedlichen Schmiedearten ein, den Wandel der Arbeitsbedingungen und Werkzeuge in diesem Arbeitsfeld, die Ausbildung und die zukünftige Entwicklung des Berufs. Die Arbeit basiert auf Interviews mit dem Schmied Joseph Metzger und Mitarbeitern der Firma Ernst Niemerg, staatlich anerkannte Hufbeschlaglehrschmiede. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage zum Thema Schmied auf dem Weihnachtsmarkt in Münster.",4 SAB 497,0,25 S.,-700,2005,228,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",," Franziska T., Sophie E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 515,Der Stadthafen von Münster – Ein Arbeitsplatz auf dem Weg zum Naherholungsgebiet,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte des Stadthafens in Münster, der 1899 im Rathaus der Stadt eröffnet wurde. In ihrer Arbeit untersuchen die Schülerinnen, wie sich der Hafen und das Hafenviertel nach dem Zweiten Weltkrieg veränderten, welche Produkte gehandelt wurden und wie sich der Hafen von einem Wirtschafts- und Warenumschlagsmittelpunkt Münsters immer mehr in ein modernes Dienstleitungszentrum und Naherholungsgebiet verwandelte. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit dem Hafenmeister.",4 SAB 449,0,26 S.,1899,2005,260,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Innenhafen, Münster"," Lisa R., Sarah R.",Marienschule 521,Der Türmer. Die Arbeit des „höchsten Beamten“ Münsters im Wandel der Zeit,"Der Verf. untersucht die Arbeit des Türmers auf dem Kirchturm von St. Lamberti in Münster im Wandel der Zeit. Dabei geht er auf die Tätigkeiten, die Arbeitsbedingungen und die soziale und gesellschaftliche Bedeutung des Türmers ein. Die materiale Grundlage bilden Bestände des Stadtarchivs Münster, Experteninformationen, Zeitungsartikel und einschlägige Literatur.",4 SAB 464,1,38 S.,1401,2005,61,13,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Lamberti-Kirche, Münster", Kaspar Noah N.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 528,Der Wandel der Arbeit im Brauereiwesen dargestellt am Beispiel der Brauerei Pinkus Müller,"Die zwei Schüler untersuchen den Wandel der Arbeit im Brauereiwesen am Beispiel Pinkus Müller in Münster, der letzten aktiven Brauerei in Münster. Sie thematisieren hierbei, welche Brauverfahren es gibt, wann diese entstanden sind und wie die Brauerei Pinkus Müller zu ihrem Namen kam. Die Verfasser gehen in ihrer Arbeit außerdem auf die unterschiedlichen Biersorten der Brauerei Pinkus ein und ergänzen ihren Wettbewerbsbeitrag durch ein Interview mit Hans Müller, dem Sohn des Gründers Carl Müller.",4 SAB 512,0,18 S.,1816,2005,169,13,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Marius G., Oliver S.",Gymnasium Paulinum 551,Die Arbeit des Kiepenkerls im Münsterland und in der Umgebung,"Die Schülerinnen behandeln die Geschichte des „Kiepenkerls“ im Münsterland. Der Kiepenkerl zog bereits seit dem 15. Jahrhundert als Händler über das Land und die Städte des Münsterlandes und handelte mit vielen verschiedenen Waren, meist jedoch mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Diese Waren transportierte der Kiepenkerl mit der so genannten „Kiepe“, ein Flechtkorb, der auf dem Rücken getragen wird und dem Kiepenkerl seinen Namen gab. Die Verfasserinnen gehen in ihrer Arbeit auf die umfangreichen Tätigkeiten eines Kiepenkerls ein, der neben seiner Arbeit als Händler auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion übernahm, da er durch seine zahlreichen Reisen oftmals der Überbringer wichtiger Nachrichten und Neuigkeiten war. In der Arbeit werden außerdem die seltenen Kiepenfrauen thematisiert, die Erwähnung des Kiepenkerls in Liedern und Literatur, das bekannte Kiepenkerldenkmal und die heutige Bedeutung des Kiepenkerls. Abschließend wird noch die „Silberne Kiepe“ angeführt, ein Preis des DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststätten-Verband) Westfalen, der alle zwei Jahre Bürger ehrt, die sich außerhalb von Münster für das Ansehen der Stadt eingesetzt haben. Im Jahr 1999 erhielt der Stadtlohner Kiepenkerl Heinrich Demes diesen Preis für sein vielfältiges Engagement für den Erhalt heimatlicher Traditionen.",4 SAB 471,0,31 S.,1401,2005,277,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Kathrin K., Magdalena H., Simone K.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 552,Die Arbeit und Position eines Unternehmers im Wandel der Zeit (am Beispiel von Egbert und Hendrik Snoek und der Firma Ratio),"Die Schülerin rekonstruiert im ersten Teil ihrer Arbeit die Geschichte der Firma Ratio aus dem Münsterland, die bis ins 18. Jahrhundert zurückgeht. Bis ca. 1930 handelte die Firma überwiegend mit Importen aus Mittel- und Südamerika. Nach der Verlagerung des Unternehmens von Greven nach Münster wurde hauptsächlich mit Schmalz, Speck, Öl, Petroleum und Zucker gehandelt. An dem damaligen Firmenstandort am Kreuztor steht die bis heute erhaltene „Zuckervilla“, die durch den Zuckerhandel finanziert wurde. Im zweiten Teil der Arbeit thematisiert die Verfasserin den beruflichen Werdegang des Unternehmers Egbert Snoek, der 1930 in die Firma einstieg und mit Fritz Terfloth einen sehr erfolgreichen Lebensmittelgroßhandel gründete, die Firma Terfloth & Snoek GmbH. Egbert Snoek erwies sich als innovativer sowie wandelbarer Unternehmer und spezialisierte sich neben dem Lebensmittelhandel auch auf den Vertrieb von Erdöl, gründete die Spedition Rhein-West GmbH und eine Werbeagentur. Die Firma besitzt bis heute neben zahlreichen Einkaufszentren mehrere Warenhäuser, Fachmärkte, Großmärkte und Dienstleistungsunternehmen. Die Arbeit basiert auf Interviews mit Mitarbeitern der Firma und persönlichen Aufzeichnungen von Egbert Snoek.",4 SAB 435,1,77 S.,1774,2005,278,13,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Sandra S.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 556,Die Bäckergilde Münster und der „Gute Montag“,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte des „Guten Montags“, einem Feiertag der Bäckergilde in Münster, den es seit dem 18. Jahrhundert gibt. In ihrer Arbeit gehen die Schülerinnen auf die Entstehung dieses Feiertages ein, beleuchten dessen Bedeutungswandel und die Auswirkungen der beiden Weltkriege auf die Bäckergilden. Abschließend versuchen sie aufzuzeigen, welche Rolle der „Gute Montag“ heutzutage noch spielt. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage zum Bekanntheitsgrad des „Guten Montags“ in Münster",4 SAB 516,0,36 S.,1683,2005,23,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel",," Inga S., Laura G.",Marienschule 571,Die deutsche Wehrmacht - das Soldatenleben,"Die Schülerin beschäftigt sich mit dem Leben der Soldaten in der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Neben ausführlichen Informationen zum Kriegsausbruch, dem Kriegsverlauf und den Grundzügen der NS-Außenpolitik thematisiert die Verfasserin, wie sich die Soldaten auf den Krieg vorbereiteten, welche Rechte die Soldaten hatten, wie man ausgebildet wurde und wie sich der Kriegsalltag für die Soldaten gestaltete. Die Arbeit wird ergänzt durch Briefe und umfangreiches Bildmaterial ihres Großvaters, Franz Blanke und ein Interview mit dessen Frau, Anneliese Blanke.",4 SAB 489,1,7 S.,1933,1945,216,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Ann-Kathrin B.,Marienschule 584,Die Firma Haribo – Geschichte eines Gummibärchens,"Die Schülerin untersucht die Geschichte des mittelständischen deutschen Unternehmens Haribo (Abkürzung für Hans Riegel Bonn), das im Jahr 1922 seinen großen Durchbruch mit der Erfindung des Goldbären hatte. Die Verfasserin geht in ihrer Arbeit auf die Rolle der Firma während und nach dem Zweiten Weltkrieg ein und legt besonderen Schwerpunkt auf die Phase des starken Wachstums seit Ende der 1960er Jahre. Die Arbeit wird ergänzt durch zahlreiche Fotos und Abbildungen, zusätzliches Material erhielt die Verfasserin außerdem durch einen Fernsehfilm des WDR und das dazugehörige Manuskript.",4 SAB 453,1,32 S.,1893,2005,32,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Sabrina Julia P.,Marienschule 613,Die Geschichte eines Tante-Emma-Ladens in dem Westfälischen Dorf Bösensell,"Die Schülerin rekonstruiert die Geschichte eines kleinen Lebensmittelladens in Bösensell, der 1964 von Familie Temme gegründet wurde. Der Laden befindet sich in einem ehemaligen Bauernhaus und wird bis heute von Familienmitgliedern geführt. Die Arbeit basiert auf Interviews mit den heutigen Besitzern.",4 SAB 473,1,12 S.,1844,2005,31,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Bösensell, Luisa K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 636,Die Kriminalpolizei der Stadt Münster,"Die Schüler thematisieren die Entwicklung der Kriminalpolizei am Beispiel der Stadt Münster. Sie gehen in ihrer Arbeit auf die Entstehung und den Aufbau der Kriminalpolizei ein, auf den Wandel der Arbeitsbedingungen, die einzelnen Polizeireviere und die Entstehungsgeschichte der weiblichen Kriminalpolizei. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit einem Polizeibeamten.",4 SAB 492,0,14 S.,1945,2005,187,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Cagla I., Steffen C.",Gymnasium Paulinum 649,Die Münstersche Zeitung,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Unternehmensgeschichte der Münsterschen Zeitung (MZ), die seit 1871 besteht. Die Verfasserinnen untersuchen im ersten Teil ihrer Arbeit insbesondere die Umstände der Gründung der Zeitung, die Annahme durch die Bürger Münsters und die Entwicklungen und Probleme der Arbeit einer Zeitung im Wandel der Zeit. Im zweiten Teil werden die Druckgeschichte und der Beruf des Druckers thematisiert. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Frau Dr. Hecker, die während der Nachkriegszeit bei der MZ arbeitete. Die Verfasserinnen führten außerdem eine Umfrage zur Nutzung des Mediums Zeitung und dessen zukünftiger Rolle als Informationsquelle.",4 SAB 492,0,30 S.,1871,2005,187,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",," Anne R., Kathrin B., Lina K.",Gymnasium Paulinum 653,Die Polizei - dein Freund und Helfer?,"Die Verf. beschäftigt sich am Beispiel der Berufsbiografie eines Zeitzeugen mit dem Wiederaufbau der Polizei in und um Münster nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beweggründe junger Männer, nach dem Zweiten Weltkrieg in den Polizeidienst einzutreten, sowie die Karrierechancen dieser neuen Polizisten in Nordrhein-Westfalen. Die materiale Grundlage bilden vor allem ein ausführliches Interview mit dem Zeitzeugen, das auch im Anhang dokumentiert ist, Akten aus dem Stadtarchiv und der „Villa ten Hompel“ in Münster sowie Informationen aus der Literatur und dem Internet.",4 SAB 532,1,76 S.,1945,2005,216,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Anna Maren J.,Marienschule 663,Die Silbersteine versprachen goldene Berge doch sie hinterließen nur graue Mergelhalden. Der Strontianitbergbau in Drensteinfurt und Umgebung,"Der Verf. beschäftigt sich mit dem Strontianitbergbau in Drensteinfurt bei Münster, der nur ca. 15 Jahre (ab 1874) boomte und dann verschwand, weil das geförderte Mineral, das in der Zuckerindustrie zur Entzuckerung der Melasse gebraucht wurde, durch ein wirtschaftlicheres ersetzt wurde. Der Verf. recherchiert dafür in verschiedenen Archiven, besucht mehrere Museen und Ausstellungen, befragt Experten und fotografiert Bergbauüberreste in seiner Region.",4 SAB 447,1,109 S.,851,1945,93,13,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur",Drensteinfurt, Johannes R.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 705,Dr. Meyer und Rudolf ten Hompel. Zwei Gegensätze und die Untersuchung derer Arbeiten,"Die Schüler rekonstruieren in ihrer Arbeit die Erwerbsbiographien von Alfred Meyer und Rudolf ten Hompel aus Münster. Alfred Meyer war während der Herrschaft der Nationalsozialisten Gauleiter und Reichsstatthalter und Rudolf ten Hompel arbeitete als Politiker der Zentrumspartei und Zementfabrikant. Die Verfasser thematisieren in ihrer Arbeit die sehr unterschiedlichen ‚Blitzkarrieren’ dieser Persönlichkeiten, fragen nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden und untersuchen die heutige Sichtweise und Bewertung der Tätigkeiten von Alfred Meyer und Rudolf ten Hompel. Die Villa ten Hompel in Münster dient heute als Stätte der Erinnerung, Bildung und Forschung über den Nationalsozialismus. ",4 SAB 478,0,76 S.,1891,2005,169,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Christian O., Tobias K.",Gymnasium Paulinum 706,Dr. Paul Pech – Der erste Arzt in Gremmendorf,"Die Schülerin rekonstruiert das Arbeitsleben ihres Großvaters Dr. Paul Pech, der 1945 als erster praktizierender Arzt und Geburtshelfer in Gremmendorf seine Praxis eröffnete. Nach mehreren Umzügen baute Paul Pech ein Haus am Albersloher Weg 455, in dem dann auch die erste Apotheke Gremmendorfs eröffnet wurde. In ihre Arbeit fügt die Verfasserin zahlreiche Fotografien aus Privatbesitz ein. Sie führte außerdem Interviews mit Familienmitgliedern und der damaligen Apothekenbesitzerin Hildegard Laudieck-Deitmaring.",4 SAB 451,1,22 S.,1909,2005,61,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Gremmendorf, Jana Theresa P.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 719,Ein Beruf - Zwei Welten. Die Polizei im Vergleich,"Die Schülerinnen thematisieren den Wandel der polizeilichen Tätigkeit im Osten und Westen Deutschlands seit der Nachkriegszeit. Sie untersuchen, inwiefern sich die Polizeiarbeit in Ost und West bezüglich ihrer Aufgaben und Ziele von der heutigen Polizei unterschied und gehen auch auf die Entwicklung der Deutschen Volkspolizei in der ehemaligen DDR ein. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit Michael Burkhardt, der bei der Münsterschen Polizei arbeitet, und Werner Burkhardt, der zwischen 1945-1951 als Volkspolizist arbeitete und dann aufgrund der politischen Situation von Mückenberg nach Münster flüchtete.",4 SAB 491,0,34 S.,1945,2005,279,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Karolin E., Leonie B., Sarah B.",Marienschule 720,Ein Beruf im Golfstrom: der Golfplatzarchitekt,"Die Verf. beschäftigt sich mit dem noch seltenen und sehr speziellen Beruf des Golfplatzarchitekten. Sie geht der Frage nach, wie sich die Planung und Entwicklung von Golfplätzen seit der Anlage der ersten Golfplätze im 19. Jahrhundert verändert haben. Die Hauptquelle ist ihr Vater, der seit 1987 als Golfplatzarchitekt arbeitet. Daneben stützt sich die Verf. auf einschlägige Literatur.",4 SAB 440,1,30 S.,1401,2005,310,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Isabel S.,Marienschule 743,Eine biographische Entdeckungsreise,"Die Schülerinnen rekonstruieren das berufliche Leben von Prof. Dr. Johannes Wessels (1923-2005), der in Münster und Berlin Jura studierte und zuletzt als Professor für Strafrecht an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster arbeitete. In ihrer Arbeit legen die Schülerinnen den Schwerpunkt auf die schwierigen Studienbedingungen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg und untersuchen insbesondere den Wandel der Lehr- und Lerntechniken im Bereich der Rechtswissenschaften an der Universität in Münster. Prof. Dr. Johannes Wessels war zwischen 1970-1988 Mitglied des Verfassungsgerichtshofes für das Land NRW in Münster und erhielt für diese Tätigkeit 1988 das große Bundesverdienstkreuz. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Dr. Anne Klein, Sozialdezernentin der Stadt Münster, die Prof. Dr. Wessels als Studentin und Promovierende gekannt hatte.",4 SAB 448,0,15 S.,1923,2005,,13,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,WWU Münster," Charlotte R., Nikola W.",Marienschule 744,Eine Brauerei wird geschluckt. Die Geschichte der Germania Brauerei in Münster,"Die Schüler rekonstruieren die Geschichte der ehemaligen Germania-Brauerei aus Münster. Neben der Gründung der Brauerei gehen die Verfasser auch auf die Technik des Bierbrauens, die Öffentlichkeitsarbeit in der Brauerei, die verschiedenen Biersorten, die Tätigkeitsfelder in einer Brauerei und den Produktvertrieb ein. Am Ende der Arbeit versuchen die Verfasser zu analysieren, warum die Germania-Brauerei trotz ihres zwischenzeitlichen Erfolges schließen musste. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Johann Hebendanz, ehemaliger Braumeister und langjähriger Mitarbeiter der Germania-Brauerei.",4 SAB 511,0,31 S.,1247,2005,301,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Felix M., Felix G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 765,Entstehung der Gewerkschaft und Arbeit. Das Beispiel von Arbeitszeitverkürzungen bei der Industriegewerkschaft Metall und der Firma Münstermann in Telgte,Die Schülerin thematisiert die Entstehungsgeschichte der Arbeitszeitverkürzung ausgehend von der Industriellen Revolution in Deutschland. Sie legt hierbei den Schwerpunkt auf die Arbeitszeitpolitik und die Entstehung der 35 Stunden-Woche in der IG-Metall und der Firma Münstermann in Telgte im Münsterland. Abschließend beleuchtet die Verfasserin Vor- und Nachteile der Arbeitszeitverkürzung. Die Arbeit wird durch Zeitzeug*inneninterviews der Firma Münstermann ergänzt.,4 SAB 430,1,62 S.,1769,2005,278,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Telgte, Kathrin W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 766,"Entwicklung des Kaufmannsberufes am Beispiel von Clemens Osterkamp, Mitbegründer von Peek und Cloppenburg Berlin","Die Schülerin untersucht die Erwerbsbiographie ihres Ururgroßonkels Clemens Osterkamp, der der Mitbegründer von Peek und Cloppenburg Berlin war. Neben Informationen über die Entwicklung des Kaufmannsberufes in der Zeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zu den 1930er Jahren des 20. Jahrhunderts geht die Verfasserin auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Großraums Berlin ein. Hierbei wird der Schwerpunkt auf die Zeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg gelegt und dessen Auswirkungen auf das 1901 gegründete P&C-Geschäft in der Gertrudenstraße in Berlin. Die Arbeit wird ergänzt durch Gespräche mit Familienmitgliedern und Fotografien aus der Familienchronik.",4 SAB 513,1,25 S.,1801,1930,61,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Berlin, Christina G.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 767,Entwicklung in der Industrie im Münsterland in den letzten 40 Jahren untersucht am Beispiel von zwei Industriebetrieben,"Der Verf. untersucht am Beispiel zweier Firmen aus dem Münsterland die Entwicklung der Textilbranche und der Möbelbranche in den letzten 40 Jahren. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach den Veränderungen der Arbeitsbedingungen infolge der Globalisierung. Der Verf. stützt sich dabei vor allem auf Gespräche mit (ehemaligen) Mitarbeitern, Firmenunterlagen und Informationen aus dem Internet.",4 SAB 437,1,38 S.,1960,2005,78,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Maximilian T.,Gymnasium St. Mauritz 786,Farb- & Lackherstellung bei der BASF – Arbeit im Wandel,"Die Schülerin rekonstruiert die Firmengeschichte der BASF Coatings AG aus Münster Hiltrup, die heute zu den weltweit führenden Unternehmen in der Herstellung von Fahrzeug- und Industrielacken gehört. Die Verfasserin legt in ihrer Arbeit den Schwerpunkt auf den Wandel der Arbeitsverhältnisse durch den technischen Fortschritt und die Auswirkungen des Ersten und Zweiten Weltkrieges auf die Entwicklung der Firma. Die Arbeit wird ergänzt durch Interviews mit langjährigen Mitarbeitern der BASF Coatings AG.",4 SAB 476,1,18 S.,1865,2005,193,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Hiltrup, Sarah K.,Gymnasium Wolbeck 838,Für 13 Pfennig. Zeitbedingte Arbeitsverhältnisse oder Ausbeutung,"Die Schülerin beschäftigt sich mit dem Thema der weiblichen Erwerbsarbeit in der Textilbranche in der Nachkriegszeit. Anhand der Erwerbsbiographien ihrer Tante und Großmutter, die als Putzmacherin und Schneiderin arbeiteten, zeigt die Verfasserin auf, welche Probleme insbesondere Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Arbeitsmarkt hatten.  Sie geht hierbei darauf ein, was die Rückkehr der Soldaten für viele arbeitende Frauen bedeutete, wie sich die Arbeitsbedingungen der Frauen insbesondere im Bereich der Akkordarbeit gestalteten und wie sich der Wirtschaftsaufschwung in den 1960er Jahren auf die Textilbranche auswirkte. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews.",4 SAB 498,1,48 S.,1939,2005,23,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Christina E.,Marienschule 869,Glück auf und Prost! Vom Bergmann zum Gastwirt. Das Arbeitsleben meines Urgroßvaters Heinrich (1903-1976),"Der Verf. beschreibt das Arbeitsleben seines Urgroßvaters, der im Ruhrgebiet von 1919 bis 1939 Bergmann war und dann aufgrund eines Arbeitsunfalls zum Gastwirt wechselte. Er stützt sich vor allem auf die Informationen seines Großvaters, des ersten Sohnes, der allerdings als Kind nicht beim Vater aufwuchs, sondern wegen des frühen Todes der Urgroßmutter bei Verwandten. Außerdem hat sich der Verf. in Museen und Speziallexika über das Bergmannswesen in der beschriebenen Zeit informiert.",4 SAB 433,1,27 S.,1903,1976,31,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Dustin W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 884,Handle recht und handele recht. Vom Hausieren zum Textilkaufhaus. Die Geschichte der Familie Hettlage,"Der Schüler rekonstruiert die Geschichte seiner Familie, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Hettlage KG gründete. Bis in die 1990er Jahre leitete die Familie die erfolgreichen Unternehmensgruppen Hettlage Nord und Süd, die zeitweise über 40 Textil-Kaufhäuser in Norddeutschland beinhaltete. Der Verfasser untersucht in seiner Arbeit die Entstehung des so genannten „Tüöttentums“ und die Entwicklung dieser einfachen Handelsreisenden zu Eigentümern großer Textilkaufhäuser. Der Verfasser besuchte das Tüöttenmuseum in Mettingen und führte Interviews mit Mitgliedern der Familie Hettlage.",4 SAB 528,1,73 S.,1630,2005,206,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Moritz R.,Gymnasium Paulinum 910,"Hereinspaziert, hereinspaziert – Das Leben eines Schaustellers auf dem Send","Die Schülerinnen untersuchen die Geschichte des Sends in Münster. Der Send ist ein Volksfest, das dreimal im Jahr stattfindet und dessen Ursprünge bis ins 9. Jahrhundert zurückgehen. In ihrer Arbeit veranschaulichen die Verfasserinnen die Entstehung des Sends, den Wandel der Arbeitsbedingungen der Schausteller und ihrer Ausstattungen sowie die Motive der Menschen, die auf dem Send arbeiten. Die Arbeit wird ergänzt durch Interviews mit Klaus-Peter Köhne, der einen traditionellen Imbissstand auf dem Send betreibt, und Ursula Arning, die das Kinderkarussell leitet.",4 SAB 517,0,21 S.,889,2005,142,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Julia L., Svenja G.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 925,Historischer Wandel als Therapiemöglichkeit - am Beispiel der Westfälischen Klinik Münster,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit der Geschichte und dem Wandel der psychiatrischen Therapiemöglichkeiten an der Westfälischen Klinik Münster, deren Ursprung auf das ehemalige Kloster Marienthal zurückgeht. Die Verfasserinnen thematisieren in ihrer Arbeit insbesondere den Einfluss des Zweiten Weltkriegs, den Wiederaufbau nach dem Krieg und die Veränderungen in der Behandlung und dem Umgang mit den Patienten. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit Mitarbeitern der Klinik.",4 SAB 488,0,55 S.,1852,2005,268,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Westfälische Klinik," Anna C., Theresa B.",Ratsgymnasium 932,Holzschuhmacher. Ein austerbender Beruf,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Beruf des Holzschuhmachers, der bis ins 12. Jahrhundert zurückgeht, aber heutzutage kaum noch praktiziert wird. Die Schülerinnen veranschaulichen in ihrer Arbeit den Wandel der Arbeitsbedingungen und Herstellungsweise der Holzschuhe. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit Franz Gausling, einer der drei letzten Holzschuhmacher in Nordrhein-Westfalen.",4 SAB 502,0,13 S.,1101,2005,264,13,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Lena F., Lena H., Maike N.",Marienschule 991,Keine Zeit für Hausaufgaben,"Die Schülerin rekonstruiert das Arbeitsleben ihrer Großmutter Antonia Herbers, die bereits als junges Mädchen auf dem Hof ihrer Eltern mithelfen musste. Die Verfasserin legt in ihrer Arbeit den Schwerpunkt auf den Wandel des Stellenwerts von Schule und Bildung.",4 SAB 475,1,9 S.,1923,2005,264,13,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Theresa K.,Marienschule 995,Kinderarbeit - Ein Teufelskreis der Armut,"Die Schülerinnen thematisieren das weltweite Problem der Kinderarbeit. In ihrer Arbeit stellen sie Hilfsorganisationen vor, die sich meist ehrenamtlich gegen Kinderarbeit und für die Rechte der betroffenen Kinder einsetzen. Hierbei gehen sie auch auf die 54 Punkte der UN-Kinderrechtskonvention ein. Die Verfasserinnen schildern außerdem die Zustände der Kinderarbeit in Ländern wie Nepal, Malaysia und Indien. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Edith Moldrickx, Leiterin von UNICEF in Münster.",4 SAB 499,0,18 S.,1946,2005,187,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Flora L., Victoria E.",Gymnasium Paulinum 1017,Krankenhauspsychiatrie im Wandel der Zeit am Beispiel der Westfälischen Kliniken in Münster. Vom Irrenwärter zum Fachkrankenpfleger/-schwester für Psychiatrie,"Der Schüler rekonstruiert die Geschichte der Westfälischen Kliniken in Münster, die 1877 gegründet wurden. Die Arbeit ist in drei Schwerpunkte gegliedert. Im ersten Teil geht der Verfasser auf die Gründungsgeschichte der Klinik ein, im zweiten Teil werden die Strukturen der Klinik und die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten geschildert. Der dritte und letzte Teil der Arbeit umfasst abschließend den Wandel des Berufs des Krankenpflegers.",4 SAB 441,1,33 S.,1877,2005,278,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",Westfälische Klinik, Roland S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1041,Landrat – mehr als ein Schreibtischjob? „Das Alte zu wahren. Dem Fortschritt zu dienen“. Arbeit und Selbstverständnis des Landrates und späteren Oberkreisdirektors des Kreises Ahaus Felix Sümmermann (1889-1970),"Die Verf. erzählt die Geschichte ihres Urgroßvaters Felix Sümmermann, der seit 1920 Landrat des Kreises Ahaus war und diese Position in der Weimarer Republik, im Dritten Reich bis zum Krieg und wiederum in der Bundesrepublik dann als Oberkreisdirektor bis 1955 innehatte. Dabei ist es ihr Ziel, die individuelle Lebensgeschichte in die lokale und deutsche Geschichte einzubinden. Die materiale Grundlage bilden unveröffentlichte Lebenserinnerungen von Sümmermann, Gespräche mit der Tochter (Großmutter der Verf.), zahlreiche Akten, Fotos und Dokumente aus dem Familienarchiv, Zeitungsartikel, Sekundärliteratur und Informationen aus dem Internet.",4 SAB 470,1,86 S.,1889,1967,216,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Ahaus , Elisabeth K.,Marienschule 1054,"Lehmhütte, Fachwerkhaus oder Wolkenkratzer. Ein Beitrag zum Hausbau in der Geschichte","Die Schülerin untersucht die Entwicklung und Entstehung des Häuserbaus. Sie geht in ihrer Arbeit den Fragen nach, ab wann die ersten Häuser gebaut wurden, welches Material sich für den Häuserbau eignet und weshalb einige Häuser Jahrhunderte überdauern, andere hingegen nur einige Jahrzehnte. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit dem Großvater der Verfasserin, in dem der Schwerpunkt auf dem Fachwerkbau im 18. Jahrhundert in Westfalen gelegt wurde.",4 SAB 531,1,24 S.,1700,2005,142,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Vera B.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1063,Luise Wittefeld geb. Massmann. Arbeiten auf dem Lande - damals,"Die Schülerin thematisiert die Arbeit auf dem Land anhand des Lebens ihrer Ururgroßmutter Luise Wittefeld, die den landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Schwiegereltern im Kreis Osnabrück führte. In ihrer Arbeit geht die Verfasserin auf die Auswirkungen der beiden Weltkriege auf die Landwirtschaft ein, den Wandel der Arbeitsbedingungen auf dem Land und den Einsatz von Kriegsgefangenen auf Bauernhöfen während des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Die Arbeit basiert auf Interviews mit Familienmitgliedern.",4 SAB 495,1,22 S.,1887,1950,,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Camilla D.,Marienschule 1066,Mao Tse-tung lehrte meine Mutter den Reisanbau,"Die Schülerin rekonstruiert das Leben ihrer Mutter, Chunxiao Jing, die im Herbst 1977 im Zuge der Kulturrevolution in eine bäuerliche Genossenschaft in der nordchinesischen Provinz Liaoning „verschickt“ wurde. Dort mussten sie und andere „Städter“ und „Bürgerliche“ harte körperliche Arbeit verrichten. 1979 konnte Chunxiao Jing dann ein Studium beginnen, wird Professorin für Geschichte und ging 1993 für einen Forschungsaufenthalt nach Deutschland, wo sie bis heute lebt. Neben den persönlichen Erfahrungen ihrer Mutter geht die Verfasserin ausführlich auf den geschichtlichen Kontext der Kulturrevolution unter Mao Tse-tung ein. Am Ende ihrer Arbeit beleuchtet die Schülerin kritisch den Wert und die Sinnhaftigkeit von Arbeit, den Zusammenhang von Arbeit und Gerechtigkeit sowie die Diskrepanz zwischen Bezahlung und gesellschaftlicher Verantwortung und Anerkennung unterschiedlicher Tätigkeiten. Die Arbeit basiert auf einem Zeitzeugeninterview mit Chunxiao Jing.",4 SAB 424,1,15 S.,1949,2005,329,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",China, Jingyi Z.,Marienschule 1079,Masematte. Die Sprache der Arbeiter. Was hat Sprache mit Arbeit zu tun?,"Die Verf. untersuchen die Masematte als subkulturelle Sprache der Kanalarbeiter, die es in Münster als dritte Sprache neben dem Hoch- und dem Plattdeutschen in der Zeit zwischen ca. 1870 und 1950 gab. In dieser Zeit wurde es vornehmlich in Münsters Vierteln der „kleinen Leute“ gesprochen. Heute gibt es die Sprache praktisch nicht mehr, da die Sprechergemeinschaften während des Zweiten Weltkriegs größtenteils zerstört oder ausgebombt worden sind. Die Verf. gehen der Frage nach, warum sich eine solche Sprache unter Arbeitern entwickelt hat und was die Sprache mit Arbeit zu tun hat. Die Untersuchung basiert auf einigen Zeitzeug*inneninterviews, Adressbüchern der Stadt Münster, Artikeln der Münsterschen Zeitung und der Westfälischen Nachrichten sowie einschlägiger Literatur",4 SAB 469,0,32 S.,1843,2005,61,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Christel S., Judith K., Judith P.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1089,Mein Opa und seine Arbeit im Wandel der Zeit. Landwirtschaft im Wandel der Zeit am Beispiel von Westfalen-Lippe,"Der Schüler untersucht die Veränderungen in der Landwirtschaft seit 1900 am Beispiel der Arbeit seines Großvaters, der als Personalsachbearbeiter beim Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) arbeitete. Der WLV geht auf den 1862 gegründeten Westfälischen Bauernverein zurück und wurde 1947 als freie berufsständige Organisation für die Bauern in Westfalen-Lippe neu gegründet. In seiner Arbeit geht der Verfasser auf den Wandel der Arbeit in landwirtschaftlichen Betrieben ein, insbesondere auf veränderte Erntetechniken durch neue Maschinen, die Konkurrenz landwirtschaftlicher Produkte aus Europa und die Abwanderung von Arbeitskräften aus dem ländlichen Raum. Die Arbeit basiert auf dem Interview des Schülers mit dem eigenen Großvater.",4 SAB 523,1,11 S.,1900,2005,142,13,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Jonas H.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1094,"Meine Oma als Bäuerin, Mutter und Hausfrau – viele Stunden Arbeit ohne Pause","Die Schülerin untersucht die Arbeit in der Landwirtschaft. Anhand des Beispiels ihrer Großmutter Antonia Hullermann, die viele Jahre in einem landwirtschaftlichen Betrieb arbeitete, veranschaulicht die Verfasserin die schwere körperliche Arbeit auf dem Land.",4 SAB 524,1,8 S.,1929,2005,264,13,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Anna H.,Marienschule 1095,Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad? Das Leben einer Bäuerin,"Die Schülerinnen rekonstruieren das Leben von Maria Jostmeier, Großmutter von Janina Jostmeier, die als Bäuerin auf einem Hof in Schapdetten arbeitete und bis heute dort lebt. Die Verfasserinnen thematisieren in ihrer Arbeit die Arbeitsbedingungen auf dem Land, den Wandel der landwirtschaftlichen Tätigkeiten durch technische Errungenschaften und den Arbeitsalltag einer Bäuerin. Die Schülerinnen gestalten in ihrer Arbeit einen schriftlichen Talkshowbeitrag und ein kurzes Drehbuch zu einer möglichen Videosequenz über den Wandel des Lebens auf einem Bauernhof. Die Arbeit basiert auf Erzählungen von Maria Jostmeier.",4 SAB 526,0,49 S.,1930,2005,329,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Schapdetten," Carolin R., Janine J., Julia K.",Marienschule 1101,MH Plus statt Spaten. Die Geschichte der Firma Benning Garten und Landschaftsbau in Münster von 1912 bis heute,"Die Schüler rekonstruieren die Gründungsgeschichte der Firma Benning, die zunächst eine Baumschule war und die sich heutzutage hauptsächlich auf die Gestaltung von Fußgängerzonen, Grünanlagen und Vorplätzen spezialisiert hat. Die Schüler thematisieren den Wandel der Arbeitsbedingungen, den wirtschaftlichen Aufschwung seit den 1960er Jahren und die Auswirkungen der technischen Erneuerungen. Die Arbeit basiert auf Interviews mit Mitarbeitern in unterschiedlichen Bereichen der Firma Benning.",4 SAB 487,0,20 S.,1912,2005,31,13,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Ferdinand B., Marvin L., Max S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1108,Mit Leder zum Erfolg,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte der Familie Häckel, die 1945 aus Neiße in Schlesien vertrieben wurde und sich 1947 in Münster niederließ und eine Firma für Lederhandschuhe gründete. Die Firma war sehr erfolgreich und nach der Wiedervereinigung gründete Joachim Häckel gemeinsam mit Wolfgang Wersich eine weitere Firma in Elsterwerda. In ihrer Arbeit gehen die Verfasserinnen auf die Probleme der Firma ein, die durch Auslagerung von Teilen der Produktion nach Osteuropa entstanden. Weiterhin wird nach den Gründen für die Erfolgsgeschichte der Firma gefragt und es wird analysiert, wie es zur Schließung der ersten Firma in Münster kam. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit dem Leiter der Firma, Joachim Häckel.",4 SAB 485,0,22 S.,1945,2003,161,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Ranjani B., Theresa V.",Marienschule 1110,Mittendrin und doch am Rande. Wenn ein bedeutender Hof in Vergessenheit gerät,"Die Schülerin untersucht die Geschichte des Hofes Herding in Münster Hiltrup, dessen Gebäude heute unter Denkmalschutz stehen. Die Geschichte dieses Hofes, der auch als „Haus Hiltrup“ und „Wiege der Gemeinschaft“ bezeichnet wird, ist eng verknüpft mit der des Herz-Jesu-Krankenhauses in Hiltrup. Das Krankenhaus wurde mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen des Hofes versorgt und auch einige Schwestern des Krankenhauses arbeiteten dort. In ihrer Arbeit geht die Verfasserin auf die Entstehungsgeschichte des Hofes und des Ortes Hiltrup ein, zeigt die Auswirkungen des Krieges auf die Tätigkeiten am Hof, den Wandel der Arbeitsbedingungen und die enge Zusammenarbeit mit den Schwestern und dem Krankenhaus. Aufgrund des besonderen Schutzes, unter dem das Haus steht, sind viele Unterlagen gut erhalten und werden der Arbeit in Form von Grundrissen und insbesondere Fotografien beigefügt. Die Arbeit wird ergänzt durch Interviews mit den Schwestern Richtrud und Bartholumäa sowie den Pächtern des Hofes.",4 SAB 515,1,85 S.,601,2005,142,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Hiltrup, Sarah G.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1169,"Nie den Faden verloren...? Die Geschichte der Fa. Bispinck & Bauer Weberei und Karl Ribbers, Valentins Großvater","Die Schüler thematisieren die wirtschaftlichen Veränderungen der Textilindustrie im 20. Jahrhundert, die ebenso wie andere altindustrielle Branchen von einem tief greifenden Strukturwandel erfasst wurden. In ihrer Arbeit rekonstruieren die Schüler die Geschichte der Firma Bispinck & Bauer, die 1907 in Horstmar als Weberei gegründet wurde und bis Ende der 1990er Jahre bestand. Die Verfasser verknüpfen die wechselhafte Firmengeschichte mit der Erwerbsbiographie von Karl Ribbers, der 1959 Geschäftsführer der Firma wurde und 1998 sein 70-jähriges Firmenjubiläum feierte. Die Arbeit basiert auf einem Zeitzeugeninterview mit Conrad Bispinck.",4 SAB 468,0,37 S.,1907,1998,,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Horstmar ," Gregor Z., Valentin K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1172,Nur gemeinsam schaffen wir mehr ... Die Ketteler-Siedlung Letterhausweg in Münster Gremmendorf,"Die Verf. untersuchen die Entstehung der Ketteler-Siedlung Letterhausweg in Münster-Gremmendorf, die von den Bauherren von 1958 bis 1961 genossenschaftlich errichtet wurde. Dabei interessieren sich die Verf., die heute selbst in der Siedlung leben, besonders für das genossenschaftliche Modell, bei dem alle Siedler nicht nur ihre eigenen, sondern alle Häuser bauten und die Arbeitsanteile durch ein Stundensystem ausgewiesen wurden. Sie stützen sich auf zahlreiche Gespräche mit Zeitzeugen, vielfältiges Quellenmaterial vom Foto über Bauzeichnungen und Stundenzettel bis zum Grundbuchauszug, das auch im Anhang dokumentiert ist, und Informationen aus der Literatur.",4 SAB 454,0,61 S.,1945,2005,252,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Gremmendorf," Jakob M., Ludwig M.",Gymnasium Paulinum 1209,Pritschen und Baggern topp – Freizeit und Jugend flopp??? Das Kooperationsmodell KvG-USC oder Wann wird Volleyballspielen zu Arbeit?,"Die Verf. beschäftigen sich in diesem als Volleyball aufgemachten Beitrag mit der Geschichte der Kooperation ihrer eigenen Schule mit dem Volleyball-Bundesligisten USC Münster. Sie gehen der Frage nach, wann Sport vom Hobby zum Beruf wird und welche Auswirkungen der Profisport auf einzelne Spieler(talente) hatte und hat. Die materiale Grundlage bilden Zeitungsartikel und sportwissenschaftliche Aufsätze sowie zahlreiche Spieler- und Trainerbefragungen. Der Arbeit sind eine ausführliche Sammlung von Fotografien und Zeitungsartikeln in digitalisierter Form beigefügt.",4 SAB 527,0,89 S.,1970,2005,142,13,"Bilder, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Sporthalle Berg Fidel," Pia H., Sina K., Thessa P.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1213,Profifußball als Arbeit? Der Weg vom Amateurfußball über den Vertragsfußball bis hin zum frühen Vollprofitum anhand des Traditionsvereins SC Preußen Münster,"Der Schüler thematisiert die Entstehung des Profifußballs anhand des Vereins SC Preußen Münster im Zeitraum von 1948 bis 1968. Die Arbeit ist in zwei Themenschwerpunkte gegliedert. Der erste Abschnitt umfasst die Zeit von 1948 bis 1961, die von der Einführung des so genannten Vertragsspielers gekennzeichnet ist. Im zweiten Abschnitt ab 1961 beschreibt der Verfasser die Entwicklung des SC Preußen Münster zu einem professionellen Fußballverein, der in den 1950er und 1960er Jahren mit dem „Hunderttausend-Mark-Sturm“ seine größten fußballerischen Erfolge feierte. Neben der Rolle des DFB bei der Realisierung des „Profitums“ wird auch auf die Bedeutung der Veränderungen für Verein und Spieler eingegangen. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Herrn Klöver, der in den 1960er Jahren bei der Spielervereinigung Erkenschwick spielte und später Mitglied des Aufsichtsrates beim SC Preußen Münster war.",4 SAB 452,1,22 S.,1948,1968,278,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Markus P.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1246,Scherbenhaufen. Frauen räumen auf.,"Die Schüler thematisieren die Rolle der so genannten „Trümmerfrauen“ beim Wiederaufbau Münsters. Hierbei untersuchen sie zunächst die Auswirkungen der Bombenangriffe auf Münster während des Zweiten Weltkriegs und die Situation der Stadt in der deutschen Nachkriegszeit. Im Anschluss daran versuchen die Verfasser aufzuzeigen, warum es Trümmerfrauen gegeben hat, wie sie speziell in Münster gelebt und gearbeitet haben und ob ihre Arbeit für das Gemeinwohl heute anerkannt wird. Die Arbeit wird ergänzt durch Interviews mit Zeitzeuginnen, die nach dem Zweiten Weltkrieg am Wiederaufbau Münsters beteiligt waren.",4 SAB 504,0,52 S.,1940,2005,142,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Alena F., Jan S., Yvonne G.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1252,Schneidermeister,"Die Schülerinnen untersuchen den Wandel des Schneiderberufes anhand der Erwerbsbiographie von Anna Kniesels Großvater, der 1935 seine Lehre als Herrenschneider begann und sich nach seiner Lehre selbstständig machte. In ihrer Arbeit gehen die Verfasserinnen auf die veränderten Ausbildungsbedingungen und Prüfungen ein, auf die verschiedenen Fachrichtungen in der Ausbildung des Berufs Schneidermeister und auf die verschiedenen Werkzeuge, Stoffe und Techniken beim Nähen. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit Heinz Kniesel.",4 SAB 507,0,20 S.,1935,2005,276,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Anna K., Farina F.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1276,Sich regen bringt Segen! Der Wiederaufbau des Prinzipalmarkts in Münster nach 1945,"Der Schüler thematisiert den Wiederaufbau des bekannten Prinzipalmarkts im Herzen der Altstadt von Münster. Der Prinzipalmarkt wurde im Mittelalter als Marktplatz gebaut und während des Zweiten Weltkrieges fast vollständig zerstört. Der Verfasser konzentriert sich in seiner Arbeit auf die Räumungsarbeiten und den Wiederaufbau des Rathauses des Westfälischen Friedens, um das große Engagement der Bürger beim Wiederaufbau ihrer Stadt zu verdeutlichen. Der Arbeit ist ein separater Arbeitsbericht beigefügt.",4 SAB 467,1,21 S.,1945,1958,278,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente",Prinzipalmarkt, Robert v.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1293,"St. Lamberti Thürmer zu Münster im Kreis einiger Kollegen. Zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft eines (ur-)alten Berufs","Der Beitrag befasst sich mit der Geschichte und Gegenwart des Berufs des Türmers am Beispiel des Münsteraner Türmers von St. Lamberti. Die wesentliche Grundlage des Beitrags bilden Interviews mit fünf Türmern aus verschiedenen Städten - darunter eines mit dem Türmer von St. Lamberti -, einige Sekundärliteratur sowie die erste Ausgabe der Zeitung „Der Türmer von Lamberti - Wöchentliche Unterhaltungsbeilage der Münsterschen Zeitung“ (1923).",4 SAB 438,0,93 S.,1201,2005,72,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Lamberti-Kirche, Münster"," Fabian B., Ludwig G., Tobias T.",Schillergymnasium 1300,Stellmacher und Wagner,"Der Schüler rekonstruiert die Entstehungsgeschichte des Berufs Stellmacher, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhunderte zurückgehen. Der eigentliche Stellmacherberuf entstand im frühen 19. Jahrhundert aus den beiden Berufen Radmacher und Wagner. Ein Radmacher spezialisierte sich auf die Produktion von Wagenrädern, während die Wagner die Wagengestelle fertigten. Seit den 1950er Jahren ging der Beruf stetig zurück, als Grund hierfür wird in der Arbeit die Umstellung der Landwirte auf Traktoren und Maschinen genannt. Die letzten Lehrlinge wurden zwischen 1946 und 1948 ausgebildet. In seiner Arbeit konnte der Verfasser auf Informationen und Material aus der eigenen Familie zurückgreifen, da sein Ururgroßvater Wilhelm Röskenbleck (geb. 1850) als Stellmacher arbeitete. Seine Werkstatt wurde von drei Familiengenerationen geführt.",4 SAB 446,1,6 S.,1201,1970,222,13,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Felix R.,Schule für Blinde und Sehbehinderte 1314,Textilindustrie im Westmünsterland,"Der Schüler rekonstruiert die Geschichte der Textilindustrie im Westmünsterland seit dem 16. Jahrhundert. Hierbei geht er auf die Anfänge der Textilindustrie ein, insbesondere auf die Entwicklung der Leinenproduktion in Westfalen, die Auswirkungen der maschinellen Flachsspinnerei seit den 1840er Jahren und die Folgen der industriellen Revolution auf den Bereich der Textilindustrie. Die Arbeit wird ergänzt durch Interviews mit Zeitzeugen, die in unterschiedlichen Bereichen der Textilindustrie im Münsterland tätig waren. Der Arbeit sind selbstgefertigte Stoffproben der Ururgroßmutter des Verfassers beigefügt.",4 SAB 529,1,36 S.,1501,2005,,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, David B.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1322,Töpferei. Vom Handwerk zum Kunsthandwerk,Die Schülerin beschäftigt sich mit der Entstehungsgeschichte des Töpferhandwerks in Deutschland und Pakistan. Sie geht hierbei auf die Unterschiede zwischen den Ländern ein und den jeweiligen Veränderungen des Berufbildes bis heute. Die Verfasserin besuchte die Töpfereien Rauer Keramik in Venne/Osnabrück sowie Stüber in Westfalen und führte Interviews. Sie durfte außerdem die dortigen Töpfer bei ihrer Arbeit begleiten. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage zu Kenntnissen des Töpferberufs.,4 SAB 482,1,33 S.,-6000,2005,228,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",, Mara A.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1326,Tritschoks-Schuhe seit 1824,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte des Schuhhauses Tritschoks, das 1824 von dem Schuhmachermeister Carl Christian Tritschoks gegründet wurde und sich bis heute in Familienbesitz befindet. In ihrer Arbeit thematisieren die Verfasserinnen die Entstehung und Geschichte des Schuhladens, die Verfahren der manuellen Anfertigung von Schuhen sowie die Veränderung der Arbeitsbedingungen durch Maschinen. Das heutige Schuhgeschäft wurde bisweilen um eine Abteilung für orthopädisches Schuhwerk erweitert. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit Ilse und Helmut Tritschoks.",4 SAB 520,0,68 S.,1824,2005,216,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Bettina S., Eda H.",Marienschule 1328,Trümmerfrauen – Heldinnen der Nachkriegszeit? Die Trümmerfrauen in Münster,"Die Schülerinnen thematisieren in ihrer Arbeit den Wiederaufbau Münsters nach dem Zweiten Weltkrieg anhand der so genannten „Trümmerfrauen“. Sie gehen hierbei den Fragen nach, worin die Arbeit der Trümmerfrauen genau bestand, welche Aufgaben und Arbeitsbedingungen diese vorfanden und inwiefern die Arbeit der Frauen wertgeschätzt wurde. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit einer Zeitzeugin.",4 SAB 483,0,22 S.,1945,1947,161,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Maria W., Shakti Ananda B.",Marienschule 1341,"Unkraut, Kriegsgemüse, Knochenarbeit. 202 Jahre Arbeit im Botanischen Garten Münster","In dem Beitrag geht es um den Arbeitsplatz Botanischer Garten in Münster in den letzten 200 Jahren. Die materiale Grundlage bilden neben einiger Sekundärliteratur Gespräche mit Zeitzeugen und Experten, eine Umfrage unter heutigen Mitarbeitern, Fotos aus privatem Besitz sowie eine umfangreiche Sammlung von Zeitungsartikeln aus den Beständen des Botanischen Gartens.",4 SAB 494,1,89 S.,1580,2005,142,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews","Botanischer Garten, Münster", Katrin D.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1362,Verkäuferin. Das allmähliche Verschwinden eines alltäglichen Berufs,"Ausgehend von der Schließung des kleinen Lebensmittelgeschäftes „Feinkost Vahle“ in der Nähe ihrer Wohnung im Dezember 2004, untersucht die Verf. die Veränderungen im Verkäuferinnenberuf in den letzten 50 Jahren. Am Beispiel des Berufs- und Lebensweges dreier Verkäuferinnen, von denen zwei bis zur Schließung bei Vahle gearbeitet haben, verfolgt sie den Trend zum Abbau von qualifiziertem Personal im Lebensmitteleinzelhandel sowie den Wandel der Beziehung von Angestellten und Kunden. Die Grundlage des Beitrags bilden ausführliche Gespräche mit den drei Zeitzeuginnen (Jg. 1931, 1938, 1970), Informationen von Experten, Dokumente aus dem Stadtarchiv Münster und aus privatem Besitz sowie Literatur und Informationen aus dem Internet.",4 SAB 454,1,98 S.,1931,2005,61,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Friederike K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1380,Vita Nova: Der Berufsweg der kroatischen Krankenschwester Romana Baric,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Erwerbsbiographie von Romana Baric, Tena Barics Mutter. Romana Baric schloss 1986 ihre Ausbildung zur Krankenschwester in Kroatien ab und arbeitet seit den 1990er Jahren in Münster. Die Verfasserinnen thematisieren in ihrer Arbeit die unterschiedlichen Stationen im Erwerbsleben von Romana Baric und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten ihrer Arbeit in Kroatien und Deutschland. Die Arbeit wird ergänzt durch Informationen über das Josephinum, Institut für Geschichte der Medizin der Universität Wien, und über Behandlungsmöglichkeiten verschiedener Krebserkrankungen.",4 SAB 486,0,35 S.,1920,2005,142,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Kroatien," Ramona B., Tena B.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1389,Vom Bauernhof zum Reiterhof: Die Wandlung des Hofs Große Hellmann in Bösensell bei Münster,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte des Hofes Große Hellmann in Bösensell im Münsterland, dessen Geschichte bis in das 14. Jahrhundert zurückgeht. Die Verfasserinnen legen den Schwerpunkt auf den Wandel der Arbeit auf dem Hof, deren landwirtschaftliche Produktion in den 1980er Jahren zurückging und der Reitsport vermehrt vorangetrieben wurde. Heute ist der Hof hauptsächlich ein Reithof mit einer Pferdereitschule und Pensionspferden. Der Ackerbau wird kaum noch betrieben und beschränkt sich heute u.a. auf den Spargelanbau. Im letzten Teil der Arbeit gehen die Verfasserinnen auf die Auswirkungen des Strukturwandels auf die Landwirtschaft ein. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit den heutigen Besitzern des Hofes Große Hellmann.",4 SAB 428,1,17 S.,1364,2005,31,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Bösensell," Caroline W., Julia W.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1391,Vom Dreschflegel zum Mähdrescher - Die Firma Claas revolutioniert die Landwirtschaft,"Die Schülerinnen untersuchen die Firmengeschichte des Betriebes Claas, der 1913 gegründet wurde. Die Firma ist seit 1921 für den patentierten Knoterapparat mit hoher Bindesicherheit zum rationellen Strohbinden bekannt und beliefert landwirtschaftliche Betriebe mit den Claas-Maschinen, insbesondere mit verschiedenen Mähdreschern. In ihrer Arbeit zeigen die Verfasserinnen den Wandel der Arbeit in der Landwirtschaft durch die technischen (Er-) Neuerungen auf und gehen auf die Entstehungsgeschichte der einzelnen landwirtschaftlichen Maschinen und deren Vertrieb durch die Firma Claas ein. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Herrn Große Thier, der selbst auf seinem Hof Claas-Maschinen einsetzt.",4 SAB 510,0,42 S.,1859,2005,329,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Anna G., Sandra G.",Marienschule 1397,Vom Klanken und Einwecken - Die Arbeit auf einem Kotten im Wandel der Zeit,"Die Verf. beschäftigt sich mit dem Wandel der Arbeit auf einem Kotten, einem nebenberuflich betriebenen Bauernhof, und damit auch mit der Geschichte der Familie ihres Vaters. Dort wurde über viele Generationen Landwirtschaft betrieben, die inzwischen aber aufgegeben wurde. Die materiale Grundlage bilden Gespräche mit der Großmutter und dem Großonkel, Fotos und Akten aus deren Besitz, Literatur und Informationen aus dem Internet.",4 SAB 490,1,73 S.,-6000,2005,142,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Vanessa B.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1401,Vom Schützenverein zum Weltwirtschaftsforum. Wie verändert sich das Profil eines Firmenchefs während des Globalisierungsprozesses?,"Die Verf. untersucht die Geschichte der Mendener Firma OBO-Bettermann, die 1919 von ihrem Urgroßvater gegründet wurde und heute ein Großunternehmen mit Niederlassungen in fast allen europäischen Ländern und auf allen Kontinenten ist. Im Mittelpunkt des Beitrags steht dabei die Frage nach der Entwicklung und Veränderung des Firmenleiterprofils im Zuge des Globalisierungsprozesses. Die Verf. stützt sich neben Literatur und zahlreichen Zeitungsartikeln dabei auf ausführliche Gespräche mit dem aktuellen Firmeninhaber Ulrich Bettermann und dessen Sohn sowie der Tochter des Firmengründers (Großmutter der Verf.).",4 SAB 514,1,42 S.,1879,2005,70,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Menden , Theresa G.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1405,Vom Weber zum Textilmaschinenführer. Eine alte Kulturtechnik im Wandel der Zeit,"Die Schülerinnen rekonstruieren den Wandel des Weberberufs. Neben der Entstehungsgeschichte dieses Berufsfelds gehen die Verfasserinnen auch darauf ein, welche Stoffe zum Weben genutzt wurden, welche verschiedenen Arbeitsschritte durchgeführt werden mussten und wie sich der Webstuhl veränderte. Sie führten Interviews mit ihrer Großmutter, die lange Zeit als Weberin arbeitete. In ihrem Interview legen die Schülerinnen den Schwerpunkt auf die Folgen der Modernisierung in der Weberei und den beruflichen Werdegang ihrer Großmutter, die 1942 ihre Gesellenprüfung in der Meisterschule des Deutschen Handwerks Staatliche Fachschule in Kassel ablegte. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Anton Cramer, Inhaber der Firma Anton Cramer & Co. in Greven. Außerdem besuchten die Schülerinnen das Heimatmuseum in Münster Kinderhaus und die Freilichtmuseen an der Glentleiten und in Längenfeld im Ötztal.",4 SAB 444,0,45 S.,-1900,2005,11,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Viviane S.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1406,Von Altlepperrn und Pastetenbäckern. 800 Jahre Arbeit und Leben am Münsterschen Drubbel,"Die Schülerin beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit der Geschichte des Drubbels in Münster, eine kleine Häusergruppe auf dem Prinzipalmarkt, die bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts Teil des Münsterschen Stadtbilds war. In ihrer Arbeit analysiert die Verfasserin den Wandel der Lebens- und Arbeitsverhältnisse seit dem 12. und 13. Jahrhundert bezogen auf den Drubbel. Hierbei bezieht sie auch Erkenntnisse der archäologischen Grabungen mit ein, die zwischen 2002 und 2003 durchgeführt wurden und die Kellergewölbe des damaligen Drubbels untersuchten. Die Ergebnisse der Grabungen können heute im Stadtarchiv eingesehen werden.",4 SAB 481,1,74 S.,1170,2005,195,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Laura A.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1419,Von der Sackbuchhaltung zum Creative Business. Strukturwandel des Münsteraner Hafens,"Die Verf. beschäftigen sich mit dem Strukturwandel des über 100 Jahre alten Hafenareals in Münster von einem Importhafen über einen Kriegshafen zu einem Zentrum der alternativen Szene und einer bevorzugten Münsteraner Wohngegend in der Gegenwart, in der lediglich alte Industriekräne und aus Nostalgie erhaltene Getreidepumpen die alte gewerbliche Nutzung erkennen lassen. Dabei stellen sie sozialgeografische und wirtschaftliche Aspekte des Wandels in den Vordergrund. Die materiale Grundlage bilden ausführliche Interviews u.a. mit einem ehemaligen Wirtschaftsdezernenten Münsters und einem Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung GmbH, Veröffentlichungen des Stadtplanungsamtes, einige Akten, Sekundärliteratur und Informationen aus dem Internet.",4 SAB 500,0,122 S.,1898,2005,278,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Innenhafen, Münster"," Linus F., Marko R.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1420,Von der Tippse zur Büromanagerin. Ein typischer Frauenberuf im Wandel,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit typischen ‚Frauenberufen’ anhand des Wandels des Sekretärinnenberufs. In ihrer Arbeit untersuchen die Verfasserinnen die veränderten Voraussetzungen zur Ergreifung dieses Berufs, die Ausbildungsbedingungen und die heutigen Tätigkeiten und Anforderungsgebiete. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit einer ehemaligen Schulsekretärin der Marienschule, Maria Stratmann, die zwischen 1947 und 1986 an der Schule arbeitete, und einer Auszubildenden. Die Verfasserinnen führten außerdem eine Umfrage zu den Sichtweisen und Vorurteilen in Bezug auf Sekretärinnen durch.",4 SAB 477,0,46 S.,1920,2005,329,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews","Mädchengymnasium Marienschule, Münster"," Anin K., Ann-Kathrin K., Maria O.",Marienschule 1435,Wanted. Dead or Alive - Die Gilden Münsters,"Die Schüler der Klasse 8d der Marienschule beschäftigen sich anhand ausgewählter Handwerksbereiche mit dem Wandel der Gilden in Münster. Hierbei bearbeiten einzelne Schülergruppen je einen Beruf, die behandelten Berufe umfassen den Hufschmied, Goldschmied, Kramer, Kürschner, Schneider und das Schuhmacherhandwerk. In den einzelnen Beiträgen konzentrieren sich die Schüler auf den Wandel des Berufsbildes, der Organisation in der Gilde und den veränderten Arbeitsbedingungen. Die Mehrzahl der Gruppen ergänzt ihre Arbeit mit Interviews und einem individuellen Arbeitsbericht.",4 SAB 459,0,108 S.,1001,2005,279,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",, Nadine B.,Marienschule 1445,Wäschewaschen im Wandel der Zeit. Vom Waschweib zur Maschine,"Der Verfasser thematisiert das Wäschewaschen im Wandel der Zeit und geht hierbei bis ins 2. Jhd. n. Chr. zurück. In seiner Arbeit wir der Schwerpunkt auf den Wandel der Wascharbeit im 19. Jahrhundert gelegt und auf die Automatisierung des Waschens. Die Entwicklung des Waschens veranschaulicht der Verfasser anhand der Firma Flick, das Familienunternehmen seiner Eltern, das nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde und sich bis heute im Familienbesitz befindet.",4 SAB 431,1,22 S.,101,2003,278,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Sebastian W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1457,Wenn’s um Geld geht … Sparkasse. 50 Jahre Arbeit mit dem Geld anderer,"Die Verf. schildert die Entwicklung der Arbeit in Sparkassen in den letzten 60 Jahren am Beispiel der Sparkasse Warendorf. Sie rekonstruiert dabei auch das Arbeitsleben ihres Großvaters, der 1941 als Lehrling in dieser Sparkasse begann und 1989 als ihr Direktor ausschied. Die materiale Grundlage bilden Gespräche mit dem Großvater und einer weiteren Zeitzeugin, Bestände zweier Sparkassenarchive, Artikel der Sparkassenzeitung, Experteninformationen, Literatur und Informationen aus dem Internet.",4 SAB 506,1,57 S.,1701,2005,264,13,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Warendorf, Beate F.,Marienschule 1483,Wiederaufbauarbeiten in Münster. Der Wiederaufbau der Stadt Münster nach dem 2. Weltkrieg. Das Haus Greve und sein Wiederaufbau,"Der Schüler beschäftigt sich mit dem Wiederaufbau der Stadt Münster, die im Zuge des Zweiten Weltkrieges durch Bombenangriffe stark zerstört wurde. Am Ende des Krieges waren lediglich ca. 10 Prozent der Altstadt erhalten geblieben. Neben einem Überblick über die Entstehung der Stadt veranschaulicht der Verfasser in seiner Arbeit die Räumungsarbeiten, Planungen und Durchführungen des Wiederaufbaus und der Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes am Prinzipalmarkt im Zusammenhang mit dem allgemeinen Stadtaufbau. Anhand eines Geschäftshauses in der Verlängerung des Prinzipalmarkts, das Haus Greve, geht der Verfasser den Fragen nach, unter welchen Bedingungen der Wiederaufbau der Innenstadt organisiert wurde, wer Entscheidungen treffen konnte und wie die Menschen mit der Vergangenheit umgingen. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit der Zeitzeugin Frau Greve, einer münsterschen Geschäftsfrau, deren Fotogeschäft, das Haus Greve am Drubbel 3, heute von ihren Kindern geführt wird.",4 SAB 463,1,35 S.,790,1951,61,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Prinzipalmarkt, Nikolas N.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1493,WN-Zeitung Spezial „Report über die Arbeit an einer Zeitung bei den Westfälischen Nachrichten und dem Verlag und Druckhaus Aschendorff“,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit der Entstehungsgeschichte der Zeitung in Deutschland. Hierfür analysieren sie anhand der Westfälischen Nachrichten und des Druckerverlages Aschendorff, wie wirtschaftliche und technische Veränderungen die Berufsbilder Journalist und Zeitungsdrucker beeinflussten und welche dieser Berufsgruppen seit den 1950er Jahren von diesen Umwälzungen am stärksten betroffen war. Die Arbeit wird ergänzt durch Interviews mit Mitarbeitern beider Betriebe, u.a. mit dem damaligen Chefredakteur der WN, Wolfgang Kleideiter.",4 SAB 465,0,46 S.,1380,2005,216,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Clara N., Naita Maren W.",Marienschule 1514,Zwangsarbeiter - im Vorhof der Hölle,"Der Schüler behandelt das Thema Zwangsarbeit zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Neben der Zwangsarbeit unter der Herrschaft der Nationalsozialisten seit 1933 in Deutschland geht der Verfasser auch auf den Einsatz von Zwangsarbeit in anderen Teilen der Welt ein. Im Zentrum der Arbeit stehen die Fragen nach der Tätigkeit der Zwangsarbeiter, ihrer Behandlung und Versorgung und dem Leben der Zwangsarbeiter nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit Ingrid Fischer, die während des Krieges in Münster mit französischen Zwangsarbeitern Freundschaften schloss.",4 SAB 501,1,20 S.,1933,2005,192,13,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, David F.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 15,„Das Lehrersein hat mir viel Freude bereitet…“,"Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Großmutter der Verfasserin, die als Grundschullehrerin in ihrem Beruf an dem Kontakt zwischen „Jung“ und „Alt“ beteiligt war. Annemarie Hänsel, Jg. 1930, erhielt nach ihrem Studium in Wuppertal 1964 ihre erste Klasse an der Gustav-Falke-Grundschule in Berlin, wo sie im Folgejahr ihr zweites Staatsexamen ablegte. Auf Grundlage von Erzählungen ihrer Großmutter sowie Zeugnissen aus ihren Ausbildungsjahren, zeichnet Hänsel das Bild einer an den Schülerinnen und Schülern orientierten und ihnen wohlgesonnen Lehrerin. Deren Arbeitsalltag in Berlin, zugleich an einer Schule in unmittelbarer Mauernähe, unterschied sich dabei sehr von den behüteten und fürsorglichen Verhältnissen, in denen sie aufwuchs und die ihr das Studium ermöglichten, aus denen jedoch die Pädagogin selbst bis zu ihrem vorzeitigen Ruhestand 1988 auch Anregungen mitnehmen konnte. Das Lernen vollzog sich zwischen „Jung und Alt“ hier also als wechselseitiger Prozess.",4 SAB 586,1,37 S.,1930,1988,278,14,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Luise H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 18,„Daz kint spilete und was fro“. Spielzeug und Erziehung durch Spielzeug in der Geschichte,"In der vorliegenden Arbeit zieht der Verfasser einen Längsschnitt durch die Geschichte in Perspektive auf Herstellung, Verbreitung und Umgang mit Spielzeug von der Antike bis in die Gegenwart. War Spielzeug in der Antike noch kein wirkliches Thema, wurde es vor allem im Mittelalter zur Berufserziehung angefertigt und genutzt. Mit dem 16. Jahrhundert kamen schließlich die ersten Spielzeugläden auf und das Geschäft mit Spielzeug wurde schematischer; vor allem Zinnsoldaten und Puppen spielten hier eine Rolle. Gegenwärtig thematisiert der Schüler vor allem die kontrovers diskutierten Computerspiele und die Rolle der Gewalt in ihnen; hierzu stellt er jedoch – wie für historisches Spielzeug – fest, dass die Spiele gewiss ein bestimmtes Gewaltpotential enthalten können, dessen Auslebung und Ausprägung jedoch keinesfalls pauschalisierbar sei.",4 SAB 575,1,18 S.,-800,2007,70,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, David K.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 33,„Eine kleine Puppe“. Die Geschichte meiner behinderten Tante Silke Tkaczuk,"Die 1944 in Oberschlesien geborene und 1969 verstorbene Tante des Verfassers litt unter Trisomie 21. Kurz vor Kriegsende mit ihrer Familie nach Münster geflohen, wurde Silke Tkaczuk – nach kurzem Aufenthalt in München – in die Obhut des Johannes-Stift in Niedermarsberg gegeben. Diese Institution hatte eine noch junge Vergangenheit im „Euthanasie“-Programm des nationalsozialistischen Staats, dem Tkaczuk aufgrund des Zeitpunkts ihrer Geburt und der Flucht aus Schlesien entgangen war. Doch Mitpatienten wie Paul Brune berichteten auch in der Nachkriegszeit noch von sexuellem Missbrauch, menschenverachtenden Umgangsweisen und außergewöhnlich schlechter Versorgung und Ernährung. Erst mit der neuen Heirat ihrer Mutter und dem anschließend erfolgenden Bau eines gemeinsamen Hauses verließ Silke Tkaczuk diese Klinik und besuchte stattdessen tagsüber die Habichtshöhe, wohnte allerdings bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater – den sie sofort als Vater akzeptierte; in der Retrospektive erinnern sich auch ihre Halbgeschwister an ein harmonisches Miteinander. Erst mit der Pubertät und Umständen wie dem ausbleibenden Schamgefühl Silke Tkaczuks erschien es ihren Eltern wieder notwendig, die Tochter dauerhaft in Pflege zu geben. Der Aufenthalt im Anna-Katharinen-Stift blieb 1961 jedoch eine kurze Episode, da die dortigen Schwestern ihr nach dem Bettnässen einen weiteren Aufenthalt verweigerten und sie als „nicht bildbar“ einschätzten. Bildung blieb Tkazuck ihr Leben lang verwehrt, Schulen für geistig eingeschränkte Menschen waren noch fast kein Thema – die erste in Münster wurde errichtet, als Tkazuck 1969 verstarb. Zuvor jedoch besuchte sie bis zu ihrem Tod das Westfälische Landeskrankenhaus Marienthal – aufgrund ihres liebevollen und freundlichen Gemüts als gute Seele der Schwestern auf der „geschlossenen unruhigen Aufnahmestation“. Insgesamt resümiert der Verfasser, dass ein eingeschränkter Mensch aufgrund seiner spezifischen Bedürfnisse und unkonventionellen Verhaltensweisen von seiner Umgebung ein noch dezidierteres „Miteinander“ im Sinne der Toleranz und des Zusammenhalts erfordert.",4 SAB 619,1,23 S.,1944,1969,238,14,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Westfälische Provinzial- und Pflegeanstalt (LWL), Münster-Marienthal", Felix M.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 35,„Einer trage des anderen Last“. Wie sich Eltern und Kinder geholfen haben: Die Familien unserer Großeltern während der Vertreibung,"Das Zusammenleben von Jung und Alt während der Flucht aus Schlesien nach dem Zweiten Weltkrieg untersuchen die beiden Verfasserinnen in ihrem Beitrag am Beispiel der Familien ihrer Großeltern. Ihre Ergebnisse stützen sie auf die mit zwei Familienmitgliedern geführten Interviews, die im Beitrag zusammenfassend dokumentiert sind, auf weitere veröffentlichte Erfahrungsberichte sowie auf familiäre Erinnerungsstücke und Sekundärliteratur. Zunächst schildern die Verfasserinnen detailliert die Vorbereitungen und die Erlebnisse der Flucht und ordnen diese in den historischen Kontext ein. Darauf aufbauend thematisieren sie die unterschiedliche Bedeutung der Flucht und Vertreibung wie auch der Integration in Westdeutschland für die unterschiedlichen Generationen der Familie und kommen schließlich zu dem Ergebnis, dass eine gegenseitige Unterstützung von Jung und Alt dabei von existenzieller Bedeutung war.",4 SAB 602,0,29 S.,1935,1950,267,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Schlesien," Kristina K., Sarah G.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 53,„Ich habe am Lichtschalter geschlafen!“ Großwerden im Kinderheim – die Geschichte des Waisenhauses St. Mauritz in Münster,"Das erste Waisenhaus in Münster gab es bereits 1592. Da dieses jedoch nur Kinder aufnahm, die nicht aus unehelichen Verbindungen hervorgegangen waren, bestand weiterhin Bedarf für ein Waisenhaus für diese Kinder. 1842 setzte der Priester Eduard Michelis durch, dass im Münsteraner Stadtteil St. Mauritz ein Armenwaisenhaus errichtet werden sollte. An diesem Beispiel beleuchten die Autoren Geschichte und Entwicklung der Kinderheime in jüngerer Vergangenheit in Deutschland. Generell stellen sie dabei fest, dass Erziehung und Großwerden in den Kinderheimen ähnlichen Wandeln und Entwicklungen wie in Familien unterworfen waren. Dennoch gibt es – bedingt durch die besondere gruppendynamische Konstellation, Vorfälle und Ereignisse, die ihnen als lediglich für Kinderheime typisch erscheinen. Bis etwa 1970 gab es wenig Privatsphäre für die Kinder im kirchlich geführten Waisenhaus. Die sehr konservative Erziehung war zugleich geprägt von harter und systematischer Arbeit, die zugleich zur Finanzierung der Einrichtung beitragen sollte. Mit dem gesellschaftlichen Wandel zu Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde jedoch auch die Erziehung im Waisenhaus St. Mauritz liberaler und gestattete den dort lebenden Kindern mehr Individualität, Freiheit und Selbstständigkeit. Selbstorganisierte und -bestimmte Freizeitgestaltung wurde beispielsweise jetzt überhaupt erst denkbar. Religiosität beruht nun auf Freiwilligkeit und psychologische Unterstützung – grade bei Waisenkindern ein häufig relevantes Thema – wie zur Traumabewältigung wird erst seitdem professionell angegangen. Derzeit, dieses Bild zeichnen die Verfasserinnen, arbeiten 142 Menschen in dem Kinderheim, das von 139 Kindern und Jugendlichen bewohnt wird. Der Alltag ist – wie der anderer Kinder – geprägt von Schule und Regelmäßigkeit in der Freizeitgestaltung. Es leben nicht länger nur Waisen, sondern auch Kinder, die Probleme mit ihren Eltern haben, im Kinderheim. Projekte wie „Außenwohngruppen“, die ab einem Alter von 16 Jahren ermöglichen, eine betreute Wohnung außerhalb des Heims zu führen, sollen auf Selbstständigkeit und -organisation vorbereiten. Insgesamt bilanzieren die Verfasserinnen, dass das Verhältnis zwischen den Generationen, zwischen Betreuenden und Bewohnenden der Heime sich seit dem 19. Jahrhundert immer mehr von einem „Gegeneinander“ zu einem „Miteinander“ gewandelt hat. Die Rahmenbedingungen haben sich gebessert und nach Rückschritten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der zuletzt wieder regressive Trend zu einem kommunikativen und freiheitlichen Miteinander umgekehrt",4 SAB 613,0,45 S.,1700,2007,31,14,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Caroline W., Julia W., Tugba B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 60,"„Je lauter die Bomben, desto lauter das Beten“. Das Kriegsende 1945 in Albachten aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen","Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Wahrnehmung der späten Kriegs- und frühen Nachkriegsjahre durch Kinder aus dem Münsterland auseinander. Eingebettet in eine Darstellung der kriegsbedingten Lebensumstände und Ereignisse stellt die Verfasserin dabei besonders die Konsequenzen des Krieges für die Stadt Münster und ihren Heimatort Albachten in den Fokus ihrer Arbeit. Bombenangriffe auf Münster und Umgebung werden hier ebenso nachgezeichnet wie Selbstversorgung und „Stunde Null“ im Münsterland. Den Kern ihres Interesses bildet dabei insbesondere die Wahrnehmung und Haltung der Bevölkerung zu den Entbehrungen und Verlusten des Desasters des Zweiten Weltkriegs. Vor allem zu diesem Leitinteresse befragt sie neun Zeitzeugen (die Befragungs-Transskripte befinden sich im Anhang), denen bereits die Erinnerung an in unvergleichlichem Maße prägende Jahre unterschiedlich leicht bzw. schwer fällt. Zwei der Betroffenen prägte es beispielsweise besonders, dass der elterliche Hof, Heimat und Erwerbsgrundlage, den Bombenangriffen der Alliierten zum Opfer fiel – der Wiederaufbau jedoch als entbehrungsreiche aber erfolgreiche Zeit bewältigt wurde. Reflektiert Ommer, dass es sich jeweils nur um subjektive Wahrnehmungen und Wahrheiten handeln kann, bilanziert sie dennoch übergreifende Gemeinsamkeiten: Schulbildung etwa sei während des Kriegs kaum möglich gewesen, die Luftangriffe würden nicht nur von einer Zeitzeugin als „Hölle“ bezeichnet. Doch nicht nur die Angst, sondern auch die Instrumentalisierung für den Krieg durch das bereits in der Erziehung und Sozialisation wirkmächtige NS-Regime prägten die Kriegskinder in für sie retrospektiv selbstverständlicher Weise. Interessant erscheint auch das Verhältnis zu den Alliierten: Weniger seien sie als Befreier von den Nationalsozialisten, vielmehr als Boten des offiziellen Endes des Krieges mit Begeisterung von der Bevölkerung empfangen worden.",4 SAB 609,1,54 S.,1939,1950,31,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Albachten, Verena O.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 74,„Paddle your own canoe“. Erziehung zu einem selbstbestimmten Leben in der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg,"Der Verfasser, langjähriges Mitglied des Pfadfinderstamms Drensteinfurt, betrachtet in seiner Arbeit das Pfadfindertum als Sozialisationsinstanz für Jugendliche, die eigenständig, sowie in Kooperation mit Erwachsenen zu einem selbstständigen Leben finden sollen. Dazu beleuchtet er den Anfang des Pfadfindertums um 1900 durch Lord Robert Baden-Powell in England, sowie deren Ausläufer in Deutschland, die schließlich im Zusammenschluss der katholischen Stämme zur Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg 1929 mündete. Als konfessionelle Vereinigung von den Nationalsozialisten aufgelöst und Repressalien ausgesetzt, fanden die Pfadfinder in der unmittelbaren Nachkriegszeit wieder zueinander. Bis in die Gegenwart engagieren sich die Pfadfinder dabei nicht nur für ihre Mitglieder und in der eigenen Jugendarbeit, sondern auch mit Wohltätigkeits-Aktionen und politischen Veranstaltungen. Baden-Powells Ideale und Grundsätze bleiben dabei bis in die Gegenwart leitend und prägend: Junge Menschen sollen selbstverantwortlich handeln, sich gegenüber Gott verpflichtet fühlen, zum Wohl der Anderen handeln und dennoch die eigenen Bedürfnisse nicht außer Acht lassen. Als „Miteinander“ interpretiert der Verfasser insbesondere die Struktur, die Erwachsene als Leiter als integralen Bestandteil ansieht – als „Gegeneinander“ fallen für ihn auch kritische Meinungen und Positionen gegenüber kirchlichen Gesellschaften und Konventionen ins Gewicht, die jedoch stets in Richtung konstruktiver und produktiver Kritik gewendet werden sollen. Sein Wissen bezieht er sowohl aus eigenen, wie Zeitzeugen-Erinnerungen und -Erfahrungen an die Jugend in der Pfadfinderschaft verschiedener Generationen.",4 SAB 578,1,33 S.,1907,2007,271,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Drensteinfurt, Johannes R.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 96,"„Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen“? Familienunternehmen Decker","1914 als Korbwaren-Fertigungsbetrieb gegründet, entwickelte sich das Unternehmen Decker zu einem Möbelhersteller, der bis in die Gegenwart erfolgreich arbeitet. Die Verfasserin, selbst Urgroßenkelin des Firmengründers, betrachtet in ihrem Beitrag die Entwicklung des Familienunternehmens. Dabei stellt sie fest, dass der insbesondere in der Möbelbranche und der das Unternehmen umgebenden ländlichen Struktur erworbene Ruf, den sich das Unternehmen erarbeitet hatte, einen großen Beitrag dazu leistete, dass Decker bis heute ein Begriff unter Möbelherstellern ist. Besonders innerhalb der familiären Struktur war dieser Ruf gut zu bewahren. Als maßgeblich zur Vermeidung von Generationenkonflikten und erforderlichen sowie erfolgreichen Anpassungen an Veränderungen sieht sie die Festlegungen durch ihren Großvater, der vieles geregelt hat, bevor es zum Streitgegenstand werden konnte, an. Das Familienunternehmen Decker erscheint ihr daher insgesamt als gelungenes Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt harmonisch gelingen kann.",4 SAB 555,1,54 S.,1914,2007,279,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Charlotte M.,Marienschule 99,"„Wir durften nur im Keller Musik machen…“. Miteinander, gegeneinander. Jung und Alt im Laufe der Musik, damals und heute.","Die Arbeit sammelt weitestgehend Erinnerungen der Eltern-Generation an ihre musikalische Sozialisation in der Jugend. Vor allem durch Interviews und Umfragen wollen die Verfasser, die selbst zusammen in einer Rock-Band musizieren, so ein Bild über die jugendliche Musik-Kultur und die darin häufig vollzogene Abgrenzung gegenüber der Eltern-Generation in den 1960er- und 1970er-Jahren zeichnen. Darüber hinaus erfassen sie die Einstellungen der derart musikalisch Sozialisierten zu neuen Trends und Entwicklungen – auch technischer Natur – in der Musik und Musikszene. Auch die institutionalisierte Aufarbeitung musikalischer Trends und Kulturgeschichte in Museen und Zeitungen lassen sie in ihre Arbeit mit einfließen.",4 SAB 589,0,55 S.,1960,2007,65,14,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Christoph U., Lukas H.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 106,?Alt vs. Jung? Schulleben früher und heute,"Auf Basis von Zeitzeug*inneninterviews untersucht die Münsteraner Schülerin Melina Eßer, wie sich das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern an ihrer ehemaligen Grundschule, der Kardinal-von-Galen-Schule in Münster-Handorf von 1969 bis in die Gegenwart gewandelt hat. Interviewpartner sind der ehemalige Schulleiter sowie dessen Nachfolgerin, ein ehemaliger Schüler der von-Galen-Schule in den 1970ern sowie sie selbst. Die Interviews finden sich im Anhang in inhaltlichen Stichpunkten zusammengefasst. Bilanzierend stellt Eßer fest, dass sich das Schulleben insgesamt von sehr strikten Strukturen und Hierarchien gelöst hat. Nicht nur wird Schülerinnen und Schülern bei der Arbeit mehr Vertrauen entgegengebracht, Selbstständigkeit zugelassen und Freiraum zugestanden, auch haben Fahrten und Feste nun einen vertrauensvolleren Charakter.",4 SAB 561,1,19 S.,1969,2007,56,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Handorf, Münster", Melina E.,Marienschule 109,"... und wenn die Fahne hoch flattert im Wind, dann weiß ich, dass wir deutsche Jungen sind …","Die Verfasser dieses Beitrags setzen sich mit der Jugend in der Napola auseinander. Den Ausgangspunkt bildet eine Begegnung mit einem ehemaligen Schüler der nationalsozialistischen Erziehungsanstalt. Als materiale Grundlage dienen Gespräche und die Autobiografie ihres Zeitzeugen, historische Fotografien aus privatem Besitz sowie Sekundärliteratur. Um die Erlebnisse des Zeitzeugen in den historischen Kontext einzuordnen, schildern die Verf. zunächst die Ziele des Nationalsozialismus sowie die Rolle der Familie und die der Schule in der NS-Zeit. Anschließend gehen sie auf die Geschichte, die Aufgaben und Ziele der Napola ein und schildern den Weg des Zeitzeugen in die Napola, den dortigen Tagesablauf und die Auswirkungen des Krieges auf den Lebensalltag an der Schule. Abschließend stellen sie einen Vergleich zwischen der Jugend im Nationalsozialismus und der heutigen Lebenssituation von Jugendlichen an.",4 SAB 577,0,31 S.,1933,2007,10,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Janis E., Janis O., Tizian H.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 110,"‚Kinder, kommt runter, Lambertus ist munter. St. Lambertus sall liäben!‘ Kindsein früher und heute am Beispiel eines alten Brauchtums","Mit dem Erleben der Kindheit in den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts setzt sich die Verfasserin dieses Beitrags auseinander. Anhand eines alten Münsteraner Brauchs, dem Lambertusspiel, veranschaulicht sie dazu, wie sich die Bedeutung traditioneller Feste für die Kinder verändert hat. Ihre Ergebnisse stützt sie auf drei Zeitzeug*inneninterviews, auf private Erinnerungsstücke, auf Zeitungsartikel und die einschlägige regionalgeschichtliche Literatur. Zunächst führt die Verfasserin allgemein in die Geschichte und Entwicklung des Lambertusbrauchs ein, der zum ersten Mal Ende des 18. Jahrhunderts erwähnt wurde. Anschließend beschreibt sie, wie die früher häufig eigenständige Umsetzung des Festes durch die Kinder heute der Organisation durch die Erwachsenen gewichen ist. Insgesamt kommt sie zu dem Schluss, dass das gemeinsame Feiern des Lambertusbrauchs früher wesentlich wichtiger für das Aufrechterhalten der städtischen Gemeinschaft war als heute. Der Anhang soll mit Fotos und Liedzettel-Ausschnitten plastisch machen, welchem Wandel diese Festivitäten unterworfen waren und sind.",4 SAB 542,1,34 S.,1909,2007,56,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente","Lamberti-Kirche, Münster", Isabel E.,Marienschule 111,‚Oma lebt bei uns‘ – erstrebens- oder bedauernswert?,"Die Verfasserin befasst sich in ihrem Beitrag mit dem Zusammenleben von mehreren Generationen einer Familie unter einem Dach. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob der Kontakt der Großeltern zu den Jüngeren früher intensiver und besser war als heute. Als materiale Grundlage dienen der Verfasserin Gespräche mit ihren Verwandten und Freunden, Zeitungsartikel und Informationen aus dem Internet. Zunächst zeigt die Verfasserin Gründe für das Zusammenleben und mögliche Konflikte im familiären Lebensalltag auf. Anschließend ordnet sie diese in den historischen, sozialen, gesellschaftlichen und biografischen Kontext ihrer Interviewpartner ein. Dabei kommt sie zu dem Schluss, dass das Zusammenleben von Alt und Jung unter einem Dach durch den gesellschaftlichen Strukturwandel des 19. und 20. Jahrhunderts schwieriger wurde. In ihrem historischen Vergleich arbeitet sie heraus, dass in der Gegenwart eher das Gemeinschaftsgefühl und das Voneinander-Lernen im Vordergrund stehen und Aspekte wie der ökonomische Nutzen und die Familientradition in den Hintergrund rücken. Neben den Interviewpartnern bedient sie sich gesellschaftlicher Momentaufnahmen bzw. Stimmungs-Spiegel wie bspw. volkstümlicher Märchen. Die Anfänge gesellschaftlichen Strukturwandels sieht sie ökonomisch und politisch bedingt, neben den Veränderungen in Industrie und damit Arbeitsalltag erscheint ihr zugleich die Bismarcksche Sozialgesetzgebung als starker Einflussfaktor.",4 SAB 620,1,31 S.,1889,2007,215,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Charlotte S.,Pascal-Gymnasium 112,‚Sehen und gesehen werden‘. Der Lambertusbrunnen in Münster als Treffpunkt für Jugendliche in den 60er bis 80er Jahren,"In ihrem Beitrag untersuchen die Verfasserinnen den Lambertusbrunnen in Münster und seine Funktion als Treffpunkt für Jugendliche zwischen den 1960er und 1980er Jahren. Darüber hinaus thematisieren sie den Treffpunkt als mögliche Ursache für Konflikte zwischen den Generationen. Ihre Ergebnisse stützen sie auf 20 Befragungen und Interviews mit Zeitzeugen sowie auf Zeitungsartikel, Sekundärliteratur und Informationen aus dem Internet. Zunächst stellen die Verfasserinnen kurz die Geschichte des Lambertusbrunnens vor, der nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde und mit der Eröffnung eines Cafés am selben Platz in den 1960er Jahren zum Szenetreff von Jugendlichen wurde. Anschließend differenzieren sie, welche Jugendlichen sich an dem Brunnen trafen, und schildern die Bedeutung des Platzes aus der Sicht der Schüler, die ihn in erster Linie für Rendezvous nutzten. Zudem gehen sie auf die Eltern und Lehrer ein, die um die Kinder besorgt waren, weil es Gerüchte über den Brunnen als Treffpunkt von Kriminellen gab. Die Verf. arbeiten heraus, inwiefern es von den Wertvorstellungen der Eltern abhing, ob der Brunnen zu einem Streitthema innerhalb der Familie wurde. Schließlich zeigen die Verfasserinnen auf, dass sich ab den 1980er Jahren immer weniger Jugendliche am Lambertusbrunnen trafen, da sich die Interessen und Ansichten der Jugendlichen in dieser Zeit änderten. Damit ordnen die Verfasserinnen den Treffpunkt Lambertusbrunnen historisch in den Kontext der jugendlichen Rebellion der 1960er und 1970er Jahre ein. Um den Geist dieser Zeit auch nach 25 Jahren noch einfangen zu können, liegen sämtliche Interviews, auf die sich die Arbeit stützt, im Anhang vor. In diesen reflektieren die Interviewten auch die Außensicht, die ihnen entgegengebracht wurde.",4 SAB 539,0,86 S.,1960,1985,279,14,Textbeitrag,"Archivalien, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Lamberti-Brunnen," Katharina H., Nora K., Hannah H.",Marienschule 113,‚Warum immer ich?‘ Kinder helfen ihren Eltern im Haushalt. Wie war es früher und wie ist es heute?,"Der Beitrag befasst sich mit dem Wandel des Verhältnisses zwischen Kindern und Eltern in Bezug auf das Helfen im Haushalt von der Großelterngeneration bis heute. Dabei stützt sich die Verfasserin neben Sekundärliteratur vor allem auf Zeitzeugen aus ihrer Familie und ihrem privaten Umfeld. Die Verfasserin geht zunächst von der Frage aus, ob es auch früher schon Konflikte um die Hilfe von Kindern im Haushalt gab oder ob dies ganz selbstverständlich war. Darauf aufbauend analysiert sie vor dem familiären, wirtschaftlichen und geschlechterbedingten Hintergrund ihrer Zeitzeugen Umfang und Art der Arbeiten oder die Einstellungen der Kinder in Bezug auf ihre häusliche Mitarbeit. Einen historischen Wandel sieht sie einerseits im zunehmenden Einsatz von technischen Geräten, welche die Hausarbeit erleichtern, andererseits auch in der häufigen Berufstätigkeit beider Eltern, die wiederum ein gewisses Maß an Eigenständigkeit der Kinder im Haushalt erfordert. Die Verfasserin kommt abschließend zu dem Ergebnis, dass Hilfe der Kinder im Haushalt früher stärker anerkannt war und heute sowohl zwischen Eltern und Kindern als auch unter Geschwistern mehr um die geforderte Hilfe gestritten wird.",4 SAB 546,1,29 S.,1921,2007,253,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Luise M.,Marienschule 114,‚Wir waren mal ein umweltbewusster Verband‘. Wie hat sich die Arbeit der Katholischen jungen Gemeinde in Werten und Zielen im Laufe der Zeit verändert?,"Der Verfasser geht in seinem Beitrag der Frage nach, wie sich die Jugendarbeit der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) und ihre Wertevermittlung bis heute verändert haben. Der Beitrag stützt sich auf drei Zeitzeug*inneninterviews, auf Quellen aus dem Bistumsarchiv, der KjG und dem Stadtarchiv sowie auf Sekundärliteratur. Darüber hinaus lässt er seine eigenen Erfahrungen als aktives Gemeindemitglied in die Analyse mit einfließen. Der Verfasser liefert einen umfangreichen Überblick der Geschichte der KjG, die sich 1970 als Verband aus der Katholischen Jungmännergemeinschaft und der Katholischen Frauenjugendgemeinschaft zusammenschloss. Besonders interessieren ihn dabei die sich wandelnde Bedeutung der Kirche für die Gemeinschaft und kirchliche Aktivitäten, das Verständnis der Geschlechterrollen in der KjG und das politische und soziale Engagement der jungen Gemeinde. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Wandel des ökologischen Bewusstseins innerhalb der KjG.",4 SAB 618,1,97 S.,1896,2007,313,14,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Privatdokumente",, Linus M.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 147,„Es ist ehrenvoll fürs Vaterland zu leben“,"In seiner Arbeit befasst sich der Schüler Gorschlüter ausführlich mit der Biographie seines Großvaters Ernst-Wilhelm Gorschlüter aus dem Münsterland. Als besonders prägend erscheint darin dessen Erleben des Zweiten Weltkriegs, in den dieser, Jahrgang 1926, als Flakhelfer eingezogen wurde. Die Betrachtung des Alltags zu Kriegszeiten – erst im Reichsarbeitsdienst, schließlich bei der Wehrmacht – stellt Monotonie und Unsinnigkeit des Krieges dar, die Gorschlüter Senior in der Aussage „Es ist ehrenvoll fürs Vaterland zu leben“ bündelt. Fassungslos angesichts der vielen Kriegstoten, glücklich am Leben – wenn auch unter katastrophalen Bedingungen in der Kriegsgefangenschaft – zu sein und erstaunt über Episoden wie den heimlichen Zusammenhalt mit amerikanischen Soldaten angesichts der gleichen Konfession, stellt sich die Arbeit als Protokoll eines Zwiegesprächs dar, in dem die Unterschiede zwischen den Erfahrungshorizonten der Generationen deutlich werden.",4 SAB 630,1,43 S.,1939,1959,4,14,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Paulus G.,Gymnasium Wolbeck 178,„Innerhalb von 12 Monaten hat sich die Welt verändert!“ (Wolf Michael Catenhausen) 1968 – zwischen Kulturrevolution und Kommunalpolitik in Münster,"Die Verfasserin erforscht in ihrer umfassenden Arbeit die Geschichte der 1968er Bewegung in Münster. Dabei interessiert sie sich hauptsächlich für die Veränderungen in der Kommunalpolitik, in der Parteienstruktur und bei den Rechten der Frauen. Diese Bereiche thematisiert sie in Hinblick auf die Generationenverhältnisse. Der Beitrag stützt sich auf acht Zeitzeug*inneninterviews sowie auf Sekundärliteratur und zahlreiche Dokumente und Zeitungsartikel. Zunächst führt der Beitrag in die Entstehungsgeschichte der Jugend- und Protestbewegung der 1960er Jahre sowie in die außen- und innenpolitischen Veränderungen dieser Zeit ein. In der Folge werden die Auswirkungen der Geschehnisse um 1968 auf der Ebene der Kommunalpolitik untersucht. Besonders am Beispiel der Münsteraner SPD zeigt die Verf. auf, inwiefern die Studentenbewegung und der verstärkte Beitritt von Studenten in die Partei am Ende der 1960er Jahre die bisherige Parteienstruktur veränderte und welche generationenbedingten Konflikte dabei auftraten. Die geführten Zeitzeug*inneninterviews, die als Analysegrundlage dienen, hat die Verfasserin in ihrem Beitrag zusammengefasst. Darüber hinaus wurden für den Beitrag zahlreiche Karikaturen aus Zeitungen zum Thema gesammelt und abgebildet. Abschließend geht die Verfasserin auf die gesellschaftliche Entwicklung und den Wandel der Denk- und Lebensweisen durch die 1968er Bewegung ein.",4 SAB 567,1,194 S.,1968,1968,65,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Kerstin H.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 211,"„Weißes Kleid, schwarze Lackschuh“. Erstkommunion früher und heute","In ihrer Arbeit betrachtet die Verfasserin, wie der katholische Ritus der Erstkommunion in der Gegenwart im Vergleich zu seiner historischen Form zu Beginn des 20. Jahrhunderts begangen wird. Dazu befragte sie Katholiken, die damals die Erstkommunion empfangen hatten, Erwachsene, bei denen die Erstkommunion etwa 40 Jahre her ist, sowie Kinder, bei denen die Erstkommunion unmittelbar zurückliegt und -lag und erinnerte sich an ihre eigene Kommunion. Unterschiede lassen sich vor allem in Vorbereitung und Ablauf der Kommunion feststellen: Die Atmosphäre ist weniger starr, dafür lockerer und freundlicher geworden; die Würde des Gegenstands soll dabei jedoch gewahrt werden. Auch festliche Kleidung gehörte bzw. gehört damals wie heute zu einer Erstkommunion dazu – lediglich die Mode, die festlegt, was als besonders festlich gilt, hat sich geändert. Verändert haben sich auch die Feierlichkeiten, die – sowohl in Hinblick auf Rahmen bzw. Kreis, als auch auf Geschenke – einen größeren Maßstab angenommen haben. Besonders diesem Aspekt misst die Autorin auch das größte Polarisierungspotential zu. Angesichts der Zunahme materieller Aspekte stellt sich für viele – ob jung oder alt – die Frage, inwiefern der religiöse Akt tatsächlich noch im Vordergrund steht.",4 SAB 557,1,43 S.,1930,2007,56,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Maria O.,Marienschule 233,53 Jahre Miteinander im katholischen Kindergarten St. Joseph Albachten,"In ihrem Beitrag befasst sich die Autorin mit der Geschichte des 1953 von den St. Josefs-Schwestern in Münster-Albachten gegründeten katholischen Kindergartens. Mit 40 Anmeldungen zur Gründung bereits gut ausgelastet, war vor allem die anfängliche Lage ein begrenzendes Element für das Wachstums des Kindergartens. An einer vielbefahrenen Straße gelegen, erschien vielen Eltern und auch den Ordensschwestern selbst der Weg für viele Kinder zu gefährlich. Erst ein Umzug ermöglichte den Ausbau und die Erweiterung der Kapazitäten auf gegenwärtig etwa 95 Kinder. Neben dieser räumlichen Veränderung hat sich der Alltag der Kindergartenkinder vor allem in Hinblick auf ihr persönliches Maß an Freiheit verändert. Sie können Spielangebote und Essenszeiten individueller wählen und nutzen. Dennoch sind die Vorgaben und Ideen, die das Land NRW an die Bildungsarbeit im Kindergarten stellt, konkreter und umfassender geworden, zugleich aber soll dies vor allem über die sogenannte „Situationsorientierung“, die die spezifischen Bedürfnisse des einzelnen Kindes berücksichtigen will, geleistet werden. Eine große Rolle wird dabei nach wie vor den St. Josefs-Schwestern zugemessen, die mit ihrer Erziehung und dem Umgang mit den Kindern diese prägen – „miteinander“, nicht „gegeneinander“, wie die Autorin abschließend urteilt.",4 SAB 584,1,36 S.,1954,2007,313,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Albachten, Mascha V.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 239,"Ach, diese Jugend ... Mode und Film in den 50er Jahren – Auseinandersetzung zwischen Jung und Alt?","Anhand von Zeitzeug*inneninterviews arbeiten die Autorinnen den Topos der verdorbenen Jugend, über die die Elterngenerationen sich bereits vor Christi Geburt beklagten auf. Dabei arbeiten sie insbesondere die Vorlieben der Jugendgeneration Mitte des 20. Jahrhunderts in Perspektive auf Mode und Film, sowie ihre Einschätzungen zu Erziehung und Alter auf. Die darstellende Arbeit zeigt dabei vor allem auf, dass Konventionen und Regeln zu dieser Zeit expliziter vorgebracht und ausgesprochen wurden, als gegenwärtig – sowohl in Hinblick auf Kleidungsanweisungen als auch auf die Trennung zwischen „jung“ und „alt“.",4 SAB 569,0,55 S.,1930,2007,65,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Julia N., Rafaela B.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 250,Alltagskleidung in der Nachkriegszeit: „Mode“ für Jung und Alt. Ein Forschungsbericht,"In ihrem Arbeits-Teilergebnis – ihre Mitstreiterin ist im Verlauf des Projekts abgesprungen – fasst die Schülerin Josephine Kummer zusammen, welche Ergebnisse sie bis dahin durch Literatur und Zeitzeugen zum Alltagsverständnis von Mode und Kleidung in den unmittelbaren Nachkriegsjahrzehnten gesammelt hatte. Dabei wird deutlich, dass hier vor allem finanzielle und pragmatische Überlegungen bei Wahl, Anschaffung und Tragen der Kleidung ausschlaggebend waren – Phänomene wie die Identifikation über Kleidung, wie sie in gegenwärtigen Gesellschaften bekannt sind, waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht denkbar.",4 SAB 571,1,19 S.,1945,1960,257,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Josephine K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 256,"Alt und Jung in der Kirchengemeinde Herz-Jesu, Münster","Der vorliegende Beitrag betrachtet, wie das Verhältnis junger und alter Gemeindemitglieder in der Münsteraner Herz-Jesu-Kirchengemeinde in der Nachkriegszeit war. Dabei stellen die Autoren – vor allem auch an Bildquellen belegt – fest, dass die Nachkriegszeit mit ihren besonderen Anforderungen häufig dazu führte, dass Jung und Alt aufeinander angewiesen und Konflikte zwischen ihnen somit nicht denkbar waren. Erst im weiteren Verlauf der Zeit, als die Angewiesenheit aufeinander sukzessive nachließ, war überhaupt der Raum für Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen den Generationen da.",4 SAB 570,0,22 S.,1945,1965,89,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Moritz W., Timon H.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 270,"Angst, Spaß, Spiel in Allenstein","In ihrer Arbeit vergleicht die Autorin die Jugend ihrer im heutigen Polen aufgewachsenen Großmutter mit ihrer eigenen Kindheit. Dabei stellt sie fest, dass ein Aufwachsen in der heutigen Zeit deutliche Vorteile gegenüber einer Kindheit in den 1930er- und -40er-Jahren bietet, vor allem in Hinblick auf Sicherheit und Wertschätzung von Kindern, aber auch mit Blick auf Freizeitgestaltungsmöglichkeiten und deren Vielfalt.",4 SAB 572,1,11 S.,1933,2007,267,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Allenstein, Polen", Nicole K.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 273,"Annäherung an meine Ur-Urgroßmutter, Jung und Alt im Dialog","Die Verfasserin beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit dem Leben ihrer Ururgroßmutter, die von 1876 bis 1925 im Aachener Raum lebte, und vergleicht die Erlebnisse ihrer Vorfahrin mit ihrer eigenen gegenwärtigen Situation. Dazu beschreibt die Verfasserin alle wichtigen Lebensstationen ihrer Protagonistin, die mit zwölf Geschwistern im ostwestfälischen Haaren aufwuchs und selbst Mutter von 15 Kindern wurde. Neben zahlreichen Quellen aus dem Stadtarchiv und dem Standesamt Haaren sowie Erinnerungsstücken aus privatem Besitz stützt sich die Verfasserin auf Erzählungen aus ihrem familiären Umfeld, auf umfangreiche Zeitschriftenbestände und auf weitere Sekundärliteratur. Zunächst liefert der Beitrag einen allgemeinen Überblick über den historischen Hintergrund des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Anschließend untersucht die Verfasserin die Lebensgeschichte ihrer Ururgroßmutter und geht dabei auch allgemein auf die Lebenswelten von Mädchen und Frauen um 1900 ein. Im Mittelpunkt des Beitrags steht schließlich ein fiktiver Dialog der Autorin mit ihrer Vorfahrin, in der sie ihr eigenes Leben mit dem ihrer Ururgroßmutter konfrontiert. Dabei spricht sie mit ihr unter anderem über die Schule, die Freizeitgestaltung, über die Ehe oder über verschiedene alltägliche Aspekte wie die Körperhygiene. Tellers versucht, nicht nur aus ihrer retrospektiven Sicht die Vergangenheit, sondern auch aus Sicht der Ururgroßmutter die heutige Gegenwart nachzuvollziehen. So arbeitet sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten von damals und heute heraus und erklärt diese unter anderem mit den Lebensbedingungen und Denkmustern der jeweiligen Zeit.",4 SAB 536,1,54 S.,1876,2007,174,14,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Aachen, Sarah T.,Marienschule 277,Anstand und Manieren – Am Esstisch und zu Hause und bei Hochzeiten,"Im vorliegenden Beitrag will die Autorin untersuchen, wie sich höfliche Umgangsformen in den vergangenen 125 Jahren verändert haben. Besonders die Felder des Essverhaltens, des häuslichen Zusammenlebens und von Hochzeiten in den Blick nehmend, bildet sie ein dichtes Geflecht aus Auszügen aus Benimmbüchern, Zeitungsartikeln, Fotos und Interviews, das sie fortlaufend zu kommentieren, einordnen und vergleichen versucht",4 SAB 549,1,45 S.,1881,2007,174,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Victoria L.,Marienschule 306,"Aus der Kindheit und Jugend meiner Großmutter Hedwig Schroers, geborene Boländer","Am 2. Mai 1925 wurde Hedwig Boländer in Recklinghausen geboren. Der Verfasser – Enkelsohn der Biographierten – legt in der vorliegenden Arbeit eine Skizze ihres historischen Alltags und dessen Umständen vor, vom Tagesablauf in der frühen Kindheit, über die Schulzeit bis hin zu ersten eigenen Stellen in einer Buchhaltung und beim Arbeitsamt während des Zweiten Weltkriegs.",4 SAB 608,1,18 S.,1925,1950,132,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Recklinghausen, Federik S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 329,Beziehung zwischen Jung & Alt: Ein Vergleich verschiedener Lebenswege – früher und heute,"In seiner Arbeit vergleicht der Verfasser die Kindheit in Münster und Umgebung zweier Schulfreunde mit der seiner Großeltern, die er ausführlich interviewte. Dabei macht vor allem das gegenwärtig höhere Maß an Freiheiten und Freizeit für ihn den sichtbarsten Unterschied zwischen den Zeiten aus. Vorgaben, Pflichten und Zwänge dominierten den Alltag der Großeltern. Geprägt durch Regime und Krieg musste man NS-nahes Verbandsmitglied sein, war die Familie auf die Mithilfe angewiesen und gab es viele Möglichkeiten, die heute als selbstverständlich erscheinen, nicht. Gegenwärtig dagegen ist der Alltag von Freizeit und der Freiheit in Hinblick auf die Art der Freizeitgestaltung geprägt. Auch Eltern haben damit die Freiheit, ihre Kinder zu unterstützen und müssen sie nicht auf Art und Weise von Vorgesetzten dazu bringen, die von ihnen verlangten Tätigkeiten auszuführen.",4 SAB 588,1,29 S.,1928,2007,202,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Christoph M.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 338,"Brüder, Väter, Glück verloren. Jung & Alt in der Geschichte, eine Geschichte im 2. Weltkrieg","Der vorliegende Beitrag befasst sich mit den Herausforderungen, Krisen, Nöten und Ängsten, denen viele Deutsche während des Zweiten Weltkriegs im Privaten ausgesetzt waren. Dazu beschreibt er eingangs in einem prosaischen Teil das Leben einer Familie, deren Vater im Krieg ums Leben gekommen ist und deren Kinder in die Obhut der Landverschickung gegeben werden. Sowohl die Auswirkungen des Krieges auf den Alltag der jungen als auch der alten Generation sollen hieran deutlich gemacht werden. Hier bilden Befragungen der Großeltern der Verfasserinnen die Grundlage. Der historische Hintergrund der vorher beschriebenen Geschichte wird im Anschluss näher erläutert. In einem dritten Teil stellt ein Zeitzeugeninterview die Innensicht auf das Leben während des Krieges dar.",4 SAB 550,0,36 S.,1939,1945,174,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Diana B., Julia K., Lisa K.",Marienschule 343,Cavete Münster? – Eine Kneipe für Junge im Münster der Alten,"Lothar Weldert und Werner Jedamzik eröffneten am 28. April 1959 in Münster die „Cavete“ – unter anderem angeregt durch einen Artikel des Studenten Wilfried Weustenfeld, der sich über die Langeweile in der Studentenstadt im „Semesterspiegel“ beschwerte. In ihren Anfängen wurde die neu gegründete „akademische Bieranstalt“ von den Älteren kritisch betrachtet – bald jedoch wandelte sich das „Gegeneinander“ in ein „Miteinander“ weil Jung wie Alt mehr an Kooperation und am guten Ruf der Stadt Münster auch unter Studenten interessiert waren, als an Konventionen und Gewohnheiten, die bald schon als überholt gelten könnten.",4 SAB 599,1,22 S.,1958,2007,246,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Cavete, Münster", Jana Theresa P.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 383,Das Generationenverhältnis zwischen Schülern und Lehrern in der Zeit von 1945-1972 am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium,"Die Verfasserin untersucht in ihrem Beitrag das Verhältnis von Schülerinnen und Lehrerinnen an ihrer Schule im Zeitraum von 1945 bis 1972. Dabei ist sie in besonderem Maße an den Schülerprotesten zwischen 1968 und 1970 interessiert. Der Beitrag stützt sich hauptsächlich auf vier Zeitzeug*inneninterviews mit ehemaligen Lehrerinnen und Schülerinnen, aber auch auf Quellen aus dem Staatsarchiv und dem Stadtarchiv Münster sowie auf Zeitungsartikel und Sekundärliteratur. Anhand der Auswertung der Zeitzeug*inneninterviews analysiert die Verfasserin, wie sich seit der Nachkriegszeit die Beziehungen zwischen Lehrerinnen und Schülerinnen an ihrem Gymnasium, das bis 1976/77 eine Mädchenschule war, verändert haben. Dazu ordnet sie die geführten Interviews und recherchierten Quellen in die historischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Zeit ein. Anschließend erklärt sie die Hintergründe und Auswirkungen der Veränderungen im Verhältnis von Schülern und Lehrern. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Verfasserin dabei der Entwicklung hin zu mehr Mitspracherechten der Schülerinnen an ihrer Schule.",4 SAB 597,1,30 S.,1945,1972,61,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Münster", Christina G.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 391,"Das Kinderkurheim Juist. „Schön und praktisch, licht und hell, blitzblank und sauber – dem Wohle unserer heranwachsenden Jugend?“","1921 wurde auf der Nordseeinsel Juist das münstersche Kinderheim zu Kurzwecken eröffnet. Neben einer detaillierten, um Privatdokumente und -aufnahmen angereicherten Nachzeichnung des Kuralltags des Anfangsjahrzehnts möchten die Autorinnen dabei auch das Verhältnis zwischen betreuendem Personal und Kurgästen genauer unter die Lupe nehmen. Die hierzu durchgeführten Interviews offenbaren jedoch ein variierendes Bild zwischen einer sehr freundlichen Aufnahme und einer distanziert-höflichen Behandlung durch die betreuenden Nonnen. Die Kurmaßnahme selbst beurteilen die Autorinnen daher als ambivalent: Während viele dort betreute Kinder gestärkt von der Kur zurückkehrten, litten vor allem heimwehkranke Kinder mehr darunter als dass sie sich gestärkt oder erfolgreich behandelt fühlten.",4 SAB 547,0,55 S.,1921,1930,260,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Juist," Eva J., Shakti Ananda B.",Marienschule 398,Das Leben in der Großfamilie Engelhardt in den 30er bis 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Das Miteinander in der Familie meiner Großmutter,"In seiner Arbeit möchte der Münsteraner Schüler Jan Wegmann verstehen, wie das Zusammenleben einer Großfamilie, in der 13 Personen über 3 Generationen verteilt, in einem Thüringer Dorf der 1930er Jahre zusammenlebten, gestaltet war. Zu diesem Zweck führt er ausführliche Interviews mit seinen Verwandten durch, die er auf DVD seiner Arbeit beifügt. Den häufig nostalgischen Blick in die Vergangenheit bedenkend, stellt er zusammenfassend fest, dass es zu dieser Zeit in Thüringen häufig einfach üblich war, dass sich die Generationen so nahe standen. Dabei bot dieses Konzept des Zusammenlebens in der Großfamilie einerseits Schutz, andererseits erschwerte es auch, sich aus bisherigen Vorstellungen und von den Erwartungen seiner Verwandten zu lösen – die Großmutter des Verfassers wurde ohne die Unterstützung ihrer Mutter Lehrerin; zu ihrer Zeit bemerkenswert. Für den betrachteten Fall der Großfamilie Engelhardt macht er drei Aufgabenbereiche aus: Kinder hatten sich selbstständig zu beschäftigen, mitzuhelfen und sozialisieren. Frauen mussten den Haushalt führen und sich in das Familienleben einordnen; die älteste Frau gab dabei den Ton an. Männer mussten mit ihrem Beruf die Familie ernähren. Durch die dichte räumliche Nähe stand man stets in engem Kontakt.",4 SAB 637,1,24 S.,1934,1951,324,14,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Jan W.,Gymnasium Wolbeck 402,Das Lehrer-Schülerverhältnis von 1970 und 2007 in der Marienschule,"Der vorliegende Beitrag einer Schülerin der Marienschule befasst sich mit der Frage, wie sich das Verhältnis zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern in den vergangenen knapp 40 Jahren gewandelt hat. Auf Grundlage von Informationen aus dem Schulprogramm, Selbstdarstellung der Schule, eigenen Erfahrungen und Zeitzeugenbefragungen auf Lehrer- wie Schülerseite kommt die Autorin zu dem Schluss, dass das Lehrer-Schülerverhältnis von Höflichkeit geprägt geblieben ist, den Schülerinnen nun jedoch mehr Autonomie und Entscheidungsfreiheit zugestanden wird; ein Wandel, den sie als positiv bewertet.",4 SAB 537,1,27 S.,1970,2007,174,14,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Mädchengymnasium Marienschule, Münster", Subanki R.,Marienschule 547,Die 70er Jahre am Ratsgymnasium Münster – nur eine Sandkastenrevolution?,"Die Verfasser dieses Beitrags untersuchen die Auswirkungen der Proteste der 1960er und 1970er Jahre an der eigenen Schule, dem Ratsgymnasium in Münster. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob die Schüler im Untersuchungszeitraum 1968-1974 wirklich das Ziel einer Rebellion im gesellschaftspolitischen Sinne verfolgten. Als materiale Grundlage dienen eine private Sammlung von Flugblättern, Interviews mit ehemaligen Schülern, Materialien aus dem Schularchiv sowie zwei Festschriften des Ratsgymnasiums. In der Untersuchung der Fragestellung setzt sich der Beitrag mit den Zusammenhängen im Verhältnis von Schülern, Lehrern und der Schulleitung vor dem Hintergrund der 1968er-Bewegung auseinander und geht sowohl auf individuelle Erlebnisse als auch auf die Gründung und Aktivität schulpolitischer Gruppen wie das ,Schulkollektiv Marxisten-Leninisten' und die ,Schülerunion' ein. Schließlich schildert er im Kontext der Oberstufenreform das Resultat der politischen Bemühungen der Schüler. Den Generationenkonflikt als wirkmächtig empfunden haben dabei alle Schülerinnen und Schüler – unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung bzw. Orientierung. Zugleich aber ist mit der Oberstufen-Kurssystem-Reform tatsächlich den Interessen der Schülerinnen und Schüler Folge geleistet worden; auch der Plan des Schulleiters, die Energien und den Gestaltungswillen der Schülerinnen und Schüler in eine sinnvolle Richtung zu kanalisieren, schien aufgegangen zu sein.",4 SAB 635,0,20 S.,1968,2007,7,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Ratsgymnasium, Münster"," Jonas H., Laura L., Marcel K.",Ratsgymnasium 598,Die Generationen meiner Familie. Miteinander – gegeneinander?,"Der Beitrag beleuchtet auf Grundlage von Zeitzeug*inneninterviews das Leben der Familie der Autorin von der Kriegsgeneration bis in die Gegenwart. Aufgrund einiger Un- und Todesfälle in der Familie mussten schon häufig auch die Kinder bei vielen Tätigkeiten und Arbeiten mit zur Hand gehen, um Auskommen und Überleben der Familie zu sichern. Ein kurzer Blick auf Geschlechterunterschiede im familiären Umfeld stellt vor allem in der Großelterngeneration Ungleichheiten in Erziehung von Mädchen und Jungen fest. Die Verfasserin resümiert, dass der Zusammenhalt innerhalb der Familie schon immer von großem Stellenwert gewesen sei und je nach historischen Umständen in seinen konkreten Ausformungen variierte.",4 SAB 544,1,38 S.,1940,2007,174,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Judith W.,Marienschule 618,DIE Halbstarken gab es nicht. Nachforschungen über rebellische Jugendliche in Münster in den 50er Jahren,"In diesem Beitrag erforschen die Verfasser die Halbstarkenkultur im Münster der 1950er Jahre. Sie stützen sich hauptsächlich auf Interviews mit Zeitzeugen aus ihrem familiären und schulischen Umfeld und ergänzen diese durch zeitgenössische Zeitungsartikel zwischen 1956 und 1959 sowie durch Sekundärliteratur. Nach einer literaturgestützten Einführung in das Phänomen der „Halbstarken“ gehen die Verfasser auf die spezifischen Ausprägungen in Münster ein, indem sie etwa ehemalige Treffpunkte der „Halbstarken“ in Münster ausfindig machen und dokumentieren. Dabei legen die Verfasser besonderen Wert auf das Selbstverständnis der Mitglieder der Halbstarkenbewegung, aber auch auf die Differenzierung der Gruppe von den übrigen Jugendlichen der Zeit. Dadurch thematisieren sie auch die sozialen und ökonomischen Hintergründe der Jugendlichen, die sich selbst als „Halbstarke“ betrachteten. Darüber hinaus wird das Verhältnis der „Halbstarken“ zu der nachfolgenden Generation untersucht, indem Kinder von Mitgliedern der Halbstarkenbewegung als Zeitzeugen befragt wurden.",4 SAB 566,0,40 S.,1950,1959,31,14,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Eike F., Max A.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 629,Die junge Freiheit. Untersuchung des Generationenkonflikts in der 68er-Bewegung mit regionalem Schwerpunkt und unter besonderer Betrachtung des Kommunistischen Bundes Westdeutschland,"Die Studentenbewegung der 1960er- und 1970er-Jahre machte auch vor der westfälischen Universitätsstadt Münster nicht Halt. Protestformen, wie sie ausgehend von Berkeley mittlerweile in der gesamten westlichen Welt zu Popularität gelangt waren, erfassten auch die Münsteraner Studierenden. Nach einer Beschreibung des Bewegungsverlaufs und der Dimensionen, in denen die Studierenden und Jugendlichen Veränderungen aufforderten bis hin zu einer Skizze der Entstehung und Aktionen der RAF, zeigen die Verfasser anhand verschiedener Beispiele, wie auch in Münster gewalttätig gegen als reaktionär wahrgenommene Funktionäre und Amtsinhaber vorgegangen wurde. Gebäude wurden besetzt, Vorlesungen gestürmt, Amtsträger bedroht – viel Glas ging zu Bruch bis häufig die Polizei einschritt. Zugleich jedoch dienen die Wahlergebnisse der AStA-Wahlen ihnen als Beleg dafür, dass nicht nur Revolutionäre unter den Studierenden waren. So bleibt der CDU-nahe „Ring Christlich-Demokratischer Studenten“ (RCDS) allen Protesten zum Trotz auch 1977 noch mit 34,6 % aller Stimmen stärkste Kraft im Studierendenparlament. Besonderes Interesse findet neben den Studierendenprotesten, deren Stimmung und Verlauf die Autoren anhand von Zeitzeug*inneninterviews und Zeitungsartikeln zeitgenössisch nachvollziehen möchten, auch der „Kommunistische Bund Westdeutschland“, dessen Struktur, Aktionen und Geschichte im Allgemeinen vorgestellt werden. Neben einem ehemaligen KBW-Mitglied werden jedoch, der Multiperspektivität zu Gute, ein CDU-Bundestagsabgeordneter und ein Historiker befragt. Abschließend bewerten die Verfasser den Generationenkonflikt der Studentenbewegung als eines – wenn auch radikales und drastisches – von mehreren Momenten der Veränderung, die Generationswechsel mit sich bringen; Errungenschaften sehen sie insbesondere im Bereich der Erziehung der nachfolgenden Generationen, die bis in die Gegenwart anhalten.",4 SAB 605,0,84 S.,1962,1979,183,14,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Hannes B., Jost K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 630,Die Kinderkreuzzüge,"In seiner Arbeit geht der Autor den sogenannten „Kinderkreuzzügen“, einer Welle bzw. Phase der Kreuzzugbewegung im Jahr 1212, nach, die von verschiedenen Städten Europas aus gen Jerusalem aufbrach. Er stellt Vermutungen zu den Beweggründen der Kinder auf und rekonstruiert ihren gescheiterten Weg von Europa ins „gelobte Land“. Geführt von charismatischen Versprechungen, gelockt von den Verheißungen, die die Geistlichen ihnen machten und beeindruckt von ihren Glaubensvorstellungen wurden die – verstorbenen oder als Sklaven verkauften – Kinder zwar Opfer, jedoch nicht in einem Konflikt „Jung gegen Alt“, sondern „Arm gegen Reich“, wie Born bilanziert.",4 SAB 598,1,66 S.,1212,1214,61,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen",, Malte B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 648,Die Münstersche Masematte. Eine lokale Sondersprache im Wandel der Zeit,"Die „Münstersche Masematte“ ist eine Sondersprache, die um 1900 von den Münsteraner Juden, Sinti und Roma in Geschäftsbeziehungen verwendet wurde. In ihrem Beitrag zeichnen die Verfassenden Entstehung und Entwicklung dieser Geheimsprache nach. In den damaligen Vierteln Pluggendorf, Klein-Muffi, Sonnenstraßenviertel und Kuhviertel – alle im Norden des Innenstadtgebiets gelegen – in denen sich die Sprache entwickelt hat, herrschte zu dieser Zeit eine schwächere Sozialstruktur vor. Kleinganoven und Händler griffen – üblicherweise – bei Unterhaltungen, bei denen sie nicht von Dritten verstanden werden wollten auf Sondersprachen zurück. Mit vielen Lehnwörtern aus dem Jiddischen blieb die konzeptionell mündliche Sprache zunächst jedoch ohne schriftliche Grundlage – weshalb der vorliegende Beitrag auch lediglich auf Schriftzeugnisse aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgreifen kann. Mit der NS-Diktatur trat die Verwendung der Masematte weit zurück aus dem öffentlichen Raum; erst nach dem Zweiten Weltkrieg zeigten sich Bestrebungen, dieses Stück Münsteraner Kulturgeschichte, dessen Begriffe wie „Leeze“ und „picheln“ immer noch in regem Gebrauch sind, mit Texten und Wörterbüchern konservieren zu wollen. Quellen für Ortlepp und Uhle waren daher vor allem Lokalzeitungsartikel zur Verwendung der Masematte, sowie ein Interview mit einem noch immer masematte-firmen Münsteraner.",4 SAB 624,0,51 S.,1870,2007,328,14,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Kuhviertel, Münster, Pluggendorf, Sonnenstraße, Münster"," Jennifer-Ramona U., Thorsten O.",Friedensschule 774,Erziehung im Wandel,"In der Wahrnehmung der jeweils anderen besteht zwischen Erwachsenen und Kindern häufig eine gewisse Diskrepanz: Erwachsene beneiden Kinder um ihre Unbedarftheit und Zwanglosigkeit, Kinder wollen die Privilegien, die die Pflichten des Erwachsenseins mit sich bringt, am liebsten für sich beanspruchen. In der Familie wohnen und leben beide Generationen zusammen. Der vorliegende Beitrag skizziert dieses gemeinsame Lebens-Modell von Jung und Alt zunächst in historischer Perspektive und erweitert es, bedingt durch den demografischen Wandel, schließlich um die Generation, die gegenwärtig häufig auch in das Familienmodell zählt: Die Großeltern. Doch auch die Inhalte der Generationen-Verhältnisse haben sich, wie die Autoren konstatieren, verändert: Zwar seien Kinder noch keine „kleinen Erwachsenen“, wie sie formulieren, ihre Pflichten haben vielmehr häufig abgenommen, ebenso wie ihre Verantwortung, dennoch sind sie in vielerlei Hinsicht schon mit vielen Freiheiten ausgestattet, die sie – besonders in gegenwärtigen Familienmodellen – gut nutzen können. Das Miteinander wird nun vor allem durch ein Mehr an Selbstständigkeit geprägt; die Gesellschaft stellt dabei die Anforderung an die Beteiligten, ihre Horizonte und ihren Kosmos zu weiten, wie beispielsweise im vorgestellten Wohnprojekt Hof-Eiche-24 in Emsdetten.",4 SAB 590,0,18 S.,1908,2007,65,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Emsdetten," Alexander S., Daniel F.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 775,Erziehungswerte und Verhältnis der Generationen in der Geschichte von vier Familien in Deutschland und der Ukraine zwischen den 20er und den 80er Jahren,"Ausgehend von ihnen auffällig erscheinenden Unterschieden im Familienleben der beiden Freunde Linus Körbi und Leonid Mantel haben die Schüler sich auf die Suche nach historisch und kulturell bedingten Erziehungs- und Generationenverhältnis-Verschiedenheiten zwischen ihren Familien und Kulturkreisen begeben und dazu ihre Großeltern und Eltern ausführlich befragt. So stellt Körbi das Leben einer deutschen Familie in mehreren Generationen vor, beginnend bei der Jugend seiner Großeltern bis hin zur Elternrolle seiner eigenen Eltern. Mantel dagegen befasst sich mit ebendiesen Generationen seiner ukrainisch-deutschen Familie, die angesichts der Lebensumstände in der Sowjetunion auswanderte, als seine Eltern junge Erwachsene waren. Beide Familiengeschichten sind von spezifischen historischen Umständen geprägt: So schlagen auf der einen Seite die die gesamte Gesellschaft erfassende NS-Diktatur und der politische Aufbruch der späten 1960er- bzw. frühen 1970er-Jahre, auf der anderen Seite der Stalinismus, das Sowjet-System und dessen Zerfall als wirkmächtige Faktoren zu Buche. Rückblickend stellen Körbi wie Mantel fest, dass – auch wenn eine Familie sich in der Retrospektive als unpolitisch geriert – die politischen Umstände immer großen Einfluss auf das Aufwachsen und die Erziehung von Familienmitgliedern ist. Gemein ist beiden Familien – ob aus dem deutschen Fabrikantenmilieu oder ukrainischen Militärkreisen stammend – die Betonung von gegenseitigem Respekt in der Erziehung. Individuelle Unterschiede, bedingt etwa durch den Charakter einzelner Familienmitglieder, führen zu spezifischen Ausprägungen dieser Leitlinie. Dennoch ist der größte Unterschied auch innerhalb dieser Gemeinsamkeit zu verzeichnen: Während in den deutschen Familien, auch bedingt durch den gesellschaftlichen Stimmungswandel nach 1968, der Umgang zwischen den Generationen lockerer und den erwachsenen Kindern mehr Eigenständigkeit zugestanden wird, bleiben die Großeltern in der ukrainischen Familie Mantels Autoritätspersonen, die sich selbst in Entscheidungen und Erziehungsstile ihrer erwachsenen Kinder noch einbringen. Vor allem die Denotate des „Disziplin“-Begriffs sehen die Autoren hier als größten Unterschied. In ihrer Reflexion zeigen sie darüber hinaus in Teilen ein Gespür für die spezifischen Lebensumstände ihrer Großeltern-Generationen und deren gravierende Differenzen zu ihrer Gegenwart. Auch die Betreuenden reflektieren diesen Umgang mit historischer Alterität und familiärer Selbstdarstellung ausführlich – auch in Hinblick auf Differenzen zwischen die Brüche offen legende deutsche und auf Traditionslinien bedachte ukrainische Familie.",4 SAB 600,0,56 S.,1926,2007,211,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","UdSSR, Ukraine"," Leonid M., Linus K.",Schillergymnasium 783,"Familie Brake, Familiendarstellung in einem Münster-Roman der Jahrhundertwende","Der Verf. analysiert in seinem Beitrag am Beispiel des Romans „Familie Brake“ von Clara Ratzka, der im Jahr 1919 erschien, das Familienbild in Münster zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei stützt sich der Verfasser neben dem untersuchten Roman auf Sekundärliteratur, historische Literatur und Bildmaterial aus privaten Beständen. Außerdem runden Museumsbesuche und Ortsbesichtigungen die Recherche zu dem Beitrag ab. Nach einem Überblick der Geschichte Münsters im Untersuchungszeitraum und einer kurzen Einführung in die Biografie der Autorin, die einer bürgerlichen Familie entstammt und ein für ihre Zeit recht unkonventionelles Leben führte, verbindet der Verf. die historische mit der literarischen Analyse. Dadurch thematisiert der Beitrag die Art der Darstellung des Familienlebens im Roman einerseits und schafft andererseits Bezüge zur realen Lebenswelt von Familien im bürgerlichen Milieu Münsters um 1900. Abschließend vergleicht der Verfasser seine Erkenntnisse mit heutigen Familienentwürfen.",4 SAB 611,1,44 S.,1900,1920,278,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Jan B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 785,Familienunternehmen seit 4 Generationen. FIEGE. The World of Logistics,"Aus dem eigenen Familienleben kennen die Verfasserinnen viele Konflikte. Daher setzen die Schülerinnen sich mit der Frage auseinander, wie ein Familienunternehmen, das auf einheitliche und sichere Führung angewiesen ist, angesichts solcher Konstellationen erfolgreich bestehen kann. Dabei kommen sie bei der Betrachtung des Logistik-Unternehmens FIEGE zu Beobachtungen, aus denen sie schlussfolgern, dass auch hier Konflikte bestehen, jedoch zugleich eine starke familiäre Bindung an das Unternehmen vorliegt, durch die häufig gewährleistet wird, dass das Unternehmen gegenüber eigenen Interessen eine Vorrangstellung einnimmt.",4 SAB 553,0,42 S.,1873,2007,260,14,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Flora H., Franziska F.",Marienschule 826,Freizeit von Kindern früher und heute. Auswirkung auf die Beziehungen von Jung und Alt,"Die Verfasserin vergleicht in ihrem Beitrag das Spiel- und Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen verschiedener Generationen im 20. Jahrhundert und untersucht dessen Auswirkungen auf die Beziehungen von Jung und Alt. Als Materialbasis dienen Zeitzeug*inneninterviews mit ihren Familienmitgliedern. Ausgehend von ihren Urgroßeltern und chronologisch fortfahrend bis zu ihrer eigenen Freizeitgestaltung, stellt die Verfasserin einen Wandel fest, der beispielsweise am Spielzeug durch das Aufkommen der Unterhaltungselektronik oder in der Mitgliedschaft vieler Kinder von heute in Vereinen zu erkennen ist. Die Verfasserin weist auch darauf hin, dass zahlreiche Rahmenbedingungen wie die finanzielle Situation oder der technische Wandel in der Arbeitswelt der Eltern, die Wohnverhältnisse oder das Aufwachsen unter Kriegsbedingungen für die Freizeitgestaltung der Kinder ausschlaggebend waren und sind. Abschließend wirft sie die Frage auf, ob mehr freie Zeit füreinander gleichzeitig auch ein stärkeres Miteinander der Generationen bedeutet.",4 SAB 568,1,27 S.,1915,2007,202,14,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Carolin N.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 827,Freizeitaktivitäten von Jugendlichen,"In der Arbeit vergleichen die Verfasserinnen die Freizeitbeschäftigungen der Generation ihrer Großeltern mit denen ihrer Eltern sowie ihren eigenen. In der ersten betrachteten Kindheits-Generation der Großeltern, zwischen 1925 und 1940, stufen die Verfasserinnen Bewegungs- und Ballspiele als prägend ein. Spielzeug war häufig noch sehr teuer, zudem hatten die Eltern nur wenig Zeit, sich um ihre Kinder zu kümmern. In der wenigen Freizeit die den Kindern angesichts Mithilfe im elterlichen Haushalt blieb, beschäftigten sich diese mit ihren Spielen, ihren Freunden, oder wenigen Instrumenten daher maßgeblich selbst. Die Generation der zwischen 1960 und 1965 geborenen Eltern hingegen gab es schon mehr Spielzeug, das in Bewegungsspiele und Sport eingebaut werden konnte; zugleich kamen bei graduell geringerer Eingebundenheit in den elterlichen Betrieb Kartenspiele hinzu, die ebenfalls zur Selbstbeschäftigung mit Freunden genutzt wurden. Von Hightech geprägt erscheint den Verfasserinnen dagegen das Aufwachsen in ihrer Generation (1990-1995); Spiele im Freien werden immer noch in der Gemeinschaft gespielt, zugleich jedoch nehmen Beschäftigungen im Haus zu. Vergleichend reflektieren die Verfasserinnen, dass die Freizeitgestaltung, wie sie ihnen selbstverständlich erscheint, es von Taschengeld bis technischen Gerätschaften keineswegs immer war und ist.",4 SAB 587,0,27 S.,1925,1995,278,14,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,," Alisa B., Annika E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 852,Gemeinsam – statt einsam – Die Bedeutung des Hansahofes für die Senioren in Münster,"Mit dem Verhältnis von Jung und Alt am Beispiel des Miteinanders von Senioren und ehrenamtlichen Helfern in einer Seniorenbegegnungsstätte in Münster beschäftigt sich die Verfasserin dieses Beitrags. Sie arbeitet auf der Basis von Zeitzeug*inneninterviews mit Besuchern und Mitarbeitern der Begegnungsstätte sowie mit Sekundärliteratur und Informationen aus dem Internet. Am Beispiel des Hansahofs geht sie nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Seniorentreffs, der in den 1970er Jahren gegründet wurde, der Frage nach, welche Bedeutung Begegnungsstätten als Kommunikationszentren für Senioren und für die Mitarbeiter haben. Nachdem sie den historischen Wandel des Zusammenlebens der Generationen am Hansahof aufgezeigt hat, schließt die Verfasserin ihre Arbeit mit einigen Überlegungen zur Stellung alter Menschen in der gegenwärtigen Gesellschaft ab. Dabei zeigt sie das Engagement junger für alte Menschen als lobens- und erstrebenswerte Form des Zusammenlebens und beiderseitigen Gewinns auf.",4 SAB 606,1,57 S.,1977,2007,278,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Seniorentreff Hansahof, Münster", Katrin K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 930,Holthausen – ein Dorf für Jung und Alt?,"Die in Holthausen lebende Schülerin Samira Jerke befasst sich in ihrer Arbeit mit der Frage, ob ihr Heimatort „ein Dorf für Jung und Alt“ sei. Dazu blickt sie in die 800 Jahre währende Geschichte der Ortschaft zurück und betrachtet ihre Gegenwart. Sie kommt zu dem Schluss, dass das Leben in Holthausen, vor allem für die ältere Generation, zwar leichter geworden sei und nun eine Anbindung über die Ortsgrenzen hinaus existiere, das Dorf jedoch keineswegs „für Jung und Alt“ gleichermaßen geeignet sei, da vor allem für die jüngeren Generationen eine Auswahl und Angebot an Freizeit-Aktivitäten – grade im Vergleich zum Umland – fehle.",4 SAB 548,1,22 S.,1265,2007,174,14,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,, Samira J.,Marienschule 937,In der Arbeitswelt. Schornsteinfegerhandwerk im Wandel früher und heute,"Der Beitrag setzt sich mit dem Wandel des Schornsteinfegerhandwerks im 20. Jahrhundert auseinander. Als materiale Grundlage dienen Gesellenbriefe, Zeitungsartikel, berufsinterne Zeugnisse und Interviews mit dem Großvater und den Onkels des Verfassers, die alle den Beruf des Schornsteinfegers erlernt haben. Der Verfasser beschreibt die Berufsausbildung zum Schornsteinfeger, die Arbeitsabläufe innerhalb eines Meisterbetriebes, das Verhältnis des Meisters zu seinen Lehrlingen, den Kontakt zu den Kunden und Fragen der Betriebsübergabe. Als zeitlichen Rahmen wählt der Verfasser die 1950er bis 1980er Jahre sowie die gegenwärtige Situation der Schornsteinfeger. Schließlich stellt der Schüler eine enorme Anpassungsfähigkeit des Berufsstandes der Schornsteinfeger fest, die zum einen aus dem Festhalten an den alten Traditionen und zum anderen aus der Offenheit zu fortschrittlichem Denken resultiert. Im Rahmen seiner Untersuchung des Schornsteinfeger-Berufs in mehreren Generationen hat der Autor selbst das Berufsfeld erkundet und vieles, von dem er berichtet und das ihm berichtet wurde, praktisch nachvollziehen können, was sich auch in der Plastizität seiner Arbeit spiegelt. Zugleich liegt der Arbeit umfangreiches Material zum Beruf des Schornsteinfegers bei.",4 SAB 592,1,135 S.,1950,2007,65,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Sören W.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 966,Jugend schreibt ihre eigene Geschichte. Jugend in vier Generationen meiner Familie,"„Spurensuche“ betreibt die Autorin des vorliegenden Beitrags innerhalb ihrer eigenen Familie. Am Beispiel der Frauen von Urgroßeltern-Generation bis in die Gegenwart zeigt sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Alltagswelten der Jugend in Westfalen von 1920 bis in die Gegenwart auf. Die in Schloss-Holte geborene und aufgewachsene Urgroßmutter der Verfasserin hatte eine Jugendzeit, die in erster Linie von der sehr umfangreichen Mitarbeit im elterlichen Hof geprägt war. Die 1935 am neuen Wohnort der Mutter Hövelhof geborene Großmutter hingegen strebte schon nach der Schule einen für die damalige Zeit sehr unüblichen Werdegang an, indem sie eine Lehre zur Bankkauffrau begann. War der Alltag von Dorffreundschaften und -konventionen geprägt, führte ihre Entscheidung für eine solche Lehre in Teilen der Dorfgemeinschaft zur sozialen Isolation. Die Mutter der Autorin, Christine Nolte wurde Ende 1964 in Natzungen geboren. Ihre Jugendzeit war bereits viel mehr von Freiheiten und Möglichkeiten geprägt die, typisch für ihre Generation, nun den Jugendlichen zugestanden wurden. Ob Ausflüge mit dem Kolping-Werk, Tanzkurse und Partys oder Schwimmwettkämpfe – ihre Freizeit konnte sie in weitesten Teilen selbst gestalten. Ihre eigene Jugend bzw. Pubertät reflektiert die Verfasserin als geprägt von einer noch größeren Fülle an Möglichkeiten – zugleich jedoch den alterstypischen Bedürfnissen, Vorlieben und Veränderungen, die jedoch von Generation zu Generation in ihren Ausprägungen divergieren – vor allem aufgrund der sich in jeder Hinsicht deutlich verändernden Lebensumstände. Insgesamt macht sie die größten Veränderungen in den Bereichen der Erziehung, Schulbildung, häuslichen Pflichten, Freizeitgestaltung sowie Musik und Mode aus.",4 SAB 612,1,52 S.,1905,2007,278,14,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Hövelhof, Sarah Tabea N.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 967,"Jugend und Religion, ein Mythos? Jugend im Münsterland der 50er, 70er Jahre und der Gegenwart – Ein Oral History-Projekt","Die Schülerinnen und Schüler eine Zusatzkurses Geschichte der Münsteraner Friedensschule setzen sich in ihrer Arbeit mit der Frage auseinander, inwiefern Religion in Selbstwahrnehmung und Alltagsleben Münsteraner Jugendlicher als wirkmächtig empfunden wird. Hierzu möchten sie sich der Oral History, also der mündlichen Überlieferung der Erinnerung an historische Ereignisse und Umstände bedienen, die sie mit ausführlichen Interviews zu erfassen versuchen. Die 19 im Anhang beigefügten Interviews wurden im familiären Umkreis der Verfasserinnen und Verfasser durchgeführt und sollen eine Übersicht in beiden Konfessionen gestatten, wie auch die statistische Aufarbeitung der Stichprobenzusammensetzung aufzeigen. Die historischen Umstände rekonstruiert der Kurs zunächst vor allem ausgehend von Sekundärliteratur, in die schließlich die Erinnerungen der zwischen 1926 und 1965 Geborenen eingeflochten und verwertet werden. Insgesamt sehen sie die – auch ihrer Arbeit als Annahme vorausgehende – These, dass das Leben im Münsterland in den 50er und 70er Jahren religiös geprägt war, gestützt. Stehen hier Religion und Familie im Zentrum der Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, fällt deren Spektrum für die Gegenwart bereits viel breiter aus. Neben dem Mehr an Freiheiten bedeutet dies zugleich ein Mehr an Unsicherheiten jenseits der noch vor 50 bis 30 Jahren so feststehenden Horizonte. Diese wiederum boten jedoch nicht nur Sicherheit, sondern machten auch Vielfalt und Aufbegehren jenseits dieser von den Autoritäten geprägten Vorstellungen, beispielsweise schon in Hinblick auf heute selbstverständliche Alltagsvielfalten, wie Musikgeschmack oder Mode, unmöglich. Neben diesem Mehr an Freiheiten mutmaßen sie nur über weitere Faktoren der Fokus-Verschiebung, die sie als Anknüpfungspunkt für weitere Untersuchungen ausmachen; ob das Mehr an Möglichkeiten allein zu einer solchen Streuung führt, oder vielleicht Mechanismen der Tradierung von Traditionen und Werten nicht mehr greifen, müsse ihres Erachtens nach in weiteren Betrachtungen genauer erfasst werden.",4 SAB 628,0,99 S.,1930,2007,328,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Sebastian B., Tobias B.",Friedensschule 968,Jugendkultu(h)r. Die Entwicklung von Jugendkultur vom Dritten Reich über die fünziger Jahre bis in die 68er unter dem Gesichtspunkt Anpassung / Abgrenzung,"Die Verfasserin geht in ihrem Beitrag am Beispiel der Biografien dreier Zeitzeugen aus Münster der Frage nach, wie sich die Jugendkultur seit der Zeit des Nationalsozialismus über die 1950er bis in die 1960er Jahre entwickelt hat. Dabei stützt sie sich auf eigens durchgeführte Interviews mit den Zeitzeugen und ergänzt diese durch Sekundärliteratur sowie durch Informationen aus dem Internet. Besonderen Wert legt der Beitrag auf den inneren Konflikt zwischen Anpassung und Abgrenzung, mit dem die Jugendlichen oft zu kämpfen hatten. Dazu untersucht die Verfasserin jeweils die Aspekte Bildung, Elternhaus, Geschlechterrollen und Mode als wichtige Themenbereiche des jugendlichen Lebensalltags in den drei zeitlichen Abschnitten und vergleicht somit Ziele und Möglichkeiten für Jugendliche im Nationalsozialismus, der Nachkriegszeit und während der 1968er-Bewegung",4 SAB 596,1,105 S.,1933,1970,61,14,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Carla W.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 970,Jung und alt ... Eine Familie – Zwei Kulturen – Der Nationalsozialismus,"In ihrem Beitrag wirft die Autorin einen genauen Blick auf die wechselvolle Geschichte ihrer Familie väterlicherseits: Entgegen der pessimistisch-ablehnenden Haltung des Urgroßvaters wurde der Großvater Teresa Grieslers überzeugter Nationalsozialist. Nach dem Krieg desillusioniert und über das Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen im Klaren suchte Griesler jedoch eine Möglichkeit, sein Gewissen möglichst „reinzuwaschen“: Er ging als Missionsarzt mit seiner Frau und seinem einjährigen Sohn nach Nigeria. Aufgrund der dennoch anhaltend schwierigen Umstände in dem afrikanischen Land, kehrte die Familie nach 7 Jahren 1965 wieder von dort zurück, zog nun allerdings nach Mesum im Münsterland. Neben den Veränderungen die auch dieser Umzug für das Familienleben bedeutete fiel dabei auch ein Konflikt zwischen Vater und Großvater der Verfasserin ins Gewicht: Ersterer wurde gegen den Willen seines Vaters schließlich Homöopath in Münster. Die Autorin konstatiert, dass sich an der wechselvollen Geschichte ihrer Familie vor allem ablesen lässt, wie Generationenkonflikte besonders dann auftreten, wenn die ältere Generation der jüngeren Verhaltens- oder Lebensweisen vorschreiben will.",4 SAB 556,1,26 S.,1925,2007,279,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Teresa G.,Marienschule 971,Jung und Alt auf dem Bauernhof. Erziehung und Erbschaften. Ein Vergleich zwischen früher und heute.,"Den unmittelbaren materiellen Übergang von Generation zu Generation stellt das Erbe dar. Besonders in kinderreichen Familien vom ländlichen Raum stellte sich dies bis in die jüngere Vergangenheit jedoch reichlich schwierig dar. Oft blieb ungeklärt, auf wessen Namen der Hof umgetragen werden sollte, wie mit Tanten, Onkels und weiteren Geschwistern verfahren werden sollte. Der vorliegende Beitrag sammelt Zeitungsbeiträge, private Dokumente und Interviews, die sich mit dieser Problemlage befassen. Insgesamt stellen sie fest, dass die früher selbstverständliche Hofübernahme immer bewusster vollzogen wurde und in vielen Fällen immer detaillierterer Klärungen bedurfte.",4 SAB 591,0,29 S.,1930,2007,202,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Frederike L., Lara W.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 972,Jung und Alt in der DDR,"In der vorliegenden Arbeit vergleichen die Verfasserinnen das Leben ihrer Großmütter in der DDR. Auf Basis von Zeitzeug*inneninterviews erzählen sie die Lebensgeschichten der beiden Frauen nach und vergleichen anschließend Lebensumstände und -verlauf. Als besonders prägend stellt sich dabei die sozioökonomische Situation heraus. Beide Zeitzeuginnen berichten von schwierigen ökonomischen Verhältnissen, in denen sie sich zurechtfinden mussten. Zugleich beeinflussten die politischen Umstände insbesondere das Aufwachsen – sei es im Schulunterricht, in Jugendgruppen oder in der späteren Erziehung der eigenen Kinder, die man systemkonform zu leisten hatte. Beide Zeitzeuginnen stellten einen Ausreiseantrag. Diskriminierungen infolgedessen musste jedoch nur eine der Befragten erleiden. Dennoch halten die Verfasserinnen in beiden Fällen Spontanassoziationen zwischen Alltag in der DDR und mangelnder Freiheit bei den Zeitzeuginnen fest.",4 SAB 562,0,25 S.,1943,1989,56,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Ines W., Katharina D.",Marienschule 973,Jung und Alt in der Zeit des Nationalsozialismus – Der deutsche Volkssturm in Münster,"Am 25. September 1944 forderte Hitler zum „Volkssturm“ auf: Als Reaktion auf die Alliierten-Invasion in Frankreich sowie den Zusammenbruch der Front im Osten sollten nun alle Männer im Alter zwischen 16 und 60 Jahren, die bislang noch nicht kämpften, eingezogen werden. Kaum ausgebildet und unzureichend ausgerüstet waren diese letzten Aufgebote im Kampf meist ohne Chance. Sofern sie dies nicht bereits vor dem ersten Feindkontakt begriffen und sich auflösten, stellten sie für die alliierten Truppen kein echtes Hindernis dar. An eine detaillierte Darstellung des Phänomens „Volkssturm“ schließt die Autorin eine Betrachtung dieses Aufgebots in Münster an. Über Artikel und Aufrufe in den Zeitungen organisiert, blieb die Abteilung „Westfalen-Nord Kreis Münster-Warendorf“ jedoch ohne Fronteinsatz – und auch ohne Waffen. Ihr kam vielmehr die Aufgabe zu, die Wehrmacht mit Ordnungsaufgaben, wie der Beseitigung von Trümmern nach Bombenangriffen oder hilfspolizeilichen Tätigkeiten zu unterstützen. Insgesamt stellte der Volkssturm nach Meinung der Autorin dennoch eine neue Verbindung zwischen Jung und Alt her, da sich nun gleichermaßen junge wie alte Männer zusammenfanden, Seite an Seite kämpften und starben; nicht selten bildeten sich auch neue Freundschaften und Hierarchien heraus, in denen meist jedoch die älteren Männer die Führungspositionen einnahmen.",4 SAB 552,1,43 S.,1944,1944,56,14,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Anna-Karina G.,Marienschule 974,Jung und Alt in Familien,"Eingeleitet durch ein ausführliches Tagebuch, in dem die Autorin nicht nur ihre Arbeitsschritte, sondern auch ihre Lebenswirklichkeit reflektiert, vergleicht die Verfasserin das Leben ihrer Großmutter und ihrer Mutter mit ihrem Alltag. Dabei kommt sie, ausgehend von Interviews mit Familienmitgliedern sowie Alltagstheorien, zu dem Schluss, dass die derzeit wachsende Entfremdung zwischen den Generationen mehr zu einem „Gegeneinander“ verschiedener Interessen als einem „Miteinander“ auf Konsens- und Kompromissbasis führt. Bedingt werde diese Entfremdung von zunehmendem Egoismus auf der einen, wie Erfahrungen eigener Unzulänglichkeit auf der anderen Seite.",4 SAB 595,1,24 S.,1938,2007,135,14,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,, Jenny P.,Immanuel-Kant-Gymnasium 975,Jung und Alt in zwei Generationen. Miteinander – Gegeneinander???,"Die Autorin vergleicht in ihrem Beitrag Aspekte, die ihren eigenen Alltag bestimmen mit ihrer historischen Ausprägung zur Zeit ihrer Großmutter. Dabei fallen ihr viele Unterschiede, von der Tagesstruktur bis zu Begleitumständen wie technischen Möglichkeiten auf. Dennoch misst sie im Vergleich beider Zeiten der Familie großen Wert und eine große Rolle zu.",4 SAB 558,1,21 S.,1930,2007,306,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Katharina V.,Marienschule 993,"Kinder im Krieg. Meine Großeltern – ihre Kindheit, ihre Jugend","In der vorliegenden Arbeit beleuchtet der Verfasser die Kindheit und Jugend seiner Großeltern mütterlicherseits, die diese – so die Einschätzung des Verfassers nach seinem Blick auf die Lebensgeschichten beider – bis ins hohe Lebensalter als vorsichtige und skeptische Menschen geprägt haben. Immer noch seien ihre Erinnerungen von Ängsten, Sorgen und Schrecken bestimmt; die Großeltern des Verfassers väterlicherseits wollten über diese – für den Verfasser nur sehr schwer vorstellbare – Zeit gar lieber schweigen als reden. Verlief die Ausbildung der 1933 in Düsseldorf geborenen Großmutter eher mit mäßigem Erfolg und überwiegen hier die Erinnerungen an Züchtigungen und Disziplinarstrafen durch die Lehrerin, schaffte es der aus der Nähe von Göttingen stammende Großvater gar in die Lehrerbildungsanstalt aufgenommen zu werden. 1944 jedoch kam er mit 16 Jahren – wie viele Jungen seines Alters – als Flak-Helfer zum Einsatz und wurde bei Aachen in einen Häuserkampf eingeschlossen. Nach wechselnder und wechselvoller Kriegsgefangenschaft schon totgeglaubt kehrte er Ende 1945 zurück in seine Heimat, wo er zwar nicht das Gymnasium besuchen, jedoch nach der mittleren Reife bei seinem Onkel zum Schriftsetzer ausgebildet werden konnte; in diesem Beruf zog er 1950 nach Düsseldorf, wo er schließlich seine spätere Ehefrau kennenlernte.",4 SAB 615,1,45 S.,1928,1955,31,14,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Martin P.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 996,Kinderarbeit – Kinderpflichten? Bringst du mal bitte den Müll raus? Welche Pflichten haben Schulkinder heute und welche Arbeiten erledigten noch deren Eltern und Großeltern in ihrer Kindheit,"In der vorliegenden Arbeit vergleichen die Schülerinnen und Schüler einer Münsteraner Grundschulklasse ihren gegenwärtigen Alltag, insbesondere in Hinblick auf Freizeit und Pflichten mit dem in der Generation ihrer Großeltern. Selbst das Interesse für die Fragestellung hervorbringend, entwickelten die Schülerinnen und Schüler bereits zahlreiche Fragen die auf die Annahme großer historischer Alterität, vor allem in Perspektive auf Pflichten und Arbeiten ihrer Großeltern schließen ließen. Von ihrer Lehrerin mit genaueren Vorstellungen ausgestattet, erstellten die Schülerinnen und Schüler Leitfragen, die sie schließlich im familiären Umfeld vorbrachten – zunächst mit wenig Erfolg, da im ersten Anlauf unterschiedliche Vorstellungen von „Arbeit“ und „Pflichten“ bzw. Selbstverständlichkeiten zwischen Kindern und Großeltern bestanden. Als besonders eindrucksvoll reflektiert die betreuende Lehrerin die deutlich praxisorientiertere Schulbildung der Großeltern-Generation. Komplettiert wird dieses Bild durch die Einladung zweier Großmütter, die der gesamten Klasse von ihren Erinnerungen und Erfahrungen berichten können. In ihrem schriftlichen Teil stellen die Kinder vergleichend ihre eigenen Arbeiten, Pflichten und Einstellungen diesen gegenüber dar, werfen aber auch einen Blick auf gegenwärtige reale Kinderarbeit. Von Ansätzen historischer Empathie zeugen die beigefügten Filme, in denen Kinder verschiedene historische Alltagskonstellationen – darunter auch die der aus Mexiko stammenden Großmutter einer Schülerin – nachspielen und so zu Plastizität verhelfen. Insgesamt wird die Lernprogression der Schülerinnen und Schülern zu Arbeits- und Pflicht-, sowie Alltagsvorstellungen im historischen Vergleich deutlich. ",4 SAB 638,0,81 S.,1930,2007,155,14,"Filmbeitrag, Textbeitrag","Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Björn B., Eva A., Sophia D.",Johannisschule 997,Kinderbuch und Bombensplitter,"Der Beitrag handelt von Kindheiten im Westdeutschland unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei bezieht sich der Verfasser hauptsächlich auf Interviews sowie auf Literatur und Informationen aus dem Internet. Darüber hinaus zieht er auch Bilder, einen Liedtext, Archivalien aus privaten Beständen und eine Schulchronik für seine Untersuchung hinzu. Der Beitrag zeigt auf, dass die Kindheit in der Nachkriegszeit sehr unterschiedlich aussehen konnte und dass dabei soziale, ökonomische und geschlechtsspezifische Aspekte eine wichtige Rolle spielten. Zudem untersucht der Verfasser, inwiefern die Haltung der Eltern zum Nationalsozialismus und die Kriegserfahrungen den Gang der Kindheit beeinflussten. Neben den Schwierigkeiten, den Lebensalltag zu meistern, werden auch viele positive Erinnerungen der Zeitzeugen an die Nachkriegszeit diskutiert, wie etwa das Empfinden ihrer neu gewonnenen Freiheit. MP3-Aufzeichnungen der Interviews liegen auf der beigefügten CD-Rom bei.",4 SAB 582,1,55 S.,1945,1955,31,14,Power-Point-Präsentation,"Archivalien, Audiodokumente, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Stefan P.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 999,Kinderkuren damals: Zum Wohl des Kindes,"Der Beitrag setzt sich mit dem Leben in verschiedenen westfälischen Kinderheilanstalten in der Zeit vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auseinander. Dabei interessieren sich die Verfasser in erster Linie dafür, welche Ziele und Methoden die Kinderkuren verfolgten und ob diese Kuren wirklich zum Wohle der Kinder beitragen konnten. Als Materialgrundlage dienen Archivalien aus dem Stadtarchiv Münster, schriftliche Erfahrungsberichte ehemaliger Kurpatienten, Unterlagen aus Bibliotheken sowie Interviews mit Zeitzeugen. Nach einem allgemeinen historischen Überblick über die Entstehung, Institutionalisierung und historische Entwicklung von Kinderkuren beschäftigen sich die Verfasser mit ihrer Fragestellung aus verschiedenen Perspektiven. Sie setzen sich mit dem Verhältnis von Eltern, Betreuern und Kindern auseinander sowie mit Fragen der Erziehung der Kinder durch die Pflegerinnen und deren historischem Wandel. Schließlich diskutieren sie die Funktionen und Anlässe von Kinderkuren und stellen in der Behandlung erkrankter Kinder einen historischen Wandel vom Gegeneinander zum Miteinander fest. Neben Zeitzeug*inneninterviews, die Einblick in viele Details aus den Kurerfahrungen geben, ermöglicht eine akribische Systematisierung der gesammelten Ergebnisse gleichzeitig, einen Überblick über die Kuraufenthalte zu erlangen.",4 SAB 565,0,65 S.,1877,2007,65,14,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Björn B., David N.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1005,"Kindheit im Heim am Beispiel des Mauritz-Heimes in Münster, fürsorglich versorgt oder verprügelt und gedemütigt","Am Beispiel des Mauritz-Heimes in Münster untersuchen die sechs Verfasser in ihrem 0 den Wandel der Heimerziehung seit den 1950er Jahren. Als Materialbasis dienen Zeitzeug*inneninterviews mit einer ehemaligen Erzieherin und einem ehemaligen Zögling des Mauritz-Heimes sowie Zeitungsartikel, veröffentlichte Erfahrungsberichte ehemaliger Heimkinder, Sekundärliteratur und zwei Radiobeiträge. Ausgehend von den Misshandlungen an Heimkindern, die Peter Wensierski in seinem Buch ,Schläge des Herrn' beschreibt, gehen die Verfasser auf die Frage der Gewalt in Kinderheimen und die rechtlichen Grundlagen der Heimerziehung ein. Nach einer Darstellung der Geschichte des Mauritz-Heimes in Münster untersuchen sie die unterschiedlichen pädagogischen Ansätze und Zustände in dem Kinderheim während des Kulturkampfs im 19. Jahrhundert, während des Zweiten Weltkrieges, in der Nachkriegszeit und heute. Anschließend stellen sie diese einander gegenüber und ordnen sie in den jeweiligen historischen Kontext ein. Dabei berücksichtigen sie die Perspektiven der Kinder, der Erzieher sowie das Bild der Heimerziehung, das in den Medien vermittelt wird. Darüber hinaus vergleichen sie die Bedingungen in einem Kinderheim mit der familiären Erziehung der Zeit und stellen Bezüge zu allgemeinen Normen her. Abschließend berichten die Verfasser über ihren Besuch in einer heutigen Wohngruppe und reflektieren die dortigen Regeln des Zusammenlebens im Spiegel ihrer Rechercheergebnisse.",4 SAB 580,0,40 S.,1950,2007,315,14,Textbeitrag,"Audiodokumente, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Florian J., Jonas L., Maximilian G.",Pascal-Gymnasium 1011,Kommt die Kirche aus der Mode?,"Im vorliegenden Beitrag befassen sich die selbst in der Kirche aktiven Verfasserinnen mit der Rolle von Kirche, Glaube und Religion in Erziehung und Alltag von Kindern. In Interviews mit Religionslehrern, Messdienern und einer anonymen Umfrage, stellen sie fest, dass Kirche noch immer viel leisten kann, dies vielen Kindern und Jugendlichen jedoch nicht bewusst ist, bzw. teils auch nicht von diesen wahrgenommen werden will. Dies spiegelt sich auch in Alltagsbereichen wie Erziehung und Wohnung wider, wo religiöse Elemente keine so sichtbare Rolle mehr einnehmen wie in den vergangenen Jahrhunderten. Dass die Kirche an diesem Niedergang teils selber mitgewirkt hat, weil sie sich Veränderungen verschlossen gegenüberstellte, berücksichtigen sie. Zugleich stellen sie fest, dass kirchliches Handeln in der Gegenwart keineswegs mehr fortschrittsverweigernd, sondern der Realität der modernen Gesellschaft in weiten Teilen – vor allem in gemeinschaftsbildenden Gruppen wie Messdienern oder Jugendgruppen – angemessen erscheint. Ein Wandel, der ihrer Ansicht nach aber zu wenig kommuniziert werde.",4 SAB 593,0,36 S.,1900,2007,65,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Ann-Kathrin M., Janina T.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1014,Konfirmation: Nahtstelle zwischen den Generationen. Der Funktionswandel der evangelisch-christlichen Erziehung zur Mündigkeit,"Am Beispiel der Konfirmation beschäftigen sich die beiden Verfasser dieses Beitrags mit dem Funktionswandel der evangelisch-christlichen Erziehung seit 1930. Sie stützen sich vor allem auf Interviews mit Zeitzeugen aus drei Generationen ihrer Familie, auf ein Interview mit einem evangelischen Pfarrer und auf Sekundärliteratur. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Konfirmation und des Konfirmationsunterrichts seit der Reformation beschreiben die Verfasser den Wandel im Rollenverständnis sowohl bei den Konfirmanden als auch bei den beteiligten Kirchenvertretern im 20. Jahrhundert. Als zeitliche Schwerpunkte ihrer Untersuchung wählen sie den Nationalsozialismus, die 1970er Jahre und die Gegenwart. Abschließend diskutieren sie, ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen als Konfirmanden, die Bedeutung der Konfirmation als Forum für Gedankenaustausch und Dialog zwischen den Generationen und die Anpassung des christlichen Initiationsritus an die Moderne. Dabei fällt ihnen auf, dass das Übernehmen von Werten und Traditionen nun einen deutlich flexibleren Rahmen erhalten hat – es geht nicht länger um Diktionen und das Auswendiglernen von traditionalem Wissen, sondern um eine Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Lebensumständen der Konfirmandinnen und Konfirmanden. Während noch die Generation der Großeltern der Verfasser vor allem den Wegfall auswendig gelernten Kulturguts als großen Verlust einordnen, sehen bereits die Eltern diesen Wandel als „lebendigeren“ Unterricht an und beurteilen auch die Verfasser die Veränderungen als konstruktive Möglichkeiten zur Konfliktbewältigung zwischen den Generationen.",4 SAB 636,0,78 S.,1930,2007,19,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Jakob M., Ludwig M.",Gymnasium Paulinum 1020,Krieg der Generationen. Alt und Jung – miteinander oder gegeneinander,"Das Phänomen eines „Kriegs der Generationen“ macht die Autorin in Hinblick auf Generationenvertrag und Rentenhöhe aus. In ihrem Beitrag beleuchtet sie – unterstützt durch zahlreiche Statistiken und Grafiken – wie die demografische Struktur sich immer weiter von den dem ursprünglichen Modell des Generationenvertrags zugrunde liegenden Prognosen wegbewegt. Neben der materiellen Seite bezieht die Verfasserin jedoch auch immaterielle Aspekte, wie unterschiedliche Erwartungs- und Erfahrungshorizonte, sowie einen veränderten Umgang zwischen den Generationen in ihre Beobachtungen und Ausführungen mit ein. Trotz der Schlussfolgerung dass angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen ein Generationenkonflikt kaum vermeidbar scheint, fordert sie abschließend dazu auf, dass Jung wie Alt ihren Teil zum Vermeiden eines solchen Konflikts zu leisten hätten.",4 SAB 551,1,42 S.,2007,2007,174,14,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel",, Sarah D.,Marienschule 1039,Lämmer Gottes?,"Dem Ministranten-Amt wird in der katholischen Liturgie besondere Bedeutung beigemessen: In ihrer Tätigkeit als Messdienerinnen und Messdiener am Altar stehen sie seit dem 9. Jahrhundert als Repräsentanten der Gemeinde dem Priester gegenüber. Dabei sind diese Repräsentantinnen und Repräsentanten meist selbst noch Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren. Die Verfasserinnen dieser Arbeit, selbst Ministrantinnen, beleuchten daher ein Amt, das zwischen den Generationen vermitteln soll, genauer. Zugleich finden sich in den Ministranten-Gruppen-Stunden häufig die Jugendlichen einer Gemeinde zusammen. Historisch betrachtet stellen die Autorinnen fest, dass es den deutlichsten Einschnitt in den 1970er-Jahren gegeben hat, als erstmals auch Mädchen für das Domministrantinnen-Amt in Münster zugelassen wurden. Die Geschlechterfrage erscheint ihnen in der katholischen Kirche und Liturgie immer noch als relevant.",4 SAB 574,0,44 S.,813,2007,170,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Lea B., Sophia H.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1049,Leben in Familien früher & heute,"Anhand eigener Erfahrungen und ihrer Familiengeschichte will die Verfasserin aufzeigen, wie der Alltag in Familien, insbesondere für Kinder, sich von der Großeltern-Generation bis in die Gegenwart gewandelt hat. Anhand der Aspekte Generationenverhältnis, Essen, Feiern, Urlaub, Spielen, Umgang mit anderen Religionen und Ethnien, Schulbesuch, zeichnet die Autorin, gestützt in erster Linie auf Erzählungen aus der Familie und private Dokumente ein Bild, das in weiten Teilen Gemeinsamkeiten zwischen den Alltagserfahrungen aufzeigt, vor allem aber in Spektrum und Auswahl der Möglichkeiten die größten Unterschiede zwischen den Generationen sieht.",4 SAB 541,1,32 S.,1930,2007,56,14,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Maximiliane W.,Marienschule 1051,Leben während des zweiten Weltkrieges,"Im vorliegenden Beitrag beleuchtet die Verfasserin die Lebensumstände während des Zweiten Weltkriegs aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen. Diese Altersgruppe erscheint ihr am geeignetsten, Kontraste zu gegenwärtigen Lebensbedingungen aufzuzeigen. Neben die Skizzierung von prägenden Rahmenbedingungen wie der Organisation in HJ und BDM, allerdings auch der Einschnitte durch den Krieg stellt sie Zeitzeugenberichte, deren genaue Herkunft teils unklar bleibt, die das Leben in den Kriegsjahren plastisch schildern.",4 SAB 559,1,22 S.,1933,1945,210,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Anna Pauline W.,Marienschule 1065,Manfred Pollert und „seine“ Schule,"In der vorliegenden Arbeit porträtieren die Verfasserinnen das Leben und Wirken des ehemaligen Schulleiters ihrer Grundschule, der Münsteraner Grundschule Berg Fidel, Manfred Pollert. In der Zeit seines Wirkens von 1972 bis 2002 engagierte er sich außergewöhnlich stark für die Schule; angefangen mit kleinen Veränderungen wie Verbesserungen des Lernklimas durch eine schönere Gestaltung der Lernumgebung, über ein Schulleben, das Auszeichnungen wie den deutschen Demokratiepreis mit sich brachte, mutige strukturelle Innovationen, wie den frühen Ausbau zur Ganztagsschule, bis hin zu mit Vehemenz vorgetragenen Anliegen, wie dem erfolgreichen Werben vor dem Stadtrat für neue Schulgebäude. Pollerts Engagement wurde schließlich mit der Benennung einer Straße nach ihm gewürdigt. Die Verfasserinnen verknüpfen ihre eigenen Erfahrungen mit Pollerts Sichtweise der Ereignisse und generieren so aus den Perspektiven von „Jung“ und „Alt“ einen Beitrag, der exemplarischen und vorbildhaften Einsatz von „Alt“ für „Jung“, da Pollert die Kinder am Herzen lagen, aufzeigt und honoriert.",4 SAB 583,0,35 S.,1938,2007,104,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Berg Fidel, Grundschule Berg Fidel"," Ann-Kathrin S., Stefanie H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1093,Meine Familie – Umgang und Tradition,"In Zusammenarbeit mit ihrem Großvater betrachtet die Schülerin Justine Jurksas, wie sich das Verhältnis innerhalb ihrer Familie im Verlauf der Vergangenheit geändert hat. Vom fast ausschließlich respektorientierten Umgang zwischen Großeltern- und Urgroßeltern-Generation bis hin zur Vertrautheit und Gelöstheit der Gegenwart stellt sie dabei fest, dass der Zusammenhalt innerhalb der Familie dennoch geblieben ist – der sehr respektvoll-höflichen Distanz vergangener Generationen ebenso zum Trotz wie der räumlichen Trennung von Großeltern und Enkelkindern in der Gegenwart.",4 SAB 543,1,11 S.,1930,2007,57,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Justine J.,Marienschule 1099,Messdiener früher und heute,"Der Schüler Tobias Timphus ist selbst Messdiener in Münster. In seiner Arbeit geht er der Frage nach, wie die Messdiener vor ca. 60, 40 und 20 Jahren, sowie im Vergleich zu heute organisiert waren und welche Stellung sie in den Gemeinden innehatten und -haben. Dazu skizziert er zunächst die historische Entwicklung des Amts und reflektiert seine eigenen Erfahrungen als Messdiener bzw. mit Messdienern in der katholischen Kirche. Davon ausgehend führte er fragebogengestützte Interviews mit ehemaligen und gegenwärtigen Messdienern, die zwischen 1932 und 2006 mit dieser Tätigkeit begonnen haben, durch; die Ergebnisse der Befragungen reiht er in seiner Darstellung aneinander. Zusammenfassend stellt er fest, dass das Verhältnis zwischen Messdienern und Priestern, auch durch gemeinsame Ausflüge etc., gegenwärtig mehr zu einem „Miteinander“ geworden ist, als in der Vergangenheit. Auch hat sich das Messdieneramt nicht nur für Frauen geöffnet; im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wurden sogar nur die Jungen Messdiener, die später auch Priester werden wollen. Heutzutage dagegen bilden die Messdiener eine lebendige und offene Gemeinschaft, die vielen attraktiv erscheint.",4 SAB 631,1,37 S.,1930,2007,139,14,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Tobias T.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1106,Mit Freude und Disziplin – zwischen Nähe und Distanz. Das Leben an einem katholischen Internat zur Zeit der Weimarer Republik,"Die Verfasserinnen beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit dem Zusammenleben von Jung und Alt an ihrer Schule zur Zeit der Weimarer Republik, als es sich bei dieser noch um eine Klosterschule und ein Mädcheninternat handelte. Die materiale Grundlage bilden Interviews mit zwei Schwestern, die früher an der Schule unterrichtet haben, mit einer Assessorin aus den 1950er Jahren und mit dem gegenwärtigen Hausmeister der Schule. Diese Gespräche werden ergänzt durch Materialien aus dem Schularchiv und Sekundärliteratur. Im Fokus der Untersuchung liegen die erzieherischen Ziele und das Zusammenleben von Schülerinnen und Schwestern im Hinblick auf das Spannungsverhältnis zwischen den strengen Ordens- und Internatsregeln und einem menschlichen, christlich geprägten Miteinander in der Theorie und Praxis der Klosterschule. Dabei fragen die Verfasserinnen auch nach Konflikten zwischen Jung und Alt, die etwa in Protesthaltungen der Schülerinnen gegenüber den Verhaltensregeln zum Ausdruck kamen. Darüber hinaus beschäftigen sie sich mit dem Freizeitangebot an der Schule und vergleichen das Schulleben während der Weimarer Republik mit den heutigen Verhältnissen und ihren eigenen Erfahrungen. Sie kommen schließlich zu dem Ergebnis, dass das alltägliche Leben der unterschiedlichen Generationen am Internat St. Mauritz sowohl durch fröhliche Erlebnisse als auch durch strenge Disziplin geprägt war, und beschreiben das Verhältnis von Schwestern und Schülerinnen als ein Pendeln zwischen Nähe und Distanz.",4 SAB 601,0,95 S.,1842,2007,203,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Gymnasium St. Mauritz," Eva B., Lena S., Zacharias M.",Gymnasium St. Mauritz 1111,Mode der 80er,"In ihrer Arbeit befassen sich die Verfasserinnen mit den Mode-Trends und -Strömungen der 1980er-Jahre; dabei stützen sie sich auf Zeitzeug*inneninterviews und Umfragen. Eine starke Abgrenzung über die Mode zwischen Jung und Alt, wie noch zwei Jahrzehnte zuvor, habe es in dieser Zeit jedoch nicht mehr so ausgeprägt gegeben, stellen sie fest.",4 SAB 585,0,32 S.,1980,1990,278,14,Textbeitrag,"Internetquellen, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",," Franziska T., Sophie E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1112,Mode im 19./20. Jahrhundert,"In ihrem Beitrag setzen sich die Verfasserinnen damit auseinander, wie sich Modeerscheinungen in der Bekleidung im Laufe der Zeit gewandelt haben und inwiefern dies mit Veränderungen in Gesellschaft und Vorstellungswelten zusammenhing.",4 SAB 594,0,17 S.,1800,1920,202,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Nahid M., Sara F.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1115,"Mors certa ... oder Sterben lernen, um leben zu lernen. Die Reintegration des Todes ins Leben in der modernen Hospizbewegung, dargestellt am Beispiel des Johannes-Hospizes in Münster","Am Beispiel des 1999 gegründeten Johannes-Hospizes in Münster beschäftigt sich die Verfasserin in diesem Beitrag mit der Bedeutung des Todes in der modernen Hospizbewegung. Sie stützt sich hauptsächlich auf Zeitzeug*inneninterviews, private Bestände und Sekundärliteratur. Die Verfasserin führt zunächst in die Entwicklung des Sterbens und dessen Bedeutungswandel in der Geschichte ein und gibt einen Überblick über die Hospizbewegung seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Im Fokus der Untersuchung stehen der Lebensalltag und der Umgang mit dem Tod im Johannes-Hospiz. Dabei geht die Verf. auch auf die Motivation der Angestellten und der ehrenamtlichen Mitarbeiter für die Arbeit in einem Hospiz ein. Schließlich thematisiert sie den Umgang mit dem Tod in den verschiedenen Generationen einer Familie und zeigt dabei sowohl die Chancen als auch die Grenzen eines generationenübergreifenden Miteinanders auf. Persönlich betroffen bzw. eingebunden ist die Verfasserin insofern, als dass während ihrer Arbeit an ihrem Beitrag ihr eigener Großvater verstirbt, was sie in einem deklarierten Exkurs reflektiert.",4 SAB 607,1,60 S.,1967,2007,229,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel","Johannes-Hospiz, Münster", Lynn A.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1126,Münsters Platz an der Sonne. Der Kaiserbesuch von 1907,"Der vorliegende Beitrag setzt sich mit dem Besuch des Kaisers in Münster 1907 auseinander. Als „Landesvater“ der seine „Kinder“ besucht, stellt sich in Münster diese Frage mit besonderer Virulenz: Schließlich war die Altersstruktur der westfälischen Bistumsstadt um 1900 außergewöhnlich jung: Studenten, sowie das auch hier einsetzende Bevölkerungswachstum führten die Autorinnen zu der Frage, ob diese große Bevölkerungsteilgruppe auch in Vorbereitungen des und Teilnahme am Kaiserbesuch eingebunden war. „Alt“ – den „Landesvater“ – charakterisieren die Verfasserinnen zunächst als auf Selbstdarstellung bedachten Kaiser. „Jung“, bzw. die jungen – die Münsteraner „Landeskinder“ – hingegen erscheinen ihnen – vor allem in Hinblick auf den Kaiserbesuch – weniger sozialdemokratisch geprägt als in anderen großen Städten des Reichs; die Haltung gegenüber dem Monarchen war also eine potentiell freundlichere als an anderen Orten. Die Festivitäten eigneten sich insgesamt – so das Fazit der Verfasserinnen – als Akte der Vergemeinschaftung zwischen Landesvater und -kindern. Wenn auch innerhalb der Bevölkerung und Organisationsstruktur die üblichen Hierarchien erhalten blieben, Kinder und Jugendliche weniger mit einbezogen, als verpflichtet waren, war die Stimmung insgesamt doch positiver Natur – und typisch für den Zeitgeist.",4 SAB 576,0,98 S.,1907,1907,170,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Janine B., Vanessa H.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1256,Schule früher – Schule heute,"In ihrer Arbeit vergleichen die vier Verfasserinnen Struktur und Charakter von Schule Ende des 19. Jahrhunderts und in der Gegenwart. Dabei stellen sie fest, dass das Schulwesen einerseits verbreiteter, ausgebauter und differenzierter geworden ist, andererseits jedoch mit einem Mehr an Möglichkeiten auch einen Zuwachs an Freiheiten offeriert. Auch das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern – eine Schlüsselstelle für den Charakter des Schulwesens – habe sich vom strafend-aufsehenden Lehrer zum Lernpartner und -helfer gewandelt.",4 SAB 573,0,17 S.,1885,2007,352,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Christina D., Eliane H., Sabrina M.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1257,Schule früher und heute: Das Verhältnis von Lehrern und Schülern,"Ausgehend von Unterrichtserfahrungen mit einer jungen Referendarin, stellen sich die Verfasserinnen und Verfasser die Frage, ob der Ausspruch „früher war alles besser“ auch für Schule und Unterricht gelten könnte. Die fünf an einer Begabtenförderungsgruppe der Münsteraner Clemensschule Teilnehmenden stützen sich dabei neben der Erfahrungen und Schulmaterialien ihrer Großelterngeneration auch auf Fachliteratur zur Schulzeit zwischen 1900 und 1930. Diese vergleichen sie mit ihrer Perspektive auf ihre eigenen Schulerfahrungen. Neben Rahmenbedingungen wie Infrastruktur und Unterrichtsformat erfahren dabei Auswahl, Ausbildung und Leitlinien des Lehrpersonals, sowie Regeln und das ausgeklügelte, vor allem auf körperliche Züchtigung setzende, Strafsystem für Verstoß gegen die Regeln eine detailreiche Auseinandersetzung. So kommen die Verfassenden zu dem Schluss lieber in der gegenwärtigen Situation, in komfortableren Klassenräumen mit weniger Schülern und milderen Lehrern ihre Schulzeit verbringen zu dürfen.",4 SAB 621,0,24 S.,1900,2007,309,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Aileen F., Nikita D., Niklas K.",Clemensschule 1258,Schule und Freizeit,"Der vorliegende Beitrag will auf Grundlage von Zeitzeug*inneninterviews das Alltagsleben – unterteilt in Schule und Freizeit – von der Großeltern- bis in die Gegenwartsgeneration vergleichen. Dabei zeichnen die Autorinnen ein Bild, in dem vor allem die Eingebundenheit in die Arbeitswelt der Familie sowie das Verhältnis zu Autoritäten wie Lehrern die größten Unterschiede zwischen Vergangenheit und Gegenwart darstellen.",4 SAB 538,0,35 S.,1930,2007,174,14,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Alexandra R., Katharina R.",Marienschule 1262,Schülersoldaten: Luftwaffenhelfer in Münster 1943-1945,"Mit dem Abzug von 120.000 Soldaten der Luftwaffe an die Front 1942 mussten diese vakanten Stellen an den Flugabwehrkanonen im Zweiten Weltkrieg neu besetzt werden. Zu diesem Zweck ordnete die deutsche Reichsregierung zunächst einen freiwilligen Einsatz ab 17 Jahren an, der ab 1943 auf die Rekrutierung der 15-17jährigen ausgedehnt wurde. Die Betroffenen wurden mit einer Eil-Ausbildung in die Wehrmacht aufgenommen – ihren Status als Schüler legten sie, auch aus eigener Perspektive, ab und nahmen sich stattdessen als Erwachsene wahr, die nun ihren Beitrag zum Krieg leisten mussten. Die parallele Beschulung war angesichts der Inanspruchnahme, die weit mehr umfasste als den Dienst an den Flak im Falle eines Fliegerangriffs, de facto auch unmöglich geworden. Einige der Jugendlichen wurden sogar fern der Heimat, in den vorliegenden Fällen in der Nähe von Auschwitz in Polen, eingesetzt. Anhand von Zeitzeug*inneninterviews rekonstruiert die Verfasserin, welche Auswirkungen die Flak-Helfer-Tätigkeiten auf die Lebensläufe der Jugendlichen hatten und haben. Dabei stellt sie übergreifend fest, dass vor allem die durch die extremen Bedingungen entstandene enge Kameradschaft zwischen den Jugendlichen bis in die Gegenwart Bestand hat. Auch zeichnete sie häufig ein umso größerer Lernwille nach dem Krieg angesichts des vielen versäumten Unterrichts durch ihre Tätigkeit aus. Ein weiterer Aspekt, der erst mit der Zeit hinzutrat, war, dass die jungen Männer nun erkannten, wie ihre fehlgeleitete Begeisterung von der Führung des NS-Staats instrumentalisiert worden war.",4 SAB 610,1,68 S.,1938,1945,31,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Eylem G.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1263,Schulerziehung im Krieg und Heute,"Im vorliegenden Beitrag befassen sich die Autorinnen mit der Schule als Institution des Austauschs zwischen „Jung“ und „Alt“ im diachronen Vergleich zwischen der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Gegenwart. Als Beispiele nehmen sie die Overbergschule, damals eine Volksschule, seit 1969 eine Grundschule, in Oelde, die Geistschule, eine multinational geprägte Hauptschule in Münster, sowie das Münsteraner Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, ihre eigene Schule, in den Blick. Aus den Interviews mit ihren Zeitzeugen kristallisieren sie das Bild, das sie vom Schulwesen während der Kriegszeit zeichnen, heraus. Die ohnehin autoritär geprägte Erziehung und Bildung habe in diesem Zeitraum noch besondere Prägungen erfahren – schließlich wurden Ideen und Vorstellungen des Nationalsozialismus, von der Erziehung bis zur Ideologie, auch unmittelbar in den Klassenverbund getragen, in dem Schülerinnen und Schüler, wie in vielen Bereichen der Gesellschaft, zu gläubigen und folgsamen Nationalsozialisten erzogen werden sollten. Erziehungsmethoden waren von Strenge und Härte geprägt – ein Umstand, der sich in der Gegenwart durchaus geändert hat. Als besonderes Beispiel setzen sich die Verfasserinnen in diesem Zusammenhang mit dem Konzept des Trainingsraums, das beispielsweise an der Geistschule intensiv genutzt wird, auseinander: bei Fehlverhalten werden Schülerinnen und Schüler im Trainingsraum von einer Lehrkraft zur Reflexion ihres Fehlverhaltens angehalten und erst dann wieder in den Regelunterricht entlassen. Auch im Vergleich der eigenen Schulerfahrungen mit den Berichten der Zeitzeugen reflektieren die Verfasserinnen, dass nicht nur äußere Umstände wie Ausstattung und Komfort des Klassenzimmers sich gravierend verändert haben, sondern auch der Bildungs-Gedanke deutlich gegenüber den meist sehr streng vorgebrachten Erziehungsidealen der Vergangenheit gewonnen hat und Schülerinnen und Schüler mehr Möglichkeiten haben, fachliche Inhalte zu lernen.",4 SAB 581,0,50 S.,1930,2007,278,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Geistschule, Münster, Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, Münster"," Anna K., Farina F.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1280,Sitzt alles? Frisuren in der Geschichte,"In ihrer Arbeit beschreibt die Schülerin Betz, welche Konventionen und Vorgaben für Frisuren von der Antike bis in die Gegenwart herrschten und herrschen. Dabei (be)wertet sie unterschiedliche Ästhetizitäts-Empfindungen und -Einordnungen als ein „Gegeneinander“ konkurrierender Meinungen und Ansichten, den synchronen Konsens über Trends und Moden hingegen als ein „Miteinander“ der Menschen.",4 SAB 614,1,32 S.,-800,2007,170,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Vera B.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1288,Spielzeug und Freizeit früher und heute,"Die beiden Verfasserinnen vergleichen in ihrem Beitrag das Spielzeug und die Freizeitgestaltung von Kindern im 20. Jahrhundert in Zeitabschnitten von jeweils 25 Jahren. Ihre Ergebnisse stützen die Schülerinnen auf Gespräche mit zahlreichen Zeitzeugen aus dem Familien- und Bekanntenkreis, auf ihre Recherche im Puppen- und Spielzeugmuseum in Coesfeld sowie auf Sekundärliteratur. Der Beitrag liefert einen detaillierten Überblick über die einzelnen Spielzeuge - vom Blechspielzeug über Puppen und Zinnsoldaten bis hin zu den Barbies und elektronischem Spielzeug. Des Weiteren gehen die Verfasserinnen auf die Entwicklung von Straßen- und Geschicklichkeitsspielen ein. Resümierend benennen die Verfasserinnen für jeden der zeitlichen Abschnitte typische Spielzeuge und illustrieren den Beitrag passend dazu mit zahlreichen Bildern.",4 SAB 554,0,32 S.,1900,2007,174,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Andrea B., Franziska L.",Marienschule 1294,Stadt – Land – Kind,"In der vorliegenden Arbeit vergleicht die Verfasserin die Kindheitsgeschichten ihres Vaters und ihrer Mutter. Wuchs ihr Vater in der kleinen Bauernschaft Schelmkappe auf, wurde ihre Mutter in dem Ort Löningen in einer Arbeiterfamilie groß. Die Schülerin vergleicht dabei – auf Interviews mit ihren Familienmitgliedern gestützt – zahlreiche Aspekte der Alltagsgeschichte, von den Familienkonstellationen, die sie in Stammbäumen visualisiert, über Umfang und Art der Mithilfe im Haushalt, Erziehungsmaßnahmen und -leitlinien, Bildungsangebote und Freizeitaktivitäten. Sie bilanziert, dass ein Aufwachsen in einem bäuerlich geprägten, kinderreichen Umfeld, wie es bei ihrem Vater der Fall war, viele Verpflichtungen und Entbehrungen gab, jedoch zugleich viele Freiheiten und ein guter familiärer Zusammenhalt vorherrschend waren. In der Arbeiterfamilie ihrer Mutter hingegen habe es meist eher wenig Lob und eine strenge Erziehung gegeben – eine Leitlinie von der diese sich nun abwenden wollte. Die Prägekraft des Umfelds für Kinder und aufwachsende Erwachsene erscheint der Autorin früher wie gegenwärtig als sehr stark; das „Miteinander“ hingegen war vor allem in der Vergangenheit noch mehr durch die Notwendigkeit der Mithilfe des Kindes geprägt.",4 SAB 579,1,50 S.,1839,2007,170,14,Textbeitrag,"Druckschriften, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Alina T.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1299,Steine des Anstoßes,"Der Bedeutung der Rolling Stones für die Jugendlichen in den 1970er Jahren widmet sich die Verfasserin dieses Beitrags am Beispiel des ersten Konzertes der Rolling Stones in der Bundesrepublik Deutschland, das im Jahr 1965 in Münster veranstaltet wurde. Sie stützt sich auf zwei Zeitzeug*inneninterviews sowie auf Zeitungsartikel aus der lokalen zeitgenössischen Presse und auf Sekundärliteratur. Unter dem Gesichtspunkt des Generationenkonflikts betrachtet sie die von den Rolling Stones geprägte Jugendkultur und beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die Musik der Band für ihre Anhänger Ausdruck eines Jugendprotests war. Dies veranschaulicht sie, indem sie ausführlich auf das Konzert in Münster, seine Bedeutung für die Jugendlichen in Münster sowie die Reaktionen auf das Ereignis in der lokalen Presse eingeht. Abschließend stellt sie fest, dass der Wille nach Aufbruch, Umbruch und Veränderung, der den Stones-Fans in den 60ern noch genuin war, Merkmal einer Jugendgeneration war, das nun gegenüber Konformismus und Angepasstheit wieder zurücktritt.",4 SAB 564,1,63 S.,1965,1965,279,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Halle Münsterland, Anna Maren J.,Marienschule 1332,Über die gesellschaftliche und soziale Lage von Kindern in Münster. Ursachen und Maßnahmen,"In ihrer Arbeit befassen sich die Verfasser mit Ursachen und Auswirkungen von Kinderarmut in Münster, sowie dem Umgang mit dieser. Auch in der relativ behüteten westfälischen Stadt bildeten sich Bezirke heraus, in denen der Anteil derer, die Sozialhilfe für die Sicherung ihres Lebensunterhalts beanspruchen, besonders hoch ist. Anhand von Archivalien und Statistiken zeigen die Verfasser dabei auch die Entwicklung dieser Zahlen auf, die – in jüngerer Vergangenheit – relativ konstant geblieben sind. Dass mit materieller Armut nicht selten auch soziale Armut und negative Selbstkonzepte mit schlechteren Leistungen, erhöhter Gewaltbereitschaft, schlechteren Zugängen zu Bildung und weiteren Auswirkungen auf den Lebensweg einhergehen, wie sie erörtern, verleiht den zahlreichen Statistiken und Aufstellungen, die weite Teile der Arbeit ausmachen, mehr Gewicht. Dabei stellen die Verfasser auch fest, dass im Laufe der Zeit von Seiten der Stadt Münster versucht wurde, diesem selbstperpetuierenden System Einhalt zu gebieten, dies jedoch nur in Teilen (als Beispiel werden die positiven Entwicklungen der Arbeitslosenquoten im Stadtteil Roxel genannt) gelingt, auch weil nach Ansicht der Autoren zu wenig Geld in Bildung und Kinderbetreuung investiert wird.",4 SAB 629,0,58 S.,1950,2007,139,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel",Schürkamp," Luke B., Philipp-Donatus G.",Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1334,Um ihre Jugend betrogen. Mädchen in Münster im Zweiten Weltkrieg,"Die Autorin setzt sich in ihrer Arbeit mit der Frage auseinander, ob man im Krieg von „Alltag“ und „Jugendzeit“ sprechen kann, wie man es in Friedenszeiten tut. Anhand von Zeitzeug*inneninterviews mit vier Frauen arbeitet sie deren Retrospektiven auf die Kriegsjahre auf. Dabei stellt sie übergreifend fest, dass jede der Frauen von diesen Ereignissen, Erlebnissen und Erfahrungen bis in die Gegenwart geprägt wurde und wird, auch wenn sich diese in ihren Einzelheiten unterscheiden. Sehr präsent bleibt allen vor allem das Ende des Krieges. So ist eine der Befragten kurzfristig und zufällig erfolgreich vor den Russen aus der schon eingeschlossenen Stadt Glogau in Niederschlesien geflohen; eine andere Interviewte zeigt dramatische Erinnerungen an die 1943 erfolgte Bombenangriffe auf Münster, die sie aus ihrer Perspektive nur mit Glück überlebte. Im ländlichen Raum hingegen erlebte eine dritte Interviewpartnerin den Einmarsch „der Amerikaner“ als relativ unspektakuläre, schnelle Besatzung – lediglich eine Torte wurde unmittelbar „konfisziert“. Die vierte Interviewpartnerin, den Krieg in der Kinderlandverschickung verbringende Befragte, hatte vor allem eine beschwerliche und langwierige einwöchige Rückfahrt hinter sich zu bringen, während der vor allem die sanitären Bedingungen sich als fatal erwiesen. Insgesamt stellt die Verfasserin fest, dass die Befragten weniger gerne über die Kriegsjahre selbst reden, bzw. sich an diese erinnern. Schließlich bleibt allen gemein, dass sie die Zeit zwischen 1939 und 1945 als „verlorene Jahre“ sehen – weite Teile ihrer besten Jugendjahre seien Ihnen in diesem Zeitraum geraubt worden.",4 SAB 617,1,51 S.,1939,1945,31,14,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Johanna Katharina S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1361,Vergleich zwischen Mutter und Tochter in verschiedenen Bereichen,"Ausgehend von der Frage, inwiefern sich nicht nur die Streitkultur zwischen Teenagern und ihren Eltern, sondern auch die Gegenstände des Streits an sich in den vergangenen Generationen verändert haben, vergleicht die Autorin Kleidung, Hobbies und „Stressfaktoren“ zwischen ihrer Mutter, d.h. ihrer Mutter in ihrer Jugend und sich selbst; hinzu kommt ein Interview mit ihrem Großvater, das dessen Verhältnis zu seinen Eltern beleuchten soll. Insgesamt stellt Schoor fest, dass vor 30 Jahren noch schockierende Moden oder außergewöhnliche Hobbies heutzutage zum Alltag zählen; die „Stressfaktoren“ im Zusammenleben haben sich zu anderen Konfliktherden und Themenbereichen hin bewegt.",4 SAB 633,1,9 S.,1940,2007,,14,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,, Rebecca S.,Ratsgymnasium 1378,"Vier Kindheiten in einem Jahrhundert. Urgroßmutter, Großmutter, Mutter und Kind – Ein Vergleich","Die Münsteraner Schülerin Thea Schulze Schwienhorst betrachtet in ihrer Arbeit, ausgehend von den Erinnerungen der Befragten und ihrer selbst, in vergleichender Perspektive Kindheitserfahrungen im Alter von 10 Jahren vom Sauerland übers Ruhrgebiet bis ins Münsterland entlang des 20. Jahrhunderts. Resümiert sie, dass wohl jede Generation eine insgesamt glückliche Kindheit erleben durfte, führt sie das maßgeblich auf den familiären Zusammenhalt den sie erfahren durften zurück. Selbst widrigste Umstände, wie der frühe Verlust des eigenen Vaters seitens der Urgroßmutter, das Aufwachsen angesichts des Zweiten Weltkrieges und Bombardements im Falle der Großmutter, oder Unwägbarkeiten wie häufige Umzüge in der Kindheit ihrer Mutter konnten so ihrer Auskunft nach gemeinsam bewältigt werden. Insgesamt stellt sie jedoch fest, dass die historischen Umstände ein immer freieres Leben gestatteten.",4 SAB 623,1,20 S.,1907,2007,354,14,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Sauerland, Thea S.,Friedensschule 1379,VIRTUTI – PIETATI – DOCTRINAE. Schulische Werteübertragung von Alt auf Jung in verschiedenen Generationen am Schiller-Gymnasium in Münster,"Die Rolle der Schule bei der Vermittlung von Werten der älteren Generation an die jüngere untersucht der Verfasser dieses Beitrags anhand verschiedener historischer Epochen. Das komplexe Thema wird am Beispiel des Lehrer-Schüler-Verhältnisses an der Schule des Verfassers, dem Schillergymnasium in Münster, zur Zeit des Nationalsozialismus, der 1960er Jahre und der gegenwärtigen Situation veranschaulicht. Seine Ergebnisse stützt der Beitrag auf die Auswertung der Schulchronik, auf die Durchführungsbestimmungen der Schülermitverwaltung, auf die die schulische Lehre betreffenden Gesetzestexte sowie auf Zeitzeug*inneninterviews, Zeitungsberichte und Sekundärliteratur. Zunächst gibt der Verfasser eine allgemeine Einführung in die Werte und Normen der untersuchten Epochen auf der Basis von Fachliteratur und liefert einen Überblick über die Auswirkungen der politischen Ereignisse auf die Schulgeschichte, beispielsweise durch neue Rahmenrichtlinien. Anschließend geht der Beitrag insbesondere auf die Erziehung an der Schule zur Zeit des Nationalsozialismus ein und vergleicht die Erziehungsideale und ihre Umsetzung mit denen der 1960er Jahre und heute. Dazu untersucht der Verfasser verschiedene Aspekte des Schulalltags, so etwa die Bedeutung von Schulfeiern, aber auch die Themenstellung für Abituraufsätze. Schulfeiern wurden, so der Verf., während des Nationalsozialismus gefördert und stark ritualisiert, in den 1960er Jahren kritisiert und ausgesetzt, heute aber wieder in Form eines ,Schulballs' neu eingeführt. Bei seinen Untersuchungen kommt der Verfasser zu dem Schluss, dass die Werte und Normen, die die Schule als Einrichtung des Staates vermittelte und heute noch vermittelt, stark von den politischen Verhältnissen und Interessen der Zeit abhängig waren und sind. So waren etwa im Nationalsozialismus vermittelte Normen an der nationalsozialistischen Ideologie ausgerichtet, während in den 1960er Jahren eher eine indirekte Wertevermittlung durch die Ablehnung der etablierten, traditionalen Werte vorgenommen wurde. Dennoch stellt er auch Kontinuitäten in der Erziehung an seiner Schule fest: So blieben trotz der politischen Umbrüche die Erziehungsideale der Frömmigkeit, Tüchtigkeit und Gelehrsamkeit weitgehend bis heute bestehen.",4 SAB 622,1,81 S.,1933,2007,211,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel","Schillergymnasium, Münster", Julian K.,Schillergymnasium 1403,Vom Vater zum Sohn – „Juwel“ Familienbetrieb. Klaus Osthues und sein Sohn Nico Osthues,"Der Juwelierbetrieb J.C. Osthues gilt den Verfasserinnen als Beispiel eines erfolgreichen Familienunternehmens, nicht zuletzt deshalb, weil in diesen Formaten Jung und Alt zusammenarbeiten und so Kontinuität gewährleistet ist. In ihrem Beitrag zeichnen sie die Geschichte der Familie Osthues von dem ersten urkundlich in Münster erwähnten Träger dieses Namens bis in die jüngere Vergangenheit nach. Auf Grundlage dessen und ergänzt durch Befragungen von Inhabern gegenwärtiger Familienbetriebe in Münster stellen sie als Hauptmerkmale eines Familienbetriebes kontinuierliche Anerkennung, die Wahrung von Werten und Standards, die Notwendigkeit von Flexibilität, das Aufwachsen in unmittelbarer Betriebsnähe sowie eine eindeutige Klärung der Nachfolge heraus. Besonders betonen sie dabei die Qualitätsstandards, die so auch über längere Zeit bewahrt werde können. Schwierig erscheint den Autorinnen dagegen häufig der zu leistende Balanceakt zwischen personal-familiären Bindungen und individuellen wirtschaftlichen Interessen.",4 SAB 540,0,46 S.,1727,2007,260,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Ranjani B., Theresa V.",Marienschule 1415,Von der Hierarchie zum Miteinander – eine Arbeit zur Marienschule in Roxel,"Seit 1828 gibt es in Münster-Roxel ein Schulgebäude. Wurde bereits seit dem 17. Jahrhundert Unterricht durchgeführt, stiegen hier die Schülerzahlen auf etwa 150 an, was ein Einrichten eines eigenen Gebäudes notwendig erscheinen ließ. In ihrer Arbeit betrachten die Verfasserinnen die wechselvolle, vor allem von stetigem Wachstum geprägte Geschichte der Schulgebäude und des Schulwesens in diesem Stadtteil. Dabei konzentrieren sie sich auf die Voraussetzungen und Gegebenheiten der Schulgebäude auf Grundlage von Archivalien und Interviews. Seit 1956 befindet sich vor Ort nun das Gebäude, in dem die Schülerinnen und Schüler auch heute noch untergebracht sind; das Schulgelände erscheint ihnen gegenwärtig nicht nur als Ort des Lernens, sondern in seinen Ausprägungen, ob in der Schulhofgestaltung oder der Aufbereitung der Lernumgebung in Klassenraum, als Spiegel der Demokratie und des Miteinanders das ihrer Meinung nach gegenwärtig den Schulalltag prägen sollte.",4 SAB 632,0,37 S.,1828,2007,127,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Grundschule Marienschule, Roxel"," Jessika B., Sarah G.",Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1436,"War die Jugend im Dritten Reich wirklich so diszipliniert, wie die Propaganda behauptete?","Der Autor setzt sich in seinem Beitrag mit der Frage auseinander, ob die Jugendgeneration zur Zeit des Nationalsozialismus tatsächlich dem von der Obrigkeit vorgesehenen Idealbild entsprach. Dazu benennt er eingangs nach Geschlechtern getrennt die nationalsozialistischen Idealbilder von Jungen (gehorsam, ideologietreu, stark, kameradschaftlich) und Mädchen (gesund, gebärfähig, haushaltend) und kontrastiert diese mit in im Anhang beigefügten Akten protokollierten realiter vorgefallenen Disziplinarfällen und -strafen des Gymnasiums am Wasserturm (heute Wilhelm-Hittorf-Gymnasium) in Münster. Ob in Perspektive auf kleinere Nachlässigkeiten oder außergewöhnliche Aussetzer wie das Mitbringen von Waffen in die Schule oder Entwenden größerer Geldbestände stellt Droste fest, dass dem Idealbild der Nationalsozialisten nie gänzlich, mit zunehmender Kriegsdauer sogar immer weniger entsprochen wurde.",4 SAB 616,1,36 S.,1939,1945,229,14,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Matthias D.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1469,Wie eine Jugend die Gesellschaft verändert. Stürmische 60er Jahre.,"Nachdem die unmittelbaren Nachkriegs-Herausforderungen von den verschiedenen, aufeinander angewiesenen Generationen dieser Zeit gemeinsam bewältigt worden waren, entfalteten sich in den 1960er Jahren erste intergenerationelle Konflikte. Ausgehend vom englischsprachigen Raum erfassten diese bald auch Deutschland. Anhand der Veränderungen in der bei Jugendlichen beliebten Mode und Musik, der Propagierung alternativer Lebensformen und der Auseinandersetzung mit aus ihrer Sicht „überholten“ Idealen durch die Studentenbewegung zeigt die Autorin auf, in welchen Teilbereichen des Alltagslebens sich die Jugend- gegen die Elterngeneration wendete. Anhand von Zeitzeug*inneninterviews stellt die Autorin unmittelbare Beispiele dieses Engagements vor. Als Verdienst der Bewegung bilanziert sie vor allem deren Erhebung an sich, die Raum, nicht nur für Protestaktionen und -haltungen, sondern zunächst für das Hinterfragen bestehender Zustände und Umstände schuf, sodass nun bereits in der Erziehung mehr Freiheit und Selbstständigkeit – auch im Umgang mit der älteren Generation – vermittelt werden, als noch in den Generationen zuvor.",4 SAB 604,1,39 S.,1960,1975,278,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Carolin S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1473,Wie Hase und Igel – der Konflikt zwischen Uropa und Opa,"In ihrer Arbeit betrachtet die Verfasserin die Biographie ihres Großvaters, Franz-Joseph Post. Vom Zweiten Weltkrieg und chronischem Rheuma gezeichnet, gelang es dem gelernten Bäcker zugleich kaum, in der Münsteraner Gesellschaft Fuß zu fassen, da sein Vater, der Urgroßvater der Verfasserin, Franz Post, bereits viele wichtige Stellen bekleidete und weit davon entfernt war, sie aufgeben zu wollen. In der Bäckerei Post blieb Franz-Joseph zunächst nur Geselle, in der Münsteraner CDU stand er stets im Schatten seines Großvaters, der 1945 Ortsverbandmitbegründer war; noch in seinem eigenen Zeitungs-Nachruf blieb Franz-Joseph Post posthum unter dem Namen „Bubi Post“ bekannt. Auch die spätere Mitinhaberschaft der Bäckerei blieb nicht konfliktfrei. Die Verfasserin kommt zu dem Schluss dass Franz-Joseph, der in seinem ganzen Wesen nicht immer im Vordergrund stehen musste, erst nach dem Ableben seines Vaters gesellschaftlich ganz zur Entfaltung kommen konnte – wozu auch ihm jedoch nur vier Jahre bis zu seinem eigenen Tod blieben.",4 SAB 627,1,16 S.,1921,1966,354,14,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Charlotte P.,Friedensschule 1491,Wir sind die Schule. Die SV im Wandel der Zeit,"Die Autorin, selbst stellvertretende Schülersprecherin der Marienschule Münster, betrachtet in ihrer Arbeit die Geschichte der Schülervertretung der Marienschule als Organ, das die „Jungen“ im von den „Alten“ vorgegebenen und kontrollierten Modell Schule integrieren, zu Wort melden und einbringen konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte die Idee der SMV („Schülermitverantwortung“ oder „Schülermitverwaltung“) dazu dienen, schon Schülerinnen und Schüler zu Partizipation zu erziehen und zu bilden. Vor allem im Zuge der Studentenproteste Ende der 1960er-Jahre wurde diese Konstellation jedoch in Frage gestellt. Erst mit der Einführung einer Schulkonferenz durch den Deutschen Bildungsrat und die Kultusministerkonferenz wurde, um die Schülerseite zu organisieren, das Organ einer Schülervertretung geschaffen. Seit ihrer Entstehung setzte sich nun die Schülervertretung der Marienschule für die Interessen der Schülerinnen des Mädchengymnasiums ein und organisierte diese – ob in spezifischen Fragen, wie der Diskussion um die Umstrukturierung gen Koedukation, oder in allgemein mobilisierenden Thematiken wie bei den Friedensprotesten im Zuge des Ersten Golfkrieges. Die stellvertretende Schülersprecherin und Verfasserin Strothe bezieht dabei in ausführlichen Interviews die Perspektiven der Lehrer- und Schulleitungsseite, wie auch Eindrücke ehemaliger Schülersprecherinnen mit ein.",4 SAB 545,1,43 S.,1968,2007,279,14,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Mädchengymnasium Marienschule, Münster", Inga Marie S.,Marienschule 1499,Wohnst du nur oder lebst du noch? Integration oder Isolation alter Menschen im Altenheim,"Der vorliegende Beitrag befasst sich, nach einer historischen Skizze, vornehmlich mit dem Verhältnis zwischen „Jung und Alt“ im Münsteraner Altenheim Meckmannshof, dessen Struktur und Alltag die Schülerinnen vorstellen. Dabei konstatieren sie – gestützt auf Zeitzeug*inneninterviews –, dass das Verhältnis zwischen der pflegenden und der das Heim bewohnenden Generation keinesfalls von Isolation und ausschließlicher Professionalität geprägt ist, sondern gleichzeitig voll von Bemühungen um Integration und Vertrauensstiftung zu sein scheint. Sie bilanzieren, dass sich vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren dieser Wandel angedeutet hat und durch Maßnahmen wie Vorschriften, Standards und Auflagen vorangebracht wurde.",4 SAB 560,0,26 S.,1886,2007,279,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Kathrin H., Laura Sophie G.",Marienschule 1501,"Wünsche, Hoffnung, Ängste – Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus im Vergleich zu Heute","Vor der Folie des historischen Hintergrunds vergleichen die Verfasserinnen in Interviews gewonnene Informationen zur Alltagsgeschichte während des Nationalsozialismus‘ Aufgewachsener sowie gegenwärtig Jugendlicher. Dabei stellen sie fest, dass es – bedingt durch die geschichtlichen Umstände – retrospektiv gesehen starke Einschnitte in der Jugend ihrer Großelterngeneration gab. Tieffliegerangriffe und Bombardements gehörten ebenso zum Alltag wie Militarismus und Hitlerorientierung in der staatlich beeinflussten und nachgesteuerten Erziehung oder Lebensmittelkarten im Konsumverhalten. Zugleich aber fällt ihnen auf, dass dennoch keine Pauschalurteile über die Erfahrungen der in dieser Zeit Großgewordenen erlaubt sind. Schließlich hing das Empfinden einer „glücklichen“ eigenen Jugend von individuellen Faktoren ab. Blieben Familienstrukturen intakt und die Familienmitglieder am Leben, wurden auch Umstände wie materielle Armut und die Zerstörung des eigenen Wohnhauses eher hingenommen, als im Falle des Todes eines Elternteils. Neben diesen sehr deutlichen Unterschieden erfassen die Autorinnen auch Nuancen und überführen sie in größere Bedeutungszusammenhänge: Alltagsmomente und -bestandteile wie der immer lautere, plakative Musikgeschmack erscheinen ihnen als repräsentativ für die abnehmende Rücksichtnahme der gegenwärtigen Jugend, die angesichts der deutlich besseren Lebensumstände die Möglichkeit zu einem egozentrischeren Lebensstil hat, wie Evels und Ossenkopp reflektieren. Auch der Einfluss des Glaubens auf Alltagshandlungen hat – ihrer Interviewgrundlage zufolge – an Substanz verloren.",4 SAB 626,0,32 S.,1929,2007,144,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Ann-Kathrin O., Kathrin E.",Friedensschule 1502,Zerplatzte Träume? Junge Mädchen in der Nachkriegszeit zwischen Traumberuf und familiären Zwängen. Untersucht am Beispiel unserer Großmütter,"In ihrer Arbeit beleuchten die Schülerinnen Niehues und Vogel an den Beispielen der Biographien ihrer Großmütter, welche Auswirkungen nicht nur der Krieg, sondern auch die Nachkriegszeit mit ihren besonderen Erfordernissen auf das Leben junger Frauen in Deutschland hatte. Dazu zeichnen sie die Selbst-Wahrnehmung ihrer Lebenswege anhand von Interviews nach. Das Beispiel Marie-Luise S.‘ zeigt auf, wie eine angestrebte und bereits begonnene Karriere als Medizinerin durch die Notwendigkeit die Familie zu ernähren, zu Nichte gemacht wurde. Aus Pflichtgefühlen gegenüber der Familie kehrte sie – kurz vor Schließung der Grenze – aus der Sowjetischen Besatzungszone zurück und leitete als einzig wirklich arbeitsfähiges Familienmitglied – mit zunehmendem Erfolg – eine Drogerie im Münsteraner Stadtteil St. Mauritz, bis ihr Ehemann, ein Rechtsanwalt, den Lebensunterhalt der gesamten Familie sichern konnte. Auch die schulisch sehr erfolgreiche Frau D. studierte nicht, sondern absolvierte eine Ausbildung zur Reisebüro-Expedientin in Münster. Als Gründerin des Christophorus-Reisedienstes machte sie sich auch über die Stadtgrenzen hinweg einen Namen. Ihren Traumberuf als Apothekerin konnte sie trotzdem nicht ergreifen; dennoch hat auch sie versucht, sich in ihre Situation zu fügen und erfolgreich mit ihr umzugehen. Beide Biographien, in denen die Frauen den familiären Notwendigkeiten Folge leisteten und teils auch hinter den Männern zurücktraten, sehen sie als typisch für die Bundesrepublik dieser Zeit an, die auch in Hinblick auf gesetzliche Verordnungen von Gleichberechtigung noch ein gutes Stück entfernt war. Die Leistungen ihrer Großmütter honorieren und bewundern die Verfasserinnen vor diesem Hintergrund daher in besonderer Weise.",4 SAB 634,0,29 S.,1930,1960,218,14,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",St. Mauritz," Nicola N., Theresa V.",Ratsgymnasium 1508,Zuhause Helfen. Jung gegen Alt?,"In der vorliegenden Arbeit vergleicht die Autorin auf Basis eines Leitfadeninterviews den Umgang mit dem Thema „Helfen“ im Haushalt oder Betrieb und in drei Generationen: befragt wurden ihre Großeltern, ihre Eltern und Gleichaltrige. Das Interview fragt nach allgemeinen Lebensumständen, wie subjektiven Empfindungen zum Thema. Vergleichend stellt die Autorin fest, dass die Wahrnehmung des Mithelfens in der Familie immer mehr von ihrer Selbstverständlichkeit verloren hat und mittlerweile zum Konfliktherd geworden ist. Mussten vor allem die Jungen in der Großelterngeneration noch viel körperlich mitarbeiten, sind nun schon einfache Haushaltstätigkeiten oft Ausgangspunkt von Streit. Als Begleitumstand rechnet die Verfasserin zudem den zunehmenden materiellen Wohlstand an, der zur Selbstverständlichkeit geworden ist.",4 SAB 563,1,29 S.,1935,2007,260,14,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,, Christin W.,Marienschule 13,„Das Bewusstsein der Pflicht zum Widerstand“. Gudrun Ensslin – eine Heldin?,"Die Schüler thematisieren das Leben von Gudrun Ensslin, die gemeinsam mit Andreas Baader und Holger Meins die terroristische Organisation RAF (Rote Armee Fraktion) gründete, die in den 1970er Jahren zahlreiche Raubüberfälle, Attentate und politische Morde beging. Die Verfasser versuchen in ihrer Arbeit ein möglichst vielschichtiges Bild der Person Gudrun Ensslin zu zeichnen und legen Wert auf eine Unterscheidung zwischen den Absichten, Überzeugungen und Taten der verschiedenen Generationen der RAF. Die Arbeit basiert u.a. auf einem Interview mit Rosemarie, der Cousine von Gudrun Ensslin, mit der sie auch noch während ihrer Gefangenschaft Kontakt hatte.",4 SAB 707,0,21 S.,1970,1979,38,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",," Lukas F., Nikos J.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 14,"„Das Glück war gegen die Preußen“ (WN, 31.07.1951). Der „heldenhafte“ S.C. Preußen Münster, Vizemeister im DFB-Pokalendspiel 1951","Die Schüler der Klasse 8.1 der Friedensschule beschäftigten sich mit dem Fußballverein SC Preußen Münster in der Nachkriegszeit. 1951 gelang es dem Verein, in das DFB-Pokal Finale einzuziehen. Die Schüler gehen anhand dieses Befunds der Frage nach, wie dieser Erfolg in Münster wahrgenommen worden sei, welche Bedeutung Fußball generell für die damalige Bevölkerung gehabt habe und ob die Spieler berechtigterweise als Helden gefeiert worden seien. Begleitet wird die Arbeit durch ein Interview mit einem Zeitzeugen, der als Jugendlicher den sportlichen Erfolg des SC Preußen Münsters miterlebte.",4 SAB 654,0,25 S.,1951,1951,328,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Efrosini A., Elena B., Milan B.",Friedensschule 19,„Dem Freunde und Führer der Arbeiter Franz Hitze“,"Die Schülerin rekonstruiert das Leben von Franz Hitze (1851-1921), studierter katholischer Theologe, der als Sozialethiker und Politiker der Zentrumspartei bekannt wurde. Franz Hitze war von 1882-1912 Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, setzte sich für die Gründung von katholischen Arbeitervereinen ein und gilt als einer der Wegbereiter des Deutschen Caritasverbandes. Franz Hitze war maßgeblich am Ausbau des Sozialversicherungssystems während des Bismarckschen Reiches beteiligt. Die Schülerin geht in ihrer Arbeit der Frage nach, inwiefern Franz Hitze aufgrund seines sozialen Engagements und seines Einsatzes für die Rechte von Arbeitern als Held gesehen werden kann und warum er heute größtenteils in Vergessenheit geraten ist. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Michael Peters, Verwaltungsleiter des Franz-Hitze-Hauses in Münster.",4 SAB 715,1,28 S.,1851,1921,215,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",, Julia D.,Pascal-Gymnasium 36,"„Erst die anderen, dann ich“. Meine Oma – eine Heldin für mich","Die Schülerin nähert sich dem Thema Helden anhand des Lebens ihrer Großmutter Hildegard Wendland (1923-2006), die nach dem Zweiten Weltkrieg von Riege in Pommern nach Münster floh. Mithilfe viele privater Dokumente, Fotografien und Briefe zeichnet die Verfasserin ein detailliertes Bild ihrer Großmutter, die sie insbesondere aufgrund ihrer aufgeschlossenen Art, ihrer großen Hilfsbereitschaft und Kinderliebe als persönliche Heldin bewertet. Die Arbeit wird ergänzt durch Zeitzeug*inneninterviews.",4 SAB 659,1,48 S.,1923,2009,61,15,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Pommern, Julia K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 38,„Es starben den Heldentod für Kaiser und Reich in Deutsch-Südwestafrika…“. Das Train-Denkmal in Münster,"1925 wurde in Münster das Train-Denkmal errichtet, das die deutschen Kolonialkriege in Afrika verherrlichte. Vier Schülerinnen gingen der Entstehungsgeschichte des Denkmals und dem kolonialen Heldengedenken in Münster nach. Sie recherchierten im Stadtarchiv und zogen Sekundärliteratur für ihre Untersuchung heran. Sie fragten sich auch, ob die heutigen Einsätze der Bundeswehr z.B. in Afghanistan mit den deutschen Kolonialkriegen verglichen werden können. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage zum Bekanntheitsgrad des Train-Denkmals in Münster.",4 SAB 775,0,51 S.,1901,2009,215,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen",Train-Denkmal," S., Miriam B., Rabea J.",Pascal-Gymnasium 42,„Für uns ist der Tod nicht das Ende […]“. Anneliese Knoop-Graf und das Andenken ihres Bruders,"Die „Weiße Rose“ war eine Widerstandgruppe während des Nationalsozialismus. Willi Graf, Bruder von Dr. Anneliese Knoop-Graf, kämpfte neben den Geschwistern Sophie und Hans Scholl gegen die Nationalsozialisten. Mit anderen Mitgliedern der Weißen Rose verteilten sie Flugblätter, die zum Widerstand gegen Hitler aufriefen. Bei einer ihrer Aktionen wurden sie verraten, von der Gestapo verhaftet und zum Tode verurteilt. Kurz vor seinem Tod erhielt Anneliese Knoop-Graf einen Brief ihres Bruders, in dem er sie aufforderte, seine Gedanken und Werte weiterzutragen und nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Seither reist Anneliese Knoop-Graf durch ganz Deutschland und hält Vorträge, gründete eine Stiftung zum Andenken an die „Weiße Rose“ und besucht zudem jährlich das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Münster. Die Verfasserinnen führten ein ausführlich dokumentiertes Interview mit Anneliese Knoop-Graf und ergänzen ihre Arbeit durch eine Umfrage unter den Quintanern ihrer Schule.",4 SAB 649,0,35 S.,1939,2009,202,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Konstanze B., Patrycja M.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 43,„Gestorben für Kaiser und Vaterland“. Graf Friedrich-August von Plettenberg – ein Held?,"Graf Friedrich-August von Plettenberg starb 1918 als Soldat im Ersten Weltkrieg. Am Beispiel des Grafen setzten sich Marcel Domenghino und Michael Fischer mit der Konstruktion von Kriegshelden und dem gesellschaftlichen Umgang mit dem Soldatentod im Ersten Weltkrieg auseinander. Sie stützen sich dabei auf Quellen des Adelsarchivs des Archivamts Westfalen-Lippe, führten Interviews und werteten Sekundärliteratur aus.",4 SAB 773,0,50 S.,1914,1918,278,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente",," Marcel D., Michael F.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 45,"„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Helden: verehrt, verkannt, vergessen? Am Beispiel der Freiwilligen Feuerwehr Glandorf","Die Schülerin beschäftigt sich mit der Freiwilligen Feuerwehr in Glandorf. Sie geht hierbei der Frage nach, inwiefern die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr und deren Arbeit generell als heldenhaft gesehen werden können. Neben einer Skizzierung der Entstehungsgeschichte der Feuerwehr thematisiert die Verfasserin den Wandel der Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr, strukturelle Änderungen, technische Fortschritte in der Ausrüstung und die Unterstützung bei psychischer Belastung. Die Arbeit basiert auf zahlreichen Interviews mit aktuellen und ehemaligen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Glandorf, u.a. mit dem Oberbrandmeister und dem ehemaligen Schriftführer.",4 SAB 730,1,34 S.,1870,2009,37,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Glandorf, Louisa M.,Marienschule 49,„Helden sind immer die Anderen!“ Begegnung mit einem Helden wider Willen. Bruno Plaschke – Überleben in sibirischen Arbeitslagern,"Die Schülerinnen rekonstruieren das Leben von Bruno Plaschke, der nach dem 2. Weltkrieg als Jugendlicher aufgrund seiner Mitgliedschaft bei den „Werwölfen“, einer militärischen Untergrundorganisation der SS, verhaftet wurde. Nach seiner Verurteilung verbrachte Bruno Plaschke fast zehn Jahre in verschiedenen Gefangenenlagern in der Sowjetunion. Anfang der 1950er Jahren konnte Bruno Plaschke zu seiner Familie nach Ibbenbüren zurückkehren. Neben seelischen Qualen litt Bruno Plaschke besonders an den gesundheitlichen Folgen seiner langjährigen Gefangenschaft. Er absolvierte dennoch das Abitur, studierte und arbeitete viele Jahre als Schulleiter in Aalen. Nach seiner Pensionierung lebt Bruno Plaschke heute mit seiner Frau Renate in Sendenhorst in der Nähe von Münster und ist bereits dreifacher Großvater. Er veröffentlichte ein Buch und tritt immer noch öffentlich auf, um von seinem Leben zu berichten. Die Arbeit basiert neben einer Umfrage unter Münsteraner Persönlichkeiten zum Thema „Heldendefinition“ auf den ausführlichen Erzählungen von Bruno Plaschke. Der Arbeit ist eine digitale Diashow mit vielfältigen Dokumenten, Briefen und Fotografien aus seinem Privatbesitz beigefügt. S.C. Die Schwestern Katharina und Hannah Heßling und Nora Kreuzberg widmeten sich dem Überlebenskampf des deutschen Kriegsgefangenen Bruno Plaschke in sowjetischen Lagern nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Interviews, Fragebögen, Zeitungsartikel, Lexika, Sekundärliteratur und die verschriftlichten Erinnerungen der Kriegsgefangenen dienten ihnen als Quellenmaterial für die Untersuchung",4 SAB 689,0,54 S.,1929,2009,113,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Ibbenbüren," Hannah H., Katharina H., Nora K.",Marienschule 51,„Hurra! Die einzige Stelle in Münster die arbeitet! Die Clemensschwestern sind wieder da!“ Die Barmherzigen Schwestern zur Zeit des Nationalsozialismus und während des 2. Weltkrieges in Münster,"Die Schülerin rekonstruiert die Geschichte der Clemensschwestern in Münster und deren Bedeutung und Handeln während der Herrschaft der Nationalsozialisten. 1808 wurde die Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern von Kapitularvikar des Bistums Münster, Clemens August Droste zu Vischering, gegründet. Bereits vor Kriegsausbruch hatten die Clemensschwester unter Repressalien durch die Nationalsozialisten zu kämpfen, mehrfach wurden sie bezichtigt, illegale Devisengeschäfte zu betreiben. Ständige Kontrollen, Spionage und Denunzierungen dominierten den Krankenhausalltag der Schwestern. Eine der Clemensschwestern informierte Bischof Clemens August von Galen über die Morde und Zwangssterilisationen, die in der damaligen Heilanstalt Marienthal durchgeführt wurden. Diese Nachricht gilt als Initialzündung für die berühmte Predigt des Bischofs von 1941. Während des Luftkrieges wurde das Mutterhaus der Raphaelsklinik durch Bombenangriffe nahezu komplett zerstört, viele Schwestern kamen ums Leben. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeiteten die Schwestern mit unermüdlichem Einsatz am Wiederaufbau der Klinik und bereits 1947 erfolgten die ersten Neuaufnahmen. Mit dem Wiederaufbau der Raphaelsklinik leisteten die Clemensschwestern einen bedeutenden Beitrag in der Wiederaufbaugeschichte Münsters. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit Schwester Claudia, die einzige noch lebende Zeitzeugin im Mutterhaus der Clemensschwestern.",4 SAB 728,1,38 S.,1933,2009,260,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Raphaelsklinik, Münster", Flora H.,Marienschule 55,"„Ich hätte es nicht ertragen können, wenn ich nicht hätte mitgehen dürfen.“ Die Ehrentafel für die gefallenen Schüler des Königlichen Schillergymnasiums aus den Jahren 1914 und 1915","Die Schüler thematisieren die Rolle des Schillergymnasiums zu Beginn des Ersten Weltkrieges und der damit verbundene Heldenverehrung von gefallenen Schülern, Referendaren und Lehrern. Neben einem historischen Überblick über die Vorgeschichte und die Gründe für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges gehen die Schüler der Frage nach, welche Ideale und moralische Prinzipien Schüler und Lehrer in ihren schulischen und außerschulischen Tätigkeiten leiteten und wie diese mit dem Krieg in Verbindung standen. Sie untersuchen außerdem, welche Wertvorstellungen der Verehrung und Würdigung gefallener Schüler und Lehrer zugrunde liegen und mit welchen Motiven Erwachsene und Schüler in den Krieg zogen. Als Zentrale Quellengrundlage hierfür dienen eine Ehrentafel des Gymnasiums, die den Gefallenen des Krieges gewidmet ist, die Jahreschronik des Königlichen Schillergymnasium von 1914-1915 und das Kriegstagebuch eines Oberstleutnants",4 SAB 759,0,37 S.,1914,1918,99,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur","Schillergymnasium, Münster"," Justus Aaron B., Moritz J.",Schillergymnasium 58,„Ich wollte immer nur Mensch sein“. Paul Brune: Sein Kampf um Anerkennung und die Folgen für die Gesellschaft,"Die Schüler beschäftigen sich mit dem Leben von Paul Brune, der unter dem Vorwand einer zweifelhaften Diagnose durch ein Nonnenkloster in die psychiatrischen Anstalten Dortmund-Aplerbek und Niedermarsberg eingewiesen wurde. Während seines Aufenthalts in diesen Anstalten erfuhr Paul Brune Misshandlungen, Folter und sexuelle Belästigung und ihm wurde eine Krankenakte ausgestellt, die sein Leben auch nach seiner Entlassung stark einschränkte. Aufgrund dieser Akte wurde ihm beispielsweise nach seinem Studium kein Referendariatsplatz gewährt. Paul Brune kämpfe jahrzehntelang gegen die Betreiber der psychiatrischen Anstalten, die er auch wegen Mordes anklagte. Erst im Jahr 2000 zahlte sich sein Engagement aus und der Petitionsausschuss befasste sich mit seinem Fall. Er erhielt eine Entschädigung des Landes NRW zugesprochen. Paul Brune wirkte bei der Erstellung des Filmes „Lebensunwert“ mit, eine Produktion des Westfälischen Landesmedienzentrums. Die Arbeit basiert auf einem ausführlichen Interview mit Paul Brune, der nach der Veröffentlichung des Films öffentlich bekannt wurde und bis heute den Verein „ehemalige Heimkinder e.V.“ unterstützt, der sich für die Rechte von misshandelten Waisenkindern im Zeitraum von 1945-1985 einsetzt. Weiterhin führte der Verfasser ein Interview mit Prof. Dr. Bernd Walter, Institutsleiter des LWL.",4 SAB 713,0,26 S.,1935,2009,188,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Dortmund," Holger T., Rebecca D.",Schillergymnasium 71,„Nächstenliebe durch Tat bewiesen“. Rudi Specht aus Dülmen – einer der ersten der Entwicklungshelfer des DAHW,"Jan Schäfer und Nenad Rankic erforschten Leben und Wirken von Rudi Specht, der 1957/58 den Aufbau der ersten Leprastation der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe in Bisidimo (Äthiopien) unterstützte. Zur Rekonstruktion seiner Aufbauhilfe werteten die Schüler Presseberichte, Sekundärliteratur und Zeitzeug*inneninterviews aus.",4 SAB 771,0,47 S.,1950,2009,278,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Äthiopien," Jan S., Nenad R.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 79,"„Solange das Haus noch nicht in Trümmern liegt, muss man die Hoffnung nicht aufgeben!“ Der Kampf um günstigen Wohnraum in Münster – Früher und Heute","Der Schüler beschäftigt sich mit dem Thema Häuserbesetzungen anhand der Frauenstraße 24 und der Grevener Straße 53 in Münster. Neben der Skizzierung der langjährigen Geschichte um die Besetzung der Frauenstraße 24 seit den 1970er Jahren thematisiert der Verfasser die damalige aktuelle Besetzung des Hauses in der Grevenerstraße 53 als zeitgenössisches Beispiel für eine Häuserbesetzung. Die Arbeit basiert auf zahlreichen Zeitzeug*inneninterviews, einem Interview mit Ortsvereinsvorsitzenden der SPD Münster-Nord und einer Umfrage zum Zusammenhang zwischen Helden und Hausbesetzern.",4 SAB 788,1,69 S.,1905,2009,65,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Frauenstraße 24, Grevener Straße", Jan-Lucas H.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 84,„That they may have life!“ 30 Jahre Solidarität und Engagement durch den Arbeitskreis Sri Lanka,"Die Schüler beschäftigen sich mit dem Arbeitskreis Sri Lanka e.V. aus Münster. Neben allgemeinen Informationen zu Sri Lanka und der Entstehungsgeschichte des Vereins, gehen sie insbesondere auf die verschiedenen Projekte in Sri Lanka ein, auf deren Finanzierung, die Beweggründe der Mitglieder und ob die Tätigkeit des Arbeitskreises als heldenhaft angesehen werden kann. Die Arbeit basiert auf Interviews mit den Gründungsmitgliedern des Vereins und Pfarrer Reers von der St. Josefgemeinde, die eng mit dem Arbeitskreis zusammenarbeitet. Nach Erstellung der Arbeit organisierten die Verfasser einen Kuchenverkaufstag in ihrer Schule und unterstützten den Arbeitskreis mit den Erlösen.",4 SAB 793,0,50 S.,1978,2009,65,15,Textbeitrag,"Archivalien, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Sri Lanka," Carolin N., Christoph M.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 88,"„Und wie es das Unglück will, wurde ich Deutsche Meisterin“. Christel Schulz – eine fest vergessene Weltrekordlerin aus Münster","Die 1928 geborene Christel Schulz aus Münster sprang als erste Frau der Welt über sechs Meter. Die Karriere der Leichtathletin wurde durch den Zweiten Weltkrieg jäh beendet. Paula Giesler und Greta Möller forschten zu einer fast vergessenen Weltrekordlerin. Ihre Ergebnisse stützen sie auf Expertengespräche, auf ein Zeitzeugengespräch mit Christel Schulz und Recherchen im Zeitungsarchiv der Universität Münster.",4 SAB 789,0,49 S.,1928,1939,49,15,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Greta M., Paula G.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 89,„Unser Fiffi“,"Die Schülerin thematisiert das Leben des deutschen Fußballspielers Felix Gerritzen (1927-2007), genannt „Fiffi“, der in Münster geboren wurde und im Jahre 1951 mit Preußen Münster im Finale um die Deutsche Fußballmeisterschaft stand. Die Saison 1950/51 zählt bis heute zu den erfolgreichsten in der Geschichte des Vereins Preußen Münster. Während dieser Zeit galt Felix Gerritzen als absoluter Star unter den Spielern von Preußen und man bezeichnete ihn und seine Stürmerkollegen als „Hunderttausend-Mark-Sturm“. „Fiffi“ bestritt als Nationalspieler insgesamt vier Länderspiele in der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Die Verfasserin bewertet Felix Gerritzen als Fußballhelden, da er seinem Verein viele Jahre treu geblieben ist und zeitlebens immer als ehrlicher und großzügiger Mensch bekannt war. Bis zu seinem Tod engagierte er sich ehrenamtlich und setzte sich besonders für Kinder ein. Aufgrund dieser Tätigkeiten wurde er 2013 posthum in die Westfälische Ehrengalerie aufgenommen. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Zeitzeugeninterview mit Kay Gerritzen, der Enkel von Felix Gerritzen und einer Umfrage im Preußenstadion.",4 SAB 737,1,22 S.,1927,2007,70,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Vera B.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 94,„Wer Vorkämpfer sein will ...“: Ferdinand Freiherr von Lüninck und der 20. Juli 1944,"Der Schüler rekonstruiert das Leben des katholischen Adeligen Ferdinand Freiherr von Lüninck (1888-1944). Freiherr von Lüninck war ein deutscher Offizier und Politiker, ab 1933 Mitglied der NSDAP und bis 1938 Oberpräsident von Westfalen. Er lehnte als Vorsitzender des Stahlhelm-Landesverbandes Westfalen die Demokratie der Weimarer Republik ab und war zunächst vehement für den Nationalsozialismus eingetreten, bis er 1937 nach Konflikten mit Hermann Göring aus der NSDAP austrat. Er zählt zum erweiterten Kreis des Widerstands vom 20. Juli 1944. Carl Friedrich Goerdeler setzte ihn auf eine Liste der vorgesehenen politischen Beauftragten und Verbindungsoffiziere nach dem geplanten Attentat. Diese Liste wurde von der Gestapo gefunden und von Lüninck verhaftet, zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Im Verhör äußerte Lüninck, dass er besonders die Behandlung der Kirchen und des Christentums durch die Nationalsozialisten missbillige. Der Verfasser konstatiert in seiner Arbeit, dass die Bewertung und Wahrnehmung von Lüninck als Held des Widerstands nicht durch seine ambivalente Einstellung zum Nationalsozialismus getrübt werden dürfe – vielmehr soll die vorliegende Arbeit zu einem differenzierten und nuancierten Bild von Ferdinand Freiherr von Lüninck innerhalb des Widerstands beitragen.",4 SAB 763,1,50 S.,1888,1944,,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Niklas P.,Gymnasium Wolbeck 108,"… und dann mussten wir marschieren lernen, klar! Auswirkungen des nationalsozialistischen Heldenbildes auf die Kindeserziehung","Der Schüler analysiert den Einfluss des militaristischen und nationalsozialistischen Heldenbildes auf die Kindes- und Jugenderziehung. Der Fokus liegt hierbei auf dem außerschulischen Leben von Kindern und Jugendlichen im Dritten Reich, das besonders durch die Hitlerjugend (HJ) geprägt wurde. Die HJ gilt als bedeutendstes erzieherisches Instrument zur Beeinflussung der Jugend im Sinne des nationalsozialistischen Gedankenguts. Die HJ diente außerdem der Vorbereitung der Jugend zu Gunsten des Krieges und der Militarisierung der Bevölkerung. Die Gleichschaltung aller Jugendvereine erfolgte durch ein Gesetz zur verpflichtenden Mitgliedschaft (RGBI 1), sodass der Großteil der Kinder und Jugendlichen in Deutschland kontrolliert werden konnte. Die Arbeit basiert auf einem ausführlich dokumentierten Interview mit dem Zeitzeugen Hubert Austermann aus Münster-Handorf, der als Kind den Nationalsozialismus erlebte. Außerdem erhielt der Verfasser Informationen aus dem Volksbund deutscher Kriegsgräber in Albachten über Herrn und Frau Klammer.",4 SAB 684,1,47 S.,1933,1945,12,15,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Philippe W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 142,"„Ein vom Himmel gesandter Engel“. Bernhard Poether, Priester aus Hiltrup","Die Schülerin rekonstruiert das Leben von Bernhard Poethers, der 1906 in Münster-Hiltrup geboren wurde. Er studierte katholische Theologie und wurde 1932 zum Priester geweiht. Bernhard Poethers hatte ein starkes Interesse an der polnischen und russischen Sprache und studierte zwei Jahre in Krakau. Während seiner Tätigkeit als Priester setzte er sich in den Gemeinden Bottrop und Gladbeck besonders für die polnischen Gemeindemitglieder ein, die stark unter den Nationalsozialisten litten. Aufgrund seines Engagements und entschiedenem Auftreten für die Rechte der polnischen Katholiken wurde er bereits 1939 von der Gestapo verhaftet und starb 1942 im KZ Dachau. Heute erinnern zahlreiche Fotos und ein persönlicher Abendmahlskelch, der mit kyrillischen Buchstaben und russisch-orthodoxen Symbolen verziert ist, in der St. Marienkirche in Hiltrup an Bernhard Poethers. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Zeitzeugeninterview mit Pfarrer Spieker, der sich heute aktiv für die Erinnerung an Bernhard Poether einsetzt.",4 SAB 738,1,45 S.,1906,1942,170,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Hiltrup, Kristina K.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 151,"„Gehet, ihr seid gesendet“. Das Leitmotiv einer Heldin?","Die Schülerin beschäftigt sich mit dem Leben der Kommunalpolitikerin Catharina Müller (1882-1948). Catharina Müller war neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin und Schulleiterin des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Abgeordnete für die Zentrumspartei zwischen 1919 und 1932. Während dieser Zeit und auch danach setzte sie sich mit großem Engagement für eine gesellschaftliche und rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern ein. Sie erhielt noch zu Lebzeiten den päpstlichen Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“, der sie für ihr Einsatz im karitativen Bereich ehrte, und eine Straße in Münster wurde 1994 nach ihr benannt. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit einer ehemaligen Schülerin von Catharina Müller.",4 SAB 660,1,34 S.,1882,1948,61,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Münster", Christina G.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 159,„Helden aus Münster gesucht“,"Die Schülerinnen versuchen mithilfe einer Umfrage herauszufinden, wen die Münsteraner als Helden ihrer Stadt bezeichnen. Sie befragten rund 40 Münsteraner verschiedener Altersgruppen, werteten die Ergebnisse aus und stellten die am häufigsten genannten Münsteraner „Helden“ vor. Neben Kardinal Clemens von Galen wurde besonders von jüngeren Münsteranern Ingrid Klimke, Weltmeisterin im Vielseitigkeitsreiten, genannt. Eine weitere Person, die häufig genannt wurde, war Wera Röttgering. Die Gründerin des Vereins „Herzenswünsche e.V.“ setzt sich für kranke Kinder aus dem Münsterland ein.",4 SAB 688,0,22 S.,1933,2009,316,15,Textbeitrag,Umfragen,," Alicia W., Lisa Marie L., Ramona S.",Ratsgymnasium 160,"„Helden der Lüfte, Helden der Tiefe“. Heldenverehrung im KLV-Lager der Oberschule am Wasserturm aus Münster 1943-1945","Eike Frommeyer untersuchte die Wirkung des Heldenkults um Piloten und U-Boot-Kommandanten in einem KLV-Lager während des Zweiten Weltkriegs. Der Schüler führte mehrere Zeitzeug*inneninterviews mit Mitgliedern der Hitlerjugend, die zum Teil freimütig von ihren damaligen Heldenfiguren berichten. Daneben analysierte der Schüler auch Text- und Bildquellen sowie Sekundärliteratur.",4 SAB 691,1,40 S.,1939,1945,31,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Eike F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 161,„Helden“ – „verehrt – verkannt – vergessen“,"Die Schülerinnen thematisieren die Rolle von Clemens August Kardinal von Galen während der Herrschaft der Nationalsozialisten. Von Galen, der 1933 zum Bischof von Münster ernannt wurde, prangerte in seinen Predigten öffentlich das nationalsozialistische Regime und insbesondere dessen Euthanasiemaßnahmen an. Sein mutiges Auftreten und seine berühmten Predigten brachten ihm den Beinamen „Löwe von Münster“ ein. Neben seinen prominenten Ansprachen in der Lambertikirche und der Überwasserkirche in Münster verbreitete von Galen die Enzyklika „Mit brennender Sorge“, ein öffentliches Rundschreiben von Papst Pius XI. an die katholischen Bischöfe in Deutschland. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage über Kardinal von Galen in Münster und Umgebung.",4 SAB 723,0,25 S.,1878,1946,,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen",," Ines W., Katharina D.",Marienschule 171,„Ihre Siedlung lassen wir totlaufen!“,"Siedlungsbauer Bernhard Schoster (1880-1952) gründete in den 1930er Jahren die Siedlung Schmitz-Kühlken in Münster-Gremmendorf, in der auch Moritz Matthias Iseke wohnt. Der Schüler forschte zur historischen Entwicklung des Wohngebietes, sprach mit Familienangehörigen Schosters und wertete Sekundärliteratur aus.",4 SAB 700,1,46 S.,1880,1952,170,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Gremmendorf, Moritz Matthias I.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 173,„Im Kleinen Großes bewirken“ – Erwin Stroot und sein soziales Engagement,"Der Schüler beschäftigt sich in seiner Arbeit mit dem ehemaligen pensionierten Lehrer Erwin Stroot. Stroot wurde im Kreis Steinfurt geboren und arbeitete viele Jahre am Wilhelm-Hittorf-Gymnasium. Nach seiner Pensionierung setzte er sich ehrenamtlich für verschiedene Projekte ein, u.a. übernahm er den Hansahof, eine Seniorenbegegnungsstätte, und ist einer der Hauptorganisatoren der „Offenen Weihnacht“ in Münster. Das Konzept hierfür wurde bereits in den 1970er Jahren von Studenten entwickelt und Mitte der 1980er Jahre übernahm Erwin Stroot von Kapuziner Wendelin den Hauptvorsitz. Die „Offene Weihnacht“ ist ein durch Spenden finanziertes Weihnachtsfest für Obdachlose und Alleinstehende, das jährlich in unterschiedlichen Standorten in Münster stattfindet. Neben seinen Projekten vor Ort leitet Erwin Stroot mit seiner Frau zwei weitere Projekte in Peru, die u.a. den Bau eines Waisenhauses und mehrerer Internatsschulen fördern.",4 SAB 680,1,27 S.,1942,2009,278,15,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Seniorentreff Hansahof, Münster, Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, Münster", Jonathan R.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 174,„In der Pflege und Bethätigung der Liebe und Treue zu Kaiser und Reich erlitten sie den Heldentod“,"Der Schüler thematisiert die Heldenverehrung von Soldaten in Verbindung mit dem Heldentod während der deutschen Einigungskriege ab 1864. Der Verfasser untersucht, wie es der damaligen Regierung gelang, mithilfe einer Mystifizierung des Heldentodes die Opferung vieler Soldaten für militärische und vor allem nationalistische Ziele zu rechtfertigen. Hierbei geht er zunächst auf die Entstehungsgeschichte der deutschen Kriegervereine gegen Ende des 18. Jahrhunderts ein, die besonderen Zulauf nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon und den deutschen Einigungskriegen 1864, 1866 und 1870 erhielten. Kernstück der Arbeit ist die Analyse eines Protokollbuchs des Kriegervereins „Landwehr-Krieger-Verein Walstedde“, der den Bau des Kriegerdenkmals in Walstedde als sichtbaren Ausdruck der Einstellung zum Heldentod initiiert und geplant hatte. Der Verfasser besuchte außerdem das Stadtmuseum Metz und legte Materialien mit historischen Fotografien aus einer Postkartensammlung seiner Arbeit bei.",4 SAB 742,1,41 S.,1864,1945,98,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Johannes R.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 186,"„Lange Haare, kurzer Verstand“. Margarethe Moormann macht ihren Weg in die Medizin","Margarete Moormann war eine der ersten Studentinnen an der Universität Münster. Als Gasthörerin schrieb sie sich 1905 nach bestandenem Abitur im Fach Medizin ein. 1913 ließ sie sich als erste Ärztin für Frauen- und Kinderheilkunde in der Stadt Münster nieder. Mit einem Hörspiel stellte Caroline Weckesser Leben und Wirken von Margarete Moormann dar. Ein Begleitheft ergänzt den kreativen Teil der Arbeit, dessen Grundlage eine umfangreiche Quellen- und Literaturanalyse ist. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Stellungnahme der Rektorin der WWU Münster zum Projekt Margarethe Moormann.",4 SAB 772,1,26 S.,1896,1936,,15,"Hörspiel, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",WWU Münster, Caroline Olivia W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 212,"„Wenn ich sehe, einer ist in Not, dann helfe ich.“ Ludwig Schwiebert (1884-1964)","Die Schülerin beschäftigt sich mit dem Leben von Ludwig Schwiebert (1884-1964), ihrem Ururgroßvater, der in einer Zeit massiver politischer Umbrüche im Ruhrgebiet lebte und in der Chemieindustrie tätig war. Sie geht hierbei der Frage nach, inwiefern ihr Ururgroßvater als Held betrachtet werden kann. Bei einem Brand in einer Benzolfabrik in Hindenburg verhinderte Ludwig Schwiebert eine größere Katastrophe, indem er die Benzolhähne aufdrehte – so brannte es zwar stärker, aber eine Explosion und somit weitere Verletzte oder Schlimmeres konnten verhindert werden. Ein weiterer großflächiger Brand in einer Zeche in Dortmund konnte 1904 durch den umsichtigen Einsatz von Ludwig Schwiebert schnell eingedämmt werden, da er die Arbeiter frühzeitig warnte und mit einem Hydranten den Großteil des Feuers löschen konnte. Ludwig Schwiebert machte außerdem die eindrucksvolle Erfindung eines geruchlosen Teeröls während seiner Tätigkeit im Laboratorium der Fabrik Rütgers in Rauxel, die er auch im Patentamt anmeldete. Als zentrale Informationsgrundlage dienen die Lebenserinnerungen von Ludwig Schwiebert, festgehalten auf Tonband in den 1950er Jahren und ein Zeitzeugeninterview mit seinem Enkel, Günter Schwiebert.",4 SAB 658,1,28 S.,1884,1964,61,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Dortmund, Hannah S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 243,Affentheater um zwei Äffchen. Die Handaufzucht zweier Schimpansenbabys in den 1970er Jahren zwischen opferungsvollem Engagement und Medienrummel,"Die Schüler beschäftigen sich mit der Handaufzucht der beiden Schimpansenaffen Max und Moritz, die in den 1970er Jahren im Münsteraner Zoo von der Tierpflegerin Bärbel Uphoff aufgezogen wurden. Bärbel Uphoff nahm die beiden Affen zu sich und kümmerte sich zwei Jahre aufopferungsvoll um sie. Während dieser Zeit wurden sie und die Affen zu einem regelrechten Medienereignis, insbesondere infolge der Neueröffnung des heutigen Allwetterzoos, in der die beiden Affen gezielt als Werbeträger eingesetzt wurden. Eine erfolgreiche Aufzucht von Schimpansen durch den Menschen gelang mit Bärbel Uphoff das erste Mal in der fast 100-jährigen Geschichte des Zoos. Die Verfasser werten in ihrer Arbeit Zeitungsartikel und weitere Materialien des Zooarchivs aus. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit Bärbel Uphoff, die auch nach Max und Moritz an der Betreuung von weiteren Schimpansenbabies mitwirkte",4 SAB 712,0,12 S.,1970,1979,46,15,Textbeitrag,"Archivalien, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Zoo, Münster"," Matthis B., Paul L.",Schillergymnasium 245,Alexander Haindorf – Lebenswerk eines vergessenen Helden,"Die Schüler rekonstruieren das Leben des jüdischen Universalgelehrten Alexander Haindorf (1784-1862). Haindorf erfuhr bereits in jungen Jahren die ablehnende Haltung gegenüber Juden durch die katholische Mehrheitsgesellschaft in Hamm und Umgebung. Haindorf studierte Psychologie, Philosophie, Medizin und Geschichte in Münster, wo er auch promovierte und sich später habilitierte. Er arbeitete an der Universität und Chirurgischen Lehranstalt in Münster. Eine Professorenstelle erhielt er aufgrund seiner Religion nicht, stattdessen eröffnete er eine eigene Praxis. Alexander Haindorf setzte sich für die bürgerliche Gleichberechtigung der Juden, eine Verständigung zwischen christlicher und jüdischer Kultur und eine Verbesserung des jüdischen Bildungswesens ein. Er gründete mithilfe des „Vereins zur Förderung von Handwerken unter den Juden und zur Errichtung einer Schulanstalt“ eine Schule, die jüdische Lehrer ausbilden sollte. Die Schule erlangte über die Grenzen von Münster hinaus einen guten Ruf, bildete zunehmend auch die Kinder von hohen preußischen Beamten aus und erhielt schließlich 1839 öffentlich-rechtliche Anerkennung. Nach dem Tod Haindorfs wurde der Verein in die Marks-Haindorf-Stiftung umbenannt. Das damalige Schulgebäude wird bis heute als Wohnhaus genutzt. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage von Passanten in der Marks-Haindorf-Stiege zu dem Bekanntheitsgrad von Alexander Haindorf.",4 SAB 731,0,34 S.,1784,2009,9,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen",," Jamila E., Laura P.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 246,Alfons Richard Allkemper. Ehrenamtlich = Selbstverständlich,"Die Schülerinnen rekonstruieren das Leben von Alfons Allkemper (1930-2000), der neben seiner Tätigkeit als Lehrer zahlreiche kulturelle Ehrenämter im Bereich der Kultur- und Heimatpflege im Münsterland übernahm. Alfons Allkemper erhielt Anfang der 1980er Jahre für sein kulturelles Engagement in der Gemeinde Laer und Umgebung den Wanderpreis des Kreises Steinfurt. Im Jahr 1991 erhielt er außerdem das Bundesverdienstkreuz am Bande, das ihn für seine besonderen Verdienste in der Kreisheimatpflege, die engagierte Weitergabe seines kulturellen Wissens und sein politisches Engagement auszeichnete. Die Arbeit basiert auf zahlreichen Interviews mit Familienangehörigen und Freunden",4 SAB 761,0,40 S.,1930,2000,34,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel",," Charlotte A., Franziska G.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 253,Aloys Röhr. Verblasster Ruhm,"Die Schülerin rekonstruiert das Leben von Aloys Röhr (1887-1953), ein bis heute größtenteils in Vergessenheit geratener Bildhauer, der in der Nachkriegszeit u.a. beim Wiederaufbau des Rathauses in Münster beteiligt gewesen war. Kurz nach dem ersten Weltkrieg gründete Aloys Röhr gemeinsam mit Albert Mazotti, Friedlich Liel und Bernhard Bröker die freie Künstlergemeinschaft „Schanze“, die es ihm ermöglichte, in der bekannten münsterschen Galerie Clasing auszustellen. In der unmittelbaren Nachkriegszeit half er beim Wiederaufbau der wichtigsten Wahrzeichen Münsters mit, dem Rathaus und dem Paulus-Dom. Darüber hinaus nahm er verschiedene Aufträge für Steinskulpturen, Reliefs und weitere Arbeiten am Prinzipalmakt an. Er lebte zurückgezogen und bescheiden, seine Arbeit ließ er sich oft in Naturalien auszahlen. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit in Münster war er auch in Bremen aktiv, wo er u.a. die Giebelfiguren am Haus „Der sieben Faulen“ (HAG-Haus) gestaltete. Im Sommer 2009 eröffnete das Stadtmuseum Münster eine Ausstellung mit den Werken von Aloys Röhr. Die Arbeit wird ergänzt durch Interviews mit Dr. Thier, Mitarbeiter des Stadtmuseums, und dem Inhaber der Galerie Clasing",4 SAB 740,1,52 S.,1887,1953,260,15,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Vanessa B.,Marienschule 262,Am 11. März 1945 starb ihr Mann den Heldentod. Das Leben einer Kriegswitwe und Mutter von sechs Kindern,"Die Schülerin rekonstruiert das Leben ihrer Urgroßmutter Agnes Maria Jostschulte, die kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges Witwe wurde und ihre sechs Kinder in der unmittelbaren Nachkriegszeit alleine versorgen musste. Die Verfasserin bewertet ihre Urgroßmutter als Heldin, da sie in einer besonders schweren und entbehrungsreichen Zeit ihre Familie immer an erste Stelle setzte und beschützte. Die Arbeit basiert auf den Erzählungen des Großvaters der Verfasserin, eines der sechs Kinder von Agnes Maria Jostschulte",4 SAB 703,1,22 S.,1939,1945,278,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Lara B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 272,Anna Schweppe und Hermann Scheipers. Helden wider Willen. Leben im Dritten Reich – zwischen Kirche und Staat – zwischen Zivilcourage und Widerstand,"Der Priester Hermann Scheipers wurde im Oktober 1940 von den Nationalsozialisten verhaftet und im März 1941 in das Konzentrationslager Dachau deportiert, weil er sich offen für polnische Zwangsarbeiter einsetzte. Seine Zwillingsschwester Anna hielt in den folgenden Jahren den Kontakt zu ihrem inhaftierten Bruder aufrecht, schmuggelte unter Lebensgefahr Briefe, Lebensmittel und Medikamente ins Lager. Die Geschichte von Anna Schweppe und Hermann Scheipers erforschten Marit Schwarz, Anneke Simon und Mara Hasenjürgen. Sie führten u.a. ein Zeitzeugeninterview mit Hermann Scheipers und werteten umfangreiche Sekundärliteratur aus.",4 SAB 780,0,52 S.,1913,1945,251,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Dachau," Anneke S., Mara H., Marit S.",Pascal-Gymnasium 274,Anne Frank – nicht nur ein Name! Die Anne-Frank-Gesamtschule in meiner Heimatstadt Havixbeck als Auslöser für meine erste Auseinandersetzung mit der Judenverfolgung im „Dritten Reich“,"Der Schüler beschäftigt sich mit dem Schicksal von Anne Frank, Namensgeberin für die Anne-Frank-Gesamtschule in Havixbeck. Anhand der Geschichte, die zur Namensgebung der Schule führte, thematisiert der Verfasser außerdem die Verfolgung der Juden während des Nationalsozialismus im Münsterland am Beispiel einer jüdischen Familie aus Havixbeck. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage unter Schülern der Anne-Frank-Gesamtschule zum Zweiten Weltkrieg und zu der Geschichte ihrer Schule.",4 SAB 669,1,32 S.,1933,2009,52,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitungsartikel",Havixbeck, Finn H.,Gymnasium Paulinum 292,Auch durch „Schutzhaft“ nicht zu brechen: der mutige Kampf des Sozialdemokraten Heinrich Hemsath gegen den Nationalsozialismus in Münster,"Der Schüler rekonstruiert das Leben des SPD-Politikers Heinrich Hemsath, der in Münster Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete. Hemsath schrieb Artikel, die sich offen gegen die nationalsozialistische Herrschaft wandten. Einer seiner bekanntesten Artikel „Im Westen nicht Neues“ erschien 1931 anlässlich des Verbotes des gleichnamigen Romans von Erich-Maria Remarque. Hemsath wurde mehrmals verhaftet und unter „Schutzhaft“ gestellt. Als ein Untergrundtreffen von Widerständlern der SPD von der Gestapo gestürmt wurde, entging er nur knapp der Verhaftung. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm er als einer der „Männer der ersten Stunde“ das Sozialdezernat der Stadt und spielte in der Nachkriegszeit eine entscheidende Rolle beim Wiederaufbau der Stadt Münster sowie dem Aufbau einer Demokratie in Deutschland. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit den Kindern von Heinrich Hemsath, Dr. Klaus Hemsath und Edith Hemsath. Das Interview mit Dr. Klaus Hemsath ist in Form von Emails in der Arbeit dokumentiert, da dieser mittlerweile in den USA wohnt.",4 SAB 679,1,29 S.,1933,1978,31,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Stefan P.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 295,Auf der Suche nach einem Helden,"Die Schülerin nähert sich dem Thema Helden, indem er den nationalsozialistischen Widerstandskämpfer Georg Elser mit seinem Urgroßvater vergleicht, der im 2. Weltkrieg als Sanitäter arbeitete und an der Front den vermeintlichen „Heldentod“ starb. Hierzu werden in einem ersten Schritt zunächst das Leben von Georg Elser und seinem Urgroßvater rekonstruiert, anschließend werden ihre jeweiligen „Heldentaten“ gegenübergestellt. Die Verfasserin kommt insgesamt zu dem Schluss, dass es viele verschiedene Helden und Heldendefinitionen geben kann und hebt für seinen persönlichen Heldenbegriff besonders den Aspekt der Zivilcourage hervor. Die Schülerin wertete Privatquellen aus dem Besitz der Familie, Fachliteratur und Internetdokumente aus.",4 SAB 776,1,16 S.,1933,1945,57,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Justine J.,Marienschule 297,Auf der Suche nach unseren Helden: Die Organisation „Herzenswünsche“ in Münster,"Die Schülerinnen thematisieren die Gründungsgeschichte eines der bekanntesten Vereine im Münsterland – „Herzenswünsche e.V.“. Der Verein wurde 1992 gegründet und versucht schwerkranken Kindern Wünsche zu erfüllen. Im Jahr 2008 wurden der Verein und die Gründerin mit dem Bürgerpreis in Gold von der Stiftung „Bürger für Münster“ für sein Konzept und sein professionelles ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Schüler führen ein Interview mit Wera Röttgering, der Gründerin von „Herzenswünsche e.V.“, und Sonja Essmann, die als Erzieherin in der Kinderklinik in Münster arbeitet. Kernstück der Arbeit ist eine Umfrage unter den Kindern der Klinik zum Thema Helden. Die Ergebnisse dieser Umfrage sind in Form von kreativ gestalteten Plakaten der Arbeit beigefügt.",4 SAB 718,0,13 S.,1992,2009,198,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Umfragen, Zeitungsartikel",," Amelie L., Nadja S., Roxanne F.",Pascal-Gymnasium 334,Briefe an die Nazis – Eine Heldentat?,"Die Schülerin beschäftigt sich mit der Ordensschwester Consolata Velling, die während des Zweiten Weltkrieges das Bischöfliche Gymnasium Marienschule in Münster leitete. Neben einem historischen Überblick über die Geschichte der Schule, die 1922 von den Vorsehungsschwestern gegründet wurde, geht die Verfasserin besonders auf die Rolle von Ordensschwester Consolata Velling ein. Diese setzte sich mit vehementem Einsatz dafür ein, dass die katholische Schule auch während der Herrschaft der Nationalsozialisten bis Anfang der 1940er Jahre bestehen bleiben konnte.",4 SAB 754,1,30 S.,1878,1945,56,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Mädchengymnasium Marienschule, Münster", Isabel E.,Marienschule 339,Carl Herold. Ein Held für die deutschen Bauern und Arbeiter zu Beginn des 20. Jahrhunderts?,"Die Schülerin beschäftigt sich mit dem Leben von Carl Herold und dessen öffentlicher Wahrnehmung als Held. Carl Herold gründete nach seinem Studium der Agrarwissenschaften in den 1870er Jahren den landwirtschaftlichen Lokalverein Amelsbüren und übernahm außerdem die Leitung des Hauptvereins in diesem Regierungsbezirk. Er setzte sich intensiv für die Interessen der Landwirte ein und ist bekannt für die Durchsetzung des Ertragswertgedankens, der im Rahmen der Finanzreform zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Bewertungsgrundsatz schließlich auch gesetzlich verankert wurde. Auch im kirchlichen Bereich setzte sich Carl Herold für christlich-soziale Ideen ein und war von 1909-1931 Mitglied des Zentralkomitees deutscher Katholiken. Er wurde mit vielen Auszeichnungen geehrt, u.a. wurde er in den 1920er Jahren zum Landesökonomierat gewählt, erhielt die zweifache Ehrendoktorwürde der Universität Münster und wurde zum Ehrenbürger von Amelsbüren ernannt",4 SAB 652,1,31 S.,1848,1931,328,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel",Amelsbüren, Anna Lena D.,Friedensschule 340,"Catharina Müller. „Qualitäten, die alles übertrafen.“",Die Lehrerin und Kommunalpolitikerin Catharina Müller (1882-1948) aus Münster setzte sich als Stadtverordnete der Zentrumspartei von 1919 bis 1933 standhaft für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein. Julia Hummelt und Melina Santos-Moura forschten zu Biografie und Wirken der Politikerin. Sie recherchierten Archivalien aus dem Stadtarchiv und Sekundärliteratur und analysierten Zeitzeug*inneninterviews.,4 SAB 668,0,32 S.,1880,1948,111,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Julia H., Melina S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 342,Catharina Müller. Ihr Engagement für die Gleichstellung der Frau im öffentlichen Leben,"Die Schülerinnen rekonstruieren das Leben von Catharina Müller (1882-1948), die in Münster Lehramt studierte und für kurze Zeit als Oberstudiendirektorin die Leitung des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums innehatte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Catharina Müller für die Zentrumspartei als eine der ersten Frauen in den Stadtrat von Münster gewählt und setzte sich seitdem vehement für die politische und rechtliche Gleichstellung der Frauen während der Weimarer Republik ein. Insbesondere im beruflichen Bereich kämpfte sie für Frauenrechte und setzte sich für Verbesserungen der Lehr- und Lernmöglichkeiten vor allem für Lehrerinnen ein. Catharina Müller war in vielen Gremien aktiv, u.a. in der Wahlvorbereitungskommission, der Armenkommission oder dem Verwaltungsausschuss der Volkshochschule und es gelang ihr als eine von wenigen Frauen eine Wiederwahl im Stadtrat zu erzielen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie von den Nationalsozialisten zwangspensioniert und arbeitete seitdem im caritativ-sozialen sowie kirchlichen Bereich. Nach dem Krieg erhielt sie die päpstliche Auszeichnung „Pro Ecclesia et Pontifice“ und Anfang der 1990er Jahre wurde eine Straße in Münster nach ihr benannt.",4 SAB 752,0,39 S.,1882,1994,174,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel","Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Münster"," Alexandra R., Mirjam K., Victoria L.",Marienschule 370,Das Dreizehner-Denkmal in Münster,"Der Schüler rekonstruiert die Entstehungsgeschichte des Dreizehnerdenkmals in Münster aus dem Jahre 1925, das für das 13. Infanterieregiment von 1813 errichtet wurde und seitdem um mehrere Inschriften erweitert wurde. Ähnlich wie das Train/Herero-Denkmal ist es in der Öffentlichkeit umstritten und wird durchaus ambivalent wahrgenommen. Der Verfasser thematisiert in seiner Arbeit insbesondere die Umstände, die zum Bau des Denkmals während der Weimarer Republik geführt haben. Hierbei geht er auf den Wandel der Ansichten über das Dreizehnerdenkmal ein. Als Beispiel führt er die offizielle Münstersche Veranstaltung zum Volkstrauertag am Dreizehnerdenkmal 1989 an, bei der eine Gruppe bestehend aus Grünen, Mitgliedern der Deutschen Friedensgesellschaft und der Vereinigten Kriegsgegnern einen Protestmarsch organisierten und forderten, auch Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren zu gedenken.",4 SAB 706,1,25 S.,1813,1919,278,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel","Dreizehnerdenkmal, Train-Denkmal", Matthias D.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 376,"Das Eiserne Kreuz, für Helden oder Antihelden?","Die Schüler rekonstruieren die Entstehungsgeschichte der Auszeichnung des Eisernen Kreuzes in Deutschland. Das Eiserne Kreuz wurde erstmals am 10. März 1813 von König Friedrich Wilhelm III. für besondere militärische Kampfleistungen verliehen. Die Verfasser analysieren, wie sich die Werte, Ideen und Gründe für eine solche Auszeichnung mit der Zeit wandelten und stellen abschließend die Frage, welchen Sinn und welche Notwendigkeit staatliche Auszeichnungen heutzutage noch haben.",4 SAB 720,0,14 S.,1813,2009,231,15,Textbeitrag,Fachliteratur,," Frederik D., Robin C.",Ratsgymnasium 390,Das Kettelerdenkmal im Schlossgarten von Münster im Zusammenhang mit dem Boxeraufstand in China,"Die Schüler thematisieren die Heldenverehrung von Clemens Freiherr von Ketteler, der im Kontext des „Boxer-Aufstandes“ 1900 als deutscher Gesandter in Peking ermordet wurde. Im Zuge des westlichen Imperialismus in China lehnte sich die Bevölkerung immer mehr gegen den Einfluss der Kolonialmächte in ihrem Land auf. Die „Boxer“ verfolgten und töteten insbesondere ausländische Gesandte, Repräsentanten und missionierte Chinesen. Clemens Ketteler befand sich auf dem Weg zum chinesischen Außenministerium, als er von einem chinesischen Soldaten erschossen wurde. In Deutschland wurde Ketteler als Nationalheld gefeiert und man erzwang neben einer offiziellen Entschuldigung durch die Kaiserfamilie den Bau eines Denkmals in Peking, den so genannten Kettelerbogen. Im Schlossgarten in Münster steht seit 1903 das deutsche Denkmal zu Ehren von Clemens Freiherr von Ketteler. Im letzten Teil der Arbeit gehen die Verfasser auf den Missbrauch seiner Heldenfigur durch die Nationalsozialisten ein.",4 SAB 675,0,23 S.,1953,1903,12,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur",Schlossgarten Münster," Christopher K., Fabian S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 428,Das Wunder von Bern im FC Brach. Fußballhelden auch im Vorortverein?,"Daniel Frühwald stellt den Heldenstatus der Fußball-Weltmeistermannschaft von 1954, der „Helden von Bern“, auf den Prüfstand, indem er die Parallelgeschichte des Fürther Vorortvereins FC Brach erzählt. Der Verein seines Großvaters spielte 1954 oft noch barfuß. Ohne Sponsorengelder mussten die Spieler ihre Vereinstrikots selber herstellen. Frühwald analysierte Literatur, Internetdokumente, Zeitungsberichte und Bildmaterial, befragte Zeitzeugen und führte Fragebogeninterviews.",4 SAB 790,1,46 S.,1954,2009,65,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Daniel F.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 461,Der Bund Neudeutschland – Ein katholischer Jugendverband überlebt im Dritten Reich,"Die Schüler thematisieren die Rolle des katholischen Jugendverbandes ND (Bund Neudeutschland) während des Nationalsozialismus. Der Verband wurde 1919 unter der Leitidee einer christlichen Lebensführung zur außerschulischen kirchlichen Betreuung von Gymnasiasten gegründet. Der Bund zählte mehr als 10.000 Mitglieder, Mädchen waren nicht zugelassen. Der Jugendbund organisierte Fahrten, Heimatabende und Lager und war in das katholische Gemeindeleben integriert. Während des Zweiten Weltkrieges geriet der Bund zunehmend in Konflikt mit dem nationalsozialistischen Regime, insbesondere durch die Weigerung seiner Mitglieder der HJ beizutreten. Im Jahr 1939 wurde der Verband verboten und viele Mitglieder wurden von der Gestapo verhaftet oder kamen in Konzentrationslagern ums Leben. Der ND besteht bis heute und schloss sich 1972 mit anderen Organisationen zum KSJ (Katholische Studierenden Jugend) zusammen. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit dem Großvater von Franziska Lenkeit, Joseph Debertin, der selbst Mitglied im ND gewesen war",4 SAB 727,0,26 S.,1919,2009,260,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Franziska L., Lisa K.",Marienschule 463,Der Conterganskandal. Prof. Dr. med. Lenz’ Einsatz in Kampf um die Wahrheit des Medikamentes Contergan,"Die Verfasserin thematisiert die Rolle von Dr. med. Widukind Lenz bei der Aufklärung des Contergan-Skandals. Lenz entdeckte Anfang der 1960er Jahre einen Zusammenhang zwischen dem Wirkstoff Thalidomid, das in dem Schlafmittel Contergan enthalten war, und dem vermehrten Auftreten von Missbildungen bei Neugeborenen. Bereits 1962 veröffentlichte er seine Ergebnisse, die bis dato noch nicht 100 Prozent wissenschaftlich belegt werden konnten und setzte sich bei Heinrich Mückter, Forschungsleiter des Pharmakonzerns Grünenthal, vehement für eine sofortige Zurücknahme des Mittels ein. Für seine medizinischen Forschungen, seinen Einsatz im Kampf um Wahrheit und Aufklärung im Contergan-Skandal und seinem entschiedenen Engagement für eine Entschädigung der Opfer erhielt er 1972 das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.",4 SAB 665,1,25 S.,1919,1955,170,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Sarah G.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 476,Der Fall Greta Bünichmann. Vom Opfer zur Heldin wider Willen,"Die alleinstehende Dienstmagd Greta Bünichmann wurde 1635 der Hexerei bezichtigt und hingerichtet. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten die Rezeptionsgeschichte von Greta Bünichmann in Münster, insbesondere den öffentlichen Konflikt um eine Straßenumbennenung. Anwohner wehrten sich gegen den Magistratsbeschluss, weil der Name Bünichmann nicht in das Sinngefüge der umliegenden Straßen passe. Die Schülerinnen werteten Quellen aus dem Stadtarchiv aus, führten Experteninterviews und befragten Passanten",4 SAB 764,0,26 S.,1401,1994,86,15,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel",," Mara H., Joaquim W., Laura S.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 494,Der Löwe von Münster. Clemens August Kardinal von Galen – Mein Held,"Die Schülerin rekonstruiert das Leben von Clemens August Kardinal von Galen, der wegen seiner öffentlichen Predigten gegen das nationalsozialistische Regime auch im Ausland unter seinem Spitznamen „Löwe von Münster“ bekannt wurde. Die Verfasserin bewertet von Galen als Helden, da er sich gegen die von den Nationalsozialisten durchgeführte Kirchen- und Rassenpolitik wehrte und besonders deren Euthanasiemaßnahmen scharf verurteilte und sich selbst und andere dadurch in unmittelbare Gefahr brachte. Kardinal von Galen wird bis heute in Münster als prominenter Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten verehrt, Schulen und Straßen wurden nach ihm benannt. Im Jahr 2005 wurde von Galen von dem damaligen Papst Benedikt XVI. selig gesprochen.",4 SAB 724,1,33 S.,1878,1946,260,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Esma E.,Marienschule 531,Der Widerstand des Bekenntnispfarrers Friedrich Flemming gegen die Deutschen Christen in Münster,"Der evangelische Pfarrer Friedrich Flemming war Mitglied der Bekennenden Kirche in Münster und opponierte während des Nationalsozialismus gegen die Deutschen Christen. Jan Kaufmann stellte sich die Frage, ob Flemming hierfür als Held gelten kann. Neben Sekundärliteratur stützte sich der Schüler auf einen umfangreichen Quellenbestand des Landeskirchenarchivs in Bielefeld. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Pfarrer Geert Franzenburg aus Bielefeld.",4 SAB 770,1,51 S.,1894,1971,278,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Jan K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 542,Die „Helden von Berlin“ ... Preußen Deutscher Vizemeister,"Der Schüler beschäftigt sich mit der Vereinsgeschichte des SC Preußen Münster. Hierbei konzentriert er sich auf die Karriere des bekannten Preußenspielers Felix „Fiffi“ Gerritzen, der Mitglied im so genannten „Hundert-Tausend-Mark-Sturm“ war und nach dem 2008 eine Straße in Münster benannt wurde. Neben „Fiffi“ von Gerritzen thematisiert der Verfasser außerdem den bislang größten sportlichen Erfolg des Vereins, als dieser 1951 in das Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft einzog. Die Arbeit wird begleitet durch Interviews mit ehemaligen Spielern und Fans des SC Preußen Münster.",4 SAB 779,1,61 S.,1927,2009,65,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Malte K.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 546,Die 68er Bewegung in Münster – Helden?,"Die Schülerinnen skizzieren die Entstehungsgeschichte der so genannten 68er Bewegung, die oftmals als Sammelbegriff für die internationalen und politisch links orientierten Bürgerrechtsbewegungen ab Mitte der 1960er Jahre verwendet wird. Hierbei gehen die Verfasserinnen vor allem der Frage nach, was in Münster während der 1960er Jahre passierte, welche politischen Themen Anlass zu zahlreichen politischen Demonstrationen und Ausschreitungen gaben und ob die damaligen aktiven Mitglieder der Bewegung als Helden gesehen werden. Als zentrale Informationsgrundlage dient hierbei ein Zeitzeugeninterview mit Kuno Füssel, heute pensionierter Lehrer und freischaffender Theologe, der in den 1960er Jahren Theologie in Münster studierte und Mitglied der studentischen „Calama-Gruppe“ war. Diese Gruppe aus Theologiestudenten setzte sich besonders für die Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Situation in Lateinamerika ein und geriet teilweise in Auseinandersetzungen mit den lokalen Autoritäten in Münster.",4 SAB 694,0,18 S.,1960,1969,44,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Clara D., Felice D., Teresa A.",Immanuel-Kant-Gymnasium 595,"Die Friedensreiter. Boten, Werbeträger – aber auch Helden?","Boten der in Osnabrück und Münster tagenden Delegationen. Nachdem im Oktober 1648 der Westfälische Friede geschlossen war, mussten sich die Reiter zu Beginn des Winters auf unwegsamem Gelände und durch verwüstete Gebiete durch Europa wagen, um die Nachricht des Friedensschlusses zu überbringen. Simon Scheffler forschte zur Rezeptionsgeschichte der Friedensreiter, analysierte Quellen aus Stadt- und Staatsarchiven und führte ein Experteninterview mit einer Historikerin der Universität Münster. Daneben fuhr er Teile der Friedensroute mit dem Fahrrad ab und illustrierte seine Arbeit mit selbstgemachten Fotos.",4 SAB 782,1,44 S.,1501,1648,9,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Simon S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 596,Die Fürsorgerinnen in den münsterischen DP-Lagern der Nachkriegszeit,"Die Schülerin beschäftigt sich mit der Rolle der Fürsorgerinnen in den Lagern der so genannten „displaced persons“ im Münsterland und Umgebung. Hierbei geht sie auf die Schwierigkeiten der Fürsorgerinnen bei ihrer Arbeit und auf die schwierigen Bedingungen und Konflikte in den verschiedenen Lagern ein. Die Arbeit basiert auf zahlreichen Zeitzeug*inneninterviews mit Personen, die z.T. aus den ehemaligen Ostgebieten fliehen mussten, und einem Interview mit Herrn Franzenburg vom Kreiskirchenamt Münster",4 SAB 676,1,38 S.,1945,1950,278,15,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Kira L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 616,Die Gründung der Bischof Hermann Stiftung als Heldentat von Hermann Jakob Dingelstad,"Die Schüler rekonstruieren das Leben des Münsteraner Bischofs Hermann Jakob Dingelstad. Hierbei gehen sie v.a. auf die Bischof Hermann Stiftung ein, die 1896 von Hermann Dingelstad gegründet wurde. Das Christophorushaus, das Teil der Stiftung ist und wohnungslose alleinstehende Männer betreut, befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu der Montessori Schule in der Schillerstraße in Münster. Die Stiftung arbeitet in unterschiedlichen Bereichen, z.B. in der Wohnungslosenhilfe, Wiedereingliederungshilfe für Behinderte und in der Jugendhilfe. Die Stiftung ist außerdem Trägerin von einigen stationären und ambulanten Einrichtungen und betreut derzeit bis zu 300 Menschen. Die Schüler der Montessorischule gestalteten in ihrer Arbeit handgeschriebene Informationsseiten sowie Plakate und interviewte sowohl den Leiter des Christophorushauses, Michael Pieper, als auch den damaligen Geschäftsführer der Bischof Hermann Stiftung, Peter Brüggemann",4 SAB 714,0,21 S.,1890,1911,70,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",," Emma B., Jaspar B., Meike B.",Montessori-Schule Münster 621,Die heilige Theresia von Lisieux,"Die Schülerin rekonstruiert das Leben der Nonne Theresia von Lisieux (1873-1897), die in der katholischen Kirche als Heilige und Kirchenlehrerin verehrt wird. Theresia von Lisieux wurde von Papst Pius XI. 1925 selig gesprochen und 1927 zur Patronin der Weltmission ernannt, ihr Gedenktag ist der 1. Oktober. Theresia von Lisieux widmete ihr gesamtes Leben der Hilfe anderer Menschen, bis sie 1897 im Kloster von Lisieux in noch jungem Alter an Tuberkulose verstarb. In ihrem Heimatland Frankreich wird eine Wachsfigur von ihr in der Kathedrale Sainte-Therese in Lisieux aufbewahrt, die alljährlich hunderttausende Pilger anlockt. Das von Theresia geschriebene Buch „Geschichte einer Seele“ ist bis heute eine bedeutende Lehrschrift unter Theologen. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage in einer kirchlichen Gemeinde in Münster.",4 SAB 722,1,23 S.,1873,1997,56,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen",, Louisa B.,Marienschule 635,"Die Kriegsgräberstätte Münster-Gasselstiege. Heldentod, sinnloser Opfergang oder Desertation?","Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Einmarsch der Alliierten in Münster gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. Anhand der Kriegsgräberstätte Münster-Gasselstiege gehen sie der Frage nach, wie die dort begrabenen Soldaten umgekommen sind, ob es so genannte standesrechtliche Erschießungen gab und ob bzw. inwiefern sich die Wahrnehmung der gefallenen Soldaten als Helden wandelte.",4 SAB 647,0,33 S.,1945,2009,11,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Gasselstiege," Christine v., Julia F.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 646,Die Mersche von Tilbeck,"Die Schülerin thematisiert das Schicksal einer Landmagd aus Havixbeck im Münsterland im 17. Jahrhundert. Diese Magd, die Mersche von Tilbeck, wurde auf ihrem Nachhauseweg überfallen und ermordet. An der Stelle der Tat steht heute ein Gedenkstein, der für die Verfasserin der Anlass war, sich mit dieser Person zu beschäftigen. Die Verfasserin interviewte Bewohner von Havixbeck unter der Fragestellung, ob die Mersche von Tilbeck eine Heldin gewesen sei. Einer der Befragten führte 2004 mit seiner Amateurtheatergruppe „Das Törchen“ die Geschichte der Mersche von Tilbeck als Theaterstück auf.",4 SAB 726,1,15 S.,1601,1700,56,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen",Havixbeck, Laura G.,Marienschule 665,Die Spuren des Johannes Brockmann,"Die Schülerinnen rekonstruieren das Leben von Johannes Brockmann, ein bedeutender Politiker aus Rinkerode im Münsterland. Brockmann war als Lehrer in zahlreichen katholischen Lehrerorganisationen aktiv, engagierte sich mit christlichem Leitbild für seine Gemeinde und war seit 1926 Mitglied im Preußischen Landtag für die Zentrumspartei. Im Zuge der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Brockmann die Tätigkeit als Lehrer verboten und man entzog ihm alle öffentlichen Ämter. Nach dem Krieg engagierte sich Johannes Brockmann für den demokratischen Aufbau Deutschlands und trug wesentlich zum Wiederaufbau der Verwaltung und des politischen Lebens im Land Nordrhein-Westfalen bei. Seit 1948 war Johannes Brockmann Mitglied im Parlamentarischen Rat in Bonn und arbeitete am Grundgesetz der Bundesrepublik mit. Brockmann wurde auch in den ersten und zweiten Deutschen Bundestag gewählt. 1973 zog sich Brockmann aus der Politik zurück und erhielt für sein persönliches und politisches Wirken 1958 das „Große Verdienstkreuz“ der Bundesrepublik Deutschland. Die Arbeit basiert auf Interviews mit Heinrich Bullermann, ein Rinkeroder Politiker und Bürger, und Johannes Deventer, ein Verwandter von Johannes Brockmann.",4 SAB 711,0,48 S.,1888,1975,74,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Rinkerode," Anna S., Josephine D.",Marienschule 672,Die Tresckow Straße,"Die Schülerin analysiert die Benennung der Tresckow-Straße in Münster-Mecklenbeck. Anfang der 1970er Jahre wurden ausgehend vom Wohnbereich am Aasee auch in vielen anderen Vierteln die Straßen nach Widerstandskämpfern im Nationalsozialismus benannt. Henning von Tresckow distanzierte sich 1934 aufgrund der Ermordung seines besten Freundes Ernst Röhm von der nationalsozialistischen Regierung unter Hitler und weigerte sich 1939 in den Krieg zu ziehen. 1942 trat er der Gruppe um Graf von Stauffenberg und Günther von Kluge bei, die 1942 und 1943 zwei Anschläge gegen Hitler durchführten. Die Attentate missglückten und Tresckow nahm sich, nachdem er von der Ermordung Stauffenbergs erfuhr, mit einer Handgranate das Leben. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage zu Henning von Tresckow in Münster-Mecklenbeck.",4 SAB 683,1,17 S.,1901,1943,305,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel",Mecklenbeck, Anahita Vafsi A.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 678,Die vergessene Ordensfrau hinter dem verehrten Kardinal. Schwester Laudeberta und Clemens August Graf von Galen – Erinnerung an Zivilcourage in dunkler Zeit,"Die Schülerin thematisiert das Handeln der Clemensschwester Laudeberta und Clemens August Kardinal von Galen während der Herrschaft der Nationalsozialisten. Während Kardinal von Galen nach Kriegsende und bis heute als einer der zentralen Figuren des kirchlichen Widerstands über Münster hinaus verehrt wird, ist Schwester Laudeberta vergleichsweise unbekannt. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete Schwester Laudeberta in der Pfleganstalt Marienthal, in der im Rahmen des Euthanasieprogramms T4 viele Behinderte, Homosexuelle und vermeintlich psychisch kranke Menschen zwangssterilisiert und umgebracht wurden. Schwester Laudeberta informierte unter größter Geheimhaltung und Gefahr den Kardinal von den Geschehnissen in Marienthal. Dies soll der Anlass für die berühmten Predigten von Galens Anfang der 1940er Jahre gewesen sein. Neben ihrer Tätigkeit als Informantin setzte sich Schwester Laudeberta auch direkt in Marienthal für die betroffenen Menschen ein, indem sie sie vor Abtransporten warnte und somit viele Leben retten konnte. Die Verfasserin erarbeitet am Ende ihrer Arbeit einen Vergleich in der öffentlichen Wahrnehmung und Heldenverehrung von Schwester Laudeberta und Kardinal von Galen.",4 SAB 734,1,59 S.,1939,1945,95,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel","Westfälische Provinzial- und Pflegeanstalt (LWL), Münster-Marienthal", Hannah S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 692,Die Wiedertäufer von Münster. Eine Arbeit über das „Königreich zu Münster“ und seine „Helden“,"Die Schüler beschäftigen sich mit der Zeit der 1530er Jahre in Münster, als sich im Zeitalter der Reformation eine zunehmend radikale und fanatische religiöse Gruppe bildete, die sich damals sowohl von der katholischen als auch von der evangelischen Kirche distanzierte und abspaltete. Ausgehend von der Schweiz und dem reformatorischen Prediger Zwingli breiteten sich die so genannten „Wiedertäufer“, zunächst lediglich eine Art religiöse Sekte, auch in Deutschland aus. Die verschiedenen Strömungen der Wiedertäufer in Europa vereinte ihr starker Glaube an die Apokalypse, nach der nur die Täufer in einem eigens errichteten „Neuen Jerusalem“ würden überleben können. Das Münsteraner Täufertum wurde maßgeblich von dem Reformator Bernd Rothmann und dem Apostel Jan Matthys begründet, die sich immer mehr radikalisierten und in eine offene sowie extrem gewaltsame Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche gerieten. Dieser kriegsähnliche Zustand endete 1535 mit der Festnahme der wichtigsten Führungsfiguren der Wiedertäufer durch bischöfliche Anhänger. Sie wurden monatelang gefoltert und in Käfige an die Lambertikirche gehängt, die noch heute an die Wiedertäufer erinnern",4 SAB 705,0,27 S.,1525,1535,278,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen","Lamberti-Kirche, Münster"," Fabian B., Steffen S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 708,Du bist doch auch nur ne Frau…,"Die Schülerinnen thematisieren die Entwicklung der Rolle der Frau im Polizeidienst ausgehend vom Zweiten Weltkrieg. Sie gehen hierbei der Frage nach, woher Klischees und Vorbehalte gegenüber Frauen bei der Polizei auch heute noch kommen. Die Arbeit basiert auf der Rekonstruktion der Karriere von Helene Timpe, eine der ersten Frauen im höheren Polizeivollzugsdienst der Polizeihochschule Münster Hiltrup, die sich insbesondere für die Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frauen in der Polizei einsetzte. Grundlage für die Informationen über Helene Timpe ist ein Zeitzeugeninterview der Deutschen Hochschule der Polizei, das den Verfasserinnen als DVD vorlag.",4 SAB 743,0,27 S.,1945,2009,170,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Katrin S., Marie L.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 726,Ein Held der Familie,"Die Schüler skizzieren in ihrer Arbeit das Familienleben von Heinrich Ahlers aus Leer im Münsterland während des Zweiten Weltkrieges und gehen hierbei insbesondere auf dessen lebensgefährlichen und heldenhaften Einsatz für seinen Enkelsohn Werner ein. Dieser kam 1940 verfrüht zur Welt und musste aufgrund seiner starken Unterernährung sofort ins Krankenhaus. Alle Männer der Familie, mit Ausnahme des damals 66-jährigen Heinrich Ahlers, waren eingezogen worden und so sorgte Heinrich Ahlers für das Überleben seines Enkelsohnes. Jeden Tag fuhr er unter schwersten Bedingungen mit abgepumpter Muttermilch mit dem Fahrrad und dem Zug von Leer nach Münster, bis es aufgrund der Luftangriffe und der eisigen Temperaturen zu gefährlich wurde und er Werner Ahlers gegen den Rat der Ärzte nach Hause brachte und dort gesund pflegte. Die Arbeit wird begleitet durch Interviews mit den Zeitzeugen Gertrude Wolbeck und Günter Ahlers, beides Verwandte von Heinrich Ahlers, und bislang unveröffentlichten Bildern der Raphaelsklinik in Münster aus den Kriegsjahren.",4 SAB 672,0,22 S.,1874,2009,325,15,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Leer, Raphaelsklinik, Münster"," Till K., Tim H.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 733,Ein Münsteraner Albert Schweitzer,"Der Schüler beschäftigt sich mit den Tätigkeiten von Prof. Dr. med. Joachim Gardemann, der an der Fachhochschule Münster im Lehr- und Forschungsgebiet „Anatomie und Physiologie“ arbeitet und den Katastrophenschutz des DRK in Münster leitet. Neben seiner akademischen Lehrtätigkeit ist Prof. Gardemann regelmäßig an gefährlichen Einsätzen in Kriegs- und Naturschutzgebieten beteiligt, beispielsweise im Iran, im Kosovo oder in Afrika. Der Verfasser bewertet Prof. Gardemann aufgrund seiner vorbildlichen und oftmals gefährlichen Arbeit für Menschen in Notsituationen als Helden. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit Gardemann, in dem neben der allgemeinen Rolle und den Aufgaben des DRK auch die vielfältigen Auslandseinsätze von Herrn Gardemann zur Sprache kommen.",4 SAB 677,1,24 S.,1907,2009,278,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel",, Arnhold L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 747,Eine Heldin … Margarete Moormann. Die erste Ärztin Münsters,"Die Schüler rekonstruieren das Leben von Margarete Moormann und ihrer Schwester Antonie, die als eine der ersten Studentinnen an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster studierten und mit einem Examen abschlossen. Vor ihrem Studium besuchten beide Schwestern einen so genannten privaten Gymnasialkurs, der junge Mädchen ab 17 Jahren zu chemisch-technischen Assistentinnen ausbildete. Margarete Moormann wechselte nach der erfolgreich absolvierten ärztlichen Vorprüfung in Münster nach München, wo sie ihr Staatsexamen in Medizin ablegte und ein praktisches Jahr ableistete. Ihre Schwester schloss ihr Chemiestudium mit Promotion ab. Beide Schwestern kehrten 1914 nach Münster zurück und Margarete gründete eine sehr erfolgreiche eigene Praxis, in der sie als Dr. med. Moormann „Ärztin für Frauen und Kinder“ arbeitete. Sie war die erste praktizierende Ärztin mit einer eigenen Praxis in Münster. Die Verfasser bewerten Margarete Moormann als Heldin aufgrund ihres selbstbestimmten Lebens, das sie damals hart gegen die Normen und Vorurteile gegenüber Frauen im 19. Jahrhundert verteidigen musste und so vielen Frauen als Vorbild diente und ihnen neue Möglichkeiten aufzeigte.",4 SAB 693,0,11 S.,1869,1937,245,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen","Stalowa Wola, WWU Münster"," Francis K., Jasmin Najm F., Priscilla A.",Immanuel-Kant-Gymnasium 750,Eine Mutter für alle. Therese Simon: starke Persönlichkeit oder Heldin?,"Wiebke Terbrüggen widmete sich ihrer Ururgroßmutter, der Hebamme Therese Simon (1893-1956), die über 40 Jahre im Nikolaikrankenhaus in Höxter arbeitete und sich für die Klinikgeburt einsetzte. Die Schülerin wertete Sekundärliteratur, Fotos und Briefe aus Privatbesitz und Zeitzeug*inneninterviews aus. Der Arbeit ist eine ausführliche private Fotosammlung in digitaler Form beigefügt.",4 SAB 671,1,26 S.,1893,1956,70,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Wiebke T.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 772,"Erst trauern, dann powern! Mit Vollgas in die Trümmer","Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Wiederaufbau der deutschen Städte nach dem Zweiten Weltkrieg in Nordrhein-Westfalen. Sie legen hierbei den Schwerpunkt auf die Rolle der so genannten „Trümmerfrauen“ und gehen der Frage nach, warum und inwiefern die Frauen als Heldinnen wahrgenommen wurden und wie sie von den Männern in der damaligen Zeit gesehen wurden. Zentrale Informationsgrundlage bilden die Erzählungen einer Zeitzeugin, die die Nachkriegsjahre in Essen miterlebte.",4 SAB 666,0,36 S.,1945,1945,67,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Franziska G., Hannah K.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 788,Felix – ein Held aus Münster?,"Die Schülerin beschäftigt sich mit ihrem Kindheitshelden Felix, einem fiktiven Kuschelhasen, der die Hauptrolle in einer Reihe von Kinderbüchern spielt. Diese Figur wurden Mitte der 1990er Jahre von Annette Langen in Münster erfunden und vom Coppenrath-Verlag herausgegeben. Die Bücher beschreiben die Reise von dem Hasen Felix, der von allen Ecken der Welt Briefe an seine Menschenfreundin Sophie schickt, die in Münster wohnt. Das erste Felix-Buch wurde 1994 herausgegeben; weltweit wurde das Werk inzwischen über 7 Millionen mal verkauft und in 28 Sprachen übersetzt. Die Arbeit basiert auf einer Umfrage unter Münsteraner Kindern zwischen 5 bis 12 Jahren zur Beliebtheit von Felix und einem Interview mit der Autorin.",4 SAB 692,1,7 S.,1994,2009,340,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen, Umfragen",, Gesa S.,Gymnasium Paulinum 789,Ferdinand Eimermacher – Ein Ballonfahrer überschreitet Grenzen,"Die Schüler rekonstruieren das Leben von Ferdinand Eimermacher (1881-1961). Ferdinand Eimermacher war leidenschaftlicher Ballonfahrer und war 1908 Mitbegründer des münsterschen Freiballonvereins. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten durfte Ferdinand Eimermacher nicht starten, da er sich für seine jüdischen Vereinskollegen einsetzte. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Ferdinand Eimermacher aktiv an einer Wiederbelebung und einem Wiederaufbau der Ballonfahrt in Münster mit. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit Familienangehörigen von Ferdinand Eimermacher.",4 SAB 787,0,28 S.,1881,1961,65,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Jonathan E., Leo G.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 792,"Feuerwehr – Helden des Alltags?! „Wo andere rausrennen, laufen wir hinein“","Die Schüler rekonstruieren die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Altenberge und gehen hierbei der Frage nach, wie sich das Ansehen der Feuerwehr und ihr Selbstverständnis in der Geschichte gewandelt haben. Anhand einer umfangreich dokumentierten Umfrage versuchen die Verfasser außerdem herauszufinden, wie sich Kameradschaft und Zuverlässigkeit innerhalb der Feuerwehr bilden und ob Feuerwehrleute als Helden des Alltags gesehen und dementsprechend verehrt und anerkannt werden. Die Arbeit wird ergänzt durch Interviews mit Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr in Münster und Umgebung.",4 SAB 778,0,50 S.,1750,2009,65,15,Textbeitrag,"Archivalien, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",," Sönke L., Stephan S.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 793,Fiffi Gerritzen – Ein Held?,"Die Schülerinnen rekonstruieren das Leben des wohl berühmtesten Spielers vom SC Preußen Münster, Felix „Fiffi“ Gerritzen (1927-2007) und gehen der Frage nach, ob Felix Gerritzen ein Held war und wie er in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Felix Gerritzen gilt bis heute als einer der erfolgreichsten Spieler von Preußen Münster, war Mitglied im so genannten „Hunderttausendmarksturm“ und stand 1951 mit seinem Verein im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Felix Gerritzen war auch als Nationalspieler für die WM nominiert, aufgrund einer Verletzung konnte er allerdings nicht teilnehmen. Nach seiner fußballerischen Karriere widmete sich „Fiffi“, ausgebildeter Dekorateur, wieder vermehrt künstlerischen Aktivitäten und plante für die münsterschen Karnevalsgesellschaften die Saalgestaltung mit. „Fiffi“ reparierte außerdem umsonst Heiligenfiguren in Kirchen und engagierte sich ehrenamtlich für Heimkinder. Eine Straße wurde auf Betreiben des SC Preußen Münster nach ihm benannt. Die Verfasserinnen kommen zu dem Schluss, dass Felix „Fiffi“ Gerritzen nicht nur aufgrund seiner herausragenden sportlichen Leistungen als Held verehrt wird, sondern seine enorme Beliebtheit auch in den Medien besonders durch sein vielfältiges persönliches Engagement in Münster begründet wird. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit Verwandten und Freunden, u.a. mit Helga Gerritzen, Witwe von Felix Gerritzen. Die Verfasserinnen ergänzen ihre Arbeit außerdem durch eine Umfrage zum Bekanntheitsgrad von Felix Gerritzen in Münster.",4 SAB 741,0,44 S.,1927,2007,260,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Friederik A., Johanna R., Kerstin D.",Marienschule 810,Franz Anton Schlamann – Retter der Saerbecker Armen,"Die Schülerin untersucht das Leben des Saerbecker Amtmanns Anton Schlamann und seiner Frau. Schlamann wurde zwischen 1756 und 1765 geboren und heiratete 1823 in zweiter Ehe Elisabeth Brockhausen, mit der er sich in Saerbeck niederließ. Die Schülerin ordnet die Lebenszeit des Amtmanns in den historischen Hintergrund ein, erläutert seine Position innerhalb des Verwaltungsapparates und geht auch auf die Situation der Armen in dem Dorf ein. Schlamann ließ dort ein neues Armenhaus bauen, was zum Großteil durch sein Privatvermögen finanziert wurde. Noch vor seinem Tod 1838 wurde ihm in einer Münsterschen Zeitung ein Artikel gewidmet, der von seiner großzügigen Tat sprach, so dass er wohl schon damals einen relativ großen Bekanntheitsgrad besessen haben muss. Für ihren Beitrag hat die Schülerin in verschiedenen Archiven recherchiert und zeitgenössische Dokumente transkribiert sowie ausgewertet.",4 SAB 643,1,46 S.,1756,1838,159,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Lena K.,Gymnasium Augustinianum Greven 811,Franz Ballhorn. Ein überzeugter DJKler im Kampf gegen den Nationalsozialismu,"Die Schüler rekonstruieren das Leben von Franz Ballhorn (1908-1979) und gehen der Frage nach, inwiefern Franz Ballhorn ein Held gewesen ist. Ballhorn war bereits als junger Mann in führender Position im DJK (Deutsche Jugendkraft) tätig. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde er aufgrund seiner regimekritischen Zeitungsartikel steckbrieflich gesucht und emigrierte nach Holland, wo er bis 1935 in der Presseredaktion von Pater Friedrich Muckermann weiter gegen den Nationalsozialismus anschrieb. Infolge der Besetzung der Niederlande wurde Ballhorn 1940 festgenommen und im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Die Erlebnisse seiner Gefangenschaft schildert er in seinem Buch „Die Kelter Gottes“. Nach dem Krieg wurde er Amtsdirektor in Nottuln bei Münster und engagierte sich zeitlebens intensiv für den DJK. Franz Ballhorn erhielt den päpstlichen Ritterorden vom Hl. Gregorius dem Großen und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Die Verfasser bewerten Franz Ballhorn als Held, da er seinen Überzeugungen immer treu blieb und aktiv Widerstand gegen das NS-Regime leistete. Die Arbeit wird begleitet durch ein Zeitzeugeninterview und der Auswertung eines Originalinterviews von Franz Ballhorns Frau aus dem Jahr 1979.",4 SAB 756,0,47 S.,1908,1979,18,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Paul P., Simon P.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 822,Freiherr Clemens von Ketteler. Kaiserlicher Deutscher Gesandter in Peking,"Die Schülerin setzt sich kritisch mit der Heldenverehrung von Freiherr Clemens von Ketteler auseinander, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts als kaiserlicher deutscher Gesandter in Peking arbeitete. Die politische Situation in China war damals durch den steigenden Einfluss der westlichen Mächte und der Ausbreitung der christlichen Kirchen von Instabilität geprägt. Die wachsenden gesellschaftlichen Unruhen fanden ihren Höhepunkt in dem sogenannten „Boxeraufstand“, einem Geheimbund, der Eisenbahn- und Telegraphenlinien zerstörte, Missionarshäuser niederbrannte und christliche Chinesen ermordete. Der Aufstand rückte 1900 bis nach Peking vor, wo die ausländischen Botschafter ins Gesandtschaftsviertel flohen. Die Kaiserin stellte den Gesandten ein Ultimatum, binnen 24 Stunden die Stadt unter militärischem Geleit zu verlassen. Clemens von Ketteler misstraute der Regierung und suchte das Gespräch mit dem Außenministerium. Auf dem Weg dorthin wurde er von einem chinesischen Soldaten ermordet. Nach seinem Tod wurde sowohl in Münster als auch in Peking ein Denkmal für Freiherr Clemens von Ketteler errichtet und auf Betreiben von Kaiser Wilhelm II. wurde eine offizielle Entschuldigung durch ein Mitglied der Kaiserfamilie in Berlin erreicht.",4 SAB 657,1,40 S.,1953,1903,49,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel",, Hannah N.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 823,Freiherr-vom-Stein: ein Held? Von der Evangelischen Töchterschule zum Freiherr-vom-Stein Gymnasium. Eine Untersuchung zur Umbenennung meiner Schule im Jahre 1923,"Der Schüler beschäftigt sich in seiner Arbeit mit Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein, der im Jahre 1923 besonders aufgrund seiner Verdienste für die Rechte der Bauern Namensgeber des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Münster wurde. Der Verfasser geht hierbei der Frage nach, welche weiteren Gründe es für die Benennung gab und inwiefern Freiherr vom Stein als Held bezeichnet werden kann. Im ersten Teil der Arbeit widmet sich der Verfasser dem Leben von Freiherr vom Stein und der Entstehungsgeschichte seiner Schule. Der zweite Teil der Arbeit beinhaltet verschiedene Interviews mit der aktuellen Schulleiterin Karin Park-Luikenga und den ehemaligen Schulleiterinnen und Schulleitern Ruth Engelbert und Dr. Jürgen Demmer.",4 SAB 651,1,40 S.,1851,2009,318,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Münster", Linus-Fabian G.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 836,Friedrich Springorum – ein Held?,"Die Schülerinnen skizzieren das Leben von Friedrich Springorum, Namensgeber für die „Springorum-Denkmünze“. Diese Münze wird jährlich von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der RWTH Aachen e.V. an diejenigen Absolventen verliehen, die ihr Studium mit Auszeichnung abschließen. Friedrich Springorum ist ein Onkel 4. Grades einer der Verfasserinnen und war Mitbegründer des oben genannten Vereins und einer der ersten Studenten der RWTH Aachen. Seit 1896 arbeitete er als Generaldirektor und Alleinvorstand der Stahlwerke Hoesch AG in Dortmund. Er gilt als einer der bedeutendsten Unternehmensführer der deutschen Stahlbranche vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.",4 SAB 686,0,9 S.,1896,1938,218,15,Textbeitrag,Internetquellen,," Greta E., Clara Victoria M.",Ratsgymnasium 842,G.G. Ponnambalam – Adenauer Sri Lankas?,"Die Schüler erarbeiten einen Vergleich der beiden Staatsmänner G.G. Ponnambalam und Konrad Adenauer. Ponnambalam setzte sich für eine gesetzlich festgelegte Repräsentation der tamilischen Minderheit auf Sri Lanka ein, Adenauer war der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, der nach dem Zweiten Weltkrieg die Westintegration Deutschlands vorantrieb. In ihrer Arbeit gehen die Verfasser der Frage nach, welche Rolle die beiden Männer bei der Gründung der jeweiligen Nationalstaaten spielten, ob und inwiefern sie als Helden gesehen und verehrt werden und ob Staatsgründer allgemein als Helden bezeichnet werden können.",4 SAB 664,0,33 S.,1944,1967,,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",," Kira F., Srikantha H.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 860,Gescheiterte Helden. Die Suche nach neuen Vorbildern – Die Geschichte der Straßenbenennungen im neuen Aaseeviertel in Münster im Jahre 1960,"1960 wurde in Münster die Planung für das neue Wohnviertel am Aasee fertiggestellt. Max Alsmann erforschte die Geschichte der Straßenbenennungen. Neben Vorschlägen wie Landschafts- und Vogelnamen wurden auch die Namen von Widerstandskämpfern diskutiert. Eine öffentliche Diskussion über die Straßenbenennungen gab es 1960 nicht. Max Alsmann stützte sich bei seiner Darstellung auf Akten, Straßenverzeichnisse und Ratsprotokolle aus dem Stadtarchiv Münster sowie auf Zeitungsarchive und eine Anwohnerbefragung.",4 SAB 794,1,46 S.,1960,1969,31,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Aaseestadt, Max A.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 873,Gräfin Anna von Tecklenburg – Regentin und Vorbild – eine historische Spurensuche,"Gräfin Anna von Tecklenburg bewahrte Frauen in ihrer Grafschaft im 16. Jahrhundert vor Hexenverfolgungen. Charlotte Wandres erforschte das Leben der Gräfin und fragte sich, ob Anna von Tecklenburg auch heute noch als gesellschaftliches Vorbild dienen kann. Die Schülerin stützt ihre Arbeit u.a. auf Quellen aus dem 16. Jahrhundert, ein Interview mit dem Prinzen Oskar zu Bentheim, einem Nachkommen der Gräfin und Sekundärliteratur.",4 SAB 698,1,20 S.,1501,1600,112,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Charlotte W.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 875,Greif zum Telefon – nicht zum Kind. Die Anfänge des Kinderschutzbundes in Münster,"Die Verfasser beschäftigen sich mit Gewalt gegen Kinder und informieren sich über verschiedene Einrichtungen zum Schutz von Kindern in Münster. Neben der „Kinderschutzambulanz“ und der „Clearingstelle“ legen sie ihren Schwerpunkt auf die Rekonstruktion der Geschichte und Bedeutung des Kinderschutzbundes Münster (Deutscher Kinderschutzbund e.V.). Die Arbeit basiert auf Interviews mit langjährigen Mitgliedern des DRK, der „Kinderschutzambulanz“ und dem Geschäftsführer des Kinderschutzbundes Münster. S.C. Der Kinderschutzbund in Münster wurde 1977/78 gegründet. Jan Dreier, Lennart Hübner und Felix Durynek befragten für ihre Darstellung der Institutionsgeschichte an der Gründung Beteiligte und Mitarbeiter des Kinderschutzbundes heute. Daneben analysierten sie Text- und Bildquellen.",4 SAB 781,0,81 S.,1976,2009,65,15,Textbeitrag,"Archivalien, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Felix D., Jan D., Lennart H.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 876,Greta Bünichmann – heute noch eine Anti-Heldin?,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Schicksal von Greta Bünichmann, die 1635 im Zuge der Hexenverbrennungen zwischen 1552 und 1644 in Münster enthauptet und verbrannt wurde. Greta Bünichmann war als Dienstmagd des Ehepaars Hermann Grotenhof in Roxel, einem Vorort von Münster, viele Jahre angestellt bis diese sie schließlich der Zauberei bezichtigten und anzeigten. Während ihrer Haft wurde unter grausamer Folter ein Geständnis erzwungen, auf dessen Grundlage sie schließlich zum Tode verurteilt und verbrannt wurde. In den 1990er Jahren gab es in Münster Proteste gegen die Benennung einer Straße im Mauritzviertel in Greta-Bünichmann-Straße. Diese Protestwelle unter den Münsteranern dokumentieren die Verfasserinnen anhand von Leserbriefen und Zeitungsartikel. Ergänzt wird die Arbeit durch eine Umfrage zur Umbenennung unter den heutigen Anwohnern der Greta-Bünichmann-Straße.",4 SAB 687,0,33 S.,1635,2009,218,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen",," Annika N., Janne H.",Ratsgymnasium 879,Grienkenschmied – Ein Held?,"Die Schüler thematisieren in ihrer Arbeit die Sage um einen Riesen namens „Grienkenschmied“, der in Altenberge im Münsterland gelebt haben soll. In den Erzählungen über ihn wird er als Friedensstifter, Helfer bei Überschwemmungen und Teufelsüberlister beschrieben. Aufgrund der spärlichen Informationslage greifen die Schüler auf Zeitzeug*inneninterviews zurück, insbesondere mit einem Plattdeutschlehrer aus Altenberge, der ihnen auch den Kontakt zu dem Grienkenschmied-Schützenverein im Münsterland vermittelte.",4 SAB 670,0,12 S.,1601,1700,158,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Altenberge," Konstantin K., Simon F.",Gymnasium Paulinum 882,"Hält der Held, was er verspricht? Hermann Beverburg","Hermann Beverburg wurde als Zeuge Jehovas 1936 von den Nationalsozialisten verhaftet, deportiert und 1942 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet. Benedikt Ringkamp und Jesaja Brinkmann setzten sich mit der Lebensgeschichte Hermann Beverburgs auseinander, analysierten Quellen aus Privatbesitz und Zeitzeug*inneninterviews",4 SAB 697,0,72 S.,1902,1942,347,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Benedikt R., Jesaja B.",Gymnasium St. Mauritz 885,Hans Kaufmann. Ein bescheidener Held,"Clara Determann erforschte das Leben von Hans Kaufmann, der als Kind jüdischer Eltern 1939 vor den Nationalsozialisten von Münster nach Dänemark und 1943 weiter nach Schweden fliehen musste. Die Autorin recherchierte im Staatsarchiv Münster, im Stadtarchiv Münster und führte ein Zeitzeugeninterview mit Hans Kaufmann per E-Mail. 1991 besuchte Hans Kaufmann seine Heimatstadt Münster, nachdem er eine Einladung der Stadt, die an alle ehemaligen jüdischen Bürger gerichtet war, angenommen hatte. In seiner Dankesrede, die die Verfasserin auch in ihrer Arbeit auswertet, betont er, wie wichtig es für ihn war, mit jungen Münsteranern ins Gespräch gekommen zu sein. Hans Kaufmann unterstützte außerdem das Projekt „Jüdische Familien in Münster 1918-1945“ von Gisela Möllenhoff und Rita Schlautmann-Overmeyer mit Fotos, Informationen, Dokumenten und Interviews.",4 SAB 777,1,34 S.,1925,1991,9,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Clara D.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 897,"Heinrich Brüning. Held, Antiheld – überhaupt ein Held?","Die Schülerinnen rekonstruieren das Leben des Zentrumspolitikers Heinrich Brüning, der von 1930 bis 1932 der letzte Reichskanzler der Weimarer Republik war. Brüning war in seiner Zeit als Reichskanzler in der Bevölkerung sehr unbeliebt. Sein heutiges Ansehen leidet vor allem darunter, dass er mit seinem System der Notverordnungen den Parlamentarismus in Deutschland schwächte. Darüber hinaus kann seine Haltung zu den Nationalsozialisten als durchaus ambivalent gesehen werden. Er stimmte im März 1933 zwar dem Ermächtigungsgesetz zu, floh 1934 dann aber in die USA. Die Verfasserinnen würdigen in ihrer Arbeit besonders den Einsatz Brünings gegen die Reparationszahlungen und seine spätere Tätigkeit als Berater der Bundesregierung im Ausland.",4 SAB 663,0,38 S.,1885,1970,67,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Luise B., Sophia B.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 899,Helden der Mission. Märtyrer oder Wegbereiter des Kolonialismus,"Der Schüler thematisiert die Entsendung christlicher Missionare aus Münster nach China während des „Boxeraufstands“ Anfang des 20. Jahrhunderts. Anlass seiner Themenwahl sei die Anschaffung eines neuen Altars in der Schule gewesen, in dem Reliquien der Missionare des „Boxeraufstandes“ liegen. Der Verfasser reflektiert in seiner Arbeit, ob und inwiefern die Seligsprechung durch die Kirche mit einem allgemeinen Verständnis von Heldenhaftigkeit übereinstimmt. Er geht in seiner Arbeit u.a. auf die Anfänge der China-Mission ein, thematisiert und analysiert die Entstehung und das Ende des „Boxeraufstandes“, wobei besonders auf den Angriff des Gesandtenviertels in Peking eingegangen wird. Im Abschluss der Arbeit widmet sich der Verfasser den Folgen der Mission und hinterfragt kritisch die heutige religiöse Verehrung der Missionare als Helden. Die Arbeit wird ergänzt durch Gespräche mit Manfred Simmich, Superior des Hiltruper Klosters, von dem der Verfasser außerdem viele aufschlussreiche Dokumente erhielt.",4 SAB 744,1,25 S.,635,1901,98,15,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",China, David K.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 900,Helden im Himmel – Theaterstück in sechs Szenen. Junge Soldaten im Ersten und Zweiten Weltkrieg: Waren Sie Helden?,"In einem selbst verfassten Theaterstück „Helden im Himmel“ beschreibt Luise Maidowski, wie junge Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs zu Helden gemacht wurden und wie sie selber über Helden und Heldentum dachten. Auf der Grundlage privater Feldpostbriefe, von Zeitzeugengesprächen und Romanen entstanden Dialoge zu Schuld und Schicksal, Pflichterfüllung und Selbstbestimmung. Dem Theaterstück liegt auch eine Interpretation bei, in der die Schülerin sich dem Heldenbegriff analytisch nähert.",4 SAB 690,1,49 S.,1914,1945,253,15,"Textbeitrag, Theaterstück","Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Luise M.,Marienschule 901,Helden in der Not. Wie fünf Bauernfamilien aus Westfalen eine jüdische Familie vor dem Tod bewahrten,"Die Schülerin rekonstruiert das Schicksal von Marga Spiegel (1912-2014), die während der Herrschaft der Nationalsozialisten mit ihrer Tochter von verschiedenen Bauernfamilien im Münsterland versteckt wurde und so ihrer Deportation entging und den Holocaust überlebte. Ihre Geschichte wurde 2009 mit Veronica Ferres in der Hauptrolle verfilmt und dient der Arbeit als zentrale Informationsbasis. Die Arbeit wird ergänzt durch Zeitzeug*inneninterviews mit Mitgliedern der Bauernfamilien und einer Umfrage zum Thema Heldendefinition.",4 SAB 783,1,52 S.,1912,2009,174,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",, Deborah Mary S.,Marienschule 902,"Helden in Münster – verehrt, verkannt, vergessen","Die Schüler beschäftigen sich in Form eines selbst entwickelten Spiels mit Helden und Heldinnen aus Münster und Umgebung. Auf den Heldenkarten befinden sich beispielsweise Marga Spiegel, Kardinal von Galen, Paul Wulf oder Josefine Mauser. Das Spielbrett ist in Helden- und Aktionsfelder unterteilt, die die Spieler mit ihrer Spielfigur ablaufen müssen. Die Aktionskarten sollen hierbei Gespräche über die Helden auf den Heldenkarten anregen, beispielsweise müssen verschiedene Heldentaten gewichtet oder gewertet werden. Ziel des Spiels ist es, vertieftes Wissen über das Leben und die Taten der ausgewählten Helden zu erwerben. Für ihre Recherche führten die Schüler Interviews mit dem Vorsitzenden des Heimatvereins Münster, einem Pastor der katholischen Gemeinde in Münster-Handorf und besuchten die Ausstellung „Lasst sie doch denken!“ im Stadtmuseum Münster.",4 SAB 685,0,37 S.,1797,2008,316,15,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Jannik D., Katinka H.",Ratsgymnasium 903,Helden! ~ Helden?,"Die Schülerin nähert sich dem Thema Helden unter allgemeinen Gesichtspunkten und formuliert verschiedene Fragen, die sie in ihrer Arbeit untersuchen möchte. Hierbei steht im Zentrum die Frage nach einer Heldendefinition und wann etwas als „heldenhaft“ gilt und sich vom „Normalen“ abgrenzt. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit der Großmutter von Mariam Sieben, Elisabeth-Christine-Maria Kramer, die während des Nationalsozialismus zum Reichsarbeitdienst in Olpe eingezogen wurde und kurz vor Ende des Krieges zur Flak-Stellung nach Selm versetzt wurde. Die Verfasserin führte zu Beginn ihrer Arbeit eine Umfrage in Münster zu Heldendefinitionen durch",4 SAB 747,1,19 S.,1939,1945,37,15,Textbeitrag,"Internetquellen, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",, Mariam S.,Marienschule 904,Helene Rosenmüller – eine mutige Frau in Münster,"Die Schülerin rekonstruiert das Leben von Helene Rosenmöller (1889-1984), eine der ersten niedergelassenen Kinderärztinnen in Münster. Helene Rosenmöller verbrachte einen Großteil ihrer Jugend in Holland. Während des Ersten Weltkrieges meldete sie sich in einem Helferkurs an und assistierte bereits bei Operationen um daraufhin nach dem Krieg in Freiburg und München Medizin zu studieren. Anfang der 1930er Jahre eröffnete sie ihre Praxis in Münster und war somit eine der ersten fünf Kinderärztinnen der Stadt. Während der Reichspogromnacht beschützte sie ihre jüdische Vermieterin und deren Besitz, indem sie sich mutig einigen SA-Männern in den Weg stellte und sie nicht in das Haus ließ. Die Verfasserinnen bewerten Helene Rosenmöller als Heldin aufgrund ihres Eintretens für jüdische Mitbürger und ihr für damalige Verhältnisse emanzipiertes Leben, das sie auch heute noch zum Vorbild für viele Frauen macht. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Zeitzeugeninterview mit Gisela Rosenmöller, Frau des Neffen von Helene Rosenmöller.",4 SAB 751,1,24 S.,1889,1984,56,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Anne R.,Marienschule 905,Helfer in schwierigen Zeiten. Johann Heinrich Wiegmink – „Aber besser früher gewarnt als zu spät“,"Die Schülerinnen forschen in ihrer Arbeit nach einem „verborgenen Helden“ zur Zeit des Nationalsozialismus in Münster. Sie fanden ihn in Gestalt von Dr. Johann Heinrich Wiegmink, Urgroßvater der Verfasserin Jule Hayen. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten war Johann Heinrich Wiegmink praktizierender Arzt in Neuenhaus und behandelte bis 1939 in seiner Praxis auch Juden ohne Bezahlung, trotz des Verbotes der Nationalsozialisten. Er trat zunächst der NSDAP nicht bei, kaufte weiter bei Juden ein und half einigen seiner Patienten finanziell bei der Flucht. Um ein möglichst genaues Bild der Lebensumstände von Johann Heinrich Wiegmink zu erhalten, führten die Verfasserinnen Zeitzeug*inneninterviews mit seinen Töchtern Ilse Viehoff, Hilde Sokolowski und seinem Enkel Hartmut Viehoff.",4 SAB 646,0,47 S.,1933,1939,65,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",," Jule H., Nelia H., Selina R.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 908,Henning von Tresckow,"Der Beitrag sollte im Rahmen einer Umfrage in Münster die Heldenwahrnehmung und den Bekanntheitsgrad von Henning Tresckow, eine der zentralen Figuren des nationalsozialistischen Widerstands, untersuchen. Aufgrund von gruppeninternen Schwierigkeiten konnte die Arbeit nicht fertig gestellt werden.",4 SAB 702,0,10 S.,1939,1945,305,15,Textbeitrag,Umfragen,," Bastian B., Niclas B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 911,Hermann Kaiser. Ein vergessener Held,"Die Schüler thematisieren das Leben von Hermann Kaiser im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Widerstandsgruppe um Claus Graf Schenk von Stauffenberg. Hermann Kaiser war als Mitglied der Wehrmacht und der NSDAP den nationalsozialistischen Ideen zu Beginn der 1930er Jahre zunächst nicht abgeneigt. Aufgrund seiner strengen christlichen Erziehung und seiner Tätigkeit als Kriegstagebuchführer (KTB) distanzierte er sich immer mehr vom Nationalsozialismus bis er schließlich Goerdeler kennenlernte und Mitglied im Widerstand wurde. Als so genannter „Netzwerker“ versorgte Kaiser die Gruppe mit wichtigen Informationen und war vollständig in die „Operation Walküre“ miteinbezogen. Nach dem Scheitern des Anschlags gegen Hitler im Juli 1944 wurde Kaiser nach seiner Verhaftung 1945 gemeinsam mit anderen Organisatoren des Attentats in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Die Arbeit basiert auf einem umfangreichen Zeitzeugeninterview mit Peter Michael Kaiser, Patenkind von Hermann Kaiser.",4 SAB 719,0,17 S.,1985,1945,331,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",," Johannes R., Leonard W.",Pascal-Gymnasium 913,Hermann Pünder. Brückenbauer zwischen erster und zweiter Republik,"Der Schüler thematisiert das aus seiner Sicht heldenhafte Leben seines Urgroßvaters, Hermann Pünder, der sowohl in der Weimarer Republik als auch in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit wichtige politische Ämter innehatte. Er wurde insbesondere aufgrund seiner vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten nach seiner politischen Karriere anerkannt und erhielt dafür Auszeichnungen. Pünder war von 1926 bis 1932 Chef der Reichskanzlei. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde er zunächst seiner Ämter enthoben, 1944 von der Gestapo verhaftet und nach Buchenwald und Dachau deportiert, da er an der Verschwörung gegen Hitler beteiligt gewesen war. Nach dem Krieg war er von 1945 bis 1948 Oberbürgermeister von Köln und ab 1948 Oberdirektor der Bizone. Bis Anfang der 1970er Jahre war Hermann Pünder sowohl im Deutschen Bundestag als auch im Europäischen Parlament und Europarat vertreten. Hermann Pünder erhielt 1953 das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband verliehen, außerdem erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität zu Köln, die ihn einige Jahre später auch zum Ehrensenator ernannte.",4 SAB 656,1,42 S.,1988,1976,61,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Tono T.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 914,"Herr Gunter Demning, sein Projekt Stolpersteine und die Familie Benesch – Menschen, die aus der Sicht des Betrachters etwas Besonderes leisten","Die Schülerinnen rekonstruieren die Geschichte der Stolpersteine in Deutschland. Im ersten Teil der Arbeit zeigen sie anhand des Beispiels der Familie Benesch eine Stolpersteinverlegung in Münster: Im Jahr 2008 verlegte Familie Benesch auf Betreiben von Rotraud Benesch zwei Stolpersteine in der Wörtherstraße 16 in Gedenken an ihre Cousine und Nichte, Frieda Lichtenstein und Ingeborg Gründewald, die beide während des Nationalsozialismus ums Leben kamen. Im zweiten Teil der Arbeit wird auf die Entstehung der Idee der Stolpersteine durch Gunter Demning eingegangen. Demning, studierter Kunstpädagoge, entwickelte nach der Eröffnung eines eigenen Ateliers in Köln die Idee für die heute sehr bekannten Stolpersteine. Ende der 1990er Jahre wurde der erste Stolperstein in Berlin-Kreuzberg verlegt. Die Stolpersteine sollen als Erinnerungen an die in der NS-Zeit verfolgten Menschen verlegt werden und liegen vor dem Haus, in dem die Deportierten zuletzt lebten. Gunter Demning erhielt für sein Projekt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Verdienstorden der Bundesrepublik und den „Obermayer German Jewish Award“. Heute gibt es ca. 17.000 Stolpersteine in Deutschland, den Niederlanden und Polen. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage im Bekanntenkreis und ein Experteninterview mit Peter Schilling von der Villa ten Hompel in Münster.",4 SAB 681,0,21 S.,1891,2009,278,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen",," Susanne S., Tabea T.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 957,"Johannes Gronowski – ein Held, den (fast) keiner kennt","Der Schüler rekonstruiert das Leben des Namensgeber der Gronowski-Straße in Münster-Gievenbeck, in der er selbst wohnhaft ist. Er geht hierbei der Frage nach, was zu der Ehrung Johannes Gronowskis geführt hatte. Gronowski war Mitglied im preußischen Abgeordnetenhaus und wurde 1922 zum Oberpräsidenten der Provinz Westfalen ernannt. Während der Herrschaft des Nationalsozialismus widersetzte er sich Anweisungen der NSDAP gegen die Meinungsfreiheit, musste Münster verlassen und wurde während des Zweiten Weltkrieges schwer verwundet. In der unmittelbaren Nachkriegszeit wurde er in den Vorstand der CDU gewählt und war bis 1950 Mitglied im Nordrhein-Westfälischen Landtag. Im Rahmen eines Beschilderungsprojektes in Münster wurde der vergleichsweise unbekannte Johannes Gronowski aufgrund seines gesellschaftlichen und politischen Engagements zum Namensgeber einer Straße im Auenviertel in Gievenbeck. Die Arbeit wird begleitet durch eine Nachbarschaftsumfrage über Johannes Gronowski im Wohngebiet des Verfassers",4 SAB 650,1,23 S.,1874,1958,318,15,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel",Gievenbeck, Tobias T.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 969,Julius Voos – ein Held für Münster?,"Der Schüler thematisiert das Schicksal von Julius Voos, der 1943 nach Auschwitz deportiert wurde und ein Jahr später ebenso wie seine Familie dort starb. Julius Voos unterrichtete in der Marks-Haindorf-Stiftung in Münster, eine jüdische Schulanstalt und Verein, der Juden den sozialen Aufstieg ermöglichte. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten in Münster konzentrierte sich ein Großteil des jüdischen Lebens auf diese Stiftung. Julius Voos kam vermutlich nach Auschwitz Monowitz, wo er nach Aussage von anderen Mitgefangenen unter schwersten Bedingungen immer wieder versuchte, besonders den Kindern Mut zu machen. Heute ist Julius Voos Namensgeber für die Julius-Voos-Gasse in der Münsterschen Innenstadt.",4 SAB 661,1,15 S.,1904,1944,112,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Jakob R.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 984,"Kardinal von Galen. Gut gebrüllt, „Löwe!“","Die Schülerinnen thematisieren das Leben des Namensgebers ihrer Schule, Clemens August Graf von Galen, und gehen der Frage nach, wie von Galen zu seinem Spitznamen „Löwe von Münster“ kam. 1933 wurde von Galen zum Bischof der Diözese Münster ernannt. Er verurteilte den Totalitätsanspruch der Nationalsozialisten und begann öffentlich gegen die nationalsozialistische Ideologie zu predigen. International bekannt wurde Bischof von Galen besonders durch seine drei Reden Anfang der 1940er Jahre, die er in der St. Lambertikirche und in der Überwasserkirche in Münster hielt, und zu denen trotz der offensichtlichen Überwachung durch die Gestapo sehr viele Zuschauer kamen. Der Bischof erhielt seinen Spitznamen „Löwe“ für seine Stärke im Kampf gegen den Nationalsozialismus und war bereits damals über Münster hinaus bekannt und beliebt.",4 SAB 673,0,19 S.,1878,1946,170,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",," Annekathrin S., Jorina J.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 987,"Karl Leisner. Christus, meine Leidenschaft","Die Schülerin rekonstruiert das Leben des Geistlichen Karl Leisner (1915-1945), der als katholischer Märtyrer an den Folgen seiner Haft im Konzentrationslager starb. Leisner studierte Theologie in Münster und organisierte heimlich verbotene Jugendgruppen, mit denen er freie Lager in den Beneluxstaaten organisierte. 1934 wurde er von Bischof von Galen zum Diözesan-Jungscharführer ernannt und 1938 zum Diakon geweiht. Er kritisierte Hitler und wurde 1940 von der Gestapo verhaftet und ins Konzentrationslager Dachau deportiert. Leisner wurde im Lager von dem französischen Bischof Gabriel Piguet von Clermont Ferrand unter Einverständnis von Bischof von Galen heimlich zum Priester geweiht. Er ist der einzige Geistliche, der in einem Konzentrationslager die Priesterweihe empfing. Der Verfasser gliedert seine Arbeit in einen ersten Teil, in dem die wichtigsten biografischen Stationen von Karl Leisner im Kontext des Nationalsozialismus beschrieben werden. Der zweite Teil beschäftigt sich mit Karl Leisners Zeit als Jungscharführer in Kleve und Diözesanjungscharführer im Bistum Münster. Dieser zweite Teil wird in Form einer fiktiven Geschichte aus der Sicht des Bruders von Karl Leisner, Willi Leisner, erzählt. Grundlage hierfür liefern die bis dato noch unveröffentlichten persönlichen Tagebücher von Karl Leisner, die dem Verfasser von Pfarrer und Präsidenten des Internationalen Karl-Leisner-Kreises, Hans-Karl Seeger, zur Verfügung gestellt wurden.",4 SAB 750,1,40 S.,1915,1945,37,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Judith W.,Marienschule 989,Katsuaki Asai,"Der Schüler beschäftigt sich mit dem Leben und Wirken von Katsuaki Asai, der in jungen Jahren von Japan nach Münster kam und den asiatischen Kampfsport Aikido in Deutschland etablierte. Bereits in den 1960er Jahren gründete er den Verein Aikikai-Deutschland und machte sich selbstständig. In den folgenden Jahren arbeitete er intensiv an einem weiteren Ausbau des Sports und gründete mehrere eigene Dojos in Münster und Düsseldorf. Die Arbeit basiert auf einem ausführlich dokumentierten Interview mit Katsuaki Asai.",4 SAB 765,1,16 S.,1942,2009,,15,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Japan, Niels U.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1018,Krankenseelsorge statt Karriere. Gelebte Nächstenliebe am Krankenbette statt erworbenem Ruhm an Hochschulstätte,"Der Schüler thematisiert das Leben von Pater Edilbert Schülli, Taufname Wilhelm, der in Philosophie promovierte und nach seinem Juraexamen 1955 zum Priester geweiht wurde. Bis in die 1980er Jahre arbeitete er als Dozent für Philosophie und Theologie an den Universitäten in Krefeld und Münster. Ende der 1980er Jahre widmete sich Pater Edilbert bis zu seinem Tod der Krankenseelsorge im Clemenshospital in Münster. Selbst mit dem Tod konfrontiert durch eine unheilbare Krebsdiagnose setzte sich Edilbert Schülli zeitlebens konfrontativ und oft sehr humorvoll mit dem Tod auseinander und verschwieg auch den Patienten niemals die Wahrheit über ihren Krankheitsverlauf. Der Verfasser bewertet Edilbert Schülli aufgrund seiner Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und dem Mut zur Wahrheit als Vorbild für andere. Die Arbeit wird begleitet durch ein Zeitzeugeninterview mit der Krankenschwester Ulrike Herbstmann, die seit 1988 am Clemenshospital arbeitet.",4 SAB 645,1,39 S.,1929,2004,65,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Mark W.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1021,Kriegerdenkmäler im Wandel der Zeit,"Die Schüler thematisieren die Rolle von Kriegerdenkmälern in der Gesellschaft. Sie konzentrieren sich hierbei auf die Frage, welche Heldenbegriffe den Denkmälern zugrunde liegen und wie sich diese im Laufe der Zeit wandelten. In ihrer Arbeit versuchen die Verfasser außerdem herauszufinden, wie sich die Funktion und Gestalt von Denkmälern im Verlauf der Zeit verändert haben. Die Analyse erfolgt beispielhaft anhand zweier Denkmäler in Münster, dem Traindenkmal und dem Mahnmal in Roxel. Das symbolreiche Traindenkmal wurde nach dem Ersten Weltkrieg 1925 am Ludgeriplatz eingeweiht und erinnert an die Leistungen der damaligen Soldaten, in diesem besonderen Fall an die Mitglieder einer Versorgungseinheit. Das Mahnmal in Roxel zeichnet sich durch eine vergleichsweise schlichte Symbolik aus und fordert zum Frieden auf.",4 SAB 757,0,39 S.,1914,2009,229,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente","Roxel, Train-Denkmal"," Benjamin K., Lennart N.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1029,"Kriegsveteranen. Helden, Verbrecher oder einfach nur Menschen? Eine Analyse und Erörterung mit Augenmerk auf die Unterschiede zwischen den USA und Deutschland","Der Schüler thematisiert die Heldenverehrung von Soldaten im historischen Wandel. Hierbei geht er besonders den Fragen nach, ob es Gründe gibt, Soldaten und Veteranen besonders zu ehren und ob Soldaten Verantwortung für das übernehmen müssen, wofür sie kämpfen und kämpften. Diesen Leitfragen versucht sich der Verfasser anhand eines Vergleichs von Deutschland und den USA zu näheren. In die Arbeit fließen Zeitzeug*inneninterviews mit ein, u.a. mit amerikanischen Kriegsveteranen aus dem Zweiten Weltkrieg, zu denen der Verfasser aufgrund eines Auslandjahres an der Forest Grove High School in Amerika Kontakt aufnehmen konnte.",4 SAB 766,1,19 S.,1914,2009,,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Fabian B.,Schillergymnasium 1058,Likör vom Himmel. Die Ballonfahrerin Helma Sjuts,"Die Schülerin rekonstruiert das Leben der bekannten Ballonfahrerin und Realschuldirektorin Helma Sjuts (1919-2008). Ende der 1960er Jahre entdeckte Helma Sjuts ihre Leidenschaft für das Ballonfahren, gewann in Wettkämpfen zahlreiche Preise und legte über 100.000 Kilometer im Ballon zurück. Bis heute gilt sie weltweit als eine der erfolgreichsten Ballonfahrerinnen. Während des Zweiten Weltkriegs unterrichtete sie polnische Kinder in Wachtegau und war von 1969 bis 1979 im Rat der Stadt Münster aktiv. Sie arbeitete neben ihrer Tätigkeit als Direktorin auch als stellvertretende Kreisvorsitzende im Realschullehrerverband. Neben ihrer sportlichen Karriere war sie unter Freunden und Bekannten auch für ihren guten selbstgemachten Likör bekannt. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit zwei guten Freunden von Helma Sjuts und ihrer Nichte Frau Jenders.",4 SAB 745,1,22 S.,1919,2009,325,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Katharina J.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1060,"Liselotte Köhnlein. „Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ Mt 5,9","Die Schülerin rekonstruiert das Leben von Lieselotte Köhnlein (1935-2008) anlässlich der Einweihung des Lieselotte-Köhnlein-Platzes in ihrem Heimatort Havixbeck im Münsterland. Erstmalig in Havixbeck wird diese Ehre einem Mitglied der Evangelischen Kirchengemeinde zuteil. Lieselotte Köhnlein setzte sich ihr gesamtes Leben für die Ökumene ein, engagierte sich besonders in der Flüchtlingshilfe, für soziale Belange und die Friedensarbeit. Für ihren Einsatz wurde sie mit dem „Verdienstkreuz am Bande“ der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Arbeit wird durch ein Interview mit Pastor Wöstmann ergänzt, der eng mit Liselotte Köhnlein befreundet war.",4 SAB 746,1,41 S.,1935,2009,37,15,Textbeitrag,"Archivalien, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Havixbeck, Lena W.,Marienschule 1062,"Luise Schleich und Maria Faut – Gleiche Zeiten, verschiedene Heldinnen?",In einer Doppelbiografie widmete sich Lara Elena Hochbahn ihren Urgroßmüttern Luise Schleich und Maria Faut. Die Schülerin recherchierte einen umfangreichen Quellen- und Literaturapparat und führte Zeitzeugen- und Experteninterviews.,4 SAB 791,1,67 S.,1907,1985,61,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Lara Elena H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1067,Marga Spiegel – eine Heldin?,"Die Jüdin Marga Spiegel entging der Deportation und Ermordung durch die Nationalsozialisten, weil katholische Bauern im Münsterland sie vor der Gestapo versteckten. Lena Mattner forschte zu Marga Spiegel und stützte ihre Ergebnisse auf Quellen aus dem Stadtarchiv Münster und umfangreiche Sekundärliteratur.",4 SAB 696,1,35 S.,1912,2009,328,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Lena M.,Friedensschule 1068,Marga Spiegel und ihre Retter,"Die Jüdin Marga Spiegel entging der Deportation und Ermordung durch die Nationalsozialisten, weil sie von katholischen Bauern im Münsterland während ihrer Flucht 1944 aufgenommen und versteckt wurde. Florian Westhues und Louis Hedwig erforschten die Fluchthelfergeschichte und analysierten Literatur, Quellen und ein Experteninterview. Die Verfasser führten außerdem ein Interview mit Marga Spiegel.",4 SAB 762,0,46 S.,1912,2009,61,15,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Florian W., Louis H.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1069,"Marga Spiegel: „Man ist erst ein Held, wenn man die Heldentat vollbracht hat!“","Die Schülerinnen rekonstruieren das Leben von Marga Spiegel (1912-2004), die mit ihrer Tochter während der Herrschaft der Nationalsozialisten von verschiedenen Bauernfamilien im Münsterland versteckt wurde und so den Holocaust überlebte. Die Arbeit basiert auf einem Zeitzeugeninterview mit Marga Spiegel.",4 SAB 768,0,17 S.,1912,2004,7,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Chiara S., Lea H.",Ratsgymnasium 1071,Margarethe Moormann – eine vergessene „HELDIN“!?,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Leben von Margarete Moormann (1869-1937), eine der ersten Ärztinnen in Münster. Sie absolvierte ihr Abitur in Münster, war Gasthörerin an der Universität Münster und studierte Medizin in München. Ihre Approbation erhielt sie 1911. Gemeinsam mit ihrer Schwester, Antonie Moormann, eröffnete sie eine private Chemiefachschule und als erste Ärztin Münsters ihre eigene Praxis „für Frauen und Kinder“. Die Verfasserinnen bewerten Margarete Moormann als Heldin, da sie sich für die Rechte von weiblichen Studentinnen einsetzte, eine erfolgreiche berufliche Karriere als Ärztin machte und sich gegen die vielen Vorurteile gegen arbeitende Frauen in der damaligen Bevölkerung zur Wehr setzte. Gemeinsam mit ihrer Schwestern ermöglichte sie es vielen jungen Frauen, ein selbstständiges Leben zu führen. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage unter Bekannten zum Thema Heldendefinition.",4 SAB 749,0,24 S.,1869,1937,37,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel",WWU Münster," Subaitha R., Subanki R.",Marienschule 1072,Maria Banasiak – Heldin für einen Soldaten,"Die Schülerinnen rekonstruieren das Leben von Maria Banasiak während des Zweiten Weltkriegs in Marl Hüls im Ruhrgebiet. Maria Banasiak ist die Urgroßmutter von einer der Verfasserinnen. Maria Banasiak nahm 1944 einen verwundeten amerikanischen Soldaten namens George bei sich auf. George war Mitglied einer amerikanischen Spezialeinheit, die u.a. Sabotageaktionen gegen deutsche Fabriken ausführte und wurde während eines Auftrags schwer verwundet. Die Familie versteckte und versorgte George unter großer Gefahr bis Kriegsende im eigenen Haus. Nach dem Krieg hielten George und Maria Briefkontakt und George schickte regelmäßig Pakete nach Deutschland. Die Arbeit wird begleitet durch Interviews mit Belinda Karatas, Enkelin von Maria Banasiak, und Gisela Banasiak, Tochter von Maria Banasiak, die die Rettung des amerikanischen Soldaten als Augenzeugin miterlebte.",4 SAB 721,0,16 S.,1939,1945,260,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Elisabeth M., Karoline A., Leyla K.",Marienschule 1073,Maria Euthymia – Ist die Clemensschwester wirklich eine Heldin?,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit der 2001 seliggesprochenen Clemensschwester Maria Euthymia (1914-1955) aus Münster. In Form einer Homepage rekonstruieren die Verfasserinnen Leben und Wirken der Schwester, befragten im Rahmen einer Umfrage Passanten in der Fußgängerzone und fügen ein dokumentiertes Interview mit Schwester Raphaelis in ihre Arbeit ein. Die meisten Informationen stammen aus dem „Euthymia-Zentrum. Gedenkstätte am Mutterhaus der Clemensschwestern in Münster“.",4 SAB 767,0,20 S.,1914,1955,231,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",," Farida B., Marina S.",Ratsgymnasium 1078,Martin Niemöller. Ein Held oder nicht?,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Lebensgeschichte von Martin Niemöller, der während des Nationalsozialismus Widerstand leistete. Nach seinem Theologiestudium arbeitete Niemöller als Pfarrer in Berlin-Dahlem und unterstützte zunächst die NSDAP. Bereits 1933 schloss er sich dann als Protestreaktion auf den sogenannten „Arier-Paragraphen“ mit weiteren 70 Pfarrern im „Pfarrernotbund“ zusammen, aus dem später die Bekennende Kirche hervorging. Als eines der aktivsten Mitglieder der Bekennenden Kirche wurde Niemöller mehrmals verhaftet und 1938 als „persönlicher Gefangener“ von Hitler in das KZ Sachsenhauses deportiert. 1945 wurde Niemöller auf dem Weg zu seiner Hinrichtung in Südtirol zunächst von deutschen und anschließend von amerikanischen Truppen befreit, welche ihn nach Kriegsende freiließen. Nach dem Krieg arbeitete Niemöller an der „Stuttgarter Erklärung“ mit und wurde 1947 zum Kirchenpräsidenten der evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau berufen. Nach seiner langjährigen Tätigkeit als Kirchenpräsident bereiste Niemöller viele Länder und setzte sich zeitlebens für den Frieden auf der ganzen Welt ein. In den 1970er Jahren wurde er mit der Albert-Schweitzer-Friedensmedaille ausgezeichnet.",4 SAB 674,0,47 S.,1892,1984,61,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Amira E., Mirja L., Rebecca W.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1082,Mathilde Franziska Anneke – Eine Heldin im Kampf für Freiheit und Gleichberechtigung,"Mathilde Franziska Annecke, eine Protagonistin der deutschen Revolution von 1848/49, wurde nach ihrer Auswanderung in die USA zu einer der führenden Persönlichkeiten in der amerikanischen Frauenbewegung. Stefanie Mühl erforschte Leben und Wirken von Anneke in Deutschland und in den USA und analysierte veröffentlichte Primärquellen und Sekundärliteratur.",4 SAB 774,1,43 S.,1817,2009,251,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",USA, Stephanie M.,Ratsgymnasium 1083,Mathilde Franziska Anneke (1817-1884). Entwicklung einer Pionierin menschlicher Grundrechte,"Die 1848er Revolutionärin Mathilde Franziska Anneke war eine Pionierin für die Rechte der Frauen im 19. Jahrhundert. Auf Grundlage privater Briefe Annekes, zeitgenössischer Zeitungsartikel, Abbildungen, Karikaturen, Fotos und weiterer Quellen aus dem Stadtarchiv Münster und dem Archiv Preußischer Staatsbesitz erforschte Anna Börger Leben und Wirken der deutschen Freiheitskämpferin",4 SAB 792,1,65 S.,1817,1884,61,15,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel",, Anna B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1086,Max Winkelmann. Klug – Sozial – Erfolgreich,"Der Schüler beschäftigt sich mit dem Leben von Max Winkelmann, der Ende des 19. Jahrhunderts in Hamburg Karriere mit Lacken machte. Bekannt wurde sein Geschäft durch einen neuen Lack, der „Kristallweiß“ hieß und auch auf der kaiserlichen Hohenzollern-Yacht zum Einsatz kam. Winkelmann expandierte aufgrund der günstigen Lage von Kanal und Eisenbahnlinie nach Hiltrup in Münster, wo er die Glasurit-Werke gründete – Vorläufer der heutigen Firma BASF. Max Winkelmann galt als sehr sozial eingestellter Arbeitgeber, er zahlte über Tarif, schaffte viele Arbeitsplätze und stellte außerdem günstigen Wohnraum zur Verfügung. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Zeitzeugeninterview mit Ingrid Kaven, Enkelin von Max Winkelmann, einem Experteninterview mit Martin Geuting, Mitarbeiter der BASF, und einer Umfrage auf der Hiltruper Marktallee über den Bekanntheitsgrad von Max Winkelmann",4 SAB 662,1,30 S.,1862,1935,67,15,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Nicolas B.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1087,Maximilian Graf von Trauttmannsdorff und der Westfälische Friedenskongress,"Der Schüler rekonstruiert das Leben von Maximilian Graf von Trauttmannsdorff, österreichischer Politiker und kaiserlicher Hauptgesandter für Münster und Osnabrück während der Friedensverhandlungen nach dem 30-jährigen Krieg. Neben einem geschichtlichen Überblick über den Krieg wird besonders auf die Rolle von Trauttmannsdorffs während des Westfälischen Friedenskongresses eingegangen. Diese Friedensverhandlungen, die nach dem Krieg in Münster und Osnabrück stattfanden, beendeten zugleich auch den bis dahin bereits achtzigjährigen Unabhängigkeitskrieg der Niederlande. Die Verträge, die aus den Verhandlungen hervorgingen, werden zusammenfassend als Westfälischer Frieden bezeichnet. Der Verfasser geht in seiner Arbeit der Frage nach, ob und inwiefern von Trauttmannsdorff in Münster als Held verehrt wird.",4 SAB 725,0,33 S.,1585,1650,56,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",," Karoline G., Rebecca M.",Marienschule 1091,Mein Uropa. Franz Keite im Nationalsozialismus,"Die Schülerin rekonstruiert das Leben ihres Urgroßvaters Franz Keite während des Zweiten Weltkriegs in Gleidorf im Sauerland. Neben einem historischen Überblick über die unterschiedlichen Widerstandsgruppen gegen den Nationalsozialismus geht sie auf die aus ihrer Sicht als Heldentaten zu bewertenden Handlungen ihres Urgroßvaters ein. Franz Keite war in seinem Dorf als entschiedener Gegner Hitlers bekannt. Als Franz Keite mit 50 Jahren kurz vor Ende des Krieges in den Volkssturm einberufen wird, widersetzt er sich mit einigen anderen dem Befehl Panzersperren gegen die Amerikaner zu errichten und rettete so viele Bewohner des Dorfes. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Zeitzeugeninterview mit Franz-Josef Keite, dem Sohn von Franz Keite.",4 SAB 755,1,22 S.,1891,1945,278,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Sauerland, Amelie S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1132,Mythos Langemarck – Wie ein Straßenname zur Propaganda genutzt werden kann,"Der Schüler beschäftigt sich mit der Geschichte und den Hintergründen der Langemarckstraße in der Innenstadt von Münster und dem damit in Verbindung stehenden Langemarck-Mythos, der im Ersten Weltkrieg entstand. Der Mythos von Langemarck entstand Ende des Jahres 1914 durch bewusst verfälschte Heeresberichte der OHL über einen vermeintlichen Durchbruch der jungen Regimenter an der Front westlich von Langemarck. Neben der Entstehungsgeschichte dieses Mythos im Kontext des Ersten Weltkriegs geht der Verfasser auf die öffentliche Wahrnehmung und verschiedene Versuche der Umbenennung in Münster und anderen Städten ein. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage unter Bewohnern der Langemarckstraße und Tannenbergstraße.",4 SAB 769,1,14 S.,1914,1918,20,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen",, Henning K.,Pascal-Gymnasium 1133,Nach 80 Jahren ausgedient?! Soll der bedeutendste Platz Münsters weiterhin an den einstigen „Kriegshelden“ Hindenburg erinnern?,"Die Schülerin rekonstruiert die zahlreichen Debatten um die Benennung des heutigen Schlossplatzes in Münster, der zu den größten unbebauten innerstädtischen Plätzen in Europa zählt. Vor der Umbenennung 1927 in „Hindenburgplatz“ hieß der Platz seit 1759 „Neuplatz“. Seit dieser Umbenennung bot der heutige Schlossplatz immer wieder Anlass zu intensiven Debatten um eine angemessene Namensgebung. Die Schülerin rekonstruiert die Hintergründe, Anlässe und komplexen Meinungsbildungsprozesse dieser unterschiedlichen Auseinandersetzungen. Hierbei konzentriert sich die Verfasserin insbesondere auf die Jahre 1998 und 2008, in denen der Streit um die Namensgebung anlässlich von geplanten Bebauungsprojekten des Platzes seinen Höhepunkt erreichte. Im Jahr 2012 beschloss der Rat der Stadt Münster schließlich die Umbenennung des Hindenburgplatzes in Schlossplatz. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Andrea Meschede, Mitarbeiterin im Bereich Geschichte und Politik der VHS in Münster, die sich 1998 intensiv mit den damaligen Meinungsprozessen beschäftigte. Ein weiteres Interview wurde mit Dr. Michael Jung geführt, SPD-Vorsitzender der Stadt Münster, der mit seiner Partei 2009 einen Antrag auf Rückbenennung des Hindenburgplatzes in Neuplatz stellte.",4 SAB 708,1,38 S.,1759,2009,278,15,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Schlossplatz Münster, Katrin K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1167,"Nicht diskutieren, Marzipan essen! Annelie Kahlert – eine ungewöhnliche Geschäftsfrau oder eine Heldin?","Die Schülerinnen thematisieren das Leben der erfolgreichen und innovativen Geschäftsfrau Annelie Kahlert, die seit 1969 das traditionsreiche Café Grotemeyer in der Salzstraße in Münster leitete. Annelie Kahlert führte das Café überaus erfolgreich, im Jahr 1971 eröffnete sie das erste Straßencafé in Münster, das damals von vielen Geschäften kopiert wurde. Anfang der 1980er Jahre präsentierte sie im Zuge einer Spendenaktion die größte Obsttorte Europas, die bundesweit durch die Presse ging und deren Reinerlös leukämiekranken Kindern gespendet wurde. Die Verfasserinnen bewerten Annelie Kahlert zwar als „münstersche Legende“ im Sinne einer erfolgreichen, anerkannten Geschäftsfrau und liebenden Familienmutter, jedoch insgesamt nicht als Heldin im Sinne ihrer zu Beginn der Arbeit formulierten Definition. Die Arbeit wird begleitet durch Zeitzeug*inneninterviews mit Dr. Gabriele Kahlert-Dunkel, Tochter von Annelie Kahlert, und Irmgard Michels, der Großmutter von Maike Krützmann.",4 SAB 644,0,34 S.,1918,2000,170,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Café Grotemeyer, Münster, Salzstraße, Münster"," Anna H., Katharina K., Maike K.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1183,Olympia 1936 und ihre Sporthelden,"Die Schülerinnen rekonstruieren die Ereignisse der deutschen Olympiaspiele 1936 in Berlin. Neben einer allgemeinen Vorstellung der Organisation und des Ablaufs der Spiele thematisieren sie die von den Nationalsozialisten initiierte Heldenverehrung der deutschen Sportler. Im Vordergrund ihrer Analyse stehen hierbei Turnen und Boxen, da die deutschen Sportler in diesen Disziplinen sehr erfolgreich waren. Sie gehen außerdem der Frage nach, welche Absicht hinter der Verherrlichung der deutschen Sportler stand und wie die Nationalsozialisten die Olympischen Spiele geschickt für ihre propagandistischen Zwecke nutzen konnten. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Zeitzeugeninterview mit Herrn Lehmkuhl, einem Münsteraner, der als Jugendlicher großer Olympiafan war und eine umfangreiche Sammlung an Einklebebüchern zu den Olympischen Spielen besitzt.",4 SAB 704,0,27 S.,1936,1936,278,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Berlin," Anna B., Lotte K., Luise K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1189,Pater Elpidius Markötter – „Mann der Hoffnung“,"Die Schülerinnen rekonstruieren das Leben des deutschen Franziskaner, Priester und Magister Elpidius Markötter, der mit bürgerlichem Namen Josef Hermann Markötter hieß. Er trat 1932 dem Franziskanerorden bei und wurde 1939 zum Priester geweiht. Josef Markötter setzte sich in seiner Fronleichnamspredigt 1940 öffentlich für die Rechte von Juden sowie Polen ein und verurteilte deren Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Nach seiner Predigt wurde Markötter aufgrund eines Verstoßes gegen die Kanzelparagraphen vom Sondergericht in Dortmund zunächst zu drei Monaten Haft verurteilt und ins Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. Zwei Jahre später starb er im Konzentrationslager in Dachau.",4 SAB 729,0,31 S.,1911,1943,74,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Greta P., Philina K.",Marienschule 1192,Paul Reimann – Helfer in der Not,"Die Schüler rekonstruieren das Leben des Urgroßvaters von Fahim Dahoudi, Paul Reimann. Paul Reimann wurde 1908 in Hirschberg in Schlesien geboren, machte erst eine Lehre zum Schmied bevor er ab 1933 im Zugschaffnerdienst arbeitete. Während der Kriegsjahre nutzte Paul Reimann seine Arbeit bei der Bahn, um Juden und anderen hilfsbedürftigen Menschen mit Essen, Kleidung oder Geld zu helfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg floh Paul Reimann mit seiner Familie nach Warendorf, wo er weiter bei der Bahn arbeitete. Paul Reimann litt bis an sein Lebensende an den Spätfolgen des Krieges und der Flucht, so sah er sich beispielsweise nie wieder in der Lage, zu verreisen. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit Familienangehörigen von Paul Reimann.",4 SAB 716,0,15 S.,1908,1974,311,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Schlesien," Fahim D., Lischke J.",Pascal-Gymnasium 1193,Paul Wulf – (k)ein Held für die Stadt Münster,"Paul Wulf (1921 bis 1999) wurde im Nationalsozialismus zwangssterilisiert und nach 1945 zu einem „unbequemen Mahner“. Wulf wuchs in proletarischen Verhältnissen im Ruhrgebiet auf. Aus finanziellen Gründen hatten die Eltern Paul Wulf 1928 in das Kinderheim des katholischen St. Vincent-Heims in Cloppenburg geschickt. 1932 war er in die jugendpsychiatrische Anstalt in Marsberg gekommen. Einem Antrag der Eltern auf Entlassung kam der Heimleiter 1937 nur unter der Bedingung nach, dass Wulf zwangssterilisiert werde. Die Schülerin Daisy Obanor untersuchte die öffentliche Debatte um die Aufstellung einer Paul-Wulf-Skulptur 2007 in Münster. Sie wertete hierfür Zeitungsberichte, Fotos und Interviews aus, die sie selber führte.",4 SAB 709,1,43 S.,1921,2009,318,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel",, Daisy O.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1194,Paul Wulf: Ein Opfer des Nationalsozialismus als „Mehrfach-Held“?,"Der Schüler beschäftigt sich mit dem Leben von Paul Wulf und charakterisiert ihn als „dreifachen Held“. Paul Wulf leistete während der Herrschaft der Nationalsozialisten aktiv Widerstand, kämpfte für die Meinungsfreiheit und setzte sich nach dem Krieg für die öffentliche Aufklärung der Kriegsverbrechen der Nationalsozialisten ein. Seine Arbeiten sind heute in der Villa ten Hompel in Münster ausgestellt. Auslöser für Wulfs entschiedenen Einsatz gegen das NS-Regime war seine eigene Zwangssterilisation 1938. In der Nachkriegszeit beantragte Paul Wulf Entschädigung bei der neu gegründeten Bundesrepublik, die ihm allerdings erst in den 1970er Jahren als einem der ersten Zwangssterilisierten gewährt wurde. 1991 wurde Paul Wulf mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im Rahmen der Skulpturprojekte 2007 wurde von der Künstlerin Silke Wagner eine Skulptur zu Ehren von Paul Wulf aufgestellt.",4 SAB 655,1,8 S.,1921,2007,9,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Hans Y.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1195,Paul Wulf. Ein Zwangssterilisierter wehrt sich gegen die Nazis,"Die Schüler beschäftigen sich mit dem Leben des Münsteraners Paul Wulf, der in den 1930er Jahren aufgrund seiner eigenen Zwangssterilisation zu einem entschiedenen Gegner des Nationalsozialismus wurde. Nach dem Krieg beantragte er jahrelang ohne Erfolg eine Entschädigung als Opfer des Nationalsozialismus, die ihm Ende der 1970er Jahre als einem der ersten Geschädigten zugesprochen wurde. Paul Wulf setzte sich in der Nachkriegszeit mit großem Engagement für eine Aufklärung der nationalsozialistischen Vergangenheit ein. Er veröffentliche u.a. Schriften und Aktivitäten des Münsteraner Zwillingsforschers Prof. Dr. Otmar Freiherr von Verschuer, der eng mit dem KZ-Arzt Josef Mengele zusammenarbeitete. Für seine Bildungsarbeit wurde Paul Wulf mehrmals geehrt und ausgezeichnet, er erhielt 1991 das Bundesverdienstkreuz, im Rahmen der Skulpturprojekte wurde 2007 eine Statue zu seinen Ehren aufgestellt sowie der Jöttenweg in Münster in Paul-Wulf-Weg umbenannt. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage in der Münsterschen Innenstadt zu dem Bekanntheitsgrad von Paul Wulf.",4 SAB 678,0,15 S.,1921,1999,18,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel",," Jakob S., Simon M.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1198,"Pfarrer Eltrop, ein Held durch Uneigennützigkeit?","Der Schüler beschäftigt sich mit dem Leben des Pfarrers Heinrich Eltrop, der im Jahre 1929 zum Pfarrer der Herz-Jesu Gemeinde in Münster berufen wurde. In seiner Gemeinde galt er als „Volkspriester“, der die Gemeinde besonders in den Kriegsjahren und zu Zeiten des Wiederaufbaus tatkräftig unterstützte, während des Nationalsozialismus zahlreiche Juden vor der Deportation schützte und sein Leben lang gegen die Armut in seiner Gemeinde und Umgebung kämpfte. Die Arbeit wird begleitet durch ein Interview mit der Großmutter des Verfassers, die die Amtszeit von Pfarrer Eltrop miterlebte.",4 SAB 653,1,34 S.,1881,1957,328,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Sören B.,Friedensschule 1199,Pfarrer Heinrich Eltrop. Ein Held in unserer Gemeinde?,"Die Schüler rekonstruieren das Leben des Pfarrers Heinrich Eltrop, der 1929 die Herz-Jesu-Gemeinde in Münster übernahm. Während des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs stärkte er seine Gemeinde und predigte christliche Werte, wodurch er – wie viele andere Geistliche auch – in Konflikt mit den Nationalsozialisten geriet. Pfarrer Eltrop versteckte außerdem die Jüdin Alma Schüren in seiner Gemeinde und sorgte dafür, dass sie aus dem Konzentrationslager fliehen, sich auf einem Bauernhof in Telgte verstecken und somit den Krieg überleben konnte. Nach dem Krieg arbeitete er mit der ganzen Gemeinde unermüdlich am Wiederaufbau und half auch evangelischen Familien. In der Nachkriegszeit organisierte er außerdem in den Winterferien eine kostenlose Suppenausgabe und Kinderbetreuung für die Gemeinde. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Umfrage zu der heute praktizierten Heldenverehrung von Pfarrer Eltrop und zwei Zeitzeug*inneninterviews mit Mitgliedern der Herz-Jesu-Gemeinde, die den Pfarrer gut kannten.",4 SAB 732,0,23 S.,1929,2009,61,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Moritz W., Timon H.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1200,Pfarrer Stammschröer,"Die Klasse beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Helden aus Münster und Umgebung. Mithilfe einer Umfrage unter Bewohnern von Gelmer versuchen sie herauszufinden, welche Personen hier besonders oft als Helden genannt werden. In Kleingruppen erarbeiten sie zu Personen wie Pfarrer Eltrop, Vikar Karl Witte, Schwester Eutyhmia oder Kardinal von Galen kreative Plakate und handschriftlich dokumentierte Kurzreferate. Ein Name, der bei der Umfrage genannt wurde, war außerdem Pfarrer Rektor Herman Stammschröer (1890-1957), mit dessen Leben sich die Schüler in ihrer Arbeit intensiv auseinandersetzen. Hermann Stammschröer wurde 1913 in Münster zum Priester geweiht. Während des Nationalsozialismus geriet er aufgrund seiner Predigten gegen das Regime ins Visier der Machthaber und wurde 1941 ins KZ Dachau deportiert. Im KZ half er vielen Mithäftlingen, sprach ihnen immer Mut zu und verteidigte unter größter Gefahr seine Ideale und Überzeugungen. Nach dem Ende des Krieges arbeitete er als Pfarrdechant in St. Stephanus in Beckum, bevor er 1951 aufgrund eines schweren Fahrradunfalls in den Ruhestand trat. Die Schüler ergänzen ihre Arbeit durch ausführliche Dokumente über Pfarrer Stammschröer aus dem Stadtarchiv und dem Bistumsarchiv Münster. Mithilfe eines ausführlich gestalteten Portfolios dokumentieren die Schüler ihre Vorgehensweise und Rechercheergebnisse, in die der eigentliche Arbeitsbericht integriert wird.",4 SAB 735,0,144 S.,1890,1957,350,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel","St. Stephanus, Münster"," Grace A., Julia A., Richard A.",Astrid Lindgren-Schule 1212,Professor J. Bauermann. Ein Archivar in schwieriger Zeit,"Der Schüler rekonstruiert das Leben von Prof. Johannes Bauermann, der 1939 zum Direktor des Staatsarchivs in Münster ernannt wurde. Während des Zweite Weltkrieges, stellte er sich gegen die Erlasse der NSDAP, Archivalien auszulagern und organisierte die Umlagerung der Bestände in Bergwerke im Ruhrgebiet, wo sie den Krieg unbeschadet überstanden. Das Staatsarchiv, 2004 in Nordrhein-Westfälisches Landesarchiv umbenannt, wurde 1941 und 1944 durch Luftangriffe schwer beschädigt. Dem entschiedenen Eingreifen des Archivleiters Bauermann ist es zu verdanken, dass über 90% der Archivbestände gerettet werden konnten. Die Arbeit wird begleitet durch Interviews mit den Zeitzeugen Prof. Dr. Wilhelm Kohl, dem ältesten noch lebenden Nachfolger Bauermanns, der sich zudem für den Erhalt des älteren Teils des damaligen Staatarchivs einsetzte, und Dr. Müller, einem ehemaligen Studenten von Prof. Bauermann.",4 SAB 682,1,15 S.,1829,1961,,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Frederik S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1233,Retter in der Nacht,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit den Bauernfamilien Aschoff, Sickmann, Silkenbömer, Richter und Südfeld aus dem Münsterland, die während des Zweiten Weltkriegs jüdische Familien bei sich aufnahmen und versteckten. Die Familien wurden bekannt durch die Veröffentlichungen der jüdischen Überlebenden Marga Spiegel (1912-2014), die 1969 die Erinnerungen an ihre Zeit bei der Familie Aschoff in dem Buch „Retter in der Nacht“ veröffentlichte. Im Jahr 2009 wurde die Geschichte der Bauernfamilien und der Juden, die sie retteten, von Ludi Boeken „Unter Bauern – Retter in der Nacht“ verfilmt. Die Arbeit basiert auf Interviews mit den noch lebenden Angehörigen der Familien und Karl-Heinz Volkert, langjähriger Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutsch Israelischer Gesellschaft Münster, der bei der Veröffentlichung von Marga Spiegels Buch beteiligt gewesen war.",4 SAB 753,0,38 S.,1939,2009,74,15,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Julia K., Katharina H.",Marienschule 1235,"Reuven Moskovitz – Ein Held unserer Zeit. ‚Ein Held ist der, der seinen Feind zum Freund macht!‘","Die Schülerinnen thematisieren das Leben und Wirken von Reuven Moskovitz, ein israelischer Friedensaktivist, der jährlich mit dem 11. Jahrgang des Geschwister-Scholl-Gymnasiums ein Schülergespräch führt und den beide Schülerinnen bereits persönlich trafen. In ihrer Arbeit rekonstruieren die Verfasserinnen das Leben von Reuven Moskovitz und analysieren und bewerten sein vielfältiges Engagement im Nahostkonflikt. Mithilfe eines Interviews mit Reuven Moskovitz und verschiedener Befragungen und Einschätzungen über ihn versuchen die Verfasserinnen, sich der Frage zu nähern, ob und wenn ja inwiefern Reuven Moskovitz als Held bezeichnet werden könne. Anlässlich der Überraschungsfeier zu seinem 80. Geburtstag am 16.11.2008 fuhren die Schülerinnen nach Berlin-Spandau und beteiligten sich dort mit einem eigenen Gedicht an der Programmgestaltung.",4 SAB 786,0,52 S.,1928,2009,65,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Geschwister-Scholl-Gymnasium, Münster"," Angela G., Susanna D.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1241,Ruth Betz. Ein Leben für Münster,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Leben von Ruth Betz, die bereits seit über 30 Jahren in der Heimatpflege des Stadtteils Kinderhaus in Münster tätig ist und sich darüber hinaus vielfältig sozial engagiert. Ruth Betz war an zahlreichen Aktionen in Kinderhaus beteiligt, u.a. in der Nachbarschaftshilfe, zahlreichen Sommerfesten, Straßenfesten und einem Spielplatzwettbewerb. Darüber hinaus gründete sie den Arbeitskreis Kultur in Kinderhaus und organisierte Konzerte, Dichterlesungen und Ausstellungen. Neben ihrem sozialen und kulturellen Engagement arbeitete Ruth Betz auch im Naturschutz und kämpfte gegen den geplanten Bau eines Atomkraftwerkes in den Rieselfeldern in den 1970er Jahren. Im Jahr 1987 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und wurde Anfang der 1990er Jahren von dem damaligen Oberbürgermeister Twenhöven mit der Münster-Nadel ausgezeichnet. Die Arbeit basiert auf einem Interview mit Ruth Betz und Walter Schröer, dem Vorsitzenden der Bürgervereinigung Kinderhaus, und einer Umfrage in Kinderhaus über den Bekanntheitsgrad von Ruth Betz. S.C. Die 1930 geborene Ruth Betz engagierte sich für die Stadtheimatpflege in ihrem Viertel Münster-Kinderhaus und wurde mit dem Bundesverdienstkreuz und der Paulusplakette ausgezeichnet. Maren Clara Paterok und Charlotte Strauch erforschten ihre Lebens- und Rezeptionsgeschichte. Sie führten Interviews, Telefonumfragen und recherchierten Quellen im Stadtarchiv Münster.",4 SAB 784,0,55 S.,1930,2009,119,15,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Kinderhausviertel, Münster"," Charlotte S., Maren P.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1270,Schwester Maria Euthymia – Eine Heldin im Verborgenen?,"Die Schülerin rekonstruiert das Leben der deutschen Clemensschwester Maria Euthymia (1914-1955) aus Münster. Maria Euthymia wurde 2001 von Papst Johannes Paul II. in Rom selig gesprochen. Die Arbeit basiert auf Interviews mit Maria Euthymias Schwägerin und den Schwestern Reingart und Raphaelis, die Maria Euthymia z.T. persönlich kannten. Der Arbeit ist außerdem eine Umfrage in Münster zum Bekanntheitsgrad der Clemensschwester beigefügt.",4 SAB 785,1,38 S.,1914,1955,65,15,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Lea Christina P.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1283,Soldat werd’ ich! Die Darstellung von Leben und Taten Generals Alexander von Klucks im Laufe des 20. Jahrhunderts,"Der Schüler befasst sich mit der Biographie des preußischen Soldaten Alexander von Klucks (1846-1934), der im Ersten Weltkrieg als Held stilisiert und mit mehreren militärischen Auszeichnungen geehrt wurde. Er geht hierbei der Frage nach, welche Ideen und Werte in dieser Zeit zu Auszeichnungen und der damit verbundenen Verehrung der jeweiligen Person führten. Weiterhin untersucht der Verfasser die heutige Wahrnehmung der Person Alexander von Klucks, der heute Namensgeber einer Straße in Münster ist. Der Verfasser versucht herauszufinden, ob und inwiefern sich dessen öffentliche Wahrnehmung als Held im Laufe der Zeit wandelte und ob es, ähnlich wie im Falle Hindenburgs, kontroverse Meinungen über von Kluck gibt.",4 SAB 701,1,21 S.,1846,2009,188,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Tobias W.,Schillergymnasium 1301,Sternsinger – Boten des Friedens,"Die Schüler rekonstruieren die Entstehungsgeschichte der Sternsinger. Hierbei gehen sie auf die Gründungsgeschichte der Sternsinger in Deutschland ein, dessen Tradition 1959 von Paul Koppelberg wieder belebt wurde und die Einnahmen erstmals nicht privat genutzt wurden, sondern bedürftigen Kindern in aller Welt helfen sollten. Seit 1961 sind der BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) und das Kindermissionswerk gemeinsame Träger der Aktion Dreikönigssingen. Neben der gesamtdeutschen Bedeutung der Sternsänger gehen die Verfasser auch auf die die lokalen Sternsängeraktionen im Münsterland ein. Im Jahr 2004 erhielten die Sternsänger den Westfälischen Friedenspreis, der seit 1998 alle zwei Jahre im Rathaus von Münster vergeben wird. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Frau Meyerrose, Diözesanvorsitzende beim BDKJ in Münster.",4 SAB 717,0,22 S.,1101,2009,20,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel",," Ephraim E., Nils S., Richard M.",Pascal-Gymnasium 1307,Studium zwischen „Wagenrandhüten“ und Käppis – eine Untersuchung zu den Anfängen des Frauenstudiums in Münster unter besonderer Berücksichtigung der Margarete Moormann,Margarete Moormann war eine der ersten Studentinnen an der Universität Münster. Als Gasthörerin hatte sie sich 1905 nach bestandenem Abitur im Fach Medizin eingeschrieben. 1913 ließ sie sich als erste Ärztin in der Stadt Münster nieder. Celia Zoe Wicher forschte am Beispiel Margarete Moormanns zum Kampf der Frauen um Gleichberechtigung im Bildungswesen. Quellen aus dem Stadtarchiv und dem Universitätsarchiv sowie Sekundärliteratur bilden die Grundlage ihrer Arbeit.,4 SAB 710,1,29 S.,1869,1937,318,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",WWU Münster, Celia Zoe W.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1316,Thomas Morus,"Die Schülerin beschäftigt sich mit dem Leben des Engländers Thomas Morus (1478-1535). Thomas Morus arbeitete erfolgreich als Rechtsanwalt und war 1504 auch Parlamentsmitglied. Er war zweimal verheiratet, hatte vier Töchter und einen Sohn, denen er die bestmögliche Bildung zukommen ließ. Er ist besonders bekannt für seinen humanistischen Roman „Utopia“, 1516 erschienen, in dem er eine Gesellschaftsutopie entwirft. Um 1517 arbeitete Thomas Morus für den König Heinrich VIII. und wurde 1529 Lordkanzler. Die Verfasserin bewertet Thomas Morus als Helden, da er zeitlebens als großzügiger, ehrlicher und moralisch standhafter Mensch galt. Er weigerte sich, den „Act of Sucession“ von Heinrich VIII. zu unterschreiben, was sein Todesurteil bedeutete. Thomas Morus wurde 1886 von der katholischen Kirche selig gesprochen, seine Heiligsprechung erfolgte 1935. Im Jahr 2000 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Patron der Regierenden und Politiker ernannt.",4 SAB 760,1,19 S.,1478,1535,9,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Nina B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1327,Trümmerfrauen,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Wiederaufbau deutscher Städte in der Nachkriegszeit anhand der so genannten „Trümmerfrauen“. In ihrer Arbeit thematisieren die Verfasserinnen die Situation des zerstörten Münsters nach dem Zweiten Weltkrieg, die Trümmerbeseitigung sowie die Arbeit der Frauen und gehen der Frage nach, ob die „Trümmerfrauen“ als Heldinnen angesehen wurden. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit einer Zeitzeugin, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Berlin bei der Bewältigung von Trümmern mitarbeitete. Die Schülerinnen führten außerdem eine Umfrage zum Thema „Trümmerfrauen“ und wollten herausfinden, ob ein solcher Wiederaufbau heutzutage noch einmal möglich wäre.",4 SAB 748,0,17 S.,1945,2005,260,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Katharina R., Myriam Z.",Marienschule 1375,Vieles ist mir zugewachsen! Stiller Held mit großer Wirkung? Bruder Theo Koening – Stasi-Deckname „Gast“,"Der Ordensbruder Theo Koening half im Rahmen der Hilfsorganisation „Hilferuf von drüben“ ausreisewilligen DDR-Bürgern und sandte Pakete an die Menschen in der DDR und in Kaliningrad. Karen Anna Fahlbusch und Thalia Marie Heitger forschen zu Leben und Wirken von Koening und greifen in ihrer Darstellung auf eine Vielzahl unterschiedlicher Quellen zurück: Sekundärliteratur, Zeitungsausschnitte, Fotos, Briefe und Interviews mit Theo Koening.",4 SAB 699,0,63 S.,1926,2009,170,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Karen Anna F., Thalia Marie H.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1387,Vom Bauern zum Held – Wie Bauernfamilien das Leben einer Jüdin retteten,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit der Bauernfamilie Aschoff aus dem Dorf Herbern im Münsterland, die ähnlich wie auch andere Familien auf dem Land während des Zweiten Weltkrieges jüdische Familien bei sich auf dem Hof versteckten und vor der Enttarnung durch die SS oder die SA beschützten. Familie Aschoff versteckte Marga Spiegel und ihre Tochter Karin bei sich auf dem Hof und half ihnen bei der Konstruktion falscher Identitäten, die ihre Leben retteten. Bekannt wurde die Familie Aschoff durch Marga Spiegels Buch „Retter in der Nacht“, das 1969 erschien. Marga Spiegel und Anni Richter, eine der Töchter der Familie Aschoff, verband bis zu ihrem Tod eine enge Freundschaft. Sie und die Familie Aschoff erhielten nach Ende des Krieges zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. Im Jahr 2009 erschien der Film „Unter Bauern – Retter in der Nacht“ (Regie: Ludi Boeken), der die Geschichte der Familie Spiegel und der Bauernfamilien, die ihr das Leben retteten, erzählt. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Herrn Farwick, Leiter des Archivs in Herbern, und einem Mitglied der Familie Aschoff.",4 SAB 739,0,29 S.,1912,2009,325,15,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Hannah N., Lisa R.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1433,Walther von Hollander. Ein Kriegsheld der anderen Art,"Die Schülerin rekonstruiert das Leben ihres Urgroßvaters Walther von Hollander (1892-1973), der während des Zweiten Weltkrieges mit seiner Familie bis Niendorf an der Stecknitz flüchtete. Dort mietet er für sich und seine Familie ein großes Guthaus, das seine Familie und weitere Flüchtlinge beherbergte. Kurz vor Ende des Krieges und dem bevorstehenden Einmarsch der Engländer versuchte die SS in Niendorf noch Widerstand gegen die Alliierten zu leisten und positionierten einige Haubitzen mitten im Dorf. Walther von Hollander gelang es, die SS-Männer, die ihm mit dem Tod drohten, vom Abbau der Haubitzen zu überzeugen und rettete somit das Leben vieler Menschen im Dorf. Die Arbeit basiert auf den Erzählungen der Tochter von Walther Hollander.",4 SAB 758,1,29 S.,1892,1973,278,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Christine F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1462,"Werner Sanß. Theologe, Menschenfreund und Friedensaktivist","Der Schüler rekonstruiert das Leben von Werner Sanß (1913-2004), ein evangelischer Pfarrer und Friedensaktivist. Während des Zweiten Weltkrieges studierte Werner Sanß Theologie und legte aufgrund der damaligen politischen Umstände zunächst ein „illegales“ Examen bei der Bekennenden Kirche ab. Aufgrund einer Gebetsliturgie für den Frieden, die Werner Sanß anlässlich des Einmarsches der Nationalsozialisten in die Tschechoslowakei vor tausend Menschen in Bad Oeyenhausen abhielt, geriet er in das Visier der Gestapo. Er wurde aufgrund seiner Tätigkeit vergleichsweise früh als Sanitäter in den Wehrdienst einberufen und geriet in Russland in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1950 entlassen wurde. Neben seiner engagierten Tätigkeit als Pfarrer in Selm war er auch politisch aktiv, beteiligte sich an den Ostermärschen und demonstrierte gegen die deutsche Wiederbewaffnung. In den 1970er und 1980er Jahren trat er der Christlichen Friedenskonferenz und der Deutschen Friedensunion bei und arbeitete bis 1978 als deren Landesvorsitzender in NRW. Sanß engagierte sich außerdem international gegen den Vietnamkrieg und das Apartheidregime Südafrikas. In den 1990er Jahren setzte er sich für die zahlreichen Flüchtlingen, Asylsuchenden und Sinti und Roma ein. Sein unermüdliches soziales Engagement führte 1988 dazu, dass Werner Sanß der Aachener Friedenspreis verliehen wurde.",4 SAB 736,1,40 S.,1913,2004,328,15,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Stefan W.,Friedensschule 1510,Zum Held erzogen? Jugendwehr und Wehrsport in Münster zur Zeit des Ersten Weltkrieges,"Wie wurden Wehrsportler in Münster zur Zeit des Ersten Weltkriegs zu vermeintlichen „Kriegshelden“ erzogen? Dieser Frage gingen Malte Gröneick und Linus Weyand nach. Sie recherchierten im Staatsarchiv Münster und im Stadtarchiv Münster, stützten ihre Ergebnisse aber auch auf die erschienene Fachliteratur.",4 SAB 667,0,24 S.,1914,1918,12,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Linus W., Malte G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1519,Zwei Menschen. Zwei Helden? Zwei Wege? Ein Ziel: Dasein für die Menschen am Rande der Gesellschaft. Reinhold Hach und Schwester Eveline,"Der Schüler beschäftigt sich mit dem Leben der bekannten Ordensschwester Eveline, Mitglied im katholischen Frauenorden der Clemensschwestern, und Reinhold Hach. Beide widmeten einen Großteil ihres Lebens der Obdachlosenhilfe in Münster. Schwester Eveline gründete 1978 einen Treffpunkt für Obdachlose, eine Art Suppenküche kombiniert mit einer Kleiderkammer und sanitären Anlagen. Von früh morgens bis abends können Obdachlose im alten Backhaus des Clemensordens Essen, warme Kleidung und eine Dusche bekommen. Der Obdachlosentreff besteht bis heute und feierte bereits 30. Jubiläum. Reinhold Hach, Sohn einer gut situierten Familie aus Hessen, bricht in den 1970er Jahren sein Studium der Theologie und Germanistik ab und zieht mit 12 Obdachlosen in ein von ihm gekauftes Haus in der Maybachstraße 3 in Münster. Er entwickelt ein Wohn- und Betreuungsangebot für wohnungslose Menschen in Münster, die bis heute als GmbH etabliert ist. Der Verfasser geht in seiner Arbeit besonders der Frage nach den Beweggründen von Schwester Eveline und Reinhold Hach nach und bewertet beide nach eigener Definition als „Alltagshelden“. Ergänzt wird die Arbeit durch eine Umfrage zum Thema Helden auf dem Wochenmarkt in Münster Kinderhaus und Interviews mit Zeitzeugen, die die Protagonisten der Arbeit bereits seit vielen Jahren kennen und z.T. mit ihnen zusammen arbeiteten.",4 SAB 648,1,51 S.,1970,2009,65,15,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Janis F.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1520,Zwei Münsteraner. Carl Schumann und Bernard Knubel bei den 1. Olympischen Spielen der Neuzeit 1896,"Die Schülerinnen skizzieren in ihrer Arbeit zunächst die Anfänge der olympischen Spiele in der Neuzeit und gehen hierbei sowohl auf die geschichtlichen Hintergründe als auch auf die Schwierigkeiten des Zustandekommens der ersten internationalen Spiele ein. Im Hauptteil rekonstruieren die Verfasserinnen die sportlichen Erfolge der Münsteraner Sportler Bernard Knubel und Carl Schuhmann, die beide erfolgreiche Teilnehmer der ersten Olympiade der Neuzeit im Jahr 1896 waren. Bernard Knubel war begeisterter Radrennfahrer, einer von nur 21 deutschen Teilnehmern und konnte eine vordere Platzierung in seiner Disziplin bei den olympischen Spielen erlangen. Carl Schuhmann gewann als Turner mit der deutschen Turnerriege zwei Medaillen und zwei Einzelsiege und steht somit mit vier Medaillen bis heute in den Bestenlisten deutscher Olympiaerfolge. Die Arbeit basiert auf zahlreichen Experteninterviews, u.a. mit Volker Kluge, der von 1990 bis 1993 Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) war. Zusätzlich führten die Verfasserinnen Interviews mit den Zeitzeugen Karl-Heinz Knubel und Carl Schuhmann, den Enkeln der beiden Sportler. Der Arbeit ist ein vom WDR veröffentlichtes Originalinterview von 1965 mit Bernard Kluge beigefügt.",4 SAB 695,0,67 S.,1896,2009,75,15,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Gretje R., Victoria H.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1524,"Zwischen Diktatur und Demokratie – Der Polizist Caspar Brinkmann (1892-1970), ein unbekannter Held","Die Schülerin rekonstruiert das Leben von Caspar Brinkmann, der in einem katholisch geprägten Milieu in Münster aufwuchs und seit 1928 als Polizeibeamter auf Lebenszeit vereidigt wurde. Anfang der 1930er Jahre erlebte Caspar Brinkmann die radikale Umgestaltung der deutschen Polizei, die bereits 1936 vom Reichsführer der SS, Heinrich Himmler, übernommen wurde. Caspar Brinkmann musste gegen seinen Willen innerhalb der Polizei an der Führung einer so genannten „Judenkartei“ mitarbeiten. Er nutzte diese Position insbesondere dazu, Menschen vor Verhaftungen durch die Gestapo zu warnen, er verschob Weitertransporte von Gefangenen, informierte Angehörige oder beantragte Freilassungen. Er pflegte auch Freundschaften zu Juden, unter ihnen Hans Pradel und Paul Wolff, die er mit aller Macht durch seine Position zu beschützen versuchte, indem er sie beispielsweise vor drohenden Abtransporten in Konzentrationslager warnte Nach dem 2. Weltkrieg halfen ihm die Aussagen vieler Freunde und auch einiger Geistlicher, weiterhin als Polizist arbeiten zu können und von der Denazifizierungskammer entlastet zu werden. Die Arbeit wird ergänzt durch ein Interview mit Gerda Brinkmann, Tochter von Caspar Brinkmann.",4 SAB 733,1,28 S.,1892,1970,61,15,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Jana Theresa P.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 3,"„…dass die Juden, wenn sie in Deutschland geblieben wären, erhebliche Vermögensschäden durch den Krieg erlitten hätten…“. Wenn eine Finanzbehörde zuerst die Enteignung und dann die Wiedergutmachung regelt","Erst 2010 wurde systematisch begonnen, auch die Arbeit des Reichsfinanzministeriums zu Zeiten der Judenverfolgung zu hinterfragen und analysieren. Der vorliegende Beitrag versucht, anhand der Schicksale der westfälischen Familien Levi und Cohn exemplarisch nachzuzeichnen, wie die Behörden zunächst an der Ausbeutung emigrationswilliger Juden und schließlich an der Wiedergutmachung ihnen gegenüber beteiligt waren. Die aus Lühnen stammenden Levis mussten aufgrund ihrer Emigration nicht nur Zwangsabgaben zahlen sondern verloren im Zuge ihrer Auswanderung 1938 auch ihr aufgegebenes Umzugsgepäck an die SS. Wiedergutmachungszahlungen erhielten die Levis erst nach jahrelangem Streit mit den deutschen Behörden 1959. Im Vergleich zu ihrer Existenz als Metzger in Deutschland zunächst deutlich verarmt, aber am Leben, verbrachten sie ihre letzten Jahre in Israel. Der wohlhabende und geachtete Münsteraner Rechtsanwalt Julius Cohn floh nach schweren Repressalien mit seiner Familie bereits 1933 nach Paris. Da er keine Reichsfluchtsteuer gezahlt hatte, wurden sein Inlandsvermögen, Grundbesitz, Hausrat und Kanzleiinventar vom Finanzamt der Stadt Münster beschlagnahmt, seine Versuche den Ausverkauf von Paris aus zu verhindern, blieben erfolglos. Als einer der ersten jedoch forderte Cohn nach dem Zweiten Weltkrieg Entschädigungen von den Behörden. Dabei geriet Cohn in Konflikt mit dem Finanzamtmitarbeiter Heising. Heising, der seit 1920 Mitarbeiter des Finanzamts Münster war, leistete den Anweisungen des NS-Apparats treu Folge. Dabei versuchte er vor allem zu verhindern, dass auswandernde Juden ihr Eigentum oder Kapital mit ins Ausland nahmen. Auch auf die Entschädigungsforderungen nach dem Zweiten Weltkrieg reagierte Heising, der in der Arbeit als exemplarisch für den NS-folgsamen Beamten angeführt wird, zunächst ablehnend und ohne Unrechtsbewusstsein. Als skandalös erachtet die Verfasserin daher in ihrer Darstellung nicht nur das den jüdischen Familien widerfahrene Schicksal, sondern auch das Ausmaß der Verstrickungen der Behörden, wie sie beispielsweise in der Person Heisings sichtbar werden.",4 SAB 860,1,51 S.,1933,1959,10,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Finanzamt, Münster", Vera B.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 10,„Außer Spatzen habe ich noch nie Vögel in den Rieselfeldern gesehen.“ Wirtschaftsinteressen versus Naturschutz. Der Kampf um die Münsteraner Rieselfelder,"1978 wurde seitens der CDU- und der FDP-Ratsfraktionen in Münster der Versuch unternommen, die Rieselfelder-Reservate vor der Stadt teilweise in ein Gewerbe- bzw. Industriegebiet umzuwidmen. Breite öffentliche Proteste und jahrelange Streitigkeiten folgten. Der Schüler Timm Theilig macht mithilfe des von ihm recherchierten archivischen Quellenmaterials den Verlauf des Vorfalls, seine Auswirkung auf die politische Kultur der Stadt Münster und die regionalen Naturschutzbewegungen deutlich.",4 SAB 927,1,38 S.,1970,1979,196,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Rieselfelder, Timm T.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 25,„Die Sünderin“ – Der Skandalfilm von Willi Forst,"Der Film „Die Sünderin“ sorgte 1951 für einen öffentlichen Skandal, da er den Moralvorstellungen der Zeit widersprach. Im vorliegenden Beitrag versuchen die Schülerinnen Nina Rohlmann und Julia Silwedel die damalige moralische Debatte über die Barriere Zeit und die damit verbundenen Verständniseinschränkungen hinaus verständlich zu machen, indem sie selbst zwei Filme drehen. Im ersten wird eine fiktive Diskussion in den 1950ern nachgestellt; in einer weiteren Perspektive wird diese Diskussionsgegenstand in der Gegenwart.",4 SAB 801,0,6 S.,1951,2011,,16,Filmbeitrag,Filme,," Julia S., Nina R.",Marienschule 26,„Die Sünderin“. Ein Film zwischen Begeisterung und Skandal.,"Die Schülerin beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit dem 1951 in Frankfurt am Main uraufgeführten Film „Die Sünderin“ von Regisseur Willi Forst. Der Film beschreibt, wie die junge Marina, gespielt von Hildegard Knef, erst zur Prostituierten und später zur Selbstmörderin wird. Bereits beim Premierenpublikum stieß der Film auf Widerspruch, trotzdem oder gerade deshalb strömten ca. 4 Millionen Menschen 1951 in deutsche Kinos, um den Skandalfilm zu sehen. Die Schülerin reflektiert, inwieweit der Film in den 1950er Jahre im streng katholischen Milieu aufgenommen wurde und ob dieser heute noch für Aufruhr sorgen würde.",4 SAB 933,1,31 S.,1951,2011,279,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Maximiliane Pia W.,Marienschule 27,„Die Wählscheibe des heiligen Geistes“ – oder wie ein „Keller“-Fenster im Münsteraner Dom zum Skandal wird,"Die mit vielen Abbildungen des Münsteraner Doms versehene Arbeit befasst sich mit den Debatten im Zuge seines veränderten Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Vor allem ein Fenster wurde hier Stein des Anstoßes für die Münsteraner Bevölkerung. Ausgehend von den Liturgie-Veränderungen des vatikanischen Konzils wurde auch in Münster der Altar in den Westchor versetzt. Das ohnehin zerstörte Westportal wurde daher im Zuge der Wiederaufbaumaßnahmen durch eine Reihe Fenster ersetzt und stattdessen ein neues Portal – wie üblich – an der Südseite errichtet. Der Frage nachgehend, wieso das rosettenförmige Fenster in Münster auf so viel Widerstand stieß, interviewte die Verfasserin auch zwei Zeitzeugen. Dabei fand sie heraus, dass vielmehr die Eigenmächtigkeit von Planung und Durchführung der Umbaumaßnahmen für Protest in der Bevölkerung sorgte. Im Anhang an die Arbeit ist die ursprüngliche handschriftliche Fassung der Grundschülerin beigefügt.",4 SAB 877,1,40 S.,1947,2011,318,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","St.-Paulus-Dom, Münster", Greta H.,Wartburg Grundschule 37,„Erwin aus dem Negerdorf“. Integration und Ausgrenzung „farbiger“ Besatzungskinder und ihrer Mütter in der Münsteraner Nachkriegsgesellschaft,"1946 wurden Hans Busch und Erwin Kostedde geboren – beide Kinder farbiger GIs und deutscher Frauen. Die Sozialstudie der Schülerin Clara van den Berg zeichnet anhand der Biografien von Busch und Kostedde Kontinuitäten und Brüche im Umgang mit Farbigen nach. Ausgehend von der Rassenideologie des Nationalsozialismus stellen sie auch die regionalen Wert- und Moralvorstellungen im Raum Münster der Nachkriegszeit und der Gegenwart dar. Die Schülerin betrachtet dabei nicht nur die rassistischen Diskurse der Nachkriegszeit, sondern auch die Selbsterfahrung der betroffenen Kinder. Die Wettbewerbsarbeit stützt sich auf einschlägige Literatur, Zeitzeug*inneninterviews und Archivalien aus dem Stadtarchiv. Das politisch aufgeladene Fraternisierungsverbot für die deutsche Bevölkerung spielte hier ebenso eine Rolle wie der immer noch in den Köpfen der Deutschen verankerte Rassismus. Öffentliche Hänseleien jedoch mussten eher die Kinder als die Frauen ertragen, über die überwiegend hinter vorgehaltener Hand gelästert wurde. Kostedde erlangte als erster dunkelhäutiger deutscher Fußball-Nationalspieler 1974 Berühmtheit, sah sich zuvor und währenddessen jedoch vielen Anfeindungen und Beleidigungen ausgesetzt. Busch dagegen wurde aus Angst vor Anfeindungen bereits als Neugeborener von seiner Mutter in die Obhut ihrer Cousine, einer Nonne, gegeben. Wechselhaft und -voll aufgewachsen in Krankenhaus, Kinder- und Junggesellenheim brachte er es schließlich bei der Bundeswehr zum Zahntechniker-Meister. Busch engagierte sich in der Folgezeit viel in der „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland“ und setzte sich mit seiner Herkunft väterlicherseits auseinander. Die Zeitzeugenberichte, die die maßgebliche Arbeitsgrundlage der Verfasserin sind, erlauben es ihr, ein plastisches Bild der Zeit und deren Stimmung nachzuzeichnen und die bis in die Gegenwart anhaltenden Nachwirkungen, zu verstehen.",4 SAB 824,1,80 S.,1945,2011,316,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Clara v.,Friedensschule 47,„Hände weg von unserem Schulhof“,"Die 22 Grundschulkinder der Martinischule beleuchteten das öffentliche Aufsehen, das 1995 der geplante Bau einer Turnhalle auf ihrem Schulhof auslöste. Durch das Bauvorhaben wäre den Schülerinnen und Schülern ein großer Teil der Hoffläche genommen und ein wichtiger Schulzugang versperrt worden. Quellen des Stadtarchivs und Zeitzeug*inneninterviews ermöglichten es den Kindern, ihr Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und das Meinungsspektrum der am Bau beteiligten Akteure zu erfassen. Die Schülerinnen und Schüler vollzogen in ihrer Arbeit nach, wie politische Entscheidungsprozesse verlaufen und welche Mitwirkungsrechte Bürger und Betroffene in einer Demokratie einfordern können. Der Beitrag ermöglicht es dabei in doppeltem Sinne, Einsicht in ihren Arbeitsprozess zu erhalten: Begleiten einerseits viele Bilder vom Schaffensprozess und die Arbeitsschritte erklärende Beiträge die Arbeit, so bekommen auch die Schülerinnen und Schüler an ausgewiesener Stelle Raum, ihre eigene Meinung zum Beitrag vorzubringen. Arbeits- sowie Tutorenbericht liegen im Archiv in separaten Heften vor.",4 SAB 830,0,50 S.,1995,2011,153,16,Textbeitrag,"Archivalien, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Martinischule, Münster", Juliane A.,Martinischule 48,"„Hebt die Pfote für die Quote!“ Ist es ein Skandal, sein Recht zu fordern.","In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre sorgte in der SPD die Debatte um die Einführung einer Frauenquote von 40 % für große Unruhe. Die Arbeit zeichnet neben einer kurzen Betrachtung der Geschichte der Frauenrechte und des Engagements von Frauen in der Politik der Zeitgeschichte die Debatte innerhalb der SPD nach. Dabei bewegt sie sich von der außerparteilichen Wahrnehmung in Medien über die Bundespartei bis hin zur lokalen Ebene. Aus dem Unterbezirk Münster wurde 1988 Sonja Diekmann als Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen“ zum Bundesparteitag der SPD geschickt, wo schließlich – nach viel Überzeugungsarbeit – die Quote beschlossen wurde. Neben der medialen Berichterstattung dienen dabei Interviews mit Zeitzeuginnen den Autorinnen als ergänzende Perspektiven; dabei lassen sie sich von Diekmann die innerparteiliche Lage, sowie von ihrer Tutorin Pauge, die außerparteiliche Perspektive auf die Debatten zu dieser Zeit vorstellen. In einer Stellungnahme befürworten sie die Maßnahme der Quotierung in historischer wie auch gegenwärtiger Dimension.",4 SAB 857,0,52 S.,1986,2011,65,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Michelle T., Pia Maria R.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 62,„Jedem Krüppel seinen Knüppel“. Die Krüppelbewegung als Wegbereiter der Emanzipation behinderter Menschen in Deutschland,"Die „Krüppelbewegung“ war ein Zusammenschluss behinderter Menschen, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung einsetzten und dabei öffentlichkeitswirksam agierten. Die wirksamste Zeit der Bewegung lag in den Jahren 1968 bis 1983, auf die sich auch die Arbeit der Schülerinnen Charlotte Schulze-Marmeling und Miriam Beulting konzentriert. Besonderes Augenmerk legten die Autorinnen auf das Jahr 1981, dem UNO-Jahr der behinderten Menschen. Ausgehend von Zeitungsberichten und Zeitzeug*inneninterviews spannten sie dabei einen Bogen von der allgemeinen zur lokalen Geschichte des Umgangs mit Behinderung.",4 SAB 920,0,55 S.,1969,1983,215,16,Textbeitrag,"Audiodokumente, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Charlotte S., Miriam B.",Pascal-Gymnasium 63,„Kein Bagger schiebt uns fort“. Instandbesetzung gegen Wohnraumvernichtung am Beispiel der Frauenstraße 24 in Münster,"Als 1971 ein Haus an der Münsteraner Frauenstraße 24 von Immobilenmakler Hans Stürmer erworben wurde, suchte er es mit planmäßigen Zerstörungen in einen unbewohnbaren Zustand zu versetzen, um an seiner Statt lukrativere Neubauten zu errichten. Nachdem die Stadt auf öffentlichen Protest hin dagegen vorging, erhielt Stürmer dennoch 1973 die Abbruchgenehmigung, woraufhin am 3. Oktober 1973 etwa 300 Personen das Haus erstmals besetzten. Nach Stürmers Konkurs erwarb 1976 Hermann Josef Schmalt die Immobilie – ebenfalls in der Absicht sie zugunsten eines Neubaus abzureißen. Sicherte er sich dieses Vorgehen gerichtlich ab, stieß er dennoch weiterhin auf breiten, organisierten Protest, vor allem seitens der Studierenden wie leitenden Stellen der Münsteraner Universität, in dessen Folge 1977 der „Verein zur Erhaltung der Frauenstraße 24“ konstituierte. Einem Räumungsurteil kam jedoch der erneute Konkurs auch Schmalts zuvor. Mit Günter Arno Ernst ersteigerte 1978 ein dritter Eigentümer binnen kurzer Zeit das Gebäude, um es abreißen zu lassen. Eine Allianz aus Teilen des Stadtrats (SPD und FDP), Hausbewohnern, Mieterinitiative Münster und des AStA stellte sich gegen diese Pläne, konnte jedoch eine erneute Bestätigung der Räumungsklagen nicht verhindern. Doch weder ein mutmaßlicher Versuch, das Haus durch einen geöffneten Gashahn in die Luft zu sprengen, noch mit Gewalt vorgehende Bauarbeiter, konnten die Protestler aus der Frauenstraße vertreiben, bis schließlich am 25. Juni 1980 die Abrissgenehmigung für die Frauenstraße 24 auslief. 1981 schließlich erwarb die Landesentwicklungsgesellschaft Nordrhein-Westfalens das Jugendstilhaus, das 1985 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Nicht zuletzt Interviews aktiver Protestler machen deutlich, worin für den Autoren der eigentliche Skandal in dieser Episode Münsteraner Städtebaugeschichte liegt: Das Verhalten der städtischen politischen Stellen erscheint Interviewten wie Verfasser gleichermaßen als skandalös. Als umso lobenswerter werden jedoch der öffentliche Rückhalt durch Zeitungen, Bürger und Universität wie Studierende sowie der Ausgang der Hausbesetzung bewertet.",4 SAB 902,1,45 S.,1971,2011,11,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Frauenstraße 24, Tobias L.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 64,„Kein Bagger schiebt uns weg!“ Die Besetzung der Frauenstraße 24 in Münster (1973-1981),"Nach den Plänen der Stadt sollte 1973 ein Jugendstilhaus in der Frauenstraße 24 in Münster einem Neubau weichen. Es folgte eine der ersten und längsten Hausbesetzungen der BRD. Studenten besetzten das Haus, das schließlich 1989 von der Landesregierung gekauft und dem AStA zur Vermietung übergeben wurde. In ihrer Wettbewerbsarbeit analysieren Jan Schomacher und Konstantin Reiners die Hausbesetzung als Phänomen der Zeit. Anhand von Zeitungsartikeln, Flugblättern der Hausbesetzerszene, Interviews mit ehemaligen Hausbesetzern und einem verantwortlichen Politiker des damaligen Stadtrates zeichnen die beiden Schüler ein differenziertes Bild der Ereignisse aus der Sicht aller beteiligten Parteien. Besonders deutlich wird dabei die Rolle, die in diesem Hausbesetzungsprozess den Bewohnern und Besetzern der Frauenstraße und ihrem kreativen Protest zukommt, der ihnen eine breite öffentliche Unterstützung einbrachte, zugleich jedoch auch politische Unterstützer fand. Der sich in erster Linie auf Primärquellen stützenden Darstellung fehlt jedoch ein Literaturverzeichnis.",4 SAB 826,0,27 S.,1973,1981,99,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Frauenstraße 24," Jan S., Konstantin R.",Schillergymnasium 73,„Öffentlichkeit ist verwirrt“. Atomkraftwerk in Münsters Rieselfeldern geplant,"In den 1970er Jahren stand es im Umfeld der Stadt Münster im Raum, in den Rieselfeldern, dem ehemaligen Abwassergebiet der Stadt, ein Atomkraftwerk zu errichten, um den aufgrund seiner Verwendung unbeliebten Raum gewinnbringend zu nutzen. Der vorliegende Beitrag setzt sich in Form eines fiktiven Briefromans mit diesen Debatten im Jahr 1974 auseinander; eine fiktive Protagonistin schildert ihrer nach Gabun ausgewanderten Großmutter den Fortgang der Diskussionen. Die Autorinnen zeichnen somit die historische Diskussion vor allem anhand medialer Berichterstattungen nach. Die selbst in einer Untergruppe der Organisation Greenpeace tätigen Verfasserinnen skizzieren dabei die Motive der verschiedenen Fraktionen und bemühen sich – wie sie auch in ihrer Reflexion offenlegen – um Multiperspektivität. Ihrer Ansicht nach bleibt der Skandal mit dem Verwerfen der AKW-Pläne aus; auch zukünftige Skandale könnten so durch rechtzeitiges Engagement verhindert werden.",4 SAB 846,0,62 S.,1974,2011,79,16,"Novelle, Textbeitrag","Archivalien, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Rieselfelder," Amira E., Rebecca W.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 75,„Politisch schwer belastet“ oder „unbedenklich“? Die Rückkehr des Rassenhygienikers Otmar Freiherr von Verschuer auf den Lehrstuhl in der Nachkriegszeit,"Zum Sommersemester 1951 wurde Otmar Freiherr von Verschuer auf den Lehrstuhl für Humangenetik an der Universität Münster berufen. Nachdem noch durch die britischen Besatzer etwa ein Drittel des Lehrpersonals im Zuge der Entnazifizierungen entlassen worden waren, wurde mit Verschuer ein während der NS-Herrschaft auf dem Feld der „Rassenhygiene“ und der rassistischen Propaganda sehr aktiver Wissenschaftler auf diesen Lehrstuhl berufen. Die durch einen sehr umfangreichen Anhang aus zahlreichen Archivalien komplettierte Arbeit setzt sich ausführlich mit Verschuers Mitwirken am Rassenwahn und der Rassenforschung des Dritten Reichs auseinander. Unter anderem war er bis zu seiner Berufung als Direktor des „Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik“ in Berlin-Dahlem 1942, assistiert von niemand anderem als Josef Mengele, Professor der medizinischen Fakultät der Universität Frankfurt am Main. Die Notwendigkeit der Einrichtung von Instituten und Forschungsstellen für menschliche Vererbungslehre ermöglichte jedoch eine baldige Rückkehr Verschuers in den akademischen Betrieb. Die Arbeit rekonstruiert vor allem die Netzwerkstruktur im Wissenschaftsbereich als Grundlage nicht nur Verschuers rascher Rückkehr. Als eigentlichen Skandal verortet die Arbeit vor allem die erst spät erfolgende Aufarbeitung und immer noch sehr mangelhafte Aufklärung über die Einstellung von Wissenschaftlern wie Verschuer. In dessen Fall begann die Vergangenheitsarbeit intensiv erst 2004 mit der Examensarbeit eines Studenten. Wie unstrukturiert, mit wenig Reichweite und teils immer noch zögerlich diese bis in die Gegenwart verläuft, zeigt eine Reihung von Statements aus dem Wissenschaftsbetrieb, die der Autor zuvor mittels eines Fragebogens erfasst hat.",4 SAB 939,1,124 S.,1896,2011,335,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel",WWU Münster, Melina M.,Friedensschule 76,„Säbel hoch fürs Vaterland“. Burschenschaften in Deutschland – Ein Skandal?,"Der Autor – Sohn eines zu Studienzeiten aktiven Mitglieds und derzeitigen Philisterseniors der „Katholischen Deutschen Burschenschaft Alania zu Münster“ – setzt sich in seiner Arbeit mit der Frage auseinander, ob, je nach Perspektive, der vehemente Protest gegen Studentenverbindungen oder die andauernde Existenz dieser Korporationen ein Skandal ist. Hierzu beleuchtet er nicht nur in einer Umfrage aktuelle Meinungen zu Burschenschaften und Verbindungen, sondern skizziert nach der wechselvollen Geschichte des Burschenschaftswesens auch die stets mit diesem einhergehende Kritik an den Korporationen. Dabei bedient er sich an Beispielen aus der Literatur, satirischer Karikaturen und aktueller kritischer Stimmen, aus denen sich Nähe zu deutschnationaler Ideologie, Seilschaftbildung und Trinkgelage als Hauptstreitpunkte herauskristallisieren lassen. Am Beispiel der Münsteraner Alania macht er jedoch die ambivalente Haltung der Verbindung zu deutschnationalen Strömungen deutlich. Von den Krisenjahren der Weimarer Republik geprägt, begrüßt die Burschenschaft die nationalsozialistische Herrschaft zuerst euphorisch, sieht sich dann aber einiger Enttäuschungen ausgesetzt, als sie den NS-Staat mehr als Chaos- denn als Ordnungsstifter wahrnimmt und sich bald mit anderen Korporationen zusammengelegt und schließlich gänzlich verboten sieht. Nach dem Krieg wiederbegründet wurde die Burschenschaft – wie viele andere auch – in der Fortdauer ihrer Existenz von einigen Krisen bedroht. Zur Zeit des Beitrags war die Alania aufgrund ausbleibenden Nachwuchses nicht mehr unter den Studenten aktiv. Die Vorwürfe der undemokratischen Strukturen sowie der deutschnationalen Haltung sieht der Autor in einer oberflächlichen Betrachtung des Verbindungshandelns begründet, deren sich über die Jahre wiederholende Kritik keiner kritisch-hinterfragenden Reflexion mehr unterworfen worden ist und seiner Meinung nach von Fall zu Fall genauestens zu prüfen sei.",4 SAB 889,1,54 S.,1815,2011,,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Tilman H.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 80,„Stimmungsmache“ im schwarzen Münster. Ein Skandal um politische Meinungsfreiheit in den 50er Jahren,"Die Arbeit betrachtet, wie der Münsteraner Professor für Publizistik, Walter Hagemann, sich nach einem Besuch Hiroshimas bei vielen Gelegenheiten vehement gegen die Atompolitik der Bundesrepublik wendet. Dass das CDU-Parteimitglied dies in seiner Rolle als Universitätsprofessor mit Parolen wie „Lieber rot als tot“ tat und sogar im Rahmen eines DDR-Besuches die dortige Friedenspolitik lobte, erschien vielen Zeitgenossen als zu ahndendes, skandalöses Verhalten. Im Vorgehen gegen ihn vermischte das nordrhein-westfälische Kultusministerium die politischen Vorwürfe mit privaten, als es ihm unrechtmäßige Beziehungen zu Studentinnen zur Last legte. Im Zuge eines sich in die Länge ziehenden und auf seine Verurteilung hinauslaufenden Prozesses floh Hagemann am 14. April 1961 schließlich mit einem gefälschten Pass in die CSSR, wollte aber weiterhin seine Ansprüche gegenüber der Universität Münster geltend machen, die darauf fortwährend mit einer Vermischung beider Vorwürfe reagierte. Jedoch trat er im Juli selben Jahres die Professur für „Imperialismus“ an der Berliner Humboldtuniversität an. Nach Ansicht der Verfasserin zeigt der Fall Hagemann, dass im Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit politische Sachverhalte schnell mit moralischen Dimensionen und Argumentationen vermischt werden. Die den Vorfall sehr genau abbildende Arbeit macht deutlich, wie beide Ebenen voneinander getrennt werden können – eine Leistung, die im polarisierten politischen Klima der späten 1950er Jahre jedoch kaum denkbar gewesen wäre.",4 SAB 904,1,32 S.,1946,1964,10,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",WWU Münster, Kristina K.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 82,„Sünder und Heiliger“. Ein Theaterskandal aus Münster,"Sven Borbergs Theaterstück „Sünder und Heiliger“ sollte am 6. November 1955 an den Städtischen Bühnen Münster uraufgeführt werden. Aufgrund angeblicher technischer Defekte wurde die Premiere jedoch zunächst ausgesetzt. Presserecherchen zufolge wurde die Premiere allerdings aufgrund ausstehender Zensur-Vorgänge und der vom Jugendamt aus sittlichen Gründen geäußerten Einwände gegen das Mitwirken dreier Kinder-Schauspieler verschoben. Zwei Tage später jedoch sollte der Kulturausschuss der Stadt sich selbst ein Bild vom Stück machen und wurde zur Generalprobe am Vormittag des 8. November eingeladen. Die Position des Jugendamts wurde – aufgrund noch immer „erotischer und antichristlicher Szenen“ in der bereits gekürzten Version des Stückes – bestärkt. Die am 9. November erfolgende Premiere schließlich stieß beim anwesenden Publikum auf positive Resonanz; als Vorsichtsmaßnahme war sogar die Feuerwehr mit Wasserwerfern in Position gebracht worden – musste aber angesichts des anhaltenden Beifalls für Regisseur und Schauspieler, welcher einige Pfiffe überstimmte, nicht zum Einsatz gebracht werden. Erst die in der Presse geäußerten Reaktionen machten das Stück zum Skandal: Neben der fragwürdigen moralischen Botschaft die in dem Stück transportiert worden sei, zweifelten manche Kritiker-Stimmen auch die künstlerische Leistung der Mitwirkenden an. Schließlich musste das Stück, dessen versuchte Enttabuisierung der Sexualität und möglicher Diskussionen über christliche Werte vor allem an der sehr konservativen Münsteraner Presse und engstirnig-kleinbürgerlichen Gesellschaft der 1950er-Jahre gescheitert waren, wieder vom Spielplan abgesetzt werden. In der Folgezeit wurde versucht diese Episode der Städtischen Bühnen totzuschweigen.",4 SAB 879,0,35 S.,1955,2011,65,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Internetquellen, Zeitungsartikel","Stadttheater, Münster"," Josefien K., Maren K.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 103,„Zehntausende in Beat-Ekstase“. Die Rolling Stones in Münster 1965,"Die Beatmusik konnte in den 1960er-Jahren als musikalische Manifestation des Abgrenzungswillens einer Jugendgeneration verstanden werden, die sich zunehmend von ihrer Elterngeneration abwandte. Das Bedürfnis nach einer heilen Welt, das sich in der unzureichenden Vergangenheitsbewältigung der Elterngeneration ebenso spiegelte wie in deren Alltagskultur und Musikgeschmack wurde von den politisierten und protestierenden Jugendlichen der 60er Jahre erstmals radikal abgelehnt. Diese Entwicklung machte auch vor Münster nicht Halt: Am 11. September 1965 spielten hier erstmals die Rolling Stones zwei Konzerte – ein Skandal aus Sicht der älteren Generation die um die öffentliche Ordnung bangte. Der Beitrag, der die Beatmusik in die Lebensumstände und Konflikte der 1960er einbettet, nähert sich speziell diesem Stones-Konzert aus mehreren Perspektiven: Die vor allem in Medienberichten der Zeit greifbaren Befürchtungen werden dabei den in Zeitzeug*inneninterviews geäußerten Beweggründen und Erwartungen damaliger Stones-Fans gegenübergestellt und mit dem realen Konzert-Verlauf verglichen. Zahlreiche Abbildungen und Zitate aus öffentlichen Medien verleihen den Ausführungen neben den Zeitzeugenberichten große Plastizität.",4 SAB 869,1,44 S.,1965,2011,,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Kari H.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 153,„gewalt frevel unnd mutwillen“ – Ein Gottesstaat auf skandalösen Abwegen?,"Die Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, wie das bis in die Gegenwart existierende Schreckensbild der Wiedertäuferbewegung entstanden ist. Dazu werden Flugschriften aus dem 16. Jahrhundert als Keimzelle perspektivischer Wahrnehmungen der Täuferbewegung in Münster ermittelt und vorgestellt. Als Kern der Rezeption nehmen die Autoren den Gottesstaat, den die Täufer in der westfälischen Bistumsstadt aufbauen wollten, wahr. Zahlreiche historische Blickwinkel auf das Täufertum werden so aneinandergereiht und beschrieben. Die Instrumentalisierung und Kontextualisierung durch politische Agitation wie etwa von Kommunisten, Nationalsozialisten und Kirchen-Amtsträgern wird dabei ebenso aufgezeigt, wie die Perspektivität von Historiker-Einschätzungen der Täufer-Bewegung. Das sich bis in die Gegenwart haltende Bild der Täuferbewegung als machtgierige Gruppe religiöser Aufrührer wird mittels einer Umfrage erhoben, deren Ergebnisse – neben zahlreichen Archivalien-Kopien – im Anhang grafisch dargestellt werden.",4 SAB 912,0,47 S.,1523,2011,278,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen",," Clara W., Vanessa S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 228,1534/35 vs. 2010/11,"Nach einer prosaischen, explizit an Kinder gerichteten, aufwändig gestalteten Einführung in das Münster der Wiedertäuferzeit aus Sicht eines 11-jährigen Jungen im Jahr 1534, wird die Wiedertäuferherrschaft in Münster im vorliegenden Beitrag als Reihe vielfältiger Skandale seziert. Beginnend mit dem Toleranzvertrag vom 30. Januar 1534 wurden die Wiedertäufer innerhalb der Stadt offiziell als religiöse Gruppe anerkannt – ein Skandal aus Sicht der „etablierten“ Religionen. Der systematisch aufgebaute, auf eine breite Literaturgrundlage gestützte Beitrag zeigt dabei – wie im Fall der „Folgeskandale“ – zunächst den historischen Sachverhalt in seinen entscheidenden Zügen, schließlich die Skandalisierung und abschließend eine Bewertung des Skandals aus heutiger Sicht auf. Auf den Toleranzvertrag folgen schließlich noch 1534 der Bildersturm, die Vertreibung der Taufunwilligen, die Einführung der Pflichttaufe, der Gütergemeinschaft, der Vielweiberei und schließlich der Königsherrschaft. Sämtliche Vorfälle und Geschehnisse erscheinen der Autorin aus zeitgenössischer wie gegenwärtiger Perspektive als skandalträchtig. Erst das Vorrücken des Münsteraner Bischofs Franz von Waldeck 1535 und die Hinrichtung der Wiedertäufer können lediglich aus heutiger Perspektive als Skandale identifiziert werden.",4 SAB 878,1,40 S.,1534,1535,170,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen",, Vivien F.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 236,Abbruchgenehmigung für die Frauenstr. 24. Ein ambivalentes Exempel für den Häuserkampf in Münster,"1973 besetzten Studierende in der Frauenstraße 24 in Münster ein Jugendstilhaus, das einem Neubau weichen sollte. Diese Aktion war eine der ersten und längsten Hausbesetzungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Erst 1989 kaufte die Landesregierung das Gebäude und übergab es dem AStA der Universität Münster zur Vermietung. Der Schüler Luke Bölling hat auf Grundlage von Zeitzeug*inneninterviews und umfangreichen Quellenbeständen des Stadtarchivs Münster die Geschichte der Hausbesetzung und die öffentliche Empörung in der studentischen Öffentlichkeit und in der Stadt Münster rekonstruiert. Dazu zeichnet der Verfasser nicht nur die Geschichte des Konflikts auf Grundlage seines umfangreichen Materials detailreich nach, sondern gibt dem Leser auch eine theoretische Brille mit, mit der dieser das Geschehen differenzierter betrachten kann. Neben einer systemtheoretisch-soziologischen Skandal-Modellierung werden auch im vorliegenden Fall zum Tragen kommende Verfahren der Investment-Wirtschaft anschaulich, aber differenziert beschrieben. Der zugehörige Arbeitsbericht liegt im Archiv nicht bei.",4 SAB 835,1,46 S.,1973,2011,318,16,Textbeitrag,"Archivalien, Audiodokumente, Druckschriften, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Frauenstraße 24, Luke B.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 240,Acta Criminalia Nr. 77. Münster 1547. Ein Theaterstück,"Die Schülerinnen Laura Peters und Jamila El Hajjar legen ein eigenes Theaterstück vor. Thema ist die Acta Criminalia Nr. 77 aus dem Jahr 1547. Diese frühneuzeitliche Gerichtsakte beinhaltet den Prozess gegen eine Frau, die in Münster ein uneheliches Kind zur Welt brachte. Grundlage des Theaterstücks ist die quellenkritische Auswertung der Akte. Dabei differenzieren die Schülerinnen in ihrem Theaterstück und den beigefügten Erläuterungen zwischen der zeitgenössischen und der heutigen Sicht auf den Skandalfall einer unehelichen Geburt. Der Umstand eines unehelichen Kindes – Mitte des 16. Jahrhunderts an sich bereits ein Skandal – löste dabei den viel größeren Skandal jedoch erst maßgeblich aus: Katharina Havecksbeck, 17 Jahre alt, lebte mit ihrer Mutter Helene in Münster. Nachdem Katharina schwanger wurde, schmiedeten sie und ihre Mutter zunächst den Plan, ein Findelkind vorzutäuschen. Als Katharina jedoch immer mehr Zuneigung für das Kind entwickelte und drohte, die Lüge aufzudecken, tötete ihre Mutter das junge Kind. Helene floh, doch nach Katharinas Anzeige gelang es, sie gefangen zu nehmen. Im Gerichtsprozess traten die Motive der Mörderin, die die soziale Anerkennung ihrer Tochter über jedes Muttergefühl hinaus sichern wollte, hervor. Neben dem Theaterstück zeichnen die Autorinnen eine Übersicht über das Geschehen, sowie ihre Ansichten über die Charakterzüge der in Erscheinung tretenden Persönlichkeiten nach. Deutlich machen sie auch, wie sehr das Faktum eines Skandals von der Bewertung der Zeitgenossen abhängt. Dass es hier zum zeitübergreifend skandalös bewerteten Kindesmord kommt, hängt vom im 16. Jahrhundert sozial wenig akzeptierten unehelichen Kind Katharina Havecksbecks ab.",4 SAB 822,0,69 S.,1547,2011,9,16,"Textbeitrag, Theaterstück",Archivalien,," Jamila E., Laura P.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 241,Adelige Mörder kommen ungeschoren davon. Der Mord an Melchior Droste zu Senden 1588,"Am 20. März 1588 wurde Melchior Droste zu Senden auf dem Kirchhof vor der Aegidii-Kirche in Münster tot aufgefunden. Die Täter, Berndt von Oer und Johan von Westerholt, flohen in die Domimmunität, wurden jedoch auf Antrag des Stadtrats ausgeliefert und vor Gericht gestellt. Der vorliegende Beitrag schildert in einem fiktiven Gerichtsprozess bzw. -gespräch, wie der Prozess gegenüber den Tätern hätte ablaufen müssen. Der Tathergang war klar, und die Täter durch Zeugen eindeutig zu identifizieren gewesen. Weil von Oer und von Westerholt jedoch Domherren waren, weigerte sich das Domkapitel, diese der städtischen Gerichtsbarkeit zu übergeben, da es ein öffentliches Zuschaustellen derer Schuld als Angriff gegen die eigene Autorität und Würde empfunden hätte. Schließlich sollte beiden außerhalb der Stadt, auf Schloss Bevergern, der Prozess gemacht werden. Nun entflohen jedoch nicht nur beide dem Prozess, sondern wurden anschließend sogar von Seiten der Kurie, in Person von Ernst von Bayern freigesprochen, der offenbar kein Interesse an der Verurteilung der Domherren hatte. Sein freies Geleit erkannte der Münsteraner Stadtrat allerdings nicht an – weshalb die Domherren nie mehr zurück nach Münster gehen und ihr Amt ausüben konnten, einer gerichtlichen Strafe für den Mord an Melchior Droste zu Senden jedoch entgingen. Obwohl Wichmann anerkennt, dass zur Zeit des Prozesses Geld und Herkunft für die Stellung von Gericht eine größere Rolle spielten als in der Gegenwart, möchte er – vor allem durch die Kontrastierung mit dem fiktiven Gerichtsprozess – auf die seiner Ansicht nach große Skandalträchtigkeit dieser Vorgänge hinweisen.",4 SAB 821,1,30 S.,1588,1589,278,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur",Aegidii-Kirche, Hannes W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 255,"Alt oder Neu, Klassisch oder Modern? Der Skandal um den Theaterneubau in Münster","1941 wurde das Münsteraner Stadttheater im Zweiten Weltkrieg zerstört. Diverse Ausweichmöglichkeiten innerhalb der Stadt und Gastspiele der Städtischen Bühnen in umliegenden Städten ermöglichten ein Fortsetzen des Theaterbetriebs und Wiederaufnehmen des Spiels auch nach dem Krieg. Mit der Spielzeit 1950/51 jedoch sanken die Besucherzahlen. Zuschauer wie Schauspieler klagten vor allem über die Räumlichkeiten, die den Aufführungen und Inszenierungen immer wieder Grenzen setzten. In seinem Beitrag stellt der Autor die auf die Ausschreibung des Neubaus hin vorgestellten Entwürfe, sowie die zugehörigen Gutachten in ihren wesentlichen Punkten vor. Der schließlich ausgewählte Entwurf einer vierköpfigen Architektengruppe stieß jedoch auf weitestgehende Ablehnung von Ratsmitgliedern und Bauverwaltung, die der Umsetzung die Mittel verweigern wollten. Trotz der sich auch in der Bevölkerung regenden Widersprüche gelang es schließlich dennoch, den Bau 1953 zu beginnen; nicht zuletzt dank weiter Unterstützung durch Zeitungen und Bevölkerungsteile. Nach Urteil des Autors und Aussage einer Zeitzeugin lag trotz der Proteste, die mit der anfänglichen Mittelverweigerung versucht wurden, auch in die Praxis umzusetzen, jedoch kein veritabler Skandal vor. Schließlich konnte der Bau durchgeführt und 1956 fertiggestellt werden.",4 SAB 868,1,24 S.,1949,1956,65,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Stadttheater, Münster", Guido G.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 260,Alternative Lebensform Wohngemeinschaft. Münsters Skandalhaus. „Die Kronenburg“,"Die „Kronenburg“ wird in Münster schnell mit einem besetzten Haus assoziiert. Der Beitrag zeigt jedoch auf, dass es sich dabei tatsächlich um einen ehemaligen Hotel-Betrieb handelt, der nach dem Einbüßen seiner wirtschaftlichen Rentabilität von seiner Besitzerin als Studenten-Wohnheim vermietet wurde. Diese verbreitete Irrmeinung über die „Kronenburg“ zeigt nach Ansicht der Verfasserin bereits auf, was im Münster Mitte der 1970er-Jahre als Skandal aufgefasst wurde: Die angesehene Besitzerin und Betreiberin des Hauses mit Hotel und Nachtclub gab diese Betriebsform der Kronenburg auf, um stattdessen auf einen Vorschlag ihrer Tochter hin, dort günstigen Wohnraum für Studenten zu vermieten. Dass die einziehenden Studenten einen politisch linken Hintergrund hatten und in den Anfangsjahren ihrer Bewohnung die Schankräume im Erdgeschoss für die Eröffnung einer politisch und sozial offenen Kneipe nutzten, die nicht nur von linksintellektuellen Sympathisanten, sondern bald auch von ehemaligen Häftlingen und Obdachlosen als Treffpunkt genutzt wurde, lief nicht nur den politischen Moral- und Wertvorstellungen des Münsteraner Bürgertums zuwider. Weniger in Folge der Skandalisierung der „Kronenburg“ oder Konflikte zwischen den Bewohnern, als vielmehr aufgrund nachlassender Motivation wurde die Kronenburg jedoch zu Beginn der 1980er-Jahre geschlossen; auch die Skandalträchtigkeit des Faktums der politischen WG verlor an Gewicht. Die Verfasserin beleuchtet in ihrer Arbeit, wie der „Skandal“ um die „Kronenburg“ aus verschiedenen Perspektiven wahrgenommen wurde und stellt der journalistisch-medialen Selbstdarstellung die Sichtweise eines Münsteraner Polizeibeamten in den 1970ern sowie eines Gründungsmitglieds der Kronenburg gegenüber.",4 SAB 893,1,51 S.,1970,1979,302,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Kronenburg, Marilena S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 264,Amalie von Gallitzin. Ein Skandal in der Geschichte,"Amalie Fürstin von Gallitzin (1748-1806) führte ein für ihre Zeit höchst ungewöhnliches Leben. Die emanzipierte Frau trennte sich von ihrem Mann, kehrte sich vom Hof ab und forderte die gleichberechtigte Erziehung ihrer Kinder. Nach Auffassung Goethes, ist sie eine Frau gewesen, die „an Weltbildung die meisten und an Geistesbildung alle Zeitgenossen ihres Geschlechts überragt“. Die Schülerinnen Anna Lena Schelte, Lea Foitzig und Rabea Pöppelmann haben in einer Kombination aus schriftlicher Arbeit und Filmprojekt zu Amalie Fürstin von Gallitzin gearbeitet. Ihre Analyse beruht vor allem auf der Literatur- und Materialsammlung des Stadtarchivs sowie Experteninterviews. Im Beitrag liegen die den Einblicke in das unzeitgemäße Leben der Adligen gewährenden Szenen zugrundeliegenden Texte, angereichert durch Fotoaufnahmen, vor.",4 SAB 807,0,79 S.,1748,1806,113,16,"Film, Textbeitrag","Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Anna Lena S., Lea F., Rabea P.",Marienschule 291,Attentat als fromme Frevel. Geschichte der Hille Feicken,"Als 1534 das eschatologische „Neue Jerusalem“, das die Wiedertäufer um Jan Bockelson van Leiden und Bernd Knipperdolling in Münster proklamiert hatten, von Bischof Franz von Waldeck belagert wurde, wuchsen Hunger, Not und Elend in der Stadt. Die wie die führenden Wiedertäufer aus den Niederlanden mit ihrem Mann zugewanderte Hille Feicken wollte der biblischen Judith nacheifern. Wie ihr Vorbild, die den Oberbefehlshaber der Truppen des assyrischen Königs Nebukadnezar, Holofernes, ermordete, sah sie sich als von Gott zu einer sakralen Mission berufen. Indem sie scheinbar bußfertig und reuevoll zum Katholizismus zurückkehrend in das Lager der Belagerer einkehrte, wollte sie dort den für weibliche Reize empfänglichen Bischof töten. Nach Zuspruch van Leidens und Knipperdollings am 16. Juni 1534 aufgebrochen, wurde sie jedoch von einem übergelaufenen Münsteraner verraten. Nach zwei Verhören am 26. und 27. Juni wurde sie am 27. Oktober 1534 hingerichtet. Hille Feicken war keinesfalls die erste Frau, die sich im Kontext der Wiedertäuferbewegung erstmals selbstständig engagierte, wie der Beitrag zeigt. In diesem Umfeld gab es schon zu dieser Zeit einige Frauen, die, entgegen des Spottes ihrer Ehemänner, aktiv für ihren Glauben und ihre Überzeugung eintraten. Dennoch bestand – nach Ansicht der Verfasserin – auch in der Tatsache, dass ausgerechnet eine Frau einen Anschlag auf das Leben des Bischofs verüben wollte, für die Katholiken ein Skandal. Aus Sicht der Gegenperspektive, der Wiedertäufer, stellte sich dagegen vielmehr Feickens Wagnis als herausragende Leistung und ihre Hinrichtung als Skandal dar.",4 SAB 896,1,39 S.,1534,2011,335,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Jana S.,Friedensschule 303,Aufruhr um die Schließung des Café Schucan,"Otto Schucan begründete 1894 die Tradition eines Cafés am Münsteraner Prinzipalmarkt, als er das spätere Café Schucan „zum Betriebe einer Konditorei“ zur Pacht übernahm. Das Café Schucan wurde als Treffpunkt der sozialen Eliten über die Grenzen der Stadt berühmt und überlebte beide Weltkriege ohne größere Schäden. 1989 verkaufte die Enkelin des Gründers das Haus an die damalige Hussel-Holding, die das Café zunächst schloss. Nach heftiger öffentlicher Empörung führte die Holding das Café dann aber in reduzierter Form weiter, bis sein Betrieb endgültig aufgegeben wurde. Presseberichte, Quellen aus dem Stadtarchiv, ein Dokumentarfilm von 1985 und Zeitzeug*inneninterviews lieferten der Schülerin Paula Giesler die Materialien für ihre Analyse der öffentlichen Empörung um die Schließung des legendären Café Schucan.",4 SAB 926,1,65 S.,1835,2011,61,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Café Schucan, Münster, Prinzipalmarkt", Paula G.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 304,Aufstand an der Rahlenbecke. Skandal beim Bau der Bergisch-Märkischen Eisenbahn 1845,"1843 wurde die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft gegründet. Sie plante eine Bahnverbindung in östlicher Richtung vom industrialisierten Bergischen Land durch das Tal der Wupper. Gebaut wurde von 1844 bis 1848. Die Bezahlung der Arbeiter erfolgte nach einem streng leistungsorientierten Akkordlohn, der kaum ausreichte, um die eigenen Familien zu ernähren. Als Folge einer Hungersnot kam es daher 1845 an der Rahlenbecke zu einem Aufstand der Eisenbahnarbeiter. Der Schüler Ansgar Rüttermann rekonstruiert die Geschichte des Streiks, beschreibt dann Hintergründe und Abläufe des Aufstandes und stellt die Beteiligten und ihre Positionen anhand zeitgenössischer Briefe und Akten vor allem aus dem Landesarchiv Münster vor.",4 SAB 829,1,30 S.,1844,1848,126,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Ansgar R.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 317,Bauhaus,"Die zwei Schülerinnen recherchierten zum „Bauhaus“, der heute bekanntesten modernen Schule für Architektur und Kunst-Design in Deutschland, die allerdings 1919 bei den Zeitgenossen nicht nur auf Zuspruch stieß. Ihre Rechercheergebnisse präsentieren die Schülerinnen auf einer selbst konzipierten Homepage, auf der sie neben knappen Informationstexten auch zahlreiche Bilder hochladen.",4 SAB 932,0,0 S.,1909,2011,117,16,"Textbeitrag, Website","Fachliteratur, Internetquellen",," Judith Z., Theresa S.",Marienschule 328,Beton statt Bäume!?,Die Autorinnen befassen sich in ihrem Beitrag mit der Geschichte des Münsteraner Zoos. Von der Eröffnung des zoologischen Gartens im Jahr 1875 bis in die Gegenwart als Allwetterzoo zeichnen sie dessen Geschichte in ihren Grundzügen nach. Kritisch gesehen wurde dabei von den Münsteranern insbesondere der Umzug an die Sentruper Höhe nach dem Zweiten Weltkrieg; sie befürchteten vor Ort ein Verkehrschaos und bemängelten den zunächst noch sehr rohen Zustand der Gebäude und Gehege.,4 SAB 804,0,13 S.,1875,2011,10,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen","Zoo, Münster"," Karen T., Pia W.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 330,Bischof Johann Bernhard Brinkmann und der Kulturkampf in Münster. Was den Bischof so wütend machte. Der Widerstand Brinkmanns gegen Bismarck. Münster auf dem Kreuzzug,"Der Beitrag skizziert die Geschichte der Auseinandersetzung zwischen dem Münsteraner Bischof Johann Bernhard Brinkmann und dem preußischen bzw. deutschen Staat. Im Zuge des Kulturkampfes und der Zentralisierungsbestrebungen des neu gegründeten Deutschen Reiches in den 1870er-Jahren sollten sich auch Orden- und Kirchenwürdenträger den Reichsgesetzen unterwerfen. Der in Everswinkel geborene Brinkmann, seit 1870 als Bischof im Amt, weigerte sich zunächst, diesen Anweisungen Folge zu leisten. Die Auseinandersetzungen zwischen ihm und dem Staat begannen, sich gegen seine Person zu richten und brachten ihm Repressalien, wie eine Inhaftierung im Jahr 1875 ein. Der große Rückhalt unter den Münsteranern und Münsterländern ließ die Maßnahmen des Staates, die ihn schwächen sollten, jedoch scheitern. Nach kurzem Exil in den Niederlanden konnte Brinkmann nach einer Abmilderung der Gesetzeslage 1880 zurück in sein Amt kehren, in dessen Funktion er 1889 verstarb.",4 SAB 820,0,14 S.,1870,1889,236,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",," Ferdinand B., Florian F., Joschua M.",Pascal-Gymnasium 335,"Brinkmann – spiel sein Leben oder Skandal auf der „Domfreiheit“. Ein Beispiel dafür, wie Macht zu Ohnmacht werden kann","1871 führte Reichskanzler Otto von Bismarck eine Reihe von Gesetzen ein, die größtenteils gegen die katholische Kirche gerichtet waren – es war der Beginn des Kulturkampfes. Gegen die neuen Gesetze widersetzte sich der Münsteraner Bischof Johann Bernhard Brinkmann (1813-1889), der 1875 inhaftiert und abgesetzt wurde. Bis 1884 lebte Brinkmann in den Niederlanden, danach kehrte er als Bischof nach Münster zurück. Der Schüler Linus-Fabian Göttker forschte über die öffentliche Empörung im katholischen Münster über seine Absetzung und Strafverfolgung. Seine Ergebnisse präsentiert der Schüler in Form eines selbst gestalteten Wissensspiels, das den Kulturkampf im Deutschen Kaiserreich mit der Regionalgeschichte und der Biografie des Bischofs verknüpft. Dabei stützt er sich vornehmlich auf schriftlich niedergelegte Zeitzeugenberichte und Quellen des Landesarchivs Münster.",4 SAB 808,1,47 S.,1813,1889,318,16,"Spiel, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Linus-Fabian G.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 351,Contergan – Ein Schlafmittel wird zum Albtraum. Einer der größten Arzneimittel-Skandale in der Geschichte,"Dass das Schlafmittel Contergan verantwortlich für die Missbildungen bei vielen neugeborenen Kindern war, konnte der damalige Privatdozent der Universität Hamburg und spätere Direktor für Humangenetik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Widukind Lenz 1961 erstmals nachweisen. Die vorliegende Arbeit stellt die Aufdeckung des Skandals in den Mittelpunkt. Dabei zeigt sie am Beispiel einer Münsteranerin exemplarisch auf, welche Konsequenzen der Wirkstoff des Schlafmittels, Thalidomid für das Leben der Geschädigten haben kann. Die strukturierte, detaillierte Nachzeichnung des anschließenden Prozesses um Entschädigungen wird laufend durch Kopien von Zeitungsartikeln, Gutachten und Gerichtsakten unterfüttert, in denen auch Lenz‘ Rolle immer wieder zum Vorschein kommt. Trotz weiteren Vertriebs des Medikaments im Ausland, gesteht die Autorin dem Skandal vor allem den Nebeneffekt zu, dass Medikamente nun vorsichtiger verwendet werden.",4 SAB 849,1,49 S.,1961,1970,106,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",WWU Münster, Nina J.,Gymnasium Wolbeck 352,Contergan. Ein Skandal wird 54 Jahre alt,"Nach einer chronologischen Darstellung des Contergan-Skandals bildet ein Interview mit einer von den Folgen der Contergan-Einnahme ihrer Mutter betroffenen Münsteranerin das Herzstück der Arbeit. Die so zugänglich gemachten Veränderungen und Erfahrungen die die Betroffenheit von Contergan für die Geschädigten bedeutet, prägt die Meinung der Autorinnen zum staatlichen Vorgehen gegen und Urteil über die Hersteller-Firma Grünenthal mit. Sie ordnen es als skandalös ein, dass Grünenthal weder die offizielle Schuld an den Nebenwirkungen gegeben wurde, noch er selbst sich als einsichtigen Schuldigen geriert. Der Arbeitsbericht der Verfasserinnen liegt in einem eigenständigen Heft vor.",4 SAB 850,0,34 S.,1954,2011,86,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Feline A., Lena T.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 353,"Contergan. Skandal, Katastrophe oder Tragödie?! Ein Theaterstück in acht Szenen","Der „Contergan-Skandal“ ist zu einem festen Begriff und warnendem Beispiel für Medikamenten-Umgang und -Nebenwirkungen geworden. In der vorliegenden Arbeit macht die Autorin nach einer Skizzierung des historischen Kontextes um Entwicklung, Verbreitung und Konsequenzen des Schlafmittels Contergan vor allem die individuellen Auswirkungen anhand des exemplarischen Schicksals eines conterganbetroffenen Kindes in Form eines Theaterstücks deutlich. Gestützt auf ein breites Spektrum an Sekundärinformationen und Zeitzeug*inneninterviews zeigt sie nicht nur die unmittelbaren Konsequenzen für die Geschädigten auf, sondern veranschaulicht auch auf drastische Art, anhand des Lebenswegs einer in diversen Kinderheimen großgewordenen Betroffenen, welche Reaktionen auch im Umfeld der Opfer hervorgerufen wurden. Sie kommt zu dem Schluss, dass die Katastrophe um das Schlafmittel nicht vergessen werden darf, die Bestrafung der Verantwortlichen, die zunächst jede Schuld von sich wiesen, undiskutable Konsequenz war, zugleich jedoch eine Skandaldimension auch in den gesellschaftlichen Umgangsweisen mit den Betroffenen liegt, die bei vielen das Gefühl der Minderwertigkeit und des „behindert“-Seins verstärkten.",4 SAB 854,1,56 S.,1957,1983,86,16,"Textbeitrag, Theaterstück","Archivalien, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Lara H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 378,"Das Frauenstudium in Münster – ein Skandal. „Es kommt mal vor – so dann und wann – dass eine Frau auch denken kann. Laßt sie doch denken, laßt sie in Gesetzen wühlen, laßt sie mit Paragraphenketten spielen.“","Die Schülerin beschäftigt sich mit dem Skandal um das Frauenstudium, indem sie die Debatte konkretisiert und die daran beteiligten Personen nennt. So zeigt die Schülerin verschiedene Sichtweisen auf den damaligen Skandal (Befürworter und Gegner des Frauenstudiums) auf und skizziert die Dynamik rund um den Skandal am Beispiel der Universität Münster. Eine Diskussion darüber, ob Frauen zum Studium zugelassen werden sollten, wurde bereits in den 1860er Jahren entfacht, 1912 wurde die Debatte erneut aufgenommen. Die Schülerin stellt abschließend an einem Fallbeispiel die Studentin Theanolte Bähnisch vor, die 1919 ihr Jurastudium an der Universität Münster begann.",4 SAB 935,0,20 S.,1860,1933,260,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur",WWU Münster," Anna N., Karoline G.",Marienschule 404,Das Meff-Happening 1970 in Münster. Kunstprovokation und inszenierter Skandel,"In seiner Wettbewerbsarbeit untersucht der Schüler Aurelius Thoß die öffentliche Empörung über das Meff-Happening, eine Kunstaktion von 1970 in der Münsteraner Innenstadt. Aktionskünstler aus Frankfurt legten beim Meff-Happening einen 30 Meter langen Schlauch in der Fußgängerzone aus, gefüllt mit Unrat und Nahrungsmitteln, öffneten ihn und warfen den Inhalt ins Publikum. Sprayer besprühten die Stadt. Die Polizei ließ zahlreiche Künstler verhaften. Aurelius Thoß beschreibt das Meff-Happening als einen inszenierten Skandal, der öffentliche Aufmerksamkeit erregen sollte. Anhand zahlreicher Interviews mit Beteiligten gelingt es ihm, die damaligen Abläufe der schriftlich kaum dokumentierten Aktion zu rekonstruieren. Mithilfe des Polizeiberichtes, zeitgenössischer Zeitungsartikel und einiger Archivdokumente ordnet er den Skandal kunsthistorisch und politisch in seine Zeit ein. Im Archiv liegt neben der eingereichten, eine überarbeitete und ergänzte, 65 Seiten fassende Version vom 08.05.2011 vor, die durch zahlreiche, separat verzeichnete Abbildungen auch eine plastische Vorstellung des Vorgangs ermöglicht.",4 SAB 918,1,32 S.,1970,1979,278,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Aurelius T.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 412,Das Schicksal eines behinderten Jungen zur Zeit des Nationalsozialismus,"Der Beitrag setzt sich mit der Lebensgeschichte eines behinderten Jungen im Münster zur Zeit des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten auseinander. Auf Grundlage des Buches „Anton und die Zeit des unwerten Lebens“, sowie der Erzählungen der Autorin Elisabeth Zöller, deren Onkel als Kind in Folge eines Unfalls gelähmt war und stotterte, geben die Verfasserinnen Einblick in dessen Vita. Dabei binden sie diese nicht nur in den historischen Kontext mit ein und reichern die Arbeit bspw. mit Kopien von Todesurkunden aus dem Euthanasie-Programm an, sondern bemühen sich auch durch Schilderung, Beschreibung und Besuch der Roman-Schauplätze um Plastizität; auch den Beteiligten bzw. weiteren Personen in Antons Umfeld geben sie in ihrer Darstellung Raum.",4 SAB 814,0,32 S.,1932,1945,18,16,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur",," Charlotte R., Julia F., Julia R.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 414,"Das Sendschwert – ein Skandal, der Münster bewegte!","Mit dem „Send“, abgeleitet von „Synode“ kamen in Münster bereits seit dem 9. Jahrhundert Vertreter der Geistlichkeit und des Bistums zusammen. Im Lauf der Jahrhunderte etablierte sich neben dieser auch gerichthaltenden Versammlung ebenfalls ein zugehöriger Markt mit eigenen Privilegien. Als Symbol für die Gerichts- und Marktfreiheit der Stadt trat das „Sendschwert“ hinzu, das als Zeichen des legitimen Rechts und der Gerichtbarkeit diente. Seit 1578 prangte es vor dem Rathaus im Kern der Stadt. Nachdem es nach einem ersten Diebstahl anonym wieder zurückgebracht wurde, wurde dieses Symbol 2000 von unbekannten Tätern erneut gestohlen. Der damalige Stadtrat um Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann sah sich aufgrund des wiederholten Diebstahls nicht nur viel Spott ausgesetzt, sondern vor dem anstehenden Frühjahrs-Send, dem Jahrmarkt, der sich in Nachfolge des historischen Sends erhalten hat, auch gezwungen, etwas zu unternehmen. Da weder die Täter ermittelt werden konnten, noch das Schwert wie im ersten Fall des Diebstahls zurückgeführt wurde, ließ die Stadt auf Grundlage von Fotografien und Erinnerungen eine Kopie anfertigen, die anschließend an gleicher Stelle vor dem Rathaus angebracht und durch den Münsteraner Weihbischof Friedrich Ostermann geweiht wurde. Die Verfasserinnen stellen in einem Interview mit Dr. Tillmann nicht nur dessen Motive für die Schwert-Kopie dar, sondern ergänzen seine Sicht auch um eigene Vermutungen zum Verbleib des Schwertes.",4 SAB 872,0,38 S.,2000,2001,279,16,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Inas A., Ruth R., Sophia M.",Marienschule 442,Der Allwetterzoo Münster,"Die durch viele Abbildungen angereicherte Arbeit zeichnet nach einem Blick in die Geschichte des Allwetterzoos Münster und seines Vorläufers, dem Westfälischen Zoologischen Garten eine Momentaufnahme des Tierparks. Hierbei wird neben einem Überblick über Rahmendaten, Veranstaltungen und Angebote des Zoos, internationaler Partnerschaften und seines Engagements für den Artenschutz vor allem der Tierbestand in den Blick genommen. Der Fokus liegt dabei auf der Unterbringung der jeweiligen Arten im Zoo.",4 SAB 898,0,71 S.,1871,2011,,16,Textbeitrag,"Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel","Zoo, Münster"," Ann-Kathrin H., Justine D., Leonie B.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 449,Der Bau der Städtischen Bühnen Münster,"Die Autorin, Tochter einer Architektin, beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit Ausschreibung und Errichtung des Neubaus der städtischen Bühnen Münster. Nachdem es in Münster nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst kein genuines Theatergebäude gab, das Ansprüchen des Publikums wie der Aufführenden an ein Theater in der Nachkriegszeit entsprach, sollte ausgehend von den Plänen des städtischen Baurats Edmund Scharf ein neues Theater gebaut werden. Dessen Pläne stießen jedoch auf Kritik; eine Architektengruppe, bestehend aus Harald Deilmann, Max Clemens von Hausen, Ortwin Rave und Werner Ruhnau legte daraufhin einen Gegenentwurf vor, der – nach Fürsprache durch die zuständigen Gutachter – schließlich realisiert wurde. Nach Ansicht der Autorin bestand der Skandal in diesem Fall nicht darin, dass mit der Architektengruppe vier relativ junge Architekten die Gelegenheit erhielten, ein für damalige Maßstäbe sehr modernes Theater zu planen und zu errichten, sondern dass Scharf der Stadt zunächst ein dem Stil nach immer noch sehr an nationalsozialistische Bauweisen erinnerndes Gebäude vorgelegt hatte. Ergänzt wird die Arbeit, die ausgehend von Zeitungsartikeln und Archivalien versucht, den Skandal nachzuzeichnen, durch einen zeitgenössisch-professionellen Blick auf das Theatergebäude seitens eines Architekten, der bei Deilmann, einem der Theater-Planer, in der Lehre zum Bauzeichner hospitierte.",4 SAB 812,1,21 S.,1945,1956,286,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Internetquellen, Zeitungsartikel","Stadttheater, Münster", Klara W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 452,Der Bauskandal um die Aegidii-Tiefgarage in Münster,"1976 wurde in Münster eine Tiefgarage für den Aegidiimarkt gebaut. Unmittelbar danach traten Bauschäden auf, die unter anderem Gebäude der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in Mitleidenschaft zogen. Der Schüler Matthias Hülskamp zeichnet in seiner Wettbewerbsarbeit ein plastisches Bild des damaligen Bauskandals. Anhand zeitgenössischer Presseberichte, Leserbriefe, Zeitzeug*inneninterviews und Quellen aus einem Privatarchiv zeigt der Schüler, dass die gravierenden Folgen des Baus in der Münsteraner Öffentlichkeit vergleichsweise moderat kritisiert wurden, der Vorgang jedoch langfristig zu einer erhöhten Sensibilität bei Bauvorhaben dieser Art führte. Dabei macht Hülskamp verständlich, worin die bautechnischen Schwierigkeiten und Fehler bestanden. Deutlich wird auch, wie viele Parteien an diesem Skandal beteiligt waren, aber wie entscheidend die Offensichtlichkeit einer Problematik für deren Skandalisierung ist: Hier waren nicht jedem die schwerwiegenden Schäden am Fundament der Überwasser-Kirche und der Universitäts-Gebäude ersichtlich, sodass sich die Empörung, verglichen mit heutigen Bauskandalen, in Grenzen hielt.",4 SAB 811,1,56 S.,1976,1988,68,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Aegidiimarkt, Überwasser-Kirche", Matthias H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 455,Der Bierkrieg zu Münster,"1895 sollte in Münster die Sperrstunde für Wirtshäuser auf 23 Uhr vorverlegt werden. Dagegen wehrten sich die Wirtshausbesucher: Sie versammelten sich sieben Nächte lang nach 23 Uhr auf dem Prinzipalmarkt, tranken Bier und sangen Lieder. Als Folge verwarf der Oberbürgermeister die neue Sperrstundenregelung. Die Schülerin Christina Jackisch rekonstruierte den „Bierkrieg zu Münster“ und erzählt die historischen Ereignisse literarisch aus der Perspektive von Ich-Erzählern. Ihre Arbeit beruht auf zeitgenössischen Presseartikeln sowie Literatur- und Internetquellen, die Christina Jackisch auch geschlechts- und generationenspezifisch erörtert.",4 SAB 864,1,38 S.,1895,2011,81,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Christina J.,Marienschule 462,Der Contergan-Skandal: „Geschnitten Brot und seine Folgen“,"Das von der Grünenthal GmbH entwickelte und von 1957 bis 1961 gezielt als Schlaf- und Beruhigungsmittel für Schwangere vertriebene Arzneimittel Contergan führte zu Schädigungen und Missbildungen bei einer großen Zahl von Neugeborenen. Die drei Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, die den Contergan-Skandal untersucht haben, gelangen mithilfe von Experten- und Betroffeneninterviews sowie klassischer Archivarbeit zu differenzierten Urteilen: So sind aus Sicht der Jugendlichen die „verharmlosende Bewerbung“ des Schlafmittels und die „Prozessverzögerung und Verantwortungslosigkeit“ von Grünenthal skandalös gewesen, gleichzeitig aber auch das ausgrenzende und stigmatisierende Verhalten der Öffentlichkeit vielen Geschädigten gegenüber. Die Arbeit basiert auf einem sehr großen Bild- und Textquellenfundus.",4 SAB 925,0,60 S.,1957,2011,65,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Jan D., Lennart H., Maren Clara P.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 473,Der Fall Contergan. Ein Skandal?,"Nach einer Einführung in den Rahmen und Hinführung an Überblickswissen zum Contergan-Skandal in den 1960ern, versuchten die Differenzierungskurse „Darstellen & Gestalten“ des Münsteraner Schillergymnasiums, den Skandal und die daran geknüpften Positionen in einem Theaterstück ersichtlich zu machen. Von den Interessen des Grünenthal-Vorstands, über die Motive der Contergan-Einnehmenden, den zunächst abwehrenden Umgang mit den Betroffenen, bis hin zur gesellschaftlichen Sensibilisierung und vor allem medialen Skandalisierung des zögerlichen Vorgehens Grünenthals bei der Aufklärung des Skandals und des Schuldeingeständnisses sollen so die Vorgänge und Auswirkungen des Skandals und Prozesses aus einer alltagsnahen Perspektive dargelegt werden. Zur Vorbereitung haben sich die Schülerinnen und Schüler mit Opfer-Perspektiven, möglichen Grünenthal-Motivlagen sowie journalistischen Sichtweisen auf den Contergan-Skandal auseinandergesetzt.",4 SAB 802,0,37 S.,1960,1970,26,16,"Textbeitrag, Theaterstück","Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Kira B.,Schillergymnasium 474,Der Fall Contergan. Tragödie – Katastrophe – Skandal?,"Von 1957 bis 1961 wurde das von der Grünenthal GmbH entwickelte Arzneimittel Contergan als Schlaf- und Beruhigungsmittel für Schwangere vertrieben. Es führte zu Schädigungen und Missbildungen bei einer großen Zahl von Neugeborenen. Der Contergan-Skandal wurde 1961/1962 aufgedeckt und vor Gericht gebracht. Mithilfe von Fachliteratur, Biografien, Presseberichten, Interviews mit Betroffenen und der Pressesprecherin von Grünenthal erforschten die Geschwister Enrica und Steffen Wedig die Auswirkungen des Contergan-Skandals bundesweit und im lokalen Raum. Die Geschwister arbeiten dabei heraus, mit welchen Mitteln die jeweiligen Lobbyvertreter arbeiteten, um ihre Interessen politisch und gesellschaftlich durchzusetzen. Der Arbeitsbericht liegt in einem separaten Heft vor.",4 SAB 831,0,47 S.,1957,2011,282,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Enrica W., Steffen W.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 475,Der Fall Greta Bünichmann,"In ihrem Hörbuch setzen sich die Autorinnen vor allem mit der Lebensgeschichte Greta Bünichmanns, insbesondere ihrer letzten Tage auseinander. Primär der 1635 als Hexe hingerichteten Bünichmann geben sie dabei eine Stimme und verleihen den von ihnen vermuteten Gedanken und Gefühlen, die sie umgetrieben haben könnten, Ausdruck. Neben der anschaulichen, durch Begleitmaterialien wie einen Steckbrief vervollständigten Darstellung dieser Lebensgeschichte, skizzieren sie grob den gegenwärtigen Skandal um Greta Bünichmann, der in der Diskussion um die Frage bestand, ob 360 Jahre nach ihrem Tod, 1994, eine Straße nach Bünichmann benannt werden sollte. Anfängliche Vorbehalte wie die Ablehnung der Benennung nach einer mutmaßlichen Kindsmörderin konnten schließlich durch das Einbeziehen von Experten und Einberufen einer Podiumsdiskussion entkräftet werden, sodass die Straße am 16. Februar 1995 schließlich „Greta-Bünichmann-Straße“ genannt werden konnte.",4 SAB 870,0,30 S.,1627,1995,287,16,"Audiobeitrag, Hörspiel, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",," Foelke R., Lilly H.",Marienschule 477,Der Fall Maria Rohrbach,"Am 12. April 1957 wurde ein kopfloser Leichentorso von Kindern im Münsteraner Aasee gefunden. Bei dem Toten handelte es sich um Hermann Rohrbach. Dessen Ehefrau, Maria Rohrbach, wurde zunächst des Mordes an ihrem Mann für schuldig befunden. Sie solle ihn systematisch vergiftet, schließlich erschlagen, die Leiche zerstückelt und den Schädel verbrannt haben. Motive könnte sie, die mit Hermann den gemeinsamen Sohn Norbert hatte, reichlich gehabt haben. Neben ihrem Liebesverhältnis mit einem britischen Besatzungssoldaten lastete auch die, zu dieser Zeit noch immer bei Strafe verbotene, Homosexualität Hermanns auf der Ehe der Rohrbachs. Auch im Laufe des Verfahrens und ihrer Vernehmungen zeigte sich Maria Rohrbach als instabile Persönlichkeit, wie die Arbeit mit vielen Details über die Ehe der Rohrbachs, den Tag des Leichenfunds und der Verhaftung, sowie die Abläufe der Vernehmungen und Verhandlungen nachzeichnet. Eine Wende erfuhr der Fall, als am 19. September 1959 auch der Schädel Hermann Rohrbachs aufgefunden wurde. Die Indizien und Gutachten, die Grundlage für Rohrbachs Verurteilung und Inhaftierung waren, erwiesen sich einerseits aufgrund des Kopffundes, andererseits nach einer Überprüfung durch einen zweiten Gutachter als nicht länger haltbar. Auch in Anbetracht eines noch vor diesem unter ähnlichen Umständen zu Tode gekommenen Freund Hermann Rohrbachs erschien eine Ermordung durch Maria Rohrbach immer unwahrscheinlicher. Nach einem regelrechten Gutachterstreit wurde die vormals Verurteilte nun am 30. Juni 1961 freigesprochen. In ihrem, die Persönlichkeiten der Beteiligten zu fassen versuchenden, Beitrag verortet die Verfasserin den Skandal weniger in dem immer noch nicht aufgeklärten Mord an Hermann Rohrbach, sondern in den Belastungen und Anfeindungen denen sich die anscheinend psychisch labile, aber unschuldige Maria Rohrbach ausgesetzt sah.",4 SAB 837,1,42 S.,1957,1961,190,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Stella H.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 478,Der Fall Rohrbach,"Am 12. April 1957 wurde die Leiche Hermann Rohrbachs im Münsteraner Aasee entdeckt. Der vorliegende Beitrag zeigt anhand der damaligen Berichterstattung und derer Wahrnehmung auf, wie mit Maria Rohrbach, der Ehefrau des Toten, schnell eine Verdächtige gefunden wurde, die ihn mit Rattengift vergiftet, zerstückelt und seinen Kopf verbrannt haben soll. Rohrbach beteuerte ihre Unschuld, wurde aber in Folge eines Indizienprozesses als schuldig verurteilt. Erst nach dem Auffinden des abgetrennten Schädels erschien dem Gericht die zugrundeliegende Theorie als nicht länger haltbar, sodass Maria Rohrbach am 30. Juni 1961 freigesprochen wurde. Ihr Versuch, eine neue Ehe aufzubauen scheiterte jedoch und auch ihr zweiter Ehemann beschuldigt sie des versuchten Mordes an ihm. Der Mordfall, der auch Thema einiger Fernsehdokumentationen ist, bleibt bis heute ungeklärt und aufsehenerregend.",4 SAB 908,0,23 S.,1957,2011,,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Hanna S., Sophie S., Zoe K.",Marienschule 479,Der Fall Rohrbach – Eine Leiche ohne Kopf. Vorurteile – Vorverurteilung – Verurteilung,"Der Mordfall Hermann Rohrbachs weist mehrere Skandale bzw. Skandalisierungsprozesse auf. Den Ausgang bildete dabei die Tat an sich: Der Münsteraner Maler Rohrbach wurde ermordet, zersägt und die Einzelteile im Aasee versenkt. Seine Witwe, Maria Rohrbach, verhielt sich unerwartet – aus Sicht einiger Ermittler und Prozessbeobachter nahezu skandalös – gefasst. Die im Prozess um Rohrbachs Ermordung zum Vorschein kommende Ehe zwischen Maria und Hermann erschien nach damaligen Maßstäben ebenfalls als Skandal: Der bei dem Paar lebende Sohn Norbert entsprang einer früheren – wie sich herausstellen sollte nicht die einzige – Liebschaft Maria Rohrbachs, die zum Zeitpunkt der Tat eine Affäre mit einem britischen Besatzungssoldaten unterhielt. Doch auch Hermann Rohrbach bot Zündstoff für Skandale als seine Homosexualität posthum bekannt wurde. Der gravierendere Skandal aus heutiger Perspektive liegt jedoch der Ansicht des Autors zufolge im Verhalten der Ermittlungsbehörden vor. Als diese glaubten, in Maria Rohrbach ihre Täterin gefunden zu haben, stellten sie weitere Ermittlungen in mögliche andere Richtungen ein. Auch der Gerichtsprozess stellte sich als Indizienprozess keineswegs als solide Ermittlungsarbeit dar. Zunächst wurde auf Grundlage der Gutachten Professor Walter Spechts Maria Rohrbach beschuldigt und verurteilt, ihren Mann mit Thallium, einem Rattengift, über mehrere Monate vergiftet, schließlich erschlagen, anschließend zersägt, den Kopf verbrannt und den restlichen Leichnam im Münsteraner Aasee versenkt zu haben, wo schließlich Rohrbachs Torso von Kindern gefunden worden war. Doch als 1959 auch Rohrbachs Kopf gefunden wurde, erwies sich die Indizienkette als nicht länger haltbar und darüber hinaus fehlerhaft, sodass die in erster Instanz zu lebenslanger Haft verurteilte Maria Rohrbach aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde.",4 SAB 881,1,34 S.,1957,1961,193,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",, Felix K.,Gymnasium Wolbeck 483,Der Justizskandal Rohrbach. Münster steckt voller Merkwürdigkeiten,"Die zwei Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Justizskandal um Hermann Rohrbach, der 1957 zerstückelt im Münsteraner Aasee aufgefunden wurde. Maria Rohrbach, die verwitwete Ehefrau geriet ins Visier der Polizei, da bald herauskam, dass diese ein Verhältnis zu einem englischen Soldaten gehabt hatte. Die Schülerinnen zeichnen die damaligen polizeilichen Ermittlungen und Spekulationen um den Skandal nach und gewinnen zudem tiefere Einblicke in die Polizei- und Staatsanwaltsarbeit, da sie für ihre Recherche einen damals involvierten Polizisten interviewen.",4 SAB 936,0,26 S.,1957,1970,279,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Franziska H., Greta N.",Marienschule 487,Der Kölner Kirchenstreit,"Als 1815 die Provinz Westfalen in Besitz des preußischen Staats gelangte, geriet der Münsteraner Weihbischof Clemens August, geborener Freiherr Droste zu Vischering, mit der Obrigkeit in Konflikt. Auslöser des Streits waren Mischehen zwischen den mehrheitlich protestantischen preußischen Staatsbeamten und der katholischen Bevölkerung des Münsteraner Bistums, die der preußische Staat unter der Bedingung anerkennen wollte, dass die Kinder in der Religion des Vaters erzogen würden. Von päpstlicher Seite dagegen hatten die katholischen Priester die Anweisung erhalten, das Sakrament der Ehe nur den Paaren auszuloben, die sich dazu verpflichten würden, ihre Kinder katholisch taufen zu lassen. Nur wenige Geistliche wie der Bonner Professor Georg Hermes standen der Position des preußischen Staats näher. Bevor Droste zu Vischering 1836 zum Kölner Erzbischof ernannt werde sollte, forderte die preußische Regierung ihn zu einer Erklärung auf, die ihn von der päpstlichen Linie weg in Richtung einer hermesianischen Haltung rücken würde. Auf Droste zu Vischerings Verweigerung und andauernde Verwerfung der Linie Hermes‘ hin wurde er 1837 verhaftet und in der Festung von Minden interniert. Nicht nur der Papst, sondern auch die Münsterländer protestierten heftig dagegen. Am 11. Dezember 1837 kam es – unter anderem deswegen – zu einem Handgemenge zwischen erbosten Münsteranern und preußischen Truppen, von dem auch Annette Droste zu Hülshoff berichtete. Der 1839 aus der Haft entlassene Clemens August blieb jedoch aus Münster verbannt. Ein Ende fand der Kirchenstreit mit der 1840 erfolgten Krönung Friedrich Wilhelm IV. zum König von Preußen, der auf staatliche Rechte in diesem Konflikt verzichtete. Die Verfasserinnen bemessen der Kompromisslosigkeit zu Vischerings eine Vorbildfunktion für einen Katholizismus in Deutschland, der auch gegen staatliche Forderungen Interessen durchsetzte. Neben dieser für damalige Maßstäbe skandalträchtigen Beharrlichkeit zu Vischerings dokumentieren die Autoren darüber hinaus seine Leistung als Gründer der 1808 entstandenen Barmherzigen Schwestern, die heute nach ihm als Clemensschwestern benannt sind. Sie zeichneten sich vor allem durch Kranken- und Verwundetenpflege, wie eine rasche Verbreitung ausgehend von ihrem Ursprungsort Münster im 19. Jahrhundert aus. Ein Interview zeigt Beispiele für ihr derzeitiges Wirken auf.",4 SAB 897,0,26 S.,1808,1840,279,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Annika H., Dagmar H., Judith J.",Marienschule 495,Der Mord an Hermann Rohrbach,"1957 wurden Teile einer männlichen Leiche entdeckt. Bei dem Getöteten handelte es sich um Hermann Rohrbach aus Münster. Rohrbach war homosexuell, seine Frau Maria hatte eine Beziehung mit einem britischen Besatzungssoldaten – die Ehe war wohl eine Zweckgemeinschaft. Maria Rohrbach wurde von der Öffentlichkeit und den Behörden schnell als Täterin vorverurteilt und kam trotz fehlender Beweise ins Gefängnis. Beim Wiederaufnahmeverfahren 1961 sprach man sie frei. Der Schüler Max Willem Heimsath hat den Fall Rohrbach untersucht und einen Film gedreht. In seiner Analyse stützt er sich auf Prozessakten, zeitgenössische Zeitungsartikel, Filmausschnitte sowie ein Zeitzeugeninterview. Heimsath zeichnet dabei nicht nur Leben und Umfeld der Personen detailliert nach, sondern geht multiperspektivisch, ausgehend von einer Zeitzeugin, Gerichtsakten und der Prozessberichterstattung der Frage nach, ob es sich in öffentlicher wie gerichtlicher Wahrnehmung „vom Skandalmord zum Justizskandal“ entwickelt habe. Im Archiv liegt die dem Film zugrunde liegende Power-Point-Präsentation vor.",4 SAB 799,1,47 S.,1958,1961,,16,"Power-Point-Präsentation, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Filme, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Max Willem H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 497,Der mysteriöse Mord an Melchior Droste zu Senden,"Der Beitrag skizziert die Ereignisse einer Hochzeitsfeier-Nacht in Münster im 16. Jahrhundert, in deren Zuge Melchior Droste zu Senden, ein Münsteraner Adeliger, mutmaßlich von weiteren Hochzeitsgästen, zwischen denen er einen Streit zu schlichten versuchte, erstochen wurde.",4 SAB 838,0,12 S.,1588,2011,279,16,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Anna-Maria M., Pia F.",Marienschule 511,Der Skandal der Illegitimität. Die Geschichte des seligen Gerhard Hirschfelder,"Die zwei Schüler beschäftigen sich in ihrer Forschungsarbeit mit Gerhard Hirschfelder (1907-1942). 1932 begann Hirschfelder seinen Dienst als Kaplan nahe der tschechischen Grenze, bereits ein Jahr später wurde es für ihn immer schwerer, die Jugendarbeit im Einklang mit den nationalsozialistischen Programmen fortzusetzen. Nach einigen scharfen Worten in einer seiner Predigten kam es 1939 zur Anzeige. 1941 wurde er schließlich nach Dachau deportiert. 1942 starb er im Konzentrationslager an den Folgen einer Lungenentzündung. 2010 wurde Gerhard Hirschfelder im St.-Paulus-Dom zu Münster selig gesprochen. Die Schüler recherchieren für ihre Arbeit zum historischen Hintergrund und führen ein Experteninterview mit dem Autor der Biografie „Gerhard Hirschfelder – Priester oder Märtyrer?“",4 SAB 921,0,44 S.,1933,1942,,16,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Thorwald H., Tizian H.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 512,Der Skandal um die Benennung der Greta-Bünichmann-Straße,"Am 23. Juni 1635 wurde in Münster die Magd Greta Bünichmann als Hexe und Kindsmörderin verurteilt und getötet. 1994 wurde eine Straße nach ihr benannt – nicht ohne Kritik in der Bevölkerung. Die Schülerinnen Annika Laumeier, Anna Wilken und Marlene Sundermann erforschten die öffentliche Debatte um die Straßenumbenennung und fragen in ihrer Wettbewerbsarbeit nach der Skandalträchtigkeit der Umwidmung. Sie analysierten Zeitungsartikel, Leserbriefe, Stadtratsprotokolle und selbst geführte Zeitzeugengespräche. Dabei liegt der Fokus auf einer Aufarbeitung der Diskussion um die Skandalisierung der Straßenbenennung in den 1990er-Jahren. Diese identifizieren die Verfasserinnen weniger als eine Debatte um die Historizität der „Hexe“ Bünichmann, als vielmehr einen Konflikt um Mitspracherecht und -möglichkeiten in Verwaltungsangelegenheiten wie der Straßenbenennung.",4 SAB 828,0,37 S.,1994,2011,315,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Anna W., Annika L., Marlene S.",Pascal-Gymnasium 513,"Der Skandal um einen Prinzen, den es niemals gab","Der in einigen Teilen prosaisch und frei formulierte Beitrag setzt sich mit dem Aufenthalt eines Betrügers in Bad Grund, im Westen des Harzes, auseinander. Dort hat sich im Juli 1972 ein polizeibekannter Hochstapler als „Prinz Uwe-Thomas von Braunschweig-Hannover-Cumberland“ ausgegeben und mit dieser fiktiven Identität einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Trotz des lokal begrenzten Auftreten des Lügners, der auf die Zuneigung der Bad Grunder für das Welfen-Haus setzte und „seinen“ Besitz inspizieren wollte, stellt für die Verfasserin vor allem der (lokal-)journalistische Umgang damit eine Skandalisierung und somit den wesentlichen Bestandteil des Skandals dar. Auch knapp 40 Jahre später ist die Erinnerung an die Vorfälle 1972 noch immer mit Peinlichkeiten behaftet, jedoch handelt es sich um kein striktes Tabu-Thema mehr.",4 SAB 914,1,72 S.,1972,2011,247,16,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Mirja L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 514,Der Skandal um Greta Bünichmann und die Benennung einer Straße nach ihr,"1635 wurde die Münsteraner Magd Greta Bünichmann nach reichlichen Anschuldigungen und mehrerer – teils „peinlicher“ – Befragungen der Hexerei für schuldig befunden und am 23. Juni des Jahres hingerichtet. 1994 beschloss die Verwaltung der Stadt Münster, eine Straße eines Neubaugebiets stellvertretend für die 40 Opfer der Hexenverfolgung in Münster nach Bünichmann zu benennen. Diese Maßnahme stieß in dem Viertel, in dem früher ein Kloster lag, bei den Anwohnern auf reichlich Kritik. Nachdem die Vorwürfe aus dem 17. Jahrhundert gegen Bünichmann zunächst gar auf ihre Wahrheit hin diskutiert wurden, konnte erst eine öffentliche Diskussion mit Experten zur Hexenverfolgung die Anwohnerinnen und Anwohner umstimmen und mehrheitlich zur Zustimmung der Benennung zu bewegen – nach Ansicht der Autorinnen ein Skandal, da sich überkommener menschenfeindlicher Vorurteile und Klischees bedient wurde.",4 SAB 853,0,15 S.,1635,1994,86,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Helena A., Laura S.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 519,Der Tod von Paul Blomert 1961,"Paul Blomert, zu Renommee gekommener Münsteraner Rechtsanwalt, wurde am 25. August 1961 mit seinem eigenen Jagdgewehr erschossen. Der mutmaßliche Selbstmord des Mitglieds höchster Kreise der Münsteraner Gesellschaft gab im Lauf der Zeit jedoch einige Rätsel auf. Der Verfasser unterteilt dabei den Todesfall grob in vier Skandal-Felder, den Todesfall selbst, die unklare Todesursache, das Vorgehen des Privatermittlers Weigand und die passive Haltung der Stadtverwaltung. In Grundzügen stellt er die verschiedenen Positionen gegenüber und setzt sich mit der unrechtmäßigen Verurteilung Weigands zu geschlossener psychiatrischer Behandlung auseinander. Im Anhang findet sich eine Comic-Zusammenfassung des Geschehens.",4 SAB 855,1,15 S.,1961,1964,86,16,"Comic, Textbeitrag","Archivalien, Zeitungsartikel",, Peter K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 520,Der tolle Bomberg oder Gisbert von Romberg II,"Gisbert Freiherr von Romberg II. wurde 1839 in Dülmen-Buldern geboren. Weist seine Vita bis auf einen Prozess, in dem seine Angehörigen ihn zu Beginn der 1880er-Jahre entmündigen wollten, keine auffälligen Zwischenfälle auf, wurde der 1897 verstorbene Adelige in Josef Wincklers Roman „Der tolle Bomberg“ doch zu einer bemerkenswerten Hauptfigur. Ausgehend von Anekdoten, Gerüchten und Legenden, die um das Leben des Freiherrn entstanden waren, verfasste Winckler 1924 seinen maßgebenden Roman, dem weitere Rezeptionen anderer Autoren und auch Theater- und Filmregisseure bis ins Jahr 1957 folgten. Der Autor wertet diese Wiedergabeweisen von Rombergs Lebensgeschichte jedoch als rein fiktional-überspitzte Umsetzungen lokaler Gerüchte, die weder in ihrer Inszenierung, noch im Ursprung ihrer Handlung, dem Leben von Rombergs skandalöses Potential besaßen.",4 SAB 887,1,12 S.,1839,1957,190,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Merle M.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 522,Der Umgang der Gesellschaft mit unehelichen Mutterschaften in den 60er / 70er Jahren. Betrachtung eines authentischen Falles aus dem näheren Familienumfeld,"Wie wurden uneheliche Mutterschaften in den 1960er und 1970er Jahren wahrgenommen? Wurden Frauen, die unehelich Kinder großzogen, öffentlich skandalisiert? Wurde über sie hinter vorgehaltener Hand gesprochen? Ausgehend von einem Fallbeispiel aus der eigenen Familie untersuchte die Schülerin Svenja Hopp die Skandalträchtigkeit unehelicher Geburten in der damaligen Zeit. Grundlage ihrer Wettbewerbsarbeit sind Zeitzeugengespräche im familiären Umfeld. Am Beispiel wird deutlich, wie die Betroffene mitsamt ihres Kindes, auch aufgrund der sozialen Diskreditierung, innerhalb kurzer Zeit mehrfach umziehen musste. Eine völlige Neuerung war dabei das Mutter-Kind-Heim, das zunächst aufgesucht wurde. Eine weitere Schwierigkeit trat mit der zweiten Ehe hinzu, da der Stiefvater mit dem „fremden“ Kind nicht immer so unbefangen umgehen konnte, wie mit seinem eigenen. Als Besonderheit des Skandals macht die Autorin aus, dass dieser – obwohl viel über ihn geschwiegen wurde – auch unausgesprochen eine Belastung für die Betroffenen darstellte.",4 SAB 800,1,46 S.,1956,1966,302,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Svenja H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 543,Die „Weiße Ehe“. Ein Forschungsprojekt,"Die Arbeit widmet sich einer Betrachtung unterschiedlicher Reaktionen auf das 1979 in Münster aufgeführte Theaterstück „Die ‚Weiße Ehe‘“ des polnischen Dramatikers Tadeusz Rózewicz. Das Stück, das das Sexualverhalten von Männern kritisch und Emanzipationsbestrebungen ihrer Frauen lobend betrachtet, stieß seinerzeit auf unterschiedliche Reaktionen. Der heftigen Ablehnung der Zeitung „Westfälische Nachrichten“ sowie großer Teile der männlichen Münsteraner und der Kirche werden verhalten-kritische Stimmen der „Münsterschen Zeitung“ und überregionaler Blätter, sowie eine affirmative Grundhaltung der Münsteraner Frauen gegenübergestellt. Abschließend stellen die Autorinnen fest, dass aus heutiger Sichtweise manche Reaktionen skandalöser erscheinen als das Stück selbst, wie auch dass ein Skandal grundsätzlich Perspektivität unterliegt.",4 SAB 891,0,18 S.,1979,2011,54,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel","Stadttheater, Münster"," Larissa D., Nina D.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 544,Die „Wiedertäufer“. Ein Skandal vom 16. Jahrhundert bis heute!,"Die radikalchristliche Täuferbewegung entstand Anfang des 16. Jahrhunderts und wurde von Beginn an von den offiziellen Kirchen und der Obrigkeit verfolgt. Eine Sonderrolle in ihrer Geschichte spielte die Stadt Münster. Von 1530 bis 1535 regierten die Täufer die Stadt, die ihnen als »Neues Jerusalem« galt. Mit radikalen Reformen – von der Gütergemeinschaft bis zur Vielehe – brachten sie große Teile der Münsteraner Bevölkerung gegen sich auf. Opposition und Empörung unterdrückten die Täufer radikal. Klassische Quellenauswertung von Archivalien und persönliche Gespräche mit Experten bilden die Grundlage der Schülerarbeit von Hannah Speck, die in einem historischen Längsschnitt die Skandalisierung der Täuferbewegung nachzeichnet. Dabei stellt Speck nach Anerkennung einer gewissen „Selbstskandalisierung“ der radikalen Wiedertäufer fest, dass die Wahrnehmung der Gruppierung immer von den virulentesten Streitfragen der Wahrnehmungszeit abhing: So wurden die Wiedertäufer eingangs primär in religiöser Hinsicht, in einer religiös fundierten Gesellschaft, damit inhärent sozial, als Ketzer verurteilt, schließlich als Aufrührer eingestuft und in jüngerer Vergangenheit – je nach Gesinnung der Urteilenden – als Kommunisten oder Faschisten diffamiert.",4 SAB 809,1,70 S.,1530,1993,9,16,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Filme, Internetquellen",, Hannah S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 561,Die Blomert/Weigand-Affäre. Ein Schandfleck der Justiz?,"Dr. Günter Weigand wurde 1962 von der Familie des ein Jahr zuvor verstorbenen Münsteraner Rechtsanwalt Paul Blomert beauftragt, Ermittlungen zu dessen Todesfall aufzunehmen. Nach der öffentlichen, erfolgreichen Forderung der jedoch ergebnislosen Exhumierung des Leichnams Blomert sah sich Weigand allerdings massiver Kritik von institutioneller Seite ausgesetzt. Münsters Oberbürgermeister Peus beauftragte einen Gutachter die seiner Ansicht nach Weigand ereilte „Geisteskrankheit“ zu diagnostizieren. Ungeachtet wachsender Kritik an der offiziell angenommenen Theorie, Blomert habe Suizid begangen, wurde Weigand, der nach Berlin geflohen war, festgenommen, aufgrund Beleidigung in über 30 Fällen angeklagt und von Prof. Dr. Paul Selbach für vermindert zurechnungsfähig befunden und schließlich in einer psychiatrischen Anstalt eingesperrt. Erst ein erneutes Gerichtsurteil konnte Weigand entlasten und Selbach zu Schmerzensgeldzahlungen in Höhe von 13.000 D-Mark verpflichten. Eine bestimmende Rolle im Skandal hat nach Ansicht der Autoren die Person Weigands gespielt. Der von der Familie des toten Blomert beauftragte Privatermittler zeichnete sich durch seine markige, häufig provozierend auftretende Persönlichkeit aus. Auch die Flugblattaktionen, mit denen er die Exhumierung des Leichnams forderte und schließlich Schuldzuweisungen im, seiner Ansicht nach Mordfall Blomert, verbreitete waren voll polarisierender und provozierender Aussagen. Den größten Skandal aber verorten die Verfasser in der in der Rückschau haltlosen, ihrerzeit aber überzeugenden Verurteilung Weigands aufgrund seiner mutmaßlichen psychischen Unzurechnungsfähigkeit. Abschließend konstatieren sie jedoch, dass der hier vorliegende Skandal auf Gegen- bzw. Wechselseitigkeit beruhte, da die behördlichen Stellen wohl vor allem den ihrer Ansicht nach skandalös auftretenden Weigand zum Schweigen bringen wollten.",4 SAB 882,0,33 S.,1962,1977,193,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",," Felix A., Simon C.",Gymnasium Wolbeck 562,Die Briefe der Maria Rohrbach. Ein Skandal wird neu beleuchtet,"Der Mordfall an Hermann Rohrbach, dessen Leiche im April 1957 in der Münsteraner Aa gefunden wurde, bleibt bis in die Gegenwart ungeklärt. Die zunächst beschuldigte Ehefrau Maria Rohrbach wurde nach ihrer ersten Verurteilung 1958 zu lebenslanger Haft verurteilt, nach dreimaliger Revision 1961 aufgrund fehlerhafter Gutachten und somit unzulänglicher Beweisführung vor der ersten Verurteilung freigesprochen – auch weil in der Zwischenzeit der Kopf des enthaupteten Leichnams im Aasee auftauchte. Der vorliegende Beitrag will statt einer Revision der Aktenlage vor allem eine fiktionale Darstellung der Innenperspektive Maria Rohrbachs versuchen. Die Autorin nimmt dabei die Rolle Elfriede Masters‘ ein, einer Zeugin im Prozess, die Maria Rohrbach und ihren Geliebten, den britischen Soldaten Donald Ryan miteinander bekannt machte. Im Szenario des Beitrags hinterlässt Ryan Masters eine Kiste mit Erinnerungen zu Rohrbach, die unter anderem Briefe enthält, die Maria Donald zukommen ließ. Die Briefe, die eine ihren Mann verachtende, dennoch an dessen Ermordung unschuldige und immer verzweifeltere, schlussendlich zwar triumphierende, aber in ihrer Existenz zerstörte Maria Rohrbach darstellen, werden ergänzt durch Zeitungsartikel und Archivalien aus dem Prozessverlauf, sowie Erläuterungen zum historischen Hintergrund des Münsters der 1950er-Jahre. Dabei nimmt die Autorin eine kritische Haltung gegenüber den auf einen Skandal erpichten berichtenden Medien, sowie den sich in Widersprüchen verstrickenden Zeugen und Gutachtern ein.",4 SAB 867,1,93 S.,1957,1961,278,16,"Novelle, Textbeitrag","Archivalien, Internetquellen, Zeitungsartikel","Aa, Münster", Charlotte Tabea B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 573,Die Duellaffäre um Schmising-Kerssenbrock im 19. Jahrhundert,"Am 2. März 1864 wurde ein Sohn des aus Halle in Westfalen stammenden Grafen Clemens August von Schmissing-Kerssenbrock, Franz Xaver, von einem Kameraden öffentlich beleidigt. Entgegen der sozialen Konventionen dieser Zeit forderte er ihn jedoch nicht zu einem Duell heraus, sondern es gelang ihm, mithilfe diverser niederrangiger militärischer Gremien, eine Entschuldigung durch den Beleidigenden zu erwirken, die seines Erachtens schließlich seine Ehre rettete. Dabei begründete er seine Duell-Verweigerung mit seiner katholischen Religion, der das Duellwesen zuwiderliefe. Dem ebenfalls informierten Vorgesetzten, Oberstleutnant Kessel, missfiel diese Regelung jedoch, sodass er den Vater, der zwei weitere Söhne im Militärdienst hatte, über den Vorfall unterrichtete. Nachdem jedoch auch dieser von einer Degradierung seines Sohns absehen wollte, wurde gar der preußische König in Kenntnis gesetzt. Stolz auf das Militär, das den Grundsatz der Gleichheit, unabhängig von Konfessionen und Religionen, zu einem wichtigen Bestandteil seiner selbst erklärt hatte, beschied dieser daraufhin die drei Schmissing-Kerssenbrock-Brüder aus dem Militärdienst entlassen zu lassen. In Reaktion auf diese Affäre bekundeten viele katholische Adelige, aber auch Studenten- und Militär-Verbindungen, sogar evangelische Verbände und Gruppierungen ihre Solidarität mit der Entscheidung und Haltung der Schmissing-Kerssenbrocks. Die Haltung der Beteiligten selbst haben Krey und Robbers durch Durchsicht und Transkription des Briefverkehrs zwischen den Beteiligten, Kessel, Franz Xaver und Clemens-August von Schmissing Kerssenbrock, nachempfunden und transparent gemacht. Würden die Autoren die Angelegenheit aus heutiger Perspektive eindeutig als Skandal einordnen, fällen sie ein historisches Urteil darüber zögerlicher.",4 SAB 815,0,34 S.,1864,2011,189,16,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel",," Jonathan R., Lennert K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 617,Die Gründung des KCM – Ein Skandal?,"Die Arbeit setzt sich mit der vereinsmäßigen Organisation Homosexueller in Münster auseinander, indem sie nach einem Anriss der Vorgeschichte von Gründung der „Homophilen Studentengruppe Münster“ bis zur Auflösung der „Homosexuellen Initiative Münster“ die Folge-Entstehung des KCM („Kommunikationscentrum Münsterland“) betrachtet. Hinterfragt wird dabei die Skandalträchtigkeit der KCM-Gründung. Trotz eines 14-jährigen institutionellen Vorlauf und dessen Akzeptanz traf diese dennoch auf existente Vorbehalte von amtlicher Seite sowie innerhalb der großteils konservativen Münsteraner Bevölkerung des Jahres 1985. Neben einer Betrachtung der heutigen KCM-Tätigkeiten bildet ein Interview mit Michael Heß, Vorstandsmitglied des KCM, den Abschluss des Darstellungsteils der Arbeit.",4 SAB 919,0,27 S.,1971,2011,260,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Denise L., Franziska L., Julius K.",Marienschule 619,Die Hausbesetzung der Frauenstraße 24. Ein zweiseitiger Skandal in der Mitte von Münster,"Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der ersten Hausbesetzung in der Geschichte Münsters als einem multiperspektivischen Skandal in drei Akten. Neben Untersuchungen der überlieferten Zeitungsartikel und hausbesetzerfreundlich eingestellten Flugschriften, suchten die Verfasser auch nach Interviewpartnern, wurden jedoch trotz Bemühungen in beide Richtungen mit Norbert Hacker nur in der Fraktion der Abrissgegner fündig, dessen Interview digitalisiert beiliegt, da die Makler und ehemaligen Besitzer Interviews verweigerten. 1971, zu einer Zeit, als Wohnungsnot und -preise in Münster bereits virulente Themen waren, kaufte der Immobilienmakler Stürmer ein Haus an der Frauenstraße 24, um es schnellstmöglich abzureißen und das Grundstück neu zu bebauen. Gegen diese Pläne regte sich jedoch Widerstand der Hausbewohner, die keinesfalls bereit waren, ihre günstigen Wohnungen aufzugeben. Gezielt suchte Stürmer nun, das Haus verkommen zu lassen und zerstörte sogar mutwillig Teile des Jugendstilbaus – für ihn war es ein Skandal, dass die Mieter seiner Räumungsaufforderung nicht nachkamen. Nachdem er das Haus per Gerichtsbeschluss teilrenovieren musste, erhielt Stürmer die Abbruchgenehmigung für das Gebäude. Als Reaktion darauf besetzten Wohnungssuchende, unterstützt von AStA, SPD, FDP und DKP, sowie dem Bischof das Haus und der Konflikt erhielt eine breite öffentliche Bühne. 1974 musste Stürmer dagegen Insolvenz anmelden. Das Haus wurde zwangsversteigert und vom Immobilienmakler Schmalt erworben. Trotz öffentlichen Protests entschied die CDU im Wohnungsausschuss der Stadt, die Abrissgenehmigung für die Frauenstraße 24 zu verlängern. Das aus Sicht von Abrissgegnern skandalöse Verhalten dieser Partei führte zu einer neuen Offensive gegen die politischen Entscheidungsträger, die von diesen jedoch als Skandal wahrgenommen wurde. Infolge des öffentlichen Drucks gab schließlich auch Schmalt seine Abrisspläne auf und meldete schließlich Konkurs an. Nach einer erneuten Zwangsversteigerung also war der Makler Ernst Eigentümer. Noch vor dem Ende eines durch ihn begonnenen Räumungsprozesses begab er sich mit Abbruchspezialisten in das Haus, was die Bewohner und Besetzer als Skandal wahrnahmen. Trotz Gerichtsbeschlusses im März 1979 und des politischen Einverständnis der CDU weigerten sich die Protestierenden auch weiterhin, das Haus zu räumen. Dieser anhaltende, in der Öffentlichkeit ausgetragene und von verschiedenen Zeitungen ausgiebig kommentierte Konflikt wird von den Verfassern der Arbeit nicht zuletzt als Grund für Stimmverluste der CDU bei den Wahlen im Mai 1980 gelesen. Infolge der erfolgreichen Besetzung und des schließlich eintretenden Denkmalschutzes für das Jugendstilhaus veräußerte Ernst die Immobilie 1982 an die Landesentwicklungsgesellschaft Nordrhein-Westfalens, die es an die gemeinnützige „Wohnstättengesellschaft Münsterland“ (heute: Wohnungsgesellschaft Münsterland) abtrat. Die Folgen der Ereignisse wirken nach Ansicht der Autoren bis in die Gegenwart nach, in der die Frauenstraße 24 mit ihrer Kulturkneipe im Erdgeschoss weiterhin beliebter Treffpunkt und eine Adresse für günstiges Wohnen ist.",4 SAB 895,0,29 S.,1971,1982,61,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Frauenstraße 24," Hanno K., Julian T., Pablo G.","Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium" 642,Die Maisheiligen von Münster,"Die Wettbewerbsarbeit von Julius Kappenberg beschäftigt sich mit dem „Maisheiligen“-Skandal von 1961 – einem Importbetrug der Kaufmänner Wilhelm Schrameyer und Heinrich Pieper. Schrameyer und Pieper tarnten Getreideimporte aus den Niederlanden als Spende für den Caritas-Verband in Münster und unterschlugen die Differenz zwischen Weltmarkt- und Inlandspreis von 1,9 Mio. DM, die eigentlich an den Staat hätte ausgezahlt werden müssen. Geholfen wurde ihnen u.a. vom Oberbürgermeister von Münster und der Kirche, denen Schrameyer hohe Gewinnbeteiligungen versprach. Der Schüler weist die geringe Presseberichterstattung in Münster gleichsam als Teil des damaligen Skandals aus. Ein Zeitzeugeninterview und Akten aus dem Stadtarchiv dienten ihm als Hauptquellen.",4 SAB 796,1,31 S.,1961,1962,189,16,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Julius K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 660,Die Schließung des Krupp Stahlwerks Rheinhausen. Eine Stadt empört sich,"Die Verfasserin dieser Forschungsarbeit beschäftigt sich mit der Geschichte rund um das Krupp Stahlwerk in Rheinhausen, das 1896 gebaut und bereits 1897 in Betrieb genommen wurde. Vor dem Ersten Weltkrieg galt das Werk als größtes in Europa, hauptsächlich wurden Schienen, Stab- und Profistahl, Schwellen und Walzdraht hergestellt. Die Schülerin zeichnet die Umstrukturierungen des Werkes während des 1. und 2. Weltkrieges nach, skizziert den Wiederaufbau nach dem Krieg und die Modernisierungsbestrebungen in den 1950er Jahren. Konkret beschäftigt sich die Verfasserin mit dem Skandal um die Schließung des Walzwerkes, die 1982 bekannt gegeben und trotz diverser Protestaktionen der Arbeiterinnen und Arbeiter 1993 durchgesetzt wurde.",4 SAB 937,1,28 S.,1896,1993,260,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Rheinhausen, Mirjam K.,Marienschule 679,Die Verhaftung von J.D.H. Temme 1848: „Hochverräter“ und/oder „Kämpfer für Freiheit und Recht“?,"Nach Auflösung der preußischen Nationalversammlung kehrte Jodocus Temme 1848 zu seinem Posten als Direktor des Oberlandesgerichts in Münster zurück. Die Autorin, eine Nachkommin des damaligen preußischen Justizministers Wilhelm Rintelen, zeichnet in ihrem Beitrag den „Skandal“ um die Verhaftung nach, die ihm unmittelbar nach seiner Rückkehr widerfuhr. Von der Obrigkeit bedrängt, fällten 227 Nationalversammlungs-Abgeordnete den „Steuerverweigerungsbeschluss“, in dem sie dem Ministerium Brandenburg die Verfügungsgewalt über die Staatsfinanzen entziehen wollten, solange sie nicht unbehelligt tagen konnten. Temme, der unter den Unterzeichnern war, wurde deswegen nach seiner Rückkehr nach Münster unmittelbar festgenommen und inhaftiert. Wurde von staatlicher Seite auch versucht, die Angelegenheit Temme durch Verschieben zwischen mehreren Gerichten zunächst nach Möglichkeit in die Länge zu ziehen, konnte erst das engagierte Eintreten eines preußischen Gesandten für Temme dessen Freilassung bezwecken – die die Münsteraner mit einem Fackelzug würdigten. Die Haft brachte Temme noch mehr Sympathie in der Bevölkerung ein, die sich bei der Wahl Anfang 1849 unerwarteterweise mehrheitlich für die Demokraten aussprach. Ob Temmes Verhaftung tatsächlich unrechtmäßig war, lässt sich jedoch – wie die Autorin aufzeigt – auch aus heutiger Perspektive nicht eindeutig nachzeichnen, wie ein im Anhang beigefügtes Interview mit einem Rechtshistoriker unterfüttert.",4 SAB 848,1,40 S.,1848,1949,223,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Kerstin R.,Immanuel-Kant-Gymnasium 682,Die Vertreibung aus Schlesien und die Aufnahme der Vertriebenen im Westen,"Die hauptsächlich die durchgeführten Interviews wiedergebende Arbeit zeichnet ein Bild der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg, das nicht nur die Flucht und Vertreibung selbst als problematisch darstellt, sondern auch die Aufnahme der Vertriebenen als von Rassismus und Abneigung geprägt charakterisiert. Dabei wird die Erinnerung der Vertriebenen unmittelbar wiedergegeben und als Interpretationsgrundlage genutzt. Gegenübergestellt wird dieser Darstellungsweise jedoch eine Beurteilung der späteren Regressansprüche der Vertriebenen als unverhältnismäßig und skandalös.",4 SAB 915,1,16 S.,1945,2011,86,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Schlesien, Justus M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 684,Die Vertreibung nach 1945 aus Westpreußen am Beispiel der Familie Trenk. Eine interessante Geschichte aus der Kriegszeit,"Die Fünftklässlerin beschäftigt sich in ihrer Forschungsarbeit mit der Geschichte ihrer eigenen Großmutter, die 1945 als sechsjähriges Mädchen gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern aus Oliva, einem Vorort von Danzig, vertrieben wurde. Mithilfe von Zeitzeug*inneninterviews und einer Recherche in Archivquellen und Zeitungsartikeln, nähert sich die Schülerin der Vergangenheit ihrer eigenen Familie. Die Arbeit enthält Transkriptionen der geführten Interviews und einige Familienfotografien.",4 SAB 922,1,16 S.,1945,2011,59,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Chiara S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 687,Die Weigand Affäre. Das rechtsstaatliche Hintertürchen der deutschen Justiz,"Am 25. August 1961 wurde Paul Blomert, ein Mitarbeiter des damaligen Oberbürgermeisters von Münster, erschossen in seiner Wohnung aufgefunden. Die Polizei ging von Selbstmord aus, während der Sozialanwalt Günter Weigand Mord vermutete und die Öffentlichkeit informierte. Daraufhin erklärte ein Gutachter Weigand für geisteskrank. Weigand wurde in die Psychiatrie eingewiesen und kam später auch ins Gefängnis. Zeitzeugenberichte, Gerichtsunterlagen sowie über 200 private Akten sind die Hauptinformationsquellen von Christin Krömeke, die Skandal nachzeichnete. Dabei versucht sie, neben der Darstellung Weigands im fragwürdigen Gutachten auch eine Zeitzeugenmeinung zu diesem zu berücksichtigen. Aus der Aussagekraft und Menge der Zeitungsartikel zu diesem Konflikt leitet Krömeke zweierlei ab. Einerseits wird hierin besonders deutlich, wie bewusst und gezielt vor allem Weigand die Medien zum Erlangen seiner Interessen nutzen wollte. Darüber hinaus kam den Medien in diesem Prozess eine wichtige meinungsbildende Rolle zu, da sie maßgeblich an der Charakterisierung der Beteiligten in der Öffentlichkeit beteiligt waren. Auch die großflächige Berichterstattung weit über Münster hinaus zeigt Krömekes Ansicht nach die besondere mediale Eignung und Darstellung dieses Falls und Prozesses.",4 SAB 797,1,54 S.,1961,1966,103,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Christin K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 693,Die Wiedertäufer vor Ort. Ein interaktiver Stadtführer zu den Wirkungsstätten der Wiedertäufer auf Multimedia-DVD,"Den „Skandal“ der Wiedertäufer-Herrschaft in Münster 1534 nehmen die Verfasserinnen zum Anlass, um auf einer DVD zu einer multimedialen Stadtführung einzuladen. In ihrem Beitrag stellen sie dazu einige prominente Orte Münsters in kurzen Videos mit Begleittexten vor. Auf der DVD kann man sich so durch einen Stadtplan klicken, der das Kreuztor, die Überwasser-Kirche, den Dom, den Prinzipalmarkt, St. Lamberti und schließlich das Rathaus in gegenwärtigen Ansichten zeigt, während die Autorinnen die historische Rolle der Orte im Zuge der Wiedertäufer-Bewegung illustrieren. Gerahmt werden die Beiträge durch einen einführenden und abschließenden Vortrag mit generellen Informationen zur Herrschaft der Wiedertäufer, den man – wie die Video-Texte – in einem Begleitheft auch in analoger Form vorfindet.",4 SAB 844,0,13 S.,1534,2011,37,16,"Filmbeitrag, Textbeitrag","Audiodokumente, Fachliteratur, Internetquellen","Lamberti-Kirche, Münster, Prinzipalmarkt, Rathaus, St.-Paulus-Dom, Münster, Überwasser-Kirche"," Antonie G., Pia N.",Marienschule 703,Dr. Elisabeth Hecker – Eine Kinderärztin zwischen Verehrung und Skandalisierung,Dr. Elisabeth Hecker war während des Nationalsozialismus Leiterin der Heil- und Pflegeanstalt Loben in Schlesien. Im Rahmen des sogenannten „Euthanasie-Programms“ der Nationalsozialisten wurden in Loben behinderte Kinder und Jugendliche ermordet. Die Schülerin Hannah Niehues hat über das Handeln und Ansehen der Ärztin während des Nationalsozialismus und nach 1945 geforscht. Neben Sekundärliteratur griff sie in ihrer Darstellung auf Internet- und Archivquellen zurück.,4 SAB 931,1,40 S.,1933,2011,61,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Filme, Internetquellen",, Hannah N.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 709,Dürfen Tiere aus Platzmangel getötet werden? Das Schicksal der Kaffernbüffel im Allwetterzoo Münster,"Die Schülerin Sophia-Marie Beiker beschäftigte sich in ihrer Wettbewerbsarbeit mit einem Skandal im Allwetterzoo Münster. Hier wurde in den 1980er Jahren eine kleine Herde Kaffernbüffel erschossen, um Platz für eine vom Aussterben bedrohte Büffelart zu schaffen. Die Tötung der Tiere wurde in der Öffentlichkeit harsch kritisiert. Sophia-Marie Beiker wertete Zeitungsarchive und Literatur zum Thema aus und verglich die unterschiedlichen Sichtweisen von damals und heute. Die Arbeit wird ergänzt durch ausführliche Transkriptionen von Zeitzeug*inneninterviews.",4 SAB 928,1,27 S.,1980,2011,103,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Zoo, Münster", Sophia-Marie B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 725,Ein Haus für Kinder in Kinderhaus. War es Brandstiftung? Wo sollen die Kinder jetzt spielen?,"Im Oktober 1979 brannte im Münsteraner Stadtteil Kinderhaus ein alter Bauernschuppen ab. Die Jugendlichen des als sozialen Brennpunkts bekannten Viertels – eine Trabanten- und Hochhaussiedlung der 1970er Jahre – nutzten das leerstehende Gebäude zum Spielen und als Treffpunkt. Schnell kursierten Gerüchte, dass Brandstiftung die Ursache gewesen war. Weil der Bebauungsplan der Stadt den Abriss des Schuppens ohnehin vorsah, um Platz für weitere Hochhäuser zu schaffen, war der Verdacht eines „warmen Abrisses“ naheliegend. Zwölf Schülerinnen und Schüler aus Münster-Kinderhaus haben den Fall von 1979 rekonstruiert. Eine Erkenntnis ihrer Recherchen ist, dass die Empörung der Bevölkerung und deren Beteiligung an den nachfolgenden Prozessen der Stadtteilgestaltung ihr eigenes Lebensumfeld entscheidend mitgeprägt haben. In ihrer Darstellung stützen sie sich vor allem auf Zeitzeugenbefragungen, Zeitungsartikel, Flugblätter und Fotos aus dem Stadtarchiv.",4 SAB 865,0,51 S.,1979,1980,116,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Kinderhausviertel, Münster", Carina B.,Waldschule Kinderhaus 734,Ein nationalsozialistischer Lehrer am Wilhelm-Hittorf-Gymnasium? Wahrheit oder Lüge?!,"1962 kam es innerhalb des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums in Münster zu einem internen Skandal: Ein Geschichtslehrer ließ in seinen Unterricht mutmaßlich kriegsverherrlichende, antidemokratische und antisemitische Äußerungen und Meinungen einfließen. Als ein Vater eines Gymnasiasten von seinem Sohn davon erfahren haben wollte, beschwerte er sich offiziell beim Schulleiter über diesen Gesinnungsunterricht. Die Vorwürfe werden jedoch nicht nur vom betroffenen Lehrer als absurd dargestellt, sondern zugleich vom Schulleiter, der den Lehrer als lediglich ausgeprägte Autoritätsperson in Schutz nahm, entkräftet. Nachdem schließlich der Schulleiter vom anschuldigenden Schüler ein Attest über dessen psychische Gesundheit einforderte, verlief sich der Konflikt innerhalb des Gymnasiums, indem der Schüler in eine andere Klasse versetzt wurde – in der er schließlich seine Schullaufbahn bis zum Abitur erfolgreich abschloss. Auch der betroffene Lehrer blieb bis zu seiner Pensionierung in Diensten des Gymnasiums. Ein öffentliches Echo kam – auch wegen der medialen Unkenntnis – nicht auf. Der Beitrag versucht, über Zeitzeugenbefragungen und Akteneinsicht den Konflikt nachzuzeichnen und die Positionen der beteiligten Parteien nachzuvollziehen. Dabei werden auch individuell-biografische Hintergründe, wie die DDR-Vergangenheit des möglicherweise übersensibilisierten Vaters ebenso wie die tatsächliche Militär-Karriere des kritisierten Lehrers berücksichtigt. Der sich damals beschwerende Schüler zeigte sich jedoch verschlossen gegenüber jeglicher Befragung; einzig ehemalige Schüler des kritisierten Lehrers, die nun selbst Lehrer am Hittorf-Gymnasium sind, erinnerten sich an einen teilweise militaristischen, sicher autoritären, zugleich aber auch sympathischen Charakter, mit dem nicht immer konformistische Schüler, wie hier der Fall, durchaus Schwierigkeiten bekommen konnten. Als Fazit halten die Autorinnen fest, dass in diesem „Skandal“ Aussage gegen Aussage steht. Ein objektives Urteil scheint aus der Außenperspektive damals wie heute kaum möglich, sodass schließlich der Schulleiter, der seinen Kollegen verteidigte, den Ausgang des Konflikts entschied.",4 SAB 843,0,34 S.,1962,2011,18,16,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, Münster"," Pauline H., Sarah G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 737,Ein Skandal – zwei Geschichten. Flucht und Vertreibung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten im Spiegel zweier Flüchtlingsgeschichten,"Im vorliegenden Beitrag setzen sich die Verfasserinnen mit den Fluchtgeschichten Angehöriger ihrer Familien auseinander, indem sie deren Erfahrungen mit Vertreibung und Flucht nach dem Zweiten Weltkrieg aus den deutschen Ostgebieten in fiktiven Monologen spiegeln. Eingeleitet werden die Geschichten durch Impulse zur Debatte zum Umgang mit deutschen Kriegsflüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg.",4 SAB 803,0,26 S.,1945,2011,112,16,"Novelle, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen",," Chiara K., Gretje R.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 764,Enteignung von Juden während der NS-Zeit am Beispiel der Münsteraner Familie Gumprich. Ein Skandal ohne Beachtung?,"Die Schülerin beschäftigt sich mit der Enteignung von Juden im Nationalsozialismus und geht u.a. der Frage nach, warum die Enteignung jüdischen Besitzes zur damaligen Zeit nicht als Skandal wahrgenommen wurde. Am Beispiel der Münsteraner Familie Gumprich, die in der Grevener Straße 6 in Münster wohnhaft war – im direkten Wohnumfeld der Schülerin –, werden einzelne Lebensläufe der Familienmitglieder recherchiert. Besonders die überlieferten, von der Familie selbstgedrehten Filmaufnahmen vermitteln ein authentisches Bild ihres jüdischen Alltags. Die Schülerin verweist auf den 2010 erschienenen Film „Zwischen Hoffen und Bangen“, der auch als Recherchegrundlage diente.",4 SAB 938,1,45 S.,1933,2011,61,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Privatdokumente",Grevener Straße, Sophia Antonia D.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 773,"Erwin Kostedde: Fußballspieler und Verdächtiger – Skandal, Wertewandel oder Meinungsbildung?","Die zwei Schülerinnen beschäftigen sich in ihrer Forschungsarbeit mit dem Fußballspieler Erwin Kostedde, einem gebürtigen Münsteraner, der nach seiner Sportkarriere beschuldigt worden war, eine Spielhalle ausgeraubt zu haben. 1965 stieg Kostedde beim SC Preußen Münster ein, 1972 wechselte er zum Bundesligisten Kickers Offenbach, wo er bis dato mit 80 Toren als Rekordtorschütze gilt. Die Schülerinnen schildern schließlich den besagten Überfall sowie die Zeit vor und während der Verhandlung und greifen dabei auf persönlich geführte Gespräche, Zeitungsartikel und Internetquellen zurück.",4 SAB 934,0,40 S.,1965,2011,3,16,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Joelle H., Julia K.",Marienschule 776,Etwas Alltägliches wird zum Skandal: Die „ungewöhnliche“ Straßenbenennung nach Greta Bünichmann im Jahr 1994,"Am 23. Juni 1635 wurde die Magd Greta Bünichmann als Hexe und Kindsmörderin in Münster verurteilt und getötet. 1994 wurde eine Straße nach ihr benannt – nicht ohne Kritik der Bevölkerung. Die Arbeit der Schülerinnen Laura Joaquim und Mara Hemsing konzentriert sich auf die Debatten rund um die Straßenbenennung, zeichnet den Ablauf der Entscheidungen nach und weist die Reaktionen in der Bevölkerung aus. Die Schülerinnen stützten sich vor allem auf Zeitungsartikel und Leserbriefe, sie führten ein Interview mit der Vorsitzenden der Bezirksvertretung und eine Fragebogenaktion in der Innenstadt durch. Zugleich arbeiten sie mit Originalakten aus dem Hexenprozess um Greta Bünichmann. Die Diskussion um die Benennung empfinden sie auch 17 Jahre nach der Debatte noch als sehr emotional und polarisierend; weniger den historischen Gegenstand der Hexerei als die Art und Weise in der die Stadt ungeachtet der Bürgerwünsche und -bedenken suchte, ihren Entschluss durchzusetzen, bewerten sie dabei als Auslöser des Konflikts.",4 SAB 876,0,38 S.,1635,2011,68,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",," Laura J., Mara H.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 778,Euthanasie in Münster & Antons Geschichte,"Die Verfasserinnen illustrieren auf Grundlage der Titelfigur des Romans „Anton und die Zeit des unwerten Lebens“, welche konkreten Auswirkungen das Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten haben konnte. Die auf eine reale Persönlichkeit zurückgehende Titelfigur Anton war durch einen Unfall in der Kindheit gelähmt und stotterte; einzig der Mut seiner Tante, die ihn versteckte und eines Arztes, der ihn fälschlicherweise für tot erklärte, halfen, seine Deportation zu verhindern.",4 SAB 819,0,11 S.,1932,1945,236,16,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Mounia R., Sophie Z.",Pascal-Gymnasium 782,Fall Rohrbach. Schattenseiten der Justiz,"Die Münsteranerin Maria Rohrbach-Wior wurde in den 1950er-Jahren beschuldigt, ihren Ehemann Hermann Rohrbach, Opfer der nationalsozialistischen Zwangssterilisierungen, mit Thallium vergiftet, erschlagen und schließlich zerstückelt zu haben. Die Geliebte eines britischen Soldaten wurde nach über ein Jahr andauernder Verhöre zunächst zu lebenslänglicher Haft verurteilt, schließlich aufgrund der Unzulänglichkeit der im ersten Prozess angeführten Beweise nach drei Jahren freigesprochen. Einen Skandal sehen die Autoren des Beitrags im Mord an sich sowie in der Verurteilung einer Unschuldigen in erster Instanz.",4 SAB 886,0,21 S.,1950,1959,190,16,"Power-Point-Präsentation, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen",," Jonas D., Kolja B., Marc N.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 812,"Franz Morthorst – Der Priester, der dafür sorgte, dass die Nazis nicht mehr ruhig schlafen konnten","Franz Morthorst, der Großonkel des Autors, leistete als Priester vor allem in den 1930er-Jahren Widerstand gegen die Mobilisierung die der NS-Apparat betrieb. Im Oldenburger Land, vor allem in Vechta und Visbek war er bis zu seiner Strafversetzung 1938 nach Warendorf aktiv, bis er 1946 wieder zurück nach Cloppenburg kehren durfte. Er organisierte katholische Pendants zu NS-Fackelmärschen und wehrte sich in offenen Briefen in Zeitungen gegen die Entkonfessionalisierung der Region und das Vorgehen gegen die katholische Kirche von offizieller Stelle. Als er auf Diffamierungen und Kommunismusvorwürfe gegenüber der katholischen Kirche mit Plakatabrissen reagierte, wurde er 1935 für kurze Zeit in Untersuchungshaft genommen. Schließlich wurde er vom Münsteraner Kardinal von Galen innerhalb des Bistums zunächst nach Visbek, schließlich nach Warendorf versetzt. Berichte über ihn und seine regimekritischen Predigten rissen jedoch nie ab.",4 SAB 900,1,13 S.,1930,1949,156,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Warendorf, Simon K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 819,"Frauen und Beruf im 20. Jahrhundert am Beispiel meiner Nachbarin, Frau Dr. Ilse Hauck. Ein Skandal in doppelter Hinsicht","Der Verfasser beschreibt in seiner Arbeit die Vita der kurz nach Fertigstellung der Arbeit verstorbenen Münsteranerin Dr. Ilse Hauck als Beispiel für den schwierigen Weg von Frauen in akademische Berufsfelder. Hauck, die Medizin studierte, schaffte es jedoch, während des Zweiten Weltkrieges, 1943, ihr Studium aufzunehmen. Nachdem sie ihr Staatsexamen 1950 in München ablegte und im selben Jahr den Doktortitel summa cum laude erhielt, arbeitete sie bis 1953 zunächst als Pflichtassistentin, dann als Ärztin in der Universitätsklinik Erlangen. Diese Tätigkeit blieb jedoch auf ein ehrenamtliches Arbeitsverhältnis beschränkt. Nach ihrem Umzug 1959 unterstützte Hauck vor allem ihren Mann, der Geschichtsprofessor an der Westfälischen Wilhelms-Universität war, bei dessen Tätigkeit; als Ärztin wurde sie erst nach dem Tod ihrer ersten Tochter – in den 1970er Jahren – in der psychologischen Betreuung anderer Ärzte wieder aktiv, dabei belief es sich weiterhin auf ehrenamtliche Tätigkeiten. Haucks Biographie erscheint dem Verfasser in doppelter Hinsicht skandalös: Aus historischer Perspektive sei ihr Wunsch, Medizin zu studieren, aufsehenerregend, schon fast ein Skandal gewesen. Rückblickend und von heutigen Maßstäben aus betrachtend, beurteilt er den schwierigen Weg Haucks, sowie ihre nur selten erfolgenden Bezahlungen als skandalös.",4 SAB 906,1,29 S.,1918,2011,96,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",WWU Münster, Nils Stephan P.,Gymnasium Paulinum 820,Frauenstudium in Münster – ein Skandal aus der heutigen Sicht,"Die Schülerinnen Elisabeth Muschiol und Karoline Altgelt erforschen am Beispiel der Universität Münster, mit welchen Argumenten und aus welchen Motiven Frauen im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts das Studium verwehrt bzw. erschwert wurde. Sie differenzieren in ihrer Arbeit zwischen historischem Skandal und rückblickender Skandalisierung. Grundlage ist vor allem eine umfangreiche Sekundärliteratur zum Thema. Der Skandal besteht für die Verfasserinnen vor allem darin, dass Frauen lange Zeit der Zugang zu einem Hochschulstudium nicht möglich war. Dabei beleuchten sie nicht nur die Anfänge und größten Widerstände gegen die Zulassung von Frauen zum Studium, sondern auch, welche historischen Begleitumstände und Hintergründe vom Ersten Weltkrieg bis über die Nachkriegszeit in den 1950ern hinaus die Studienmöglichkeiten von Frauen geprägt haben. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Zugänglichkeit eines Studiums – insbesondere für Frauen – abhängig von politischen, ideologischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen ist. Gleiches gilt für die Wahrnehmung dieses Faktums, ob aus zeitgenössischer oder rückschauender Perspektive.",4 SAB 834,0,23 S.,1892,2011,279,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",WWU Münster," Elisabeth M., Karoline A.",Marienschule 848,"Gefangener der Sowjetunion, „um aus ihm einen Russen zu machen“?!","Die hauptsächlich auf Zeitzeug*inneninterviews basierende Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, wie der sowjetische Kriegsgefangene Bruno Plaschke nach seiner Rückkehr nach Ibbenbüren von der Dorfgemeinschaft wieder aufgenommen wurde. Als „Werwolf“ und somit mutmaßlicher Saboteur im Alter von 15 Jahren 1945 von KGB-Offizieren verhaftet, verbrachte er die kommenden achteinhalb Jahre in verschiedenen Lagern in sowjetischer Gefangenschaft. Erst am 10. Januar 1954 konnte er zu seiner Familie nach Ibbenbüren zurückkehren. Einzig ein von der „Ibbenbürener Volkszeitung“ am Vortag der Rückkehr immer wieder zitierter Ausspruch russischer Soldaten, Plaschke sei inhaftiert worden, um aus ihm „einen echten Russen zu machen“ sorgte in der Erinnerung der Frau des Vorsitzenden des Heimkehrerverbandes, Frau Gersie, für eine Art Spaltung der Ibbenbürener. Konnte sich Plaschke selbst nicht mehr dessen erinnern, kommt sie mit der Erinnerung an Ressentiments und Skepsis dem Sibirien-Heimkehrer gegenüber zu Wort. Die Verfasserin kommt jedoch zu dem Schluss, dass, obwohl sich die Zeitung der starken Russland-Ressentiments der Bevölkerung zu bedienen versuchte, der Skandal bereits nach wenigen Tagen wieder vergessen worden sei – die Inhaftierung selbst hat, wie das Nachwort der Arbeit zeigt – bei Plaschke jedoch bis heute bleibende Spuren hinterlassen.",4 SAB 863,1,21 S.,1945,1954,279,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",UdSSR, Sarah D.,Marienschule 854,"Gemobbt vom Volk. Fristzeit 100 Tage. Giant Pool Balls, 3 Irrlichter","Die vier Verfasser beschäftigen sich in ihrer Forschungsarbeit mit den Münsteraner Skulpturprojekten, die seit 1977 immer parallel zu der documenta in Kassel stattfinden. Die Ausstellungsdauer beträgt 100 Tage, entweder die Skulptur wird anschließend von der Stadt als dauerhaftes Standbild erworben oder muss wieder abgebaut werden. 1973 protestierten die Münsteraner stark gegen die Aufstellung der drei rotierenden Plastikquadrate von George Rickey, die 13.000 Mark kosten sollten. Konkret beschäftigen sich die Schülerinnen mit den Skulpturen „Giant Pool Balls“ – auch unter Aasee-Kugeln bekannt – und den „3 Irrlichtern“.",4 SAB 923,0,55 S.,1977,1987,170,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel",," K., Anna H., K. K.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 855,Georg Sperlich. Skandalträchtiger Bürgermeister in Münster,"Am Vorabend der Weltwirtschaftskrise, 1929, ließ der damalige Münsteraner Oberbürgermeister Georg Sperlich unter dem Namen „Deutsches Heim“ ein 600 Wohnungen starkes Bauprojekt für Familien der Mittelschicht durchführen. Die von fünf Bauunternehmen errichteten Wohnungen wurden jedoch mit dem Einbruch der Wirtschaftskraft eine finanzielle Bürde, als die dort wohnenden Familien ihre Mieten nicht weiter bezahlen konnten. Diesen planerischen Fehlgriff löste Sperlich zunächst mittels einer Selbstanzeige bei der Bezirksregierung auf, die ihn nicht für schuldig befand. Zum Skandal wurde die Angelegenheit jedoch als sich herausstellte, dass die von Sperlich mit dem Bau beauftragten Firmen nicht nur mehr Geld eingestrichen hatten, als geplant, sondern auch für zwei seiner Schwager bei der Auftragsvergabe Vorteile entstanden waren. Nach gegenseitiger Anschuldigungen und Denunzierungen unter den Amtsträgern der Stadt Münster, die die Verfasser linear nachzeichnen, endete eine erneute Selbstanzeige Sperlichs für diesen mit einer Geldstrafe und der Enthebung aus dem Amt des Oberbürgermeisters. Neben dieser Affäre sehen die Autoren auch in seinen gescheiterten, unbeliebten Plänen, den Schlossplatz (damals Hindenburgplatz) mit einem Justizgebäude neu zu bebauen, einen Beitrag zu seiner Entlassung. Der „Bauskandal“ wurde mit zwei außergerichtlichen Vergleichen beendet.",4 SAB 859,0,15 S.,1929,1933,270,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Schlossplatz Münster," Joel B., Jonas I., Julian B.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 867,Giant Pool Balls – ein Kunstskandal in Münster?,"1977 initiierte die Stadt Münster eine Kultur-Ausstellung, in deren Rahmen Künstler Skulpturen für selbstgewählte Ausstellungsorte innerhalb des Promenadenrings schufen. Im Zuge dessen wurden am 6. Juni 1977 die „Giant Pool Balls“ des schwedischen Künstlers Claes Oldenburg am Aasee aufgestellt. Für die Skulpturprojekte investierte die Stadt insgesamt 130.000 D-Mark. In der Münsteraner Bevölkerung löste diese Mittelverwendung großflächige Proteste aus. Dabei führte sich der Widerstand der Münsteranerinnen und Münsteraner bis hin zu aktiven Protestaktionen: Steuerzahlungen wurden verwehrt, die Pool Balls mit Graffiti beschmiert und versucht, in den Aasee zu rollen. Anrückende Polizisten wurden verletzt und einige der Randalierenden daraufhin verhaftet. Erst nach etwa zehn Jahren änderte sich die Grundeinstellung den nunmehr als „Aaseekugeln“ bekannten Pool Balls gegenüber, die nun in einem guten Zustand auch als Art Markenzeichen des Aasees gelten. Neben einer Skizze der Proteste führten die Verfasserinnen auch ein schriftliches Interview mit dem damaligen Kulturdezernenten der Stadt Münster, Franz-Josef Webbeler, durch, in dem er seine – auch in der Retrospektive – positive Sicht auf die Skulptur-Projekte 1977 der seiner Ansicht nach lediglich partikular ablehnenden Haltung einiger Bevölkerungsteile gegenüberstellt.",4 SAB 874,0,23 S.,1977,2011,103,16,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Berit E., Laura H., Pauline N.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 872,Gottesdienststörungen. Mit lokalem Blick auf das 19. Jahrhundert in Münster,"Im Vorfeld des „Kulturkampfes“ zwischen staatlicher und kirchlicher Autorität und im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen geistlichen Würdenträgern wie Clemens August Droste zu Vischering und dem preußischen Staat kam es im Münster des 19. Jahrhundert zu einer Reihe von Konflikten zwischen diesen Parteien. In diesen fielen besonders Gottesdienststörungen auf und stachen hervor. Anfang der 1830er Jahre machte ein Besucher eines Militärgottesdienstes durch unangepasstes und -angemessenes Verhalten auf sich aufmerksam, indem er die Zeremonie durch Rauchen und eine Unterhaltung mit seinem Begleiter offenkundig störte, woraufhin er sich gar einer Anklage ausgesetzt sah. Etwa 30 Jahre später, 1862 weigerte sich ein Unteroffizier, im Rahmen einer Prozession seinen Kopf zu entblößen, woraufhin er von einem Polizeidiener angeklagt wurde, der sich auch per Brief beim königlichen Landratsamt über das Fehlverhalten beschwerte. Sei die öffentliche Resonanz aufgrund der bis dahin erfolgten medialen Entwicklung im zweiten Fall deutlich größer gewesen, lesen die Autorinnen beide Fälle als Auseinandersetzung der um Macht und Einfluss streitenden Parteien der Kirche und des Staats. Doch auch für die Gegenwart verweisen sie auf Gottesdienststörungen als performative Autoritätsanzweiflungen. So wurde 2009 in der Münsteraner Aegidii-Kirche ein Gottesdienst von katholischen Abtreibungsgegnern durch Anhänger der Münsteraner Antifaschisten gestört, die die Teilnehmer mit Konfetti, Kondomen und Flugblättern bewarfen. Sie bewirkten gar, dass – offiziell zur Vermeidung erneuter Ausschreitungen – eine Wiederholung des Formats stattfinden konnte. Abschließend konstatieren die Autorinnen, dass alle in den Beispielen genannten Gottesdienststörungen nicht nur immer noch Straftaten, sondern als Skandale einzuordnen seien, Umfang und Ausmaß der Störung sowie konkretes Vorgehen für die Skandalträchtigkeit einer solchen Störung jedoch von den jeweiligen gesellschaftlichen Maßstäben abhängen.",4 SAB 890,0,30 S.,1830,2011,106,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",Aegidii-Kirche," Greta K., Johanna K.",Gymnasium Wolbeck 877,Greta Bünichmann – war sie wirklich eine Hexe? Wir werden es herausfinden!,"Seit 1994 trägt die Greta-Bünichmann-Straße in Münster ihren Namen – was auf etlichen Widerstand der Anwohner stieß, schließlich war unter diesem Namen eine ehemalige Hexe bekannt, sodass die Bewohner des Viertels, in dem sich ehemals ein Kloster befand, sich vehement gegen diese Namensgebung zur Wehr setzten. Dass die Greta-Bünichmann-Straße schließlich doch derart benannt wurde, ist darauf zurückzuführen, dass die Behörden die Anwohnenden über das tatsächliche Schicksal Bünichmanns aufklärten. Die 1617 in Altenroxel geborene spätere „Hexe“ wurde aufgrund ihrer Heilfähigkeiten und angeblicher Morde an verschiedenen Tieren 1635 mehrfach verhört, gestand unter Folter und wurde schließlich – als eine von 40 Personen in Münster zwischen 1552 und 1644 – enthauptet und anschließend verbrannt. An die Skizze Bünichmanns Vita und der Auseinandersetzung um die Straßenbenennung schließt sich eine fiktionale Kurzgeschichte an.",4 SAB 880,0,16 S.,1635,1994,279,16,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen",," Alicia V., Elsa L., Vanessa B.",Marienschule 880,Gut gedacht – Schlecht gemacht. Bauskandal in Münster Kinderhaus,"In den 1970er Jahren entstand im Münsteraner Stadtteil Kinderhaus die Hochhaussiedlung Brüningheide. Das Gebiet weist nach wie vor grundlegende soziale wie städtebauliche Probleme auf, die ein schlechtes Image der Siedlung bewirken. In ihrer Wettbewerbsarbeit beschäftigten sich die elf Sonderschüler mit dem öffentlichen Aufsehen und der Empörung, die im Zuge eines Hochhausneubaus in Brüningheide – dem unmittelbaren Lebensumfeld der Schüler – aufkam. Mithilfe von Zeitungsartikeln und Fotos sowie Interviews mit Zeitzeugen weisen sie die Schwierigkeiten und Folgen aus, die eine Trabanten-Bebauung damals wie heute mit sich bringt. Außerdem greifen sie auf Stadtpläne aus dem Stadtarchiv Münster zurück. Ihren Forschungsprozess sowie ihre Ergebnisse fassen die Schülerinnen und Schüler in einer reichlich bebilderten Power-Point-Präsentation zusammen, die aktuelle und historische Fotos der Brüningheide enthält. Außerdem haben sie einen „Kinderhaus-Rap“ verfasst.",4 SAB 930,0,39 S.,1970,1979,35,16,"Power-Point-Präsentation, Textbeitrag","Archivalien, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Brüningheide, Mörgim A.,Papst-Johannes-Schule 887,Hat Paul ausgedient? Die Debatte um den Hindenburgplatz in Münster,"Münster, im Mittelalter von militärischer Bedeutung, wurde bereits seit Ende des 17. Jahrhunderts immer mehr seiner Verteidigungsanlagen entledigt. Als schließlich im Gefolge des Siebenjährigen Krieges 1765 der gesamte Festungsgürtel beseitigt worden war, wurde auch damit begonnen, die Zitadelle zu schleifen. Am Ende der Frauenstraße entstand so ein neuer freier Platz, der 1780 zunächst als „der neue Platz“ bezeichnet und im 20. Jahrhundert zunächst auf „Neuplatz“ verkürzt wurde. 1927 wurde dieser Platz nach dem damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg in „Hindenburgplatz“ umbenannt. Aufgrund Hindenburgs fragwürdiger Rolle im Zuge der Machterlangung Hitlers sollte der Platz bereits 1947 wieder in „Neuplatz“ umgetauft werden – diesem Beschluss wurde jedoch nie Folge geleistet. Bis 2010 wurden so über 20 Anträge bei der Stadt Münster eingereicht, diesen umzubenennen. Erst nach Abgabe der Arbeit jedoch kam es zum erfolgreichen Bürgerbegehren für eine Umbenennung in „Schlossplatz“. Auch der vorliegende Beitrag versucht, die Argumente zu dieser Streitfrage abzuwägen. Die Autorin kommt zu der persönlichen Meinung, dass eine Umbenennung anzustreben, dabei jedoch kein „neutraler“ neuer Name, sondern besser der einer Münsteraner Persönlichkeit zu wählen sei. Über die Diskussion der Benennungsfrage hinaus werden auch Streitthemen wie eine mögliche Bebauung des Platzes angeschnitten.",4 SAB 839,1,22 S.,1927,2010,279,16,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel",, Ann-Christin D.,Marienschule 889,Haus Frauenstraße 24,"In der Münsteraner Frauenstraße sollte in den 1970ern und 1980ern ein Jugendstil-Haus abgerissen werden, nachdem ein Makler die Immobile erworben hatte. Zahlreiche Proteste von Bewohnern und Einsprüche von Behörden verzögerten den Prozess, bis es schließlich zu mehrfachen Besitzer-Wechseln und Abrissversuchen kam, die jedoch alle scheiterten. Insbesondere der aktive, zu dieser Zeit noch ungewohnt und innovativ organisierte Protest der Hausbewohner, der schließlich zu einer Hausbesetzung führte, war Gesprächsthema unter den Münsteranern. Im vorliegenden Beitrag imaginieren die Autorinnen, wie eine nach Münster gezogene Studentin über Bekannte Teil des Protests bzw. der ersten Welle der Hausbesetzer-Szene wird. Dabei versuchen die Verfasserinnen, vor allem durch Zeitungsartikel ein Gespür für die Stimmung in dieser Situation zu erlangen und in ihre fiktionale Darstellung einzubringen.",4 SAB 805,0,40 S.,1972,1976,117,16,"Novelle, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Frauenstraße 24," Greta S., Nina G.",Marienschule 898,"Heinz Randow – „einer der besten Deutschen, die ich je getroffen habe“","Im Mai 1936 wurde Heinz Randow Inspektor des „Westfälischen Zoologischen Gartens“ in Münster. Sowohl in Hinblick auf die Artenvielfalt als auch die Besucherzahlen des Zoos konnte Randow bis dahin einzigartige Leistungen und Erfolge verbuchen. Der Tiergärtner und Zoologe, der sich nach dem Ersten Weltkrieg diesem Berufszweig zuwandte und neben Tätigkeiten in verschiedenen deutschen Tierparks auch im Auftrag John Hagenbecks als Tierfänger auf Ceylon tätig war, verließ den Zoologischen Garten 1945 wieder, nachdem dieser in Folge die Kriegsjahre sowohl in weiten Teilen seiner Infrastruktur, als auch in seinem Tierbestand alles andere als unbeschädigt überstanden hatte. Als NSDAP-Mitglied aus der Arbeitslosigkeit zu seiner Stellung gekommen, setzte er während des Krieges zeitweilig französische Kriegsgefangene zur Zwangsarbeit im von ihm geleiteten Zoo ein. Die Autorinnen stellen heraus, wie Randow dabei eine gute Behandlung der Zwangsarbeiter ebenso am Herzen lag wie eine trotz der Kriegsumstände fortdauernde Erhaltung wenn nicht sogar Vergrößerung der Tierbestände des Zoologischen Gartens. Im Zuge der Entnazifizierungsverfahren wurde Randow in die vierte Kategorie – Mitläufer – eingestuft. Weder Vermögen noch Wahlrecht wurden ihm verweigert, dennoch konnte er als Zoodirektor nie wieder Fuß fassen. Als Skandal fassen die Autorinnen die Umstände der Entlassung Randows ein. Weder könne eine dezidiert nationalsozialistische Ideologie dafür als Hintergrund in Frage kommen, noch der Umstand der Zerstörung des Zoologischen Gartens, da Randows Amt schnell mit einem Nachfolger besetzt wurde. Ihren Spekulationen zufolge seien vielmehr Randows non-konformistische Attitüden – von seiner Vita mitsamt der Episode auf Ceylon, über einen freundschaftlichen Umgang mit den Kriegsgefangenen, bis hin zum Umstand, dass er auch während des für die Bevölkerung entbehrungsreichen Krieges die Tiere weiterhin fütterte, teils sogar mit Lebensmitteln – in der einflussreichen und prägekräftigen Münsteraner Bevölkerung auf Ablehnung gestoßen, die im Zuge der zahlreichen Ämter-Umbesetzungen nach dem Zweiten Weltkrieg in seine Entlassung mündeten.",4 SAB 903,0,25 S.,1891,1961,170,16,Textbeitrag,Fachliteratur,"Zoo, Münster"," Rebecca U., Sarah T.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 912,Hermann Landois – der Zoogründer und seine „Wiedertäuferkäfige“,"Nach einer langen Bildungskarriere vom geweihten Priester, über Stellungen als Hauslehrer und Dozent, promovierter Philologe und Lehrer am Münsteraner Paulinum wurde Hermann Johann Theodor Landois 1869 mit 34 Jahren Professor der Zoologie in Münster. 1875 gründete er dort auf einem Grundstück mitten in der Stadt den Zoo für dessen Wachstum er sich beständig engagierte. Dorthin lagerte der Karnevalist sogar Theateraufführungen der „Kleinen Karnevalsgesellschaft“ aus. Doch die dafür entstandene Theaterbühne bildete nur den Auftakt für eine Reihe von Attraktionen, die Landois im neuen Zoo schuf. Während der baufällige Lambertikirchturm 1881 bis 1898 erneuert wurde, wurden an ihm jedoch wieder die historischen Käfige, die dort 1535 für die verurteilten Wiedertäufer angebracht worden waren, aufgehängt. Die bereits angeforderten und von der Stadt bezahlten Nachbildungen jedoch, erwarb der auch der Wiedertäuferthematik gegenüber aufgeschlossene Landois für seinen Privatbesitz – und hing sie 1887 an einem Aufsichtsturm inmitten des Zoos auf. Nach dieser Attraktion reihte sich auch Landois Wohnhaus im Zoo, die sogenannte „Tuckesburg“ mitsamt eines fiktiven Hinrichtungsplatzes und Kanonen, die früher einmal die Stadt Münster beschossen haben sollten in sein Sammelsurium ein. Die Einweihung dieser Attraktionen mündete in einem skurrilen, viele Würdenträger der Stadt diskreditierenden Festakt, den die Autorin in Worten der Literatur wiedergibt. Der in jeglicher Hinsicht unkonventionelle Landois, der sich 1900 gar zeitlebens selbst ein Denkmal errichtete, wird von der Autorin als Persönlichkeit verstanden, die provozieren und damit die Attraktivität eines Zoobesuchs steigern wollte. Von absurden Attraktionen über inszenierte Zwischenfälle während seiner Veranstaltungen bis hin zum Zuschaustellen städteplanerischer Fehlgriffe wie der Käfignachbildungen gelang ihm dies jedoch nur bedingt. Zwar dürften die Anwesenden sich befremdlich gefühlt haben, Resonanz in den öffentlichen Leitmedien der Zeit blieb jedoch weitestgehend aus. Auf die Betrachtung des „Skandals“ folgen Interviews zu familienbiographischen Bezugspunkten zum Zoo. Neben der bei der Körber-Stiftung eingereichten Textfassung liegt im Stadtarchiv auch eine erweiterte Version vor.",4 SAB 901,1,20 S.,1875,1905,103,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Gymnasium Paulinum, Münster, Zoo, Münster", Anna Noemi T.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 928,Hitlers Gäste. Flüchtlinge und Vertriebene als Ärgernis der Nachkriegszeit,"Eingebettet in eine Darstellung des historischen Kontextes der Flucht vieler Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg, befasst sich der Beitrag mit den anhand von Erzählungen nacherzählten Erlebnissen zwei als Kinder nach Westfalen Geflohener. Während der in die Kleinstadt „E.“ geflohene „W.“ vor allem bei Erwachsenen auf Ressentiments und Vorbehalte stößt, die ihm, bis zu seiner schlussendlichen Einstellung durch das Finanzamt Münster, vor allem ein Fußfassen in der Arbeitswelt erschweren, berichtet die nach Münster geflohene „G.“ von Diskriminierungen im Umfeld der Schule. Sowohl unter Mitschülerinnen und Mitschülern, als auch unter den Lehrpersonen habe sie, 1950 dort angekommen, einen sehr schlechten Stand gehabt.",4 SAB 873,0,24 S.,1945,1960,335,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Finanzamt, Münster"," Charlotte P., Chris O.",Friedensschule 935,Husch Ball,"Die sehr dekorativ gestaltete Arbeit schildert zu weiten Teilen die Sicht eines Teilnehmers des Husch-Balls, den Huren- und Schwulen-Ball der Münsteraner Aidshilfe, der 1990 erstmals veranstaltet wurde. In fiktiven Tagebucheinträgen eines sich in der Coming-Out-Phase befindenden Münsteraners wird sein schwieriger Alltag im konservativen Münsteraner Umfeld, vor allem aber seine Begeisterung vom ausgeschmückten Ballabend, dargestellt. Darüber hinaus wird der Wandel im Umgang mit diesem Format anhand der veränderten medialen Darstellung und Thematisierung aufgegriffen und die gegenwärtige Situation der Münsteraner Homosexuellen-Szene angesprochen.",4 SAB 917,0,49 S.,1990,2011,261,16,"Novelle, Textbeitrag","Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Hanna R., Johanna H., Katrin R.",Marienschule 946,"Ist das Kunst oder kann das weg? Die Ru(h)mkugeln am Aasee: Provokation, Kunst oder ein Beitrag zum lebenslangen Lernen? Eine Untersuchung zur skandalverdächtigen Skulptur 1977","1977 wurde am Aasee in Münster das öffentliche Kunstwerk »Giant Pool Balls« aufgestellt, drei Billardkugeln aus Beton mit einem Durchmesser von rund dreieinhalb Metern. Die Skulptur stammte vom amerikanischen Pop-Art-Künstler Claes Oldenburg und wurde im Rahmen der ersten Kunstschau „SkulpturProjekte“ ausgestellt. Die Öffentlichkeit in Münster reagierte schockiert auf das Kunstwerk im öffentlichen Raum. Anhand zeitgenössischer Pressedarstellungen und eines Interviews mit dem ehemaligen Oberstadtdirektor von Münster rekonstruieren die Schülerinnen Zainab Reda und Hannah Salzig den Konflikt. Auf Grundlage einer Passantenbefragung legen sie dar, wie sich die öffentliche Meinung wandelte und sich ein offeneres Kunstverständnis in weiten Teilen der Münsteraner Bürgerschaft durchgesetzt hat. Ein Interview mit dem damaligen Münsteraner Oberstadtdirektor Dr. Herrmann Fechtrup ergänzt die Passantenmeinungen sowie die aufgearbeiteten Pressestimmen zu den „Giant Pool Balls“ um eine Position von offizieller Seite, die zu erläutern versucht, inwiefern Aktionen wie die „SkulpturProjekte“ den Münsteranerinnen und Münsteranern Kunst im öffentlichen Raum näher bringen sollten. Die Skulpturen-Ausstellung selbst hat sich, im zehnjährigen Rhythmus, als fester Bestandteil der Münsteraner Kultur-Landschaft etabliert.",4 SAB 810,0,49 S.,1977,2011,318,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Hanna S., Zeinab R.",Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 954,Johann Paul Kremer: Ein verurteilter KZ-Arzt – an Münsters Uni herzlich willkommen?,"Der Münsteraner Professor für Anatomie und Chirurgie Johann Paul Kremer, seit 1932 NSDAP- und 1934 SS-Mitglied wurde nach freiwilliger Meldung für das SS-Lazarett in Prag 1942 in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau abgeordnet, wo er vom 29. August bis 18. November Dienst leistete. Skandalös erscheint den Verfassenden die grundlegende Wertverletzung, die in Kremers Fall vorliegt. Als Arzt dem menschlichen Leben verpflichtet, hat er vielmehr an ihrer Tötung mitgewirkt und seiner medizinischen Neugier mit Untersuchungen an den frischen Leichnamen Folge geleistet. Nach seiner Verurteilung zum Tode im Krakauer Auschwitzprozess 1947 kam er jedoch nach einer Begnadigung zu lebenslanger Haft 1958 aufgrund guter Führung wieder frei. Nach seiner Rückkehr nach Münster im selben Jahr wurde er auch hier wegen Mordes zu zehn Jahren Haft verurteilt, die jedoch unter Berücksichtigung seiner vorigen Haftstrafe ausgesetzt wurden. Als skandalös wurde aber auch seine Rückkehr an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster empfunden, wo er feierlich wieder empfangen wurde. Weniger die Presse, die rein deskriptiv berichtete, noch die WWU, die sich – wie Kremer selbst – durch dessen Schicksal erschüttert sah, als vielmehr andere Universitäten und das Comité International d’Auschwitz Wien äußerten sich entsetzt.",4 SAB 892,0,11 S.,1932,1965,17,16,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Zeitungsartikel","Auschwitz / Auschwitz-Birkenau, WWU Münster"," Alexander M., Constantin L., Elia K.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 955,Johann Paul Kremer. Arzt oder Mörder?,"1936 wurde Johann Paul Kremer zum außerordentlichen Professor für Anatomie und menschliche Vererbungslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster berufen. Die vorliegende Arbeit stellt dar, wie Kremers Karriere, ausgehend von seiner doktrinär ideologischen Fundierung ihn 1942 nach seiner Meldung zum freiwilligen Dienst im Prager SS-Lazarett bis ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau führte, wo er als Aushilfs-Lagerarzt von August bis November 1942 tätig war. Im Zuge dessen bildete sich bei ihm rasch ein experimentelles und Untersuchungsinteresse an den Leichnamen und Organen der ermordeten Häftlinge aus. Seine Tätigkeit protokollierte er sorgfältig in seinem Tagebuch, welches im späteren Prozess gegen Kremer als Beweismittel eingesetzt wurde. Die anfängliche Todesstrafe wurde von der polnischen Justiz zu einer zehnjährigen Gefängnisstrafe ausgesetzt, welche darüber hinaus nach seiner Rückkehr nach Deutschland als Abgeltung für seine dortige Verurteilung gewertet wurde. Die Reaktion der Münsteraner Presse darauf interpretiert der Verfasser als missbilligend und somit das Urteil skandalisierend.",4 SAB 907,1,19 S.,1936,1960,279,16,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel","Auschwitz / Auschwitz-Birkenau, WWU Münster", Shaghayegh G.,Marienschule 976,Jürgen Möllemann – die Skandale aus Münster,"Die Arbeit beleuchtet den Werdegang des Münsteraner Studenten und späteren Staatssekretärs und Bundesministers Jürgen Möllemann. Seine Laufbahn, seine polarisierende Persönlichkeit, sowie seine Verwickelungen in Affären um Vorteilnahme im Amt, Schwarzgeldkonten und illegale Parteispenden werden dabei in Form fiktiver Zeitungsanzeigen, -artikel und Leserbriefe dargestellt, diskutiert und aus verschiedenen Blickwinkeln knapp bewertet. Auch Hypothesen zum mutmaßlichen Selbstmord Möllemanns werden in zwei Artikeln andiskutiert.",4 SAB 916,0,26 S.,1945,2003,117,16,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Franziska B., Helena S.",Marienschule 1015,Konrad und ich,"Die Autorinnen, unter ihnen eine Verwandte Konrad Adenauers, verarbeiten dessen Vita in einem fiktiven Tagebuch, dessen ebenfalls fiktionale Verfasserin, Marie Eigl mit Adenauer von den 1930er- bis 1950er-Jahren in Kontakt stand. 25 Jahre nach Adenauers Tod, am 19. April 1992 ist ein Aufruf der Bundesregierung, persönliche Informationen über Adenauer zusammenzutragen, Anlass dieses Tagebuch wieder zu öffnen. Das Tagebuch setzt sich dabei in erster Linie mit Adenauers entschiedener Ablehnung den Nationalsozialisten gegenüber auseinander. Die Protagonistin wird von den Verfasserinnen jedoch als weniger „skandalös“ aus Sicht des Regimes gezeichnet. Vielmehr geriet sie ob der einschüchternden Maßnahmen und Vorgehensweisen des NS-Regimes in eine defensiv-vorsichtige Haltung gegenüber einer Politik, die sie zwar nicht mittragen wollte, jedoch auch nicht aktiv verneinte. Die Form des Tagebuchs begreifen die Verfasserinnen als besondere Möglichkeit, sich selbst, sowie Leserinnen und Leser zu historischer Empathie zu befähigen.",4 SAB 840,0,93 S.,1930,1992,117,16,"Novelle, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen",," Annalisa W., Paula F.",Marienschule 1037,Kurzer Prozess am Baum. Der letzte Fememord in Sendenhorst. Ein Skandal?,"Im Münsteraner Umland, in Sendenhorst, gab es bis 1516 ein sogenanntes „Femegericht“. Üblicherweise setzte sich ein solches Gericht aus einem Freigrafen und sieben Freischöffen zusammen. Meist wurde sich dort mit schweren Verbrechen befasst, die nicht selten mit der Todesstrafe geahndet wurden; allerdings kam es in vielen Fällen nicht zu deren Vollstreckung. Nachdem 1516 jedoch ein Bauer, der Überlieferung nach „ohn erhebliche ursach“ dort erhängt wurde, ließ Bischof Erich das Femegericht abschaffen. Noch heute zeugen ein Kreuz, sowie eine Holzfigur von der Erhängung des Bauern Horst.",4 SAB 847,0,27 S.,1516,2011,106,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",Sendenhorst," Jan W., Kai S.",Gymnasium Wolbeck 1077,Martin Blome – als es noch Werwölfe gab?,"Sofie Kämereit beleuchtet in ihrer Wettbewerbsarbeit den Fall Martin Blomes, der im Zuge der Hexenverfolgungen 1605 in einem Werwolfprozess als vermeintlicher Mörder und Ehebrecher hingerichtet wurde. Die Schülerin rollt den Skandalfall neuzeitlichen Aberglaubens neu auf und rekonstruiert ihn mithilfe von Archivquellen und wissenschaftlicher Literatur. Neben einer detaillierten und anschaulichen Darstellung der Konfliktlage rund um den schließlich in Münster hingerichteten Martin Blome und dessen Verurteilung, situiert die Verfasserin den Prozess in der sozialen Struktur wie Vorstellungswelt der Frühen Neuzeit. Dabei werden Grundzüge des Gesellschaftsaufbaus dem Leser ebenso nahe gebracht wie soziale Mechanismen wie Gerichtstage und Hinrichtungen. Der Arbeitsbericht stellt bei diesem Beitrag keine chronologisch-lineare Auflistung der Arbeitsschritte dar, sondern reflektiert retrospektiv Vorgehen und inhaltlichen wie methodischen Lernzuwachs.",4 SAB 825,1,50 S.,1605,2011,,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Filme, Internetquellen",, Sofie K.,Marienschule 1100,Mexiko – Die Flucht vor der Gewalt. Wie Verbrechen in der Vergangenheit die Gegenwart vieler unschuldiger Menschen zerstört,"Nach seinem einjährigen Aufenthalt in Mexiko setzt sich der Schüler Simon Rath in seiner Arbeit mit den sozialen Verhältnissen im mittelamerikanischen Land auseinander. Anlass bietet dazu die Geschichte Verwandter seiner Gastfamilie, die, zu Wohlstand gekommen, Opfer wiederkehrender Überfälle, Drohungen und Erpressungen wurde und selbst unter Zuhilfenahme der höchsten Ermittlungsbehörde – der Staatsanwaltschaft – weiterhin kein sicheres Leben führen konnte. Der Beitrag führt dabei die Unterwanderung des mexikanischen Staates durch Gruppierungen organisierter Kriminalität auf Misswirtschaft und fragwürdig demokratisches Verhalten der mexikanischen Politik, aber auch die Unterminierung der mexikanischen Gesellschaft durch von den USA initiierten Drogenanbau und -handel zurück. Dabei reflektiert Rath abschließend, dass Skandale offenbar nicht nur zeitlich, sondern auch sozial und regional in ihrer Wahrnehmung voneinander abweichen: Während in Mexiko lebensgefährliche Kriminalität an der Tagesordnung sei, würden, so sein Fazit, in Deutschland schon kleinere Skandale von den Medien schnell zu großen Politika erhoben.",4 SAB 813,1,89 S.,2010,2011,278,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Mexiko, Simon R.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1114,Mörder auf freiem Fuß! Ein Skandal aus dem Münster des 16. Jahrhunderts,"Wie würde die Öffentlichkeit heute reagieren, wenn ein nachweislich überführter Mörder auf freiem Fuß bleibt, weil er zur gesellschaftlichen Oberschicht gehört? Diese Frage stellt sich die Schülerin Kirsten Becker, die einen Mordfall des 16. Jahrhunderts in Münster untersucht. Nach einer Streitigkeit auf einer Hochzeitsfeier ermordete der Domherr Berndt von Oer am 20. März 1588 im Beisein von Zeugen den Komtur des Johanniterordens Melchior Droste zu Senden. Um die Ahndung des Verbrechens entbrannte ein öffentlicher Konflikt, der weit über Münster hinaus Aufsehen erregte und in den sich neben Fürsten und Bischöfen auch der Papst einschaltete. Trotz eindeutiger Beweise wurde Berndt von Oer freigesprochen. Kirsten Becker analysiert den Skandal auch im Hinblick auf die Folgen für das Gerichtswesen der Stadt Münster. Grundlage ihrer Arbeit sind die Kriminalakte aus dem Stadtarchiv Münster und Sekundärliteratur zum Thema. Deutlich wird dabei aber auch, wie klar die Bürger der Stadt Münster – trotz eindeutiger Positionierungen von höchster Geistlicher Stelle – ihre Position beibehalten und ihre Macht wahren wollen.",4 SAB 798,1,21 S.,1588,1589,65,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur",, Kirsten B.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1130,Münsters Wiedertäufer,"1533 kam mit Jan van Leiden der erste Wiedertäufer aus den Niederlanden nach Münster. Diese Glaubensrichtung wuchs in der Folgezeit weiter an, sodass 1534 die Täufer Münster beherrschten und den Münsteranern ihren Glauben aufzwangen oder mit der Verbannung drohten. Erst die Einnahme der Stadt durch katholische Truppen 1535 konnte diese Herrschaft beenden. Ein Comic illustriert im Anhang die historischen Vorgänge.",4 SAB 818,0,18 S.,1533,1535,117,16,"Comic, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen",," Jana N., Nina K.",Marienschule 1134,"Nach einem Jahr aus dem Amt gejagt – (k)ein Skandal? Bischof Adler in Münster, 1933-1934","Bruno Adler trat am 1. November 1933 das Amt des evangelischen Bischofs von Münster an. Verkehrte er schon zu Studienzeiten in Münster in antisemitischen Kreisen, wurde seine judenfeindliche und NS-treue Haltung spätestens durch seine Mitgliedschaft bei den „Deutschen Christen“ klar. Seit 1931 NSDAP-Mitglied trug der selbstbezeichnete „Prediger im Braunhemd“ auch zur nationalsozialistischen Propaganda und wünschte auch außerhalb von Parteiveranstaltungen im kirchlichen Rahmen die SA-Uniform anlegen zu dürfen. 1932 wurde Adler schließlich zum Provinzhalter der deutschen Christen in Westfalen ernannt. Auf seine Berufung zum Bischof reagierten vor allem die nicht-regimetreuen, oppositionell gesinnten Bekennenden Christen mit Ablehnung. Eine von ihnen einberufene Provinzialsynode, in der sie die Mehrheit gehabt hätten, wurde jedoch als es zur Abstimmung kommen sollte, durch den Auszug der Deutschen Christen beschlussunfähig gemacht. Ging nun auch die Gestapo entschlossen gegen diese Synodalteilnehmer der Bekennenden Christen vor, wurde doch deutlich, dass Adler die Unterstützung durch weite Teile der evangelischen Kirche verwehrt blieb. Wurde ihm im ersten Jahr seiner Amtsbekleidung der Zugang zu einer geeigneten Kirche für die Bischofsweihe verweigert, hatte er 1934, nach seiner offiziellen Amtseinführung bereits jeglichen Halt in Westfalen verloren, sodass er 1936 eine Dompfarrstelle in Brandenburg annahm und ab dem 1. September 1939 offiziell nicht mehr Bischof von Münster war. Bei ihren Betrachtungen kommen die Autoren zu dem Schluss, dass weniger die Ablehnung Adlers, auf die die Regierung sowie die regimetreuen Deutschen Christen zeitgenössisch empört reagiert hatten, als aus heutiger und christlich-moralischer Sichtweise vielmehr die Tatsache, dass mit Adler ein menschenfeindlicher, überzeugt nationalsozialistischer Antisemit in das Amt des Münsteraner Bischofs erhoben werden sollte, einen Skandal darstellt. Dabei überwiegt ihrer Meinung nach der Normverstoß der Moralentfremdung durch die Deutschen Christen gegenüber dem Normverstoß der ausbleibenden Unterstützung Adlers seitens der Bekennenden Christen.",4 SAB 875,0,24 S.,1933,1939,12,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Luca L., Malte G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1171,Nord-West Schleife Kinderhaus – ein 40 Jahre langer Skandal?,"Im Münsteraner Stadtteil Kinderhaus – einem sozialen Brennpunkt der Stadt – entstand in den 1970er Jahren eine Hochhaussiedlung, die Großwohnsiedlung Brüningheide. Von Beginn an stand die monotone und sozial kalt anmutende Trabantensiedlung in der Kritik. Schimmelbefall und weitere Bauschäden verschlimmerten die Wohnsituation in den 1980er Jahren. Der Sanierungsstau reicht bis in die Gegenwart. Hannah Mehlich und Maike Strewick haben sich mit der öffentlichen Empörung über die Wohnsituation in der Brüningheide befasst. Für ihre Wettbewerbsarbeit verwendeten die beiden Schülerinnen Zeitzeug*inneninterviews, einschlägige Literatur und Quellen aus den Beständen des Stadtarchivs.",4 SAB 924,0,40 S.,1970,2011,65,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews","Brüningheide, Kinderhausviertel, Münster"," Hannah M., Maike S.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1186,Otmar Freiherr von Verschuer. Mediziner im Nationalsozialismus. Untaten zum Wohle der Ideologie,"Der Humangenetiker Otmar Freiherr von Verschuer (1896-1969) war ein führender Rassenhygieniker in der Zeit des Nationalsozialismus. Obwohl seine Verstrickung in das NS-Regime bekannt war, berief ihn die Universität Münster 1951 zum Professor für Humangenetik und zeitweise auch zum Dekan der medizinischen Fakultät. In seiner Wettbewerbsarbeit zeigt Tim Hummelt mithilfe eines intensiven Quellenstudiums u.a. auf, dass Otmar Freiherr von Verschuer nach 1945 keinerlei Reue über seine Taten während des Nationalsozialismus zeigte. Grundlage seiner Wettbewerbsarbeit sind Zeitzeugengespräche, Presseartikel und einschlägige wissenschaftliche Literatur zum Thema.",4 SAB 862,1,36 S.,1896,1969,278,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",WWU Münster, Tim H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1208,Predigten in dunklen Zeiten. Der „Skandal“ um Kardinal von Galen,"Die Arbeit befasst sich mit den Predigten des Münsteraner Bischofs und späteren Kardinals Clemens August Graf von Galen. Während der nationalsozialistischen Herrschaft nutzte er diesen Rahmen um das Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten als menschenverachtendes Vorgehen zu entlarven und anzuprangern. Dabei wird im Beitrag vor allem herausgestellt, dass die Predigten zu ihrer Zeit den Nationalsozialisten als Skandal erschienen, da niemand es gewagt habe, deren Ideologie und Politik öffentlich so scharf anzugreifen. Die Perspektivität von Skandalen macht der Verfasser daran deutlich, dass im Gegensatz dazu in der Gegenwart diese Politik selbst, sowie ein Schweigen angesichts solcher Zustände als skandalträchtig betrachtet würde. ",4 SAB 913,1,19 S.,1941,1946,80,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Moritz L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1210,"Pro Familia Münster zwischen Kommune, Kirche und Klischee","1952 wurde die Beratungsstelle für Sexualpädagogik »Pro Familia« als gemeinnütziger Fachverband gegründet. 1974 eröffnete eine Außenstelle von Pro Familia in Münster. 1976 musste diese wieder schließen, nachdem ein jährlicher städtischer Zuschuss durch Stadtverwaltung und CDU mehrfach abgewiesen wurde. Als Grund hierfür wurden die Beratungen zum Schwangerschaftsabbruch vermutet, die seit der Reform des § 218 auch in Münster deutlich zugenommen hatten – aus Sicht der Unterstützer von Pro Familia eine skandalöse Rechtsbeugung. Die Untersuchung der Schülerin Rebecca Kittel zum Konflikt um Pro Familia basiert auf Archivalien, Presseartikeln und Zeitzeugengesprächen und stellt ihn in den Kontext der sich über Jahrzehnte hinziehenden Auseinandersetzung um den § 218. Konkretisiert und differenziert wird das Bild des Konflikts, der sich maßgeblich um die Frage des Schwangerschaftsabbruchs drehte und der von vielen Seiten mit pauschalisierenden Urteilen und Ansichten geführt wurde, durch Befragungen einiger Beteiligter, deren Mitschnitte auf einer CD-Rom beiliegen.",4 SAB 823,1,56 S.,1974,1986,65,16,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Rebecca K.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1211,Professor Hermann Landois. Berühmt oder berüchtigt?,"Der Beitrag setzt sich knapp mit der Biographie des Münsteraner Zoo-Begründers, Vogelschützers und Katzen-Hasser-Vereins-Gründers Hermann Landois auseinander.",4 SAB 883,0,9 S.,1853,1905,260,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen","Zoo, Münster", Emma E.,Marienschule 1224,Querulant von Münster – der Weigand-Skandal. Ein Film,"1961 starb Paul Blomert, Mitarbeiter des damaligen Oberbürgermeisters von Münster. Der Sozialanwalt Günter Weigand behauptete, dass Blomert ermordet worden sei, während die Polizei von Selbsttötung ausging. Weigand wurde von einem Gutachter für geisteskrank erklärt, in die Psychiatrie und später ins Gefängnis eingewiesen. Auf Grundlage eines intensiven Quellenstudiums und eines Interviews mit der Zeitzeugin und Journalistin Nina Grunenberg arbeitet der Schüler Johannes Schröten in seiner Wettbewerbsarbeit heraus, wie im Fall Weigand Judikative und Presse aufeinanderprallten. Die Schilderung der politischen Situation der BRD in den 1960er Jahren und eine ausführliche Biographie Weigands bilden die Grundlage seines Buch- und Filmbeitrags. Darstellungen der Sachlage wechseln sich mit Erinnerungen Grunenbergs und Betrachtungen der Berichterstattung in dem erklärten Dokumentarfilm ab. Gesondert vom Dokumentarfilm findet sich ein persönlicher Kommentar Schrötens auf einer eigenständigen DVD.",4 SAB 806,1,65 S.,1961,1966,61,16,Film,"Archivalien, Filme, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Johannes S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1242,Sambaverbot in Greven,"1949 beschloss der Grevener Bürgermeister Anton Minnebusch, den Samba in seinem Arbeitsbereich bei Geldstrafe zu verbieten; noch vor der Ratifizierung durch die Ratsmitglieder wurde es per Polizeiverordnung durchgesetzt. Greven, eine Kleinstadt im katholisch-konservativen Münsterland wollte damit einer Beeinträchtigung des „öffentlichen Wohles und Anstands“ durch den afro-brasilianischen Tanz entgegenwirken. Anlass des Verbots, dem der Rat zustimmte, obwohl außer dem Bürgermeister nur eines der Ratsmitglieder jemals Zeuge dieses Tanzes geworden war, war vor allem der durch diesen Tanz bedingte, mutmaßlich nahezu erotische Kontakt zwischen Grevenern und Displaced Persons (DP). Die DP waren Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs als Zwangsarbeiter in Deutschland waren und nun in ihre Heimat zurückkehren sollten. Zu diesem Zweck wurden sie zunächst in Lagern gesammelt, von denen aus sie dann weiterreisten. Eines dieser Lager befand sich Ende der 1940er-Jahre auch in Greven. Dass es dort zu gemeinsamen Festen der Einheimischen und der DP kam, bei denen auch Samba getanzt wurde, schmeckte vielen sehr konservativen Bewohnern Greven nicht. Mit dem Verbot versuchten sie diese Kontakte zu unterbinden. Rasch jedoch wirkte die Bezirksregierung der rechtlich nicht haltbaren Prohibition entgegen und sorgte für deren Aufhebung. Der Beitrag zeigt vor allem auf, wie Zeitgenossen das Verbot, nachdem es auch durch die Presse publik und zum Diskussionsthema gemacht wurde, als lächerlich empfunden und darüber gespottet haben. Neben Zeitzeug*inneninterviews bedient er sich dabei vor allem einschlägiger Briefe und Eingaben an den Rat – das Gespött hielt in der öffentlichen Meinung auch über das Verbot hinaus an.",4 SAB 842,1,24 S.,1949,1950,260,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Greven, Franziska F.,Marienschule 1253,Schockemöhle schockt die Reiterwelt,"1990 sorgte ein in der Sendung „Stern TV“ vorgespieltes Video für einen Eklat in der Reiterszene: Zu sehen war, wie der etablierte Pferdebesitzer, -trainer, -züchter und -händler Paul Schockemöhle eines seiner Pferde mit der Trainings-Methode des „Barrens“ drangsalierte, bei der dem Pferd im Zuge des Sprungtrainings auf verschiedene Weisen Schmerzen beim Überspringen der Hindernisse zugefügt werden können, um es dazu zu bringen, höher zu springen. Konnte ein Ausschließen Schockemöhles von den zu diesem Zeitpunkt stattfindenden Reitertagen in Schweden am Verhandlungstisch verhindert werden, blieb auch die Empörung über seine Trainingsmethoden nach Ansicht der Verfasserin nur von kurzfristiger Dauer und Wirkung. Horst Lorenz, der das Video Stern TV zugespielt hatte, wurde bald schon bezichtigt, aus persönlichen Racheabsichten so gehandelt zu haben. Ein möglicher, auf Emotionen gegen Schockemöhle aufbauender Skandal verpuffte an dieser Stelle vor allem durch die eindeutig scheinenden Motive Lorenz’.",4 SAB 861,1,16 S.,1990,2011,37,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Henrike P.,Marienschule 1259,"Schule zwischen Obdachlosenlager, Kinderbadewanne und Professorenghetto. Die Wartburg-Grundschule als Ganztagsschule oder: Wie eine „Skandalschule“ über mutige bildungspolitische Pionierleistungen zum Vorzeigeobjekt wird","„Als Rabeneltern wurden diejenigen beschimpft, die ihre Kinder bei uns anmeldeten“. Frau Greiling brachte 2008 als Schulleiterin des Wartburg-Gymnasiums den zweifelhaften Ruf ihrer Schule zu Gründungszeiten auf den Punkt. 1968 aus der Wartburg-Volksschule hervorgegangen hatte die Schule im konservativ-bürgerlichen Münster zu Beginn keinen leichten Stand. Personell unterbesetzt und nur zögerlich von der Stadt mit Mitteln versehen, war es vor allem das Bestreben der Eltern, eine Ganztagsschule aus der Wartburgschule zu machen. Gesellschaftliche Differenzen in Hinblick auf Lernvoraussetzungen und -möglichkeiten der Kinder sollten so kompensiert werden. Die Nachmittagsbetreuung jedoch brachte rasch die Eltern in Verruf, die ihre Kinder dort in Obhut gaben. Erst mit der Unterstützung durch die Universität Münster 1979 begann eine differenziertere Meinungsbildung über die Ganztagsbetreuung. Auch in den kommenden Jahren war die Schule stets um Weiterentwicklung ihres pädagogischen Konzepts bemüht. Der Verfasser zeichnet in seiner Arbeit die verschiedenen Maßnahmen und Meinungen über das Projekt Wartburg-Grundschule im Lauf ihrer Entwicklung bis zur Vollendung der Ganztagsmaßnahmen 2011 nach. Dabei charakterisiert er die Schule als modellhaft, mutig und ihrer Zeit voraus. Diese Fortschrittlichkeit, die anfangs noch als skandalös wahrgenommen worden sei, wandelte sich jedoch mit der wissenschaftlichen und universitären Rückbindung der Schulentwicklung, die auch in der Öffentlichkeit zu einer weniger polarisierenden Meinungsbildung beitrug.",4 SAB 858,1,62 S.,1968,2011,318,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Wartburg-Grundschule, Münster", Philipp-Donatus G.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1261,Schülerproteste um die 70er Jahre in Münster,"In Nachfolge der Studentenbewegungen und -proteste Ende der 1960er-Jahre in Deutschland sehen die Autoren Schülerproteste, -bewegungen und -organisation im Laufe der 1970er. Im Kern der vorgestellten Schülerparteien und ihrer Forderung stand dabei die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems. Für viele Beteiligten des Bildungssystems und der Gesellschaft war diese Form des Protests zu dieser Zeit noch ungewohnt, weshalb manche der Kritisierten überreagierten. Die Autorinnen sehen in den friedlich für ihre Ziele und Wünsche kämpfenden Schülern Vorbilder, wenn es darum geht, eigene Interessen und Werte zu verteidigen und durchzusetzen.",4 SAB 885,0,24 S.,1970,1979,190,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Internetquellen",," Katharina L., Laura B.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1266,Schwarzer Klotz vor Barockfassade. Die Diskussion um Sol LeWitts Kunstwerk „Black Form – dedicated to the missing jews“ (Skulpturenausstellung Münster 1987),"Im Zuge der Skulpturen-Ausstellung 1987 in Münster installierte der Künstler Sol LeWitt vor dem Schloss einen schwarzen Quader aus Gasbetonstein vor dem Schloss, die damals auf viel Widerstand stieß. Als Mahnmal intendiert sollte sie an die Juden erinnern, die im Zuge des Holocausts vielerorts verfolgt und verdrängt wurden und bis heute nicht wieder in die Gesellschaft Europas zurückkehren konnten. Der schwarze Riegel sollte darauf verweisen, dass ein Stück der Gesellschaft fehle. Der positiven Einstellung der Münsteraner Rats-Mitglieder und Universitäts-Vertreter zu diesem Denkanstoß stand dabei vor allem ein Hinterfragen des ästhetischen und künstlerischen Werts der Skulptur durch Teile der Bevölkerung, das sich in Graffitis und Beschädigungen des Mahnmals äußerte, gegenüber. Den eigentlichen Skandal präsentieren die Verfasser in der flammenden Diskussion, die durch die Frage entfacht wurde, ob die Skulptur dauerhaft dort zu installieren sei. In Zeitungen und öffentlichen Foren wendeten sich viele Münsteraner Bürgerinnen und Bürger gegen die ihrer Ansicht nach ästhetisch zweifelhafte Skulptur, wie der Beitrag anhand Zeitungsartikeln, Leserbriefen und Archivalien dieser Zeit aufarbeitet. Während Friedensinitiativen und Parteien weiter für den Kauf plädierten, scheiterte er vor allem am Widerstand des Regierungspräsidenten und in dieser Funktion Grundstücksbesitzer Erwin Schleberger. Dieser fürchtete ebenso wie die Universitäts-Verwaltung und das Amt für Denkmalpflege um den Denkmals-Wert des Schlosses. Aus Verärgerung über die abgelehnte dauerhafte Skulptur-Aufstellung schenkte LeWitt sie schließlich der Stadt Hamburg, wo sie bis in die Gegenwart vor dem Rathaus in Altona steht. In den 2000ern wurde die Diskussion noch einmal relevant. Der von den Verfassern interviewte damalige Regierungspräsident wollte nun doch noch die Skulptur vor dem Schloss aufgestellt wissen. Der Plan scheiterte jedoch an den Weigerungen Hamburgs die „Black Form“ in Altona abreißen zu lassen, sowie LeWitts, eine zweite solche Skulptur anzufertigen.",4 SAB 871,0,25 S.,1987,2011,99,16,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Schlossplatz Münster," Giordano K., Mauritz K.",Schillergymnasium 1273,"Sex, Drugs und Kirchenmusik. Die Rolling Stones in Münster 1965. Ihr erstes Deutschlandkonzert","1965 traten die Rolling Stones das erste Mal in Deutschland auf. Waren Konzerte der Band in Großbritannien bisher meist über die Stränge geschlagen, gab es Ausschreitungen und massive Einsätze der Polizei, fürchteten nun auch die Deutschen um die öffentliche Ordnung. Dass dabei die Stones ausgerechnet in Münster, bekannt für seine katholisch-konservative Bürgerschaft, auftraten, trug dazu bei, die lokalen Ängste um Sitte und Ordnung noch zu verstärken. In ihrem Beitrag transferieren die Verfasserinnen den Stones-Auftritt medial in die Gegenwart, indem sie eine Website zu dem Konzert gestalten. Enthält der zugehörige Textbeitrag neben den Textteilen der Website auch ihre Einschätzung der Meinungen und Berichterstattungen zu dem damals als „Skandal“ empfundenen Auftritt der Beat-Band, sowie Zeitzeug*inneninterviews, präsentiert die Internetseite vor allem den Auftritt selbst als Veranstaltung in der modernen Medienwelt. Ein Forum zeigt fiktive Kommentare von Stones-Fans; informative Texte stellen die Rahmensituation dar; Pressestimmen runden das Bild ab.",4 SAB 851,0,40 S.,1965,2011,279,16,"Textbeitrag, Website","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Anna H., Kathrin H.",Marienschule 1281,Skandal: Prozesse wegen Gotteslästerung gegen das Stadtblatt,"Burkhard Fritsche, Karikaturist des Münsteraner Stadtblatts und Holger Jenrich, Journalist und Autor der Zeitung wurden 1985 und 1986 wegen „Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft“ vor dem Amtsgericht Münster und schließlich vor dem Landgericht verklagt, da sie in Karikaturen und Artikeln christlich begründete Traditionen und Anschauungen, die in der Gesellschaft besonders sichtbar sind und waren, sowie das Vorgehen gegen religionskritische Stimmen kritisch und satirisch betrachtet hatten. In Interviews mit dem Autor räumen beide der generell konservativen gesellschaftlichen Stimmung zu dieser Zeit, aber auch der besonders konservativ gestimmten Stadt und unnachgiebigen Staatsanwaltschaft Münster eine entscheidende Rolle in Hinblick auf Anklage wie Prozess ein, bei dem sie schließlich zu geringen Geldbußen verurteilt wurden.",4 SAB 888,1,22 S.,1985,1986,293,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Loris P.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1282,Skandal: Zwangsarbeit in Münster und Umgebung,"Mehr als zwölf Millionen Menschen wurden während des Zweiten Weltkriegs aus den von der Wehrmacht besetzten Gebieten als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt. Am Beispiel Münsters fragen sich die Schüler Marvin Morchel und Marcel Bujara, ob das historische Unrecht der Zwangsarbeit von den Zeitgenossen als Skandal empfunden wurde. Die Zwangsarbeiter wurden in Münster vor allem in der Trümmerbeseitigung und beim Bau von Luftschutzbunkern eingesetzt, auf dem Land wurden sie zur Arbeit als Erntehelfer gezwungen. Die beiden Jugendlichen werteten Bestände aus dem Stadtarchiv Münster, Fotografien und selbst geführte Experteninterviews aus. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Zwangsarbeit ein akzeptiertes Phänomen des Krieges war. Scharf kritisieren sie die zunächst nicht erfolgte Aufarbeitung des Unrechts nach 1945.",4 SAB 832,0,52 S.,1939,1945,241,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Marcel B., Marvin M.",Erich-Klausener-Realschule 1296,Stalingrad,"Der Beitrag zeichnet die Schlacht um Stalingrad nach. Neben einer Beschreibung des Schlachtverlaufs, die den Kern der Arbeit darstellt, werden die kämpfenden Parteien skizziert und eine Einordnung in den Verlauf des Zweiten Weltkriegs vorgenommen.",4 SAB 841,1,11 S.,1941,1942,304,16,Textbeitrag,Fachliteratur,"Sowjetunion, Wolgograd", Vincent L.,Gymnasium Wolbeck 1308,Studium: Reine Männersache? Erste Studentinnen an der WWU,"Eingebettet in eine Skizze des historischen Hintergrunds, der Debatte um die Zulassung von Frauen zum Universitätsstudium, legen die Autorinnen zwei Tagebücher fiktiver Studentinnen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor. Dabei beleuchten sie vor allem mögliche Motivationen, die die Protagonistinnen zu einer Zeit, wo das Frauenstudium noch nicht selbstverständlich war, zu diesem ungewöhnlichen Schritt bewogen haben könnten und Gefühle, die die Erfahrungen des Studiums bei ihnen hervorgerufen haben könnten. Ihre ausführlichen Auseinandersetzungen reflektieren sie selbst als hervorragende Möglichkeit zu Perspektivübernahme und historischer Empathie.",4 SAB 856,0,43 S.,1892,1911,40,16,Textbeitrag,Fachliteratur,WWU Münster," Jana O., Lisanne K., Mirjam M.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1315,Thema: Skandal: Der Lärmschutzwall in Albachten wird nicht ausgebaut!,"1955 wurde mit der Planung der A 43 als Teil des Verbindungsnetzes zwischen den größeren Autobahnen A1 und A2 begonnen, die bis 1992 sukzessive ausgebaut wurde. Die neue Autobahn führt unter anderem durch das münsterländische Albachten. Nachdem den dortigen Anwohnern zunächst ein Lärmschutzwall versprochen, dieser jedoch nie gebaut wurde, protestierten diese für den Erhalt einer solchen Lärmschutzvorkehrung. Erst 1985, gut ein Jahrzehnt nach Beginn der Proteste, wurde jedoch tatsächlich mit einer Lärmschutzwand begonnen. Den Verfasserinnen wäre es als Skandal erschienen, wäre das Versprechen, das den Albachtenern gegeben wurde, nicht eingelöst worden. Aus dem letztendlichen Erfolg der Bürgerproteste ziehen sie die persönliche Schlussfolgerung, dass man sich für das Durchsetzen seiner Ziele und Interessen manchmal auch mit Nachdruck einsetzen muss.",4 SAB 833,0,28 S.,1955,1992,241,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Albachten," Annika O., Charlotte V., Hannah S.",Erich-Klausener-Realschule 1320,Tierquälerei im Münsterland. Tierhaltung im Allwetterzoo Münster. Prozess gegen Zoodirektor Dr. Götz Rümpler wegen Verletzung des Tierschutzes. Müller Krechtings Tierpark,"Zoos und Tierparks sind auf öffentliche Anerkennung angewiesen. Werden sie Teil von Skandalen, bedroht es sie in ihrer Existenz. Lena Marie Pukes Arbeit beleuchtet daher den Gerichtsprozess, der auf Enthüllungs-Reportagen über den Führungsstil des Münsteraner Allwetter-Zoos Mitte der 1980er Jahre folgte. Auf Zeitungsberichte über angebliche Missstände im Zoo reagierte der damalige Zoo-Direktor, Dr. Rümpler, mit einer Klage gegen derartige Verunglimpfungen. Den nachfolgenden Prozess, in dem jedoch vor allem die in der Berichterstattung gegen Rümpler erhobenen Vorwürfe gestärkt wurden, gibt der Beitrag selbst mit Zitaten aus dem Gerichtsprotokoll wieder. Auch Rümplers Verwicklungen in einen weiteren, von Journalisten publik gemachten Tierhaltungsskandal in „Müller Krechtings Tierpark“ bei Bocholt werden auf Aktengrundlage sowie in der öffentlichen Wahrnehmung, vorrangig in der Presse, herausgestellt. Dennoch blieb Rümpler noch bis 1994 als Zoodirektor im Amt. Abschließend bewertet die Verfasserin Skandale als nützliches Moment, um systematisch benachteiligten Unterlegenen, in diesem Fall den Tieren, Hilfe leisten zu können.",4 SAB 910,1,14 S.,1980,1994,106,16,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Zeitungsartikel","Bocholt, Zoo, Münster", Lena P.,Gymnasium Wolbeck 1323,Tötung von Tieren im Allwetterzoo Münster,"Im Umfeld des 1974 neueröffneten Allwetterzoo Münster kam es in den 1980er-Jahren zu einem mehrschichtigen Skandal, an dem vor allem die mediale Berichterstattung mitwirkte. Das Münsteraner „Stadtblatt“ berichtete von erheblichen Störungen im Betriebsklima und einem unrechtmäßigen, qualvollen Umgang mit totkranken, zur Einschläferung bestimmten Tieren. Die Berichterstattung selbst wurde nun aber zum Gegenstand der Anklage durch den damaligen Zoodirektor Dr. Götz Rümpler, der sich in seinem Ruf geschädigt sah. Zwar verstrickte sich nach Ansicht der Autorinnen Rümpler vor Gericht in Widersprüchen, hatte jedoch auch berechtigte Einwände gegen die als diffamierend empfundenen Darstellungen; der hier auf Grundlage der Berichterstattung nachgezeichnete Prozess endete jedoch ohne eine Verurteilung des Stadtblatt-Journalisten Dieter Schnack.",4 SAB 845,0,12 S.,1974,1985,279,16,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel","Zoo, Münster"," Hannah B., Maria P.",Marienschule 1358,"Vergebens spähe ich umher, ich finde keine Hausfrau mehr! Männer empören sich über die Zulassung der Frauen an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster","Seit 1908 durften Frauen in Preußen – und somit auch im preußischen Münster – studieren. Im Umfeld der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sorgte 1911 ein Leserbrief eines „älteren“ Studenten, der die Frauen als nicht angemessen von ihren Kommilitonen behandelt, darstellte, für einen Eklat. Anhand des nachfolgenden, zwei Jahre andauernden Leserbrief-Streits, der in den lokalen Zeitungen ausgetragen wurde, zeichnen die Verfasserinnen die Argumentationslinien in der Diskussion um die Teilnahme von Frauen am Studium an der WWU nach. Als hauptsächlich vertretene Position machen sie dabei die Annahme fest, dass Frauen nicht zum Studium zugelassen werden sollten, um das vorherrschende Rollenverhältnis durch eine etwaige Überqualifikation nicht zu gefährden. Das Vordringen der Frauen in Männerdomänen galt als skandalös. Sorge um die Frauen habe dagegen nur die wenigsten Leserbriefschreiber angetrieben.",4 SAB 866,0,28 S.,1908,1913,278,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",WWU Münster," Carolin R., Mareike H., Marieke N.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1370,Vertreibung aus Schlesien,"Zu seiner Arbeit motiviert durch die Vertreibung des eigenen Großvaters, befasst sich der Autor nicht nur mit der Vertreibung vieler Schlesier nach dem Zweiten Weltkrieg, sondern auch ihrer Aufnahme im Westen Deutschlands. Dabei lässt er zwei Vertriebene ihre Lebensgeschichte schildern und in Interviews über die Ankunft in ihrer neuen Heimat berichten. Neben schönen Erinnerungen an ihre Jugend steht dabei vor allem die Erfahrung der schwierigen Wiedereingliederung in eine schon bestehende Gesellschaft. Als „skandalös“ stuft er das Leid und Elend ein, das den Flüchtlingen widerfahren sei.",4 SAB 852,1,17 S.,1945,1960,86,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Schlesien, Malte K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1373,Viel Lärm um Nau Nau. Der Skandal um die Naumann-Affäre (1953),"Der Beitrag befasst sich maßgeblich mit der Naumann-Affäre, ausgehend von einem ihrer Protagonisten, Paul Zimmermann. Der 1895 in Münster geborene Zimmermann wurde nach Reichsarbeitsdienst-Tätigkeit 1936 SS-Mitglied und wird in Anbetracht seiner Karriere vom Verfasser als aktiver NS-Unterstützer eingestuft. Nach dem Zweiten Weltkrieg befand er sich – trotz mäßigen beruflichen Erfolgs – in der Stammtischriege um Werner Naumann, die 1953 auf Geheiß des britischen Besatzungskommissars aufgrund des Versuchs der nationalsozialistischen Unterwanderung der FDP verhaftet und zunächst für schuldig befunden wurde. Bald aus der Haft entlassen, entzündete sich an diesen Ereignissen jedoch die Frage, inwiefern die Souveränität der jungen Bundesrepublik wirklich durch das Handeln des Naumann-Kreises gefährdet oder vielmehr durch das Vorgehen der britischen Besatzer in Frage gestellt wurde. In der eine ausführliche Analyse abschließenden Bewertung zieht der Autor jedoch den Schluss, dass durch das Vorgehen gegen den Naumann-Kreis das bundesdeutsche demokratische System gestärkt wurde, da subversive Kräfte im Establishment der politischen Parteien hier deutlich stigmatisiert und die Rollen ehemaliger Nationalsozialisten wie Naumann und Zimmermann in der Parteienlandschaft sehr kritisch hinterfragt wurden.",4 SAB 905,1,47 S.,1901,2000,10,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Filme, Zeitungsartikel",, David K.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1432,Walter Hagemann. Für seine Überzeugung seine Existenz aufs Spiel gesetzt!,"Nach 13 Jahren im Amt wurde Prof. Dr. Walter Hagemann 1959 als Inhaber des Lehrstuhls für Publizistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster aus seiner Position enthoben. Grundlage für diese Amtsenthebung war seine dezidierte und beharrliche sowie öffentliche Argumentation gegen die Politik der BRD Ende der 1950er-Jahre. Nach einem Besuch Hiroshimas 1955 stellte er sich mit Vehemenz gegen die Aufrüstungspolitik der jungen Bundesrepublik. In Zeitungsartikeln, Stellungnahmen und Reden bezog er dabei eine eindeutig atomverneinende Position. Mit dieser Meinung bereits auf politisch schwierigem Parkett unterwegs, brachte ihn vor allem eine Rede in der DDR, in der er deren internationale Politik gegenüber der der Bundesrepublik lobte, in eine politisch wie sozial nahezu ausweglose Situation. Zudem bemühten die Verantwortlichen sich nun, ihn durch das Hinzuziehen weiterer Vorwürfe, wie sexueller Verhältnisse mit Schutzbefohlenen, zu diskreditieren und seines Amtes zu entheben. Moralisch wie politisch als fragwürdig dargestellt und wahrgenommen, begab sich der zunächst inhaftierte Hagemann schließlich sogar ins DDR-Exil. Neben einer Beschreibung des „Skandals“ um Hagemann, den die Autorin, wie dem Anhang zu entnehmen ist, vor allem auf Grundlage von Zeitungsartikeln, deren Objektivität sie zugleich kritisch betrachtet, nachzeichnet, vergleicht die Arbeit die Affäre auch mit 50 Jahre jüngeren Fällen, in denen Meinungsäußerung zum Skandal wird. So stellt sie fest, dass, wenn gewisse, von der Gesellschaft gesetzte moralische Grenzen überschritten werden, eine freie Meinung nicht länger als freie Meinung, sondern vielmehr als „Skandal“ gilt; am Beispiel Thilo Sarrazins erläutert sie dies für ihre Gegenwart. Mit Zeitzeug*inneninterviews versucht die Autorin, einen Blick auf die Glaubwürdigkeit der im Skandal handelnden Persönlichkeiten zu erlangen.",4 SAB 816,1,62 S.,1955,1959,278,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",WWU Münster, Melina S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1437,"Warte nur ein Weilchen, dann kommt die Rohrbach auch zu dir! Der Justizskandal Rohrbach!","Am 18. April 1958 wurde die Münsteranerin Maria Rohrbach wegen des Mords an ihrem Mann, Hermann Rohrbach, zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Einzig der ermittelnde Oberkommissar Walter Ehn hielt von institutioneller Seite aus zu der Verurteilten und stimmte nicht mit der von Staatsanwaltschaft, Gutachter und Richter angenommenen Theorie, Rohrbach habe ihren Ehemann zunächst vergiftet, schließlich erschlagen, zersägt, den Kopf verbrannt und den Körper im Aasee inmitten von Münster versenkt, überein. Als schließlich Rohrbachs Kopf 1959 aufgefunden wurde, wurde auch der Prozess wieder aufgenommen. Der Gutachter Walter Sprecht verlor dabei seine Glaubwürdigkeit, das Beweisgebäude das zu Maria Rohrbachs erster Verurteilung geführt hatte, zerfiel und die lebenslang Inhaftierte wurde – trotz zahlreicher möglicher Motivlagen ihrerseits – freigesprochen und konnte im Zeugenschutzprogramm unter neuer Identität ein neues Leben beginnen. Skandalös erscheint den Autorinnen, dass bis heute ungeklärt blieb, ob Maria Rohrbach die Täterin war oder nicht. An diese Bewertung schließen sich auch Wiedergaben verschiedener Zeitungsurteile an.",4 SAB 884,0,26 S.,1958,1969,205,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Hannah E., Julia H.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1452,Weiße Ehe. Ein gesellschaftlicher Skandal oder einfach nur eine Geschmacksverwirrung?,"1979 wurde im Kleinen Haus der Städtischen Bühnen Münster das Theaterstück „Weiße Ehe“ des polnischen Autors Tadeusz Rózewicz aufgeführt. Da das Stück Geschlechterrollen, vor allem in Hinblick auf sexuelle Emanzipation, thematisierte, wurde es von der Münsteraner Bevölkerung seinerzeit gering geschätzt. Sowohl seitens Institutionen wie der katholischen Kirche als auch weiten Teilen der Münsteraner Presse wurde mit Empörung auf die Aufführungen reagiert. Interviews mit drei Zeitzeugen aus der Mitte der Gesellschaft (zu der Zeit Zivildienstleistender, Kaufmann und Lehramts-Referendarin) machen deutlich, wie sehr strikte gesellschaftliche Etikette und starre Vorstellungen den Rahmen des sozial Akzeptierten formten. Das Sexualität thematisierende und die vorherrschende Moral hinterfragende Stück überstieg damit diesen Rahmen. Eine vehemente Skandalisierung blieb nach Ansicht der Verfasser jedoch aus, da das gering geschätzte Werk bald totgeschwiegen wurde.",4 SAB 911,0,15 S.,1979,2011,7,16,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Stadttheater, Münster"," Felicitas v., Jannik D.",Ratsgymnasium 1456,Wenn man den falschen Staub aufwirbelt. Blomert-Weigand Affäre,"Der Münsteraner Rechtsanwalt Paul Blomert starb am 25. August 1961 unter zweifelhaften Umständen in seiner Privatwohnung durch Gewehrschüsse. Dort trafen die Ermittler hochrangige Mitglieder der Münsteraner Gesellschaft an. Als die verwirrenden Todesumstände unklar blieben, beauftragten die Geschwister Blomerts Günther Weigand, selbsternannter „Sozialanwalt“, Ermittlungen aufzunehmen. Weigand war der Überzeugung, dass Blomert einem anschließend hervorragend verschleierten Mord zum Opfer gefallen war. Die Staatsanwaltschaft jedoch entließ die von ihm Beschuldigten aus der Anklage. Weigand dagegen sollte in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt untergebracht werden. Nach widersprüchlichen Gutachten, die aufgrund der Berichterstattung im Spiegel, die in der Arbeit nach einem 16-seitigen Darstellungsteil im Anhang minutiös wiedergegeben wird, deutschlandweites Aufsehen erregte, sowie verschiedener Versuche der Einflussnahme Münsteraner Amtspersonen zu Lasten Weigands und seiner Unterbringungsbedingungen, verurteilte ihn schließlich ein Gericht aufgrund übler Nachrede, mehrfacher Beleidigung und Widerstands gegen die Staatsgewalt zu zwei Jahren Haft und 500.000 Mark Geldstrafe. Der mutmaßliche Mordfall Blomert blieb dagegen aus Sicht vieler Beteiligter bis in die Gegenwart ungeklärt. 33 Seiten des Beitrags entfallen auf die im Materialanhang beigefügten Quellen.",4 SAB 899,1,49 S.,1961,1966,178,16,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel",, Niklas K.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1460,Wer Wind sät … Die Blomert/Weigand-Affäre,"Der Schüler Björn Bredehöft untersucht in seiner Wettbewerbsarbeit die Blomert / Weigand-Affäre, die am 25. August 1961 mit dem Tod von Paul Blomert, eines Mitarbeiters des damaligen Oberbürgermeisters von Münster, ihren Lauf nahm. Die Polizei ging von Selbstmord aus; der Sozialanwalt Günter Weigand vermutete Mord und ging mit seiner These an die Öffentlichkeit. Ein Gutachter erklärte Weigand für geisteskrank. Er wurde in die Psychiatrie eingewiesen und kam später auch ins Gefängnis. Auf der Grundlage von Zeitzeug*inneninterviews, Presseberichten sowie juristischen und medizinischen Gutachten stellt Björn Bredehöft den Skandalverlauf dar. Er betrachtet ihn vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels seit den 1960er Jahren und nimmt auch eine dezidierte Medienkritik vor. Der Verfasser versucht darüber hinaus, den Fall mit einer möglichst differenzierten eigenen Einschätzung und Systematik zu durchdringen und nicht nur historisch isoliert, sondern auch in Bezug zu vergleichbaren gegenwärtigen Mechanismen zu sehen. So ordnet er ihn nicht nur in ein außergewöhnlich elaboriertes Skandal-Theoriegebäude ein, sondern weist auch eine bemerkenswerte Breite und Sorgfalt bei den Zeitzeug*inneninterviews auf. Trotz eines – angesichts des komplizierten und verstrickungsreichen Falls sachlogisch erscheinenden – sehr ausführlichen, nicht weniger als 52 S. fassenden Anhangs an Materialgrundlagen hält Bredehöft den Hauptteil seiner Arbeit straff und übersichtlich.",4 SAB 836,1,91 S.,1961,1969,65,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Björn B.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1463,Werwölfe im frühen 17. Jahrhundert. Am Fallbeispiel des Werwolfes Martin Blome aus Münster,"Die vorliegende Arbeit befasst sich auf Grundlage von Sekundärliteratur mit dem Fall des mutmaßlichen Werwolfs und Mörders Martin Blome. Blome, 1562 in Greven geboren und in Münster zur Domschule gegangen, kam, obwohl „nur“ Köttersohn, als Händler zu ansehnlichem Wohlstand, was ihm das Misstrauen vieler Zeitgenossen einbrachte. Als 1605 eine misshandelte Frauenleiche zwischen Uelsen und Itterbeck gefunden wurde, schickte der Ehemann der aus St. Mauritz kommenden Christina Schramhenrich einen Freund gen Itterbeck, um Nachforschungen anzustellen. In Folge dessen wurde Blome des Ehebruchs und Mordes beschuldigt, auf Geheiß des Münsteraner Stadtrats verhaftet, in Münster gefoltert und so zu Geständnissen gebracht, auf Geheiß des Teufels ein Verhältnis mit Christina Schramhenrich eingegangen zu sein und sie dann auf ihren Wunsch hin ermordet zu haben. Anhand dessen wurde Blome schließlich auf der Galgheide vor dem Aegidiitor brutal hingerichtet. Als skandalös kommen für die Verfasserin mehrere Aspekte in Betracht: So wird nicht nur Blomes ungewöhnlicher Reichtum mit Argwohn betrachtet, auch gilt der Ehebruch bereits als veritabler Skandal. Der folgende Mord sowie die vielfältigen, im Verlauf der Folter immer drastischeren Geständnisse stellen aus historischer Perspektive ebenfalls einen Skandal dar; der Umstand der Folter dagegen erscheint vor allem von gegenwärtiger Warte aus skandalös.",4 SAB 909,1,21 S.,1562,1607,302,16,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Louisa B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1495,Wo ist sie hin? Das Verschwinden der Schützenkönigskette von Albachten,"1921 wurde im münsterländischen Albachten ein Schützenverein gegründet. Gemäß der Tradition der Schützenvereine – die im vorliegenden Beitrag kurz betrachtet wird – ließ sich auch dieser eine Kette als Insigne des herrschenden Schützenkönigs anfertigen. Die während der NS-Herrschaft um ein Hakenkreuz und ein Emblem zu den olympischen Spielen erweiterte Kette verschwand jedoch während des Zweiten Weltkriegs, zu dessen Zeit keine Schützenfeste gefeiert werden durften. Erst 2009 fand ein Rechtsanwalt die Kette auf einem Flohmarkt in Kassel wieder, die der Schützenverein schließlich für 900 € als Symbol seiner Tradition und Geschichte wieder in seinen Besitz brachte. Neben einem Abriss über die Geschichte des Schützenvereins in Albachten, stellen die Autorinnen vor allem die Geschichte des Ketten-Rückkaufs anhand Zeitzeug*inneninterviews dar.",4 SAB 817,0,25 S.,1921,2011,286,16,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Albachten," Franziska H., Nele E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1507,Zu jung zum Sterben!? Ein Theaterstück über deutsche Kindersoldaten im Zweiten Weltkrieg,"Im Zweiten Weltkrieg wurden Jugendliche als Luftwaffenhelfer eingesetzt und in der letzten Kriegsphase in den „Volkssturm“ einberufen. In Form eines Theaterstücks, das sich an historischen Quellen orientiert, befasste sich Johanne Hammelbeck mit dem Kriegseinsatz von Minderjährigen. Im Zentrum ihrer Darstellung steht die Geschichte des eigenen Großvaters (Jg. 1928), der im Zweiten Weltkrieg als Frontsoldat kämpfte. Unter Einbezug weiterer Zeitzeugenerfahrungen zeigt Johanne Hammelbeck auf, welche Folgen die Einberufung in den Kriegsdienst für die Betroffenen hatte.",4 SAB 929,1,49 S.,1944,2011,335,16,"Power-Point-Präsentation, Textbeitrag, Theaterstück","Archivalien, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Johanne H.,Friedensschule 1511,Zünde sie an. Auseinandersetzung um die Erhaltung eines historischen Gebäudes,"In Drensteinfurt sollte 1970 die Alte Post, ein historisches Fachwerkhaus, abgetragen und in Ahlen wieder aufgebaut werden. Mithilfe der über unterschiedliche Fachbehörden angeforderten Quellen – darunter Ratsprotokolle, baugeschichtliche Quellen, Pläne, Fotos und bisher unveröffentlichtes Material – zeichnet der Schüler Johannes Rüttermann nach, wie aus einer Mehrheit für den Abriss des Bauwerks eine Mehrheit für dessen Erhalt wurde. Dabei gibt der Verfasser dem Leser nicht nur Einblick in die Geschichte des Grundstücks, auf dem sich das Postgebäude befindet, sondern auch in die architektonisch-historischen Besonderheiten des Komplexes. Die Frage des Abrisses betreffend, zeichnet Rüttermann vor allem die Debattenkultur und -aufmerksamkeit, insbesondere die Rolle der Zeitungen, die den zuvor klein gehaltenen Konflikt zu einem Gegenstand öffentlichen Interesses gemacht hat, nach.",4 SAB 827,1,28 S.,1970,1980,199,16,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Drensteinfurt, Johannes R.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1517,Zwei Kälber auf der Reise ins Verderben. Ein Comic zum Thema „Hormonskandal bei Kälbermast“,"Der durch eine Playmobil-Fotostory eingeleitete Beitrag setzt sich mit der Praxis der Hormonzucht in der Kälbermast auseinander. 1988 wurde bekannt, dass etwa 13.000 Kälbern über eineinhalb Jahre Wachstumshormone verabreicht wurden – eine europaweit praktizierte, in Deutschland jedoch noch verbotene Vorgehensweise. Großmäster, Schlachthöfe, Hormonhändler und -schmuggler wurden zum Gegenstand der Ermittlungen, die Verbraucher zu den Leidtragenden im Zuge des Skandals. J. Müller, einer der Hauptverdächtigen wurde von den Verfasserinnen des Beitrags interviewt, die Antworten lassen sich dem Beitrag jedoch nicht entnehmen, lediglich Fotografien des handschriftlichen Befragungsbogens sind im Anhang zu finden.",4 SAB 894,0,38 S.,1988,2011,247,16,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Diana W., Wilma F.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 2,„… nach besten Kräften hilfreiche Hand zu leisten“. Nächste Nachbarn im Münsterland von 1900 bis 1950,"Um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert spielte Nachbarschaft im Münsterland eine besondere Rolle. Die Bewohner der Bauernhöfe organisierten untereinander ein System zur gegenseitigen Hilfe. Nachbarschaft bedeutete hier nicht einfach die räumliche Nähe, sondern einen organisierten und verbindlichen Zusammenschluss mehrerer Familien zur Bewältigung des alltäglichen Lebens und besonderer Ereignisse. So wurden die gegenseitige Unterstützung und die damit verbundenen Aufgaben bei Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen, Hausbau, Brand oder landwirtschaftlicher Tätigkeit geregelt. Die Geschichte und die Entwicklung dieser Form der Nachbarschaftshilfe behandelt Alisa Maria Cantauw in ihrem Wettbewerbsbeitrag. Sie zog Akten und Fotos aus dem Archiv der Volkskundlichen Kommission in Westfalen heran und führte zwei Zeitzeug*inneninterviews. So ist ihr ein umfangreicher Beitrag zur organisierten Nachbarschaftshilfe zwischen 1900 und 1950 gelungen.",4 SAB 994,1,41 S.,1900,1950,47,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Alisa Maria C.,Marienschule 4,„…und für 90 Minuten ist der Westfälische Friede ausgesetzt“. Die Rivalität zwischen den Fußballvereinen SC Preußen Münster und VfL Osnabrück,Der Schüler thematisiert die Entwicklung des Verhältnisses der beiden benachbarten Vereine SC Preußen Münster und VfL Osnabrück. Nach einem historischen Überblick über die Gründung der beiden Vereine konzentriert sich der Autor auf die Ursachen für die Entstehung der Rivalität mit besonderem Fokus auf den Begegnungen zwischen den Vereinen ab 1974. Als zentrale Informationsquelle dienen hierbei die Experteninterviews mit dem Münsteraner Sportjournalisten Thomas Austermann und dem Fußballhistoriker Dietrich Schulze-Marmeling.,4 SAB 990,1,35 S.,1906,2013,63,17,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel","Preußenstadion, Münster", Benjamin B.,Schillergymnasium 16,„Das Verhältnis war normal mit diesen Nachbarn ...“ – Deutsche und Polen in der Stadt Danzig vor 1945,"In Danzig lebten und leben Deutsche und Polen seit Jahrhunderten in gemeinsamer Nachbarschaft. Mal friedlich, dann feindselig, im Streit über die nationale Zugehörigkeit der Stadt. Kristina Kintzinger beschäftigte sich in ihrem Wettbewerbsbeitrag mit ihrem nachbarschaftlichen Zusammenleben. Gleichzeitig beschrieb sie auch ein Stück ihrer Familiengeschichte – ihre Großmutter wuchs in Danzig auf. Die Schülerin interviewte sie und weitere Zeitzeugen, zog Originaldokumente aus dem Familienbesitz und Zeitungsartikel aus dem Archiv heran. Auf Basis dieser Recherchen schrieb sie einen gelungenen Beitrag über das Zusammenleben von Polen und Deutschen in Danzig.",4 SAB 1037,1,43 S.,1930,2013,342,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Gdańsk, Kristina K.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 59,„Im Blickpunkt“. Migranten in Münster heute und damals,"Die Schüler thematisieren die Rolle von Nachbarschaft anhand eines Filmes. Sie konzentrieren sich hierbei auf die Bedeutung der verschiedenen Gruppen von Migranten in Münster und präsentieren im ersten Teil des Films Zahlen und Fakten zu Menschen mit Migrationshintergrund. Kernstück des Films ist ein ausführliches Interview mit dem Vorsitzenden des Integrationsrats in Münster, Spyros Marinos, den die Verfasser sowohl zu seiner Arbeit als auch zu seiner persönlichen Geschichte befragen.",4 SAB 1004,0,6 S.,1945,2013,27,17,"Filmbeitrag, Textbeitrag","Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Cornelius E., Leo B., Lilli von I.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 83,„Terror unter Nachbarn?“ Die Familie Lippers erlebt die Reichspogromnacht in Nottuln,"Die Schülerin rekonstruiert die Geschichte der jüdischen Familie Lippers in Nottuln im Münsterland. Die Familie pflegte einen engen nachbarschaftlichen Kontakt zu den übrigen Bewohnern Nottulns und war in die Dorfgemeinschaft integriert. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten änderte sich das Leben der jüdischen Bewohner Nottulns tiefgreifend. Die Verfasserin thematisiert die Ereignisse der Reichspogromnacht 1938 in Nottuln unter der besonderen Berücksichtigung des Verhaltens der Nachbarn der Familie Lippers, die ihnen in jener Nacht nicht zu Hilfe kamen und somit mitverantwortlich für deren Deportation und Ermordung waren.",4 SAB 1047,1,21 S.,1933,1945,329,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",Nottuln, Hannah Katharina S.,Marienschule 91,„Vom Renommierprojekt zum Sanierungsfall?“. Die nachbarschaftliche Entwicklung des Stadtviertels Münster-Berg Fidel von den 1960er/70er Jahren bis heute,"Der Münsteraner Stadtteil Berg Fidel hat nicht den besten Ruf. Die hohe Arbeitslosigkeit und eine sehr heterogene Anwohnerschaft lassen den Stadtteil als sozialen Brennpunkt erscheinen. Doch wo liegen die historischen Ursachen für die Sozialstruktur des Stadtteils? Die Schülerin Judith Papenkort fand durch die Recherche im Stadtarchiv und die Befragung von Zeitzeugen einige Antworten auf diese Frage. Städtebauliche Entscheidungen und die Migrationsbewegungen seit den 1970er Jahren haben das Viertel zu dem gemacht, was es heute ist. Die Schülerin untersucht in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb erfolgreich die Gründungsbedingungen und die spätere Entwicklung von Berg Fidel. Außerdem arbeitet sie heraus, dass trotz einer ganzen Reihe sozialer Probleme Berg Fidel auch dank verschiedener Nachbarschaftsinitiativen ein lebenswerter Stadtteil für die Anwohner ist.",4 SAB 1030,1,55 S.,1960,2013,335,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Berg Fidel, Judith P.,Friedensschule 93,"„Wer nicht hüpft, der ist vom Schiller“. Gelebte Nachbarschaft im Wandel der Zeiten. Das Gymnasium Paulinum und das Schillergymnasium in Münster","Die Schüler skizzieren die Geschichte des nachbarschaftlichen Verhältnisses zwischen den beiden ältesten Gymnasien in Münster, dem Schillergymnasium und dem Paulinum. Besonders in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, in der aufgrund von zerstörten Gebäuden beide Schulen zusammengelegt wurden, kooperierten diese intensiv miteinander. Die Spannungen und die auch heute noch spürbare Rivalität untereinander resultieren laut der Verfasser hauptsächlich aus den damaligen Konflikten der Konfessionen, die sich trotz der nicht mehr so bedeutenden religiösen Prägung in den beiden Schulen bis heute fortsetzt.",4 SAB 999,0,33 S.,797,2013,182,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Gymnasium Paulinum, Münster, Schillergymnasium, Münster"," Amir T., Carl Philipp E., Johannes T.",Gymnasium Paulinum 98,„Wir beide schaffen das…“. Eine Geschichte über die Nachbarschaften in den zwei deutschen Staaten,"Die Schülerinnen thematisieren im ersten Teil ihrer Arbeit Nachbarschaft anhand einer fiktiven Kurzgeschichte eines jungen Mannes Anfang 20, die auf wahren Begebenheiten beruht. Der Protagonist flüchtete von Cöthen in der damaligen DDR über Köln bis Havixbeck im Münsterland. Im Zentrum der Geschichte steht die Frage nach den unterschiedlichen nachbarschaftlichen Verhältnissen im Westen und Osten, die der Protagonist als DDR-Flüchtling erlebt. Die Arbeit wird durch Interviews mit Zeitzeugen ergänzt, die zum Teil in der DDR aufgewachsen sind und über den Wandel des Stellenwertes der Nachbarschaft während der deutschen Teilung bis heute berichten.",4 SAB 1040,0,33 S.,1955,2013,90,17,"Kurzgeschichte, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","DDR, Havixbeck"," Ann-Christin D., Celina W., Julika W.",Marienschule 101,„Wo ist Emma…?“ (Flucht aus Polen),Der Schüler thematisiert die nachbarschaftlichen Beziehungen der schlesischen Flüchtlinge in ihrer neuen Heimat in Westdeutschland nach dem 2. Weltkrieg. Basierend auf den Erzählungen seines Großonkels Armin Straschweski veranschaulicht der Verfasser in Form einer Kurzgeschichte die damaligen Nachbarschaftsverhältnisse zwischen Flüchtlingen und eingesessener Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen.,4 SAB 1062,1,33 S.,1945,1950,302,17,"Kurzgeschichte, Textbeitrag","Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Erwin N.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 155,„Grenzland ist Notland“ – Das Hamsterunwesen in der deutsch-niederländisch-belgischen Nachbarschaft in der Nachkriegszeit,"Die wirtschaftliche Notlage der unmittelbaren Nachkriegsjahre und die hohen Steuern auf Kaffee, Tee und Tabak setzten insbesondere in den Grenzgebieten eine lebhafte Schmuggelwirtschaft in Gang. Etwa zwei Drittel des Kaffees in den Jahren zwischen 1945 und 1953 war Schmuggelware. Wer keine oder nur wenige Lebensmittelmarken bekam, war in den Wirren der Nachkriegsjahre auf die Schmuggelware angewiesen. Lena Trilsbeek beschäftigte sich in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb mit dem Schmuggel an der deutsch-niederländisch-belgischen Grenze. Dabei erfuhr sie, dass auch ihre Großmutter einst Lebensmittel über die Grenze schmuggelte. Die Schülerin unterstreicht die unterschiedlichen Motive zwischen privatem Schmuggel aus der Not heraus und dem Handel aus Profitstreben. Sie recherchierte im Landesarchiv und führte drei Zeitzeug*inneninterviews, um den Schmuggel in der Nachkriegszeit aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.",4 SAB 969,1,64 S.,1945,1960,186,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Lena T.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 191,„Munster! ô cité sainte! ô ville hospitalière!“. Nachbarschaft zwischen Münsteranern und französischen Exilklerikern während der Französischen Revolution – erläutert am Beispiel des Abbé Jean-Baptiste Henry,"Zwar brachte die Französische Revolution die Grundsätze Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit mit sich, doch dies galt bei Weitem nicht für jedermann. Wer nicht auf die Verfassung schwören wollte, dem drohte die Guillotine. Das betraf vor allem Adelige und Geistliche. Viele Geistliche weigerten sich, ihren Eid auf die Revolution zu leisten. An Leib und Leben bedroht, mussten sie kurzerhand Frankreich verlassen. Das preußische Münster bot den geflohenen Geistlichen Unterschlupf. Wie die Flüchtlinge in Münster aufgenommen wurden, zeigt Kirsten Becker in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb. Sie zog das Tagebuch eines Priesters, Abbé Henry, heran und recherchierte im Archiv. So fand sie Antworten auf die Frage, wie französische Exilanten und Münsteraner während der Französischen Revolution miteinander lebten.",4 SAB 964,1,48 S.,1789,1802,43,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Kirsten B.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 192,„Nachbarschaft als psychische Stütze“ – Nachbarschaftserfahrungen eines Sinti zwischen Integration und Ausgrenzung im Münster der 1950er/1960er Jahre,"Die Schülerin rekonstruiert anhand der Erinnerungen von Horst Lübke, der in den 1950/1960er-Jahren in Münster am Stehrweg gelebt hat, welches Verhältnis zwischen den Sinti und ihren Nachbarn in der unmittelbaren Nachkriegszeit herrschte. Hierbei wird besonderer Schwerpunkt auf die Lebenswelt der Sinti in ihrer Nachbarschaft in Münster gelegt und es wird der Frage nachgegangen, welche Erfahrungen die vorher ethnisch ausgegrenzten Sinti in Bezug auf nachbarschaftliche Beziehungen gemacht haben.",4 SAB 973,1,48 S.,1950,1970,302,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Hannah N.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 207,„Vertraute Fremde“ in der Gemeinde – die Tempeljungfrauen aus St. Mauritz und ihre nachbarschaftlichen Dienste zu Beginn des 20. Jahrhunderts,"Die Schülerin rekonstruiert die Lebensgeschichte der vier „Tempeljungfrauen“, die im 20. Jahrhundert in der Kirchengemeinde St. Mauritz in Münster im so genannten „Tempelchen“ gelebt und gearbeitet haben. Sie geht hierbei der Frage nach, welche Aufgaben die Tempeljungfrauen in der Gemeinde übernahmen und wie sich die nachbarschaftlichen Beziehungen zu den Mitgliedern der Kirchengemeinde und des Ortes insgesamt gestalteten. Als Grundlage der Arbeit dient die Auswertung dreier Zeitzeug*inneninterviews, die die Tempeljungfrauen als Kinder gekannt hatten. Neben den Zeitzeug*inneninterviews werden auch Mitarbeiterinnen des Seniorenbüros befragt.",4 SAB 970,1,48 S.,1901,2000,299,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",St. Mauritz, Greta H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 215,"„Wes Brot ich ess, dess Kind bin Ich“. Integration von Flüchtlingen und Vetriebenen aus Ostpreußen und Schlesien in Nachbarschaften","Die Verfasserin thematisiert die nachbarschaftlichen Verhältnisse zwischen den Flüchtlingen aus Schlesien und den Bewohnern Münsters in der Nachkriegszeit. Anhand der Geschichte ihrer eigenen Großeltern, die als Kinder von Schlesien über Berlin und Dresden nach Münster kamen, analysiert die Verfasserin die Gestaltung der nachbarschaftlichen Beziehungen und den gegenseitigen Umgang der Flüchtlinge und Münsteraner. Begleitet wird die Arbeit durch ausführliche Interviews mit Angehörigen ihrer Familie, darunter ihr Großvater Josef Kopka und ihre beiden Großtanten Maria Hartmann und Hilde Leder.",4 SAB 1057,1,24 S.,1945,2013,353,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Ostpreußen, Schlesien", Maren K.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 218,„Wir können nicht ewig Rucksackflüchtlinge von 1945 bleiben“. Integration von Flüchtlingen aus Ostpreußen in die Nachbarschaft von Münster während der Nachkriegszeit,"Der Schüler thematisiert die Flucht aus Ostpreußen während des 2. Weltkrieges und der damit verbundenen Integration der ostpreußischen Flüchtlinge am Beispiel des Münsterlandes in der Nachkriegszeit. Hierbei wird das sich neu formierende Nachbarschaftsverhältnis der eingesessenen und der neu hinzukommenden Bevölkerung unter der Berücksichtigung von Integrationsproblemen, den Maßnahmen der Alliierten und dem wirtschaftlich-politischen Kontext betrachtet. Die Arbeit basiert auf zahlreichen Zeitzeug*inneninterviews, die z.T. selbst von Ostpreußen nach Münster flüchteten.",4 SAB 963,1,46 S.,1940,1960,295,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Simon S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 257,Alte Heimat – neue Nachbarschaft. Die Entstehung einer Siedlung von Vertriebenen und Einheimischen in Iserlohn/Westfalen,"Die Schülerin thematisiert Nachbarschaft anhand der Beziehungen zwischen Iserlohnern und schlesischen Flüchtlingen nach dem 2. Weltkrieg. Die Verfasserin konzentriert sich hierbei besonders auf das Gebiet um die Straßen „In den Telgten“, „Am Heiufer“ und der in 1960er Jahren neu entstandenen Nebenerwerbssiedlung „An der Egge“. Hierbei wird besonders auf die unterschiedlichen Formen der nachbarschaftlichen Hilfe zwischen den Anwohnern dieses Gebiets eingegangen, die sich bis in die Gegenwart fortsetzt. Begleitet wird die Arbeit durch zahlreiche Zeitzeug*inneninterviews mit Anwohnern, wie z.B. mit den Großeltern der Verfasserin, die selbst als schlesische Flüchtlinge nach Iserlohn kamen und bis heute in dem oben genannten Gebiet leben.",4 SAB 1056,1,47 S.,1945,2013,76,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Schlesien, Elisabeth M.,Marienschule 259,Altenberge-Gooik. Vertraute Fremde – Die Treffen zwischen den unbekannten Partnerstädten Altenberge & Gooik,"Die Schülerinnen rekonstruieren die mittlerweile 33-jährige Geschichte der Partnerstädte Alternberge im Kreis Steinfurt und der Stadt Gooik in Belgien. Kernstück der Arbeit ist ein Zeitzeugeninterview mit Wilhelm Tier, der selbst aktiv an dieser Städtepartnerschaft mitarbeitete.",4 SAB 1042,0,9 S.,1979,2913,275,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Altenberge," Alisa S., Joline W.",Marienschule 275,Annette von Droste-Hülshoff und der Streit um ihren Geburtsort – ein Konflikt zwischen zwei Nachbargemeinden,"Wem gehört die Burg Hülshoff? Darüber stritten sich die Nachbargemeinden Havixbeck und Roxel bei Münster. Denn der Geburtsort der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff ist aufgrund der kommunalen Neuordnung von 1975 nicht mehr eindeutig. Vor der Gebietsreform gehörte die Burg Hülshoff zu Roxel, danach zu Havixbeck. Dies führte zum Streit zwischen den beiden Gemeinden, in dem es um die Zugehörigkeit der Burg, nachbarschaftliche Identität und Stadtmarketing ging. Berit Bertram und Lina Havixbeck-Hartmann befragten Zeitzeugen und Experten, recherchierten im Zeitungsarchiv und führten eine Umfrage in der Nachbarschaft durch, um der »Causa Hülshoff« auf die Spur zu kommen. Ihr Beitrag zum Geschichtswettbewerb arbeitet die historischen Ursachen des Streitfalls auf und versammelt die unterschiedlichen Argumente der Konfliktparteien sowie die Auswirkungen der Auseinandersetzung für die Nachbarschaft.",4 SAB 1032,0,31 S.,1797,2013,84,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Havixbeck, Schürkamp"," Berit B., Linda H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 288,Armeeangehörige in Gievenbeck,"Die Schülerinnen thematisieren das nachbarschaftliche Verhältnis zwischen Briten und Deutschen seit 1945 in Gievenbeck in Münster. Die Verfasserinnen gehen der Frage nach, welche Art von nachbarschaftlichen Beziehungen gepflegt wurden und wie sich Briten und Deutsche gegenseitig wahrnahmen. Zu diesem Zweck wurden insgesamt 30 Zeitzeug*inneninterviews mit deutschen und britischen Familien geführt, von denen die aussagekräftigsten in der Arbeit dokumentiert sind. Die Schülerinnen besuchten außerdem die Oxford Kaserne, in der sie von Major Julian Knowles herumgeführt wurden und zusätzliche Informationen erhielten.",4 SAB 1022,0,29 S.,1945,2013,90,17,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Gievenbeck, Oxford-Kaserne, Münster"," Katharina F., Marlene S.",Marienschule 299,Auf Spurensuche (Gastarbeiter in Telgte),"Was bewegt Menschen dazu, ihr Heimatland zu verlassen und in einem fremden Land neu anzufangen? Diese Frage stellten sich vier Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse am Gymnasium St. Mauritz in Münster. Die Zehnjährigen wollten wissen, warum in den 1960er und 1970er Jahren viele Arbeitsmigranten nach Deutschland kamen und wie sie heute leben. Fündig wurden sie im Stadtarchiv Telgte. Außerdem befragten sie Zeitzeugen, die über ihre Erlebnisse in Deutschland und die manchmal schwierigen Anfänge in einem fremden Land berichten konnten. Auch „alteingesessene“ Telgter lassen die Zehnjährigen zu Wort kommen. So zeigen die Schülerinnen und Schüler in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb ein vielseitiges Bild der Nachbarschaft zwischen den ersten sogenannten „Gastarbeitern“ in Telgte und den einheimischen Bewohnern.",4 SAB 1066,0,28 S.,1960,2013,303,17,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Telgte," Charlotte B., Konstantin P., Lea-Marleen R.",Gymnasium St. Mauritz 311,Ausländische Kriegsgefangene und Zivilarbeiter als Fremdarbeiter auf Weigütern in der Pfalz während des Zweiten Weltkrieges,"Die Schülerin rekonstruiert die Geschichte der kriegsbedingten nachbarschaftlichen Verhältnisse von Fremdarbeitern und der eingesessenen Bevölkerung auf den Weingütern in ihrer Heimat der Kurpfalz. Auf der Basis von zahlreichen Zeitzeug*inneninterviews unterschiedlicher Weingüter wird versucht, ein möglichst genaues und authentisches Bild über die Beziehungen der Deutschen zu den Fremdarbeitern aus Frankreich, Polen oder Italien zu zeichnen.",4 SAB 981,1,51 S.,1939,1945,53,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Paula L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 315,Barackenlager Mecklenbeck und Siedlung Rote Erde. Die Geschichte „Wie ich ins Barackenlager kam…“ und das dazugehörige Beiheft,"Die Schülerinnen thematisieren Nachbarschaft anhand des Barackenlagers und der Siedlung Rote Erde in Mecklenbeck. Die Barackensiedlung wurde bereits 1940 für den Reichsarbeitsdienst gebaut. Nach dem Krieg lebten hier hauptsächlich Flüchtlinge aus Ostpreußen und Schlesien. Die Siedlung Rote Erde wurde Anfang der 1950er Jahre gebaut und beherbergte in Folge des Jugoslawienkrieges auch viele Flüchtlinge. Anhand eines Kinderbuches, das über die damals verbotene Freundschaft zwischen zwei Jungen aus den beiden Siedlungen berichtet, rekonstruieren die Verfasserinnen die Lebensbedingungen und nachbarschaftlichen Verhältnisse der zwei Siedlungen von der Nachkriegszeit bis heute. Informationsgrundlage hierfür sind zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen, die oftmals nach dem Krieg in die jeweiligen Siedlungen zogen und zum größten Teil bis heute dort leben.",4 SAB 1054,0,35 S.,1940,2013,27,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Videodokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Mecklenbeck, Rote Erde, Münster"," Greta B., Jana I., Theresa E.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 316,"Bauer und Baron. Nachbarn, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Analyse der nachbarschaftlichen Beziehung zwischen Herrn Seesing und Herr Raitz von Frentz","Die Schülerinnen thematisieren das nachbarschaftliche Verhältnis zwischen dem Bauern Herrn Seesing und dem Baron Herrn Raitz von Frentz, die seit Mitte der 1960er Jahre in unmittelbarer Nähe zueinander in Havixbeck, dem Heimatort der Autorinnen, leben. Zentrale Quellengrundlage bilden der Film „Bauer Seesing und der Herr Baron“ aus dem Jahr 2008 (Regie: Angelika Schlüter) und ausführliche Interviews mit den beiden Protagonisten.",4 SAB 992,0,44 S.,1936,2016,90,17,Textbeitrag,"Filme, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Havixbeck," Lea S., Pia N., Theresa S.",Marienschule 359,Das 1. Deutsch-Niederländische-Korps: Ehemalige Kriegsgegner in gemeinsamer Friedensmission,"1995 wurde das 1. Deutsch-Niederländische Korps gegründet. Aus ehemaligen Feinden, die sich militärisch bekämpften, sollten im Rahmen der europäischen Integration Partner werden, die gemeinsame Einsätze bestreiten. Die Stationierung der Niederländer in Münster beeinflusste das Nachbarschaftsverhältnis. Larissa Malleprée und Luca Marie Reinhardt beschäftigten sich in ihrem Beitrag zum Wettbewerb mit der Geschichte der beiden Nachbarländer und den nachbarschaftlichen Beziehungen im Deutsch-Niederländischen Korps. Die Sechstklässlerinnen befragten Zeitzeugen, zogen Erlebnisberichte, Sekundärliteratur sowie Fotomaterial heran und entwerfen so ein anschauliches Bild deutsch-niederländischer Nachbarschaftsbeziehungen seit 1945 auf unterschiedlichen Ebenen.",4 SAB 1008,0,48 S.,1939,2013,92,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Larissa M., Luca Maria R.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 360,Das alte Backhaus meines Urgroßvaters,Die Schülerin rekonstruiert die nachbarschaftliche Hilfe für Juden seitens ihres Urgroßvaters Josef Streil während der Herrschaft der Nationalsozialisten. 1938 half ihr Urgroßvater mehreren befreundeten jüdischen Kaufleuten bei der Flucht vor den Nationalsozialisten und versteckte sie in seinem Backhaus in Vinnum. Nach der Reichspogromnacht gelang es den Juden mithilfe von Josef Streil und seiner Frau bis nach Coesfeld-Lette-Merfeld und schließlich in die USA zu fliehen. Das Backhaus aus Vinnum kann heute im Freilichtmuseum in Detmold besichtigt werden,4 SAB 1049,1,9 S.,1933,2013,,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Josephine S.,Marienschule 367,"Das Derbydreieck: SC Preußen Münster, VfL Osnabrück und DSC Arminia Bielefeld. Beziehungen zwischen Nachbarvereinen","Die Schüler analysieren das Verhältnis der drei benachbarten Vereine aus Münster, Bielefeld und Osnabrück. Im Zentrum der Arbeit steht die Beschäftigung mit einer Sprengsatzzündung im Jahr 2011, bei der ein Preußen Münster Fan beim Spiel gegen den VfL Osnabrück mehr als 30 Menschen verletzte. Als Grundlage hierfür dienen Faninterviews der Vereine aus Münster und Osnabrück.",4 SAB 980,0,45 S.,1906,2013,237,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Bielefeld, Osnabrück"," Linus K., Nils G., Tinus H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 368,Das deutsch-polnische Verhältnis in der Familie D.,"Die Schülerin befasst sich mit dem Wandel der nachbarschaftlichen Verhältnisse zwischen Deutschland und Polen seit dem 2. Weltkrieg. Grundlage der Arbeit bilden verschiedene Zeitzeug*inneninterviews, die unterschiedliche Sichtweisen auf das deutsch-polnische Verhältnis repräsentieren sollen und zum großen Teil aus der Familie der Verfasserin stammen.",4 SAB 1038,1,10 S.,1939,2013,157,17,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,Polen,L. D.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 385,"Das Haus der Niederlande, ein kleines Haus von großer Bedeutung","Die Schülerinnen skizzieren die Entstehungsgeschichte des Hauses der Niederlande am Prinzipalmarkt 38 in Münster unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der deutsch-niederländischen Nachbarschaftsverhältnisse. Ergänzt wird die Arbeit zum einen  mit ausführlichen Informationen von Prof. Dr. Friso Wielenga, Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien, und einer Umfrage von Passanten und Beschäftigten des Einzelhandels am Prinzipalmarkt zu ihrem Wissen über das Haus der Niederlande. Die Arbeit wird ergänzt durch einen zusätzlichen separaten Bericht über das Vorgehen und die Arbeitsweise der Verfasserinnen.",4 SAB 953,0,32 S.,1995,2013,344,17,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen",," Emma B., Helene G.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 386,Das Haus der Wohnungslosenhilfe im Bahnhofsviertel – Beispiel einer funktionierenden Nachbarschaft?,"Die Schülerin stellt in ihrer Arbeit das Thema Nachbarschaft am Beispiel des Hauses der Wohnungslosenhilfe (HdW) im Bahnhofsviertel in Münster dar. Ausgangspunkt hierfür bilden ein historisch-soziologischer Abriss über das Phänomen der Wohnungslosigkeit und die Gründungsgeschichte der Bischof-Hermann-Stiftung, dem Träger des HdW. Kern der Arbeit sind die Auswertungen zahlreicher Interviews, die sowohl mit dem Leiter des HdW, Bernd Mühlbrecht, als auch mit Bewohnern des HdWs und deren Nachbarn geführt wurden. Diese Interviews ermöglichten ein multiperspektivisches Bild von der Entwicklung und Qualität der nachbarschaftlichen Beziehungen im Umfeld des HdW.",4 SAB 946,1,54 S.,1871,2013,5,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Hauptbahnhof, Münster", Melina B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 389,Das Kant und das K-v-G. Konkurrenz oder Kooperation?,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Verhältnis zweier benachbarter Schulen in Münster Hiltrup. Ausgehend von einem kurzen historischen Überblick über die Entstehungsgeschichte des bischöflichen Kardinal-von-Galen-Gymnasiums und des städtischen Immanuel-Kant-Gymnasiums werden verschiedene Interviews mit Schülern, Lehrern und Schulleitern beider Gymnasien geführt. Die Schülerinnen kommen insgesamt zu dem Schluss, dass zwischen den beiden Schulen zwar eine leichte Konkurrenzsituation besteht, die intensive Kooperation auf Fachebene jedoch eindeutig im Vordergrund steht und von beiden Seiten als Vorteil wahrgenommen wird. Die Arbeit basiert auf Interviews mit Lehrern, Schülern und einem ehemaligen Schulleiter.",4 SAB 975,0,20 S.,1897,2013,207,17,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,," Lea A., Mana B.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 405,Das Nachbarschaftsverhältnis der Münsteraner zu den englischen Soldaten und deren Familien. Mit welchem Gefühl lassen wir die Zeit der britischen Besatzungszone vorüber gehen?,"Die Schülerin skizziert die Entwicklung des deutsch-britischen Nachbarschaftsverhältnisses seit dem Zweiten Weltkrieg bis zu dem Abzug der Briten aus Münster. Im Zentrum der Arbeit steht die Frage nach den Gefühlen auf beiden Seiten, nachdem die Kasernen der Briten bald leer stehen werden. Begleitet wird die Arbeit von Zeitzeug*inneninterviews mit Deutschen und Briten. Besonders hervorzuheben ist hierbei die Auswertung des ausführlichen Interviews mit Amanda Wallace-Pews, Ehefrau eines britischen Soldaten, deren Kinder ihre ersten Lebensjahre in Münster verbrachten.",4 SAB 991,1,33 S.,1945,2013,329,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Ann-Sophie H.,Marienschule 426,Das Verhältnis zwischen DDR und BRD – Gute Nachbarn oder erbitterte Konkurrenz?,"Die Schülerinnen thematisieren das Nachbarschaftsverhältnis zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR während des Kalten Krieges und konzentrieren sich besonders auf die Situation der Flüchtlinge von Ost nach West. Ergänzt wird dieser erste Teil der Arbeit mit einem Zeitzeugeninterview des Lateinlehrers der beiden Verfasserinnen, Heribert Lidzba, der zu Beginn der 1970er Jahre einen gescheiterten Fluchtversuch über Ungarn unternahm und nach seiner Verurteilung in Cottbus von der BRD freigekauft wurde. Der zweite Teil der Arbeit ist der Entwurf eines Gesellschaftsspiels für Kinder, mit dessen Hilfe besonders junge Schüler ein genaueres Bild der DDR und der Beziehungen zwischen Ost- und Westdeutschland erhalten sollen. Ergänzt wird die Arbeit mit einer eigenen Fotodokumentation zur Umsetzung des Spiels.",4 SAB 1000,0,50 S.,1945,2013,2,17,"Spiel, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Alina-Sophie R., Anna G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 439,Der „Initiativkreis Bahnübergang Mecklenbeck“ – Beispiel einer funktionierenden Nachbarschaft?,"Die Schülerin rekonstruiert die Entwicklung des „Initiativkreis Bahnübergang Mecklenbeck“ in ihrem Wohnort Münster/Mecklenbeck. Aufgrund der direkten Nähe zur Bahnlinie „Wanne-Eickel – Bremen“ und durch den intensiven Ausbau des Bahnverkehrs erfolgte eine regelrechte Teilung des Stadtviertels. Um ins Zentrum des Viertels zu gelangen, muss ein Teil der Bewohner von Mecklenbeck oft lange Wartezeiten an den vermehrt geschlossenen Schranken in Kauf nehmen und auch die steigende Zahl wartender Autos vermindert die Wohnqualität. Die Gründer des Initiativkreises setzen sich daher seit Beginn der 1990er Jahre für eine Bahnunterführung ein. Neben einem Interview mit Helmut Goebel, Gründer und 1. Vorsitzender des Initiativkreises, führt die Schülerin eine Umfrage mit Bewohnern des Mecklenbecker Waldviertels durch.",4 SAB 989,1,38 S.,1994,2013,329,17,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Mecklenbeck, Julia K.,Marienschule 448,Der Bau der Martin-Luther Kirche in Mecklenbeck – wie veränderte sich die eher katholische Nachbarschaft durch den Neubau einer evangelischen Kirche?,Die Schüler thematisieren Nachbarschaft am Beispiel des Baus einer evangelischen Kirche im überwiegend katholischen Stadtteil Mecklenbeck in Münster. Der Kirchenbau wurde größtenteils von den neu zugezogenen Menschen aus den ehemaligen Ostgebieten Deutschlands vorangetrieben. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten erfuhr der protestantische Kirchenbauverein auch finanziell Unterstützung aus der katholischen Nachbarschaft und die Kirche konnte zu Beginn der 1960er Jahre fertig gestellt werden. Anhand dreier Zeitzeug*inneninterviews untersuchen die Schüler die Entwicklung und Veränderungen im nachbarschaftlichen Miteinander zwischen den protestantischen Zugezogenen und der alteingesessenen katholischen Bevölkerung in Mecklenbeck.,4 SAB 1002,0,25 S.,1960,2013,92,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Martin Luther-Kirche, Münster, Mecklenbeck"," Lennart K., Simon E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 468,Der einzig schützende Nachbar?,"Die Schülerinnen untersuchen die Nachbarschaft des „Von-Kluck-Bunkers“ in Münster. Sie gehen der Frage nach, inwiefern sich die Beziehungen der Nachbarn untereinander und die Einstellung zum Bunker vom 2. Weltkrieg bis heute gewandelt haben und wie der Bunker heute genutzt wird. Begleitet wird die Arbeit durch Fotos der Besichtigung des Bunkers, Zeitzeugenberichte und einer Lehrerumfrage an der Marienschule zur heutigen Wahrnehmung des Bunkers.",4 SAB 1061,0,33 S.,1942,2013,122,17,Textbeitrag,"Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",Von-Kluck-Bunker," Charline O., Lucia H.",Marienschule 469,Der Élysée-Vertrag: Ein deutsch-französischer Freundschaftsvertrag,"Die Schüler thematisieren Nachbarschaft anhand des deutsch-französischen Elysée-Vertrages, der 1963 von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle unterzeichnet wurde und eine entscheidende Wende in der Geschichte der Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern Deutschland und Frankreich markierte. Die Verfasser analysieren die historischen Umstände, Entwicklungen und Entscheidungen, die schließlich zur Unterzeichnung führten, beschäftigen sich mit den konkreten Inhalten des Vertrages sowie mit den aktuellen positiven und negativen Auswirkungen anlässlich des 50. Jahrestag des Elysée-Vertrages.",4 SAB 1035,0,20 S.,1960,2013,190,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Friedrich H.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 480,Der Flughafen Münster/Osnabrück und seine Nachbarschaft – Feinde oder Freunde?,"Die Schülerinnen untersuchen das Verhältnis des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO) zu seiner Nachbarschaft. Darunter fallen sowohl die Menschen die im näheren Umfeld des Flughafens wohnen als auch andere Außenstehende, wie z.B. Politiker oder Verbände. Anhand von Experteninterviews wird der öffentliche Umgang des FMO mit seiner Nachbarschaft untersucht. Hierzu wurden die Interviews mit dem Geschäftsführer Dr. Gerd Stöwer und dem Verantwortlichen für die Flughafenkommunikation, Detlef Döbberthin, ausgewertet.",4 SAB 950,0,16 S.,2013,2013,85,17,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen",Flughafen Münster-Osnabrück," Hanna K., Lotta K.",Gymnasium Paulinum 524,Der Umgang mit unseren Nachbarn im 2. Weltkrieg,"Die Schüler beschäftigen sich mit dem Thema Nachbarschaft im ländlichen Raum während des 2. Weltkriegs. Sie dokumentieren anhand der Zeitzeugenberichte ihrer Großeltern, wie diese während des 2. Weltkrieges Nachbarschaft erlebt haben, welche Rolle der Krieg spielte oder wie sich in den jeweiligen Nachbarschaften gegenseitig geholfen wurde.",4 SAB 960,0,20 S.,1939,1945,274,17,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Anna-Maria H., Imke E., Marie Sophie N.",Gymnasium Wolbeck 541,Diasporakind,"Die Schülerin beschäftigt sich mit dem Flüchtlingskind Adelheid, das nach dem 2. Weltkrieg mit ihrer Familie von Schlesien über Ostfriesland ins Münsterland flüchtete. Die Urgroßmutter der Verfasserin, Anna, nahm Adelheid in den 1950er Jahren für einige Wochen bei sich auf. Adelheid feierte gemeinsam mit der Tochter von Anna, Agnes, ihre Kommunion und beide sind bis heute eng miteinander befreundet. In Form eines fiktiven Tagebuchs schildert die Verfasserin die unterschiedlichen nachbarschaftlichen Erfahrungen von Agnes in Ostfriesland und im Münsterland. Ergänzt wird die Arbeit durch die Zeitzeug*inneninterviews mit Agnes und Adelheid.",4 SAB 1019,1,23 S.,1950,2013,90,17,"Tagebuch, Textbeitrag","Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Schlesien, Alyna P.,Marienschule 558,Die Bedeutung von Nachbarschaft am besonderen Beispiel von Prof. Josef Vasthoff,"Der Schüler skizziert die Entwicklung der Nachbarschaft im Münsterland auf dem Land und in der Stadt vom Mittelalter bis in die heutige Zeit. Kern der Arbeit sind die ausführlichen Schilderungen des Zeitzeugen Herrn Prof. Josef Vasthoff, die detaillierte Auskunft über die nachbarschaftlichen Verhältnisse im ländlichen Raum Havixbeck/Billerbeck nach dem 2. Weltkrieg geben. Begleitet wird die Arbeit durch eine ausführliche Bilddokumentation aus den privaten Beständen von Herrn Vasthoff.",4 SAB 951,1,37 S.,301,2013,85,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Billerbeck, Havixbeck", Nils Stephan P.,Gymnasium Paulinum 563,Die Briten in Münster – Eine interessante Beziehung,"Die Einnahme durch amerikanische Truppen am 2. April 1945 bedeutete für Münster das Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt lag in Trümmern, und die öffentliche Ordnung sollte möglichst schnell wiederhergestellt werden. Dafür sollte das britische Militär zuständig sein – Münster wurde Teil der britischen Besatzungszone. Bis Ende 2013 waren im Stadtteil Gremmendorf britische Soldaten stationiert. Wie sich das Zusammenleben von Münsteranern und stationierten Briten in der Vergangenheit gestaltete, erforschte die Schülerin Victoria Lucas im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten. Sie recherchierte im Archiv und führte ein Zeitzeugeninterview, um das deutsch-britische Nachbarschaftsverhältnis in Münster zu erforschen. Ausgehend von dem sogenannten Verbrüderungsverbot der unmittelbaren Nachkriegszeit, zeigt sie die unterschiedlichen Facetten gegenseitiger Fremdheit und Annäherung auf. Ende 2013 ging das deutsch-britische Nachbarschaftsverhältnis in Münster mit dem Abzug der britischen Truppen zu Ende.",4 SAB 1023,1,37 S.,1945,2013,23,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Gremmendorf, Victoria L.,Marienschule 565,Die britischen Soldaten in Münster,Die Schüler untersuchen das Zusammenleben der Münsteraner und der britischen Soldaten der York-Kaserne in Gremmendorf in Münster. Zur genaueren Erforschung der nachbarschaftlichen Verhältnisse wird die Auswertung einer Umfrage mit den Nachbarn der Soldaten am Paul-Engelhard-Weg herangezogen. Begleitet wird die Arbeit von Fotodokumentationen der Kaserne und eigens gemalter Abbildungen zum Stadtteil Gremmendorf,4 SAB 971,0,29 S.,1945,2013,150,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitungsartikel","York-Kaserne, Münster"," Henrik B., Laura K., Niklas D.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 570,Die deutsch-deutsche Städtefreundschaft Münster-Mühlhausen,"Die Stadt Münster hat insgesamt zehn Partnerschaften mit Städten in der ganzen Welt. Eine dieser Partnerschaften besteht mit der thüringischen Stadt Mühlhausen. Seit 1990 betreiben die Städte eine offizielle Städtepartnerschaft. Die Geschichte dieser Partnerschaft erforschten drei Schüler der Friedensschule in Münster. Die Siebtklässler befragten Zeitzeugen und zogen Archivmaterial heran, um die Geschichte der beiden Städte und ihrer Partnerschaft zu schreiben. Auch die politische Bedeutung der Verbindung zwischen Münster und Mühlhausen thematisiert der Beitrag.",4 SAB 967,0,38 S.,1990,2013,262,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Mühlhausen," Clemens L., Lukas W., Niklas M.",Friedensschule 586,Die Flucht aus Ostpreußen. Nachbarschaft während der Flucht,"Die Schülerin rekonstruiert die Geschichte ihres Großvaters Siegfried Posingies, der als Jugendlicher von Kukoreiten in Schlesien über Friedrichsgabekoog nach Münster flüchtete. Die Verfasserin thematisiert hierbei insbesondere die Erfahrungen ihres Großvaters in den verschiedenen Nachbarschaften, die er auf seiner Flucht bis heute erlebte und wie sich das nachbarschaftliche Verhältnis der schlesischen Flüchtlinge zu den eingesessenen Bewohnern gestaltete.",4 SAB 1059,1,20 S.,1945,2013,141,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente","Schlesien, Šilutė", Mira P.,Marienschule 588,Die Flüchtline in Münster-Mecklenbeck,"Die Schülerinnen skizzieren das nachbarschaftliche Verhältnis der Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg, die vorwiegend aus den Ostgebieten Deutschlands kamen, und der eingesessenen Bevölkerung in der Siedlung Schürkamp/Rote Erde in Mecklenbeck in Münster. Ergänzt wird die Arbeit durch ein fiktives Tagebuch über die damalige Situation der Flüchtlinge und ihre nachbarschaftlichen Beziehungen zu den Mecklenbeckern. Als Quellengrundlage diente die Auswertung des Zeitzeug*inneninterviews mit Herbert Loewke, der 1945 als Jugendlicher von Groß Grabau (heute Grabowo, Polen) nach Münster Mecklenbeck flüchtete.",4 SAB 995,0,28 S.,1945,2013,329,17,"Tagebuch, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Mecklenbeck, Rote Erde, Münster, Schürkamp"," Alina J., Judith J.",Marienschule 643,Die Margareten-Schule. Der Treffpunkt der Nachbarschaft. Ein Gesellschaftsspiel,"Die Schüler thematisieren den Bau eines Bunkers in Münster, in dessen Räumen sich seit 1947 die Margaretenschule befindet. In Form eines selbst konzipierten Gesellschaftsspiels sollen die Zeit des 2. Weltkrieges und insbesondere die Erfahrungen der damaligen Nachbarschaft des Bunkers während des Bombenalarms veranschaulicht werden.",4 SAB 1017,0,13 S.,1939,2013,303,17,"Spiel, Textbeitrag","Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Margaretenschule, Münster"," Henny B., Nele S.",Gymnasium St. Mauritz 656,Die Reichsprogromnacht in Wolbeck,"Die Schülerinnen rekonstruieren auf der Basis von Zeitzeug*inneninterviews die Geschichte der Synagoge in Wolbeck mit besonderem Fokus auf der Reichsprogromnacht und der damit einhergegangenen Zerstörung der Synagoge. In Form eines Tagebucheintrages, der auf den Erfahrungen der Zeitzeugen beruht, wird die besondere Rolle der nachbarschaftlichen Beziehungen um das Jahr 1933 in Wolbeck hervorgehoben.",4 SAB 977,0,10 S.,1933,1945,130,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Wolbeck," Annika H., Christine H.",Gymnasium Wolbeck 659,"Die Rolle der Nachbarn zur Zeit der Hexenverfolgung in Münster. „Denn ein schlechter Nachbar ist eine so große Plage, wie ein guter ein Segen ist“","Die Schülerin thematisiert die Rolle der Nachbarschaft in der Zeit der Hexenverfolgung in Münster zwischen 1450 und 1750. Hierbei geht sie insbesondere auf die Entstehung erster Verdachtsmomente und die daraus resultierenden Anklagen bei Gericht ein. Außerdem wird der Verlauf eines typischen Hexenprozesses anhand einiger konkreter Fallbeispiele verdeutlicht und es wird der Frage nachgegangen, ob es bestimmte Schemata bei der Auswahl der Betroffenen gab. Die Arbeit wird mit einer Reflexion über den Wandel der Nachbarschaftsverhältnisse bis in die heutige Zeit abgeschlossen.",4 SAB 1026,1,28 S.,1450,2013,315,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Alina B.,Pascal-Gymnasium 688,Die Weißenburgsiedlung in Münster. Autofreie Nachbarschaft auf einem ehemaligen Militärgelände,"Die Weißenburg ist eine autofreie Siedlung im Geistviertel in Münster. In den 1990er Jahren wurden Teile der frei gewordenen Flächen der ehemaligen Hindenburgkaserne im Rahmen des Pilot-Projektes „Wohnen ohne eigenes Auto“ der Wohnungsgesellschaft Münsterland erschlossen. Neben der Entstehungsgeschichte des Süd- bzw. Geistviertels und den Aktivitäten des Vereins „Autofreie Siedlung Weißenburg e.V.“  thematisiert die Verfasserin insbesondere das Verhältnis der Bewohner der vergleichsweise neuen Weißhaussiedlung zu denen der angrenzenden Wohngebiete am Breisacher/Hagenauer Weg. Begleitet wird die Arbeit durch eine Umfrage unter den Nachbarn der verschiedenen Siedlungen und einem Interview mit Prof. Dr. Saskia Handro, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Geschichtswettbewerbs.",4 SAB 1028,1,41 S.,1920,2013,,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen","Geistviertel, Münster", Anna Noemi T.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 689,Die Welt ist ein Dorf,"Was bedeutet Nachbarschaft? Wann und wie kann aus Nachbarschaft Freundschaft erwachsen oder auch Feindschaft entstehen? Wie wird Nachbarschaft in unterschiedlichen Ländern wahrgenommen und beurteilt? Fünf Schülerinnen und Schüler machten sich auf die Suche nach Antworten. Sie führten Interviews und zogen Berichte von älteren Menschen heran, um der Frage, was Nachbarschaft früher und heute bedeutet, nachzugehen. Die Neuntklässler erstellten einen Film, in dem sie Interviews, gespielte historisierende Szenen und Diskussionsrunden gekonnt ineinander verschränkten. So entwerfen sie ein Bild von Nachbarschaft, auf individueller und zwischenstaatlicher Ebene.",4 SAB 996,0,93 S.,1939,2013,329,17,"Filmbeitrag, Textbeitrag","Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Lea F., Lennart H., Vanessa B.","Geschwister-Scholl-Gymnasium, Marienschule" 699,Die Zerstörung der Synagoge in Münster: Ein Ort – ein Ereignis als Schauplatz von Nachbarschaftsverhältnissen zwischen Juden und Deutschen?,"Die Schüler rekonstruieren die Geschichte der Synagoge in Münster während der Herrschaft der Nationalsozialisten mit besonderem Schwerpunkt auf der Reichspogromnacht 1938 und der damit einhergehenden Zerstörung der Synagoge. Kernstück der Arbeit sind Befragungen unterschiedlicher Zeitzeugen durch die Münstersche Staatsanwaltschaft nach 1945, um die damaligen Verbrechen aufzudecken. Die Verfasser analysieren hierbei insbesondere, inwiefern sich aus den Zeugenaussagen Rückschlüsse über die damaligen nachbarschaftlichen Verhältnisse ziehen lassen.",4 SAB 1052,0,32 S.,1933,2013,27,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Synagoge, Münster"," Jurek F., Ruwen J.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 722,Ein erfundenes Tagebuch mit echten Quellen über den nachbarschaftlichen Bau eines Privatbunkers in Münster während des Zweiten Weltkrieges,"Als im Zweiten Weltkrieg die Bomben fielen, versuchten sich die Menschen mit Bunkern zu schützen. So taten sich Nachbarn zusammen, um gemeinsam einen Schutzbunker zu bauen. Elias Homberg fand auf dem Dachboden seines Hauses ein Tagebuch aus dem Zweiten Weltkrieg. Darin wird von einem nachbarschaftlichen Bunkerbau in Münster berichtet. Der Schüler zog für seinen Beitrag zum Geschichtswettbewerb neben dem Tagebuch Sekundärliteratur heran und führte mehrere Zeitzeug*inneninterviews. Diese Informationen verarbeitete der Siebtklässler in einem fiktiven, selbst verfassten Tagebuch und ergänzte dies mit seinem recherchierten Material. Auf diese Weise nähert er sich der Frage, welche Bedeutung Nachbarschaft im Krieg hatte und wie das Kriegsgeschehen von Kindern wahrgenommen wurde.",4 SAB 943,1,48 S.,1933,1945,278,17,"Tagebuch, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Elias H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 724,"Ein guter Nachbar ist viel wert, oft mehr noch als ein Freund! (Nachbarschaft am Kirschgarten)","Die Schülerin rekonstruiert die Geschichte ihrer eigenen Nachbarschaft in der Bachstraße/Kirschgarten in Münster mit besonderem Fokus auf die Zeit ab 1975, in der ihre Großeltern ebenso wie ihre zukünftigen Nachbarn Baugrundstücke pachteten und sich in enger Zusammenarbeit gegenseitig beim Häuserbau halfen. Begleitet wird die Arbeit von einer ausführlichen privaten Fotosammlung.",4 SAB 993,1,44 S.,1949,2013,321,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Merle H.,Gymnasium St. Mauritz 731,Ein langer Weg,"Die Schülerin thematisiert die nachbarschaftlichen Verhältnisse zwischen schlesischen Flüchtlingen und Münsteranern anhand der Erinnerungen ihres Großvaters, der als Kind aus Schlesien flüchtete. Begleitet wird die Arbeit durch private Fotografien des Zeitzeugen.",4 SAB 1060,1,8 S.,1945,1950,329,17,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Schlesien, Savannah E.,Marienschule 736,"Ein riskantes Unterfangen? Nicht-jüdische und jüdische Nachbarschaftshilfe in der Zeit des Nationalsozialismus in Münster am Beispiel von Sophie Heimbach (*1.7.1895, †1944) und Hugo Stern (*11.9.1891, †27.7.1944)",Die Schülerinnen veranschaulichen anhand zweier konkreter Beispiele die Nachbarschaftshilfe für jüdische Mitbürger in Münster während des Nationalsozialismus. Die Hutmacherin Sophie Heimbach (1895-1944) wurde von Familie Schmeides nach 1933 bis zu ihrem Tod unter größtem Risiko und Geheimhaltung weiter beschäftigt. Auch Hugo Stern (1891-1944) wurde bis zu seiner Deportation und seinem Tod 1944 von der Firma Feibes sowohl privat als auch finanziell unterstützt.,4 SAB 966,0,22 S.,1939,1945,108,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Elisabeth K., Helene K.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 740,Ein vermeintlich lebloser Nachbar seit 125 Jahren – Der Zentralfriedhof in Münster,"Die Schülerin beschäftigt sich mit der Entstehungsgeschichte des Zentralfriedhofs in Münster und der Entwicklung seiner Nachbarschaft von seiner Gründung im Jahre 1887 bis heute. Kernstück der Arbeit sind die Zeitzeug*inneninterviews mit den Eigentümern der Zentralfriedshofsgärtnereien, Karl Dziuk und Ludwig Harbaum, und der heute stark in ihrer Arbeit eingeschränkten Steinmetzbetriebe von Burkhard Geimer und Paul Hagedorn. Außerdem thematisiert die Schülerin das Verhältnis des Zentralfriedhofs zu der Geburtsklinik Wesener-Roth in den 1960er Jahren, den umstrittenen Ausbau des Mövenpick-Hotels und den Einzug der Universität in die Hüfferstiftung in den 1980er Jahren. Abgeschlossen wird die Arbeit mit der heutigen Rolle des Zentralfriedhofs als Rückzugsgebiet für seltene Tierarten in der Großstadt. Hierzu interviewt die Verfasserin Peter Hlubek, 1. Vorsitzender des NABU in Münster.",4 SAB 1015,1,14 S.,1887,2013,329,17,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Zentralfriedhof, Münster", Dagmar H.,Marienschule 768,Entwicklung und Beziehung der Partnerstädte unserer Heimatstadt Münster,"Die Schüler rekonstruieren die Entwicklung der Beziehungen Münsters zu seinen Partnerstädten in den späten 1950er Jahren. Neben der historischen Entstehungsgeschichte interessiert die Verfasser auch die heutige Beziehung zu Partnerstädten wie Mühlhausen, York oder Orléans. Als zentrale Informationsgrundlage dienen die zwei Experteninterviews mit Herrn Kupferschmidt, Geschäftsführer der interfraktionellen Arbeitsgruppe „Auslandsbeziehungen“ und Herrn Johannes Bruns, Oberbürgermeister von Mühlhausen.",4 SAB 1007,0,48 S.,1957,2013,303,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen","Mühlhausen, Orléans, York"," Christian L., Moritz S.",Gymnasium St. Mauritz 799,Flucht und Solidarität – Zeitzeugenerlebnis. Die Situation von Flüchtlingen von Ost- nach Westberlin und welche zwischenmenschlichen Erfahrungen mein Großvater in dieser Situation machte,"Der Schüler skizziert die Situation von Flüchtenden aus Ostberlin. Im Zentrum der Arbeit stehen die Erinnerungen und nachbarschaftlichen Erfahrungen seines Großvaters, Jürgen Grziwa, während seiner Flucht im Jahr 1954 von Ostberlin über Dahlem und Hamburg nach Düsseldorf.",4 SAB 987,1,19 S.,1945,2013,85,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Berlin (Ost), DDR", Jaron G.,Gymnasium Paulinum 802,Flüchtlinge aus Ostpreußen im Zweiten Weltkrieg,"Der Schüler thematisiert die nachbarschaftlichen Verhältnisse zwischen Flüchtlingen aus Ostpreußen und den Bewohnern im westlichen Teil Deutschlands. Im ersten Teil der Arbeit skizziert der Verfasser die politische Situation zwischen Ost- und Westpreußen ab 1891. Im zweiten Teil stehen die persönlichen Erinnerungen ihres Großvaters Lothar Friese im Vordergrund, der als Kind von Schlesien ins Münsterland floh und auf seiner Flucht die unterschiedlichsten Formen nachbarschaftlicher Beziehungen erlebte.",4 SAB 1061,1,16 S.,1871,1950,27,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Ostpreußen, Schlesien", Frederick H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 832,Fremde zwischen Fremden.Displaced Persons in Greven,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit den Auswirkungen der Nachkriegszeit auf die nachbarschaftlichen Verhältnisse in Greven. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde in Greven ein Lager errichtet, in dem ehemalige Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter untergebracht wurden, um ihnen später die Repatriierung in ihre jeweiligen Heimatländer zu ermöglichen. Die Verfasserinnen gehen in ihrer Arbeit der Frage nach, wie sich das Zusammenleben der Einheimischen und dieser so genannten „Displaced Persons“ gestaltete, welche Rolle Rassismus und Rache spielten und wie die Grevener auf die teilweise stattfindende Verdrängung aus ihren Häusern reagierten. Begleitet wird die Arbeit durch Interviews mit mehreren Zeitzeuginnen, die die Nachkriegszeit in Greven als junge Frauen miterlebten.",4 SAB 1064,0,77 S.,1945,1950,104,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Greven," Franziska F., Sofie K.",Marienschule 834,"Freundschaft, Feindschaft und Gemeinschaft – Die verschiedenen Facetten der Nachbarschaft","Die Schülerin thematisiert die Nachbarschaft zwischen Polen und Deutschland nach dem 2. Weltkrieg im Kontext der Vertreibung vieler Deutscher aus der Niederlausitz. Zentrale Quellengrundlage bildet die Rekonstruktion der verschiedenen Nachbarschaften ihres Großvaters Horst F. in Sorau, Hoyerswerda und Leipzig nach seiner Flucht. Begleitet wird die Arbeit von einer privaten Fotosammlung beginnend mit dem Jahr 1940.",4 SAB 997,1,21 S.,1945,2013,141,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Hoyerswerda , Leipzig, Polen, Żary", Luisa F.,Marienschule 845,Gastarbeiter in Münster – von Fremden zu Nachbarn?,"Im Kontext der boomenden Wirtschaft in Deutschland seit den 1950er Jahren wurden zahlreiche Anwerbeabkommen mit verschiedenen Ländern Südeuropas, aber auch der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien abgeschlossen, um den Arbeitskräftebedarf zu decken. Die Schülerinnen untersuchen anhand von Archivquellen und einem Zeitzeugeninterview die damalige Situation der Gastarbeiter in Münster und legen besonderen Schwerpunkt darauf, ob und wie sich nachbarschaftliche Verhältnisse zwischen Gastarbeitern und Münsteranern entwickelten.",4 SAB 954,0,11 S.,1950,2012,190,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Amelie L., Amélie D., Sophie G.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 846,Gefährlicher Kontakt zum Nachbarn. Schmuggel zwischen Deutschland und den Niederlanden zur Zeit des Nationalsozialismus,"Der Schüler beleuchtet die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden mit besonderem Fokus auf den Schmuggel zwischen beiden Ländern in der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Zentral sind hierbei die Fragen nach dem Verhalten der Grenzpolizei, den Prioritäten der geschmuggelten Waren und die daraus ableitbaren Erkenntnisse über den Wandel der Nachbarschaftsverhältnisse vom Zweiten Weltkrieg bis in die heutige Zeit. Begleitet wird die Arbeit von einem Interview mit Prof. Dr. Friso Wielenga, Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. ",4 SAB 1011,1,30 S.,1939,2013,315,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",, Fabian A.,Pascal-Gymnasium 850,Gehorche keinem,"Drei Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich im Rahmen des Geschichtswettbewerbs mit der systematischen Ausgrenzung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland. Spätestens mit den Nürnberger Gesetzen von 1935 wurden jüdische Menschen hier systematisch – und per Gesetz legitimiert – ausgegrenzt. Plötzlich sprachen die Menschen nicht mehr mit ihren jüdischen Nachbarn, viele Juden dachten an Flucht, manche schafften es, in die benachbarten Niederlande zu entkommen. Die Schülergruppe befragte Zeitzeugen und reiste dazu nach Amsterdam. Sie erfuhr dort viel über den alltäglichen Antisemitismus in Deutschland und die wirtschaftliche und soziale Ausgrenzung der jüdischen Minderheit. Ihre Ergebnisse ergänzten die Schüler durch Archivmaterial und Experteninterviews. So zeigt ihre Arbeit ein vielschichtiges Bild der jüdisch-nicht jüdischen Nachbarschaft in Münster und den Niederlanden.",4 SAB 1033,0,51 S.,1933,1945,285,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Maged M., Nielja K., Sebastian B.",Gymnasium Paulinum 857,Geplante Nachbarn. Heinrich Brüning –Wohnungspolitik in den 1930er Jahren,"Die Schülerin beschäftigt sich mit der Nachbarschaft ihres Urgroßvaters und Großvaters in Oberhausen-Sterkrade in der Brombergerstraße. Heinrich Brüning, Politiker der Zentrumspartei und 1930 Reichskanzler während der Weimarer Republik bekämpfte die damalige Massenarbeitslosigkeit mit einem Siedlungsprojekt, mit dessen Hilfe Eigenheime mit staatlicher Finanzierung gebaut werden konnten. In diesem Kontext entstand auch die Siedlung Sterkrade, in der das Haus des Großvaters der Autorin mit tatkräftiger nachbarschaftlicher Unterstützung gebaut wurde. Die konkrete Umsetzung des Siedlungsprojekts wird in der Arbeit anhand des Beispiels der Gemeinde Sandersdorf gezeigt, da sich hier die Quellenlage als günstiger erwies.",4 SAB 988,1,34 S.,1919,2013,279,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Oberhausen, Hanna Sophie S.,Marienschule 940,In Nachbarschaft mit einer Seligen. Zeitzeugen über das Leben von Schwester Maria Euthymia,"Die Schülerin untersucht das Leben in der Nachbarschaft der 2001 selig gesprochenen Schwester Maria Euthymia (1914-1955), die auf dem Münsteraner Zentralfriedhof begraben ist. Neben der ausführlichen Dokumentation des Lebenswerks von Maria Euthymia fließen Zeitzeugenberichte von Nachbarn aus unterschiedlichen Stationen ihres Lebens in die Arbeit mit ein.",4 SAB 957,1,18 S.,1914,2013,,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Corona B.,Marienschule 942,Integration nur durch die katholische Kirche? Die Kirche als Mittelpunkt einer dörflichen Nachbarschaft am Beispiel Alverskirchen,"Die Schülerinnen untersuchen die nachbarschaftlichen Beziehungen in Alverskirchen im katholischen Münsterland. Die Schülerinnen akzentuieren hierbei, welche Rolle die katholische St. Agatha-Kirche bei der Ausgestaltung der nachbarschaftlichen Verhältnisse und der Integration von Zugezogenen spielte. Maßgebliche Informationsquelle sind die zahlreichen Vereine und Dorfgemeinschaften, die mit der katholischen Kirche in Verbindung stehen, wie beispielsweise die Messdienergemeinschaft oder der DJK Rot-Weiß Alverskirchen. Ergänzt wird die Arbeit durch Zeitzeug*inneninterviews mit Bewohnern des Dorfes zur Qualität der nachbarschaftlichen Beziehungen. ",4 SAB 959,0,46 S.,1199,2012,326,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Alverskirchen," Myriam Z., Theresa H.",Marienschule 949,Jeder kennt Jeden – Schweigen oder Anprangern? Nachbarschaft im nationalsozialistischen Regime am Ortsbeispiel Wolbeck,"Die Schüler thematisieren die Nachbarschaft in ihrem Wohnort Wolbeck in Münster während der Zeit des Nationalsozialismus. Sie gehen hierbei der Frage nach, wie sich das nachbarschaftliche Verhältnis zwischen den jüdischen und nicht-jüdischen Bewohnern veränderte und wie dieser Prozess von den Wolbeckern selbst wahrgenommen wurde. Zu diesem Zweck interviewen die Verfasser zwei Zeitzeugen, die bereits in den 1930er Jahren in Wolbeck gelebt haben. Im abschließenden Teil der Arbeit werden die Erinnerungen der Zeitzeugen einer kritischen Analyse unterzogen.",4 SAB 1044,0,36 S.,1933,2013,298,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Wolbeck," Mayleen M., Neele W.",Gymnasium Wolbeck 951,Jenseits der Grenze – Der Blick auf die Nachbarn in der deutsch-niederländischen Nachbarschaft,"Für viele Menschen, die nahe der niederländischen Grenze wohnen, tritt das Nachbarland maximal durch gelegentliche Einkaufsbesuche in Erscheinung. So ging es zumindest Lara Hochbahn. Doch dieser Eindruck währte nicht lange: Die Schülerin beschäftigte sich im Rahmen des Geschichtswettbewerbs mit dem deutsch-niederländischen Nachbarschaftsverhältnis und kam zu dem Schluss, dass die Nachbarschaft weit mehr ausmacht als den Austausch von Produkten. Sie befragte Zeitzeugen aus Deutschland und den Niederlanden und zog umfangreiches Archivmaterial heran, um die Geschichte der deutsch-niederländischen Nachbarschaft zu erforschen. Welche Bilder über den jeweils anderen haben die Nachbarn? Durch welche historischen Ereignisse sind sie geprägt? Diese und weitere Fragen beantwortet die Schülerin in ihrer ambitionierten Arbeit, an deren Ende der Aufruf zu mehr persönlicher Kommunikation und zum Austausch zwischen Deutschen und Niederländern steht. Die Arbeit wird ergänzt durch einen Konzeptvorschlag für eine Website zum gegenseitigen Austausch zwischen Deutschen und Niederländern.",4 SAB 968,1,65 S.,1648,2013,295,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Lara H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1047,Leben in Ein- und Mehrfamilienhäusern,"Die Schüler untersuchen die nachbarschaftlichen Verhältnisse in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Im Zentrum der Arbeit steht zum einen die Frage nach den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den Beziehungen der Nachbarn eines Einfamilienhauses und denen eines Mehrfamilienhauses und zum anderen wie sich Nachbarschaft heute und damals gestaltete. Als Grundlage der Arbeit dient hierbei die Auswertung eigens erstellter Fragebögen, die Personen mehrerer Generationen und in unterschiedlichen Wohnsituationen beantworteten.",4 SAB 984,0,44 S.,1960,2013,278,17,Textbeitrag,"Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",," Daniel J., Helena L.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1056,Lepra (Das Leprosenhaus in Münster),"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit dem Thema Lepra im 12. Jahrhundert in Münster. Sie gehen der Frage nach, wie die unmittelbare Nachbarschaft des Leprahospitals mit den Betroffenen umging und in welcher Form nachbarschaftliche Hilfe und Unterstützung geleistet wurde. Weiterhin wird auch der Pestausbruch in der „Grünen Gasse“ thematisiert, in der sich das Schulgebäude der Verfasserinnen befindet. Begleitet wird die Arbeit durch ein ausführliches Interview mit Ralph Klötzer, Mitarbeiter des Lepramuseums in Münster Kinderhaus.",4 SAB 1014,0,17 S.,1101,1200,27,17,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",Lepramuseum Münster-Kinderhaus," Emilie K., Lucie B., Natascha W.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1064,"Man wollte sich nicht damit abfinden, dass jetzt die Familie meines Großvaters mit im Dorf lebte – Vertriebene und ihre Nachbarschaftserfahrungen in Müssingen","Nach der Flucht aus Ostpreußen stand für viele der Flüchtlinge ein Neustart in anderen Gegenden Deutschlands an. Nicht immer wurden sie mit offenen Armen von ihren Nachbarn empfangen. Die Schülerin stellt in ihrer Arbeit die Erfahrungen ihrer Großtante, ihres Großvaters und ihres Großonkels dar und beschreibt, wie diese ihre Flucht aus Ostpreußen und den damit verbundenen Neuanfang in Müssingen in Bezug auf ihre neuen Nachbarn erlebt haben.",4 SAB 962,1,25 S.,1940,1960,278,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Müssingen, Ostpreußen", Stephanie S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1070,"Marga Spiegel. Ihr Leben, ihr Leiden","Die Schülerinnen erforschen das Leben von Marga Spiegel (1912-2014) während des Nationalsozialismus. Zentraler Bestandteil ist die Auswertung eines Gesprächs mit Dr. Michael J. Rainer, ein enger Freund von Marga Spiegel, die aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes kein persönliches Interview geben konnte. Die Arbeit thematisiert außerdem die verfilmte Biographie von Marga Spiegel „Unter Bauern – Retter in der Nacht“ (2009) bei dessen Dreharbeiten Marga Spiegel selbst mitgewirkt hatte.",4 SAB 965,0,17 S.,1912,2013,233,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen",," Franziska B., Pauline B., Sara M.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1084,Matis‘ Verzicht auf sein Erbe (Städtepartnerschaft Münster-Orleans),"Am 24. September 1960 wurde im Friedenssaal des Rathauses der Stadt Münster die Partnerschaft zwischen Münster und Orléans beschworen. Man verpflichtete sich dazu, in Verbindung zu bleiben, den Austausch der Bürger zu fördern und sich um Frieden und Wohlstand zu bemühen. Dies war ein regionaler Meilenstein für die deutsch-französischen Beziehungen in den 1960er Jahren. Maria Runte näherte sich diesem Thema auf besondere Art und Weise: Sie schrieb einen Kurzroman über die Städtepartnerschaft und die Entwicklung des deutsch-französischen Verhältnisses. Geschickt verknüpfte die junge Autorin historische Quellen und Recherchen in der Fachliteratur in ihrer Romanhandlung. Dabei entwirft sie ein atmosphärisches Bild der 1960er und 1970er Jahre zwischen Generationenkonflikt, Friedensbewegung und Aufbruch.",4 SAB 1034,1,97 S.,1870,2013,326,17,"Novelle, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",Orléans, Maria R.,Marienschule 1136,"Nachbar, Gegner, Freund - das Schicksal Fritz Barkeys","Im Zentrum der Arbeit steht die Frage nach der Entwicklung des Verhältnisses zwischen den benachbarten Nationen Deutschland und Frankreich vom Zweiten Weltkrieg bis heute. Als Grundlage hierfür dienen die persönlichen Erfahrungen Fritz Barkeys, Großvater eines der Verfasser, der im Zweiten Weltkrieg in Frankreich schwer verwundet wurde und nur mit der vereinten Hilfe deutscher, französischer und polnischer Soldaten gerettet werden konnte.",4 SAB 979,0,19 S.,1962,2013,2,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Eric K., Maximilian H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1137,Nachbarn der Marienschule,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit der Entstehungsgeschichte ihrer eigenen Schule, der Marienschule in Münster. Neben der Skizzierung der historischen Entwicklung des Bischöflichen Mädchengymnasiums ziehen die Verfasserinnen Zeitzeug*inneninterviews mit Interviewpartnern aus der unmittelbaren Nachbarschaft heran, die z.T. seit den 1930er Jahren Nachbarn der Marienschule sind.",4 SAB 1018,0,15 S.,1922,2013,254,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Mädchengymnasium Marienschule, Münster"," Gesche Maria R., Josephine Maria G., Rebecca Salome P.",Marienschule 1138,Nachbarn in der Zeit von 1940-1947 im Leben meines Großvaters und seiner Familie.,Der Schüler rekonstruiert das Leben seines eigenen Großvaters Dieter Altenhövel (geb. 1934). Dessen persönliche Erfahrungen und Erlebnisse und die seiner Familie während der Kriegsjahre waren oftmals schicksalshaft durch die Hilfe und Zuwendung von Nachbarn in den unterschiedlichsten Situationen und Konstellationen geprägt worden. Zentraler Bestandteil der Arbeit sind Aufzeichnungen und das private Bildmaterial des Zeitzeugen Dieter Altenhövel.,4 SAB 956,1,14 S.,1940,1947,214,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Simon K.,Friedensschule 1139,Nachbarn in ganz Deutschland,"Die Schülerin rekonstruiert die Lebensgeschichte ihrer eigenen Großmutter, die als Kind aus Domslau in Schlesien nach Westdeutschland floh und an vielen unterschiedlichen Orten in Deutschland lebte. Die Verfasserin legt besonderen Schwerpunkt auf die verschiedenen nachbarschaftlichen Verhältnisse, die ihre Großmutter erlebte, insbesondere die Beziehung der schlesischen Flüchtlinge zu der eingesessenen Bevölkerung im westlichen Teil Deutschlands.",4 SAB 1058,1,16 S.,1945,2013,329,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Domaslaw, Schlesien", Hannah Christina M.,Marienschule 1140,"Nachbarn waren nicht nur Nachbarn, sie waren Freunde! Nachbarn in der Kindheit unserer Großeltern Friedhelm Diekmann, Annelore Walter und Udo Schimannek","Die Schüler beschäftigen sich mit dem Thema Nachbarschaft während des Zweiten Weltkriegs. Im Zentrum der Arbeit stehen die Erfahrungsberichte der Großeltern der drei Autoren, Friedhelm Diekmann, Annelore Walter und Udo Schimannek, die alle drei als Kinder die Zeit des Nationalsozialismus erlebten und Nachbarschaft während dieser Jahre in unterschiedlicher Art und Weise erlebten und bewerten.",4 SAB 985,0,21 S.,1939,1945,278,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Katharina H., Larina S., Marie S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1141,Nachbarn: Vertraute Fremde – die Pluggendorfer Nachbarschaft in ihrer Geschichte und ihre klösterlichen Nachbarn,"Die Schüler thematisieren die komplexen nachbarschaftlichen Beziehungen im Innenstadtviertel Pluggendorf in Münster. Hierbei gehen sie der Frage nach, wie sich die Verhältnisse zwischen den Pluggendorfern, den Angehörigen der Antoniusgemeinde und den damals durch Mauern abgeschotteten Orden der Klarissen und der Schwestern der göttlichen Vorsehung bis heute gestaltete und wandelte. Als zentrale Informationsgrundlage dienen hierbei zahlreiche Zeitzeug*inneninterviews aus den unterschiedlichen Nachbarschaftsgruppen, die ein möglichst vielschichtiges Bild der nachbarschaftlichen Verhältnisse des Pluggendorfviertels liefern sollen.",4 SAB 1031,0,100 S.,1560,2013,284,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Klarissenkloster, Münster, Pluggendorf"," Marcel B., Marvin M.",Ludwig-Erhard-Berufskolleg 1142,Nachbarschaft – Spurensuche auf der Habichtshöhe in Münster,"Die Schülerinnen erforschen den Wandel und die aktuelle Wahrnehmung der Nachbarschaftsverhältnisse in ihrem Wohngebiet, der Gartenvorstadt Habichtshöhe im Geistviertel in Münster. Es wird der Frage nachgegangen, ob es Veränderungen in den nachbarschaftlichen Beziehungen in der Habichtshöhe gab und in welcher Form Nachbarschaft heute von den Bewohnern erlebt und bewertet wird. Begleitet wird die Arbeit durch Interviews mit mehreren Anwohnern unterschiedlicher Generationen des Geistviertels. ",4 SAB 961,0,23 S.,1924,2013,254,17,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Geistviertel, Münster"," Anna L., Noee K.",Marienschule 1143,Nachbarschaft der besonderen Art. Das Verhältnis zwischen Münsteranern und den britischen Soldaten in der Garnisonsstadt Münster (Westfalen),"Die Schüler skizzieren die unterschiedlichen nachbarschaftlichen Verhältnisse und Beziehungen zwischen Münsteranern und britischen Soldaten von Beginn der Besatzungszeit bis zum Abzug der Soldaten aus Münster. Begleitet wird die Arbeit von Informationen und Erzählungen eines ehemaligen britischen Soldaten und eines Münsteraners, die Aufschluss über die Beziehungen, Haltungen und die allgemeine Situation zwischen Münsteranern und Briten liefern. Das Thema hatte zum Zeitpunkt des Wettbewerbs einen aktuellen Bezug, da in der Öffentlichkeit über die weitere Nutzung der Kasernengelände debattiert wurde.",4 SAB 952,0,27 S.,1945,2013,85,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Levin H., Simon S.",Gymnasium Paulinum 1144,Nachbarschaft früher im Emsland und heute in Münster Mecklenbeck,"Die Schülerinnen gehen in ihrer Arbeit der Frage nach, was Nachbarschaft früher und heute ausgemacht hat und wo es Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten gibt. Hierfür nutzen sie die Erinnerungen der Großmutter von Laura Wermes, Ingrid Wermes, um Informationen über nachbarschaftliche Verhältnisse im ländlichen Emsland zu erhalten. Die Auswertung dieses Zeitzeugenberichts wird mit den eigenen Eindrücken und Schilderungen der Verfasserinnen über ihre Nachbarschaft in Münster Mecklenbeck heutzutage verglichen.",4 SAB 982,0,22 S.,1929,2013,278,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Emsland , Mecklenbeck"," Anna K., Laura W.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1145,Nachbarschaft Handorf-Dorbaum,"Die Schülerin skizziert die Geschichte der nebeneinander liegenden Stadtteile Handorf und Dorbaum im Münsterland. Neben einer kurzen Rekonstruktion der historischen Gründung und Entwicklung beider Stadtteile ab dem 16. Jahrhundert wird das Verhältnis zwischen katholischer und evangelischer Bevölkerung in den Blick genommen. Hierbei untersucht die Schülerin insbesondere den Zeitraum des 2. Weltkrieges als eine sehr konfliktreiche Phase, da während dieser Zeit viele protestantische Flüchtlinge nach Dorbaum kamen und von der Bevölkerung Handorfs mitversorgt werden mussten. Die Arbeit wird ergänzt durch Interviews mit Zeitzeugen, die bereits während des 2. Weltkriegs in Handorf lebten und Bewohnern, die während der Nachkriegszeit nach Handorf flüchten mussten.",4 SAB 974,1,24 S.,1601,1945,141,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Handorf, Münster", Jette S.,Marienschule 1146,Nachbarschaft im Blauen D-Zug. Geschichte und Entwicklung des Kappenberger Damms 23-47,"Der Schüler schildert die Entwicklung der nachbarschaftlichen Verhältnisse der Häuserreihe Kappenberger Damm 23-47 im Geistviertel in Münster, in der er selbst wohnhaft ist.  Diese Häuserreihe, die aufgrund ihres gemeinsamen blauen Anstrichs und eines aufgemalten Zuges bis in die 1980er Jahre „Blauer D-Zug“ genannt wurde, erlebte ab der Nachkriegszeit eine wechselhafte Nachbarsgeschichte, die der Autor mithilfe von Zeitzeug*inneninterviews, einer Vielzahl privater Aufzeichnungen und eigens erstellter Grundstückspläne dokumentiert.",4 SAB 984,1,32 S.,1924,2013,255,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Geistviertel, Münster", Leon R.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1147,Nachbarschaft im Vergleich zu Kasachstan und Deutschland – heute und früher,"Die Schülerin thematisiert den Wandel der nachbarschaftlichen Verhältnisse in Deutschland und Kasachstan. Anhand von Interviews mit ihren Eltern, die beide in Kasachstan aufgewachsen sind und kurz nach ihrer Hochzeit nach Deutschland zogen, geht die Verfasserin der Frage nach, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es in Bezug auf die Gestaltung der Nachbarschaft in beiden Ländern gibt und wie sich diese wandelten.",4 SAB 1036,1,23 S.,1970,2013,254,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Kasachstan, Julia B.,Marienschule 1148,Nachbarschaft in der DDR,"Die Schüler thematisieren die nachbarschaftlichen Verhältnisse in der damaligen DDR und der BRD mit besonderem Fokus auf den Wandel von Nachbarschaftsbeziehungen vor und nach der deutschen Wiedervereinigung. Die Arbeit basiert auf der Auswertung mehrerer ausführlicher Zeitzeug*inneninterviews mit Interviewpartnern aus Ost- und Westdeutschland, die über ihre persönlichen nachbarschaftlichen Erfahrungen in beiden Teilen Deutschlands über einen längeren Zeitraum hinweg berichten.",4 SAB 1003,0,53 S.,1945,2013,92,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Bardia M., Felix K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1149,Nachbarschaft in der DDR und BRD - ein Vergleich 1970-1990,"Die Schüler behandeln die nachbarschaftlichen Verhältnisse zwischen der DDR und der BRD während des Kalten Krieges. Sie gehen hierbei besonders der Frage nach, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es während dieser Zeit im östlichen und westlichen Teil Deutschlands gab und inwiefern sich die politischen Verhältnisse auf die Gestaltung der nachbarschaftlichen Beziehungen auswirkten. Begleitet wird die Arbeit durch Zeitzeug*inneninterviews aus Erfurt und Münster.",4 SAB 1039,0,23 S.,1970,1990,165,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," David B., Moritz S.",Erich-Klausener-Realschule 1150,Nachbarschaft in der Siedlergemeinschaft Düesbergweg in Münster,"In Zeiten von Facebook, E-Mails und SMS ist es schön, sich einfach mit jemandem auf der Straße oder über den Gartenzaun hinweg zu unterhalten, findet die Schülerin Charlotte Proges. Sie lebt im Düesbergweg in Münster und ist somit Teil der dortigen Siedlergemeinschaft, die gemeinsame Feste feiert, sich gegenseitig bei Renovierungsarbeiten hilft oder Jubilare der Gemeinschaft gemeinsam beschenkt. Die Geschichte dieser lebendigen Siedlung erforschte die Schülerin im Rahmen ihres Beitrags zum Geschichtswettbewerb. Sie geht bis in das Jahr 1936 zurück, als die Siedlergemeinschaft gegründet wurde. Zeitungsartikel aus dem Stadtarchiv, Straßennamenverzeichnisse, die Schulchronik der Stadtteilschule sowie Fotos und Interviews mit Zeitzeugen lieferten der Achtklässlerin die Grundlage für ihren Beitrag.",4 SAB 1029,1,37 S.,1920,2013,6,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Cheb, Charlotte P.,Friedensschule 1151,Nachbarschaft und ihre Geschichte in vier Generationen,"Die Schülerin nähert sich dem Thema Nachbarschaft auf Generationenebene. Anhand der Erfahrungen von vier Generationen ihrer Familie, die ihre Urgroßmutter, ihre Großmutter, ihre Mutter und sie selbst umfassen, sollen die jeweils unterschiedlichen Erlebnisse und Einstellungen in Bezug auf nachbarschaftliche Verhältnisse damals und heute miteinander verglichen werden. ",4 SAB 986,1,31 S.,1910,2013,104,17,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,, Laura D.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1152,Nachbarschaft während der Februarflut 1962 in Cuxhaven,"Der Schüler skizziert anhand von Zeitzeug*inneninterviews die Geschehnisse während der Sturmflut 1962 in Cuxhaven. Mithilfe von tatkräftiger nachbarschaftlicher Unterstützung und dem Zusammenschluss mehrerer Familien zur gegenseitigen Hilfe konnten die Ausmaße der Schäden, die durch die Sturmflut verursacht wurden, deutlich eingedämmt werden.",4 SAB 983,1,11 S.,1962,1962,278,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Till M.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1153,Nachbarschaft zur Nazizeit in Papenburg,Die Schüler stellen anhand der Erfahrungen der Großeltern von David Heyen die unterschiedlichen Erfahrungen und Erlebnisse der Nachbarschaftsverhältnisse während des Zweiten Weltkrieges in Papenburg dar. Hierbei liegt der Fokus zum einen auf den Beziehungen zu den jüdischen Nachbarn und zum anderen auf der besonderen Bedeutung von nachbarschaftlicher Hilfe und Unterstützung während der Kriegsjahre in Papenburg. Die Arbeit basiert auf Zeitzeug*inneninterviews mit Maria und Bernhard Heyen.,4 SAB 949,0,14 S.,1939,1945,191,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Papenburg ," Ben P., David H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1154,"Nachbarschaft zwischen Stacheldraht, Flutlichtern und Schießanlage. Eine Untersuchung zur Form nachbarschaftlicher Beziehungen zwischen Deutschen und britischen Soldaten, dargestellt am Beispiel der Oxford Kaserne in Münster-Gievenbeck","Seit Ende des Zweiten Weltkrieges waren britische Soldaten in der Oxford-Kaserne in Münster-Gievenbeck stationiert. Die Soldaten lebten mit ihren Familien meist auch in diesem Viertel. Die Schülerin Helena Arns erforschte in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Briten und Münsteranern. Sie fragte sich, ob das räumliche Nachbarschaftsverhältnis auch ein soziales nach sich zog. Sie forschte dazu im Stadtarchiv, untersuchte Zeitungsartikel und führte Interviews. Die Stationierung der britischen Soldaten ging 2013 zu Ende. Am Ende ihrer Arbeit bedauert die Schülerin ihren Wegzug – sie hatte doch gerade angefangen, sie und ihre Familien kennenzulernen!",4 SAB 947,1,86 S.,1945,2013,299,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Oxford-Kaserne, Münster", Helena A.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1156,Nachbarschaftserlebnis einer Münsteraner Jüdin im Spiegel der jeweiligen Identität und Zeit – Das bewegte Leben der Henriette Hertz und ihre erlebten Nachbarschaftsverhältnisse,"Die Schülerinnen skizzieren die Geschichte der Familie Hertz aus Münster und beschäftigen sich insbesondere mit dem Schicksal von Henriette Hertz, die als Tochter einer wohlhabenden jüdischen Familie in Münster geboren wird und ebenso wie die Verfasserinnen das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium besuchte. Nach dem Tod ihrer Eltern tauchte Henriette unter einer falschen Identität im Rheinland unter, nachdem ein Bekannter der Familie sie vor der bevorstehenden Deportation nach Riga gewarnt hatte. Nach dem Krieg kämpfte Henriette Hertz für die Rückerstattung des Familienvermögens, das bereits zum großen Teil in den 1930er Jahren von den Nationalsozialisten beschlagnahmt worden war. Im Zentrum der Arbeit steht die Frage nach der Rolle der unterschiedlichen Nachbarschaften, die Henriette Hertz gehabt hatte und wie sich diese auf den Verlauf ihres Lebens auswirkten.",4 SAB 1051,0,38 S.,1913,2001,27,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Elena B., Nina D., Teresa P.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1158,Nachbarschaftshilfe zwischen Sendenhorst und Münster,"Die Verfasserin skizziert die Entstehungsgeschichte der nachbarschaftlichen Verhältnisse zwischen Münster und Sendenhorst. Im Laufe des 2. Weltkrieges wurde Münster stark zerstört und als eine Folge dieser Zerstörungen wurden Teile des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums nach Sendenhorst verlegt, man sprach von einer so genannten  „Ausweichoberschule“. Auch der Bischofssitz von Kardinal von Galen, dem „Löwen von Münster“, musste aufgrund von massiven Zerstörungen nach Sendenhorst verlegt werden. Diese Entwicklungen im 2. Weltkrieg legten den Grundstein für die heutige enge Verflechtung der nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen diesen zwei Städten.",4 SAB 1043,1,10 S.,1939,2003,329,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel",Sendenhorst, Franziska B.,Marienschule 1159,Nachbarschaftsstreitigkeiten entlang der Immunitätsmauer von Münster – wenn ein Gerichtsfall gewaltig stinkt,"Dieser Fall stinkt gewaltig: Der Domherr und Freiherr Ludwig von der Horst klagte im Frühjahr 1782 fünf Personen an, ihre Abwässer in seinen Keller geleitet zu haben. Es kam zu einem Nachbarschaftsstreit, der vor Gericht endete. Die vom Kläger bemängelten Schäden an der Immunitätsmauer – die Kirche und Kommune voneinander trennte – durch verunreinigtes Wasser waren jedoch nicht nachzuweisen. Othman Abu Shelbayeh zeichnete anhand dieses originellen Falls aus der frühneuzeitlichen Geschichte Münsters sowohl die damalige Rechtsprechung als auch einen Teil der Geschichte der heute nur noch in kleinen Teilen vorhandenen Immunitätsmauer nach. Dazu bediente sich der Elftklässler bisher kaum beachteter Archivalien. Er rekonstruierte anhand akribischer Recherchen ein anschauliches Bild der Akteure und ihrer Beweggründe in dieser nachbarschaftlichen Auseinandersetzung.",4 SAB 940,1,35 S.,1270,1870,173,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen",, Othman Abu S.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1163,"Neighborhood (Zeitschrift zum Thema Nachbarschaft in Russland, Italien, Deutschland)","Die Schüler behandeln das Thema Nachbarschaft in Russland, Italien und Deutschland. Kern der Arbeit sind Zeitzeug*inneninterviews, u.a. mit den Großeltern der Autoren, die Nachbarschaft beispielsweise im Kontext der Nachkriegszeit beleuchten. Die Ergebnisse der Interviews und einige Abbildungen werden in Form einer Zeitschrift präsentiert.",4 SAB 958,0,15 S.,1950,2013,27,17,"Textbeitrag, Zeitschrift ","Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Italien, Russland"," Edgar P., Marlon H.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1177,Offenbar hatte jemand Missfallen,"Die Schülerin thematisiert die unterschiedlichen nachbarschaftlichen Erfahrungen ihres Großvaters Paul Theodor Bernhart. Während und kurz nach dem Krieg erlebte ihr Großvater unterschiedliche Formen von nachbarschaftlichen Beziehungen. Seine Erinnerungen, die er in Tagebucheinträgen festhielt, integrierte die Verfasserin in ihren Text, sodass der Beitrag authentische Erinnerungen mit historischen Fakten kombiniert.",4 SAB 1063,1,50 S.,1945,1946,329,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente",, Pia B.,Marienschule 1180,Ohne Perspektive: Studentische Armut und Radikalisierung – Die Folgen des Ersten Weltkriegs und ihr Einfluss auf die studentische Nachbarschaft in Münster 1918-1932,"Das Ende des Ersten Weltkriegs und die Gründung der Weimarer Republik in Deutschland markiert eine Epochenwende. Die erste Demokratie auf deutschem Staatsboden entstand, allerdings währte sie nicht lange. Die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs blieben für jeden Einzelnen nicht folgenlos: Kriegsverletzungen, Wohnungsnot und politische Radikalisierung sind dabei nur einige Kriegsfolgen. Welche Auswirkungen die Kriegserlebnisse auf die Studierenden in Münster hatten, untersucht Jana Leusing in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb. Die Schülerin beschäftigte sich mit Archivakten, die Auskunft über Disziplinarverfahren gegen Studenten in den Jahren der Weimarer Republik geben. Einen besonderen Fokus legt der Beitrag auf die soziale Not sowie die politische Radikalisierung und daraus resultierende Konflikte im nachbarschaftlichen Verhältnis zwischen Studenten der Westfälischen Wilhelms-Universität und Münsters Stadtbevölkerung.",4 SAB 1027,1,43 S.,1914,1939,335,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",WWU Münster, Jana L.,Friedensschule 1182,"Ökumenische Nachbarschaft. Die Pfarrgemeinden St. Konrad, St. Margareta & Auferstehung","Die Schülerin beschäftigt sich mit der Nachbarschaft dreier Kirchengemeinden im Osten von Münster. Die katholische Pfarrgemeinde St. Margareta, die „Evangelische Auferstehungsgemeinde Münster“ und die ebenfalls katholische Pfarrgemeinde St. Konrad befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander. Die Verfasserin geht der Frage nach, inwiefern es nachbarschaftliche Beziehungen zwischen den Gemeinden gibt, ob es aufgrund der Konfessionsunterschiede zu Konflikten kam und wie sich das Nachbarschaftsverhältnis heute gestaltet. Begleitet wird die Arbeit durch Interviews mit Mitgliedern aller drei Gemeinden.",4 SAB 1021,1,22 S.,1930,2013,329,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Anike P.,Marienschule 1184,Onverwachte uitnodiging 2012. Unerwartete Einladung der Mauritzer Franziskanerinnen nach Arnheim 2012,"Die Schülerin skizziert einen Teil der Geschichte der Franziskanerinnen aus St. Mauritz in Münster. Zwischen 1878 und 1947 versorgten die Mauritzer Franziskanerinnen Kranke im St. Elisabeth Ziekenhuis in Arnheim in den Niederlanden. Während des Zweiten Weltkrieges versorgten sie in diesem Krankenhaus Verwundete jeder Nationalität und gerieten in die Schlacht von Arnheim. Infolge von massiven Anfeindungen verließen die Schwestern 1947 die Niederlande. Im Jahr 2012 fand schließlich eine Versöhnung statt, die von einem niederländischen Pfarrer in die Wege geleitet wurde. Ein Großteil der Informationen stammt aus dokumentierten Tagebucheinträgen der Schwestern aus Arnheim aus dem Archiv der Franziskanerinnen in Münster.",4 SAB 1009,1,14 S.,1878,2013,329,17,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Arnheim, St. Mauritz", Franca H.,Marienschule 1185,Ost/West. Eine junge Frau reist aus,"Die Schülerinnen thematisieren das Leben von Regine Dähne, der Mutter von Nina Dähne, die bis 1988 in Dresden lebte. Anhand einer fiktiven Kurzgeschichte skizzieren die Verfasserinnen die unterschiedlichen nachbarschaftlichen Erfahrungen, die Regine Dähne während ihrer Zeit in der DDR und nach ihrer Ausreise in die BRD machte. Hierbei wird besonderer Fokus auf die unabdingbare nachbarschaftliche Hilfe gelegt, die Regine Dähne bei und insbesondere nach ihrer Ausreise 1988 von Nachbarn und Freunden erhielt. Ergänzt wird die Arbeit durch Zeitzeug*inneninterviews mit Regine und Frank Dähne.",4 SAB 1041,0,24 S.,1962,2013,217,17,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","DDR, Dresden"," Alice S., Nina D.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1214,"Prostitution – (un)gewollt, doch (nicht) verboten? Das Schlaun im Schatten des Rotlichts","Prostitution in unmittelbarer Nachbarschaft zur eigenen Schule – das kann Neugier oder Ablehnung hervorrufen. Wie ging man früher mit dem Rotlichtmilieu in der eigenen Nachbarschaft um? Diese Frage stellten sich sechs Schülerinnen und Schüler des Schlaun-Gymnasiums in Münster. Sie erforschten den Umgang mit der Prostitution in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihrer eigenen Schule von 1900 bis zur Gegenwart. Die Ergebnisse ihrer Recherchen im Stadtarchiv, dem Staatsarchiv und dem Katasteramt sowie Interviews mit Zeitzeugen und Anrainern präsentiert die Schülergruppe in einem anschaulichen Film über die Geschichte des Sonnenstraßenviertels in Münster. Das Drehbuch des Films ist der Arbeit beigefügt.",4 SAB 945,0,75 S.,1900,2013,248,17,"Film, Textbeitrag","Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel","Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium, Münster, Sonnenstraße, Münster"," Jasmin K., Juri H., Lisanne K.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1223,"Psychisch kranke Straftäter, Kinder und Kindergärten als Nachbarn, funktioniert das? Christophorus Klinik in Amelsbüren","Der Bau der forensischen Klinik Amelsbüren war seit der Planung vom Land NRW im Jahr 2000 stark umstritten. Durch zahlreiche Proteste und den massiven Widerstand der unmittelbaren Nachbarschaft, die auch eine Bürgerinitiative gründete, verzögerte sich die Fertigstellung bis 2009. Die Bürgerinitiative hatte einige Zugeständnisse der Klinik in Bezug auf die Unterbringung der Patienten erreichen können. Die Schülerinnen rekonstruieren auf der Basis von zahlreichen Zeitungsartikeln und der Auswertung von Interviews mit Zeitzeugen und Mitarbeitern der Klinik die Gründe für den Protest und wie sich das Verhältnis zwischen der Klinik und ihren Nachbarn bis heute entwickelte.",4 SAB 978,0,32 S.,2000,2013,100,17,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",Amelsbüren," Laura H., Sophia B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1248,Schicksal jüdischer Nachbarn in der NS-Zeit,"Die Schülerinnen thematisieren die Nachbarschaft der Münsterschen Juden während der antisemitischen Ausschreitungen in der Reichspogromnacht 1938 in Münster. Zentrale Informationsquelle ist der Augenzeugenbericht von Dr. Fritz Leopold Steinthal, Rabbiner der jüdischen Gemeinde Münsters zwischen 1919-1938, der gemeinsam mit der benachbarten und befreundeten Familie Feibes die Reichspogromnacht erlebte und im selben Jahr nach Argentinien auswanderte. Ausgehend von den Erinnerungen von Dr. Fritz Leopold Steinthal schreiben die Schülerinnen ein Theaterstück („Kristallsplitter“), das die konkreten Ereignisse in dieser Nacht in Münster und das damit verbundene Schicksal der Familien Steinthal und Feibes veranschaulichen soll.",4 SAB 1050,1,25 S.,1938,1938,279,17,"Textbeitrag, Theaterstück","Fachliteratur, Filme, Internetquellen",," Hanna S., Helene W., Sophie S.",Marienschule 1250,Schlesische Vertriebene im Münsterland,"Die Verfasserinnen thematisieren die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Vertriebenen aus den ehemaligen Ostgebieten Deutschlands und den Münsteranern in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Kernstück der Arbeit ist ein Interview mit der Zeitzeugin Sigrid Zitlau, die nach 1945 als Kind aus Panten bei Liegnitz flüchtete und bis heute in Münster lebt.",4 SAB 1055,0,17 S.,1945,2013,90,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Christina M., Malin S.",Marienschule 1265,Schützenbrüderschaften & Schützenvereine,"Der Schüler thematisiert Nachbarschaft anhand von Schützenvereinen und Schützenbruderschaften. Neben dem geschichtlichen Hintergrund der Schützenbruderschaften geht der Verfasser besonders auf die interne Organisation, die Aufgaben und das Vereinsleben ein. Exemplarisch wird dies anhand der Münsteraner Schützenbruderschaft Lamberti Hansa und des ABC Schützenhofes veranschaulicht. Die Arbeit wird begleitet durch Interviews mit Jenny Koban, Jugendleiterin bei der Schützenbruderschaft Lamberti Hansa, und Frau Prekel, erstes weibliches Mitglied des ABC Schützenhof.",4 SAB 1071,1,34 S.,1601,2013,25,17,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Simon P.,Erich-Klausener-Realschule 1277,Siedlerbund – Nachbarschaft nach dem Krieg,"Die Schülerin skizziert die nachbarschaftlichen Verhältnisse ihrer Großeltern nach dem Krieg in einer Siedlergemeinschaft in Münster. Ausgehend von den Erzählungen und Fotosammlungen ihrer Großmutter wird gezeigt, wie in den 1950er Jahren neue Siedlungen mit der Verpflichtung zur gegenseitigen Nachbarschaftshilfe entstanden.",4 SAB 1005,1,16 S.,1945,2013,114,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Maret S.,Marienschule 1295,Städtebauliche Planungen und ihr Einfluss auf die Nachbarschaft,"Die Schüler thematisieren die Qualität der nachbarschaftlichen Beziehungen in  den Siedlungsgebieten „Gründer Grund“ im Geistviertel und der „Nordwestschleife“ in Kinderhaus in Münster. Neben einer kurzen Skizzierung der historischen Entwicklung und städtebaulichen Besonderheiten der beiden Gebiete, stützen sich die Autorinnen auf Zeitzeug*inneninterviews mit Anwohnern beider Siedlungen. Ergänzt wird die Arbeit mit eigenhändig erstellten Miniaturmodellen der beiden Siedlungsgebiete, die die unterschiedlichen städtebaulichen Konzeptionen mit den daraus resultierenden Folgen für die Nachbarschaftsverhältnisse veranschaulichen sollen.",4 SAB 1001,0,28 S.,1924,2013,278,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Geistviertel, Münster, Grüner Grund, Münster, Kinderhausviertel, Münster"," Elisa W., Johanna B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1321,Tödliche Nachbarschaft. Tatort Domplatz Münster - 17. Juli 1607,"Der Schüler thematisiert einen Nachbarschaftsstreit in Münster im Jahr 1607. Die beiden benachbarten Familien von Galen und Morrien verfügten über Besitztümer im Münsterland zwischen Ascheberg, Ottmarsbocholt und Rinkerode und waren bereits seit dem 15. Jahrhundert verfeindet. Anlass der Streitigkeiten waren meist Auseinandersetzungen um Jagd- oder Weiderechte. Die Familienfehde erreichte im Jahre 1607 ihren Höhepunkt, als die Jagdhunde von Dietrich von Galen von Söldnern von Gerhard von Morrien beschlagnahmt wurden und auch nach mehrmaliger Aufforderung durch den Fürstbischof nicht zurückgegeben wurden. Der Streit eskalierte in einem Duell auf dem Domplatz, bei dem Gerhard von Morrien getötet und Dietrich von Galen festgenommen wurde.",4 SAB 1052,1,30 S.,1607,1607,208,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur","St.-Paulus-Dom, Münster", Finn B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1343,Unsere britischen Nachbarn in Münster,"Bis November 2013 sollten die britischen Soldaten, die in Münster-Gievenbeck stationiert waren, abgezogen werden. Raphaela Rettberg und Laura Steinke nahmen dieses aktuelle Ereignis zum Anlass, nach dem nachbarschaftlichen Verhältnis zwischen Briten und Deutschen seit der Stationierung der Soldaten 1945 in Gievenbeck zu fragen. Die Abiturientinnen forschten im Archiv und führten Interviews mit deutschen und britischen Anwohnern in ihrer eigenen Nachbarschaft durch. In einer selbst erstellten Videodokumentation präsentieren die Schülerinnen die Geschichte des deutsch-britischen Nachbarschaftsverhältnisses in Münster-Gievenbeck. Sie beleuchten das Zusammenleben und damit verbundene Schwierigkeiten, aber auch gegenseitige Annäherung zwischen Deutschen und Briten. Die Schülerinnen bewerten den Abzug der britischen Soldaten und ihrer Familien als Verlust für die Vielfalt in ihrem Stadtteil.",4 SAB 972,0,43 S.,1945,2013,32,17,"Filmbeitrag, Textbeitrag","Archivalien, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Gievenbeck," Laura S., Raphaela R.",Marienschule 1356,Verfluchte Nachbarn? Juden in der Nazizeit in Freckenhorst,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit der Herrschaft der Nationalsozialisten und der Nachkriegszeit in Freckenhorst. Kernstück der Arbeit sind Interviews mit unterschiedlichen Zeitzeugen, die größtenteils als Kinder den 2. Weltkrieg erlebten, unter ihnen Liesel Binzer, die als Jüdin den Holocaust überlebte. Die Erinnerungen und Informationen der Zeitzeugen fließen in Form von Tagebucheinträgen in die Arbeit ein. Begleitet wird die Arbeit außerdem durch ein Experteninterview mit Wilma Richter, Vorsitzende des Heimatvereins Freckenhorst, die sich für die Stolpersteinverlegung in Freckenhorst einsetzt.",4 SAB 1048,0,37 S.,1933,2013,254,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Johanna L., Pia B.",Marienschule 1360,Vergleich des Lebens der Juden auf dem Land am Beispiel Wolbecks und in der Stadt am Beispiel Münsters während des Nationalsozialismus,"Die Schülerinnen beschäftigen sich mit den nachbarschaftlichen Verhältnissen zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Bewohnern in der Stadt Münster und dem ländlichen Stadtteil Wolbeck während des Nationalsozialismus. Anhand zweier Interviews mit jüdischen Zeitzeugen, Helmut Pins aus Wolbeck und Henriette Hertz aus Münster, versuchen die Verfasserinnen, die unterschiedlichen nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Juden und Münsteranern in der Stadt und auf dem Land zu analysieren und vergleichend gegenüberzustellen.",4 SAB 1053,0,19 S.,1933,1945,130,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Wolbeck," Laura P., Leonie J.",Gymnasium Wolbeck 1364,Verrat in der Nachbarschaft. Wie Denunzianten das Terrornetzwerk der Gestapo erst möglich machten,"Die Schüler thematisieren die Relevanz von Denunzianten aus der Nachbarschaft für den Machtausbau der Gestapo während der Herrschaft der Nationalsozialisten. Im ersten Teil der Arbeit werden die Vorgehensweise und die Struktur der Gestapo detailliert beleuchtet. Im zweiten Teil skizzieren die Verfasser zwei konkrete Fälle aus der Umgebung von Münster und Dortmund, die die Rolle von Denunziationen innerhalb der Bevölkerung für die totalitäre Machtausübung der Nationalsozialisten exemplarisch veranschaulichen.",4 SAB 1045,1,38 S.,1933,1945,20,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",Dortmund, Paul N.,Pascal-Gymnasium 1368,Vertraute Fremde – nachbarschaftliche Verhältnisse zur Zeit des Nationalsozialismus in Wolbeck,"Mit dem politischen Machtwechsel 1933 wurden Juden in Deutschland systematisch und bis zur Vernichtung ausgegrenzt. Für sie wurde das Leben zunehmend schwieriger, die Ausgrenzung zeigte sich in ganz alltäglichen Situationen. Familie Falke merkte erste Anzeichen der Ausgrenzung, als sie beim Einkaufen stets als Letzte an die Reihe kamen und die begrenzten Lebensmittel bereits vergriffen waren. Plötzlich gab es für sie keine Milch mehr. Vielleicht können hier die Nachbarn aushelfen? Was Nachbarschaft zwischen Juden und Christen zur Zeit des Nationalsozialismus bedeutete, zeigt Daniel Kuna am Beispiel der Familie Falke aus Münster-Wolbeck. Der Schüler zog Quellen aus dem Stadtarchiv heran und befragte Zeitzeugen. Auf diesem Weg erschloss er die nachbarschaftlichen Verhältnisse – die zwischen Hilfe und Ausgrenzung schwankten – von Juden und Christen in Münster-Wolbeck. Die Arbeit wird ergänzt durch eine detaillierte Fotosammlung aus Privatbeständen.",4 SAB 944,1,42 S.,1933,1945,130,17,"Bilder, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Wolbeck, Daniel K.,Gymnasium Wolbeck 1369,Vertraute Fremde- Von Briten und Münsteranern,"Die Schülerin beschäftigt sich mit dem Nachbarschaftsverhältnis zwischen den britischen Besatzungstruppen und den Münsteranern. Im ersten Teil der Arbeit wird die Organisation der Schulbildung der britischen Kinder am Beispiel der Oxford-Schule dargestellt. Im zweiten Teil werden die Zeitzeugen Elisabeth Boening (geb. 1948) und Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann (geb. 1939) interviewt, erstere pflegte persönlichen Nachbarschaftskontakt zu einer britischen Familie.",4 SAB 1021,1,16 S.,1939,2913,213,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Oxford-Kaserne, Münster", Shaghayegh G.,Marienschule 1372,Vertreibungsfolgen während des Zweiten Weltkrieges und danach am Beispiel Münster/Nienberge und die Entwicklung des Verhältnisses von Vertriebenen und Einheimischen,"Die Situation der vertriebenen Sudetendeutschen in Münster/Nienberge ist das zentrale Thema der Arbeit. Der Schüler versucht anhand ausgewählter Archivalien und Zeitzeugenberichte die Situation der Vertriebenen, ihre Probleme bei der Integration und ihr nachbarschaftliches Verhältnis zu der ortsansässigen Bevölkerung damals und heute zu skizzieren. Hierbei wird vor allem der Frage nachgegangen, inwiefern die Archivakten ein authentisches und realistisches Bild der damaligen Geschehnisse und Abläufe widerspiegeln. Der Verfasser wertet außerdem ein Interview mit dem Heimatforscher Harald Dietrich aus. ",4 SAB 976,1,32 S.,1939,2013,259,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Nienberge, Maximilian Anselm B.,Gymnasium Paulinum 1467,"Wie die Fremde zur Heimat wurde – Vom spanischen Gastarbeiter zum Münsteraner. Eine Untersuchung zum nachbarschaftlichen Verhältnis von Deutschen und Spaniern, dargestellt am Beispiel des Spanischen Zentrums Münster","Die Schülerin beschäftigt sich mit dem Verhältnis der Münsteraner und der damaligen spanischen „Gastarbeitern“, deren erste Generation überwiegend in den 1960er Jahren nach Münster kam und zu einem Großteil in der Firma BASF angestellt wurde. Die Verfasserin geht der Frage nach, welche Rolle die deutschen Nachbarn bei der Integration der Spanier spielten und welche Formen der nachbarschaftlichen Beziehungen gepflegt wurden. Begleitet wird die Arbeit durch Interviews mit Zeitzeugen der ersten und zweiten Generation der „Gastarbeiter“ und einer Umfrage im Spanischen Zentrum in Münster.",4 SAB 1065,1,51 S.,1960,2013,318,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen",, Julia Nikou P.,Marienschule 1478,Wie meine Uroma jüdischen Nachbarn geholfen hat,"Die Schülerin thematisiert die heimliche Nachbarschaftshilfe ihrer Urgroßmutter Elfriede Ziel in Bad Carlsruhe in Schlesien während der Herrschaft der Nationalsozialisten. Elfriede Ziel und ihr Mann Max Ziel besaßen eine Bäckerei in ihrem eigenen Haus, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Synagoge und dem Wohnhaus des Rabbiners und seiner Frau befand. Elfriede Ziel versorgte über Jahre nachts heimlich die Familie des Rabbiners mit Lebensmitteln, bis diese deportiert wurde. Die Arbeit wird durch Zeitzeug*inneninterviews mit den Großeltern der Verfasserin begleitet.",4 SAB 1046,1,15 S.,1933,1945,141,17,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Bad Carlsruhe, Schlesien", Juliane W.,Marienschule 1489,Willkommene oder unliebsame Nachbarn? – Britische Besatzungssoldaten in Münster nach dem Krieg. Untersucht am Beispiel der York-Kaserne im Stadtteil Münster-Gremmendorf,"Jeden Morgen kommt Yannick Wunderer auf seinem Schulweg an der York-Kaserne in Münster-Gremmendorf vorbei. Was verbirgt sich wohl hinter diesen Mauern, fragte er sich. Gemeinsam mit zwei Klassenkameraden machte er sich auf die Suche nach Antworten. So entstand ein Beitrag zum Geschichtswettbewerb, der die Geschichte der britischen Kaserne und ihrer Bewohner behandelt. Mira, David und Yannick befragten Zeitzeugen und durchsuchten das Stadtarchiv nach Zeitungsartikeln. Auch in der Stadtbücherei stießen sie auf weitere Informationen. So konnten sie die Geschichte der britischen Truppenstationierung in Münster und das Verhältnis zwischen Münsteranern und Briten ergründen. Ein Beitrag von hoher Aktualität, sollen doch die letzten stationierten Soldaten noch in diesem Jahr vollständig aus Münster abgezogen werden.",4 SAB 1024,0,46 S.,1945,2913,268,17,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel","York-Kaserne, Münster"," David L., Mira A., Yannik W.",Ratsgymnasium 1490,Wir gehen auf Spurensuche und erforschen einen Nachbarn unserer Schule. Die Polizeistation in der Gutenbergstraße 17,"Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 4b erforschen die unmittelbare Nachbarschaft ihrer Schule mit besonderem Fokus auf das Gebäude der Polizeistation in der Gutenbergstraße 17 in Münster. Mithilfe von Archivalien und einer Führung durch die Polizeistation rekonstruieren die Schüler die Geschichte des Gebäudes. Es wurde zwischen 1911-1912 erbaut und gilt als seltenes Beispiel zeitgenössischer Architektur vor dem 1. Weltkrieg, das zunächst die Steinbruch-Berufsgenossenschaft beherbergte, während der Herrschaft der Nationalsozialisten die Gestapo und ab 1962 die heutige Polizeiwache. Die Arbeit wird ergänzt durch unterschiedliche kreative Arbeiten der Schüler.",4 SAB 1012,0,38 S.,1911,2013,162,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Privatdokumente",, K.,Bodelschwinghschule 1496,Woher kommen wir und wohin gehen wir? – Von der vertrauten Nachbarschaft vor der Flucht zum Aufbau neuer nachbarschaftlicher Beziehungen nach der Flucht,"Die Schülerinnen skizzieren die Erfahrungen eines Großvaters der Verfasserinnen, Erhard Korinth, der 1945 zum Flüchtling wurde. Der Fluchtweg seiner Familie und seiner Nachbarn von 1945-57 und deren Verhältnis während der Kriegsjahre stellen den zentralen Teil der Arbeit dar. Ergänzt werden die Erzählungen Erhard Korinths durch Informationen aus seinem eigenen Buch „Mein Weg“",4 SAB 955,0,11 S.,1945,1957,329,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Henrike P., Kira G., Marie L.",Marienschule 1498,Wohngemeinschaft? Hausbesetzer? Normale Nachbarn? Hausbesetzung in Münster – das Beispiel Frauenstraße 24,"Die Schüler thematisieren die Häuserbesetzung in den Münster in den 1970er Jahren anhand des Beispiels der Frauenstraße 24. Anfang der 1970er Jahre gab es Streitigkeiten zwischen zwei Erbgemeinschaften der Frauenstraße 24, die schließlich zum Verkauf des Hauses führte. Das Haus wechselte fortan zwischen unterschiedlichen Immobilienmaklern und wurde von Studenten besetzt, die insgesamt 3 WGs gründeten und sich dem Schutz des Hauses verpflichteten. Das Gebäude in der Frauenstraße 24 sollte schließlich Anfang der 1980er Jahre abgerissen werden. Der massive Protest der Bewohner, Anwohner und Nachbarn führte 1981 aber zum Verkauf an die Landesentwicklungsgesellschaft NRW und konnte erhalten bleiben. Heute beherbergt die Frauenstraße 24 eine beliebte Kneipe in Münster. Die Arbeit wird begleitet durch ein Interview mit Hubertus Zdebel, ein ehemaliger Bewohner aus der 1. Etage des Hauses und einer Umfrage zum Thema Hausbesetzung und WGs.",4 SAB 108,0,28 S.,1970,2013,105,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",Frauenstraße 24," Felix P., Gloria S., Mathilde W.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1518,Zwei Länder – oder eins? Die Nachbarschaft von Deutschland und der Niederlande mit den Hintergründen Schmuggel und Hollandgängerei,Die Schülerin beleuchtet das Nachbarschaftsverhältnis zwischen Deutschland und den Niederlanden mit besonderem Schwerpunkt auf dem damaligen Schmuggelhandel und der „Hollandgängerei“. Anhand einer Kurzgeschichte über eine deutsche Hollandgänger-Familie nahe der holländischen Grenze werden Informationen über das Verhältnis zwischen den Niederlanden und Deutschland während des 2. Weltkrieges verarbeitet. Ergänzt wird die Arbeit durch eine aktuelle Umfrage in Münster zu den heutigen nachbarschaftlichen Beziehungen zu den Niederlanden.,4 SAB 1010,1,38 S.,1930,2013,90,17,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel",, Laura P.,Marienschule 1521,Zweigeteiltes Deutschland – Fluchtversuche aus der DDR,"Die Schüler rekonstruieren anhand eines eigenen Films die unterschiedliche Situation in West- und Ostdeutschland nach dem Bau der Mauer. Anhand unterschiedlicher Filmkapitel werden verschiedene Fluchtversuche aus der DDR in die damalige BRD veranschaulicht. Ergänzt wird der Film durch ein Interview mit einem Zeitzeugen, der den Mauerbau selbst miterlebte.",4 SAB 988,0,19 S.,1961,1989,85,17,"Filmbeitrag, Textbeitrag","Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Maxim S., Niklas W.",Gymnasium Paulinum 1523,Zwischen Ausbeutung und Unterstützung. Arisierungsfälle in Münster und das Verhalten der nicht-jüdischen Bevölkerung,"Die Schüler beleuchten das unterschiedliche Verhalten der nicht-jüdischen Bevölkerung bei „Arisierungen“ während der Herrschaft des Nationalsozialismus anhand einiger konkreter Beispiele aus Münster, hierunter die Enteignung des Kaufhauses Hertz am Prinzipalmarkt im Jahre 1937. Kernstück der Arbeit ist eine ausführliche Analyse der Münsterschen Tagespresse in den 1930er Jahren mit besonderem Fokus auf der Darstellung der anti-jüdischen Maßnahmen und die daraus resultierende Beeinflussung der Bevölkerung durch die propagandistische Berichterstattung. Die Arbeit wird ergänzt durch einen umfangreichen Anhang der analysierten Zeitungsartikel.",4 SAB 1006,0,63 S.,1933,1945,138,17,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Kaufhaus Hertz, Münster, Prinzipalmarkt"," Fritz L., Tobias D.",Pascal-Gymnasium 6,„Anders“ wegen eines zusätzlichen Chromosoms? Der Umgang mit Menschen mit Down-Syndrom früher und heute am Beispiel des Stifts Tilbeck in Havixbeck,"Die Schülerin geht in ihrem schriftlichen Wettbewerbsbeitrag der Frage „Wie wurden Menschen mit Down-Syndrom in der Geschichte behandelt?“ nach. Dazu beschäftigt sie sich konkret mit dem Beispiel des Stifts Tilbeck, das sich seit 1881 für Behinderte einsetzt. Im ersten Kapitel der Arbeit wird auf die Gründung des Stifts Tilbeck und die Geschichte bis 1933 eingegangen. Gertrud Teidelkemper (1829-1900) erbt nach dem Selbstmord des Landwirts Johan Wilhelm Bischoff dessen großes Anwesen und errichtet dort eine katholische Anstalt für Epileptiker, nach ihrem Tod geht diese an den Bischöflichen Stuhl zu Münster über. In den restlichen Kapiteln geht die Schülerin auf die Zeit während des Nationalsozialismus und die Jahre von 1945 bis 2015 ein.",4 SAB 1098,1,22 S.,1901,2000,80,18,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel","Havixbeck, Stift Tilbeck, Havixbeck", Flora Corinna O.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 9,„Außenseiter“ Hermann Landois. War er seiner Zeit voraus? Wie lebte er? War er ein Außenseiter?,"Die Wettbewerbsarbeit befasst sich mit dem Leben des Münsteraners Hermann Landois (1835-1905), dem es 1875 gelang, den zoologischen Garten in Münster zu finanzieren und der sich selbst zu Lebzeiten eine Statue errichtete, was ihm nicht nur Freunde verschaffte. Der Schüler beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern Hermann Landois Außenseiter war und beschreibt dabei anschaulich die verschiedenen Stationen in dessen Leben und seinen Hang zum Exzentrischen.",4 SAB 1131,1,17 S.,1875,1905,244,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen","Zoo, Münster", Lars S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 20,„der christlichen katholischen Begrebnuß unfähig“. Die Ausgrenzung der Protestanten Münsters um 1600,"Protestanten waren im katholisch geprägten Münster zur Frühen Neuzeit respektierte Mitglieder der Gesellschaft. Dies änderte sich mit der Gegenreformation um 1600, die zur Folge hatte, dass Protestanten in Münster zunehmend als Außenseiter ausgegrenzt wurden. Ihnen wurde sogar verboten, ihre Toten auf den Kirchhöfen der Stadt zu begraben. Anhand des daraus folgenden Beerdigungskonfliktes untersuchen Lauritz Hahn und Thomas Grabiak die Ausgrenzung der Protestanten in Münster im 17. Jahrhundert. Im Fazit ihrer Arbeit zeigen sie auf, dass die Frage der Bestattung auch heute noch von Bedeutung ist und Konflikte mit sich bringen kann. Die beiden Zwölftklässler bearbeiteten eine Vielzahl frühneuzeitlicher Text- und Bildquellen quellenkritisch. Für ihre Recherche begeben sich die Schüler in das Stadt-, Landes- und Bistumsarchiv.",4 SAB 1100,0,55 S.,1601,1700,322,18,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Lauritz H., Thomas G.",Gymnasium Paulinum 22,„Der unehrlichste aller unehrlichen Berufe“ – Der Beruf des Henkers im Spiegel der Zeit,"Die zwei Achtklässlerinnen forschen in ihrer Arbeit zum Beruf des Henkers im Verlauf der Geschichte und umreißen kurz die Aufgabenbereiche von Henkern im 19./20. Jahrhundert. Sie beziehen sich dabei neben Fachliteratur auch auf Akten aus dem Staats- und Landesarchiv, v.a. auf Gesetzesentwürfe aus der Zeit 1937 bis 1946, in der die Richtlinien für Scharfrichter „aktualisiert“ wurden. Die verwendeten Quellen sind als Scans der Arbeit angehängt.",4 SAB 1160,0,28 S.,1800,2000,60,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Ella B., Paulina K.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 23,"„Die etwas andere Straße“. Eine Arbeit über die Siedlergemeinschaft Schürkamp, Rote Erde in Mecklenbeck","Schürkamp, Rote Erde ist eine Siedlergemeinschaft, die von der Baugemeinschaft „Rote Erde GmbH“, bereits 1916 gegründet, 1954 erbaut wurde. Im Herbst 1955 konnten die ersten Siedler ihre Wohnhäuser beziehen, bereits am 13.07.1955 schlossen sich die ersten 34 Nebenerwerbssiedlungen zu einer Gemeinschaft zusammen. Die Schülerin, die in dieser Siedlung groß geworden ist, recherchierte in ihrer eigenen Familiengeschichte. Ihr Großvater selbst war ein Flüchtling aus Schlesien. Inwiefern ihre Großeltern zu Außenseitern wurden, möchte die Schülerin in ihrer knapp 30-seitigen Arbeit herausfinden. Die Arbeit enthält zahlreiche Quellen und Fotografien sowie Notizen der Großmutter.",4 SAB 1107,1,39 S.,1950,1959,27,18,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews","Mecklenbeck, Rote Erde, Münster, Schlesien, Schürkamp", Chiara S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 28,"„diese unsägliche Zeit, die uns beide ja irgendwie als Ergebnis hervorgebracht hat“. Das geheime Erbe einer schuldbeladenen Generation. Uneheliche Kinder von SS-Männern und die Schwierigkeit der historischen Forschung","Finja Marie Haehsers Großvater und dessen Halbschwester fühlten sich lange Zeit als Außenseiter. Grund dafür war das Gefühl, dass ihre Mütter ihnen etwas Grundlegendes verschwieg. Erst als sie erfuhren, dass sie die unehelichen Kinder des SS-Mitglieds Hermann Strobel sind, wurde ihnen das Schweigen verständlich. Denn es galt nicht nur als verwerflich, einer unehelichen Beziehung zu entstammen, sondern auch als Schande, Kind eines Mitglieds der SS zu sein. Finja Marie Haehser beleuchtet die Folgen dieser doppelten Ausgrenzung. Sie recherchierte dafür in Archiven, kontaktierte KZ-Gedenkstätten und befragte ihren Großvater sowie ihre Halbgroßtante. Zudem deckt die Schülerin in ihrer Arbeit weitere Lebensgeschichten von Kindern, deren Väter der SS angehörten, auf und stellt diese vergleichend dar. Durch die breite Materialvielfalt und quellenkritische Analyse gelingt der Neuntklässlerin ein Beitrag aus verschiedenen Perspektiven, der auch Schwierigkeiten der historischen Forschung beleuchtet.",4 SAB 1174,1,67 S.,1945,2015,279,18,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Finja Marie H.,Marienschule 29,„Du bist ja behindert!“ Vom Wegsperren zur Inklusion − eine Untersuchung über den Wandel im Umgang mit Kindern mit Behinderung als Minderheit in Münster in den Jahren 1945 - 2014,"Der Umgang mit behinderten Kindern stand nicht immer im Zeichen der Inklusion. Oskar Sixten Fürst und Hendrik Garmann widmen sich der Frage, wie sich der Umgang mit behinderten Kindern in Münster von 1945 bis heute verändert hat. Wo wurden Kinder mit Behinderungen untergebracht, wie wurden sie behandelt und betreut? Die Sechstklässler erfassen mit großer Sensibilität die gesellschaftliche Situation zu verschiedenen Zeiten und erforschen sowohl rechtliche Hintergründe als auch moralische Sichtweisen. Durch die Auswertung zahlreicher Zeitungsartikel und verschiedener selbst geführter Interviews gelingt ihnen ein breiter Zugang zu ihrem Themengebiet. Die ausführliche Quellenarbeit stellt für Schüler der sechsten Klasse eine außergewöhnliche Leistung dar. Durch die Einbeziehung der heutigen Situation machen die Schüler eine Entwicklung deutlich: Wer früher wegen seiner geistigen oder körperlichen Behinderung Außenseiter war, wird heute nicht mehr automatisch ausgegrenzt.",4 SAB 1073,0,57 S.,1945,2014,299,18,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Hendrik G., Oscar Sixten F.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 41,„Frauen dürfen die Antworten nur von Ferne geben und nicht an den Altar herantreten.“ Einflüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils auf die Rolle der Frau in der Kirche,"Die Schülerin Dagmar Hammecke, selbst Messdienerin am Dom zu Münster, ist überrascht, dass bis zu Anfang der 1990er Jahren keine Frauen zum Altardienst am Dom zugelassen waren. Der Grund lag im Kirchenrecht aus dem Jahr 1917, das auch in den Tagen des Zweiten Vatikanischen Konzils galt. Für ihre Arbeit interviewte die Schülerin mehrere Personen, darunter Adelheid Mirwa (Jg. 1934) Hausfrau und langjährige Vorsitzende der katholischen Verbände in Münster, Weihbischof Friedrich Ostermann (Jg. 1932) Weihbischof in Münster von 1981-2007, Frau Pannenberg (Jg. 1938) erste Pastoralreferentin im Bistum nach dem Konzil, Frau Dr. Peus-Bispinck, Europa-Abgeordnete, Vorsitzende des Frauenbundes, sowie Frau Prof. Dr. Schäfer Hagemeier (Jg. 1929), Professorin für praktische Theologie. Die ca. 17-seitige Arbeit wird ergänzt durch einen 41-seitigen Anhang, in dem die transkribierten Interviews zu finden sind.",4 SAB 1176,1,58 S.,1901,2000,279,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",, Dagmar H.,Marienschule 54,"„Ich habe mich eigentlich nie anders gefühlt, die anderen haben mich anders dargestellt!“ Die vielschichtige Dimensionalität des „Anders seins“ im Leben von Erna de Vries","Die zwei Schülerinnen beschäftigen sich in ihrer schriftlichen Arbeit mit dem Leben von Erna de Vries, einer Überlebenden des Nationalsozialismus. Die Jüdin Erna de Vries, eine Bekannte der Familie von Raja Lücke, wurde 1923 in Kaiserslautern geboren, 1943 wurde sie gemeinsam mit ihrer Mutter nach Auschwitz deportiert. Die Schülerinnen interviewen die Zeitzeugin, sehen Fotografien aus dem Privatbestand von Erna de Vries ein, schauen mehrere Filme, in denen Erna interviewt wurde und beschäftigen sich mit der Thematik „Anders sein“ bzw. „jüdisch sein“ zur Zeit des Nationalsozialismus.",4 SAB 1156,0,39 S.,1933,1945,60,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Franka O., Raja L.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 65,"„Kinder, wenn's Mitternacht ist, bin ich König!“ Räuber - Die Außenseiter des 18. und  19. Jahrhunderts","Die Geschichte „Der Räuber Hotzenplotz“ von Ottfried Preuß entstand in den 1960er Jahren, einer Zeit in der Räuberbanden nicht mehr sehr häufig vorkamen. Die Geschichte rund um den Räuber Hotzenplotz könnte auf den Räuber Abraham Picard zurückgehen, dieser trieb im 18. und 19. Jahrhundert in Münster und Umgebung sein Unwesen und prägte den Spruch: „Kinder, wenn’s Mitternacht ist, bin ich König!“. Die Schülerinnen skizzieren die Gesellschaft um 1800 und beschreiben, wie mit Verbreche(r)n zur damaligen Zeit umgegangen wurde, z.B. in Spezialgerichten. Sie haben als Ergebnis ihrer Recherchen einen „Brennpunkt“ erstellt, eine Nachrichtensendung, die über eine Räuberbande berichtet. Die Verfasserinnen ziehen in ihrem Fazit den Schluss, dass es immer wichtig sei, danach zu fragen, warum Überfälle stattfanden und diese nicht von vornherein zu verurteilen.",4 SAB 1078,0,26 S.,1801,1900,,18,"Filmbeitrag, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen",," Henrike von B., Lauren Z.",Marienschule 67,"„Menschen ohne Macke sind Kacke“ – Die Aktion Freundschaft, Beckum","Die Schülerinnen beschäftigen sich mit der „Aktion Freundschaft“, die 1978 gegründet wurde und ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ermöglichen will. Die Forscherinnen gehen konkret der Frage nach, ob die „Aktion Freundschaft“ mit der Eingliederung von Beeinträchtigten in die Gesellschaft erfolgreich war bzw. ist. Dazu recherchieren sie in Fachliteratur und befragen drei Zeitzeuginnen, anhand von deren Biografien sie Möglichkeiten der Integration aufzeigen. In ihrem Kapitel zum historischen Hintergrund stellen die Schülerinnen u.a. dar, wie während des Nationalsozialismus mit Behinderung umgegangen wurde und was sich nach Kriegsende veränderte.",4 SAB 1080,0,31 S.,1920,2015,329,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Beckum," Johanna L., Pia B.",Marienschule 69,„Mit ganzem Willen“. Zur Geschichte einer nicht ganz freiwillig zum Außenseiter gewordenen westfälischen Familie des Hochmittelalters zwischen Niederem Adel und Bürgertum (1153-1288),"Der Schüler beschäftigt sich intensiv mit seiner eigenen Familiengeschichte und stieß im Landesarchiv Münster auf ein „beinahe typisches Außenseiterphänomen“, das er im Geschichtswettbewerb genauer untersucht. Im Jahr 1153 war ein Urahne der Familie Hüffer, Siegfried von Hufe, als Dienstmann des Herrn Wilhelm von Holte tätig. Es gelang ihm bis 1186 Ministerial der reichsfreien Herren zur Lippe zu werden, wie es der Schüler aus einer Urkunde zum Bau der Falkenburg nahe Detmold entnimmt. Dieser Aufstieg der Dienstmannen zu Ministerialen und schließlich in den Ritterstand, wurde zur vermeintlichen Gefahr für den Hochadel, der die Dienstmannen versuchte an den Rand der Gesellschaft zu drängen und zu Außenseitern zu machen.",4 SAB 1207,1,51 S.,1153,1288,82,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Anton Wilhelm H.,Gymnasium Paulinum 70,„Möchte mithelfen an der Bekehrung der armen Heidenkinder und dadurch meine eigene Seele retten“ − Über die Mission der Schwestern vom Heiligsten Herzen Jesu von Hiltrup im Papua-Neuguinea der Kolonialzeit,"Marta Menninghaus erzählt in ihrer Novelle die Geschichte der Schwestern vom Heiligsten Herzen Jesu aus Münster-Hiltrup. Diese machten sich in der Kolonialzeit auf den Weg nach Papua-Neuguinea, um dort zu missionieren. Spannend, kreativ und sich dennoch an die historischen Fakten haltend, entfaltet sie ein differenziertes Bild der Situation der Missionarinnen, in dem die Außenseiterperspektiven deutlich herausgearbeitet werden. Die fiktionalisierte Darstellungsform gelingt sehr anschaulich und ermöglicht auf vielfältige Weise einen Rückgriff auf das Rahmenthema »Anders sein«, etwa wenn die Sichtweise der Nonnen auf die Eingeborenen erläutert wird. Für die Arbeit suchte die Schülerin zudem das Mutterhaus in Münster-Hiltrup auf und konnte als Ergebnis bisher noch nicht veröffentlichte Archivalien für ihre Arbeit nutzen.",4 SAB 1159,1,63 S.,1901,2000,60,18,"Novelle, Textbeitrag","Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",Hiltrup, Marta M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 90,„Unsere größte Spende: ZEIT“. Die Bahnhofsmission Münster im Laufe der Geschichte,"Die 14-jährige Schülerin beschäftigt sich in ihrer Forschungsarbeit mit der Bahnhofsmission Münster. Sie recherchiert, wer die Mission hauptsächlich nutzte und heute noch nutzt, welche Aufgabenbereiche abgedeckt werden und wer die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer sind. Im Zuge der Industrialisierung erhofften sich viele Menschen ein besseres Leben in den Großstädten; die Bahnhofsmission und andere Organisation, z.B. der „Bund der Deutschen Freundinnen“ hatten sich u.a. zum Ziel gesetzt, jungen Mädchen Schutz zu bieten. Kurz beleuchtet die Verfasserin, wie sich die Bahnhofsmission Münster während der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit veränderte.",4 SAB 1106,1,25 S.,1901,2000,27,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel","Hauptbahnhof, Münster", Elena C.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 97,„Willkommen hat keiner gesagt“,"Anne Harmann (Jg. 1987) hat das Down Syndrom. Als ihre Mutter Mechtild sie vor 20 Jahren auf eine Regelschule und nicht auf eine Förderschule in Ostbevern schicken wollte, musste diese sich gegen viele Widerstände durchsetzen. An der Grundschule gab es viele Zweifel und Ängste, wie die Integration einer Schülerin mit Down Syndrom gelingen würde. Nur die junge Lehrerin Magdalena Mersmann war dazu bereit, Anne in ihre Klasse aufzunehmen. Lukas Kracht, ein sehr engagierter Sonderschullehrer, begleitete Anne bei ihrem Wechsel auf die Hauptschule. Die zwei Schüler interviewen zahlreiche Zeitzeugen, sodass unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema „Inklusion“ damals und heute aufgezeigt werden.",4 SAB 1226,0,52 S.,1993,2015,240,18,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Filme, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Charlotte B., Constantin P.",Gymnasium St. Mauritz 121,"„Beat-Invasion“ der „Hottentotten-Musik“?! Die Emanzipation der Rock ’n’ Roll-Jugendkultur, dargestellt am Beispiel „der Welt vielleicht härteste[n], sicher aber hässlichste[n] Band“ – den Rolling Stones – und ihrem allerersten Konzert auf deutschem Boden am 11. September 1965 in Münster",Der Rock ’n’ Roll hatte in den USA Mitte der 1950er Jahre bereits seinen Durchbruch erlebt und zur Emanzipation der Rock ’n’ Roll-Jugendkultur beigetragen. In den 1950er Jahren kam es in Deutschland zu einer Amerikanisierung der Musikszene. Die Schülerin beschäftigt sich in ihrer Arbeit konkret mit dem Begriff „Jugendkultur“ und bezieht v.a. den Zeitgeist der 1950er und 1960er Jahre mit ein. Nicht nur die Musik sondern auch das zugehörige Publikum stießen auf deutliche Ablehnung bei den älteren Generationen. Mithilfe von Zeitzeug*inneninterviews und Fachliteratur nähert sich Lena Trilsbeek dem Themenbereich jugendliche Rock-Kultur Mitte der 1960er Jahre.,4 SAB 1101,1,84 S.,1950,1965,80,18,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Lena T.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 127,„Das katholische Land ist gefährdet!“ Ausgrenzung evangelischer Christen in einem katholischen Wallfahrtsort,"Die Schülerin fragt sich, inwiefern Religion in Telgte Grund für Ausgrenzungen war. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Geschichte der evangelischen Gemeinde in Telgte, sie geht in ihrem Beitrag auf das 16. Jahrhundert ein, da der Anteil der Protestanten damals so gering war, dass fast alle Familien der evangelischen Kirche in Münster zugwiesen wurden. Erst 1847/48 gab es erste Bestrebungen für die Telgter Protestanten einen Hilfsgottesdienst einzurichten. Auch die Zeit zwischen und während der Weltkriege wird von der Schülerin problematisiert.",4 SAB 1214,1,23 S.,1847,2015,,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",Telgte, Charlotte S.,Gymnasium St. Mauritz 129,„Der hat den Vogel abgeschossen!“ Vollkommen integriert und doch total ausgegrenzt. Wo Konfessionen Menschen über Nacht zum Außenseiter machen. Eine Posse aus dem katholischen Münsterland im Jahre 1963,"1963 wurde im katholischen Dorf Altenberge im Münsterland zum ersten Mal ein Protestant Schützenkönig. Dies sorgte für große Aufregung. Es wurde entschieden, dass der neue Schützenkönig nicht wie normalerweise üblich am Festgottesdienst teilnehmen durfte. Nils Lammers erforscht in seiner Arbeit diesen Vorfall und das »Anderssein« aufgrund einer Religionszugehörigkeit. Immer wieder hinterfragt er die Handlungsspielräume aller Beteiligten der Ereignisse von 1963. Der Sechstklässler führte zwei Zeitzeugengespräche und arbeitete Material aus dem Schützenverein sowie Zeitungsberichte auf. Einen starken Gegenwartsbezug schafft der Schüler durch einen Vergleich mit dem Jahr 2014. Hier wurde ein Muslim Schützenkönig. Er durfte zwar am Festgottesdienst teilnehmen, aber auch in diesem Fall gab es einige Schwierigkeiten, die Nils Lammers in seiner Arbeit vergleichend darstellt.",4 SAB 1074,1,35 S.,1963,1963,318,18,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Altenberge, Nils L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 133,"„Die Frau soll ihren Männern dienen, als sei es der Herr…“ (Apostel Paulus). Frauen der Frühen Neuzeit im Konfliktfeld starrer Rollenerwartungen, tradierter Fremdbestimmung und unerwünschter Individualität","Die Schülerin beschäftigt sich in ihrer Wettbewerbsarbeit mit den Aufgaben und dem Rollenverständnis der Frau in der Frühen Neuzeit. Je nach gesellschaftlichem Stand der Familie war die Rolle dieser unterschiedlich, häufig war sie jedoch zuständig für Haushalt und Kinder. Besonders interessiert es die Schülerin, wie „andere“ Frauen in der Frühen Neuzeit wahrgenommen wurden, welche Formen der Aufsässigkeit und Ausgrenzung vorkamen. Am konkreten Beispiel von Christina Volmers, die den Ruf hatte, sich für Geld zu verkaufen, zeigt die Schülerin, wie schnell sich Gerüchte verbreiten konnten.",4 SAB 1121,1,29 S.,1492,1789,27,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Pia S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 140,„Ein Ostflüchtling?! Und dann auch noch evangelisch!“ Ein Theaterstück über das Schicksal einer Familie,"Die zwei Schülerinnen zeichnen in einem selbstgeschriebenen Theaterstück „eine wahre Geschichte“ – das Schicksal einer Familie Ende des Zweiten Weltkrieges – nach, in einem anschließenden „wissenschaftlichen Beitrag zu dem Theaterstück“ reflektieren sie zudem anhand historischer Quellen die Geschichte Schlesiens (Vorgeschehen und Auslöser für die Vertreibung und Flucht, Ablauf der Vertreibung, Folgen für die Bevölkerung) sowie das Schicksal einer konkreten Familien (Flucht innerhalb Schlesiens, Endgültige Vertreibung nach Deutschland, Verteilung der Vertriebenen und Ankunft in Münster). Die Schülerinnen nehmen außerdem Bezug auf die aktuelle Flüchtlingsdebatte 2015 sowie auf das epische Theater nach Brecht.",4 SAB 1094,0,38 S.,1945,1945,47,18,"Textbeitrag, Theaterstück","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Annabel S., Paula O.",Marienschule 190,"„Moralischer Abschaum“? Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung von Homosexuellen im Dritten Reich","Der Schüler geht in seiner schriftlichen Forschungsarbeit folgender Frage nach: „Auf welche Weisen wurden Homosexuelle im Dritten Reich aufgrund ihres Andersseins diskriminiert und verfolgt?“. Die Arbeit ist strukturell in zwei Teile gegliedert; im ersten Abschnitt schildert der Teilnehmer den historischen Hintergrund bzw. die NS-Politik im Bezug auf Homosexualität, im zweiten Teil der Arbeit geht er konkreten Fallbeispielen von Verfolgungsopfern nach, die nach dem Krieg Anträge auf Entschädigung stellten.",4 SAB 1129,1,46 S.,1901,2000,278,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Max H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 201,"„Seit wann ist es ein Verbrechen, wenn ein Mensch einen Menschen liebt?“ Fiktive Tagebucheinträge über das Leben in einer Stadt, wenn man anders ist. Homosexuelle Menschen in der Stadt Münster in den Jahren 1933−2000: Außenseitern der Gesellschaft eine Stimme geben","Der Beitrag illustriert den Umgang mit Homosexuellen in Münster in der Zeit von 1933 bis 2000. Unter dem Titel „Außenseitern der Gesellschaft eine Stimme geben“ versetzten sich die Schülerinnen und Schüler in die Lage Homosexueller zu jeweils unterschiedlichen Zeitpunkten in der Geschichte und verfassten aus deren Perspektive Tagebucheinträge. Es handelt sich somit um eine fiktive Darstellung, die jedoch stets auf fundiert recherchiertem Quellenmaterial und Interviews beruht und die dabei jeweils aktuellen historischen Begebenheiten widerspiegelt. Bemerkenswert ist die Reflexion im Fazit der Arbeit, bei der auf die Auseinandersetzung mit eigenen Vorurteilen eingegangen wird.",4 SAB 1141,0,66 S.,1933,2000,64,18,"Tagebuch, Textbeitrag","Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Gabriel B., Ruben A., Sara B.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 202,"„Setzt euch immer für Gerechtigkeit ein, aber bitte friedlich!“ (Wilhelm Graefe). Die Geschichte meines Ur-Ur-Opas Wilhelm Graefe –  ein Außenseiter, dem das „Anders sein“ das Überleben sicherte","Ausgehend von einem Foto ihres Ur-Ur-Großvaters Wilhelm Graefe, macht sich die Schülerin auf eine Spurensuche. Sie befragt viele Familienmitglieder, zeichnet ihren Stammbaum nach und findet eine Straße in Herdecke, die nach ihrem Ur-Ur-Opa benannt wurde. Mithilfe von Archivquellen und Druckschriften rekonstruiert die Schülerin das Leben und Werk ihres Ur-Ur-Großvaters, recherchiert warum er auf seiner Arbeit „SCHMIEDAG“ gefeuert wurde und geht der Frage nach, ob ihr Ur-Ur-Großvater ein „Außenseiter“ gewesen sein könnte. In Form von Tagebucheinträgen dokumentiert die Schülerin ihre Ergebnisse.",4 SAB 1075,1,34 S.,1901,2000,318,18,"Tagebuch, Textbeitrag","Druckschriften, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Leonie S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 254,"Als Deutsche in Polen, als Polin in Deutschland. Die Geschichte meiner Großmutter aus Oberschlesien vor und nach dem Zweiten Weltkrieg","Die Großmutter der Wettbewerbsteilnehmerin stammt aus Bauerwitz, Kreis Leobschütz in Oberschlesien. In einem Zeitzeugeninterview erzählt sie ihre Geschichten, die von ihrer Kindheit vor dem Krieg, ihrer Jugend unter polnischer Besatzung und schließlich von der Zeit, als sie mit 24 Jahren dann nach Westdeutschland ausgereist ist, handelt. Die Achtklässlerin beschäftigt sich mit den persönlichen Erfahrungen der Großmutter mit dem „Anders sein“, bindet diese Erkenntnisse jedoch gekonnt in den geschichtlichen Zusammenhang ein. Die Arbeit beinhaltet mehrere Familienfotos der Großmutter sowie ein kleines Lexikon „typischer schlesischer Worte“, das die Schülerin selbst zusammenstellt.",4 SAB 1186,1,35 S.,1901,2000,278,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Baborów, Oberschlesien", Elena F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 265,Anders als gedacht. Konstruktion und Dekonstruktion von rassisch Anderen im Nationalsozialismus am Beispiel von Sally Perel,"Die Arbeit der Schülerin beschäftigt sich mit Salomon Perel (Jg. 1925), einem Mann jüdischen Glaubens, der sich in seiner Jugend als deutscher Hitlerjunge ausgab, um so im nationalsozialistischen System zu überleben. Erst vierzig Jahre nach Kriegsende schrieb er seine Lebensgeschichte auf, 1999 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Die Schülerin befasste sich bereits im Vorfeld mit Sally Perels Lebensgeschichte, da sie an einem Theaterstück zu dessen Lebensgeschichte mitwirkte und ihn bei der Aufführung persönlich kennenlernen konnte. Konkret interessiert sie sich in ihrer Darstellung dafür, mit welchen Vermittlungsmethoden der Rassekunde-Unterricht in der Volksschule an die Schüler gebracht wurde oder inwiefern sich Sally Perel als „anders“ fühlte.",4 SAB 1151,1,28 S.,1933,1945,295,18,"Textbeitrag, Theaterstück","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Elena B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 266,Anders in der neuen Heimat. Erinnerungen meiner aus Schlesien vertriebenen Großmutter,"Luise Kotthoff nimmt den Geschichtswettbewerb zum Anlass, sich näher mit der Geschichte ihrer Großmutter zu beschäftigen. Diese wurde durch die Westverschiebung Polens am Ende des Zweiten Weltkriegs aus ihrer Heimat vertrieben und suchte in Wettringen im Münsterland Zuflucht. Dort fühlte sie sich fremd und anders als die Einheimischen. Die Schülerin schildert das persönliche Schicksal der Großmutter in mehreren kleinen Ich-Erzählungen. Diese werden dann durch den historischen Kontext, der aus Literatur und Archivmaterialien erarbeitet wurde, und durch weitere Zeitzeugenaussagen ergänzt und modifiziert. Durch die besondere Struktur ihrer Arbeit gelingt Luise Kotthoff eine umfassende Bearbeitung ihres Themas aus verschiedenen Perspektiven.",4 SAB 1128,1,23 S.,1945,1960,302,18,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Schlesien, Wettringen ", Luise K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 267,Anders sein in der Geschichte: Der Umgang mit psychisch erkrankten Menschen während der Zeit der Nazi-Diktatur am Beispiel der Rheinischen Landesklinik in Düren,"Der Urgroßvater des Schülers, Josef Koch, arbeitete als Krankenpfleger in der LVR-Klinik zur Zeit des Nationalsozialismus. Er war Mitglied der Zentrumspartei und stand nicht hinter dem Regime, sodass er eines Nachts von der Gestapo abgeholt wurde und tagelang im Gefängnis saß oder aber die gesamte Familie aufgrund seiner regimekritischen Ansichten benachteiligt wurde. Der Schüler forscht ausführlich zur eigenen Familiengeschichte und interviewt seine Großtante, die mit ihren fünf Geschwistern und Eltern auf dem Gelände der LVR-Klinik aufwuchs. So gelingt es dem Schüler anschaulich den Alltag der Klinik während des Nationalsozialismus aufzuzeigen. ",4 SAB 1115,1,19 S.,1933,1945,302,18,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Lukas F.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 289,Armut in Münster,"Ihre Fachseminararbeit zum Thema „Armut in Münster“ reichte die Schülerin auch im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ein, sodass der Fokus nicht primär auf dem Thema „Anders sein“ liegt. Auf 25 Seiten beschäftigt sich die Schülerin mit Ursachen und Bekämpfungsmöglichkeiten von Armut in der Geschichte, speziell am Beispiel des Stadtteils Kinderhaus, und geht z.B. auf das größte Armenhaus, das Magdalenenhospital, ein.",4 SAB 1196,1,25 S.,1600,2015,249,18,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen","Kinderhausviertel, Münster", Katharina K.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 296,"Auf der Suche nach Heimat. Waren Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in ihrer Heimat Oberschlesien blieben, Außenseiter in der polnischen Gesellschaft?","Der 16-jährige Schüler geht in seiner Arbeit der konkreten Frage nach, ob Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in ihrer Heimat Oberschlesien blieben, Außenseiter in der polnischen Gesellschaft wurden. Er stellt zu Beginn die These auf, dass aufgrund der Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht und der SS-Truppen, Deutsche zum Feindbild in Polen wurden. Am Beispiel seiner eigenen Großmutter sowie eines weiteren oberschlesischen Spätaussiedlers, zeigt Philipp Herud auf, welchen Anfeindungen und Schikanierungen die deutsche Minderheit in Polen nach dem Zweiten Weltkrieg ausgesetzt war.",4 SAB 1135,1,24 S.,1945,2015,278,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Oberschlesien, Philipp H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 310,Ausgepunkt!,"Im Kurs „Darstellendes Spiel“ der 9. Jahrgangsstufe der Marienschule entstand ein Projekt mit Titel „Punk“, bei dem als Ergebnis ein Theaterstück sowie eine schriftliche Einführung in das Thema erarbeitet wurden. Die Rechercheergebnisse der Projektgruppe basieren hauptsächlich auf zahlreichen Interviews, die die Schüler durchführten, auswerteten und in ein Theaterstück übertrugen. Das Stück handelt u.a. von Christoph, der 1963 in Hemer geboren wurde und für einige Zeit in den Punkszenen Iserlohn, Düsseldorf und Münster aktiv war. Die Schüler behandeln in ihrem Theaterstück auch damalige Musikströmungen, problematisieren das Thema „Hausbesetzung“ und zeigen unterschiedliche Sichtweisen auf die Punkszene auf.",4 SAB 1775,0,29 S.,1970,1980,200,18,"Textbeitrag, Theaterstück","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Camilla B., Jasmina B., Lea B.",Marienschule 313,Avantgarde - Dadaismus,"Die Schülerin beschäftigt sich mit den Themen Avantgarde und Dadaismus und beleuchtet die kunsthistorischen Strömungen u.a. am Beispiel des deutschen Schriftstellers, Lyrikers, Erzählers und Dramatikers Richard Hülsenbeck. Die Schülerin recherchierte dafür im Archiv, studierte den „DADA Almanach“, ein 1918 von Richard Hülsenbeck verfasstes Manifest, und bezieht sich in ihren eher kurzen Kapiteln auf andere Vertreter des Dada sowie zentrale Werke, kunstphilosophische Strömungen und Gedicht der avantgardistischen Literatur.",4 SAB 1091,1,20 S.,1901,2000,115,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Marie B.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 319,Behinderte in der NS-Zeit. Untersuchung von „Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens“,"Die Schülerinnen beschäftigen sich ausgehend mit dem Buch „Anton oder die Zeit des unwerten Lebens“ von Elisabeth Zöller, das auf einer wahren Begebenheit basiert, mit körperlich oder geistig benachteiligten Menschen während des Nationalsozialismus. Ausgehend von ihren Forschungsfragen „Was geschah in Pflegeanstalten?“, „Wie, wo und warum wurden die  Behinderten genau getötet?“ und  „Wer waren die Hauptverantwortlichen dafür?“ verfassen die Schülerinnen Kapitel zu den Themen Rassenhygiene und Euthanasie, beziehen sich jedoch immer wieder auf das untersuchte Buch.",4 SAB 1077,0,24 S.,1933,1945,326,18,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Hannah M., Nele B., Sarah R.",Marienschule 320,Behinderung im Nationalsozialisms,"Die zwei Schülerinnen forschen zu dem Thema „Behinderung im Nationalsozialismus“ und beschäftigen sich in ihrer schriftlichen Wettbewerbsarbeit in kurzen Kapiteln mit dem Beginn und der Organisation der „Aktion T4“, der Tötung von „lebensunwertem Leben“ unter dem NS-Regime. Die Schülerinnen werten in ihrer Arbeit eine „Hartheimer Statistik“ aus, welche die Zahl der zwischen 1940 und 1941 ermordeten Personen zeigt. Im Weiteren gehen sie kurz auf Clemens August Graf von Galen ein und zitieren dessen bekannte Predigten, in denen er sich 1941 gegen Euthanasie ausspricht.",4 SAB 1172,0,19 S.,1933,1945,265,18,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Fiona H., Johanna P.",Marienschule 325,Berufstätige Frauen in den 1950ern,"Der Siebtklässler Matthias Runte beschäftigt sich in seiner kurzen Ausarbeitung mit der Frage, warum viele Frauen in den 1950er Jahren anfingen zu arbeiten. Dabei geht er kurz auf die gesellschaftlichen und sozialen Umstände in der Nachkriegszeit ein, aufgrund welcher viele Frauen – sogenannte Trümmerfrauen – mithelfen mussten. In kurzen Kapiteln zu „Freizeit und Familie“, „Frauenfeindliche Reaktionen“, „Gesetzeslage“ und „Gehalt“ gibt der Schüler einen Einblick in sein Erkenntniswissen, das er aus Interviews, Quellen und dem Internet ableitet.",4 SAB 1093,1,8 S.,1950,1959,202,18,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Matthias R.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 336,Britische Soldaten - Freund oder Feind?,"In ihrem selbst erstellten Hörspiel mit dem Titel „Britische Soldaten – Freund oder Feind?“ beschäftigen sich die zwei Schüler u.a. mit einem Leitfaden über die Deutsche Kultur, der den Engländern ausgehändigt wurde, als sie in Deutschland stationiert wurden, um die Integration zu erleichtern. ",4 SAB 1209,0,5 S.,1901,2000,41,18,"Audiobeitrag, Hörspiel, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Jannis K., Jonas R.",Gymnasium Paulinum 349,Clemens von Bönnighausen – Ein bedeutender Homöopath,"Clemens Maria Franz Freiherr von Bönninghausen wurde am 12. März 1785 auf Gut Herinckhave bei Tubbergen in dem niederländischen Ort Overijssel geboren. Er besuchte das Münsterische Gymnasium Paulinum bis zum Jahr 1803. Sein Studium schloss er bereits drei Jahre später ab und erlangte den Doktorgrad. 1824 freundete er sich dabei mit Dr. Weihe an, welcher einer der ersten homöopathischen Ärzte im Rheinland und in Westfalen wurde.  Die Schülerin findet in ihrer Wettbewerbsarbeit heraus, dass nicht allein der spätere Beruf als Homöopath sondern auch „private Angewohnheiten“ von Bönnighausen zum Außenseiter machten.",4 SAB 1150,0,16 S.,1701,1800,61,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Emilie K., Mona S.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 381,Das geerbte „Anders sein“. Ulrike Meinhofs Weg in den Terror: Eine Novelle aus der Perspektive eines Kindes,"Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage: „War das Leben von den Kindern der Terroristin Ulrike Meinhof ,anders’ und waren sie Außenseiter?’’ Ulrike Meinhof hat ab 1957 in Münster an der Westfälischen Wilhelms-Universität studiert und sich hier dem ,,Sozialistischen Deutschen Studentenbund’’ angeschlossen. Ihr Leben bzw. ihren Weg von der engagierten Journalistin, die sich gegen die Missstände in der damaligen Bundesrepublik stellt, zur radikalen Terroristin fand die Schülerin so spannend, dass sie mehrere Biografien las und viele Informationen sammelte, um diese in einer eigenen Novelle zu verarbeiten.",4 SAB 1155,1,55 S.,1960,1969,60,18,"Novelle, Textbeitrag","Fachliteratur, Filme, Internetquellen",, Elina B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 396,Das Leben einer Spionin – Elsbeth Schragmüller,"Elsbeth Schragmüller (1887-1917) lebte zur Zeit des Ersten Weltkrieges und arbeitete als Spionin des deutschen Nachrichtendienstes. Sie war Leiterin einer eigenen Abteilung und hatte eine hohe Stellung im Geheimdienst inne. Die Schülerin recherchiert mithilfe von Quellen und einer Magisterarbeit zum selben Thema, zu einer Frau, die 1917 wegen Hochverrat angeklagt und nahe Paris hingerichtet wurde. In ihrem Fazit resümiert die Schülerin, inwiefern Schragmüller „anders“ war.",4 SAB 1149,1,20 S.,1887,1917,295,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Julia V.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 411,Das Schicksal der Maria Unger,"Der Beitrag behandelt die Lebensgeschichte von Maria Unger, einer Roma, die in 1907 geboren wurde und Telgte lebte. Als sie unehelich schwanger wurde, schickte man sie ins Münsterland und nahm ihr das Kind weg. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten verschlimmerte sich ihre Lage zusehends: sie durfte ihren Lebensgefährten nicht heiraten und es wurde polizeilich gegen sie ermittelt, obwohl sie keinerlei Straftat begangen hatte. 1942 wurde sie in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert und musste dort Arbeitsdienst leisten. Nach Ende des Krieges versuchte sie ihren Sohn wiederzufinden und musste feststellen, dass dieser in Auschwitz getötet worden war. Auch nach dem Krieg konnte sie aufgrund ihrer Verletzungen während der Inhaftierung nicht arbeiten und kein normales Leben führen. Die Verfasser ordnen ihre Lebensgeschichte in die Verfolgung von Sinti und Roma ab 1933 ein, zeichnen die Ideologie der Nazis nach und geben auch Gründe für ihre Ausgrenzung nach dem Zweiten Weltkrieg.",4 SAB 1224,0,38 S.,1907,1969,15,18,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur",Auschwitz / Auschwitz-Birkenau," Jan K., Paul B., Philipp B.",Schillergymnasium 417,Das Tagebuch der Villa ten Hompel. Das Haus mit der etwas anderen Geschichte,"Die zwei Schüler verfassen mehrere Tagebuchartikel aus der Sicht der Villa ten Hompel, einer Gedenkstätte für Verbrechen von Polizei und Verwaltung in der Zeit des Nationalsozialismus im westfälischen Münster. Dazu verfassen sie u.a. Einträge zu den wechselnden Besitzern der Villa: Rudolf ten Hompel (1878-1948), dem Reichsfikus, der Ordnungspolizei und Landespolizei. Zwischenzeitlich hat sich das Dezernat für Wiedergutmachung in der Villa ten Hompel niedergelassen, um die Opfer des Zweiten Weltkrieges zu entschädigen. Heutige „Besitzerin“ der Villa ist die Stadt Münster selbst, die daraus eine Gedenkstätte machte und gedenkstättenpädagogische Führungen anbietet, um an die Geschichte der Villa zu erinnern.",4 SAB 1108,0,32 S.,1924,2015,27,18,"Novelle, Tagebuch, Textbeitrag","Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",Villa ten Hompel," David R., Tom A.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 432,Den Juden auf den Fersen. Ein Stadtrundgang durch Drensteinfurt,"Die drei Schülerinnen präsentieren ihre Rechercheergebnisse zu „Juden in Drensteinfurt“ in einem selbst zusammengestellten und ausformulierten Stadtrundgang, auf welchem sie sechs Orte ansteuern (Rathaus/Stadtverwaltung, Bahnhofstraße, Ehrenmal, Ehemalige Synagoge, Südwall, Judenfriedhof) und Informationen dazu liefern, welche jüdischen Familien während des Nationalsozialismus dort in der Nähe gelebt haben bzw. von dort vertrieben wurden. Für ihre Recherche befragten die Schülerinnen Zeitzeugen, fuhren ins Archiv und werteten Karten und Quellen aus.",4 SAB 1097,0,11 S.,1939,2015,243,18,"Stadtrundgang, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Drensteinfurt," Ann-Christin A., Henrike K., Jennifer D.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 441,Der Adel nach 1918 – Außenseiter am oberen Rand der Gesellschaft?,"Der 17-jährige Nils Greier beschäftigt sich mit der Frage, ob der Adel heutzutage – nach 1918 – als Außenseiter am oberen Rand der Gesellschaft bezeichnet werden kann. Dem Schüler geht es darum, herauszufinden, wie sich der Adel  in der jüngeren Vergangenheit definiert, wer zum heutigen Adel gehört, welche Position er in der Gesellschaft einnimmt und wie die Gesellschaft den Adel sieht. Dazu interviewt er eine „westfälische Fachfrau in Sachen Adel“, Rudolfine Freiin von Oer, 1930 selbst in eine Familie aus adligen Kreisen geboren, deren Wurzeln bis ins 1200 Jahr nachweisbar sind. Das vollständige transkribierte Interview findet sich im Anhang der Arbeit. Fazit der Arbeit lautet: Der Adel nimmt heutzutage eine Außenseiterposition ein, sieht sich selbst jedoch keinesfalls als Auslaufmodell.",4 SAB 1180,1,35 S.,1918,2015,278,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Nils G.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 444,Der Andersmacher? Karl Wilhelm Jötten als „Rassenforscher“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität in der NS-Zeit,"Karl Wilhelm Jötten war zur Zeit des Nationalsozialismus ein „Rassenforscher“ an der medizinischen Fakultät der Universität Münster. Er führte Menschenexperimente durch und ordnete Zwangssterilisationen an. Jötten machte aber auch wegweisende Entdeckungen auf anderen medizinischen Gebieten und erhielt dafür in den 1950er-Jahren das Bundesverdienstkreuz. Paula Rischke beleuchtet die Figur Jöttens und fragt, wie er vom „Andersmacher“ zum Außenseiter wurde. War er Täter oder Mitläufer? Weiterführend untersucht sie das „Anderssein“ der von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten kranken oder behinderten Menschen anhand zweier biografischer Beispiele. Die Neuntklässlerin wertet in ihrer Arbeit eine Fülle von Literatur, Archivalien und Fotografien quellenkritisch aus. Ihre Ergebnisse stellt sie anschaulich und präzise dar.",4 SAB 1119,1,34 S.,1933,1945,27,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",WWU Münster, Paula R.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 465,"Der dreifach diplomierte Idiot Erich Spießbach: Präparator, Grabungsleiter und Zeichner. Störenfried, Nervensäge und „querulierender Paranoid“","Jens Grottendieck untersucht in seinem Beitrag die ambivalente Figur des Präparators und technischen Hilfsarbeiters Erich Spießbach aus Münster, der von der Öffentlichkeit als Querulant und Paranoiker verhöhnt, 1943 im Nationalsozialismus entmündigt und bis zu seinem Tod 1956 in der Psychiatrie untergebracht war. Dabei gelingt es dem Schüler, mit bisher nicht veröffentlichten Archivalien und der Bearbeitung umfangreicher wissenschaftlicher Literatur ein differenziertes Bild von dessen missverstandener Persönlichkeit zu zeichnen. Im Fokus dabei steht die Auseinandersetzung mit dem „seelischen Anderssein“ der Person Spießbach. Der Verfasser differenziert klar zwischen zeitgenössischer und heutiger Sicht, und es gelingt ihm, die Ambivalenz der Gestalt einerseits als Opfer akademischer Intrigen und andererseits als überzeugter Vertreter der nationalsozialistischen Ideologie deutlich herauszustellen und für den Leser zu veranschaulichen.",4 SAB 1132,1,57 S.,1901,1956,87,18,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel",, Jens G.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 507,Der Schnee und der rote Osten. Eine Geschichte über die Flucht eines Mädchens aus Schlesien 1945,"Die Schülerin Lily Olthoff verfasst als Wettbewerbsarbeit eine Novelle mit dem Titel „Der Schnee und der rote Osten“, in der sie sich mit der Flüchtlingssituation um 1945 auseinandersetzt. Auf kreative Art und Weise erzählt sie eine Geschichte von Flucht, Vertreibung und Ausgrenzung, die vor dem Hintergrund der Fluchterfahrungen ihrer eigenen Großeltern entsteht. Ihrer Geschichte liegt laut eigener Aussage, eine „intensive historische Auseinandersetzung mit den damaligen Zeitverhältnissen“ zugrunde, die der Schülerin v.a. durch Zeitzeug*inneninterviews gelingt.",4 SAB 1162,1,57 S.,1945,1950,60,18,"Novelle, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Lily O.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 523,Der Umgang mit Heimkindern am Beispiel des Kinder- und Jugendwerks Vinzenzwerk in Handorf – eine diachrone Untersuchung ihres „Anders seins“ ab 1900,"Die zwei 14-jährigen Schülerinnen beschäftigen sich in ihrer schriftlichen Wettbewerbsarbeit mit Heimkindern im 20. Jahrhundert. Sie recherchieren Gesetzeslagen, Ursachen und Gründe für die Einweisung in eine Fürsorgeanstalt und konkretisieren ihre Ergebnisse am Fallbeispiel des Kinder- und Jugendwerkes Vinzenzwerk in Handorf. Waisenkinder seien insofern als „anders“ zu betrachten – so die Schülerinnen – als dass sie von der Gesellschaft unfreiwillig ausgegrenzt wurden, v.a. Kinder junger Mütter oder unehelich geborene Kinder hatten es häufig schwer, in der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Die Schülerinnen wollen durch ihre Arbeit auch einen Beitrag dazu leisten, dass die Schicksale von Waisenkindern in der Vergangenheit nicht vergessen werden.",4 SAB 1111,0,27 S.,1900,2015,27,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Vinzenzwerk Handorf," Helene K., Isabelle A.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 525,Der unwiese Professor Landois,Die drei Schüler erstellen eine Power-Point-Präsentation zum Münsteraner Professor Hermann Landois. In ihre Präsentation integrieren die Schüler zahlreiche Audiodateien sowie aufgenommene Fotografien ihrer Spurensuche nach Landois’ Vermächtnis in Münster. Für ihre Recherche interviewen sie Mitarbeiter vom Stadtmuseum und besichtigen das Denkmal in Münster.,4 SAB 1213,0,55 S.,1835,1905,343,18,"Power-Point-Präsentation, Textbeitrag","Audiodokumente, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Elija R., Lukas S., Marc D.",Gymnasium St. Mauritz 532,"Der Wiedertäufer Christian Kerkerinck. Was geschah mit dem Wiedertäufer-Anführer, der NICHT in einem dieser Käfige steckte und so „anders“ war?","Die Achtklässlerin beschäftigt sich in ihrer Forschungsarbeit mit der Frage, inwiefern Christian Kerkerinck „anders“ war, als andere Wiedertäufer und findet beispielsweise heraus, dass dieser – mit Ausnahme von Hermann Tilbeck – der einzige „Edelmann“ in der Wiedertäuferbewegung war. Der Fürstbischof Franz von Waldeck ließ ihn daher auch nicht wie die anderen – öffentlich bloßgestellt – hinrichten, sondern ließ ihn heimlich in einem Wald enthaupten. Die Schülerin erstellt eine Novelle, in der sie Fiktion und Quellenrecherche miteinander verknüpft.",4 SAB 1161,1,47 S.,1501,1600,60,18,"Novelle, Textbeitrag","Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",, Maike K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 536,Deserteure als Außenseiter – Das Beispiel Rainer Schepper,"Die Zahl derer, die auf deutscher Seite im Zweiten Weltkrieg desertierten, liegt wohl im sechsstelligen Bereich. „Fahnenflucht“ war unter der nationalsozialistischen Herrschaft als „Wehrmachtszersetzung“ strafbar, Kriegsdienstverweigerern drohte der Tod. Auch nach 1945 konnten Deserteure durch gesellschaftliche Ächtung zu Außenseitern werden. Julius Pröbsting beleuchtet die eher persönliche und weniger politisch motivierte Desertion Rainer Scheppers aus Münster. Für seine Forschungsarbeit führte der Achtklässler ein Zeitzeugengespräch mit Schepper. Zudem analysiert der Schüler in seiner Arbeit Akten des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen und vergleicht 13 Deserteure aus Westfalen bezüglich ihrer Motivlage und der Folgen ihrer Desertion. Er zeigt die Entwicklung des Umgangs mit Kriegsdienstverweigerern von 1945 bis zu ihrer rechtlichen Rehabilitierung in den 1990er-Jahren auf. Durch die intensive Quellenarbeit gelingt ihm eine umfassende Darstellung seiner Ergebnisse.",4 SAB 1157,1,38 S.,1933,1945,60,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Julius P.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 539,Deutschlands erste Schwulendemo,"Vier Siebtklässlerinnen beschäftigen sich in einer sehr knappen Arbeit über Homosexualität mit den Themen „Deutschlands erste Schwulendemo“, „Homo-Ehe und künstliche Befruchtung heutzutage“ und „gleichgeschlechtliche Ehe“. Grundlage ihrer Ausarbeitung ist eine Internetrecherche zu Martin Dannecker, der am 29.04.1972 bei der ersten Schwulendemo mitlief.",4 SAB 1084,0,8 S.,1950,1972,336,18,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Bilge D., Madlen B., Savannah E.",Marienschule 555,Die Außenseiterrolle von Ruderinnen. Am Beispiel der Situation am Ruderverein Münster von 1882 e.V.,"Die Schülerin geht der Frage nach, inwiefern die Ruderinnen des Ruderverein Münsters (RVM), seit dessen Gründung 1882, in die Rolle von Außenseiterinnen geraten sind und wie sich ihre Situation bis 1985 verändert hat. Um diese Frage zu klären, zeichnet die Schülerin zunächst die Entwicklung des Rudersports in Deutschland nach, geht auf die gesellschaftliche Akzeptanz von Ruderinnen ein, beschreibt die Situation während des Nationalsozialismus und der deutschen Teilung. Am konkreten Beispiel des RVM zeigt sie, welche Auswirkungen historisch-politische Entscheidungen für die Ruderinnen hatten und zieht einen Vergleich zur heutigen Situation.",4 SAB 1095,1,28 S.,1882,1985,,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Hannah Natalia R.,Marienschule 580,Die Entwicklung des Umgangs mit geistig beziehungsweise körperlich behinderten Menschen am Beispiel der Westfalenfleiß GmbH Münster,"Bei der 1925 gegründeten Westfalenfleiß GmbH handelt es sich um ein gemeinnütziges Unternehmen, das sich als Ziel gesetzt hat, Menschen mit Behinderung eine Auswahl an Arbeitsstellen und Wohnraum zu bieten. Im Rahmen eines Praktikums konnten die Schülerinnen Erfahrungen auf dem „Gut Kinderhaus“ sammeln und beschäftigen sich daher besonders für die Frage, wie sich der Umgang mit geistig und körperlich behinderten Menschen im Verlauf der Geschichte in der Westfalenfleiß GmbH verändert hat. Dabei gehen die Schülerinnen v.a. auf die Zeit von 1914 bis 1945 ein. Ausgewertet werden Propagandaplakate der NSDAP, Briefe zum „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“, Hitlers Euthanasiebrief sowie Statistiken der Provinzialheilanstalt Münster Westfalen über die Sterilisation von „Erbkranken“.",4 SAB 1194,0,28 S.,1914,1945,249,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen","Gut Kinderhaus, Münster, Westfalenfleiß"," Berenice J., Karola M.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 582,Die ersten Mädchen am Gymnasium Paulinum,"Die drei Schülerinnen gehen alle drei auf das Gymnasium Paulinum und fragen sich, wie sich die erste Frau, die 1981 als erste Abitur an der Schule machte, gefühlt haben könnte. Das Hörspiel ist wie ein Schultag strukturiert, das Pausenklingeln symbolisiert jeweils den Beginn eines neuen Kapitels. In das Hörspiel integriert sind neben dem strukturierenden, eingesprochenen Text der Schülerinnen auch Aufnahmen aus den Zeitzeug*inneninterviews mit einer der ersten Schülerinnen am Paulinum oder einer heutigen Lehrerin. Das Thema Koedukation wird sowohl aus Schüler- als auch Lehrerperspektive besprochen und kontrovers diskutiert. Zusätzlich zum Hörspiel, haben die Schülerinnen einen Anhang erstellt, der Materialien enthält, die während der „Pausen“ im Hörspiel angesehen werden sollen.",4 SAB 1112,0,28 S.,1981,2015,225,18,"Audiobeitrag, Hörspiel","Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Gymnasium Paulinum, Münster"," Paula F., Sophia D., Susanna D.",Gymnasium Paulinum 592,Die Freimaurer – geheim und Außenseiter der Gesellschaft? Der Geheimbund im Wandel der Zeit,"Der Wettbewerbsteilnehmer Moritz Dütemeyer recherchiert in der eigenen Familiengeschichte und findet heraus, dass sein Ururgroßvater, Heinrich Dütemeyer, ein Freimaurer war, der am 29. März 1851 in Hankenberge bei Osnabrück geboren und später Mitglied in der Loge „Zum goldenen Rad“ wurde. In der Arbeit beschreibt der Schüler auch, wie Anton Matthias Sprickmann im 18. Jahrhundert den Plan hatte, eine Freimaurerloge in Münster zu gründen und reflektiert das „Anders-Sein“ von Freimaurern.",4 SAB 1152,1,14 S.,1701,1800,60,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen",Osnabrück, Moritz D.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 597,"Die GAL – Die „andere“ Partei in Münster. Hintergründe, Entstehung und Ratseinzug","Die Arbeit  thematisiert  die  Entstehung  der „Grüne  Alternative  Liste“  in  Münster (GAL). Diese ist eine ‚grüne‘ Partei in Münster, die sich vor den Grünen gründete. Sie zog als erste alternative  Gruppierung in den Stadtrat ein, der bis dahin  aus etablierten Parteien, also CDU, SPD und FDP bestand. Seit der Gründung der GAL 1979 haben sich die gesellschaftlichen Wertevorstellungen deutlich verschoben, es interessiert den Schüler daher insbesondere, inwiefern die Partei Anfang der 1980er Jahre „anders“ war. Dabei geht er auf die Themen Frauenbewegung, Bürgerinitiativen und Umweltbewegungen in Münster näher ein und befragt zwei Gründungsmitglieder der GAL sowie ein Ratsmitglied der CDU und des Bündnis 90/Die Grünen zur damaligen Situation.",4 SAB 1201,1,46 S.,1979,1984,205,18,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Julian K.,Pascal-Gymnasium 622,Die Herkunft eines Lebensbornkindes: Hypothek für ein ganzes Leben – mein Großvater als Außenseiter in der Geschichte,"Als 2013 der Großvater der Schülerin Hannah Müllers verstarb, fand die Familie beim Ausräumen seines Arbeitszimmer einen großen Karton voller Dokumente und Briefe, ein kleines Privatarchiv, mithilfe dessen die Enkelin Licht in das Leben des Großvaters als ein Lebensbornkind bringen will. Nach der Machtübernahme 1933 wollte man verhindern, dass die Geburtenrate zurückging; der Lebensborn e.V. war eine Maßnahme, die auf „rassisch und erbbiologisch wertvolle werdende Mütter“ abzielte. Diese sollten untergebracht und betreut werden, sodass die „wertvollen Kinder“ nach nationalsozialistischer Weltanschauung erzogen werden konnten. Später wurden sogar „arisch aussehende“ Kinder entführt und in Lebensbornheimen aufgezogen. Sein Leben lang konnte der Großvater nicht über seine Vergangenheit sprechen, weil er sich als Außenseiter fühlte.",4 SAB 1133,1,39 S.,1933,1945,278,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Hannah M.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 625,Die Hippie-Bewegung,"Die 16-jährige Schülerin beschäftigt sich mit der Hippie-Bewegung, einer Friedensbewegung in den 1960er Jahren, die mit Parolen wie „Flower Power“ und „Make Love not War“ gegen den Vietnamkrieg demonstrierte. Insgesamt interviewt die Schülerin neun Zeitzeugen, die früher der Hippie-Szene angehörten und verschafft sich so ein differenziertes Bild über die Ziele und Ideale der Hippies. In die Arbeit werden Fotos aus privaten Beständen integriert.",4 SAB 1164,1,32 S.,1960,1969,61,18,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Janina K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 627,Die Homosexuellenbewegung und die Anfänge der Grünen/GAL in Münster,"In seinem Beitrag beschreibt der Schüler die Geschichte der Homosexuellenbewegung und die Anfänge der Partei der Grünen. Nach einer Einordnung beider Gruppen in deutschlandweite Entwicklungen, konzentriert er sich auf die Anfänge in der Stadt Münster. 1971 wurde hier die Homophile Studentengruppe Münster gegründet, die kurz darauf zur ersten Homosexuellendemo ganz Deutschlands aufriefen und hiermit einen großen Erfolg erzielten. Nach und nach beteiligten sich die Mitglieder der Gruppe aktiv am politischen Geschehen, es bildeten sich weitere Arbeitskreise und Gruppen. 1985 wurde der KCM, das Kommunikationscentrum Münster, gebildet, das bis heute als Ansprechstelle für Homosexuelle fungiert. In einem zweiten Teil geht der Schüler auf die Gründung der GAL 1979 in Münster ein, die trotz großer Meinungsverschiedenheiten mit anderen Parteien in den Stadtrat einzog. Für seinen Beitrag hat er ein Experteninterview geführt, welches sich transkribiert in der Arbeit befindet.",4 SAB 1192,1,22 S.,1970,1980,205,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Calvin L.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 650,Die münsterschen Wiedertäufer. Das Aufstreben und Ableben einer anderen Konfession,"Die Lambertikirche gilt als eines der bekanntesten Wahrzeichen Münsters. An ihr fallen die drei stählernen Käfige jedem, der an der bekanntesten Münsteraner Straße bummeln geht, direkt ins Auge. Die zwei Achtklässler gehen in ihrem Wettbewerbsbeitrag der Frage nach, was die Ideologie der Wiedertäufer so „anders“ machte. Am Beispiel zweier Vertreter der Konfliktparteien Franz von Waldeck und Bernhardt Rothmann, zeigen die zwei Schüler die Besonderheiten unter der Herrschaft der Wiedertäufer auf. In einem Fazit vergleichen sie die Radikalisierung der Glaubensrichtung in Ansätzen mit der Terrorgruppierung Islamischer Staat (IS) und schlussfolgern daraus, dass Glaubenskriege auch heute noch existieren. ",4 SAB 1205,0,16 S.,1501,1600,36,18,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur","Lamberti-Kirche, Münster"," Carl Philipp E., Johannes T.",Gymnasium Paulinum 664,Die Sonderstellung der Rothaarigen in der Geschichte,"Rote Haare fallen auf und sind eine Seltenheit. Der Schüler Leo Hartmann ist mit den „blöden Sprüchen“ vertraut und widmet sich in seinem Wettbewerbsbeitrag der Frage „Wurden rothaarige Menschen auch in der Vergangenheit „anders“ behandelt?“. Er entwickelte eine Homepage, auf der er seine Ergebnisse präsentiert. So wurden z.B. im 15./16. Jahrhundert viele Menschen nur aufgrund ihrer roten Haarfarbe angeklagt oder als Hexe, Vampir oder Teufel angesehen.",4 SAB 1210,1,6 S.,1401,1600,240,18,"Textbeitrag, Website",,, Leo H.,Gymnasium St. Mauritz 667,Die Stationierung der britischen Soldaten in Münster nach 1945.,"In Form eines fiktiven Tagebuchs, geschrieben von dem Briten Jack Pellborn, arbeiten die beiden Verfasserinnen die Geschichte der in Münster stationierten Soldaten aus England auf. Der fiktive Charakter Pellborn lebte ab 1945 in Angelmodde und beschreibt die Verhältnisse kurz nach Kriegsende in Münster aus seiner Sicht. So werden die Aspekte Entnazifizierung, Demokratisierung, Wahlen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Bewohnern Münsters und den Soldaten angesprochen. 1951 kehrte der fiktive Pellborn nach England zurück, nachdem er den Wiederaufbau der Stadt erlebt hatte.",4 SAB 1215,0,36 S.,1945,1951,,18,"Tagebuch, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Larissa K., Paula D.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 677,Die Verfolgung von Sinti und Roma im Münsterland: Persönliche Schicksale während des Nationalsozialismus und den Jahren danach,"Die 13-jährige Schülerin interessiert sich dafür, wie die Sinti und Roma in den vergangenen Jahren von der Gesellschaft behandelt wurden. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf dem Nationalsozialismus und den Nachkriegsjahren, denn für diesen Zeitraum kann sie sich auf Akten aus dem Landesarchiv und Zeitzeugenberichte stützen. Am Beispiel einer konkreten Familie zeigt sie mit welchen gesellschaftlichen Einschränkungen „zigeunerische Personen“ leben musste und spricht auch das Thema „Zwangssterilisation“ an.",4 SAB 1208,1,25 S.,1901,2000,219,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Susanna S.,Gymnasium Paulinum 685,Die Vorkämpfer in der Revolution 1848/1849. Untersuchung eines Fallbeispiels,"In ihrer Wettbewerbsarbeit beschäftigt sich die Schülerin mit dem Richter Jodocus Donatus Hubertus Temme, der zur Zeit der 1848er Revolution in Münster agierte und viele Jahre in Westfalen lebte. Auf der Basis seiner Biografie „J. D. H. Temme – Augenzeugenberichte der deutschen Revolution 1848/49“ forscht die Oberstufenschülerin zu den wichtigsten politischen Leistungen Temmes und untersucht, inwiefern der Richter als Vorkämpfer der Revolution von 1848/49 als „anders“ bzw. „anderer Jurist“ wahrgenommen wurde. In zahlreichen Unterkapiteln wird auf die Persönlichkeit, den Lebenslauf und die Beziehungen des Richters u.a. zum König eingegangen.",4 SAB 1221,1,49 S.,1848,1849,193,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Jana O.,Gymnasium Wolbeck 686,Die Wagenburg. Ein anderes Leben damals und heute − Außenseiter?,"Die Schülergruppe setzte sich in ihrem Wettbewerbsbeitrag mit der regionalen Wagenburg auseinander und ging der Frage nach, inwiefern die dortigen Bewohner als Außenseiter bezeichnet werden können. Dafür besuchten die Schülerinnen und Schüler das Umweltarchiv und das Stadtarchiv Münster, führten Interviews mit einer Wagenburglerin und mit Einheimischen, die über die Anfangszeit und die sich entwickelnde Koexistenz Auskunft geben konnten. Bemerkenswert sind die Schlussfolgerungen der Schülerinnen und Schüler am Ende der Arbeit. Es wird deutlich, dass sie durch die Beschäftigung mit dem Thema einen Wandel in ihrer eigenen Einstellung feststellten: Sie berichten von ihrer anfänglichen Skepsis gegenüber den Bewohnern der Wagenburg und von ihrem positiven Verständnis nach der Erarbeitung.",4 SAB 1225,0,40 S.,1993,2015,24,18,Textbeitrag,"Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Albert A.,Astrid Lindgren-Schule 697,Die Zeit der Wiedertäufer aus dem Blickwinkel von Bürgern und Adeligen innerhalb und außerhalb der Stadtmauern. Eine wissenschaftliche Analyse in Verbindung mit fiktiven Briefwechseln,"Um sich ihrem Wahlthema „Die Zeit der Wiedertäufer“ in Münster zu nähern, führen die zwei Schülerinnen zunächst eine Umfrage zum Thema durch, um so zu erfahren, wie viele Personen z.B. die Geschichte rund um die Käfige an der Ludgerikirche kennen. Sie verfassen zudem als Darstellungsform ihrer Recherche einen fiktiven Briefwechsel, z.B. zwischen dem Bischof Friedrich III. von Wied und seiner „erfundenen Schwester“. Die Schülerinnen geben sich bei der künstlerischen Gestaltung viel Mühe. Sie reflektieren die fiktiven Quellen und erläutern, warum ein Brief aus dem 16. Jahrhundert so ausgesehen haben könnte.",4 SAB 1114,0,35 S.,1501,1600,302,18,"Tagebuch, Textbeitrag","Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen",," Gina F., Lynn Safra F.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 702,Dorothea Petersmann. Ein anderes Leben und ein Leben für andere,"Die zwei Achtklässlerinnen beschäftigen sich in ihrer Wettbewerbsarbeit mit der Urgroßtante (Jg. 1898) von Elisabeth Jansen, der ältesten Schwester der Urgroßmutter der einen Schülerin. Sie war Oberin im Diakonissen-Mutterhaus bis 1965 und bereits zu Beginn ihrer Recherche, bemerken die Schülerinnen, dass diese Frau Spuren hinterlassen hat. Die Arbeit behandelt die Geschichte des Diakonissenhauses Münster, das Leben und Wirken von Dorothea Petersmann bzw. die unterschiedlichen Stationen ihres Lebens. Die Arbeit wird begleitet von einem 30-seitigen Anhang bestehend aus zahlreichem Quellenmaterial aus Privatbestand sowie Archivquellen.",4 SAB 1153,0,72 S.,1898,1973,60,18,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Diakonissenhaus," Elisabeth J., Hannah W.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 704,Dr. Ludwig Metzger – Freund oder Feind der Juden?,"Die zwei Schüler forschen zur Biografie des Arztes Dr. Ludwig Metzger, der während des Nationalsozialismus, vor allem in der Reichspogromnacht vom 09. November 1938, Drensteinfurter Juden ärztliche Hilfe und Schutz vor weiterer Verfolgung angeboten haben soll. Die zwei Sechstklässler stoßen bei ihren Nachforschung jedoch auch darauf, dass nach Ende des Zweiten Weltkrieges gegen Dr. Metzger ein Gerichtsverfahren eingeleitet wurde, denn eine Familie Terhoch hatte einen Rückerstattungsantrag für ein Grundstück gestellt, das Herr Metzger gekauft hatte. War dieser also „Freund oder Feind der Juden?“ fragen sich die Schüler im Fazit ihrer 13-seitigen Arbeit.",4 SAB 1123,0,13 S.,1938,1938,87,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Drensteinfurt," Daniel M., Henning W.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 716,"Ein „Weib“ mit kurzen Haaren, „exzeptionellen Ansichten und einer höchst merkwürdigen Natur“. Elisabet Ney und ihr selbstbestimmter Weg im Spiegel fremdbestimmter Zeiten","Die zwei Schülerinnen beschäftigen sich ausführlich mit der Biografie einer weiblichen Münsteraner Bildhauerin namens Elisabet Ney, die im 19. Jahrhundert einen Beruf ausübte, der bis dato Männern vorbehalten war, und die auch durch ihr Erscheinungsbild als Außenseiterin wahrgenommen wurde. Bei ihrer Recherche beziehen sich die zwei Schülerinnen auf eine Ausstellung im Stadtmuseum, die 2008 unter dem Titel „Elisabet Ney. Herrin ihrer Kunst. Bildhauerin in Europa und Amerika“ gezeigt wurde. Sie interviewen Experten, lesen sich in Fachliteratur ein und besuchen u.a. Neys Gedenktafel am Bohlweg. In von den Schülerinnen verfassten Briefen, die an Elisabet Ney adressiert sind, verarbeiten die zwei Sechstklässlerinnen ihre Rechercheergebnisse.",4 SAB 1072,0,57 S.,1933,1907,107,18,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews",," Lea K., Julia P.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 723,Ein ganz anderer Jesus im katholischen Münster?!?,"In ihrer Wettbewerbsarbeit beschäftigen sich die zwei Schülerinnen mit dem Rockmusical „Jesus Christ Superstar“, das 1972 im katholisch und konservativ geprägten Münster für Aufsehen sorgte und kontroverse Reaktionen des Publikums hervorrief. Am 12.10.1971 wurde die Rockoper erstmalig in New York aufgeführt, wo sie ein großer Erfolg war. Die Schülerinnen interviewen den Hauptdarsteller Reiner Schöner, der Jesus spielte, und erfahren, dass die Meinung der Presse in Münster bereits vorgefertigt war, bevor das Stück aufgeführt wurde, gar die klare Anordnung der „Springer Presse“ existierte, das Stück „kaputt zu machen“. Indem die Schülerinnen mehrere Zeitzeugen interviewen, können sie unterschiedliche Perspektiven des Skandals miteinbeziehen und anhand von Quellen belegen.",4 SAB 1096,0,34 S.,1972,1972,51,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Jana N., Nina K.",Marienschule 751,Eine neue Heimat für die Habenichtse? Über die Integration der Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg," „Wenn ich groß bin, zeig’ ich’s allen. Dann fahr’ ich einen Mercedes!“ Diesen Vorsatz fasste der Großvater von Henning Schidlowski bereits als Kind, als er sich als Heimatvertriebener in Berlin von seinem Umfeld ausgegrenzt fühlte. Der Schüler forscht in seiner schriftlichen Arbeit konkret zu der Frage, ob die Familie seines Großvaters stellvertretend für andere Heimatvertriebene stehen kann, insbesondere in Bezug auf das Gefühl von Heimatlosigkeit und Ausgrenzung. Im Anhang der Arbeit befinden sich zwei ausgefüllte/transkribierte Befragungsbögen der Zeitzeugen sowie ein Gedicht über „unsere Heimatstadt Stettin“, diese Materialien wertet der Schüler in seiner Arbeit aus. ",4 SAB 1184,1,38 S.,1901,2000,278,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Henning S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 757,Eingesperrt und vergessen – Gefangene im Zuchthaus Münster im Nationalsozialismus,"Die Schülerin beschäftigt sich in ihrer Forschungsarbeit mit der Lebenssituation von Gefangenen in der Münsteraner Strafvollzugsanstalt während des Nationalsozialismus. Die Verfasserin recherchiert die Gründe für eine Ausgrenzung aus der „Volksgemeinschaft“ und die Konsequenzen für die Gefangenen. Sie nimmt zudem eine Beurteilung aus zeitgenössischer sowie heutiger Sicht vor und geht auf präventive (Hilfs-)Maßnahmen nach der Entlassung ein. Die Tatsache, dass Betroffene schweigen oder bereits verstorben sind, erschwere nach Aussagen der Schülerin, eine Aufklärung des Themas.",4 SAB 1076,1,33 S.,1933,1945,260,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Aline O.,Marienschule 761,Elly Beinhorn. Alleinflug,"Die Schülerin Hannah Hafkemeyer und Rabea Pöppelmann machen sich auf eine Spurensuche in die eigene Vergangenheit: Die Großmutter der einen Schülerin, Elisabeth Hafkemeyer, geb. Rosemeyer, war die Cousine des Rennfahrers Bernd Rosemeyer, der später mit der deutschen Fliegerin Elly Beinhorn verheiratet war. Anlässlich dieser Familiengeschichte recherchieren die zwei Schülerinnen in Archiven nach Zeitungsartikeln und Bildern, kommunizieren mit Zeitzeugen per Mail, führen Interviews und analysieren den Film „Elly Beinhorn - Alleinflug“ aus dem Jahr 2014. Für die 1920er Jahre war das Eindringen in eine Männerdomäne, den Bereich der Fliegerei, etwas sehr Besonderes. Ihre biografische Arbeit werten die Schülerinnen durch zahlreiche Fotos der Fliegerin aus Privatbeständen auf.",4 SAB 1090,0,78 S.,1920,1929,279,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Hannah H., Rabea P.",Marienschule 763,"Englische Soldaten in Coerde. Leben, Wohnen, Ansehen","Die 13-jährige Vanessa Cage, deren Vater von 1981-1992 Soldat war, interessiert sich besonders für das Leben der englischen Soldaten in Coerde. Sie erstellte eine Power-Point-Präsentation mit elf Folien, in denen sie wenige Rechercheergebnisse (z.B. zur Wohnsituation der Soldaten) sowie ein sehr kurzes Interview mit ihrem Vater mit Fotografien verschränkt.",4 SAB 1190,1,11 S.,1980,2015,288,18,"Power-Point-Präsentation, Textbeitrag","Internetquellen, Zeitungsartikel",Coerde, Vanessa C.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 777,Euphorie an der Spitze der Spritze,"Von ihrer Mutter hat die Schülerin die Lebensgeschichte einer drogensüchtigen Frau erfahren, die sie in ihrem Beitrag nacherzählt. Aus der Sicht der drogenabhängigen Euphoria werden verschiedene Ereignisse aus ihrem Leben beschrieben, u.a. der Beginn der Sucht, eine Vergewaltigung und eine spätere Schwangerschaft. ",4 SAB 1087,1,11 S.,1901,2000,171,18,"Novelle, Textbeitrag",Zeitzeug*inneninterviews,, Laura K.,Marienschule 779,Euthanasie in Münster zur Zeit des Nationalsozialismus am Beispiel des „Haus Kannen“,"Die zwei Schülerinnen führen ein Experteninterview zum Thema „Umgang mit Menschen mit Behinderung bis zur Zeit des Nationalsozialismus“ durch und recherchieren weiter zum Thema Euthanasie in Münster. Dabei geraten v.a. die caritativen Heil- und Pflegeanstalten „Stift Maria Hilf“ in Tilbeck, „Haus Kannen“ in Münster und „St. Rochus-Hospital“ in Telgte in ihren Fokus. Am Fallbeispiel des „Haus Kannen“ zeigen die Achtklässlerinnen den Unterschied zu staatlichen Pflegeeinrichtungen auf und beleuchten das alltägliche Leben in der Anstalt zur Zeit des Nationalsozialismus.",4 SAB 1136,0,34 S.,1933,1945,163,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Alexianer-Krankenhaus, Münster, St. Rochus-Hospital, Telgte, Stift Tilbeck, Havixbeck"," Berit B., Lina H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 797,Flucht ist kein Verbrechen,"Die drei Siebtklässlerinnen interessieren sich für das Thema „Flüchtlinge“ und befragen dazu u.a. die Großmutter der einen Teilnehmerin, die aus Afghanistan, aus der Stadt Qunduz, nach Deutschland geflüchtet ist. Auch die anderen Schülerinnen tragen „Geschichten“ mithilfe von Interviews zusammen, schreiben diese nieder bzw. erstellen daraus „fiktive“ Tagebucheinträge.",4 SAB 1099,0,17 S.,1901,2000,288,18,"Tagebuch, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Afghanistan , Qunduz "," Joana W., Negris N., Tina A.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 803,Flüchtlinge der Nachkriegszeit und ihre Neuanfänge in Münster,"Die Schülerin befragt für ihre Wettbewerbsarbeit ihren Großvater Horst Laserich zu seiner Flucht aus Schlesien und dem Neuanfang in Münster. Dabei versucht sie historisches Hintergrundwissen mit biografischen Erlebnissen des Großvaters zu verknüpfen. Sie befragt diesen u.a. zu dessen Fluchterlebnissen, aber auch zu den Auswirkungen auf seinen seelischen und gesundheitlichen Zustand, und transkribiert das Interview vollständig.",4 SAB 1200,1,21 S.,1945,1945,249,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Schlesien, Franziska Andrea Lieselotte D.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 804,Flüchtlinge des Zweiten Weltkriegs,"Diese Wettbewerbsarbeit von den Schülerinnen Franziska Roters und Alina Visang setzt sich aus zwei gleichberechtigten, sich thematisch aufeinander beziehenden Ausarbeitungen zusammen, die jeweils in Einzelarbeit von den Schülerinnen verfasst wurden: „Flüchtlinge aus Deutschland im Zweiten Weltkrieg“ und „Flucht und Vertreibung aus Schlesien“. Beide Schülerinnen führten Interviews durch, um die Situation der Flüchtlinge während des Zweiten Weltkriegs und darüber hinaus nachvollziehen zu können. Beide Ausarbeitungen enthalten Transkriptionen der Interviews.",4 SAB 1197,0,42 S.,1939,1955,249,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",," Alina V., Franziska R.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 806,Flüchtlinge und Heimatvertriebene – Außenseiter in Altenberge?,"Die Schülerin beschäftigt sich in ihrer Wettbewerbsarbeit mit der Aufnahme von Flüchtlingen Ende des Zweiten Weltkrieges in Altenberge. Die Arbeit ist gegliedert in die Themen „Zweiter Weltkrieg und die Auswirkungen auf die Menschen“, „Flüchtlinge und Heimatvertriebene“, „Flüchtlinge in Altenberge“ (Aufnahme, Unterbringung, Schule und Beruf, Religion). Ihre Rechercheergebnisse verknüpft sie gut mit Erfahrungsberichten von Betroffenen, welche die Schülerin dank zahlreicher Interviews erhält.",4 SAB 1104,1,33 S.,1945,1946,283,18,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Altenberge, Janine S.,Marienschule 807,Flüchtlinge und Vertriebene des Zweiten Weltkrieges im Vergleich mit heutigen Kriegsflüchtlingen,"Die Sechstklässlerin Greta Stens beschäftigt sich in ihrer kurzen Wettbewerbsarbeit mit der Frage, inwiefern sich die Situation von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg – konkretisiert durch das Beispiel ihrer eigenen Großmutter, die aus Schlesien vertrieben wurde – und heutiger Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, unterscheiden. Für ihre Recherche besuchte die Schülerin den Missio-Truck der Aktion „Schutzengel, für Familien in Not – weltweit“, der vor dem Pfarrzentrum St. Josef in Münster-Kinderhaus stand und führte zudem Interviews mit mehreren Personen, darunter auch Familienangehörige.",4 SAB 1195,1,12 S.,1901,2000,249,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Kinderhausviertel, Münster, Schlesien, St. Josefs-Kirche, Münster", Greta Franziska S.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 817,Frauen in der Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster,"In ihrer Wettbewerbsarbeit beschäftigt sich die Schülerin mit der langjährigen Geschichte der Universität Münster, die im Jahr 1588 ihren Anfang nahm. 1805 erfolgte der Umbau zu einer preußischen Landesuniversität. Eine erste Forderung bezüglich des Frauenstudiums wurde 1892 mit der Begründung, eine „höhere Ausbildung“ lasse sich auf anderem Wege besser erzielen, abgelehnt. Erst 1908 wurde das Frauenstudium erlaubt und zum Wintersemester 1908/09 immatrikulierten sich sechs Studentinnen. Auf die Zeit während des Nationalsozialismus wird Bezug genommen. Es folgt eine Auswertung von Fotografien aus dem Universitätsmilieu.",4 SAB 1089,1,27 S.,1892,2015,283,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",WWU Münster, Anike P.,Marienschule 818,Frauen in der Politik. Haben Frauen immer noch weniger Rechte als Männer?,"Die 13- und 14-jährigen Schülerinnen beschäftigen sich in ihrer schriftlichen Wettbewerbsarbeit mit der Frage, ob Frauen in der Politik benachteiligt wurden bzw. heute noch werden. Am Beispiel von Marion Tüns, der 1994 gewählten, ersten Bürgermeisterin Münsters, versuchen die zwei Teilnehmerinnen Informationen zu gewinnen und eine Antwort auf ihre Frage(n) zu geben.",4 SAB 1137,0,19 S.,1950,1970,278,18,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel",," Lia D., Lorina G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 828,Fremd im eigenen Land? Die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen. Die Integration in der BRD und DDR am Beispiel zweier Zeitzeuginnen,"Infolge des Zweiten Weltkrieges wurden in den Jahren 1944 bis 1947 mehr als 12 Millionen Menschen aus den ehemaligen Ostgebieten, der Tschechoslowakei und dem Sudetendeutschland vertrieben oder flohen. Dem Thema Flucht und Vertreibung nähern sich die zwei Schüler, indem sie zwei Zeitzeuginnen, Helene Gaukesbrink und Elfriede Hänsel, interviewen. Helene Gaukesbrink flüchtete 1945 im Alter von 22 mit ihrer Freundin. Mit Hilfe von Tagebuchaufzeichnungen rekonstruieren die Schüler ihren Fluchtweg. Elfriede Hänsel flüchtete ebenfalls 1945 mit ihren zwei Kindern. Die Arbeit enthält zahlreiche Fotografien aus den Familienarchiven und gute Analysen der Zeitzeug*inneninterviews.",4 SAB 1125,0,47 S.,1945,1945,315,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Aline S., Jonathan G.",Pascal-Gymnasium 829,Fremd in der eigenen Heimat:Die Oberschlesier,"Der Schüler geht in seiner Forschungsarbeit seiner eigenen Familiengeschichte nach, indem er u.a. seine Eltern interviewt, die beide in Oberschlesien geboren wurden und als „Deutsche“ in Polen aufwuchsen. 1985 zogen die Eltern von Alexander Leschik nach Deutschland, er fragt nach Beweggründen und zeigt in seiner Arbeit auf, dass alleine die Frage „Woher kommen Sie?“ seine Eltern bis heute als „anders“ markiert. Der Schüler transkribiert alle geführten Interviews und konsultiert zahlreiche Fachliteratur zum historischen Hintergrund.",4 SAB 1163,1,46 S.,1900,2015,302,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Oberschlesien, Polen", Alexander L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 841,Fürstin Amalie von Gallitzin. Eine Außenseiterin in der Geschichte?,"Die 13-jährige Schülerin forscht zu der 1748 geborenen Fürstin von Gallitzin, die auch unter dem Namen Adelheide Amalia von Gallitzin bekannt wurde. Sie war Tochter des preußischen Feldmarschalls Graf Samuel von Schmettau und der Fürstin Anna von Rüffer. Der Fokus der Arbeit liegt auf der Erziehung, die Amalia von Gallitzin ihren Kindern zukommen ließ, denn diese sollten nach den „Prinzipien von Rousseaus“ aufwachsen. Die Schülerin resümiert, dass die Fürstin aufgrund ihres Titels zwar in der Gesellschaft akzeptiert wurde, jedoch für damalige Zeit für eine Frau außergewöhnlich hoch gebildet war und dadurch Aufsehen erregte.",4 SAB 1143,1,31 S.,1701,1800,60,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Luisa L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 844,Gastarbeiter,"Die Schülerin interessiert sich für die Frage, inwiefern Gastarbeiter als „anders“ wahrgenommen wurden. Da ein Teil ihrer Familie auch Gastarbeiter waren, beschreibt sie am Fallbeispiel ihrer eigenen Familie, wie Deutschland mit Gastarbeitern umging und diese in die Gesellschaft zu integrieren versuchte. Das (transkribierte) Interview mit ihrer Großmutter vergleicht die Schülerin mit anderen von ihr geführten Interviews. ",4 SAB 1165,1,19 S.,1950,1970,302,18,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Nicole E.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 853,Gemeinsam anders. Koedukation am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium,"Die Schülerin beschäftigt sich in ihrem schriftlichen Beitrag mit dem Thema der Koedukation an ihrer eigenen Schule, dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. 1976 durften erstmals Jungen am ersten Mädchengymnasium Münsters den Unterricht besuchen – Inwiefern wurde diese als „anders“ wahrgenommen? In der Arbeit umreißt die Verfasserin die Geschichte der 1852 als evangelische Töchterschule gegründeten Schule bis ins Jahr 2015. In Interviews mit Lehrern und der Schulleiterin erfährt sie mehr über den ersten Schüler an der Schule, sie wertet eine alte Schulordnung aus, erstellt Statistiken zu Schülerzahlen und zieht einen Vergleich zur heutigen Situation an der Schule.",4 SAB 1218,1,34 S.,1852,2015,209,18,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Münster", Liane K.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 859,Germanen in den Augen der Römer,"Um 113 vor Christus kam es zu den ersten Konflikten zwischen den Germanen und den Römern, in dieser Zeit fanden sie zum ersten Mal urkundliche Erwähnung. Die Schlacht um Noreia war ihr erstes richtiges Aufeinandertreffen, in dieser Schlacht kämpften die Kimbern, Teutonen und Ambronen gegen das römische Reich und siegten. Nach diesen schmachvollen Niederlagen schlugen die Römer in den Jahren 102/101 v. Chr. zurück und besiegten beide germanischen Stämme. Die 14-jährige Schülerin vergleicht in ihrer Wettbewerbsarbeit Germanen und Römer miteinander, u.a. anhand folgender Aspekte: Herkunft und Siedlungsgebiet, Lebensumstände, Religion, Bestattungen, Arbeit, Schrift und Sprache.",4 SAB 1130,1,43 S.,-113,-101,278,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Rabea L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 890,Hausbesetzungen in Münster – die etwas andere Art des Protestes?!,"Die Schülerin definiert in ihrer Arbeit zunächst den Begriff der „Hausbesetzung“ und erläutert anschließend, warum es gerade in den 1970er Jahren immer häufiger zu solchen Besetzungen in Münster kam. Die Bewegung wurde hauptsächlich von Studenten getragen, die sich leer stehende Gebäude zu eigen machten und mietfrei darin wohnten. Die bekanntesten Beispiele in Münster (z.B. Grevenerstraße 31, Frauenstraße 24) werden von der Schülerin benannt. Am Fallbeispiel Breul 28-32 und Tibusstraße 30 a, b, c zeigt sie des Weiteren auf, warum es sich hier nicht um eine gewöhnliche Hausbesetzung handelte, denn der Skandal um den Abriss der entsprechenden Häuser wurde ein politischer. Der Zeitzeuge Bernd Drücke bestätigt im Interview diese These der Schülerin.",4 SAB 1116,1,22 S.,1970,1990,27,18,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Frauenstraße 24, Karla R.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 893,Heimatvertriebene nach Münster in der Nachkriegszeit (1945-1949),"Der Siebtklässler wurde durch einen Pfarrer aus seiner Kirchengemeinde (ein Nachkriegsflüchtling aus Schlesien), dazu ermutigt, seinen Beitrag über das Thema „Flüchtlinge in der Nachkriegszeit“ zu verfassen. Der Pfarrer, Herr Jung, war neun Jahre als er 1945 mit seinen acht Brüdern vertrieben wurde. In einer Tabelle hält der Schüler Fragen an seine Zeitzeugen und deren Antworten fest und wertet sie anschließend aus.",4 SAB 1203,1,21 S.,1945,1949,1,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Schlesien, Niklas S.,Gymnasium Paulinum 894,Heimerziehung in der Nachkriegszeit. Aussage gegen Aussage?,Die zwei Schülerinnen wurden durch den Film „Und alle haben geschwiegen“ auf das Thema „Heimerziehung“ aufmerksam. Eine Bekannte der einen Verfasserin war selbst während des Zweiten Weltkriegs in einem Kinderheim und wurde später dann adoptiert. Die zwei Schülerinnen recherchieren Einzelfallakten von ehemaligen Heimkindern des „Haus Sonnenwinkel“ in Tecklenburg und führen Interviews mit Zeitzeugen.,4 SAB 1220,0,49 S.,1922,2015,193,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Tecklenburg," Emma S., Nele S.",Gymnasium Wolbeck 916,Hexen und Henker in Münster – zwei ungleiche Randgruppen,"Die Schülerin beschäftigt sich in einer schriftlichen Arbeit u.a. mit ihrer Namensvetterin Greta Bünichmann, einer Münsteranerin, der 1635 der Hexenprozess gemacht wurde. Als letzte „Hexe“ in Münster wurde Anna Holthaus 1643/44 angeklagt und zum Tod verurteilt. Die Schülerin recherchiert zu Motiven und Arten der Hexenverfolgung, zu Foltermethoden, -geräten sowie den Hexenproben und beleuchtet anschließend an den Fallbeispielen Bünichmann und Holthaus deren Leben und Tod. In ihrem Fazit kommt die Schülerin zu der Erkenntnis, dass „Hexen“ eine deutlich schlechtere gesellschaftliche Stellung inne hatten als Henker.",4 SAB 1113,1,26 S.,1601,1700,302,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Greta B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 918,Hexenprozess gegen Herman zum Grotenholte in Ottmarsbocholt,"Die Schülerinnen, die selbst in Ottmarsbocholt wohnen, beschäftigen sich am Beispiel des Hexenprozesses um den Küster Herman zum Grotenholte mit dem Thema Hexen in ihrem Ort. Dazu übersetzen sie plattdeutsche Texte, die sie in ihren Geschichtsbüchern finden, ins Hochdeutsche und schreiben – aufbauend auf ihre Rechercheergebnisse – ein Theaterstück, das den Hexenprozess behandelt.",4 SAB 1168,0,16 S.,1630,1630,171,18,"Textbeitrag, Theaterstück","Fachliteratur, Internetquellen",Ottmarsbochholt," Inka K., Jule R., Marie W.",Marienschule 919,Hexenverfolgung,"Die zwei Schülerinnen wurden durch einen Archivbesuch, bei dem sie von dem Schicksal der Greta Bünichmann erfuhren, auf das Thema aufmerksam. In ihrer sehr knappen Arbeit, für welche die Schülerinnen v.a. im Internet recherchieren, definieren sie den Begriff „Hexe“ und erläutern am Beispiel der Münsteranerin Greta Bünichmann Formen der Hexenverfolgung.",4 SAB 1083,0,12 S.,1601,1700,336,18,Textbeitrag,Internetquellen,," Johanna B., Roshaliya G.",Marienschule 920,Hexenverfolgung – Greta Bünichmann (Die letzte Hexe in Münster),"Der Beitrag beschäftigt sich in knapper Form mit dem Schicksal Greta Bünichmanns, die 1635 in Münster der Hexerei bezichtigt und hingerichtet wurde, sowie mit der Hexenverfolgung allgemein. Die Schülerinnen beschreiben Foltermethoden, den Ablauf des Verhörs nach der Verhaftung und angebliche Erkennungsmerkmale einer Hexe.",4 SAB 1070,0,12 S.,1932,2014,336,18,Textbeitrag,Internetquellen,," Antonia Q., Sarah D.",Marienschule 921,Hexenverfolgung in Münster. Auszüge aus dem Tagebuch (k)einer Hexe,"Die zwei Schüler interessieren sich sehr für die Hexenverfolgung in Münster, denn insgesamt wurden hier 40 Menschen hingerichtet. „Wer war dafür verantwortlich? Die Kirche bzw. der Bischof?“ fragen sich die Schüler. In spannenden fiktiven Tagebuchauszügen beschreiben die zwei Achtklässler das Leben einer fiktiven Hauptfigur, die zwischen 1614 bis 1616 im Kerker saß, also zur selben Zeit wie Evert Heggemann, ein Münsteraner Hexer, der jedoch freigelassen wurde. Im zweiten Teil der Arbeit verknüpfen die Schüler die Ergebnisse ihrer ausführlichen Recherche im Stadtarchiv Münster und beweisen, dass sich ihr fiktives Tagebuch am historischen Hintergrund orientiert.",4 SAB 1204,0,30 S.,1601,1700,16,18,"Tagebuch, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Christian G., Niklas W.",Gymnasium Paulinum 927,Hitlerjugend – ja oder nein?! Eine Familie im Nationalsozialismus,"Die zwei Achtklässlerinnen recherchieren in ihrer Arbeit zur Zeit des Nationalsozialismus und zeigen konkret auf, welche Konsequenzen das Eintreten, aber auch das nicht Eintreten in die Hitlerjugend für junge Menschen haben konnte. Am Beispiel der Großtante der einen Teilnehmerin, die als zehnjähriges Mädchen gerne in die Hitlerjugend bzw. den Bund deutscher Mädel (BDM) eintreten wollte, jedoch aufgrund der „judenfreundlich“ gesinnten Familie nicht durfte, reflektieren die Teilnehmerinnen den Begriff „Außenseiter“ im NS-Regime. Für ihre Recherche beschäftigen sich die Schülerinnen auch mit dem Roman „Vaters Befehl oder ein deutsches Mädel“ und vergleichen die Vergangenheit mit der Gegenwart.",4 SAB 1179,0,38 S.,1933,1945,269,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",," Anna K., Lea L.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 938,"Homosexualität und AIDS – Zwei Gründe, um jemanden als anders zu betrachten?","Der Schüler stellt in seiner Wettbewerbsarbeit dar, wie mit Homosexuellen während des Nationalsozialismus und später in der BRD umgegangen wurde. Auch zu den Themen AIDS/HIV forscht er und bemerkt, dass auch aufgrund der Angst vor Ansteckung, viele Menschen homosexuellen Menschen gegenüber voreingenommen waren. Seit 1986 gibt es die Anlaufstelle AidsHilfe Münster, die sich um Betroffene kümmert. Im Interview mit dem Psychologen und Psychotherapeut Ulrich Besting erfährt der Schüler vieles über die Arbeit der AidsHilfe selbst. Eine Transkription des Interviews ist vorhanden",4 SAB 1122,1,16 S.,1933,2015,27,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Renée D.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 948,"Jean, der französische Bäcker, oder wie mein Urgroßvater einen Kriegsgefangenen versteckte","Inspiriert durch Familiengeschichten, die der Großvater des Schülers über seine Kindheit im Zweiten Weltkrieg erzählte, berichtet der Schüler in seiner Arbeit über drei Personen, die jeweils unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema „Kriegsgefangenschaft“ haben. Der Schüler beschreibt die Situation des französische Kriegsgefangenen Jean, des Urgroßvaters sowie des Großvaters Winfried im Alter von 11 Jahren, indem er eine Geschichte schreibt, die sich an überlieferten Geschichten orientiert (So könnte es gewesen sein...).",4 SAB 1206,1,25 S.,1939,1945,36,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Lennard S.,Gymnasium Paulinum 950,"Jenny von Laßberg (geb. Droste-Hülshoff). Eine Frau, die den Konventionen ihrer Zeit voraus war","In ihrer kurzen Wettbewerbsarbeit geht die Schülerin der Frage nach, ob Jenny von Laßberg (1795-1859), ältere Schwester von Annette-von-Droste-Hülshoff, eine Außenseiterin gewesen sein könnte. In ihrer Arbeit zeigt sie z.B. auf, dass Jenny von Droste-Hülshoff (eigentlich Maria Anna) erst sehr spät, mit 39 Jahren, heiratete und erst mit 41 Jahren ihre ersten Kinder gebar. Sie war sehr gebildet, reiste viel und – wie sich anhand von Aufzeichnungen erkennen lässt – war in Briefkontakt mit Wilhelm Grimm. Sie fühlte sich als Außenseiterin, weil sie ihrer Zeit weit voraus war, so das Resümee der Verfasserin.",4 SAB 1154,1,24 S.,1795,1859,60,18,Textbeitrag,Internetquellen,, Charlotte R.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 959,Josephine Hummelt – eine selbstständige Frau in den 50ern,"Die zwei Schülerinnen gehen in ihrer Wettbewerbsarbeit dem Leben der Urgroßmutter von Hannah Klein, Josephine Hummelt, nach, die in den 1950er Jahren einen erfolgreichen Schreibwarenladen in Ostbevern eröffnete und dafür sehr wertgeschätzt wurde. Die Ergebnisse ihrer Recherche, die sie aus einem Interview mit der Großmutter der Schülerin, Ingeborg Klein, gewinnen, setzen die zwei Teilnehmerin in Form eines Tagebuchs um. In diesem werden beispielsweise folgende Themen angesprochen: Mietvertrag unterschreiben, Ladeneröffnung, Umbau des Ladens, Umzug oder auch Alltag.",4 SAB 1103,0,24 S.,1950,1959,260,18,"Tagebuch, Textbeitrag","Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Ostbevern," Dorothee W., Hannah K.",Marienschule 960,Juden im Alltag des Nationalsozialismus,"In ihrer ca. vierseitigen Arbeit beschäftigt sich die Siebtklässlerin mit einem Thema, das sie bereits längere Zeit beschäftigt: Alltag von Juden im Nationalsozialismus. In sehr kurzen Texten behandelt sie z.B. den Judenstern, der 1939 Pflicht wurde, die NSDAP und die Folgen des Krieges. Für ihre Recherche verwendete die Teilnehmerin ausschließlich Internetquellen.",4 SAB 1169,1,9 S.,1933,1945,336,18,Textbeitrag,Internetquellen,, Maria K.,Marienschule 962,Juden in Münster,"Die drei Schülerinnen befassen sich in ihrer kooperativen schriftlichen Arbeit mit dem Thema „Juden als Außenseiter“. Dazu vergleichen sie u.a. die Religionen Judentum und Christentum, indem sie die Münsteraner Kirchen und Synagogen besuchen und mit einem Rabbiner sprechen. Auch jüdische und christliche Feiertage, Speiseregeln, Begräbniskulturen werden verglichen; so geben die Siebtklässlerinnen einen sehr ausführlichen Überblick über den Umgang mit Juden seit dem 17. Jahrhundert bis heute.",4 SAB 1134,0,48 S.,1810,2015,288,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen","Synagoge, Münster"," Fiona B., Nele K., Magalie M.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 994,Kinder und Jugendliche in der Kriegszeit,"Die Schülerinnen wollen in ihrem Beitrag der Frage nachgehen, wie Kinder den Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Sie interviewten die Großmutter einer der Verfasserinnen, die sich jedoch nicht an die Kriegszeit erinnern kann. Sie gehen kurz auf die Gefahr durch Fliegerangriffe und die damit verbundene Angst ein, die die Kinder erlebt haben mussten.",4 SAB 1171,0,12 S.,1939,1945,336,18,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,," Anna F., Luisa B.",Marienschule 998,Kinderhaus – Vom Leprahospital zum Stadtteil. Das Lepramuseum Münster-Kinderhaus,"In Form einer Sammelmappe zum Thema „Lepramuseum Münster-Kinderhaus“ präsentieren die zwei Schülerinnen ihre Rechercheergebnisse. Sie kombinieren selbst verfasste Texte zur Geschichte der Krankheit und des Museums mit Abbildungen und Fotos, Flyern des Museums, Kopien aus der Sekundärliteratur und Definitionen aus Wikipedia. Das insgesamt 54-seitige Portfolio könnte als eine Art „Recherchemappe“ interpretiert werden, aus der sich der Leser seine Informationen selbst herausfiltern muss.",4 SAB 1211,0,54 S.,1701,1800,240,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen","Kinderhausviertel, Münster, Lepramuseum Münster-Kinderhaus"," Cecile K., Kira N.",Gymnasium St. Mauritz 1000,Kinderlandverschickung,"In ihrer Wettbewerbsarbeit beschäftigt sich die Schülerin mit der Kinderlandverschickung während des Zweiten Weltkrieges, vor allem mit der „erweiterten Kinderlandverschickung“, bei der im August 1943 700 Schülerinnen des Münsteraner Mädchen-Gymnasiums vor dem Bombenkrieg in Sicherheit gebracht werden sollten. „Die Edelweißerinnen“ sind eine Gruppe damals verschickter Kinder, die überlebt haben und sich bis heute jährlich treffen. In kurzen Kapiteln informiert die Schülerin über den Alltag in den Lagern (Organisation, Tagesablauf etc.) und geht auf Widerstandsbewegungen von Seiten der Eltern oder der Kirche ein. Als Recherchegrundlage verwendet sie hauptsächlich Internetquellen.",4 SAB 1086,1,40 S.,1940,1945,336,18,Textbeitrag,Internetquellen,, Vanessa L.,Marienschule 1008,Klassenkampf. Kommunistische Schülergruppe stellt das „rote Schlaun“ auf den Kopf. Drehbuch zum Dokumentarfilm,"Die 13 Schülerinnen und Schüler erstellten jahrgangsübergreifend einen Film, der von den Schülerprotesten bzw. -demonstrationen in den 1970er Jahren an ihrer Schule, dem Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium, handelt. In den frühen Siebzigern gründete sich hier eine Gruppierung namens SK/ML (Schülerkollektiv Marxisten-Leninisten), die u.a. mit Flugblättern und Artikeln in der Schülerzeitung für Aufsehen sorgte. Diese Gruppe lehnte das damalige Schulsystem als „zu autoritär und als verlängerter Arm des Kapitalismus“ klar ab. Ein Großteil des Films machen Zeitzeug*inneninterviews aus, mithilfe derer ein multiperspektivischer Blick auf den damaligen Schulalltag gegeben wird.",4 SAB 1099,0,31 S.,1965,1980,248,18,"Filmbeitrag, Textbeitrag","Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium, Münster"," Julian B., Lara B., Laura B.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1016,Krank und Ausgestoßen. Wie gingen und gehen die Menschen mit Massenerkrankungen um? Lepra und Aids,"In ihrem Beitrag möchte die Schülerin der Frage nachgehen, wie sich der Umgang mit Massenerkrankungen verändert hat und nimmt insbesondere Lepra und Aids in den Fokus. Nach einer Beschreibung der Krankheitsbilder geht sie kurz auf die historische Entwicklung der beiden Erkrankungen ein. Menschen, die im Mittelalter an Lepra erkrankten, wurden aus den Städten vertrieben und in Leprosorien untergebracht. Sie wurden zu Außenseitern, da man große Angst vor einer Verbreitung der Krankheit hatte. Im Stadtteil Münster-Kinderhaus befand sich ein solches Leprosorium, welches heute als Museum dient. Auch HIV-Erkrankte werden laut der Verfasserin heute noch häufig ausgestoßen, allerdings gibt es viele Organisationen, die sich für die Erkrankten einsetzen und ihnen helfen.",4 SAB 1182,1,28 S.,1500,2015,278,18,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Kinderhausviertel, Münster, Lepramuseum Münster-Kinderhaus", Lena D.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1022,Kriegsdienstverweigerer,"Die vier Siebtklässler forschen zum Thema „Kriegsdienstverweigerung“ und stellen sehr bald fest, dass es heute um einiges leichter ist, den Kriegsdienst zu verweigern, als es „früher“ der Fall war. Mithilfe eines Interviews mit dem Zeitzeugen Dr. C. Wiezorek und Dr. Kuhmann, gehen die Schüler der Frage nach, wann und wie man zu welcher Zeit den Kriegsdienst verweigern konnte, z. B. im Ersten Weltkrieg. Waren Kriegsdienstverweigerer grundsätzlich Außenseiter? Eine kurze Auswertung der geführten Interviews soll Aufschluss geben.",4 SAB 1189,0,26 S.,1901,2000,202,18,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Giao Bao M., Malte S., Simon K.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1023,Kriegsgefangene im „Haus Spital“,"Vier Schülerinnen beschäftigen sich in ihrer 13-seitigen Arbeit mit dem „Haus Spital“, einem ehemaligen Kriegsgefangenenlager in Münster. Ihr Hauptinteresse gilt der Forschungsfrage, warum die Kriegsgefangenen im „Haus Spital“ zu Außenseitern wurden. In der Zeit von 1914 bis 1918 lebten bis zu 90.000 Kriegsgefangene aus Frankreich, Italien, Belgien, Portugal und Sibirien in insgesamt drei Lagern. Die Schülerinnen kommen zu der Erkenntnis, dass Kriegsgefangene häufig aufgrund ihrer Fremdartigkeit auch als Außenseiter wahrgenommen wurden und ziehen den aktuellen Vergleich, dass dies teilweise auch heute noch so vorkomme.",4 SAB 1088,0,13 S.,1914,1918,336,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen","Kriegsgräberstätte Haus Spital, Münster"," Amelie F., Rosa H., Sophia K.",Marienschule 1025,Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg,"Die Schülerin geht der Forschungsfrage nach, inwiefern man Kriegsgefangene während des Nationalsozialismus als „anders“ wahrnahm, wie man mit den Gefangenen in den Lagern umging, sie unterbrachte und ernährte sowie welche Arbeit sie verrichten mussten und unter welchen Arbeitsbedingungen. Sie kommt schließlich zu ihrem Fazit, dass Kriegsgefangene sehr schlechte Lebensbedingungen hinnehmen mussten und eher geringe Überlebenschancen hatten.",4 SAB 1118,1,20 S.,1939,1945,302,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Nele G.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1026,Kriegsgefangene in einer Welt von Feinden. Wie wurden die Kriegsgefangenen im Ersten Weltkrieg in Münster und im Münsterland gesehen und behandelt?,"Der Schüler forscht zu der Frage wie Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg in Münster und im Münsterland gesehen und behandelt wurden – „Außenseiter in einer Welt von Feinden?“ fragt er in seiner abschließenden Bewertung aus zeitgenössischer und heutiger Sicht. Vor allem Kirchenseelsorger hätten den Kriegsgefangenen geholfen, ein Großteil der Bevölkerung habe die Kriegsgefangenen aber aufgrund ihres Aussehens und ihrer Herkunft gemieden. Hier lassen  sich, so der Schüler, Vergleiche zur aktuellen Flüchtlingssituation ziehen; Heutige Gegner hätten häufig ähnliche Argumente, wie sie bereits 1918 vorgebracht worden seien. Der Schüler recherchierte im Landes- und Bistumsarchiv.",4 SAB 1183,1,38 S.,1914,1918,278,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Poul K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1040,"Landois – Querdenker, Wissenschaftler und Außenseiter? Hermann Landois (1835-1905) – Münsters Paradiesvogel und Gründer des Zoologischen Gartens zu Münster","Um Informationen zum „Querdenker“ Hermann Landois zu erhalten, beziehen sich die zwei Schüler vor allem auf das Buch zu der Ausstellung im Stadtmuseum Münster („Professor Landois – Mit Witz und Wissenschaft“) und auf das Buch „Von Landois zum Allwetterzoo – 125 Jahre Zoo in Münster“. Sie führen des Weiteren ein Interview mit dem Archivar des Zoos und recherchierten im Archiv. Die Schüler arbeiten heraus, welche Konflikte z.B. durch die Gründung des Naturkundemuseums am Zoo einhergingen und warum Landois als „Pradiesvogel“ anzusehen ist.",4 SAB 1145,0,41 S.,1835,1905,60,18,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel","Zoo, Münster"," Frédéric von P., Jule R.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1044,Leben als jugoslawischer Flüchtling in Deutschland,"Die Sechstklässlerin widmet sich in ihrer Wettbewerbsarbeit dem Lebenslauf ihrer eigenen Mutter, die 1992 aus Bosnien-Herzegowina nach Deutschland floh und sich dort auch teilweise als Außenseiterin fühlte, weil sie lange auf ihre Aufenthaltsgenehmigung warten musste. In Interviews mit Familienangehörigen forscht die Schülerin zum historischen Hintergrund und rekonstruiert „Anitas Geschichte“ in Form einer Erzählung, die sie mit Familienfotos bebildert.",4 SAB 1126,1,15 S.,1990,2015,56,18,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Bosnien-Herzegowina, Jugoslawien", Lara S.,Marienschule 1055,Lepra – Das AIDS der Frühneuzeit? Ausgrenzung von unheilbar Kranken am Beispiel des Leprosenhauses in Kinderhaus,"Saskia Kretzschmar befasst sich in ihrem Beitrag mit der Krankheit Lepra und dem Umgang mit „Aussätzigen“ in Münster und vergleicht diese mit den Krankheiten Ebola und AIDS. Ihr reflektiertes und differenziertes Fazit verdeutlicht, dass aufgrund der Ansteckungsgefahr die Kranken von der Außenwelt abgeschirmt werden mussten und schon deshalb zu »Außenseitern« wurden. Den Vergleich zu aktuellen Infektionskrankheiten nutzt die Schülerin, um die Ausgrenzung der Leprosen noch besser verständlich zu machen. Hervorzuheben ist auch die Definition des Begriffs „Außenseiter“ auf Basis ihrer Ausführungen. Sie stellt heraus, dass Ausgrenzung von einer sehr großen psychischen Komponente geprägt ist.",4 SAB 1127,1,36 S.,1801,1900,70,18,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel","Kinderhausviertel, Münster, Lepramuseum Münster-Kinderhaus", Saskia K.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1085,Max von Hausen. Ein außergewöhnlicher Architekt,"Die Schülerin beschäftigt sich mit dem Künstler Max von Hausen (1919-1995), einem Architekten aus Münster, der als „Querdenker“ bezeichnet werden kann. Er war Schüler von Egon Eiermann und widmete sich Jahre dem Aspekt der „Einsamkeit“. Die Schülerin kreiert ein siebenseitiges Bilderbuch, das sie mit eigenen Bildern und Texten gestaltet, die u.a. das Münsteraner Stadttheater zeigen, welches Max von Hausen erbauen ließ.",4 SAB 1166,1,7 S.,1919,1995,283,18,"Bilderbuch, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen",, Magdalena S.,Marienschule 1097,Menschen mit Behinderungen,"Die vier Siebtklässler interessieren sich primär dafür, ob Menschen mit Behinderung in der Vergangenheit diskriminiert wurden. In einer knappen Power-Point-Präsentation stellen sie ihre Befunde dar, indem sie in einem Informationskonglomerat unterschiedliche Rechercheergebnisse aneinanderreihen: z.B. Studieren an der WWU Münster mit Behinderung, Behinderung im Nationalsozialismus oder auch Ergebnisse aus einem Interview mit einer Familienangehörigen mit Beeinträchtigung. ",4 SAB 1082,0,18 S.,1933,2015,239,18,"Power-Point-Präsentation, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Clara S., Manika G., Miriam H.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1102,Migration von Peru nach Deutschland in den 1990er Jahren. Die Geschichte meines Vaters und weitere Integrationsaspekte,"Die Schülerin behandelt die Migrationsgeschichte ihres Vaters, der 1988 von Peru nach Europa floh. Gründe für seine Flucht waren der Grenzkrieg zwischen Peru und Ecuador sowie die schlechte wirtschaftliche Lage in seinem Heimatland. Als er schließlich über Spanien und Frankreich nach Deutschland kam, besuchte er einen Deutschkurs und arbeitete als Koch in einem Restaurant. Nach einiger Zeit konnte er ein eigenes Restaurant in Münster eröffnen. Die Verfasserin beschreibt die Integration ihres Vaters in Münster und stellt fest, dass sowohl auf Seiten der Einheimischen als auch der Migranten ein Integrationswille vorhanden sein muss, um in einem neuen Land glücklich zu werden. Ebenso wichtig seien die Faktoren Sprache und Arbeit. Der Beitrag basiert zum großen Teil auf Gesprächen mit dem Vater der Verfasserin sowie einem Experteninterview mit dem Leiter des Rechts- und Ausländeramtes der Stadt Münster. Die geführten Interviews sind im Anhang transkribiert vorhanden.",4 SAB 1219,1,40 S.,1980,2015,328,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Antonia B.,Friedensschule 1105,Mit 24 Jahren Nonne? Doch nicht mehr heutzutage!! Die Domklarissen Münster. Ein zweckfrei verschwendetes Leben für Gott.,"Klöster prägten die Geschichte der Stadt Münster. Das Leben im Kloster ist vielen Menschen heutzutage jedoch fremd. Dies stellten Judith Hillebrand und Camilla Karnau bei einer Befragung Münsteraner Passanten für ihren Beitrag fest. In den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen die beiden Achtklässlerinnen die Biografie Schwester Conradas, die den Domklarissen Münster angehört. Die Schülerinnen beleuchten ihre persönlichen Motive für den Eintritt in das Kloster. Hierfür interviewten sie Schwester Conrada und lernten eine völlig andere Lebensweise kennen. Die Entscheidung für das Leben im Kloster kontrastieren sie mit einem Rückblick auf mittelalterliche Lebensumstände. Judith Hillebrand und Camilla Karnau stellen fest, dass Nonnen und Mönche heute aufgrund einer ganz bewussten Entscheidung für eine andere Lebensweise zu Außenseitern werden.",4 SAB 1085,0,30 S.,1900,2015,326,18,Textbeitrag,"Audiodokumente, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel","Klarissenkloster, Münster"," Camilla K., Judith H.",Marienschule 1174,Obdachlosigkeit in Münster – Außenseiter in der Geschichte,"Die drei Sechstklässler beschäftigen sich mit Obdachlosen und wollen mithilfe von Interviews herausfinden, was für ein Leben diese „Außenseiter“ unserer Gesellschaft führen. Anhand eines lokalen Beispiels, dem Obdachlosen Werner Ott, der in Münster lange Zeit an ein und demselben Ort auf der Straße lebte, jedoch keine Hilfe annehmen wollte, recherchieren die Schüler Zeitungsartikel, forschen im Archiv und befragen Experten. Die Schüler werten ihre Interviews qualitativ aus und erfahren, dass jeder Obdachlose, so auch Werner Ott, ganz individuelle Gründe hat, auf der Straße zu leben. Begleitet wird die Arbeit von einem ausführlichen Arbeitsbericht und den Transkriptionen der Interviews.",4 SAB 1070,0,71 S.,1990,1999,299,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Jesse H., Julius D., Philip T.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1178,Ohne Heimat – Als schlesischer Flüchtling war mein Großvater ein Außenseiter?,"Zum Großteil basierend auf Zeitzeug*inneninterviews mit ihrem Großvater, zeichnet die Verfasserin dessen Leben nach. Geboren 1940 im schlesischen Lauban, musste er im Zuge des Zweiten Weltkriegs im Februar 1945 aus seiner Heimat vor den sowjetischen Truppen fliehen. Mit nur vier Jahren kam er gemeinsam mit seiner Mutter nach Deutschland und musste einen weiten Teil der Strecke zu Fuß zurücklegen. In Deutschland wurden sie zunächst in einem Lager unter schwierigen Bedingungen untergebracht: es gab kaum zu Essen und Kleidung, viele Menschen erkrankten und konnten medizinisch nur schlecht versorgt werden. Erst als die Familie nach Düsseldorf zog, besserte sich ihre Situation langsam.",4 SAB 1185,1,30 S.,1940,1960,278,18,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Lubań, Schlesien", Rebeccca F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1179,Ohne Integration bleibt der Fremde ein Außenseiter – Beschreibung des Außenseiterlebens der DP’s in Münster und Umgebung,"Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 befanden sich in ganz Deutschland große Gruppen von sogenannten Displaced Persons – also Personen, die sich an einem Ort befinden, an den sie nicht gehören. Darunter fielen beispielsweise Flüchtlinge, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, die aus verschiedenen Gründen nicht in ihre Heimat zurückgekehrt sind oder zurückkehren konnten. Die Verfasserin beschreibt den Umgang mit den Displaced Persons in Münster, die in Camps untergebracht wurden. Das Leben dort war nicht immer leicht, da es auf sehr engem Raum stattfand. Exemplarisch geht die Schülerin auf das Durchgangslager an der Grevener Straße ein und diskutiert die schwierige Integration der Displaced Persons, die – sofern sie überhaupt stattfand – ihrer Meinung nach nur über Arbeit funktionierte.",4 SAB 1181,1,16 S.,1945,1950,278,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Zeitungsartikel",Grevener Straße, Stephanie S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1181,Ökumenische Ehen (in den 60er Jahren) – Dürfen wir heiraten?,"Noch in den 1960er Jahren waren ökumenische Ehen mit weitreichenden Konsequenzen verbunden: so wurden Katholiken von der Kirche exkommuniziert und Protestanten in ihren konfessionellen Rechten eingeschränkt. Erst das Motu Proprio „Matrimona mixta“ von 1970, erlassen durch Johannes Paul II., machte es möglich, die damals noch als „Mischehen“ bezeichneten Partnerschaften sanieren zu lassen. Dazu mussten sowohl Mann als auch Frau einen vierseitigen Vertrag ausfüllen. Die Schülerinnen beschreiben insbesondere auf der Basis von Zeitzeug*inneninterviews, welche Konsequenzen Ehen mit jeweils einem katholischen und einem evangelischen Ehepartner in den 1960er Jahren hatten.",4 SAB 1173,0,16 S.,1960,1970,258,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Antonia S., Hannah R., Maria L.",Marienschule 1196,"Personen, die zu ihrer Zeit anders waren – Götz Alsmann","In ihrer sehr kurzen und biografischen Arbeit beschäftigt sich die Schülerin mit dem Münsteraner Götz Alsmann, der ihrer Meinung nach durch Anzug und Haartolle in den 1970er Jahren als „anders“ auffiel. Die Schülerin zeichnet zudem einen Comic, in dem Asterix und Obelix den Barden Götz Alsmann um Hilfe bitten.",4 SAB 1147,1,22 S.,1957,2015,80,18,"Comic, Textbeitrag",Internetquellen,, Elea N.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1222,Psychisch Erkrankte im Gast- und Irrenhaus Martini in Münster,"„Inwiefern waren psychisch Erkrankte anders bzw. Außenseiter?“ fragen sich die zwei Achtklässlerinnen und recherchieren zum Gast- und Irrenhaus Martini, einer der ältesten Einrichtungen der städtischen Kranken- und Armenpflege in Münster. Sie zeichnen die Geschichte des Hauses ab dem 14. Jahrhundert nach, legen ihren Schwerpunkt jedoch auf das 19. Jahrhundert. Anhand von Archivquellen rekonstruieren sie die Räumlichkeiten des Irrenhauses und stellen Mutmaßungen an zur Behandlung von Patienten.",4 SAB 1124,0,29 S.,1801,1900,278,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Clara M., Melisande S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1227,Räuberbanden und deren soziale Strukturen,"In seinem Beitrag geht der Schüler der Frage nach, was sich hinter dem Begriff „Räuberbande“ verbirgt, woher Räuber im 18. und 19. Jahrhundert kamen und welche Motivation sich hinter dem Zusammenschluss in Gruppen verbarg. Er stellt fest, dass die meisten Räuber aus ärmlichen Verhältnissen stammten und sich eher locker in Banden zusammenschlossen, insbesondere wenn besonders große Raubzüge anstanden. Innerhalb der lockeren Verbände herrschte jedoch eine recht straffe Hierarchie, mit einem Anführer an der Spitze. In vielen Fällen nutzten die Banden eine eigene Sprache, häufig das sogenannte Rotwelsch, eine aus vielen anderen Sprachen zusammengewürfelte Kommunikationsmöglichkeit. Abschließend behandelt der Verfasser auch die Strafverfolgung von Räuberbanden und ihre Taktiken, einer Verhaftung zu entgehen.",4 SAB 1198,1,20 S.,1701,1900,,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Sebastian G.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1237,Rollstuhlfahrer in den Bussen. Mit dem Rollstuhl unterwegs im Nahverkehr der Stadt Münster,"Die drei Schüler gehen der Frage nach, ob Rollstuhlfahrer in der Vergangenheit in Münsteraner Bussen als „Außenseiter“ betrachtet wurden und befragen dazu die Stadtwerke Münster. Bei ihrer Recherche erfahren sie, dass Busse nicht immer behindertengerecht gebaut wurden, früher waren Rollstuhlfahrer häufig stark auf die Hilfe anderer angewiesen, die sie in den Bus trugen und den Rollstuhl im Stauraum verluden. ",4 SAB 1217,0,15 S.,1965,2015,209,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Anton B., Jonah K., Sophia Z.",Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1243,Scharfrichter,"Auf der Grundlage einer Internetrecherche beschäftigen sich die Schüler mit dem Beruf des Scharfrichters. Dabei beziehen sie sich kurz auf ein lokalhistorische Beispiel, nämlich die Hinrichtung der drei Täuferanführer Jan van Leiden, Bernd Krechting und Bernd Knipperdolling. In einem kurzen Fazit stellen sie fest, dass es zu sog. „Scharfrichterdynastien“ kommen konnte und reflektieren kurz warum diese häufig zu Außenseiter der Gesellschaft wurden.",4 SAB 1193,0,3 S.,1501,1600,167,18,Textbeitrag,Internetquellen,," Benjamin W., Lukas F., Maximilian Otto K.",Geschwister-Scholl-Realschule 1244,Scharfrichter,"Am Beispiel des letzten Scharfrichters aus Münster, Johann Hermann Leissner, beschäftigen sich die zwei Schülerinnen mit dem „Beruf des Todes“ und gehen hauptsächlich der Frage nach, wie der Tagesablauf dieses Scharfrichters aussah und warum Mitglieder dieser Berufsgruppe häufig Außenseiter waren. Leissner (1762-1836) übernahm 1793 das Amt des Scharfrichters von seinem Vater, er wurde mit 34 Reichstalern für seine Dienste belohnt. In ihrer kurzen Wettbewerbsarbeit ziehen die Schülerinnen abschließend einen Vergleich zur Todesstrafe in den USA und reflektieren, ob die Vollstrecker heute auch Außenseiter sein könnten.",4 SAB 1110,0,10 S.,1701,1800,336,18,Textbeitrag,,," Lara V., Sina R.",Marienschule 1245,Schaustellerkinder und ihr Schulleben,"In seinem Beitrag behandelt der Schüler das Leben von Schaustellerkindern mit besonderem Fokus auf ihre Schulpflicht. Für seine Recherchen hat er insbesondere Interviews mit Schaustellerfamilien geführt. Er beschreibt, dass die Schaustellerfamilien von Stadt zu Stadt ziehen und den Schulbesuch der Kinder vor Ort selbst organisieren müssen. Daher gehen auch viele Kinder auf ein Internat. Der Verfasser geht auch auf innovative Konzepte ein, die den Schaustellerkindern das Schulleben erleichtern sollen. So gibt es beispielsweise in NRW ein „Schulmobil“, das zu Volksfesten fährt und zwar nicht Schulunterricht, aber Unterstützung bei den Hausaufgaben ermöglicht. ",4 SAB 1216,1,15 S.,1901,2000,,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Filme, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Max W.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1274,Sexuelle Neigung und der Wunsch nach politischer Selbstbestimmung als verurteilbares Verbrechen? Das Zusammenwirken von Legislative und Judikative im Nationalsozialismus anhand von zwei lokalen Fallbeispielen,"In ihrer Wettbewerbsarbeit befasst sich die Schülerin mit der Zeit des Nationalsozialismus in Münster. Vor allem interessiert sich die Verfasserin dafür, wie es den Nationalsozialisten juristisch gelang, Menschen, die ihrer Weltanschauung nicht zustimmten, vor Gerichte zu stellen und zu verurteilen. Konkret forscht die Schülerin zu dem Umgang mit Homosexuellen und politisch Verfolgten und stößt dabei auf die 1935 erlassenen Gesetze §175 und §175a, die in Deutschland bis 1969 galten und „Unzucht zwischen Männern“ verbot. Anhand von Fallbeispielen, z.B. Friedrich Heintze und Johann Baptist „Hermann“ Steinacker verknüpft die Schülerin Rechercheergebnisse mit Zeitzeugenaussagen.",4 SAB 1109,1,24 S.,1933,1945,302,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Julia H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1278,Sinti & Roma im Nationalsozialismus: „Anders sein“ als staatliche Anweisung – Auswirkungen der Ungerechtigkeit auf die Münsteraner Sinta Maria Reefke,"Anhand eines Fallbeispiels einer Frau aus ihrer Heimatstadt recherchiert die Schülerin zu der Behandlung von Sinti und Roma während des Nationalsozialismus. Maria Reefke, 1907 in Erfurt mit Namen Maria Unger geboren, war ein Findelkind und wuchs in Heimen auf. 1928 wurde sie ins Antoniusstift nach Münster verschickt, wo sie ihren Sohn Josef zur Welt brachte. 1937 zog sie nach Telgte, wo sie bis 1940 lebte und ein Mädchen zur Welt brachte. 1942 entriss man ihr die Kinder und deportierte sie nach Ausschwitz. Anhand eines recherchierten Briefes an das Amt für Wiedergutmachung, rekonstruiert die Schülerin das Leben der Sinta, die nicht nur sterilisiert wurde, sondern der man auch Schussverletzungen zufügte, um Antibiotika an ihr zu testen.",4 SAB 1117,1,30 S.,1907,1945,27,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Auschwitz / Auschwitz-Birkenau, Telgte", Lilly A.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1289,"Spinnenliebende Tierfreundinnen, militant-autonome Emanzen oder ins Abseits gedrängte Feministinnen? Die autonome Frauenforschungsstelle „Schwarze Witwe“ („D.I.W.A.“) im Spannungsfeld von idealisiertem Selbstbild und selbstzerstörerischem Realitätsverlust","Die Schülerin widmet sich in ihrer schriftlichen Arbeit einer Forschungsstelle namens D.I.W.A. (Dokumentation, Information, Wirkung, Austausch), die im Jahre 1986 in Münster ins Leben gerufen wurde. Für ihre Recherche interviewte die Schülerin mehrere Zeitzeugen und besuchte u.a. das Archiv der D.I.W.A., in dem sie Dokumente, Bilder und Zeitungsartikel auswertete. Ausgehend von der Forschungsfrage „Warum wichen die Frauen der ,Schwarzen Witwe’ von der Normalität, dem bürgerlichen Frauenbild ab und schufen sich eine Nische, in der sie sich ins Abseits manövrierten und zu Außenseiterinnen wurden?“ werden in der Arbeit diverse Interviews ausgewertet. Die Arbeit schließt ab mit einem sehr ausführlichen Arbeitsbericht.",4 SAB 1102,1,78 S.,1986,2015,299,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Helena A.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1306,Straßenmusikanten und Westfälische Originale,"In ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb „Anders sein in der Geschichte“ gehen die vier Schüler der Frage nach, wie sich die gesellschaftliche sowie rechtliche Stellung der Straßenmusikanten im Laufe der Zeit verändert hat. Waren Straßenmusikanten in der Vergangenheit Außenseiter bzw. sind sie es heute? Die Schüler gehen dabei u.a. auf die Stellung von Straßenmusikanten im Mittelalter am Beispiel des Minnesängers Walther von der Vogelweide ein und recherchieren das Leben von zwei „Münsterischen Herzbugen“, den beiden Volkssängern „Flör und Kösters“, die im 18. Jahrhundert in Münster lebten. Auch zu „Onkel Willi“, dem vermeintlich bekannteste Straßenmusikant Münsters, stellen die Schüler Nachforschungen an und ziehen Vergleiche zur heutigen Situation dieser Berufsgruppe. Als Grundlage für ihre Arbeit werten die Schüler Zeitungsartikel, Interviews und Filme aus, recherchieren im Stadtarchiv sowie in Fachliteratur und zitieren diverse Liedtexte.",4 SAB 1212,0,24 S.,500,2015,240,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Christian L., Moritz M., Moritz S.",Gymnasium St. Mauritz 1330,Türmer in Münster. Außenseiter an der Spitze?,"Ein Türmer beobachtet von einem Turm aus die Umgebung. Dieser Beruf ist heute vielen Menschen unbekannt, obwohl er in einigen Städten, wie beispielsweise in Münster, auch heute noch existiert. Carina Ebert untersucht in ihrer Arbeit die historische Entwicklung des Berufes des Türmers vom Mittelalter – dieser Beruf galt als unehrlich – bis hin zur Gegenwart. Sie stellt die These auf, dass der Türmer sowohl in der Vergangenheit als auch heute noch als Außenseiter betrachtet werden kann. Die Schülerin argumentiert auf einer breiten Materialbasis, die sich von verschiedenen Archivquellen über Zeitungsberichte bis hin zu Interviews erstreckt. So führte sie beispielsweise ein Interview mit der aktuellen Türmerin von Münster, um Informationen über den heutigen Beruf des Türmers zu erfahren. Die Siebtklässlerin deutet die gesammelten Materialien ausführlich und kritisch.",4 SAB 1142,1,53 S.,1550,2015,295,18,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Carina E.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1335,Umgang mit Menschen mit einer geistigen Behinderung im Nationalsozialismus,"„Weshalb galten Menschen mit einer geistigen Behinderung als anders?“ – Die Schülerin Alina Scheffer beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit der Zeit des Nationalsozialismus und zeigt anhand der Ermächtigungsgesetze und des „Sterilisationsgesetz“ auf, wie diese als Wegbereiter der NS-Ideologie anzusehen sind. Auch der Umgang der Kirche und der Öffentlichkeit mit der Euthanasie, v.a. am Beispiel Grafeneck beschäftigt sie. Mithilfe von zahlreicher Fachliteratur nähert sie sich einer anspruchsvollen Thematik.",4 SAB 1148,1,35 S.,1933,1945,295,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Schloss Grafeneck, Alina S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1338,"Uneheliche Kinder im 2. Weltkrieg – Bastard, Hurenkind, Bankert","Die Schülerin beschäftigt sich mit der Geschichte ihrer Großmutter, die 1939 als uneheliches Kind in Münster zur Welt kam. Ihr Vater, ein Soldat, erkannte zwar die Vaterschaft an, meldete sich danach jedoch nicht mehr und konnte auch nicht ausfindig gemacht werden. Die Urgroßmutter der Verfasserin wurde aufgrund ihrer Schwangerschaft zur Außenseiterin und auch ihr Kind wurde häufig beschimpft – beide hatten „Schande über die Familie gebracht“. Nach dem Krieg heiratete die Urgroßmutter, das Kind wurde adoptiert und damit endete ihr Außenseiterstatus.",4 SAB 1167,1,20 S.,1939,1945,171,18,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Carolin H.,Marienschule 1339,Ungehört in die Welt der Hörenden!?,"1822 entstand die erste Taubstummenschule Münsters. Doch wie entwickelte sich die Situation für Gehörlose in Münster, und wie gestaltete sich ihr »Anderssein« in den letzten 200 Jahren? Ausgehend von diesen Fragen, untersuchen Larissa Malleprée und Suzan Laiche in ihrer Arbeit die Geschichte der Gehörlosengemeinschaft in Münster. Die Achtklässlerinnen thematisieren Einschränkungen und Verfolgungen von Gehörlosen während des Nationalsozialismus und beschäftigen sich mit dem Umgang mit Gehörlosen seit 1949. Sie zeigen auf, dass aus der Gehörlosigkeit eine eigene Kultur mit eigener Sprache und eigenen Bräuchen hervorgegangen ist. Die Schülerinnen stützen ihre Forschungsergebnisse auf eine breite Materialbasis. So erhielten sie Fotoalben und Protokollbücher aus dem Gehörlosenzentrum Münster, recherchierten im Archiv und führten mehrere Interviews mit gehörlosen Zeitzeugen. Die Schülerinnen ordnen die Quellen in den jeweiligen historischen Kontext ein und stellen ihre Ergebnisse anschaulich dar.",4 SAB 1138,0,49 S.,1822,2015,278,18,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Larissa M., Suzan L.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1349,Ursprünglicher Punk aus verschiedenen Blickpunkten,"Die zwei Achtklässler umreißen in ihrer Wettbewerbsarbeit die Entstehungsgeschichte des Punk, einer in den 1960er Jahren rebellierenden und aggressiven Rock ’n’ Roll-Musikbewegung. Kernstück der Arbeit ist die Befragung von mehreren Personen aus unterschiedlichen Berufsgruppen (Polizei, Politik und Wissenschaft), die jeweils dazu befragt werden, welchen Kontakt sie mit Punks gemacht haben sowie eine größer angelegte Umfrage zu Punkmusik. Die Schüler kommen zu der Erkenntnis, dass sich die Punks absichtlich von der Gesellschaft abwenden und sie deshalb auch als „anders“ wahrgenommen werden.",4 SAB 1178,0,23 S.,1960,1980,269,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Niklas M., Philipp B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1350,Ursulas lange Reise. Das Tagebuch eines Republikflüchtlings,"Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Mauerfalls beschäftigen sich die zwei Schülerinnen mit der eigenen Familiengeschichte. Beim Nachforschen finden sie heraus, dass die Urgroßmutter von Franziska Singer im Jahr 1953 mit ihren vier Kindern aus Cottbus in der damaligen DDR in die BRD Deutschland floh. Ihre Forschungsergebnisse, welche die zwei Schülerinnen hauptsächlich aus Zeitzeugengesprächen und der Familienchronik gewinnen, verarbeiten sie zu fiktiven Tagebucheinträgen, um auch auf die „Gefühle der Personen“ eingehen zu können. In die schriftliche Arbeit integriert sind mehrere Familienfotografien der Familie Singer.",4 SAB 1092,0,31 S.,1953,1953,326,18,"Tagebuch, Textbeitrag","Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Cottbus, DDR"," Anna S., Franziska S.",Marienschule 1352,Vaterlandsverräter oder Widerstandskämpfer? Wehrmachtsdeserteure im Wandel der Öffentlichkeit,"Der Oberstufenschüler beschäftigt sich mit der öffentlichen Wahrnehmung von Wehrmachtsdeserteuren während des Zweiten Weltkriegs. Besonders interessiert ihn dabei die Frage, warum Deserteure noch bis ins 21. Jahrhundert um juristische Rehabilitierung ringen müssen; werden diese als „Vaterlandsverräter oder Widerstandskämpfer“ wahrgenommen? Auf der Grundlage einer ausgiebigen Quellenrecherche im Landesarchiv NRW, bei welcher der Schüler auf Akten der Justizvollzugsanstalt stieß, widmet er sich dem Fallbeispiel „Erwin Schluchtmann“ und zeigt daran konkret auf, wie seitens der Militärjustiz mit Deserteuren umgegangen wurde.",4 SAB 1223,1,43 S.,1939,1945,148,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Benjamin B.,Schillergymnasium 1382,Vom „schamele(n) Gesell(en)“ zum Werwolf. Der Fall Martin Blome als Beispiel für die Dämonisierung gesellschaftlicher Außenseiter in der Frühen Neuzeit,"Martin Blome wurde 1562 in Greven geboren. Er war in zweiter Ehe verheiratet und besaß einen Kolonialwarenladen auf der Rothenburg in Münster. 1605 wurde Blome wegen Ehebruchs und Mordes Christina Schamhenrich bezichtigt. Am 23. April beschloss der Rat Blome zu foltern („Peinliches Verhör“), woraufhin dieser alles, was man ihm vorwarf (Pakt mit dem Teufel), gestand. Man bezichtigte ihn auch der Wölferei (aufgrund seiner blassen Gesichtsfarbe) und weiterer Morde, die er trotz Folter jedoch nie zugab. Vor dem Aegidiitor wurde Blome trotzdem auf grausamste Weise hingerichtet: er wurde auf ein Rad gespannt und ihm wurden Arme und Beine abgeschlagen.",4 SAB 1146,1,27 S.,1501,1600,60,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen","Rothenburg, Münster", Femke M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1384,Vom Aufsteiger zum Querulanten und Außenseiter. Versuche der Ausgrenzung in einem politischen Machtkampf am Beispiel der Auseinandersetzung zwischen Bernhard von Mallinckrodt (1591-1664) und Christoph Bernhard Galen (1606-1678),"Der Schüler beschäftigt sich mit der Person Bernhard von Mallinckrodt und versucht in seiner schriftlichen Arbeit dessen Aufstieg ins „Zentrum der Macht“ zu beschreiben. 1625 wurde Mallinckrodt zunächst zum Domherren ernannt und später zum Domdechant gewählt, was ihm Macht und Selbstbestimmtheit einbrachte, da der Bischof zu dieser Zeit außerhalb von Münster residierte. Der Schüler beschreibt mithilfe von Fachliteratur und Quellen aus dem Landesarchiv NRW den Konflikt zwischen Mallinckrodt und von Galen um die Bischofswahl.",4 SAB 1158,1,26 S.,1601,1700,60,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Philipp B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1385,Vom Außenseiter zum Beamten im höheren Staatsdienst der Weimarer Republik. Der Oberpräsident der Provinz Westfalen Johannes Gronowski,"Die Studentin untersucht in ihrem Beitrag die Frage, warum der Arbeitersekretär Johannes Gronowski 1922 zum Oberpräsident der Provinz Westfalen gewählt wurde. Das Amt des Oberpräsidenten im preußischen Verwaltungsapparat entstand im Zuge der Reformen im Jahr 1808 und stellte eine selbständige Instanz zwischen den Bezirksregierungen und dem Staatsministerium dar. Da die Oberpräsidenten zur Verwaltungselite gehörten, stammten diese in der Regel aus dem Adel oder dem Bildungsbürgertum. Gronowski, der 1874 geboren wurde, kann dem Arbeiterstand zugeordnet werden und stellte somit einen Außenseiter in seinem Amt dar. Seine soziale Herkunft stieß bei vielen Personen auf große Ablehnung und führte zu erheblichen Differenzen.",4 SAB 1188,1,22 S.,1922,1933,278,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",, Nicole E.,Westfälische Wilhelms-Universität Münster 1386,Vom Aussteiger zum Einsteiger – wie man bewusst anders sein kann ohne Außenseiter zu sein! Idealistische Biobauern im Münsterland,"Die vier Schülerinnen setzen sich in ihrem Wettbewerbsbeitrag mit Biobauern im Münsterland auseinander, indem sie u.a. der Frage nachgehen, ob Biobauern in den 1990er Jahren als „verrückte Aussteiger“, die idealistische Ziele verfolgten, ausgegrenzt wurden. Auf der Basis einer selbst durchgeführten Umfrage unter Wochenmarktbesuchern sowie zahlreichen Experten- bzw. Zeitzeugengesprächen, z.B. mit regionalen Biobauern oder der Mitbegründerin der Biokiste Ökullus in Münster, kommen die Forscherinnen zu dem Ergebnis, dass sich keiner der von ihnen Befragten als Außenseiter gefühlt hat. Im Anhang der Arbeit finden sich Transkriptionen der Zeitzeug*inneninterviews.",4 SAB 1071,0,73 S.,1990,2015,299,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Hannah H., Pina G., Sophia L.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1400,Vom Rand in die Mitte der Gesellschaft. Die Friedensbewegung in Münster in den 80er Jahren am Beispiel der Aktionswoche vom 15.10.-22.10.1983,"Auf der Basis ihrer Recherchen hat der Geschichtskurs des Geschwister-Scholl-Gymnasiums einen Radiobeitrag zur Geschichte der Friedensbewegung in Münster erstellt. Ihre Recherche und die verwandten Materialien dokumentieren sie in einem ausführlichen 63-seitigen Portfolio, das Zeitungsartikel, Bilder, Archivalien und transkribierte Interviews enthält. Sie haben zudem mit dem Radiosender „Radio Q“ kooperiert, der ihren Beitrag gesendet hat. Inhaltlich gehen sie auf die Entstehung der Friedensbewegung in den 1970er und 1980er Jahren ein und behandeln ausführlich die Friedenswoche im Oktober 1983 mit verschiedenen Aktionen.",4 SAB 1191,0,63 S.,1970,1985,151,18,"Audiobeitrag, Radiobeitrag, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Asmus F., Miriam F., Valentina G.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1402,Vom Täter zum Außenseiter? Ein Vergleich der NS-Schreibtischtäter Heinrich Lankenau und Heinrich Heising,"Der Schüler vergleicht in seinem Wettbewerbsbeitrag die zwei Münsteraner Heinrich Lankenau, dem Leiter der Polizei, der seinen Sitz in der Villa ten Hompel hatte, und Heinrich Heising, der in der Behörde für Arisierung arbeitete. Für seine Recherche interviewt der Schüler Christoph Spieker aus der Villa ten Hompel und problematisiert anschließend den Begriff des „Schreibtischtäters“. Der Unterschied zwischen den zwei Nationalsozialisten ist, dass Lankenau immerhin in Gefangenschaft war, Heising wurde nach Ende des NS zum Leiter der Behörde für Rückerstattung und für seine Verbrechen nie angeklagt.",4 SAB 1120,1,22 S.,1933,1945,302,18,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",, Melvin F.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1404,Vom Vielvölkerstaat zu vielen Staaten – Was ist aus den Ländern Ex-Jugoslawiens geworden?,"Im Fokus des Beitrags stehen die Staaten Serbien, Kroatien und Bosnien und Herzegowina, die zu Jugoslawien gehörten. Der Schüler beschreibt die Geschichte der Länder nach dem Ende des Balkankrieges und dem Zerfall Jugoslawiens in den 1990er Jahren. Er vergleicht die drei Staaten mithilfe von selbst erstellten Graphen und geht auf die Berichterstattung in deutschen Medien ein. Dazu zieht er insbesondere aktuellere Artikel in Online-Medien heran und stellt fest, dass die drei Staaten noch sehr präsent in den Medien seien. Ergänzend dazu hat er eine Umfrage in Münster durchgeführt, bei der er das Wissen der Befragten bezüglich Jugoslawiens erhebt.",4 SAB 1202,1,29 S.,1901,2000,205,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel",Jugoslawien, Stefan J.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1408,"Von Angelika bis zur ASBH. Wie die junge Familie Bernhart für ein Kind, für welches sie nichts konnte und welches sie trotz seiner Behinderung liebte, immer mehr ins Abseits gedrängt wurde","Der Großvater der einen Teilnehmerin, Paul Bernhart, war Mitbegründer der Selbsthilfegruppe für Behinderte „Arbeitsgemeinschaft Schmerzenskind, Interessengemeinschaft Hydrocephalus“ (später ASBH) im Jahr 1966. Ein Hydrocephalus ist die krankhafte Erweiterung der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeitsräume des Gehirns; im Volksmund werden Kinder mit dieser Erkrankung auch als „Wasserkopf“ bezeichnet. Mithilfe des Tagebuchs bzw. Fotoalbums des Großvaters Paul Bernhart, zeichnen die Schülerinnen das kurze Leben von Angelika Elisabeth Bernhart nach und zeigen auf, warum und wie der Großvater die ASBH gründete.",4 SAB 1079,0,15 S.,1960,2015,326,18,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Corona B., Pia B.",Marienschule 1434,Wanderarbeiter Außenseiter?,"Die zwei Achtklässler gehen in ihrer Wettbewerbsarbeit der Frage nach, inwiefern Wanderarbeiter und „Hollandgänger“ Außenseiter waren. Als im Jahre 1867 das Freizügigkeitsgesetz Reichsgesetz wurde, konnte jeder Arbeiter sich frei bewegen und seinen Beruf selber wählen. Zu dieser Zeit wuchs die deutsche Wirtschaft sehr stark und viele Arbeiter zogen in die Stadt. Wanderarbeiter aus Schlesien, Ostpreußen, der Grenzmark, dem Eichsfeld und aus Hessen-Nassau wanderten nach Deutschland, um dort zu arbeiten. Es bestand jedoch ein Rückkehrzwang, was die Wanderarbeiter zu Außenseitern machte.",4 SAB 1140,0,16 S.,1801,1900,278,18,Textbeitrag,Internetquellen,," Jasper P., Tim H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1440,Warum sind Juden aus den GUS-Staaten nach Deutschland ausgewandert und wie wurden sie hier aufgenommen?,"Die zwei Achtklässler gehen der Frage nach, warum Juden aus den GUS-Staaten (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten) nach Deutschland auswanderten und ob sie dort diskriminiert wurden. Seit den 1990er Jahren, nach dem Zusammenbruch der GUS-Staaten, sind über 70.000 Juden aus der Sowjetunion nach Deutschland eingewandert. Mit Hilfe von verschiedenen Integrationsprogrammen (Sprachschulen, berufliche Umschulung) bemüht sich Deutschland die jüdischen Gemeinden zu unterstützen. Die Schüler führen auch ein Interview mit einer jüdischen Einwanderin namens Mariya Zambrovsik.",4 SAB 1139,0,22 S.,1990,2015,278,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Johanna G., Simon E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1442,Was bewegte Hans Georg Klamroth vom Reserveoffizier der SS zum Mitwisser des Stauffenberg-Attentats zu werden?,"Flemming Beckmann forscht in seiner Wettbewerbsarbeit zu Hans Georg Klamroth und geht dabei einer konkreten Frage nach: „Was bewegte Hans Georg Klamroth vom Reserveoffizier der SS zum Mitwisser des Stauffenberg-Attentats zu werden?“ Nach einer historischen Einordnung in die Ideologie und Politik des Nationalsozialismus, widmet sich der Schüler dem Lebensweg von Klamroth und befragt Zeitzeugen, inwiefern dieser für sie als „anders“ zu bezeichnen ist.",4 SAB 1105,1,39 S.,1900,1945,27,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Flemming B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1488,"Wilhelm Freiherr von Ketteler und sein Widerstand gegen den NS-Staat. Wie wurden er und der Edgar-Jung-Kreis zu Außenseitern, obwohl sie die einst traditionelle Meinung vertraten?","Die zwei Schülerinnen beschäftigen sich mit der direkten Familiengeschichte von Clara von Ketteler, aus deren Familie einige bekannte Persönlichkeiten hervorgingen. Mithilfe von zahlreichen Quellen, teilweise auch aus dem Familienarchiv, erforschen die zwei Schülerinnen das Leben und Wirken des Vorfahren Wilhelm Freiherr von Ketteler, geboren 1906, der 1938 in Wien ermordet wurde. Er zählte zu den engsten Mitarbeitern von Franz von Papen und wurde bekannt er als jungkonservativer Gegner Hitlers im Edgar-Jung-Kreis.",4 SAB 1144,0,49 S.,1906,1938,60,18,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Anna O., Clara von K.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1500,Wolfgang Kästner – Durch liberales Denken zum Außenseiter in der Geschichte,"Wolfgang Kästner prägte Münsters Kommunalpolitik als FDP-Politiker in den 1960er- bis 1980er-Jahren entscheidend mit. Seine Hinwendung zur liberalen Politik wird oft mit seinem Erleben von Unfreiheit im NS-Regime und während der sowjetischen Besatzungszeit verglichen. Dieser Vermutung gehen Tim Niklas Kästner und Nils Filipczyk nach. Dabei steht Kästners Lebensabschnitt von 1945 bis 1949 im Fokus. Kästner engagierte sich im Bezirksverband Leipzig für die Liberal-Demokratische Partei, die 1946 von der sowjetischen Besatzungsmacht verboten wurde. Einige Jahre später wurde Kästner wegen seiner politischen Position inhaftiert. Ihm gelang es jedoch, nach Westdeutschland zu fliehen. Auf der Grundlage intensiver Recherchearbeit in Archiven der Universitäten Leipzig und Bonn, im Archiv der FDP und im Stadtarchiv Münster analysierten die Achtklässler eine Vielfalt von Quellen. Zudem führten sie Gespräche mit Verwandten Kästners. Ihr Beitrag zeigt auf, wie Menschen durch ihre politische Meinung zum Außenseiter werden können.",4 SAB 1187,0,33 S.,1926,2004,,18,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Nils F., Tim Niklas K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1506,"Zu arm, um zu heiraten. Die Diskriminierung von Nichtehelichkeit in der Geschichte am Beispiel meiner Ururururgroßeltern","Am Beispiel der eigenen Ururururgroßeltern Joseph Anton Müller und Kreszenz Bechteler, zeigt Hannah Christina Müller, dass Heiraten zu Beginn des 19. Jahrhunderts an ein Mindestvermögen gebunden war. Ihre Vorfahren, die als Tagelöhner bei Bauern arbeiteten, bekamen 1827 ein uneheliches Kind. Ein Kind ohne Geld, Bildung und ohne Chancen in der Gesellschaft habe lediglich Außenseiter werden können. So entschieden sich die Eltern ihr Kind zu Pflegeeltern zu geben, wo ihm gesellschaftlicher Aufstieg ermöglicht wurde.  Die Schülerin zeichnet anschaulich ihre eigene Familiengeschichte nach und reflektiert dabei, welche Auswirkungen diese Geschichte bis heute auf sie selbst hat.",4 SAB 1081,1,21 S.,1793,2015,47,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Hannah Christina M.,Marienschule 1513,Zwangsarbeit im Münsterland im Zweiten Weltkrieg: Wie Außenseiter Opfer des Nationalsozialismus wurden,"In ihrer Wettbewerbsarbeit beschäftigen sich die zwei Schüler mit dem Thema „Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg“. Mithilfe des Werkes „Die Sprache der Opfer“ von Dr. Gisela Schwarze und einem Interview mit derselben, eignen sich die zwei Teilnehmer nicht nur Hintergrundwissen zum Leben der Zwangsarbeiter in den Lagern an, sondern erfahren zudem einiges über die Intention der Autorin, ein Werk über Zwangsarbeiter zu verfassen.",4 SAB 1177,0,24 S.,1918,2015,269,18,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur",," Aleksandar K., Julian K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1515,Zwangsarbeiter im Dritten Reich. Lebensalltag eines französischen Zwangsarbeiters – Realität und nationalsozialistische Vorstellung,"Die Schülerin beschäftigt sich in ihrer Facharbeit, die sie ebenfalls beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten einreicht, mit Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus. Sie geht der Forschungsfrage nach, ob diese während der NS-Herrschaft tatsächlich so ausgegrenzt wurden, wie es die Nationalsozialisten durch rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen erzwingen wollten. Für ihre Recherche interviewte die Schülerin ihren Großvater (Jg. 1929), der den Kriegsbeginn als 10jähriger Junge miterlebte, mit 16 Jahren zum Volkssturm eingezogen wurde und später selbst desertierte.",4 SAB 1222,1,24 S.,1939,1945,,18,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Charlotte B.,Pascal-Gymnasium 117,„[…] das Leichnam aus dem Kirchhofe reißen […]“ – Glauben und Aberglauben im Spiegel frühneuzeitlicher Bestattungspraktiken,"Ausgehend von dem Fund einer Leiche im Zuge archäologischer Arbeiten an der Jüdefelderstraße im Münsteraner Kuhviertel, die mehrere Besonderheiten aufwies (sie war nicht in Rücken- sondern Bauchlage, noch dazu fernab von Friedhöfen bestattet), betrachten die Verfassenden reguläre sowie alternative Bestattungspraktiken der Frühen Neuzeit als Manifestationen von Glaube und Aberglaube. Eingangs betrachten sie Bestattungspraktiken und Friedhofswesen im Münster der Frühen Neuzeit. Bis zu deren Verbot 1776 handelte es sich hierbei meist um Kirchen- und Kirchhofbestattungen. Dass von dieser Vorgehensweise aus hygienischen Gründen Abstand genommen werden sollte, stieß bei der Bevölkerung keinesfalls auf Zustimmung; das zunehmend auch außerhalb der Stadt gepflegte Friedhofswesen etablierte sich erst im Laufe der Zeit. Doch auch während dieser zunächst kirchen- und wohnortsnahen Bestattungsarten gab es bereits Abweichungen: Menschen die zum Zeitpunkt ihres Todes Randpositionen der Gesellschaft einnahmen – Selbstmörder, Exkommunizierte, Ungetaufte, Hingerichtete, Verstoßene – sollten auch über ihren Tod hinaus das Zusammenleben derer nicht stören, die als „normal“ angesehen wurden. Die transzendental ausgerichtete Gesellschaft wusste so, Devianz noch im Tode zu bestrafen. Die Schülerin und der Schüler betrachten die verschiedenen Vorgehensweisen je nach „Vergehen“ und kommen zu dem Schluss, dass sich infolge der Sonderbestattungen jedoch diese betreffend zugleich ein Aberglaube entwickelte, der in die religiösen Vorstellungen hineindiffundierte: Aus Angst vor der Verweigerung des ewigen Lebens für die Seelen Sonderbestatteter fürchteten die Zeitgenossen diese nun als „Wiedergänger“ – als Untote, die heimatlos durch die Stadt irrten.",4 SAB 1326,0,27 S.,1600,1800,61,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel","Jüdefelderstraße, Kuhviertel, Münster"," Frédéric von P., Jule R.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 119,"„Ach du heilige Sch...“. ‚Gotteslästerung’ im Spiegel kirchlicher, politischer und gesellschaftlicher Reaktion zwischen 50er Jahren und der Gegenwart","Wie wurde in der Geschichte mit dem Vorwurf der Blasphemie umgegangen und inwiefern ist „Gotteslästerung“ heutzutage präsent, ist die zweiteilige Leitfrage, mit der sich die Verfasserin in ihrem Beitrag auseinandersetzt. Zunächst erläutert sie sowohl ihre eigene Haltung zum Glauben als auch den Stellenwert von Religion in der Gesellschaft, um daraufhin die staatliche, internationale und religiöse Definition des Begriffs Blasphemie sowie seine historische Entwicklung vorzustellen. Ins Zentrum ihrer Arbeit stellt die Verfasserin zwei Fälle von Blasphemie in Münster: In den 1980er Jahren erregte das münsteraner Stadtblatt gleich zweimal (1984,1986) Aufsehen, da sich Passagen einiger Artikel dem Vorwurf der Blasphemie nicht entziehen konnten. Die betreffenden Autoren wurden in letzter Instanz zu kleineren Geldstrafen verurteilt. Der zweite Fall beschreibt die Diskussionen um die Aufführung des Theaterstücks „Sünder und Heiliger“ (1955), eingeleitet vom Generalintendant der Städtischen Bühnen Münsters Bruno von Nießen, in welchem zur besseren Kontrastierung Minderjährige als Messdiener eingesetzt werden sollten, womit die Toleranzgrenze der christlichen Bürgerschaft in Münster jedoch überschritten war. Beiden Fällen ist gemein, dass einzelne Begriffe bzw. Beschreibungen als blasphemisch einstuft wurden, im Gegensatz zum ersten Fall kam es beim zweiten „Vernekohl-Fall“ allerdings zu keiner strafrechtlichen Verfolgung. Auf die Darstellung folgt schließlich eine quellenkritische und zeitliche Einordung der beiden Fälle. Die Aktualität und den Bezug zur Gegenwart stellt die Verfasserin, neben den Verweis auf die Comic-Serie „Popetown“ (2003), mit Hilfe der Erarbeitung eines aktuellen Fallbeispiels her. Der pensionierte Lehrer Albert Voß, welcher vom Amtsgericht Lüdinghausen 2016 in Bezug auf den Tatbestand der Gotteslästerung für schuldig erklärt wurde, hatte auf der Heckscheibe seines Autos verschiedene kirchen- und bibelkritischen Zitate präsentiert (u.a. „Wir pilgern mit Martin Luther: Auf nach Rom! Die Papstsau Franz umbringen. Reformation ist geil!“), welche von Passanten schließlich anzeigt und von der Richterin sanktioniert wurden. Auf Basis eines dem Beitrag beigefügten Interviews mit Albert Voß erarbeitet die Verfasserin diesen Fall multiperspektivisch und lässt auch hier eine Quellenkritik folgen. Abschließend kommt die Verfasserin zu dem Urteil, dass der Blasphemie-Paragraph §166 StGB ein Relikt vergangener Tage darstelle und nicht der heutigen demokratischen Denkweise entspräche. Sie wirft die Frage auf, inwiefern der Blasphemie-Paragraph mit der heutigen Meinungsfreiheit kompatibel ist. Der Beitrag stützt sich auf ein breites Fundament an Archivalien und Sekundärliteratur.",4 SAB 1318,1,54 S.,1950,2016,59,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Stadttheater, Münster", Marie S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 128,„der Erb-Feyndt deß christlichen Nahmens der Groß-Türck“ – Auswirkungen der Türkenkriege in Münster und deren Ausdrucksformen zwischen dem 16. Jahrhundert und dem 20. Jahrhundert,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit den Türkenkriegen der frühen Neuzeit und geht der Frage nach, inwiefern diese sich im münsteraner Stadtleben niedergeschlagen haben. Nach kurzen einleitenden Worten und einer Quellenkritik der verwendeten Archivalien folgt zunächst ein Überblick über die entscheidenden historischen Ereignisse der Türkenkriege, um daraufhin die Frage zu diskutieren, ob es sich bei diesen Auseinandersetzungen um Religionskriege gehandelt habe. Den Fokus ihrer Arbeit legt die Verfasserin auf die „Türkenangst“ und Propaganda im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Nach den Ursachen dieser Angst erarbeitet sie an einem exemplarischen Beispiel eine Kampfsituation gegen die Osmanen, in dem sie eigens eine Verlustliste anhand eines Briefes aus dem „Haubtquartiert bey Mehadia“ (1738) transkribiert. Als einen weiteren Aspekt fragt die Verfasserin nach der Beteiligung des Fürstbistums Münster an den Türkenkriegen, beurteilt diese, neben einer politisch-religiösen Verwobenheit und weniger münsteraner Kampfeinsätze (1542 Reiter und Landsknechte in Ungarn, 1685 ca. 2.400 Soldaten als teil des kurkölnischen Heeres), zwar als unbestritten, jedoch nicht besonders hoch. Einen Verweis auf die dreijährig am ersten Montag im Juni stattfindende Tradition der Bäckergesellen aus Münster namens „Guter Montag“, welche auf die historisch nicht belegte Geschichte zurückgeht, dass münteraner Bäckergesellen den Kaiser in Wien 1683 vor unterirdischen Tunneln der Türken gewarnt hätten, lässt die Verfasserin folgen. Ihren Beitrag abschließend wirft sie einen Blick auf die deutsch-türkische Beziehung in der jüngeren Geschichte und die heutige Situation der Türken in Deutschland.",4 SAB 1349,1,55 S.,1500,2017,59,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Carina E.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 131,„Die Anziehungskraft von Schwester Maria Euthymia“,"Die infolge einer schweren Erkrankung als Kind Zeit ihres Lebens eingeschränkte Emma Üffing trat 1934 als Schwester Maria Euthymia den Münsteraner Clemensschwestern bei. Die ausgebildete Krankenschwester machte sich insbesondere während des Zweiten Weltkrieges angesichts ihren selbstlosen und unermüdlichen Einsatzes – ob für verwundete Deutsche oder Kriegsgefangene – als „Engel der Liebe“, wie sie bald gerufen wurde, einen Namen. Nach ihrem Tod 1955 wurde und wird sie von vielen Menschen verehrt und schließlich 2001 vom damaligen Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Neben dem biographischen Abriss einer der bekanntesten Münsteraner Ordensschwestern betrachten die Verfasserinnen in ihrer Arbeit das Wirken einer gegenwärtigen Clemensschwester – Schwester Elisabethis. Auch wenn diese erst nach Euthymias Tod in den Orden eintrat, macht sie im Gespräch mit den Schülerinnen deutlich, dass Maria Euthymia auch über ihr Leben hinaus noch wirkt: Im Euthymia-Zentrum betreut Elisabethis unter anderem viele Menschen seelsorgerisch, die mit ihren Sorgen und Ängsten noch immer Kontakt zur seliggesprochenen Euthymia suchen. Euthymias durch den Glauben und die Zuneigung zu Gott inspirierte Zuwendung sei auch für sie eine Quelle der Inspiration.",4 SAB 1303,0,22 S.,1914,2017,249,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Antonia H., Johanna H.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 136,"„Doch letztlich glaubt ein Jeder, was ihm Hoffnung schenken kann.“ Religion zu Zeiten des Nationalsozialismus in Münster","In ihrem sehr umfangreichen Drama will die Verfasserin ein Meinungsbild der Münsteraner Gesellschaft zur Zeit des Nationalsozialismus zeichnen. Dazu bedient sie sich der fiktiven Form des Schauspiels, greift aber, gestützt auf einen außerordentlich breiten Apparat an Literatur und Quellen, Stimmungen und Stimmen der betrachteten Zeit auf. In der Arbeit selbst finden sich neben dem Dramentext farbig hinterlegte eingeschobene Erläuterungen zum historischen Kontext mit denen die Verfasserin dezidiert auf ihren Anspruch verweist, ihre Arbeit auf einem wissenschaftlichen Apparat fußend und wissenschaftlichen Maßstäben folgend aufgebaut zu haben. Sie versieht die Stereotypisierung der Gesellschaft, die sie in dem Drama vornimmt in diesem Rahmen mit Verstehenshinweisen, die ihre Aussagen vereindeutigen, zugleich jedoch den Lesenden eine emanzipierte Interpretation in Teilen vorenthalten. Darüber hinaus will sie sowohl einen gewissen Anspruch auf historische Exaktheit als auch ein gesteigertes Maß an Authentizität durch die Zitation von Original-Dokumenten wie Reden, Flugblättern oder Statistiken erreichen. Auch diese weist sie farbig aus. So bindet sie historisch mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten – vom Bischof von Galen bis hin zum Frontsoldaten dessen Feldpostbriefe erhalten sind – in ihre Szenerien ein. Die Arbeit bedient sich einiger Topoi des städtischen Lebens, um die Gemengelage der öffentlichen Stimmung abzubilden: Im Wirtshaus zunächst neutraler Gastwirte treffen die verschiedensten, anfangs noch gemäßigteren Meinungen aufeinander. In immer wiederkehrenden Betrachtungen des Schicksals einer jüdischen Familie, häufig geknüpft an den Bahnhof als Ort des Aufbruchs, Abschieds und der Unsicherheit, wird der zunehmenden Menschenfeindlichkeit Gestalt gegeben. Das Motiv des Privaten, besonders verdichtet im Weihnachtsfest, geht schließlich auch in seinen sozio-politischen historischen Umständen auf – ob im Streit darüber, Weihnachten oder das Julfest zu begehen oder angesichts des Vermissens von Frontsoldaten aus der Familie. Das Drama schließt mit einer „Abrechnung“, dem Versuch, das unfassbare Schicksal Münsters im und nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere auch der Münsteraner Juden, mittels Zahlen zu quantifizieren. In ihrem Arbeitsbericht reflektiert die Schülerin ihre Inspirationsquellen, ihre Vorgehensweise und ihre persönliche Meinung.",4 SAB 1282,1,99 S.,1933,1946,234,19,"Textbeitrag, Theaterstück","Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Liane K.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 138,"„Dubius vivo, non impius“ (Ich lebe zweifelnd, aber nicht gottlos). Zwischen Kirche und Gott: Eine multiperspektivische Untersuchung des ‚Falls Herrmann’ in der Bundesrepublik der 1970er Jahre","In ihrem umfangreichen Beitrag setzt sich die Schülerin mit dem „Fall Herrmann“ auseinander, dem Konflikt zwischen der katholischen Kirche und dem Kirchenrechtler/-kritiker sowie ehemaligen Priester Horst Herrmann, der in den 1970er Jahren in Westfalen und auf Bundesebene für Schlagzeilen gesorgt hatte – wie es bereits das Titelblatt der Arbeit zeigt. Herrmann, der 1964 zum Priester geweiht und 1967 in Bonn promoviert wurde, habilitierte nach einem zweijährigen Aufenthalt im Vatikan 1970 in Bonn für das Fach Kirchenrecht. Im selben Jahr wurde er als ordentlicher Professor für das katholische Kirchenrecht an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster berufen. Zwar veröffentliche Herrmann bereits zuvor strittige Werke ohne Imprimatur (bischöflicher Erlaubnis), doch gilt sein Werk „Ein unmoralisches Verhältnis“ aus dem Jahr 1974, in welchem er den seines Erachtens nach einseitigen Nutzen der Kirche im bestehenden Kirche-Staat-Verhältnis, z.B. in Steuerfragen, den prunkvollen Lebensstil vieler Geistlicher und den seiner Meinung nach von der Kirche vergessenen Dienst an den Menschen kritisiert, als Stein des Anstoßes der Diskussionen um seine Person. Dieser Konflikte mündete schließlich im ersten und einzigen Lehrbeanstandungsverfahren der Deutschen Bischofskonferenz, einer kirchenoffiziellen Verurteilung und dem damit verbundenen Entzug der „Missio canonica“, der kirchlichen Lehrerlaubnis, für Horst Herrmann, welcher seinerseits schließlich 1981 aus der Kirche austrat und in den Fachbereich der Soziologie wechselte. Die multiperspektivische Erarbeitung der Verfasserin beschreibt zunächst das Spannungsfeld aus kirchlichen und staatlichen Rechten wie Pflichten, in dem sich Herrmann seinerzeit bewegte, um daraufhin am Beispiel der 1968er Protestbewegung den gesellschaftlichen, mit Blick auf die sozialliberale Koalition den politischen und bezüglich des II. Vatikanums den kirchlichen Wandel der 1960er und 1970er zu erörtern und somit den Fall in den größeren historischen Kontext einzuordnen. Dieser Kontextualisierung schließt sich ein biographischer Überblick des Lebens von Horst Herrmann an. Die Autorin stellt in einem nächsten Schritt den Fall Herrmann aus acht verschiedenen Blickwinkeln dar: Neben der Perspektive des Bischofs, des Wirtschaftsministers, von Professor Herrmann persönlich, von katholisch-kirchennahen sowie katholisch-kirchenfernen Theologieprofessoren, von katholischen und evangelischen Theologiestudenten und der evangelischen Kirche Westfalens erarbeitet sie auch den politischen Blick und die Darstellung in den Medien. In ihrem Fazit kommt sie zu dem Schluss, den „Fall Herrmann“ als Beispiel für den Entfremdungsprozess zwischen der kritisch-liberalen Gesellschaft und der patriarchalisch geprägten katholischen Kirchen einzustufen, an dem die Intoleranz der Kirche für eine interne Streitkultur deutlich würde. Für sie gilt Horst Herrmann als ein Beispiel, dass sich ein demokratisch, aufgeklärter Geist und ein tiefer Gottesglaube nicht ausschließen müssen. Der Beitrag fußt auf einem überdurchschnittlichen Fundament sowohl zahlreicher Archivalien aus dem Bistums- und Landesarchiv als auch einschlägiger Fachliteratur. Die Verfasserin führte außerdem Interviews mit dem mittlerweile emeritierten Prof. Horst Herrmann, dem heutigen Institutsleiter für kanonisches Recht in Münster Prof. Thomas Schüller, dem langjährigen Justiziar des Bistums Münster Engelbert Honkomp und hatte neben den genannten Professoren auch mit dem emeritieren Dogmatiker Prof. Gisbert Greshake und dem Religionspädagogen Prof. Karl-Heinz Ohlig per Email Kontakt.",4 SAB 1381,1,57 S.,1960,1970,279,19,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Filme, Internetquellen",WWU Münster, Finja Marie H.,Marienschule 144,„Eine unverzeihliche Schmach“ – Der Umgang mit unehelichen Kindern von Seiten der christlichen Kirchen und der christlichen Gesellschaft im Wandel der Zeit,"Inwiefern hat sich der Umgang mit unehelichen Kindern von Seiten der christlichen Kirchen und christlich geprägten Gesellschaft im Laufe des 20. Jahrhunderts gewandelt, ist die Leitfrage, die die beiden Schüler in ihrem Beitrag umtreibt. Zunächst werfen die Verfasser dafür einen theoretischen Blick auf den Umgang mit unehelichen Kindern von Seiten der christlichen Kirchen sowie der Gesellschaft im vergangenen Jahrhundert und arbeiten hierfür verschiedene Positionen heraus. In den 1930er Jahren hatte es in den jeweiligen Familien der Schüler Fälle von unehelichen Geburten gegeben, weshalb die Verfasser in einem zweiten Schritt an konkreten Fallbeispielen die Folgen der Diskriminierung herausarbeiten. Das im Titel anklingende Zitat bezieht sich auf den Ausspruch der Urururgroßmutter einer der Schüler, als diese von der unehelichen Schwangerschaft ihrer Tochter erfuhr. Auf Basis mehrerer Interviews, sowohl mit katholischen als auch evangelischen Pastoren, erarbeiten die Verfasser die aktuellen Positionen der christlichen Kirchen zu Thema „uneheliche Kinder“ heraus, bevor sie in ihrem Fazit den grundsätzlichen positiven Wandel der Gesellschaft sowie Kirchen in Bezug auf die Behandlung von unehelichen Kindern hervorheben. Die Zeitzeug*inneninterviews sind dem Beitrag als Transkripte angehängt.",4 SAB 1317,0,26 S.,1900,2017,13,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Wien," Fynn E., Oskar S.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 146,"„Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott“. Kirchenkritik der Freidenker bezogen auf die Weimarer Republik, die Bundesrepublik und die heutige Zeit","In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Verfasserin mit den glaubens- und kirchenkritischen Freidenkern zur Zeit der Weimarer Republik, der Bundesrepublik und heute. Die Freidenker gelten als Bewegung agnostisch-kirchenkritischer Menschen, die sich – ihrer Satzung vom 13./14. März 1931 entnehmend – u.a. die Befreiung von religiösen Glaubensvorstellungen und eine Ersetzung durch marxistische Weltanschauung zum Ziel gesetzt haben. Was kritisieren die Freidenker am Glauben an eine höhere Macht und wie sind sie gegen die Kirchen vorgegangen, sind die Leitfragen, auf die die Schülerin eine Antwort zu geben versucht. Dabei beschränkt sie sich auf den proletarisch-marxistischen Zweig der Bewegung und lässt den bürgerlichen Flügel außen vor. Nach einigen überblickenden Ausführungen zur Geschichte und Weltanschauung der Freidenker fokussiert die Verfasserin die kirchenkritischen Momente der Bewegung zu den eben genannten Zeiten. Der Besuch eines „Ketzerstammtisches“ – einer offenen Gesprächsrunde für Atheisten, Agnostiker, Skeptiker, Freidenker und sonstige religions- und kirchenkritischen Menschen – am 13. Januar 2017 bildet dabei die Grundlage für die Beschreibung der heutigen Aktivitäten und Anschauungen. Das im Titel anklingende Zitat ist auf eine Kampagne der britischen Atheist Bus Campaign zurückzuführen, die in Übersetzung von den Freidenkern auch in Deutschland umgesetzt worden war.",4 SAB 1309,1,37 S.,1900,2017,61,19,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Luna H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 154,"„Gott und die Welt“ der Catharina Müller – Religion, Macht und Geschichte. Eine couragierte, aufrechte Frau und öffentliche Persönlichkeit im Spannungsgefüge christlicher Werte und nationalsozialistischer Ideologie","In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit dem Leben und Wirken von Catharina Müller, der ehemaligen Schulleiterin des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Münster zur Zeit des Nationalsozialismus. Sie fragt sich dabei, ob die christliche Prägung Müller für nationalsozialistisches Gedankengut empfänglich gemacht hatte und inwiefern ihr eigenes Weltbild mit dem des NS-Regimes in Konflikt geriet. Für ihre Auseinandersetzung wählt die Verfasserin eine literarische Form, in welcher sie sowohl aus Perspektive Müllers als auch anderer Zeitgenossen die Geschehnisse beschreibt. Dafür gliedert sie die Biographie in drei größere Lebensphasen: Zunächst fokussiert sie die frühe Lehrtätigkeit (Erste Erfahrungen, Prägung und Engagement), um daraufhin die Jahre ihrer Schulleitung (Führung, Konflikte und Entmachtung) und abschließend die Zwangspensionierung (Umbruch im Wertesystem) in den Blick zu nehmen. Als Antagonist Müllers wird dabei der ihr nachfolgende Schulleiter Dr. Hans Brachetti besonders hervorgehoben, während ihre Weggefährtin Josephine Schule ebenfalls Beachtung erfährt. Der Beitrag steht auf einem breiten Fundament von Quellen, u.a. zeitgenössische Zeitungsartikel, die Personalakte Müllers, Berichte/Akten aus dem Provinzialschulkollegium, Schulchronik, Sekundärliteratur, Interviews, und ist durch einen 29 Seiten starkes Forschertagebuch ergänzt.",4 SAB 1376,1,82 S.,1934,1939,61,19,"Novelle, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Münster", Marta M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 158,"„Heimatlos geworden“. Die Profanierung einer Kirche, am Beispiel der St. Sebastian-Kirche in Münster","Angesichts sinkender Mitgliederzahlen können viele Kirchengemeinden in Deutschland ihre Sakralbauten nicht mehr auslasten. Gemeinden fusionieren, Gottesdienste werden zusammengelegt, Kirchgebäude stehen leer. In jüngerer Vergangenheit gibt es daher zahlreiche Fälle, in denen ehemalige Kirchen für andere Zwecke weiter genutzt werden. Auch die Verfasserin befasst sich mit einer solchen Weiternutzung. Am Beispiel der St. Sebastian-Kirche in ihrer Münsteraner Nachbarschaft betrachtet sie die Geschichte einer mittlerweile profanierten – also entweihten – Kirche von ihrer Entstehung bis zur heutigen Nutzung. Sie stellt sich die Frage, warum die Kirche in den 1960ern gebaut und 2008 schließlich entweiht wurde – ein Prozess den sie ebenfalls genauer in den Blick nimmt. Dabei stützt sie sich vor allem auf Internetquellen sowie Statistiken zu Kirchennutzung und Gemeindemitgliedern. Das Kirchengebäude bzw. seine Umnutzung erscheint ihr dabei sinnbildlich für den Stellenwert von Religion in der Gesellschaft. In den 1950er-Jahren hatten die katholischen Kirchengemeinden in Münster Hochkonjunktur. Mit dem Bevölkerungswachstum nahm zu dieser Zeit auch die Zahl der katholischen Gemeindemitglieder noch zu. So wurde angesichts der Ausweitung der St. Joseph-Gemeinde auf ihrem Gebiet auch die St. Sebastian-Gemeinde gegründet; 1960 begonnen, stand ihr Kern – die St. Sebastian-Kirche – 1962 in einem für die 1960er-Jahre nicht ungewöhnlichen, aber insgesamt eher untypischen Kirchenbaustil, den man den in die Arbeit eingeflochtenen Abbildungen entnehmen kann. Gab es zu Beginn auch viele Kirchenfeste und ein lebendiges Gemeindeleben, bettet die Verfasserin den allmählichen Niedergang der Kirchengemeinde, der schließlich 2008 in der Fusion mit der Heilig Geist-Gemeinde in Münster mündete unter Verweis auf Statistiken in die allgemeine Degeneration der Kirchengemeinden in Deutschland ein. Hinzu trat im Fall der St. Sebastian-Gemeinde, dass seit 1999 kein Pfarrer mehr für die Gemeinde ordiniert war. Das Kirchengebäude selbst stand nach Asbestfunden kurz vor dem Abriss, wurde jedoch nach seiner Profanierung 2008 von 2011-2013 in eine Kita umgebaut. Diese Weiternutzung stuft die Autorin als positiver als einen Abriss des Gebäudes ein, verweist jedoch ausgehend von Zeitungsartikeln und Zeitzeug*inneninterviews darauf, dass selbst die Profanierung für viele Gemeindemitglieder ein Stück Heimatverlust war. Auch fühlten diese sich durch die Kommunikation der Profanierung, die nicht geradlinig von der Kirche an sie herangetragen wurde, sondern durch der sie erst in Zeitungsartikeln erfuhren, verletzt und enttäuscht. An ihre Betrachtungen schließt sie einen Ausblick auf die Rolle der Religion für die Gesellschaft an: Darin wirft sie viele Fragen auf und empfindet – obwohl sich selbst nicht als gläubig bezeichnend – den Niedergang bzw. Schwund der Religion aus der Alltagskultur als Verlust.",4 SAB 1242,1,20 S.,1950,2017,278,19,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen","Geistviertel, Münster, St. Sebastian-Kirche, Geistviertel, Münster", Melissa L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 162,"„Herr, trage mich auf deinen Flügeln“. Unsere Reise in ein unbekanntes Land","In ihrem Hörspiel befassen sich die Beitragenden mit der Geschichte der Familie eines der Gruppenmitglieder. Wolfgang Wenzig (1923-1999), Urgroßvater einer der drei Schüler, war Lehrer und Kirchenmusikkomponist in der DDR. Dem sehr umfangreichen Arbeitsbericht der schriftlich vorliegt kann man entnehmen, dass die Gemengelage aus dessen Religiosität, der Tätigkeit des Komponisten sowie dem Alltag in der DDR das Interesse der Sechstklässler auf vielfältige Weise weckte. Dieser Vielschichtigkeit versuchen sie dezidiert mit dem Medium des Hörspiels gerecht zu werden. In diesem – ein „Drehbuch“ bzw. Skript findet sich mitsamt entfallenen Szenen im Beiheft – schildern sie eine fiktive Handlung im Zuge derer sie durch eine Zeitmaschine in die DDR des Jahres 1963 geraten. Sie imaginieren alltägliche Alteritätserfahrungen, indem sie sich bei Wenzig einquartieren, die Schule besuchen und Gespräche über individuelle Glaubenspraxis verfolgen, die sie in der DDR von anderen Rahmenbedingungen geprägt wahrnehmen als gegenwärtig. Im Zweiten Teil des Hörspiels reflektieren sie diese Erfahrungen im Gespräch über das Tagebuch von Wenzigs Ehefrau mit deren Enkelin – der Mutter eines Schülers. Hier thematisieren sie darüber hinaus andere Aspekte religiösen Lebens im DDR-Alltag. Dabei differenzieren sie – regional und personal abhängig – zwischen systematischer Repression und faktischer Toleranz. Ihr Wissen stützen sie nicht nur auf Familien-Dokumente wie Tagebücher, Fotos und tradierte Geschichten, sondern auch auf Fachliteratur und Experten-Interviews, die sie in den Plot ihres Hörspiels einzuflechten wissen. Dass die Musik im Leben Wenzigs eine große Rolle gespielt hat, beabsichtigen sie durch das häufige Einspielen von Vertonungen Wenzigs Lieder nachzuzeichnen. Als einschneidende Episode heben sie in ihrem Hörspiel besonders den schweren Unfall von Wenzigs Sohn Norbert hervor, der diesen mit viel Glück überleben konnte. Während Norbert um sein Leben kämpfte, betete sein Vater fortwährend – hierin sehen sie ein Beispiel dafür, wie der Glauben das Leben bereichern kann. Am Beispiel von Wenzigs Tochter, die trotz 1,0er-Abitur – mutmaßlich aufgrund ihrer Konfirmation – nicht studieren durfte, verweisen die Schüler in der beiliegenden Biographie Wenzigs darauf, welche Schwierigkeiten der Glaube in der DDR mit sich bringen konnte. Von diesem abzurücken kam für Wenzig bis zu seinem Tod 1999 jedoch nie in Frage – schließlich hatte ihn nach eigenen Angaben im Kriegsgefangenenlager eine Lichterscheinung vor dem Tod bewahrt: Wie so entstandene Religiosität (Lebens-)Geschichte machen kann, schildern die Schüler in Hörspiel wie Beiheft facettenreich.",4 SAB 1234,0,0 S.,1923,1999,59,19,Audiobeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Laurin H., Ole G., Soban A.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 165,"„Ich dachte immer, Evangelische sehen ganz anders aus!“. Die Beziehung der evangelischen und katholischen Gläubigen in den 1950er bis 1970er Jahren im Münsterland dargestellt an einer Kollektivbiographie","In semi-fiktionaler Form einer „Kollektivbiographie“, wie die Verfasserinnen es nennen, verarbeiten sie Eindrücke und Informationen aus Zeitzeugengesprächen und Literatur zu einem Narrativ, das sich damit befasst, welche Blüten religiöse Heterogenität tragen kann – eine Frage, die einem Orientierungsbedürfnis in Zeiten gegenwärtiger teilweise religiös fundierter Konflikte entspringt. Angesichts der Quellen- und Zeitzeugenlage entscheiden sie sich für eine Betrachtung interkonfessioneller Beziehungen und Verhältnisse im Münster der 1950er- bis 1970er-Jahre. Angesichts der Fluchtbewegungen nach dem Zweiten Weltkrieg hat insbesondere das Münsterland in der Nachkriegszeit eine Brechung der religiösen Homogenität erfahren, wie es sie zuvor nicht kannte. Die Schülerinnen umgreifen dabei in einem historischen Vorspann vor allem drei Konfliktbereiche: Schulen, die zuvor stark von der katholischen Bildungstradition des Münsterlandes geprägt waren, privater Umgang, insbesondere die Frage mit wem Eltern ihre Kinder, die die Problematik interkonfessioneller Spannungen weniger bewusst wahrnahmen, spielen lassen, sowie schließlich interkonfessionelle Ehen als verdichtendes Element, in dem private wie institutionell-alltagsgeschichtliche Einflüsse zusammenkommen. Den Weg zur Ökumene hingegen verorten sie nicht nur in der Individualisierung der Gesellschaft, die zugleich deren Säkularisierung implizierte, sondern auch in Reformbestrebungen, die beständig eine Modernisierung der jeweiligen Glaubensrichtung einforderten. In ihrem semi-fiktionalen Teil zeichnen sie das Leben einer Münsterländerin nach, die in der Schule eine protestantische Freundin kennenlernt, deren Glaube bei ihren Eltern auf große Ablehnung stößt. Im Laufe ihres Lebens schafft sie es dennoch, diese Freundschaft beizubehalten und gar einen Protestanten zu heiraten. Ausführlich beschreiben die Schülerinnen mögliche Gefühle, Gedanken und Motive historischer Akteure mit heutigem Verständnis.",4 SAB 1337,0,44 S.,1950,1970,316,19,"Novelle, Textbeitrag","Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Münsterland," Celina B., Hannah K., Ronja V.",Friedensschule 169,"„Ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen“. Die Auswirkungen der Französischen Revolution auf die Flucht der französischen Geistlichen und deren Aufenthalt im Fürstbistum Münster","Weniger im Bewusstsein präsent als die großen Flüchtlingsbewegungen jüngerer Vergangenheit aber dennoch nicht irrelevant für die Gegenwart stufen die Verfasserinnen die Flucht einiger französischer Geistlicher infolge der Französischen Revolution ins Münsterland ein. Nach einer ausführlichen Betrachtung des Verlaufs der Revolution von strukturellen Grundlagen für die sich revolutionär Bahn brechenden Missstände bis hin zu den Koalitionskriegen befassen sich die Verfasserinnen auch mit dem Verhältnis von Religion und Revolution. 1792 wurden alle Priester in Frankreich vor die Wahl gestellt: Sie hatten einen Eid auf die Verfassung zu schwören – oder unter Strafandrohung das Land zu verlassen. Der Prämonstratenser-Abbé Henry war einer der Geistlichen, die den Eid verweigerten. Angesichts von Gewalttaten an vielen Geistlichen entschied er sich schließlich, das Land zu verlassen. Seine Flucht dokumentierte er in einem Tagebuch, von dem ausgehend die Verfasserinnen seine Biographie rekonstruieren. Nach einer Reise über England, die Niederlande und zahlreiche weitere Stationen, erreichte Henry 1794 schließlich Münster. Doch auch hier wurden sämtliche französischen Exilgeistlichen 1795 der Stadt verwiesen – Henrys Reise fand schließlich in einem Prämonstratenser-Kloster im ostwestfälischen Clarholz ihr Ziel. Denn auch Münster stand zum Zeitpunkt der spontanen Flüchtlings-Aufnahme vor zahlreichen Problemen, die die Verfasser differenziert betrachtet. Von der Kurzfristigkeit der Situation überfordert, fehlten neben Regularien und Abläufen für die Aufnahme zugleich die finanziellen Mittel. Schwierigkeiten wie das Erlernen der Sprache sowie kleinere kulturelle Unterschiede traten hinzu. Auch stellte sich die Frage, was mit den vielen Geistlichen anzufangen sei; sie alle mit adäquaten Messdiensten zu versorgen wäre finanziell nicht machbar gewesen. Obwohl das Fürstbistum sich den Flüchtlingen also prinzipiell offen zeigte wurden Probleme im Zuge ihrer Aufnahme insbesondere von jenen zugespitzt, die selbst Angst hatten, zu kurz zu kommen – 1795 schließlich mussten die Priester die Stadt verlassen. Vor dem Hintergrund der damaligen Zeit loben die Verfasserinnen die Flüchtlingspolitik der Stadt jedoch als aufgeschlossen und menschenfreundlich – ein Urteil, das sie auch auf die Wertung der Gegenwart, mit Blick auf Angela Merkel, übertragen. In der Arbeit werden viele französische Quellen zunächst im Original genutzt, ihre Übersetzung findet sich jedoch im Anhang.",4 SAB 1252,0,55 S.,1780,1795,143,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Charlotte H., Franziska G.",Friedensschule 175,"„In diesem allen haben wir erfahren, in wie viel Not hat der gnädige Gott über uns Flügel gebreitet.“ – Eine Familiengeschichte in den Weltkriegen","Auf der Basis der von ihrem Urgroßvater begonnen und vom Großvater weitergeführten Familienchronik setzt sich die Schülerin mit der Geschichte ihrer Familie während der beiden Weltkriege auseinander und geht der Frage nach, welche Rolle Gott und der Glauben während dieser schwierigen Zeiten in der Familie spielten. Sie beginnt damit die Situation der Familie in Altkemnitz (Niederschlesien) um das Jahr 1900 darzustellen, um daraufhin neben dem Augusterlebnis auch die Kriegseindrücke des Urgroßvaters von der Front, die kirchliche Legitimation des Ersten Weltkrieges, Gott als Trostspender sowie das Kriegsende als Übergang in eine gesellschaftlich prekäre Zeit zu erarbeiten. Bezüglich des Zweiten Weltkriegs fällt der Blick der Autorin im Wesentlichen auf den Einmarsch der Roten Armee in die östlichen Gebiete und das damit verbundene „Leid“, die Demütigung durch Polen die ihre Familie erfahren musste, die Flucht und Vertreibung aus den schlesischen Gebieten, die Dankbarkeit für eine göttliche Führung und schließlich die Reise in den Westen und der Neuanfang unter verschiedenen Widrigkeiten in Lippstadt. Die abschließenden Worte der großväterlichen Chronik, in denen er die besondere Beziehung seiner Eltern zu Christus und Gott hervorhebt, ist einem Fazit der Verfasserin vorgelagert, in welchem sie ihre Bewunderung für die (Ur-)Großeltern zum Ausdruck bringt, die trotz allem Erlebten dennoch den Glauben an Gott nicht verloren hatten und auch ins hohe Alter hinein Offenheit und Gastfreundschaft für heimatlose Menschen lebten.",4 SAB 1378,1,23 S.,1914,1945,59,19,Textbeitrag,"Chroniken, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Stara Kamienica, Enna K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 177,„In verbo tuo“ – Widerstand im Namen Gottes? Der Kampf um das Recht in einer Diktatur,"Am Beispiel des Berliner Bischofs Konrad Kardinal von Preysing beschäftigt sich die Schülerin in ihrem umfangreichen Beitrag mit dem Widerstand der katholischen Kirche zur Zeit des Nationalsozialismus. Aus der Erzählung ihres Vaters erfuhr sie, dass sich Preysing mit dem Münsteraner Bischof von Galen in Havixbeck bei ihrem Urgroßvater Rudolf Freiherr von Twickel inoffiziell getroffen hatte. Dies zum Anlass genommen, recherchierte die Schülerin zunächst detailliert die (theologische) Biographie Preysings bis zu seiner Versetzung von Eichstätt in das noch junge Bistum Berlin 1935. Dass sich Berlin in vielfacher Hinsicht zur juristischen, politischen, theologischen und diplomatischen Herausforderung für den Bischof entwickelte, stellt die Autorin am Beispiel des Kampfes um die Pressefreiheit während der NS-Diktatur dar. Besonders sei hierbei das persönliche Engagement Preysings gewesen, welcher als Träger des Pressemandats die Verantwortung für die katholische Presse im Bistum Berlin trug und sich mit Briefen sowie Eingaben direkt an den Reichspropagandaminister Goebbels, den Reichskirchenminister Kerrl und den Reichspresseminister Amann wandte. Spätestens auf der Fuldaer Bischofskonferenz 1933 trat der Vorsitzende Kardinal Betram aus Breslau als Antagonist Preysings auf. Den Bischöfen Preysing und Galen wurde gewahr, dass Bertrams Politik der vorsichtigen Eingaben (u.a. ein Geburtstagbrief an Hitler am 20. April 1940) und Kooperation mit den Mächtigen des Reiches die fortschreitende Limitierung katholischer Freiräume nicht würde stoppen können. Die sich aufbauende oppositionelle Haltung gegenüber Bertram aber auch dem Regime, welche sie in der Bischofskonferenz zusehends isolierte, wurde durch die Mitarbeit an der Enzyklika ‚Mit brennender Sorge’ von Pius XI (1937) weiter eingeschärft. Am Beispiel des ‚Hilfswerkes beim Bischöflichen Ordinariat Berlin’ und Preysings Freundschaft zu Helmut James Graf von Moltke und seinem Kreisauer Kreis beschreibt die Schülerin weiter den Widerstand, den Preysing gegen das NS-Regime leistete. Der Eintrag im Gästebuch vom 04. Januar 1939 (Fotoaufnahme ist dem Beitrag beigefügt) belegt das Zusammentreffen der Bischöfe Preysing und Galen – Cousins dritten Grades – im ‚Haus Havixbeck’ (Stammsitz der Familie von Twickel), wo sich die beiden vom Regime kritisch begutachteten ungestört treffen konnten. Für die Verfasserin indessen steht Preysing als wahrheitsliebender Mensch durch sein vorbildliches Handeln als ein Beispiel christlichen Bekennermuts und Zivilcourage, welches noch heute Menschen ermutigen könne, es im Sinne seines Wahlspruches ‚in verbo tuo’ Christus gleich zu tun. Der Beitrag fußt auf einem großen Fundament aus Quellen, wissenschaftlicher Literatur und im Anhang beigefügten Zeitzeug*inneninterviews mit den Großeltern Elisabeth Freifrau von Twickel und Gottfried Freiherr von Twickel, ist ferner unterfüttert mit passend ausgewählten Karten, Bildern und Zitaten.",4 SAB 1301,1,42 S.,1933,1945,91,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Havixbeck, Ludovica von T.,Marienschule 179,„Interkonfessionelle Heiraten im Christentum“,"Die Großmutter der Verfasserin, in einem protestantischen Umfeld aufgewachsen, heiratete in den 1960er-Jahren einen katholischen Mann. Deren Ehe stieß vor allem bei dessen Eltern auf Widerstand und stellte das Paar auch vor praktische Probleme wie die Fragen nach dem Gottesdienst und der Taufe. In Ihrer Arbeit betrachtet und beurteilt die Verfasserin zudem vergleichsweise das Eheverständnis von evangelischer und katholischer Kirche mitsamt dessen Folgen für die Positionierung gegenüber der interkonfessionellen Ehe und stellt Überlegungen an, welche Folgen dies für das konkrete Familienleben haben könnte.",4 SAB 1335,1,12 S.,1962,2017,180,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Filme, Internetquellen",, Greta K.,Ratsgymnasium 180,"„Ja, waren wir denn blind?“ Vom Schmähmotiv zum Mahnmal – „Synagoge und Ecclesia“ an der Lambertikirche in Münster","Vor dem Hintergrund aktueller öffentliche Debatten, die einerseits einen Verlust der Prägekraft von Religion für den Alltag vieler Jugendlicher und junger Erwachsener konstatieren, andererseits negative Einflüsse fanatisch-fundamentalistisch ausgelegter Extrempositionen von Religion medial multiplizieren, setzt sich die Autorin mit der antijudaistischen Statuen-Komposition von Synagoge und Ecclesia an der Münsteraner St. Lamberti-Kirche auseinander. Neben gegenwärtigen Umgangsweisen mit dieser Darstellung stellt sie die Frage nach dem historischen Hintergrund und Ursprung dieser Bildhauereien in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung. Eine Synthese ihrer interesseleitenden Motive versucht sie in der Frage des Umschlags in der Rezeption vom Schmähmotiv zum Mahnmal. Ausgehend von einer abbildungsgestützten Beschreibung der Statuen, die sich an prominenter Stelle in Münsters Altstadt befinden, erläutert sie in Abgrenzung vom Antisemitismus den Antijudaismus, der hier zu Stein geworden ist, sowie dessen künstlerische Motiv-Rezeptionen. Dabei stellt sie fest, dass der Antijudaismus kein ausschließlich lokales Phänomen, sondern seit Beginn des Christentums ein Grundmotiv dieser Religion war. In Münster selbst haben sich erst mit Beginn des 19. Jahrhunderts Juden niedergelassen. In einer Betrachtung der architektonischen Geschichte der St. Lamberti-Kirche, an deren Außenwand sich die betrachteten Statuen befinden, stellt Hamidi fest, dass die Skulpturen der Synagoge und Ecclesia erst im Rahmen von Restaurations- und Neukonzipierungsarbeiten um 1900 hinzugefügt wurden. Zu dieser Zeit befand sich die Gemeinde der Münsteraner Juden im Pfarrbezirk der St. Lamberti-Kirche. Nach Ansicht der Schülerin liegt es nahe, dass sich die Restauratoren einem mittelalterlichen Theologie- und somit auch Interreligiositäts-Verständnis verpflichtet sahen, als sie die entsprechenden Statuen errichteten. Trotz der Neupositionierung zum Judentum im Kontext des Zweiten Vatikanischen Konzils in den 1960er-Jahren stellt die Verfasserin im Umgang der Lamberti-Gemeinde mit diesen Statuen und der jüdischen Gemeinde erst in jüngerer Vergangenheit Bewegung fest. Doch auch die 2015 wiederaufgenommene Diskussion über die bzw. die 2016 erfolgende Konzeption der Erläuterungs-Tafeln werden in der vorliegenden Arbeit als höchst ambivalent aufgefasst und kritisch in den Blick genommen. Der Weg zur Kooperations- und Austauschbereitschaft zwischen den Religionsgemeinschaften stellte sich für die Autorin nach Auswertung einiger Zeitzeugen-Interviews Beteiligter als nicht immer einfach dar. Abschließend bewertet die Verfasserin die aktuelle Tafel an der St. Lamberti-Kirche als auf Ausgeglichenheit und gegenseitige Wertschätzung bedachte, zugleich aber für den Alltagsgebrauch zu komplexe Darstellung des schwierigen historischen Verhältnisses von Christen- und Judentum, der sich immer noch in einer vielschichtigen Diskussion über diese Themen niederschlägt. Der Beitrag wird ergänzt durch einen ausführlichen Arbeitsbericht, der den Lernprozess der Schülerin in vielen Schritten reflektiert.",4 SAB 1380,1,72 S.,1900,2017,329,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Lamberti-Kirche, Münster", Greta Marie H.,Marienschule 187,„Lernen unter dem Kreuz“ – Konfessionsschulen in der Geschichte am Beispiel der Martinischule Münster,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit der Geschichte von Konfessionsschulen in Deutschland am konkreten Beispiel der katholischen Martinischule in Münster, die sie selbst als Grundschülerin besucht hat. Was ist überhaupt eine Konfessionsschule und was unterscheidet sie von anderen Schulen, sind die Fragen, die die Verfasserin umtreiben. Der zunächst definitorischen Annäherung an den Begriff Religion sowie der persönlichen Beziehung zum Glauben folgt ein kurzer Blick auf die Wurzeln des deutschen Bildungssystem in verschiedenen Zeiten (Preußen, Weimarer Republik, NS-Regime, BRD) und auf die rechtlichen Grundlagen der Konfessionsschule im heutigen Schulgesetz von NRW. Anschließend beschreibt die Verfasserin die historische Entwicklung der Konfessionsschulen, von ihren Ursprüngen im Zuge der staatlichen Inobhutnahme über das Bildungssystem während des Kulturkampfes bis hin zur (vorläufigen) Abschaffung der Bekenntnisschulen durch die Nationalsozialisten am 27. Oktober 1938, um daraufhin die Geschichte der Martinischule seit der Gründung des Martinistifts 1185 herauszuarbeiten. Das Leben an einer Konfessionsschule erarbeitet die Schülerin ferner an den Beispielen des Religionsunterrichts, des Schulgottesdienstes, der Lehrer und der Schüler der Schule. Mithilfe einer fiktiven Kurzgeschichte schildert sie abschließend die Umstände der Nachkriegszeit an der Martinischule aus der Perspektive ihres Protagonisten, dem 13-jährigen Paul. Dem Beitrag ist ein 23-seitiger Arbeitsbericht beigefügt.",4 SAB 1245,1,53 S.,1871,2017,61,19,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Martinischule, Münster", Franka O.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 193,„Neujahr im Februar? Die Anfänge und Rituale der buddhistischen Gemeinde in Münster“,"Die Verfasserin der Arbeit ist die Tochter eines asiatischen Einwanderer-Paares, das sich allerdings erst in seiner neuen Heimat Deutschland kennengelernt hat. Anfangs noch weitgehend entfremdet von ihrem kulturellen und religiösen Hintergrund haben ihre buddhistisch-gläubigen Eltern seit 2012 auch im westfälischen Münster eine Glaubens-Heimstatt gefunden. In diesem Jahr gründete der Möchte Thinch Mhin Thong einen buddhistischen Tempel, mit dem die seit Anfang der 2000er existierende buddhistische Gemeinde einen Ort des Glaubens erhielt. Der von Räucherstäbchen geprägte Tempel stellt das räumliche Zentrum zahlreicher Feiertage wie Festivitäten und Rituale dar, mit denen sich die Verfasserin in ihrem Beitrag befasst: Ob Geisterfest, ein Festtag an dem die Geister der verstorbenen umgehen, Spezifitäten buddhistischer Begräbnisse (von Kleiderordnung bis sozialer Segmentierung nach Verwandtschaft) oder buddhistische Hochzeiten, an denen man rot, die Farbe des Glücks zu tragen hat und der Bräutigam eine ebenso gefärbte Schleife umgebunden bekommt – nicht nur bekannte Feste wie das Neujahrfest und dessen ausgefallene Terminierung werden in den Blick genommen. Nach derer kurzer Rückbindung an die Grundlagen des Buddhismus stellt die Autorin vor allem deren Alterität im Vergleich zu deutschen bzw. mitteleuropäischen Ritualen und kulturellen Verwurzelungen fest, die ihrer Ansicht nach die quantitative Randgruppenexistenz des Tempels und der Gemeinde auch in qualitativer Hinsicht verschärfen. Ein Umstand, der beispielsweise im Versuch der Quellenerschließung Schwierigkeiten bereitete – beispielsweise da Gemeindemitglieder nur selten und höchstens anonym zu Interviews bereit waren, deren knappe Paraphrasen sich im Literaturverzeichnis finden.",4 SAB 1257,1,21 S.,1980,2017,147,19,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Zeitungsartikel",, Yvonne T.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 200,"„Schrecken der Feinde, des Freundes Schutz, des Fürstbistums Münster Erneuerer, Erhalter, Beförderer!“ Eine Untersuchung zum münsterischen Fürstbischof Christof Bernhard Graf von Galen","Christof Bernhard Graf von Galen ist als einer der bedeutendsten Münsteraner Fürstbischöfe in die Geschichte des westfälischen Bistumssitzes eingegangen. In ihrer Arbeit stellen die Verfasserinnen nicht nur seine Biographie und sein Wirken in der, gegen die und für die Stadt vor, sondern analysieren auch Relikte seines Lebens und Wirkens – sein Grabmal sowie sein Testament – in Perspektive auf die darin transportierten Aussagen. Sie stellen die Frage, welches Selbstbild diese Überreste transportieren und wie dies mit von Galens Lebensgeschichte zusammenhängt. Von Galens Leben (1606-1678) erzählen sie als geprägt von den Erfahrungen des Dreißigjährigen Krieges. Als traumatisiert von den Erfahrungen konfessioneller Konflokte, betrachten sie sein drastisches Durchgreifen gegen den in der Bischofswahl unterlegenen Kontrahenten, den er zunächst vergeblich versuchte aus der Stadt zu exkommunizieren – Zweifel und Widerstand nicht dulden, jedoch vor allem nicht untätig verharren wollend, sah er sich schnell selbst vor den Stadttoren stehend und diese belagernd. Gelang es ihm zwar, die Kontrolle über die Stadt wiederzuerlangen, bewerten sie seine Herrschaft – in außenpolitischer wie wirtschaftlicher Hinsicht – als nicht besonders erfolgreich. Vor diesem Narrativ des bestimmten aber erfolglosen Wirkens skizzieren sie auch seine Hinterlassenschaften: Ausführlich betrachten die Verfasserinnen sein prunkvoll-martialisch zuallererst aber religiös anmutendes Grabmal im Münsteraner Dom. Private Fotos ergänzen sie um eine Interpretation, die die Leitbegriffe des Grabmals – fromm, gerecht, stark – in den verschiedenen Elementen wiedererkennt. Den Anspruch auf resolutes Auftreten erkennen sie auch im Wortlaut von Galens Testament wieder, in welchem er seinen Nachfolger dazu anhält im Interesse religiöser Einheitswahrung als Garant des Friedens Konflikte schnell zu lösen und die Interessen der Stadt im Blick zu behalten. Im Fazit konstatieren die Verfasserinnen, dass von Galens Lebenseinstellung, die sie als sich um die weltliche Gewährleistung und Sicherung der Religion drehend sowie auf voller Überzeugung und vollem Vertrauen in sich selbst fußend einschätzen, ihnen von heutiger Warte betrachtet ebenso wie die institutionelle Verdichtung beider Interessen im Amt des Fürstbischofs fremd erscheinen.",4 SAB 1288,0,20 S.,1606,1678,278,19,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen","St.-Paulus-Dom, Münster"," Lea J., Marie Lena S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 208,„Vom strengen Münsteraner Sendgericht zum Volksfest.“,"In seinem Beitrag setzt sich der Schüler mit der Entwicklung des Sends vom mittelalterlichen Gerichtssynode hin zum modernen Volksfest in Münster auseinander. Während des Mittelalters und der frühen Neuzeit wurden auf dem Sendgericht, welches als geistliches Sittengericht galt, die Schandtaten und Laster der Gemeindemitglieder öffentlich verhandelt. Heute bildet der Send in Münster dagegen einen mehrfach im Jahr stattfindenden Jahrmarkt. Zunächst auf definitorischer Ebene annähernd (der Begriff Send geht auf das Wort Synode zurück), beschreibt der Verfasser anhand einiger Beispiele anschließend Verstöße und Strafmaßnahmen, die auf dem Sendgericht verhandelt wurden. Vermutlich ab dem 11. Jahrhundert schlossen sich Märkte den Synoden an, auf denen die Kaufleute drei Tage lang ohne die „Zunftverfassung“ ihre Waren frei verkaufen konnten, so der Schüler weiterführend. Ferner erörtert er die Symbolik und Funktion des Sendschwertes zur Sicherung des Marktfriedens, um daraufhin die Entwicklung zum modernen Send, inklusive des Marktgeschehens, der wirtschaftlichen Bedeutung, dem Warenangebot, den Schaustellern und der Fahrgeschäfte, in den Blick zu nehmen. Eine tabellarische Chronik der Entwicklung des Sends seit 805 sowie ein Transkript der Zeitzeug*inneninterviews mit Großmutter und -tante sind dem Fazit vorgelagert, in welchem der Verfasser besonders die vergnüglichen Aspekte des modernen Sends hervorhebt.",4 SAB 1367,1,40 S.,0,2017,59,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Michel S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 209,"„Von der Dämonie der Gewalt ergriffen?“. Pfarrer Walter Fiebig, ein „Deutscher Christ“ aus Münster","In seiner Arbeit betrachtet der Schüler die Situation der evangelischen Kirchen in seiner Heimatstadt Münster zur Zeit des Nationalsozialismus. In verdichteter Form lässt sich deren Lage an der Polarität von „Deutschen Christen“ und „Bekennender Kirche“ ablesen. Die „Deutschen Christen“ unterstützten die NS-Ideologie auf ganzer Linie und ließen sich von den Nazis als willfährige Mobilisierungsinstitution der Protestanten instrumentalisieren. Ihnen gegenüber stellte sich die „Bekennende Kirche“, die sich klar vom Apparat des Dritten Reichs und dessen Politik abgrenzte. Am Beispiel der Münsteraner Gemeinden illustriert der Schüler, welche konkreten Folgen diese Frontstellung haben konnte. Die „Bekennende Kirche“ gliederte sich zu einer eigenen Synode aus und litt bald unter Repressionen. Dies geschah vor allem unter Mitwirkung Walter Fiebigs, einem Pfarrer der „Deutschen Christen“, anhand dessen Person der Verfasser die „Deutsche-Christen“-Ideologie konkretisiert. Fiebig, überzeugter Christ, war der Ansicht, dass Evangelium und Nationalsozialismus sich ergänzten. Er nahm deren Ideen in seine Predigten auf, gliederte die Kirchen-Jugendarbeit der HJ an und ging gegen Widersacher, wie dem „Bekennenden“ Pfarrer Friedrich Flemming gewalttätig vor. Kontakte zur Gestapo wurden gar kolportiert, konnten ihm jedoch im Verfahren wegen Verletzung seiner Amtspflichten nach Ende des Krieges nicht nachgewiesen werden. Obwohl er sich einer vorzeitigen Beurlaubung nicht beugen wollte und während des Krieges, bspw. angesichts seiner unermüdlichen Soldaten-Fürsorge, nicht unbeliebt war, wie der Verfasser einräumt, wurde Fiebig letztendlich aus Münster verstoßen. So kommt der Verfasser zu dem Schluss, dass Fiebig sinnbildlich für die „Deutschen Christen“ den Missbrauch religiös-autoritärer Positionen und die fälschliche Vermischung von Religion und Politik verkörperte.",4 SAB 1286,1,16 S.,1931,1949,278,19,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur",, Jannik J.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 210,„Von hier erschallt der Friede dem ganzen Erdkreis“. 30 Jahre Krieg und der Friedensschluss in Münster,"Angestoßen durch das prominente in Münster ausgestellte Gemälde, welches die Unterzeichnung des Westfälischen Friedens zeigt, setzen sich die Verfasserinnen in ihrer im Rahmen des Unterrichts angefertigten Arbeit mit diesem Vertragsschluss auseinander. Ihren Fokus wollen sie vor allem auf die Rolle, die religiöse Faktoren für die Entstehung des Friedens spielten, wie auf dessen Rezeption in zeitgenössischen Medien legen. Dabei stützen sie sich vorwiegend auf Fachliteratur, wie ein Interview mit dem stellvertretenden Leiter des Münsteraner Stadtmuseums. Nach einer ereignisgeschichtlichen Skizzierung des Kriegsverlaufes sowie der Rahmenbedingungen der Friedensverhandlungen betrachten sie den Westfälischen Frieden in erster Linie als Frieden, der einen auf religiösen Motiven fußenden interkonfessionellen Krieg dauerhaft beenden sollte. Sie schätzen den Friedensvertrag so als Dokument des Pluralismus ein, das die Konkurrenz der Konfessionen in ein Nebeneinander – auch in institutioneller Hinsicht wie bspw. in den konfessionell getrennten Beratungen auf den Reichstagen – überführen sollte. Die Rezeption des Friedensschlusses, der das Ende einer lange andauernden Periode der Gewalt, Unsicherheit und des Elends für die Bevölkerung markierte, vollziehen die Schülerinnen in der detailreichen Analyse von Münzen wie Flugschriften des 17. Jahrhunderts nach. Ihrer Interpretation nach steht im Zentrum des Münzmotivs die Hoffnung die der Frieden mit sich brachte; auch das Flugblatt, das neben Dankgebeten ob des Friedens einen Postreiter zeigt, der die Nachricht des Friedensschlusses überbringt, verbildlicht nach Auffassung der Verfasserinnen die Freude angesichts dieses Ereignisses. Die Folgen für die Stadt Münster, in der der Frieden unter anderem geschlossen wurde, bewerten die Schülerinnen jedoch weniger positiv: So hatte sich die Stadt im Zuge der Verhandlungen nicht nur verschuldet, auch langfristig verlor die Stadt Münster ihre zuvor erträumte Eigenständigkeit als freie Reichsstadt. Als sich der Rat gegen den zentralistische Bestrebungen offenbarenden Fürstbischof stellen wollte, setzte dieser seine Herrschaft gar mit Gewalt durch. Auch spätere geschichtskulturelle Rezeptionen des Westfälischen Friedens – ausgehend vom 100- bzw. 300-jährigen Jubiläum werden in der Arbeit anhand von bildlichen Repräsentationen untersucht. Überwog bei der 100-Jahr-Feier des Friedens noch der martialische Stolz konfessioneller Selbstbehauptung, sprachen 1948 nicht nur die Friedenstauben auf den Plakaten, sondern auch die Prozessionen im noch immer zerstörten Münster eine ganz andere Sprache. So kommen die Verfasserinnen zu dem Schluss, dass der Westfälische Frieden als Initialzündung religiöser Toleranz wie deutschem Föderalismus von anhaltendem Weltrang mit Auswirkungen auf das Völkerrecht und Vorbildcharakter einzuschätzen sei. Die Rolle religiöser Motive für den Friedensschluss bewerten sie – wie für den gesamten Kriegsverlauf – ambivalent und uneindeutig. Zugleich stellen sie bei allem Verdienst den der Friedensschluss in weiterer Perspektive brachte fest, dass die Lage der Stadt Münster durch diesen eher verschlechtert als verbessert wurde.",4 SAB 1345,0,32 S.,1618,1948,278,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Anika J., Ilirjana D., Lilly G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 213,"„Wenn Katholiken auf’ne Demo gehen, sind’s Protestanten!“. Das christliche Engagement in der Friedensbewegung gegen die nukleare Aufrüstung am Beispiel von Münster","In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit der Rolle der christlichen Kirchen und des christlichen Glaubens während der Friedensbewegung in Deutschland und Münster besonders der 1980er Jahre. Sie fragt dabei, inwiefern die Kirchen als Initiatoren auftraten und ob Menschen aus christlichen Motiven heraus gegen die atomare Aufrüstung protestierten. Auf eine detaillierte Hinführung der Aufrüstungspolitik der Weltmächte folgt zunächst die Erläuterung der Friedensbewegung in der BRD, von ihren Anfängen nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu ihrem Höhepunkt während der Abstimmung über den Nato-Doppelbeschluss durch den Bundestag am 22. Oktober 1983, um daraufhin die Position der christlichen Kirchen herauszuarbeiten. Mit Rückgriff auf die Reaktionen bezüglich zahlreicher Anklagen im Zuge vieler gewaltfreier Proteste gegen den evangelischen Pfarrer Werner Lindemann 1984, dem als Schlüsselfigur der Münsteraner Friedensbewegung abschließend eigens ein Kapitel gewidmet wird, sowie den Predigten des katholischen Bischofs Dr. Reinhard Lettmann 1990/91, wird die Aufarbeitung des Ortsbeispiels Münster vorbereitet. Hier stehen besonders die zahlreichen aktiven Vereinigungen (Pax Christi, DGB Jugend Münster, Jugendring der Stadt Münster u.w.), Blockaden, Proteste und Ostermärsche im Zentrum des Interesses. Mit Blick auf das im Titel anklingende Wortspiel resümiert die Verfasserin abschließend, dass nach ihrer Untersuchung beide Konfessionen politische Mitsprache bewiesen haben und der Glaube ihrer Anhänger eine politische Dimension gewonnen habe. Der passend bebilderte Beitrag stützt sich neben zahlreicher Fachliteratur und Archivalien auch auf Zeitzeug*inneninterviews mit einem der Gründerväter des Bündnis90/Die Grünen in Münster, Winfried Maria Nachtwei, und den Religionslehrern Dr. Stephan Chmielus und Jürgen Grothus, welche sich in einer Pax-Christi Vereinigung engagiert hatten.",4 SAB 1265,1,45 S.,1980,2000,260,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Camilla K.,Marienschule 216,„Wie Gott will“. Die Katharinenschwestern. Gestern und heute.,"Die beiden Schülerinnen setzen sich in ihrem Beitrag mit der katholischen Ordensgemeinschaft der Katharinenschwestern in Münster auseinander. Neben der Gründungsgeschichte des Ordens und der Biographie der Gründerin, Regina Protmann, beschreiben die Verfasserinnen das Leben der Heiligen Katharina (Patronin des Ordens) sowie die Geschichte des Klosters in Münster. Auf Basis eines Interviews mit Schwester Regina beschäftigen sie sich mit den Fragen, wie und warum man in einen Orden eintritt, welche Bedeutung das Gelübde hat und wie die Schwestern während des Zweiten Weltkriegs nach Ostpreußen fliehen mussten. Abschließend stellen die Verfasserinnen dem vergangenen Klosterleben den heutigen Rhythmus im Katharinenkloster gegenüber. Unter den Fragen, wie bestimmt Religion den Alltag der Schwestern, welchen Stellenwert hatte Religion für die Ordensgründerin, warum wurde sie heilig gesprochen und was tun die Schwestern heute, ziehen die Autorinnen ein Fazit.",4 SAB 1354,0,17 S.,1571,2017,117,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Katharinenkloster, Münster"," Julia W., Neele K.",Marienschule 224,„Zu einer evangelischen Hochzeit kommen wir nicht“ – Der Konflikt zwischen den Konfessionen,"Die beiden Schülerinnen beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit den konfessionellen Unterschieden zwischen Protestanten und Katholiken mit besonderem Fokus auf deren Konfliktpotential. Sie fragen sich, warum sich zwei ähnelnde Konfessionen versuchen voneinander zu distanzieren und welchen Einfluss die Konfessionen noch in unserer heutigen Zeit haben. Anlass der Auseinandersetzung mit dem Thema ist der im Titel anklingende Boykott der protestantischen Hochzeit der Großmutter einer der Schülerinnen durch deren katholische Familie. Anhand einer bis zum Thesenanschlags Luthers zurückreichenden Datenliste erfolgt zunächst eine historische Aufarbeitung des jahrhundertealten Konfliktes, an dessen Ende die Schülerinnen konstatieren, dass es bei den zahlreichen Auseinandersetzungen nur selten um unterschiedliche Glaubensansichten sondern vielmehr um Machtverteilung in der Politik gegangen sei. Methodisch reflektiert und die Chancen sowie Grenzen der oral history abwägend, beginnen die Autorinnen die Geschichte von Renate und Willi Seibert an von Zeitzeug*inneninterviews aufzuarbeiten. Hierbei stellen sie besonders den großen Protest der Brautfamilie heraus, welche schließlich im Boykott der protestantischen Hochzeit mündete. Eine sukzessive Aussöhnung der Familien entwickelte sich im Verlauf der Jahre und um die Exkommunikation Renates umzukehren, erfolgte fünf Jahre später auch eine katholische Hochzeit im kleinen Kreise. Für die Autorinnen indessen lässt die Aussage von Renates Bruder „Das war damals ebenso“ resümierend darauf schließen, dass die negative Einstellung gegenüber den „Mischehen“ nicht auf dem Glauben, sondern auf den gesellschaftlichen Auffassungen der Zeit beruhte. Die beiden Zeitzeug*inneninterviews mit Renate Seibert und ihrem Bruder Edgar sind dem Beitrag angehängt.",4 SAB 1295,0,22 S.,1960,1970,332,19,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Charlotte W., Marlene L.",Marienschule 227,§ 218 in der historischen Entwicklung: Sind Abtreibung und Religion unvereinbar? Eine Untersuchung über den Umgang mit dem § 218 StGB vor dem Hintergrund religiöser und gesellschaftlicher Wertvorstellungen im historischen Kontext,"In ihrem Beitrag setzt sich die Schülerin mit dem „§ 218 Schwangerschaftsabbruch“ des StGBs auseinander und skizziert seine historische Einwicklung aus gesetzlicher, gesellschaftlicher und religiöser Perspektive. Nach einleitenden Worten zur Themenfindung schafft die Verfasserin mit der Erarbeitung der historischen Kontextualisierung des § 218, seinen Diskurvierungen in der BRD (u.a. wird auf das berühmte Stern-Cover „Wir haben abgetrieben“ verwiesen) und der kirchlichen Position die Basis für eine weitere Auseinandersetzung. Spezifiziert wird dieser deutsche Blick mit der Beschreibung der Verhältnisse in Münster in den 1970er bis 1990er Jahren, u.a. wird hier auf den Weltfrauentag und seine Proteste 1974 sowie auf die Haltung des Deutschen Frauenrings in Münster eingegangen. So war es beispielsweise bis Anfang der 1990er Jahre in Münster nicht möglich, einen Schwangerschaftsabbruch nach sozialer Indikation durchzuführen. Um die Haltung verschiedener Beteiligter herausarbeiten zu können, führte die Verfasserin in einem nächsten multiperspektivischen Schritt drei Zeitzeug*inneninterviews mit einem katholischen Priester, einer Gynäkologin und der Schwangerschaftskonfliktberatung Donum Vitae, welche transkribiert in dem Beitrag eingewoben sind. Die ab den 1990er Jahren einsetzenden Veränderungen des § 218 stellt die Verfasserin unter die abstrahierende Fragestellung „Ein wegweisender Schritt hin zur Emanzipation der religiösen Frau?“, um daraufhin die besonders schwierige Situation, nämlich nicht nur gesetzlich sondern auch religiös haftbar gemacht zu werden, für eine katholische Frau darzustellen, die eine Schwangerschaft abbrechen möchte. In ihrem Fazit kommt die Verfasserin zu dem Schluss, keine eindeutige Antwort auf ihre anfangs gestellte Leitfrage, ob Abtreibung und Religion unvereinbar sind, geben zu können, sie hebt vielmehr die Komplexität der Entscheidung für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch für die betreffenden Frauen hervor.",4 SAB 1316,1,39 S.,1970,2017,59,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Theresa G.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 242,Advent im Paradies? Wie veränderten die protestantischen Auswanderer die Gesellschaft in Brasilien?,"In ihrer Arbeit befasst sich die Schülerin mit einem ereignisreichen und bis dato vorwiegend mündlich überlieferten Kapitel ihrer eigenen Familiengeschichte. Gestützt auf eine breite Auswahl an erhaltenen Dokumenten wie Urkunden und Passagierlisten, aber auch alte Familienfotos, die in die Arbeit eingeflochten sind, setzt sie sich mit der Auswanderung ihrer Familie nach Brasilien auseinander. Vermutlich 1873 migrierten die Vorfahren der Schülerin dorthin. Die Auswanderung sieht die Schülerin als im möglichen Zusammenhang mit der Sturmflut 1873 in Norddeutschland stehend, bei der ihre Familie möglicherweise den Hof und damit auch die Lebensgrundlage verloren haben könnte. Die Ankunft ihrer Familie in Brasilien setzt sie in den Kontext der Südamerika-Migration des 19. und 20. Jahrhunderts. Dabei hebt sie vor allem widrige Umstände hervor, denen ihre Vorfahren ausgesetzt waren. Den Auswanderern wurden in wirtschaftlicher Perspektive Versprechungen ausgelobt und Verheißungen gemacht, die das dicht bewaldete Brasilien vor allem in agrarökonomischer Hinsicht nie einlösen konnte; vielmehr sieht die Autorin eine ausbeutende Haltung gegenüber den Deutschen, die die Lücke füllen sollten, die die Sklaven afrikanischen Ursprungs gelassen hätten. Darüber hinaus stieß die protestantische Familie der Verfasserin im überwiegend katholisch geprägten Brasilien auf zivilrechtliche Hindernisse; Kirchen, protestantische Eheschließungen und Taufen sowie Amtsausübungen waren ihnen verboten. Nichtsdestotrotz kommt die Schülerin zu dem Schluss, dass sich ihre Verwandten, bis zur Rückkehr der Großeltern nach Deutschland, in Brasilien eine Existenz aufbauen konnten und die Prägekraft vieler deutscher Immigranten in Brasilien bis in die Gegenwart anhält.",4 SAB 1323,1,28 S.,1873,2017,147,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Brasilien, Carlota Floriana B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 271,Anna Maria Feldhaus. Eine Jüdin überlebte im 2. Weltkrieg!!!,"Dieser Beitrag ist dem Schicksal der Urgroßmutter einer der Schülerinnen gewidmet, welche als Jüdin den Zweiten Weltkrieg überlebte. Wie konnte Anna Maria Feldhaus, geb. Hagedorn, der Judenverfolgung durch das NS-Regime entgehen und aus welchem Grund wurden Juden überhaupt verfolgt, sind Fragen die drei Schülerinnen antreiben. Die kurz gehaltene Arbeit wirft zunächst einen Blick auf die Judenverfolgung unter den Nationalsozialisten im Allgemeinen, um daraufhin das Leben von Anna Maria Feldhaus zu beleuchten, welche sich nach ihrer Heirat als Katholikin ausgab und somit unbehelligt blieb. Das Resümee der Verfasserinnen legt den Blick sowohl auf die Hilfe durch die Mitmenschen als auch die eigene Vorsorge von Anna Maria Feldhaus als Gründe für ihr Überleben. Dem Beitrag ist ein Stammbaum der Familien Hagedorn und Feldhaus beigefügt.",4 SAB 1280,0,9 S.,1923,2001,260,19,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,," Klara Hendrika S., Marit Liza M., Rabea Anna F.",Marienschule 286,Arbeiter im Gulag – Religion als letzter Halt?,"Die Gulags waren Straf- und Arbeitslager in der Sowjetunion. Sie waren institutionalisierte Weiterentwicklungen der im Jahr 1918 von den Bolschewiki initiierten Lagerhaft für aus politischen oder ideologischen Gründen in der Sowjetunion Verfolgte. Die Hochzeit der Gulags, ihre größte Auslastung, lässt sich in der Zeit Stalins Regimes verorten. Nach seinem Tod jedoch wurden die Lager, auch bedingt durch Aufstände und hohe Kosten, sukzessive geschlossen, sodass bis Mitte der 1950er-Jahre mit 1,7 Millionen Gefangenen der Großteil freikam. Der Urgroßvater der Verfasserin war selbst eine Zeit lang Insasse eines Gulags und hat den harten, menschenunwürdigen Lageralltag, der Unzählige in den Tod trieb, am eigenen Leib erfahren. Als gläubiger Sowjetbürger deutscher Herkunft in mehrerlei Dimensionen diskriminiert, blieb er jedoch auch in der Lagerhaft ein sehr religiöser Mensch. Die Verfasserin stellt fest, dass sein Gottvertrauen ihm auch angesichts seiner Haft nicht abhanden kam, sondern vielmehr wichtige Stütze für ihn war. Auch der Großonkel der Schülerin mit russischem Migrationshintergrund wurde nach seiner Verurteilung als Verräter – er weigerte sich im Zuge des Militärdienstes aufgrund seinen christlichen Glaubens, jemals Menschen zu töten – in ein Lager im Ural-Gebiet deportiert. Auch er hielt dort – trotz strengster Verbote – an seiner Religion fest. Er solidarisierte sich sogar mit weiteren Gefangenen, die zusammen beteten und die Bibel lasen. In einem zusammenfassenden Urteil bemerkt die Verfasserin die für die Recherche ihrer Arbeit auch mit ihrer Großmutter als Zeitzeugin gesprochen hat, nicht nur die familienhistorische Aktualität des Themas, die sich in der religiös geprägten Erziehung jeder Generation zeige, sondern auch dessen weltpolitische Relevanz, angesichts gegenwärtig andauernder Christenverfolgungen.",4 SAB 1310,1,14 S.,1929,1956,117,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Russland, Sowjetunion", Elli N.,Marienschule 323,Bernhard Poether. Das Gedenken an Bernhard Poether in Hiltrup,"Die in ihrer Freizeit in Münster-Hiltrup als Messdienerin aktive Schülerin möchte mit ihrer Arbeit mehr Prominenz für Bernhard Poether schaffen: An ihn wird in ihrer Heimatgemeinde mit einer Gedenktafel erinnert. Poether war ein Münsteraner Priester in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der sich unter anderem sehr für die zu dieser Zeit Repressionen erfahrenden Polen engagierte, nachdem er dort selbst für zwei Jahre mit der Absicht gelebt hatte, Missionar in Russland zu werden. Dass er sich auch nach seiner Rückkehr bspw. so sehr für die Ruhrpolen einsetzte, führte letztlich zu seiner Deportation nach Sachsenhausen und schließlich Dachau, wo er 1942 verstarb. Die Verfasserin vergleicht Poethers Wirken für eine der Gesellschaft fremd erscheinende Gruppe aus Nächstenliebe mit gegenwärtigem Engagement für Flüchtlinge. Ein von ihm überlieferter Abendmahlkelch mit den Inschriften „in diesem Zeichen wirst du siegen“ und „am Altare muss ein Priester stehen, der nicht mit Worten allein, sondern durch die Tat das Volk ermahnt zu bekennen und Zeugnis abzulegen“ ist für sie Sinnbild seiner Unermüdlichkeit, die er auf die Kraft seines Glaubens zu stützen wusste.",4 SAB 1270,1,18 S.,1906,1942,345,19,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",Hiltrup, Katharina A.,Clemensschule 327,Bestattungen im Christentum,"Der Beruf des Großvaters der Verfasserin – er ist Bestatter – hat ihr Interesse geweckt, sich in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb mit der Frage zu befassen, wie Bestattungen in der christlichen Religion ablaufen und welche Rolle Bestatterinnen und Bestatter dabei spielen. Zu diesem Zweck bedient sie sich eines Vergleichs in diachroner Perspektive. Haben Bestattungen ihren Ursprung auch in den frühesten menschlichen Kulturen und Gesellschaften, nimmt die Schülerin hier besonders das Mittelalter als Vergleichsfolie in den Blick. Dabei stellt sie fest, dass Bestattungs- sowie Trauerrituale im Mittelalter einerseits viel enger mit heilsgeschichtlichen Vorstellungen verknüpft und in diese eingebettet, sowie andererseits von abergläubischen Riten aus Angst vor dem Teufel und bösen Geistern begleitet wurden. Für Bestattungen in der Gegenwart konstatiert sie die auch hier zunehmende Individualisierung der Gesellschaft, die sich in immer individuelleren Trauerfeiern manifestiere. Gleichzeitig hat neben der Orientierung auf das nicht-endliche Jenseitige auch eine Rücksichtnahme auf die in der Gegenwart Hinterbliebenen Einzug gehalten. Der Beruf des Bestatters habe sich, so die Verfasserin, erst in jüngerer Vergangenheit, einhergehend mit dem Aufstieg säkularer Bestattungsriten, als eigenständiger Beruf von der Kirche emanzipiert. In Deutschland beispielsweise ist diese Tätigkeit erst seit 2003 als Lehrberuf anerkannt. An die Arbeit angehängt finden sich sehr ausführliche Interviews mit dem Großvater der Verfasserin sowie mit Dr. Ralf Hammecke, dem Leiter des Münsteraner Zentralfriedhofs. Auf diese wird jedoch nur implizit in der Arbeit Bezug genommen.",4 SAB 1328,1,26 S.,0,2017,66,19,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur",, Lena M.,Marienschule 346,Christian Braunschweig-Wolfenbüttel. Feldherr im dreißigjährigen Krieg und Albtraum der katholischen Liga,"In seinem Beitrag beschäftigt sich der Schüler mit dem Leben eines der bekanntesten Feldherren der Welfen im Kampf gegen das Habsburger Haus und die katholische Liga im Dreißigjährigen Krieg, dem evangelischen Christian Braunschweig-Wolfenbüttel. Durch seine plündernden und brandschatzenden Feldzüge in Westfalen, Lippstadt (seinem Hauptsitz), Soest, Münster und der Region um Paderborn sowie der Verwendung des „Pfaffenfeindtalers“ als Spottmütze ging er in die Geschichte ein. Am 06. August 1632 wurde er mit seinem Heer in der Schlacht bei Stadtlohn vernichtend geschlagen und konnte sich nur mit wenigen Soldaten in die Niederlande flüchten. In einem ersten Schritt erarbeitet der Verfasser mit den Hintergründen des Dreißigjährigen Krieges zunächst den historischen Kontext des Lebens Braunschweig-Wolfenbüttels, um daraufhin detailliert seine Biographie darzustellen. Außerdem führt er kurz die ambivalenten Sichtweisen auf Braunschweig-Wolfbüttel in seiner Funktion als Feldherr aus. Nach einer knappen Quellenkritik hebt er in seinem Fazit eben diese unterschiedliche Bewertung seiner Leistung als Feldherr hervor und kommt mit Blick auf seine Leitfrage, ob Braunschweig-Wolfenbüttel aus religiösen Überzeugungen oder weltlichen Motiven handelte, zu keiner eindeutigen Antwort, wenngleich er betont, dass Braunschweig-Wolfenbüttel die Religion sicherlich als Legitimation seines Handelns gedient habe.",4 SAB 1371,1,17 S.,1599,1629,59,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Finn A.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 347,Christlicher Glauben in der NS-Zeit,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit dem Verhältnis des christlichen Glaubens zur Ideologie des NS-Regimes. Neben den Anfängen der NSDAP, ihren Erfolgen bei den Reichstagswahlen sowie die Ideologie der Nationalsozialisten erarbeitet die Verfasserin auch den Kampf der katholischen Kirche gegen den NS an den Fallbeispielen Martin Niemöller und Clemens August Graf von Galen, um daraufhin einen Blick auf die Reichsschaft Deutscher Pfadfinder und Späher sowie das System der Hitler-Jugend zu werfen. In ihrem Fazit kommt die Verfasserin zu dem Schluss, dass während der NS-Diktatur alle Glaubensrichtungen und Religionen große Schwierigkeiten hatten und sowohl Christen als auch Juden zu Unrecht verfolgt und getötet wurden.",4 SAB 1284,1,19 S.,1933,1945,302,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Julia W.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 350,Congregatio Pauperum Sanctae Crucis et Sacri Rosarii. Armenfürsorge durch den Fürstbischof. Ein Fürsorgeexperiment?,"Vom „Oh-My-Darling“-singenden Straßenmusiker bis zu still die Hand aufhaltenden Obdachlosen. Armut und Bettler sind auch in einer Stadt wie Münster im Stadtbild präsent. Von dieser Beobachtung ausgehend haben die Verfasserinnen sich, auf eine breite Literatur- und Materialgrundlage gestützt, damit befasst wie die katholische Kirche in Münster sich in vorwohlfahrtstaatlichen Zeiten – der Fokus liegt hier auf dem 18. Jahrhundert – der Armen angenommen hat. Nach einer historischen Verortung der Armut vor dem Hintergrund von Kriegen und anhaltender Ausbeutung in einer stratifizierten Gesellschaft, betrachten die Autorinnen Definitionen von Armut und Armenfürsorge aus gegenwärtiger Perspektive wie zur in der Arbeit in den Blick genommenen Zeit. Hierbei stellen sie fest, dass die besondere historische Lage viele Menschen in der Stadt zusammenkommen hat lassen, die auch nach damaliger Definition als arm gegolten haben dürfen. Stützen dieser Argumentation sind sowohl die sich zu dieser Zeit ausdifferenzierende Armenfürsorge in Form von Armenkommission und -häusern, als auch Erlässe, die es ortsfremden Bettlern verbieten, länger in der Stadt zu bleiben. In dieser Gemengelage wurde Clemens August von Bayern – dessen Biographie die Autorinnen ausführlich darlegen – zum Münsteraner Fürstbischof geweiht. 1756 gründete er die Congregatio Pauperum Sanctae Crucis et Rosarii, eine Armenstiftung die sich vorwiegend finanzierte, indem ihre Mitglieder den sonntäglichen Gottesdienst besuchten sowie eigene Gottesdienste im Zeichen der Congregatio und Armenfürsorge hielten, um dort Gaben der Münsteraner Bürgerinnen und Bürger zu sammeln. Insbesondere kümmerte sie sich um Mittellose, die wegen des verbotenen Tatbestands des Bettelns verurteilt worden waren. Die explizite Berücksichtigung des Rosenkranz‘ im Namen der Stiftung setzen die Verfasserinnen mit einer ausführlichen Gebetspraxis im 18. Jahrhundert, besonders der darin gedachten Passion Christi sowie der unser-täglich-Brot-gib-uns-heute-Passage des Vaterunsers in Bezug. Die Arbeit der Congregatio wurde durch die schärferen Maßnahmen gegen Mittellose im Verlauf des 18. Jahrhunderts verschärft; zu Beginn des 19. Jahrhunderts, 1804 ging die Congregatio in die neu gegründete öffentliche Armenkommission über, die die Armenfürsorge zentralisierte. Neben der religiös inspirierten sozial-karitativen Motivation zur Arbeit in der Congregatio stellen die Schülerinnen in ihrem Beitrag auch Überlegungen an, inwiefern machtpolitische Interessen des Gründers Clemens August von Bayern sowie seinen Nachfolgers Maximilian Friedrich hier eine Rolle gespielt haben. Neben der Persönlichkeit des stets sehr um sein Seelenheil bedachten Clemens Augusts, die die Verfasserinnen zuvor ausführlich betrachtet haben, spielten hier ihrer Ansicht nach auch Prestigeüberlegungen eine Rolle, da es schließlich unter anderem darum gegangen sei, das Betteln im Stadtbild diminuieren zu lassen. Dennoch kommen sie zu dem Schluss, dass mit der christlich begründeten Congregatio Religion Geschichte gemacht habe.",4 SAB 1346,0,37 S.,1700,1804,117,19,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen",," Johanna L., Pia B.",Marienschule 365,Das christliche Lehrbuch der Familie Ahrens aus dem 18. Jahrhundert,"Der Onkel der Verfasserin ist im Zuge privater familiengeschichtlicher Forschung auf „Das christliche Lehrbuch der Familie Ahrens“, ein zwischen 1781 und 1804 verfasstes katechetisches Lehrbuch aufmerksam geworden. In ihrer Arbeit erläutert die Verfasserin an Beispielauszügen aus diesem Lehrbuch, wie das in zwei Teile gefasste Werk lebenspraktische Hinweise wie Antworten auf theologische Fragestellungen geben sollte. Sie zeigt auf, dass diese Praxis unter Rekurrieren auf ein Lehrbuch besonders für die Pietisten typisch war. Die Geschichte dieser reformatorischen Strömung skizziert sie eingangs. Welche Antworten der Pietismus auf zentrale alltagspraktische bzw. Glaubens-Fragen bereithält, führt sie ebenfalls an ausgewählten Beispielen exemplarisch aus. Dass das sehr abgegriffene, vermutlich also häufig verwendete Buch gegenwärtig keine so große Rolle in ihrer Familie mehr spielt, nimmt sie als Anlass ihre zeitgenössischen Familienmitglieder nach der Rolle des Glaubens und explizit des Lehrbuchs in ihrem Leben zu fragen. Die kurzen Antworten die gegen Ende der Arbeit gelistet sind, zeichnen ein Bild der Frömmigkeit einer Münsterländer Familie im Jahr 2017.",4 SAB 1350,1,35 S.,1781,2017,59,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Line B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 382,"Das Gemeinde St. Stephanus und ihre Geschichte. Zwischen Gemeindezusammenschluss, Wertewandel und Kontinuitäten","In seinem Beitrag beschäftigt sich der Schüler mit der Geschichte und Entwicklung der St. Stephanus-Gemeinde in Münster, welcher er selbst angehört. Welche Sichtweisen auf Glaube, Religion und Gemeinschaft haben die Mitglieder und wie wandeln sich diese im Verlauf der Zeit? Unter dieser Fragestellung befragt der Schüler nicht nur seine Familie mit Hilfe eines Fragebogens, sondern führt außerdem ein Interview mit dem Pastor Thomas Laufmöller. Zuvor hatte er kurz die Biographie des St. Stephanus sowie die Geschichte der Kirche in Münster wiedergegeben. In seinem Fazit kommt er u.a. zu dem Schluss, dass das Monopol der Kirche hinsichtlich der Wertevermittlung innerhalb der Gesellschaft zu schwinden scheint. Ein Transkript des Interviews ist dem Beitrag nicht beigefügt.",4 SAB 1241,1,21 S.,1960,2017,302,19,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen","St. Stephanus, Münster", Luke A.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 399,"Das Leben meiner Urgroßmutter und ihrer beiden Ehemänner. Ein deutsch-polnisches Schicksal im Ringen um Menschenwürde, Nächstenliebe und Toleranz","Aus den Erzählungen ihrer Großmutter kennt die Verfasserin ihre Urgroßmutter Magdalena Grudzien. Sie lebte bei Neustadt im heutigen Polen, verheiratet mit einem deutschen Bauern, mit dem sie fünf Kinder hatte. Mit Beginn des Krieges entschied sich ihr Mann für ein Partisanendasein und wurde noch 1939 erschossen. Die Urgroßmutter der Schülerin wurde zunächst jedoch mit ihren Kindern in ein KZ in Potulice deportiert, um ihn zum Aufgeben zu bewegen. Nach einem Jahr wurden ihre Kinder – die nach Darstellung der Verfasserin von den KZ-Wächtern neue Namen erhielten, die sie in Teilen beibehielten –, dann auch sie selbst aus der Haft entlassen, Schockiert von den Schrecken des KZs, den sie selbst miterleben mussten. Magdalena war zunächst mittellos, fand jedoch Arbeit und lernte einen Polizisten kennen, der sie heiratete, sich um ihre Kinder kümmerte und noch zwei weitere Kinder mit ihr bekam.",4 SAB 1340,1,21 S.,1915,1950,300,19,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Polen, Prudnik", Julia M.,Fürstin-von-Gallitzin Realschule 401,Das Leben von unserer Tante Klara im Kloster,"Auf der Basis eines Gesprächs mit der Urgroßtante einer der Schülerinnen, welche als Schwester Elisabeth in das Maria-Ludwig-Stift (Dülmen) eintrat, beschäftigen sich die beiden Verfasserinnen mit dem Leben von Ordensschwestern und ihrem besonderen Verhältnis zu Gott. Dabei definieren sie zunächst den Begriff der Ordensschwester, indem sie ihn vom Wort „Nonne“ abgrenzen, und gehen anschließend auf die Geschichte der Clemensschwestern seit der Ordensgründung 1808 ein. Nach einer kurzen Biographie von Schwester Elisabeth stellen die beiden Autorinnen die Gründe für deren Eintritt ins Kloster und den Alltag im Orden auf Basis des Zeitzeugengesprächs vor. Abschließend resümieren die beiden Schülerinnen, dass sie zwar großen Respekt für die Entscheidung hegen, ein Leben im Kloster zu führen, dieser Weg für sie selbst jedoch nicht in Frage käme. Ausschnitte des Zeitzeugengesprächs hängen dem Beitrag transkribiert an.",4 SAB 1233,0,13 S.,1808,2017,66,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Maria-Ludwig-Stift, Dülmen"," Alison H., Anna K.",Marienschule 413,Das Schicksal jüdischer Annette-Schülerinnen während des Nationalsozialismus’ im Spiegel eines fiktiven Briefwechsels,"Durch die Gedenktafel für vier im Holocaust ermordete Schülerinnen des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums angestoßen, setzt sich die Verfasserin mit dem Schicksal jüdischer Schülerinnen an ihrer Schule während des Nationalsozialismus auseinander. Nach der Recherche in Fachliteratur und Internet entschied sich die Autorin dazu, mit Hilfe eines fiktiven Briefwechsels (insgesamt neun Briefe von ein bis zwei Seiten Länge) zwischen einem jüdischen Mädchen und einer nicht-jüdischen Mitschülerin an einem konkreten Beispiel die Ausgrenzung und Konsequenzen der NS-Diktatur für die jüdische Bevölkerung zu erörtern. Ihre Protagonistin Ella schreibt an ihre Freundin Lisa, welche jedoch aufgrund des väterlichen Einflusses und des Umzugs nach Dorsten nicht mehr antwortet, womit den Briefen eine therapeutische, entlastende Funktion für Ella zukommt. So beschreibt Ella den Boykott der mütterlichen Bäckerei im März 1933, welche mit dem Wort „Judensau“ beschmutzt wurde, das Berufsverbot der Kollegen ihres Vaters an der Universität, die Nürnberger Gesetze 1935 und die Folgen für ihre Zukunft, die Novemberpogrome 1938, die zerrissene Familie im Jahr 1941, die Verpflichtung den Judenstern zu tragen, die Deportation und mehr auf der Basis der recherchierten historischen Eckdaten. In ihrem Fazit äußert die Verfasserin das Unverständnis, wie unter den Augen eines ganzen Volkes eine Religionszugehörigkeit zu einer Rassenideologie entstellt und innerhalb von zehn Jahren beinahe alle jüdischen Mitbürger Münsters aus der Stadt vertrieben und ermordet werden konnten. Ihren Beitrag widmet sie jenen Opfern.",4 SAB 1298,1,32 S.,1933,1945,59,19,"Novelle, Textbeitrag","Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen","Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Münster", Maya B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 420,Das Täuferreich Münster,"Mit der Herrschaft der Wiedertäufer verfügten 1534-1535 radikale Reformatoren über die Bistumsstadt Münster. In ihrer Arbeit betrachten die Verfasserinnen insbesondere die führenden Köpfe dieser eschatologischen Bewegung. Sie betten das Täuferreich in seinen historischen Kontext ein und schätzen die Bedeutung religiöser Motive als konstitutiv für Beginn wie Ende der Herrschaft ein, von deren gewaltsamen Ende noch in der Gegenwart Zeugnisse im Stadtbild wie -museum zu sehen sind.",4 SAB 1290,0,15 S.,1534,1535,180,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche",," Jule H., Lil B.",Ratsgymnasium 467,Der Einfluss der Religion zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges in Westfalen. Eine Betrachtung von Christian von Braunschweig und Ferdinand von Bayern,"Die beiden Schüler beschäftigen sich in ihrem umfangreichen Beitrag mit dem Einfluss der Religion im Dreißigjährigen Krieg in Westfalen und entscheiden sich für den besonderem Fokus auf die von ihnen gewählten Protagonisten, den evangelischen Christian von Braunschweig und den katholischen Ferdinand von Bayern. Nach kurzen, einleitenden Worten folgt zunächst die Beschreibung der persönlichen Positionen zu Glaube und Religion durch die Autoren. Mit dem Thesenanschlag Luthers 1517 beginnend, rollen die beiden Verfasser nachfolgend die Ursachen und mit dem Zweiten Prager Fenstersturz auch den konkreten Anlass des Dreißigjährigen Krieges auf. Anschließend stehen die beiden Protagonisten im Zentrum des Interesses: Zunächst werden die Streifzüge Christian von Braunschweigs in Westfalen, Lippstadt, Soest und in der Region um Paderborn, die Verwendung des „Pfaffenfeindtaler“ als Spottmünze und seine vernichtende Niederlage in der Schlacht bei Stadtlohn am 06. August 1632 beschrieben, um daraufhin neben der Biographie und der ambivalenten Persönlichkeit Ferdinand von Bayerns auch die unter seiner Führung gestaltete Rekatholisierung Münsters auszuführen. Bei einem sich anschließenden Vergleich zwischen den beiden Charakteren heben die Autoren die Umstände der Zeit hervor und kommen zu dem Schluss, dass der Dreißigjährige Krieg zwar als Religionskonflikt gelte, es oftmals jedoch um die Legitimation eigener Herrschaftsansprüche gegangen sei. Um die Grauen des Krieges noch einmal vertiefend zu erörtern, analysieren die beiden Verfasser das Gedicht „Tränen des Vaterlandes“ von Andreas Gryphius (1636), da es in lyrischer Form die Wirren des Krieges gebündelt darstelle. Dass es nach Jahrzehnten der Gewalt letztlich zu einem Friedenvertrag im Rathaus von Münster gekommen war, bewerten die Schüler als äußerst positiv. So sei in der Stadtgeschichte Münsters nicht nur der Krieg sondern auch der Frieden tief verankert.",4 SAB 1360,0,59 S.,1618,1648,302,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",," Leon S., Niklas von K.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 481,Der Hindu-Tempel in Hamm,"Durch die bewegte Familiengeschichte veranlasst, der Vater (Christ) und die Mutter (Hindu) mussten wegen eines Bürgerkrieges Sri Lanka verlassen, beschäftigt sich der Schüler mit dem hinduistischen Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel in Hamm (Wesf.), dem seit der Einweihung 2002 größten Dravida-Tempel Europas. Die Geschichte des Tempels begann bereits 1989, als Siva Sri Paskarakurukkai, ein tamilischer Hindupriester, im Keller seiner Wohnung in Unna-Massen einen Gebetsraum einrichtete, der sich rasch große Beliebtheit bei vielen bürgerkriegsflüchtigen Tamilen erfreute. Im Jahr 1992 wurde der Tempel aufgrund von Sicherheitsbedenken in eine Heißmangel-Wäscherei verlagert, die steigenden Besucherzahlen machten einen erneuten Umzug jedoch unumgänglich. Der Übergangstempel wurde schließlich durch den ab März 2000 von zehn aus Indien eingeflogenen Tempelarbeitern gebauten und am 07. Juli 2000 im Rahmen eines 13-stündigen Festes mit 3000 Hindus eingeweihten Tempel abgelöst. In seinem Beitrag erarbeitet der Verfasser neben dieser Geschichte ferner weitere Eckdaten des Tempels, Charakteristika der hinduistischen Religion, das Zusammenleben von christlichem und hinduistischem Glauben in Deutschland sowie die Verhaltensregeln beim Besuch des Tempels. Der Verfasser führte für seine Recherche u.a. ein Telefonat mit dem Priester Siva Sri Arumugam Paskarakurukkai.",4 SAB 1256,1,16 S.,1989,2017,59,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Hamm, Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel", Jonah E.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 488,Der Konflikt und die Konkurrenz zwischen der katholischen Kirche und dem nationalsozialistischen Regime am Beispiel niederer Geistlicher aus dem Münsterland,"In einen elaborierten theoretischen Rahmen – von Mannheim bis zu Bourdieu – eingebettet, betrachtet die Verfasserin das Wirken katholischer Priester aus dem Münsterland während der NS-Herrschaft. Sie fasst Nationalsozialismus und (katholische) Religion als zwei um ihre Geltung konkurrierende Ideologien auf; die in der Analyse besonders fokussierten Priester stellen dabei das Denkkollektiv auf katholischer Seite dar. In Anbetracht von Geltungstrieb und Konkurrenztheorie will sie den einzelnen Geistlichen persönlichen Interessen- und Motivlagen widerständigen Handelns nicht absprechen, meint sie aber dennoch in den Meta-Konflikt der Institutionen und deren Absichten einfassen zu können. Zur Skizzierung des historischen Kontextes stellt sie mit „Religion und Ersatzreligion“ ideologische Grundsätze, insbesondere in Perspektive auf das Menschenbild beider Parteien kontrastiv-vergleichend dar, da in dessen diametralen Gegensätzen für sie der Ansatz- und Ausgangspunkt des Widerstands vieler Geistlicher begründet lag. Als ebenfalls nicht unerheblich für die Bereitschaft zum Widerstand gegen das Regime stuft sie die Sozialisationserfahrungen vieler Geistlicher zur Zeit des Kulturkampfs ein. Konkrete Fallanalysen betreibt sie anhand Geistlicher aus Münster im Zweiten Weltkrieg. Hier räumt sie der sogenannten „Polenseelsorge“ großen Stellenwert ein: Angewiesen durch Kardinal von Galen waren es Geistliche wie Bernhard Poether, die entgegen der menschenverachtenden NS-Ideologie auch angeblich „minderwertige Rassen“ unverändert mit Nächstenliebe umsorgten und pflegten. Poether ließ sich auch von Drohungen und Repressionen durch das Regime nicht von seiner Haltung abbringen, bis er schließlich nach Dachau deportiert wurde, wo er 1942 starb. Auch Herrmann Scheipers, ein Priester aus dem Münsterland, feierte nach wie vor auch mit Christen polnischer Abstammung die Messe und umsorgte sie seelsorgerisch. Die Haft im Konzentrationslager Dachau überlebte er nur knapp. Dass Poether und Scheipers keine Einzelfälle waren zeigt die Verfasserin anhand der akribischen Darstellung einiger weiterer Priester-Biographien. Doch auch auf anderer Ebene zeigten Priester Widerstand: Eines der wohl prominentesten Beispiele ist Karl Leisner; als Jugendlicher selbst von der katholischen Jugendarbeit geprägt, engagierte sich der Pfarrer dort hingabevoll. In den nationalsozialistischen Bemühungen um die Jugend sah er nicht nur diese, sondern auch seine Idealvorstellung eines katholischen Patriotismus gefährdet. Seine Renitenz sowie sein erfolgreiches Werben um viele Jugendliche führte schließlich dazu, dass auch er in Dachau inhaftiert wurde – nach Kriegsende starb er an den Folgen einer dort erlittenen Lungenerkrankung. Doch neben dem Münsterländer Leisner gab es auch in dieser Dimension zahlreiche Beispiele dafür, wie die Religion es schaffte, Priester zum Widerstand gegen die Vereinnahmung der Jugend gegen das Regime anzuregen und die Jugendlichen selber zu mobilisieren. Kritisch betrachtet die Verfasserin die retrospektive Märtyrer-Stilisierung der Priester, insbesondere deren Intensivierung durch die katholische Kirche die Zeit des Lebens der Widerständler auch von ihnen abrückte, sobald sie beispielsweise in Konzentrationslager deportiert wurden. Einer zeitgenössisch-arrangierenden Haltung entspricht die rückwirkende Vereinnahmung ihrer Ansicht nach nicht gänzlich: Statt der Institution Kirche haben sich ihre unmittelbaren Diener aufgrund ihrer subjektiven Religiosität den Nationalsozialisten entgegengestellt. Die Kirche hingegen war und ist – auch aufgrund ihren umfassenden Anspruchs – nach wie vor auf Machterhalt und gesellschaftliche Einflussnahme bedacht.",4 SAB 1285,1,58 S.,1933,1945,335,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Johanna T.,Friedensschule 554,Die Auswirkungen der Kirche auf die Ehe unter der besonderen Berücksichtigung der Problematik der Mischehe und der Scheidung,"Als Kind getrennt lebender Eltern hat die Verfasserin aus biographischen Motiven großes Interesse am Themenkomplex Ehe und Familie. Die religiösen Auswirkungen auf Sozialisation und damit Familiengeschichte nimmt sie dabei insbesondere für das 19. Jahrhundert in den Blick. Religion prägte nicht nur das Aufwachsen, sie präfigurierte auch den Bildungsweg. Die Verfasserin greift ein Beispiel aus Langendreer (heute ein Bochumer Stadtteil) auf, in dem eine evangelische Schule ein Mädchen zurückweist, das evangelisch getauft ist, jedoch einen katholischen Vater hatte, der allerdings im Ersten Weltkrieg vermisst wurde. In einem anderen knapp umrissenen Fall aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wurde ein Lehrer an einer katholischen Schule aus dem Dienst enthoben, weil er mit einer protestantischen Frau Kinder hat. Bis heute virulent ist für die katholische Kirche das Thema der Wiederheirat: Dass ein katholischer Volksschullehrer in Herne in den 1920er-Jahren aus diesem Grund aus dem Dienst enthoben wurde, wirkt nach Ansicht der Verfasserin in Zeiten der Diskussion um die Kommunion Geschiedener noch immer aktuell. Sie kommt jedoch zu dem Schluss, dass insbesondere die katholische Kirche ihre Lehrmeinung den Lebenswirklichkeiten ihrer Mitglieder unterzuordnen habe, um diesen nicht ihre Lebensweise vorzuschreiben sondern Halt in jeder Lebenslage zu sein.",4 SAB 1336,1,15 S.,1800,2017,106,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Lotta W.,Ratsgymnasium 559,Die Bedeutung von Reliquien im Wandel der Zeit,"In ihrem Beitrag setzen sich die Schülerinnen mit der Bedeutung von Reliquien zu verschiedenen Zeiten auseinander. Zu Beginn ihrer Ausarbeitung erläutern die Verfasserinnen die dreistufige Klassifizierung von Reliquien, den Reliquienhandel, den Stellenwert von Reliquien im Mittelalter und Unterscheidungskriterien für echte bzw. falsche Reliquien, um daraufhin die Domreliquien in Münster, u.a. die Statue des heiligen Liudger, das goldene Reliquienkreuz, das Pauluskopfreliguiar, die Heilige Agnes, sowie weitere wichtige Reliquien im Münsterland, z.B. der Eichensarg mit den Gebeinen der Heiligen Heriburg und das Borghoster Stiftskreuz, vorzustellen. Einige Ausführungen zum Bedeutungswandel von Reliquien, von spätantiken/mittelalterlichen Symbolen der Macht, Verehrungsgegenständen oder Heilsbringer zur modernen Form der Glücksbringer, sind einer Umfrage unter 83 Personen verschiedener Altersgruppen zum Thema Reliquien vorgelagert. In einem nächsten Schritt gehen die Verfasserinnen der Frage nach, welche Bedeutung Reliquien heute noch haben, und erarbeiten dafür die bejahende Position der katholischen Kirche sowie die gesetzlichen Grundlagen, z.B. anhand des Bestattungsgesetzes. Die Kritik Martin Luthers an der Reliquienverehrung, die er als „tote Dinge“ und die Wallfahrten als „Jahrmärkte des Teufels“ bezeichnete, bildet ein eigenes Kapitel, bevor die Verfasserinnen in ihrem Fazit zu dem Schluss kommen, dass Reliquien in der Vergangenheit zwar einen hohen Stellenwert genossen, dies sich jedoch gewandelt habe und nur noch für wenige gläubige Katholiken Reliquien eine sinn- und heilsstiftende Quelle darstelle.",4 SAB 1322,0,22 S.,0,2017,59,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen","Borghorst, Münsterland, St.-Paulus-Dom, Münster"," Ida D., Mareike B.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 567,Die Christianisierung des Münsterlandes,"Die Schülerin geht in ihrem Beitrag der Leitfrage nach, warum die Mehrheit der Bevölkerung im Münsterland sich dem christlichen Glauben zugehörig fühlt, und ist damit auf der Suche nach den Wurzeln der Christianisierung des Münsterlandes. Dazu verfolgt sie die drei Fragestellungen „Woran haben die Menschen des Münsterlandes vor der Christianisierung geglaubt?“, hier liefert die Verfasserin eine Auflistung der verschiedenen Götter an denen die Westfalen vor der Christianisierung glaubten, „Wer hat das Münsterland christianisiert?“, eine kurze Biographie Karl des Großen wird ausgearbeitet, und „Wie wurde das Münsterland christianisiert?“. In Bezug auf die letzte Fragestellung stellt die Autorin im Wesentlichen die Feldzüge Karl des Großen gegen die Sachsen vor, welche sie in drei Missionsphasen unterteilt und die mit der Kaiserkrönung 800 endet.",4 SAB 1247,1,12 S.,748,814,39,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen",, Rheanna Sophie H.,Gymnasium Wolbeck 568,Die Clemensschwestern und ihre Geschichte,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit dem Leben und Wirken der seligen Clemensschwester Maria Euthymia (*08. April 1914, † 09. September 1955), bürgerlicher Name Emma Üffing. Zunächst erarbeitet sie dafür die Gründungsgeschichte des Klosters der Clemensschwestern in Münster, welches 1808 vom Kapitularvikar des Bistums Münster Clemens August Droste zu Vischering gestiftet wurde, die Situation der verschiedenen Kriege seit 1808, die Weisungen und Regeln der Schwestern (festgehalten auf den „16 Blättern“ von Vischering), die heutigen Niederlassungen und Mitglieder sowie der Barmherzigkeit als Leitmotiv der Clemensschwestern. In einem nächsten Schritt stellt die Verfasserin die Biographie Schwester Euthymias vor, darunter u.a. ihre Herkunft, Schul- und Ausbildungszeit, der Eintritt in den Orden am 23. Juli 1934, ihr Dienst als Krankenschwester, die Leitung der Wäscherei in der Raphaelsklinik und dem Mutterhaus in Münster, ihren Krankheitsverlauf und den Tod 1955 in Münster sowie schließlich ihre Seligsprechung am 07. Oktober 2001 in Rom durch Papst Johannes Paul II. Als Grundlage des Beitrags führte die Autorin ein dem Beitrag angehängtes Zeitzeugeninterview mit Schwester Susanne Kamperdick, welche 1993 in den Orden der Clemensschwestern in Münster eintrat.",4 SAB 1355,1,22 S.,1808,2017,59,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Merle S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 569,Die Colonia Dignidad,"Ausgehend von dem Besuch einer Aussteigerin aus der Colonia Dignidad im Unterricht, befassen sich die Teilnehmenden knapp mit diesem Sekten-Projekt in Chile. Mit den Versprechen eines gelobten Landes und des Lebens in religiöser Gemeinschaft vom Sektenführer Paul Schäfer gelockt kamen auch viele, vor allem junge, Christinnen und Christen aus dem Münsterland dorthin. Dass sie Unterdrückung – auch durch den chilenischen Geheimdienst – Misshandlung und Vergewaltigung erwarteten, ahnte niemand. Diese extremen Erfahrungen werden von den Verfassern auch als Grund dafür gemutmaßt, warum sie kaum Interviewpartner für ihre Arbeit finden konnten, obwohl sich in Gronau im Münsterland viele ehemalige Dignidad-Bewohner ausmachen lassen.",4 SAB 1312,0,6 S.,1968,2017,180,19,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Gronau," Aline F., Jamie M.",Ratsgymnasium 572,Die Domburg des Ludgerus,"Ludgerus, von Karl dem Großen – noch vor dessen Krönung zum Kaiser – entsandter Missionar ließ Ende des 8. Jahrhunderts ein Kloster an der Stelle einer zuvor zerstörten Siedlung an der Aa errichten: Mit dem Monasterium Mimigernaford – seit 805 Bischofsitz – wurde die Stadt Münster begründet. In seiner Arbeit betrachtet der Verfasser zunächst die historischen Hintergründe der Entstehung seiner Heimatstadt. In weiteren Schritten befasst er sich mit den in jüngerer Vergangenheit vollzogenen Ausgrabungen im heutigen Altstadt-Gebiet. Von Grabüberresten bis zu Relikten der Alltagsgeschichte wie Geschirr und Werkzeugen – die Funde der Ausgrabungen waren und sind vielfältig. Darüber hinaus lassen sich noch längst nicht alle der vorgefundenen Überreste zuordnen. Klar scheint zu sein, dass der Domplatz in der Vergangenheit ein deutlich anderes Bild geboten haben dürfte, wie der Verfasser darstellt: Von Gräben noch unklarer Funktion durchzogen, fanden sich hier vor allem im 9. und 10. Jahrhundert vorwiegend Handwerker-Behausungen in Form von Pfahlhäusern, auch die Befestigungen lassen sich angesichts der gewonnenen Erkenntnisse rekonstruieren. Dabei geht der Autor auf die verschiedenen Schichten ein, die sukzessive im archäologischen Grabungsprozess durchgearbeitet werden. Neben die Erkenntnisse aus der jüngeren Vergangenheit stellt der Verfasser mit dem Aufbau des Klosters, dessen Teil- und Zuständigkeitsbereiche er anschaulich in der Münsteraner Stadtlandschaft verortet, sowie der Civitas, der auf Holz- und Erdwälle gründende Befestigung aus der Zeit Karl des Großen, die Ergebnisse der in den 1950er- und 1960er-Jahren getätigten Ausgrabungen. Seinen Beitrag stützt er dabei vorwiegend auf Fachliteratur. In seinem Arbeitsbericht reflektiert der Schüler, dass die Rolle der Religion, steingeworden in der Gründung des Doms, konstitutiv für die sich erst ab diesem Zeitpunkt entwickelnde Stadt Münster war.",4 SAB 1251,1,23 S.,790,2017,221,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Videodokumente, Zeitungsartikel","Altstadt, Münster, St.-Paulus-Dom, Münster", Jan M.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 577,Die Entstehung der alt-katholischen Gemeinde in Münster am Fallbeispiel der Ignatiuskirche,"Die alt-katholische Kirche ist eine Strömung innerhalb des Katholizismus, die sich von den Zentralisierungs-Bestrebungen päpstlicher Autorität im Zuge des Ersten Vatikanischen Konzils unter Pius IX. – vor allem bekannt für das dort beschlossene Unfehlbarkeitsdogma – distanzieren wollte. In vielerlei Hinsicht folgt diese Glaubensbewegung bis heute liberaleren Ansichten als ihre Mutter-Kirche. In seiner Arbeit betrachtet der Verfasser zunächst Eigenheiten der alt-katholischen Kirche in ihrer Entstehung, um sich schließlich genauer damit zu befassen, wieso es in Münster zum Streit zwischen Alt-Katholiken und Katholiken um die gemeinsame Nutzung eines Kirchraums kommen konnte. In der ausführlichen, auf Sekundärliteratur gestützten Auseinandersetzung dieser Entstehungsgeschichte kommt der Schüler zu dem Schluss, dass die Ablehnung der Ansprüche des Papstes unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Frömmigkeit Ende des 19. Jahrhunderts – eine Position zwischen bedingungsloser Religions-Folgsamkeit und staatsbürgerlicher Glaubensabsorption – vielen Zeitgenossen attraktiv erschienen sei. Diese Inanspruchnahme der Religionsstellung führte schon hier zu vielen Konflikten mit den konservativ Gläubigen, die teils gar in Handgreiflichkeiten mündeten. Ging nach den turbulenten Zeiten des Kulturkampfs die Mitgliederzahl wieder zurück fällt dem Verfasser bei der Recherche auf, dass die Zeit des Nationalsozialismus‘ in altkatholischer Literatur nicht selten ausgespart wird – ein Umstand der seiner Ansicht darin begründet liegen könnte, dass die Altkatholiken sich diesem gegenüber nicht verwehrten. In Münster selbst konnte erst durch die begünstigenden Verbindungen zu den Nationalsozialisten die erste altkatholische Gemeinde entstehen, nachdem zuvor die engen Verbindungen nach Rom die konservativ-katholische Dominanz monolithisch gehalten hatten. Für den Verfasser interessanterweise wurde seit 1939 die Ignatiuskirche als erster Münsteraner Kirchraum der Altkatholiken genutzt – heute steht an dieser Stelle das Lehrerzimmer seiner Schule. Gegen diese Doppelnutzung protestierte Bischof von Galen öffentlich. Hier kristallisierte sich für ihn, eine Auffassung, die der Autor teilt, eine ideologisierte Instrumentalisierung des Glaubens deutlich hinaus – seinen wiederholten Protesten wurde jedoch nicht stattgegeben. Die zuständigen Reichsminister entschieden, dass die Kirche wie beabsichtigt genutzt werden dürfe. Ihr Ende fanden die Münsteraner Alt-Katholiken jedoch im Verlauf des Krieges: Viele mussten die Stadt verlassen und auch die Ignatiuskirche wurde 1943 im Zuge der Bombenangriffe zerstört.",4 SAB 1261,1,34 S.,1870,1943,59,19,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Ignatiuskirche, Münster", Ludger S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 585,Die Flucht aus dem Iran. Ein Weg in die Unabhängigkeit,"Eine der drei Verfasserinnen ist im Alter von neun Jahren mit ihrer Familie aus dem Iran nach Deutschland gekommen. Diesen familiären Hintergrund will die von ihnen eingereichte Arbeit aufarbeiten, indem sie die Genese der gegenwärtigen Struktur des iranischen Staates als Produkt unsicherer politischer Umstände, einschneidender Reformen und externer Einmischungen begreift. Eine entscheidende Rolle wird hier nicht nur den USA, die in der Region großflächig eigene Interessen wirtschaftlicher wie machtpolitischer Natur verfolgen, als Antagonist und Aggressor sondern auch Ajatollah Chomeini zugestanden, der seit dem Machtverfall und der sukzessiven Auflösung der Institution des Schah in seiner Vernetzung von Religiösem wie Politischem bis zu seinem Tod großen Einfluss auf die sozio-politische Lage hatte. Die Rolle der Religion im Iran begreifen die Verfasserinnen als erst im Laufe der Zeit zugenommene religiöse Imprägnierung und Beeinflussung ursprünglich säkularer Lebensbereiche. Bedingt wurde diese Entwicklung durch den Aufstieg gesellschaftlicher Strömungen in denen die religiöse Durchdringung des Alltags eine Rolle spielte und die diese nun mit harten Sanktionierungen gegen die restliche Bevölkerung durchzusetzen versuchen – ein Grund, weshalb viele Familien aus Angst vor Verfolgung angesichts ihrer Devianz das Land verlassen.",4 SAB 1263,0,17 S.,1979,2017,110,19,Textbeitrag,"Filme, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Iran," Flora K., Julia G., Sara T.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 603,Die Geschichte der Russischen Orthodoxen Gemeinde in Münster,"Der Vater des Verfassers war einer der Mitbegründer der russisch-orthodoxen Gemeinde in Münster in den 1990er-Jahren. Durch die Korrespondenz mit einer Australierin russisch-orthodoxen Migrationshintergrund wurde er jedoch darauf aufmerksam, dass diese Gemeinde bereits in den 1950er-Jahren einen Vorläufer hatte. Vor der Betrachtung der Geschichte der russisch-orthodoxen Gemeinde in Münster, nimmt der Schuler Eigenheiten dieser Glaubensrichtung, etwa den Stellenwert der Ikonen und die russisch-orthodoxe Liturgie, in den Blick. Er betrachtet, welche Umstände insbesondere im 20. Jahrhundert zu russisch-deutschen Migrationswellen führten, in deren Folge konsequenterweise insbesondere die russisch-orthodoxe Kirche in Deutschland erstarkte, der er ebenfalls einen dezidierten Migrationscharakter und zugleich den Status eines Stücks Heimat für die vielen migrierten Russen zuspricht. Respektive dessen, dass die russisch-orthodoxe Kirchengemeinde in Münster in der Nachkriegszeit entstand, beleuchtet er auch die Geschichte der Glaubensgemeinschaft in diesem Zeitraum in ganz Deutschland genauer. Eine zentrale Rolle spielten hier die Displaced Persons (DP), im Zuge des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland teils Verschleppte, teils Vertriebene. Die russisch-orthodoxen Gläubigen unter ihnen sträubten sich gegen ihre Repatriierung, da sie fürchteten, in ihrer alten Heimat Repressionen ausgesetzt zu werden. Die DP wurden von den amerikanischen und britischen Besatzungssoldaten in Lagern untergebracht – in diesen profilierte sich die russisch-orthodoxe Kirche rasch als Organisation, die im Lager-Leben viel bewegen und initiieren konnte. Auch wenn es in Münster nicht viele russische DP gab, organisierte sich auch hier ein Gemeindeleben, das jedoch mit der Migration der Priester in die USA um 1950 ein jähes Ende fand. Wollten sie einem Gottesdienst beiwohnen, mussten die russisch-orthodoxen Christen nun von Münster nach Dortmund oder Hannover fahren. Erst im Zuge einer größeren Migrationsbewegung Ende er 1990er wurde das dortige Gemeindeleben reanimiert – insbesondere unter Mitwirkung des Vaters des Verfassers. Nach Zustimmung der katholischen Kirche konnte schließlich in der Kapelle des Collegium Marianum am 1.12.1996 der erste russisch-orthodoxe Gottesdienst in Münster seit Jahrzehnten gefeiert werden. Doch auch deren Bestehen war knapp 20 Jahre lang vom Mangel geprägt: Die räumlichen Einschränkungen erschwerten ein lebendiges Gemeindeleben, wie viele Mitglieder es sich wünschten. Zugleich litt die Kirche unter häufigen Priesterwechseln – dennoch zeigten ihre Mitglieder sich hochengagiert. Nichtsdestotrotz wurde erst 2015 einerseits eine Räumlichkeit gefunden, die ausreichend Platz bot und konnte andererseits deren Finanzierung sichergestellt werden. Seit dem Umzug wächst die Gemeinde nach Aussage des Verfassers immer weiter. Abschließend reflektiert er in seinem Beitrag, welchen Stellenwert die Entstehung einer solchen Gemeinde für das Alltagsleben ihrer Mitglieder haben kann, sieht dabei in ihr kein Integrations-Hindernis.",4 SAB 1231,1,58 S.,1940,2017,278,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Russland, Ivan D.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 623,Die Hexenprozesse in Hirschberg (Sauerland) im 17. Jahrhundert. Ein Kampf gegen das Böse im Namen Gottes?,"In der Literatur zu Hexenverfolgungen in ihrem Heimatort Altenberge nicht fündig geworden, befasst sich die Schülerin mit Gründen für und die Rolle der Kirche im Zuge der Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit am Beispiel des sauerländischen Hirschberg, dem Heimatort ihrer Großmutter. Dazu geht sie analytisch vor. Nach einem einleitenden Definitionsteil der Hexen, Zauberer und Hexenverfolgung als Arbeitsbegriffe voranstellt, skizziert sie die Hexenverfolgung in ihrer Hochphase, der Frühen Neuzeit. Als Kanalisationen negativer Erfahrungen und Emotionen des Kollektivs angesichts von Krisen wie des 30-jährigen Krieges stellt sie hier Frauen als Opfer derer Ritualisierung in Hexenprozessen vor. Eine konstitutive Rolle sieht sie auch bei populären Traktaten wie dem Hexenhammer aus der Feder eines Dominikaner-Mönches. Anschließend konkretisiert sie ihre auf Fachliteratur gestützten Ausführungen am Beispiel des sauerländischen Hirschbergs. Dort wurden mindestens 20 Personen in Hexenprozessen verurteilt. In kurzen vergleichenden Passagen stellt sie heraus, dass dort der Anteil von Frauen und Männern fast gleich war, wogegen in Münster von 41 der Hexerei bezichtigten Personen nur 10 Männer waren. Für Hirschberg hebt sie darüber hinaus die Besonderheit davor, dass sich mit dem Pfarrer Michael Stappert der dortige Geistliche nach anfänglicher Unterstützung der Hexenprozesse öffentlich und auch in Schriften gegen die Hexen-Verfolgung, -Folter und -Hinrichtung stellte. Insgesamt konstatiert die Verfasserin für ihre Ausgangsfrage, dass die Kirche, insbesondere ihre Priester mit ihren Predigten als lokale Multiplikatoren, eine Rolle in der Hexenverfolgung spielte, jedoch auch andere Faktoren wie soziale Dynamiken zu berücksichtigen seien, die sich auch an demografischen Betrachtungen der Verurteilten ablesen ließen.",4 SAB 1253,1,22 S.,1500,1650,66,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen",Altenberge, Hannah G.,Marienschule 632,Die Konradkirche,"Eine der Verfasserinnen, selbst Messdienerin in der Konradkirche, ist auf deren wechselvolle Entstehungs-Geschichte aufmerksam geworden. Ihre Informationen verarbeiten die Schülerinnen zu einem Hörspiel. 1937 beklagten die Einwohner des Münsteraner Stadtteils St. Mauritz, dass ihnen eine Kirche und eine Schule fehlten. Eine Schule sollte schließlich gebaut werden – eine Kirche allerdings nicht. Der Bauer Heinrich Brüning, auf dessen Land die Schule schließlich errichtet werden sollte, legte daraufhin Protest bei der Regierung ein – der historische Dialog mitsamt Dialekt wird von den Schülerinnen reinszeniert. Auf dessen Betreiben hin wurde schließlich im Dezember 1937 mit dem Bau der Konradkirche begonnen. Die Schüler kombinieren solche semi-fiktiven Passagen mit Dokumenten wie einem Briefwechsel zwischen Priester und Bischof, die sie verlesen. Sie rekonstruieren die Entstehungsgeschichte und die Schwierigkeiten im Bau und schildern wesentliche Charakteristika der Kirche mündlich. Sie beschreiben Wahl und Merkmale des Namenspatrons, des heiligen Konrad von Partzer; einem Kapuzinerbruder der sich neben seiner Güte durch seine unermüdliche Frömmigkeit auszeichnete. Abschließend nennen die Verfasserinnen noch erwähnenswerte Ereignisse aus der Geschichte des Kirchen-Umfelds, die sich nach dem Bau der denkmalgeschützten Kirche abspielten.",4 SAB 1384,0,10 S.,1937,2017,128,19,"Audiobeitrag, Hörspiel","Archivalien, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","St. Mauritz, St.Konrad-Kirche, Münster"," Anna F., Merle M.",Gymnasium St. Mauritz 633,Die Kraft des Glaubens hinter Stacheldraht. Ev. Kriegsgefangenenseelsorge nach 1945,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit der evangelischen Kriegsgefangenseelsorge der unmittelbaren Nachkriegszeit. Ihr Großvater hatte im Alter von 18 Jahren als Kriegsgefangener in Marseille seinen bereits starken Glauben noch weiter vertieft. Diese Erlebnisse und seine Berichte darüber bewogen die Verfasserin sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Einer definitorischen Annäherung an den Begriff Religion folgen kurze Ausführungen zur eigenen Haltung gegenüber dem Glauben. Anschließend arbeitet die Verfasserin die Unterschiede der evangelischen Seelsorge in Frankreich und der Sowjetunion heraus, um daraufhin aus drei Perspektiven, Großvater Ludwig Weber, Pfarrer Groß-Blotekamp und Helmut Fennen, welcher in Kriegsgefangenschaft zum Pfarrer wurde, die evangelische Kriegsgefangenenseelsorge vorzustellen. In ihrem Fazit resümiert die Autorin, dass der Glaube im Menschen ungeahnte Kräfte entwickeln kann und dass sich an ihren drei Fallbeispielen die evangelische Seelsorge als ein Katalysator darstellte.",4 SAB 1330,1,25 S.,1945,1946,61,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Hanna S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 657,Die Rezeptionsgeschichte der Wiedertäufer – von falschen Propheten und ersten Kommunisten?!,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit der Rezeptionsgeschichte der Wiedertäufer in der Zeit von kurz nach ihrem Sturz 1535 bis heute und geht dabei der Frage nach, wie sich diese im Verlauf der Zeit gewandelt hat. Zunächst stellt sie dafür die Grundzüge der reformatorischen Strömung der Wiedertäufer und ihrer Herrschaft in Münster dar, um daraufhin die unterschiedlichen Vorstellungen bezüglich der Taufe von katholischer Kirche und Wiedertäufern sowie die direkten Auswirkungen der Wiedertäuferherrschaft für Reformatoren und Katholiken in Münster herauszuarbeiten. Anschließend fokussiert die Verfasserin den Umgang mit den Wiedertäufern unmittelbar nach deren Sturz 1535 sowie in den Jahrzehnten danach. So gab es zehn Jahre nach der Rückeroberung Münsters durch Fürstbischof Franz von Waldeck eigens einen Dankgottesdienst. Um die heutige (religiöse) Perspektive auf die Wiedertäufer zu erfassen, interviewte die Autorin, mit Hilfe eines zehn Fragen umfassenden Bogens, neben einer Zeugin Jehovas auch einen evangelischen Pfarrer und einen katholischen Priester. Abschließend kommt sie zu dem Fazit, dass die Wiedertäufer heute als radikale Gruppe bewertet werden, deren Ideale größtenteils nicht mehr unterstützt werden können. Lediglich die Erwachsenentaufe ist als heute noch kontrovers diskutiertes Thema geblieben. Der Beitrag weist durch das Setzen von Fragestellungen als Absatzüberschriften eine klare Struktur auf.",4 SAB 1342,1,43 S.,1534,2017,302,19,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Angelina Leonora L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 661,Die Schützenbruderschaft Sankt Aloysius Nienberge-Häger-Uhlenbrock als Beispiel religiöser Brauchtumspflege im Münsterland,"Am Beispiel der Sankt Aloysius Schützenbruderschaft Nienberge-Häger-Uhlenbrock beschäftigt sich der Schüler in seinem Beitrag mit dem Wandel der Schützenbruderschaften von Bürgerwehren, die im Mittelalter kirchliche Feste bewachten, zu Traditionsbewahrern und Organisatoren der heutigen Schützenfeste. Dabei wird der Ursprung von Schützenbruderschaften, der Hintergrund der Fahnen und Patrone, der Wandel von damals zu heute und die Position von Frauen, Angehörigen anderer Religionen sowie Homosexuellen in Schützenbruderschaften erarbeitet. Als Grundlage führte der Verfasser ein Gespräch mit dem Oberhaupt der Schützenbruderschaft Sankt Aloysius.",4 SAB 1325,1,15 S.,1400,2017,302,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Internetquellen","Häger, Münster, Nienberge", Malte G.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 676,Die Verfolgung der Zeugen Jehovas während der NS-Diktatur – Glaubensfestigkeit als Todesurteil,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit den Zeugen Jehovas während der NS-Diktatur am konkreten Fallbeispiel der Verfolgung der Familie Kusserow aus Westfalen. Zunächst geht sie dafür den Fragen nach, warum und wie die Zeugen Jehovas verfolgt wurden und wie viele Opfer es gab, um sich daraufhin konkretisierend mit der Familie Kusserow auseinanderzusetzen. Auf Basis eines von einem der jüngsten Mitglieder der Familie, Hans Werner Kusserow, publizierten Werks mit dem Titel „Der lila Winkel“ erarbeitet sie die Geschichte derer Verfolgung. Insgesamt verbrachte die Familie Kusserow 48 Jahre in Gefängnissen, Zuchthäusern und Erziehungsheimen, zwei Brüder wurden wegen Wehrdienstverweigerung ermordet – dabei wurde Wilhelm Kusserow vom Kriegsgericht in Münster zum Tode verurteilt – und einer starb an den gesundheitlichen Folgen des Konzentrationslagers. Die Verfasserin kommt mit Blick auf das Schicksal der Familie Kusserow zu dem Schluss, dass – ähnlich wie im Titel anklingend – die Standfestigkeit bezüglich ihres Glaubens für die Zeugen Jehovas ein Todesurteil bedeuten konnte. In einem abschließenden Aufriss erarbeitet die Autorin die Entwicklung der Zeugen Jehovas nach der NS-Diktatur, indem sie die Fragen nach Status in der BRD und DDR, den Regeln der Glaubensgemeinschaft, ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz und nach Kontrolle durch den Verfassungsschutz beantwortet.",4 SAB 1306,1,22 S.,1933,2017,59,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Jule R.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 691,Die Wiedertäufer im Spiegel der Nachwelt,"Von den Käfigen im Turm der Lambertikirche angeregt, beschäftigt sich die Schülerin in ihrem Beitrag mit der Rezeptionsgeschichte der Täuferherrschaft in Münster. Dazu erarbeitet sie kurz den historischen Kontext der Wiedertäufer, um daraufhin ihre Rezeption in zwei Schritten zu untersuchen: Zunächst wirft sie einen Blick auf die unmittelbare, zeitgenössische Wahrnehmung der Täufer (u.a. analysiert sie ein Porträt von Divara von Haarlem, Ehefrau von Jan Matthys, nach dessen Tod die siebzehnte Gattin von Jan van Leiden), um anschließend die Rezeptionsgeschichte der folgenden Jahrhunderte bis heute darzustellen. In ihrem Fazit resümiert sie die unterschiedliche, zeitweise gegensätzliche Rezeption der Täufer, welche mal als Ketzer und Aufrührer, mal als Demokraten, dann wieder als Kommunisten oder später als Bolschewisten und gar Faschisten erinnert wurden, und kommt zu dem Schluss, dass mit Blick auf die Rezeptionsgeschichte die Täufer zumeist eher negativ denn positiv bewertet wurden, wenngleich heute ein differenzierteres Bild vorherrschend ist. Während ihrer Recherche besuchte die Verfasserin u.a. die Ausstellung „Das Königreich der Täufer“ im Stadtmuseum Münster und führte mit dem Wiedertäuferexperten Ralf Klötzer ein Experteninterview.",4 SAB 1343,1,19 S.,1530,2017,59,19,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche",, Louisa J.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 696,Die Zauberei- und Hexenprozesse in Münster,"Hass, Ausgrenzung und Populismus sind en vogue – aber nach Ansicht des Verfassers keine Phänomene der ausschließlich jüngeren Zeitgeschichte: In seiner Arbeit will er die Praxis der Hexenprozesse ab dem 15. Jahrhundert anhand von Einzelfällen in Münster in den Blick nehmen und nach Auseinandersetzung mit den einzelnen Prozessen in der Gesamtschau den Vergleich mit gegenwärtig-exkludierenden Tendenzen versuchen. Der Schüler führt dabei mehrere Betrachtungsebenen zusammen: Vor die ausführliche Auseinandersetzung mit den insgesamt neun in detaillierten Überlieferungen erhaltenen Münsteraner Hexenprozessen stellt er eine überregionale Kontextuierung dieser. Dabei wählt er mit Ausführungen zur Halsgerichtsordnung einen rechtsgeschichtlichen bzw. mit Überlegungen zum Hexenhammer und seinem Verfasser Heinrich Kramer einen individuell-personengeschichtlichen Zugriff, den er zugleich vor struktur- und gesellschaftsgeschichtlichen Überlegungen zu Spezifika des Spätmittelalters bzw. der Frühen Neuzeit zu situieren weiß. Auch für die Stadt Münster diagnostiziert er große Umbrüche und Verschiebungen, insbesondere für das 16. Jahrhundert. Mit und nach der Wiedertäuferherrschaft sank die Einwohnerzahl zunächst um 50% ab, um gegen Ende des Jahrhunderts wieder bei ihrem vermutlichen Ausgangswert von 10.000 Einwohnern angelangt zu sein – die sich Großteils im armen Milieu befanden. Die Hexenprozesse und -denunziationen siedelt der Verfasser so nicht nur im allgemeinen Umbruchs-Kontext der Zeit, sondern auch vor dem Hintergrund einer Bevölkerung, die einerseits die Schuld ihrer Not auf Dritte auszulagern und zu projizieren versucht, andererseits Vergemeinschaftung in der Benennung eines übergreifenden Feindes betreibt. Zwischen 1552 und 1644 kam es so zu 40 Anklagen und 29 Zaubereiprozessen; fünf weibliche Angeklagte wurden geständig hingerichtet, drei weitere starben an den Folgen ihrer Folter. Die Prozesse im Einzelnen betrachtend, konstatiert der Verfasser insgesamt, dass Angst und Unmut der Bevölkerung hier in Frauen- und Fremdenfeindlichkeit umschlugen, da viele der Angeklagten Zugewanderte waren. Insgesamt resümiert er, trotz der Alterität, die er der frühen Neuzeit angesichts der bestimmenden Rolle der Religion zugesteht, aus den Hexenprozessen auch für die Gegenwart mitzunehmen, dass Vorurteile gegenüber dem Fremden häufig auf eigenen Ängsten und Projektionen beruhten und entsprechend stets sehr kritisch zu hinterfragen seien.",4 SAB 1255,1,55 S.,1400,1644,209,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur",, Claas H.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 700,Dienst an Gott. Messdiener früher und heute. Am Beispiel von Helmut Harleman,"In ihrem Beitrag beschäftigen sich die Schülerinnen mit der Rolle von Messdienern im kirchlichen Leben am Fallbeispiel von Helmut Harleman. Dieser hatte sich in seiner Jugend gegen den Willen seiner Mutter zu den Messdienern geschlichen. Welche Veränderungen unterlag die Rolle des Messdieners im Verlauf der Zeit und wie durchlebte Harleman sein Zeit bei den Ministranten, sind Fragen, die die Verfasserinnen umtreiben. Zunächst erläutern sie dafür kurz den historischen und theologischen Ursprung der Messdiener, um dann über das Mittelalter auf die Ministranten heute zu blicken. Anschließend erfolgt ein Vergleich der Aufgabenbereiche von Messdienern in vergangenen Tagen und heute. Im Stadtarchiv liegt nicht der Film, lediglich der Begleittext, der darüber hinaus eine Biographie sowie eine kurze Erzählung des religiösen Lebens Harlemans enthält, vor.",4 SAB 1327,0,11 S.,1944,2017,117,19,"Filmbeitrag, Textbeitrag","Expert*inneninterviews, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Jette K., Marie H., Nele B.",Marienschule 711,Edith Stein. Was hatte Edith Stein mit dem Christentum und dem Judentum zu tun?,"In seinem Beitrag beschäftigt sich der Schüler mit dem Leben der berühmten jüdischen Philosophin und Frauenrechtlerin Edith Stein, welche zum christlichen Glauben konvertierte und am 09. August 1942 in Auschwitz Opfer des Holocaust wurde. Er geht dabei der Frage nach, welches Verhältnis Edith Stein zum Juden- und Christentum gehabt hatte. Zunächst liefert er dafür einen kurzen Steckbrief sowie einen Lebenslauf von Edith Stein, um daraufhin auf ihr Verhältnis zu den beiden Religionen einzugehen. Steins Eintritt in den Karmeliterorden im Oktober 1933 beleuchtet er genauso wie den kontrovers diskutierten Prozess der Heiligsprechung bis zur Umsetzung am 11. Oktober 1998 durch Papst Johannes Paul II. Abschließend kommt der Verfasser zu dem Fazit, dass Edith Stein gleichermaßen von Juden- und Christentum geprägt wurde. Ihr Wechsel zwischen den Religionen sei – ähnlich wie ihr Engagement als Frauenrechtlerin – Ausdruck ihrer tiefen Sehnsucht nach Wahrheit. Der Autor wirbt dafür, Stein nicht nur als jüdisch-christliche Reibungsfläche sondern vielmehr als „Brückenbauerin“ zwischen den Religionen zu verstehen.",4 SAB 1267,1,17 S.,1891,1942,13,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Lasse H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 712,Eduard Michelis (1813-1855) – ein Geistlicher im Dienst für die Welt,"Eduard Michelis diente Mitte des 19. Jahrhunderts nach steiler Karriere als Diakon unter dem Kölner Erzbischof. Im Zuge des Kulturkampfes wurde er, ebenso wie sein Dienstherr, von 1837 bis 1840 inhaftiert. Der in Münster geborene und ausgebildete Michelis kehrte nach seiner Haft dorthin zurück. Statt einer universitären Laufbahn schlug Michelis nun allerdings einen praktischeren Weg ein, wurde Mitherausgeber einer christlichen Zeitung und Begründer der Schwestern der Göttlichen Vorsehung, die sich der unehelichen Waisen in St. Mauritz annehmen sollten, für die er gar ein Waisenhaus gründete. Die Schülerinnen führen Michelis‘ Wirken auf seinen Glauben zu Gott zurück, der Ursprung seines unermüdlichen Antriebs gewesen sei.",4 SAB 1277,0,13 S.,1813,1855,338,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen",St. Mauritz," Carlotta S., Marie R.",Marienschule 714,Eid. Ein feierliches Versprechen,In dia- wie synchroner Perspektive vergleichen die Verfasserinnen in ihrer Arbeit verschiedene Formen des Eides. Den Ausgangspunkt bilden die wohl ältesten Überlieferungen dieser besonderen Form des Versprechens im deutschsprachigen Raum in Form des Sachsenspiegels. Szenen aus diesem unterziehen die Schülerinnen der Bildanalyse. Auch Schwurpraxen der Frühen Neuzeit (in Form eines im Archiv analysierten Stammbaums) und der Gegenwart werden betrachtet; letztere durch Interviews die mit verschiedenen Berufsgruppen und vor dem Hintergrund diverser Alltagserfahrungen mit Eiden geführt werden.,4 SAB 1369,0,22 S.,1200,2017,106,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Linn S., Yane H.",Ratsgymnasium 735,Ein prinzipienfester Parlamentarier aus christlicher Überzeugung. Der müntersche CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Nellen 1949 bis 1960,"In seinem Beitrag beschäftigt sich der Schüler mit dem politischen Leben und Wirken Peter Nellens, seines Zeichens erster Bundestagsabgeordneter der Stadt Münster. Als engagierter Katholik sorgte er in der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre mit seinen Ansichten über die Atomausrüstung der Bundeswehr und dem Recht zur Wehrdienstverweigerung für einiges Aufsehen. Auf Basis seiner christlichen Werte und aus Gewissengründen stellte sich Nellen gegen die Ansichten der Regierung Adenauers, überwarf sich schließlich mit der CDU und trat 1960 in die SPD ein – ein Novum zu der Zeit. Nach einigen einleitenden Worten lässt der Verfasser die Vorstellung der (politischen) Biographie Nellens – inklusive den Anfängen bei der CDU – folgen, um daraufhin den Streitaspekt des Wehrdienstes multiperspektivisch zu beleuchten, u.a. werden Reden von Nellen im Bundestag analysiert. Die Motive und der Verlauf seines Übertritts zur SPD lassen den Autor schließlich zu dem Resümee kommen, dass Peter Nellen zu jenen Bonner Politikern der ersten Stunde gehörte, denen ihre Überzeugung wichtiger gewesen sei als machtpolitische Überlegungen. Einige abschließende Aspekte zur Quellen- und Literaturlage bezüglich des Lebens und Wirkens Nellens sowie Gedanken zur persönlichen Haltung in Bezug auf Religion und Glauben runden die stilistisch fast einwandfreie und passend bebilderte Arbeit ab.",4 SAB 1264,1,34 S.,1949,1960,302,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Justus H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 738,Ein stiller Begleiter – Die Rolle der Religion auf der Flucht meiner Großeltern (1945-1949),"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit der Flucht ihrer Großeltern aus Breslau (Polen) und Eger (Tschechien) nach dem Zweiten Weltkrieg und geht den Fragen nach, welche Funktion die Religion auf dieser Reise hatte und ob sie eine Hilfe oder vielmehr ein Problem war. Zunächst stellt die Verfasserin ihre persönliche Haltung zur Religion dar, um daraufhin einen Einblick in die Situation in Deutschland kurz nach Kriegsende zu geben, u.a. grenzt sie dabei die Begriffe „Vertriebener“ und „Flüchtling“ definitorisch voneinander ab. Anschließend beschreibt die Verfasserin auf Grundlage von Zeitzeug*inneninterviews und privaten Aufzeichnungen die Flucht der Großeltern aus dem heutigen Tschechien und Polen sowie das Ankommen in der neuen Heimat in Thüringen. Einzelne Passagen gestaltete die Verfasserin hierbei in Form von episodischen Novellen aus Perspektive der Großeltern. Mit Blick auf den ersten Teil der Leitfrage betont die Autorin, dass die Religion zwar kein Hauptbestandteil der Flucht war und nicht praktisch ausgelebt werden konnte, sie dennoch nach Aussage der Großmutter als ein besonderer Halt diente, um sich seinem Schicksal anzunehmen. Der Pastor Norbert Bartsch wird im Folgenden als eine Person hervorgehoben, die sich nicht nur um die seelsorgerische Betreuung, sondern auch um die religiöse Begleitung der Vertriebenen in Thüringen kümmerte. Abschließend resümiert und antwortet die Verfasserin damit auf den zweiten Teil der Leitfrage, dass die Religion besonders für die Integration in der neuen Heimat von entscheidender Bedeutung war, weil den Vertriebenen durch Personen wie Pastor Bartsch Vertrauen geschenkt und eine Orientierungshilfe ermöglicht wurde. Dem Beitrag ist ein elf Seiten starker Arbeitsbericht angehängt.",4 SAB 1334,1,46 S.,1945,1949,61,19,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Cheb, Thüringen, Wroclaw", Maike K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 741,Ein Wunder wird zum Konflikt. Wie die Stigmatisation Theresia Winters im Jahr 1846 die Geister in Dorsten bei Münster spaltete,"In ihrem umfangreichen und sprachlich beinahe einwandfreien Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit der lange Zeit vergessenen (angeblichen) Stigmatisation Theresia Winters im Jahr 1846 in Dorsten. Im christlichen Kontext wird von einer Stigmatisation gesprochen, wenn ein lebendiger Mensch die fünf Wundmale Christi an beiden Händen, Füßen, der Seite und dem Haupt aufweist. Am 19. Januar 1846 veröffentliche Pater Heinrich Gossler, Beichtvater von Theresia Winter, ohne Erlaubnis seines Bischofs die Broschüre „Die Dornen Krone, mit biblisch-katholisch-kirchlichen Auslegungen oder: Das zeigende Zeichen in Dorsten bei Münster in Westphalen“, welche in der breiten Öffentlichkeit für einiges Aufsehen sorgte. In ihr beschreibt der Pater die Stigmatisation von Theresia Winter sowie andauernde Zustände der Ekstase und Visionen, welche seit dem 01. Januar 1946 täglich fortgedauert hätten. Neben Blutungen an der rechten Seite und des Herzens, beklagte Winter Schmerzen in Händen und Füßen. Außerdem wurde sie laut Gossler von dutzenden Zeugen in einer schwebenden Gebetshaltung beobachtet, sie überkamen zahlreiche Visionen und tat ferner Weisheiten kund. Ihre Arbeit eröffnet die Verfasserin mit einigen grundlegenden Begriffserklärungen und Perspektiven auf den Begriff des Wunders. Mit der Beschreibung der religiös angespannten Situation des katholischen Westfalens unter protestantisch-preußischer Herrschaft in den 1840er Jahren erarbeitet sie dezidiert den historischen Kontext zur Zeit der (angeblichen) Stigmatisation. Den Hauptteil ihres Beitrag bildet eine multiperspektivische Konfliktanalyse, in der die Rolle der Theresia Winter, des Paters Heinrich Gosslers, des Staates, der Kirchenvertreter, der Bevölkerung und der Wissenschaft gleichermaßen Beachtung finden. So gab es am 11. Februar 1846 wilde Proteste der Bevölkerung in Dorsten, bei welcher die Bürger mit Äxten, Hacken oder Eisenstangen bewaffnet vor dem Franziskaner-Kloster gegen die geplante Versetzung ihres Pfarrers Gossler demonstrierten. In ihrem Fazit hebt die Autorin eben diesen großen Rückhalt des Pfarrers in der dorstener Bevölkerung als einen Grund hervor, der zur größeren Eskalation des Konfliktes führte, welchen sie als ein Guss von Öl ins Feuer zwischen protestantischem Staat und katholischer Kirche bewertet. Die Autorin stellt ihren Beitrag auf ein breites Fundament an Quellen und Sekundärliteratur, führte außerdem ein im Anhang beigefügtes Interview mit dem Historiker Bernward Schulze, welcher zu dem Thema bereits einen Artikel veröffentlichte.",4 SAB 1275,1,61 S.,1844,1846,61,19,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",Dorsten, Isabelle S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 742,Eine bedenkliche Figurengruppe an der St. Lambertikirche Münster,"Bei einer Stadtführung auf die Figurenkonstellation aus Synagoge, Ecclesia, Jesus, Johannes den Täufer und Johannes den Apostel an der Münsteraner Lamberti-Kirche aufmerksam geworden, stellen die Verfasserinnen diese nicht unproblematische, vermutlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandene und gegenwärtig noch vieldiskutierte Figurenkonstellation eingangs kurz vor. Anschließend nehmen sie die „bedenkliche“ Qualität der Figurengruppe auf ihre Art und Weise wörtlich, indem sie diese einschneidende (religions-)historische Ereignisse der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anhand lokaler Auswirkungen wahrnehmen und diskutieren lassen. Der Kriegsbeginn 1914 macht sich beispielsweise anhand des Katholikentagausfalls bemerkbar, die Verbrechen der Nationalsozialisten werden angesichts der von-Galen-Predigten andiskutiert; doch auch spezifisch lokalhistorische Ereignisse, wie beispielsweise ein Bundespräsidentenbesuch, eine neue Orgel, Abriss und Neubau der Sakristei die im Wahrnehmungshorizont der Figuren auftreten, werden zur Sprache gebracht. Indem die stummen Zeitzeugen zur Sprache gebracht werden, wird insbesondere der Konflikt zwischen Ecclesia und Synagoge als personifizierte Institutionen immer wieder zur Sprache gebracht.",4 SAB 1379,0,31 S.,1910,2017,280,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen","Lamberti-Kirche, Münster"," Eva-Lotta G., Lena P., Louisa E.",Friedensschule 754,Eine Stadtführung zu den Schauplätzen der Täuferherrschaft in Münster,"Die Herrschaft der Wiedertäufer ist ein zentrales und schon häufig behandeltes Thema der Münsteraner Stadtgeschichte. Die Verfasser – Schülerinnen und Schüler einer Europa-Klasse – verschriftlichen in ihrer Arbeit einen erkundenden Zugriff auf das Thema: Anhand von Stationen in der Münsteraner Innenstadt – Lamberti-Kirche, Servatii-Kirche, Dom, Überwasserkirche und Buddenturm – soll ihre Route in ihrer Sequenzialität die Ereignisse während der Täuferherrschaft illustrieren sowie deren chronologische Abfolge abbilden können. Eingeleitet werden ihre Ausführungen durch allgemeine Erläuterungen zum historischen Kontext im 16. Jahrhundert. An der Lamberti-Kirche beginnend, skizzieren die Schülerinnen und Schüler erste Phasen der Reformation unter dem ursprünglich in der Lamberti-Kirche predigenden Kaplan Rothmann, der sich radikal nicht nur vom hergebrachten Glauben, sondern bald auch von den meisten protestantischen Auslegungen abwandte. Mit seinen Lehren hatte er in Münster bahnbrechenden Erfolg, bewegte den Großteil der Stadtbevölkerung zur Konversion und vertrieb sogar den Bischof aus der Stadt – ein Umstand, der den Boden für die Wiedertäufer bereitete. Die Arkaden bieten dagegen den Schauplatz für Betrachtungen des Aufstiegs Bernd Knipperdollings. Der bürgerliche wohlhabende Münsteraner mit vielversprechender Karriere wurde vom selbst-proklamierten König des Täuferreichs Jan van Leiden schließlich zum Statthalter ausgerufen, nachdem er dessen Aufstieg nach Kräften unterstützt hatte. Die Radikalisierung der Täuferbewegung thematisieren die Schülerinnen und Schüler schließlich am Dom. Zerstörte bzw. fehlende Skulpturen in dessen Bausubstanz litten unter der Agenda der Wiedertäufer, die nicht nur den Dom sondern auch andere Kirchen zur Zielscheibe ihrer Aktionen machten, mit denen sie Manifeste anderer Glaubensvorstellungen statt der eigenen zu zerstören suchten. Die 1390 als Liebfrauen- gebaute heute als Überwasser- bekannte Kirche trug auch bauliche Spuren der Täufer-Herrschaft davon: Auf ihrem Turm wurden Kanonen zur Verteidigung platziert und Statuen aus der Fassade wurden zur Verstärkung der Stadtmauer verwendet. Überreste der Stadtbefestigung finden sich heute noch an der darauffolgenden Station, dem Buddenturm an der Promenade. Davon angestoßen skizzieren die Schüler den militärischen Verlauf des Konflikts, in dem der zuvor aus seiner eigenen Stadt vertriebene Bischof diese – letztlich auch begünstigt durch Verrat aus den Reihen der Täufer – wieder einnahm. Nach Einnahme der Stadt wechselten nicht nur viele Täufer schnell die Seite, auch wurden die führenden Wiedertäufer auf dem Lamberti-Kirchplatz – der finalen Station – grausam hingerichtet und ihre Leichen bis zu deren Verwesung in die, nach Unterbrechungen im Zuge von Restaurationen, gegenwärtig hängenden Käfige am Kirchturm gesteckt. In ihrem Fazit reflektieren die Verfasserinnen und Verfasser ihre Arbeit in dieser Form als gelungen und betonen zugleich die Unterschiede des Stellenwerts der Religion im 16. Jahrhundert und in der Gegenwart betreffend. Quellenkritische Anmerkungen finden sich in kurzer Ausführung im Arbeitsbericht.",4 SAB 1299,0,33 S.,1530,1536,278,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente","Buddenturm, Lamberti-Kirche, Münster, Prinzipalmarkt, Promenade, Münster, Servatii-Kirche, Münster, St.-Paulus-Dom, Münster, Überwasser-Kirche"," Liam B., Louis B., Tim H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 760,Elisabeth Tombrock und die Missionsschwestern der Unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes,"Unterstützt vom Münsteraner Bischof Bahlmann, gründete Elisabeth Tombrock 1910 die Kongregation der Missionsschwestern der Unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes, die sich im Laufe der Zeit in der ganzen Welt ausbreitete. Lange Zeit an Tuberkulose erkrankt, erfuhr die 1887 geborene Tombrock und spätere Lehrerin 1908 nach Verschlimmerung der Krankheit im Rahmen einer Wallfahrtsreise eine Heilung, die sie als wundersam beschrieb. Die Religion, die für sie bis dahin bereits eine wichtige Rolle spielte, wie die Verfasserinnen in ihrer Arbeit auf Grundlage eines religiösen Tagebuchs, dass Tombrock führte, nachzeichnen, wurde fortan zu ihrem Lebensinhalt. Als Missionsklarisse begleitete sie 1910 erstmals Bahlmann nach Brasilien, musste aufgrund einer Erkrankung schließlich in den USA bleiben, von wo sie bis zu ihrem Tod die Kongregation leitete. Neben der Biographie Tombrocks skizzieren die Verfasserinnen auch die Struktur der Kongregation in ihren Grundzügen und stellen historischen Gründen für gegenwärtige Gründe gegen Ordenseintritte gegenüber. Als Spezifität der Kongregation stellen sie in ihrer Collage, die auch die Erinnerungskultur an Tombrock umreißt, insbesondere die vielgestaltige Alltags-Arbeit, motiviert durch den Glauben und stets durchsetzt von religiösen Elementen, für die die Ordensschwestern in der Vergangenheit ausgebildet und zu derer internationaler Ausübung sie ausgesandt wurden, heraus. Dieses Charakteristikum wird gegenwärtig angesichts der drastisch zurückgegangenen Mitgliederzahlen allerdings nicht mehr gepflegt.",4 SAB 1300,0,32 S.,1887,2017,249,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",," Franziska D., Greta S.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 780,Evangelische Christen und Katholiken in Handorf (Münster),"Seit 1030 im Besitz einer Kirche, wurde Handorf 1282 aus der Dompfarrei Münster zur selbstständigen Pfarrei erhoben. Neben der langen katholischen Tradition wurde in der ursprünglich eigenständigen Ortschaft – mittlerweile ein Münsteraner Stadtteil – 1795 der erste evangelische Gottesdienst abgehalten, die Zahl der evangelischen Familien bewegte sich jedoch mit drei im überschaubaren Bereich. Dieser Umstand veränderte sich mit den Fluchtbewegungen infolge des Zweiten Weltkriegs. Seit 1955 versuchte diese auch durch private Finanzierung einen eigenen Kirchbau zu erreichen. Der Verfasser bilanziert, dass das Nebeneinander der Konfessionen nach jahrhundertelanger religiöser Homogenität anfangs Schwierigkeiten bereitete, jedoch insgesamt – insbesondere dank alltäglicher Instanzen der Sozialisation wie Fußballvereinen oder Schulen – die Spaltung entlang der Konfessionsgrenzen überwunden werden konnte.",4 SAB 1293,1,11 S.,1000,2017,42,19,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Handorf, Münster", Jannes S.,Gymnasium St. Mauritz 781,Evangelische Vertriebene in Sendenhorst nach 1945 – Eine gelungene Integration?,"Unter Abgrenzung vom Begriff des Flüchtlings, den die Betroffenen in der Nachkriegszeit nach Aussage der Verfasserin als Beleidigung empfunden hätten, betrachtet die Schülerin in ihrem Beitrag die Situation der Deutschen, die in Folge des Zweiten Weltkriegs nach Definition des Bundesvertriebenengesetzes von 1953 vertrieben wurden. Nach Oktober 1945 suchten viele dieser Vertriebenen auch in Westfalen eine Bleibe. Besonders in den Fokus genommen wird dabei das münsterländische Sendenhorst, in dem verschiedene Faktoren zusammenkommen: Bereits durch die belgischen Soldaten, die hier eingerückt waren, herrschte in dem Dorf große Raumnot. Eintreffende Vertriebene – insgesamt knapp 1300 – mussten daher auf die umliegenden Bauernschaften verteilt werden. Der allgemeine Pessimismus nach dem Krieg, die schlechte Wohnungssituation und häufig auch materielle Nöte sorgten für Spannungen zwischen Einheimischen und Vertriebenen. Verschärft wurden diese Spannungen nicht nur durch die eher skeptische Haltung münsterländischer Bauern gegenüber dem Fremden, sondern zugleich durch die konfessionellen Unterschiede zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen. Diese Differenzen arbeitet die Verfasserin auf Grundlage von Zeitzeug*inneninterviews mit Stimmen beider Seiten heraus. Gab es zu jeder Zeit immer auch Protestanten wie Katholiken, die den Brückenschlag und Kontakt suchten, ebenso wie Einheimische, die bereitwillig mit den Vertriebenen teilten und sie freundlich aufnahmen, diagnostiziert die Verfasserin in materieller, konfessioneller, kultureller und alltagsgeschichtlicher Hinsicht, dass das Mit- häufig noch ein Nebeneinander war, das in vielen Fällen nur durch die Direktiven der Besatzer zusammengehalten wurde. Mit der Zeit jedoch besserte sich ihrer Ansicht nach die zu jedem Zeitpunkt differenzierte Situation auch insgesamt: Parallelstrukturen beispielsweise im Sportvereinswesen wurden aufgelöst, der Dialog auch in polarisierenden Fragen wie der Konfessionalität von beiden Seiten gesucht. Insgesamt könne so die Bilanz einer gelungenen Integration ohne Identitätsaufgabe der „Neuen“ gezogen werden.",4 SAB 1239,1,31 S.,1945,1955,193,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Sendenhorst, Nele S.,Gymnasium Wolbeck 787,Feiern und Fasten im Namen Gottes,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit der Geschichte und Entwicklung der (christlichen) Gebräuche des Feierns und des Fastens. Zunächst erörtert sie hierfür die Tradition des Feierns in vorchristlicher Zeit, um anschließend die christlichen Ausprägungen auch im Münster des 16. bis 18. Jahrhunderts in den Blick zu nehmen. Im Hauptteil ihres Beitrags erarbeitet die Schülerin eine Comicadaption, in welchem die Protagonistin Marie die Möglichkeit der Zeitreise besitzt und somit hautnah die verschiedenen Ausformungen des Karnevals miterleben kann. Dabei bildet die Autorin nicht die gesamte Entwicklung des Karnevals im Comic ab, sondern nutzt mit ca. 600 v. Chr., 1437/1453 und 1821 drei zeitliche Zugriffe, um die Veränderung des Karnevalfestes darzustellen. Laut Recherche der betreuenden Lehrerin handelt es sich bei weiten Teilen der Arbeit jedoch um ein Plagiat.",4 SAB 1338,0,44 S.,0,2017,59,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Ira L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 813,Franz von Waldeck. Ein brutaler Machtmensch und genusssüchtiger Lebemann? Ein historischer Spielfilm und die historische Realität im Vergleich,"Einen im Religionsunterricht angesehenen historischen Spielfilm nimmt der Achtklässler zum Anlass die darin vollzogene Darstellung des Münsteraner Bischofs zur Zeit der Wiedertäufer, Franz von Waldeck, als ausschweifend lebenden und zugleich Gewalt nicht scheuenden Machthaber vor dem Hintergrund eigener historischer Überlegungen zu überprüfen. Zwecks dessen skizziert er im ersten Teil seiner Arbeit die Biographie des Mannes der mit 39 Jahren sein mutmaßliches Lebensziel, die Bischofwürde, erreicht hatte. Dabei stellt der Schüler heraus, dass im 16. Jahrhundert im Gegensatz zur Gegenwart, politische Faktoren ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Amtsbesetzung und -ausübung spielten – auch wenn von Waldeck sich seiner Auffassung nach als entschiedener Verteidiger des Katholizismus stilisierte. Der Streit mit den Wiedertäufern, die als evangelikale Gruppe bzw. nachreformatorische Sekte die Dominanz der katholischen Religion in der Münsteraner Gesellschaft brechen und diese stattdessen ihren eschatologischen Vorstellungen gemäß formen wollten, eskalierten in der Vertreibung von Waldecks und anschließenden Belagerung seiner eigenen Stadt durch ihn. 1535 gelang es dem Bischof schließlich, Münster wieder einzunehmen. Die Wort- bzw. Religionsführer der Wiedertäufer ließ er hinrichten. Diese Ereignisse sind auch Interpretationsgegenstand des im Beitrag betrachteten Fernseh-Films „König der letzten Tage“ mit Schauspielern wie Christoph Waltz (Jan van Leiden) und Mario Adorf (Bischof Franz von Waldeck). Der Verfasser bewertet den Film positiv, als informativ und zugleich unterhaltsam. Zugleich konstatiert er, dass die Pro- bzw. Antagonisten van Leiden und von Waldeck in gewisser Weise als religiös motiviert, zugleich aber vor allem auf Machterhalt bedacht dargestellt werden. Während van Leidens Rolle zumindest anfangs stärker religiös imprägniert wird, erhält besonders von Waldeck grausame Charakterzüge. Im Vergleich der historischen Verhältnisse mit der filmischen Darstellung kommt der Autor vor dem Hintergrund der religiösen Durchdringung der Gesellschaftsordnung, verdichtet in der Personalunion von geistlichem Führer wie weltlichem Herrscher im Bischofsamt, zu dem Schluss, dass die ursprünglich religiöse Auseinandersetzung viele gewalttätige Züge angenommen habe, diese Eskalation angesichts des Stellenwerts und der machtpolitischen Bedeutung von Religion jedoch nicht abwegig erscheint und keinesfalls auf eine Seite des Konflikts zu reduzieren sei. Dass Verquickungen von gesellschaftlichen Trennlinien bzw. Gruppierungen und religiösen Hintergründen auch heute noch zu gewaltsamen Konflikten führen, illustriert der Verfasser in seinem den Lernprozess reflektierenden Fazit.",4 SAB 1319,1,26 S.,1491,1553,278,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen",, Jakob W.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 833,"Freund, Nachbar, Jude. Die Geschichte der Juden in Drensteinfurt","Die Schülerin befasst sich in ihrem Beitrag mit der Geschichte jüdischen Lebens in ihrer Heimatstadt Drensteinfurt. Nach ersten Quellen-Erwähnungen von Juden in der Kleinstadt im Münsterland Ende des 16. Jahrhunderts lassen sich die Spuren jüdischer Mitbürger dort seit Anfang des 19. Jahrhunderts besser verfolgen. Detailreich zeichnet die Verfasserin überwiegend anhand von Zeitschriften und Druckschrift-Artikeln nach, welche Rolle die Familien Reinhaus, Terhoch, Löwenstein bzw. Samuel und Salomon in mehreren Generationen im Stadtleben spielten. Sie schätzt das Verhältnis zwischen ihnen und den anderen Drensteinfurtern als insgesamt gut ein, auch wenn besonders in Perspektive auf Tradition und Religion einige Unterschiede und Uneinigkeiten fortbestanden und nicht wechselseitig auf Unverständnis stießen. Dabei ordnet sie besonders die divergierenden Glaubens-Ansichten als Quelle von Konflikten ein, die das Gesamtbild jedoch nicht entscheidend störten: Als Arbeitgeber, engagierte Mitbürger und Freunde blieben sie aus manchen Gesellschaftsbereichen zwar per Gesetz ausgeschlossen, doch wurden sie selbst zur Zeit des Nationalsozialismus bis zu ihren fast vollständigen Ermordungen im Zuge des Holocausts noch als Menschen geschätzt, mit denen sich die Drensteinfurter – ob durch verbotene Lebensmittelspenden oder die Inobhutnahme und schließlich sichere Verschickung der Tora-Rollen – solidarisierten. Neben den menschlichen stellt die Verfasserin auch die architektonischen Spuren jüdischen Lebens dar, die sich in Drensteinfurt bis heute finden lassen: Der jüdische Friedhof, der älteste Grabstein stammt von 1868, zählt gegenwärtig noch 26 Grabmale. Seine – wenn auch gegenwärtig fast vergessene – Existenz wertet die Verfasserin ebenso als Zeichen des Respekts, der den Juden in Drensteinfurt entgegengebracht wurde. Ähnlich schätzt sie auch die 1872 eingeweihte und in der Arbeit unter architektonischen Gesichtspunkten betrachtete Synagoge in unmittelbarer Nachbarschaft der katholischen Kirche ein. Die Weltgewandtheit und Toleranz die ihrer Eröffnung zu Grunde lagen waren der jüdischen Öffentlichkeit ein größeres Ärgernis als den nicht-jüdischen Münsterländern. Nichtsdestotrotz wurde auch diese Synagoge im Zuge der Reichspogromnacht schwer beschädigt. Doch nicht nur die Synagoge, auch die Privaträume der jüdischen Familien wurden am 9. November 1938 verwüstet – ein Gewaltakt den die Arbeit trotz des guten Verhältnisses zwischen Drensteinfurter Juden und Nicht-Juden nicht nur auswärtigen Antisemiten anlastet. Im Zuge der Judenverfolgung wurden auch die Juden im Münsterland schrittweise gemieden, enteignet, vertrieben und deportiert – einzig eine von ihnen, Herta Herschocowitsch, geb. Salomon, überlebte. Gegenwärtig erinnern Stolpersteine und der jüdische Friedhof an diese Drensteinfurter Mitbürger – eine Gedenken das nach Auffassung der Verfasserin auch für den gegenwärtigen Umgang mit Zugezogenen und Mitgliedern anderer Religionen wegweisend sein sollte.",4 SAB 1283,1,39 S.,1811,1941,117,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel","Drensteinfurt, Jüdischer Friedhof, Drensteinfurt", Barbara K.,Marienschule 835,Friedhöfe und Bestattungswesen im Münsterland im Wandel der Zeit,"In seinem Beitrag setzt sich der Schüler mit der Friedhofskultur und dem Bestattungswesen im Münsterland in verschiedenen Epochen auseinander. Laut dem Verfasser gibt die Friedhofskultur Aufschluss über die Einstellung und Veränderung der Gesellschaft in ihrem Verhältnis zu Leben und Tod. So würden sich gesellschaftliche Umbrüche und veränderte Geisteshaltungen im Umgang mit Verstorbenen widerspiegeln, so der Autor weiter. In seiner Arbeit greift er daher auf die Ursprünge der Friedhofskultur in Münster zu Zeiten Karls des Großen zurück, in denen die ersten Friedhöfe auf der Domburg eingerichtet wurden. Es folgt die Darstellung der mittelalterlichen Begräbniskultur, als die städtischen Friedhöfe nah an den Pfarrkirchen platziert wurden, sowie kleine Exkurse zum mittelalterlichen Judenfriedhof und der Bestattung während der Pest in Münster; so wurden u.a. bei der letzten großen Pestepidemie 1666/67 Massengräber außerhalb der Stadt angelegt. Mit Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die Friedhöfe sukzessive an den Außenrand der Stadt – genauer gesagt an den ehemaligen Wallmauern – eingerichtet. Erst gegen Ende des Jahrhunderts einigten sich die Pfarreien auf einen überkonfessionellen Zentralfriedhof, welcher schließlich 1887 eingeweiht werden konnte. Als es im Zentralfriedhof ab den 1920er Jahren zusehends an Platz mangelte, entschied sich die Stadt dafür, einen kommunalen, modernen Waldfriedhof acht Kilometer östlich in Lauheide (Telgte) einzurichten, welcher heute verschiedene Varianten der Bestattung anbieten kann. In einem pointieren Resümee zeigt der Verfasser erneut den Wandel in der Bestattungskultur auf: Von einem stark christlich-eschatologischen Aufbau der Friedhöfe (Verstorbene wurden noch als Teil der Glaubensgemeinschaft gesehen, daher in unmittelbarer Nähe zur Pfarrkirche und in Richtung Sonnenaufgang/Jerusalem beerdigt) über den reformatorischen Umbruch mit Friedhöfen als Orte des Andenkens bis hin zu unserer modernen, eventorientieren wald- oder parkähnlichen Bestattung zeigt der Autor den unterschiedlichen Umgang mit Verstorbenen im Münsterland auf.",4 SAB 1358,1,28 S.,0,2017,302,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen","Waldfriedhof Lauheide, Zentralfriedhof, Münster", Carl van gen H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 837,Fritz Leopold Steinthal und der Nationalsozialismus,"Die Reichspogromnacht verlief auch in Münster als Ausbruch der Gewalt und Verwüstung. Die Synagoge wurde in Brand gesteckt, das Haus des Rabbiners gestürmt und die Bewohner misshandelt. Die Ereignisse dieser Nacht stellen den Ausgangspunkt der Arbeit dar, in der die Verfasser sich kurz mit dem Leben des Münsteraner Rabbiners Fritz Leopold Steinthal befassen. Der 1889 in Berlin geborene Steinthal arbeitete seit 1919 in Münster – 1938 migrierte der Rabbiner nach Argentinien, wo er bis zu seinem Tod 1969 im Exil blieb. Die Verfasser skizzieren knapp, welche Möglichkeiten Juden in den verschiedenen deutschen Staatsformen hatten und zeigen sich entsetzt ob der antijüdischen Stimmung auch von christlichen Gruppen, die sie zeitgenössischen Reaktionen auf die Reichspogromnacht entnehmen.",4 SAB 1279,0,18 S.,1889,1969,59,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen","Synagoge, Münster"," Henning B., Vincent R.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 856,Georg Witzel – als humanistischer Reformkatholik zwischen den Parteien,"Durch die Ahnenforschung ihres Großvaters, der u.a. Herausgeber der Schriften zur Förderung der Georg-Witzel-Forschung war, setzt sich die Schülerin im Rahmen einer biographischen Fallstudie mit dem Leben und Wirken des Reformkatholiken Georg Witzel auseinander. Zwar konnte sie aufgrund fehlender Dokumente keine direkte Verwandtschaft ausmachen, dennoch ließen sich mit Blick auf die Wohnorte und Namen, die mütterliche Seite der Familie des Großvaters trägt den Namen Witzel, einige Verbindungen nachzeichnen. Auf eine innere und äußere Quellenkritik der vom Großvater herausgegebenen Schriften folgen einige Ausführungen zum historischen Kontext der „Lebzeit Georg Witzels“ im 15. bzw. 16. Jahrhundert. Georg Witzel wuchs in Vachta (Thüringen) auf und besuchte im Alter von 15 Jahren die Erfurter Hochschule, wobei er nach dem Baccalaureus das Studium abbrach, um in Wittenberg 28 Wochen unter Martin Luther und Philipp Melanchthon zu studieren. Auf persönliches Gutheißens Luthers war er ab 1525 in einer Pfarrei in der Nähe von Wittenberg eingesetzt und befasste es sich unaufhörlich mit den Texten der alten Kirche. Neben einem Brief an Melanchthon, in denen er der „Wittenbergischen Kirche“ vorwirft zu weit von altkirchlichen Idealen abzuweichen, war er ebenfalls an den Leipziger Religionsgesprächen 1539 beteiligt. Er publizierte sowohl kirchen-kritische als auch verteidigende Schriften und gilt somit heute unter Fachleuten als ein Vermittlungstheologe zwischen Lutheranern und Katholiken. Den Lebensweg Witzels nachzeichnend, nähert sich die Verfasserin anschließend den Begriffen „Reformkatholizismus“ und „(deutscher) Humanismus“ auf einer definitorischen Ebene. Auf der Basis einer Rede ihre Großvaters aus dem Jahr 1979, welcher Witzel als „Stachel für beide Kirchen“ beschreibt, wirft die Verfasserin die Frage nach dem uneingelösten Vermächtnis Witzels auf. Seine theologischen Ideen und Schriften sollten nicht nur als abgeschlossen in der Vergangenheit betrachtet, sondern für die Überwindung von Schwierigkeiten der heutigen Ökumene genutzt werden. In ihrem Fazit kommt die Verfasserin zu dem Schluss, dass das Leben Witzels als Exempel für den Zeitgeist zu Beginn des 16. Jahrhunderts dienen und sich an seinem Weg die Schwierigkeiten und Konsequenzen einer klaren Zuordnung zu einer Konfession bewusst gemacht werden können. Der Beitrag stützt sich auf zahlreiche Dokumente des vom Großvater eingerichteten privaten Georg-Witzel Archivs.",4 SAB 1269,1,32 S.,1501,1573,59,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel",, Anna C.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 862,Geschichte der Hiltruper Missionsorden und ihre Gründung des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums,"Am 13.12.1897 zogen 8 Patres, 14 Brüder und 22 Studenten in das Hiltruper Missionshaus der 1850 in Frankreich gegründeten Herz-Jesu-Missionare ein. Dort angeschlossen wurde ein Internat – heute das Kardinal-von-Galen-Gymnasium – gegründet. In ihrer Arbeit skizzieren die Verfasserinnen das Wirken der Herz-Jesu-Missionare und betrachten dabei auch ihre Schule. Aktuelle Ordensaktivitäten werden anhand des Interviews mit zwei Ordensmitgliedern vorgestellt.",4 SAB 1352,0,14 S.,1850,2017,224,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Hiltrup," Lea B., Pia H.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 865,"Getrud, du musst noch Katzen füttern! Hilfe für verfolgte Juden im Münsterland","In ihrem Beitrag beschäftigen sich die beiden Schülerinnen mit der Geschichte der jüdischen Familie Spiegel, die sich zur Zeit des Zweiten Weltkrieges im Münsterland versteckt hielt. Auf Grundlage des Buchs „Retter in der Nacht. Wie eine jüdische Familie in einem münsterländischen Versteck überlebte“ von Marga Spiegel wurde das Schicksal der Familie bereits verfilmt. Während Marga und Karin Spiegel (Mutter und Tochter) auf verschiedenen Bauernhöfen im Münsterland ihr Versteck gefunden hatten, war Siegmund Spiegel u.a. auf dem Hof der Großmutter einer der Schülerinnen untergebracht. Zunächst erörtern die Verfasserinnen jedoch die Verfolgung der Juden in der Zeit von 1933-45 und zeichnen dabei die historischen Linien von den anfänglichen Boykotten und Pogromen bis hin zur systematischen Vernichtung nach. Ein zweiter historischer Zugriff steht im Zeichen des jüdischen Lebens in Deutschland seit der Zeitenwende, bevor die Lage der Familie Spiegel während des Zweiten Weltkriegs geschildert wird. Den Abschluss bildet die Erzählung der Großmutter, deren Vater Siegmund Spiegel auf seinem Hof ein Versteck bot. Das im Titel gewählte Zitat bezieht sich auf die Versorgung Spiegels, der, auf dem Heuboden wartend, von der Großmutter der Schülerin abends mit einem Lebensmittelkorb versorgt wurde. Auf dem Weg dorthin fütterte diese allerdings noch die Katzen, sodass sich die Floskel als Erinnerung an die Versorgung Spiegels etablierte.",4 SAB 1297,0,15 S.,1933,1945,117,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Privatdokumente",," Carla E., Greta H.",Marienschule 871,Gott und die Welt. Im Streit um den richtigen Rhythmus,"Die Musik als von Menschen bewegt und Menschen bewegend stellt die Schülerin im Rahmen des Beitrags in den Fokus. Wie hat die Kirche Rhythmen notiert und wie haben weltliche Musiker darauf reagiert, sind die Fragen, mit denen sie sich auseinandersetzt. Dabei beginnt sie ihren historischen Aufriss mit dem Ursprung der Notation im neunten Jahrhundert bis hin zur Einordnung des kirchlichen Lebens im 14. Jahrhundert. Die Grundprinzipien und Entwicklungslinien der Notation erklärend, führt die Verfasserin anschließend in ihrem Beitrag auf einen zentralen Konflikt zwischen der Kirche und den weltlichen Musikern hin: Während die Kirche – vertreten durch Papst Johannes II – mit Blick auf die Trinitätslehre die Heiligkeit der Zahl drei auch in der Musik vertreten sehen wollte, befürwortete sie die Unterteilung eines Notenwertes in drei kürzere Noten. Die weltlichen Musiker – vertreten durch Philippe de Vitry und Guillaume de Machuat – sahen aus praktischer Perspektive hingegen im Recht, lieber eine Zweiteilung für ihre Werke zu wählen, wodurch jedoch die Drei-Heiligkeit unterwandert wurde. Ähnliche Probleme lassen sich auch bei den Zahlen vier (Himmelsrichtungen, Eigenschaften der Welt, Jahreszeiten, Launen des Menschen) und der Multiplikation der beiden (Zwölf Jünger Jesu = Zwölf Oktaven) ausmachen. Als einen der Höhepunkte des Konfliktes lässt sich sicherlich das Verbot der ars nova de Vitrys – Werke der „neuen Musik“ und heute Namensgeber für eine Musikepoche – in allen Gotteshäusern durch Johannes II sehen. Abschließend zieht die Schülerin für sich das sehr reflektierte, ausgewogene Fazit, dass die Bulle des Papstes zwar die „neue Musik“ verbat und zwischen Traditionellen und Neuen unterschied, doch gleichzeitig auch zur Bewahrung der Kirchenmusik führte. Diese wäre vermutlich durch die ars nova verdrängt worden und hätte sich nicht zur heute bekannten Form entwickeln können, so die Autorin weiter.",4 SAB 1365,1,18 S.,800,1400,47,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Lena P.,Marienschule 881,Halloween von Samhain zu „trick or treat!“,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit den Ursprüngen und Veränderungen des Halloween-Festes, welches auf die keltisch-germanische Samhain-Tradition zurückgeht. Diese diente vor ca. 2000 Jahren dazu, dass Erntejahr abzuschließen und den Winter bzw. ein neues Jahr zu begrüßen. Neben diesen Ursprüngen erläutert die Verfasserin ebenfalls die Tradition des Aushöhlens von Kürbissen: Der Legende nach wandelte der irische Hufschmied Jack O’Latern zwischen Himmel und Hölle – er war bei beiden nicht erwünscht – und erhielt vom Teufel aus Mitleid ein Stück Glut aus dem Höllenfeuer, welches er in die Steckrübe, die er als Proviant dabei hatte, steckte. Da die irischen Emigranten in Amerika keine Steckrüben fanden, nutzten sie nun Kürbisse, um dem zwischen den Welten wandelnden Jack den richtigen Weg zu weisen. Nach der Darstellung der Ursprünge des christlichen Allerheiligen wirft die Autorin anschließend einen Blick auf die allmähliche Ablösung der christlichen Tradition durch die am Vorabend stattfindende amerikanische Interpretation des Samhain-Festes: Halloween. Mit Hilfe eines fiktiven Trialogs diskutiert der Verfasser abschließend die Frage „Halloween feiern oder nicht?“",4 SAB 1266,1,22 S.,0,2017,302,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Pina G.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 883,Haltung der Kirche zum Thema Abtreibung – berechtigt oder längst überholter Starrsinn?,"In seinem Beitrag setzt sich der Schüler mit der Haltung der katholischen und evangelischen Kirche bezüglich der Abtreibung auseinander. Zunächst einen Blick auf die aktuelle Rechtslage in Deutschland werfend, beschreibt der Verfasser anschließend die kirchliche Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs zwischen den Jahren 1140-1650 sowie, auf der Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils, die heutige Position der katholischen Kirche. Die Grundsätze der staatlichen, katholischen, evangelischen Beratungsstellen hebt er eigens hervor, um daraufhin gezielt die in freier Trägerschaft befindliche Institution der „pro Familia“ in Münster zu fokussieren. Der Versuch, aktuelle Stellungnahmen zum Thema Schwangerschaftsabbruch der verschiedenen Beratungsstellen in Münster zu erhalten, schlug bis auf die vom Verfasser vorgestellten Antworten von „pro familia“ Münster und des „Sozialdienstes katholischer Frauen“ (SkF) fehl. Durch diese Erfahrung und die differenten Positionen zur Abtreibung angetrieben, entschied sich der Verfasser, mit Hilfe einer Umfrage unter 32 Personen zur Haltung bezüglich eines Schwangerschaftsabbruchs, insbesondere mit Blick auf die Zeitpunkt, ein größeres Stimmungsbild einzuholen. In Rahmen der Auswertung dieser Umfrage sieht der Verfasser u.a. seine Hypothese bestätigt, dass besonders in der älteren Generation eine erhöhte Ablehnung gegenüber Abtreibungen existiert. Eine kurze Quellenkritik anschließend kommt der Verfasser – mit Blick auf die im Titel aufgeworfene Frage – in seinem Fazit zu dem Schluss, dass die heutige Haltung der katholischen Kirche ihrem überholten Starrsinn zuzuschreiben sei, während die evangelische Kirche in Fragen der Abtreibung deutlich zeitgemäßer agiere.",4 SAB 1371,1,32 S.,1140,2017,59,19,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen",, Nils H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 891,Heilig Geist – eine Kirchengemeinde im Wandel der Zeit,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit der Geschichte ihrer Heilig Geist-Gemeinde in Münster, in welcher sie selbst seit 2014 als Messdienerin tätig ist, und geht der Frage nach, wie sich die kirchlichen Gruppen in der Kirchengemeinde verändert haben bzw. wo sich Kontinuitäten finden lassen. In einem ersten Schritt erarbeitet die Verfasserin hierfür die Gründungsgeschichte seit den ersten Planungen der Heilig Geist-Gemeinde 1924, den Bau der Kirche bis zur bischöflichen Weihung am 20. November 1929, die Situation unter der Herrschaft der Nationalsozialisten sowie die Grundsteinlegung für Jugendheim und Kindergarten in den 1960er-70er Jahren. In einem zweiten Schritt befragt sie mit dem Gemeindemitglied Helmut Kovermann (geb. 1947) einen Zeitzeugen zum Thema der Messdiener und ihrer Gemeinschaft, u.a. werden die Gruppenstunden als Vorbereitung, das Verhältnis zum Pfarrer, (zeitlicher) Ablauf an Hochfesten und die Geschlechterverteilung besprochen. Dem Inhaltverzeichnis ist zu entnehmen, dass die Verfasserin noch einen weiteren Blick auf die „Katholische Junge Gemeinde“ und ihre „Fairhandelsgruppe“ geworfen hat, sowie eine Zusammenfassung der Ergebnisse und einen Ausblick in die Zukunft liefern wollte. Der Beitrag ist nur unvollständig eingereicht, ein 28 Seiten starker Arbeitsbericht schließt ihn ab.",4 SAB 1237,1,40 S.,1924,2017,61,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Geistviertel, Münster", Minh-Tâm T.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 909,Henriette Rathgeber. Der Neuanfang einer münsterischen Jüdin im Nachkriegsdeutschland,"Wie kann man in einem Land weiterleben wollen, in dem man aufgrund seiner Religion ermordet werden sollte? Henriette Rathgeber, geborene Hertz, überlebte den Holocaust im Untergrund. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wanderte sie zunächst in die USA aus – kehrte jedoch nach einem Jahr zurück. Im ersten Teil der Arbeit zeichnet der Verfasser ihre Biographie – auf Grundlage eines Beitrags zum Geschichtswettbewerb vom Wilhelm-Hittorf-Gymnasium aus dem Wettbewerbs-Durchgang 1982/1983 sowie auf Erzählungen seiner Großmutter, die Hertz bzw. Rathgeber aus der Nachbarschaft kannte – nach. Hertz, Tochter eines wohlhabenden Notars aus Münster, wollte ursprünglich Modezeichnerin werden. Musste sie aufgrund der seit 1933 Juden auch in der Berufswahl diskriminierenden Umstände schließlich doch Sekretärin in Diensten ihres Vaters werden, kamen auch die physischen Bedrohungen immer näher auf sie zu. Am Abend nach der Reichspogromnacht entging auch das Haus der Familie Hertz nur knapp der Zerstörung – couragierte Nachbarn riefen die in diesem Fall offenbar für die Juden eintretende Polizei. 1941 wurde auch Hertz beinahe deportiert – einzig die Pflege ihres schwerkranken Vaters entband sie davon. Die anschließend beschlossene Ausreise über die Niederlande in die USA scheiterte jedoch, sodass Hertz 1942 bei dem Onkel und der Tante ihrer mittlerweile verstorbenen Mutter untertauchte; von dort floh sie weiter nach Bonn – wo sie auch nur knapp dem Verrat und der Deportation entging. Auch nach dem Krieg hielt sie sich ob ihrer Religion bedeckt – einer Episode in den USA bei ihrem dorthin ausgewanderten Onkel folgte allerdings die Rückkehr nach Deutschland. Sie heiratete schließlich sogar einen evangelischen Deutschen – auch wenn dessen Eltern die Religion ihrer Schwiegertochter und diese selbst strikt ablehnten. Die Verfasserin kommt daher insgesamt zu dem Schluss, dass die Besonnenheit Hertz‘ bzw. Rathgebers für ihr gesamtes Leben prägend war – ein Umstand der es ihr trotz der unvergleichlichen Verfolgung die Jüdinnen und Juden in Deutschland erfahren haben, ermöglicht haben könnte, wieder nach Deutschland zurückzukehren und keinen undifferenzierten Hass gegenüber oder pauschale Angst vor allen Deutschen zu entwickeln.",4 SAB 1250,1,20 S.,1913,1958,278,19,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Florian G.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 915,Hexen in der Frühen Neuzeit (15.-16. Jahrhundert),"In ihrer Arbeit betrachten die Verfasserinnen zunächst die Herkunft des Worts Hexe und des Hexenglaubens, grenzen beides aber dezidiert vom „finsteren Mittelalter“ ab und verweisen vielmehr auf die Frühe Neuzeit. Am Fall der Münsteranerin Greta Bünichmann, die als Hexe angeklagt und schließlich verbrannt wurde, konkretisieren sie ihre zuvor allgemeinen Aussagen zu Hexenglaube und -folter. Zugleich betrachten sie mit der Debatte um die Straßenbenennung nach Bünichmann im Mauritzviertel auch geschichtskulturelle Auswirkungen bzw. Folgen des Hexenglaubens.",4 SAB 1254,0,11 S.,1621,1994,180,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",St. Mauritz," Emma B., Katharina E., Malena B.",Ratsgymnasium 926,Hitler oder Gott? Mein Urgroßvater und die Bekennende Kirche von 1933-1945,"Die Schülerin beschäftigt sich in dem recht umfangreichen Beitrag mit der Biographie ihres Urgroßvaters Erhard Gäbel, welcher ab dem 10. April 1931 Pfarrer der bekennenden Marien-Magdalenen-Kirche in der Nähe von Breslau war. Was ist eine Bekennende Kirche, wer war mein Urgroßvater, welche Rolle spielte er in der Bekennenden Kirche und war den Menschen im Nationalsozialismus Gott oder Hitler wichtig, sind die Fragen, die die Verfasserin umtreiben. Zunächst erläutert sie dazu die Grundspannung zwischen der Kirche und dem Nationalsozialismus zu Beginn der 1930er Jahre, um sich daraufhin mit der Bekennenden Kirche in den Jahren 1933-1945 auseinander zu setzen. Den Lebenslauf Pfarrer Gäbels detailliert wiedergebend, fokussiert die Verfasserin anschließend seine Rolle in der evangelischen Diasporagemeinde in der Nähe von Breslau zur Zeit des NS-Regimes. Pfarrer Gäbel, der seinen dritten Vornamen Adolf ablehnte, hatte sich bereits früh von den nationalsozialistischen Zugängen zum christlichen Glauben, z.B. Alfred Rosenbergs „Der Mythos des 20. Jahrhunderts“, distanziert und positionierte sich schon im Spätsommer 1932 öffentlich gegen die NS-Ideologie. Zu Konflikten kam es besonders im Zuge von Beerdigungen: Einmal setzte sich der Pfarrer für die Beerdigung einer Kriegsgefangenen ein, ein anderes Mal verhinderte er, dass ein Hakenkreuz-Fahnenträger einen Trauerzug durchs Dorf anführte. Zwar legte auch Gäbel 1938 den Amtseid auf Hitler ab, doch dies hätte ihn nicht an seiner klaren Position, für die evangelische Kirche einzutreten, gehindert, so das Fazit der Autorin. Der Wettbewerbsbeitrag basiert auf einem breiten Fundament von Quellen, u.a. ein Brief der Großtante mit Erinnerungen an Erhard Gäbel sowie der beigefügten Personalakte Gäbels der früheren evangelischen Kirche Breslau (heute Wroclaw, Polen).",4 SAB 1347,1,36 S.,1933,1945,66,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente",Wroclaw, Dorothea G.,Marienschule 933,Homosexualität im Spiegel religiöser Moralvorstellungen,"Der Onkel der Verfasserin musste sich im Zuge seines Aufwachsens im ländlich-konservativ geprägten Münsterland mit dem Umstand, dass er schwul ist, arrangieren. Zunächst nur das Gefühl unbestimmter Nicht-Zugehörigkeit zu traditionellen Identitätsmustern habend, wurde ihm jedoch bald klar, dass er homosexuell ist. Im Interview, das das Herzstück der Arbeit bildet, schildert er, wie sein Coming Out jedoch keinesfalls auf Ablehnung bzw. Unverständnis stieß. Im Kontrast dazu stellt die Verfasserin eingangs die Positionierung der Gesellschaft, insbesondere in Hinblick auf die Kirche sowie aus deutscher Perspektive zu dem Thema Homosexualität dar. Sie beleuchtet, auf welche Traditionen die Ablehnung Homosexueller in der katholischen Kirche rekurriert und inwiefern deren moralische Prägekraft auch gesellschaftliche Einstellungen und die Gesetzgebung langfristig affizierte.",4 SAB 1372,1,19 S.,1960,2017,59,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Martha H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 943,"Irgendwie Anders. Der Wertekonflikt eines fiktiven, katholischen und homosexuellen Münsteraners in den 1970er Jahren","Gerahmt durch die Entwicklung im Umgang mit dem umstrittenen und erst 1994 abgeschafften Paragraphen 175, der Homosexualität in Deutschland unter Strafe stellte, zeichnet die Verfasserin eingangs eine Geschichte der Homosexualität und insbesondere ihrer Repression in Deutschland nach. Gegen diese Repressionen wurde sich ab Ende der 1960er- vor allem aber mit den 1970er-Jahren auch in Münster auf organisierte Art und Weise gewehrt: 1972 fand hier die erste Homosexuellen-Demo statt. In diesem Zeitraum siedelt die Schülerin ihren Hauptteil an – ein fiktives Theaterstück, das die inneren Konflikte eines in Münster lebenden Homosexuellen, Joseph, aufgreift. Sich zunächst gesellschaftlichen Normen beugend hatte er Frau und Kind – eine Scheinexistenz, die er erst aufgibt, als er erkennt, dass sie lediglich zu Unglück auf allen Seiten führen kann. Katholisch sozialisiert versucht er dennoch im Beichtgespräch mit einem Priester seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Dieser rät ihm zu einer Sexualtherapie, die Joseph tatsächlich antritt – die ihn jedoch nicht verändern kann. Das Theaterstück schließt damit, dass Joseph sich von den Meinungen anderer emanzipiert und schließlich glücklich mit seinem Partner zusammenlebt. Zum Gewinnen von Eindrücken bzw. Grundlagen für ihr Theaterstück führte die Verfasserin Interviews mit einem engagierten Münsteraner Homosexuellen, sowie einem Pfarrer; zudem zitiert sie im Anhang Bibelstellen, die Maßgaben für den Umgang mit Homosexualität bereithalten. An das Theaterstück knüpft die Verfasserin zunächst ein Sachurteil an, das die jeweiligen Bezugsnormen der Einstellungen gegenüber Homosexualität von katholischer Kirche bzw. Homosexuellen auch in ihrer historischen Bedingtheit aufführt. In ihrem persönlichen Werturteil räumt sie Homosexualität eine in der Gesellschaft noch immer in Teilen außergewöhnliche Stellung ein, die jedoch keinerlei Anlass für Diskriminierung zu sein habe.",4 SAB 1321,1,52 S.,1932,2017,335,19,"Textbeitrag, Theaterstück","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Hannah K.,Friedensschule 952,Jesuitenkloster Haus Sentmaring,"In Ihrem Beitrag befassen sich die Schülerin und der Schüler mit dem Jesuitenkloster Haus Sentmaring, das sich an der Stelle ihrer derzeitigen Wohnhäuser befand. Dazu betrachten sie auf Sekundärliteratur wie Internetquellen gestützt zunächst Gründung und allgemeine Geschichte des 1534 in Paris initiierten und sechs Jahre später vom Papst legitimierten Ordens, den sie als Orden mit dem Ziel bessere Bildung zu vermitteln, klassifizieren. Aus ihrer Perspektive relevante Geschehnisse für den Orden in Münster, insbesondere mit Perspektive auf das Haus Sentmaring, bündeln sie in einem eigens erstellten Zeitstrahl, der von der Erlaubnis zur Niederlassung durch den Stadtrat 1540, bzw. der tatsächlichen Niederlassung 1566 über Einschneidendes wie den Kulturkampf oder die Repressionen durch die Gestapo bis zum Abriss des Hauses Sentmaring 2001 reicht. Die Beschlagnahmung und Unterdrückung durch die Nationalsozialisten werden hier gar in Bezug zu den Predigten Kardinal von Galens gesetzt, der dies aufgriff und die Bevölkerung vor weiteren Maßnahmen dieser Art gegen die Kirche warnte. Die wechselvolle Geschichte dieses Hauses nimmt die Arbeit im nächsten Schritt genauer in den Blick: Als die Jesuiten das Grundstück 1923 kauften – ursprünglich sahen ihre Pläne nicht vor es zu akquirieren – gehörten ihnen bereits das Gymnasium Paulinum, die Petrikirche, diverse Häuser und Güter sowie nicht zuletzt das Jesuitenkolleg mit eigener Universität. Das hauptsächlich für die Jugendarbeit genutzte und vielen Gästen offenstehende Haus Sentmaring wurde von im Jesuitenorden bekannten Patres geprägt, die dort häufig an ihrem Lebensabend eine neue Heimat fanden und deren Grabsteine sich auf dem immer noch existierenden Friedhof finden lassen. Eine Bündelung der Erzählstränge findet sich im Fazit des Beitrags.",4 SAB 1236,0,16 S.,1540,2001,83,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen",," Paul D., Sarah G.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 953,Johann Bernhard Brinckmann – Mit Gott gegen die Welt,"In ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb befasst sich die Schülerin der Marienschule mit der Rolle des Münsteraner Bischofs Johann Bernhard Brinckmann im Zuge des „Kulturkampf“ genannten Konflikts zwischen dem neu gegründeten Deutschen Staat und katholischer Kirche Ende des 19. Jahrhunderts. Großteils auf Fachliteratur gestützt zeichnet sie diese Auseinandersetzung besonders am Beispiel des Wirkens des Münsteraner Bischofs nach. In einem ersten Teil skizziert sie Verlauf und Kausalitäten des Kulturkampfs. Hier wird Bismarck als Dreh- und Angelpunkt der Aktionen gegen die katholische Kirche bzw. deren Einfluss auf das öffentliche Leben in Deutschland verortet. Auch wenn er seinen repressiven Politik-Stil zumindest gegenüber der katholischen Kirche bald wieder aufgegeben werden musste, gesteht die Schülerin dieser Politik den Erfolg zu, Kontrolle und Autorität des Staats gegenüber der Institution Kirche gesichert zu haben. Selbst als Messdienerin in der Kirche aktiv, nimmt die Schülerin die Auswirkungen des Kulturkampfs für das erzkatholische Münsterland im Folgenden in den Blick. Auch hier stellt sie einen Akteur, an dem sich sowohl die Folgen der politischen Maßnahmen als auch die Haltung der Bevölkerung zu diesen besonders griffig aufzeigen lassen, in den Fokus ihrer Betrachtungen – den Münsteraner Bischof Johann Bernhard Brinckmann. Infolge diverser Verstöße gegen Bismarcks Erlässe wurde der 1857 zum Generalvikar, berufene und 1870 zum Bischof gewählte Brinckmann 1874 zu einer Haftstrafe im nahe gelegenen Warendorf verurteilt; als er diese antrat zeigten die Münsteranerinnen und Münsteraner sich öffentlich hochsolidarisch. Auch in der Folge konnte sich der örtliche Klerus der Unterstützung seiner Bevölkerung im Kampf gegen die Auswirkungen des Kulturkampfs – ob gegen die Schließung von Schulen oder die Abwanderung von Priestern – sicher sein. Anteil misst die Autorin dabei auch der lokalen Presse zu. Brinckmann selbst, der ungeachtet seiner ersten Verurteilung weiter gegen die antikatholischen Gesetze verstieß wurde mehrfach vor Gericht gestellt und ging nach ersten Verurteilungen ins holländische Exil, wo er trotz späterer Freisprüche bis 1884 verblieb. Nach seiner Rückkehr bis zu seinem Tod im Jahr 1889 – kurz vor seinem 50jährigen Priesterjubiläum – widmete sich der Bischof dem Wiederaufbau seines Bistums und den Gläubigen seiner Gemeinde. So kommt die Schülerin auch insgesamt zu dem Schluss, dass der eher passive Widerstand Brinckmanns in Form des Nicht-Befolgens der zu Ungunsten der katholischen Kirche erlassenen Gesetze wenig Auswirkung auf den Verlauf des Kulturkampfs insgesamt hatte, sich jedoch für die Münsteraner Katholikinnen und Katholiken dieser Zeit, die sich mehrfach sichtlich solidarisch mit ihm zeigten, bemerkbar machte.",4 SAB 1278,1,23 S.,1813,1889,260,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",Warendorf, Johanna B.,Marienschule 961,Juden im Münster nach 1945,"Die mit einigen privaten Fotos angereicherte Arbeit skizziert die jüdische Religion am Beispiel der jüdischen Gemeinde Münster in Hinblick auf grundlegende, knappe Informationen zu Gottesverständnis, Gemeindeleben und das Alltagsleben prägende Religionselemente wie Speisevorschriften.",4 SAB 1240,0,9 S.,1945,2017,180,19,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Anna X., Johanna L., Nora B.",Ratsgymnasium 964,Judenverfolgung in Münster,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit dem Schicksal jüdischer Mitbürger in Münster zur Zeit des Nationalsozialismus. Auf Grundlage des Werkes „Jüdische Familien in Münster“ von Gisela Möllenhoff sowie einigen zeitgenössischen Briefen entschied sich die Verfasserin dazu, ein fiktives Tagebuch (insgesamt 19 Einträge von einem Drittel bis zu einer halben Seite Länge) zu gestalten. Ihre Protagonisten Ursula Meyer, Tochter von Max und Elfriede Meyer, schreibt über sechs Jahre im Alter von acht bis vierzehn Jahren über ihr alltägliches Leben von 1933-1939, u.a. ihr Schulwechsel, der Entzug der Arbeitslizenz für ihren Vater, ein landwirtschaftliches Praktikum bei Verwandten, die Reichpogromnacht, den Ausschluss von ihrer Schule, der Verlust des familiären Vermögens und schließlich die Emigration nach Middlesex (England). In einem zweiten Schritt führte die Verfasserin mit zwei Juden Zeitzeug*inneninterviews, um sich über die heutige Situation von jüdischen Gemeinschaften und antisemitische Momente in Deutschland und Münster zu informieren. Die Transkripte der Interviews sind dem Beitrag angehängt. In ihrem Fazit hebt die Verfasserin ihre Bestürzung hervor, dass es noch heute judenfeindliche Bewegungen und Aktionen in Deutschland gibt, lobt allerdings auch die vielen Bemühungen für ein gutes Verhältnis zwischen Juden und Christen.",4 SAB 1374,1,29 S.,1933,2017,349,19,"Tagebuch, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Emmi G.,Marienschule 977,Kampf um die Jugend – Ein Kampf ums eigene Überleben? Die kath. Jugendvereine im Bistum Münster in der NS-Zeit als Hitlers Feinde,"Angestoßen durch die These des deutschen Historikers Joachim Kuropka, dass ein Kampf um die Jugend für jedes totalitäre System letztlich einen Kampf ums eigene Überleben darstelle, entwickelt die Schülerin die Fragestellung, ob die katholischen Jugendlichen unter dem NS-Regime nicht auch um das eigene Überleben gekämpft hätten und ob der Widerstand katholischer Jugendverbände eine Form des Überlebens darstellte. Zentral fokussiert sie dabei die Sturmschar in Münster. Den Ursprüngen und Charakteristika der katholischen Jugend stellt sie Hitlers Vorstellung von einem ‚neuen’ Menschen gegenüber, um daraufhin detailliert das katholische Münsterland in den Jahren 1930-40 zu beschreiben. Die Anfänge der Sturmschar erläuternd und die ca. 100 Mann starke Ortsgruppe in Münster vorstellend, führt die Autorin schließlich auf einen der Höhe- wie Wendepunkte der Sturmschar hin: Unter der Leitung von Franz Steber und Hans Niermann nahmen 1.570 Mitglieder an einer Papstaudienz in Rom Ostern 1935 teil, wurden bei ihrer Rückreise allerdings bereits von der Gestapo erwartet (u.a. wurde Franz Steber zu 14 Monaten Haft verurteilt). Nachdem die Autorin die HJ als Antagonisten der katholischen Jugendverbände kurz darstellt, nimmt sie den Protest des Münsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen gegen die Rede Alfred Rosenbergs am 07. Juli 1935 auf dem Gauparteitag der NSDAP in Münster sowie die Synode 1936 in Münster als Kampf des Bistums Münster für die katholischen Jugendverbände in den Blick. Bezogen auf ihre eingangs formulierte Leitfrage resümiert die Verfasserin abschließend, dass die katholischen Jugendverbände (und insbesondere die Sturmschar) durch ihren Widerstand und den Kampf für freie Entfaltung unter dem NS-Regime um das eigene Überleben gekämpft hatten. Für unsere heutige Zeit zieht sie den Schluss, dass der Staat nicht das Recht habe, die Jugend für eigennützige Zwecke auszunutzen, und dass die Sturmschar noch heute als Vorbild dienen kann, um für die Freiheit der zukünftigen Generation einzustehen.",4 SAB 1351,1,35 S.,1930,1940,260,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Viktoria S.,Marienschule 978,Kampf um eine Schule. Eine christliche Schule zur Zeit nationalsozialistischer Ideologie. Zur Geschichte des Gymnasiums Sankt Mauritz in Münster als Schule der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung St. Mauritz von 1933 bis 1943,"Vor dem Hintergrund einer breiten Betrachtung auch der gegenwärtigen Rolle von Religion in der Gesellschaft befasst sich der Verfasser mit der Stellung der Religion im Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus. Es stellt diese immanente Ideologie in Kernpunkten wie dem Menschenbild der transzendenten christlichen Religion gegenüber. Lokalhistorisch greifbar verdichtet sich die Opposition aus Ideologie und Religion im Beispiel der Mädchenschule im Münsteraner Stadtteil St. Mauritz. Hier trifft eine Konfessionsschule in deutlich konfessionell-religiös geprägter Umgebung auf eine Ideologie totalitären Anspruches, die insbesondere Sozialisationsinstanzen wie Schulen für sich vereinnahmen will. Am Beispiel eines im Kontext der Schule bzw. des Mutterordens publizierten Artikels zum Beginn der NS-Herrschaft will der Autor mittels einer Quelleninterpretation aufzeigen, wie die Schule sich früh aber subtil entgegen dem Regime Farbe bekannte. Im Zuge der immer weiter greifenden Gleichschaltung von Lehrerschaft und Schulen versuchten die Vorsehungsschwestern noch die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit und damit das Wesen ihrer Schule zu erhalten, wie der Autor an einer Fülle an Archivalien aufzeigt. Schließlich jedoch ordneten die Vorsehungsschwestern dem Erhaltungs-Gedanken die Eigenständigkeit der Ideologie gegenüber unter – als 1936 ein erster Abbau verfügt wurde, nahm der Existenzkampf bedrohlich konkrete Formen an. Wie sehr das Schulleben ohnehin – beispielsweise in der Organisation des Tagesablaufs, durch nationalsozialistische Gedenktage oder den seit 1938/1939 gültigen „Übergangslehrplan“ – durch den NS-Apparat vereinnahmt wurde, zeigt der Autor im Folgenden. Eine Sonderstellung nimmt dabei die Betrachtung des Krieges ein, während dessen – zumindest angesichts der anfänglichen Erfolge – sogar die Schülerinnen der Ordensschwestern-Schule zu Kriegsengagement ermutigt wurden. Inwiefern die Schule als Sozialisationsinstanz von dem Nationalsozialismus affiziert wurde, stellt der Verfasser daher abwägend dar: Auf der einen Seite verweigerte sich die auf Unabhängigkeit bedachte religiös geprägte Schule der bedingungslosen Unterordnung unter einen weltlichen „Führer“ und setzte darauf, ihre Schülerinnen zu reflektiertem Denken zu erziehen – dem gegenüber standen die tatsächliche Durchdringung des Schullebens durch nationalsozialistische Alltagskultur und das Anerziehen eines blinden Gottvertrauens.",4 SAB 1363,1,34 S.,1933,2017,109,19,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Filme, Internetquellen","Gymnasium St. Mauritz, Münster, St. Mauritz", Simon R.,Gymnasium St. Mauritz 979,"Kann denn Liebe Sünde sein? – Die Geschichte der Homosexualität, Religiosität und der Kirchen in Münster","In seinem Beitrag setzt sich der Schüler mit dem Verhältnis der katholischen Kirche zu Homosexuellen am Beispiel der Queer-Gemeinde in Münster auseinander. Diese römisch-katholische Gemeinde entstand 1998 aus dem Wunsch nach einer schwulen- und lesbenfreundlichen christlichen Kirche. In seiner Arbeit beleuchtet der Verfasser zunächst die Geschichte der Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften sowie die lehramtliche Haltung der katholischen Kirche zu Schwulen und Lesben. Anschließend vergleicht er die Gründungsgeschichte einer „normalen“ Gemeinde in Schlagen mit der Entwicklung der Queer-Gemeinde in Münster. Der Verfasser erarbeitet ferner die Geschichte der ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) auf Basis einer Telefonkonferenz mit drei Mitgliedern. Ein Bericht über den Besuch eines Gottesdienstes der Queer-Gemeinde in Münster sowie zwei beifügte Interviews mit Mitgliedern der Gemeinde, lassen den Autor zu dem Fazit gelangen, dass der schwere Stand der Homosexuellen trotz der Organisation in der Queer-Gemeinde bestehen bleibt, wenngleich er eine Differenz zwischen konservativer lehramtlicher Verfassungskirche und liberal gelebter Glaubenskirche ausmachen kann.",4 SAB 1357,1,23 S.,1872,2017,302,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Willy L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 980,Kapuzinerkloster Münster,"In ihrem Beitrag befassen die Schülerinnen sich mit dem Kapuzinerkloster in Münster. Zu diesem Zweck stellen sie zunächst die Geschichte der Kapuziner vor, die im Laufe der Zeit neben Franziskanern und Minoriten aus der Ordensbewegung um Franz von Assisi hervor gingen. Im Interview mit einem Kapuzinermönch erfahren sie, dass die Unterschiede zwischen den verschiedenen Orden sich vor allem in historischer Dimension in Perspektive auf Fragen der Lebensführung – besonders das Armuts-Gelübde und die Strenge der Riten betreffend – erstreckten, im Laufe der Zeit aber weitgehende Angleichung erfahren haben. Sie besuchen das Kloster in ihrer Nachbarschaft und beleuchten dessen Geschichte bis in die Gegenwart: Seit 1611 in Münster begonnen die Kapuziner 1615 mit dem Bau einer Kirche am Aegidii-Markt. Nachdem sie 1806 aus Münster vertrieben wurden, 52 Jahre später jedoch zurückkehrten, bauten sie das jetzige Kloster. Trotz Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg gestehen sie seiner äußerlichen Bausubstanz weiterhin ein traditionelles Flair zu, das durch das moderne Innenleben kontrastiert wird. In ihrer Erkundung haben sie nicht nur erfahren, wie das Kloster sich bspw. in Armenspeisungen für Bedürftige engagiert oder Flüchtlingen Kirchenasyl gewährt, sondern auch die meditativen und liturgischen Angebote, welchen allen Interessierten offenstehen, selbst ausprobiert.",4 SAB 1383,0,6 S.,1611,2017,,19,Film,"Expert*inneninterviews, Privatdokumente","Aegidiimarkt, Kapuzinerkloster, Münster"," Finja Z., Johanna R., Luisa S.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 981,Kardinal Clemens August Graf von Galen. Die Wirkung der Predigten und der Lebenslauf des Löwen von Münster,"Der Devise aus-der-Geschichte-lernen folgend befasst sich die Verfasserin in ihrer Arbeit ausführlich mit der Wirkung Kardinal Clemens August Graf von Galens, der durch seine Stellungnahme gegen die Euthanasie der Nationalsozialisten in seinen Predigten große Bekanntheit erlangt hatte. Nach einer Überblicksbetrachtung der Biografie und Karriere von Galens werden die Predigten, mit denen er sich offen gegen die NS-Menschenfeindlichkeit wandte, als qualitativer Sprung in der bis dato schon steilen Karriere des klar Position beziehenden Klerikers eingeordnet. Streng katholisch erzogen, begann Clemens August nach einer Privataudienz beim Papst 1898 ein Theologiestudium, wurde 1904 in Münster zum Priester und nach Aufenthalt in Berlin 1933 schließlich zum Bischof geweiht – schon als Priester setzte sich von Galen dabei besonders für Arme und Schwache ein. Auch aufgrund seines Muts zu klaren Haltungen wurde er 1946 zum Kardinal berufen. Neben den biografischen Ausführungen, die mit der 2005 erfolgten Seligsprechung schließt, stellt die Verfasserin eine Betrachtung der Wirkungsgeschichte der weltbekannten Predigten des Jahres 1941, in denen sich von Galen auch von Anfeindungen nicht abhalten ließ, immer expliziter gegen die NS-Herrschaft Stellung zu beziehen. Hierzu wertet die Verfasserin Briefe mutig Position bekennender Deutscher aus und berücksichtigt die Prominenz der Predigten über die Grenzen NS-Deutschlands hinaus. So wurde von Galen schon während der Zeit des NS-Regimes und in der unmittelbaren Nachkriegsgeschichte zur Ikone des Widerstands. Dass der „Löwe von Münster“, wie er häufig genannt wird, auch in der gegenwärtigen Geschichtskultur noch eine große Rolle spielt, führt die Autorin am Beispiel der Benennung von Straßen, Schulen und Altenheimen nach dem Bischof aus – ein Ruhm den die Autorin angesichts seinen Mutes als berechtigt ansieht.",4 SAB 1362,1,22 S.,1878,2005,308,19,Textbeitrag,"Audiodokumente, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",, Hannah R.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 982,"Kardinal von Galen – Eine Untersuchung seines Werdegangs Oder Die Klärung der Frage, wie ein katholischer Bischof zu einem Widerständler der NS-Zeit wurde","In seinem Beitrag setzt sich der Autor mit Leben und Wirken Clemens August Kardinal von Galen auseinander, welcher in seinen berühmten „Brandpredigten“ öffentlich im münsteraner Dom gegen die „Aktion T4“ der Nationalsozialisten gewettert hatte. Der Verfasser geht den Fragen nach, wie sich der nicht unumstrittene „Löwe von Münster“ zu einem Widerständler entwickelte und ob seine Seligsprechung 2005 gerechtfertigt war. Mit Hilfe dreier fiktiver Dialoge zwischen dem Verfasser und seiner Cousine erarbeitet er zunächst seinen Entschluss am Geschichtswettbewerb teilzunehmen sowie die beiden erwähnten Fragen, um daraufhin eine Biographie von Galens folgen zu lassen. In seinem Fazit kommt der Verfasser zu dem Schluss, dass von Galen sich innerkirchlich zwar seine Anerkennung aufgrund der Auseinandersetzung mit dem NS-Regime verdient habe, er durch seine milieuegoistische Beschränkung auf die katholische Kirche und ihre Gläubigen insgesamt jedoch nicht genug getan hätte, um auch andere Bevölkerungsgruppen, wie z.B. die Juden in der Reichspogromnacht, zu schützen und damit außerkirchlich nicht als „großer Held“ gefeiert werden sollte. Dieser kritische Blick bei der Beurteilung von Galens sei unabdingbar, so der Verfasser.",4 SAB 1361,1,22 S.,1878,1946,302,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme",, Luca Luis S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 983,Kardinal von Galen und seine Kindheit,"Das 44-sekündige Video der Schülerinnen enthält eine Art Powerpoint-Präsentation in der die markantesten Rahmendaten des Lebens des Münsteraner Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen gelistet sind. Trotz der Angabe, archivalisch und mit Zeitzeugen gearbeitet zu haben, lässt sich der Arbeit nicht entnehmen, welche Informationen diesem Kontext entspringen.",4 SAB 1382,0,44 S.,1878,1946,154,19,Filmbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",," Anna von T., Daphné B.",Friedensschule 988,Katholisch – Evangelisch. Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Früher und heute. Ein Beispiel anhand meiner Familie,"Angestoßen durch die unterschiedlichen Konfessionen ihrer (Groß-)Eltern, geht die Schülerin in ihrem Beitrag der Frage nach, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es zwischen dem katholischen und evangelischen Glauben gab und gibt. Zunächst lichtet sie dabei die Gemeinsamkeiten heute (z.B. Glaube an die Trinität) und vergangener Zeiten (z.B. Heilige Schrift als Wort Gottes) ab – kommt dabei zu dem Schluss, dass besonders die heute gelebte Ökumene, als etwas Gemeinsames, einen großen Unterschied zu früher darstellt –, um anschließend selbiges Verfahren auf die Differenzen anzuwenden. Hier wird bezüglich der aktuellen Problemlagen u.a. auf die Position des Papstes, die Rolle der Bibel, die Gottesdienste sowie Marien- und Heiligenverehrung verwiesen, welche auch den früheren Unterschieden entsprechen würden, so die Autorin. So kommt die Verfasserin abschließend zu dem Resümee, dass die beiden Konfessionen sich durch den Abbau der Differenzen und der gelebten Ökumene wieder deutlich näher kommen, als es früher der Fall gewesen sei.",4 SAB 1296,1,12 S.,,,66,19,Textbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,, Judith A.,Marienschule 992,Ketzer in Westfalen,"In ihrem Beitrag beschäftigen sich die Schülerinnen mit der Geschichte von Ketzern in Westfalen am konkreten Fallbeispiel von Asver Bispinck. Der 27-jährige Münsteraner war im Oktober 1615 nach Bologna in Italien gereist und weigerte sich während eines Krankenhausaufenthalts die Beichte abzulegen. Der Ketzerei beschuldigt, wurde er angeklagt und der Gerichtsfall über drei Jahre in allen Instanzen verhandelt – selbst der Papst schaltete sich ein. An seinem Urteil änderte dies jedoch nichts, denn am Ende starb Bispinck qualvoll am Galgen. Die Verfasserinnen erläutern indessen zunächst den historischen Kontext der Begriffe „Ketzerei“ und „Ungläubigkeit“ in der Frühen Neuzeit, um daraufhin das Fallbeispiel Bispinck vorzustellen. Aus der Perspektive von Clara Schneider, ein 16-jähriges Mädchen aus einem strenggläubigen, gehobenen Bürgertum im Jahr 1600, formulieren die Autorinnen vier fiktive Tagebucheinträge, um das (religiöse) Leben besser darstellen zu können. Ihre Protagonistin bekennt sich schließlich bei ihrer Heirat zum Unglauben und muss ähnlich wie Bispinck mit dem Tod dafür bezahlen. In ihrem abschließenden Fazit betonen die beiden ungetauften Verfasserinnen den unterschiedlichen und sich wandelnden Umgang mit Ketzern bzw. Ungläubigen in der Geschichte.",4 SAB 1346,0,23 S.,1500,1650,302,19,"Tagebuch, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Isabelle S., Paula K.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1006,Kirche gegen Nationalsozialismus. Was unternahm die Kirche gegen den Nationalsozialismus? Havixbeck Münster Vatikan,"Die beiden Schülerinnen beschäftigen sich in ihrem Beitrag auf drei Ebenen mit dem Widerstand der katholischen Kirche gegen das NS-Regime: Neben dem kleineren, ländlichen Ortsbeispiel Havixbeck und dem größeren Bezugspunkt Münster, wird auch die Rolle des Vatikans erörtert. Aus kirchlichen Kreisen erhob sich in Havixbeck lediglich ein passiver Widerstand; die Einwohner hingegen leisteten, indem sie die St. Dionysius Kirche im Ort verteidigten, aktiven Widerstand, so die Autorinnen. Bezogen auf die Stadt Münster wird das streng katholisch geprägte Milieu als grundsätzlich kritisch gegenüber dem Nationalsozialismus eingestellt beschrieben – festgemacht wird dies an den verhältnismäßig geringeren NSDAP-Mitgliederzahlen. Anschließend wird die Rolle des Münsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen – Der Löwe von Münster – und seinen Brandpredigten ausführlich erläutert. Die Rolle des Vatikans wird zum einen mit Blick auf die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ von Papst Pius XI. und zum anderen auf das Schweigen seines Nachfolgers, Pius XII., behandelt. In einem Vergleich zwischen Münster und Havixbeck resümieren die Verfasserinnen zwar einige Gemeinsamkeiten, u.a. die Loyalität der Bürger zur katholischen Kirche, registrieren aber auch deutliche Unterschiede, so kommen sie zu dem Schluss, dass die Unterstützung der Jüdin Bella Schmitz im Dorf Haxivbeck in dieser Form in der Stadt Münster nicht möglich gewesen wäre. Die Passivität der Kirchenvertreter sei indessen Havixbeck und dem Vatikan gemein. Die Verbindung zwischen dem Vatikan und Münster bestand im Wesentlichen durch das Engagement des Bischofs von Galens, der nicht nur an der Enzyklika mitgearbeitet, sondern auch aktiv gegen die Euthanasiemaßnahmen gepredigt hatte. Abschließend ziehen die Verfasserinnen ein ausgewogenes Fazit, in dem sie, vor dem Hintergrund ihrer Recherchen, die Rollen Havixbecks, Münsters und des Vatikans im Widerstand gegen den Nationalsozialismus kritisch beurteilen.",4 SAB 1348,0,38 S.,1933,1945,184,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Havixbeck," Sophia B., Tanja B.",Marienschule 1012,Konfessionskonflikte von der Nachkriegszeit bis zum Ende der sechziger Jahre am Beispiel von Bekenntnisschulen und konfessionsverschiedenen Ehen in Münster,"Eingebettet in den Versuch einer Großerzählung von der Entstehung der Konfessionen bis zur Nachkriegsgeschichte in Deutschland befassen sich die Verfasserinnen mit der religiösen Durchdringung der alltagsgeschichtlichen Themenbereiche Schulwesen und Ehe. Die 19 als dezidiert katholisch ausgewiesenen Münsteraner Volksschulen wurden 1939 in sogenannte „Deutsche Gemeinschaftsschulen“ überführt; beispielsweise hieß die Aegidiischule von nun an Horst-Wessel-Schule. Wie die Schülerinnen aufzeigen wurde der Einspruch der vor allem in der Bistumsstadt starken katholischen Geistlichkeit jedoch unter Verweis auf die Gesetzeslage, die Gemeinden nicht länger als Schulträger vorsah, in einem ausdauernd geführten Prozess entschieden abgewiesen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Ausrichtung der Schulen an konfessionellen Leitbildern ebenfalls Konfliktgegenstand. Im Vorfeld des 1952 verabschiedeten Schulgesetzes in NRW kam es seitens Befürwortern wie Gegnern der Bekenntnisschulen zu ausführlicher Agitation; vor allem die katholische Perspektive wird hier anhand einer ausführlichen Quellenanalyse prominent abgebildet. Wurden hier Bekenntnisschulen noch ausgewiesen erhalten, hielt jedoch mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ebenfalls ein gewisser Wandel in der katholischen Kirche Einzug. Das Argument, dass Schulen primäre Instanzen der Erziehung und Sozialisation auch ausgerichtet an einem, vorzugsweise katholischen, moralischen Leitbild seien, wurde hier zu Gunsten einem Mehr an Eltern-Verantwortung geschwächt. Kritisch reflektieren die Verfasserinnen, dass ihnen als Münsteranerinnen die evangelische Perspektive ferner sei, beziehen diese – eine ausgewiesen freiheitliche Haltung, die die Entscheidung über die Schulform den Familien lassen will – jedoch mit ein. 1968 wurde das Schulgesetz erneut geändert, jetzt wurde die Lösung von konfessionellen Abhängigkeiten bei Schulgründungen stark betont. Die konkreten Auswirkungen werden in der Arbeit am Beispiel der Kappenberger-Damm-Schule illustriert. In der Gesamtschau weisen die Verfasserinnen nicht nur Argumente für die Plausibilität beider Perspektiven aus, sondern üben sich zugleich in einer historischen Relativierung der jeweiligen Argumentation. Ähnlich verfahren die Schülerinnen in der Frage der interkonfessionellen Ehe. Nach einer ausführlichen Übersicht über katholische wie evangelische Lehrmeinung sowie die staatliche Gesetzeslage im diachronen Vergleich nehmen sie die Partnerschaft der Großeltern einer Verfasserin in den Blick. Gemischtkonfessionell verheiratet bedeutete dies vor allem in institutionell-praktischen Fragen klare Konsequenzen: Bei der Wahl der Ehe-Zeremonie wie bei der Frage der Taufe. Fühlte sich das Paar durch die eindeutige Indoktrinierung an diktatorische Zeiten erinnert, traten beide im Laufe der Zeit aus der Institution Kirche aus – ohne sich vom Glauben abwenden zu wollen. Das zugrundeliegende Interview liegt in Auszügen bei. In ihrem Fazit kommen die Schülerinnen zu dem Schluss, dass eine solche Beeinflussung des Alltagslebens durch die Konfessionskirchen gegenwärtig kaum mehr nachzuvollziehen sei.",4 SAB 1238,0,55 S.,1930,1970,335,19,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen","Kappenberger-Damm-Schule, Münster"," Charlotte P., Ulrike S.",Friedensschule 1013,Konfirmation im Wandel der Jahrzehnte. Was veränderte sich in den letzten 80 Jahren?,"In ihrem Beitrag setzt sich die Schülerin mit der Konfirmation und ihren Veränderungen der letzten 80 Jahre auseinander. Nach einigen einleitenden Worten bilden Ausführungen zum Hintergrund und Ritus der Konfirmation der evangelischen Kirche den Auftakt der Arbeit. Die Verfasserin führte insgesamt sieben Zeitzeug*inneninterviews mit einem eigens angefertigten und – jeweils ausgefüllt – dem Beitrag angehängten Fragebogen, um die Konfirmationen der Jahre 1937, 1949, 1956, 1967, 1983, 1990 und 2016 miteinander vergleichen zu können. Als Analyseraster entwickelte sie einen morphologischen Kasten (auch Zwicky-Box genannt) mit dessen Hilfe die jeweiligen Kerninformationen (Anfangsalter, Dauer, Termin, Tageszeit, Prüfung, Vermittlung des Glaubens) aus den Interviews extrahiert und abschließend in einer Überblicks-Matrix zusammengefasst werden konnten. Jedes der sieben Interviews wird mit einem kurzen historischen Kontext der Ereignisse des Jahres eingeführt, um daraufhin eine umfassende Beschreibung der Konfirmation auf Basis des Interviews nachfolgen zu lassen, wobei der jeweilige morphologische Kasten den Abschluss bildet. Mit Blick auf ihren diachronen Vergleich kommt die Verfasserin zum dem Resümee, dass der Konfirmandenunterricht innerhalb der letzten 80 Jahre einen grundsätzlichen, von ihr als positiv bewerteten, Wandel unterlegen ist. Zwar sei der Ritus nahezu identisch, doch besonders die Atmosphäre in den Gruppen habe sich weg vom schulähnlichen Konfirmandenstunden und übermäßigen Prüfungsdruck, hin zu „Konfifreizeiten“ und auflockernden Spielen verändert.",4 SAB 1333,1,41 S.,1937,2016,133,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Judith S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1036,Kurt Diete. Ein Jugendseelsorger mit Courage und Engagement im Wandel der Zeiten,"Der eigene Konfirmationsunterricht ist für den Verfasser Anlass, sich mit seiner Großmutter über ihre Erfahrungen damit auszutauschen. Geprägt wurden diese maßgeblich von ihrem damaligen Pfarrer, Kurt Diete. 1888 im Kaiserreich geboren, Zeitgenosse der Weimarer Republik und des Dritten Reiches, sowie schließlich Repressionen Ausgesetzter in der DDR sind seine Biographie sowie sein Wirken und die damit hinterlassenen Spuren Gegenstand der Auseinandersetzung des Schülers. Erlebte Diete eine wechselvolle Zeit, hat er auch in seinem eigenen Lebenslauf viele Stationen, Länder und Menschen erlebt: Ob als Jugendführer der Wandervögel, Zeitungs- und Buchherausgeber oder Missionar. Diete, der nie Theologie studiert hatte, vertrat dabei seine Positionen stets zu hundert Prozent – ein Umstand, der ihn als „Bekennender Christ“ während der NS-Herrschaft die volle Härte des menschenfeindlichen Repressionsapparates bis hin zur Inhaftierung im KZ erleiden ließ. Glücklich überlebend trat er nach dem Zweiten Weltkrieg eine Stelle als Pfarrer in Burgstädt an, wo er auf die Großmutter und -tante des Verfassers traf, die er konfirmierte – angesichts dessen, dass Burgstädt sich in der DDR befindet ein Akt, den der Verfasser nahe des Rebellischen verortet. Dass Diete sich um seine – insbesondere jungen – Gemeindemitglieder besorgt zeigte, verdeutlicht der Verfasser kurz an Aussagen und privaten Dokumenten, seiner Großmutter und –tante, welche dem Anhang beigefügt sind. So kommt der Schüler zu dem Fazit, dass Diete im Leben der Menschen, denen er begegnete, „Geschichte machte“.",4 SAB 1308,1,32 S.,1888,1968,209,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",DDR, Jannis W.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1057,"Lernen unter dem Kreuz? – Der Streit um die Konfessionsschulen im Regierungsbezirk Münster zwischen Weimarer Republik, NS-Diktatur, junger Bundesrepublik und Gegenwart","In seinem Beitrag beschäftigt sich der Schüler mit den Kontroversen um die Konfessionsschulen in Münster zur Zeit der Weimarer Republik, NS-Diktatur, Nachkriegszeit und Gegenwart. Nach einigen einleitenden Sätzen zur persönlichen wie gesellschaftlichen Bedeutung von Religion folgt der chronologisch-historische Abriss der wechselvollen Geschichte der Konfessionsschulen. Mit dem Weimarer Schulkompromiss beginnend, stellt der Verfasser anschließend die Auseinandersetzungen um die Konfessionsschulen in Münster in der NS-Zeit dar, in dem er die Schulsituation der Diözese Münster sowie die gesetzlichen Grundlagen der Bekenntnisschulen aufarbeitet. Das Spannungsfeld zwischen katholisch-kirchlichem und nationalsozialistischem Erziehungsanspruch sowie die Proteste bei der vorläufigen Schließung der Konfessionsschulen im Oktober 1938 nimmt der Verfasser ebenfalls in den Blick, um daraufhin die Bestrebungen der Nationalsozialisten, den Einfluss der katholischen Kirche auf das Schulwesen zu schmälern, anhand verschiedener Aspekte, u.a. Ausschluss Geistlicher aus dem Schuldienst, staatliche Aufsicht über den Religionsunterricht etc., zu erarbeiten. Über die Wiedereröffnung der Schulen und der gesetzlichen Regelung in NRW nach Ende des Zweiten Weltkriegs, gelangt der Verfasser zur Darstellung der heutigen Lage von Bekenntnisschulen. Eine Quellenkritik der verwendeten Archivalien ist dem abschließenden Fazit vorgelagert, in welchem der Autor zu dem Schluss kommt, dass die Konflikte um die Konfessionsschulen repräsentativ für die Streitigkeit im Verhältnis von Kirche und Staat stehen.",4 SAB 1244,1,26 S.,1919,2017,297,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Timo B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1081,Mathilde Franziska Anneke – Eine Frauenrechtlerin,"Ausgehend von einem Unterlegenheitsgefühl angesichts einen Übergewichts an Jungen in der eigenen Schulklasse, befassen sich die Verfasserinnen in ihrer Arbeit mit der Biografie Mathilde Franziska Annekes. Die 1817 in Sprockhövel geborene Mathilde Hülswitt wurde angesichts elterlicher Geldsorgen mit einem reichen Weinhändler verheiratet. Nach nur einem Jahr scheiterte die Ehe jedoch 1837, wie die Autorinnen anführen, vor allem aufgrund der Gewalttätigkeit ihres Mannes, und die geschiedene und fortan geächtete Mathilde zog nach Münster. Ohne Beruf und mit der Pflege ihrer Tochter beschäftigt, dichtete sie viel. Als ihr eine königlich preußische Dichter-Gnadenpension verwehrt wurde, wandte sie sich politischen Zirkeln zu. Als Mitglied im „Demokratischen Verein“ lernte sie ihren Mann Fritz Anneke kennen, einen aufgrund seiner politischen Ansichten entlassenen preußischen Offizier. Das Paar zog schließlich nach Münster, wo Anneke Herausgeberin der arbeiternahen „Neuen Kölnischen Zeitung“ wurde. Obwohl bald wieder Mutter brachte sich Anneke gar in die bewaffneten demokratischen Aufstände 1849 ein. Nach dem Scheitern der Revolution, wanderte das Paar schließlich in die USA aus, wo es eine deutsche Frauenzeitung begründete. Nach einer Episode in der Schweiz kehrten die Annekes schließlich angesichts des Bürgerkriegs auf dem Gebiet der heutigen USA als überzeugte und engagierte Republikaner dorthin zurück. Hier kam Anneke schließlich zur Ruhe und machte sich als Demokratin wie Begründerin einer Mädchenschule einen Namen. Die wechselvolle und vielseitige Biographie Annekes, die die Verfasserinnen auf Grundlage von Sekundärliteratur detail- und umfangreich rekonstruieren, schätzen diese als wissens- und außerordentlich bemerkenswert ein. Schließlich sei es Anneke nicht gelungen, die gesellschaftlichen, in mancherlei Hinsicht noch auf religiösen Ideen fußenden Umstände zeitlebens zu ändern, sich jedoch in individueller Hinsicht aufgrund ihres unvergleichlichen Durchhaltevermögens und Willens im Privaten zahlreiche Freiräume zu sichern.",4 SAB 1287,0,16 S.,1817,1884,221,19,Textbeitrag,Fachliteratur,," Hannah T., Jelena L.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1092,Mein Ururgroßvater Karl Schlüter 1877-1947. Pastor zur Zeit des Nationalsozialismus,"Ausgehend von der Moller-/ Tschuggnall-/ Welzer-Studie „Opa war kein Nazi“ sowie der sich aufdrängenden Frage, wie sich ein Pastorenehepaar in der eigenen Urgroßelterngeneration wohl zum Nationalsozialismus verhalten hat, geht die Autorin der Familienüberlieferung vom Urgroßvater als dezidiertem Nazi-Gegner nach. Sie ordnet ihre Überlegungen in die Gedächtnis-Konzepte Assmanns (kommunikatives vs. kulturelles Gedächtnis) sowie die von Molzer, Tschuggnall und Welzer angestellten Überlegungen zum Familiengedächtnis, das Loyalität und Identität der Wir-Gruppe absichern soll, ein. Nach dem Vorbild der Studie schließt sie daran ausführliche Zitationen familiärer Tradierungen der Lebensgeschichte des Urgroßvaters an, die sie zu weiten Teilen zitiert. Ausgehend von diesen elaborierten theoretischen Überlegungen und detailreichem Material-Korpus listet sie den Forschungsstand nach Moller et al. und umreißt den historischen Kontext, den Machtantritt der Nationalsozialisten in Braunschweig, der Heimat Karl Schlüters. Schließlich arbeitet sie zahlreiche Quellen wie Protokolle aus Presbyteriumssitzungen, Personalakten und Predigten aus dem privaten Nachlass Schlüters auf. Sie kommt zu dem vielschichtigen Bild eines Mannes, der durchaus bereit war, sich gegen eine Vereinnahmung seines Nahbereichs durch die Nationalsozialisten zu wehren: Gegen die Anbringung einen Hakenkreuzes in der Kirche protestierte er, für die Freimaurerloge, die zwischendurch geschlossen werden musste, drängte er auf Wiedereröffnung. Auch seine Predigten richteten sich gegen eine umfassende Vereinnahmung durch das Regime. Die verbrecherische und menschenverachtende Qualität des NS-Regimes jedoch schien er erfolgreich zu verdrängen. Rückblickend auf die Gedächtniskonzipierungen und Studien-Ergebnisse Welzers konstatiert die Verfasserin, dass einzelne Handlungen ihres Urgroßvaters sicherlich im Familiengedächtnis eine kommunikative Überhöhung erfahren haben und zu dessen Stilisierung geführt haben, er jedoch in seiner Grundhaltung definitiv kein Anhänger der Nationalsozialisten gewesen sei.",4 SAB 1344,1,49 S.,1877,2017,280,19,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Luzie G.,Friedensschule 1096,Mennonitische Gemeinden im russischen Zarenreich. Wie veränderte sich die wirtschaftliche und religiöse Situation der mennonitischen Gemeinden von Katharina der Großen bis zur Februarrevolution?,"Die Eltern des Verfassers sind im Alter von 17 Jahren nach Deutschland migriert, da sie in der Sowjetunion keine wirtschaftliche Perspektive vor Augen hatten. Daher befasst sich der Schüler in seinem Beitrag damit, wie die sozioökonomische Stellung der Mennoniten sich auf dem Gebiet des heutigen Russlands im ‚langen 19. Jahrhundert‘ veränderte. Nach einer kurzen Betrachtung der mennonitischen Freikirche, für die ihm deren Ablehnung der Verschränkung von Religion und Machtpolitik von zentraler Relevanz erscheint, periodisiert er die Abschnitte seiner Betrachtung einer insgesamt seiner Ansicht nach bzw. an heutigen Maßstäben gemessenen misslungenen Integrationspolitik dabei gemäß der jeweils Herrschenden. Angeworben infolge der Landerschließungspolitik Katharina der Großen, die unter anderem auf Einwanderer setzte, kamen die ersten Mennoniten 1786/87 auf damaligem russischem Territorium an. Gründe für die Migration vieler Mennoniten – vor allem in Richtung Großraums Danzig – macht der Verfasser unter Verweis auf Fachliteratur einerseits in den Starthilfen und -bedingungen, die Katharina ihnen zugestand, andererseits in der schlechter werdenden Lage im Heimatland Preußen aus. Konnte Katharina die Große ihre Versprechen häufig nicht einlösen, besserte sich die Lage der Mennoniten unter ihrem Sohn, Paul I., auch wenn der Verfasser sie immer noch nicht als ‚gut‘ bewertet. Dessen Nachfolger, Alexander I. kürzte die Leistungen, die Einwanderer erwarten durften wieder etwas, sodass sich unter seiner Herrschaft häufig homogene Einwanderer-Gemeinschaften bildeten, die Neuankömmlinge aufnahmen und versorgten. Die Landreformen unter Nikolaus I., die vor allem das Erbrecht betrafen, sorgten hingegen nach Ansicht des Verfassers für eine Spaltung der Gesellschaft in Erben und Mittellose, die durch das Bevölkerungswachstum noch verschärft wurde. Der 1855 bis 1881 herrschende Alexander II. stellte die Mennoniten dagegen vor eine wegweisende Entscheidung: Seine Einführung der Wehrpflicht lief den religiösen Überzeugungen der Freikirchler zutiefst zuwider – viele wanderten in die USA aus. Wer jedoch blieb erlebte unter seinem Nachfolger Alexander III. nicht nur die Einführung eines Zivildienstes, sondern ebenfalls eine Verbesserung der sozioökonomischen Lage angesichts der nun spürbaren Folgen der Industrialisierung. Dieser Verbesserung trat jedoch auf ideologischem Gebiet eine Verschärfung entgegen: Antideutsche Stimmungen, vor allem mit Beginn des Ersten Weltkriegs, richteten sich in besonderer Härte gegen die Mennoniten, da diese als Wehrdienstverweigerer unter erhöhtem Verratsverdacht standen. Die Liquidation ihrer Gemeinden, die Nikolaus II. beschlossen hatte, wurde nur infolge des Sturz‘ des Zaren verhindert.",4 SAB 1258,1,20 S.,1762,1917,272,19,Textbeitrag,Fachliteratur,"Gdańsk, Sowjetunion", Gerald M.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1187,Papstbesuche in Münster!,"In seinem Beitrag befasst sich der Verfasser mit dem von den Münsteranern gewählten Jahrhundertereignis, dem Papstbesuch 1987 und stellt Überlegungen an, inwiefern dieser Besuch mit der persönlichen Freundschaft Johannes Paul II. zum Münsteraner Bischof zusammenhängen könnte.",4 SAB 1356,1,4 S.,1987,1987,180,19,Textbeitrag,Internetquellen,, Ben Noel B.,Ratsgymnasium 1188,Pastor. Beruf oder Berufung?!,"Die Schülerin beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit dem Beruf des Pastors. Dabei stellt sie die Leben eines gedienten Pastors, Robert Mensinck, und eines noch in der Ausbildung befindlichen Priesters, Valentin Wittkampf, auf Basis von Zeitzeug*inneninterviews mit den Beteiligten gegenüber. Nach den zwei Kurzbiographien der Protagonisten, folgt ein Blick auf die Entscheidung und den Start der Ausbildung zum Pastor, um daraufhin das Studium und die anschließende Weihe – zumindest von Mensinck – zu fokussieren. Zwischenfazits nach jedem Vergleich sichern die Arbeit ab. Mit einer Beschreibung des täglichen Lebens der beiden endet der Beitrag, sodass die Verfasserin zu dem Resümee kommt, dass auch Geistliche ein normales Leben führen.",4 SAB 1291,1,22 S.,2000,2017,66,19,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen",, Beatrix Marie K.,Marienschule 1191,Pater Werinhard Einhorn und seine Geschichte – ein Mann des gelebten Glaubens,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit dem Leben und Wirken des Franziskaner Mönchs Pater Werinhard Einhorn († 17. August 2013), Cousin ihrer Großmutter. Nach einigen einleitenden Worten zu ihrer persönlichen Beziehung zum Glauben und Religion, liefert die Verfasserin einen biographischen Lebenslauf Einhorns, um daraufhin sowohl dessen Verhältnis zum franziskanischen Glauben und seine Rolle als Leiter der Ursulaschule, ein privates, katholische Gymnasium in Osnabrück, als auch seine zahlreichen Publikationen (ca. 40) zu beleuchten. Abschließend analysiert die Verfasserin ein Gespräch zwischen Pater Werinhard Einhorn und Pater Solan Lyschick zu den franziskanischen Aspekten der weihnachtlichen Krippe, welches 2011 in der Klosterkirche in Paderborn geführt worden war, bevor sie zu dem Fazit kommt, dass Pater Werinhard die franziskanischen Tugenden als Mann des gelebten Glaubens verinnerlicht hatte.",4 SAB 1313,1,18 S.,1934,2013,302,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Annika S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1205,Polnisch Katholische Mission Münster,"Der Schüler skizziert in seiner Arbeit die Geschichte der Polnisch Katholischen Mission in Münster als kulturell-religiöse Heimat vieler Zwangsarbeiter und im Zweiten Weltkrieg Verschleppter Polen, die auch nach dem Krieg angesichts der Lage in ihrem Heimatland im Münsterland blieben.",4 SAB 1249,1,4 S.,1939,2017,180,19,Textbeitrag,Internetquellen,Polen, Marius M.,Ratsgymnasium 1221,Protestanten und Katholiken in Westfalen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs,"Die beiden Schülerinnen beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit Verhältnis zwischen Protestanten und Katholiken in Westfalen am Beispiel der „Ostflüchtlinge“ nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Im Fokus stehen dabei die Integration und die Ankunft in der „neuen Heimat“ der Vertriebenen. Hier fragen die beiden Verfasserinnen nach Problemen besonders religiös-konfessioneller Herkunft. Zunächst beleuchten sie dafür knapp die Entstehung und Verbreitung des evangelischen Glaubens sowie die konfessionelle Entwicklung in Westfalen, um daraufhin die Auslöser, den Ablauf der Fluchtwellen während bzw. kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, die Verteilung der Flüchtlinge sowie einen Definitionsversuch des Begriffs „Heimat“ folgen zu lassen. Anschließend widmen sich die beiden Verfasserinnen der Situation der Flüchtlinge in Westfalen: Neben der Ankunft/Aufnahme, den Wohnungs- und Finanzproblemen bei der Integration und die Zukunftsperspektive der Betroffenen, werden auch die Integration der Protestanten, die Möglichkeiten ihrer konfessionellen Glaubensauslebung, der (un-)öffentliche Ausschluss, die Gruppenbildung bzw. der Zusammenschluss und die Schulsituation der Protestanten thematisiert. In ihrem Fazit resümieren die Autorinnen schließlich, dass die konfessionellen Differenzen bei der Integration der größtenteils protestantischen Flüchtlinge im katholischen Münster zwar zu Problemen geführt habe, die überwiegende Mehrheit der Schwierigkeiten jedoch der prekären Situation nach dem Zweiten Weltkrieg geschuldet gewesen sei. Der Beitrag basiert u.a. auf den Erfahrungen der Großmutter einer der Schülerin. Das Transkript des geführten Interviews ist der Arbeit beigefügt.",4 SAB 1294,0,41 S.,1900,2000,13,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Frederike K., Lilli Z.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1229,Religion als Anlass für Ausgrenzung. Familie Gerson – Juden in Havixbeck,"Durch einen Stolperstein und eine Stele in ihrem Heimatort Havixbeck angeregt, beginnen sich die beiden Schülerinnen in ihrem Beitrag mit der Geschichte der jüdischen Familie Gerson zur Zeit des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Wie lebte die Familie, wer gehörte zur ihr und wie konnten Familienmitglieder den Holocaust überleben, sind Fragen, mit denen sie sich beschäftigen. Zunächst gehen sie dabei auf die Geschichte der jüdischen Mitbürger in Havixbeck ab der Ersterwähnung im Jahr 1720 ein, um daraufhin einen Stammbaum und Steckbriefe – bestehend aus Name, Geburtsdatum, Todestag, Wohnort, Kurzlebenslauf und weiteres – der acht Familienmitglieder der Gersons folgen zu lassen. In Auseinandersetzung mit einem Zitat aus dem Havixbecker Heimatbrief der NSDAP 1942, welches die Verdrängung der letzten Juden aus dem Ort propagiert, diskutieren die Verfasserinnen die Rolle der Havixbecker Bevölkerung bei der Deportation der Familie Gerson und kommen zu dem Schluss, dass nicht alle Bürger des Ortes die veröffentlichte Meinung vertreten haben, was sie an der nachbarschaftlichen Hilfe für die noch junge Yvonne Gerson festmachen. Ein Blick auf die aktuelle Erinnerungskultur an die Familie Gerson in Havixbeck rundet die Arbeit ab, bevor die Verfasserinnen abschließend die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Geschichte als mahnendes Exempel in Zeiten moderner Krisen (z.B. wird der Syrien-Konflikt genannt) betonen.",4 SAB 1281,0,22 S.,1939,1945,291,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Havixbeck," Lili R., Marit F.",Marienschule 1230,Religion in der DDR – eine Novelle zum jugendlichen Leben in der DDR der 1980er zwischen Jugendweihe und Religionsgemeinschaft,"In ihrem Beitrag setzt sich die Schülerin mit der Rolle der Religion in der DDR anhand des Beispiels ihrer Mutter auseinander. Sie geht dabei den Fragen nach, mit welchen Ein- und Vorstellungen die Jugendlichen an der Jugendweihe teilnahmen und inwiefern sie als „Ersatz“ für Konfirmation/Kommunion gelten kann. Auf Basis vieler Gespräche mit ihrer Mutter, Dagmar Aichele, entschied sich die Verfasserin dazu, ihren Beitrag in Form einer Novelle zu konzipieren. Die Protagonistin Monika streitet mit ihren besten Freundinnen Annett und Antje darüber, ob letztere an der Jugendweihe teilnehmen soll oder nicht. Entscheidend ist der unterschiedliche Hintergrund, den die drei Freundinnen mitbringen. Während Annett einem staatstreuen und kirchenfernen Elternhaus entstammt, ist Antje religiös sozialisiert und will trotz der zu erwartenden Konsequenzen an der Jugendweihe teilnehmen. Monika beschreibt die Autorin als „typische DDR-Jugendliche“, welche zwar eine normale sozialistisch-kommunistische Erziehung im Rahmen der Kinderkrippe und Schule erfahren hat, dennoch getauft, aber nicht übermäßig religiös ist. Der Novelle ist ein wissenschaftliche Beiheft beigefügt, welches neben der persönlichen Sicht der Verfasserin auf Religion und Glaube, die Rolle der Religion in der DDR beleuchtet und von den Ursprüngen der Jugendweihe ausgehend die bereits erwähnte Ersatzfunktion diskutiert. Am Beispiel und im Gespräch mit ihrer Mutter, die von der Autorin mit der Protagonisten Monika verglichen wird, folgen anschließend Ausführungen über eine typische jugendliche Orientierung in der DDR, bevor sowohl Vor- als auch Nachteile der Jugendweihe in einem Fazit abgewogen werden. ",4 SAB 1248,1,56 S.,1980,1990,302,19,"Novelle, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",DDR, Julia A.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1231,Religion in drei Welten – das Leben meines Großvaters,"Der 1939 in Galizien geborene Großvater des Verfassers wurde dort bis zu seinem fünften Lebensjahr religiös sozialisiert. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs floh er mit seiner Familie nach Ostdeutschland. Dort machte sich der staatlich gewollte Atheismus bereits bemerkbar. Die Kirchen waren sichtbar leerer und im Internat das er besuchte war er der einzige, der regelmäßig am nahen Gemeindeleben teilnahm. Auch im Studium suchte er die Evangelische Studierendengemeinde Dresden auf. Während des Mauerbaus im Urlaub, nutzte er diese Chance zur Flucht – dass er zunächst nach Hannover zog, um dort sein Studium abzuschließen lag auch daran, dass die Dresdener ESG dort eine Partnergemeinde hatte. Insgesamt jedoch engagierte er sich weniger als zuvor; ein Umstand, den er nach eigenem Bekunden darauf zurückführt, dass die Religion in Westdeutschland etabliert war und keiner so intensiven Unterstützungsarbeit wie zuvor bedurfte. Das Verhältnis von eigener Religiosität und gesellschaftlichem Stellenwert der Religion im Leben des Großvaters stellt der Verfasser abschließend graphisch dar.",4 SAB 1305,1,26 S.,1939,2017,59,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","DDR, Drensteinfurt, Dresden", Nikolai J.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1232,Religion macht Geschichte. Der Widerstand des seligen Pater Rupert Mayer und mein Urgroßvater,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit dem Widerstand des seligen Paters Rupert Mayer gegen den Nationalsozialismus. Was bewog Mayer dazu gegen die damalige Mehrheitsmeinung aufzubegehren und inwiefern bestärkte ihn sein katholischer Glaube bei diesem Unterfangen, sind Fragen die die Verfasserin umtreiben. Ein besonderer familiärer Bezug entsteht durch den Urgroßvater der Schülerin, Josef Rappl, welcher im Rahmen von Versammlungen der Marianischen Männerkongregation Münchens des Öfteren auf den Pater traf. Zunächst die Grundsätze der nationalsozialistischen Idee und des katholischen Glaubens als unvereinbar darstellend, führt die Verfasserin auf München als Brennpunkt des konservativ-katholischen Widerstands hin. Anschließend rückt die bewegte Biographie Mayers – seines Zeichens Träger des Eisernen Kreuzes und ab 1921 Präses der Marianischen Männerkongregation München – ins Zentrum des Interesses. Auch leistete Mayer mit großem Tatendrang (so hielt er zu Kriegszeiten mitunter 70 Predigten pro Monat) und persönlichem Einsatz (03. November 1939 Internierung im Konzentrationslager Sachsenhausen) Widerstand gegen das NS-Regime. Dabei gehörte er nach eigener Aussage schon in den Anfängen zu den Skeptikern, seit er Hitler in München 1919 auf einer Versammlung hatte sprechen hören. Einen abschließenden Blick wirft die Schülerin auf das Leben ihres Urgroßvaters, welcher Mayer trotz großen Risikos wöchentlich in München besuchte und sich stark von ihm beeinflusst zeigte. Für die Verfasserin indessen steht resümierend fest, dass die gelebten Glaubensüberzeugungen und die Unerschrockenheit des Paters Mayer im Widerstand gegen den Nationalsozialismus noch heute als Vorbild dienen sollten.",4 SAB 1272,1,18 S.,1876,1945,279,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Magdalena S.,Marienschule 1234,Rettung durch Gottes Wort? Paul Behrendts (1860-1923) Leben zwischen persönlicher Bekehrung und sozialpolitisch Handeln,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit der Biographie ihres Ururgroßvaters Paul Benjamin Behrendt (1860-1923) und geht der Frage nach, inwiefern die christlichen Überzeugungen Behrendts auf sein privates Leben und sozialpolitisches Handeln Auswirkungen hatten. In einem ersten Schritt erläutert die Verfasserin zunächst seine persönliche Haltung zur christlichen Religion (insbesondere zur katholischen Kirche, deren Mitglied sie zukünftig nicht mehr sein möchte), um daraufhin die Kindheit, Jugend und Ausbildung Behrendts als ersten Teil seines Lebenslaufes vorzustellen. Eine folgenreiche Drogensucht führte Behrendt nach vielen Entziehungskuren schließlich in die von Pastor Friedrich von Bodelschwingh gegründete Arbeiterkolonie Wilhelmsdorf, in der er seinen Zugang zum Glauben fand, den die Autorin aufgrund des radikalen Lebenswandels als christliches Erweckungserlebnis interpretiert. Im zweiten Teil seines Lebenslaufes gelang es Behrendt neben einer festen Anstellung als Privatsekräter für Bodelschwingh als Schrift- und Geschäftsführer im Verein „Arbeiterheim“ – welcher sich für den Bau kostengünstiger Arbeiterwohnungen in Westfalen (besonders in Bielefeld) einsetzte – zu arbeiten. Mit dem nun geordneten Leben schaffte es Behrendt seinen vor der Drogensucht gehegten Plan vom Leben mit einer guten Arbeit, einer Familie und einem Haus doch noch umzusetzen, so die Verfasserin. Den zusätzlichen Informationen zum Verein „Arbeiterheim“ folgt das persönliche Fazit der Autorin: Behrendt hatte nach seiner Drogensucht erst durch das christliche Erweckungserlebnis in der evangelischen Arbeiterkolonie wieder den rechten Weg finden und sich dadurch im Verein „Arbeiterheim“ engagieren können. Damit hatten die religiösen Auffassungen einen großen Einfluss auf das Leben Behrendts und bewirkten in diesem Fall – das räumt die Autorin mit Blick auf ihre zuvor erläuterte persönliche Haltung zur Religion abschließend ein – viel Gutes. Der Beitrag stützt sich auf eine außerordentlich breite Basis von Archivalien, größtenteils aus dem Hauptarchiv der von Bodelschwinghschen Stiftung Bethel, und ist mit einem acht Seiten starken Arbeitsbericht versehen.",4 SAB 1276,1,33 S.,1860,1923,61,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Elina B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1236,Rolle der Religion im Bosnienkrieg 1992-1995. Religion als Kriegstreiber oder Friedensstifter?,"In Deutschland geboren, einer Familie mit serbischem Migrationshintergrund entstammend und noch immer Verwandte in Bosnien habend, befasst sich der Schüler mit der Rolle der Religion im sogenannten Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien. In einem ersten Teil betrachtet der Verfasser den Kriegsverlauf an sich. Dessen Ursprung setzt er im Zerfall Jugoslawiens, ausgehend von wirtschaftlichen Schwierigkeiten, Spaltungs-Bestrebungen externer Mächte sowie Unabhängigkeitsbestrebungen der Landesteile 1991 bzw. 1992 an. Quer zum Konflikt mit der Belgrader Zentralregierung zwischen den einzelnen Regionen kam es 1992 zu innerregionalen Konflikten, die entlang ethno-religiöser Trennlinien verliefen. Den bereits für Zeitgenossen – besonders internationaler Warte – verwirrenden Konflikt zeichnet der Verfasser in seinen großen Linien und mit Schlagworten zentraler bzw. einschneidender Ereignisse – wie bspw. Srebrenica – nach. Nach Eingreifen der NATO, vermittelnder Interventionen von russischer Seite und insgesamt 200.000 Toten sowie 2,5 Millionen Vertriebenen, wurde der Krieg mit dem bis heute gültigen Daytoner Friedensabkommen 1995 offiziell beendet. Der Autor zieht eine vernichtende Bilanz des Krieges der die ökonomische Lage nachhaltig drastisch verschlechterte sowie ethnische und religiöse Spannungen in bis dahin nicht gekannter Qualität eskalieren ließ. Den verschiedenen institutionalisierten Religionsgemeinschaften spricht er anschließend dabei eine Teilhabe bzw. zumindest aktive Positionierung in diesen Frontstellungen zu: So habe die orthodoxe Kirche die Gründung einer serbischen Teilrepublik aus Machtinteressen gegenüber muslimischen Volksgruppen massiv unterstützt und diese als existentielle Angst artikuliert. Die katholische Kirche hingegen habe – so der Verfasser – vor allem die Kroaten unterstützt, die sich als ewiges Opfer der Belgrader Regierung bzw. der Bosnier stilisierten. Muslimische Repräsentanten schließlich befürworteten die bosnischen Muslime im Krieg gegen Serben und Kroaten und betonten ihre Auffassung des Konflikts als serbischen Aggressionskrieg. Nichtsdestotrotz gab es – nach Darstellung des Verfassers – vor allem von den christlichen Konfessionen auch groß angelegte Friedensaufrufe und Verurteilungen des Kriegs – unabhängig von Glaubens- oder Ethnien-Zugehörigkeit. Diese übergeordneten Friedensbemühungen entsprachen – nach Auffassung des Verfassers – jedoch nicht der alltagsweltlichen Aussagen in den Gemeinden, die die vorherige Toleranz in polarisierende Bestrebungen umkehrten, die in ihren klaren Trennungen bis heute fortwirken. Zugleich habe sich Wirkung und Reichweite von Religion im Laufe des Krieges vergrößert, da sie häufig als Trostanker in der Not fungierte. So kommt er zu dem Schluss, dass Religion im Bosnienkonflikt eine ambivalente Rolle spielte: Sie konnte Aggressionen ideologisch unterfüttern, zugleich aber auch zu Frieden aufrufen und Konfliktparteien an einen Tisch bringen. Seine subjektive Involviertheit beschreibt der Verfasser in seinem Arbeitsbericht ausführlich. Seine Arbeit stützt er neben zeitgenössischen Stellungnahmen offizieller Stellen – wie der UN oder retrospektiver Einordnungen der BPB – auch auf serbische und russische Medienberichte bzw. Internetquellen.",4 SAB 1370,1,20 S.,1992,1995,278,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Aleksandar K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1264,"Schulische Religiosität im Wandel der Zeit – Das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Münster zwischen Religiosität, Toleranz und staatlicher Prägung von der Weimarer hin zur NS-Zeit","In ihrem umfangreichen Beitrag setzen sich die Verfasserinnen mit der Geschichte ihrer Schule, dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster, von der Weimarer Republik bis zur NS-Diktatur auseinander, wobei die Frage im Zentrum steht, wie sich die religiöse Prägung der Schule unter den verschiedenen Regierungsformen verändert hat. Nach einigen einleitenden Worten zur persönlichen Haltung gegenüber Glauben und Religion folgt zunächst eine historische Kontextualisierung der Grundzüge der Weimarer Republik. Wie wirkte sich der sich der Wandel vom Kaiserreich zur Republik auf die religiöse Prägung der Schule aus und wie stellte sich die Schulsituation in der weiteren Republikzeit dar, sind die Fragen, die von den Verfasserinnen in einem ersten Schritt erarbeitet werden. Um zu überprüfen, ob der Antisemitismus bereits zu Zeiten der Weimarer Republik ausgeprägt war, betrachten die Autorinnen anschließend das Verhältnis jüdischer Schüler zu ihren christlichen Mitschülern. Welche Sorgen und Ängste die endgültige Verstaatlichung der bisherigen katholischen Mädchenschule im Jahr 1920 mit sich brachte, diskutieren die Verfasserinnen anhand verschiedener Quellen, u.a. der besorgte Leserbrief eine Mutter im Münsterischen Anzeiger und Auszügen der Schulchronik. Nach einem Zwischenfazit zur religiösen Prägung des Annette-Gymnasiums in der Weimarer Republik erfolgt der Blick auf die wechselvolle Geschichte während der NS-Diktatur. Neben der Stellung des Religionsunterrichts wird auch das Wirken der Schulleiterin Catharina Müller unter dem NS-Regime begutachtet, um daraufhin erneut das Verhältnis von jüdischen und christlichen Schülern darzustellen. In ihrem abschließenden Fazit kommen die Verfasserinnen zu dem Schluss, dass ihre Schule trotz der Verstaatlichung während der Weimarer Republik und der enormen Einflussnahme der nationalsozialistischen Ideologie, welche einige Veränderung im Lehrerkollegium, u.a. die Absetzung der Leiterin Müller, zur Folge hatte, im Kern ihre religiöse Prägung behalten hatte. Die erlebten Veränderungen an der Schule hatten jedoch ernste Konsequenzen für die jüdischen Mitschüler, welche systematisch ausgegrenzt wurden, emigrieren mussten oder gar als Teil der NS-Verbrechen ermordet wurden, so die Autorinnen.",4 SAB 1262,0,55 S.,1918,1945,302,19,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel","Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Münster"," Leonie P., Leonie S., Nhi N.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1269,Schwester Eveline. BarmHERZigkeit,"Die 2013 verstorbene Schwester Eveline war Mitglied der Clemensschwestern in Münster. Ihr vielfältiger Einsatz, ob für Mütter in Notlagen oder in herausragender Weise für Obdachlose wurde von vielen Stellen – unter anderem Bundeskanzler und -präsidenten – mit Auszeichnungen und Ehrungen gewürdigt. In ihrer Arbeit befassen sich die Schülerinnen ausführlich mit dem Verlauf der Obdachlosenfürsorge, die Schwester Eveline initiierte. Betroffen durch den Tod durch Erfrieren eines stadtbekannten Münsteraner Wohnungslosen im November 1976 rief Schwester Eveline im Kloster zunächst eine Kleiderkammer ins Leben. Dieser Ort des Austauschs und der Begegnung wuchs schnell über seine Grenzen und die Räumlichkeiten des Klosters hinaus. So etablierte sie in der Münsteraner Loerstraße rasch einen Obdachlosentreff, der über materiellen Austausch hinausreichte. Wie die Schülerinnen von Zeitzeuginnen Ordensschwestern Evelines erfahren haben, kam sie dabei der Tradition der Clemensschwestern nach, deren Ordensgeschichte die Verfasserinnen skizzieren. Ursprünglich als „barmherzige Schwestern“ gegründet, lebte Eveline dieses Ideal im Umgang mit den Obdachlosen vor, gab ihnen nicht nur Kleidung, sondern auch Aufmerksamkeit und Liebe, Dass immaterielle Güter noch wichtiger als materielle sein können, resümieren die Verfasserinnen daher auch im Fazit ihrer Arbeit.",4 SAB 1302,0,22 S.,1976,2013,117,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Loerstraße," Isabel G., Meret R.",Marienschule 1271,Schwester Maria Euthymia – Was geschah nach ihrem Tod?,"Die 1914 als Emma Üffing geborene und 1934 in den Clemensschwestern-Orden unter dem Namen Maria Eutyhmia eingetretene Krankenschwester machte sich Zeit ihres Lebens durch ihr selbstloses Engagement im Dienst an den Menschen einen Namen. 1955 verstorben, beginnt 1957 ihr Seligsprechungsprozess, der schließlich 2001 mit der Feier ihrer Seligsprechung abgeschlossen wurde. Zahlreiche Wunderheilungen werden ihr und ihrer Reliquie – ein Fingerknochen – bis in die Gegenwart zugeschrieben, sodass auch heutzutage noch viele Gläubige mit ihren Bitten und Sorgen an den noch immer bekannten „Engel von Dinslaken“ herantreten, wie die Verfasser in ihrer Arbeit aufzeigen.",4 SAB 1339,0,12 S.,1914,2017,70,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen",," Daniel M., Henning W.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1272,Sekten – am Beispiel der Zeugen Jehovas,"In ihrem Beitrag beschäftigen sich die beiden Schülerinnen mit den Zeugen Jehovas. Wie und warum werden Menschen Mitglieder von Sekten, warum gestaltet sich ein Sektenausstieg zumeist schwer und welche Probleme existieren nach einem Ausstieg, sind die Fragen, mit denen sich die Verfasserinnen auseinandersetzen. Zunächst liefern sie dafür knapp einige Informationen zur Entstehung und Verbreitung der Zeugen Jehovas, um daraufhin die Rituale und die Position zu Ehe und Partnerschaft der Sekte herauszuarbeiten. Abschließend erörtern sie mit dem Ausstieg des deutsch-britischen Schriftstellers Misha Anouk, dessen Geschichte in zahlreichen Medien behandelt wurde, ein konkretes Fallbeispiel, bevor die Verfasserinnen das Fazit ziehen, dass Sekten nicht pauschal negativ beurteilt werden könnten und für Aussteiger besonders die Umstellung auf ein freies Leben ohne „führende Hand“ eine Schwierigkeit darstelle.",4 SAB 1307,0,23 S.,1870,2017,13,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Lea R., Lea W.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1275,Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche,"In ihrem Beitrag setzt sich die Schülerin mit dem 2010 öffentlich gewordenen Missbrauchs-Skandal der katholischen Kirche am Beispiel der Hiltruper-Herz-Jesu-Missionare auseinander. Im Jahr 2010 war der über zwanzig Jahre in der St. Clemens Gemeinde und an hiltruper Grundschulen tätige Pater Welberg überraschend in ein anderes Kloster versetzt worden. Erst später wurde bekannt, dass er zuvor am katholischen Internat Johanneum in Homburg (Saarland) – wo sich u.a. von 1976-1980 sechs Schüler umgebracht hatten – tätig gewesen war, welches durch die zahlreichen Missbrauchsfälle, die im Jahr 2010 öffentlich wurden, in die Schlagzeilen geraten war. Die Hiltruper Missionare und das Bistum Münster hatten versucht, diese Vorfälle zu vertuschen. Die Verfasserin erarbeitet indessen neben einleitenden Worten zunächst eine Definition des Begriffs „sexueller Missbrauch“, um daraufhin kurz das Leben vor und nach dem Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in Hiltrup zu beschreiben – hier wird besonders die Unsicherheit vieler Eltern in Hiltrup hervorgehoben, deren Kinder von Pater Welberg betreut wurden. Auf eine Erläuterung des auslösenden Skandals am Johanneum in Homburg folgen zwei geführte Zeitzeug*inneninterviews: Einerseits befragte die Verfasserinnen mit Bernd Held (von 1976-1980 am Internat) einen der Geschädigten, andererseits kam mit der Juristin Bernadette Böcker-Kock die seit 2016 im Bistum Münster zuständige Ansprechpartnerin für sexuellen Missbrauch zu Wort. Anhand der gestiegenen Kirchenaustritte im Bistum Münster macht die Verfasserin die negativen Auswirkungen des Skandals für die katholische Kirche fest und kommt abschließend zu dem Fazit, dass noch länger als die andauernde Aufklärungsarbeit – im Bistum Münster wurden zwischen 2010-2016 rund 130 Missbrauchsfälle aufgeklärt – die Verinnerlichung der Leitlinien und Werte benötigen würde, die zukünftige Missbräuche verhindern sollen. Mit Blick auf das schwierige Verhältnis der Kirche zur Sexualität stellt sie abschließend die Frage: „Welchen Sinn macht dieser Verzicht für die Kirche, wenn er so viel Leid anrichten kann?“",4 SAB 1320,1,23 S.,1976,2017,302,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Hiltrup, Lotta K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1284,Sonntags in Münster shoppen gehen. Sollst Du (nicht) den Feiertag heiligen? (3. Gebot Gottes),"In seinem Beitrag setzt sich der Schüler mit der Diskussion auseinander, ob der Sonntag als christlicher Feiertag weiterhin ein arbeitsfreier Tag in Deutschland bleiben oder durch einen regulären Arbeitstag ersetzt werden sollte. Am 06. November 2016 waren alle abstimmungsberechtigten Münsteranerinnen und Münsteraner zur Wahl aufgerufen, um darüber zu entscheiden, ob die Geschäfte in der Innenstadt an drei Sonntagen im Jahr geöffnet haben dürfen. Die Befürworter sahen besonders wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund, z.B. hohe Umsätze, während die Gegner einen Verlust des Sonntags als freien Familien- und Freizeittag befürchteten. In seiner Arbeit erläutert der Verfasser zunächst die religiösen, geschichtlichen und gesetzlichen Hintergründe des arbeitsfreien Sonntags. Anschließend wirft er einen Blick auf den konkreten Fall in Münster und erläutert verschiedene Argumente beider Seiten. Anhand zweier Zeitzeug*inneninterviews mit seinem Vater (pro) und des Gemeindepfarrers Stephan Draheim aus Roxel (kontra) entwickelt er ferner einen tabellarischen Vergleich der Argumente, bevor er auf der Ergebnis der Wahl in Münster eingeht (52,82 % stimmten für den freien Sonntag). Der Verfasser kommt abschließend zum persönlichen Schluss, dass er aufgrund der erhöhten Flexibilität in der wöchentlichen Freizeitgestaltung für die verkaufsoffenen Sonntage plädieren würde.",4 SAB 1311,1,16 S.,2016,2016,302,19,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Til B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1304,Stolpersteine,"In ihrer in weiten Teilen sehr allgemein gefassten Arbeit thematisieren die Schülerinnen und Schüler eigene Verständnisse von Religion sowie des Zusammenhangs von Religion und Geschichte. Sie geben einen kurzen Abriss über den Nationalsozialismus und die Stadt Münster im Zweiten Weltkrieg. Schließlich stellen sie Stolpersteine unter Abgrenzung vom Denkmal-Begriff vor und konkretisieren ihre Ausführungen zu den gemahnenden Elementen im Stadtbild anhand der Biographien zwei aus Münster deportierter und ermordeter Juden. An Isak Pels, einen jüdischen Veteranen des Ersten Weltkriegs und Händler für Metzger-Zubehör nahe des Ludgerikreisels, der nach zahlreichen Repressionen und Qualen schließlich im Konzentrationslager Theresienstadt starb, und Wilhelm Lübke, Korbflechter, Dachdecker, Bergmann und schließlich Obdachloser der als „Zigeuner“ in wechselnden KZ interniert wurde, seine Familie verlor und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg im Alter von nur 30 Jahren verstarb, erinnern die Verfasserinnen. Zwar bewerten sie die Idee der Stolpersteine als gut und wichtig, da die nationalsozialistischen Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten dürften, führen jedoch nicht aus, inwiefern bzw. an welchen Orten konkrete Stolpersteine an die betrachteten Personen erinnern.",4 SAB 1246,0,18 S.,1870,1945,160,19,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen",," Antonia L., Birte L., Hella B.","Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Wilhelm-Hittorf-Gymnasium" 1312,Tatort Körper: Abtreibung ungeborenen Lebens. Die Meinung der Kirche: gerechtfertigt oder längst überholt?,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit den Diskursen und der historischen Entwicklung des § 218 Schwangerschaftsabbruch des StGBs unter der Leitfrage, inwiefern sich die Haltung der katholischen Kirche als zeitgemäß bzw. antiquiert darstellt. Bis in die 1990er Jahre war es in Münster beispielsweise nicht möglich, einen Schwangerschaftsabbruch ambulant durchführen zu lassen, da keiner der ansässigen Gynäkologen sich dem Stigma des „Abtreibungsarztes“ ausgesetzt sehen wollte. Die Verfasserin greift bei der Historisierung des § 218 bis auf Anfänge der Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs im Zuge der frühscholatischen Theologie des 13. Jahrhundert zurück, um daraufhin die strafrechtlichen Konsequenzen im preußischen Gesetzbuch bis hin zu den Reformen des § 218 ab den 1970er Jahren in der BRD zu erörtern. Besonders die 1970er Jahre stellt sie ins Zentrum ihrer Ausarbeitung und liefert Perspektiven verschiedener Parteien (SPD, CDU/CSU, FDP), des Deutschen Frauenrings (DFR) sowie der katholischen Kirche auf die Diskussionen um den § 218. Ein Blick auf die Deutsche Bischofskonferenz in Fulda am 26. September 1996, in denen die Bischöfe ein gemeinsames Hirtenwort zur ethischen Beurteilung von Abtreibungen verfassten, und die Konflikte um u.a. die kirchliche Ausstellung eines Beratungsscheins in den Jahren 1995-1998, führt die Verfasserin schließlich zur Unterscheidung von drei Grundmodellen bezüglich der Beurteilung eines Schwangerschaftsabbruchs: Das „Fristenmodell auf Selbstbestimmungsbasis“, das „Indikationsmodell auf Drittbeurteilungsbasis“ und das „Notlagenmodell auf Selbsteinschätzungsbasis“. Ein Plädoyer ergreift die Verfasserin für die weitere Variante des „Notlagenorientierten Diskursmodells“, in welchem das Selbstbestimmungsrecht der Mutter eingeschränkt, das Lebensrecht des Kindes von seiner Notlage abhängig gemacht und gemeinsam diskutiert wird. In einem nächsten Schritt erarbeitet die Autorin die aktuelle Rechtslage in Deutschland und greift auf eine Umfrage einer ihrer Mitschülerinnen zum Thema Schwangerschaftsabbruch in der münsteraner Innenstadt zurück, bevor sie die Grundzüge der staatlichen sowie kirchlichen Beratungsstellen ProFamilia, Donum Vitae, Caritas, Bistum Münster und den Sozialdienst katholischer Frauen skizziert. Mit Blick auf ihre Leitfrage kommt die Verfasserin abschließend zu dem Schluss, dass die Forderung der Kirche nach der Abschaffung des „Beratungsscheins als Tötungslizenz“ zukünftig zwar bestehen, aber ohne Einfluss auf die Gesetzeslage bleiben wird, die Haltung der katholischen Kirche generell als überholt einzuschätzen sei. Eine Quellenkritik der verwandten Literatur und Archivalien schließt den Beitrag ab.",4 SAB 1373,1,48 S.,1970,2017,59,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen",, Maxi D.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1347,Unwertes Leben? Juden in der katholischen Pflege- und Heilanstalt St. Rochus-Hospital Telgte während der NS-Zeit – Fallbeispiel Julie Löwenstein,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Verfasserin mit der Geschichte der katholischen Pflege- und Heilanstalt St. Rochus Hospital in Telgte. Sie nimmt dabei besonders die Rolle der Anstalt während der Deportation von Juden während des Zweiten Weltkriegs in den Blick und stellt die Frage, ob der Heilige Rochus – Namensgeber des Hospitals – indirekt als Retter der behandelten Juden bezeichnet werden kann. Dazu erfolgt zunächst eine historische Annäherung an die (Entstehungs-)Geschichte der Anstalt bis zum Zweiten Weltkrieg, mit einem sich anschließenden Blick auf das Leben des Heiligen St. Rochus von Montpellier. Am Beispiel von Julie Löwenstein als eine von fünf deportierten und ermordeten Juden aus dem St. Rochus Hospital zeigt die Schülerin die Situation im Zweiten Weltkrieg auf. Da die Anstalt mit dem Jahre 1939 in ein Lazarett umgewandelt wurde, bot des ab diesem Zeitpunkt ein stückweit mehr Schutz als andere Pflege- und Heilanstalten. Abschließend beschreibt die Verfasserin noch den Protest des Münsteraner Bischofs von Galens gegen die „Aktion T4“ – die systematische Ermordung von Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen durch das NS-Regime. Bezogen auf ihre Ausgangsfrage zieht die Schülerin das Fazit, dass das Leitbild des St. Rochus als Helfer Kranker unter Einsatz des eigenen Lebens zwar eine Rolle gespielt haben kann, einen direkten Einfluss des Heiligen auf die Lebenswirklichkeit im Hospital während des Zweiten Weltkrieg kann sie jedoch nicht feststellen.",4 SAB 1353,1,19 S.,1848,1945,279,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen","St. Rochus-Hospital, Telgte, Telgte", Judith W.,Marienschule 1351,Vamos! Vorwärts! Wir packen das! Eine Untersuchung des eindrucksvollen Lebenswerkes eines für die Ärmsten Brasiliens unermüdlich kämpfenden Missionars,"In ihrem umfangreichen Beitrag beschäftigen sich die beiden Schüler mit dem Leben und Wirken von Pater Beda (*24. Dezember 1934, † 16. August 2015), geborener Linus Wilhelm Vickermann, einem deutschen katholischen Missionar, welcher in Westfalen und darüber hinaus besonders für die Altkleider- und Altpapiersammlung zugunsten seiner Entwicklungsarbeit für Brasilien bekannt war. Den Beitrag stellen die Verfasser unter die Leitfrage, ob für Pater Beda die Mission in Brasilien oder die Hilfe für Brasilianer wichtiger war. Nach einigen Ausführungen bezüglich der Motivation zur Teilnahme am Wettbewerb und der Auseinandersetzung der beiden Autoren mit Glaube/Religion erarbeiten sie die Biographie Pater Bedas in acht Schritten: Frühes Wirken und die Zeit in Opherdicke, Eintritt ins Franziskanerkloster Bardel (Neuss) und erste Kontakte nach Brasilien, die Priesterweihe 1962, Rückkehr nach Deutschland, Gründung des „Aktionskreis Pater Beda für Entwicklungsarbeit e.V.“ 1984, Gründung des Hilfsprojektnetzwerks „Soli Vida“, schwere Krankheiten ab 2012 und schließlich sein Tod. In Anschluss stellen die beiden Verfasser mit der Familie und den Ordensbrüdern prägende Wegbegleiter Pater Bedas vor, um daraufhin die Persönlichkeit Bedas hinsichtlich seiner Überzeugungskraft und seiner öffentlichen Darstellung zu untersuchen. Ein Blick auf die historische Entwicklung des Aktionskreis, u.a. generierte der Kreis 40.000.000 Euro Spenden in 46 Jahren, sowie eine Erarbeitung seiner Missionstätigkeit und Hilfsprojekte in Deutschland sowie Brasilien schließen sich an. Mit Blick auf ihre Leitfrage fällen die Verfasser in ihrer Beurteilung, in welcher sie u.a. den Fragen „Wie hat Pater Beda missioniert?“, „Wie sah seine Hilfe genau aus?“, „Wo lag der Schwerpunkt seiner Arbeit?“ und „Wie konnte Pater Beda andere begeistern?“ nachgehen, eine ausgewogene Antwort, seien doch für Pater Beda Mission und Hilfe nicht voneinander zu trennen und in einer positiven Art und Weise gleichsam bedeutend gewesen. Die Autoren führten als Grundlage für ihren Beitrag drei (internationale) Interviews, mit dem Geschäftsführer des Aktionskreises Udo Lohoff, dem in Brasilien tätigen Antonio Cleides Guoveia und der brasilianischen Ordensfrau Schwester Aureita, und sowohl eine Umfrage in Deutschland als auch in Brasilien zur Wahrnehmung Pater Bedas durch. Die Interviewfragen und der Umfrageleitfaden sind dem Beitrag angehangen, längere Passagen der Antworten in der Arbeit eingewoben. Die Schüler erstellten außerdem einen Zeitstrahl der Ereignisse.",4 SAB 1314,0,45 S.,1956,2017,59,19,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Filme, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",," Hendrik G., Oskar F.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1353,Verbotene Liebe – gemischtkonfessionelle Ehen in den 60er Jahren. 50 Jahre Ehe – eine Familiengeschichte,"In seinem Beitrag setzt sich der Schüler mit der gemischtkonfessionellen Ehe seiner Großeltern mütterlicherseits auseinander, welche vor dem Zeithorizont der 1960er Jahre einige Schwierigkeiten und Hindernisse zu überwinden hatte. Zunächst erarbeitet der Verfasser hierzu die offiziellen zeitgenössischen Positionen der katholischen und evangelischen Kirche zu den Mischehen, um daraufhin den familiär-religiösen Hintergrund des Brautpaares zu beleuchten. Da sich die Großmutter (protestantisch) strikt gegen ein katholisches Bekenntnis aussprach, der Großvater (katholisch) jedoch keine Einwände gegen eine evangelische Hochzeit hatte – mit der Konsequenz, dass seine Eltern der Trauung nicht beiwohnten und der Kontakt sich zusehends verschlechterte –, fand das Paar doch noch zusammen. Neben diesen Problemen, Konsequenzen und Herausforderung der Eheschließung in den 60er Jahren abstrahiert der Autor seinen Einzelfall und kann nach weiterer Recherche die Frage „War Ihre verbotene Liebe ein Einzelfall?“ mit einem klaren „Nein“ beantworten. Ein Blick auf die kirchenrechtliche Entwicklung der folgenden Dekaden, hin zum ökumenischen Ja-Wort, sowie eine Quellenkritik seiner verwendeten Materialen (u.a. Zeitzeug*inneninterviews mit seinen Großeltern) schließt sich an, bevor der Verfasser im Fazit sein Unverständnis zum Ausdruck bringt, wie sich die katholische Kirche derart gegen eine Mischehe sträuben konnte, wobei durch ihre Haltung sogar Familien gespalten wurden. Heute habe sich durch den verlorenen Stellenwert der Religion die Situation für ökumenische Ehen allerdings gelockert und derartige Folgen wären weniger zu befürchten, so der Autor abschließend. Der Leitfaden der Interviews sowie ein selbsterstellter Stammbaum der Familie sind dem Beitrag angehängt.",4 SAB 1292,1,32 S.,1960,1970,59,19,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Henry J.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1354,Verbotene Liebe. Die Geschichte der konfessionsverschiedenen Ehe anhand von Cäcilie Descher und Herbert Oppermann,"In seinem Beitrag beschäftigt sich der Schüler mit der gemischtkonfessionellen Ehe seiner Großeltern und geht der Frage nach, wie sich das Verhältnis von Kirche und Staat gegenüber den Mischehen im Verlauf der Geschichte wandelte. Nach einer definitorischen Annäherung greift der Verfasser auf das „Kölner Ereignis“ zurück (Proteste gegen die Verhaftung und Inhaftierung im Zuge der Auseinandersetzung zwischen katholischer Kirche und protestantischen Staat bezüglich der Mischehen vom Kölner Bischof Clemens August Droste zu Vischering am 14. November 1837), um daraufhin die Eckdaten der im Rahmen der kommunalen Neuordnung 1970 zusammengeführten Stadt Rheda-Wiedenbrück aufzulisten. Die Ehe seiner Großeltern (beide Jahrgang 1925) betrachtet er schließlich aus familiärer, gesetzlicher und traditioneller bzw. gesellschaftlicher Perspektive insbesondere zur Zeit des Nationalsozialismus (Nürnberger Gesetze), beschäftigt sich aber auch mit der gesetzlichen Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Anerkennung ab den 1970er Jahren. In seinem Fazit, in welchem er besonders nach identitätsstiftenden Momenten/Positionen fragt, wirft der Verfasser unter der Fragestellung „Die Spaltung der Gesellschaft?“ verschiedene Schlaglichter auf die Funktion/Rolle der Religion beim Weihnachtsmarktanschlag am Berliner Breitscheidplatz, bezüglich der heutigen gespaltenen Situation in Europa, dem Anschlag auf einen LGBT-Club in Orlando, der Wahl Donald Trumps als US-Präsidenten, bei der 68er-Protestbewegung und der Entwicklung der AfD.",4 SAB 1341,1,37 S.,1837,2017,59,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Rheda-Wiedenbrück, Paul Robert O.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1357,Verfolgung von Christen durch die NSDAP anhand eines Zeitzeug*inneninterviews mit einem Widerständler,"In seinem knappen Beitrag setzt sich der Schüler mit der Verfolgung von oppositionellen Christen während der Zeit des NS-Regimes auseinander. Nach einer allgemeinen Einführung der Christenverfolgung durch die Nationalsozialisten erfolgt die Analyse eines Zeitzeug*inneninterviews mit Theo Nettels. Herrmann Nettels, Vater von Theo, hatte während der NS-Diktatur seinen Laden in der Salzstraße in Münster zum Treffpunkt für gleichgesinnte oppositionelle Christen werden lassen. In seinem Fazit resümiert der Verfasser, dass Theo Nettels – nach eigener Aussage – weniger aufgrund seines christlichen Glaubens sondern seiner oppositionellen Grundhaltung schikaniert und diskriminiert wurde. Ein Transkript des Zeitzeug*inneninterviews ist dem Beitrag angehängt.",4 SAB 1274,1,13 S.,1933,1945,13,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Salzstraße, Münster", Ben M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1366,Versöhnung durch Glauben – Abbé Franz Stock als Mittler zwischen Franzosen und Deutschen in Zeiten des Zweiten Weltkriegs,"In seinem Beitrag beschäftigt sich der Schüler mit dem Leben und Wirken des katholischen Priesters Abbé Franz Stock während des Zweiten Weltkriegs, welcher sich in der Zeit der deutschen Besatzung Frankreichs als Militärseelsorger in den Wehrmachtsgefängnissen von Paris und auf der Hinrichtungsstätte Mont Valérien verdient gemacht hatte. Nach einigen Ausführungen zum persönlichen Zugang zur Religion und zum Thema, so verbrachte der Schüler einige Zeit in Frankreich, beginnt der Verfasser die Biographie Stocks zu erarbeiten. Bereits in seinen Jugendjahren und während des Studiums war dieser daran interessierte, das Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland zu verbessern, so nahm er z.B. an vielen Friedenstreffen teil und bereiste Frankreich oft während seine Auslandssemester. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bat ihn ein französischer Abbé in den Pariser Gefängnissen Seelsorge für die dort Gefangenen und zum Tode verurteilten zu betrieben. So begleitete er hunderte Franzosen auf ihrem letzten Weg zur Hinrichtungsstätte Mont Valérien, indem er sie vor der Erschießung in einer Kapelle segnete und auch der Erschießung beiwohnte. Nach Ende des Krieges zog es den „Seelsorger in der Hölle“ ins Gefangenlager in Le Coudray, wo es ihm mit Hilfe des Papstes gelang, eine Theologiefakultät zu errichten. Die von ihm gehaltenen Veranstaltungen gingen als „Stacheldrahtseminare“ in die Geschichte ein. Neben den Stationen erarbeitet der Verfasser ferner die Rezeptionsgeschichte des Lebens von Franz Stock, in dem er neben einigen Zitaten von Zeitgenossen auch die (populär-)wissenschaftlichen Aufarbeitungen des Lebens Stocks mit Hilfe einer Literatur-Chronik wiedergibt. Abschließend kommt der Verfasser zu dem Fazit, dass Abbé Franz Stock mit seinen religiösen Überzeugungen und dem Grundsatz, dass Frieden und Gleichheit unter den Menschen herrschen sollte, als Mann des gelebten Glaubens zeigte, dass Religion nicht vor Völkergrenzen halt machte. Der Verfasser sieht in dem 1963 geschlossenen Elyséevertrag die von Stock erhoffte, jedoch nicht mehr von ihm erlebte, Versöhnung und Befriedung der deutsch-französischen Beziehung eingeleitet. Als eine Basis seiner Arbeit führte der Verfasser ein Experteninterview mit dem Vorsitzenden des Franz-Stock-Vereins in Le Coudray.",4 SAB 1371,1,40 S.,1904,1948,61,19,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",, Timo K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1394,Vom Gericht zum Volksfest – Der Send in Münster zwischen Kontinuitäten und historischem Wandel,"Wie hat sich der Send von einem Gericht zu einem Volksfest entwickelt und welche Entwicklungen haben das Fest über die Jahrhunderte verändert, sind die Fragen, mit denen sich die beiden Schülerinnen in ihrem Beitrag auseinandersetzen. Zunächst erläutern sie jedoch ihre persönliche Haltung zum Glauben und der Religion, um daraufhin die Ursprünge des heutigen Sends zu erörtern. Sie beschreiben das Sendgericht bzw. den Send (geht auf den Begriff Synode zurück) als Versammlung der höchsten Kirchenämter des Bistums Münsters, deren erste Zusammentreffen sich auf das 9. Jahrhundert datieren lassen. Ungewiss ist, ab wann sich die Märkte den Synoden anschlossen. Anschließend beschreiben sie die Autorinnen den Send in der Neuzeit und heute, gehen auf die Funktion des Sendschwertes ein und zeigen in einem Fazit den Wandel und Kontinuitäten des Sends auf. Hier legen sie einen besonderen Fokus auf den lokalen Stellenwert für Münster und das Umland – inklusive seiner ungebrochenen Anziehungskraft –, beschreiben aber auch den Wandel von einem Gericht früher zu einer Vergnügungsanstalt heute.",4 SAB 1366,0,15 S.,0,2017,323,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",," Maria Eva O., Theresa H.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1396,Vom Hitlerjungen zum Pfarrer,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Schülerin mit den Biographien ihrer beiden Großonkel, Hans-Dietrich Caspary und Heinrich-Nikolaus Caspary, welche trotz Kindheit in einer nationalsozialistisch geprägten Familie nach dem Krieg evangelische Pfarrer wurden. Diese Entscheidung zum Anlass genommen, fragt die Verfasserin danach, warum sich ihre Großonkel dazu entschieden Pfarrer zu werden, obwohl sie in ihrer Jugend kaum Berührungen mit der Religion hatten. Zunächst den familiären Hintergrund inklusive der Biographien der Urgroßeltern erläuternd, geht die Verfasserin anschließend auf die Kindheit der beiden Protagonisten ein. Zwar wurde an Weihnachten aus der Bibel vorgelesen und wurden die beiden Brüder auch konfirmiert, doch grundsätzlich hatten sie kaum Kontakt zur Kirche, sodass die Autorin sich dazu veranlasst sieht zu resümieren, dass die beiden sich in ihrer Kindheit zusehends von der Kirche ab- und dem Nationalsozialismus zuwandten. Als Zeit der Entscheidung beschreibt die Verfasserin die unmittelbaren Nachkriegsjahre, in denen beide auf unterschiedlichen Wegen mit der christlichen Kirche in Kontakt kamen und sich gegen den Willen ihrer Familie dazu entschieden, evangelische Pfarrer zu werden. Abschließend kommt sie zu dem Schluss, dass es möglicherweise den kompletten Zusammenbruch – das Ende des Zweiten Weltkriegs – gebraucht hatte, damit Hans-Dietrich und Heinrich-Nikolaus der Kirche näher gekommen sind. In ihrem Beitrag greift die Schülerin passend auf Zitate aus den von ihr geführten Zeitzeug*inneninterviews, u.a. mit Heinrich-Nikolaus Caspary, und zwei unveröffentlichten Familiendokumenten zurück.",4 SAB 1304,1,21 S.,1900,2000,66,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Josefine C.,Marienschule 1418,Von der Revolution vertrieben: Französische Geistliche auf der Flucht nach Westfalen,"In ihrem Beitrag beschäftigen sich die zwei Schülerinnen mit der Flucht vieler französischer Geistlicher in Folge der französischen Revolution in den Raum Westfalen. Zunächst erarbeiten sie dazu die Eckdaten der Revolution 1789 und fokussieren besonders den Macht-/Besitzverlust des klerikalen Standes. Nur ca. die Hälfte der Geistlichen leistete unter der Terrorherrschaft und Dechristianisierung des Direktoriums den Eid, auf ihren gesamten Besitz und die Macht zu verzichten, die andere Hälfte wurde verbannt. Eines der möglichen Ziele bildete das Fürstbistum Münster, dessen Struktur die Verfasserinnen kurz darlegen, welches sich allerdings zunächst weigerte, Migranten aufzunehmen. Erst bei einer größeren Flüchtlingswelle 1794 kehrte es seine Entscheidung um und bot den französischen Geistlichen fast unbegrenzt Obhut. Am Beispiel von Jean-Baptiste Henry und seinem „Tagebuch der Verbannungsreise“ erarbeiten die Autorinnen abschließend ein Einzelschicksal eines Vertriebenen. Indem sie sich für eine Beschreibung der Situation in Frankreich und im Exil aus der Perspektive Henrys entscheiden, zeichnen sie so beispielhaft den Weg vieler Geistlicher nach, die aus Frankreich nach Westfalen gefunden haben.",4 SAB 1329,0,22 S.,1789,1802,133,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",," Emilia A., Helene A.",Marienschule 1425,"Von Gottesämtern, Himmelswassern und Ritenstreitern. Die Kapuzinermission in Gansu, China 1922-1949","In ihrer Arbeit betrachtet die Schülerin das religiöse Leben in China. Eingangs skizziert sie dazu Konfuzianismus, Daoismus, Buddhismus und Volksreligion in ihren Makro-Merkmalen unter Reflexion des prämittierten Begriffsverständnis‘ von „Religion“. Sie verweist zugleich auf das begrenzte Einsichts-Potential in eine derlei alteritäre Kultur wie die chinesische. Trotz dieser kulturellen Differenzen führte das Selbstverständnis der europäisch-christlichen Religionen bzw. Konfessionen dazu, dass die vor allem in der Frühen Neuzeit aufkeimenden Missions-Bewegungen auch ihren Weg nach China fanden: Allen voran die Jesuiten missionierten im 16. und 17. Jahrhundert China. Matteo Ricci, ihr wohl bekanntester Vertreter in China, gründete deren teilweisen Erfolg auf das Prinzip der Akkomodation, gemäß dessen sich die Jesuiten in ihrer Mission zumindest in Teilen Anknüpfungspunkte an der heimischen Kultur und Religion suchten – eine Praxis die 1715 von Papst Clemens XI verboten wurde. Dennoch blieb das Christentum nicht ohne Einfluss in China: Hang Xiu-quan, ein gescheiterter Beamter, sah sich 1850 von einer Vision erfasst, in der er als Bruder Jesu galt. Sein neu-messianisches Selbstverständnis suchte er mit Gewalt durchzusetzen – insbesondere gegen die vermeintlich dämonischen Mandschu. Der hierauf zurückgehende Bürgerkrieg der Tai-ping-Bewegung gilt als einer der blutigsten aller Zeiten mit zwischen 20 und 30 Millionen Toten. Doch auch aus der chinesischen Gesellschaft kamen Impulse, die sich gegen das „Neue“ zur Wehr setzen wollten: Die von westlichen Beobachtern despektierlich als „Boxeraufstand“ bezeichnete Erhebung um 1900 richtete sich gegen Fremdeinflüsse – auch im Bereich der Religion. Dennoch setzten christliche Orden ihre Mission fort: Insbesondere der Kapuzinerorden initiierte 1922 seine Missionsarbeit, die bis zum Verweis aller Missionare durch Mao 1949 anhielt. Viele der Missionare stammten aus dem Münsterland. In ihre umfassende dennoch überblicksartige Betrachtung der Geschichte des nach europäischer Periodisierung neuzeitlichen Chinas bettet die selbst Chinesisch lernende Verfasserin einen umfangreichen fiktiven Part ein, in dem sie – ausgehend von Portraits aus einem Fotoalbum der Kapuziner – die Perspektive eines Missionars, der in China tätig war, und seiner Schwester einnimmt und versucht, dessen christlich-europäisch-sozialisierte Sicht auf das China der 1920er-Jahre in einem eindringlichen Briefwechsel zu reflektieren.",4 SAB 1324,1,46 S.,1800,1950,59,19,"Novelle, Textbeitrag","Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen",, Lily O.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1444,Was motivierte die Menschen zu jener Zeit den ersten real existierenden Gottesstaat in der Geschichte Irans zu errichten?,"Sich selbst als Atheisten bezeichnend, sieht sich der Verfasser von der Frage umgetrieben, aus welchen Motiven Staaten, insbesondere der Iran, der Teil seiner Herkunft ist, fußend auf häufig schon jahrhundertealte religiöse Vorstellungen und Vorschriften, statt auf modern-demokratische Werten revolutioniert werden. Er geht dazu in seiner Arbeit, die viele wertende Aussagen enthält, in zwei Schritten vor: Zunächst wird vor allem auf Grundlage von Fachliteratur die Geschichte des Staatsgebiets des heutigen Iran im 20. Jahrhundert skizziert. Im zweiten Schritt stellt der Verfasser die Positionen von ihm interviewter Zeitzeugen vor, die zugleich verschiedene Perspektiven der Thematik abbilden sollen – Transkripte der Interviews liegen der Arbeit nicht bei. Der Schüler zeichnet dabei das komplexe Bild eines Staates, das vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert geprägt und grundlegend bewegt von ausländischen Einflüssen war: Unter dem Eindruck britischer Kolonialinteressen und deutscher Militärinterventionen, stellte sich zunächst die Bevölkerung gegen die Instrumentalisierung durch fremde Mächte. 1921 putschte sich Reza Khan im oligarchisch geprägten Land an die Macht und setzte in der Folgezeit seine Vision eines modernen Irans westlichen Vorbilds repressiv und gewaltsam durch. Doch auch im Zweiten Weltkrieg geriet das Land mit seinen Ölvorräten wieder in den Fokus der zu diesem Zeitpunkt dominierenden Mächte; ein Zustand, der sich in den Frontenbildungen des Kalten Kriegs fortsetzte. Zwischenzeitlich abgesetzt, wurde der Sohn Reza Khans, Schah Mohammad Reza, schließlich in einem britisch-amerikanisch angeleiteten Staatsstreich wieder in sein Amt gehoben und mit geheimdienst- und polizeilichen Mitteln zunächst in diesem gehalten. Wie sein Vater schlug auch er einen Kurs der Zwangsmodernisierung ein, der auf zunehmenden Widerstand stieß. Zurückgehalten werden konnte dieser immer weniger, als er angesichts antireligiöser Modernisierungsmaßnahmen auch von geistlicher Seite unterstützt und somit weite Teile der Bevölkerung organisieren konnte – eine bis dato neue Entwicklung. Auch unter veränderten weltpolitischen Parametern wuchsen die Proteste schließlich bis zu den Massendemonstrationen 1978 an. 1979 schließlich floh auch der Schah ins Exil – und Chomeini, dem es zuvor in einzigartiger Geschwindigkeit gelungen war, die Interessengruppen auf ein gemeinsames Ziel hin zu organisieren, wurde zur prägenden Person des Irans der sich per Referendum mit 98prozentiger Zustimmung für die Errichtung einer Islamischen Republik aussprach. Der Stiefvater des Verfassers nahm seinerzeit selbst an den Protesten gegen die Schah-Herrschaft teil. Seine Biographie erzählt der Verfasser als die eines entschiedenen Antiautokraten der sich angesichts des islamisch-autokratischen Einflusses in Person von Chomeini enttäuscht über die Kurzsichtigkeit und aus Angst vor einem Rückfall in die Diktatur von seiner Heimat abwandte und floh. Entscheidend schätzt der Verfasser hier seine Abneigung gegenüber diktatorischen Zügen des politischen Islam ein. Dabei konstatiert er zugleich in einigen Punkten Differenzen zwischen dessen Wahrnehmung und der Darstellungen in Sekundärliteratur. Im Gegensatz zum demonstrierenden Stiefvater blieb der Großvater des Schülers während der Massenproteste eher in einer beobachtenden Rolle. Auch er lehnt allerdings insbesondere den politischen Islam – dieser habe auch ihn selbst von seinem Glauben entfremdet – drastisch ab, wie in indirekten Zitaten deutlich wird. Die strukturelle Gleichheit zur Schah-Diktatur koppelt er gar mit einer Verschwörungstheorie über die Personalunion von Schah und Chomeini, die sein Enkel jedoch kritisch hinterfragt. Der dritte Interviewpartner – gläubiger Muslim und Militär zur Zeit des Schahs – sieht die Proteste gegen den Schah nicht kritisch, lehnt jedoch auch den Gottesstaat gegenwärtiger Form ab. Für ihn ist es ein Zerrbild der im Koran beschriebenen Utopien eines Staats der Gläubigen. Für seine Leitfrage kommt der Autor zu dem Schluss, dass eindeutige Aussagen über Motive in einer solch schwierigen Gemengelage so gut wie unmöglich sind – vielmehr sieht er eine komplexe Umstandsverkettung, in der einzelne Ereignisse ‚tipping points‘ darstellten und prägende Personen diese Situationen – häufig populistisch – für sich zu nutzen wussten.",4 SAB 1260,1,48 S.,1914,2017,278,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Iran, Bardia A.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1450,Weihnachten zwischen Kirche und Kommerz. Ein Vergleich am Beispiel der Region Münster,"In ihrem Beitrag setzen sich die Schüler mit dem Weihnachtsfest im Spannungsfeld von Kirche und Kommerz zu verschiedenen Zeiten auseinander. Insgesamt acht Weihnachtsfeste der Jahre 1842, 1891, 1941, 1946, 1947-1960, 1952, 1981 und 2016 untersuchten sie mit Hilfe verschiedener politischer, gesellschaftlicher oder religiöser Quellen, wie z.B. kirchliche Schriften, Zeitzeugenberichte und Fachartikel christlicher Zeitschriften. Das Weihnachtsfest 1842 wurde auf Grundlage eines Artikels im Sonntagsblatt für katholische Christen, 1891 am Beispiel der Kirchenkollekte für das Collegium Ludgerianum in Münster, 1941 mittels der Haft des Paters Engelbert Rehling und Vikars Johannes Klumpe (zeitweise im Polizeigefängnis am Syndikatsplatz), 1946 anhand der Weihnachtsbotschaft des Kapitularvikars Münsters, 1947-1960 mit Hilfe der Kindheitserinnerung einer Zeitzeugin, 1952 am Beispiel des weihnachtlichen Hirtenwortes, 1981 anhand eines Zeitschriftenartikels Bischofs Reinhard Lettmanns und schließlich 2016 durch eine eigens gestaltete Umfrage in Münster erarbeitet. Die Verfasser befragten für das Jahr 2016 insgesamt 100 Leute mit zahlreichen Fragen, wie z.B. was bedeutet für Sie der Begriff Weihnachten, mit wem feiern Sie, welche Bedeutung haben Aspekte wie Stress, Gottesdienst, Geschenke etc., und werteten ihre Ergebnisse mit verschiedenen Säulen- und Tortendiagrammen aus. In einem Vergleich zwischen den Jahren 1842, 1981 und 2016 heben die Verfasser hervor, dass die hohe Bedeutung des Weihnachtsfestes auch im Jahr 2016 ungebrochen erscheint, sich jedoch die Hintergründe unreligiöser als noch 1842 zeigen. Mit Blick auf ihre eingangs formulierte Hypothese, dass die heutige Gesellschaft Weihnachten lediglich als kommerzielles Fest ansehen würde, resümieren die Autoren, dass heute mehr kommerzielle als religiöse Aspekte im Vordergrund stehen würden, die Sehnsucht nach Familie, Friedlichkeit und Besinnung in der Weihnachtszeit jedoch durch die Zeiten und über die Generationen hinweg von großer Bedeutung wäre. Ein Muster des Umfragebogens sowie das Transkript des Zeitzeug*inneninterviews sind dem Beitrag angehängt.",4 SAB 1331,0,36 S.,1842,2017,59,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Charlotte B., Felix P.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1451,"Weihnachten zwischen Religion und Kommerz in Münster. Eine Untersuchung der Bedeutung des Weihnachtsfestes, kommunaler Aktionen sowie kirchlicher Reaktionen in unterschiedlichen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts","In ihrem Beitrag setzt sich die Schülerin mit dem Weihnachtsfest im Spannungsfeld von kirchlicher Tradition und kommerzieller Instrumentalisierung zu verschiedenen Zeiten auseinander. Mit Hilfe eines eigens angefertigten Fragebogens „Weihnachten früher und heute“ befragt sie acht ihrer Familienmitglieder, um eine erstes Stimmungsbild zeichnen zu können. Zentral erarbeitet sie im Hauptteil ihres Beitrags die Frage, wie sich das Verhältnis von Religion und Kommerz entwickelte, und nimmt dafür die Weihnachtsfeste der katholischen Kirche der Jahre 1900, 1928, 1941-42, 1950 und 1970 genauer in den Blick. Einen regionalen Bezug erhält die Arbeit durch die Fokussierung auf die Stadt Münster bzw. das Münsterland und der dortigen Umsetzung des Weihnachtsfestes. Nach der Vorstellung einiger Berichte über die Weihnachtsbräuche im Münsterland um 1900 und der ersten Weihnachtsverkehrswoche der Stadt Münster vom 01. Dezember - 09. Dezember 1928, folgt die Darstellung der Kriegsweihnacht 1941/42 anhand des Briefwechsels der an der Ostfront stationierten Rotkreuz-Schwester Annette Schücking mit ihrer Familie, um daraufhin die Streitigkeiten um die Weihnachtswerbung in der Nachkriegszeit (1950) sowie die Gründung des münsteraner Weihnachtsmarktes 1970 herauszuarbeiten. Ihr abschließendes Fazit entwickelt die Verfasserin anhand der vier Aspekte Bedeutung von Weihnachtseinkäufen, die Weihnachtswerbung, die Bedeutung der Religion und die Reaktion der Kirche auf den Kommerz. Der reichlich bebilderte Beitrag stellt sich auf ein breites Fundament an Archivquellen der begutachteten Zeiten.",4 SAB 1332,1,37 S.,1900,1970,59,19,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Umfragen",, Flora Corinna O.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1454,Welche Rolle hat Bernhard Rothmann im Verlauf der Reformation bis zur Täuferherrschaft in Münster gespielt?,"Vor dem Hintergrund des Reformationsjubiläums 2017 betrachtet die Verfasserin in ihrer Arbeit die Person Bernd Rothmann. Auf Grundlage von – in Teilen schon recht alter – Sekundärliteratur rekonstruiert sie dessen Vita. Der 1495 geborene Rothmann lebte ein wechselvolles Leben mit humanistischer Schulbildung, einer Zwischenstation als Schulleiter in Warendorf, erneutem Studium und schließlich Rückkehr als freier Prediger nach Münster. Hier wurde seinen Dienstherren erst im Laufe der Zeit bewusst, dass Rothmann „neue“ Glaubensansichten vertrat. Der Versuch, ihn durch ein erneutes sehr an den römischen Glaubenslehren ausgerichtetes Studium in Köln wieder zu deren Religionsverständnis zurückzubringen, scheiterte, sodass Rothmann mit seinen Predigten, die auf breite Resonanz stießen, als Wegbereiter der Reformation in Münster gelten dürfe. Auch über diese Initialstellung hinaus vernetzte sich Rothmann innerhalb des Netzwerks reformatorischer Gelehrter und Lehren exzellent. War Münster auch eine der letzten Städte in der die evangelische Messe gelesen wurde, wurde Rothmann bald jedoch der landesherrliche Schutz entzogen. Als Prediger entlassen, fand er dagegen Schutz bei der Kramergilde die ihn aufnahm, Unterkunft gewährte und eine Agitationsbasis im Herzen der Stadt bot – ein eindrückliches Beispiel dafür, wie sehr die Reformation zum städtischen Politikum geworden war. Dass Münster sich mehr und mehr von der bischöflichen Glaubensautorität abwandte, liegt nach Ansicht der Verfasserin auch darin begründet, dass Rothmann selbst mit seinen Positionen eine lokalkonfessionelle Identität generieren konnte. Dass sein Religionsverständnis im Laufe der Zeit auch einem stetigen Wandel unterlag, zeigt insbesondere seine Auffassung der Taufe – ein ohnehin hochgradig aufgeladenes Konfliktfeld –, die sich zu einem strikten Erwachsenen-Tauf-Verständnis wandelte. Hier eskalierten die Meinungsverschiedenheiten: Selbst der reformationsaffine Rat entzog Rothmann zwischenzeitlich die Prediger-Stelle; zugleich blieb dieser bei seiner Position – und fand in den Täufern eine radikale und prominente Unterstützer-Gruppe, deren Ansichten er sich im Laufe der Zeit immer weiter zuwandte. Seine eigene Position jedoch konnte sich auch für ihn selbst nicht behaupten und ging im Laufe der Zeit angesichts der Radikalität des Täufertums unter. Die Verfasserin ordnet Rothmann, dessen Predigten und deren Resonanz jedoch als eindeutige Wegbereiter des Täufertums ein.",4 SAB 1289,1,50 S.,1495,1535,335,19,Textbeitrag,"Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",, Trixi S.,Friedensschule 1472,"Wie haben Staat, Kirche und Eltern im Zeitraum 1871-1971 auf die Bekenntnisschulen Einfluss genommen?","In seiner mit einem sehr umfangreichen Anhang versehenen Arbeit skizziert der Verfasser eine Historie des Schulwesens auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands in der Zeit zwischen 1871 und 1971. Im Zuge der seiner Ansicht nach maßgeblich von Bismarck geprägten Innenpolitik nach Gründung des Reichs wurde dieses erstmals unter starken zentralistischen Einfluss gestellt. Der Nutzen für den neu gegründeten Zentralstaat stand im Zentrum dieser Politik, die darauf abzielte, wehrtüchtige Rekruten – insbesondere sich aus der Elite rekrutierende Offiziere – zu generieren sowie den alleinigen Einfluss des Staates auf die Bildungsinstitutionen zu sichern. Der Versuch, auch in diesen den Einfluss der vorher häufig tragenden Kirche zurückzudrängen, endete spätestens mit der Kompromisspolitik der Weimarer Republik, die die Möglichkeit für bzw. von Bekenntnisschulen eröffnete und diese sowie geistliche Würdenträger gar unter staatlichen Schutz stellte – eine Entwicklung der der Nationalsozialismus mit seiner ideologischen Vereinnahmung und Gleichschaltung rasch den Riegel vorschob. Proteste (wie der Autor herausstellt v.a. von katholischer Seite, auch unter Einbeziehung der Eltern) blieben relativ wirkungslos, auch formale Zugeständnisse wie im Konkordat entbehrten praktischer Rückbindung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Schulen und mit ihnen die Schulpflicht erneut unter volle Aufsicht des Staates gestellt, jedoch Freiräume für den gegenwärtigen Modus der Bekenntnisschulen geschaffen. Angesichts immer weiter zurückgehender Religiosität sieht er ihre Zukunft jedoch eher kritisch. Neben die auf Fachliteratur und Archivalien gestützte historische Skizze stellt der Verfasser vier dem Anschein nach zufällig entstandene Zeitzeug*inneninterviews, von denen ausgehend er zu dem Schluss kommt, dass Bekenntnisschulen ihre Berechtigung haben. Zeitzeugen schätzt er ferner als Quellen besonderer Qualität und Aussagekraft ein.",4 SAB 1243,1,43 S.,1871,1971,218,19,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Anton R.,Ratsgymnasium 1476,Wie löst man einen komplizierten Religionskrieg? Der dreißigjährige Krieg und der Westfälische Frieden,"Arbeitsteilig befassen sich die Verfasserinnen in ihrem Beitrag unter vorwiegend machtpolitischen Aspekten mit dem Dreißigjährigen Krieg. Sie teilen ihn analytisch in verschiedene Phasen ein, setzen ihn mit vorangehenden Ereignissen in Bezug und betrachten prägende und bis heute bekannte Persönlichkeiten des Krieges wie Tilly und Wallenstein. Den verschiedenen Passagen ordnen sie dabei die Frage über, inwiefern Religion bzw. religiöse Motive eine Rolle für die Ereignisse bzw. Handelnden spielten. Bevor sie sich mit dem Westfälischen Frieden – unter anderem geschlossen im Münsteraner Rathaus – befassen, kommen sie zu dem Zwischenfazit, dass Religion als Stein des Anstoßes nicht unbedeutend für den Krieg war, jedoch nie allein religiöse Motive für die Kriegsparteien handlungsleitend waren. Auch in der Betrachtung des Friedensschlusses kommen sie zu ähnlichen Überlegungen – hier dominierte aus ihrer Sicht die Erkenntnis, dass man zu keiner Einigung kommen könne und sich vielmehr miteinander zu arrangieren habe. Diese Erkenntnis abstrahieren die Verfasserinnen aus ihrer vorwiegend auf Sekundärtexte gestützten Arbeit auch auf aktuelle Friedensprozesse bzw. religiös imprägnierte Konflikte, wie die zahlreichen Gemengelagen der Gewalt im Nahen Osten. ",4 SAB 1359,0,27 S.,1618,2017,278,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",," Anna-Lena M., Kim von G., Meira W.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1477,Wie Maria Wittenberg Schwester Sigrid wurde,"Die beiden Schülerinnen entschieden sich in ihrem Beitrag dazu, die Geschichte der Tante einer der Großmütter im Rahmen eines fiktiven Tagebuchs niederzuschreiben. Maria Wittenberg trat im Alter von 23 Jahren in den Orden der St. Joseph-Schwestern in Albachten ein. Nach dem Noviziat folgte rasch das ewige Gelübde, um sich danach in einem Kinderheim zu engagieren, welches sie ab 1971 leitete. Neben diesen Aspekten werden von den Verfasserinnen die verschiedenen Ordensjubiläen, das Wiedersehen mit der Familie nach 12 Jahren Abwesenheit, die Sabbatjahre in Brasilien sowie Indien, die Schließung des Kinderheims und ihre letzten Jahre in einem Pflegeheim in Norwegen mit Tagebucheinträgen bedacht. Grundlage ihres Tagebuches bildet ein beigefügtes Interview mit der Nichte Maria Wittenbergs, Monika Münstermann, sowie kurze Hintergrundinformationen zum Ursprung des Ordens. Am 16. Januar 2017 verstarb Schwester Sigrid schließlich im Alter von 92 Jahren.",4 SAB 1232,0,25 S.,1949,2017,133,19,"Tagebuch, Textbeitrag","Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Albachten," Maya F., Zoé M.",Marienschule 1479,Wie Waltbraht zweimal nach Drensteinfurt kam. Eine Brunnenskulptur als Erinnerung an seine „wunderbare“ Flussdurchquerung,"Waltbraht, Sohn des Wibreth und Enkel des Widukind, trug für den Sachsenkönig Hluthar Ende des 9. Jahrhunderts Reliquien durch die Werse. Er nutzte dabei die Steinfurt, eine flache zur Flussdurchquerung geeignete Stelle, an derer Stelle sich gegenwärtig der Ort Drensteinfurt befindet. Hluthar wollte mittels durch die von der Reliquie des heiligen Alexanders bewirkten Wunder einige der noch am Christentum Zweifelnden in seinem Herrschaftsbereich zur Konversion bewegen. Er bat daher verschiedene Würdenträger eine translatio, die Überführung einer Reliquie, zu genehmigen bzw. zu segnen. Während des Reliquien-Transports kam es zu insgesamt 29 Wunderheilungen, die der Reliquie des heiligen Alexander zugerechnet werden. Waltbraht wurde 1997 eine Brunnenskultpur auf dem Drensteinfurter Marktplatz gewidmet. Neben dem historischen Hintergrund befasst sich die Autorin in ihrer Arbeit daher ebenfalls mit dem Künstler Heinrich Gerhard Bücker, der die Statue gestaltet hat, wie mit der Frage nach der Prominenz und Bekanntheit des Brunnens sowie der darin repräsentierten geschichtlichen Hintergründe. Zur Brunnenbekanntheit führt die Verfasserin gar eine Umfrage durch, bei der sie feststellt, dass die Statue nicht sehr bekannt ist, vor allem jedoch Jugendliche nicht über Wissen darüber verfügen. Hierzu reflektiert sie den geschichtskulturellen Umgang mit der Statue: Da die translatio die erste urkundliche Erwähnung Drensteinfurts ist, wurde diese 1997 mit dem Stadtjubiläum – dem Anlass der Statueneinweihung – gefeiert und bspw. in Zeitungsartikeln häufig diskutiert. Der zugleich geäußerte Wunsch vieler, mehr über die Statue zu erfahren, ist für sie Anlass, den Stadtarchivar um eine differenziertere Aufarbeitung zu bitten.",4 SAB 1273,1,30 S.,800,2017,70,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel",Drensteinfurt, Ann-Christin A.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1486,Wiedertäufer Rezeption,"Angestoßen durch eine Power-Point-Präsentation zu den Wiedertäufern gibt der Achtklässler in seiner Arbeit einen knappen Überblick über die Rezeptionsgeschichte der Wiedertäufer-Bewegung in Münster. Setzte diese bereits in der unmittelbaren Folgezeit der Täufer-Herrschaft ein, konstatiert der Verfasser zunehmendes Interesse im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts sowie eine geschichtspolitische Vereinnahmung mit Beginn des 20. Jahrhunderts, nicht zuletzt durch die Totalitarismen. Neben einer eigenen Meinung zur Wiedertäuferherrschaft erweitert der Autor das Bild durch den Verweis auf populäre geschichtskulturelle Rezeptionen wie im Krimi-Format „Wilsberg“.",4 SAB 1368,1,13 S.,1530,2017,59,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen",, Jannis F.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1487,Wieso wurde das Gemeindehaus der Gnadenkirche nach Ludwig Steil benannt?,"Angestoßen durch den Namen ihres Gemeindehauses beschäftigt sich die Schülerin mit dem Leben und Wirken des evangelischen Pfarrers Ludwig Steil. Als eine der bedeutendsten westfälischen Persönlichkeiten der Bekennenden Kirche wirkte Steil hauptsächlich im Kirchenkreis Herne, war aber auch darüber hinaus in der Provinz Westfalen für seinen Eifer bekannt. Im Anschluss an einen Vortrag zum Thema „Schweigt Gott im Krieg“ wurde er am 11. September 1944 von der Gestapo verhaftet und zunächst in Dortmund und Herne interniert, im Dezember 1944 nach Dachau deportiert, wo er schließlich am 17. Januar 1945 an einer Lungenentzündung verstarb. In ihrem Beitrag erarbeitet die Verfasserin zunächst die Kindheit und Ausbildung (Studium der evangelischen Theologie in Bonn, Münster, Tübingen, Berlin und Utrecht) Steils, um anschließend seinen Werdegang sowie den Tod im KZ-Dachau darzustellen. In einem weiteren Schritt beschäftigt sich die Verfasserin mit der Geschichte der Bekennenden Kirche sowie der Rolle die Steil in ihr einnahm. Mit Blick auf die Leitfrage kommt sie in ihrem Fazit zu dem Schluss, dass verschiedene Gründe zur Namensgebung des Gemeindeshauses geführt haben, die Berühmtheit Steils als protestantischer Märtyrer und die Freundschaft des ersten Pfarrers des 1962 eröffneten Gemeindehauses, Gottfried Rohr, zu Steil können jedoch als Hauptgründe eingeschätzt werden, so die Verfasserin.",4 SAB 1235,1,17 S.,1900,1945,278,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Gnadenkirche, Münster, Herne", Sophie D.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1516,Zwei „Heilige“ machen Geschichte?!,"In ihrer Arbeit befassen sich die Schülerinnen der Münsteraner Marienschule mit den historischen Persönlichkeiten Edith Steins und Schwester Euthymia, die sie in vergleichender Weise einander gegenüberstellen. Die im münsterländischen Halverde 1914 geborene Maria Emma Üffing kommt zur Zeit ihrer Lehre als Haushälterin und Köchin mit den Clemensschwestern in Kontakt, denen sie 1934 unter dem Namen Euthymia, angelehnt an ihr Vorbild, die gleichnamige Oberin, beitritt. Hier schließt sie noch eine Lehre zur Krankenschwester an. In der Pflege Verwundeter und Kranker im Zuge des Krieges zeigt sie sich in Münster und Dinslaken unvergleichlich selbstlos und fürsorglich, sodass sie von ihnen den Ruf-Namen „Engel der Liebe“ verliehen bekommt. Nachdem Euthymia, im Anschluss des Krieges aus ungeklärten Gründen in die Wäscherei versetzt, an Krebs erkrankt und am 9. September 1955 daran verstirbt, ruft eine Schwester sie einen Tag nach ihrem Tod um Hilfe nach einer schweren Verletzung an – sie wird binnen weniger Tage geheilt. 2001 schließlich wurde Euthymia seliggesprochen. Ihre über Schwester Euthymia aus der Literatur gewonnenen Eindrücke ergänzen die Verfasserin um ein Interview mit einer Ordensschwester, die Euthymia kannte. Die 1891 in Breslau geborene Edith Stein wurde nach Promotion in Philosophie in Freiburg, Tätigkeit als Lehrerin in Speyer und Konversion vom Judentum zum Katholizismus 1932 Dozentin am deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster. Trotz ihrer Konversion musste sie im Zuge der Nazi-Herrschaft von ihren Ämtern absehen und ging als „Teresia Benedicta a cruce“ in den Kölner Karmel. Doch auch dieser bot ihr nur bis zur Reichspogromnacht eine Heimat, sodass sie in die Niederlande floh. Hier wurde Stein 1942 verhaftet, nach Auschwitz deportiert und dort in den Gaskammern ermordet. Sie wurde 1987 selig- und 1998 heiliggesprochen. Ausschlaggebend dafür waren ihre reflektierte Frömmigkeit, die von einer andauernden Suche nach der „Wahrheit“ geprägt war und sie schließlich zum Katholizismus konvertieren ließ, sowie ihr Mut zu klaren Haltungen. Auch wenn viele ihrer jüdischen Mitglaubenden ihr dies so auslegten, wandte sie sich dabei nie von ihren Wurzeln ab. Ungeachtet aller Gefahr und Katholikinnen ein, sich gegen das mörderische NS-Regime zu stellen. In ihrer vergleichenden Bewertung kommen die Verfasserinnen zu dem Schluss, dass die Zeitgenossinnen beide als „heilig“ – eine Arbeitsdefinition haben sie vorangestellt – gelten dürfen. Als Frauen eher gesellschaftlich benachteiligt haben sie für ihre Überzeugungen und selbstlos gelebt und so ‚Geschichte machen‘ können.",4 SAB 1268,0,38 S.,1891,1955,279,19,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",," Jelena S., Maria L., Theresa F.",Marienschule 1525,Zwischen Gott und der Welt. Die Marienschule Münster früher und heute,"In ihrem Beitrag beschäftigen sich die drei Schülerinnen mit der Entwicklung ihrer Schule, dem Bischöflichen Mädchengymnasium Marienschule in Münster. Zunächst legen sie dabei den Fokus auf die Entstehungsgeschichte von der Gründung 1922, über die komplizierte Situation zur Zeit des Nationalsozialismus und der Raumnot in der unmittelbaren Nachkriegszeit, bis hin zum heutigen Erscheinungsbild der Marienschule. Einen ersten Vergleich zwischen früher und heute ziehen die Verfasserinnen bezüglich des Leitbildes der Schule. Wurde die gelebte Glaubenspraxis in vergangenen Tagen zumeist vorgeschrieben, spielt die Religion heute zwar auch noch eine große Rolle (so ist die Erziehung zu christlichen Werten immer noch zentral), ihre Ausübung geschieht allerdings auf freiwilliger Basis. An den Beispielen des Ehemaligenfestes, der freien Schultage sowie dem Unterricht und den Gottesdiensten zeigen sie weitere Beispiele des Wandels an der Marienschule auf. Auf Basis von zwei Zeitzeug*inneninterviews beschreiben die Verfasserinnen abschließend die Veränderungen an der Schule aus Lehrer- und Schülerperspektive, gehen dabei besonders auf die gewandelte Intensität der religiösen Prägung (z.B. Gebete, Gottesdienste etc.) ein. Dass sich die Schule heute multireligiös darstellt, bewerten die Schülerinnen in ihrem Fazit als positiv, auch wenn der vergangene Unterricht bei Nonnen – trotz der Strenge – den Schülerinnen einen Vorteil bot: Das durch den Habit eingeschränkte Sichtfeld der Lehrerinnen erleichterte ihnen das Spicken während der Klausuren, so die Autorinnen.",4 SAB 1377,0,13 S.,1922,2017,260,19,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews","Hauptbahnhof, Münster"," Lina Abdel G., Martha C., Mirja M.",Marienschule 1528,"Zwischen religiöser Toleranz und Revolution. Das Leben einer deutschen Familie im Iran der 1970er Jahre. „Ich habe erfahren, dass Christen und Muslime sich in friedlichen Zeiten absolut nicht voneinander unterscheiden.“","In ihrem Beitrag setzen sich die Schüler mit dem Leben der Familie Nordmann, die Familie mütterlicherseits von Jonas Sonnenstuhl, im Iran der 1970er auseinander. Zunächst erarbeiten sie hierfür die Beweggründe der Familie nach Teheran zu ziehen (der Großvater hatte eine Anstellung bei Siemens), um daraufhin die politische Situation unter Schah Mohammad Reza Pahlavi, das religiöse Leben der Familie und schließlich mit dem Sturz des Schahs auch die Gründe für die Rückreise nach Deutschland in den Blick zu nehmen. Auf Basis von einigen Zeitzeug*inneninterviews mit den Familienmitgliedern beschreiben sie aus der Perspektive von Katja Sonnenstuhl, Mutter von Jonas, in Form eines Tagebucheintrags die Kindheit im Iran von 1970-1981. Abgesehen von alltäglichen Aspekten steht hier auch das Verhältnis zur Religion im Vordergrund. Neben diesem Versuch eines zeitgenössischen Einblicks erarbeiten die Verfasser auch den retrospektiven Blick der Familie auf ihre Zeit im Iran. Mit Rückgriff auf die damaligen und heutigen Flüchtlingszahlen aus dem Iran stellen sie abschließend für sich eine Aktualität des Themas her. Die Verfasser kommen schließlich zu dem Schluss, dass es zwischen Muslimen und Christen, die an einem friedlichen Zusammenleben interessiert sind, mehr Gemeinsamkeiten denn Unterschiede gibt und dass es lohnend und friedensstiftend ist, sich mit anderen Religionsgemeinschaften auseinanderzusetzen.",4 SAB 1259,0,34 S.,1970,1980,59,19,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Iran, Teheran"," Jonas S., Victor J.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 115,“…dass der eine den anderen nicht begraben konnte“. Die Pest in Münster,"Die Verf. stellt nach einer kurzen Einführung zur Pest in Mittelalter und früher Neuzeit als europäisches Phänomen verschiedene Phasen der Pestepidemien in Münster dar. Sie beleuchtet dabei jeweils Ausmaß, Gegenmaßnahmen und weitere Folgen wie z.B.: die Verfolgung von jüdischen Bewohner*innen. Schließlich kommt der Text zu dem Fazit, dass die Pest zwar in vielerlei Hinsicht katastrophale Folgen für die Stadt gehabt habe, jedoch auch in Form der Gegenmaßnahmen, z.B. im Bereich der medizinischen Versorgung, durchaus Innovationen hervorgebracht hat. Dem Beitrag ist außerdem eine knapp fünfseitige Kurzgeschichte angehängt, die Erfahrungen mit der Pest im 16. Jahrhundert aus der Ich-Perspektive schildert.",4 SAB 1495,1,15 S.,1350,1668,341,20,"Kurzgeschichte, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Lotta E.,Marienschule 116,"“Gegen diesen Wettlauf in die Selbstvernichtung” Die Grüne Alternative Liste in Münster als Produkt, Promotor und Antwort auf die Krisen der 1970er und 1980er Jahre?","Das Projekt setzt sich mit dem Entstehen und Wirken der Grünen Alternativen Liste (GAL) bzw. Bündnis 90 Die Grünen in Münster auseinander. Zuvor jedoch gehen die Verf. auf den gesamthistorischen Hintergrund der Bundesrepublik ein und geben einen Überblick über verschiedene Vorläufer*innenorganisationen der Partei Die Grünen und setzen diese jeweils in den Kontext gesamtgesellschaftlicher Stimmungsbilder, eingeordnet durch einen Überblick über die gesellschaftliche Lage Münsters. Daran schließen sich exemplarische Auseinandersetzungen mit Konflikten und Krisen, in die GAL bzw. Grüne innerhalb Münsters verwickelt waren, an. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die GAL zumindest in Teilen „Produkt, Promotor und Antwort auf Krisen“ gewesen ist. Die Arbeit basiert weiterhin zu wesentlichen Teilen auf Zeitzeug*inneninterviews, Archivalien sowie einiger Dokumente aus dem Privatarchiv von Winfried Nachtwei, Gründungsmitglied der Grünen/GAL, wodurch Anhang und Literaturverzeichnis bereits ab Seite 33 einsetzen.",4 SAB 1474,0,49 S.,1950,1990,279,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Arno H., David G.","Gymnasium Paulinum, Marienschule" 118,„`N guёt Ding wil Wile häbben!“ – Umbruch auf westfälisch. Politische Aktivität in Münster zwischen der Französischen Revolution und der Märzrevolution,"Der Beitrag setzt sich mit Umbrüchen, Reform und Revolutionen in Münster auseinander. Dabei betrachtet die Verf. zunächst die Auswirkungen der französischen Revolution auf Münster, behandelt dann den Einfluss Napoleons, um schließlich den Umgang mit der Märzrevolution in Presse und Kunst zum Thema zu machen. Zuletzt wirft der Beitrag einen Blick in die Gegenwart Münsters und betrachtet die Gefahr einer ‚Revolution von rechts‘ für Deutschland im Allgemeinen und Münster im Speziellen. Hier kommt die Verf. zu dem Schluss, dass es zwar durchaus Reformen und Umbrüche gegeben habe, jedoch stets „nach Westfälischer (sic!) Art, langsam und gegessen“. Die Stadt Münster mit Ihrer Beständigkeit und Gemächlichkeit sei so etwas wie ein ‚Gegenbeispiel‘ für das Motto des Geschichtswettbewerbs. Die Arbeit stützt sich dabei auf ein umfangreiches Korpus an Archivalien und Fachliteratur und lässt bspw. durch den Einbezug von satirischen Stücken eine breite Auswahl an Quellengattungen zur Sprache kommen. Außerdem liegt der Arbeit eine selbst vertonte Version des satirischen Stücks „Die Frankfurter Schule“ bei.",4 SAB 1510,1,46 S.,1789,2019,61,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Carina E.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 120,„Auf zu neuen Ufern“. Die Auswanderung von Deutschen im 19. Jahrhundert nach Amerika,"Der Beitrag befasst sich einerseits mit der generellen Geschichte von Auswanderungen aus deutschen Regionen in die USA im 19. Jahrhundert und im Speziellen mit der Auswanderungsgeschichte eines Vorfahren. Dabei setzt sich die Verf. zunächst mit den Gründen für die Auswanderung auseinander und nachfolgend mit den Bedingungen der Reise und der Ankunft bzw. dem Aufbau eines neuen Lebens in den USA. Schließlich versucht sie einen Vergleich zwischen den damaligen Migrationsbewegungen und den Fluchtbewegungen heute zu ziehen. Bei ihren Ausführungen stützt sich die Verf. auf eine umfangreiche Materialbasis, wodurch auch der 13 Seiten lange Anhang zu erklären ist. Besonders hervorzuheben sind dabei eine Familienbiografie, aber auch einige Originalquellen wie z.B. die Sterbeurkunde ihres Vorfahren aus dem Deutschen Auswandererhaus.",4 SAB 1415,1,46 S.,1800,1900,215,20,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",USA, Lilian H.,Pascal-Gymnasium 125,„Das Ende des Krieges oder der Anfang des Friedens?“ – Gedanken eines deutschen Mädchens in Zeiten des Zusammenbruchs,"Die Verf. hat sich in der Phase der Themenfindung vor allem für das Erleben von Kriegsmomenten aus der Sicht ihrer Altersgruppe interessiert. Um die Gefühle eines 11-jährigen Mädchens in vollem Umfang schildern zu können, erschuf die Verf. die Protagonistin Anna, die in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs Tagebuch führte und so ihre Gedanken und Gefühle schildert. Die Äußerungen der Protagonistin spiegeln die Gedanken der Verf. wider. Auch wenn die Personen in den Tagebucheinträgen fiktiv sind, so basieren die beschriebenen Erlebnisse auf tatsächlichen Ereignissen, welche die Schülerin durch Zeit-zeug*inneninterviews, Privatdokumente und Expert*inneninterviews mit Verwandten stützt.",4 SAB 1453,1,44 S.,1944,1945,279,20,"Tagebuch, Textbeitrag","Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Raphaela G.,Marienschule 126,"„Das ganze Leben, was vorher war, war weg“ – Existenzielle Krisen um die 1940er Jahre im Münsterland dargestellt in Graphic Novel Seiten","Die Verf. beschäftigt sich in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb mit den Krisen der 1940er Jahre, sowohl während als auch nach dem Krieg. Im Fokus der Untersuchungen steht vor allem die Nahrungsknappheit in den letzten Kriegs- und den ersten Nachkriegsjahren sowie deren Bewältigung im kleinen Rahmen durch Hamsterfahrten, aber auch im größeren Stil nach Ende des Kriegs durch den Marshall-Plan. Zudem schildert die Autorin die Erlebnisse zweier Zeitzeug*innen und verarbeitet diese kreativ in selbstgestalteten Bildern, um die Situation der Menschen greifbarer zu machen.",4 SAB 1446,1,19 S.,1941,1949,316,20,"Comic, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Celina Lea B.,Friedensschule 132,„Die ersten Jahre waren sehr hart“ – Vertriebene im Münsterland nach dem Zweiten Weltkrieg,"Durch die Flüchtlingssituation der Jahre ab 2015 sensibilisiert, möchte der Autor des Beitrags auf vorangegangene Flüchtlingssituationen aufmerksam machen. Für dieses Unterfangen hat der Verf. die Krise von Vertriebenen nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Münsterland thematisiert. Bei der Darstellung der Lage geht der Schüler auf vier Hauptpunkte ein: die Flucht, Unterkunft, Verpflegung und Integration in der neuen Heimat. So wird herausgearbeitet, wie schwierig sich die Flucht darstellte, da alles mit Fortschreiten der russischen Armee sehr schnell gehen musste, nicht viel mitgenommen werden konnte und die Umstände in den bereitgestellten Zügen sehr schlecht waren. Auch die Einquartierung im Münsterland war nicht einfach, da die Durchgangslager, wie z.B. das Lager Coesfeld-Lette, sehr voll waren und Ansässige nicht immer Verständnis für die Flüchtlinge zeigten. Auch spricht der Verf. religiöse Disparitäten zwischen evangelischen Vertriebenen und katholischen Münsterländern. Untermauert werden die Darstellungen immer wieder von Zeitzeug*inneninterviews, welche zum Teil selbst geführt und zum Teil vom LWL-Medienzentrum gestellt wurden.",4 SAB 1395,1,23 S.,1945,1946,123,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Videodokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Coesfeld, Alexander S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 134,„Die Führungsposition ist eher was für Männer“. Krise als Katalysator der Emanzipation? Die Entwicklung und Wandlung festgefügter Rollenbilder am Beispiel von Frau-enschicksalen im Zweiten Weltkrieg,"Die Verf. untersucht im Rahmen der Arbeit verschiedene Rollenbilder von der Zeit der Weimarer Republik bis in die Nachkriegszeit. Dies tut sie zwar nicht systematisch, wirft aber auf einzelne Aspekte Schlaglichter, wie z.B. Rollenbilder in der Werbung oder auch der Umgang mit den Traumata sexueller Gewalterfahrungen während der Kriegs- und Nachkriegszeit. Dies tut sie auf Grundlage äußerst umfangreicher und zahlreicher Archivalien mit Lokalbezug und Interviews, wodurch individuelle historische Schlüsse gezogen werden, die sie in einen größeren Kontext einzubetten versucht. Außerdem ist anzumerken, dass das Projekt eine sehr persönliche Note erhält, da die Verf. immer wieder bspw. ihr Erstaunen angesichts bestimmter Entdeckungen oder Informationen in den Text einflechtet. Es gibt weiterhin einen sehr umfangreichen Arbeitsbericht, der die Nachforschungen der Verf. nachvollziehbar macht. Schließlich kommt sie zu dem Schluss, dass die Nachkriegszeit in der Tat der titelgebende Katalysator für eine kurzzeitige Emanzipation war.",4 SAB 1429,1,49 S.,1919,1960,145,20,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",, Theresa G.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 137,„Domine serva nos perimus“ – Auf den Spuren der Familie Merté ab dem 16. Jahrhundert,"Durch die eigene Familiengeschichte inspiriert und aufgrund von fehlendem Wissen darüber motiviert, beschäftigt sich der Verf. in seinem Beitrag mit der Geschichte seiner Familie Merté. Zudem beschäftigt er sich auch mit der Geschichte der Hugenotten, da ihm in familiären Kreisen immer gesagt wurde, dass die Familie von diesen abstamme. Um ein Verständnis für die spätere genealogische Analyse zu schaffen, beschreibt der Verf. zuerst recht detailliert die Geschichte der Hugenotten und deren Flucht aus Frankreich in die verschiedenen Nachbarländer, u.a. auch Deutschland. Die Bezeichnung Hugenotten dient hier als gebräuchlicher Begriff für die Protestanten im vorrevolutionären Frankreich, später jedoch auch für andere verschiedene protestantische Bewegungen. Durch immer wiederkehrende Konflikte mit den stark vom Katholizismus geprägten französischen Adels- und Herrscherhäusern entbrannten immer wieder militärische Auseinandersetzungen, die das Land gespalten und in schwere Krisen gestürzt haben. Zudem sahen französische Könige im Katholizismus eine Bekräftigung ihres Standes und sahen diese durch die aufkeimenden Reaktionäre wanken. Unter den Bestrebungen Ludwigs XIV. den katholischen Glauben und die absolutistische Monarchie wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen, litten die Hugenotten so stark, dass sie zum großen Teil aus Frankreich fliehen mussten. Nach der historischen Abhandlung widmet sich der Verf. seiner Familiengeschichte. Über verschiedene Dokumente aus Privatbesitz konnte der Verf. die Wurzeln der Eltern seines Urgroßvaters in Offenbach ausfindig machen. In den dortigen Aufzeichnungen findet der Autor weitere Vorfahren. Er beschreibt den Wechsel seiner Ahnen von der deutsch-reformierten Gemeinde in die französisch-reformierte Gemeinde und die veränderte Schreibweise des Nachnamens „Merte“ zu „Merté“ in den unterschiedlichen Gemeindeaufzeichnungen. Aus diesen Fakten und der Tatsache, dass es schon vor dem Eintreffen der ersten französischen Flüchtlinge Eintragungen über die Familie gab, schließt der Verf. das die Annahme französischen Ursprungs der Familie Merté falsch und lediglich das Ergebnis einer Frankophilie sei.",4 SAB 1418,1,50 S.,1500,2019,61,20,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",Offenbach, Jean-Benoît M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 143,„Eine Freundschaft im Krisenjahr 1923 in Münster…“,"In ihrem Hörbuch setzen sich die beiden Autoren mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise und der anschließenden Inflation in der Weimarer Republik auseinander. Anhand der im Vordergrund stehenden fiktiven Geschichte versuchen die beiden Verf. die tatsächlichen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen in Münster und dem Ruhrgebiet greifbar zu machen. Für diese Darstellung werden den beiden Protagonisten Erhard, der Sohn eines wohlhabenden Bankmitarbeiters ist, und Albert, der aus ärmlichen Verhältnissen stammt, eine Stimme verliehen. Da sich die beiden Protagonisten im Laufe der Geschichte anfreunden, wird ein literarisches Spannungsfeld aufgebaut, welches die Unterschiede und Probleme zwischen den Bevölkerungsschichten darstellt. Es wird zudem verdeutlicht, dass die Inflation allen schadet und sogar in Form der Ruhrgebietsbesetzung zum internationalen Konflikt wird, welcher auch in einem Handlungsstrang beschrieben wird. Anschaulich vervollständigt wird das Hörbuch durch ein informatives Begleitheft, welches Hintergrundinformationen durch Texte und Bilder liefert, sowie eine Personenübersicht und ein Skript zum Mitlesen.",4 SAB 1520,0,36 S.,1923,1923,302,20,"Audiobeitrag, Hörspiel, Textbeitrag","Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Len V., Matthias P.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 149,„Es war ein berechtigter und notwendiger Aufbruch!“ – Die Studentenbewegung der Jahre 1967-1969,"Die beiden Schüler der 11. Jahrgangsstufe beschäftigen sich in ihrer Arbeit mit der Studentenbewegung der ausgehenden 60er Jahre in Münster. Dabei strukturieren sie ihre Analyse streng nach dem Motto des diesjährigen Geschichtswettbewerbs: Krise, Umbruch, Aufbruch. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es zudem ein kurzes Fazit. So untersuchen sie in einem ersten Kapitel „die Krise“ nach den Auslösern der studentischen Bewegung. Diese sehen sie unter anderem in der Entstehung und Verwirklichung des Vietnamkrieges, aber auch in den stark kritisierten Notstandsgesetzen der BRD und in einem Fehlen von studentischer Mitbestimmung an den Universitäten. Als Auftaktbewegungen „des Umbruchs“ beschreiben die beiden Schüler vor allem die studentischen Proteste gegen den iranischen Schah und die Tötung des Studenten Benno Ohnesorg im Jahr 1967, welche, lauf Verf., starke Anteilnahme in Münster ausgelöst habe. So stellen die Autoren die rege Teilnahme und Initiierung von Protesten in Münster in den Mittelpunkt. Eine der bekannteren ist hierbei der Protest gegen einen als reaktionär geltenden Professor, welcher als Kandidat für das Amt des Münsteraner Universitätsdekans galt. Als Ergebnis bzw. „Umbruch“ fassen die beiden Schüler u.a. die veränderten Hochschulgesetze auf, die dem akademischen Mittelbau mehr Mitbestimmung garantieren sollten. Des Weiteren sehen die Verf. viele gesellschaftliche Reformen der 68er-Bewegung im Fahrwasser der Studentenproteste, wie z.B. eine deutlichere Emanzipation von Frauen und eine ökologischere Umweltpolitik. Gestützt werden viele Aussagen, vor allem in der regionalen Auseinandersetzung mit den Studentenprotesten, von umfassenden Zeitzeug*inneninterviews.",4 SAB 1473,0,65 S.,1960,1970,123,20,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",WWU Münster," Jakob R., Moritz K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 150,"„Für mich war das alles ein Abenteuer“ – Krise, Umbruch und Aufbruch. Die Flüchtlingsgeschichte meines Opas Erwin Tietz aus Ostpreußen (1944-1953)","Ella Hülsmann hat eine Novelle mit dem Titel „Für mich war das alles ein Abenteuer“ im Rahmen des Geschichtswettbewerbs verfasst und beschäftigt sich in ihr mit der Flucht ihres Großvaters aus Ostpreußen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Protagonist Erwin Tietz lebte mit seiner Familie in dem Dorf Damerau im damaligen Ostpreußen und flüchtet über mehrere Jahre und Orte hinweg nach Dortmund. Der Inhalt des Textes basiert auf den Schilderungen des Großvaters, die die Verf. in einem Zeitzeug*inneninterview mit diesem erarbeitet hat, welches 15 Seiten des Arbeitsumfangs ausmacht. Die kreative Auseinandersetzung mit der Flüchtlingssituation, basierend auf historisch korrekten Gegebenheiten, barg einige Schwierigkeiten, da die Verf. immer wieder Differenzen zwischen den tatsächlichen Ereignissen und den Erinnerungen des Großvaters festgestellt hat, was nach eigener Aussage eine Herausforderung war. Besonders arbeitet die Verf. heraus, dass die Flucht aus Ostpreußen von den Beteiligten sehr verschieden wahrgenommen wurde. Auch treten die Probleme von Umsiedlung und Integration in der Novelle stark hervor.",4 SAB 1389,1,50 S.,1944,1953,58,20,"Novelle, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Dortmund, Ostpreußen", Ella H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 152,„Generation 0“ – Wie prägte das Leben zwischen zwei Weltkriegen eine ganze Generation?,"Mit dem selbstgeschaffenen Terminus der „Generation 0“ argumentiert die Verf. in ihrem Beitrag für eine gewisse Neueinteilung der Generationsklassifizierung. Für das Modell der Einteilung von Menschen in Generationen werden bestimmte Kategorien zu Rate gezogen, da es sonst schwerfällt, verschiedene Individuen als Generation zusammenzufassen. Im Mittelpunkt einer jeden Generation steht demnach ein prägendes Ereignis, welches ebenfalls in Korrelation zu bestimmten Merkmalen, Besonderheiten und Verhaltensmustern der zu untersuchenden Altersgruppe steht. Der Zeitraum für eine Generation ist auf ca. 30 Jahre festgelegt. Die Inspiration für eine nähergehende Beschäftigung mit diesem Thema erhielt die Verf. durch die Memoiren ihres Großvaters, der beide Weltkriege durchlebte und somit nicht wirklich in das Generationenschema passe, da hier z.B. zwei überaus prägende Ereignisse durchlebt wurden. Anhand der Aufzeichnungen ihres Großvaters untersucht die Verf. dessen Biografie in den Kategorien: Prägung/Einflüsse, Bildung/angestrebte Ziele, Charakter/Grundhaltung, Werte und Kommunikation/Medien. Nach einem Fazit zugunsten einer Neueinteilung vergleicht die Verf. die sog, „Generation 0“ mit der aktuellen „Generation Z“, welche die Menschen, die ab dem Jahr 1995 geboren sind, zusammenfasst. Abschließend hält die Verf. jedoch auch fest, dass all ihre Untersuchungen in Form der anekdotischen Evidenz nicht flächendeckend seien und man für eine fundiertere Argumentation der Neuklassifizierung mehr über Menschen wie ihren Großvater in Erfahrung bringen müsse.",4 SAB 1491,1,38 S.,1893,2019,341,20,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente",, Mia S.,Marienschule 156,"„Haltet aus im Sturmgebraus“? – Die Bewohner Münsters im Spannungsfeld von Euphorie, Not und Protestbewegungen","Mit dem Titel „Haltet aus im Sturmgebraus“ bezieht sich die Verf. auf den Refrain des Soldatenliedes „O Deutschland hoch in Ehren“, welches zur Zeit des Ersten Weltkrieges, später aber auch in der Weimarer Republik und zur Zeit des Nationalsozialismus populär war. Es sollte das Durchhaltevermögen und den Zusammenhalt in der Bevölkerung stärken. Mit ihrer Arbeit möchte die Verf. am Beispiel Münsters auf eben jenes Vermögen hinweisen und aufklären, welches die Menschen zur Zeit des Erstens Weltkriegs entwickelt haben, um sich in jeglichen, teils sehr verschiedenen, Kriegssituationen zu behaupten. So wird die anfängliche Kriegseuphorie beschrieben, welche sich aber vor allem durch die schlechte Versorgung durch Lebensmittelversorgung nicht lange aufrechterhält. Weiterhin wird exemplarisch anhand von Institutionen wie der Kirche und Personen wie dem damaligen Bürgermeister oder einem getöteten Demonstranten gezeigt, wie Machtkämpfe ausgetragen wurden und wie sich das Volk darunter verhielt und infolgedessen litt. In einem zweiten Teil nähert sich die Verf. der Krise mit einem Theaterstück in einem kreativen Rahmen. Die Protagonisten des Stückes, die teilweise abstrakt an reale Personen angelehnt und teilweise fiktiv sind, stellen unterschiedliche Menschen mit verschieden Ängsten und Hoffnungen zu Anfang und Ende des Krieges dar.",4 SAB 1519,1,39 S.,1914,1919,341,20,"Textbeitrag, Theaterstück","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Franziska M.,Marienschule 157,„Hans war eher so ein Mitläufer“ – Umgang mit der NS-Vergangenheit in der eigenen Familiengeschichte,"Da die Vergangenheit eines Familienmitgliedes in der SS lange nicht erwähnt oder besprochen wurde, hat die Schülerin beschlossen, diese Tatsache in ihrem Wettbewerbsbeitrag zu thematisieren. Im Vordergrund steht dabei speziell der familiäre Umgang mit unangenehmen Themen, wie in diesem Fall die Taten des Angehörigen in der NS-Diktatur. Bei der Analyse stützt sich die Autorin auf verschiedene fachliterarische Werke. Dabei stellt sie heraus, dass die Erinnerung einem stetigen Wandel und „Überschreibung“ unterläge, wenn man sich mit ihr beschäftige. So werde das NS-Regime oft in der Familienerinnerung zu einem Zwangssystem stilisiert, in dem man keine Wahl gehabt habe, sich dagegen zu wehren. Des Weiteren werde laut Verf. eine Auseinandersetzung immer schwieriger, wenn es nach und nach keine Zeitzeug*innen mehr gebe. Diesem Problem sieht die Schülerin sich auch gegenübergestellt, da über das thematisierte Familienmitglied kaum gesprochen wurde und nur wenige Dokumente erhalten sind. Mithilfe von einigen Privatdokumenten und Interviews mit anderen Angehörigen gelingt es ihr, grob einen Lebenslauf zu rekonstruieren. Als interessante Tatsache stellt die Verf. heraus, dass immer wieder das Wort Mitläufer gefallen sei, welches dem verstorbenen Familienmitglied eine passivere Rolle im NS-Regime attestieren sollte. Dies sieht die Schülerin kritisch. Knapp die Hälfte der vierzigseitigen Arbeit besteht aus einem reichhaltigen Anhang mit sämtlichen erwähnten Bildern und Dokumenten.",4 SAB 1466,1,40 S.,1919,2019,335,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Lena H.,Friedensschule 163,„Homos raus aus den Löchern“ – Darstellung und Wandel von Homosexualität in der Öffentlichkeit in den 1970er bis 1990er Jahren in Münster,"In der vorliegenden Arbeit reflektiert der Verf. die Wahrnehmung und den Wandel von homosexueller Emanzipation im Münster der 70er bis 90er Jahre. Die Stadt Münster stellt für diesen dabei ein interessantes und teilweise ambivalentes Beispiel dar, da sie zum einen die katholisch-konservative Bistumsstadt und zum anderen die liberale Universitätsstadt widerspiegele. Nach einem Überblick der Lage für homosexuelle Menschen seit der Gründung des deutschen Kaiserreiches, welcher mit der rechtlichen Legitimierung gleichgeschlechtlicher Lebensformen im Jahr 1969 endet, befasst sich der Schüler mit der Entwicklung der Schwulenbewegung in Münster anhand von Initiativen und Aktionsgruppen, wie z.B. der Studentischen Aktionsgruppe Homosexualität – HSM Münster, der Homosexuellen Initiative Münster und dem Schwulenreferat des AStA. Im Fokus dieser Vereinigungen stand vor allem der Kontakt untereinander aber auch eine lebendige Öffentlichkeitsarbeit, wodurch u.a. im Jahr 1972 die erste Demonstration von schwulen und lesbischen Menschen in der BRD hervorging. Daraus ergibt sich auch eine weitere Analyse von Homosexualität in der Öffentlichkeit, welche in Münster als eine Art Subkultur startet und durch die öffentliche Arbeit der homosexuellen Organisationen an öffentlichem Interesse gewann. Jedoch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit großen meinungsbildenden Medien oft als schwierig, da ein großflächiges Interesse nach wie vor fehlte und größere Aktionen, wie Plakatierungen oder Film- und Theatervorstellungen, stets aus homosexuellen Bewegungen hervorgingen. In einer abschließenden Reflexion thematisiert der Verf. noch die Reaktionen von Medien und Politik auf die homosexuelle Emanzipierung sowie den Umgang mit schwulen und lesbischen Menschen von einer Gesellschaft, die sich bei dieser Thematik nur sehr langsam gewandelt hat.",4 SAB 1435,1,47 S.,1969,2000,335,20,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Fred B.,Friedensschule 166,"„Ich hätte vorher gerne gewusst, was aus mir wird.“ Eine verbotene Freundschaft in Zeiten des NS-Terrors zwischen Hoffnung und Vernichtung: Die Judenverfolgung im Spiegel des Briefwechsels zwischen dem jüdischen Pharmakologen Hermann Freund und seinem Schüler Willy König","Die Schülerin widmet sich in ihren Beitrag einem Briefwechsel zwischen einem jüdischen Pharmakologen und seinem Freund und Schüler in der NS-Diktatur und versucht anhand dieser Korrespondenz den sukzessiven Anstieg des Antisemitismus vieler deutscher Bürger gegenüber den jüdischen Mitmenschen zu verdeutlichen. Methodisch erörtert die Verf. dabei fünf Zeitabschnitte des aufkeimenden Regimes („Vor 1932“, „Kauft nicht bei Juden“, „1933-1935“, „Die Nürnberger Rassegesetze“, „Die Pogromnacht 1938“, „Nach der Pogromnacht“), indem sie zuerst einen historischen Kontext liefert, diesen mit den Briefen abgleicht und infolgedessen Schlüsse zwischen faktischen Ereignissen und der Sicht Freunds zieht. Die Verf. schildert dabei anschaulich die politische Fehleinschätzung des Pharmakologen in Hinblick auf antisemitische Politik der Nationalsozialisten. Freund sympathisiert sogar lange mit den Ansichten der Faschisten. Im Verlauf der Geschichte wandelt sich das Bild des Mediziners zuerst langsam, dann drastisch, bis er 1939 in die Niederlande fliehen muss. Freund stirbt 1944 im Konzentrationslager von Auschwitz.",4 SAB 1422,1,41 S.,1933,1944,59,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",Auschwitz / Auschwitz-Birkenau, Jule S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 167,„Ich jedenfalls hatte abgeschlossen mit dem Leben“. Mein Urgroßvater als deutscher Soldat in polnischer Kriegsgefangenschaft,"Die Arbeit behandelt die Geschichte des Urgroßvaters der Verf., der nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Gefangenschaft geriet, wirft aber auch Licht auf die zurückgelassene Familie in Deutschland und die Rückkehr aus der Gefangenschaft. Die Arbeit stützt sich dabei auf ein laut dem Beitrag aufwendig aufbereitetes Privatarchiv der Familie, die sämtliche Dokumente z.B. haben abtippen lassen. Diese bilden die zentrale Grundlage für das Projekt, dementsprechend finden sich auch einige lange Zitate und Passagen aus den Dokumenten. Damit bewegt sich die Arbeit in weiten Teilen sehr nahe am Quellenmaterial. Dem stellt die Verf. außerdem eine kritische Reflexion der Aussagekraft der Quellen voran, die sich jedoch auch in anderen Teilen der Arbeit wiederfindet. Viele schriftliche Hinterlassenschaften ihres Großvaters bezeichnet die Verf. als klar antisemitisch, rassistisch und fest an der NS-Ideologie orientiert, ordnet diese Aussagen jedoch historisch ein. Des Weiteren sind dem Projekt viele Fotografien und Kopien von Originaldokumenten aus dem Privatarchiv der Familie angefügt, die einen nicht unerheblichen Teil des Textes ausmachen.",4 SAB 1457,1,43 S.,1902,1982,59,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Line B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 172,"„Ilsabe, machen sie so schnell wie möglich, dass sie aus Münster fortkommen, sonst wird man sie eines Tages zwangsweise entfernen“ – „Rassenschande“, Reinheitsideolo-gie und radikale Verfolgung: Das Schicksal der aufstrebenden Schauspielerin Ilsabe Berend vor dem Hintergrund unangepasster und mutiger Liebe in Zeiten nationalsozia-listischer Unterdrückung","Im Rahmen des Geschichtswettbewerbs befasst sich die Verf. mit der Biografie der Schauspielerin Ilsabe Berend in der Zeit des Nationalsozialismus. In dem Werk werden zum einen die Schikanen, denen sich die damalige jüdische Glaubensgemeinschaft ausgesetzt sah, thematisiert und zum anderen die drastischen Maßnahmen und Anstrengungen, welche von den Betroffenen auf sich genommen wurden, um sich der Willkür der Nationalsozialisten zu entziehen. Ilsabe Berend war eine deutsche Schauspielerin in Münster in den 1930er Jahren. Durch ihre Beziehung zu dem jüdischen Dr. Fritz Berend, welcher auch am Theater arbeitete, sah sich die Schauspielerin zunehmend im Visier der antisemitischen Verfolgungsapparate. Nachdem Fritz Berend aufgrund seines Glaubens keine Anstellungen mehr fand und die geheime Staatspolizei sich nach diesem erkundigte, floh er zuerst nach Berlin und von dort aus über Italien schließlich nach England. Ilsabe Berend erging es durch die Beziehung nicht besser, bis sie letztendlich auch nach Italien und England floh. Die Verf. nimmt die Geschichte auf und verarbeitet diese nach einer sachlichen Einführung in einer Novelle. Der Prosatext orientiert sich hierbei an den tatsächlichen Gegebenheiten, welche allerdings mit fiktionalen Mitteln ausgeschmückt wurden, um die Geschichte anschaulicher zu machen. Maßgebend dienten hier die Entschädigungsakten Ilsabe Berends als Grundlage. Diese Akten stammten aus dem Prozess, in dem Ilsabe Berend selbst versucht hat Entschädigungszahlungen für die Gräuel des Naziregimes zu erhalten.",4 SAB 1423,1,40 S.,1932,1957,59,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Moriah P.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 176,"„In Russland ein Deutscher, in Deutschland ein Russe“ – Deportation- und Migrationsgeschichte der Familie Ott","In der Arbeit des Schülers wird die Geschichte der sog. Russlanddeutschen thematisiert. Aufgrund der Herkunft des Vaters aus Kasachstan hat der Autor den Wunsch gehabt, sich mit seiner eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Als Russlanddeutsche bezeichnet man die Nachfahren von Bürgern, die zuerst auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands gelebt haben, dann aber aufgrund eines Einladungsmanifestes von Katharina der Großen im Jahr 1763 nach Russland gekommen sind. Die ehemalige Zarin hatte mit großen Ländereien für die Agrarwirtschaft geworben, um deutsche Bauern in Russland anzusiedeln, da diese wesentlich fortschrittlicher waren. Die Zarin hoffte dadurch auf eine bessere Wirtschaftslage. Viele Russlanddeutsche lebten am Ostufer der Wolga. Dabei legt er den Schwerpunkt der Arbeit zum einen auf die Entkulakisierung in den Jahren zwischen 1929-1933. Die Entkulakisierung war eine Repressionsmaßname Joseph Stalins, welche unter dem Vorwand des Kommunismus darauf ausgelegt war, dass wohlhabende Bauern (Kulaken) enteignet und deportiert wurden. Diese Maßnahme traf unter anderem die Großmutter des Verf. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Deportation von Russlanddeutschen aus den Wolgagebieten u.a. nach Kasachstan, da sich die Meinung über Russlanddeutsche mit dem deutschen Angriff auf die UdSSR erheblich zum Negativen änderte. Ein letzter Schwerpunkt ist die Emigration der Familie Ott aus Kasachstan nach Deutschland im Jahr 1990. Es gab mehrere Gründe für eine Flucht aus Kasachstan. Es sticht jedoch der Punkt heraus, dass in Kasachstan nationalistische Tendenzen nach dem Ende der Sowjetunion aufkamen, die den Russlanddeutschen gegenüber feindlich waren.",4 SAB 1400,1,27 S.,1929,1990,278,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Kasachstan, Daniel O.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 181,"„Jede Komposition spiegelt die politischen und sozialen Umstände wider“ – Musikalische Umbrüche als Ausdruck politischer und gesellschaftlicher Verhältnisse, Mentalitäten und Machtstrukturen vom Mittelalter bis zum Barock am Beispiel Münsters und Westfalens","In ihrem Werk thematisiert die Verf. die Relation zwischen der Musik des Mittelalters bzw. des Barocks und den historischen Entwicklungen im Münsterland. Auch soll die Entwicklung von einer hauptsächlich sakral dominierten Musikausrichtung hin zu einer weltlichen Ebene herausgestellt und nachgezeichnet werden. In dem Bau des Klosters Monasterium im Jahr 793 n. Chr. sieht die Verf. den Anfang für eine belegbare Auseinandersetzung mit Musik im Raum Münster. Zudem sieht die Schülerin in der mittelalterlichen Kirchenmusik den Ausgangspunkt für jegliche spätere Ausrichtung. Des Weiteren wird auch das Verhältnis der Kirche zu außerkirchlichen Musikrichtungen dargestellt. Anschließend beschäftigt sich die Verf. mit dem Erstarken der Stadt Münster und einer emanzipierten zivilen Bürgerschaft, in der das Musizieren außerhalb der Kirche gesellschaftsfähig wurde. Als historische Eckpunkte, die sowohl das sakrale als auch zivile Musikgeschehen stark beeinflusst haben, werden die Reformation, das Täuferreich und der Westfälische Frieden genannt. Zuletzt folgt eine Darstellung mittelalterlicher Instrumente und nach einem Fazit auch ein Ausblick auf die Renais-sancemusik der Gegenwart und deren Zukunft.",4 SAB 1490,1,33 S.,500,1700,59,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen","St.-Paulus-Dom, Münster", Magdalena B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 182,„Keep her where she belongs!“ Frauenbildungsreform in Deutschland 1889-1918 (Briefe einer fiktiven Person),"Die Arbeit behandelt das Thema der Emanzipation der Frauen mit besonderem Fokus auf Bildungsreformen. Die Arbeit verfolgt weiterhin einen kreativen Ansatz, indem die Verf. ihre Erkenntnisse in Form von Briefen der fiktiven Luise präsentieren, die sich mit ihren Gedanken und Gefühlen an ihre Schwester wendet. Die Briefe sind zwischen 1889 und 1918 datiert. In ihnen werden verschiedene Aspekte der Bildungsreformen thematisiert. Die Erzählungen münden in der Möglichkeit für die Nichte von Luises Ehemann, nachdem sie 1915 als eine der ersten in Münster Abitur macht, die Universität zu besuchen. Jedoch thematisiert der Brief auch die ungleiche Behandlung von Studentinnen an Universitäten. In ihrem Fazit resümieren die Verf. die verschiedenen Argumentationsmuster gegen Bildungsmöglichkeiten für Frauen und betonen die enormen Unterschiede zu ihrer aktuellen Situation. Im Literaturverzeichnis wird jeweils pro Brief deutlich gemacht, auf welche Quellen sich dieser stützt. Eine dieser Quellen ist eine Experteninterview mit Dr. Bernd Weber, der auch eines der verwendeten Bücher verfasste.",4 SAB 1427,0,22 S.,1889,1918,136,20,"Novelle, Textbeitrag","Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Bente N., Lilli-Marie H.",Ratsgymnasium 183,"„Knall katholisch – fängt alles mit k an, katholisch und konservativ“ – Münster 1968: Eine Krise? Wahrnehmungen und Protestbewegungen","Die Verf. setzt sich in ihrem Beitrag im Rahmen eines Podcast kreativ mit dem Thema der 68er-Bewegung und den damit einhergehenden Protesten in Münster auseinander. Anlass für sie war die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus bzw. dessen Überwindung und den Fragen: Wie ist man mit der Krise umgegangen? Hat es die Menschen geprägt, beeinflusst es sie bis heute? Was hat der Aufbruch der autoritären Strukturen durch 1968 dazu beigetragen? Anhand von verschiedenen Protestaktionen, wie z.B. nach dem Anschlag auf Rudi Dutschke oder gegen die Kandidatur eines reaktionären Professors für das Dekanat der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster, versucht die Autorin den Wandel der Stadt Münster aufzuzeigen. Zudem führt sie ein Zeitzeug*innengespräch, um ihre Thesen zu untermauern und der Fragestellung nachzugehen, ob die Jugend damals politischer gewesen sei als heutzutage.",4 SAB 1472,1,7 S.,1950,1960,335,20,"Podcast, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Videodokumente, Zeitzeug*inneninterviews",WWU Münster, Franka A.,Friedensschule 185,"„Lange Haare, kurze Gedanken“ – Die Sicht auf die Studentinnen der Universität Münster","Da sich die Schülerin schon immer dafür interessierte, wie Frauen für ihre Rechte kämpfen und gekämpft haben, war schnell klar, dass sie sich mit dieser Thematik befassen möchte. Die ersten Studentinnen an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster bieten dafür ein gutes Beispiel, da der universitäre Alltag am Anfang des 20. Jahrhunderts im Deutschen Kaiserreich ausschließlich von Männern geprägt wurde. Für dieses Vorhaben skizziert die Verf. zuerst die generelle gesellschaftliche Lage der Frau des ausgehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts. Danach beschreibt die Autorin die Lage in Münster und stellt dabei fest, dass es ab 1905 erstmalig Gasthörerinnen in den Hörsälen gab, die Anträge dafür wurden jedoch fast ausschließlich von deren Vätern oder Ehemännern eingereicht, was gegensätzlich zu den Forderungen nach Emanzipation sei. Auch schildert sie kritische männliche Stimmen, die sich gegen Frauen an den Universitäten äußerten, zum einen biologische und zum anderen charakterliche Schwächen bei Frauen sahen und diese gegen eine liberalere Hochschulpolitik ins Feld führten. Zur Untermauerung der konträren Positionen schildert die Verf. die Reaktionen von Studenten nach der Zulassung von Frauen und eine Rede des ehemaligen Rektors. Abschließend beschreibt die Autorin zudem den weiteren Verlauf des Frauenanteils an der WWU, dies jedoch anhand von Zahlen recht schematisch.",4 SAB 1428,1,23 S.,1890,1920,316,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",WWU Münster, Maja G.,Friedensschule 196,"„Pax sit christiana, universales, perpetua.” War der Westfälische Friede ein Friede für die Ewigkeit?","Nachdem der Beitrag den Dreißigjährigen Krieg als eine Krise verortet, widmet sich die Verf. verschiedenen Fragestellungen, nachdem zunächst der Prager Fenstersturz als Anlass beschrieben und der Krieg als vielmehr eine Ansammlung von mehreren Kriegen beschrieben wird. Nach einer weiteren Beschreibung des Verlaufs wird der Krieg als Glaubenskrieg beleuchtet und dessen Folgen insbesondere für die Zivilbevölkerung beschrieben. In den nächsten zwei Kapiteln stehen die Friedensverhandlungen und die Frage nach deren Erfolg im Mittelpunkt. Letzteres beantwortet der Text insofern, als zwar viele positive Aspekte wie die Loslösung der Konfessionen von Territorien genannt werden, aber auch weiter schwelende Konflikte, die später ausbrechen sollten, genannt werden. Im Fazit beantwortet die Verf. gestützt auf drei Expert*inneninterviews, die sich transkribiert im umfangreichen Anhang befinden, die Frage, ob der Westfälische Friede ein Vorbild zur Konfliktlösung sei. Die Antwort der Verf. darauf lautet, dass er zwar viel bewirkt habe, aber nicht die gesamte Krise lösen konnte.",4 SAB 1505,1,26 S.,1618,1648,28,20,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",, Katharina A.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 197,"„Pest ist gifftige bekliebende seuche, welche dem hertzen sunderlich zusetzet unnd viel menschen zugleich in der eyle hinweg nimpt.“ Menschliche Reaktionen im Angesicht der Krise zwischen Resignation und Zivilcourage am Beispiel der Pestwelle in Münster während des 17. Jahrhunderts","Die beiden Verf. schreiben eine Novelle über einen Familienvater in Münster, der zunächst den Verlust seiner eigenen Tochter an die Pest betrauern muss und schließlich auch den des Mädchens Agnes, die er ebenfalls an die Pest verliert. Dabei werden seine Trauer und die Versuche, mit denen er diese verarbeiten will, in den Vordergrund gestellt. In den Text fließen dabei immer wieder Auszüge aus zeitgenössischen Edikten ein, die entsprechenden Quellen entnommen wurden. Durch den sehr umfangreichen Arbeitsbericht ist außerdem der Findungs- und Arbeitsprozess gut nachvollziehbar.",4 SAB 1496,0,43 S.,1600,1700,59,20,"Novelle, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Mareike B., Maren R.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 203,„Und plötzlich war alles anders“ – Die Geschichte der Flucht meiner Großmutter Ingeborg von Landwüst im 2. Weltkrieg,"In der vorliegenden Arbeit behandelt die Verf. die Flucht ihrer Großmutter im Verlauf des Zweiten Weltkriegs. Als Besonderheit hebt sie dabei den Adelsstatus ihrer Großmutter hervor. Grundlage der Arbeit bilden ein Bericht der Großmutter sowie ein Zeitzeug*inneninterview mit ihr. Beides findet sich verschriftlicht sich im Anhang. Die Arbeit teilt sich dabei in vier Kapitel. In den ersten beiden werden die Person der Großmutter und der Beginn der Flucht beschrieben, wohingegen sich das dritte Kapitel ausschließlich um die Flucht kümmert und den größten Teil der Arbeit einnimmt. Das letzte setzt sich mit dem Neuanfang nach dem Krieg auseinander. In einer abschließenden Auswertung ordnet die Verf. die Geschichte ihrer Großmutter den Begriffen Krise, Umbruch, Aufbruch zu und reflektiert den Lernprozess im Rahmen der Arbeit. Dem schließt sich ein ausführlicher Arbeitsbericht an.",4 SAB 1393,1,17 S.,1945,1954,80,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Luisa S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 205,"„Unter allen deutschen Stämmen hatten die Sudetendeutschen mit das schlimmste Schicksal zu erdulden.” (Alois Stöhr) Lebenserinnerungen an Krisenzeiten zwischen Annexion, Krieg und Vertreibung","Die Grundlage der Arbeit bilden die Tagebücher des Großvaters einer der Verf., Alois Stöhr, der als Sudetendeutscher sein Schicksal vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg schildert. An diesem Fallbeispiel sollen laut den Verf. die sich wechselseitig bedingenden Dynamiken von Krisen untersuchen werden. Die Arbeit beginnt mit einer biographischen Beschreibung der untersuchten Person, um sich jedoch schnell den drei großen Krisen zuzuwenden: der Besetzung des Sudentenlands, dem Zweiten Weltkrieg, innerhalb dessen Stöhr als Soldat an der Front war, und der Vertreibung nach Ende des Krieges. Besonders bei der Behandlung des Zweiten Weltkriegs werden die verschiedenen Subkrisen analysiert und ihr Zusammenfallen zur großen Krise ‚Zweiter Weltkrieg‘. Dem schließt sich außerdem eine Betrachtung der verschiedenen körperlichen und psychischen Folgeerscheinungen an, woraufhin die gewonnenen Erkenntnisse in Bezug auf das Verhalten von Soldaten in Krisenzeiten abstrahiert werden. Die Vertreibung wird im Stil eines Ausblicks behandelt.",4 SAB 1399,0,41 S.,1930,1946,59,20,Textbeitrag,"Audiodokumente, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",Sudetenland," Amelie S., Stella S.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 217,„Wir fühlten uns wie auf einem Sklavenmarkt.“ Auswirkungen der Flüchtlingskrisen 1945 und 2015 in Münster im Spannungsfeld politischer Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Perspektiven,"Die Verf. unternimmt in der vorliegenden Arbeit den Versuch, die sog. Flüchtlingskrisen der Nachkriegszeit und 2015 miteinander zu vergleichen. Für die Situation nach dem Zweiten Weltkrieg analysiert sie in diesem Sinne verschiedene Archivalien, darunter Tagebucheinträge und Zeitungsartikel, um ein Bild der Ausgangssituation, der Maßnahmen und der Problemlagen zu zeichnen. Für die Zeit um 2015 stellt sie wiederum vier verschiedene Perspektiven dar: die Sicht von zwei Geflüchteten und zwei Münsteraner*innen. Die Darstellung erfolgt auf Grundlage von verschiedenen Artikeln der Westfälischen Nachrichten. Dem schließt sich außerdem ein Bericht über die eigenen Erfahrungen der Verf. an. Als Gemeinsamkeiten stellt sie vor allem die Unvorbereitetheit der Stadt und den Fluchtgrund des Krieges bzw. der Gewalt heraus. Als Unterschiede sieht sie u.a. den Zustand der Stadt, die 1945 fast vollkommen zerstört war, und die Herkunft der Geflüchteten.",4 SAB 1387,1,38 S.,1945,2015,59,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Anna O.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 219,"„Wir lassen uns das nicht mehr gefallen“ – Pro Familia, Schwangerschaftsberatung und der gesellschaftliche Wandel in Münster in den 1970er und 80er Jahren","In dem knapp 50 Seiten starken Beitrag beschäftigen die beiden Schülerinnen sich intensiv mit dem Diskurs der „Pro Familia“-Einrichtung, der in den 1970er und 1980er Jahren eine große öffentliche Debatte in Münster auslöste. Der Grund für diese Auseinandersetzung lag in der erstmals kirchlich unabhängigen Familien- und Schwangerschaftsberatung von Pro Familia und der staatlichen Finanzierung dieser Vorgehensweise. Die liberale Ausrichtung von Pro Familia beinhaltete Positionen, die konservative Kräfte in Münster wie z.B. die katholische Kirche oder die Christlich-Demokratische-Union auf den Plan riefen. Zu diesen Positionen gehörte u. a. die Selbstbestimmung des Menschen in sexueller Hinsicht. Damit verbunden war stets eine umfangreiche Aufklärung über Verhütung und Schwangerschaftsabbruch sowie eine Bejahung von Homosexualität und eine Sexualpädagogik, die nicht nur der Fortpflanzung diente, sondern einem ungezwungenen Ausleben von menschlichen Bedürfnissen. In der Familienberatung arbeitete die Organisation nach dem Leitgedanken, dass jedes Kind das Recht habe, erwünscht zu sein. In diesem Prozess werden vor allem schwangere Frauen aber auch Paare in einer rationalen Entscheidungsfindung unterstützt, egal ob diese sich für oder gegen ein Kind entscheiden sollten. Nach der Darstellung von Grundprinzipien der Einrichtung wird der Diskurs aus verschiedenen Richtungen beleuchtet, indem die Verf. Argumente von etablierten Parteien und evangelischer bzw. katholischer Kirche anführen. Des Weiteren werden aber auch innere Konflikte konkretisiert.",4 SAB 1476,0,49 S.,1970,1989,61,20,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Antonia S., Corinna K.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 220,„Wir machten einen Spaziergang durch das schöne Frankreich.“ Die Glorifizierung der Krise in der Retrospektive: Kriegserinnerungen eines Soldaten an den Deutsch-Französischen Krieg im Kontext des ausgehenden 19. Jahrhunderts,"Der Verf. widmet sich in seiner Arbeit den Erinnerungen seines Vorfahren Matthias Zeigan, der im Deutsch-Französischen Krieg als Soldat zum Einsatz kam. Als Quelle dafür dient ein Buch, in dem dieser seine Erinnerungen im Alter veröffentlichte. Zunächst rekonstruiert die Arbeit das Leben Zeigans anhand diverser Archivalien wie Sterbe- und Heiratsurkunden. Anschließend werden die Erinnerungen analysiert und dabei die Topoi des Ehrbegriffs, des französischen Erbfeindmythos, des Patriotismus, die eigene Überhöhung sowie die Idealisierung und Romantisierung des Krieges diskutiert. Die Ergebnisse werden anschließend in den historischen Kontext eingebettet. So werden bspw. Verknüpfungen zwischen dem Nationalismus Zeigans und den Sedanfeiern als Symbol der diesbezüglichen deutschen Erinnerungskultur analysiert. Nachdem die sozialen und wirtschaftlichen Folgen des Krieges diskutiert werden, wird nochmals die Bedeutung des Patriotismus, des Erbfeindmythos und des Militarismus diskutiert, um schließlich auch die zeitgenössische Wahrnehmung des Krieges zu besprechen. Als Fazit beschreibt der Verf. die Erinnerungen Zeigans einerseits als typisch und symbolhaft für die Zeit, hebt jedoch auch die durch fortschreitende Krankheit gezeichneten Entstehungsumstände hervor, aus denen sich der Wunsch nach Vermächtnis und Selbstdarstellung ergebe. Die Erinnerungen Zeigans finden sich transkribiert im Anhang.",4 SAB 1513,1,53 S.,1845,1898,59,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Jonas R.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 222,"„Wir sind die ersten Schwulen, die auf die Straße gehen. Kommt und diskutiert mit uns über Homosexualität“: Über die Gründung der „Homophilen Studentengruppe Münster“, eine große Vision, sehr unterschiedliche Reaktionen, vielschichtige Facetten des „Umbruchs“ und des „Aufbruchs“ und über eine Premiere in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.","Das Projekt umfasst ein durchaus umfangreiches Theaterstück (32 S.), das sich mit der Gründung der Homophilen Studentengruppe Münster und der ersten Homosexuellendemonstration in Deutschland auseinandersetzt. Sehr bemerkenswert sind die quellennahe Arbeit und der hohe Anteil an Archivalien. Viele Formulierungen innerhalb des Stücks sind Briefen, Akten oder anderen Quellen entnommen und mittels Fußnoten entsprechend gekennzeichnet. Es gibt außerdem ein dem Stück vorausgehendes Kapitel, das sich mit der Darstellung historischer Figuren auseinandersetzt und transparent macht, auf welcher Basis und warum diese entsprechend dargestellt wurden, auch in Bezug auf Aspekte der künstlerischen Umsetzung. Das Theaterstück fokussiert sich dabei auf die beiden Hauptaktivisten, ihre Beziehung und ihren Einsatz und stellt ihren Werdegang von der Idee über erste Treffen und Aktionen bis hin zur ersten Demonstration dar. Dem Theaterstück folgt außerdem eine Einordnung in Bezug auf die Relevanz der Protagonisten und ihrer Organisation für die Homosexuellenbewegung in Deutschland.",4 SAB 1434,0,46 S.,1971,1973,59,20,"Textbeitrag, Theaterstück","Archivalien, Internetquellen",," Amélie P., Pauline R.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 225,(Kein) Aufbruch in der deutschen Justiz? – Eine Rekonstruktion der Münsteraner Prozesse gegen die Täter der Pogromnacht 1938 an ausgewählten Beispielen,"In ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb beschäftigt sich die Autorin mit den Nachkriegsprozessen in Münster zu der Pogromnacht 1938. Diese wurden durch die amerikanische Militärregierung veranlasst und von der Münsteraner Kriminalpolizei bearbeitet. Um die Prozesse anschaulich zu machen, hat die Verf. drei Fälle exemplarisch herausgesucht und näher beschrieben. Als Quellen für die Ausführungen dienten hauptsächlich die Prozessakten der Verhandlungen aus dem Landesarchiv NRW, Abteilung Münster. In der Darstellung der drei Prozesse folgt die Verf. einem ähnlichen Schema, indem sie nach einer kurzen Einleitung zu den Gegebenheiten des jeweiligen Falles Zeugenaussagen gegenüberstellt und diese kritisch kommentiert. Am Ende eines jeden Falls folgt ein kurzes Fazit. Ein Hauptgegenstand der Kritik war unter anderem der Umstand, dass ehemalige Zeitzeugen kaum über diese Periode Deutschlands reden und nicht belastend gegenüber anderen angeblichen Tätern aussagen wollten. Auch wirft die Verf. der deutschen Nachkriegsjustiz mangelnden Elan vor, da die Verfahren teilweise nur aufgrund von amerikanischem Druck durchgeführt worden seien. Insgesamt, so die Schülerin, seien die Prozesse nur ein zurückhaltender Aufbruch gewesen, welcher teilweise nur durch das Engagement von Einzelpersonen initiiert wurde, da sich ein Großteil der Bevölkerung noch in einem Verdrängungsprozess befunden habe.",4 SAB 1464,1,27 S.,1938,1958,59,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Sara B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 226,(Un)Erwünscht? Unbegleitete nicht-deutsche Kinder in Münster am Ende des Zweiten Weltkrieges,"Die Verf. setzt sich in ihrer Arbeit mit unbegleiteten Kindern während des Zweiten Weltkriegs, ihrer Situation im Münster der Nachkriegszeit sowie den anschließenden Adoptionen und Familienzusammenführungen auseinander. Die Arbeit ist inspiriert von den Erfahrungen des Großvaters der Verf. Die zentrale Grundlage der Arbeit jedoch bilden acht Fallakten des International Tracing Service (ITS), die allesamt die Geschichten nicht-deutscher Kinder behandeln, die sich zumindest kurz in Münster aufhielten. Auf Grundlage einer kriteriengeleiteten Analyse versucht die Arbeit, Unterschiede und Gemeinsamkeiten aus den verschiedenen Akten zu erarbeiten. Die Kriterien ordnet sie den Themen des Wettbewerbs zu (Krise, Umbruch, Aufbruch) und bettet ihre Überlegungen in größere Zusammenhänge und Statistiken ein. Im Fazit kategorisiert die Verf. die Fälle v.a. in solche, die als Kinder von Zwangsarbeiterinnen in Deutschland geboren wurden, und in jene, die mit ihren Eltern zusammen verschleppt wurden. Außerdem stellt sie heraus, dass in ihrer Stichprobe lediglich osteuropäische Kinder vorkommen.",4 SAB 1454,1,39 S.,1929,1951,145,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Magdalena O.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 232,5 Tage im Herbst – Die Odyssee der Landshut in verschiedenen Perspektiven,"Das insgesamt 53 Seiten starke Werk der beiden Verf. setzt sich intensiv mit einer der schwierigsten Phasen der deutschen Nachkriegszeit auseinander: dem Deutschen Herbst. Einer der Höhepunkte des RAF-Terrors ist hierbei sicherlich die Entführung des Lufthansa-Flugzeugs „Landshut“ durch palästinensische Terroristen, um gefangene RAF-Mitglieder aus der Haft zu pressen. Nach einem Aufriss der Situation, in der sich die BRD befand, kommen die beiden Verf. zu dem Hauptteil der Arbeit. Dieser besteht in der Erzählung der fünf Tage, in denen sich das Flugzeug in der Hand der Entführer befand, aus verschiedenen Perspektiven. Durch den Umstand begünstigt, dass zwei der Zeitzeugen die Großeltern eines Verf. sind, stellt die Arbeit den Ablauf, die Gefühlsstimmungen und Konsequenzen der Entführung dar, wenn auch letztere teilweise persönlicher Natur sind. Zu den angesprochenen Perspektiven zählen die Darstellungen der beiden Großeltern, sowie des Co-Piloten und der Flugbegleiterin der Landshut. Um auch einen Einblick in die externe Wahrnehmung der Entführung zu bekommen, haben die Verf. zusätzlich die ehemaligen Nachbarn der Großeltern interviewt und konnten über das Buch des ehemaligen Leiters der GSG9-Einheit auch einen Einblick in das Leben der Tochter des Beamten gewinnen. Vordergründig sind neben den Darstellungen der Involvierten auch die daraus resultierenden Folgen. Diese Auswirkungen der Entführung sind individuell sehr verschieden und stellen anschaulich dar, wie sich eine derartige Situation auf Menschen auswirkt.",4 SAB 1530,0,49 S.,1968,1977,145,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Franz J., Johann B.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 279,Anton Bellenberg. Vom Möbelhandel in den Schützengraben – Briefe von der Front,"Die beiden Autoren des Geschichtswettbewerbsbeitrages beschäftigen sich mit Feldpostbriefen als Quellen einer Kriegsbiografie. Da es im familiären Umkreis von Matteo Bellenberg eine reichhaltige Sammlung des Familienmitgliedes Anton Bellenberg an Feldpostbriefen, aus seiner Zeit im Schützengraben des Zweiten Weltkriegs, gibt, haben sich die Verf. speziell auf diesen und dessen Biografie spezialisiert. Im Hinblick auf die Analyse haben die Schüler zudem folgende Fragen an die Auswertung gestellt: Wie war der Alltag an der Front? Wie war der Alltag für die Familie des Soldaten? Welche Einstellung hatte Anton Bellenberg zu Hitler? Was durften die Soldaten ihren Familien erzählen? Was hat der Krieg für die Familie bedeutet? Schematisch behandeln die Schüler die drei verschiedenen Stationierungen von Anton Bellenberg in Graudenz, Reims und Russland. Zuerst schildern sie dabei den historischen Kontext und kommentieren danach kritisch Textstellen, da sie der Meinung sind, dass die Feldpost durch Zensierung und Auslassungen nur teilweise umfassend über eine Lage berichten könne. Im Anhang der Arbeit ist zusätzlich ein umfangreiches Interview mit den Kindern Anton Bellenbergs, welche die Sammlung der Briefe erstellte haben.",4 SAB 1460,0,47 S.,1940,1942,204,20,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente","Grudziądz, Reims, Russland"," Illias N., Matteo B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 300,Auf zu neuen Ufern – „China Peters“ Aufbruch in eine andere Welt,"In der vorliegenden Arbeit hat der Schüler sich mit der Geschichte seines Urgroßvaters beschäftigt, welcher sich im Jahr 1900 freiwillig für das deutsche Heer meldete, um im sog. „Boxeraufstand“ in China zu kämpfen. In einem ersten Teil geht der Verf. näher auf die persönlichen Beweggründe seines Urgroßvaters Peter Fick ein, nennt seine primären Quellen und schildert anschließend den historischen Kontext. Fick wuchs als uneheliches Kind in Niedersachsen auf und lebte somit das Leben eines Außenseiters. Durch den Aufruf Kaiser Wilhelms II. motiviert, nutzte Fick die Möglichkeit, um, nach Aussage des Verf., das Abenteuer zu suchen, und meldete sich freiwillig für die 9. Kompanie des 3. Ostasiatischen Infanterie Regiments. In der Folge wurde er nach China verschifft, um den dortigen Aufstand niederzuschlagen. Der „Boxeraufstand“ war ein Zusammenschluss verschiedener chinesischer Kräfte gegen die imperialistischen Staaten Amerika, Japan, Russland, Frankreich, Italien, Österreich-Ungarn, Großbritannien und dem Deutschen Reich. Diese hatten durch ungleiche Handelsverträge und dadurch entstandene Krisen, wie z.B. Hungernöte, den Zorn der heimischen Bevölkerung auf sich gezogen. Der Name „Boxer“ war eine westliche Bezeichnung für die Schulung der Aufständischen in traditionellen Kampfkünsten. Nach einer detaillierten Darstellung des Aufstandes skizziert der Verf. in einem zweiten Teil den Weg seines Urgroßvaters. Hier steht die Schifffahrt nach China, das Leben an Bord und die Aufgabenbereiche im Krieg im Vordergrund. Nach der Rückkehr des Urgroßvaters geht der Verf. noch auf die Lage in Deutschland ein und schildert, dass Peter Fick kurze Zeit später auch im Ersten Weltkrieg dienen musste.",4 SAB 1516,1,40 S.,1899,1918,61,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",China, Julius T.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 302,Aufbruch in ein neues Leben. Die Auswanderung nach Amerika im 19. Jahrhundert am Beispiel der Familie Becker aus Hirschberg (Sauerland),"Die Verf. beschäftigt sich in dem vorliegenden Projekt mit einem Zweig ihrer Familie, der 1880 in die USA auswanderte. Deren Geschichte wird zunächst eingebettet in eine allgemeine Geschichte der Auswanderung in die USA sowie einer Erläuterung über die verschiedenen Gründe und Mechanismen, die Familien dazu veranlassten. Anschließend wird die Familie Becker eingeführt und ihr Leben in der alten Heimat und ihr Weg in die neue beschrieben. Außerdem wird detailliert auf die Gründe eingegangen, namentlich der Wunsch nach Abstand zu militärischen Konflikten und ökonomische Faktoren. Die Ausreise wird zusätzlich in dem Phänomen der Kettenwanderung verortet. Das dortige Leben wird vor allen Dingen entlang der Aspekte Sprache/Kultur und Religion untersucht. Im recht umfangreichen Fazit kommt sie zu dem Schluss, dass Integration im vorliegenden Fallbeispiel Anpassung an die Kultur im Zielland bei gleichzeitigem Erhalt ihrer „Identität als Deutsche“ bedeutet.",4 SAB 1414,1,37 S.,1870,1930,341,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",USA, Hannah G.,Marienschule 305,Aus Alt wird Neu. Münster 2.0. Wie aus kriegszerstörten Baudenkmälern Neues entstand,"Anhand von Dom, Schloss und Prinzipalmarkt/Rathaus untersucht der Beitrag den Wiederaufbau Münsters nach dem Zweiten Weltkrieg. Vorher beschreibt die Verf. kurz das Vorkriegsmünster und die Angriffe während des Krieges, die zur Zerstörung der Stadt führten. Im Fazit charakterisiert sie den Wiederaufbau als ein Anknüpfen an historische Traditionen bezüglich der Fassade und als Anpassung an neue Bedürfnisse in Bezug auf die Innengestaltung. Sie hebt weiterhin die Rolle der Bürger*innenschaft bei Ratsentscheidungen hervor.",4 SAB 1483,1,9 S.,1939,1956,279,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Filme","Fürstbischöfliches Schloss Münster, Prinzipalmarkt, Rathaus, St.-Paulus-Dom, Münster", Insa Z.,Marienschule 322,Bergarbeiterstreik von 1889. Dialog zwischen Vater und Sohn,"Der Beitrag stellt ein fiktives Gespräch zwischen Vater und Sohn dar, in dem der Sohn seinen Vater, der in dem Szenario an dem Bergarbeiterstreik von 1889 beteiligt war, über die damaligen Ereignisse ausfragt. Auf diese Weise werden kurz und knapp die wichtigsten Fakten und Eckdaten der Ereignisse zusammengetragen.",4 SAB 1517,0,2 S.,1889,1889,185,20,"Audiobeitrag, Hörspiel","Archivalien, Internetquellen",," Enrique H., Leo H., Luca D.",Gesamtschule Münster-Mitte 354,Daddy’s ultimativ und krasser Trip - von Syrien in ein fremdes Land,"Die Verf. erzählt in einem umfangreichen Comic die Geschichte ihres Vaters Simon Boulos, der aus Syrien über verschiedene Zwischenstationen nach Deutschland kommt und sich dort einzufinden versucht, um schließlich eine Familie zu gründen. Nicht unmittelbar ersichtlich wird, auf welchen Quellen der Comic basiert.",4 SAB 1413,1,15 S.,1991,2019,113,20,"Comic, Textbeitrag",Zeitzeug*inneninterviews,Syrien, Marie B.,Marienschule 366,Das DDR-Spiel,"Die beiden Schülerinnen beschäftigen sich in ihrem Projekt mit den Lebensbedingungen in der DDR sowie mit Flucht und Denunziation. Dies implementieren sie in einem Brettspiel, in dem die Spieler*innen mit Hilfe von Würfelglück und dem Beantworten von Fragen möglichst schnell ans Ziel kommen müssen. Es gibt außerdem angedeutete Spielmechanismen, die das Verraten einer möglichen ‚Flucht‘ in den Westen beinhalten, allerdings nicht näher erläutert werden. Insgesamt ist die Arbeit sehr kurz gehalten, und Spielmaterialien als solche sind nur indirekt und unvollständig auf Fotos abgebildet. (ca. 2 S.) Die Arbeit enthält ebenfalls einen allgemeinen Informationsteil über das Leben in der DDR sowie einen Arbeitsbericht. Beide fallen ebenso eher kurz aus.",4 SAB 1406,0,12 S.,1949,1990,279,20,"Spiel, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Katharina Sophie M., Mette Mathilda Bente H.",Marienschule 371,"Das Dreizehner-Denkmal in Münster, die Heimatfront und der Erste Weltkrieg – Ein Aufbruch in die Krise?","Die vier Schüler*innen beschäftigen sich in Form eines selbstgedrehten Films mit der Geschichte und dem Hintergrund des sog. Dreizehner-Denkmals auf der Münsteraner Promenade. Das Video zeigt die Verf. vor dem Denkmal, wo sie über ebendieses referieren. Dabei gehen sie zuerst auf die den Grund der Errichtung ein und widmen sich anschließend dem Verbleib der Dreizehner, aber auch allgemeinen und spezifischeren Themen des Ersten Weltkriegs, wie z.B. Entstehung, Kriegseuphorie, Versorgungslage in Münster und dem Hunger der Bevölkerung. Bei der Bezeichnung als Dreizehner handelt es sich um die Soldaten des Infanterie-Regiments Herwarth von Bittenfeld Nr. 13. Diese waren in der ehemaligen Aegidii-Kaserne stationiert und kämpften seit 1914 an der Westfront in Frankreich. Die Überlebenden der Einheit wurden bei ihrer Rückkehr mit Jubel empfangen. Zu Ehren dieser Einheit wurde das Denkmal errichtet. Am Ende des Films projizieren die Schüler*innen eine Erdkugel mit dem umrundenden Schriftzug „Nie wieder Krieg“ an das Denkmal, um der Kritik an dem Denkmal einen Rahmen zu geben. In dem beiliegenden Postermagazin werden die Themen noch einmal aufgegriffen und weitere kritische Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt.",4 SAB 1485,0,8 S.,1914,2019,185,20,"Film, Textbeitrag, Zeitschrift ","Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche","Dreizehnerdenkmal, Promenade, Münster"," Ghani E., Mia A., Sandrine L. A., Thore L.",Gesamtschule Münster-Mitte 375,"Das Eiserne Kreuz zur Zeit der Befreiungskriege, im Wandel der Zeit und ihre Verleihungen an meine Vorfahren. Welche Symbolik hatte der Orden in Krisenzeiten?","Der Beitrag untersucht die Verleihung und Bedeutung des Eisernen Kreuzes zu verschiedenen Zeiten. Der Verf. beginnt dabei mit den napoleonischen Befreiungskriegen und endet mit der Debatte um eine Wiedereinführung in der Bundesrepublik 2006/2007. Er schließt unter anderem damit, dass das Eiserne Kreuz für ihn persönlich gar keine Bedeutung mehr habe. Weiterhin wird in der Arbeit der Versuch beschrieben, etwas über die Verleihung des Ordens an seine Vorfahren herauszufinden, reflektiert jedoch, dass ihm dies nur begrenzt möglich war. Bei der Arbeit greift er u.a. auf die Chronik seiner Familie zurück.",4 SAB 1514,1,13 S.,1813,2007,,20,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente",, Jannis V.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 394,"Das Kriegsende hatte einen vollständigen Wandel auf allen Gebieten mit sich gebracht – Krise, Umbruch, Aufbruch am Beispiel der Abiturentia 1949","In ihrem Beitrag wollten die acht Schüler*innen erforschen, wie schwierig der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt in den Nachkriegsjahren war. Dies tun die Verf. anhand des Abiturjahrgangs von 1949 der Oberschule für Jungen (heute: Wilhelm-Hittorf-Gymnasium), welcher den Krieg komplett miterlebt hat und auch noch die schulische Indoktrination der Nationalsozialisten erlebt hatte. Durch die starke Zerstörung der Schule wurde sie für die Zeit der Bauarbeiten nach Sendenhorst verlegt. Die Hauptgrundlage für die Analyse bildeten Lebensläufe der Schüler*innen, die sie kurz nachdem Ablegen des Abiturs verfasst hatten. Dabei betonen die Autoren die gewollte Sachlichkeit der Lebensläufe und die Nüchternheit, mit welcher der Krieg beschrieben wurde, obwohl viele vom Krieg selbst betroffen waren, Kriegsdienst leisten oder mit schweren Schicksalsschlägen umgehen mussten. Des Weiteren untersuchten die Verf. die Lebensläufe hinsichtlich der Aussagen zum nationalsozialistischen Regime, der Beurteilung der gegenwärtigen und zukünftigen Gesamtsituation und einer Selbstwahrnehmung der damaligen Abiturienten. In einem letzten Teil vergleichen die Schüler die Situation des damaligen und heutigen Abiturjahrgangs. Wichtig ist ihnen vor allem auch hier die Beachtung von Krisen. Hier gehen sie ganz gezielt auf Flüchtlingskinder ein, die vor dem Krieg in Syrien geflohen sind, aber auch generell auf die gesamte Jahrgangstufe. So haben sie z.B. eine Grafik erstellt, auf der Berufswünsche und Zukunftsüberlegungen aus dem Jahr 1949 und 2019 verglichen werden.",4 SAB 1468,0,39 S.,1939,2019,278,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen","Sendenhorst, Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, Münster"," Greta H., Hannah G., Matthias H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 400,Das Leben mit der Krise – Vietnamesische Boatpeople in Deutschland als Folge des Vietnamkrieges,"Im Rahmen der Flucht ihres Vaters vor dem Vietnamkrieg bzw. dessen Folgen setzt die Autorin sich mit den sog. Boatpeople auseinander. Dabei erläutert die Verf. Hintergründe zum Vietnamkrieg, schildert genaue Fluchtursachen und stellt dabei die Flucht ihres Vaters nach Deutschland und dessen Ankunft dar. Boatpeople sind hierbei die Menschen, die vor den Schrecken des Vietnamkrieges per Boot geflüchtet sind, um in angrenzenden Staaten Zuflucht zu suchen. Im Fall des flüchtenden Hiep Huynh ging die Flucht sogar bis nach Deutschland. Grund dafür war die Flüchtlingshilfe von Rupert Neudeck, welcher mit seinem Schiff „Cap Anamur“ zahlreiche Flüchtlinge retten oder medizinisch behandeln konnte.Besonders ist dabei hervorzuheben, dass die Schülerin sehr detailreiche Bilder selbst erstellt und diese in die Arbeit eingebracht hat, um neben einem wissenschaftlichen Teil in einem kreativen Teil ihre Gedanken und Gefühle zu visualisieren. Zum Teil wurden aber auch bestehende Fotos, wie z.B. das Bild „Terror of War“ bzw. „Napalm Girl“ des Fotografen Nick Út aus dem Jahr 1972, neu interpretiert. Außerdem sind umfassende Erklärungen zu den Bildern von der Verf. angefertigt worden. Zudem werden auch die Unterschiede der deutschen und vietnamesischen Kultur dargestellt, da diese viele Geflüchtete aus Asien vor eine große Herausforderung gestellt haben. Abschließend vergleicht die Schülerin die damalige Situation der vietnamesischen Boatpeople mit der Flüchtlingskrise ab 2015.",4 SAB 1412,1,55 S.,1960,2019,335,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Vietnam, Lena H.,Friedensschule 418,"Das Tagebuch eines Mädchens im 2. Weltkrieg. Kellerbunker, Bunker und Friedhof","Der Beitrag präsentiert die Situation von Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs Schutz in Kellerbunkern fanden, in Form eines fiktiven Tagebuchs. Dort werden die Erfahrungen eines neunjährigen Mädchens geschildet, das Schutz in verschiedenen Bunkern in Münster sucht. Die jeweiligen Stationen werden immer wieder mit einem kurzen Sachtext erläutert. Das Tagebuch schließt mit dem Ende des Krieges.",4 SAB 1443,1,7 S.,1944,1945,279,20,"Tagebuch, Textbeitrag",Internetquellen,, Mia H.,Marienschule 419,Das Tagebuch von Lojoo. Das Leben meines Großvaters in der Mongolei,"Das Projekt ist ein fiktives Tagebuch, das der Verf. aus der Sicht seines Großvaters verfasst, der in der Mongolei unter dem kommunistischen Regime lebte. Aufgrund einer nicht allzu ergiebigen Quellensuche und nur lückenhafter Erinnerungen seines Vaters schickt der Verf. allerdings voraus, dass Teile des fiktiven Tagebuchs nicht auf Basis von Quellen oder Aussagen seines Vaters zustande gekommen sind, sondern lediglich erdacht wurden. Interessant ist weiterhin, dass der Verf. der deutschen Standardgrammatik noch nicht vollständig mächtig ist, sondern sich noch einer Lernersprache bedient. Dies ist außerdem gepaart mit Stil- und Schreibkonventionen, die eher jüngeren Generationen des 21. Jahrhunderts zuzuschreiben sind wie z.B. Emoticons.",4 SAB 1528,1,36 S.,1962,1990,337,20,Textbeitrag,"Filme, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Sondor A.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 423,Das Train-Denkmal. Ein Mahnmal für eine diskursive Erinnerungskultur mitten in Münster,"Das Train-Denkmal wurde 1925 in der Münsteraner Innenstadt eingeweiht. In der Folge sorgt es immer wieder für Wirbel und Ärger. Nach einer historischen Verortung zu den Ereignissen, auf die das Denkmal sich bezieht, beschäftigt sich der Verf. mit dieser Diskussion in seiner Arbeit. In seiner ursprünglichen Funktion diente das Mahnmal zur Erinnerung an die gefallenen Soldaten des 7. Trainbataillons im Ersten Weltkrieg, welches in Münster stationiert war. Die Aufgabe dieser Einheit war der Transport von Material und Feldpost, sowie das Aufstellen von Lazaretten. Kritisch stellt der Autor die Hinzunahme von Gedenktafeln mit gefallenen deutschen Koloniesoldaten in Frage. Nachträglich wurden diese 1928 am Mahnmal befestigt. In der 80er Jahren entbrannte dann eine heftige Diskussion, da auf dem Mahnmal nur der deutschen Kolonialtruppen gedacht wurde, nicht aber den unzähligen Toten, die unter den Folgen deutscher Kolonialherrschaft ums Leben gekommen sind. Hier führt der Verf. u.a. den Genozid an den Herero im Jahr 1904 durch deutsche Soldaten an. Der Wandel in der Erinnerungskultur ist der letzte wichtige Punkt für den Schüler. So beschreibt er es als eine Entwicklung von einer „Heldenverehrung“ hin zu einem „Opfergedenken.“",4 SAB 1484,1,19 S.,1800,2000,59,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Train-Denkmal, Philipp B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 431,Dem Inferno entflohen,"„Dem Inferno entflohen“ ist ein zweigeteiltes Projekt, in dem die Verf. zunächst die Situation Braunschweigs vom Ersten bis zum Zweiten Weltkrieg schildert sowie Frauenbilder und Vor-stellungen der Mädchenerziehung in der Weimarer Zeit und im Nationalsozialismus aufarbeitet. Den eigentlichen Hauptteil bildet jedoch eine kreative Arbeit, in der die Geschichte der Großmutter der Verf. in Braunschweig aus der Ich-Perspektive geschildert wird, und zwar auf Basis mehrerer erhaltener Briefe der Großmutter sowie eines Interviews mit ihr. Die Briefe finden sich als Scans im Anhang. Der Fokus der Erzählung liegt auf den Bombenabwürfen auf die Stadt und der damit einhergehenden Ausnahmesituation und persönlichen Verlusten; aber auch das Leben nach dem Krieg finden Einzug.",4 SAB 1444,1,42 S.,1939,1949,279,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",,Giulia D.,Gymnasium Paulinum 438,Denn alle lebten in der Hoffnung – Deutsche Kriegsgefangene in sowjetischer Gefangenschaft in Auschwitz 1945 am Beispiel des Soldaten Wilhelm Grigull,"Das Konzentrationslager Auschwitz gilt häufig als Chiffre für den Holocaust. In ihrem umfangreichen Beitrag beschäftigt sich die Schülerin jedoch mit der Zeit nach der Befreiung des Konzentrationslagers, genauer gesagt mit der Verwendung des Lagers als Kriegsgefangenenlager der sowjetischen Armee. Dort wurde der Großvater der Verf. nach der Gefangennahme interniert. Grundlage für die Arbeit ist das Tagebuch und eine später geschriebene Chronik, beide vom Großvater selbst verfasst. Zudem wird die Arbeit immer wieder von sowohl selbstgestalteten Grafiken erweitert als auch durch selbstangefertigte Zeichnungen des Großvaters, der nach dem Krieg als Künstler arbeitete. Die Verf. erarbeitet die Gefangenschaft des Großvaters in Auschwitz in drei Schritten: Gefangennahme bis Ankunft in Auschwitz, Aufenthalt und Rückkehr nach Deutschland. Dabei analysiert sie Themen, wie z.B. die Behandlung durch Alliierte, das tägliche Lagerleben, Transporte und Spuren des Holocaust, welche die deutschen Kriegsgefangenen erlebten und sehr direkt mit den dort stattgefundenen Verbrechen konfrontierten. In einem Internetblog, der eigens für den Geschichtswettbewerb kreiert wurde, hat die Schülerin zudem die komplette Arbeit samt Quellen, Anhängen und Arbeitsbericht hochgeladen, um die Arbeit noch zugänglicher zu machen.",4 SAB 1456,1,57 S.,1945,1945,131,20,"Textbeitrag, Website","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",Auschwitz / Auschwitz-Birkenau, Franziska G.,Friedensschule 445,Der Anfang des Endes des Kommunismus. Die Gewerkschaft Solidarnosc,"Die Verf. beschäftigen sich in ihrem Projekt mit der Entstehung der Gewerkschaft Solidarnosc und wollen herausfinden, inwiefern deren Entstehung etwas in der Gesellschaft änderte, ob man in der Schule damals darüber sprach, warum es dazu kam und welche Wirkung sie auf Einzelpersonen oder Familien hatte. Dazu werden kurz die Umstände der Entstehung erläutert und Lech Walesa als Vorsitzender der Gewerkschaft vorgestellt. Danach gibt es sowohl einen Zeitzeugenbericht als auch ein Interview mit einer Zeitzeugin. Beide stammen aus der Verwandtschaft der Verf.. Letztlich kommen sie zu dem Schluss, dass die Gründung zu einer Demokratisierung Polens führte und positiv für die polnische Bevölkerung gewesen sei. Auch in der Schule habe man viel über die Ereignisse gesprochen. Während einige der Fragen laut den Verf. unbeantwortet bleiben müssen, betonen sie jedoch, dass sie das Agieren der damals Beteiligten gut nachvollziehen können.",4 SAB 1527,0,20 S.,1980,1990,341,20,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Polen," Carla E., Greta H.",Marienschule 458,Der Bombenkrieg in Münster 1939-1945,"Die Arbeit ist eine Gemeinschaftsarbeit von Schülerinnen der Gesamtschule Münster-Mitte. Die 10-minütige Dokumentation behandelt zuerst verschiedene Bombenarten, geht dann näher auf den Bombenangriff auf Münster am 10. Oktober 1943 ein und schließt mit einem Zeitzeug*inneninterview, welches die Hälfte des Videos einnimmt. Es fehlt jedoch jegliche Angabe zu Quellen und Literatur, sodass nicht genau gesagt werden kann, welche Materialien eingesetzt wurden und an welcher Stelle sie ihren Weg in die Arbeit gefunden haben.",4 SAB 1442,0,10 S.,1939,1945,185,20,Film,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Julia W., Lilli J., Lina B., Luca M.",Gesamtschule Münster-Mitte 466,Der Dreißigjährige Krieg und der Westfälische Frieden als „Trauma“ – Wie reagierte der Bischof Münsters Christoph Bernhard Graf von Galen?,"In ihrem Werk thematisieren die beiden Schülerinnen die Biografie des Münsteraner Bischofs Christoph Bernhard von Galen und sein Handeln im Dreißigjährigen Krieg, bzw. die Frage, inwiefern sich der Krieg, als einer der größten konfessionellen Auseinandersetzungen, auf das Leben des Episkopaten auswirkt. Als Krise und Umbruch benennen die beiden Autorinnen den von 1618 bis 1648 währenden Krieg und beschreiben die Ausgangsposition, den Verlauf und das Ende im Westfälischen Frieden. Als persönlichen Aufbruch dagegen sehen die Verf. die Politik des Bischofs in Münster. Von Galen wuchs bei seinem katholischen Onkel auf und wurde 1651 zum Bischof geweiht. In den Wirren der Reformation und der Zeit nach dem Augsburger Religionsfrieden folgte er den Idealen des Konzils von Trient, auf dem man sich auf eine Abgrenzung von den Protestanten entschied, sich weiterhin auf den Erhalt von Sakramenten einsetzte und nicht nur die Bibel im Mittelpunkt sah, sondern auch die römisch-katholische Auslegung. Ziel des Klerikers war eine komplette Rekatholisierung des Münsterlandes. Die Autorinnen bewerten sein Vorhaben als erfolgreich, da bis heute das Münsterland stark katholisch geprägt sei, trotz einer, aus der Sicht des Bischofs, Schwächung der katholischen Kirche durch den Westfälischen Frieden.",4 SAB 1508,1,22 S.,1606,1698,278,20,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen",," Ana-Julia K., Frauke E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 472,Der Erste Weltkrieg und das Schlaun,"In ihrem „Hörfeature“ setzen sich die beiden Verf. mit der Geschichte des Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums während des Ersten Weltkriegs und der Wandlung der Schule auseinander. Durch den stilistischen Einsatz von Hintergrundgeräuschen oder Stimmenveränderung spiegeln die Schüler die Historie der Schule lebhaft wider. Zunächst wird der Ausgangspunkt der Einrichtung dargestellt, der wie viele Menschen zu der Zeit kriegspositiv war. Durch den Einzug von Lehrern in die Armee, die andauernden Verluste und Einbußen im Alltagsleben wandelte sich das Bild des Krieges jedoch schnell. Auch wird von einem weiteren Beitrag der Schule zum Krieg in Form von Pfadfinderkorps, welche kriegswichtige Dienste verrichteten, gesprochen. Der Krieg wurde zunehmend negativ empfunden, und er leitete damit den Wandel der Schule ein. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Schule zunehmend zivil gestaltet. Die Krise verorten die Schüler im Ausbruch des Ersten Weltkriegs, den Umbruch im zivilen Wandel und den Aufbruch als das Fortbestehen einer Einrichtung, die Bürger und keine Soldaten hervorbringen sollte.",keine Angabe,0,17 S.,1914,1918,112,20,"Audiobeitrag, Radiobeitrag, Textbeitrag","Archivalien, Audiodokumente, Fachliteratur, Internetquellen","Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium, Münster"," Alexander K., Sebastian W.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 490,Der lange Weg zum Frieden. Die Friedensverhandlungen zum Westfälischen Frieden aus Sicht der Gesandten in Münster,"Die Verf. – ein Projektkurs – beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit dem Dreißigjährigen Krieg mit Fokus auf den westfälischen Friedenskongress, den sie als „Umbruch bzw. Aufbruch“ herausstellen möchten. Das Projekt gliedert sich dabei in zwei Teile. Der erste Teil besteht aus einem traditionellen Textbeitrag, der Ursachen und Verlauf des Krieges in Augenschein nimmt, um schließlich den Weg zu den Friedensverhandlungen und deren Verlauf zu erläutern. Schließlich werden der Ausnahmecharakter, die gesamthistorische Bedeutung und die Symbolhaftigkeit des Westfälischen Friedens dargelegt. Der zweite Teil hingegen beginnt mit einer Erläuterung im eigentlichen Dokument, das auf eine weitere Datei verweist, die eine interaktive Karte der Stadt Münster mit den Quartieren der verschiedenen Gesandten während der Friedensverhandlungen enthält. Auf der Karte finden sich ebenfalls QR-Codes, die zu Youtubevideos führen, in denen die Verf. die verschiedenen Gesandten schauspielerisch präsentieren. Die entsprechenden Informationen finden sich zusätzlich in Textform im Anhang als Steckbriefe.",4 SAB 1504,0,51 S.,1618,1648,273,20,"Film, Textbeitrag, Website","Fachliteratur, Internetquellen",, Faten A.,Marienschule 493,Der Löwe aus Münster - Ein Retter in der Krise?,"Die Arbeit setzt sich mit Kardinal von Galen auseinander und möchte die Frage beantworten, ob dieser ein Retter in der Krise des Nationalsozialismus war. Dazu beginnt die Verf. zunächst mit einer Biografie des Kardinals und geht im Anschluss nochmals auf die Prägung durch das strenge und katholische Elternhaus ein. Im Hauptteil der Arbeit geht es jedoch um seinen Widerstand während des Nationalsozialismus und auch um Frage, warum dieser nicht auch der jüdischen Gemeinde geholfen habe. Der nächste Teil erläutert die Predigten von Galens und die Reaktionen der Nationalsozialisten. Im Fazit kommt der Verf. zu dem Schluss, dass von Galen ein Mensch gewesen sei, der sich nicht nur entschieden gegen Euthanasie, sondern auch gegen die Shoa gestellt habe. Die Grundlage für die Arbeit bilden u.a. ein christlicher Blog, ein Interview mit einer Zeitzeugin und ein Zeitungsartikel von 1946, in dem es um den Tod des Kardinals geht.",4 SAB 1421,1,19 S.,1933,1946,28,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Silas S.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 502,Der Prager Frühling und sein Ende und das Leben der Familie meiner Urgroßeltern in der Tschechoslowakei und ihre Flucht,"Der Verf. setzt sich im Rahmen dieser Arbeit mit dem Prager Frühling auseinander und gibt als Grund die anschließende Flucht seiner Großmutter nach Deutschland an. In der Arbeit wechseln sich dabei Abschnitte der Darstellung größerer historischer Zusammenhänge mit familiengeschichtlichen Darstellungen ab. Die Arbeit beginnt mit der Ersten Republik, schildert die Ereignisse des zweiten Weltkrieges und der Diktatur der kommunistischen Partei, um schließlich auf die Ereignisse des Prager Frühlings und seines Scheiterns zu kommen. Er endet mit der Flucht seiner Familie und deren weiteren Leben in Deutschland. Im Fazit zeigt sich der Verf. beeindruckt von der hohen Dichte an Krisen im Leben seiner Großeltern, aber auch von deren Durchhaltevermögen.",4 SAB 1405,1,23 S.,1918,1968,28,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Tschechoslowakei, Max V.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 510,Der Siebenjährige Krieg,"Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Siebenjährigen Krieg, da dieser laut den Verf. für Münster eine wichtige Rolle gespielt habe. Zunächst werden dafür die verschiedenen Kontrahent*innen vorgestellt und der internationale Verlauf skizziert. Danach wird der Verlauf in Münster beschrieben und der Einfluss auf die Bürger*innen der Stadt dargestellt. Der Krieg habe durch die Verknappung lebenswichtiger Güter zu starken Konflikten in der Stadt geführt, und durch die französischen Truppen im Münsterland sei es zu einem Gefühl der Unsicherheit gekommen. Am Ende befinden sich zusätzliche zwei kreative Textpassagen in Form von fiktiven Tagebucheinträgen. Im Fazit charakterisieren die Verf. den Krieg für Münster als verlustreichen Überlebenskampf.",4 SAB 1509,0,16 S.,1756,1763,273,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Maret S., Thea H.",Marienschule 529,Der Westfälische Friede,"Die Verf. setzen sich mit dem Thema des westfälischen Friedens auseinander, da sie als Münsteraner laut eigener Aussagen ein großes Interesse daran haben. Die Arbeit besteht aus drei kurzen Texten. Im ersten wird der Prager Fenstersturz geschildert, die weiteren beiden schildern den Beginn der Friedensverhandlungen aus der Ich-Perspektive. Das Inhaltsverzeichnis lässt vermuten, dass eigentlich noch weitere Kapitel geplant waren, da es noch drei weitere Texte nennt.",4 SAB 1506,0,5 S.,1618,1648,136,20,Textbeitrag,,," Elias W., Thayari N.",Ratsgymnasium 535,Der Zoo Münster in Not,"Die Verf. setzen sich in ihrem Beitrag mit dem Zoo Münster auseinander und gehen dabei insbesondere auf die Situation des Zoos nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Bevor sie darauf jedoch eingehen, beschreiben sie kurz die Entstehungsgeschichte und den Gründer des Zoos. Den Zweiten Weltkrieg und das damit einhergehnde Bombardement des Zoos verorten sie als Krise in dessen Geschichte. Abschließend gehen sie auf den Umzug und die heutige Situation des Zoos ein, um schließlich ihre durch die Recherchen veränderte Wahrnehmung des Zoos im Fazit zu reflektieren. Im Anhang finden sich einige Bilder des Zoos und ein Inter-view mit dem Archivar des Zoovereins Münster.",4 SAB 1481,0,18 S.,1871,2019,279,20,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen","Zoo, Münster"," Maria Z., Nele L.",Marienschule 540,Deutschlands erste Schwulendemo 1972 in Münster– Eine Novelle zur Krisensituation in der sich Schwule Anfang der 70er befanden und dem darauffolgenden Aufbruch,"Der vorliegende Beitrag ist unterteilt in eine „Novelle“ und ein „Wissenschaftliches Beiheft“. Er setzt sich dabei mit der Situation Homosexueller in Münster während der 70er Jahre auseinander und thematisiert insbesondere die sogenannte Schwulendemo von 1972. Mit dieser setzt sich auch die Novelle auseinander, deren Rahmenhandlung allerdings 45 Jahre später angesetzt ist. Im zweiten Teil wird die Novelle in einen größeren sozialgeschichtlichen Zusammenhang gerückt, indem bestimmte Schlüsselereignisse und -diskussionen näher beleuchtet werden. Im Anhang finden sich außerdem einige transkribierte Zeitzeug*inneninterviews, die allerdings thematisch geordnet sind, da, so die Verf., eine bessere Vergleichbarkeit ermöglicht wird.",4 SAB 1433,1,31 S.,1960,1970,302,20,"Novelle, Textbeitrag","Audiodokumente, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Julia A.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 550,Die Anti-Atomkraftbewegung + Die Friedensbewegung,"Die beiden Autoren beschäftigen sich mit dem Thema der Anti-Atomkraftbewegung und der Friedensbewegung und verbinden diese Themen in der selbstgestalteten Zeitschrift „Geschichte[n] aus Westfalen.“ Ein Großteil des Texterzeugnisses machen Interviews mit Zeitzeug*innen aus, die an Protestbewegungen der 1970er und des angrenzenden Jahrzehnts teilgenommen haben. Hierbei wurden nicht nur Demonstranten interviewt, sondern auch ein Polizist, der die Geschehnisse aus der Gegenperspektive beleuchtet. Eingehender wird sich auch mit der Friedensbewegung „Pax Christi“ und deren Teilnahme an den Protesten beschäftigt. Abgerundet wird der Beitrag durch geschichtliches Hintergrundwissen und Positionen der Gegenwart.",4 SAB 1475,0,27 S.,1975,2019,302,20,"Textbeitrag, Zeitschrift ","Archivalien, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Mats E., Timo T.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 564,Die britische Militärregierung,"Der Podcast des Verf. beschäftigt sich mit der Zeit, in der Münster unter britischer Militärregierung stand. Zunächst geht es um die allgemeinen Rahmenbedingungen, dann um die Versorgungslage. Anschließend wendet sich der Beitrag dem Umgang mit Geflüchteten aus dem Osten Deutschlands sowie der Behandlung zu, die sie erfahren haben, um anschließend den Prozess der Entnazifizierung in Politik, Verwaltung und Schulen zu beleuchten. Schließlich folgen weitere Maßnahmen der Militärregierung, denen sich eine kurze Zusammenfassung des Gesagten anschließt. Oberthema bleibt dabei das Handeln der Militärregierung, die im letzten Teil in die historische Gesamtsituation und die daraus resultierenden Zwänge eingeordnet und beurteilt wird. Auffällig ist der detaillierte Umgang mit juristischen Quellen, die oftmals zitiert und angeführt werden. Auch wird aus einigen Briefquellen vorgelesen. Zwar fehlt hierzu ein Quellenbeleg, jedoch fällt ein Hinweis auf das Landesarchiv Westfalen. Ein Arbeitsbericht fehlt ebenso.",4 SAB 1461,1,18 S.,1945,1949,136,20,"Audiobeitrag, Podcast",Archivalien,Ostdeutschland, Marius M.,Ratsgymnasium 581,Die erste deutsche Demokratie in der Krise – Wie konnte die NSDAP an die Macht kommen?,"Der Schüler thematisiert in seinem Beitrag zum Geschichtswettbewerb die Krise der Weimarer Republik und den Aufstieg der NSDAP bzw. des Nationalsozialismus. Der Autor setzt historisch bei dem gescheiterten Putschversuch durch Hitler im Jahr 1923 ein. Danach beschreibt er detailliert Ereignisse, die zum Aufstieg eines starken rechten Flügels in der Weimarer Republik beitrugen, wie z.B. den Vertrag von Versailles, welcher, laut Verf., durch die deutschen Bürger als starke Belastung gesehen worden sei und so eine breite Opposition gefördert habe. Des Weiteren beschäftigt er sich mit der Weltwirtschaftskrise im Jahre 1929 und inwiefern die Nationalsozialisten aus den Folgeschäden programmatisch Erfolge erzielten. In der Machtergreifung der NSDAP im Jahre 1933 sieht der Autor den Höhepunkt. Auch geht der Verf. auf Folgen und Propaganda des Regimes unter Führung Hitlers und dessen Partei ein. Abschließend stellt er den Aufstieg der NSDAP in Münster dar und untermauert seine Erkenntnisse anhand eines Zeitzeug*inneninterviews mit seiner Großmutter. Im Fazit des Autors benennt er zudem Parallelitäten zu unserer heutigen Gesellschaft.",4 SAB 1438,1,33 S.,1923,1939,123,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Ole Ben F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 587,Die Fluchtbewegung aus dem damals besetzten Litauen im Winter 1944/45,"Die beiden Schülerinnen haben sich mit der Fluchtbewegung gegen Ende des Zweiten Weltkriegs von deutschen Siedler*innen in Litauen beschäftigt. Durch die Fluchtgeschichte eines Familienmitgliedes einer Verf. inspiriert, stehen Dinge, wie z.B. Fluchtmittel, Unterkünfte, Ernährung, Finanzierung und Bildung auf der Flucht vor der sowjetischen Armee im Mittelpunkt der Untersuchungen.",4 SAB 1397,0,26 S.,1944,1945,59,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Litauen," Ella B., Paulina K.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 590,Die Flüchtlinge des Vietnamkrieges,"Unter anderem wegen der Präsenz des Themas ‚Flucht‘ und weil die Mutter einer der Verf. selbst aus Vietnam geflohen ist, ist das Thema des Beitrags laut den Verf. die Geschichte von Geflüchteten im Kontext des Vietnamkriegs. Der Beitrag gliedert sich dabei hauptsächlich in drei Themenfelder: den Vietnamkrieg, die Flucht und die heutige Situation. Bei der Flucht stehen vor allen Dingen der eigentliche Verlauf, aber auch das Ankommen am Ziel im Mittelpunkt. Im Abschnitt über das heutige Leben geht es vor allen Dingen um die Situation der genannten Mutter, deren Situation in allgemeine Prozesse und Entwicklungen kurz eingebettet wird. Das Projekt basiert u.a. auf zwei Zeitzeug*inneninterviews: eines mit der Mutter, das andere mit einer Person, die während der Ankunft der Südvietnames*innen in der Flüchtlingshilfe und bei der Betreuung der geflohenen Kinder engagiert war. Beide Interviews befinden sich im Anhang.",4 SAB 1411,0,27 S.,1941,2019,129,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Vietnam," Martha C., Sina S.",Marienschule 599,Die Geschichte der autonomen Forschungsstelle „Schwarze Witwe“ in Münster zwischen 1986 und 2011,"Die „Schwarze Witwe“ war eine feministische und autonome Frauenforschungsstelle in Münster. Diese hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Rolle der Frau stärker in dem Mittelpunkt der Forschung zu stellen, da diese vor allem an den Universitäten kaum repräsentiert wurde. Im Rahmen eines Podcast, welcher vom Aufbau an die WDR-Radiosendung „ZeitZeichen“ angelehnt ist, hat sich die Verf. dieser Thematik genähert. Schwerpunkte des Hörfeatures sind vor allem die geleisteten Projekte, Aktionen und Initiativen der „Schwarzen Witwe“, wie z.B. ein feministisches Archiv, Selbstverteidigungskurse und einer Frauenradiogruppe. Ein weiterer großer Aspekt ist die finanzielle Unterstützung der Gruppierung durch die Stadt Münster. Immer wieder gab es Streitigkeiten um eine Bezuschussung, da eine Mehrheit der CDU dies ablehnte. Für eine Veranschaulichung werden neben den Informationen immer wieder kurze Interviewpassagen von Aktivistinnen eingespielt, die entweder direkt an der „Schwarzen Witwe“ partizipiert haben oder sich innerhalb des Berufes oder der Universität mit dem Thema beschäftigt haben.",4 SAB 1432,1,12 S.,1986,2011,59,20,"Audiobeitrag, Textbeitrag","Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",, Elinoah D.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 611,Die Geschichte einer Spätaussiedlerin am Beispiel meiner Großmutter,"Der Beitrag verarbeitet die Geschichte der Großmutter der Verf., die 1958 von Schlesien nach Deutschland zog, als fiktives Tagebuch, basierend auf den Gesprächen mit Familienangehörigen, die allerdings nicht dokumentiert sind. Bemerkenswert ist, dass nach jedem Tagebucheintrag eine „Erläuterung“ folgt, die den jeweiligen Eintrag kontextualisiert und seine Entstehung erklärt. Letztlich deutet sie die Geschichte ihrer Oma als den Versuch, aus einer Krise einen Neuanfang zu machen, und charakterisiert dies als produktiven Umgang. Es findet sich außerdem ein umfangreicher Anhang mit Bildern und dem Abdruck verschiedener Dokumente.",4 SAB 1404,1,41 S.,1958,1960,341,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Schlesien, Priska S.,Marienschule 624,Die Hilfsschule nach 1945 in Münster - Ein Umbruch im Schulsystem?,"Der vorliegende Beitrag widmet sich der sog. Hilfsschule im Kontext des Themas Inklusion. Dazu wird zunächst die Geschichte der Hilfsschule bis 1945 in Kaiserreich und Nationalsozialismus aufgearbeitet. Dem schließt sich eine Auseinandersetzung mit der Entstehung erster Hilfsschulstrukturen im vom Krieg zerstörten Münster an, betrachtet aber auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wie z.B. die Tabuisierung dieser Schulen. In diesem Sinne betrachtet der Text auch die Strukturen und Bedingungen, die zu einer Überweisung auf eine Hilfsschule führten, und die Folgen für die überwiesenen Kinder. Davon ausgehend blickt die Verf. auf die gegenwärtige Debatte über Inklusion. Schließlich zieht sie das Fazit einer positiven Veränderung der Debatte und Schulentwicklung und betrachtet die Hilfsschulen der Nachkriegszeit als wichtigen Schritt auf diesem Weg.",4 SAB 1477,1,31 S.,1933,2019,314,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Emilia A.,Marienschule 626,Die Hitlerjugend als prägendes ideologisches Element der Jugend im Nationalsozialismus,"Die beiden Schülerinnen beschäftigen sich in ihrem Beitrag für den Geschichtswettbewerb mit den Jugendorganisationen und Erziehungsmethoden der NS-Diktatur. Die umfassende Herangehensweise legt zuerst Grundprinzipien der nationalsozialistischen Ideologie dar, anschließend werden speziell Themenbereiche fokussiert, die junge Menschen stark prägen, wie z.B. Schule, Sport und Jugendpropaganda in den Medien. Das Hauptaugenmerk der Verf. liegt aber klar auf dem pädagogischen Weg der Kinder in den verschiedenen nationalsozialistischen Jugendorganisationen. Hier wird beschrieben, wie eine festgelegte Indoktrination in der Schule, dem Jungvolk (JV), der Hitlerjugend (HJ) und dem Bund Deutscher Mädel (BDM) dazu führen sollte, systemtreue und -nützliche Anhänger für den Nationalsozialis-mus zu gewinnen. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Schließung bzw. Gleichschaltung von anderen Jungendorganisationen. Zudem gehen die Verf. auf die Strukturen innerhalb der Organisationen ein und stellen, durch die Einbringung der Erzählung einer Zeitzeugin, anschaulich die Prozesse der Erziehung und Politisierung von jungen Menschen während der Naziherrschaft dar.",4 SAB 1450,0,44 S.,1928,1944,59,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche, Zeitzeug*inneninterviews",," Lea U., Ronja K.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 628,Die Jugendlichen vom Lambertibrunnen: Revolte – oder Langeweile?,"Die namensgebenden Treffen werden zunächst in den Kontext der Studentenbewegung ein-geordnet und der Beitrag beschreibt knapp, was sich bei den Treffen abspielte. Für das Aufhören der Treffen kann die Verf. keinen genauen Grund bestimmen. Letztlich kommt sie weiterhin zu dem Schluss, dass es heutzutage keine vergleichbaren Treffen mehr gebe und dass die damaligen Treffen eigentlich keine wirkliche Krise gewesen seien und es sich eher um vereinzelte Zwischenfälle handelte. Das Interview basiert u.a. auf Interviews mit damaligen Schüler*innen. Auch durch die angehängten Interviews ist der Anhang sehr umfangreich.",4 SAB 1469,1,25 S.,1950,1970,314,20,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Lamberti-Brunnen, Frieda B.,Marienschule 634,"Die Kriegserlebnisse meiner Urgroßtante Ada Dahl. Eine Beschreibung von Krise, Umbruch und Aufbruch auf der Grundlage des Tagebuches meiner Urgroßtante","Der Beitrag besteht vor allen Dingen aus einer historischen Biographie der Großtante der Verf. und legt den Fokus auf den Einfluss ihrer Kriegserlebnisse, z.B. die folgende Auswanderung in die Vereinigten Staaten von Amerika, und setzt sich diesbezüglich auch mit einem zeitgenössischen Zeitungsartikel auseinander, der sich um die neueingewanderte Familie dreht. Dabei steht der Verf. u.a. das Tagebuch ihrer Großtante zur Verfügung.",4 SAB 1416,1,14 S.,1920,2018,278,20,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel",USA, Pauline H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 647,Die Münsterische Stiftsfehde (1450-1457) und ihre Auswirkungen auf das Münsterland als Wirtschafts- und Lebensraum des Spätmittelalters,"In dem Beitrag des Schülers geht es um das Fehdewesen des Spätmittelalters. In einem ersten Teil wird die Fehde an sich näher erörtert. Diese diente als kriegerische Art der Auseinandersetzung, welche auf die Zerstörung der ökonomischen Potenz des Kontrahenten abzielte. Unter diesen Streitigkeiten hatte zumeist die einfache Bevölkerung zu leiden, da der Reichtum des Adels zu großen Teilen auf der Leibeigenschaft der Landbevölkerung ruhte und dieser in der Fehde einer der Hauptangriffspunkte darstellte. Beispielhaft wird anschließend anhand der Stiftsfehde in Münster, welche von 1450 bis 1457 aufgrund von Machtinteressen bezüglich der Neubesetzung des Bischofsitzes in Münster geführt wurde, dargestellt, wie sich diese Art der adeligen Auseinandersetzung auf den Wirtschafts- und Lebensraum Münster auswirkte. Ausführlich geht der Verf. auf finanzielle Aspekte wie z.B. kriegsnotwendige Investitionen, Steuererhöhungen und Verschuldungen ein, die sich direkt auf den Lebensstandard der Bürger ausgewirkt haben. Diese waren so teilweise gezwungen, Subsistenzwirtschaft zu betreiben, wodurch Adelige weniger Erträge hatten und sich das generelle Wohlstandsniveau verschlechterte. In einem letzten Aspekt geht der Verf. jedoch auch auf positive Folgen ein. So wurden durch das Fehdewesen grundsätzliche Rechte, wie z.B. ein erweitertes Mitspracherecht aller Bevölkerungsschichten, verabschiedet.",4 SAB 1498,1,26 S.,1450,1457,59,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Louis R.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 651,Die Odyssee der Schwarzmeerdeutschen. Der lange Weg nach Hause. Eine Kurzbiografie meiner Großmutter,"Der Beitrag behandelt die Geschichte der sogenannten Schwarzmeerdeutschen, mit Akzent auf das Beispiel der Großmutter der Verf.. Zuvor jedoch wird ausführlich die Geschichte um Einwanderungswellen und Integration der Schwarzmeerdeutschen im Kontext von gesellschaftlichen und politischen Ereignissen erläutert. Dem schließt sich eine Kurzbiografie der Großmutter an. Im Fazit geht die Verf. außerdem auf das Problem der Zugehörigkeit ein, aufgrund derer sie weder als ‚Deutsche‘ noch als ‚Russen‘ angesehen wurden.",4 SAB 1403,1,33 S.,1764,2007,341,20,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",, Laura K.,Marienschule 654,Die Protestanten in Münster und meine Oma Petra,"In dem 8-minütigen Videobeitrag des Schülers wird die Biografie von dessen Großmutter thematisiert und die Nachteile, die das Leben als Protestantin im katholischen Münster mit sich brachte. Die Erkenntnisse stammen aus einem Zeitzeug*inneninterview mit der Großmutter, welches an persönlich markanten Orten im Leben von dieser geführt wurde. So ist ein herauszuhebendes Beispiel, dass die Großmutter zum katholischen Christentum konvertieren musste, weil sie einen katholischen Mann liebte und diesen solange nicht ehelichen konnte, bis sie selbst Katholikin wurde.",4 SAB 1426,1,8 S.,1950,2000,348,20,"Film, Filmbeitrag",Zeitzeug*inneninterviews,, David K.,Gesamtschule Münster-Mitte 666,"Die Stadt Münster zwischen Krise, Umbruch und Aufbruch? Die Rolle des „Kultur-kampf-Bischofs“ Johann Bernard Brinkmann","Die Arbeit setzt sich mit der Geschichte des Bischofs Johann Bernard Brinkmann und seiner Rolle im Kontext des Kulturkampfes in Münster auseinander. Dabei ordnet die Verf. die Geschehnisse zunächst in den historischen Kontext der deutschen Nationswerdung und der sogenannten ‚inneren Einigung‘ ein und beschreibt schließlich den Kulturkampf und seine Manifestation in Münster, deren Geschehnisse sie mit Fokus auf den Bischof u.a. anhand der Schilderungen Johannes Schürmanns, der zur Zeit der Ereignisse Pfarrer in Duisburg war, darlegt. Letztlich fasst sie die Auswirkungen und Reaktionen bezüglich der verschiedenen Akteur*innen des Kulturkampfes in Münster zusammen und hält fest, dass der Kulturkampf in Münster für den Staat gescheitert sei und dass die katholische Bevölkerung durch den Kulturkampf einen stärkeren Zusammenhalt entwickelt habe.",4 SAB 1511,1,28 S.,1870,1887,172,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Alina R.,Gymnasium Wolbeck 668,Die Synagoge in Münster im Wandel der Zeit,"Der Beitrag beschreibt die Geschichte der Synagoge Münster von ihrer Entstehung 1880 über ihre Zerstörung während der nationalsozialistischen Diktatur bis zu ihrem Wiederaufbau in der Nachkriegszeit und der weiteren Entwicklung. Der über weite Teile bebilderte Text kommt schließlich zu dem Fazit, dass auch heute noch Schutz für die jüdische Gemeinde in Münster unverzichtbar sei, auch wenn es teilweise anders scheinen mag.",4 SAB 1425,1,13 S.,1880,1961,341,20,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Internetquellen","Synagoge, Münster", Lilli H.,Marienschule 669,Die Teilung Deutschlands – vom Flüchtenden zum Fluchthelfer,"Grundlegend für das Werk des Verf. ist die Flüchtlingsgeschichte seines Großvaters aus der ehemaligen DDR. Nach einer kurzen grundlegenden Einführung in die Thematik werden Hintergründe, Ursachen und Motivation der Flucht des Großvaters anhand eines Zeitzeug*inneninterviews ergründet. Ein wichtiges zweites Thema bildet die Fluchthilfe, in die der Großvater anschließend auch verwickelt war. Da diesem relativ früh die Flucht in den Westen gelungen war, versuchte er sukzessiv die Familie in die BRD nachzuholen. Dies gelang ihm teilweise durch gefälschte Ausweispapiere, jedoch auch durch den Schmuggel in umgebauten Wagen von professionellen Schleusern.",4 SAB 1408,1,17 S.,1949,1975,123,20,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",DDR, Paul K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 671,Die Textilkrise im Münsterland in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts,"Der Beitrag behandelt zunächst die Geschichte der Textilproduktion im Münsterland und in Westfalen und legt dabei einen besonderen Fokus auf die Krise der Textilproduktion in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die der Verf. als Ergebnis zunehmender Textilimporte und steigender Globalisierung bezeichnet. Dem folgen zwei Interviews, eines mit einem Zeitzeugen, der selbst von der sog. Textilkrise betroffen war, und eines mit einem Vertreter des Verbandes der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V.. Den größten Teil der Arbeit nehmen jedoch verschiedene Beispiele über die heutige Nutzung von ehemaligen Textilanlagen ein. Im Fazit wird besonders die Wichtigkeit eines produktiven Umgangs mit Krisen hervorgehoben.",4 SAB 1486,1,29 S.,1500,2000,45,20,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Jakob B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 680,"Die verlorene Jugend meiner Oma. Dresden 1945. Angriff, Flucht, Neuanfang","Die Verf. beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit dem Angriff auf Dresden und dessen Folgen, vor allen Dingen in Bezug auf ihre Großmutter. Nachdem diese vorgestellt wird, werden verschiedene Berichte, Deutungen und auch Instrumentalisierungen der Ereignisse mit den Berichten ihrer Großmutter und denen anderer Zeitzeug*innen verglichen. Anschließend werden Flucht und Neuanfang der Großmutter thematisiert und in den historischen Kontext gestellt. Es ist außerdem zu erwähnen, dass ein Kapitel folgt, welches sich mit den Schwierigkeiten des Interviews und der Einordnung des Gesagten auseinandersetzt. Im Fazit reflektiert die Verf. das Erreichen ihrer Forschungsergebnisse und diskutiert die Notwendigkeit des Angriffes auf Dresden, um ihn schließlich als von der üblichen Kriegsführung abweichend zu charakterisieren. Sie zieht das Fazit, dass die Zivilbevölkerung „getroffen und ausgelöscht werden“ sollte. Dem eigentlichen Teil schließt sich ein fiktives Tagebuch aus der Sicht der Großmutter an. Es findet sich außerdem ein sehr umfangreicher Arbeitsbericht.",4 SAB 1392,1,50 S.,1949,1955,279,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Dresden, Ann-Kathrin G.,Marienschule 681,Die versuchte „Gleichschaltung der evangelischen Kirche“ zu Beginn der NS-Herrschaft 1933/34 am Beispiel der Kirchengemeinde in Kattenvenne – die Abwehr der feindlichen Übernahme durch den Ortspfarrer Carl Pabst,"In dem Beitrag geht es um den Versuch von Teilen der evangelischen Kirche, sich der Gleichschaltung durch das NS-Regime zu widersetzen. Dies wird am Beispiel von Carl Pabst und der Kattenvenner Gemeinde illustriert, die sich dem Einfluss der Deutschen Christen und der NSDAP in kirchlichen Angelegenheiten widersetzten. Dies wird zunächst in den historischen Kontext des Konfliktes zwischen evangelischer Kirche und Nationalsozialisten eingeordnet, wonach eine Vorstellung von Carl Pabst und der Ausgangslage in seiner Gemeinde folgt. Der Kern der Arbeit besteht in einer detaillierten Auseinandersetzung mit den einzelnen Konfliktpunkten in politischer und theologischer Hinsicht. Auch wird der Lösungsvorschlag von Carl Pabst in Zusammenhang mit seinen theologischen Überzeugungen und Vorstellungen für eine Neustrukturierung der evangelischen Kirche herausgearbeitet. Letztlich findet der Beitrag ein recht differenziertes Fazit, das zwar den Widerstand und seine Bedeutung anerkennt, jedoch auch immer wieder in Nebensätzen die Begrenzung dessen auf kirchenpolitische Aspekte reflektiert. Am Schluss spekuliert der Text außerdem über eventuelle Lehren aus dem Themenkomplex für moderne Probleme der evangelischen Kirche, bspw. Kirchenaustritten. Dies alle tut die Verf. sehr quellennah, indem viele der Schriften von Pabst weitläufig mit eingebunden werden.",4 SAB 1419,1,9 S.,1933,1941,278,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",Kattenvenne, Valeria P.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 683,Die Vertreibung der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei,"Aufgrund dessen, dass die Großmutter der Verf. als Sudetendeutsche nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben wurde, setzt sich der Beitrag sowohl mit ihrer Geschichte im Speziellen als auch mit der Geschichte der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg insgesamt auseinander. Als Gründe für die Vertreibung nennt sie eine Kette von Ereignissen, u.a. nationalistische Tendenzen in der Tschechoslowakei und das Potsdamer Abkommen in Zusammenspiel mit Rachegedanken in Teilen der sich neu ansiedelnden tschechoslowakischen Bevölkerung. Anschließend beschreibt die Verf. die Geschichte ihrer Großmutter, deren Befragung in einem Interview eine wesentliche Stütze der Arbeit bildet. Für ihre Großmutter habe die Vertreibung keine nachhaltigen oder schweren Folgen gehabt, da sie sich gut integriert gefühlt habe, jedoch hält die Verf. auch fest, dass u.a. viele Betroffene noch lange psychische Folgen verspürt hätten, und erläutert ausführlich weitere Folgen der Erfahrungen. Letztlich geht sie auch auf die Effekte für nachfolgende Generationen ein. Der Arbeit liegen außerdem viele private Bilder und Dokumente bei, die den familiengeschichtlichen Teil ergänzen. Die Verf. hat außerdem zwei beiliegende Lieder geschrieben und aufgenommen, in der sie ihre Eindrücke verarbeitet. Die entsprechenden Lyrics befinden sich im Anhang. Durch den ausführlichen Arbeitsbericht lässt sich der Prozess des Weiteren gut nachvollziehen.",4 SAB 1398,1,32 S.,1923,1997,341,20,"Audiobeitrag, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Sudetenland, Frederike T.,Marienschule 690,Die Wiedertäufer – das Brettspiel,"„Die Wiedertäufer – das Brettspiel“ ist eine an ‚Monopoly‘ angelehnte Umsetzung des Konflikts zwischen Bischof und Wiedertäufern in Münster. Das Spiel wird in zwei Teams (Bischof und Wiedertäufer) mit jeweils 1-2 Spieler*innen gespielt, die möglichst viel ‚Ansehen‘ und ‚Taler‘ sammeln müssen, um zu gewinnen. Dies tun sie durch bestimmte Felder sowie Ereignis- und Entscheidungskarten, die sie durch Würfeln erreichen. Das Ansehen bestimmt dabei die Menge an Talern, die Spieler*innen erhalten, wenn sie das ‚Start‘-feld passieren. Statt eines ‚Gefängnisses‘ gibt es den ‚Käfig‘, in den Spieler*innen gesperrt werden können. Sobald alle das Startfeld passiert haben, beginnt ein neues Jahr, das einer neuen Runde entspricht, wodurch die Ereignis- und Entscheidungskarten mit neuen für das entsprechende Jahr spezifischen Ereignissen ersetzt werden. Die Karten spiegeln dabei stets historische Momente wie z.B. Hungersnöte während der Belagerung Münsters o.ä. wider. Bemerkenswert ist, dass sämtliche Spielmaterialien in der Arbeit enthalten sind (ca. 12 S.) und vollständig ausgestaltet wurden, sowie trotz der medieneigenen Genrelogik eng an historische Ereignisse angebunden sind. Außerdem liegen dem Projekt zusätzlich zum Arbeitsbericht individuelle Erfahrungsberichte (ca. 4 S.) der Verf. bei. Außerhalb des eigentlichen Spiels und der Berichte findet jedoch abgesehen von einer Einleitung keine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema statt.",4 SAB 1502,0,40 S.,1530,1535,50,20,"Spiel, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen",," Daniel K., Finn K., Sören B.",Gesamtschule Münster-Mitte 701,Diskriminierung im Wandel der Zeit,"Die Arbeit der drei Verf. setzt sich mit verschiedenen Formen von Diskriminierung auseinander: gegenüber Frauen, Menschen mit Behinderung und Homosexuellen. Exemplarisch wird jedes der Phänomene in je eigenen kurzen Romanen behandelt, die alle in Münster spielen. Anschließend wird jeder Roman nochmals in den historischen Kontext eingebettet und durch über die Handlung hinausgehende Ereignisse unterfüttert. Alle Romanteile basieren zumindest lose auf historischen Ereignissen oder erzählen sogar das Leben historisch verbürgter Personen nach. Als Fazit ziehen die Verf., dass absolute Gleichberechtigung zwar nicht zu erreichen sei, aber weiterhin als Ideal hochgehalten werden solle, und rufen Leser*innen dazu auf, sich gegen Diskriminierung einzusetzen.",4 SAB 1436,0,23 S.,1950,1995,341,20,"Novelle, Textbeitrag","Archivalien, Internetquellen",," Ida H., Sarah A., Mia Luca K.",Marienschule 713,"Ehre, wem Ehre gebührt? Ein Mediziner in der Nachkriegszeit","Die Schülerin setzt sich in dem Beitrag mit dem Mediziner Prof. Dr. Karl-Wilhelm Jötten auseinander. Dabei betrachtet die Arbeit seine Karriere, insbesondere während des Nationalsozialismus und seiner dortigen Forschung im Bereich der ‚Rassenhygiene‘, sowie seinen anschließenden Werdegang und seine heutige Rezeption. Letzteres ordnet sie dabei in den Kontext des Ärztemangels in der Nachkriegszeit sowie das entstehende Dilemma in Bezug auf die Weiterbeschäftigung von Ärzten, die in der NSDAP aktiv waren, ein. Am Ende kommt sie zu einem differenzierten Ergebnis: Obgleich sie negativ zur Weiterbeschäftigung Jöttens eingestellt ist und die 2012 erfolgte Umbenennung einer nach ihm benannten Straße gutheißt, erkennt sie die Notwendigkeit der Umstände an. Sie beruft sich dabei auf eine vielfältige Quellenbasis. Außerdem führt sich ein umfangreiches Interview (5 S.) mit Professor Dr. Hans-Georg Hofer.",4 SAB 1493,1,19 S.,1886,2012,242,20,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Antonia M.,Marienschule 715,Ein „Wanderzirkus der Revolution“? – Die 68er Bewegung in Münster und deren unterschiedliche Wertung im Spiegel lokaler Medien und zeitgenössischer Leserbriefe,"In seiner Arbeit vergleicht der Verf. die Berichterstattung der Westfälischen Nachrichten und der Münsterschen Zeitung in Bezug auf die 68er-Bewegung. Die Berichte werden in Teilthemen gegliedert und anschließend schematisch analysiert. Als Themenbereiche der Berichterstattung benennt der Verf. den Vietnamkrieg, Martin Luther King, Rudi Dutschke, Kurt Georg Kiesinger und die Notstandsgesetze. Innerhalb dieser Kapitel führt der Schüler, nach einer historischen Verortung des jeweiligen Themas, Berichte aus beiden Zeitungen an und untersucht diese. In einem letzten Schritt vergleicht der Verf. die Artikel und verdeutlicht Unterschiede in der Ausrichtung der Zeitungen. Des Weiteren werden zum Thema der Notstandsgesetze Leserbriefe und die Meinungen der Bürger ausgewertet. Der Begriff „Wanderzirkus“, welcher im Titel erwähnt wird, bezieht sich auf einen Vergleich aus einem der Leserbriefe, in dem der Autor des Briefes die studentische Bewegung amüsant und nicht ernstzunehmend findet und die demonstrierenden Studenten mit dressierten Tieren vergleicht.",4 SAB 1471,1,44 S.,1968,1975,59,20,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen",, Joshua L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 756,Eingesperrt oder ausgesperrt? Die Berliner Mauer und meine Familie,"Das Projekt setzt sich mit der Berliner Mauer und deren Auswirkung auf die Familie der Verf. auseinander. Dazu beschreibt die Arbeit zunächst verschiedene Erklärungsansätze für die Spaltung der Bundesrepublik und den Mauerbau jeweils aus Sicht der DDR und aus „heutiger“, also aus westdeutscher/gesamtdeutscher Sicht. Um diese unterschiedlichen Perspektiven zu erklären, hat die Verf. Interviews mit Mitgliedern ihrer Familie geführt, die in einem sehr umfangreichen Anhang aufgeführt sind, stellt dabei die Meinungen der Familienmitglieder mit westdeutschem Hintergrund denen mit einem ostdeutschen gegenüber und drückt schließlich ihre Verwunderung darüber aus, dass die Familienmitglieder, die in der DDR lebten, sich mit der Mauer arrangieren konnten.",4 SAB 1525,1,32 S.,1945,1990,279,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",DDR, Ida M.,Marienschule 758,Einmal Düsseldorf und zurück – Eine Kindheit im NS / Die Geschichte meiner Großmutter,"In der Arbeit setzt sich die Schülerin mit der Geschichte ihrer Großmutter auseinander, die 1941 zunächst von Düsseldorf nach Stalowa Wola zieht, jedoch in den Wirren des Zweiten Weltkriegs immer wieder gezwungen ist, weiterzuziehen oder zu fliehen. Zunächst gehen sie und ihr Ehemann nach Gaudenz, sehen sich durch die allgemeine Not dann aber gezwungen nach Chemnitz zu ziehen und von dort aus nach Thüringen, wo sie jedoch immer wieder den Standort wechselten, teils aus eigener Motivation, teils weil ihnen ein neuer Standort zugewiesen worden war. Schließlich finden sie jedoch wieder den Weg zurück nach Düsseldorf. Auf diesem Weg schildert sie die widrigen Umstände wie Wohnungsnot, Hunger und das ständige Umherziehen sowie das Verhältnis zu dem NS-Regime und später zu den Alliierten. Es finden sich außerdem viele Karten, die politische Verhältnisse, aber vor allem die Routen, die ihre Großmutter nahm, illustrieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Verhältnis der Großmutter zu ihrem Ehemann, dem Großvater der Schülerin, das sich zeitweise entfremdete auf Grund des häufigen Getrennt-Seins. Außerdem findet sich ein umfangreiches Interview (4 S.) mit der Großmutter im Text wieder. Darüber hinaus hat die Verf. sich intensiv mit den handgeschriebenen Notizen ihrer Großmutter aus der Zeit auseinandergesetzt und so bislang unbearbeitetes Quellenmaterial erschlossen. Im Fazit transferiert die Verf. die Erfahrungen ihrer Großmutter auf das größere Problem ‚Flucht‘, betont, dass es auch möglich ist, Migrant*in im eigenen Land zu sein und vergleicht die Situation ihrer Großmutter mit aktuellen Fluchtbewe-gungen.",4 SAB 1394,1,25 S.,1910,1948,302,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Café Kleimann, Münster, Chemnitz, Düsseldorf, Grudziądz", Luise A.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 762,Emanzipation in den 70er Jahren – die wichtigsten Anliegen der Frauenbewegung,"Der Filmbeitrag beschäftigt sich mit einigen zentralen historischen Entwicklungen der Frauenbewegung und blickt dabei auch immer wieder in die Gegenwart. Die verhandelten Themen sind Bildung, Entgeltgleichheit, Familienbilder und Schwangerschaftsabbrüche. Das Vermittelte wird als Videoformat dargestellt, in dem die Verf. immer wieder auf einer neutralen Fläche verschiedene Zettel mit Schlagworten oder Grafiken auflegen, um das Gesagte zu visualisieren Genauere Angaben zu Recherche und Forschungsliteratur bzw. Quellen fehlen. Ein Arbeitsbericht ist ebenfalls nicht vorhanden.",4 SAB 1431,0,8 S.,1970,2018,136,20,"Film, Filmbeitrag",,," Greta K., Karlotta S.",Ratsgymnasium 800,Flucht und Vertreibung aus Ostpreußen am Beispiel meiner Familie 1944-1945,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Flucht ihrer Familie aus Ostpreußen im Zuge des 2. Weltkriegs. Sie geht zunächst knapp auf die Gründe ein, v.a. auf das Vorrücken der Roten Armee, widmet sich dann aber sehr schnell einer Beschreibung des Fluchtweges. Zunächst beschreibt sie die beiden grundsätzlichen Möglichkeiten – den Land- und den Seeweg –, um im Anschluss detailliert den Weg, den ihre Familie damals nahm, zu beschreiben. Die Flucht kennzeichnet sie im Fazit schließlich als Krise. Im umfangreichen Anhang befinden sich u.a. ein Interview mit der Großmutter der Verf. und einem Pfarrer, die beide von ihren Fluchtgeschichten berichten.",4 SAB 1388,1,28 S.,1944,1945,341,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Ostpreußen, Dorothea G.,Marienschule 801,Flucht und Vertreibung aus Schlesien am Beispiel zweier Familien,"Was bedeutet es für ein Kind, wenn es von heute auf morgen die Heimat verlassen muss? Dieser Frage geht die Schülerin in ihrer Arbeit nach. Am Beispiel der Flucht ihres Großvaters, welcher 4 Jahre alt war im Jahr des Kriegsausbruchs 1939, legt sie die Schwierigkeiten einer jungen Familie dar. In den verschiedenen Abschnitten beschäftigt sich die Verf. mit den unterschiedlichen Familienmitgliedern und deren Laufbahn bis zur Flucht aus Schlesien im Jahre 1945. Immer wieder werden die Abschnitte durch Rückblicke des Großvaters und dessen beiden Geschwistern ergänzt. Anschließend nimmt die Autorin das Schicksal einer zweiten Familie auf, die jedoch wesentlich ärmer und damit auch beschränkter in ihrer Situation war, und vergleicht die Schicksale. Die Erzählungen und Aussagen stützt die Schülerin zu großen Teilen auf ein Buch, welches von der Tante der Verf. anlässlich des 80. Geburtstages des Großvaters über die Flucht verfasst wurde.",4 SAB 1391,1,48 S.,1933,1945,59,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",Schlesien, Ida D.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 805,Flüchtlinge früher und heute,"Für den Geschichtswettbewerb haben die beiden Verf. eine PowerPoint-Präsentation erstellt, um frühere und heutige Flüchtlingssituationen zu vergleichen. Dabei haben sie als vergangene Flüchtlingssituation die DDR gewählt. Als Vergleichspunkt werden die Flüchtlingsströme ab dem Jahr 2015 in Deutschland herangezogen. Beide Situationen werden größtenteils in Zahlen miteinander verglichen.",4 SAB 1396,0,6 S.,1961,2018,73,20,"Power-Point-Präsentation, Textbeitrag",Internetquellen,," Dominik K., Noah G.",Hans-Böckler-Berufskolleg 815,Frauen bei der Polizei zwischen Rollenklischee und Emanzipation – Eine Geschichte der Auf- und Umbrüche,"Mit dem Beispiel der Polizei thematisiert die Verf. die Rolle und die Gleichberechtigung der Frau in einem Berufsfeld, das lange von Männern dominiert wurde und ein gänzlicher Strukturwandel auch noch nicht abgeschlossen scheint. Um einen Überblick zur Geschichte der Frau im Polizeiberuf zu vermitteln, skizziert die Schülerin die Stellung der Frau im Dienst in verschiedenen Epochen und Regionen. Hier werden u.a. als historische Umstände Preußen, das Deutsche Kaiserreich, die Weimarer Republik, die NS-Zeit und die DDR genannt. Regionale Vertiefungen der Frage werden z.B. in NRW und Hamburg analysiert. Anschließend folgt eine Argumentation über die Einführung der Frau in den polizeilichen Dienst. Am Ende des Beitrages wirft die Verf. jedoch noch den Blick auf das aktuelle Geschehen innerhalb der Polizei und führt dafür mit verschiedenen Polizist*innen Interviews, unter anderem mit der Gleichstellungsbeauftragten der Polizei Münster, um aktuelle Problematiken der Polizei in der heutigen Situation darzustellen.",4 SAB 1430,1,30 S.,1800,2018,59,20,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",, Rieke E.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 840,Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen und der Konflikt mit der Stadt Münster,"Ihren selbstgestalteten Podcast widmen die beiden Schüler dem Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen und dessen Konflikt mit der Stadt Münster in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Darin gehen sie zuerst auf Herkunft und Ausbildung des Bischofs ein. Laut Verf. sei es für von Galen später die wichtigste Aufgabe gewesen, die Stadt wieder unter seine Kontrolle zu bringen und die restlichen Gegner des vergangenen Dreißigjährigen Krieges aus der Stadt zu vertreiben. In der Folge gab es immer wieder Auseinandersetzungen, durch die der Fürstbischof sich sogar zweimal genötigt sah, die Stadt Münster zu belagern. So sei von Galen, nach Auffassung der Autoren, eine ambivalente Gestalt in der Münsteraner Stadtgeschichte gewesen, der auf der einen Seite versucht habe, den Katholizismus wieder zu stärken und auf der anderen Seite dem westfälischen Volk auch Leid gebracht habe.",4 SAB 1507,0,13 S.,1606,1678,140,20,"Audiobeitrag, Podcast, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",," Lennart S., Robin B.",Gymnasium Wolbeck 849,Gehen oder Bleiben? – Der gescheiterte Volksaufstand in Ungarn 1956 – Eine politische Krise aus unterschiedlichen persönlichen Perspektiven,"Die Migrationsgeschichte von Familienangehörigen und Bekannten, die durch den Volksaufstand in Ungarn im Jahr 1956 beeinflusst wurde, hat der Verf. zum Anlass genommen, sich eingehender mit dem Thema zu beschäftigen und seinen Beitrag zum Geschichtswettbewerb darüber zu verfassen. Kleinschrittig geht er auf die verschiedenen Phasen des Aufstands ein, stellt Hintergrundwissen und arbeitet die Zeitzeugen*inneninterviews in seine Darstellung der Geschehnisse ein. Zudem beruft der Verf. sich auf ein Tagebuch seiner damals 11-jährigen Großmutter und versucht so den Aufstand aus der Sicht eines jungen Mädchens darzustellen und die Folgen des Aufstands festzuhalten. Ferner beschäftigt der Verf. auch mit den aktuellen politischen Ereignissen in Ungarn und stellt Bezüge zu der anhaltenden Flüchtlingssituation her.",4 SAB 1522,1,48 S.,1956,1956,54,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Ungarn, Joris H.,"Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Wilhelm-Hittorf-Gymnasium" 858,Gerhard Domagk und sein Kampf gegen die „weiße Pest“: Ein Forscher im Spannungsfeld wissenschaftlicher und politischer Interdependenzen in Zeiten der Krise und Umbrüche,"Die Arbeit der beiden Schülerinnen beschäftigt sich mit dem Münsteraner Arzt Gerhard Domagk und seinem Kampf gegen die Krankheit Tuberkulose. In der klar strukturierten Arbeit wird zuerst die Krankheit selbst näher erläutert. Anschließend widmen sich die beiden Verf. der Krankheit im 19. Jahrhundert, weil es dort zu einer ersten intensiven Auseinandersetzung mit dieser kommt, da Tuberkulose im Deutschen Reich eine der weitverbreiteten und tödlichen Erkrankungen war. Vor allem die Forschung von Robert Koch wird hier genannt, auf der auch die spätere Forschung Domagks aufbaut. Speziell Münster, mit einer der höchsten Todesraten im Deutschen Reich, dient als Beispiel. Als Gründe der Ausdehnung werden zudem Aspekte wie Hygiene, Wohnsituation, Familienleben und Diagnose analysiert. Eine Lösung der Problematik deutete sich erst mit den Forschungen Domagks 1935 an. Um dies näher zu beschreiben, legen die Verf. die Biografie, Forschungsprozess und Auswirkung der Untersuchungen dar. Als wichtigen und kritischen Punkt heben die Schülerinnen jedoch auch die Forschung Domagks während des Zweiten Weltkriegs in der Bayer AG hervor, welche von Menschenversuchen an Häftlingen und Zwangsarbeit profitierte. Zudem war die Bayer AG Teil der Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG (kurz: I.G. Farben), die durch die Lieferung des Gases Zyklon B an Konzentrationslager den Holocaust aktiv unterstützte. Abschließend setzen sich die Schülerinnen noch mit der akuten Lage und Bedrohung von Tuberkulose auseinander.",4 SAB 1494,0,36 S.,1900,2019,59,20,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Johanna H., Sophia B.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 886,Hans Krüger: Einer von Vielen – Und ein Beispiel für den schwierigen Umgang mit den Kriegsverbrechen der Nationalsozialisten in der Bundesrepublik Deutschland,"Durch einen Zeitungsartikel wurde die Verf. auf den langjährigen und öffentlichen Prozess gegen den NS-Kriegsverbrecher Hans Krüger aufmerksam, welcher lange in der Nähe von Münster lebte. Seitdem beschäftigte die Schülerin sich für ihren Beitrag mit dem Prozess und dem schwierigen Umgang mit Kriegsverbrechern in einer modernen Demokratie. Die Autorin erarbeitet vor allem die Darstellung von Krügers Verbrechen und den Umgang mit diesen im Rahmen eines öffentlichen juristischen Prozesses. In einem ersten Teil erfolgt eine historische Kontextualisierung. Im zweiten Teil wird die Person Hans Krüger an sich beleuchtet. Nach einer kurzen Biografie liegt der Fokus vor allem auf den Verhandlungen und der damit einhergehenden Berichterstattung der „Westfälischen Nachrichten“. Für eine rechtskräftige Verurteilung brauchte das Landgericht sehr lange, da über 75 Punkte der Anklageschrift verhandelt werden mussten, teilweise mit einem internationalen Zeugenstand. Nach dieser Erörterung werden die Folgen der Kriegsverbrecherverfolgung insgesamt aber auch speziell für Krügers Fall bilanziert und kritisiert. Interessant hervorzuheben ist, dass der längste Bericht über den Kriegsverbrecherprozess von Hans Krüger im Jahr 2016 zum 50. Jubiläum verfasst wurde. Dies zeige laut Verf. gut die Kriegsverdrossenheit dieser Zeit, welche die Verf. stark verurteilt.",4 SAB 1463,1,31 S.,1941,2018,59,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",, Elisabeth J.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 907,Helmut Kemper: „Und dann ist hier und da mal vereinzelt eine kleine Bombe eingeschlagen“ – Schapdetten im Zweiten Weltkrieg,"Die drei Verf. dieser Arbeit haben die Gemeinsamkeit, dass sie alle aus dem kleinen Dorf Schapdetten im Münsterland kommen. Dieser Umstand inspirierte sie dazu, sich in ihrem Beitrag für den Geschichtswettbewerb näher mit der Geschichte des Ortes zu befassen. Die Arbeit haben sie für diesen Zweck in einen sachlichen und einen kreativen Teil gegliedert. Im Verlauf des ersten Teils versuchen die Verf. die Lebensbedingungen der ländlichen Gebiete darzustellen und in welcher Hinsicht der Krieg diese Gebiete beeinflusst und verändert hat. Im zweiten Teil der Arbeit nähern sich die Verf. dem Thema kreativ im Rahmen einiger Tagebucheinträge eines fiktiven Protagonisten, der die Zeit des Krieges in Schapdetten und dem Münsterland erlebt. Der 20 Seiten lange Anhang enthält neben einer transkribierten Version des Zeitzeug*inneninterviews auch mehrere Kochrezepte, welche für Zeit und Region typisch waren.",4 SAB 1445,0,43 S.,1939,1945,279,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Schapdetten," Frieda Johanna S., Johanna F., Lara Marie W.",Marienschule 929,"Höhen und Tiefen eines Reformators – Krisen, Umbrüche, Aufbrüche des Münsteraner Theologen Bernd Rothmann","Die Verf. widmen sich in ihrem Beitrag Bernd Rothmann, der eine der Führungsfiguren innerhalb der Wiedertäufer war. Dazu wird seine Biografie zunächst kurz wiedergegeben, die anschließend in den Kontext der Reformations- und Wiedertäuferbewegung eingeordnet wird. Danach werden seine theologischen Vorstellungen und Einflüsse vertiefend erläutert. Schließlich wird sein Leben als eine Geschichte des Aufstiegs aus sehr einfachen Verhältnissen charakterisiert, der durch seine radikalen Ansichten polarisiert habe und ein bemerkenswertes rhetorisches Talent gehabt habe, das ihm seinen Aufstieg gesichert habe.",4 SAB 1499,0,26 S.,1495,1535,278,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",," Justus D., Marius B., Mats K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 956,Johannes Brenz – Welche Einstellung hatte Johannes Brenz zu den Wiedertäufern und dem Bauernkrieg?,"Im Beitrag der Schülerin geht es um den evangelischen Theologen und württembergischen Reformator Johannes Brenz, welcher von 1499-1570 lebte. Zu dem Thema kam die Schülerin, als sie den Stammbaum ihrer Großeltern betrachtete und an dessen Anfang den Namen des Theologen fand und sie somit eine Nachkommin von Brenz ist. In einem ersten Abschnitt wird die Biografie des Reformators beschrieben. Dabei ist vor allem seine Begegnung mit Martin Luther zu erwähnen, welche diesen nachhaltig für sein Leben beeinflusste und ihn, laut Verf., zu grundlegenden reformatorischen Ansichten hingebracht habe. Einen Großteil seines Lebens verbrachte Brenz in Schwäbisch Hall, wo er in der Kirche St. Michael als Prediger arbeitete und protestantische Lehren verbreitete. Aufgrund seiner theologischen Ansichten musste der Reformator zudem immer wieder vor Repressionsmaßnahmen fliehen. In einem zweiten Abschnitt werden die Bauernkriege von 1524/1525 und die Geschichte der Münsteraner Wiedertäufer näher erläutert und die Meinung von Johannes Brenz zu diesen Themen dargelegt. Beide Standpunkte sind überliefert, da entweder direkt nach der Meinung des Theologen gefragt wurde oder dieser selbst Predigten dazu schrieb. Grundsätzlich lehnte er jedoch beide Geschehnisse ab.",4 SAB 1500,1,19 S.,1499,1570,,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Jule P.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 990,Keine Perspektive im Beruf: ungewollte Schwangerschaft – Was Afrika und Europa verband,"In ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb beschäftigt sich die Schülerin der 8. Jahrgangsstufe mit dem Leben ihres Großvaters und dessen Reise aus Tunesien nach Deutschland. Dieser kam für ein Philosophiestudium an die Westfälische-Wilhelms Universität nach Münster. In Deutschland angekommen, lernte er die Großmutter der Autorin kennen, woraus eine ungewollte Schwangerschaft entstand. Anhand von Zeitzeug*inneninterviews schildert die Verf. die Schwierigkeiten, welche es durch die Schwangerschaft gab, da weder ein Schwangerschaftsabbruch noch eine Heirat eine wirkliche Option waren.",4 SAB 1070,1,12 S.,1945,2019,204,20,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Tunesien, WWU Münster", Charlotte M.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1001,"Kinderlandverschickung in Tagebuchperspektiven – „Kriegsheimat“ zwischen Fürsor-ge und Ideologie: Münsteraner Kinder in Krise, Umbruch und Aufbruch","Die Verf. thematisiert in ihrem Beitrag die Kinderlandverschickung der Nationalsozialisten. Im Rahmen von fiktiven Tagebucheinträgen nähert sich die Schülerin in ihrem 59 Seiten starken Werk der Verschickung von Kindern in ländliche Gebiete. Die Kinderlandverschickung wurde zuerst aufgrund von erziehungspolitischen Interessen der Nazis entwickelt, später spielte diese als regimefreundliche Bezeichnung für die Evakuierung von Kindern während der Bombenangriffe der Alliierten eine große Rolle. Diese Einteilung ist auch grundlegend für die Verf., da ihrer Ansicht nach die Verschickung von Kindern zum Schutz vor Bomben durchaus eine Berechtigung besessen habe, die ideologische Indoktrinierung im Rahmen von Kinderfreizeiten auf dem Land aber mehr als kritisch gesehen werden müsse. Um das Thema möglichst facettenreich darzustellen, bedient sich die Verf. der Möglichkeit, die Geschehnisse in den verschiedenen Zeitabschnitten aus mehreren Perspektiven darzustellen. So wird z.B. das Kapitel „Kriegserfahrungen in der Schule und Zuhause in Münster“ aus der Sicht einer Studienrätin, einer Schülerin und eines Vaters erzählt, wobei die fiktiven Tagebucheinträge stets in einem sachlich-fundierten Umfeld spielen.",4 SAB 1448,1,59 S.,1933,1945,59,20,"Tagebuch, Textbeitrag","Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Marta M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1002,Kinderlandverschickung und Familienspaltung im 2. Weltkrieg in Münster – Welche negativen und positiven Aspekte der Kinderlandverschickung gab es?,"In seinem Beitrag thematisiert der Autor die Kinderlandverschickung (KLV) im Zweiten Weltkrieg. Hierbei möchte er einen grundlegenden Eindruck vermitteln, spezialisiert sich dann aber vor allem auf positive und negative Aspekte, die es bei der Umsetzung gab. Um die Thematik greifbar zu machen, erklärt der Schüler zuerst den Aufbau und die Herkunft der Organisation. So stellt dieser dar, dass die Idee im ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden sei, vor allem durch die Arbeit karitativer Organisationen, und dazu diente, dass Kinder aus städtischen Gebieten eine Abwechslung auf dem Land bekamen. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten war diese Idee jedoch einem stetigen Wandel unterzogen. So haben sie die KLV zuerst als Instrument genutzt, um ihre Ideologie den Kindern in Lagern der Hitlerjugend und dem Bund Deutscher Mädel zu vermitteln, später um sie vor den Vorstößen der Alliierten in ländlichen Gebieten zu schützen. Beispielhaft schildert er einige Situationen der KLV anhand des Paulinum Gymnasiums, an dem der Urgroßvater des Autors als Lehrer arbeitete. Als positives Ergebnis der Kinderlandverschickung hält der Schüler fest, dass Kinder während des Zweiten Weltkriegs so in Sicherheit gebracht worden seien. Für einen negativen Aspekt hält er die teilweise sehr langen Trennungen von der Familie.",4 SAB 1447,1,32 S.,1933,1945,123,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Gymnasium Paulinum, Münster", Matthes K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1004,Kindheit im 2.Weltkrieg,"Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Kinder im Nationalsozialismus den Zweiten Weltkrieg erlebten und wie sich dies auf ihren Alltag auswirkte. Zu diesem Zweck hat der Verf. fünf verschiedene Zeitzeug*innen interviewt. Die Präsentation der Ergebnisse ist analog zu den Interviews strukturiert und fasst die Erkenntnisse unter den Oberpunkten Schule, Bombenangriffe, Fliegeralarm und Kinderlandverschickungen zusammen. Dem schließt sich ein weiteres Kapitel an, das Platz für weitere besondere Erlebnisse der Interviewten bietet. Dort findet sich zum Beispiel eine Erzählung einer interviewten Person über deren Großvater, der immer heimlich BBC hörte. Die Interviews sind allesamt verschriftlicht und im An-hang enthalten und nehmen etwa die Hälfte der Arbeit ein.",4 SAB 1449,1,38 S.,1939,1945,28,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Lennart S.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1024,Kriegsgefangene im 2. Weltkrieg,"Aufgrund der Geschichte seines französischen Urgroßvaters, welcher Kriegsgefangener der Nationalsozialisten war, hat der Schüler sich mit Kriegsgefangenen im Allgemeinen im Zweiten Weltkrieg beschäftigt. Dabei schildert er ganz grundsätzlich, wie es zu Kriegsgefangenschaften kam, wo die gefassten Fremdsoldaten untergebracht wurden und wie es ihnen dabei erging. Zudem beschreibt der Autor die Gefangennahme seines Urgroßvaters, die auf einem Rückzug vor heranrückenden deutschen Soldaten geschah. Als Hauptquelle diente dem Verf. ein Privatdokument seines Großvaters, in dem dieser die Geschichte des Urgroßvaters des Verf. dokumentiert und mit Interviews ergänzt hatte. Da die Quelle auf Französisch war, musste der Schüler zudem noch eine eigene Übersetzung anfertigen.",4 SAB 1458,1,19 S.,1939,1943,123,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Mathis B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1030,"Krise, Umbruch, Aufbruch – Die Flucht der Surtschiner","Bevor das eigentliche Thema – die Flucht der Surtschiner aus Serbien im Zuge des Zweiten Weltkriegs – angegangen wird, wenden sich die Verf. der Geschichte deutscher Siedler*innen in Jugoslawien zu. Anschließend wird die Geschichte der Gemeinde Surtschin aufgearbeitet, u.a. auch auf Basis eines Interviews mit dem Großvater einer der Verf., der selbst an dieser Flucht als kleiner Junge teilnehmen musste. Dazu wird zunächst auf die zuerst zögerliche Haltung der dort ansässigen Deutschen eingegangen, die trotz des Vorrückens der Roten Armee noch unschlüssig waren, ob sie fliehen sollte. Weiterhin wird die Vorbereitung der Flucht durch einen Abgeordneten des Parlaments beschrieben, um schließlich deren Verlauf und die anschließende Ankunft und Integration in Deutschland darzustellen. Im Fazit wird weiterhin ein Bogen zu der aktuellen Situation geflüchteter Menschen gezogen.",4 SAB 1402,0,15 S.,1940,1950,97,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Jugoslawien, Serbien"," Mirja M., Sara G.",Marienschule 1031,Krisen in der Deutschen Demokratischen Republik – Alltagsbewältigung verschiedener Zeitzeugen im Vergleich,"In ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb widmet sich die Verf. verschiedenen öffentlichen und persönlichen Krisen der DDR und deren Bevölkerung. Grundlegend ist die Arbeit in zwei Teile zu gliedern. Der erste Teil beschäftigt sich mit einer historischen Kontextualisierung der Nachkriegssituation. Nach der Staatsgründung der DDR werden allgemeine Krisen, Fluchtursachen sowie Widerstände aber auch der Alltag der Menschen thematisiert. Der zweite Teil dient der Veranschaulichung privater Schicksale, die vor allem durch Repressionsakte seitens der DDR bestimmt waren. Die Verf. erzählt hier die Fluchtgeschichte ihrer Großmutter, welcher durch den damals illegalen Kauf von Gütern aus der BRD eine Gefängnisstrafe drohte. Des Weiteren führt sie einen Augenzeugenbericht eines Theologen, welcher sich selbst ein Bild des Mauerbaus machte und dieses Erlebnis als zutiefst verstörend bezeichnet, an. Abschließend schildert die Verf. die Geschichte eines Friedensaktivisten, der aufgrund seiner Gesinnung zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, in der er von Agenten der Staatssicherheit überwacht und letztendlich nach Westdeutschland abgeschoben wurde.",4 SAB 1523,1,24 S.,1949,1990,59,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",DDR, Luisa L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1033,Krisen und Umbrüche in der Kindheit und Jugend zu Zeiten des Nationalsozialismus in Münster,"Die Autorin befasst sich in ihrer Arbeit speziell mit der Kindheit im nationalsozialistischen Deutschland. Dabei thematisiert die Verf. in einem ersten Teil die Jugend im NS-Regime an sich und geht dabei vergleichend auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede von allgemeinen Tatsachen und einer Jungend im nationalsozialistischen Münster ein. In einem zweiten kreativen Teil hat die Autorin fiktive Tagebucheinträge des ebenso fiktiven Paul Wenkels verfasst und berichtet darin über die Ängste und Sorgen eines 12-jährigen Jungen, der früh sei-nen Vater im Krieg verliert. Zudem hat die Autorin in den Tagebucheinträgen die Möglichkeit, in der Ich-Perspektive zu erzählen. Durch diese Art der Darstellungkönne man, nach Meinung der Autorin, die Gefühle eines Kriegsalltags besser darstellen. Inspiriert wurden die Tagebucheinträge durch verschiedene Zeitzeug*inneninterviews, u.a. mit der Großmutter.",4 SAB 1451,1,36 S.,1939,1945,335,20,"Tagebuch, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Lea M.,Friedensschule 1035,"Kulturkampf in Münster. Krise, Umbruch, Aufbruch",Die Arbeit beschreibt den Kulturkampf einleitend sowohl als preußisches als auch als münsterspezifisches Phänomen und beleuchtet in ihrem Verlauf verschiedene Aspekte des Widerstandes der katholischen Bevölkerung Münsters gegen die staatlichen Maßnahmen im Kulturkampf. Die Phänomene haben stets exemplarischen Charakter und werden in die Geschichte Münsters eingebettet und kontextualisiert. Die zentralen Aspekte bestehen im Widerstand gegen das Jesuitengesetz sowie im Widerstand der Presse und des Bischofs. Das letzte Drittel der Arbeit setzt sich hingegen mit dem Weg zu einer Aussöhnung auseinander und tut dies sowohl auf der Ebene Münsters als auch der des Deutschen Reichs.,4 SAB 1512,1,48 S.,1870,1889,279,20,Textbeitrag,Fachliteratur,, Vincent W.,Marienschule 1048,Leben in einer Extremsituation: Familie Rüdebusch im Zweiten Weltkrieg während der Luftangriffe auf Münster,"Durch das Buch „Die letzten Kriegsjahre und die Nachkriegszeit im Leben unserer Familie“, welches von Verwandten eines der beiden Verf. geschrieben wurde, haben sich die Autoren mit der Historie der Familie Rüdebusch im Zweiten Weltkrieg befasst. Die Luftangriffe auf Münster vom 10. Oktober 1943, die Lage in der Stadt selbst im Vergleich zu dem Leben des evakuierten Familienteils auf dem Land und der Alltag einer zersplitterten Familie im Krieg generell sind hier die Leitmotive des Beitrags. Für die Darstellung der Lage werden die verschiedenen Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven von Familienangehörigen dargestellt. Essentiell ist hierbei die angesprochene Differenz zwischen den Menschen in der Stadt, die direkt unter den Angriffen der Alliierten litten, und den Menschen auf dem Land, die nur peripher unter den Bombenabwürfen zu leiden hatten.",4 SAB 1441,0,23 S.,1943,1945,123,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente",," Luca K., Moritz R.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1053,Lebensunwert? Rassenhygiene und Eugenetik im Nationalsozialismus,"Am Fallbeispiel Pauls Wulfs und des Freiherr Otmar von Verschuer setzt sich die Arbeit mit Rassenhygiene und Eugenetik während des Nationalsozialismus auseinander. Dazu betten die Verf. die Thematik zunächst ein, indem sie Sozialdarwinismus und Rassenhygiene im Allgemeinen und schließlich im Kontext des Nationalsozialismus darstellen. Danach setzen sie sich mit dem zentralen Aspekt des Fallbeispiels auseinander, der Zwangssterilisation. Deren Zweck als Maßnahme zur Rassenhygiene und deren hohe Todesraten stehen dem Kapitel zu Paul Wulf voran, der ein Opfer selbiger geworden war. Innerhalb dieses Abschnitts wird zunächst die Biografie Wulfs wiedergegeben und anschließend die Münsteraner Debatten um Straßenumbenennungen und die Würdigung Wulfs innerhalb der Skulpturprojekte besprochen. Dem folgt ein Kapitel, das einen den Rassenhygieniker Freiherr Otmar von Verschuer beleuchtet. Nach einem kurzen Überblick über sein Leben werden vor allen Dingen seine Forschungen, aber auch seine Beziehung zu Josef Mengele dargestellt. In einer Abschlussbewertung wird vor allen Dingen diskutiert, wann ein Ende der Krise zu verorten sei, da sowohl das Ende der NS-Diktatur als auch die Entschädigungszahlungen in Frage kämen. Neben Fachliteratur dient den Verf. u.a. ein Vortrag des Erinnerungspaten von Paul Wulff als Grundlage für die Arbeit.",4 SAB 1420,0,34 S.,1933,2012,302,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Hannah W., Sarah W.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1080,Mathilde Anneke – „Ein Name der einfach perfekt zu uns passt!“,"In dem Audiobeitrag von 14 Schüler*innen der Mathilde Anneke Gesamtschule haben sich die Verf. die Umbenennung ihrer Schule zum Thema gemacht. Die Namenspatronin wurde 1817 in Münster geboren und ist in den Tumulten der Deutschen Revolution 1848 nach Amerika ausgewandert. Dort engagierte sie sich für die Frauenrechte und gründete eine Schule, die vor allem auf die Gleichberechtigung von Mädchen ausgelegt war. An jener Stelle wurden sie in den gleichen Fächern wie die Jungen unterrichtet.",4 SAB 1479,0,10 S.,1817,2018,228,20,"Audiobeitrag, Textbeitrag","Audiodokumente, Fachliteratur, Internetquellen","Mathilde-Anneke-Gesamtschule, Münster"," Martha F., Mathilda F., Nils A.",Mathilde Anneke Gesamtschule 1109,Mit Pferd und Wagen! Barfuß bis nach Ottmarsbocholt!,"In dem vorliegenden Beitrag setzt sich die Verf. mit der Geschichte ihrer Großmutter auseinander, die im Zuge des Zweiten Weltkriegs aus Oberschlesien geflohen ist. Nach einer kurzen Beschreibung der Situation vor und während des Krieges wendet sich der Text den eigentlichen Fluchterlebnissen zu sowie ihrer Ankunft in Westfalen. Das Beschriebene basiert v.a. auf einem Interview mit der Großmutter der Verf..",4 SAB 1390,1,8 S.,1934,1967,320,20,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Oberschlesien, Lilli Marleen I.,Marienschule 1128,Münsters Straßenbahn – eine Website,"Das gesamte Projekt präsentiert sich Form einer Website (https://strassenbahnmuenster.jimdofree.com/), auf der sich verschiedene Texte zur ‚Letzten Straßenbahn Münsters‘ finden. Die Website befasst sich mit der Leitfrage, ob das Ende der Straßenbahn wirklich notwendig gewesen sei. Unter dem Reiter „Fahrplan“ finden sich jeweils Texte zur Vorgeschichte, ihrer Abschaffung, deren Folgen und eine Diskussion um die Vermeidbarkeit dessen. Sie bewerten die Abschaffung der Straßenbahn in Perspektive auf heutige Subventionen als vermeidbar. Jedoch werden auch die Vorteile des Busnetzes betont. Unter dem Reiter „Endstation“ ist das Einstellen der letzten Linie beschrieben. Zur Erarbeitung führten die Verf. außerdem Interviews mit Mitgliedern des Vereins zur Rettung von Münsters letzter Straßenbahn.",4 SAB 1482,0,1 S.,1940,1960,129,20,"Textbeitrag, Website","Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",," Johanna M., Johanna W.",Marienschule 1165,Neuanfang 1945? Das Verfahren gegen „belastete“ Pfarrer der Deutschen Christen am Beispiel des Münsteraner Pfarrers auf der Geist Walter Fiebig,"Der Verf. setzt sich mit der Rolle von Amtsträgern in der evangelischen Kirche während des Nationalsozialismus auseinander und befasst sich auch darüber hinaus mit dem internen Umgang der evangelischen Kirche gegenüber Amtsträgern, die sehr enge Verbindungen in den Nationalsozialismus hatten. Dabei geht der Verf. zunächst auf die Gesamtsituation der evangelischen Kirche im Nationalsozialismus ein. Danach wendet er sich der NS-treuen Gemeinschaft der Deutschen Christen und ihrem Gegenpart, der Bekennenden Kirche zu, um schließlich auf die Situation belasteter Pfarrer nach 1945 einzugehen. Dem schließt sich die Einzelfallbetrachtung des Pfarrers Walter Fiebig an, der starke Sympathien für das NS-Regime zu hegen schien, was der Verf. u.a. an seinem Beitritt zu den Deutschen Christen und Belobigungen Adolf Hitlers in seinen Predigten festmacht. Dessen Anklageverfahren wegen Verletzung der Amtspflicht untersucht die Arbeit anhand der entsprechenden der Verfahrensquellen wie z.B. der Verteidigungsschrift Walter Fiebigs. Letztlich kommt der Verf. zu dem Schluss, dass die entsprechenden Verfahren der evangelischen Kirche deutlich präziser und ‚gerechter‘ seien als die Entnazifizierungsverfahren der Alliierten. Dafür nennt er u.a. die Möglichkeit, für Betroffene in anderen Gemeinden weiterzuarbeiten, und stellt den Taten während des Nationalsozialismus im Fall Fiebigs die wichtige und sorgfältige Gemeindearbeit gegenüber. Weiterhin betont er die fortdauernde Existenz dieses Verfahrens und charakterisiert es als Erbe der Nachkriegszeit. Hervorzuheben sind außerdem die sehr quellennahe Arbeit sowie der hohe Umfang an Archivalien.",4 SAB 1465,1,31 S.,1930,1960,278,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",, Tarek L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1166,Neue Mehrzweckhalle im Tausch für die Unabhängigkeit? Über die Proteste während der Eingemeindung Hiltrups in die Stadt Münster zum 1.1.1975,"In der vorliegenden Arbeit wird die Eingemeindung Hiltrups von 1975 behandelt. Dabei legt die Arbeit ihren Fokus auf die Veränderungen und die damit verbundenen Reaktionen aus der Bevölkerung Hiltrups. Dazu verorten sie die Ereignisse zunächst in der Geschichte Hiltrups, um dann die verschiedenen Veränderungen und Entwicklungen sowie deren Vor- und Nach-teile zu besprechen. So werden zunächst die Veränderungen bei im Zuge der Eingemeindung doppelt vorhandenen Straßennamen behandelt, aber auch der Verlust der Selbstständigkeit in Bezug auf die Verwaltung findet Einzug in die Überlegungen. Außerdem werden steuerliche Veränderungen thematisiert, die für einige Hiltruper Nachteile mit sich brachten. Auf der an-deren Seite wiederum wird jedoch auch die Hiltruper Stadthalle, die von Münster im Rahmen dieser Veränderungen versprochen wurde, als positives Beispiel genannt. Schließlich wird der letztendlich vergebliche Widerstand erläutert, der sich in der Haltung des Stadtrats, aber auch juristisch in der Beauftragung eines Gutachtens äußerte. Die Verf. kommen zu dem Schluss, dass Hiltrup trotz der Eingemeindung seine Unabhängigkeit innerhalb der Stadt Münster be-wahrt habe und nach wie vor ein lebendiger Bezirk sei. Die Arbeit bezieht ihre Informationen dabei zu weiten Teilen aus Zeitungsartikeln, bezieht jedoch auch zeitgenössische Stellung-nahmen, Informationsblätter und ähnliche Dokumente mit ein, deren genaue Herkunft aller-dings nicht transparent gemacht wird. Ein Arbeitsbericht ist nicht vorhanden.",4 SAB 1529,0,21 S.,1966,2014,28,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Hiltrup," Lea B., Leonie B.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1170,Niedergang der Montanindustrie – Die Schließung der Zeche Radbod,"In einer PowerPoint-Präsentation beschreiben die beiden Schüler den Niedergang Montanindustrie. Dabei skizzieren sie zuerst den Aufschwung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis hin zur Kohlekrise in den 1960er Jahren, welche zur Schließung vieler Zechen im Ruhrgebiet und Umgebung führte. Beispielhaft beschreiben sie dabei das Ende der Radbod-Zeche im Hammer Stadtbezirk Bockum-Hövel, welche im Jahr 1991 vollständig stillgelegt werden musste, da eine weitere Förderung von Steinkohle dort wirtschaftlich nicht mehr möglich war.",4 SAB 1532,0,8 S.,1830,1991,73,20,"Power-Point-Präsentation, Textbeitrag",Internetquellen,Hamm," Lennart K., Tobias G.",Hans-Böckler-Berufskolleg 1197,Pest in Münster,"Das Projekt ist im Wesentlichen eine Radioreportage, die zusätzlich in Textform eingereicht wurde. Es kommt außerdem ohne einen tatsächlichen Titel daher, sondern nennt nur das Thema „Pest in Münster“ in der Einleitung. Danach wird zunächst auf die verschiedenen Arten der Pest eingegangen, bis sich der Beitrag schließlich auf das eigentliche Thema, nämlich die verschiedenen Pestwellen in Münster sowie die Gegenmaßnahmen, die getroffen wurden, richtet. Schließlich wird der Gegenstand im thematischen Überbau des Wettbewerbs verortet und als Krise und Umbruch charakterisiert.",4 SAB 1497,1,4 S.,1300,1800,145,20,"Audiobeitrag, Radiobeitrag, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen",, Léon S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1206,Polnische Migration zwischen Assimilation und Identitätsbewahrung im Kontext histo-rischer Umbrüche. Eine diachrone Betrachtung,"Die Verf. verfolgt in ihrem Beitrag einen diachronen Ansatz, der anhand von drei Phasen die Geschichte polnischer Minderheiten in Deutschland untersucht. Nach einer Definition des Migrant*innenbegriffs geht es daher hauptsächlich um die sog. ‚Ruhrpolen‘, um polnische ‚Displaced Persons‘ (1945-55) und um die Situation von Pol*innen in den 80er und 90er Jahren in Deutschland. Dabei werden v.a. die jeweilige soziale Integration sowie Aspekte polnischer Identität untersucht. Die Verf. rückt jedoch auch zeitraumspezifische thematische Kategorien in den Vordergrund. Dem schließt sich ein weiteres Kapitel an, das aktuelle deutsch-polnische Beziehungen untersucht. Der methodische Ansatz und die Quellen werden dabei in gesonderten Kapiteln reflektiert. Außerdem ist der hohe Anteil an Archivalien her-vorzuheben sowie der persönliche Bezug, der sich u.a. in einem Interview mit der Mutter der Verf. niederschlägt. An das Projekt schließt sich ein umfangreicher Arbeitsbericht an.",4 SAB 1410,1,32 S.,1800,2018,59,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",, Isabella S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1225,"Rassismus im Fußball als Ausdruck gesellschaftlicher Einstellungen und Vorurteile seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs am Beispiel von Erwin Kostedde, dem ersten farbigen deutschen Nationalspieler","Der Beitrag der beiden Schülerinnen thematisiert am Beispiel von Erwin Kostedde den Rassismus sowohl in Deutschland generell als auch speziell im Sport nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Kostedde war, als Sohn eines farbigen amerikanischen Soldaten und einer deutschen Frau, der erste farbige Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft. Um ein tieferes Verständnis für die Nachkriegszeit in Deutschland und Münster zu erzeugen, ziehen die beiden Verf. einen Querschnitt durch die Gesellschaft dieser Zeit. Dieser Überblick thematisiert Bereiche, wie z.B. die politische Situation, Konsum und Mode, Kindheit und Schule, Kunst und Kultur. Lokal auf Münster bezogen, stehen der Wiederaufbau, die Bevölkerung und die dort stationierten alliierten Soldaten im Vordergrund. Nach einer Betrachtung der Lage und Schwierigkeiten von Besatzungskindern analysieren die Schülerinnen die Situation des Rassismus speziell im Fußball ausgehend von den 50er Jahren bis heute. Anschließend schildern die Autorinnen verschiedene Lebenslagen von Erwin Kostedde und untersuchen diese mit Hinblick auf den Rassismus, der dem Fußballer entgegenschlug, und den Umgang mit diesen Situationen. Wichtig dabei ist herauszustellen, dass viele Informationen durch ein Interview mit Erwin Kostedde selbst herausgefunden wurden.",4 SAB 1437,0,36 S.,1946,2019,302,20,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Charlotte H., Greta B.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1279,Sir Thomas Smartt. Politik zwischen dem British Empire und Südafrika,"Die Verf. setzt sich in ihrer Arbeit mit ihrem Vorfahren Sir Thomas Smartt auseinander bzw. mit seiner Rolle im Kontext der Entstehung der Apartheid im Südafrika sowie den Zusammenhängen mit dem aufsteigenden Nationalismus. Nach einem kurzen Abriss der Geschichte Südafrikas beginnt sie ein Bild ihres Vorfahrens zu zeichnen, indem sie zunächst auf historische Persönlichkeiten, die ihn beeinflussten, eingeht sowie auf seine Involviertheit in die Politik Südafrikas. Anschließend untersucht sie das Zusammenspiel von Nationalismus und Apartheid und deren Wahrnehmung durch Smartt. Sie kommt zu dem Schluss, dass sowohl die politischen Umwälzungen Südafrikas als auch Smartts persönlicher Kampf als Identitätskrise zu bezeichnen sind.",4 SAB 1515,1,42 S.,1858,1929,341,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Südafrika, Catherine S.,Marienschule 1305,Stolpersteine,"In ihrem Wettbewerbsbeitrag beschäftigt sich die Schülerin mit den sog. Stolpersteinen, die das größte dezentrale Mahnmal der Welt bilden und an den Holocaust der Nationalsozialisten an den Juden gedenken. Die Messingtafeln werden mit Namen und Deportations- sowie Todesdatum versehen und vor den Häusern in den Boden eingelassen, in denen die Opfer des Holocausts zuletzt freiwillig wohnten. Zudem befasst sich die Verf. näher mit dem Schicksal der Familie Gumprich, dem jüdischen Ghetto in Riga und dem Konzentrationslager Auschwitz.",4 SAB 1424,1,10 S.,1941,2019,302,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",Auschwitz / Auschwitz-Birkenau, Emilia Marie B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1313,Textil-Boooom! – Zerstörung der Textilindustrie „Arnold Kock Textil Gmbh“ im Münsterland,"Der Beitrag setzt sich mit der westfälischen Textilfirma Kock auseinander und versucht die Frage zu beantworten, warum diese schließen musste. Zu diesem Zweck haben die Verf. unter anderem einen ehemaligen Angestellten interviewt, der gleichermaßen Archivmitarbeiter mit Fokus auf der Geschichte der Textilindustrie war. Auf dieser Basis schildert der Beitrag sowohl die Geschichte der Textilindustrie in Westfalen als auch die Geschichte der Familie Kock bzw. ihrer Firma. Den Niedergang der Firma begründen die Verf. vor allem mit der Globalisierung und den Krisen nach den Weltkriegen. Bezüglich der Auswirkungen nennen die Verf. vor allen Dingen die notwendige Umorientierung der ehemaligen Mitarbeiter*innen und Veränderungen in der Region. An die Arbeit sind außerdem zahlreiche Bilder angefügt, sodass der Anhang bereits ab Seite 11 beginnt.",4 SAB 1488,0,26 S.,1822,2014,97,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Marit Liza M., Zoé Isabella M.",Marienschule 1329,Tschernobyl,Die beiden Verf. haben als Beitrag für den Geschichtswettbewerb eine PowerPoint-Präsentation zum Thema Tschernobyl und dem atomaren Unfall erstellt. In der Aufarbeitung des Unglücks gehen sie nach einer allgemeinen Vorstellung des ehemaligen Kraftwerks auf die geographische Lage und die Geschichte des Unfalls ein. Des Weiteren werden Folgen für Deutschland und dessen Bürger geschildert.,4 SAB 1531,0,11 S.,1986,1986,292,20,"Power-Point-Präsentation, Textbeitrag",Internetquellen,," Simon S., Tim E.",Hans-Böckler-Berufskolleg 1371,"Vertreibung, Flucht, Ankunft. Das Schicksal der Donauschwaben im Zweiten Weltkrieg am Beispiel meiner Großmutter","Zunächst umreißt die Verf. kurz die Situation Jugoslawiens im 19. und 20. Jahrhundert, bis sie sich Ihrer Großmutter zuwendet, die als Donauschwaben im Zuge des 2. Weltkriegs zusammen mit weiten Teilen der deutschen Bevölkerung fliehen musste. Sie gelangte über Österreich nach Deutschland. Zwar beschreibt sie die Erfahrungen ihrer Großmutter als erleichtert dadurch, dass sie stets in einer deutschen Gemeinschaft gelebt hatte, aber betont auch, dass sie ihre alte Heimat sehr vermisste. Diese Geschichte ergänzt sie durch eine weitere Fluchtgeschichte aus Jugoslawien und zwei aktuellere Fluchtgeschichten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse abstrahiert sie schließlich insofern, als sie zwar reflektiert, dass die Erfahrungen natürlich stets sehr subjektiv sind, sich aber trotzdem einige Gemeinsamkeiten herauskristallisieren, beispielsweise besonders starke Kindheitserinnerungen oder ein größeres Bedürfnis nach Sicherheit, und charakterisiert die Erfahrungen insgesamt als Krise und Umbruch.",4 SAB 1401,1,27 S.,1930,1950,341,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Jugoslawien, Livia M.,Marienschule 1410,Von Berlin nach Münster – Fluchtgeschichten von 1945 bis 1960 – Eine Kurzgeschichte,"Der Beitrag setzt sich mit zwei Fluchtgeschichten von zwei Münsteranerinnen auseinander und tut dies in Form einer Kurzgeschichte, die stellenweise an ein narratives Interview erinnert. Die Rahmenhandlung findet in Münster statt, in der die beiden Verf. auf zwei „ältere Damen“ treffen, die jeweils ihre Fluchtgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg bzw. aus der DDR schildern. Dies erfolgt in Form eines Dialogs, der über weite Passagen die beiden Damen zu Wort kommen lässt, jedoch immer wieder Zwischenfragen der Verf. Einschiebt sowie auch auf der Erzählebene immer wieder Kommentare zulässt. Die Geschichte ist zwar teils fiktional, basiert jedoch auf einem Zeitzeug*innengespräch mit den beiden tatsächlich existierenden Frauen.",4 SAB 1407,0,9 S.,1939,1960,134,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Joris B., Leon S.",Gymnasium Wolbeck 1411,Von Berlin nach Münster – Fluchtgeschichten von 1945 bis 1960 – Eine Kurzgeschichte,"Der Film vereint Elemente eines Spielfilms und einer Dokumentation und behandelt die Neugründung der Montessorischule Münster. Zunächst wird szenisch die Ideenfindung zu jener Neugründung dargestellt, um in einem dokumentarischen Stil eine kurze Biografie von Maria Montessori und einen knappen Überblick über ihre Ideen einzubinden, die mit Bildern unterlegt werden. Dem folgt eine szenische Darstellung eines Unterrichts, wie er sonst zurzeit von Maria Montessori üblich gewesen sei. Diese wird in einem abschließenden Resümee als bloßes Auswendig- und Gleichschrittlernen beschrieben, das im Kontext von unbedingtem Gehorsam stattfand. Zuletzt wird die Perspektive wieder in die Gegenwart verlagert. Dort werden die Überlegungen der Gründungsmitglieder der Montessorischule Münster in Bezug auf den Unterricht szenisch dargestellt. Am Projekt sind äußerst viele Schüler*innen beteiligt und der Arbeitsbericht stellt die Gedanken der Lehrerin beim Aufziehen des Projektes dar. Es existiert außerdem ein entsprechendes Drehbuch.",4 SAB 1478,0,8 S.,1870,2003,230,20,"Film, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Bennet B., Moya K., Yeliz K.","Gymnasium Wolbeck, Montessori-Schule Münster" 1429,Währungsreform 1948 - Eine Erfolgsgeschichte?,"Das Projekt widmet sich der Währungsreform von 1948. In diesem Zuge beginnen die Verf. zunächst, den politischen Kontext zu erläutern und fügen dann ein kurzes fiktionales Drehbuch ein, das die Stimmung während der Reform in Münster einfangen soll und auf Basis eines Interviews mit einer Zeitzeugin entstanden ist. Nachdem anschließend die Umsetzung in Münster beschrieben ist, stellt der nächste Teil Aussehen und Beschaffenheit des neuen Geldes in den Mittelpunkt. Dort finden sich auch nachgezeichnete Exemplare der verschiedenen Banknoten. Nach einem Kapitel über den „Mythos des sofortigen Aufschwungs“ versuchen die Verf. Bilanz zu ziehen, inwiefern die Reform ein Erfolg war, auch unter Berücksichtigung weiterer Währungsreformen. Als Ergebnis wird diese als zwar sehr harte, aber notwendige und langfristig auch erfolgreiche Bewältigungsstrategie charakterisiert.",4 SAB 1521,0,15 S.,1948,1948,61,20,"Film, Textbeitrag","Archivalien, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",," Ella R., Paul O.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1441,Warum Willi weinte. Kriegsgefangenschaft als biografische Krise am Beispiel von drei jungen Männern aus dem Münsterland,"Die Arbeit setzt sich aus drei Fallrekonstruktionen zusammen, die jeweils die Kriegsgefangenschaft eines Mannes und seine damit zusammenhängende Biographie erkunden. Eine Rekonstruktion beruht auf einem Interview, das mit einem tatsächlichen ehemaligen Kriegsgefangenen geführt wurde. Die anderen beiden Personen hingegen sind bereits verstorben, sodass die Interviews mit deren Söhnen geführt wurden. In einem Fall wird außerdem das Tagebuch des Verstorbenen herangezogen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden für alle Fälle gleich strukturiert und unter den Aspekten der Gefangennahme, der dortigen Erfahrungen und potentieller und tatsächlicher Flucht subsumiert. Außerdem wird jeweils eine kurze Biographie vorangestellt. Im Fazit stellen die Verf. fest, dass der Zeitzeuge im Gegensatz zu den anderen beiden Interviewten deutlich stärker und emotionaler reagierte, sogar während des Gesprächs zu weinen begann. Dem Projekt liegen außerdem einige Originaldokumente der Gefangenschaft bei.",4 SAB 1459,0,26 S.,1942,1945,28,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",," Jonah R., Leo M., Maximilian L.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1443,Was macht Krieg mit den Menschen? Meine Großväter und der Zweite Weltkrieg – wie aus Feinden Freunde wurden,"Der Beitrag des Schülers zum Geschichtswettbewerb steht ganz unter dem Motto: Was macht der Krieg mit den Menschen und wie können sich ehemalige Kontrahenten nach einer Krise wieder versöhnen? Als Beispiel für diese Prozesse nimmt der Schüler seine beiden Großväter. Da der Autor aus einer deutsch-englischen Familie kommt und somit einen britischen und einen deutschen Großvater hat, von denen beide im Zweiten Weltkrieg gekämpft haben, ist er in der Lage, zwei Perspektiven auf den Krieg aufzuzeigen. Da beide Großväter bereits tot sind, greift der Verf. auch auf Interviews mit Verwandten, Briefe und Privatdokumente zurück, welche die Erlebnisse der Großväter weitergeben. Zuerst schildert der Autor die Perspektive des britischen Großvaters, welcher im Rahmen der englischen First Army und der Eighth Army in Afrika und Italien gekämpft hat. Im Vordergrund der Erzählungen über den britischen Großvater steht vor allem die Verletzung und Gefangennahme durch Wehrmachtssoldaten in Italien, was diesen sehr geprägt habe. Danach schildert der Verf. das Aufwachsen seines deutschen Großvaters im nationalsozialistischen Deutschland und dessen Einzug mit 17 Jahren in die Waffen-SS. Beide Großväter wurden durch den Krieg negativ beeinflusst und trugen, laut Verf., sowohl physische als auch psychische Schäden davon. Dies macht er als Merkmal für eine schnelle Versöhnung aus, da beide Parteien den Krieg so schnell wie möglich vergessen wollten. Am wichtigsten ist jedoch der Ausbruch aus der Krise und ein Neuanfang, welchen seine Großväter geschafft haben, hier sogar durch die Gründung einer neuen Familie.",4 SAB 1462,1,45 S.,1939,1970,315,20,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",, Dylan B.,Pascal-Gymnasium 1446,WDR 2 Stichtag: 1. April 2020,"Im Stil des WDR 2- Formates „Stichtag“ parodieren 21 Schüler und Schülerinnen die Wiedervereinigung Deutschlands. Dabei nehmen sie, anlässlich des 30. Jahres nach der Wiedervereinigung, symptomatisch den 1. April 1990, um die Parodie zu verdeutlichen. In dem Hörfeature werden angebliche Zeitzeug*innen befragt, welche dann u.a. über eine gewollte Flucht in die DDR oder über die ausgeglichenen Zustände des Sozialismus sprechen. Das sonst gängige Geschichtsbild wird, im Rahmen einer überspitzten Darstellung, so umgedreht, dass ein durchweg positives Bild der DDR entsteht. Das Ende des parodierten Hörfeatures gipfelt in der angeblichen Wiedervereinigung von BRD und DDR in der „Sozialistischen Bundesrepublik Deutschland“.",keine Angabe,0,6 S.,1989,1990,307,20,"Audiobeitrag, Radiobeitrag",,," Lina A., Lisa B., Malek B., Michel B., Nils B.",Pascal-Gymnasium 1453,Welche Faktoren beeinflussen die Bewältigung einer Krise? Formen der Krisenbewältigung nach einer Flucht,"In dem Beitrag geht es um die Bewältigung von Fluchterlebnissen, was anhand zweiter Fallbeispiele veranschaulicht und verglichen wird. Das eine Fallbeispiel bezieht sich auf Hans-Georg Hentschel. Basierend auf persönlichen Aufzeichnungen beschreibt und analysiert die Verf. anhand der Mawlowschen Bedürfnispyramide die Situation vor, während und nach seiner Flucht aus Schlesien im Zuge des Zweiten Weltkriegs. Ihr Fazit ist, dass die Bedürfnisse vor und nach der Flucht relativ gleichmäßig gedeckt sind, während auf der Flucht nicht einmal die Grundbedürfnisse gesichert sind. Anschließend vergleicht sie ihre Befunde mit der Situation des aus Aleppo geflohenen Mohamed Al Awihee, mit dem die Verf. ein Interview geführt hat. Als Hauptunterschied nennt sie u.a. die bei Letzterem auch schon vor der Flucht vorhandene schlechte Situation, erkennt aber ansonsten viele Gemeinsamkeiten.",4 SAB 1385,1,40 S.,1929,2019,341,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Schlesien, Syrien", Judith S.,Marienschule 1459,"Wer kämpft, kann verlieren; wer nicht kämpft, hat schon verloren. Die Studentenbewegung der 67er, 68er und 69er in Münster","Der Beitrag setzt sich mit der Studentenbewegung der 60er Jahre in Münster auseinander und tut dies hauptsächlich in Form eines historischen Romans, der die Geschehnisse und Erinnerungen der Protagonistin an die damaligen Ereignisse schildert. Danach finden sich Sachtexte zu Themen, die der Roman anschneidet. Letztlich ziehen die Verf. das Fazit, dass Münster seinem Vorurteil, es sei konservativ, nur bedingt gerecht wird. Sie ziehen außerdem parallelen zu den Fridays-for-Future-Protesten.",4 SAB 1470,0,41 S.,1967,1969,341,20,"Novelle, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Lissy S., Silvie D.",Marienschule 1470,Wie groß waren die Unterschiede zwischen der BRD und der DDR in der Nachkriegszeit wirklich?,"Als die beiden Schülerinnen ihr Thema für den Geschichtswettbewerb gesucht haben, sind die schnell auf den Unterschied zwischen ihren Großeltern bzw. Eltern gestoßen. Die Familie von Frau Dosdahl lebte bis zum Mauerfall in der DDR, die Familie von Frau Köster lebte immer in der BRD. Anhand von Zeitzeug*inneninterviews mit den Verwandten vergleichen die beiden Verf. die Länder im Zeitraum von 1945-1990 im Hinblick auf die Themen Schulsystem und Schulzeit, Lebensstandard, Arbeitsleben.",4 SAB 1524,0,23 S.,1945,1900,164,20,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Luise D., Marlene K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1471,Wie haben die Kinder den Zweiten Weltkrieg erlebt? – Am Beispiel meines Großvaters…,"In ihrer Arbeit widmet sich die Schülerin der 8. Jahrgangsstufe explizit den Kindern im Zweiten Weltkrieg. Anhand eines Interviews mit ihrem Großvater führt sie durch dessen Biografie und stellt dar, auf welche Weise er den Krieg aus der Sicht eines Kindes miterlebt hat. Dabei geht sie zuerst auf die Wahrnehmung des Krieges in der Familie ein. Dieser sei lange nicht thematisiert worden, bis die ersten Bomben in Osnabrück auf das Wohnhaus des Großvaters gefallen seien und er evakuiert werden musste. Im weiteren Verlauf geht die Verf. spezifischer auf die Jugend ein und hinterfragt die Rolle ihres Großvaters als Kind während der Evakuierung. Zudem spielt die Frage nach einer eingeschränkten Kindheit und nach persönlich prägenden Momenten für die Autorin eine große Rolle. Abschließend legt die Schülerin kurz die Geschichte ihrer 7 Jahre jüngeren Großmutter dar und vergleicht die beiden Biografien.",4 SAB 1452,1,20 S.,1939,1945,278,20,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Osnabrück, Pauline B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1474,Wie kam es zu dem explosionsartigen Aufstieg der NSDAP – Und war Münster eine Hochburg der NSDAP?,"Da der Autor sich für den Aufstieg der AfD in Deutschland interessiert und ebenso für die Gründe einer Wahl dieser Partei, welche der Verf. laut eigenen Angaben für eine Partei aus dem rechten Spektrum hält, beschäftigt er sich mit dem Aufstieg der NSDAP in Deutschland und vergleicht abschließend diese beiden Aufstiegsszenarien. Um dies zu untersuchen, erörtert der Schüler zuerst die rechtsextremistischen Merkmale der NSDAP und analysiert diese u.a. anhand von Wahlplakaten, Reden bzw. Auftreten in der Öffentlichkeit und einer öffentlichen Berichterstattung. Anschließend beschreibt er den Aufbau der Partei, skizziert ihren Erfolg anhand der Reichstagswahlen von 1928-1933 und setzt diese in Korrelation zu den Wahlergebnissen in Münster. Des Weiteren sucht der Verf. Gründe, warum die NSDAP in Münster gewählt wurde, und sieht gleichzeitig einen „politischen Katholizismus“ als eine Art Opposition, da die Partei Hitlers im Münsterland langsamer aufzusteigen schien als im Rest der Weimarer Republik.",4 SAB 1439,1,29 S.,1928,2019,12,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",, Nico R.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1475,Wie lassen sich die Krisen der Nachkriegszeit in Münster mit Oral History untersuchen und welche Krisen durchlief die Oral History in ihrer eigenen Entwicklung?,"Durch vorherige Berührungspunkte mit dem Geschichtswettbewerb haben die beiden Schülerinnen gemerkt, wie sehr ihnen die Arbeit mit Zeitzeug*innen gefällt, und wollten deshalb den Schwerpunkt bei ihrem Projekt auf die dahinterstehende Wissenschaft lenken: die Oral History. Als Oral History bezeichnen die Autorinnen die mündliche Überlieferung historischer Ereignisse durch einen oder mehrere Zeitzeug*innen. Dabei beleuchten sie sehr detailliert zuerst Entstehungsgeschichte, Vorgehen, Anwendungsbereiche, Vor- sowie auch Nachteile dieser geschichtswissenschaftlichen Teildisziplin. Ein Großteil, der zusammengetragenen Informationen stammt aus Interviews mit historischen Expert*innen. In der Folge analysieren die beiden Verf. zwei Interviews mit Menschen, die in der Nachkriegszeit gelebt haben, und versu-chen unter verschiedenen Aspekten die speziellen Biografien nachzuzeichnen. Dabei wurde das erste Interview fremdgeführt, das zweite von den Verf. persönlich. Außerdem folgt zu-sätzlich zu dem selbstgeführten Interview eine Analyse des Gespräches, welche u.a. auch nonverbale Reaktionen enthält, wie z.B. Gefühlsregungen des interviewten Menschen. In einem weiteren Kapitel untersuchen die Schülerinnen nicht nur die Krise der Zeitzeug*innen in der Nachkriegszeit, sondern auch, ob die Oral History an sich in einer Krise ist oder war. Lange sei diese, laut Autorinnen, nicht richtig ernst genommen und als ungenau deklariert worden. Sie beschreiben hier, wie diese Technik mit den Jahren immer interessanter für Historiker*innen wurde, halten jedoch auch fest, dass dieses Verfahren nach wie vor kritischer Fragestellungen bzw. Nacharbeitung bedarf.",4 SAB 1492,0,44 S.,1945,2019,125,20,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",," Franziska D., Greta S.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1480,Wie war die Entnazifizierung und „Reeducation“ an Münsteraner Schulen im Zeitraum von 1945 bis 1952?,"Um das Thema zu kontextualisieren, werden zunächst Erstmaßnahmen zur Entnazifizierung und der allgemeinen Nachkriegszustände deutschlandweit und bezüglich Münsters erläutert. Der Hauptteil besteht jedoch in einer Analyse der Entnazifizierungsprozesse am Beispiel des Ratsgymnasiums. Als eine der ersten Umstellungen wird dabei die Einführung des Schulfaches Englisch genannt oder die Umbesetzung des Direktorenpostens. Letzteres führen die Verf. auf Entnazifizierungsbemühungen zurück. Die Verf. konstatieren jedoch, dass es bis zur sog. Reeducation lange Zeit wenig weitere Bemühungen gab. Diese charakterisieren die Verf. anhand von bisher nicht katalogisiertem Archivmaterial und versuchen induktiv Schlüsse aus verschiedenen Anhaltspunkten wie bspw. einem Briefwechsel mit englischen Jugendlichen zu ziehen, setzen dies jedoch auch immer wieder in größere Zusammenhänge.",4 SAB 1467,0,15 S.,1945,1952,136,20,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur","Ratsgymnasium, Münster"," Ben B., Moritz F.",Ratsgymnasium 1481,"Wie wurde das Leben der Menschen in Altenberge durch die Industrialisierung, vor allem durch die Firma Schmitz Cargobull verändert?","Die beiden Schüler beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit dem Unternehmen Schmitz Cargobull und dessen Entwicklung in Altenberge. Dabei charakterisieren sie kurz historische Eckpunkte der Industrialisierung und Altenberges. Aufgrund von fehlenden Transportmitteln während der Industrialisierung kam Franz Heinrich Schmitz auf die Idee, Lastkraftwagenanhänger zu entwickeln, um die Probleme eines ansteigenden Güterverkehrs zu lösen. Zudem baute die Stadt im weiteren Verlauf ihre Infrastruktur stark aus, um der Firma eine gute Geschäftsbasis zu geben. Heute ist Schmitz Cargobull der europäische Markführer für den Nutzfahrzeugbau.",4 SAB 1487,0,3 S.,1892,2019,73,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",Altenberge," Jonas M., Patrick L.",Hans-Böckler-Berufskolleg 1484,Wiedertäufer - Wissen,"Der Beitrag ist in Form eines Films mit Playmobilfiguren umgesetzt, der sich auch Stop-Motiontechniken bedient. Der Film schildert dabei die Geschichte des Aufstiegs von Jan van Leiden und den Wiedertäufern sowie die anschließende Rückeroberung Münsters durch den Bischof und seine Verbündeten. Der Film hat dabei viele Momente, die aus technisch-filmischer Hinsicht bemerkenswert sind. Aufgrund der Länge werden viele Aspekte nur exemplarisch dargestellt.",4 SAB 1501,1,4 S.,1533,1536,185,20,"Film, Filmbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen",, Finnian K.,Gesamtschule Münster-Mitte 1485,Wiedertäufer in Münster,"Die kurz gehaltene Arbeit hat die Wiedertäufer zum Thema. Die Verf. nennen die enge Verwobenheit mit ihrer Heimatstadt als Grund für die Beschäftigung mit dem Thema. Der Hauptteil besteht aus drei jeweils einseitigen Kapiteln. Das erste fasst kurz die verschiedenen Taten der Wiedertäufer zusammen, und das zweite besteht aus stichpunktartigen Steckbriefen Jan van Leidens, Bernd Krechtings und Bernd Knipperdollings. Im dritten Kapitel wird die Rolle Jan van Leidens und seine Selbstzuschreibung als Messias thematisiert.",4 SAB 1503,0,6 S.,1520,1538,136,20,Textbeitrag,Internetquellen,," Clara Z., Lotta S.",Ratsgymnasium 1509,Zum Arbeiten gezwungen – Das Leben der Zwangsarbeiter in Münster 1939-1945,"Der Beitrag hat sich zum Ziel gesetzt, das Leben der Zwangsarbeiter*innen, die im Zuge des Zweiten Weltkriegs von 1939 bis 1945 in Münster arbeiten mussten, näher zu beleuchten. Dazu beschreiben die Verf. zunächst deren Herkunft und erläutern verschiedene Gruppen von Arbeiter*innen, vor allen Dingen in Bezug auf Herkunft, Arbeitsverhältnis und Verortung in der nationalsozialistischen Rassenideologie. Sehr knapp gehen Sie auch auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen ein. Dem schließen sich mehrere fiktive Tagebücher an, die die Perspektive der Zwangsarbeiter*innen weiter ausführen.",4 SAB 1455,0,14 S.,1939,1945,137,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",," Charlotte B., Charlotte T., Lena M.",Marienschule 1530,Zwischen Zwei Welten im eigenen Land,"In der vorliegenden Arbeit werden zwei Zeitzeug*innenberichte in Romanform verarbeitet. Bei den beiden Zeitzeug*innen handelt es sich um einen Vater und eine Tochter, die von der Flucht des Vaters aus der DDR und der Situation für die zurückgelassene Tochter erzählen. Die Kapitel wechseln dabei immer zwischen den Perspektiven hin und her. Dem Romanteil schließt sich ein zweiter Teil an, in dem verschiedene Aspekte wie z.B. für die Erzählung relevante Orte, aber auch weniger Spezifisches wie die Stasi näher erläutert werden. In einer Abschlussbetrachtung werden die verschiedenen Gründe für die Flucht zusammengefasst und das Durchhaltevermögen der beiden Interviewten hervorgehoben.",4 SAB 1409,0,40 S.,1988,1990,,20,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",DDR," Amelie J., Mimi-Katharina H., Navith S.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1533,"Vom ,,weißen Sport‘‘ zum Breitensport? Ein Podcast zur Geschichte und gesellschaftlichen Verankerung des Tennissports in Münster","Roman Saalfeld behandelt in seinem Beitrag die Ursprünge des Tennissports in Münster. Dabei möchte er die Frage beantworten, ob das öffentliche Bild des Tennissports, der oftmals als elitär charakterisiert wird, historische Gründe hat. Der Autor macht deutlich, dass Tennis in seinen Anfängen durchweg oberen sozialen Schichten vorbehalten war. Diese Exklusivität dauerte aufgrund der hohen Mitgliedsbeiträge bis in das späte 20. Jahrhundert an, wurde jedoch durch zahlreiche deutsche Erfolge im internationalen Tennissport allmählich abgelöst. Dementsprechend kommt Roman Saalfeld zu dem Schluss, dass Tennis heute in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.",4 SAB 1600,1,29 S.,1890,2021,27,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",,Roman S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1534,"„Wüstes, entsittliches Treiben“ oder „Tanz auf dem Vulkan“? Tanzen in Münster im gesellschaftlichen Wandeln von 1890 bis heute","In ihrem Beitrag zum Thema „Tanzen in Münster im gesellschaftlichen Wandel von 1890 bis heute“ untersucht die Verfasserin den Wandel des Tanzes und entsprechender Institutionen in der Gesellschaft in verschiedenen zeitlichen Abschnitten seit Ende des 19. Jahrhunderts. Dabei legt die Verfasserin insbesondere ein besonderes Augenmerk auf die gesellschaftliche Rolle des Tanzes und wie sich entsprechende Geschlechterrollen und Ansprüche an den Tanz in der jeweiligen Zeit wiederfinden bzw. inwieweit der Tanz dabei nicht nur ein Spiegel der gesellschaftlichen Beziehungen und Werte, sondern gleichzeitig auch ein Motor für Veränderungen und gesellschaftliche Entwicklungen sein kann. Dahingegend stellt die Verfasserin die Bedeutung des Tanzes im historischen Kontext differenziert dar und analysiert wie der Tanz in der Gesellschaft als ein Kommunikationsmedium zwischen gesellschaftlicher Repräsentation, aber auch Emanzipations- und Entfaltungsbewegung fungiert.",4 SAB 1602,1,56 S.,1890,2021,60,21,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",,Flora Corinna O.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1535,"„Wenn ich das Bedürfnis habe, mich draußen etwas auszutoben…“ – Sport – Macht – Gesellschaft – Krieg. Die Geschichte des Grafen Friedrich-August von Plettenberg-Lenhausen","Auf der Suche nach einem Thema findet die Schülerin die Briefe des Friedrich-August Graf von Plettenberg-Lenhausen im Bestand des LWL-Archivamts, welche er an den Fronten des Ersten Weltkriegs verfasste, und ist schnell von diesen fasziniert. Der persönliche und in den Briefen prominente Ehrgeiz des Protagonisten, der zu einem Teil aus einem sportlichen Hintergrund und zum anderen Teil aus gesellschaftlichen Maximen resultierten, wird Knotenpunkt zwischen Quelle und Thematik des Wettbewerbs. Innerhalb eines fiktiven Drehbuchs, welches sich immer wieder an Erzählungen aus den Briefen orientiert, versucht die Schülerin das Leben des Grafen darzustellen und herauszuarbeiten, inwiefern sportlich beeinflusster Ehrgeiz das Leben des Protagonisten in der Zeit des Krieges prägt.",4 SAB 1604,1,39 S.,1914,1918,57,21,"Drehbuch, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",,Ella H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1538,"„Ich war wirklich keine Jungenlehrerin…“ - Koedukation im Schulsport und der Wandel der Geschlechterrollen, 1960-1990","In ihrem Beitrag zum Thema „Koedukation im Schulsport und der Wandel der Geschlechterrollen“ stellt die Verfasserin die Entwicklungen und historischen Kontexte dar in denen die Koedukation im Schulsport eingeführt wurde und inwieweit dies den Schulsport verändert und weiterentwickelt hat. Dabei steht insbesondere das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium aus Münster im Vordergrund, wofür die Verfasserin mit ehemaligen Lehrkräften auch Interviews geführt hat, um ihre Eindrücke, Erfahrungen und Ansichten in die Beurteilung und historische Einordnung der Einführung der Koedukation im Schulsport mit einzubeziehen. Dabei geht die Verfasserin auf entsprechende Stereotypen und traditionelle Rollenbilder ein, die sich auch besonders im Schulsport wiederfinden und stellt dahingehend die historische Entwicklung in den zeitlichen Rahmen der Einführung und Entwicklung der Koedukation im Schulsport. Dahingehend finalisiert die Verfasserin ihre Ergebnisse in Fragen der Veränderungen und Herausforderungen durch die Einführung der Koedukation im Schulsport.",4 SAB 1603,1,50 S.,1945,1990,60,21,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Anne-Frank-Gesamtschule, Münster",Magdalena O.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1539,"„Frisch, Fromm, Fröhlich“ – Frei? Das Turnen zwischen Vormärz, Kaiserreich und Gegenwart als Spiegel der gesellschaftlichen Stellung der Frau","In ihrem Beitrag zum Thema „Das Turnen zwischen Vormärz, Kaiserreich und Gegenwart als Spiegel der gesellschaftlichen Stellung der Frau“ analysiert die Verfasserin die Bedeutung der „Freiheit“ für das Frauenturnen beispielhaft für die gesellschaftlichen Entwicklungen in Westfalen. Dafür analysiert die Verfasserin die Entwicklung des Turnens für Frauen seit des frühen 19 Jahrhunderts bis zum Frauenbild und dem Turnen in der Gegenwart, um zu überprüfen inwieweit das Turnen in den jeweiligen zeitlichen Rahmen als ein Spiegel der gesellschaftlichen Stellung der Frau und entsprechender Emanzipationsbewegungen betrachtet werden kann.",4 SAB 1614,1,50 S.,1900,2021,60,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",,Helen P.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1540,"Nur Gymnastik, Tanz und Spiel? - Vom Wandel der Frauenrolle in einem katholischen Verein in der frühen Bundesrepublik am Beispiel der Deutschen Jugendkraft Lippstadt","In ihrem Beitrag zum Thema „Vom Wandel der Frauenrolle in einem katholischen Verein in der frühen Bundesrepublik am Beispiel der Deutschen Jugendkraft Lippstadt“ analysiert die Verfasserin die Entwicklung der Frauenrolle und der Stellung der Frau am Beispiel der Deutschen Jugendkraft Lippstadt, in der auch die Oma der Verfasserin ab 1947 Sport treiben durfte. Die Verfasserin stellt die historischen Entwicklungen und Veränderungen im Bezug auf die Entwicklung des Frauensports dar und geht dahingehend, aufgrund ihres konkreten Beispiels auch auf die jeweiligen Umstände durch den Einfluss der Kirche und des Glaubens auf die katholische Mädchenjugend ein. Die Entwicklung dieses katholischen Sportvereins wird exemplarisch im historischen Kontext als Repräsentation für den Wandel und die Entwicklung von Frauenrechten und Frauenrollen analysiert und beurteilt.",4 SAB 1615,1,39 S.,1920,2021,60,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",,Greta B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1541,Der Adelige Damenclub zu Münster - Zwischen Tradition und modernen Umbrüchen nach dem Westen Weltkrieg,"In ihrem kreativen Beitrag „Der Adelige Damenclub zu Münster: Zwischen Tradition und modernen Umbrüchen nach dem Ersten Weltkrieg“ erzählt die Autorin eine Novelle zu einem Damenclub im frühen 20. Jahrhundert. Dabei rahmt die Autorin ihre Erzählung in die gesellschaftlichen und politischen Verflechtungen jener Zeit ein und verankert Figuren und den Rahmen ihrer Geschichte innerhalb historisch gesicherter Quellen und kreiert damit eine fiktionale Geschichte. Neben diesem kreativen Beitrag stellt die Autorin ihrer Novelle noch einige fachliche Seiten zum historischen Hintergrund, zur gesellschaftlichen Einordnung des Damenclubs, zur künstlerischen Auseinandersetzung mit der Form der Novelle und mit einer Quellenreflexion voran. Durch diese fachliche Verankerung und Reflexion der Quellen und der kreativen Arbeit ergibt sich in der Gesamtheit mit der Novelle eine gewinnbringende Arbeit.",4 SAB 1619,1,34,1920,1927,58,21,"Kurzgeschichte, Novelle, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",,Pina G.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1542,„Reine Mädchensache?“ – Ballett als Jungensport,"In ihrem Beitrag „Reine Mädchensache? – Ballett als Jungensport“ beschäftigt sich die Autorin mit Vorurteilen im Ballettsport insbesondere hinsichtlich stereotypischer Geschlechter- und Gendervorurteile und der Frage nach dem Stand des Ballettsports als Jungensport. Dafür hat sich die Autorin verschiedener Mittel bedient, um sich dieser Frage zu nähern. Sie hat eine Umfrage hinsichtlich Vorurteile zum Ballettsport durchgeführt, eine kleine Filmanalyse zum Film Billy Elliot angefertigt und ein Interview mit der Ballettlehrerin Sabrine Orosz geführt, um mit den Ergebnissen aus diesen verschiedenen Zugangsmitteln zu einem Fazit zu kommen. Dabei fehlt es dieser Arbeit leider etwas einer historischen Dimension.",4 SAB 1630,1,13 S.,1985,2021,54,21,Textbeitrag,"Filme, Umfragen, Videodokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Ballettschule Orosz,Alma C.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1543,Ausdruckstanz - Tänzer und ihre Erfahrungen,"In ihrem Powerpoint-Beitrag „Ausdruckstanz – Tänzer und ihre Erfahrungen“ beschäftigen sich die beiden Autorinnen mit dem Stand der Männer im Ausdruckstanz, ordnen dies historisch ein und führen ein Interview mit zwei ehemaligen Ausdruckstänzern, um deren persönliche Erfahrungen im Rahmen der Arbeit zu unterstreichen. Ein zentraler Punkt innerhalb der Arbeit stellt dahingehend der Vergleich zwischen „früher und heute“ dar, um eine historische Entwicklung und Veränderung abbilden und darstellen zu können. Neben den Interviews und Stichpunkten auf den Folien der Powerpoint-Präsentation veranschaulichen die beiden Autorinnen ihre Arbeit mit einer Vielzahl von Bildern.",4 SAB 1631,0,13 F.,1950,2021,54,21,"Power-Point-Präsentation, Textbeitrag",Zeitzeug*inneninterviews,,"Helena G., Lotte L.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1544,Die Darstellung der Olympischen Sommerspiele 1936 in den (Münsteraner) Medien,"In ihrer aufwendig gestalteten Zeitschrift beschäftigt sich Line Brümmer mit der Frage, wie Olympia in Münsteraner Medien dargestellt wurde. Vor dem Hintergrund Nationalsozialistischer Ideologie und Propagandastrategien beleuchtet sie die Berichterstattung über Frauen bei Olympia oder über die Erfolge des Afroamerikaners Jesse Owens. Außerdem arbeitet die Autorin heraus, über welche medialen Kanäle die Sommerspiele in Berlin ins weit entfernte Münster kamen. Sie kommt abschließend zu dem Befund, dass die Nationalsozialisten die Olympische Idee verfremdeten, um außenpolitisch von Kriegsbestrebungen abzulenken und um innenpolitisch die sogenannte ,,Volksgemeinschaft‘‘ zu stärken.",4 SAB 1605,1,32 S.,1936,1936,58,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente","Roland-Theater, Stadt New York/Schauburg",Line B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1545,Ein Ritt durch die Zeit. Ein Podcast zur Entwicklung des Reitsports im Münsterland,"Die Achtklässlerinnen Luana Baumeister und Charlotte Specking haben für ihren Beitrag am Geschichtswettbewerb einen Podcast über den Reitsport im Münsterland erstellt. Dabei beschäftigte sie zum einen die Frage, wie sich das Pferd vom Nutztier zum Partner des Menschen im (Leistungs-)Sport wandelte. Zum anderen wurde den Schülerinnen während des Wettbewerbs deutlich, dass sich der Reitsport im Hinblick auf Geschlechterverhältnisse verändert hat. Dazu proträtieren die Autorinnen mit Helga Köhler und Romi Kirchhoff zwei erfolgreiche Reiterinnen des 20. Jahrhunderts. Die Interviews mit Kirchhoff selbst und einer Mitarbeiterin des Westfälischen Pferdemuseums liegen nicht vor.",4 SAB 1616,0,"13 S, 9:08 Min.",1401,2021,27,21,"Audiobeitrag, Podcast, Textbeitrag","Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche, Zeitzeug*inneninterviews",,"Charlotte S., Luana B.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1546,Die Entwicklung des Reitsports in Westfalen,"Inspiriert durch frühe Beobachtungen von Reiter*innen und Pferden während des ,,Turnier der Sieger‘‘, beschäftigt sich Julia Pago mit der Geschichte des Reitsports in Westfalen. Die Entwicklung Münsters zum Zentrum des Pferdesports zeichnet sie am Beispiel Westfälischer Reiterverein e.V. nach, der 1835 von Adligen gegründet wurde. In ihrer Arbeit verdeutlicht die Autorin die allmähliche Öffnung des Sports für breitere gesellschaftliche Schichten, kommt jedoch auch zu dem Schluss, das Reiten bis in die heutige Zeit einen elitären Charakter innehabe.",4 SAB 1623,1,32 S.,1776,2021,58,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",Loddenheide,Julia P.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1547,"Vom Durchhalten auf langen Strecken. Über den olympischen Läufer Harald Norpoth und das dynamische Zusammenspiel von Gesellschaft, Politik und Sport in den 1960er Jahren","Theresa Brakel befasst sich in ihrem Textbeitrag zum Geschichtswettbewerb mit der sportlichen Karriere des Münsteraner Leichtathleten Harald Norpoth, mit dem die Autorin sogar entfernt verwandt ist. Detailliert behandelt sie die einzelnen Facetten des sich zunehmend professionalisierenden Leistungssports und verknüpft dies mit Gesellschaft und Politik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Schülerin kommt unter anderem zu dem Schluss, dass Norpoth durch seine Erfolge bei Olympia und sein Engagement im Hinblick auf Sport entscheidend zur Beliebtheit der Leichtathletik in Münster beigetragen hat.",4 SAB 1626,1,53 S.,1942,2019,356,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Wilhelm-Hittorf-Gymasium, Münster",Theresa B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1548,Der Reitsport im Wandel der Zeit. Ein kreativ-informatives Bilderbuch,"Die Schülerinnen befassen sich in ihrem Bilderbuch mit verschiedenen Gesichtspunkten des Reitens und stellen sich die Frage, inwiefern Reiten auch heute noch als typischer ,Mädchensport‘ gelten kann. Dazu haben sie ausführliche Interviews mit Ingrid und Michael Klimke geführt, die Einblicke in den Reitervein St. Georg geben und den Wandel des Sports beleuchten. Abschließend zeigt eine Umfrage an ihrer Schule das Meinungsbild zum eingangs beschriebenen Vorurteil. Die Gruppe kommt zu dem Schluss, dass Jugendliche heutzutage dem Sport nachgehen sollten, der ihnen am meisten Freude bereitet, ohne dass sie sich dafür rechtfertigen zu müssen.",4 SAB 1627,0,32 S.,-2000,2021,54,21,"Bilderbuch, Textbeitrag","Expert*inneninterviews, Internetquellen, Umfragen",,"Alexandra W., Greta K., Luise H., Merthe K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1549,Die Erste Weltmeisterschaft für Zweispänner 1987 auf deutschem Boden: Wie hat diese die Riesenbecker Gemeinde beeinflusst?,"1987 wurde das kleine Münsterländische Dorf Riesenbeck Ort einer denkwürdigen Veranstaltung: die erste Weltmeisterschaft für Zweispänner in Deutschland wurde dort abgehalten. Theresa Middendorf hat sich, motiviert durch ihre familiären Wurzeln, mit diesem Großereignis und seinen Nachwirkungen auf die Gemeinde beschäftigt. Dabei hat sie auch die aufwändigen Vorbereitungen sowie den Verlauf des fünftägigen Turniers näher beleuchtet und zieht das Fazit, dass die Weltmeisterschaft den entscheidenden Schritt darstellt, mit dem Riesenbeck zu einem ,Global Player‘ des Pferdesports wurde. Das Interview mit dem damaligen Turnierleiter und seiner Frau liegt nicht vor.",4 SAB 1635,1,26 S.,1987,1987,112,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Riesenbeck, Schloss Surenburg",Theresa M.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1550,Die geschichtliche Bedeutung des Reitsports für die Gesellschaft Am Beispiel des Gestüts Ligges,"In ihrem Beitrag beschäftigt sich die Autorin mit verschiedenen Facetten der Beziehung zwischen Mensch und Pferd. Die prähistorische Entwicklung, die Herausbildung des modernen Reitsports und sein wirtschaftlicher Nutzen werden behandelt. Zudem liegt der Fokus auch auf Aspekten der Pferdezucht. Das Interview mit dem Leiter des Gestüts Ligges in Herbern, Kai Ligges, liegt nicht vor.",4 SAB 1651,1,25 S.,-2800,2021,,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",Herbern,Jasmin T.,Marienschule 1551,Die Medaillengewinner/-innen aus Münster im Spiegel der Zeit,"Verschiedene Münsteraner Olympiateilnehmer*innen stehen in Raphaela Gläsekers ausführlichen Beitrag im Fokus. Beginnend mit Carl Schuhmann, Teilnehmer der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896, stellt sie heraus, wie die Olympischen Spiele sich im Laufe der Zeit zunehmend professionalisierten. Außerdem erarbeitet die Schülerin dezidiert, wie gesellschaftliche Umstände und historische Ereignisse jeweils auf die Spiele einwirkten, wie etwa der Boykott der Olympischen Spiele 1980 durch die BRD. Besonders erwähnenswert ist, dass sich Raphaela Gläseker durch ihre Recherchen zu Carl Schuhmann dafür einsetzte, dass der Sportler in Münsters Erinnerungskultur aufgenommen wird.",4 SAB 1652,1,54 S.,1896,2021,279,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",,Raphaela G.,Marienschule 1552,Olympia in Münster. Eine Internetseite über Peter Funnekötter und die Olympischen Spiele 1972,"Kaj Krüger und Till Mühlenbeck haben für ihren Beitrag zum Geschichtswettbewerb eine Internetseite über die Olympischen Spiele 1972 in München und die Teilnahme des Münsteraners Peter Funnekötter. Leitend ist dabei die Fragestellung, inwiefern der erfolgreiche Ruderer auf die Stadt Münster eingewirkt hat.",4 SAB 1677,0,6 S.,1972,2021,357,21,"Textbeitrag, Website",,,"Kaj K., Till M.",Gesamtschule Münster-Mitte 1553,",,Die Schattenseite der Medaille‘‘ - Geschichten von Skandalen, Betrug und Achtlosigkeit in der Sportgeschichte, sachlich, literarisch und bildhaft dargestellt","Anhand von vier Beispielen behandeln die Schüler*innen der Gesamtschule Münster-Mitte negative Aspekte des Sports. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die faktische Darstellung der Missstände und Skandale, sondern auch eine kreative Aufarbeitung der Geschichte(n) durch jeweils ein Gedicht, eine Kurzgeschichte und selbst gezeichnete Bilder. Besonders diese kreativen Elemente machen den Beitrag lesenswert, unterhaltsam und regen zum Nachdenken über das Thema an.",4 SAB 1679,0,45 S.,1894,1990,357,21,"Bilder, Gedicht, Kurzgeschichte, Textbeitrag",,,"Emma S., Finn K., Frida M., Frida S., Jan S., Patricia B.",Gesamtschule Münster-Mitte 1554,Die Kraft des Ruderns. Eine Geschichte über das Rudern früher und heute und die Ungleichberechtigung zwischen Mädchen und Jungen (Novelle),"Banu Beinhauer und Mareike Timte verknüpfen in ihrer Novelle geschickt unterschiedliche Zeitebenen: In Form von Tagebucheinträgen wird die Geschichte von Mayla erzählt, einer Jugendlichen, die Ende der 1920er Jahre in Münster das Rudern für sich entdeckt und entgegen aller gesellschaftlichen Widerstände an Wettrennen teilnimmt. Genau dieses Tagebuch wird 2019 von Nola, einer ehrgeizigen Ruderin aus Münster mit Olympischen Ambitionen entdeckt. So entsteht eine spannende Novelle um die Themen Gleichberechtigung und Kampfgeist im Sport.",4 SAB 1680,0,50 S.,1929,2023,358,21,"Novelle, Tagebuch, Textbeitrag","Archivalien, Expert*inneninterviews, Internetquellen","Aasee, Münster","Banu B., Mareike T.",Gesamtschule Münster-Mitte 1555,Die Gesellschaft macht Sport. Der Reitsport als verbindendes gesellschaftliches Element zwischen der British Army of the Rhine und den Deutschen in Niedersachsen,"Basierend auf seinem Weg zum Reitsport und seiner privaten Kontakte zu Zeitzeugen der britischen Besatzungszeit, beschäftigt sich Otto Kuhlmann in seiner Arbeit mit dem Einfluss der britischen Soldaten auf den Pferdesport in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Dabei arbeitet der Schüler dezidiert die gesellschaftlichen Unterschiede heraus, die dazu führten dass im elitären Pferdesport nachhaltig freundschaftliche Beziehungen entstanden, während es in der breiten Masse nur zu sporadischen, oberflächlichen Begegnungen kam. Eingebettet sind diese Befunde in eine lesenswerte Darstellung der britischen Besatzungszeit ab 1945",4 SAB 1695,1,44 S.,1945,2019,214,21,Textbeitrag,,"Bergen, Lippstadt, Sennelager",Otto K.,Friedensschule 1556,"„Weg der Selbstfindung, Ruhe und Interaktion: Inwiefern beeinflusst der Jakobsweg Menschen sowie die Umgebung und wie hat sich dies im Laufe der Zeit gewandelt?“","In ihrem Audio-Beitrag „Weg der Selbstfindung, Ruhe und Interaktion: Inwiefern beeinflusst der Jakobsweg Menschen sowie die Umgebung und wie hat sich dies im Laufe der Zeit gewandelt“ beschäftigen sich die beiden Autoren ausführlich mit dem Jakobsweg, ordnen dahingehend das Wandern als Sport ein, rahmen ihren Beitrag durch einen historischen Abriss des Jakobswegs ein, reichern dies mit persönlichen Erfahrungen an, um dann abschließend verschiedene gesellschaftliche und politische Bereiche zum Jakobsweg einfließen zu lassen, um dahingehend zu einem Fazit für die zukünftige Entwicklung und Ausrichtung des Jakobswegs zu kommen. Diese verschiedenen Sinnabschnitte werden im Podcast der beiden Autoren gut nachvollziehbar und verständlich eingesprochen, sodass man insgesamt mit diesem Podcast am Ende einen guten ersten Anstoß zum Thema „Wandern“ und „Jakobsweg“ erhält.",4 SAB 1641,0,28 M.,1101,2021,278,21,"Audiobeitrag, Podcast","Audiodokumente, Fachliteratur, Internetquellen, Videodokumente, Zeitungsartikel",,"Ludger T., Malte C.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1557,"Decken, decken, nicht Tisch decken! Frauenfußball als Indiz für Emanzipation in der Gesellschaft","In ihrem Beitrag „Decken, decken, nicht Tisch decken! – Frauenfußball als Indiz für Emanzipation in der Gesellschaft“ geht die Autorin der Frage nach inwieweit sich anhand des Frauenfußballs in den verschiedenen Jahrzehnten der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland die Stärke der Emanzipation und der gesellschaftlichen Rolle der Frau ablesen lassen bzw. sich zumindest Indizien finden lassen. Dafür führt die Autorin einen Querschnitt durch die Jahrzehnte der Bundesrepublik seit den 1950er Jahren bis zur Gegenwart durch und stellt die Frauenrolle und gesellschaftliche Stellung der Frau in den jeweiligen Zeitabschnitten dar und überprüft, inwieweit sich das im Frauenfußball wiederfindet. Dahingehend kommt die Autorin zum Fazit, dass sich Dynamiken der Frauenbewegungen und der Emanzipation sowohl in der Gesellschaft als auch dann im Frauenfußball wiederfinden lassen, sodass der Frauenfußball bis zu einem gewissen Grad definitiv als Indiz für Emanzipation in der Gesellschaft gesehen werden kann.",4 SAB 1655,1,49 S.,1950,2021,279,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Videodokumente, Zeitzeug*inneninterviews",,Helene A.,Marienschule 1558,Virtueller Sport - Was ist eSport? Machen das auch Frauen?,"In ihrem Beitrag „Virtueller Sport – Was ist eSport Machen das auch Frauen?“ beschäftigt sich die Autorin mit elektronischem Sport – Wettkämpfen innerhalb von Computer- und Videospielen und geht innerhalb dieses Themenkomplexes der Stellung von Frauen in dieser, insgesamt von Männern dominierten Sport-Szene, ein. Zu Beginn definiert sie eSport, stellt die Debatte um die Frage, ob eSport wirklich Sport ist, dar, gibt einen historischen Umriss, um dann näher auf die Frauenrolle im eSport einzugehen, was Gründe für die Unterrepräsentation von Frauen im eSport sein könnten und welche Maßnahmen für mehr Diversität getroffen werden können. Am Ende führt sie diese Vielzahl von Fäden zu einem Fazit zusammen.",4 SAB 1657,1,40 S.,1936,2021,359,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,Henrike B.,Marienschule 1559,",,Keiner fiel durchs Netz und jeder war erfasst.‘‘ Sportförderung und ländlicher Breitensport in der DDR am Beispiel einer Familiengeschichte",Motiviert durch die Erzählungen von Ida Heinemanns Eltern in der DDR der 80er Jahre befassen sich die drei Schülerinnen mit dem Stellenwert von Sport in dem ihnen fast unbekannten Land. In ihrer überaus detaillierten Arbeit greifen sie auf verschiedene Materialgrundlagen zurück. So interviewten sie sowohl ehemalige (Leistungs-)Sportler als auch ehemalige Sportfunktionäre der DDR. Ebenso inkludieren sie Quellen aus dem Privatarchiv von Ida Heinemanns Familie und Freunden. Die Autorinnen erfassen in ihrem Beitrag gekonnt verschiedene gesellschaftliche Bereiche der DDR – von politischen Interessen und Vorgaben im Hinblick auf den Sport bis hin zu Sportfesten auf dem Lande.,4 SAB 1601,0,50 S.,1949,1990,58,21,"Textbeitrag, Website","Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","DDR, Großfahner","Demi D., Ida H., Nusrat M.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1560,",,Wie soll unser Reich jemals aus dieser Situation entkommen, wenn die Bürger nicht entkommen wollen?‘‘ - Die Instrumentalisierung des Sports durch den Nationalsozialismus am Beispiel des TG Münster von 1862 e.V. im Spiegel fiktiver Tagebucheinträge eines jungen Turners","Hauptteil des Beitrages von Erik Normann ist das fiktive Tagebuch des im Jahre 1920 geborenen Fritz Petz, der als begeisterter und talentierter Turner von der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 zunächst verwirrt ist. Nach anfänglicher Naivität gegenüber den neuen politischen Verhältnissen wird Fritz zunehmend klar, dass auch sein geliebter Sport von den Nazis instrumentalisiert wird. Er entwickelt zunehmend eine innere Ablehnungshaltung, die jedoch nicht gänzlich verborgen bleibt. Ebenso leidet das Verhältnis zu seinem Vater, ein glühender Anhänger Hitlers. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs spitzen sich die Ereignisse zu.",4 SAB 1607,1,62 S.,1933,1945,58,21,"Tagebuch, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",,Erik N.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1561,Sportunterricht im Wandel der Zeit. Hörspiel einer Zeitreise,"In diesem kreativen Beitrag reist die zeitgenössische Siebtklässlerin Ella aus Versehen durch die Zeit in den Sportunterricht des Jahres 1912. Zum Glück kommt ihr die ,,professionelle Zeitläuferin‘‘ Miriam zu Hilfe und beide reisen – aufgrund eines technischen Defekts der Zeitmaschine – gemeinsam in den Sportunterricht des Jahres 1937, um den Zeitläufer Jakob um Hilfe zu bitten.",4 SAB 1681,0,"6 S., 10:20 Min.",1912,2020,358,21,"Audiobeitrag, Hörspiel, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen",,"Ella L., Jakob Z., Paul S.",Gesamtschule Münster-Mitte 1562,",,Unser Sport, unsere Leibesübungen sind nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck.‘‘ Wie erfolgreich war der Einsatz von Sport in den Jugendorganisationen der NSDAP im Münsterland?","Der Schüler Daniel Möllers befasst sich in seinem Beitrag mit der Instrumentalisierung des Sports in den Jugendorganisationen der NSDAP. Dabei konzentriert er sich auf Einzelschicksale aus dem Münsterland, wie z.B. die BDM-Führerin Erika C. aus Tecklenburg und den jugendlichen HJ-Gruppenführer Harro W. aus Münster. Der Autor vergleicht die ideologische Zielsetzung des Sports in Bezug auf Heranwachsende im Münsterland nur unzureichend erfüllt wurden.",4 SAB 1698,1,,1933,1945,360,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",,Daniel M.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1563,Bodo Kunst – Sport in der DDR. Ein Videointerview im Stil der Sportschau,"Angelehnt an das TV-Format der Sportschau interviewt die Sechstklässlerin Maya Lang ihren Großvater Bodo Kunst, der als Schwimmer in der DDR sportlich erfolgreich war. Im Interview beschreibt der Großvater seinen Weg zum Schwimmen, den mit zunehmenden Erfolg wachsenden Leistungsdruck und die Auswirkungen auf seine Heimatstadt Neukalen, das durch seine Leistungen ein neues Schwimmbecken erhielt.",4 SAB 1703,1,14:41 Min.,1965,1973,177,21,Filmbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente",Neukalen,Maya L.,Gymnasium Paulinum 1564,",,Jugendkraft‘‘ für Krieg…und Frieden?. Das bewegte Leben des Schlaun-Lehrers und Sportfunktionärs Karl Behre (1875 – 1956)","Am Beispiel des Münsteraners Karl Behre, der in seiner Lebenszeit das Kaiserreich, die Weimarer Republik, die NS-Diktatur und die Bundesrepublik Deutschland erlebte, stellen die Autoren den Einfluss politischen Wandels auf den Sport dar. Brehe selbst war sowohl Sportlehrer als auch Funktionärs",4 SAB 1704,0,23 S.,1875,1956,113,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Privatdokumente",Portugal,"Alexander K., Sebastian W.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1565,Voltigieren in Münster.,"In diesem Videobeitrag befassen sich die Sechstklässlerinnen Lusy Lisnic und Kaja Stens mit der Geschichte des Voltigierens im Allgemeinen und mit der Entwicklung dieser Sportart in Münster im Besonderen. Am Beispiel des Reit-und Fahrverein Münster-Sprakel wird dargestellt, wie der Verein eine eigene Voltigierabteilung gründete.",4 SAB 1706,1,"2 S., 9:25 Min.",1948,2021,361,21,"Drehbuch, Filmbeitrag, Textbeitrag","Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",,"Kaja S., Lusy L.",Geschwister-Scholl-Gymnasium 1566,Die Geschichte (m)einer bewegten Schule. Turnen und Sport an der Martin-Luther-Grundschule – schon vor 100 Jahren mehr als nur ein Schulfach.,"Sportunterricht ist für Mina Rothaus ein wichtiges Schulfach, an dem sie viel Spaß hat. Dementsprechend befasst sie sich mit der Geschichte des Sportunterrichts an ihrer eigenen Schule. Anhand von historischen Fotografien verdeutlicht die Autorin, wie anders der Unterricht damals war – z.B. turnten die Mädchen in Kleidern. Außerdem gab es das ,,medizinische Turnen‘‘ bei dem die Schüler*innen oft unangenehme Übungen über sich ergehen lassen mussten. Die Grundschülerin kommt zu dem Schluss, dass sie mit den Schüler*innen von vor 100 Jahren nicht tauschen möchte, da der Sportunterricht heute mehr Spaß mache und auch die Lehrer*innen viel netter seien.",4 SAB 1707,1,16 S.,,2021,113,21,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur",Martin-Luther-Schule,Mina R.,Martin-Luther-Schule 1567,Frauenfußball - Sport macht Gesellschaft: Eine fiktive Kurzgeschichte,"In ihrem kreativen Beitrag „Frauenfußball – Sport macht Gesellschaft“ erzählen die drei Autorinnen eine fiktive Kurzgeschichte zu einer Münsteraner Fußballerin in der deutschen Fußballbundesliga und stellen verschiedene Etappen im Leben dieser Fußballerin von 1994 bis 2007 dar. Diese fiktive Kurzgeschichte stützt sich aber auf Ergebnisse von Recherchen zu wahren historischen Ereignissen im Frauenfußball, sodass verschiedene Aspekte der Kurzgeschichte wie Fußballspiele, Ergebnisse und entsprechende Jahreszahlen historisch gestützt sind. Neben dieser Kurzgeschichte haben die drei Autorinnen noch einen Arbeitsbericht angefügt, der ihre Arbeitsweise, den Hintergrund und die Entwicklung der Kurzgeschichte, nachvollziehbar machen.",4 SAB 1678,0,8 S.,1994,2021,362,21,"Kurzgeschichte, Textbeitrag","Internetquellen, Videodokumente",,"Johanna K., Leonie E., Lilly P.",Gesamtschule Münster-Mitte 1568,Mädchen im Schulsport - Wie es begann,"In Ihrem Beitrag „Mädchen im Schulsport – wie es begann“ beschäftigt sich die Autorin mit der Geschichte des Sportunterrichts für Mädchen in Deutschland. Sie skizziert die Entwicklung seit den Anfängen des Schulsports über die Einführung und Umsetzung des Schulsports für Mädchen bis zum Schulsport in der heutigen Zeit nach. Für diese Arbeit hat die Autorin zudem Lehrer:innen selbst über ihre Erfahrungen und Erlebnisse hinsichtlich der Einführung des Mädchenschulsports befragt. Ihr Thema webt die Autorin auch in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang ein und beschäftigt sich mit Fragen hinsichtlich Stereotypen, Vorurteilen und Klischees gegenüber Mädchen und Schulsport.",4 SAB 1685,1,16 S.,1944,2021,209,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",,Lilli S.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1569,Farbe und Diversität im Ballett - Eine Ausstellung und ein Podcast,"Dieser kreative Beitrag der Autorin verbindet zwei unterschiedliche Veröffentlichungswege. Die Basis bildet ihre Ausstellung „Farbe und Diversität im Ballett“, in der sie vier Leinwände zum Thema Ballett angefertigt und dahingehend ausgestellt hat. Dazu hat sie einen Audio-Podcast „Bühne frei“ produziert, in dem sie in drei Episoden das Thema Tanz und Ballett thematisiert. In dem Podcast stellt sie die Geschichte und Entwicklung des Ballettsports dar, setzt sich kritisch mit Schönheitsidealen, Vorurteilen und Diversität im Ballettsport aus und bespricht mit der Dance Academy Claudine Merkel ein lokales Beispiel aus Münster.",4 SAB 1694,1,3 F.,1401,2021,214,21,"Audiobeitrag, Bilder, Podcast","Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",,Liantsoa S.,Friedensschule 1570,Frauen im TSV Handorf - Was für eine Rolle haben Frauen im Sportverein TSV Handorf und wie hat sie sich im Laufe der Zeit entwickelt?,"Im Filmbeitrag „Frauen im TSV Handorf – Was für eine Rolle haben Frauen im Sportverein TSV Handorf und wie hat sie sich im Laufe der Zeit entwickelt“ wird der TSV Handorf vorgestellt, die Vereinsgeschichte und Entwicklung thematisiert und wird der heutige Stand des Vereins präsentiert. Dafür wurde ein Interview geführt und für Informationen wurde auf eine Festschrift „75 Jahre TSV“ zurückgegriffen. Im Film wird anschaulich mit vielen verschiedenen Möglichkeiten der visuellen Bildgestaltung wie Zeichnungen, Fotos und Texteinblendungen neben einem „Voice-Over“ gearbeitet.",4 SAB 1697,0,18:05 M.,1926,2021,363,21,Filmbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",,"Emmy R., Miara B., Romy R.",Gymnasium St. Mauritz 1571,Eine Zeitreise in die Geschichte des Tanzes,"Im Beitrag „Eine Zeitreise in die Geschichte des Tanzes“ stellen die beiden Autorinnen den Tanzlehrer Josef Riese und seine ehemalige Tätigkeit als Tanzlehrer vor. Dafür wird auf verschiedene Lebensabschnitte des Tanzlehrers eingegangen: Wie sah sein Leben vor der Tanzkarriere aus? Und wie kam es dazu, dass er an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Tanzlehrer wurde? In den dargestellten Lebensabschnitten werden verschiedene Themen wie die Schwierigkeiten und Probleme mit denen Josef Riese zu kämpfen hatte oder einfach sein Arbeitsalltag thematisiert. Sein Lebensweg wird bis zum Ende seiner Karriere abgezeichnet und chronologisch dargestellt.",4 SAB 1700,1,13 S.,1870,1935,364,21,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen",,"Fatima A., Hanna S.",Immanuel-Kant-Gymnasium 1572,The man in the middle - Die Geschichte des Schiedsrichters,"Läuft ein Fußballspiel gut, merkt man meistens nichts von dem/der unparteiischen Schiedsrichter*in. Doch kommt es zu schwierigen Szenen, Fouls und strittigen Entscheidungen wäh-rend einer Partie sind Schiedsrichter*innen oft nicht nur auf dem Rasen „the man in the middle“. Die zunehmenden Belastungen und die immer höheren Ansprüche sowohl im Profi- als auch im Amateurbereich haben die Schülerin dazu motiviert, sich tiefergehend mit den Spielleiter*innen auseinanderzusetzen. Dabei versucht sie durch geführte Interviews mit ehemaligen Profis und einem Schiedsrichter sowie aktiven Fans verschiedene Perspektiven in der Debatte um Spielleiter*innen zu etablieren. Innerhalb einer kritischen Herangehensweise werden ebenso schwierige Themen zu Videoassistent*innen und Bestechlichkeit beleuchtet.",4 SAB 1606,1,42 S.,1873,2021,58,21,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Filme, Internetquellen",,Elisabeth M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1573,Von Kampfspielen und Kriegsball – Die Adaption des englischen Sports im wilhelminischen Deutschland,"Als gebürtige Britin, die größtenteils in Deutschland aufwuchs und immer wieder starke Bezugspunkte zu Großbritannien pflegt, interessierte sich die Schülerin schon immer stark für die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Kulturen. Mithilfe von Quellen des Zentralausschusses der Volks- und Jugendspiele untersucht die Autorin die Veränderung des Sports in der Zeit Kaiser Wilhelms II. und der Einfluss durch Großbritannien auf den Sport und dessen Wahrnehmung in der deutschen Gesellschaft. Dabei kommt die Autorin zu einem Ergebnis, in dem der Sport eine Versinnbildlichung der komplizierten Beziehung der beiden Großmächte darstelle und sowohl durch Bewunderung als auch Abneigung bzw. einem Kräftemessen geprägt sei.",4 SAB 1608,1,29 S.,1888,1918,60,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",,Kalina M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1574,"„Jünglinge Münsters! Seht zu, daß ihr wehrkräftig seid!“ – Wehrsport von Jugendlichen im Ersten Weltkrieg und während der nationalsozialistischen Diktatur: Eine vergleichende Betrachtung","Dass eine deutliche Wechselwirkung zwischen Sport und Gesellschaft besteht, stellt für die Schülerin keine Neuigkeit dar. Wie diese Wechselwirkung allerdings aussieht und durch welche äußeren Einwirkungen sie beeinflusst wird, versucht die Autorin in ihrem Beitrag herauszuarbeiten. Dabei legt sie den Fokus der Arbeit vor allem auf die Vereinnahmung des Sports durch militärisches Geschehen. Eine überaus gute Quellenlage in den Münsteraner Archiven ermöglichte der Schülerin dabei einen weitreichenden Einblick in den Wehrsport während des Kaiserreichs und der nationalsozialistischen Diktatur und inwiefern dieser sich selbst und die Gesellschaft veränderte. Innerhalb dieser Auseinandersetzung werden sowohl grundsätzliche Strukturen wie z.B. Organisation, Training und Wettkämpfe als auch verschiedene, kritische Perspektiven aufgezeigt, um ein umfassendes Bild des Wehrsports zu zeichnen.",4 SAB 1609,1,41 S.,1871,1945,58,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",,Jule R.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1575,Auf den Spuren des Westfälischen Friedens – Der Sport auf der Friedensroute als Vermittler historischer Ereignisse sowie der symbolischen Bedeutung der Friedensreiter im 17. Jahrhundert und heute,"Sport verbindet – auch in schwierigen Zeiten. Die Friedensreiter verkörperten dieses Motto wie nur wenige. Als Boten im Dreißigjährigen Krieg dienten sie der Nachrichtenübermittlung zwischen den Städten Münster und Osnabrück und spielten somit eine wichtige Rolle auf dem Weg zum Westfälischen Frieden. Viele Jahre später spielt die Route zwischen den beiden Städten noch immer eine Rolle: als Fahrradroute. Um sich der Bedeutung der Route auf vielfältige Weise zu nähern, erläutert die Schülerin zuerst historische und touristische Aspekte und verbindet diese in einem zweiten Teil kreativ in einer selbstverfassten, fiktiven Novelle. Diese handelt von einer Fahrradtour auf der Route, auf welcher der Protagonist versucht, zu sich selbst zu finden, wobei er immer wieder in Träumen von einem Friedensreiter heimgesucht wird.",4 SAB 1612,1,49 S.,1618,2021,58,21,"Novelle, Textbeitrag","Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche",,Mareike B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1576,„Abwechslung in der Monotonie der Gefangenschaft“ – Eine Novelle über den Sport im Kriegsgefangenenlager Rennbahn,"Was bringt Kriegsgefangene, die lange im Krieg kämpfen mussten und körperliche Qualen erleiden mussten, dazu sich während der Haft sportlich zu betätigen? Welche Bedeutung kann Sport für Menschen in einem Kriegsgefangenenlager haben? Diesen Fragen widmete sich die Schülerin in ihrer Arbeit anhand des Kriegsgefangenenlagers Rennbahn an der heutigen Hammer Straße in Münster. Um die vielfältigen Sorgen, Emotionen, Gedanken und Vielfältigkeit der Kriegsgefangenen aufzufangen, entschied sich die Autorin, die Geschichte dieser Menschen innerhalb einer fiktiven Novelle zu beschreiben. Dabei gliedert sie die Novelle in verschiedene Teile und gibt den Protagonisten verschiedene Sportarten an die Hand. Umrahmt wird die Novelle von einem ausführlichen, historischen Apparat, der sowohl die Rahmenbedingungen des Ersten Weltkriegs aufgreift als auch Erklärungen zu Umständen der Gefangenen und Struktur der Gefangenenlager gibt. Eine der wichtigsten Quellen ist dabei die Kriegsgefangenenlagerzeitung „Echo du Camp de Rennbahn“.",4 SAB 1618,1,57 S.,1914,1918,302,21,"Novelle, Textbeitrag","Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen","Griechenland , Hammer Straße, Münster",Julia A.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1577,„Behinderungen müssen keine Verhinderungen sein.“ - Gründung und Entstehung des Behindertensports und dessen Bedeutung im Wandel,In dem Beitrag „Behinderungen müssen keine Verhinderungen sein“ – Gründung und Entstehung des Behindertensports und dessen Bedeutung im Wandel geht es um Versehrtensport und dessen Wandel der Bedeutung für die Gesellschaft. Der Behindertensport existierte bereits vor über tausend Jahren und hat durch die Zeit eine starke Wandlung durchgemacht. Dieser Wandel wird in der Arbeit analysiert. Dabei werden vor allem Darstellungen in den Medien wie aus Zeitungen herangezogen. Außerdem wird in der Arbeit der VSG Münster im Kontext der Geschichte des Behindertensports vorgestellt.,4 SAB 1610,1,22 S.,-2698,2021,58,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",,Zhang Jü b.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1578,Inklusiver Sport als Wegbereiter für eine inklusivere Gesellschaft? - Eine kritische Beurteilung der historischen Entwicklung von Inklusionsmöglichkeiten am Beispiel meines Onkels,In ihrem Beitrag „Inklusiver Sport als Wegbereiter für eine inklusivere Gesellschaft? Eine kritische Beurteilung der historischen Entwicklung von Inklusionsmöglichkeiten am Beispiel meines Onkels“ stellt die Autorin ihren Onkel und dessen Hintergrund im Kontext des Sports für Menschen mit Behinderungen dar und was Inklusion hierbei bedeutet. Daneben wird die historische Entwicklung des Sports dargestellt sowie werden verschiedene Perspektiven und Meinungen zu dem Thema vorgestellt.,4 SAB 1624,1,50 S.,1924,2021,58,21,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",,Theresa G.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1579,Skifahren am WHG – wie der „Sport“ an die Schule kam Ein kreatives und zugleich informatives Ski-Brettspiel,Bei „Skifahren am WHG – wie der „Sport“ an die Schule kam – Ein kreatives und zugleich informatives Ski-Brettspiel“ handelt es sich um ein Brettspiel in dem thematischen Bereich des Skifahrens.,4 SAB 1632,0,1 Spiel,2020,2021,54,21,Spiel,Zeitzeug*inneninterviews,,"Hannah z., Marieke B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1580,Rassismus im Fußball am Beispiel von Erwin Kostedde - Ein kreatives und informatives Brettspiel,"Bei „Rassismus im Fußball am Beispiel von Erwin Kostedde – Ein kreatives und informatives Brettspiel“ handelt es sich um ein Brettspiel, das ausgelöst durch die Ereignisse der Black Lives Matter-Demonstrationen in den USA und des allgemeinen Problems von Rassismus in Sport und Fußball entstand. Ursprünglich wollten die beiden Autoren einen Textbeitrag anfertigen, haben sich dann aber für dieses Fußballbrettspiel entschieden.",4 SAB 1637,0,1 Spiel,1946,2021,365,21,Spiel,Internetquellen,,"Joshua v., Paul K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1581,Schwimmen bewegt am Beispiel der Schwimmschule aqua maris in Münster,"In seinem Beitrag „Schwimmen bewegt am Beispiel der Schwimmschule aqua maris in Münster“ behandelt der Autor das Thema des Schwimmsports. Er stellt die Geschichte des Schwimmsports vor und behandelt den Stand und die Bedeutung in der Gesellschaft, um dann die Schwimmschule „aqua maris“ in Münster ausführlich zu behandeln und vorzustellen.",4 SAB 1640,1,32 S.,-2000,2021,278,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",,Kai G.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1582,Integration durch Sport - Die Geschichte meines Onkels Otto Ott,"In seinem Beitrag „Integration durch Sport – Die Geschichte meines Onkels Otto Ott“ behandelt der Autor das Thema der Integration durch sportliche Aktivitäten am Beispiel seines Onkels Otto Ott, der in der Sowjetunion im heutigen Kasachstan geboren wurde und 1990 nach Deutschland zog. Dort spielte er Volleyball und arbeitete im Sportbereich und fand insbesondere durch diesen Sport gesellschaftlichen Anschluss in Deutschland, was somit die Integration förderte.",4 SAB 1642,1,11 S.,1945,2021,278,21,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Iserlohn,Maxim O.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1584,Die Wandervogelbewegung - Wie eine sportgeprägte Jugendbewegung die Zeit des Kaiserreichs und der Weimarer Republik prägte,"In ihrem Beitrag „Die Wandervogelbewegung – Wie eine sportgeprägte Jugendbewegung die Zeit des Kaiserreichs und der Weimarer Republik prägte“ stellt die Autorin die Wandervogelbewegung vor, die 1896 von Schülern ins Leben gerufen wurde. Ziel der Bewegung war ein Protest gegen die straffen Strukturen des Kaiserreichs und damit der Ausbruch der Jugend aus den gesellschaftlichen Werten jener Zeit. Hierfür begaben sich die Jugendlichen auf lange sportliche Wanderungen im Deutschen Reich. Die Autorin untersucht in ihrer Arbeit dahingehend, ob diese Jugendbewegung einen bestimmten politischen Einfluss in der Zeit des Kaiserreichs und der Weimarer Republik hatte. Hierfür wird die Bewegung selbst, ihre Entwicklung sowie ihre Aktivitäten vorgestellt.",4 SAB 1648,1,23 S.,1896,1933,72,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",,Ana-Julia K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1585,Therapie mit dem Pferd - Vom Sport der Reichen zum medizinischen und pädagogischen Hilfsmittel für alle?,"In ihrem Beitrag „Therapie mit dem Pferd – Vom Sport der Reichen zum medizinischen und pädagogischen Hilfsmittel für alle“ stellt die Autorin das Therapeutische Reiten vor. Hier bearbeitet die Autorin ihre Leitfrage „Wie wurde aus dem Sport der Reichen ein medizinisches und pädagogisches Hilfsmittel für jeden?“. Die Autorin stellt das Thema Reiten vor, gibt einen geschichtlichen Abriss und konzentriert sich insbesondere auf das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten.",4 SAB 1653,1,37 S.,1931,2021,366,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Videodokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,Julia B.,Marienschule 1586,"„Erstens werden wir als Athleten nach Atlanta fahren und erst zweitens als Behinderte.“ - Rainer Schmidt über die Paralympischen Spiele, die Paralympics in Atlanta 1996 und den Behindertensport in Münster","In dem Beitrag „‘Erstens werden wir als Athleten nach Atlanta fahren und erst zweitens als Behinderte‘ – über die Paralympischen Spiele, die Paralympics in Atlanta 1996 und den Behindertensport in Münster“ beschäftigen sich beiden Autorinnen mit den Paralympics, ihrer Entstehung, Entwicklung und ihres Stands in der Gesellschaft. Für diese Arbeit haben sich beiden Autorinnen auf die Paralympics 1996 konzentriert, da ihre Lehrerin Frau Kaiser an diesen Spielen teilnahm.",4 SAB 1660,0,30 S.,1939,2021,329,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Atlanta,"Carlotta B., Marlene H.",Marienschule 1587,Skaten macht Gesellschaft – Titus Dittmann und seine Bedeutung für das WHG und den Sport „Skateboarding“ in Münster,"Im Rahmen eines geplanten Films und des dazu angefertigten Drehbuchs versuchen die Schüler und Schülerinnen der Geschichts-AG die Geschichte des Skateboardens in Münster zu illustrieren. Eine der wichtigsten Personen dabei ist Titus Dittmann, welcher den Sport nicht nur in Münster, sondern in ganz Deutschland groß gemacht hat. Durch viel Engagement arrangierte dieser immer wieder Workshops in Zusammenarbeit mit Schulen und der Universität Münster. Zudem versucht Dittmann mithilfe des Sports durch das eigene Programm „Skate-Aid“ benachteiligten Kindern zu helfen und den Spaß an Bewegung zu zeigen. Mithilfe von Zeitungsartikeln und Expert*inneninterviews zeichnen die Schüler*innen in ihrem Drehbuch ein vielseitiges Bild des Skateboardens in Münster. Außerdem wurde im Rahmen eines audiovisuellen Gesamtpaketes ein Lied geschrieben, wel-ches den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht fertigen Film um eine kreative Leis-tung erweitern soll.",4 SAB 1625,0,"50 S., 2:18 Min",1980,2021,54,21,"Audiobeitrag, Drehbuch, Textbeitrag","Archivalien, Expert*inneninterviews, Zeitungsartikel",,Geschichts-AG 6.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1588,Sport in der Hitlerjugend – eine Novelle,"Während der Recherche stießen die Schüler*innen auf das Tagebuch eines Mitgliedes der Hitlerjugend aus dem Jahr 1942. In diesem Tagebuch finden sich Texte, die über den Alltag in der Hitlerjugend berichten, sowie diverse Zeichnungen und Beschreibungen. In der Folge übernahmen die Autor*innen Art und Aussehen des Tagebuches, schrieben jedoch ein fiktives Tagebuch, welches auf der gefundenen Vorlage basiert.",4 SAB 1629,0,57 S.,1942,1945,54,21,"Novelle, Tagebuch, Textbeitrag",Archivalien,,"Annika C., Gustav M., Joris P., Julien K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1589,Die Rolle des Sports in der Lebenssituation der ostdeutschen Flüchtlinge und Heimatvertriebene nach 1945: War Sport eine Integrationshilfe?,"Der Autor, der durch die Fluchtgeschichte seines Großvaters aus Schlesien nach Ende des Zweiten Weltkriegs inspiriert wurde, geht in seiner Arbeit der Frage nach, ob und inwiefern Sport ein besonderes Potenzial bei Integration haben kann. Um ein umfassendes Bild der damaligen Situation zu zeichnen, werden am Anfang der Arbeit politische und historische Hintergründe der großen Flüchtlingsströme nach dem Zweiten Weltkrieg skizziert. Der Hauptteil des Beitrages bilden dabei Expert*innen- und Zeit-zeug*inneninterviews, welche verschiedene gesellschaftliche Teilbereiche abdecken. So werden alltägliche, sportliche Situationen wie das Bolzen mit einem einfachen Ball auf der Straße, Neugründungen von Sportvereinen durch Heimatvertriebene, aber auch Leistungssport bei schon bestehenden Vereinen wie Preußen Münster betrachtet.",4 SAB 1633,1,51 S.,1945,2021,278,21,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",,David E.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1590,Der „Rennbaron“ und sein Sauerlandring - Wie der Rennfahrer Karl von Wendt mit der eigenen Rennstrecke seine Heimat verändern wollte,"In seiner Arbeit widmet sich der Schüler der Verbundenheit des adeligen Rennfahrers Karl von Wendt mit dem Motorsport. Der besondere Ausgangspunkt ist die Betrachtung des Sportes sowohl auf der Makro- als auch auf der Mikroebene. So steht die Biografie des Rennfahrers mit seinen Erfolgen, Leidenschaft und Auffassung zum Sport auf der Mikroebene immer im Vordergrund des Beitrages. Jedoch schafft es der Schüler durch eine Kontextualisierung des Motorsports der 60er- und 70er-Jahre in der „Auto-Nation Deutschland“ immer wieder Bezugspunkte für einen größeren Betrachtungsrahmen zu schaffen. Diese Darstellungsweise zeigt ihre Stärken, wenn sich die persönliche Leidenschaft eines Rennfahrers auf eine gesamte Region auswirkt. Das Projekt des Sauerlandrings und der damit einhergehenden strukturellen Veränderung, welche durch Karl von Wendt angestrebt wurden, dienen hier als Beispiel. Jedoch wurde die Rennstrecke trotz mehrfacher und intensiver Anstrengungen nie gebaut. Als wichtige Quellengrundlage diente unter anderem der Nachlass Karl von Wendts.",4 SAB 1634,1,70 S.,1960,1979,278,21,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",,Tim H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1591,Eine Stadt im „Rosa Fieber“ – der „Euro-Giro“ in Münster,"Im Rahmen des Europa-Unterrichts haben die beiden Schülerinnen am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teilgenommen. Dabei war ihnen wichtig, über ein Thema zu schreiben, das sowohl sportliche Aspekte beinhaltet, aber auch Menschen in Europa über Landesgrenzen hinweg zusammenbringt. Dabei stießen sie auf die bemerkenswerte 85. Austragung des Giro d´Italia, die unter anderem durch Münster führte. Der Giro d´Italia bildet zusammen mit der Vuelta Espana und der Tour der France eine der drei wichtigsten Landesrundfahrten im pro-fessionellen Radsport. Ziel dieses ungewöhnlichen Giro-Auftaktes 2002 war es wichtige Gründungsländer der EURO-Währungsreform enger über den Sport zu verbinden. Dabei führten Etappen von den Niederlanden über Deutschland, Belgien, Luxemburg und Frankreich nach Italien, dem eigentlichen Austragungsland des Giros. Im Rahmen der Auseinandersetzung beschäftigten sich die beiden Schülerinnen nicht nur mit der Giro-Etappe Groningen-Münster, sondern auch mit den Auswirkungen des Rennens in Münster und dem hiesigen, etablierten Radrennen, dem Münsterland-Giro.",4 SAB 1644,0,24 S.,2002,2002,278,21,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,"Beeke D., Ruth E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1592,Stasi im heutigen Sport – Welche Verantwortung hat die Stasi gegenüber der Gesellschaft?,"Am Beispiel ihres Vaters, welcher ambitionierter Sportler in der DDR war, erläutert die Schülerin die Verbindung von Spitzensport und Repressionsapparat der Staatssicherheit des SED-Regimes. Dabei geht sie auf Aspekte wie die durchgehende Überwachung wichtiger Sportler, aber auch auf strukturelles Doping oder überhartes Training ein, welches DDR-Sportler erdulden mussten, um das Ansehen des Regimes über sportliche Leistungen zu verbessern oder im Kampf der Systeme gegen westliche Staaten die Oberhand zu erlangen.",4 SAB 1656,1,42 S.,1949,1990,367,21,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",DDR,Sophia-Angie G.,Marienschule 1593,"Wie das Fahrrad die Gesellschaft veränderte – Beobachtungen zur Technik, zur Genderfrage und zur Lokalgeschichte","Der Wettbewerbsbeitrag der beiden Schülerinnen stellt einen Versuch dar, das Fortbewegungsmittel und Sportgerät Fahrrad in seinem ganzen Ausmaß abzubilden. Im Zentrum steht die gesellschaftliche Veränderung, die das Fahrrad an vielen Stellen bewirkt hat. Dabei bilden die Mobilisierung durch das Rad, die Emanzipation der Frau mithilfe des Zweirads und dessen Stellung und Einzug in Münster wichtige Leitfragen. So schreibt die Verfasserin, dass Frauen, die im 19. Jahrhundert Fahrrad fahren wollten, von Männern vorverurteilt worden seien: Man habe das Begehren mit Spott abgetan. Einer der Gründe sei die aufwendige Bekleidung der Frauen gewesen, die aus vielen Schichten, Korsetten und Unterröcken bestand, und das Fahren auf einem Zweirad fast unmöglich machte. Letztendlich setzten Frauen sich dort durch, woraus unter anderem die ersten Hosen für Frauen entstanden.",4 SAB 1664,0,46 S.,1800,1945,279,21,Textbeitrag,Internetquellen,,"Julie B., Sarah G.",Marienschule 1594,Der Münster-Marathon – Eine Erfolgsgeschichte?,"Die beiden Schülerinnen beschäftigen sich in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb mit einem der großen sportlichen Feste in Münster: dem Münster-Marathon. Neben der Geschichte des Marathons legen die Autorinnen besonders viel Wert auf die Bedeutung, die dem Marathon von der Stadt, den Organisatoren und vor allem von den Läufern beigemessen wird. In einem weiteren Teil zeigen die Schülerinnen zudem die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf sportliche Veranstaltungen wie dem Marathon auf.",4 SAB 1666,0,18 S.,2002,2021,336,21,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen, Zeitungsartikel",,"Hannah W., Nele R.",Marienschule 1595,Sechstagerennen Münster-Quiz,"Angelehnt an die Sechstagesrennen, welche jährlich von 1950 bis 1988 in Münster stattfanden, entwickelten die beiden Schüler ein Brettspiel, bei dem zwei Bahnfahrer*innen einen Rundkurs absolvieren müssen, indem sie Fragen über die Veranstaltung beantworten müssen, um vorrücken zu können. Abgefragt werden unter anderem Daten von Rennen, Zuschauer*innenzahlen und Reglements. Ähnlich einem Monopoly-Spiel gibt es zudem Ereigniskarten, durch welche man erarbeitete Vorsprünge wieder einbüßen kann. Antworten auf die Fragen können per QR-Codes, die sich auf der anderen Seite befinden, herausgefunden werden. Sieger*in des Spiels ist, wer eine komplette Runde auf dem Spielbrett schafft.",4 SAB 1676,0,,1950,1988,368,21,Spiel,Internetquellen,Halle Münsterland,"Leonard Z., Linus B.",Gesamtschule Münster-Mitte 1596,Sport und das Nationalfest der Mongolei: Naadam – Wahrung des Nationalstolzes und der mongolischen Identität,"Aufgrund der Tatsache, dass die Familie des Schülers aus der Mongolei stammt und auch er bis zu seinem zehnten Lebensjahr dort gelebt hat, besteht für ihn eine tiefe Verbundenheit zu Land und Kultur. Im Rahmen seines Beitrages beschäftigt sich der Verfasser mit dem Naadam-Fest, welches wie kaum ein anderes Fest Sport und Gesellschaft zusammenbringt. In einem ersten Schritt erläutert der Schüler den sportlichen Teil des Festes, welcher aus drei Teildisziplinen (Ringen, Pferderennen, Bogenschießen) besteht und in denen sich Männer untereinander messen. Parallel werden zudem die Meisterschaften des Shagai-Spiels ausgetragen, einem mongolischen Würfelspiel. In einem weiteren Schritt wird der gesellschaftliche Bogen gespannt, da die Spiele von aufwendigen Festlichkeiten begleitet werden und das Wahren von Traditionen, das Tragen traditioneller Kleidung und Sitten hier im Mittelpunkt steht. In einem letzten Schritt skizziert der Schüler Möglichkeiten, die der Sport in der Mongolei bietet, um strukturelle Probleme der Mongolei zu überwinden. Abschließend findet sich ein Blick auf das Fest außerhalb der Mongolei, welches z.B. von Menschen, die mongolische Traditionen pflegen, in Deutschland gefeiert wird.",4 SAB 1683,1,19 S.,1100,2021,209,21,Textbeitrag,Internetquellen,Mongolei,Sondor A.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1597,„Mit den Füßen ins Gesicht“ – Einzug und Entwicklung eines traditionellen Karate-Vereins in Münster,"Aufgrund der Tatsache, dass die Schülerin seit ihrer frühesten Kindheit Karate im ältesten Karate-Verein in Münster als Sport betreibt, stand schnell fest, worum es in ihrem Beitrag gehen wird. Um der Vielfalt des Sportes und der Ausübung gerecht zu werden, teilt die Schülerin ihre Arbeit in drei Hauptteile. Dabei legt sie im ersten Teil die Geschichte und Herkunft der Kampfsportvariante dar. Wichtig sind der Autorin hierbei nicht nur historische Fakten, sondern ebenso die Werte und Moralvorstellungen, die untrennbar mit der Sportart verbunden sind. In den beiden anderen Teilen widmet sich die Schülerin dem Karate-Verein in Münster. Basis für Historie und Rezeption des Vereins sind u.a. Zeitzeug*innen- und Expert*inneninterviews mit Gründungsmitgliedern. Der Grund für die Zweiteilung liegt dabei in tiefgreifenden Veränderungen, welche sich Ende der 70er-Jahre im Verein vollzogen haben. Einer der Streitpunkte war die verschiedene Auslegung und Ausrichtung des Verständnisses von Karate, welches sich im Mainstream zum Beispiel durch Hollywood-Filme stark veränderte.",4 SAB 1684,1,45 S.,1960,2021,209,21,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",,Idelbi N.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1598,Basketball im geteilten Deutschland – sportlicher Spaß oder politische Instrumentalisierung. Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der gesamtdeutschen Mannschaft der Europameisterschaft 1953,"Nach den großen Auswirkungen der Black-Lives-Matter-Bewegung nicht nur auf den amerikanischen, sondern auch auf den weltweiten Spitzensport, reizt die Autorin besonders die Verbindung von Politik und Sport. Da sie selbst aktiv Basketball spielt, ist dieser Sport für sie in der Diskussion besonders wichtig. Eine besondere Stellung im Wechselbad von Politik und Basketball nimmt dabei die Europameisterschaft 1953 in Moskau ein. Nach einer grundlegenden Einführung in die Historie des Sports sowie dessen Verlauf und Verbreitung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg steht die Europameisterschaft klar im Fokus. Das Besondere an der deutschen Teilnahme ist dabei, dass DDR und Westdeutschland ein gemeinsames und damit ein gesamtdeutsches Team nach Moskau schickten. Wichtig ist dabei für die Autorin der Aspekt, dass Sport auch über Grenzen hinweg Menschen zusammenbringe. Im weiteren Verlauf der Arbeit beschreibt die Schülerin die sowohl die Europameisterschaft, politische Diskussionen und das deutsche Team an sich als auch eine weitere Entwicklung des Sports und gesamtdeutsche Mannschaften in anderen Disziplinen und Veranstaltungen wie z.B. Olympia nach 1953.",4 SAB 1687,1,46 S.,1934,1990,369,21,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel","DDR, Moskau",Yvonne K.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1599,Wie äußerte sich der Missbrauch von Sport durch das DDR-Regime und was waren mögliche Reaktionen der Sportler? Am Beispiel der Ringer Silvester Debnar und Fred Kämmerer,"Bestmögliche sportliche Erfolge seien im Denken der DDR nur mit größtmöglicher Kontrolle zur erreichen. Diesen schwierigen Denkweisen und Verbindungen von Staat und dessen Politik- sowie Überwachungsapparat in den Sport hinein versuchen die fünf Autor*innen in ihrem Beitrag auf die Schliche zu kommen. Neben Zeitzeug*innenberichten über den Profisport im SED-Regime werden zudem Themen wie Flucht und systematisches Doping behandelt. Im Mittelpunkt steht dabei der biografische Zugang über zwei Spitzensportler der DDR im Ringen: Fred Kämmerer und Silvester Debnar, welcher zu einer der Autorinnen im verwandtschaftlichen Verhältnis steht. Beide erfuhren Überwachung, was Kämmerer jedoch nicht davon abhielt im Rahmen eines Wettkampfes außerhalb der DDR mithilfe des KSV Efferen aus der DDR zu fliehen.",4 SAB 1688,0,45 S.,1939,1990,370,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",DDR,"Amelie S., Jona T., Lara C., Lina M., Nele S.",Schillergymnasium 1600,Wie ein Münsteraner Arzt Olympia-Sieger Jesse Owens bei den Olympischen Spielen von 1936 half – Die Geschichte eines Fotos,"Während seiner Recherchen zum Geschichtswettbewerb stößt der Schüler auf ein Foto, dass den aus Münster stammenden Arzt Prof. Dr. Alfred Koch zeigt, welcher gerade einen der bekanntesten Spitzensportler der Olympiade 1936 behandelt: Jesse Owens. Owens gewann während der Olympischen Spiele im nationalsozialistischen Berlin vier Goldmedaillen und war damit der erfolgreichste Athlet dieser Spiele. Der Schüler beschäftigt sich in seinem Beitrag zuerst mit den Biografien von Owens und Koch, anhand welcher er anschließend den Bogen zu umfassenden Fragestellungen zu Rassismus und Olympia 1936 oder der Situation von Schwarzen im NS-Regime spannt. Zudem wird durch den Schüler das Paradoxon beschrieben, in welchem Jesse Owens während der Olympischen Spiele in Berlin der Nationalsozialisten gefeiert wurde und in der eigenen Heimat USA mit einem Apartheidsystem zu kämpfen hatte.",4 SAB 1689,1,35 S.,1907,1945,371,21,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,Severin B.,Schillergymnasium 1601,Leo Steinweg – das Leben des jüdischen Sportlers im Nationalsozialismus (Ein Podcast),"In ihrem ausführlichen Podcast behandeln die drei Schülerinnen das Leben des jüdischen Rennfahrers Leo Steinweg. Dabei stehen neben der Biografie Steinwegs auch Themen wie Instrumentalisierung des Sports und Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, gesellschaftliche Diskriminierung von Juden und Jüdinnen und Flucht im Fokus des Podcasts. Steinweg überlebte den Krieg nicht und verstarb 1945 im KZ Flossenbürg. Genauere Angeben zu seinem Tod gibt es nicht. Eine der Hauptquellen war das Buch „Leben mit Leo, ein Schicksal im Nationalsozialismus“, welches Steinwegs Frau Emmy Herzog viele Jahre nach seinem Tod schrieb.",4 SAB 1690,0,20:39 Min,1906,1945,371,21,"Audiobeitrag, Podcast","Fachliteratur, Filme, Internetquellen",,"Anna R., Hannah M., Karla S.",Schillergymnasium 1602,Ein tragisches Schicksal – die Lebensgeschichte eines Juden im Zweiten Weltkrieg,"Während der Recherche zu einem interessanten Thema begegnete die Autorin dem Schicksal des jüdischen Motorradrennfahrers Leo Steinweg, welches sie sehr berührte. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten musste Steinweg fliehen und konnte nie wieder Rennen fahren. Zwei Jahre nach seiner Flucht in die Niederlande wurde er dort von einer Nachbarin an die NS-Behörden verraten und ins KZ Auschwitz deportiert. Bei der Evakuierung des Lagers in das KZ Flossenbürg starb er dort 1945. Die Autorin verarbeitete die Geschichte auf Grundlage von Steinwegs Leben in einer Novelle. Die Grundlage für die teilweise fiktive Novelle war das Buch von Leo Steinwegs Frau Emmy Herzog.",4 SAB 1693,1,50 S.,1906,1945,214,21,"Novelle, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",,Victoria S.,Friedensschule 1603,Volleyball am KvG – Eine Erfolgsgeschichte,"Die Schülerin beschäftigt sich mit dem kometenhaften Aufstieg der Schule am Anfang der 70er-Jahre zu einer der Volleyball-Hochburgen in Deutschland. In einer „Chronologie des Erfolges“ beschreibt die Autorin anhand von Fotos und Zeitungsartikeln Erfolge und Meilensteine von KvG-Teams. Einer der Protagonisten ist dabei Eugen Richter, welcher bis 2005 Sportlehrer an der Schule war und mit dem Anfang seiner Lehrtätigkeit das erfolgreiche Volleyball-Programm aufzog. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen mehrere Zeitzeug*inneninterviews mit Eugen Richter und verschiedenen ehemaligen Spieler*innen des KvGs.",4 SAB 1699,1,41 S.,1972,2005,66,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,Tabitha H.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1604,Ein gefährlicher Sport?! - Der Anfang von Karate in Münster und sein Bild in der Presse,"In ihrer Arbeit beschäftigen sich die beiden Schüler mit der Geschichte, wie Karate nach Münster kam. Nach einer kurzen Einführung in den Sport und dessen Werdegang in Deutschland stehen ein Zeitzeugengespräch mit einem Funktionär des Shotokan-Dojos und Münster und ein Pressespiegel verschiedener Münsteraner Zeitungen im Fokus der Arbeit. Dabei wollten die beiden Autoren der Frage auf den Grund gehen, warum lange Zeit wenig über Karate geschrieben wurde und wenn doch, warum der Sport als ein überdurchschnittlich gefährlicher Sport dargestellt wurde.",4 SAB 1701,0,13 S.,1950,2021,372,21,Textbeitrag,"Chroniken, Expert*inneninterviews, Internetquellen",,"Emilian Ben S., Lennox Ruiz M.",Immanuel-Kant-Gymnasium 1605,Die Geschichte vom TuS Altenberge 09,"Die beiden Schülerinnen zeichnen in ihrer Youtube-Präsentation die Geschichte des TuS Altenberge nach, dem Verein, in dem sie selbst aktiv Fußball spielen. Von der Gründung 1921 über die Schwierigkeiten durch die beiden Weltkriege und dem Wiederaufbau in der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart betrachten sie verschiedene Facetten wie Struktur, Ziele und Erfolge des Vereins, sowie die Mitgliederentwicklung. Im Zentrum der Arbeit steht die Darstellung der Biografie von Herrmann Reifig, der maßgeblich an der Neustrukturierung des Vereins nach 1945 beteiligt war. Am Ende des Beitrages schauen die Schülerinnen noch auf das Thema „Mädchen im Fußball“. Der Beitrag stützt sich vor allem auf Zeitzeugeninterviews.",4 SAB 1620,0,15:05 Minuten,1900,2021,27,21,"Filmbeitrag, YouTube-Video","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Altenberge, Gasthaus Stüer","Jule S., Paula D.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1606,"Drei Vereine im Vergleich. SC Melle 03, DjK SV Borussia Münster und Preußen Münster","Von dem Podcast der drei Schülerinnen liegt nur die Einführung vor. Es geht bei dem Projekt um eine vergleichende Betrachtung der drei Fußballvereine SC Preu0en Münster, Borussia Münster sowie dem SC Melle gehen. Dabei steht die Leitfrage im Hintergrund warum der SC Preußen Münster im Vergleich zu den anderen beiden Vereinen relativ groß geworden ist. Aus einer beiliegenden Planungsskizze wird deutlich, dass geplant war die Vereine in ihrer historischen Entwicklung entlang verschiedener Kategorien wie beispielsweise Nachwuchsförderung, Mitgliederentwicklung oder Erfolgen zu vergleichen.",4 SAB 1628,0,,1900,2021,54,21,"Audiobeitrag, Podcast",,,"Anna F., Mathilda M., Selma H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1607,Bundesligaauftakt am 24.08.1963: SC Preußen Münster gegen den Hamburger SV im Preußen Stadion. Welche Bedeutung hatte das Spiel für die Münsteraner und für den Verein?,"Der Beitrag befasst sich mit dem Auftaktspiel der Bundesliga am 24.08.1963 zwischen dem SC Preußen Münster und dem HSV im Preußen Stadion. Der Schüler möchte dabei die Bedeutung des Spiels für die damaligen Münsteraner herausarbeiten. Anhand von Zeitzeugeninterviews, Zeitungsartikeln, Fachliteratur und Internetquellen wird die damalige Saison nachgezeichnet, sowie die Fankultur und Stadionatmosphäre beschrieben. So sei es damals üblich gewesen in „Sonntagskleidung“, also mit Anzug und „Schlips“ zum Spiel zu gehen und sich dann während des Spiels eher ruhig und konzentriert zu verhalten. Zentral für die Arbeit sind die Interviews mit ehemaligen Spielern.",4 SAB 1682,1,10 S.,1960,1970,358,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Preußenstadion, Münster",Luca A.,Gesamtschule Münster-Mitte 1608,Turnunterricht im Nationalsozialismus am Beispiel des Ratsgymnasiums Münster,"Die Schülerin befasst sich in ihrem Beitrag mit dem Turnunterricht am Ratsgymnasium Münster während des Nationalsozialismus nach. Sie möchte dabei der Frage nachgehen, inwieweit der Sport vom Regime instrumentalisiert wurde. Dabei stützt sie sich vor allem auf Archivmaterial zum Ratsgymnasium der damaligen Zeit. Sie macht dabei jedoch klar, dass diese aufgrund Zerstörung durch damalige Bombenangriffe nur sehr lückenhaft vorhanden sind. Zunächst geht der Beitrag auf die Geschichte des Turnens im 19./20. Jh. im Allgemeinen ein, sowie auf die „Prinzipien der nationalsozialistischen Weltanschauung“. Im Anschluss betrachtet die Schülerin die Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie in der „Leibeserziehung“ in der Schule, die sich beispielsweise durch „Vereinheitlichung“, größeren Einbezug der Mädchen sowie der „Schülerauslese“. Quellengrundlage sind dabei vor allem die damaligen offiziellen Richtlinien. Am Ende des Beitrages kommt die Schülerin zu dem Fazit, dass man nicht von einer Kontinuität der Turnbewegung vom 19. Jahrhundert mit ihrer nationalistischen Prägung bis zur „Leibeserziehung“ in der Zeit des NS sprechen könne, da die umfassende Ausrichtung auf den „Führerstaat“ eine fundamental andere Qualität gehabt hätte.",4 SAB 1710,1,47 S.,1933,1945,137,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",,Junia D.,Ratsgymnasium 1609,DER RUDERVEREIN MÜNSTER VON 1882 – VEREINSLEBEN UNTER DEM HAKENKREUZ,"Der Beitrag befasst sich mit der Geschichte des Vereins „Ruderverein Münster von 1882 e.V.“ während des NS und geht der Frage nach, inwieweit der Sport bzw. der Verein vom Regime „missbraucht“ wurde. Die Schülerinne erzählen zunächst die Vorgeschichte des Vereins und schildern Etappen der Vereinsgeschichte wie die Gründung, den Bau des Bootshauses am Dortmund-Ems-Kanal, sowie die Einrichtung der Damenabteilung. Bei der anschließenden Betrachtung der Geschichte zwischen 1933-1945 steht einerseits die Konkurrenzsituation zur Hitlerjugend in Bezug auf die Mitgliedergewinnung und andererseits die Auswirkungen der Gleichschaltungspolitik sowie dann des Krieges auf den Verein im Mittelpunkt der Arbeit. Die Schüler kommen zu dem Fazit, dass sich der Verein in diesen Aspekten nicht von der restlichen Gesellschaft unterschieden hätte, dass man sich aber im Verein bemüht hätte für die Mitglieder „ein Stück Normalität“ durch die Fortführung von Wettkämpfen zu schaffen.",4 SAB 1709,1,20 S.,1933,1945,374,21,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel","Diakonissenhaus, Ruderverein Münster von 1882 e.V.","Finley S., Soeren W.",Pascal-Gymnasium 1610,Sport als Bindungsglied zweier Nationen? Sport in der DDR und BRD – ein Film,"Der Beitrag setzt sich mit dem Sportsystem in der DDR auseinander. Im Film spielt sich eine Animationsszene mit gezeichneten Figuren ab. Vater, Mutter und der gemeinsame Sohn sitzen in einer Küche und diskutieren über das angeblich umfassende Doping in der ehemaligen DDR. Durch das Hinzuziehen von „Experten“, wird im Beitrag deutlich, dass im Sportsystem der DDR zwischen dem Leistungssport und dem Breitensport zu unterscheiden ist. Die „Politisierung des Sportes“ durch den Ost-West-Konflikt sowie die Bedingungen, denen die jungen Leistungsportler ausgesetzt waren werden herausgestellt. Der strenge Ausleseprozess, das Doping schon im Jugendbereich sowie die Abschirmung während der internationalen Wettkämpfe werden beschrieben aber auch welche Ehre es für die Familien, wenn ein Kind diesen Weg einschlagen konnte.",4 SAB 1708,0,10:02 Minuten,1950,1990,375,21,Filmbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,DDR,"Jona S., Lea B., Luise D.",Gymnasium Wolbeck 1611,Sport im Nationalsozialismus. Die Hitlerjugend und der Bund Deutscher Mädel,"Der kurze Beitrag setzt sich mit dem Sportangebot für Kinder und Jugendliche zur Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Dabei wird die sportliche Betätigung der Hitlerjugend mit der in dem Bund deutscher Mädel verglichen. Die beiden Jugendorganisationen der NSDAP werden vom Schüler vorgestellt und dabei die die Rolle und Funktion des Sportes herausgestellt. Dabei wir deutlich, dass der Fokus in der Hitlerjugend vor allem auf der „verdeckten“ Kriegsvorbereitung lag und beim BDM auf dem „Kümmern um die Figur“.",4 SAB 1705,1,9 S.,1933,1945,376,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Zeitungsartikel",,Maria V.,Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1612,Leo Steinweg. Schicksal eines jüdischen Sportlers im Nationalsozialismus,"Die Schülerinnen befassen sich in ihrem Beitrag mit der Biographie des Motorradfahrers Leo Steinweg und fragen danach, ob seine Geschichte ein typisches Beispiel für das Schicksal jüdischer Sportler zur Zeit des NS darstellt. Zunächst werden die Auswirkungen der Machtübernahme der NSDAP auf den Sport und die jüdischen Sportler im Allgemeinen geschildert. Im Anschluss wird das Leben von Leo Steinweg geschildert. Seine ersten Erfolge als Rennfahrer, seine Ehe mit Emmy Herzog, die ab 1933 einsetzende Diskriminierung und Verfolgung, die Flucht in die Niederlande, die Deportation nach Ausschwitz bis zu seiner Ermordung. Im Anschluss an die detaillierte Beschreibung seiner Biografie blicken die Schülerinnen auf weitere Schicksale jüdischer Sportler im damaligen Deutschland und stellen fest, dass auch diese letztlich nicht durch ihre Erfolge und ihre Berühmtheit vor Verfolgung und Ermordung geschützt waren.",4 SAB 1702,0,34 S.,1906,1945,177,21,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Radiobeitrag, Zeitungsartikel",,"Katharina S., Nina K.",Gymnasium Paulinum 1613,DIE BRITISCHEN SOLDATEN IN DEUTSCHLAND – VON DER NACHKRIEGSZEIT BIS HEUTE. Wie hat sich das Verhältnis zwischen britischen Soldaten und deutschen Bürgern in den Jahren 1945-2013 entwickelt?,"Der Beitrag befasst sich mit dem Verhältnis der britischen Soldaten zur deutschen Bevölkerung in Münster nach dem zweiten Weltkrieg. Dabei wird vor allem die Distanziertheit beider Gruppen bis zum endgültigen Abzug der britischen Truppen 2013 betont. Die Schülerin führt dies auf das Fraternisierungsverbot zurück und dass für die britischen Soldaten ein Alltag ohne Kontakt zur Zivilbevölkerung möglich war, beispielsweise durch britische Einkaufsläden. Vom Verhältnis der Soldaten mit der Stadtbevölkerung wird das generelle Verhältnis von Deutschen und Briten unterschieden, dass in den Jahrzehnten nach dem Krieg immer besser wurde. Die Schülerin verbindet diese Betrachtungen mit Aspekten des Sportes, beispielsweise er gemeinsame Sport wie in einigen unteren Fußballligen nach dem 2. Weltkrieg. Sie kommt zu dem Fazit, dass die Fremdheit auch durch den Sport nie wirklich überwunden wurde.",4 SAB 1686,1,17 S.,1945,2013,209,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",,Emma W.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1614,Wie der Verein SV Südkirchen das Dorf voranbrachte? PowerPoint Präsentation mit Audiointerview,"Der Beitrag befasst sich mit der Geschichte des SV Südlohn von der Gründung Anfang des 20. Jh. bis in die Gegenwart und der Bedeutung des Vereins für die Gemeinde. In der Präsentation gehen die Schülerinnen entlang eines Zeitstrahls durch die Geschichte des Vereins und erläutern wichtige Stationen. Nach der Anfangsphase kam es zu „Zwangspausen“ während der beiden Weltkriege. Nach dem Wiederaufbau des Vereins nach 1945 kam es immer wieder zu „Vereinskrisen“, „Rettungen“, Auf- und Abstiegen der Wettkampfsmannschaften und Etappen wie den Aufbau der ersten Damenfußballmannschaft 1970. Der Beitrag stellt außerdem die große Bedeutung für das Gemeindeleben heraus. In Interviews mit Verantwortlichen wird die Funktion als Begegnungsstätte herausgestellt.",4 SAB 1668,1,16 Folien,1900,2021,292,21,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Südkirchen,"Anna L., Jennifer K.",Hans-Böckler-Berufskolleg 1615,"SC Preußen Münster ein Fußballclub, sein Stadion und die Stadt Münster","Der Beitrag befasst sich mit dem Bau des Preußen-Stadions 1925-1935. Die Verhandlungen und die Interessenskonflikte werden beleuchtet. Nach der Beschreibung von Hintergründen bei der Vereinsgründung des SC Preußen Münster, fokussiert sich der Beitrag auf den Stadionbau und die Bedeutung des Vereins für die Stadtbevölkerung. Die Anhängerschaft wuchs und damit waren größere Investitionen in das Stadion möglich. Die Rolle der Stadt Münster bei dem Kauf des Grundstückes an der Hammer Straße wird ebenfalls berücksichtigt. Am Ende des Beitrages setzten sich die Schülerinnen auch mit den aktuellen Plänen für den Stadion- bzw. Neubau auseinander.",4 SAB 1665,0,28 S.,1900,2021,336,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Preußenstadion, Münster","Charlotte K., Luise T.",Marienschule 1616,Der IKSV Münster - eine Erfolgsgeschichte der Integration?,"Die Schülerin befasst sich in ihrer Arbeit mit dem internationalen Kultur- und Sportverein (IKSV), der 1987 von ausländischen Studierenden gegründet wurde, um neuankommenden Studierenden aus dem Ausland das Zurechtfinden in Münster zu erleichtern. Die Schülerin behandelt die Umstände der Gründung des Vereins und fragt nach der Bedeutung des Vereins für die Mitglieder auch über den Sport hinaus. Die Ausführungen stützen sich auf Interviews mit ehemaligen und aktuellen Vereinsmitgliedern. Sie kommt zu dem Fazit, dass der Verein ein gutes Beispiel für Integration und gelingenden Einsatz für die Gesellschaft darstellt.",4 SAB 1662,1,33 S.,1987,2021,336,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Sentruper Höhe,Lareen S.,Marienschule 1617,DLRG im Nationalsozialismus. Wie war die DLRG im Nationalsozialismus aufgebaut?,"Der Beitrag befasst sich mit dem DLRG und seine Rolle/Funktion zur Zeit des Nationalsozialismus. Die Autorin blickt zunächst auf die Gründung des Vereins 1913 und die Ziele und die Struktur der Organisation vor 1933. Dann geht sie auf die Umstrukturierungen „nach dem Führerprinzip“, die Umbenennung der Gremien und die Gleichschaltung ein. Sie zeigt die Veränderungen und den wachsenden Einfluss der NSDAP im Verein beispielsweise an der Besetzung von Ämtern. Im Weiteren wird die enge Zusammenarbeit des DLRG mit den Nationalsozialisten aufgezeigt. So geriet die eigentliche Aufgabe des DLRG, die Seenotrettung, zu Gunsten der Schwimmausbildung in den Hintergrund, da der DLRG für die Ausbildung der Soldaten in diesem Bereich zuständig war. Die Schülerin kommt zum Fazit, dass sich der DLRG und die Nationalsozialisten gegenseitig unterstützt haben.",4 SAB 1659,1,21 S.,1900,1945,366,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",,Lilli T.,Marienschule 1618,Turngemeinde Münster von 1862 e.V. im Nationalsozialismus. Wie sehr beeinflusste der Nationalismus die Turngemeinde?,"Befasst sich mit der Geschichte der Turngemeinde zwischen 1933 und 1945 und fragt nach Einflussnahmen bzw. Auswirkungen der Machtübernahme der NSDAP auf den Verein. Anhand von Presseartikeln und Texten der Turngemeinde selbst, kann die Schülerin Facetten wie die Militarisierung und die veränderte Praxis von Ehrungen und Ritualen aufzeigen. Der Verein sei in dieser Zeit für Propaganda und Erziehung im Sinne des NS vom Regime genutzt worden.",4 SAB 1658,1,15 S.,1933,1945,366,21,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Zeitungsartikel",,Pia Malin K.,Marienschule 1619,Jüdische Sportler und Sportlerinnen zur Zeit des Nationalsozialismus am Beispiel des Motorradfahrers Leo Steinweg aus Münster,"Der Beitrag befasst sich mit dem aus Münster stammenden Motorradrennfahrer Leo Steinweg und dessen Schicksal als Beispiel für Sportler, die „von der Rassenpolitik der Nationalsozialisten betroffen waren“. Die Schülerinnen zeichnen Leo Steinwegs Biographie und Sportlerkarriere nach von seiner Mechanikerausbildung bis zu ersten Erfolgen als Werksfahrer der DKW-Werke in ganz Deutschland. Im Weiteren beschreiben die Schülerinnen die Ausgrenzungen und Anfeindungen Leo Steinwegs durch die Münsteraner nach 1933 bis zur Deportation nach Ausschwitz und seiner Ermordung 1945. Im Fazit wird festgehalten, dass auch Leo Steinwegs große Beliebtheit durch seinen Erfolg bei den Rennen ihn letzten Endes nicht vor der Verfolgung schützte.",4 SAB 1650,1,18 S.,1920,1945,373,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitungsartikel",,"Helena C., Mara S., Patrisia D.",Marienschule 1620,Sparta Münster – ein Verein und sein Stadtteil – seine Bedeutung im Handballsport und für das Viertel.,Der Beitrag befasst sich mit dem Münsteraner Sportverein Sparta Münster und die Wechselwirkung mit der Stadtgesellschaft. Der Schüler erläutert wichtige Etappen des Handballvereins von seiner Gründung 1959 bis in die heutige Zeit. Dabei liegt ein Fokus auf der Kooperation mit der Theresiengemeinde der Sentruper Höhe. Die Wechselwirkung mit dem Verein wird mit Interviewaussagen von Zeitzeugen illustriert. Außerdem wird auf das Verhältnis zur DjK eingangen.,4 SAB 1643,1,24 S.,1959,2021,278,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Sentruper Höhe,David K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1621,"Welchen Einfluss nimmt ein sportliches Großbauprojekt auf eine Stadtgesellschaft und umgekehrt - Der ""Preußen-Park""?","Der Schüler befasst sich in seinem Beitrag mit dem Stadionbauprojekt „Preußen Park“ in den 1990er Jahren und möchte dabei das Spannungsfeld zwischen Stadtgesellschaft, privaten Investoren, der Kaufmannschaft der Innenstadt, dem SC Preußen Münster sowie der Stadt Münster untersuchen. Anhand der Chronologie des gescheiterten Bauprojekts werden die verschiedenen Konfliktlagen der Interessensgruppen aufgezeigt. Die Hauptquellen stellen Zeitungsartikel dar, die die jahrelangen Diskussionen um den Stadionbau dokumentieren. So standen sich der Hamburger Investor „Einkaufs-Center-Entwicklung“, der Verein SC Preußen Münster und seiner Anhänger auf der einen Seite Vertretern der lokalen Wirtschaft, wie Franz-Josef Zumnorde (Vertreter der Innenstädtischen Wirtschaft) auf der anderen Seite entgegen. Der Schüler führte auch Interviews mit Zeitzeugen, die im Anhang abgedruckt sind. Im Fazit stellt der Schüler fest, dass der Sport eben auch polarisieren und eine Stadtgesellschaft spalten kann.",4 SAB 1638,1,38 S.,1990,2021,278,21,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Preußenstadion, Münster",Simon K.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1622,MACHT Gesellschaft Sport? Im „Pingpong“ der Interessen: Tischtennis als Leistungssport im Sozialismus,"Der Beitrag geht der Frage nach, inwieweit sich der Konkurrenzkampf zwischen Ost und West im Sport auswirkte am Beispiel von Tischtennisnationalspielerinnen in Ungarn und Rumänien. Dabei stützen sich die Ausführungen vor allem auf Interviews mit Gabriella Böhm, einer damaligen Tischtennisspielerin aus Ungarn, aus Sportzeitschriften. Es werden Aspekte wie Leistungsdruck, Überwachung und Doping betrachtet andererseits aber auch persönliche Höhepunkte der Sportlerinnen wie Reisen zu den weltweiten Wettkämpfen und relativen Wohlstand. Im Beitrag werden die Bedingungen für die Sportlerinnen in Rumänien, denen in Ungarn gegenübergestellt, da sich die beiden Länder in Bezug auf den Lebensstandard und die individuelle Freiheit der Bürger deutlich unterschieden.",4 SAB 1636,1,49 S.,1960,1990,278,21,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitschriften, Zeitungsartikel",,Joris H.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1623,Sport ohne Gesellschaft? Die Trimm-Dich-Bewegung und die Individualisierung des Sports,"Der Schüler beschäftigt sich in seinem Beitrag mit der Geschichte der Trimm-Dich Bewegung und erläutert darauf aufbauend den Bau der „Schweißtropfenbahn“ in Münster. Zentraler Gegenstand der Arbeit sind die Werbekampagnen des DSB (heute DOSB) in den 70er und 80er Jahren, die sehr erfolgreich waren. Mit Hilfe von Archivmaterialien des DOSB werden die Zyklen der Werbekampagne rekonstruiert. Dabei werden auch damalige Debatten um die Sinnhaftigkeit und Zielrichtung der Kampagne nachvollzogen. Am Beispiel der „Schweißtropfenbahn“, die 1962 in der Sentruper Höhe gebaut wurde, erläutert der Schüler die Konzeption von Trimm Anlagen im Allgemeinen.",4 SAB 1622,1,42 S.,1970,2021,60,21,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Filme, Zeitungsartikel",Schweißtropfenbahn Münster,Willy L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1624,Was formt Sport? Die Geschichte des Handballs aus der Perspektive der Arbeiterklasse,"Die Schülerin setzt sich in ihrem Beitrag mit der Bedeutung des Handballs in ihrer Familiengeschichte auseinander. Parallel erzählt sie die Geschichte der Entstehung des Handballsportes. Im Beitrag fokussiert sie sich einerseits auf die Frage inwieweit der Handball mit der „Arbeiterklasse“ und der Fussball mit dem „Bürgertum“ verbunden war und anderseits auf die Zeit des Nationalsozialismus und dem zweiten Weltkrieg, in dessen Verlauf der Sport ein Zufluchtsort dargestellt habe. Dem Beitrag liegt eine kreative Bearbeitung in Form eines Tagebucheintrages bei.",4 SAB 1617,1,25 S.,1900,2021,58,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,Edith W.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1625,„Wir wollten wirklich schrecklich gerne Weltmeister werden“ Die Fußballweltmeisterschaft 1974 und ihre Auswirkungen auf das deutsch-niederländische Verhältnis,"In dem Beitrag geht der Schüler der Geschichte des Deutch-Niederländischem Verhältnis nach und wie dieses durch die Fußball-WM 1974 beeinflusst wurde. Im Zentrum der Arbeit stehen die Ereignisse im Umfeld der sogenannten „Poolaffäre“, in denen ein Artikel in der Bildzeitung Feindseligkeiten auf beiden Seiten ausgelöst haben soll. Der Schüler schildert die damaligen Ereignisse im Hotel Krautkämer in Hiltrup, in dem die niederländischen Nationalspieler untergebracht waren. Anhand von zahlreichen Zeitzeugeninterviews, unter anderem mit Berti Vogts, werden die Ereignisse während der WM auf die Fragestellung hin nachvollzogen. Im Fazit wird festgehalten, dass die WM 1974 der Auslöser für die Deutsch-Niederländische Fußballrivalität war, dass jedoch die tieferen Ursachen in der gemeinsamen Geschichte während des zweiten Weltkrieges liegen.",4 SAB 1613,1,51 S.,1970,2021,58,21,Textbeitrag,"Bilder, Fachliteratur, Videodokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Hotel Krautkämer,Philipp L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1626,Vereinsfußball als Wiederaufbauhilfe in der Nachkriegszeit – am Beispiel der Stadt Münster in Westfalen,"In seinem Beitrag untersucht der Schüler die Bedeutung des Fußballs bzw. des SC Preußen Münster für die Münsteraner Stadtgesellschaft in der Nachkriegszeit. Der Wiederaufbau der Vereinsstrukturen in Westfalen, erste Ligagründungen und der Wiederaufbau von Stadien wird ebenso thematisiert wie die Geschichte vom SC Preußen, dessen Anhängerschaft in dieser Zeit sehr schnell immer größer wurde. Anhand von Zeitzeugeninterviews kann der Schüler den enormen Stellenwert des Vereins und des Sportes bei der Stadtbevölkerung nachweisen und kommt in seinem Beitrag zum Ergebnis, dass der Fußball eine Art „inneren Wiederaufbau“ bei den Menschen ermöglichte.",4 SAB 1611,1,S. 47,1945,1960,27,21,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,Daniel K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1627,Eiskunstlaufen,"Anhand einer Power-Point-Präsentation versuchen die beiden Schülerinnen, den Sport Eiskunstlauf ganzheitlich darzustellen. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte, Disziplinen und Regeln der Wettkämpfe gehen die Autorinnen besonders auf Frauen im Eiskunstlauf ein und stellen über die Ausübung des Sportes in Münster am Germania-Campus eine Beziehung zu ihrer Heimatstadt her. In Münster behandeln die Schülerinnen zudem den Abriss und die vorherige Nutzung des Eispalastes.",4 SAB 1663,0,27 S.,1742,2021,377,21,"Power-Point-Präsentation, Textbeitrag",Internetquellen,Eispalast Münster,"Clara G., Sara R.",Marienschule 1628,Die Entwicklung der Sportvereine in Deutschland,"Der Beitrag der Autorin dreht sich um die Entstehung der Sportvereine in Deutschland. Die Gründung der Turngemeinde zu Münster nimmt dabei etwas mehr Raum ein. Ein Experteninterview mit dem zweiten Vorsitzenden der Turngemeinde Münster gibt weitere Einsichten. So stellt sich dort heraus, dass der Turnverein der erste Sportverein in Münster war. Die Schülerin dreht zudem zwei Filme mit Playmobil-Figuren, um sich auch auf einer kreativen Weise mit der Thematik auseinanderzusetzen.",4 SAB 1661,1,10 S.,1778,2021,378,21,"Film, Textbeitrag","Expert*inneninterviews, Internetquellen",,Lena S.,Marienschule 1629,Geschlechtergerechter Sport im 20. Jahrhundert in Anlehnung an das Fechten,"Zwei Dinge interessierten die Schülerin in Hinsicht auf das Thema „Sport macht Gesellschaft“: Der Sport ihrer Oma, das Fechten, und Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Als Zeitraum für ihre Untersuchung wählt die Autorin die Periode der letzten zweihundert Jahre, da eine Nachverfolgung von Frauen im Sport mit einer erstmaligen Etablierung von Sportvereinen besser ist. Dies liegt aber nicht an weiblichen Mitgliedern in Vereinen, sondern größtenteils an deren Ausschluss. Neben historischen Beispielen und aktuellen und wichtigen Themen wie einem Gender-Pay-Gap oder sexualisierte Gewalt im heutigen professionellen Sport und Amateurbereich. Ergänzt werden die Ausführungen der Autorin durch einen Comic. In einem zweiten Teil der Arbeit widmet sich die Schülerin dem Essener Fechtverein, in dem ihre Oma Fechten eins als Leistungssport betrieb. Auch hier analysiert die Autorin die familiäre Geschichte auf Ungerechtigkeiten bezüglich Frauen hin, kann aber kaum etwas finden.",4 SAB 1654,1,34 S.,1820,2021,379,21,"Comic, Textbeitrag","Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",,Hannah W.,Marienschule 1630,Die Sportarten der Inkas – Welche Sportarten gab es bei den Inkas und wie wirkten sie sich auf die Gesellschaft aus?,"Da der Vater der Schülerin aus Peru kommt, entschied sich die Schülerin, sich näher mit dem Land und dessen Geschichte auseinander zu setzen. Dabei interessierte sich die Autorin vor allem für das Volk der Inka. Der Sport Gayado, welcher immer noch heute in Peru gespielt wird, kommt aus dem präkolumbischen Südamerika und weist Ähnlichkeiten zu heutigem Hockey auf. Das Spiel wurde allerdings nur im Freizeitbereich gespielt und hatte nicht den Charakter eines heutigen Volkssportes. Wichtiger waren die sogenannten Chasquis, welche Boten im Inkareich waren, und täglich zu Fuß Strecken über zwanzig Kilometer zurücklegen mussten.",4 SAB 1646,1,11 S.,1438,1572,380,21,Textbeitrag,Internetquellen,Peru,Apolonia Achahuanco A.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1631,„Skate-Aid“ bringt Europa und die Welt zusammen – Mit Skaten Kindern und Jugend-lichen aus Krisen helfen,"Durch das Besuchen der Münsteraner Titus-Läden wurde der Schüler auf die Person Titus Dittmann und die Projekte aufmerksam, die dieser mit seiner Organisation ""skate-aid"" umsetzt. Innerhalb seiner Arbeit wird zuerst die Person Titus Dittmann näher vorgestellt und daran anschließend dessen Entscheidung eine Hilfsorganisation zu gründen erläutert. Im Hauptteil des Beitrages stellt der Autor die verschiedenen Konzepte vor, die ""skate-aid"" in verschiedenen Ländern realisiert.",4 SAB 1649,1,12 S.,2009,2021,278,21,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitungsartikel",,Michael S.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1632,Schonebeck 77 - mehr als nur eine Geschichte. Die Chronik und das Leben eines münsterländischen Hofes in Hohenholte/Münster (Schonebeck 77) von der Grundsteinlegung 1826 bis heute Februar 2023,"Der Beitrag befasst sich mit der fast 200-jährigen Geschichte des Fachwerkhofes Schonebeck 77- Hohenholte im Münsterland. Thematisiert werden die Geschichten der Familien, die den Hof zu unterschiedlichen Zeitpunkten besaßen, sowie Veränderungen des Hofes selbst. Neben baulichen Veränderungen wie der Erweiterung von Gebäuden, dem Wiederaufbau des Hofes infolge eines Brandes im Jahr 1886 oder Modernisierungsmaßnahmen seit 2010, ist hierbei auch die unterschiedliche Nutzung des Hofes als privates Wohnhaus oder Gaststätte zu nennen.",,1,23 S.,1826,2023,209,22,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Privatdokumente",Fachwerkhof Schonebeck 77,Pia Sophie V.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1633,Ein richtiges Zuhause? Wohnen und Arbeiten auf dem Binnenschiff,"Der Beitrag befasst sich mit den Chancen und Herausforderungen des Lebens auf Binnenschiffen. Einleitend wird zunächst die grundlegende Bedeutung der Binneschiffahrt thematisiert bevor anschließend anhand von Zeitzeug*innenberichten auf den Alltag, die Aufgaben und die soziale Interaktion der Menschen an Bord eingegangen wird. Darüber hinaus werden ebenfalls die materielle und räumliche Ausstattung des Schiffes in den Blick genommen und Vergleiche zum Leben an Land gezogen.",,1,33 S.,1950,1970,47,22,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",,Helena B.,Marienschule 1634,Wohnungsnot in Münster - Welche Warnzeichen für die heutige Entwicklung des Wohnungsmarktes lassen sich bereits in den 1990er Jahren feststellen?,"Der Beitrag geht der Frage nach, ob die heutige Wohnungsnot in Münster bereits in den 1990er Jahren absehbar war. Im Fokus stehen dabei verschiedene Aspekte wie die Bevölkerungsentwicklung der Stadt, die Preisentwicklung und Verfügbarkeit von Wohnraum, Wohnformen sowie politische Entscheidungen, die zur Lösung der damit verbundenen Herausforderungen und Probleme getroffen wurden.",,1,54 S.,1990,2023,278,22,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Druckschriften, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,Pauline B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1635,Das Wohnen im Haus Rüschhaus im Hinblick auf die Zeit von Annette von Droste-Hülshoff,"Der Beitrag befasst sich mit dem Wohnen und Leben im ""Haus Rüschhaus"", mit besonderem Blick auf die Geschichte und Lebensweise der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. In der tiefen Religiosität der Dichterin und im über Jahre hinweg vertraut gepflegten Verhältnis zu ihrer Amme, sehen die Autorinnen den Beginn der heutigen ""Wohngemeinschaften"" im Münsterland. Das Haus selbst wurde 1949 schließlich zum Museum umgestaltet und darauf folgend an die 2012 gegründete ""Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung"" übergeben.",,0,16 S.,1378,2012,209,22,Textbeitrag,"Bilder, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche",Haus Rüschhaus,"Barbara S., Johanna Iva S.",Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1636,Wie haben der Fernseher und der Strom das Wohnen verändert ?,"Der Weg bis zum ersten Fernseher war komplex - von der Ausstrahlung des ersten Fernsehprogramms 1935, bis hin zur Möglichkeit des digitalen Fernsehens ab 1995 vergingen sechzig Jahre der Weiterentwicklung. Die Autorin erfährt von ihren Großeltern, dass das soziale Miteinander vor der Zeit des Fernsehers anders war. Sie schlussfolgert daraus, dass persönliche Kontakte heute mehr fehlen, aber Fernsehprogramme ebenso einen Beitrag zur Bildung leisten können.",,1,17 S.,1880,2023,378,22,Textbeitrag,"Bilder, Expert*inneninterviews, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",,Rieke A.,Marienschule 1637,Hammerstraße 155,"Aus der Perspektive ihrer Oma, Elizabeth Raabe, erzählt die Autorin über die Veränderungen des Hauses und die Umgebung der ""Hammerstraße 155"" im Laufe der Zeit.",,1,16 S.,1963,2023,,22,"Bilder, Textbeitrag","Bilder, Chroniken, Expert*inneninterviews, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Hammerstraße 155,Sophia T.,Marienschule 1638,Wohnen in „Klein Muffi“: Die gentrifizierungsbedingte Entwicklung eines abgesonderten Arbeiterviertels im Randgebiet zum beliebten Familienwohnviertel,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Wohnsituation im ehemaligen Stadtviertel ""Klein Muffi"", welches heute ein Teil des großen Herz-Jesu-Viertels ist. Der Beitrag beleuchtet dabei zunächst die verfügbaren Quellen. Im Anschluss wird die Geschichte des ehemaligen Arbeiterviertels beleuchtet sowie die lokalen Besonderheiten, die das Viertel ausmachten. Dabei werden verschiedene lokale Orte, wie unter anderem die ""Masematte"", die ""Herz-Jesu-Kirche"", oder der Ruderverein näher beleuchtet. Fernerhin beschäftigt der Beitrag sich mit der Entwicklung des Viertels bis in die heutige zeit und betrachtet dabei vorwiegend die Gentrifizierung und ihre Folgen. Zuletzt bietet der Beitrag eine Zukunftsprognose an.",,1,41 S.,1892,2023,260,22,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Herz-Jesu-Viertel, Münster",Benno L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1639,Von Sri Lanka nach Deutschland: Wohnen im Wandel einer langen Flucht. Eine Familiengeschichte.,Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit dem Wandel der elterlichen Wohnsituation. Der Vergleich erfolgt dabei zwischen der Wohnsituation der Familie in den 80er Jahren in Sri Lanka und der eigenen Wohnsituation im heutigen Münster. Der Beitrag beruht dabei im wesentlichen auf Zeitzeugeninterviews und einer Monographie. Die Interviews wurden dabei in Form von fiktiven Tagebucheinträgen aufbereitet und bilden die Wohnsituation in Sri Lanka während des Bürgerkrieges ab. Ergänzt wird der Beitrag durch einige Fotos sowie eine Darstellung der Konfliktsituation in Sri Lanka in den 1980er Jahren. Zuletzt wird die geschilderte familiäre Wohnsituation mit der eigenen Wohnsituation in der Gegenwart verglichen.,,0,48 S.,1300,2023,381,22,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Sri Lanka,"Chiara F., Jashvina S.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1640,Die „Platte“ in der DDR – Leben und Wohnen in einem Modulbauhaus,"Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Wohnsituation in Plattenbauten in der ehemaligen DDR. Der Beitrag befasst sich mit der historischen Entwicklung des Plattenbaus, bevor im Anschluss die Umsetzung in der DDR betrachtet wird. Dabei differenziert der Beitrag zwischen verschiedenen Typen von Wohnungen. Fernerhin wird ein spezifisches Beispiel aus Rostock betrachtet zu dem auch ein Experte befragt wird, mit dem außerdem das moderne Image betrachtet wird.",,0,19 Seiten,1950,2023,,22,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Sonnenblumenhaus, Rostock","Emma Mathilda J., Mathilda Sophie F.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1641,"""Letzte Woche sagte jemand, das ist ein Glücksort"". Haus Vortlage - Vom Rittergut zur Stiftung","In ihrem Beitrag befasst die Verf. sich mit der Geschichte des Hauses Vortlage, einem ehemaligen Rittergut im Tecklenburger Land. Das Interesse der Verf. speist sich daraus, dass ihre Großtante das Gut mittlerweile gemeinsam mit einer Freundin als Standort für deren kunsttherapeutischen Ansatz nutzt und die Verf. bereits viele Berührungspunkte mit dem Haus hat. In ihrer Arbeit zeichnet sie dann nach, wie das Rittergut im Laufe seiner knapp 800-jährigen Geschichte immer wieder neu genutzt wurde. Dabei verortet sie die jeweiligen Eigentümer-Wechsel und Nutzungsweisen historisch, etwa in der Gestaltung des Ritterguts als reformatorischer Bildungsort aber auch als NS-Pilgerort als ehemaliger Besitz Hans Rickmers'. Neben einer quellen- und interviewgestützten Skizze der Geschichte des Hauses schließt den Beitrag ein kreativer Teil ab, in dem die Verf. die Eigentümer des Guts (sie betrachtet kritisch, dass es sich ausschließlich um Männer handelt) miteinander in Dialog über ihre Vorstellungen von Haus Vortlage treten lässt.",,1,35 S.,1241,2023,60,22,"Kurzgeschichte, Textbeitrag","Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Haus Vortlage,Ella H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1642,Das Wohnen meiner Familie zwischen 1880 und 2020. Dorf Emsdetten - Stadt Bielefeld. Ein Vergleich,"In ihrem Beitrag vergleicht die Verf. die Lebens- und Wohnwirklichkeiten ihrer Familie vom späten 19. bis ins 21. Jahrhundert. Während die Familie mütterlicherseits aus Emsdetten kommt, wurzelt die Familie der Verf. väterlicherseits in Bielefeld und Umgebung. Diese beiden Wohnorte, das lange Zeit dörflich geprägte Emsdetten sowie das eher städtische Bielefeld vergleicht die Verf. im Wandel von 6 Generationen. In ihrer Arbeit verknüpft die Verf. die individuellen Biographien ihrer Familienmitglieder mit dem jeweiligen lokal- aber auch nationalgeschichtlichen Wandel im späten 19. und 20. Jahrhundert. Dabei macht sie deutlich, wie der jeweilige historische Wandel sich auch in einer (großen) Veränderung der Wohn- und Lebensverhältnisse bis in die Gegenwart niederschlägt. Neben den biographischen und materiellen Einschnitte durch die Weltkriege verweist sie hier auch auf die Auswanderung einiger Familienmitglieder und den Wandel sozialer Verhältnisse. Die Verf. reichert die Arbeit um viele Dokumente der Familie, insbesondere Fotografien, an.",,1,30 S.,1880,2020,58,22,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Bielefeld, Emsdetten",Emma V.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1643,Wohnen in der DDR - wie löste die DDR das Wohnungsproblem nach dem Krieg?,"Die Mutter der Verf. ist in der DDR in einer Plattenbau-Siedlung geboren - diesen Umstand nimmt die Verf. zum Anlass, um sich in ihrem Wettbewerbsbeitrag mit der Frage der Wohnungsbaupolitik in der DDR zu befassen. In ihrem 17-seitigen Überblick führt die Verfasserin zunächst das Wohnungsproblem der DDR auf den Zweiten Weltkrieg und das Zusammenspiel aus Kriegszerstörungen und -flüchtlingen zurück, bevor sie das Wohnungsbauprogramm der DDR kurz skizziert und am Ende deren (Miss-)Erfolg bewertet und mit der Wohnungsnot in der Gegenwart vergleicht. Ihre Ausführungen reichert sie um Grundrisse in den Plattenbauten verbreiteter Wohnungstypen und zwei Fotografien derer Einrichtung an. Die Arbeit wird ergänzt um einen Arbeitsbericht in tabellarischer Form.",,1,17 S.,1945,1990,382,22,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",,Ida M.,Marienschule 1644,Das Bürgerwaisenhaus zu Münster - Eine fortschrittliche Einrichtung?,,,0,64 S.,1592,1922,47,22,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",,, 1645,Wohnen auf Zeit - Schutzräume für Frauen von Frauen. Die Entwicklung autonomer und kirchlicher Frauenhäuser in Münster,"Der Beitrag setzt sich mit der Entwicklungsgeschichte autonomer und kirchlicher Frauenhäuser in Münster auseinander. Ausgehend von der Neuen Frauenbewegung der 1970er Jahre sowie der daran anschließenden Frauenhausdebatte im Stadtrat Münster werden die Geschichte des SkF Frauen- und Kinderschutzhauses und des Frauhauses des Vereins ""Frauen helfen Frauen e.V."" in den Blick genommen.",,1,52 S.,1970,1994,278,22,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,Marla F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1646,Die Entwicklung des Auenviertel,Der Beitrag befasst sich mit der Entwicklung des Auenviertels in Gievenbeck. Im Fokus steht dabei die Verstädterung des zuvor ländlich geprägten Gebietes.,,1,11 S.,2001,2020,,22,"Bilder, Textbeitrag","Bilder, Internetquellen",,Marcel Barnett M.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1647,War das Wohnen auf dem Hof erstrebenswert? Wohnen auf dem Hof Lütke Brintrup in Münster in den 1940er und 1950er Jahren,"Der Beiträg befasst sich mit der Geschichte des Hofes Lütke Brintrup in der Bauernschaft Schonebeck in Münster-Roxel. Im Fokus steht dabei die Frage, ob das Leben auf dem Hof, insbesondere im Zeitraum der 1940er und 1950er Jahre, als erstrebenswert betrachtet werden kann. Ausgehend von den ersten Aufzeichnungen aus dem Jahr 1336 wird in diesem Zusammenhang auf die Geschichte des Hofes, die dort lebenden Familien sowie die Lebensumstände auf dem Hof eingegangen.",,0,36 S.,1336,1958,47,22,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Hof Lütke Brintrup,"Dorothea L., Erna Sophie S.",Marienschule 1648,Wohnen in Joseon und Ardèche,"Im Rahmen des Beitrags wird die Wohnsituation im französischen Ardèche mit der im südkoreanischen Joseon verglichen. Im Fokus stehen die Bauweisen der Häuser, das Klima sowie die Lebensweise der Menschen in den untersuchten Regionen.",,1,29 S.,,,,22,"Bilder, Textbeitrag","Bilder, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",,"Amelie Marie Helga W., Leevke P., Seoyeon J.",Schillergymnasium 1650,Gesandtenquartiere in Münster 1643-1648 - Ursache für Bürgerkrieg oder friedliches Zusammenleben mit kulturellem Austausch?,"Der Beitrag befasst sich mit dem Konfliktpotential, das der Zuzug von Gesandtschaftsmitgliedern in die Stadt Münster während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden verursachte. Im Fokus stehen die Lebensweise der Gesandten sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung Münsters, beispielsweise in den Bereichen der Wohnsituation und Versorgung. Es wird der Frage nachgegangen, ob die damit verbundenen Konflikte bereits als Bürgerkrieg bezeichnet werden können und welche Maßnahmen zur Konfliktbewältigung ergriffen wurden.",41 S.,0,,1623,1648,,22,"Bilder, Textbeitrag","Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen",,, 1651,Haus Steinfurt,"Der Beitrag befasst sich mit dem Haus Steinfurt in Drensteinfurt. Schwerpunkte liegen auf den baulichen Merkmalen der Schlossanlage, der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg sowie der heutigen Nutzung.",,1,11 S.,1627,2023,,22,Textbeitrag,,,Emil K.,Immanuel-Kant-Gymnasium 1652,Der Zwinger in Münster: Wie hat sich das Wohnen im Zwinger über die Jahrhunderte verändert?,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit dem ""Zwinger"" in Münster und seiner Geschichte. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Nutzung des Gebäudes als Wohnort durch Gefangene, einem Künstler und der HJ. Nach einer kurzen Gesamtüberblick über die allgemeine Geschichte des Gebäudes fokussiert sich der Beitrag auf die wohnliche Nutzung und Veränderungen am Gebäude. Eine prominente Rolle spielt dabei besonders die Nutzung während der NS-Zeit und die Aufarbeitung durch einen Gerichtsprozess in den 1960er Jahren, wobei aus diesem zahlreiche Akten verwendet werden.",,0,33 S.,1173,2022,58,22,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Videodokumente",Zwinger,"Ellen R., Mareen S.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1653,Zwischen Ende und Anfang - Behelfsheime des Deutschen Wohnungshilfswerks in und nach dem 2. Weltkrieg am Beispiel des Behelfsheims am Gallenkamp 34,Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit Behelfswohlheimen während des zweiten Weltkrieges und die Nutzung der Häuser nach diesem. Auf der Basis von zahlreichen Quellen und einiger Sekundärliteratur beschreibt der Beitrag die Entstehung von Behelfsheimen als Lösung für die Wohnungsnot aufgrund der Schäden des zweiten Weltkrieges. Der Beitrag beschreibt wie diese gebaut wurden und auch wie sie anschließend verwendet wurden. Zuletzt zieht der Beitrag Parallelen zur Gegenwart anhand eines spezifischen Hauses in der Nachbarschaft des Verfassenden.,,1,70,1944,2011,58,22,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Gallenkamp 34,Fabian K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1654,Verbindungshäuser. Mehr als ein Dach über dem Kopf?,"Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Wohnsituation von Studierenden in Verbindungshäusern. Basierend auf Interviews und Sekundärliteratur wird das Leben in Verbindungshäusern als Teil des studentischen Lebens präsentiert. Dabei wird auf verschiedene Arten von Verbindungen, ihre Geschichte sowie Teile ihres Alltags eingegangen. Zuletzt wird die aktuelle Situation beschrieben.",,1,19 S.,1257,2022,58,22,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",A.V. Alsatia,Nölke F.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1655,Ein Zuhause auf Zeit. Wie sich die Obdachlosigkeit verändert hat und welche Rolle die Bahnhofsmission dabei spielt(e),"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich zum einen mit einer generellen Geschichte der Obdachlosigkeit in Deutschland und zum anderen mit der Geschichte der Bahnhofsmission. Neben einer Definition von Obdachlosigkeit sowie der historischen Darstellung dieser im 20. Jahrhundert und im Nationalsozialismus geht der Beitrag insbesondere auf die Gründung und Entwicklung der Bahnhofsmission ein und behandelt anhand von dieser das Thema ""Wohnen"" in dieser.",,1,27 S.,1894,2022,,22,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",Bahnhofsmission Münster,Greta T.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1656,"""Bereichert euch"". Die Zerstörung und Enteignung jüdischen Wohneigentums im Kontext der nationalsozialistischen „Arisierung“","Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der systematischen Zerstörung und Enteignung von jüdischen Wohneigentum in der Zeit des Nationalsozialismus. Dabei stellt der Beitrag anhand verschiedener Einzelbeispiele dar, wie solche Enteignungen aussahen und welche Konsequenzen sich daraus für die Betroffenen ergaben. Ein Fokus liegt dabei auf den Progromen..",,0,24,1810,2022,58,22,"Textbeitrag, Website","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen","Synagoge, Münster","Hannah L., Israt M., Paula-Luengo W.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1657,Ein Zuhause im Krieg. Das Leben der Saarländer Familien in Zeiten des Zweiten Weltkrieges,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit dem Wohnen im Saarland während des Zweiten Weltkrieges. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Wohnsituation zu Beginn des Krieges als auch während des Krieges, bevor eine Verbindung zur Gegenwart aufgebaut wird.",,1,26,1939,2022,58,22,,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Beckingen,Hannah S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1658,Die Wohn- und Lebensumstände in der JVA Münster im Wandel zeitgenössischer Wertvorstellungen,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Wohnsituation von Gefangenen im Laufe der Zeit, wobei hierbei ein besonderer Fokus auf der Stadt Münster liegt. Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte von Strafen in Münster fokussiert sich der Beitrag auf die JVA-Münster, die anschließend den Fokus des Beitrages bildet. Der Beitrag betont die Besonderheiten der JVA und schildert die Veränderungen der Wohnsituation von der Errichtung der JVA bis heute.",,0,46 S.,1532,2022,58,22,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Justizvollzugsanstalt Münster,"Jana B., Neven P.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1659,"""Erinnerung - Land, aus dem man nicht vertrieben werden kann"" - Verlorene Heimat und Wohnungslosigkeit nach 1945. Eine familiäre Spurensuche.","Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich über einen familiären Zugang mit Flucht und Wohnen während des Zweiten Weltkrieges und in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Dabei thematisiert der Beitrag den Unterschied zwischen Flucht und Vertreibung. Im Anschluss stellt der Beitrag die Situation Fluchtsituation vieler Menschen dar, bevor das Schicksal der eigenen Familie näher betrachtet wird.",,1,45 S.,1945,2021,58,22,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Świebodzice,Jonah A.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1660,"""Suste nischt, ock heem"" - Die Wohn- und Lebensverhältnisse schlesischer Heimatvertriebener vor, während und nach der Vertreibung am Beispiel meiner Großmutter","Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit dem Verlust der schlesischen Heimat der Urgroßeltern der Verfassenden. Der Beitrag schildert ausführlich die Wohnsituation in der ehemaligen Heimat, bevor die Flucht sowie die daraus resultierende Wohnsituation beschrieben wird.",,1,27 S.,1908,2001,58,22,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Walim,Lionel L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1661,Wohnungslose in der Geschichte - Wie sah die Politik Wohnungslose in unterschiedlichen zeiten? Eine Auswertung von Dokumenten und Akten aus den jahren 1933 und 1964 sowie Informationen zu einer Wohnungslosen Stiftung,Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit dem Wandel der Wohnsituation von wohnungslosen Menschen am konkreten Beispiel von Gelsenkirchen. Der Beitrag basiert auf Akten aus dem Landesarchiv sowie weiteren Internetquellen. Ein Teil des Beitrages ist auch als Podcast verfügbar.,,1,19 S.,1884,1995,58,22,"Podcast, Textbeitrag","Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",Evangelischen Stiftung Lühlerheim,Lisa F.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1662,"(K)ein Zuhause im Krieg: Die Erinnerung zweier ""Pimpfe"" an den Wohn- und Lebensalltag in der NS-Kinderlandverschickung im Spannungsfeld von Fürsorge und Ideologisierung","Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit zwei biographischen Schicksalen im Zuge der NS-Kinderlandverschickung. Der Beitrag geht dabei allgemein auf die Kinderlandesverschickung und die daraus resultierenden Spannungsverhältnisse ein. Der Hauptfokus liegt allerdings auf zwei biographischen Beispielen die anhand von Gesprächen, persönlichen Unterlagen und Archivalien rekonstruiert und reflektiert werden.",,0,54 S.,1932,2023,58,22,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Tegernsee, Telgte","Lukas M., Vincent Johann R.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1663,"""Chancengleichheit besteht nicht darin, dass jeder einen Apfel pflücken darf, sondern dass der Zwerg eine Leiter bekommt"" - Veränderung der Wohnsituation von Menschen mit einer geistigen Behinderung seit der ""Stunde Null""","Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Wohnsituation von Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Beitrag beschäftigt sich dabei mit inklusivem Wohnen, Pflegeeinrichtungen, Hospitalisierungen und verschiedenen Vereinen, um den Wandel der Wohnsituation darzustellen.",,0,50 S.,1927,2023,58,22,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",WirWohnenGemeinsam e.V,"Marc F., Ole G.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1664,Wohnen ohne ein Dach über dem Kopf - Obdachlosigkeit im Wandel der Zeit,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Situation von Obdachlosen im Nationalsozialismus und heute, wobei ein Vergleich gezogen wird.",,1,25 S.,1925,2023,58,22,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",Haus der Wohnungslosenhilfe Münster,Maximilian Niklas L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1665,Hof Bentlage: Wohnen zwischen Idyll und harter Arbeit,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Geschichte des Klosters Bentlage. Der Beitrag fokussiert sich dabei auf die Ökonomie des Hofes und stellt die Geschichte des Hofes im Laufe der Zeit dar, wobei ein besonderer Fokus auf dem Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach liest. Der Beitrag betrachtet den Hof insbesondere aus der Perspektive des Wohnens.",,1,26 S.,890,1978,58,22,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Hof Bentlage,Merit K.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1666,Wohnen in Trümmern - Der Kampf ums Überleben nach dem Zweiten Weltkrieg in Münster,"Der vorliegende Beitrag widmet sich der Wohnsituation der Menschen in Münster unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Beitrag geht dabei auf die Situation der stark zerstörten Stadt ein, bevor ein besonderer Fokus auf die Rolle von Frauen gelegt wird. Im Anschluss werden verschiedene Interviews mit Zeitzeug*innen abgedruckt. Zuletzt wird noch auf Einquartierungen eingegangen und es werden verschiedene Unterkünfte näher betrachtet.",,1,53 S.,1933,2023,58,22,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Münster,Naika T.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1667,Die Petite Bastide in der Provence - Ein Haus voller Geschichte(n),"Der vorliegende Beitrag ist ein Comicbeitrag, der von einem ausführlichen Textbeitrag begleitet wird. Der Beitrag beschäftigt sich dabei mit dem Ort ""Petite Bastide"", einem Haus in Frankreich. Das Haus, beziehungsweise der Ort wird dabei zu verschiedenen Zeitpunkten betrachtet; Angefangenen bei den Römern, über das 16. und 19. Jahrhundert bis zum Zeitpunkt des Beitrages. Der Beitrag beschäftigt sich zunächst in der Form eines Comics mit dem Ort, im Anschluss folgt aber außerdem ein Textbeitrag.",,1,53 S.,-118,2023,58,22,"Comic, Textbeitrag","Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Petite Bastide,Philipp L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1668,Die Entwicklung der Wohn- und Lebensstrukturen in der Heimerziehung der Bundesrepublik im Kontext zeitgenössischer Wertvorstellungen - Eine multiperspektivische Betrachtung,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Wohnsituation in Heimen seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Beitrag behandelt dabei den Wohnbegriff, rechtliche Grundlagen, Organisationsstrukturen von Heimen, Gründe für Heimeinweisungen, historische Einflüsse (68er-Bewegung und RAF), und das ""tatsächliche"" Wohnen in Heimen. Gleichzeitig wird ein Vergleich vorgenommen zwischen dem vergangenem und aktuellem Wohnen in Heimen. Das Fazit betont die Bedeutung des Wohnens für das gesamte Leben und die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen",,0,55 S.,1876,2023,58,22,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Vinzenzwerk,"Hannah W., Sarah W.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1669,"Urgroßvater, wie hast du gewohnt, als du 11 Jahre alt warst? Grand-papi, comment as-tu habité quand tu as eu 11 ans? - Die Wohn- und Lebensverhältnisse auf dem Land von Kindern in Frankreich und Deutschland vor und während des Zweiten Weltkrieges am Beispiel meiner Urgroßväter","Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Geschichte der Wohnsituation der Urgroßväter der Verfassenden als Kinder. Während der eine in Brandenburg aufwuchs, wuchs der andere in der Normandie auf. Auf der Bassi von geführten Interviews, ergänzt durch einige Archivalien wird das Leben und die Kindheit beider verglichen. Dabei werden sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede herausgearbeitet.",,1,34 S.,1904,2023,262,22,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews","Condé-sur-Noireau, Karwesee",Carla P.,Friedensschule 1670,Judenhäuser zur Zeit des NS,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Verfolgung von Juden in Münster zur Zeit des Nationalsozialismus. Nach einer generellen Übersicht über die Verfolgung in Deutschland fokussiert sich der Beitrag auf Münster und sogenannte ""Judenhäuser"". Hierbei wird die Wohnsituation genauer dargestellt.",,1,23 S.,1825,2023,137,22,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",Marks-Haindorf-Stiftung,Sophie H.,Ratsgymnasium 1671,Ausgebombt! Verlust von Wohnraum im Zweiten Weltkrieg in Münster,Der Betrag befasst sich mit dem Verlust von Wohnraum als Folge der Bombardierungen Münsters während des Zweiten Weltkriegs. Neben den Bombardierungen selbst werden sowohl Maßnahmen der NS-Behörden für Bombengeschädigte als auch Reaktionen der Bevölkerung auf diese Maßnahmen und den Verlust ihres Wohnraumes thematisiert.,,0,16 S.,1939,1945,,22,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Chroniken, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",,"Celio Villoria D., Emilian B., Leonard L.",Immanuel-Kant-Gymnasium 1672,Wohnen auf der Marktallee zu Beginn des 20. Jahrhundert: Ein Arbeiterhaus und eine Villa im Vergleich,"Der Beitrag befasst sich mit dem Vergleich zweier unterschiedlicher Haustypen auf der Marktallee in Münster-Hiltrup im 20. Jahrhundert. Thematisiert wird die Geschichte der Markallee selbst sowie die Beschreibung und anschließende Gegenüberstellung der Villa Dalhoff und des Arbeiterhauses Haus Röwekamp, anhand derer exemplarisch die verschiedenen Wohnsituationen veranschaulicht werden.",,0,25 S.,1868,1986,,22,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente",,"Lukas U., Robin P., Thore S.",Immanuel-Kant-Gymnasium 1673,Hätte Annette von Droste-Hülshoff gerne in der Annette-Allee gewohnt?,"Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob Annette von Droste-Hülshoff gerne in der Annette-Allee in Münster gewohnt hätte. Zur Beantwortung dieser Frage erläutern die Autoren zunächst die Bedeutung der Bennenung von Straße nach Personen. Daran anschließend folgt eine Auseinandersetzung mit Annette von Droste-Hülshoff in Bezug auf ihre Biografie, ihr künstlerisches Schaffen, ihre wichtigsten Werke sowie ihre Wohnsituation. Überdies thematisieren die Autoren die historische Entwicklung der Annette-Allee und diskutieren positive sowie negative Aspekte im Zusammenhang mit der Annette-Allee, um zu einem abschließenden Urteil hinsichtlich ihrer Leitfrage zu gelangen.",,0,45 S.,1797,2023,177,22,Textbeitrag,"Archivalien, Audiodokumente, Bilder, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Museumsbesuche, Privatdokumente, Videodokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,"Jan David S., Meïr F., Nicolas U.",Gymnasium Paulinum 1674,Der Schützenhofbunker an der Hammerstr./Wörthstr. - Jetzt ein Wohnhaus mit Geschichte!,Der Beitrag befasst sich mit der Geschichte des Schützenhofbunkers im Geistviertel Münsters. Im Fokus stehen die Geschichte und Nutzung des Bunkers während und nach dem Zweiten Weltkrieg sowie dessen Ernennung zum Denkmal. Darüber hinaus geht die Autorin des Beitrags auf die heutige Nutzung des Bunkers als Wohnhaus ein.,,1,61 S.,1940,2023,,22,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Videodokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Schützenhofbunker,Finja H.,Friedensschule 1675,Wohnheime in Münster. Inwiefern haben sich Wohnheime für Flüchtende in Münster seit den 1980er-Jahren verändert?,Der Beitrag befasst sich mit der Unterbringung von Flüchtenden in Münster. Im Fokus stehen dabei die Entwicklung von Wohnheimen für Flüchtende in Deutschland sowie der Vergleich der Wohnsituation von geflüchteten Menschen in Münster bis ca. Ende der 1990er-Jahre und heute.,,1,7 S.,1931,2020,,22,,"Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,Elina Q.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1676,Kaufmannshäuser in Münster am Beispiel vom Prinzipalmarkt 11,"Der Beitrag befasst sich mit der Geschichte des Prinzipalmarkts 11 in Münster. Im Fokus stehen der Aufbau des Gebäudes im Spätmittelalter, Erbmänner als Eigentümer des Gebäudes sowie die Zerstörung und der anschließende Wiederaufbau in Folge des Zweiten Weltkriegs.",,1,15 S.,,,,22,"Power-Point-Präsentation, Textbeitrag","Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche",Prinzipalmarkt,Jost R.,Friedensschule 1677,Das Zwölfmännerhaus im Spiegel der Zeit,"Das Münsteraner ""Kuhviertel"" unterliegt einer langen Geschichte, mit ersten Siedlungsspuren im 9. Jahrhundert bis hin zum heutigen ikonischen Stadtteil, der vor allem durch seine erhaltenen Wahrzeichen geprägt ist. Armut in städtischen Gebieten war damals kein seltenes Phänomen und gehörte auch hier zum Alltag. Während die sich entwickelnde Armenfürsorge im Mittelalter jedoch fast ausschließlich in privater Hand lag, fand ab dem 14. Jahrhundert ein Prozess der Neuordnung statt. Dabei spielte das ""Zwölfmännerhaus Überwasser"", eines von drei Armenhäusern in Münster, eine zentrale Rolle. Die Quellenlage geht bis zu ersten Erwähnungen im Jahr 1314 zurück und belegt weiterhin, dass das Haus zwölf Männern aus besonderen Personenkreisen (meist Dienern des Domherren) vorbehalten war. Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg konnte das Haus jedoch nicht standhalten, sodass es zunächst stark beschädigt und 1955 schließlich komplett abgerissen wurde. An gleicher Stelle finden wir heute das Oberstufengebäude der städtischen Gesamtschule Münster-Mitte.",,0,10 S.,1314,2023,,22,"Ausstellung, Textbeitrag","Archivalien, Bilder, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Internetquellen, Privatdokumente",Kuhviertel,"Finn K., Jan S., Vivienne L.",Gesamtschule Münster-Mitte 1678,Fachwerkhäuser im Münsterland im Wandel der Zeit,"Beim Fachwerkbau handelt es sich um eine spezielle Hausbauweise, die ab dem 14. Jahrhundert auch in Deutschland bekannt wurde. Der Beitrag richtet seinen Blick dabei auf technische Besonderheiten, unterschiedliche Bauweisen und -stile sowie differenzierte Gestaltungen und Nutzungsarten, die sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte immer wieder veränderten. Auch heute findet man immer noch zahlreiche Fachwerkhäuser, die nach aktuellen Bedürfnissen modernisiert und an Lebensstandards angepasst wurden.",,0,48 S.,1300,2023,326,22,Textbeitrag,"Bilder, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente",Hohenholte,"Carlotta D., Liv D.",Marienschule 1679,Wohnen im Nationalsozialismus in Münster: Plan und Wirklichkeit,"Der Beitrag widmet sich verschiedenen, auf das Thema Wohnen in Münster zur Zeit des Nationalsozialismus bezogenen Aspekten. Darunter fallen Pläne der Nationalsozialisten für die Umgestaltung Münsters als ""Neugestaltungsstadt"", die Auswirkungen der wiederholten Luftangriffe auf die Stadt sowie die Lebensbedingungen der jüdischen Bevölkerung.",,1,37 S.,1933,1945,,22,,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",,, 1680,Bis ich wieder gehen kann. (Wie) wohnte man im Gefängnis Münster?,"Der Beitrag befasst sich mit Wohnen im Gefängnis Münster. Dabei wird zu Beginn eine Definition des Begriffes Wohnen vorgelegt, die Wohnen vor allem unter den Aspekten der Sicherheit, Geborgenheit und Selbstbestimmung auffasst. Ausgehend von dieser Definition beleuchten die Verf. nicht nur die Geschichte der JVA Münster im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen. Sie befassen sich auch - schwerpunktmäßig - mit Aspekten wie beispielsweise Alltag, Arbeit, Freizeit, Gemeinschaft sowie Drogen und Selbstverletzung in Gefängnissen. Die Verf. stützen ihre Arbeit nicht nur auf zahlreiche Archivalien und Zeitungsartikel, sie haben im Zuge ihrer Recherche auch die JVA Fuhlsbüttel besucht und Interviews sowohl mit Justizvollzugsbeamt:innen als auch Insassen der JVA Münster geführt. In ihrem detaillierten Arbeitsbericht schildern sie nicht nur ihren Forschungsprozess, sondern auch, wie sie die Einblicke in das Leben in einer JVA selbst verarbeitet haben.",,0,46 S.,1844,2023,279,22,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Justizvollzugsanstalt Münster,"Carlotta B., Marlene H.",Marienschule 1681,(Über-) Leben ohne Wohnen? Der Verlust von Wohnraum als Teil des Schicksals verfolgter jüdischer Familien,"In ihrer Wettbewerbsteilnahme haben die insgesamt sieben Verf. sich - wie der Untertitel sagt - mit dem Verlust von Wohnraum für jüdische Münsteraner:innen befasst. Dabei ordnen sie die Wohnverhältnisse, in denen diese Menschen leben mussten als spiegelbildlich für den Umgang mit ihnen ein. Ausgehend von einer kurzen historischen Kontextualisierung werden in dem Beitrag die Schicksale von drei Münsteraner Familien zwischen 1918 und 1955 beleuchtet, die teils in Nachbarschaft ihrer Schule lebten; Schwerpunkte legen die Verf. auf die schrittweise Entmenschlichung der jüdischen Münsteraner:innen im Nationalsozialismus, sie betrachten aber auch die sogenannten ""Entschädigungsverfahren"" der 1950er-Jahre kritisch. Übergreifend betonen sie die Grenzen ihrer Vorstellungskraft angesichts des Leids, das den Betroffenen widerfahren ist. Ihre Arbeit haben die Verf. in Form eines bookcreator-Buches eingereicht. In diesem kombinieren sie ihre inhaltlichen Ausführungen mit kurzen Videotagebüchern, in denen sie, ähnlich eines Arbeitsberichts, Auskunft über ihre Forschungen und Einsichten geben.",,0,43 S.,1918,1955,383,22,"Film, Filmbeitrag, Textbeitrag","Archivalien, Druckschriften, Fachliteratur","Marks-Haindorf-Stiftung, Sonnenstraße, Münster","Frida B., Greta H., Halaz M.",Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium 1682,Leben und Wohnen im Wandel der Zeit. Wurde in der Oxford-Kaserne in Gievenbeck nur gewohnt oder auch gelebt?,"Die Verf. wohnt in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Oxford-Kaserne in Gievenbeck, was sie zum Anlass nahm, sich mit deren Geschichte auseinanderzusetzen. Die Gebäude, die später Oxford-Kaserne heißen sollten, wurden bereits zwischen 1935 und 1937 als ursprüngliche Flak-Kaserne errichtet. Ab April 1945 wurde die Kaserne zunächst von US-amerikanischen und dann britischen Soldaten genutzt. Die britischen Soldaten sollten dort bis 2013 bleiben. Mit zahlreichen Fotografien angereichert, beleuchtet die Verf. die Oxford-Kaserne nicht nur als Schlafstätte für die dort stationierten Soldat:innen, sondern auch die damit einhergehenden kulturellen und Freizeit-Einrichtungen wie eine Kneipe, eine Kapelle oder die Stallungen als Lebensmittelpunkt der Soldat:innen und ihrer Familien. Um herauszuarbeiten, wie das Verhältnis von britischen Soldat:innen und Münsteraner:innen war, hat die Verf. darüber hinaus münsteraner Zeitzeug:innen interviewt. Sie kommt zu dem Schluss, dass die Soldat:innen im Laufe der knapp 70-jährigen Stationierungsgeschichte in Münster nicht nur gewohnt, sondern auch gelebt haben.",,1,48 S.,1935,2023,209,22,Textbeitrag,"Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Oxford-Kaserne, Münster",Esther S.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1683,"(Wie) Funktioniert politisches Wohnen? Analyse alternativer Wohnkonzepte anhand der ""Kommune Kronenburg"" in Münster","Die Verf. befasst sich in ihrem Beitrag mit der sogenannten ""Kommune Kronenburg"", einem politisch konzipierten Wohnprojekt im Münster der 1970er- und 1980er-Jahre. Die Grundlage der Arbeit stellen einige Begriffsklärungen dar; die Verf. erläutert bspw., was ""politisches Wohnen"" meint und was eine Kommune von einer WG unterscheidet. Darüber hinaus skizziert sie den historischen Kontext der 1970er- und 1980er-Jahre in Münster. Ihr Fallbeispiel - die Kronenburg - ist selbst ein Gebäude mit wechselvoller Geschichte: Erbaut als Wohnhaus mit Gaststätte, waren dort zwischenzeitlich eine Kneipe sowie ein Bordell zu finden. Von 1974 bis 1985 wurde das Gebäude an den Verein ""Arbeitskreis Münster Süd"" vermietet, der im Umfeld der Universität entstanden war. Dieser Verein verstand sich als Zusammenkunft politisch ähnlich orientierter Studierender. Das verbindende Element zwischen den Vereinsmitgliedern war deren Engagement in der Anti-Atomkraft-Bewegung der 1970er- und 1980er-Jahre; darüber hinaus allerdings gab es Meinungsverschiedenheiten um Engagement etwa in der Hausbesetzer- oder RAF-Unterstützer-Szene. Ähnlich divers entwickelten sich auch die Wohnverhältnisse auf den unterschiedlichen Etagen des Hauses an der Hammer Straße. Dabei konstatiert sie allerdings, dass es sich bei der Kronenburg wohl nie um eine Kommune im Wortsinne, sondern viel mehr um eine Kooperative gehandelt habe. Trotz der Meinungsverschiedenheiten hält die Verf. fest, dass die Kronenburg etwa als Anlaufpunkt für alternative Musikgruppen oder in der Arbeit mit Menschen ohne festen Wohnsitz einen Einfluss auf ihr Umfeld gehabt habe. Nicht zuletzt das Kneipenkollektiv im Erdgeschoss sei eine Institution im Münsteraner Süden gewesen; dabei sei der 'politische' Charakter, der häufig Anlass für Streit in der Kronenburg war, hinter den Zusammenhalt der Bewohner:innen zurückgetreten. Angesichts der wechselvollen Geschichte der Kronenburg hält die Verf. sich abschließend mit einem eindeutigen Werturteil zurück - sie problematisiert das Konzept politischen Wohnens, hält allerdings dennoch fest, dass insbesondere angesichts miteinander verbundener Krisenlagen der Gegenwart (Klimakrise, Wohnungsmarkt) immer noch ein großer Bedarf für Wohnkonzepte jenseits des herkömmlichen Horizonts bestehe.",,1,50 S.,1974,2023,279,22,Textbeitrag,"Druckschriften, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Hammer Straße, Münster",Antonia M.,Marienschule 1684,Wohnen World Wide - EF,"Im Rahmen eines jahrgangsstufenübergreifenden Projekts haben gleich zwei Gruppen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums einen Beitrag zum Wettbewerb 2022/2023 eingereicht. Beide Gruppen haben Flyer erarbeitet, auf denen sie sehr vielfältige Aspekte zum Thema ""Wohnen"" gesammelt haben. Die insgesamt 13 Flyer, die die Schüler:innen der EF gestaltet und auf einer zwischenzeitlich erreichbaren Website ausführlicher kontextualisiert haben, beleuchten Wohnen in zwei übergeordneten Perspektiven. Im globalen Vergleich rekurrieren einerseits einige Schüler:innen auf höchst unterschiedliche Teilaspekte von Wohnen in Ländern, die Teil ihrer Familiengeschichte sind und kontrastieren diese mit den Verhältnissen in Deutschland; dabei fallen die (kurzen) Werturteile sehr unterschiedlich aus. In sozialgeschichtlicher Perspektive thematisieren andererseits einige Schüler:innen die gesellschaftliche Dimension von Wohnen etwa anhand von Rollenbildern und Aufgaben. Dem Beitrag liegt ein ausführlicher Tutorenbericht bei.",,0,13 Flyer,1898,2023,384,22,"Textbeitrag, Website","Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","China, Kurdistan, Libanon",, 1685,Wohnen World Wide - LK Q1,"Im Rahmen eines jahrgangsstufenübergreifenden Projekts haben gleich zwei Gruppen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums einen Beitrag zum Wettbewerb 2022/2023 eingereicht. Beide Gruppen haben Flyer erarbeitet, auf denen sie sehr vielfältige Aspekte zum Thema ""Wohnen"" gesammelt haben. Die insgesamt neun Flyer der EF bilden ein inhaltlich wie zeitlich breites Feld an Themen ab, von Armut in Deutschland über Migrationsgeschichte, kolonial-rassistischen Völkerschauen und Gewalt in der Kindererziehung bis zu Bunkern in Deutschland; zwischenzeitlich waren die Flyer in Form einer Website erreichbar. Dem Beitrag liegt ein ausführlicher Tutorenbericht bei.",,0,9 Flyer,1789,2023,384,22,"Textbeitrag, Website",Internetquellen,,, 1686,Wohnen im Frauenhaus,"Der Beitrag befasst sich mit der Geschichte des Frauenhauses Münster in Form eines Podcasts. Im Rahmen eines Interviews mit einer Mitarbeiterin des Frauenhauses Münster wird der Frage nachgegangen, wie das Frauenhaus entstanden ist, wie sich das Leben dort früher gestaltete und wie sich das Frauenhaus im Laufe der Zeit entwickelt hat.",,1,22:16 Min.,1976,2023,137,22,"Audiobeitrag, Podcast","Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",,"Ellah F., Pauline U., Stine U.",Ratsgymnasium 1687,Frauenstraße 24. Wohnen während der Besetzung,"Der Beitrag geht der Frage nach, wie sich das Wohnen in der Frauenstraße 24 in Münster während ihrer Besetzung gestaltete. Im Fokus stehen Lebensbedingungen, das Verhältnis der Personen untereinander, Stimmen der Bevölkerung Münsters sowie Auswirkungen auf das Leben derjenigen Personen, die die Frauenstraße 24 besetzten. Darüber hinaus wird die Besetzung der Frauenstraße 24 auf den heutigen Mangel an Wohnraum in Münster bezogen.",,1,15:25 Min.,1900,2023,137,22,"Audiobeitrag, Podcast","Archivalien, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Frauenstraße 24,Mira D.,Ratsgymnasium 1688,"Was bedeutet ""Wohnen"" in politischen Krisenzeiten?","Am biografischen Beispiel der eigenen Familie geht der Beitrag der Problemfrage nach, ob und inwieweit Wohnen mehr bedeutet als ""nur"" ein Dach über dem Kopf zu haben. Sowohl Familie Vogel als auch Familie Engel (Urgroßeltern der Autorin) hatten sich zu Beginn des zweiten Weltkriegs an politische Vorgaben zu halten. Dies bedingte die unterschiedlichen Wege, die die Familien in der Kriegszeit ab 1939 sowie den darauffolgenden Nachkriegsjahren ab 1945 gehen mussten.",,1,30 S.,1930,1956,47,22,Textbeitrag,"Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,Frida Lou E.,Marienschule 1689,"""Gut Feismann"" - Mehr als nur Wohnen","""Gut Feismann"" bezeichnet sich selbst als tiergestütztes Kinderhospiz und befindet sich im münsterländischen Nottuln-Darup. Die Familie Feismann hat auf ihrem Hof einen Zufluchtsort für Menschen mit besonderen Bedürfnissen erschaffen. Einige von ihnen leben dauerhaft auf dem Hof und unterstützen die Familie bei alltäglichen Aufgaben, andere kommen für eine ""Auszeit"" von ein bis zwei Wochen auf den Hof. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die Begegnung mit Tieren, die aus therapeutischer Sicht wichtige Begleiter sind. Integration, Inklusion und ein liebevolles Miteinander in schweren Zeiten sollen hier zusammengebracht werden.",,1,18 S.,1870,2023,47,22,Textbeitrag,"Bilder, Expert*inneninterviews, Internetquellen, Zeitungsartikel",Nottuln-Darup,Paulina K.,Marienschule 1690,Unter jedem Dach ein Kinderzimmer? Eine Ausstellung informiert und unsere Familien erzählen,"Im Fokus des Beitrags steht die Frage, ob es in jedem Haus ein Kinderzimmer gab und gibt. Durch umfangreiche Recherchen fanden die Autorinnen heraus, dass es nicht selbstverständlich ist, ein eigenes Kinderzimmer zu besitzen. Auch heute ist das oft nicht immer der Fall, aber doch weitaus häufiger als früher. Die Familien der Autorinnen berichten in chronologischer Reihenfolge von ihren häuslichen Verhältnissen in der Vorkriegszeit, der Nachkriegszeit und den 1970er/1980er Jahren. Die Autorinnen vergleichen die einzelnen Gespräche und ziehen daraus Rückschlüsse auf ihr eigenes Leben in der heutigen Zeit: Sie schätzen sich glücklich, ein schönes eigenes Kinderzimmer zu haben, wissen aber ebenso, dass dies nicht für alle Kinder gilt. Sie wünschen sich daher, dass es für diese Kinder zumindest einen anderen schönen Rückzugsort gibt.",,0,67 S.,1900,2023,,22,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche, Privatdokumente, Videodokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,"Helene R., Malea L.",Martin-Luther-Schule 1691,Die Küche als Mittelpunkt des Hauses?,"Im 17. Jahrhundert spielte die Küche eine zentrale Rolle. Man unterschied in dieser Zeit vor allem zwischen der ""fetten"" Küche, die den wohlhabenden Menschen vorbehalten war. Wir fanden hier Gerichte, wie Fisch und Fleisch, aber insbesondere große Mengen. Demgegenüber stand die ""arme"" Küche, die sowohl optisch als auch in Bezug auf die Essensauswahl als solche zu erkennen war.",,1,9 S.,1600,2023,209,22,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",,Anna Jelena D.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1692,Parcours: St. Mauritz Kinder- und Jugendhilfe,"Mithilfe der App ""Biparcours"" wurde eine interaktive Lerneinheit zum Leben in der Kinder- und Jugendhilfe St. Mauritz erstellt. Beginnend mit der Entstehungsgeschichte des Hauses, über die Person ""Eduard Michelis"" bis hin zum Wiederaufbau des Gebäudes und dessen Entwicklung vermittelt der Rundgang, Wissen in thematisch unterteilten Abschnitten.",,0,7 S.,1592,2023,,22,App,"Archivalien, Internetquellen",Warendorfer Straße 30/32,"Antonia K., Cara P., Hanna M., Lea P.",Gesamtschule Münster-Mitte 1693,Wie es sich zur Zeit der Lepra-Epidemie in Münster lebte. Wohnen im Leprosorium,"Ausgehend von der Corona-Pandemie, die die Autor*innen selbst miterlebten, suchten sie nach einem ähnlichen Beispiel aus der Vergangenheit und stießen letztlich auf die ""Lepra"" Krankheit. Im Fokus steht nun das einzige noch existierende Lepramuseum in Deutschland sowie die Forschungsfrage, wie es sich denn wohl zur Zeit der Lepra-Epidemie in Münster lebte. Umfassende Recherchen zur Krankheit selbst sowie ein direkter Vergleich zwischen der Corona-Pandemie und der Lepra-Epidemie runden den Beitrag ab.",,0,28 S.,1300,2023,50,22,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",Kinderhaus 15,"Anna-Laura L., Daniel K., Greta L., Lilly K., Paul J.",Gesamtschule Münster-Mitte 1694,Münster Rallye,"Mit der ""Münster Rallye"" haben die Teilnehmer*innen eine an das bekannte Spiel Monopoly angelehnte Version entwickelt. Durch den Einbezug historischer Münsteraner Persönlichkeiten und Informationskarten zu deren Leben und Handeln in der Stadt, fungiert das Spiel als kreative Form der Wissensaneignung.",,0,61 S.,742,2023,,22,Spiel,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",,"Anthony A., Bastian B., Jana S., Jona B.",Gesamtschule Münster-Mitte 1695,"(Un)gewollte Nachbarn? Leben und Wohnen im und um das ""DP-Lager"" Nottuln V 5","Die Autorinnen stellen mit ihrem Beitrag die Bedeutung des ""Lagers Herbstwald"" heraus, dessen Auswirkungen nach Ostern 1945 deutlich auch auf regionaler Ebene für die Münsteraner spürbar waren. Auch wenn heute nur noch wenige sichtbare Spuren vorhanden sind, hat das Lager in den Baumbergen einen festen Platz in der Regionalgeschichte gefunden. Die Autorinnen beschäftigen sich in ihrer Arbeit darüber hinaus intensiver mit der Geschichte des Lagers selbst sowie den Lebensumständen der Be- und Anwohner.",,0,61 S.,1945,2023,,22,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche, Privatdokumente",,"Lareen S., Pia B.",Marienschule 1696,Bau eines Modells des Zwölfmännerhauses,"Im Rahmen des Wettbewerbs entstanden in diesem Projekt zwei Modelle zum Zwölfmännerhaus. Das eine zeigt ein städtebauliches Modell zum Zwölfmännerhaus an der Zwölfmännergasse in Münster, während das andere das Haus im Ganzen im Maßstab 1:100 darstellt. Das städtebauliche Modell basiert auf der Grundlage des „Schattenplans“ aus dem Jahr 1948 im Maßstab 1:500 und wurde anschließend mit der Flurkarte 3 aus dem Jahr 2021 (Münster) überblendet. Das praktische Projekt umfasst nicht nur umfangreiche (Vor-)Recherchen, sondern auch genaueste Planungs- und Maßberechnungskompetenzen.",,1,24 S.,1300,2023,50,22,Modellbau,"Archivalien, Fachliteratur",,Philipp S.,Gesamtschule Münster-Mitte 1697,"Rußlanddeutsche im 2. Weltkrieg in Russland. Unglaublich, Unbegreiflich, Ungeheuerlich","Die für diesen Beitrag erstellte Fotogeschichte zeigt das Leben von Russlanddeutschen im zweiten Weltkrieg in Russland. Die Autorin geht zunächst der Frage ""Was macht Krieg mit Menschen?"" nach und fokussiert sich im weiteren Teil auf eine Fotogeschichte am Beispiel ihrer eigenen Familie.",,1,23 S.,1941,1993,54,22,Fotostory,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",,Angelina P.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1698,"Ein Besuch bei den Großeltern - Oma, wieso ist diese Vase so wertvoll?","Der Beitrag zeigt eine Fotogeschichte, in der die Großeltern zweier Kinder erklären, welche alten Gegenstände sie in ihrem Haushalt besitzen und warum diese eine große Bedeutung für sie haben. Vorwiegend handelt es sich um Gegenstände der Barockzeit.",,0,39 S.,1600,2023,54,22,Fotostory,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",,"Giana B., Hira A., Jana K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1699,Wohnen in Häusern über Bunkern - Leben in Bunker unter Häusern. Ein interaktiver 3D-Raum,"Insgesamt gab es in Münster zehn Bunker, von denen drei heute Baudenkmäler der Stadt sind. Der Beitrag beschäftigt sich gezielt mit dem Privatbunker an der Ecke der Prinz-Eugen Straße und der Weseler Straße. Dazu hat die Gruppe ein interaktives 3D-Modell entwickelt, welches Einblicke in das innere des Bunkers gewährt.",,0,20 S.,1944,2023,,22,3D Raum,"Expert*inneninterviews, Internetquellen, Privatdokumente",,"Emil S., Kilian D., Lonnie S., Wim H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1700,Friedrich Wilhelm Liel im Zwinger,"In Form eines Comics zeigt der Beitrag einen Teil der Lebensgeschichte des Künstlers Friedrich Wilhelm Liel, der zwischen 1919 und 1935 den Münsteraner Zwinger bewohnte. Gemeinsam mit seiner Frau Julie Klaus kam er 1919 nach Münster, da dort bereits seine beiden Schwestern lebten. Aus unerklärlichen Gründen verließen sie ihre Unterkunft 1935 jedoch wieder und wohnten kurzzeitig in Dresden. Die Bombardierung Dresdens im Februar 1945 führte jedoch zur Evakuierung und zum anschließenden Umzug des Paares nach Burgsteinfurt. Liel begann wieder seiner Berufung als Künstler nachzukommen und verstarb hier im Jahr 1960.",,0,48 S.,1919,1960,54,22,Comic,"Archivalien, Fachliteratur",,"Jakob C., Mika K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1701,Wohnen im Wasserturm? Geschichte(n) der Wasserturm-Bewohner:innen. Ein Bilderbuch über den Münsteraner Wasserturm 'auf der Geist',"Die Arbeitsgruppe der Klasse 5 beschäftigt sich in diesem Beitrag mit dem Leben und Wohnen im Wasserturm, der sich im Münsteraner Geistviertel befindet. Sie ging der Forschungsfrage nach, wer denn überhaupt im Wasserturm wohnt(e) und wie es sich wohl anfühlte, in solch einem Bauwerk zu wohnen. Zur zeitlichen Einordnung gliedert die Gruppe ihre Forschungsergebnisse in drei Abschnitte: Die Umgebung des Wasserturms zwischen 1900 und 1933 (1); Der Wasserturm im Wandel der Zeit - Umbaugeschichte(n) zwischen 1933 und 1991 (2); Die Umgebung des Wasserturms in der Zeit von 1991 bis heute (3). Als Gesamtergebnis erstellt die Gruppe daraus ein Bilderbuch mit historischen und aktuellen Fotografien sowie eigenen Zeichnungen und Skizzen. Sie verwenden dazu außerdem Interviews, Zeitungsartikel, Kartenmaterial und Bauzeichnungen. Das abschließende Forschungsergebnis enthält demnach historische Erkenntnisse, aber auch Erfahrungsberichte und Anekdoten der Schüler*innen.",,0,229 S.,1900,2023,54,22,Bilderbuch,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",,"Anna S., Antonie W., Charlotte T., Edda H., Emil D., Ida L., Imke B., Liora B., Magdalena K., Mia H., Noah Z., Paula S., Thomas H., Thore M.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1702,Die wahre Geschichte des Geistviertels,"Der Podcast beschäftigt sich mit dem Kiesschacht Münster, der als Sandabbaugebiet unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg zwischen den Stadtteilen ""Geistviertel"" und ""Berg Fidel"" entstand. Neben der Entstehungsweise dieses Gebietes, berichtet der Podcast weiterhin von Familie Rohe. Sie wohnt(e) in einem ehemaligen Lagerhaus gegenüber des Kiesschachts und erzählt detailliert über ihre Beobachtungen und Erfahrungen.",,0,18:20 Min.,1945,2023,54,22,Podcast,"Zeitschriften, Zeitzeug*inneninterviews",,"Paul K., Tim K.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1703,Wohnen in einem Frauenhaus,"Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Frauenhäusern, unter anderem gezielt mit dem Frauenhaus in Münster. Dahingehend wird der Frage nachgegangen, wieso es überhaupt Frauenhäuser gibt und wie die Menschen dort leben. Alle Frauen, die von körperlicher, seelischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen und über 18 Jahre alt sind, finden hier einen Zufluchtsort. Aufgenommen werden können Frauen mit oder ohne Kinder. Sie leben in eigenen Zimmern, versorgen sich komplett selbstständig und gestalten das gemeinsame Leben im Haus mit. Die Autorinnen hatten weiterhin die Möglichkeit mit Ursula Saatz vom Frauenhaus Münster zu sprechen und ihre Erkenntnisse in einem Podcast festzuhalten.",,0,22:16 Min.,1980,2023,180,22,Podcast,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Internetquellen",,"Ellah F., Stine U.",Ratsgymnasium 1704,Frauenstraße 24 - Wohnen während der Besetzung,"Der Beitrag beschäftigt sich mit der Besetzung der Frauenstraße 24 und der damit verbundenen Frage, wie man dort während der Besetzung gelebt hat. Als das Haus im Januar 1971 durch einen Makler käuflich erworben wurde, hatte dieser ausschließlich die Absicht das Haus abzureißen. 1973 wurde es endgültig besetzt und 1974 unter Zwangsverwaltung gestellt. Der AStA der Universität wurde als Hauptmieter akzeptiert und renovierte das Gebäude in Eigeninitiative. Der Versuch, das Haus abzureißen, war weiterhin präsent, bis der letzte Antrag auf Verlängerung der Abbruchgenehmigung mit dem Hinweis auf die Denkmalschutzwürdigkeit des Hauses 1980 abgelehnt wurde. Heute findet man dort die ""Kultur Kneipe F 24"".",,0,15:25 Min.,1971,2023,180,22,Podcast,"Archivalien, Chroniken, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Frauenstraße 24,"Mira D., Pauline U.",Ratsgymnasium 1705,Das Wohnen am Internat St. Mauritz im Wandel der Zeit,"Die Autorin ist selbst Schülerin am Gymnasium St. Mauritz und untersucht in ihrem Beitrag das Wohnen im Internat St. Mauritz im Wandel der Zeit. Der zeitliche Rückblick reicht vom Erwerb des Grundstücks durch Schwestern des Ordens im Jahr 1892, über die Aufnahme externer Schüler*innen im Jahr 1914 bis zur Schließung des Internats 1998. Wichtiger Bestandteil der Internatsentwicklung ist außerdem die Schließung der Schule durch die Nationalsozialisten am 01.07.1943. Das Haus diente in dieser Zeit der Beherbergung von Flüchtlingen, Ausgebombten, Waisenkindern und kranken Schwestern des Mutterhauses. Nach Kriegsende schaffte man es die Schule im Januar 1946 wieder zu eröffnen. Seit 1963 wird das ehemalige Internatsgebäude ausschließlich als Schule genutzt, sodass wir dort auch heute noch das Gymnasium St. Mauritz (in Trägerschaft des Bistums Münster) finden.",,1,55 S.,1892,2023,140,22,"Audiobeitrag, Filmbeitrag, Power-Point-Präsentation","Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Gymnasium St. Mauritz,Leonie Mei-Lin S.,Gymnasium St. Mauritz 1706,Die Stiftung Haus Hall - Seit Errichtung ein idealer Wohnraum für Menschen mit Behinderung?,"Der Beitrag beschäftigt sich mit der Stiftung Haus Hall, in der Menschen mit Beeinträchtigungen einen geschützten Lebensraum und ein Zuhause finden sollen. Obwohl es bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert sog. Hilfsschulen, speziell für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen gab, wandelte sich erst gegen 1960 das Verständnis dafür, diese Menschen individuell zu fördern. Das Leben im Haus Hall begann mit dem Einzug von 25 Jungen am 1. Juli 1857. Für die Erziehung, Förderung und Versorgung der Kinder waren zwei Priester, zwei Lehrer, vier Brüder und zwei Schwestern zuständig. Ab 1929 erweiterte sich auch der Auftrag der Stiftung Haus Hall, sodass erstmals Menschen mit einer geistigen Behinderung aufgenommen wurden. Das Leben in der Einrichtung wurde bis heute immer weiterentwickelt und in die Gesellschaft integriert, sodass Ausgeglichenheit, Vielfalt und Gemeinschaft wichtige Merkmale der Einrichtung sind.",,1,21 S.,1857,2023,47,22,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Internetquellen",Stiftung Haus Hall Coesfeld,Antonia S.,Marienschule 1707,Kann man das Wohnen überhaupt noch vom Arbeiten trennen?,"Der Beitrag beleuchtet das Wohnen und Arbeiten auf dem Hof Beckhove, einem Bauernhof in Ottmarsbocholt, der seit neun Generationen in Familienbesitz ist. Im Zentrum steht der Wandel des ländlichen Lebens von der Vorkriegszeit bis heute. Zunächst wird die Geschichte des Hofes sowie der Gemeinde Senden in der Vorkriegszeit und in der Kriegszeit skizziert. Anschließend folgt ein Vergleich der Wohnverhältnisse, Tagesabläufe und des familiären Zusammenlebens früher und heute. Früher lebten viele Personen auf engem Raum, teilten sich Betten und Räume, heizten mit Holzöfen und waren stark in die Hofarbeit eingebunden – auch Kinder vor und nach der Schule. Heute sei der Wohnkomfort deutlich gestiegen: Jedes Familienmitglied habe ein eigenes Zimmer, moderne Heizungen sorgen für Wärme, und Kinder helfen freiwillig mit. Trotz veränderter Lebensweisen bleibt das gemeinschaftliche Essen zentral. Der Hof ist nach wie vor ein Ort intensiver Familienbindung. Vorteile des generationsübergreifenden Zusammenlebens sind gegenseitige Unterstützung und Lernen voneinander; Konflikte können jedoch durch unterschiedliche Lebensstile entstehen. Der Beitrag endet mit dem Urteil, dass Wohnen und Arbeiten auf einem Bauernhof heute besser trennbar sind als früher – dennoch würden beide Bereiche eng miteinander verwoben sein das Familienleben bis heute prägen.",,1,27 S.,1336,2023,47,22,Textbeitrag,"Bilder, Fachliteratur, Zeitzeug*inneninterviews",Hof Beckhove,Marlen D.,Marienschule 1708,Klein-Muffi Zeitung,"Der Beitrag widmet sich dem Thema „Wohnen“ am Beispiel des Arbeiterquartiers Klein-Muffi in Münster. Anhand historischer Quellen, eines Interviews mit dem Zeitzeugen Herrn Wallat sowie Kindheitserinnerungen von Wilhelm Meinolf Rinschen rekonstruiert der Schüler das Alltagsleben und die Wohnverhältnisse der Arbeiterfamilien von 1880 bis 1939. Besonders hervorgehoben werden die beengten und einfachen Lebensbedingungen, die fehlende Integration der Zuwanderer, das begrenzte Nahrungsangebot sowie der soziale Zusammenhalt im Viertel. Der Beitrag beleuchtet auch die Entwicklung der Siedlung, die Rolle der Masematte-Sprache und Persönlichkeiten wie den Schuster Bernie Beermann. Der Beitrag ist in Form einer Zeitungstitelseite gestaltet.",,1,1 S.,1880,1939,137,22,Zeitschrift ,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Herz-Jesu-Viertel, Münster",Moritz W.,Ratsgymnasium 1709,Rechtsstaatlichkeit unter Druck. Die Auswirkungen rechter und rechtsextremer Parteien auf die Grenzen des Rechtsstaats in der Geschichte der Bundesrepublik,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit dem Thema ""Grenze"" im rechtsstaatlichen Sinne, indem historische Wahlplakate rechter und rechtsextremer Parteien in Westfalen und im Münsterland auf ihre Verfassungskonformität untersucht und mit gegenwärtigen Wahlplakaten der AfD verglichen werden. Neben ausgewählten Wahlplakaten der NPD, REP und AfD beziehen sich die Schüler*innen auf Gesetzbücher der Bundesrepublik Deutschland sowie auf Zeitungsartikel aus dem Münsterland, um die Frage zu beantworten, inwiefern rechte und rechtsextreme Parteien in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland die Grenzen des Rechtsstaats austesteten und überschritten. Dabei stellen sie unter anderem eine historische Parallele zwischen den ""Freifahrkarten"" der NSDAP für Juden und dem ""Abschiebeticket"" der AfD für ""illegale Einwanderer"" heraus. In einem Interview mit Svenja Schulze und Norbert Röttgen gehen die Schüler*innen der Frage nach, inwiefern die AfD mit ehemaligen rechten und rechtsextremen Parteien vergleichbar ist, inwiefern sie die Grenzen des Rechtsstaats überschreitet und wie man den Rechtsstaat schützen kann. Der Beitrag liegt als Fließtext vor.",,0,40 S.,1949,2025,58,23,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Gesetze, Internetquellen, Zeitungsartikel","Albachten, DKP Münster - Treffpunkt, Frauenstraße 24, Halle Vollmer, Justizvollzugsanstalt Münster, Zwinger Münster","Linda J., Paul A.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1710,Ausgrenzungen im Tod. Grenzvorstellungen zwischen Diesseits und Jenseits und ihre gesellschaftliche Dimension in der Frühen Neuzeit,"In der Arbeit wird untersucht, wie bestimmte Verstorbene in der Frühen Neuzeit über den Tod hinaus gesellschaftlich ausgegrenzt wurden. Ausgangspunkt ist ein archäologischer Fund in Münster von 2016, bei dem auf dem Gelände der heutigen Gesamtschule Münster Mitte ein Skelett in Bauchlage ohne Sarg entdeckt wurde, was auf eine sogenannte Sonderbestattung hindeutet. Dies führt die Autorinnen zur Frage, warum manche Menschen nicht auf übliche Weise bestattet wurden. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Selbstmörder, Wöchnerinnen und ungetauft verstorbene Kinder, die als unrein oder gefährlich galten. Die Angst vor ihrem Wiederkehren oder ihrer „Unheiligkeit“ führte zu abweichenden Bestattungsformen, etwa an entlegenen Orten oder in Bannstellungen. Auch gesellschaftlich geächtete Gruppen wie Ehebrecher, Hexen oder Anhänger abweichender Glaubensrichtungen wurden häufig verstoßen. Durch Interviews mit Fachleuten, das Studium von Fachliteratur und die Auswertung bisher unbeachteter Archivalien aus dem Landesarchiv Münster gelingt es den Verfasserinnen, eindrucksvoll aufzuzeigen, wie tief religiöse Vorstellungen das Verhältnis zum Tod prägten. Gleichzeitig dokumentieren sie, dass es im 18. Jahrhundert erste Schritte zu einem milderen Umgang mit den Toten gab, etwa durch ein Edikt Friedrichs II. Die Arbeit macht so sichtbar, wie stark sich der Umgang mit Tod, Schuld und Ehre wandelte sowie wie er teils bis heute nachwirkt.",,0,36 S.,1534,2016,58,23,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Gesamtschule Münster Mitte,"Ida M., Lena S.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1711,Grenzen der Menschlichkeit: Das Schicksal der jüdischen Annette-Schülerin Edith Miltenberg und ihrer Familie im Schatten des Holocausts,"In ihrem Beitrag behandelt die Verfasserin das Schicksal der jüdischen Schülerin Edith Miltenberg und ihrer Familie aus Münster zur Zeit des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt steht eine Novelle, in der die Verfasserin aus der Ich-Perspektive Ediths die zunehmende Ausgrenzung, Fluchtversuche, Deportation nach Riga und die Ermordung der Familie Miltenberg im Wald von Rombula thematisiert. Die Novelle basiert auf historischen Quellen, Briefen und persönlichen Bezügen der Verfasserin. Der Beitrag betont besonders die Missachtung menschlicher Grenzen und die Entmenschlichung jüdischer Bürger*innen zur Zeit des Nationalsozialismus.",,1,44 S.,1940,1944,58,23,Novelle,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen","Riga, Südstraße, Münster, Wald von Rumbula, Riga",Emily H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1712,1945 – 2013: Von der Besatzung zur Integration. Abgrenzung und Grenzüberwindung im Verhältnis zwischen britischen Soldaten und der Münsteraner Bevölkerung,"Der vorliegende Textbeitrag untersucht auf der Grundlage von Zeitungsartikeln die soziale, kulturelle und emotionale Entwicklung des Zusammenlebens britischer Besatzungssoldaten und der Bevölkerung Münsters nach dem Zweiten Weltkrieg. Das zentrale Thema ""Grenzen"" wird an verschiedenen Stellen des Beitrags besonders deutlich, in dem die Ausgrenzung und das Misstrauen kurz nach Kriegsende sowie Wohnraumkonflikte durch Zwangsräumungen thematisiert werden. Persönliche zwischenmenschliche Erfahrungen und Versuche der Integration und Annäherung in späteren Jahren, z. B. durch gemeinsame Projekte, wie das ""Projekt Gievenbach"" stellen eindrücklich dar, welche Grenzen, aber auch Chancen sich ergaben.",,0,32 S.,1945,2013,59,23,Textbeitrag,"Archivalien, Druckschriften, Internetquellen, Zeitungsartikel","Haubrockweg 5, Münster, Oxford-Kaserne, Münster","Alena L., Enno K.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1713,Wo ist die Grenze zwischen Freund und Feind?,"Der Beitrag thematisiert die Beziehung zwischen der Urgroßmutter des Verfassers und zwei französischen Kriegsgefangenen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich in Zeiten politischer Repression persönliche Nähe über ideologisch gezogene Feindbilder hinweg entwickeln kann. Ausgangspunkt war das Schulprojekt „Koffer packen für Tommy“, das mit dem Julius-Voos-Preis ausgezeichnet wurde und den Verfasser zu intensiven Gesprächen mit seiner Großmutter anregte. Neben den Gesprächen beruht die Arbeit auf privaten Familiendokumenten, insbesondere einem anonymen Drohschreiben an die Urgroßmutter, das sie bei weiteren Krankenbesuchen eines französischen Kriegsgefangenen mit einer Denunziation bedrohte. Zudem wurden Biografien der Kriegsgefangenen in den Arolsen Archives recherchiert und die Dissertation der Historikerin Gwendoline Cicottini zur historischen Einordnung herangezogen. Cicottini wurde nach Abschluss des Projekts außerdem kontaktiert. Die Arbeit gliedert sich in einen historischen Überblick über den Zweiten Weltkrieg und die Kriegsauswirkungen auf Münster, die Rolle der Kriegsgefangenschaft im NS-Staat, eine Einordnung von Kriegsgefangenschaft in den Westfeldzug sowie eine Erläuterung Problematisierung des Begriffs „Kriegsrecht“. Im Zentrum steht schließlich die detaillierte Analyse der Beziehung zwischen der Urgroßmutter und den französischen Gefangenen seit 1943, rekonstruiert aus Dokumenten wie dem Drohbrief, aber auch Entlastungsschreiben etc. Abschließend reflektiert der Schüler das Spannungsverhältnis von persönlicher Handlungsfreihit und politischer Repression am Beispiel des freundschaftlichen Verhältnisses der Urgroßmutter und den französischen Kriegsgefangenen und versteht Freund-Feind-Unterscheidungen als konstruierte Grenzen, die verändert und auch individuell untergraben werden können.",,1,25 S.,1939,1945,58,23,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Münster, Niederselters",Thies H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1714,Wenn sich Gerichte streiten - Die Domimmunität in Münster als sichtbare Rechtsgrenze,"Der Beitrag beschäftigt sich mit der rechtlichen Grenze durch die ""Domfreiheit"" im 17. Jahrhundert anhand eines Rechtsstreits zwischen dem Stadtrat und der Kurie der Stadt Münster im Jahr 1637. Nach einer kurzen Beschreibung der Umstände der Ermordung des Domherrn von Minden, Dietrich von Klencke, durch Bernhard von Westerholt zu Hackfort, gehen die Schüler auf den Rechtsstreit zwischen dem Stadtrat und der Kurie ein. Als Ausblick auf die Gegenwart gelangen die Schüler zu dem Fazit, dass die ""Domfreiheit"" heutzutage keine juristische Relevanz mehr für die Stadt Münster habe, sie jedoch physisch gesehen in Form von Mauerresten immer noch gegenwärtig sei. Zudem gäbe es auch heute noch Rechtssprüche, die einem Prinzip und nicht der Sache folgen, wie zum Beispiel im Falle des Diplomatenschutzes oder der juristischen Hoheit einzelner Staaten. Der Beitrag wurde als Podcast auf YouTube veröffentlicht.",,0,16:08 Min.,1637,1638,357,23,"Podcast, YouTube-Video",,"Domplatz Münster, Dortmund","Finn O., Jakob K., Marek R., Sascha T.",Gesamtschule Münster-Mitte 1715,Begrenzungen in der Arbeitswelt für Frauen während der Nachkriegszeit in Münster,"Der Beitrag setzt sich mit der Rolle von Frauen in der Nachkriegszeit in Münster auseinander und zeigt Grenzen auf, die Frauen in ihrer beruflichen Tätigkeit einschränkten, die sie jedoch teilweise überwinden konnten. Basierend auf Zeitzeuginneninterviews, Berichten aus der britischen Besatzungszone und einem Zeitschriftenartikel berichten die Schüler*innen über die Beschäftigungsmöglichkeiten, die Arbeitsumstände und die beruflichen Einschränkungen, mit denen Frauen in der Nachkriegszeit konfrontiert wurden. Die drei Zeitzeuginnenberichte verdeutlichen, dass Frauen durch ihre berufliche Tätigkeit zwar einer Doppelbelastung von Arbeit und Haushalt ausgesetzt waren, diese ihnen jedoch auch eine berufliche Erfüllung ermöglichen konnte. Anhand von zwei Interviews mit Angehörigen der Schüler*innen werden die Lebens- und Arbeitsverhältnisse von Frauen in Deutschland mit denen in Polen in der Nachkriegszeit verglichen. Der Beitrag liegt in schriftlicher Form vor und ist mit zahlreichen Bildern versehen.",,0,27 S.,1945,1990,385,23,Textbeitrag,"Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitschriften, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Bad Bentheim, Berlin, Castrop-Rauxel, Enschede, Münster, Neuss, Toronto, Wola Wereszczyńska","Aleks O., Diana S., Emelie R., Leonie S.",Gesamtschule Münster-Mitte 1716,Gefangen in der Rolle - Die unsichtbaren Grenzen für Frauen in den 1950er-Jahren,"In dem vorliegenden Beitrag beschäftigten sich die Schüler*innen mit den Geschlechterrollen in den 1950er Jahren in Münster sowie mit der Frage, inwiefern die gesellschaftlichen Erwartungen Frauen und Männer in ihrem beruflichen und privaten Leben einschränkten. Anhand von Werbeplakaten wie zum Beispiel des Schuhhauses „Zumnorde“ in Münster sowie Sendungen wie „Familie Schölermann“ stellen die Schüler*innen dar, wie sich die gesellschaftlichen Normen in den Medien manifestierten. Aufgrund des regionalen Bezuges stellt der Beitrag auch den Einfluss der katholischen Kirche auf die Verfestigung der Rollenaufteilung innerhalb der Münsteraner Familien heraus. Die Schüler*innen gelangen zu dem Ergebnis, dass die scheinbar klaren Rollenbilder den Münsteraner*innen in der Nachkriegszeit zwar Stabilität und Ordnung geboten hätten, hinter der Fassade jedoch zu Spannungen und unterdrückten Wünschen geführt hätten. Der Beitrag liegt in schriftlicher Form als Broschüre vor.",,0,16 S.,1950,1979,357,23,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Filme, Gesetze, Internetquellen, Zeitschriften",Münster,"Bennet K., Birgit N., Melani G., Nele G.",Gesamtschule Münster-Mitte 1717,Grenzen neu definiert: Die Rolle des Trentino in den Grenzverschiebungen nach dem Ersten Weltkrieg am Beispiel meiner Familie,"Der Beitrag zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2024/25 beschäftigt sich mit den Grenzverschiebungen im Trentino nach dem Ersten Weltkrieg, dargestellt am Beispiel der eigenen Familiengeschichte des Autors. Ausgangspunkt ist die Frage, warum seine heute in Italien lebende Familie ursprünglich aus Österreich stammt. Merz beschreibt die politische, militärische und gesellschaftliche Situation des Trentino vor, während und nach dem Krieg. Dabei geht er u.a. auf die österreichische Zugehörigkeit des Gebiets, die wechselvolle Geschichte zwischen den Kulturen sowie auf die Rolle von Cesare Battisti ein, den seine Familie kritisch sieht. Besonders eindrücklich sind die persönlichen Erzählungen seiner Vorfahren – etwa über das Flüchtlingslager in Brünn, über Kriegsgefallene in der Familie oder über die Identitätskonflikte durch die italienische Staatsbürgerschaft nach dem Krieg. In der Nachkriegszeit kam es zur Integration in den italienischen Staat, doch die Erinnerung an die österreichische Vergangenheit blieb lebendig. Im Fazit betont der Autor, dass Grenzen nicht nur geografisch, sondern auch emotional und kulturell tiefgreifend wirken. Seine Familie hat sich heute vollständig in Italien integriert, doch Spuren der österreichischen Vergangenheit bleiben im Dialekt, in Liedern, in Erzählungen und in der regionalen Identität des Trentino erhalten.",,1,27 S.,1914,2025,58,23,Textbeitrag,"Bilder, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Museumsbesuche, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Trentino,Julius M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1718,Familie Ebele. Ein Leben im Ostberliner Grenzgebiet vor 1989,"Der Beitrag von Julian Heinze erzählt die Geschichte seiner Familie, die in der DDR aufwuchs und die politischen, sozialen und persönlichen Auswirkungen des Mauerbaus hautnah erlebte. Vor dem Bau der Berliner Mauer 1961 lebte die Familie in Berlin-Mitte mit der Freiheit, sich zwischen Ost und West zu bewegen. Der Mauerbau stellte eine plötzliche und tiefgreifende Zäsur dar, trennte Familien und schränkte das Leben der Menschen massiv ein. Auch die Familie Ebele wurde davon betroffen: Sie floh zunächst in ein Auffanglager nach West-Berlin, kehrte jedoch aufgrund der schwierigen Bedingungen zurück in den Osten. Das Leben in der DDR war von staatlicher Kontrolle, eingeschränkter Reisefreiheit, Mangelwirtschaft und permanenter Überwachung durch die Stasi geprägt. Dennoch versuchte die Familie, unter diesen Umständen ihren Alltag zu gestalten. Besonders eindrücklich ist die Schilderung der illegalen Flucht eines Onkels in den Westen und der stetigen Angst vor Entdeckung. Der Mauerfall 1989 markierte für die Familie schließlich einen Wendepunkt, der mit Erleichterung, Staunen und großer Freude erlebt wurde. Der Beitrag verbindet persönliche Erinnerungen mit historischen Fakten und macht deutlich, wie politische Grenzen das Leben ganzer Generationen bestimmten und wie deren Überwindung neue Freiheit ermöglichte.",,1,26 S.,1960,1989,58,23,Textbeitrag,"Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Berlin (Ost),Julian H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1719,Euthanasie in Münster - Strukturelle Ausgrenzung in der Zeit des Nationalsozialismus,"Der Beitrag setzt sich mit der strukturellen Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung von körperlich und geistig eingeschränkten Menschen in Münster während der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Basierend auf einem Zeitzeugenbericht sowie medizinischen Aktenberichten stellen die Schülerinnen die Perspektive auf und den Umgang mit Menschen mit körperlicher oder geistiger Einschränkung während der nationalsozialistischen Herrschaft dar. Zudem schildern sie den Einsatz Schwester Laudebertas als Informantin über die Durchführung der ""Aktion T4"" in Münster und den daraus resultierenden Protest des Münsteraner Bischofs Clemens August von Galen. Beispielhaft wird das Schicksal eines 6-Jährigen Kindes beschrieben, welches Opfer der ""Euthanasie"" in der Provinzial-Heilanstalt Dortmund-Aplerbeck wurde. In einem abschließenden Interview mit einer Münsteraner Förderschullehrerin richten die Schülerinnen den Blick auf die heutige Beschulung von Kindern mit körperlicher oder geistiger Einschränkung sowie auf die Notwendigkeit einer stärkeren Inklusion in Deutschland. Der Beitrag ist als Podcast auf YouTube veröffentlicht worden.",,0,36:06 Min.,1933,1945,357,23,"Podcast, YouTube-Video","Archivalien, Expert*inneninterviews, Gesetze","LWL-Klinik Dortmund, Schwester-Laudeberta-Weg, Münster","Emily W., Heba H., Ida B.",Gesamtschule Münster-Mitte 1720,Hinter Mauern - Der Wandel des Strafvollzuges in der Justizvollzugsanstalt Münster seit 1853,"Der Beitrag untersucht den Wandel des Strafvollzugs in der Justizvollzugsanstalt in Münster seit 1853. Anhand von vier historischen Zeitabschnitten zeigt der Autor, wie sich das Verständnis von Haft und Strafe wandelten. Dabei skizziert der Beitrag einen Wandel von religiöser Buße über politische Repression bis hin zur modernen Resozialisierung. Während im 19. Jahrhundert Isolation und militärische Disziplin dominierten, brachte die Weimarer Republik erste liberale Reformen. Diese wurden in der Zeit des Nationalsozialismus durch ideologisch motivierte Härte ersetzt. Der Beitrag beschreibt dann aber den ab 1977 sich mit dem Strafvollzugsgesetz etablierenden menschenrechtsorientierten Strafvollzug. Der Text verdeutlicht dabei, dass Gefängnisse immer auch gesellschaftliche und politische Grenzen widerspiegeln.",,1,25 S.,1853,1977,11,23,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen",Justizvollzugsanstalt Münster,Carl Lukas O.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1721,Schule als soziale Grenze? Über die 1960er-Jahre in der BRD,"Der Beitrag von Annika Frieler untersucht am Beispiel ihres Großvaters, wie das westdeutsche Bildungssystem der 1960er Jahre soziale Ungleichheiten nicht nur abbildete, sondern teils auch verstärkte. Der Großvater der Autorin stammte aus einem bäuerlichen Milieu, besuchte allerdings trotz finanzieller Hürden, mangelnder Unterstützung im Elternhaus und gesellschaftlicher Vorurteile als einziges von neun Geschwistern das Gymnasium Dionysianum in Rheine. Frieler beleuchtet zunächst die Struktur der damaligen Schulformen (Volksschule, Realschule, Gymnasium) und zeigt, wie stark die soziale Herkunft den Bildungsweg beeinflussen konnte. Sie untersucht verschiedene Maßnahmen zur Förderung von Chancengleichheit, etwa durch Vereine, kirchliche Initiativen oder alternative Schulformen und erkennt oft eine selektive Logik hinter diesen Angeboten. Aus soziologischer Perspektive analysiert sie Konzepte wie soziale Mobilität, Auslesefunktion und Platzierungsmechanismen und greift auf Theorien bspw. von Ralf Dahrendorf zurück. Politische Entwicklungen der späten 1960er Jahre, Reformbewegungen und ein gesellschaftlicher Wertewandel (z.B. im Umgang mit dem Nationalsozialismus) rahmen diese Analyse. Frieler kommt zu dem Schluss, dass die Schule in jener Zeit nur in sofern als soziale Grenze fungierte, als dass sie die bestehende Ungleichheiten nicht nur spiegelte, sondern auch festigte. Gleichzeitig erkennt sie die Schule in der BRD als soziale Grenze nicht an, sondern verweist auf schulexterne Faktoren.",,1,48 S.,1960,1970,338,23,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Gymnasium Dionysianum Rheine,Annika F.,Marienschule 1722,Ausgrenzung des widerstandsfähigen Franz Ballhorn? Ausgrenzung von Franz Ballhorn in Münster/Nottuln von 1908-1979,"Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob Franz Ballhorn aufgrund seines Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in Münster ausgegrenzt wurde. Um diese historische Frage zu beantworten, stützt sich die Schülerin auf ein Experteninterview mit dem Historiker Joel Diekmann, welcher sich hauptsächlich auf Ballhorns Buch ""Die Kelter Gottes"" bezieht, ebenso wie auf einen Bericht seiner Ehefrau, Hildegard Ballhorn. Der Beitrag skizziert Franz Ballhorns Lebensgeschichte und geht dabei insbesondere auf seine Widerstandstätigkeit gegen die Gleichschaltung der DJK und der katholischen Verbände durch die Nationalsozialisten in Münster ein. Des Weiteren hebt die Schülerin nicht nur Ballhorns unermüdlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg hervor, sondern geht auch auf Hildegard Ballhorns Unterstützung, Engagement und ihr Schicksal ein. Der schriftliche Beitrag enthält ein Transkript des Experteninterviews im Anhang.",,1,44 S.,1908,1993,336,23,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen","Clemenskirche, Münster, Franz-Ballhorn-Weg, Nottuln, Oldenzaal, Niederlande, Schillerstraße 69 im Herz-Jesu-Viertel, Münster, Teteringen, Niederlande",Carolina Franziska K.,Marienschule 1723,Grenzen der Freiheit unter sowjetischer Besatzung. Die Besatzungszeit in Lettland nach 1945,"Der Beitrag untersucht verschiedene Grenzen innerhalb der Lettischen Sozialistischen Sowjetrepublik von 1945 bis 1991. Er umfasst die Geschichte Lettlands von seiner Gründung 1918 bis zu seiner Unabhängigkeit von der sowjetischen Besatzungsmacht 1991. In dem Filmbeitrag konzentriert sich der Schüler auf die Einschränkung der Meinungsfreiheit, der wirtschaftlichen Freiheit sowie der Reisefreiheit in Lettland unter sowjetischer Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg. Zeitungs- und Filmausschnitte veranschaulichen die Allgegenwärtigkeit sowjetischer Propaganda in Lettland. Ein Brief aus London über ein konfisziertes Paket an die Tante des Schülers in der damaligen Lettischen Sozialistischen Sowjetrepublik sowie Ausschnitte aus Interviews mit der Großmutter des Schülers sowie deren Freundin verdeutlichen die Konsequenzen des totalitären Regimes der UdSSR für die persönliche Freiheit sowie die Machtlosigkeit des Individuums. In dem Beitrag wird besonders die Unterdrückung der nationalen Identität und der Auslebung persönlicher Religiosität hervorgehoben.",,1,21:25 Min.,1918,1991,137,23,Filmbeitrag,"Audiodokumente, Bilder, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Privatdokumente, Videodokumente, Zeitschriften, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Lettland,Uldis K.,Ratsgymnasium 1724,Der münsterische Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen. Die Zähmung einer widerständigen Stadt,"Der vorliegende Beitrag thematisiert den Konflikt zwischen dem Fürstbischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen, und dem Rat und der Gilden der Stadt Münster von 1647 bis 1661. Basierend auf einer historischen Kontextualisierung des Konfliktes im Anhang des Beitrags, legt die Schülerin in ihrem Theaterstück die verschiedenen Perspektiven des Bischofs, des Stadtrats sowie der Niederlande dar. Auch sprachlich gesehen orientiert sie sich an den Gepflogenheiten des 17. Jahrhunderts. In vier Akten ebenso wie einem Vorspiel, einem Zwischenspiel und einem Nachspiel erzählt das Theaterstück den Kampf Münsters um seine politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit von dem Einfluss des Fürstbischofs. Einerseits wird die Stadtmauer als physische Grenze und Schutzwall hervorgehoben. Andererseits verdeutlicht das Theaterstück, dass Münster trotz seiner Forderungen nach Unabhängigkeit die Befugnisse einer freien Reichsstadt fehlten. Das Drama kontextualisiert das Aufbegehren Münsters gegenüber dem Fürstbischof im Hinblick auf zentrale Entwicklungen des 17. Jahrhunderts wie dem Dreißigjährigen Krieg, dem europäischen Städtebündnis der Hanse ebenso wie dem Aufstieg der Niederlande zu einer europäischen Großmacht.",,1,45 S.,1647,1661,278,23,Theaterstück,"Bilder, Fachliteratur, Internetquellen","Breda, Niederlande, Burg Schöneflieth, Greven, Coesfeld, Den Haag, Niederlande, Historisches Rathaus Münster, Kinderhaus, Münster-Nord, St. Petri, Münster",Rebecca B.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1725,Trans:sein im Wandel der Zeit. Leben als trans:Person in den 70er u. 80er Jahren und heute,"Der Beitrag beschäftigt sich mit unterschiedlichen Grenzerfahrungen und Grenzüberschreitungen von trans*Personen, und wie sich diese von den 1970er/80er Jahren bis heute verändert haben. Anhand eines Zeitzeugeninterviews arbeitet die Schülerin beispielhaft die emotional-persönlichen, körperlich-medizinischen und gesellschaftlich-politischen Grenzen für eine trans*Person in Deutschland in den 70er- und 80er-Jahren heraus. Vor dem Hintergrund der aufkommenden Lesben- und Frauenbewegung in Münster stellt sie beispielhaft die Grenzerfahrungen sowie grenzüberschreitenden Erfahrungen einer trans*Person dar. Ein Interview mit der Partnerin der trans*Person ermöglicht eine Außenperspektive auf die gesellschaftlichen Grenzen, denen sich trans*Personen und ihre Partner*innen gegenüber sahen. Zwei Befragungen dienen als Anhaltspunkt für einen Vergleich mit der heutigen Situation von trans*Personen und inwiefern sich die Grenzen für sie verschoben haben. Der Beitrag liegt in schriftlicher Form vor und enthält im Anhang die beiden ausgefüllten Fragebögen, eine kurze Autobiografie einer der beiden befragten Personen ebenso wie die Transkripte der Interviews.",,1,49 S.,1970,1989,278,23,Textbeitrag,"Gesetze, Internetquellen, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Magdalenenstraße, Münster",Antonia V.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1726,"Brčko als Modell für Frieden. Sind politische Grenzen notwendig, um langfristig ethnische Konflikte zu beenden?","Der Beitrag setzt sich anhand der autonomen Stadt Brčko mit der Frage auseinander, ob politische Grenzen notwendig sind, um einen ethnischen Konflikt zu lösen. Nach einer kurzen historischen Einordnung der Entstehung des autonomen Distriktes Brčko im Hinblick auf die Jugoslawienkriege in den 1990er Jahren, insbesondere des Bosnienkrieges 1992, stellt der Schüler die besondere Lage der Region sowie die multiethnische Zusammensetzung der Bevölkerung als Konfliktpotential heraus. Eine Karte des Brčko-Distrikts veranschaulicht seine geografische Bedeutung innerhalb Bosnien und Herzegowinas. Der Schüler gelangt zu dem Fazit, dass Brčko ein funktionierendes Modell für ein friedliches Zusammenleben in einem multiethnischen Gebiet darstelle, dieses Modell jedoch nicht pauschal auf andere ethnische Konfliktherde übertragbar sei. Vielmehr sei es notwendig, den historischen und kulturellen Kontext ebenso wie die Bereitschaft der Bevölkerung zu berücksichtigen. Daten aus einer Umfrage ebenso wie die Aussagen der zuständigen OSZE-Leiterin Sabrina Schirmer dienen als Quellen, um den Erfolg des Modells aus heutiger Perspektive zu beurteilen.",,1,22 S.,1945,2025,279,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Videodokumente, Zeitschriften","Brčko, Bosnien und Herzegowina",Mirja S.,Marienschule 1727,Der Karzer - Ein Urteil über das moralisch grenzüberschreitende Rechtssystem der Universitäten,"Die von Schülerinnen und Schülern erarbeitete Website bietet einen umfassenden Überblick zur Geschichte, Funktionsweise und Kritik der akademischen Gerichtsbarkeit, insbesondere zur Bestrafungsform des Karzers. Sie zeichnet die Entwicklung von den Anfängen im 12. bis 14. Jahrhundert über die Vereinheitlichung in Preußen 1810 bis zur Abschaffung 1914 nach. Zunächst unterlagen alle Universitätsangehörigen dieser Sondergerichtsbarkeit, deren Ausgestaltung je nach Institution variierte und lange ohne staatliche Vorgaben erfolgte. Die Verfahren betrafen vorwiegend geringfügige Vergehen wie Ruhestörung oder kleinere Auseinandersetzungen. Nach 1810 wurde der Zuständigkeitsbereich auf Studierende beschränkt, bei schwereren Fällen übernahm die öffentliche Justiz. Mit dem Gerichtsverfassungsgesetz von 1879 verlor die akademische Gerichtsbarkeit an Bedeutung, die Karzerstrafe blieb jedoch als disziplinarische Maßnahme erhalten. Der Karzer war eine Arrestzelle innerhalb der Hochschule oder Schule. Seine Ausstattung reichte von karg und unhygienisch bis hin zu einer Art „Minigefängnis“ mit Bett, Tisch und Schrank. Vor der preußischen Vereinheitlichung konnten Haftstrafen bis zu einem Jahr dauern, oft unter schlechten Bedingungen. Die Vollzugsorgane, insbesondere der Pedell, vereinten polizeiliche und exekutive Befugnisse mit Verwaltungsaufgaben, was aus heutiger Sicht problematisch erscheint. Kritisiert wird vor allem die fehlende Gewaltenteilung und der Widerspruch zwischen pädagogischem Auftrag und freiheitsentziehender Strafe. Psychische Belastungen wie Isolation oder Demütigung sind ebenso dokumentiert wie die begrenzte erzieherische Wirksamkeit. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts verbesserte sich die Ausstattung der Karzer, und die Haftbedingungen wurden gelockert: Studierende durften Besuche empfangen, Verpflegung von außen annehmen und teils weiterhin Vorlesungen besuchen. Dadurch wandelte sich die Wahrnehmung der Strafe. Karzeraufenthalte wurden von vielen, insbesondere Mitgliedern studentischer Verbindungen, als Ehrenzeichen betrachtet. Entsprechende Wandmalereien mit Wappen, humorvollen Inschriften oder satirischen Darstellungen der Obrigkeit sind bis heute erhalten. Ein Beispiel ist der Heidelberger Karzer, in dem fünf Studenten 1901 wegen eines als Scherz inszenierten „Fundstück“-Vorfalls inhaftiert wurden und diesen in Wandkunst ironisch verarbeiteten. Der Beitrag beleuchtet zudem Fallbeispiele aus Münster. Nachweislich gab es Karzer sowohl im Gymnasium Paulinum als auch in der Akademie zu Münster. Im Jesuitenkolleg von 1593 befanden sich die Zellen im Erdgeschoss, getrennt nach Schule und Akademie. 1906 wurde der Karzer des Kollegs geschlossen. Auch im Neubau des Paulinums um 1890 sind Karzerräume im Kellergeschoss verzeichnet. Mit der Abschaffung der akademischen Gerichtsbarkeit 1914 endete auch hier diese Form der Disziplinierung. Insgesamt wird der Karzer als historisch bedeutsames, heute aber ethisch fragwürdiges Instrument beschrieben, das einerseits Disziplin sichern sollte, andererseits jedoch Grenzen zwischen erzieherischer Autorität und repressiver Machtausübung überschritt. Die Website verdeutlicht den Wandel von einer gefürchteten Strafe zu einem Ritual studentischer Selbstinszenierung und liefert zugleich eine kritische Reflexion über die Legitimität solcher Maßnahmen im Bildungswesen.",,0,,1100,1914,401,23,Website,"Archivalien, Bilder, Chroniken, Fachliteratur, Internetquellen","Gymnasium Paulinum, Münster","Jannis B., Kilian P., Lasse D., Tom K.",Gesamtschule Münster-Mitte 1728,Grenzen im und ums Frauenhaus,"Der Beitrag untersucht, welche Grenzen Frauenhäuser schützen und welche sie selbst prägen, mit besonderem Fokus auf das erste Münsteraner Frauenhaus. Ausgehend von der historischen Unterdrückung von Frauen, steigender häuslicher Gewalt und Femiziden beschreibt der Text Frauenhäuser als geschützte Zufluchtsorte für Frauen und Kinder, die neben Unterkunft auch Beratung, Alltagshilfe und Unterstützung bei einem ""Neuanfang"" bieten können. Dargestellt werden die Entstehung der Frauenhausbewegung seit den 1970er jahren, der oft überstürzte Weg ins Frauenhaus, die defizitäre Finanzierung, politische und gesetzliche Rahmenbedingungen sowie besondere Herausforderungen für Migrant*innen. Das Münsteraner Frauenhaus, das 1991 gegründet wurde, ist wie andere Einrichtungen dabei von räumlichen und finanziellen Engpässen geprägt, was zu langen Wartezeiten und Abweisungen führt. Dabei können vielfältige Formen von Gewalt Ursache dafür sein, dass Frauen und Kinder oft langanhaltende Folgen davontragen. Frauenhäuser versuchen, physische, psychische, soziale und räumliche Grenzen zu schützen, stoßen aber auf Grenzen in der Durchsetzung, da Täter (meist männlich) Schutzmaßnahmen umgehen oder Gesetze schwer durchzusetzen sind. Beispielhafte Fallgeschichten verdeutlichen diese Problematik in der vorliegenden Arbeit. Im Fazit betont die Autorin die gesellschaftliche Notwendigkeit von Frauenhäusern, kritisiert jedoch, dass die Opfer ihr Leben umfassend ändern müssen, während die Täter vermeintlich oft unbehelligt bleiben. Sie fordert mehr finanzielle und strukturelle Unterstützung sowie ein Umdenken, das Gewalt gegen Frauen als Männerproblem begreift.",,1,20 S.,1974,2023,336,23,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Gesetze, Internetquellen","Frauenhaus und Beratung e.V., Münster",Finja Amelie L.,Marienschule 1729,"""Vorsicht Schusswaffengebrauch!"" - Die scharfen Grenzen meiner Stadt","Der Text befasst sich mit der historischen und aktuellen Bedeutung militärischer Präsenz in Münster sowie mit der Umwandlung ehemals militärisch genutzter Flächen in zivile Bereiche. Ausgangspunkt ist die persönliche Erfahrung des Autors, der neben einer Kaserne aufwuchs und dadurch an die sichtbaren Grenzen zwischen Militär und Zivilgesellschaft erinnert wurde. Der Beitrag zeichnet zunächst die Entwicklung Münsters als Garnisonstadt nach und befasst sich mit den mittelalterlichen Stadtmauern, der preußische Garnisonzeit, den Einsatz als Wehrmachtsstandort, die britische Besatzung nach 1945 und die Rolle im Kalten Krieg. Besonders fokussiert sich der Autor auf die Kaserne an der Grevener Straße, deren Nutzung sich mehrfach änderte. Die Kaserne wurde über die Zeit hinweg als Wehrmachtsunterkunft und als britische Militärbasis genutzt. Zum heutigen Zeitpunkt ist sie durch Wohnquartiere, Kindertagesstätten und kulturellen Einrichtungen zur zivilen Nutzung verfügbar. Anhand von Archivquellen, Literaturrecherchen und Interviews, unter anderem mit einer Anwohnerin, einem Veteranen, dem Oberbürgermeister und einem Ratsmitglied, wird untersucht, wie diese militärisch-zivilen Grenzen das Leben in Münster prägten und wie sich ihr Abbau auf die Stadt auswirkt. Dabei werden Chancen der Konversion, wie die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum, die Wiederverwendung historischer Bausubstanzen und neue städtebauliche Impulse ebenso beleuchtet wie Risiken wie steigende Mieten, infrastrukturelle Überlastungen, Altlasten oder sozialen Spannungen. Die Arbeit zeigt, dass Konversion nicht nur ein städtebaulicher, sondern auch ein sozialer Prozess ist, der von Bürgerbeteiligung, vorausschauender Planung und Sensibilität für historische Prägungen abhängt.",,1,37 S.,1661,2024,396,23,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","I. Deutsch-Niederländischer Korps, Oxford-Kaserne, Münster, Prins-Klaus Kaserne, York-Kaserne, Münster",Severin B.,Schillergymnasium 1730,Tradition als Grundstein in der Schule? Monoedukation an der Loburg Ostbevern,"Der Beitrag von Sophia Wellenkötter untersucht die Ursachen und Effekte der geschlechtergetrennten Bildung anhand der Loburg in Ostbevern im Vergleich zur Marienschule in Münster. Sie stellt dar, dass die sog. Monoedukation im Schulwesen eine lange historische Tradition habe, die ursprünglich aus den kirchlichen Bildungsstrukturen hervorging und Mädchenbildung lange Zeit ausschloss. Im Verlauf der Jahrhunderte sei es zwar zu Reformen wie Koedukation und Schulpflicht gekommen, dennoch hätten einige konfessionelle Privatschulen ihre monoedukativen Konzepte bewahrt. Anhand der Loburg beschreibt die Autorin, dass diese ursprünglich als reine Jungenschule mit Internat gegründet wurde und erst 1994 auch Mädchen aufnahm. Die Marienschule hingegen habe ihre Ausrichtung als Mädchenschule beibehalten. Wellenkötter betont, dass Monoedukation sowohl Vorteile, etwa in der Förderung von Selbstbewusstsein oder naturwissenschaftlichen Interessen bei Mädchen, als auch Nachteile, wie die Gefahr von Geschlechterstereotypen, mit sich bringen könne. Sie verweist zudem auf den starken kirchlichen Einfluss in beiden Schulen, der die Traditionen geprägt habe. Abschließend hebt sie hervor, dass Tradition zwar ein Fundament bilde, sich jedoch stetig neu definieren müsse, um den Anforderungen der Gegenwart zu entsprechen.",,1,26 S.,1945,2025,336,23,Textbeitrag,"Chroniken, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Loburg, Ostbevern",Sophia W.,Marienschule 1731,Euthanasie - die größte Grenzüberschreitung in der menschlichen Geschichte? Das Schicksal behinderter Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus am Beispiel der Helene S. aus Münster,"Der Text von Leonie Bleker befasst sich mit der sog. Euthanasie zur Zeit des Nationalsozialismus anhand des konkreten Falls der Helene S. Sie hebt dabei hervor, dass die Tötung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen systematisch geplant und von Ärzten, Pflegepersonal und staatlichen Stellen umgesetzt worden sei. Dabei sei zunächst von ""Gnadentod"" die Rede gewesen, tatsächlich habe es sich aber um einen Massenmord gehandelt, der in den Tötungsanstalten der sog. Aktion T4 organisiert wurde. Bleker betont, dass diese Maßnahmen nicht nur im Geheimen geschahen, sondern auch durch eine breite Mitwisserschafft in Verwaltung und Gesellschaft möglich waren. Besonders verdeutlicht wird dies in ihrem Beitrag am Schicksal von Helene S., einer Patientin, die in Hadamar ermordet wurde. Anhand dieses Einzelfalls macht die Autorin deutlich, wie abstrakte rassenhygienische Ideologien konkrete menschliche Opfer forderten und wie Verwaltungsabläufe, ärztliche Gutachten und gesellschaftliches Mitwissen zusammenspielten. Bleker zeigt, dass der Begriff ""Euthanasie"" eine Verschleierung darstellte, während es real um systematische Vernichtung ging.",,1,36 S.,1911,1945,336,23,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Filme, Internetquellen",Tötungsanstalt Hadamar,Leonie Astrid Maria B.,Marienschule 1732,"Mentale und physische Grenzen im Zweiten Weltkrieg. Überwindung, Verschiebung und Neuschaffung von Grenzen im Krieg","Der Beitrag setzt sich mit den psychischen und physischen Grenzen auseinander, denen Menschen im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit begegneten und die sie überwinden mussten. Basierend auf Zeitzeugeninterviews mit und Feldpostbriefen von Familienangehörigen sowie den Memoiren von Günter Speyer untersuchen die Schüler, wie sich die Rekrutierung von jungen Soldaten, die Erfahrungen der Kriegsgefangenschaft ebenso wie die Kinderarbeit in der Nachkriegszeit auf ihre Familienangehörigen auswirkten. In der Auseinandersetzung mit den Quellen stellen die Schüler physische Grenzen (z.B. ein Granatsplitter im Kopf), mentale Grenzen (z.B. der Überlebenskampf in der Nachkriegszeit), moralische Grenzen (z.B. das Töten von anderen Menschen) sowie emotionale Grenzen (z.B. der Umgang mit dem Verlust eines Sohnes) für die Soldaten ebenso wie für ihre Angehörigen heraus. Der Text liegt in schriftlicher Form vor und enthält das Transkript des Interviews über die Kinderarbeit, Notizen zu dem Interview mit der Tochter eines Soldaten ebenso wie 2 Feldpostbriefe von Kameraden an die Frau eines Soldaten.",,0,51 S.,1939,1956,278,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Gesetze, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Iran, Moskau, Thüringen","Emil L., Felix L., Mio S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1733,Die Heimat auf der anderen Seite. Wie hat die Teilung Deutschlands und die Flucht meiner Urgroßmutter in den Westen ihr Leben geprägt?,"Der Beitrag untersucht die Fluchtgeschichte der Urgroßmutter der Verfasserin, die 1945 im Zuge der Bodenenteignung in der sowjetischen Besatzungszone vom Gut der Familie in Jahna in die amerikanische Besatzungszone floh. Die Verfasserin hebt dabei besonders auf den Kontrast zwischen physischer und psychischer Grenzüberwindung ab. Den Ausgangspunkt der Untersuchung bilden eigene Erinnerungen an die Uroma. Anhand von aufgezeichneten Interviews (1996/97), Familienerzählungen und -fotografien sowie Aktenausschnitten eines Gerichtsverfahrens um die Restitution des Familienanwesens werden die Biografie rekonstruiert und das Verhältnis zur enteigneten Heimat interpretiert. Die Arbeit gliedert sich erstens in einen Lebenslauf der Uroma, eine Vorstellung der Lebensstationen und eine Bearbeitung politischer Karten Deutschlands, auf denen jeweils mit farbigen Punkten die Lebensstationen der Uroma markiert sind. Dies soll laut der Verfasserin zeigen, wie sich die Grenzen über ihre Lebensspanne hinweg verschoben haben. Zweitens werden die Berichte der Uroma detailliert ausgewertet. Ein Doppelter Zeitstrahl stellt zur Visualisierung Daten der deutschen Geschichte seit dem Ersten Weltkrieg und dem Leben der Uroma nebeneinander. Es erfolgt drittens eine historische Einordnung des Zusammenhangs von Zweitem Weltkrieg, Aufteilung in Besatzungszonen und Bodenreform in der SBZ/DDR mit der Enteignung der Familie. Im Kontext des Restitutionsverfahrens wird ein Mail-Kontakt mit den Rechtsanwälten in der Familie mit juristischer Erläuterung zum Vermögensrückgabegesetz und den politischen Hintergründen der „Rückgabesperre“ sowie ein Zitat aus der Urteilsbegründung der Ablehnung einer Restitution Jahnas wiedergegeben. Im letzten Teil diskutiert die Verfasserin sowohl positiv bewertete Charaktereigenschaften (Durchhaltewillen, positives Denken) als auch psychisches Leiden (Alpträume, Verfolgungsangst) als Folge der Fluchterlebnisse. Zudem reflektiert die Verfasserin die privilegierte Fluchtsituation der Familie im Vergleich zu anderen Geflüchteten und die langfristigen Folgen von Heimatverlust und erzwungener Mobilität. Abschließend erfolgen die kurzen Darstellungen zahlreicher weiterer Familienmitglieder über die Biografie der Uroma, ihr Verhältnis zu Jahna und die individuellen und familiären psychischen Folgen der Flucht. Der Anhang enthält Quellenverzeichnis, Arbeitsbericht und Notizen der Verfasserin zu dem ausgewerteten Interviewmaterial.",,1,50 S.,1921,2021,279,23,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Berge, Jahna, Mülheim an der Ruhr",Klara von S.,Marienschule 1734,Flucht aus dem Iran zur Zeit der Islamischen Revolution. 3. Deutsches Fernsehen - Flashbackshow,"Der Filmbeitrag befasst sich mit der islamischen Revolution im Iran 1979 als Ursache für die Flucht der Großeltern eines Schülers nach Deutschland. Geleitet von zwei Moderator*innen bietet die informative TV-Sendung, dank einer kurzen historischen Einordnung einer Korrespondentin, einen historischen Überblick über die Ursachen der islamischen Revolution. Was der Machtwechsel für die Unterstützer der Regierung des Schah bedeutete, erfährt man in dem Interview mit einem Mitschüler, einem Nachfahren einer iranischen Familie, die nach der islamischen Revolution über Umwege nach Deutschland fliehen musste. Um die Situation im Iran vor der Flucht 1980 zu skizzieren, konsultierten die Schüler*innen Internetartikel. Veranschaulicht wird der historische Bericht durch Bilder des Schah von Persien, Mohammad Reza Pahlavi, sowie der Proteste iranischer Bürgerinnen und Bürger gegen die Verwestlichung des Iran. Basierend auf den Aussagen seiner Großeltern berichtet ein Schüler über den Grund für ihre Flucht, ihre Erfahrungen auf der Flucht aus dem Iran über die Türkei nach Deutschland sowie über die Schwierigkeiten und Unterstützung, die sie in Deutschland erfuhren. Die eingeblendeten Fotos der Familie vor der Flucht im Iran, auf der Flucht sowie in ihrer neuen Heimat verdeutlichen die persönlichen und geografischen Grenzen, die diese Familie überwinden musste.",,0,13:43 Min.,1963,1980,315,23,Film,"Bilder, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Iran,"Greta R., Lina A., Nelius W., Sebastian G.",Pascal-Gymnasium 1735,Anastasius Rosenstengel oder Catharina Margaretha Linck. Ein Leben jenseits der zeitgenössischen Geschlechtergrenzen,"Der Beitrag besteht aus einem fiktiven Instagram-Account von Anastasius Rosenstengel alias Catharina Margaretha Linck. In 11 Beiträgen erzählen die Schülerinnen die Lebensgeschichte von Catharina Margaretha Linck, welche sich als Mann verkleidete und mit ihrer frisch vermählten Ehefrau, Katharina Mühlhahn, im Jahr 1717 vor der Schwiegermutter von Halberstadt nach Münster floh bevor sie im Jahr 1721 wegen ""Unzucht mit einer Frau"" hingerichtet wurde. Zwei gepostete Druckschriften verdeutlichen Anastasius grenzüberschreitendes Verhalten Anfang des 18. Jahrhunderts durch ihr Cross-Dressing sowie ihre gleichgeschlechtliche Beziehung mit einer Frau. Mit KI generierten Bildern von Anastasius Rosenstengel als Frau und als Mann regen die Autorinnen einen Diskurs über klischeehafte Darstellungen an. Obwohl die Beiträge aus der Perspektive von Anastasius konzipiert wurden, ist die Sprache an die heutige Zeit angelehnt. Durch Fragen unter den Posts sind Instagram-Benutzer*innen eingeladen, ihre Meinung aus der heutigen Perspektive zu dem Schicksal von Anastasius Rosenstengel sowie der Aktualität des Themas mitzuteilen.",,0,11 S.,1687,1721,391,23,Instagram-Account,"Archivalien, Bilder, Druckschriften, Fachliteratur, Gesetze, Internetquellen","Berlin, Calbe (Saale), Glaucha, Halle an der Saale, Halberstadt, Münster, Nürnberg","Alva v., Paulina V.",Mathilde Anneke Gesamtschule 1736,Der Buddenturm in Münster als Wehrturm der Stadtbefestigung.,"Der Beitrag liegt als Power-Point-Präsentation vor und stellt den Buddenturm in Münster als Teil der historischen Stadtbefestigung im Mittelalter vor. Anhand von Karten sowie Zeitachsen beschreibt der Schüler die unterschiedlichen Funktionen des Buddenturms vom Mittelalter bis heute. Eine Abbildung des Original-Kaufvertrags aus dem Jahr 1879 dokumentiert den Kauf des Turms durch die Stadt Münster, welche das damalige Gefängnis in einen Wasserturm umwandelte. Ebenso wie die Nutzung des Turms habe sich auch die Bedeutung des Turms als ""Grenze"" gewandelt. Während der Buddenturm ursprünglich als Teil der Stadtmauern die Stadt Münster als Rechtsgebiet eingegrenzt und die Wehrhaftigkeit der Bürger*innen nach außen dargestellt habe, habe der Buddenturm als Gefängnis die Inhaftierten von der Münsteraner Bürgerschaft abgegrenzt.",,1,24 S.,1150,2025,391,23,Power-Point-Präsentation,"Archivalien, Bilder, Expert*inneninterviews, Internetquellen","Buddenturm, Köln, Osthofentormuseum, Soest, Promenade, Münster, Regensburg, Thüringen, Würzburg",Jan A.,Mathilde Anneke Gesamtschule 1737,Presse(un)freiheit unter nationalsozialistischer „Grenzsetzung“ am Beispiel des Regensberg-Verlags in Münster,"Aufgrund des persönlichen Interesses am Thema Pressefreiheit und der Geschichte des Münsteraner Regensberg-Verlags widmet sich der Beitrag dem Thema Zensur und Gleichschaltung im Nationalsozialismus. Dafür erfolgt die Nutzung von Archivmaterial des Stadtarchivs Münster sowie Internetrecherche (v. a. Informationen von der Website der Bundeszentrale für politische Bildung und Fotografien). Nach einer historischen Kontextualisierung folgt die Vorstellung des Regensberg-Verlages, der 1937 beschlagnahmt und verboten worden sei, seit seiner Gründung im Jahr 1519. Im Beitrag werden die Gründe des Verbots darin gesehen, dass der Verlag neben v. a. theologischer Literatur und des regionalen Kirchenblattes auch den Druck bischöflicher Veröffentlichungen wie der 1937 erschienenen Enzyklika „Mit brennender Sorge“ von Papst Pius XI mit einem beigelegten Rundschreiben des Bischofs von Münster, Clemens August Graf von Galen, übernahm und sich damit NS-kritisch positionierte. Darüber hinaus habe sich der Verlag geweigert, einen Zeitungsbericht über einen sogenannten Sittlichkeitsprozess (die „Schülle-Nachricht“) gegen einen Schüler eines katholischen Privatgymnasiums zu drucken. Ausgehend vom Beispiel des Regensberg-Verlages geht der Beitrag auf die Auswirkungen von Gleichschaltung, Zensur und zensierter Genehmigung ein. Diese werden im Fazit als Grenzüberschreitung bezeichnet, da den Bürger*innen Rechte genommen und Grenzen der Verhältnismäßigkeit staatlicher Sanktionierungen verletzt worden seien. Die Verfasserin nutzt für die Verbreitung von Falschmeldungen im NS den Begriff „Fake News“, deren aktuelle Verbreitung sie kritisiert. Sie leitet aus dem historischen Beispiel das Wechselverhältnis von Pressefreiheit für Demokratie ab und kritisiert vom normativen Standpunkt Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit. Der Anhang enthält das Verzeichnis der genutzten Internetseiten und Abbildungen, der Archivalien sowie ein Forschertagebuch.",,1,20 S.,1519,1937,387,23,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen",Münster,Janne M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1738,Die Grenzen der Justiz: Die deutschen Nachkriegsprozesse zwischen Gerechtigkeit und politischen Herausforderungen,"Der Beitrag gibt zunächst einen quantitativen Überblick über die bundesdeutschen NS-Prozesse und soll laut den Autor*innen anhand der Prozesse gegen den SS-Arzt Johann Paul Kremer, der im Konzentrationslager Auschwitz Selektionen, Vergasungen und medizinische Experimente an Häftlingen durchführte, juristische und politische Grenzen in den deutschen Justizprozessen untersuchen. Als Material dienen v. a. die Veröffentlichung „Die Strafverfolgung von NS-Verbrechen durch westdeutsche Justizbehörden seit 1945“ von Andreas Eichenmüller und Edith Reim, Statistiken des Instituts für Zeitgeschichte und die Akten zum Fall Kremer aus dem Landesarchiv in Münster. In der historischen Darstellung werden Justizverfahren in der Bundesrepublik umfassend statistisch ausgewertet und z. T. Einflussfaktoren genannt wie bspw. Gründung der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen oder der Öffnung bestimmter Archive. Anschließend wird die Biografie Kremers und seine Einbindung in die NS-Strukturen sowie seine Verbrechen in Auschwitz anhand von Selbstzeugnissen (Tagebuch) über die ausgewerteten Akten vorgestellt. Der Beitrag erläutert, wie Kremer zunächst im ersten Auschwitzprozess vor dem Obersten Gerichtshof Polens 1947 zum Tode verurteilt wurde, wegen eines Gnadengesuchs jedoch eine lebenslange Haftstrafe erhielt und 1958 wegen guter Führung entlassen und in die BRD abgeschoben wurde. Vergleichend stellt der Beitrag dar, wie Kremer in Münster erneut angeklagt und zu einer Gesamtzuchthausstrafe von zehn Jahren verurteilt wurde, die aber durch die Haftstrafe in Polen bereits als abgegolten anerkannt wurde. Die Autor*innen betrachten Kremers Fall als Beispiel für Mängel in der „Strafverfolgung von NS-Verbrechen in Deutschland“, das die Überschreitung moralischer, gesellschaftlicher und rechtlicher Grenzen aufzeige. Besonders die Unterschiede zwischen dem polnischen und dem deutschen Prozess im Konkreten sowie die niedrige Anzahl von Verurteilungen insgesamt verdeutlichten nach Ansicht der Verfasser*innen die rechtlichen Grenzen bei der Aufarbeitung von Kriegsverbrechen durch die deutsche Nachkriegsjustiz. Der Beitrag enthält das Verzeichnis der Archivalien und der Sekundärliteratur sowie den Hinweis auf ein von den Verfasser*innen veröffentlichtes eBook unter dem Titel „Welche Grenzen der Menschlichkeit überschritt Kremer?“. Ferner liegt ein Forschungsbericht bei.",,0,27 S.,1933,1958,58,23,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen","Auschwitz / Auschwitz-Birkenau, Münster","Paula L., Sophie B.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1739,Die Flucht aus Ostpreußen,"Basierend auf retrospektiv verfassten Tagebucheinträgen der Großmutter und des Großvaters der Verfasser*innen stellt der Beitrag die Fluchtgeschichte der Großmutter und ihrer Familie aus Ostpreußen am Ende des Zweiten Weltkrieges sowie die Suche des Großvaters nach vermissten Familienmitgliedern nach der Flucht dar. Nach der prägnanten Darstellung des historischen Kontexts der Flucht über das Frische Haff wird die Fluchterfahrung der Familie detailliert beschrieben: Flucht im Treck, Internierung und Zwangsarbeit im Lager, Marsch nach Aleksandrowo und Ankunft im deutschen Auffanglager in Lichtenfelde sowie die Suche und das Wiedersehen der Familie nach Kriegsende. Im Fazit stellen die Verfasser*innen bezogen auf die Misshandlung von Gefangenen, Unterernährung und Zwangsarbeit Ähnlichkeiten zwischen dem Internierungslager zu den deutschen Konzentrationslagern heraus, verweisen jedoch auch auf qualitative Unterschiede und die vorausgegangenen Verbrechen an den Polen. Abschließend erfolgt eine Reflexion des Quellenwertes der herangezogenen Tagebücher. Der Anhang enthält neben Quellen- und Literaturverzeichnis sowie einem Arbeitsbericht auch vom Großvater händisch erstellte Karten des Heimatortes der Familie.",,0,27 S.,1944,1946,387,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente","Nieszawa, Soltau, Suderburg","Paula M., Philipp M.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1740,Der Zoo in Münster. Grenzen zwischen Mensch und Tier,"Am Beispiel der Geschichte des Allwetterzoos in Münster beschäftigt sich der Schüler mit Grenzen, die zwischen Mensch und Tier geschaffen und mit der Zeit verschoben wurden. In Form einer animierten Präsentation vergleicht er die Bedingungen, unter denen Tiere im Münsteraner Zoo von der Gründung im Jahr 1875 bis heute gehalten wurden. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen zum Beispiel des Bärenzwingers veranschaulichen den Platzmangel und die Barriere zwischen Mensch und Tier. Im Vergleich dazu zeigen die heutigen Farbfotografien die Verbesserungen der Tierhaltung und die Nahbarkeit der Tiere für die Besucher*innen wie beispielsweise bei der Fütterung der Elefanten. Des Weiteren hebt der Schüler das Engagement des Allwetterzoos in Münster für die Erhaltung vom Aussterben bedrohter Tierarten aus Vietnam seit den 1990er Jahren hervor.",,1,5:18 Min.,1875,2025,391,23,Film,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen",Allwetterzoo Münster,Jannis G.,Mathilde Anneke Gesamtschule 1741,„Tu n’iras pas plus loin“ – Bis hierher und nicht weiter - oder doch? Die Städtepartnerschaft von Münster und Orléans seit 1960 - ein leuchtendes Beispiel für die Überwindung der deutsch-französischen Erbfeindschaft,"Der Beitrag stellt die Entwicklung der Städtepartnerschaft zwischen Münster und Orléans dar. Er geht dabei einerseits auf positive Entwicklungen ein und stellt dabei das Ende einer deutsch-französischen „Erbfeindschaft“ ins Zentrum. Andererseits werden Chancen, aber auch die ‚Grenzen‘ von Partnerschaften insbesondere am Beispiel von Jugendaustauschen und dem nachlassenden Interesse an der jeweils anderen Sprache diskutiert. Zunächst wird mit historischem Zugriff des feindlichen deutsch-französischen Verhältnisses und die Grenzüberschreitungen von 1618 bis heute dargestellt. Der Elysee-Vertrag von 1963 wird im Beitrag als Wendepunkt herausgestellt. Unter dem Titel „La vision de l‘autre – Das Bild des anderen“ werden diachron Karikaturen vorgestellt, welche die wechselseitigen Stereotype illustrieren sollen. Anhand von Zeitungsberichten aus dem Münsteraner Stadtarchiv und Interviews mit Verantwortungsträger*innen der Partnerschaft sowie begleitender Internetrecherche wird die Entwicklung der Städtepartnerschaft Münsters und Orléans im Kontext europäischer Verständigung nachgezeichnet. Dies beinhaltet auch Fotografien der offiziellen Feierlichkeiten und Orte, die Darstellung von Aktivitäten der Partnerschaft und die Erörterung ihres Beitrags zum Abbau von „Grenzen“ sowie die Chronologie der Partnerschaft. Diese wird am Format des Jugendaustauschs konkretisiert, da bereits die Großmutter der Verfasserin am ersten Austausch 1961 teilgenommen hatte und so als Zeitzeugin zur Verfügung stand. Die Analyse von Zeitungsartikeln zeigt schließlich den Wandel der Berichterstattung über die Städtepartnerschaft auf, die im Fazit im Rückbezug auf das Thema Grenzen beurteilt wird.",,1,40 S.,1960,2025,386,23,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Münster, Orléans",Merle Marie R.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1742,Fremd in zwei Heimaten. Die Verschiebung der und die Auswirkungen auf das Leben der Familie meines Großvaters,"Am Beispiel der eigenen, aus Westpreußen stammenden Familie erläutert der Beitrag die Auswirkungen der Verschiebung der deutsch-polnischen Grenze nach dem Zweiten Weltkrieg auf die Familie und insbesondere auf das Leben des Großvaters. Hierfür wurden Zeitzeugengespräche geführt, die in Ausschnitten in der Arbeit als Audiodatei verlinkt sind, und Bildbände über Westpreußen und private Alben genutzt. Über den Quellenwert wird eingangs reflektiert. Es folgt ein Überblick über die Familiengeschichte seit dem Ersten Weltkrieg, der in die politischen Entwicklungen der Zeit bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs eingebettet wird. Anhand der Entscheidungen der Urgroßeltern, ihren nun in Polen gelegenen Hof weiterzuführen, und ihrer Kinder, nach Westdeutschland zu migrieren, werden Erfahrungen von Heimat und Fremdheit sowie Herausforderungen des familiären Kontakts über die Grenze, politischer Hürden und Diskriminierungserfahrungen dargestellt. Ein Arbeitsbericht liegt bei.",,1,32 S.,1912,2025,59,23,Textbeitrag,"Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Mirowice, Telgte",Sprenger M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1743,"„Aghet“ – Grenzenlose Katastrophe. Zwischen Schmerz, Erinnerung und Aufarbeitung: Der Völkermord an den Armeniern in der Überlieferung meiner Familie","Der Völkermord an den Armeniern 1915–1917 sowie die folgenden Deportationen und Ermordungen, verbundenen mit der eigenen Familiengeschichte, werden im Beitrag als Entgrenzung von Moral- und Wertvorstellungen, Missachtung der Grenzen der Menschlichkeit und zugleich als Mahnung über Generationengrenzen hinweg interpretiert. Zunächst werden die Situation der Armenier im Osmanischen Reich sowie Faktoren für ihre rechtliche Diskriminierung und den Völkermord dargestellt und in den Kontext des Ersten Weltkrieges eingeordnet. Es folgen Ausführungen zur Durchführung des Genozids, auch bezogen auf die Gewalt an den eigenen Vorfahren, zur Evakuierung armenischer Kinder und zu Deportationen und Vertreibungen von Armeniern durch die kemalistische Bewegung. Die umfangreiche Zitation von Berichten u. a. der deutschen Botschaft an den Reichskanzler aus dem Jahr 1915 sollen laut der Verfasserin das Wissen der Reichregierung über die massenhafte Tötung der Armenier durch das verbündete Osmanische Reich und deren bewusste Inkaufnahme belegen. Erzählungen der Großmutter über physische und sexuelle Gewalt und die Tötung ihrer Familie sowie ihre eigene Flucht zeigen die familiäre Bedeutung auf. Als Auswirkungen des Genozids markiert der Beitrag v. a. die Herausforderungen der erzwungenen Migration in der Diaspora, die Verweigerung von Anerkennung seitens der Türkei und Repressionen hinsichtlich des Gedenkens, aber auch die internationale Anerkennung als historisches Beispiel für die Entwicklung der UN-Genozid Konvention 1948 und die Erinnerungskultur und -politik in Armenien. Abschließend erfolgt eine Reflexion zur heutigen und zukünftigen Bedeutung des Themas, wobei besonders die Bedeutung von Erinnerung und die Notwendigkeit internationaler Schutzmaßnahmen hervorgehoben wird.",,1,38 S.,1915,2025,58,23,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Deir ez-Zor, Istanbul, Jerewan/Eriwan",Mariam S.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1744,Grenzüberwindung für Freiheit und Hoffnung: Die Geschichte Wilhelm Gökes als Fluchthelfer an der deutsch-deutschen Grenze,"Der Beitrag berichtet von der Beteiligung des Großvaters einer der Verfasserinnen an illegaler Fluchthilfe aus der DDR, dessen Inhaftierung in Gefängnissen der Staatssicherheit und dem ‚Freikauf‘ durch die Bundesrepublik. Nach einer Annäherung an den Begriff der Grenze bietet der Beitrag einen Überblick über den Mauerbau und dessen Auswirkungen bis in die Gegenwart, insbesondere auf Berlin. Die Verfasserinnen bezeichnen die Mauer bzw. innerdeutsche Grenze als Grenze zwischen zwei Weltanschauungen. Die Motive zur ‚Republikflucht‘ sehen sie vor allem in der „Unfreiheit“ in der DDR. Der Beitrag stellt verschiedene Fluchtrouten und Strategien (Tunnel, Kanalisation, umgebaute PKW) sowie Gefahren der Flucht vor, bevor dies am Beispiel des Großvaters als Fluchthelfer veranschaulicht wird. Besonders werden seine Erinnerungen aus dem Haftalltag in Hohenschönhausen und Bautzen berichtet. Abschließend reflektieren die Verfasserinnen über die Bedeutung der innerdeutschen Grenze für Menschen in Ost und West.",,0,35 S.,1961,1990,386,23,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Berlin, Berlin (Ost), Gedenkstätte Bautzen, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen","Lisa F., Luisa K.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1745,"Die Promenade in Münster. Früher Grenze, heute Verbindung","Der Beitrag thematisiert die historische Stadtmauer in Münster als geografische Grenze von ihrer Errichtung Anfang des 12. Jahrhunderts bis zu ihrem Abriss im 18. Jahrhundert. Die Schülerin beschreibt die Stadtmauer mit ihren 11 Stadttoren und 6 Wehrtürmen als Abgrenzung der Münsteraner Stadtbevölkerung zu ihrem Umland. Der Fokus des Beitrags liegt auf dem Abriss der Stadtmauer im 18. Jahrhundert und ihrer Umwandlung in eine Promenade, die bis heute als Rad- und Fußgängerweg genutzt wird. Dieser Umwandlungsprozess wird durch Stadtpläne aus dem 19. Jahrhundert sowie durch heutige Fotos veranschaulicht. Die Stadtpläne stammen aus dem Stadtarchiv Münster, während es sich bei den Fotos um private Aufnahmen handelt. Außerdem greift die Schülerin den Beginn der Diskussion über einen möglichen Abriss der Stadtmauer im Jahr 1535 auf, als die Stadt Münster von den Wiedertäufern beherrscht wurde und der Fürstbischof von Münster, Franz von Waldeck, die Stadt belagerte.",,1,14 S.,1130,2025,391,23,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen","Am Kreuztor, Münster, Bispinghof, Münster, Bispingtor, Münster, Buddenturm, Hörstertor, Münster, Liebfrauen-Überwasserkirche, Münster, Neubrückentor, Münster, Promenade, Münster",Sonja W.,Mathilde Anneke Gesamtschule 1746,Die Erbmänner und Bischof von Galen,"Der Beitrag beschäftigt sich vordergründig mit dem Erbmännerstreit in Münster von 1557 bis 1710. Die Schüler untersuchen den Konflikt zwischen dem Münsteraner Landadel, welcher dem Münsteraner Patriziat, den sogenannten ""Erbmännern"", den Zugang zur Ritterschaft verwehrten. In ihrem Beitrag beschreiben sie die Hintergründe sowie den Verlauf des langwierigen Gerichtsprozesses, welcher in einer Verschiebung der sozialen Grenzen zugunsten der Erbmänner mündete. Im zweiten Teil gehen die Schüler auf den Rechtsstreit zwischen dem Fürstbischof Christoph Bernhart von Galen und dem Rat der Stadt Münster Mitte des 17. Jahrhunderts ein. Dies stellt aus ihrer Sicht den ""eigentlichen"" Konflikt dar, welcher der Münsteraner Bürgerschaft die Grenze ihrer Macht gegenüber dem Fürstbischof von Münster aufzeige. Zum Schluss weisen die Schüler auf Straßennamen hin, die häufig an Münsteraner Adelsgeschlechter erinnern. Der Beitrag liegt in schriftlicher Form vor und stützt sich vor allem auf die Monografie ""Tatort Domplatz"".",,0,22 S.,1557,1710,392,23,Textbeitrag,"Bilder, Fachliteratur, Internetquellen",Speyer,"Len K., Nils V.",Mathilde Anneke Gesamtschule 1747,Grenzgang: Die historische Entwicklung der Promenade,"Der Beitrag untersucht die historische Entwicklung der Promenade in Münster und deren Ursprung als mittelalterliche Stadtmauer. Der Film zeigt, wie die Stadtmauer mitsamt Wehrtürmen, Stadttoren und einem Stadtgraben als Schutzanlage gestaltet war und wie der Zugang zur Stadt durch Stadtwächter, Passierscheine und Zollregelungen kontrolliert wurde. Dabei wird deutlich, dass die Befestigungsanlagen nicht nur militärischen Zwecken dienten, sondern auch soziale und gesellschaftliche Funktionen erfüllten. Im Video wird erläutert, wie die Mauer die Abgrenzung zwischen Stadt und Land prägte und welche Bedeutung diese Grenze für die Organisation der städtischen Gesellschaft hatte. Unterschiede im Bürgerrecht, im Schutz innerhalb der Stadt und in der Behandlung bestimmter Personengruppen, wie Erkrankten, werden thematisiert. So zeigt der Beitrag, wie die Befestigungsanlagen soziale Hierarchien und Regelungen innerhalb der Stadt mitgestalteten. Darüber hinaus wird dargestellt, wie die Befestigungen im 18. Jahrhundert abgetragen und in die heutige Promenade umgewandelt wurden. Die Umgestaltung von einer stark kontrollierten, abgrenzenden Struktur hin zu einem offenen, grünen Ring um die Altstadt wird aufgezeigt. Dabei wird deutlich, dass der Raum heute als bürgerfreundliche, öffentlich zugängliche Fläche genutzt wird und zugleich ein bedeutendes Zeugnis der städtischen Entwicklung darstellt.",,0,24 min.,1200,2000,357,23,Filmbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Videodokumente","Promenade, Münster","Janna B., Laurent L., Marius B., Sina H.",Gesamtschule Münster-Mitte 1748,Emigration in der Zeit des Nationalsozialismus - Ein fiktionales Hörspiel,"Der Beitrag thematisiert die Lebensgeschichte von Anita Selig (1923–1999). Das Hörspiel verdeutlicht exemplarisch die Auswirkungen der nationalsozialistischen Judenverfolgung und die damit verbundene Emigration. Anita Selig wurde in Wismar geboren, wuchs jedoch ab 1925 überwiegend bei Pflegeeltern in Rostock auf. 1934 emigrierte sie mit diesen nach Mailand, nachdem ihr Pflegevater durch die antisemitischen Maßnahmen seine Anstellung verloren hatte. Mit den italienischen Rassengesetzen von 1938 verschlechterte sich auch dort die Lage für jüdische Familien erheblich. 1939 erhielt Anita im Rahmen der Jugend-Alija ein Einreisezertifikat für Palästina, wo sie in einem Kibbuz lebte, eine Ausbildung erhielt, später heiratete und eine Familie gründete. Während Anita eine neue Existenz aufbauen konnte, wurden ihre Eltern und Brüder aus Münster in das Konzentrationslager Riga deportiert und dort ermordet. Ihr Pflegevater verstarb 1943 in Italien, ihre Pflegemutter konnte 1945 nach Palästina ausreisen und sich ihr anschließen.",,0,26 min.,1923,1945,357,23,"Audiobeitrag, Hörspiel",,"Mailand, Münster, Palästina, Rostock, Wismar","Pia Z., Smilla W.",Gesamtschule Münster-Mitte 1749,Das Täuferreich von Münster - Glaubensgrenzen und die Grenzen politischer Ordnung im 16. Jahrhundert,"Der Beitrag setzt sich mit der Täuferbewegung in Münster im Kontext der Reformation auseinander. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war ein Leben ohne Gott für die meisten Menschen undenkbar, Religionsfreiheit existierte nicht, und die katholische Kirche galt als Schutzinstanz und Vermittler der Gottesnähe. Dennoch waren die Lebensbedingungen vieler Menschen schlecht, und die kirchliche Präsenz wurde als unzureichend wahrgenommen. 1525 entstand eine religiöse Gruppe, die sich von der offiziellen Kirche abspaltete. Die sogenannten Wiedertäufer lehnten die Kindstaufe ab, da sie der Ansicht waren, dass die Taufe eine freie Entscheidung des Einzelnen sein müsse. Im Verlauf der Bewegung schlossen sich immer mehr Menschen an. In Münster übernahmen die Täufer unter der Führung von Johann Matthys, Jan van Leiden sowie Bernd Knipperdolling und Bernd Kibbenbrock, die auch als Bürgermeister gewählt wurden, die Kontrolle über die Stadt. Matthys verkündete die Vision eines „neuen Jerusalems“ in Münster. Die Machtübernahme erfolgte in drei Phasen: zunächst die Verbreitung täuferischer Ideen, anschließend der Beginn der Taufen und schließlich die Übernahme zentraler Positionen sowie die Vertreibung von Andersgläubigen. Unter der Herrschaft der Täufer kam es zu tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen. Taufverweigerer wurden aus der Stadt vertrieben, kirchliche Bilder zerstört und Bücher verbrannt. Die Bewegung wurde als radikal eingestuft und als Bedrohung wahrgenommen. Schließlich reagierte der Fürstbischof Franz von Waldeck militärisch. Seine Truppen drangen in Münster ein, es kam zu Kämpfen, und die männlichen Täufer wurden getötet. Frauen wurden teilweise hingerichtet oder aus der Stadt verwiesen. Die drei führenden Täufer wurden öffentlich gefoltert und hingerichtet. Ihre Leichen wurden in Käfigen an der Lambertikirche ausgestellt, um abschreckend zu wirken.",,0,24 min.,1517,1536,395,23,Film,,"Lamberti-Kirche, Münster, Münster","Annemieke T., Fanny R., Liv F., Luisa H.",Gesamtschule Münster-Mitte 1750,Obdachlosigkeit in Münster. Geschichtsunterricht mit Joshi,"Der Podcast widmet sich der Geschichte der Obdachlosigkeit in Münster von 1945 bis heute. Als ""Grenze in der Geschichte"" hebt der Schüler den Umstand hervor, dass Obdachlose häufig aufgrund eines vermeintlichen Nützlichkeitsdenkens Anfeindungen und Ausgrenzung erfahren müssten und dadurch neben ihrer ohnehin schwierigen Situation zusätzlich belastet würden. Einem Schreiben des Sozialamtes in Münster von Februar 1984 entnimmt er, dass Obdachlosigkeit zunächst als Folge des Zweiten Weltkriegs angesehen und dann als sozialpolitisches Problem behandelt worden sei. Neben dem Versuch, Obdachlose schrittweise in den allgemeinen Wohnungsmarkt zu integrieren (""3-Stufen-Modell"") habe es bereits sozialpädagogische Angebote für obdachlose oder von Obdachlosigkeit bedrohte Familien in kritischen Wohnvierteln gegeben. Zwei Experteninterviews mit dem Leiter einer Obdachlosenunterkunft in Münster sowie einem Wohnungssuchenden in Münster ermöglichen es dem Schüler, den aktuellen Stand der Obdachlosenhilfe und Obdachlosigkeit in Münster aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Im ersten Interview stellt der Sozialarbeiter und Theologe seine Arbeit für die Obdachlosenhilfe der Alexianer in Münster sowie sein aktuelles Projekt ""Haus Madeleine"" als Angebot für chronisch-psychisch kranke Obdachlose vor. Im zweiten Interview berichtet ein Wohnungssuchender über die Angebote des Treffpunkts an der Clemenskirche und stellt klar, dass Wohnungssuchende entgegen mancher Vorurteile sich durchaus eine eigene Wohnung wünschten, sich dies jedoch nicht zutrauten oder die Wohnungslage für sich als aussichtslos einschätzten.",,1,14:56 Min.,1945,2025,392,23,Podcast,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Internetquellen","Treffpunkt ""An der Clemenskirche"" Münster",Joshua E.,Mathilde Anneke Gesamtschule 1751,Die beruflichen Grenzen einer Frau im Jahr 1979 im Münsterland. Haushalt ist ein eigener Beruf,"Der Beitrag beschäftigt sich mit den beruflichen Grenzen von Frauen im Jahr 1979 im Münsterland. Er besteht aus einem Kurzfilm, dem dazugehörigen Trailer und wird ergänzt durch einen Textbeitrag mit Erläuterungen zum Projekt, dem Film und dem Trailer sowie Drehbüchern zu beiden Produkten. Basierend auf den Berufsgeschichten zweier Verwandter schrieben die Schülerinnen ein Skript für einen Film, welcher die Grenzen aufzeigen sollte, denen sich Frauen in den 1970er und 80er Jahren gegenüber sahen, wenn es um ihre Entscheidung ging, einen Beruf auszuüben und einen Beruf frei zu wählen. Der Film erzählt die Geschichte von Kristina, einer jungen Frau in den 1970er Jahren nahe Altenberge, die den Traum verfolgt, Redakteurin zu werden. Mit dem Film möchten die Schülerinnen auf die Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei der Arbeitssuche und der Entlohnung aufmerksam machen. In vier Zwischensequenzen stellen die Schülerinnen u.a. die unterschiedliche Rechtslage von Frauen in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR vor, zeigen Einschränkungen von Frauen bei der Suche eines Ausbildungsplatzes bis zur Übernahme von Führungspositionen in Münster auf und gehen auf die Rolle von Frauen in der Politik und die politischen Einstellungen der SPD und CDU in Münster zu der gesellschaftlichen Rolle von Frauen ein.",,0,35 S.; 32:08 Min.,1970,1989,393,23,"Filmbeitrag, Textbeitrag","Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Gesetze, Internetquellen, Videodokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Altenberge, Berlin","Kira R., Laura B., Marie H.",Marienschule 1752,"Das abgegrenzte Bunkerlager ""Herbstwald"". War das Bunkerlager, (k)eine abgrenzende Funktion zum Schutz?","Der Podcast beschäftigt sich mit der Besetzung des Bunkerlagers ""Herbstwald"" in den Baumbergen des Ortes Nottuln durch die Deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Unter dem Decknamen ""Herbstwald"" wurde das Lager als Ausweichunterkunft des stellvertretenden Generalkommandos VI Armeekorps - Wehrkreiskommando VI Münster - im Jahr 1944 errichtet. Bei dem Bau des Bunkers war der Bevölkerung Nottulns jedoch nicht bekannt, dass der Bunker allein der Wehrmachtssoldaten und der im Lager lebenden Kriegsgefangenen dienen sollte. Neben dem Bau, der Ausstattung und der Nutzung des Bunkers gehen die Schülerinnen in dem Podcast auch auf den Aufenthalt der Kriegsgefangenen in dem Lager ein. Am Beispiel der Ostarbeiterin Julia Palzat aus der Ukraine, die auf einem Hof in Havixbeck arbeitete, verdeutlichen sie, dass die widrigen Umstände in dem Lager und die Gefängnis ähnlichen Zustände unter den im Umfeld arbeitenden Kriegsgefangenen und Ostarbeitern bekannt war und gemieden wurde. Basierend auf Fachliteratur, Archivgut aus Nottuln sowie zwei Zeitzeugeninterviews mit ihren Großvätern, widmen sich die Schülerinnen der Frage, ob das Bunkerlager ""Herbstwald"" eine abgrenzende Funktion zum Schutz der Deutschen Wehrmacht und der Kriegsgefangenen hatte. Aufgrund ihrer Recherchen gelangen die Schülerinnen zu dem Fazit, dass die Besetzung des Bunkerlagers durch die Wehrmacht eine abgrenzende Funktion zur Zivilbevölkerung hatte, da der Schutz des Bunkers der Zivilbevölkerung verwehrt wurde. Nicht nur der mangelnde Zivilschutz, sondern auch der Umstand, dass die Kriegsgefangenen im Gegensatz zu ihnen durch den Bunker vor Angriffen geschützt waren, habe die psychischen und emotionalen Grenzen der Zivilbevölkerung ausgereizt. Neben dem Podcast liegt auch ein Textbeitrag vor, welcher die Hintergründe zur Themenwahl, Erarbeitung der Leitfrage und Recherche erläutert. Zudem befinden sich im Anhang des Textbeitrags das Skript des Podcasts und drei Schwarz-Weiß-Bilder aus dem Nottulner Archiv, die den Bau der Baracke durch das Baukommando Maschmann zeigen.",,0,32 S.; 29:14 Min.,1941,1945,393,23,"Audiobeitrag, Textbeitrag","Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Ehemaliges Bunkerlager ""Herbstwald"" in den Baumbergen, Nottuln, Telgte","Leni Marie J., Lina-Sophie L.",Marienschule 1753,Über Grenzen hinaus ins Unbekannte. Welche universellen und individuellen Motive verfolgten die Missionsschwestern des heiligsten Herzen Jesu bei ihrer Mission in Übersee während der Zeit des Imperialismus?,"Der Beitrag untersucht die Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu (MSC) aus Hiltrup, die während der Zeit des Imperialismus in Übersee tätig waren. Die Autorin Zoé Brüggemann beschreibt dabei zunächst die Entstehung des Ordens im Kontext kirchlicher, gesellschaftlicher und kolonialer Entwicklungen, die enge Verbindung zwischen katholischer Kirche und deutschem Kaiserreich sowie die daraus resultierende Missionsorientierung. Anschließend untersucht sie die konkreten Motive für die Missionierung: Neben biblischen und institutionellen Motiven geht sie auch auf individuelle Beweggründe wie eine tiefe Religiosität, imperialistisch geprägte Weltanschauung, erhöhte Bildungschancen sowie Abenteuerlust ein. Somit zeigt sie mit Hilfe von Literatur, Interviews und Archivquellen, dass die Mission für viele Frauen sowohl Ausdruck ihres Glaubens als auch Möglichkeit für Bildung, Selbstbestimmung (der deutschen Frauen) und das Überschreiten persönlicher Grenzen war - trotz großer Gefahren und kultureller Konflikte.",,1,47 S.,1854,2025,336,23,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Ordensgemeinschaft der Missionsschwestern vom Hlst. Herzen Jesu,Zoé B.,Marienschule 1754,Ausgrenzung von Familien aus dem Münsteraner Stadtgeschehen im Zweiten Weltkrieg am Beispiel von Familie Sickmann,"Der Textbeitrag beschäftigt sich mit der Evakuierung von Münsteraner Familien auf umliegende Bauernhöfe als Folge der Bombenangriffe auf Münster während des Zweiten Weltkriegs. Am Beispiel ihrer eigenen Familiengeschichte geht die Schülerin der Frage nach, wie die Münsteraner Familien, insbesondere die Kinder, die Ausgrenzung aus der Stadt erlebten. Zunächst schildert die Schülerin die Hintergründe der Evakuierung von Familien aus der Stadt Münster. Ein heftiger Tagangriff auf Münster am 10. Oktober 1943 habe den entscheidenden Anstoß für zahlreiche private sowie von der NSDAP angeordnete Evakuierungen Münsteraner Zivilisten (v.a. Mütter, Kinder, ältere und kranke Menschen) gegeben. Die Zeugenaussagen und Bilder ihrer Großmutter und ihres Großonkels dienten der Schülerin als Hauptquellen, um die Aufnahme der evakuierten Familien in den Gastfamilien auf dem Land, die Erfahrungen der Kinder sowie ihre Rückkehr in die zerstörte Stadt nach dem Kriegsende zu beschreiben. Trotz unterschiedlicher Erfahrungen je nach Gastfamilie und Art des Hofes sowie der traumatischen Erfahrungen, die eine Evakuierung im Krieg mit sich bringt, gelangt sie zu dem Fazit, dass die Evakuierungen Leben gerettet und die meisten Münsteraner Familien während ihrer Evakuierung positive Erfahrungen in den Gastfamilien gemacht hätten.",,1,25 S.,1939,1946,393,23,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Chroniken, Internetquellen, Privatdokumente","LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster, Telgte, Warendorfer Straße, Münster, Westerkappeln, Münsterland",Maria H.,Marienschule 1755,Vergessenen begegnen. Stift Tilbeck zur Zeit des Nationalsozialismus,"Der Beitrag untersucht die Geschichte des Stifts Tilbeck während der NS-Zeit, insbesondere die Ausgrenzung, Zwangssterilisierung und Ermordung von Menschen mit Beeinträchtigungen im Rahmen der sog. ""Aktion T4"". Anhand des Lebens der ehemaligen Stiftsbewohnerin Luzia Santi wird das Schicksal Betroffener exemplarisch dargestellt, die in der NS-Zeit zwangssterilisiert wurde und nur mit Glück den Eingriff und den Krieg überlebte. Es wird geschildert, wie auch das Stift Tilbeck Patient*innen melden und zahlreiche Bewohner*innen verlegen musste, von denen viele anschließend ermordet wurden. Abschließend betont die Autorin den heutigen inklusiven Charakter des Stifts sowie die Bedeutung des Gedenkens an die Opfer.",,1,19 S.,1933,2025,397,23,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen","Stift Tilbeck, Havixbeck",Mona B.,Friedensschule 1756,Welchen Einfluss hat die ehemalige innerdeutsche Grenze auf den aktuellen Rechtsruck in den ostdeutschen Bundesländern?,"Der Text untersucht die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Auswirkungen der ehemaligen innerdeutschen Grenze auf die politische Lage in den 20er Jahren des aktuellen Jahrhunderts. Im Fokus steht, wie die jahrzehntelange Trennung unterschiedliche Entwicklungen in Infrastruktur, Bevölkerungsverhältnissen und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit hervorbrachte. Zudem wird beleuchtet, inwiefern die Wiedervereinigung bestehende Disparitäten ausbauen konnte und welche langfristigen Unterschiede bis heute bestehen.",,1,22 S.,1945,2025,398,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen",Ehem. innerdeutsche Grenze,Jördis B.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1757,Wie erlebte Münster die Napoleonische Besatzung und die Befreiungskriege?,"Die Projektarbeit beschäftigt sich mit der Napoleonischen Besatzung Münsters sowie der Befreiungskriege im frühen 19. Jahrhundert, indem im Stile einer Collage eine Zeichnung angefertigt wurde, die wichtige Personen und prägnante Landmarken Münsters und Frankreichs miteinander verbindet, kontrastiert oder in Beziehung zueinander setzt. Der Arbeitsprozess wurde dabei auch anhand eines YouTube-Videos dokumentiert und zudem in einem Schriftbeitrag der historische Kontext sowie ein Bezug zum russischen Angriffskrieg und der Besatzung ostukrainischer Gebiete hergestellt.",,0,11 S. + Zeichnung + 0:36 Min,1808,1815,209,23,"Textbeitrag, YouTube-Video, Zeichnung","Archivalien, Bilder, Internetquellen, Privatdokumente, Videodokumente","Arc de Triomphe de l´Étoile, Domplatz Münster, Kathedrale Notre-Dame de Paris","Elise D., Julia S.",Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1758,Grenzen zwischen den Menschen? Zwei gegensätzliche Erfahrungen von Flucht,"Der Videobeitrag besteht aus einem Interview von Leni Paulina Wistinghausen mit ihren Großeltern, die unterschiedliche Erfahrungen mit dem Thema Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg gemacht haben. Während ihre Oma auf der Insel Fehmarn als Kind selbst Flüchtlinge mit ihrer Familie aufgenommen hatte, war ihr Großvater aus der schlesischen Großstadt Breslau über Sachsen nach Schleswig geflohen. Leni Paulina fragt dabei nicht nur nach den konkreten Situationen, sondern auch nach dem Empfinden der Großeltern beispielsweise als ""Flüchtling"" oder als ""Helferin"" bzw. aufnehmende Person. Das gesagte wird dabei durch die Einblendungen von beschrifteten Privataufnahmen aus Fotobüchern untermalt.",,0,40:45 Min.,1940,1950,,23,YouTube-Video,"Bilder, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Avendorf, Fehmarn, Bad Lausick, Sachsen, Schleswig (Stadt), Wroclaw","Helena S., Leni Paulina W.",Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1759,Wie stark war die Anschauung der National-sozialisten in den Jahren 1933 - 1945 am Gymnasium Paulinum verbreitet?,"Die Autorin untersuchte, in welchem Ausmaß die nationalsozialistische Weltanschauung zwischen 1933 und 1945 am Gymnasium Paulinum in Münster präsent war. Sie stellte dar, dass der Unterricht und insbesondere der sog. ""Staatsjugendtag"" 1934 stark ideologisch geprägt war. Dies zeigte sich laut Papavassilis beispielsweise in der Behandlung von ""Mein Kampf"", nationalsozialistischem Liedgut, sog. ""Rassenkunde"" als Schulfach und kriegsorientierten Inhalten. Zwar musste die Schule den Vorgaben der NSDAP folgen, jedoch zeigt die Autorin mittels reichhaltiger Archivquellen, dass die beiden Schulleiter bei Versetzungsentscheidungen primär Leistungsaspekte berücksichtigten und nicht automatisch politisch genehme Schüler bevorzugten. Auch das Kollegium sei mehrheitlich katholisch und offenbar nur eingeschränkt ideologisch ausgerichtet gewesen, erfüllte jedoch die staatlichen Vorgaben der NS-Führung. Insgesamt zeigt die Arbeit, dass die nationalsozialistische Ideologie im Unterricht stark verankert war, während die Umsetzung im schulischen Alltag teilweise pragmatisch und von Leistungskriterien geprägt blieb.",,1,22 S.,1933,1945,177,23,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Chroniken, Fachliteratur, Internetquellen","Gymnasium Paulinum, Münster",Mathilda P.,Gymnasium Paulinum 1760,Grenzen von Humanismus. Abgrenzung von psychisch kranken Menschen in der LWL-Klinik Münster im Nationalsozialismus,"Der Textbeitrag beschäftigt sich mit der Ausgrenzung psychisch kranker Menschen in der LWL-Klinik Münster zur Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Laut den Schülerinnen war der Ausgangspunkt ihres Projektes die Paul-Wulf-Skulptur von der Künstlerin Silke Wagner, die seit 2010 auf dem Servatiiplatz in Münster an Paul Wulfs Schicksal erinnert. Anhand seines Beispiels verdeutlichen die Schülerinnen, wie Menschen, die als psychisch krank galten oder psychisch krank waren, von den Nationalsozialisten diskriminiert, entrechtet, entmenschlicht und in vielen Fällen sterilisiert oder ermordet wurden. Der Beitrag geht auf die unterschiedlichen Grenzüberschreitungen der Nationalsozialisten gegenüber aus ihrer Sicht ""erbkranken"" Menschen ein, stellt die Aufgaben der Ärzte und Direktoren in den Anstalten vor, beschreibt die Prozesse der Patienten und schließt mit der Geschichte von Paul Wulf ab. Als Hauptquelle für die Prozesse der Patienten diente ihnen das Buch ""Psychiatrie und Gesellschaft in der Moderne"" von Bernd Walter. Diesem entnahmen sie Tabellen, die Auskunft über die Behandlung von Patienten in der Heilanstalt Münster geben. Zudem fanden sie Informationen zu der Aufnahme und Verlegung von Patienten aus Münster ab 1940.",,0,21 S.,1933,1945,393,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Filme, Gesetze, Internetquellen","Salzstraße 30, Münster","Anna N., Helena D.",Marienschule 1761,„Hiltruper treten ‚bis zum letzten Mann‘ für die gemeindliche Selbständigkeit an“ - Grenzen im Kopf und auf der Karte - 50 Jahre Eingemeindung,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Eingemeindung von Hiltrup in das Stadtgebiet Münsters im Zuge der kommunalen Gebietsreform und versucht dabei die Frage zu beantworten wie sich diese 'Grenzveränderung' auf Hiltrup und das 'Heimatgefühl' ausgewirkt haben. Der Beitrag beschäftigt sich dafür nebst einer Auseinandersetzung mit dem Thema Grenzen und kommunalen Eingliederungen zunächst mit Eingemeindungsversuchen Hiltrups vor 1975 und der Gemeinde Hiltrup als selbstständige Gemeinde. Im Anschluss beleuchtet der Beitrag die verschiedenen Perspektiven auf die Eingemeindung, wobei der Beitrag zahlreiche Quellen, von Zeitungsberichten über Zeitzeugengesprächen bis hin zu offiziellen Gutachten zu Rate zieht. Auch ehemalige Arbeiten im Rahmen des Geschichtswettbewerbs fließen in die Arbeit mit ein. Zuletzt bilanziert der Beitrag aus der heutigen Perspektive die Eingemeindung ebenfalls aus verschiedenen Perspektiven. Dafür wurde ein Experte befragt auch eine quantitative Studie an der Schule des Autoren durchgeführt, bevor ein abschließendes Urteil gefällt wird.",,1,50 S.,1851,2025,390,23,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Chroniken, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Gesetze, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews",Hiltrup,Leo B.,Immanuel-Kant-Gymnasium 1762,Grenzerfahrungen - Das Leben meiner Familie im Landkreis Kronach an und mit der deutsch-deutschen Grenze,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der deutsch-deutschen Teilung und den daraus resultierenden Erfahrungen von verschiedenen Familienmitgliedern des Verfassers. Dabei historisiert der Beitrag zunächst die Entstehung der deutschen Teilung als Ergebnis des zweiten Weltkrieges und die verschiedenen Gründe für die Flucht. Der Beitrag enthält zudem einen Exkurs über den Aufbau der innerdeutschen Grenzanlagen sowie zum Vorgehen des Ministerium für Staatssicherheit (MfS) gegen Fluchtversuche. Im Anschluss werden zahlreiche Interviews mit Familienangehörigen zu ihren persönlichen Erfahrungen mit der Grenze auf beiden Seiten geschildert, bevor ein kurzes Resümee gezogen wird.",,1,27 S.,1933,1991,58,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Kronach,Finn H.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1763,Das Gesellschaftsspiel: UTOPIA? Die Stadt der Täufer,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich in spielerischer Form mit der 'Täuferzeit' in Münster. Der Beitrag in Form eines Gesellschaftsspieles ermöglicht es mit der Hilfe von Rollenkarten die Perspektive von drei verschiedenen Akteur*innen während der Täuferzeit näher kennenzulernen. Als Spielbrett dient dabei eine Stadtkarte von Münster aus dem Jahr 1636, auf der zudem zahlreiche Orte wie die Lambertikirche, das Rathaus, der Domplatz und die Häuser der Protagonisten farblich hervorgehoben sind. Um das Spiel zu spielen enthält der Beitrag zudem auch noch eine Fotodokumentation der Karte, die Spielregeln, einen kleinen schriftlichen Teil zur Historisierung, Spielkarten und eine filmische Dokumentation von einem Testspiel. Im Verlauf des Beitrages können die Spielenden an einer Täuferpredigt teilnehmen, an einer Ratssitzung teilnehmen, eine Kneipe zu besuchen sowie zahlreiche weitere Ereignisse. Der genaue Spielverlauf hängt dabei davon sowohl davon ab welche Rolle man spielt, als auch welche Entscheidungen man trifft.",,1,170 S.,1533,1536,389,23,Spiel,"Archivalien, Chroniken, Druckschriften, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen","Lamberti-Kirche, Münster, Münster","Liora B., Paula S., Tom R.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1764,Grenzen setzen in der Erziehung in Deutschland und Ungarn,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich in Form eines Podcast mit der Frage wie Kinder erzogen werden. Dabei werden zunächst verschiedene Erziehungshilfe basierend auf online verfügbaren Einordnungen vorgestellt. Im Anschluss wird die Frage konkretisiert, wie sich die Erziehung in Deutschland und Ungarn unterschieden. Um diese Frage zu beantworten haben die Verfasserinnen jeweils Familienangehörige einmal aus Ungarn und einmal aus Deutschland dazu befragt wie sie erzogen wurden und wie sie diese Erziehung rückblickend wahrgenommen haben. Die ungarischen Interviews wurden auf deutsch wiedergegeben aber auf ungarisch geführt. Zum Abschluss reflektieren die Autoren wie sich die Erziehung in Ungarn und Deutschland unterschieden hat und auch weiterhin unterscheidet.",,1,18:23 Min.,1940,2025,54,23,Podcast,"Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews",Budapest,"Anna S., Mia H.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1765,Tieren werden Grenzen gesetzt - Grenzen (der Gehege) im Allwetterzoo Münster (1974-2025),"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit dem Wandel der Tiergehege im Allwetterzoo Münster. Dabei Kontrastiert der Autor den Aufbau und die Gestaltung der einzelnen Gehege, aber auch des gesamten Zoos im Zeitraum zwischen 1974 und 2025. In der Form einer Präsentation werden die Gehege der Bären, Löwen, die Voliere, das Gehege der Elefanten, Tiger, Erdmännchen, Giraffen, Geparden und das 'Afrika-Gelände' auf jeweils einzelnen Folien näher betrachtet, die Veränderungen beschrieben, anhand eines Planes verdeutlicht und mit eigenen Fotos visualisiert. Am Schluss werden auf einer weiteren Folie die Veränderungen zusammengefasst, aber auch Elemente hervorgehoben die keinem Wandel unterlaufen sind.",,1,13 S.,1974,2025,54,23,Power-Point-Präsentation,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Museumsbesuche",Allwetterzoo Münster,Linnea F.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1766,Die Grenzen zwischen Arm und Reich in Münster von 2011 bis 2022,"Die vorliegende Website beschäftigt sich mit der Auswertung von öffentlich verfügbaren Daten der Stadt Münster zu sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in bestimmten Stadteilen sowie die Menge an arbeitslos gemeldeten Menschen in den Stadteilen zur Beantwortung der Frage welche Stadtteile in Münster eher als arm gelten können und welche eher als reich gelten können. Der Autor hat auf der Basis dieser Daten sogenannte 'Heatmaps' für die Stadt Münster erstellt, auf deren Basis ersichtlich wird wie sich die Beschäftigungsquoten über das Stadtgebiet hinweg verteilen. Dabei vergleicht der Autor nicht nur die einzelnen Stadtteile miteinander, sondern auch die Jahre 2011-2022. Für das abschließende Fazit und eine Einordnung der Ergebnisse wurde zudem ein Experteninterview geführt, sowie Definitionen für 'arm' und 'reich' aufgestellt.",,1,17 S.,2011,2022,388,23,Website,"Expert*inneninterviews, Internetquellen, Offizielle Open Data",Münster,Nils O.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1767,Zwischen den Grenzen - Chancen der Gastarbeiter am Beispiel meiner Großeltern,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich intensiv mit der eigenen Familiengeschichte und den sogenannten 'Gastarbeitern'. Da beide Großeltern, sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits zu den sogenannten 'Gastarbeitern' gehörten fokussiert sich der Beitrag auf der Basis von Interviews sehr auf deren jeweilige persönliche Geschichte. Zuvor werden jedoch die Anwerbeabkommen mit den entsprechenden Ländern Italien und der Türkei historisiert sowie der Umgang mit den sogenannten 'Gastarbeitern' im Alltag thematisiert. Im Anschluss werden die Geschichten der Großeltern auf der Basis von Interviews vorgestellt. Im Anschluss wird ein ausführliches Fazit gezogen, bei dem verschiedene Aspekten von Grenzen und deren Überwindung reflektiert werden. So beschäftigt sich der Beitrag mit geographischen, kulturellen und sozialen Grenzen aber auch der Bedeutung von Heimat. Hierbei wird zudem ein Interview mit den Eltern geführt, da die Autorin dies auf der Basis der Reflexion für angebracht hielt um ihre Frage umfassender zu beatnworten.",,1,22 S.,1945,2025,386,23,,,,Nisa P.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1768,Die Überwindung gesellschaftlicher Grenzen und Rollenvorstellungen in der Geschichte am Beispiel von Gisela Naunin,"Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Grenzen von Frauen in Deutschland im 20. Jahrhundert am Beispiel von Gisela Naunin. Dafür stellt der Beitrag zunächst Gisela Naunin und ihren Lebensweg vor. Dabei liegt ein Fokus auf ihrem persönlichen Widerstand gegen Diskriminierung auf der Basis ihres Geschlechts, aber auch die Gründung des sogenannten 'Soroptimisten-Club', der sich für Frauenrechte engagierte. Um diese Biographie stärker zu historisieren macht der Beitrag zudem einen Exkurs in die Entwicklung der Frauenrechte im 20. Jahrhundert mit einem besonderen Fokus auf die ihnen gesellschaftlich zugeschriebene Rolle. Zuletzt wird noch einmal der Umgang mit gesellschaftlichen Grenzen von Gisela Naunin vor der vorgenommenen Historisierung reflektiert.",,1,25 S.,1908,2007,387,23,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche, Privatdokumente",,Mia I.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1769,Ein Wunsch,"Hinter dem Titel ""Ein Wunsch"" steckt eine kreativ gestaltete Bildergeschichte, die am Beispiel von ""Oma Else"" auf Geschlechterungleichheiten zwischen Männern und Frauen aufmerksam macht. Wenn es darum geht, eine Wohnung anzumieten, ein Bankkonto zu eröffnen oder einen Führerschein zu machen, dann war dies lange Zeit nicht ohne das Einverständnis des Ehemanns möglich und das obwohl das deutsche Grundgesetz bereits seit 1949 festhält, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Wenngleich seit der Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins im Jahr 1865 einige positive Veränderungen zu verzeichnen sind, muss dennoch festgehalten werden, dass Frauen im beruflichen Kontext und bei gleicher Qualifikation finanziell oftmals schlechter gestellt sind als Männer. Als Wunsch für die Zukunft halten die Autorinnen treffend fest: ""Ein Wunsch? Mein Wunsch. Mein Recht!""",,0,16 S.,1865,2024,209,23,"Kurzgeschichte, Power-Point-Präsentation, Tagebuch","Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",,"Fiene L., Klara B.",Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1770,Der Zweite Weltkrieg. Ein Blick auf die Geschichte,"Der Filmbeitrag setzt sich mit der Westverschiebung Polens am Ende des Zweiten Weltkriegs auseinander und thematisiert die unmittelbaren Konsequenzen für die deutsche Bevölkerung in den polnisch besetzten Gebieten. Zunächst bieten die Schüler einen historischen Überblick über die Kriegsursache des Zweiten Weltkriegs, den Holocaust und die Ermordung anderer Opfer des Nationalsozialismus, den Kriegsverlauf, den Widerstand innerhalb der deutschen Bevölkerung sowie das Kriegsende und die Kriegsgefangenschaft. In dem Hauptteil des Kurzfilms gehen die Schüler auf die Konsequenzen des Zweiten Weltkriegs für die Menschen in Deutschland ein. Die Großmutter eines Schülers dient dafür als Zeitzeugin, da sie aus Pommern, Kreis Schlawe, stammt. In dem Zeitzeugeninterview berichtet sie über ihre Vertreibung durch die Polen aus Pommern und ihrer Flucht vor den Russen Richtung Westen. Die eingeblendeten Schwarz-Weiß-Bilder veranschaulichen ihren Bericht über die beschwerliche Fahrt in überfüllten Güterwagons zunächst nach Sachsen und ihrer anschließenden illegalen Grenzüberschreitung nach Aalen zu einem Cousin des Vaters, wo sie dauerhaft bleiben konnten. Zudem werden Karten verwendet, um die unterschiedlichen Stationen geografisch einordnen zu können. Neben ihren persönlichen Eindrücken als Kind auf der Flucht und ihrem alltäglichen Leben in ihrer neuen Heimat Aalen, geht aus ihrem Bericht hervor, dass sie als protestantische Flüchtlinge im überwiegend katholischen Aalen nicht willkommen waren. Außerdem berichtet sie über die sichtbaren Folgen des Krieges in der zerstörten Stadt Aalen und den Kriegserfahrungen der Aalener Bevölkerung.",,0,15:00 Min.,1939,1945,394,23,Film,"Bilder, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Powiat Sławieński, Woiwodschaft Westpommern, Polen","Eric K., Henri S.",Friedensschule 1771,"Bis hierhin und nicht weiter, Annette von Droste-Hülshoff !?","Die von der Autorin erstellte Website thematisiert die gesellschaftlichen Grenzen für Frauen im 19. Jahrhundert am Beispiel der Dichterin und Komponistin Annette von Droste-Hülshoff. Diese war sich ihrer Verantwortung als adelige Frau bewusst, zeigte jedoch ebenfalls, wie es möglich war, gesellschaftliche Pflichten wahrzunehmen und sich gleichzeitig Freiräume zu erkämpfen. Insbesondere in ihren zahlreich veröffentlichten Gedichten machte sie die Grenzen des weiblichen Rollenbildes deutlich. Bereits eines ihrer Gedichte aus dem Jahr 1816 nahm die fehlenden Freiheiten und Möglichkeit der eigenen Entfaltung zum Anlass. Die Website führt chronologisch durch Annette von Droste-Hülshoffs Leben und nimmt insbesondere Werke in den Blick, die auf eine Geschlechterungleichheit von Männern und Frauen hinweisen. Auch weit nach ihrem Tod beschäftigen sich einflussreiche Sängerinnen, wie Taylor Swift in ihren Liedern mit ähnlichen Themen, die bis heute eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen.",,1,14 S.,1797,2024,209,23,Website,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Haus Rüschhaus,Ellie B.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1772,"Ein Mann, ein Leben und Briefe an die Freiheit","Der kreative Textbeitrag besteht aus einer Sammlung fiktiver Briefe, in der die Schülerin einen Teil ihrer Familiengeschichte über die Flucht ihres Großvaters und ihrer Mutter aus der DDR in den Westen sowohl historisch als auch kreativ aufarbeitet. Aus privatschutzrechtlichen Gründen sind die Namen der Charaktere erfunden. Dennoch basieren die Briefe auf den Berichten ihrer Mutter, den Privatdokumenten ihrer Mutter und ihres Großvaters aus der DDR sowie einer Sammlung aus Zeitzeugenbefragungen des Seelsorgers Johannes Drews in der Strafvollzugsanstalt in Brandenburg. Ausgehend von den Fragen, die sich die Schülerin zu den Berichten und Dokumenten ihrer Mutter und ihres Großvaters stellte, ordnet sie die in den Briefen angesprochenen Themen wie das ""Notaufnahmelager Gießen"" oder das Phänomen des ""Häftlingsfreikaufs"" in ihren historischen Kontext ein. Während die Briefe eines Mädchens namens Rosemarie an ihre Freundin Susie unter anderem die Erfahrungen der Ausgrenzung als DDR-Flüchtling in Westdeutschland (Capelle, Nordkirchen) thematisieren, geht der Brief des Vaters Hans an seine Tochter Rosemarie auf die entwürdigenden Bedingungen in politischer Haft in der DDR ein. Der Großvater der Schülerin sah die Inhaftierung und den anschließenden Freikauf als politischer Häftling als einzige Chance, um seiner Frau eine Operation im Westen und sich und seiner Familie eine bessere Zukunft in Westdeutschland zu ermöglichen. Als Hauptquellen dienten der Schülerin vier Interviews mit ihrer Mutter als Zeitzeugin sowie Privatdokumente von ihrer Mutter und ihrem Großvater aus der DDR. Zudem nennt sie als hilfreiche Fachliteratur die Monografie ""Der Häftlingsfreikauf aus der DDR 1962/63-1989"" von Jan Philipp Wölbern.",,1,43 S.,1945,2025,278,23,"Briefe, Textbeitrag","Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Gesetze, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Berlin, Capelle, Chemnitz, Gießen",Marie L.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1773,Reise in das fremde Südafrika – Eine Grenzerfahrung,"Der Beitrag thematisiert die Erfahrungen zweier Personen während ihrer Auswanderung nach Südafrika in den 1960er Jahren. Er beschreibt die Vorbereitungen auf die Reise, die Ankunft in Johannesburg und die ersten Eindrücke vom Leben in einer fremden Stadt. Der Text geht detailliert auf die berufliche Integration der beiden Personen ein, schildert die Arbeitssuche, die Arbeitsbedingungen und die Wohnsituation. Außerdem wird die gesellschaftliche Struktur Südafrikas unter der Apartheid dargestellt, insbesondere die gesetzlichen Regelungen, die unterschiedliche Lebensrealitäten für die Bevölkerung begründeten. Persönliche Erfahrungen der beiden werden in Bezug auf alltägliche Herausforderungen, medizinische Versorgung, Freizeitaktivitäten und Interaktionen mit der lokalen Bevölkerung dokumentiert.",,0,19 S.,1966,1967,315,23,Textbeitrag,"Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Johannesburg,"David U., Nils V., Theo K., Yannik B.",Pascal-Gymnasium 1774,Zwischen Grenzen. Familiäre Migrationserfahrungen aus Schlesien nach Deutschland in den 1980er und 1990er Jahren,"Der Essay setzt sich mit den Auswanderungserfahrungen von Spätaussiedlern aus Schlesien nach Deutschland in den 1980er und 90er Jahren am Beispiel der Familiengeschichte der Schülerin auseinander. In dem Essay verdeutlicht die Schülerin anhand der Auswanderung ihrer Mutter, die als Kind nach Deutschland kam, dass Migration nicht nur mit der Überwindung geografischer, sondern auch sozialer und kultureller Grenzen verbunden ist. Um den historischen Kontext der Migrationserfahrungen ihrer Mutter besser nachvollziehen zu können, geht die Schülerin auf die Westverschiebung Polens nach dem Zweiten Weltkrieg ein, spricht die Solidarnosc Bewegung in Polen in den 1980er Jahren an und stellt die Wiedervereinigung Deutschlands 1990 als Auslöser für eine Welle von Spätaussiedlern aus den ehemaligen Sowjetrepubliken nach Deutschland vor. Basierend auf den Aussagen aus den Interviews mit ihrer Mutter als Zeitzeugin, geht die Schülerin in dem folgenden Kapitel auf die Voraussetzungen und Gründe für eine Spätaussiedlung ein, beschreibt die beschwerliche Zugfahrt von Lindenhain (Koslow) nach Nordrhein-Westfalen sowie die beengten Wohnverhältnisse in dem Aufnahmelager Unna-Massen und einer Übergangswohnung in Münster. Neben den geografischen und bürokratischen Hürden, die die Familie überwinden musste, beschäftigt sich die Schülerin in dem nachfolgenden Kapitel mit den sozialen und kulturellen Grenzen, die es für die einzelnen Familienmitglieder zu überwinden galt. Während die Kinder die deutsche Sprache schnell beherrschten und sozialen Anschluss in der Schule fanden, sei es den Eltern schwerer gefallen, die Sprache zu erlernen und eine Arbeit in Deutschland zu finden. Trotz aller anfänglichen Schwierigkeiten, eine Wohnung und eine Arbeit zu finden, bereuten die Mutter und ihre Geschwister die Auswanderung nicht und hätten in Deutschland eine neue Heimat gefunden.",,1,13 S.,1945,2025,399,23,"Essay, Textbeitrag","Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Schlesien, Województwo Śląskie",Emma S.,Ratsgymnasium 1775,Die jüdische Ausreisebewegung aus der Sowjetunion. Wie weit reichen die Grenzen der Freiheit?,"Der Textbeitrag beschäftigt sich mit der Auswanderung jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus der Sowjetunion in den Westen, v.a. nach Deutschland, Israel und in die USA, während der 1970er und 1990er Jahre. Die Schülerin, selbst Tochter jüdischer Einwanderer, legt anhand von ausgewählter Fachliteratur, Zeitzeugenberichten sowie digitalem Archivgut die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründe für die Ausreisebereitschaft von Jüdinnen und Juden aus der Sowjetunion dar. Ein besonderes Anliegen ist es ihr, das Spannungsfeld zu thematisieren und zu kontextualisieren, in dem sich jüdische Auswanderer befanden, die sich dazu entschieden nach Deutschland auszuwandern. Des Weiteren beschreibt sie die Auswirkungen der Einwanderungsbewegung in den 1990er Jahren auf die jüdische Identität und die jüdischen Gemeinden im wiedervereinigten Deutschland. Der erste Teil geht besonders auf die Unterdrückung jüdischen Lebens in der Sowjetunion ein und stellt die Hintergründe für die zwei großen Emigrationswellen in den 1960er und 70er sowie in den 1980er und 90er Jahren dar. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Geschichte jüdischen Lebens in Münster sowie den Auswirkungen der Einwanderung jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus den ehemaligen Sowjetrepubliken in den 1990er Jahren auf das Wiederaufleben der jüdischen Gemeinde in Münster. In dem Beitrag wird deutlich, dass die jüdischen Auswanderer nicht nur bürokratische und geografische Grenzen überwinden mussten, um sich ein neues befreites Leben außerhalb der Sowjetunion aufzubauen, sondern auch mit sprachlichen, sozialen und kulturellen Barrieren zu kämpfen hatten.",,1,25 S.,1945,2025,316,23,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Statistiken, Videodokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeugenberichte","Synagoge, Münster",Anna S.,Friedensschule 1776,Nur 500 m in eine andere Welt...,"Die Collage behandelt das Leben des Großvaters der Beitragserstellerin in Berlin während der Zeit der Sektorengrenzen. Der Beitrag zeigt, dass der Großvater von 1944 bis 1953 in Pankow im sowjetischen Sektor lebte und regelmäßig den nahegelegenen westlichen Sektor besuchte, in dem Versorgung, Konsumgüter und Freizeitmöglichkeiten besser, aber teurer waren. Die Darstellung verdeutlicht die unmittelbare Erfahrung zweier sich unterscheidender Lebenswelten. Aufgrund der Bildungspolitik der DDR durfte der Großvater zu diesem Zeitpunkt kein Abitur anstreben, weshalb er 1953 im Alter von zwölf Jahren allein nach Westdeutschland flüchtete, um zu seiner Mutter zu gelangen.",,1,3 S.,1944,1953,,23,Collage,"Bilder, Internetquellen","Kreuzstraße, Berlin Pankow",Linda Sophie R.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1777,Emanzipation der jungen Frau am Beispiel der Marienschule Münster in den letzten 100 Jahren,"Der Podcast ""Geschichte macht schlau"" beschäftigt sich in der vorliegenden Folge mit dem Einsatz der Marienschule Münster für die Emanzipation junger Frauen seit ihrer Gründung im Jahr 1922. Während eine Schülerin als Moderatorin durch die Podcast Folge leitet, dient eine andere Schülerin als Expertin für Frauenrechte. Zwei weitere Schülerinnen der Marienschule werden hinzugezogen, um eine Schülerinnenperspektive auf das heutige Schulleben zu bieten. Mit Blick auf die historische Entwicklung von Frauenrechten sowie der Bildungs- und Berufsmöglichkeiten von Frauen in Deutschland, beschreiben die Schülerinnen den Wandel des Schulprofils von einer ""gewöhnlichen"" Mädchenschule, die Mädchen vor allem in Hauswirtschaftslehre und Kochen unterrichtete, hin zu einer Schule, die junge Frauen aktiv in naturwissenschaftlichen Fächern fördert und ihnen ein möglichst breites Berufsprofil eröffnet. In mancherlei Hinsicht sei die Marienschule von Anfang an Vorreiterin gewesen, indem sie den Mädchen eine höhere Schulbildung ermöglichte oder sie in Fächern unterrichtete, die nicht dem damaligen Frauenbild entsprachen. Beispiele, die diese Besonderheit unterstreichen, sind die Großmütter einer Schülerin, die mit 14 Jahren von der Schule abgingen, um eine Ausbildung anzufangen. Heutzutage sei die Schule ein Vorbild für eine moderne und qualitativ hochwertige Ausbildung von jungen Frauen im Münsterland, welche ihre Schülerinnen individuell fördert und bestmöglich auf eine handwerkliche oder akademische Laufbahn vorbereitet. Als gelungenes Beispiel beziehen sich die Schülerinnen auf Prof. Monika Gütters, welche selbst die Marienschule besuchte und die Ausbildung und das Miteinander an der Schule sehr wertschätzte. Neben Zeitzeugenberichten, Experteninterviews mit Lehrpersonen, Eltern und Mitschülerinnen, beziehen sich die Schülerinnen auch auf Dokumente aus dem digitalen Archiv der Schule sowie Gesetzen, die die rechtliche Lage von Frauen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg abbilden.",,0,15:54 Min.,1925,2025,400,23,"Audiobeitrag, Podcast","Archivalien, Expert*inneninterviews, Gesetze, Zeitzeug*inneninterviews","Mädchengymnasium Marienschule, Münster","Fee E., Hannah G., Yasmin G.",Marienschule 1778,Masematte als sprachliche Aus- und Abgrenzung,"Der Videobeitrag untersucht den einzigartigen Münsteraner Soziolekt der ""Masematte"" sowie insbesondere dessen (Entstehungs-)Geschichte. Die Autor*innen beschreiben die Anfänge der Sprache um 1870 und dessen Prägung durch marginalisierte Gruppen wie Gastarbeiter*innen, Sinti, Roma und jüdischen Händler*innen. Hierbei sei Masematte nicht nur als Kommunikationsmittel, sondern auch als Ausdruck von Identität, Widerstand und kulturellem Zusammenhalt gewesen. Besonders verbreitet sei sie damals bei Händler*innen und Handwerker*innen gewesen, um sich unbemerkt abzusprechen und um Informationen vor der Öffentlichkeit oder den Arbeitgeber*innen zu verheimlichen. Dementsprechend sei allerdings die Sprache auch oft mit sozialer Stigmatisierung verbunden gewesen, da die Sprecher*innen häufig mit Kriminalität in Verbindung gebracht wurden und in prekären Verhältnissen gelebt haben. Sprüche wie ""Tasche Brink und Ribbergasse, Messerstecher erster Klasse"" unterstreichen laut den Autor*innen diese Stigmaisierung erneut. Die systematische Verfolgung während des Nationalsozialismus führte zum nahezu vollständigen Verschwinden der ursprünglichen Sprecher*innen der Masematte. Die Zerstörung der sprachlichen Gemeinschaft und der sozialen Strukturen in Münster hatte laut den Autor*innen gravierende Auswirkungen auf die Sprache, die in der Nachkriegszeit eine neue Rolle als Symbol der Identität für Münsteraner*innen einnehmen sollte. So hat die Sprache heute ihre Funktion als Geheimsprache verloren, wird jedoch als kulturelles Erkennungsmerkmal weiterverwendet. Begriffe aus der Masematte finden die Autor*innen in der lokalen Popkultur, in Kneipen und sogar im Fußballverein der Stadt, woraufhin sie auch die Frage nach kultureller Aneignung in den Raum stellen.",,0,31:30 Min,1870,2025,357,23,YouTube-Video,"Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Umfragen, Videodokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Münster,"Fridolin R., Hasan M., Henri I., Janne v.",Gesamtschule Münster-Mitte 1779,Grenzen der Geschichte - Münsters Stadtmauer,"Der Filmbeitrag, der als filmische Dokumentation angelegt wurde, befasst sich mit der Geschichte der Stadtmauer in Münster. Er beleuchtet dabei nicht nur die Anfänge der Stadt, sondern beschäftigt sich auch mit den Belagerungen während der sog. Täuferherrschaft, des 30 jährigen Krieges und durch den Münsteraner ""Kanonenbischof"" von Galen. Letzterer sei durch den Abriss der Westmauer und die Errichtung der Zitadelle an dessen Stelle maßgeblich für den weiteren Verlauf der Geschichte gewesen, da an dieser Stelle heute das Münsteraner Schloss steht. Weiter beschäftigt sich der Beitrag nicht nur mit der Chronologie, sondern beleuchtet auch innere Angelegenheiten wie Stadtrechte oder die Stadtmauer als Bebauungsgrenze. So seien bestimmte Ballspiele und Vollstreckungen der Todesstrafen nur außerhalb der Stadtmauer gestattet gewesen. Letztlich werden auch Überreste heute thematisiert. Von der 1764 abgetragenen Mauer sind heute nur am Buddenturm und an den sog. Westerholtschen Wiesen Überreste mit teils 15-18 m Höhe zu finden. Auch die Promenade, die heute als Fahrradstraße um die Stadt führt, wird 1770 laut den Autor*innen errichtet und bildet den Schlusspunkt des Beitrags.",,0,16:56 Min,1197,1770,402,23,"Filmbeitrag, YouTube-Video","Bilder, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche","Buddenturm, Fürstbischöfliches Schloss Münster, Promenade, Münster, Westerholtsche Wiesen, Münster","Bent B., Iwan W., Janosch F., Jonathan S.",Gesamtschule Münster-Mitte 1780,Familie Reichelt und das geteilte Deutschland,"In dem Beitrag befassen sich die Autorinnen und Autoren mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 sowie dem damit verknüpften Schicksal der Großeltern eines Autoren. Diese lebten in Ostberlin und erlebten diesen historischen Augenblick hautnah mit, wobei in dem Beitrag jeweils auf die einzelnen Mitglieder eingegangen wird. Darüber hinaus befassen sich die Autor*innen auch mit dem historischen Kontext der ehemaligen DDR mit einem besonderen Fokus auf der Stasi, sowie der Mauer und reflektieren abschließend den Effekt auf ihr heutiges Leben.",,1,19 S.,1945,1990,278,23,Textbeitrag,"Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Berlin (Ost),"Amina Q., Felizia G., Maxi B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1781,Brunhilds Geschichte. Eine Bilderpräsentation,"In diesem Beitrag hat die Autorin die Geschichte ihrer Großmutter untersucht, die aus Schlesien nach Westdeutschland vertrieben wurde. Dazu hat sie zunächst ihre Oma Brunhild interviewt und dann die Geschichte als Bilderpräsentation mit Untertiteln dargestellt. Nachdem zunächst ihr Haus in Liegnitz (Schlesien) von einer Bombe getroffen wurde und sie auf einem Bauernhof untergekommen waren, musste sie nach dem Krieg als Vierjährige mit ihrer Familie zusammen nach Westdeutschland fliehen. In Niedersachsen wechselte sie dort zunächst erneut die Unterkünfte, bis sie sich auf einem Bauernhof laut der Autorin ""gut angenommen und angekommen"" sahen. Später machte sie ihr Abitur, zog als Lehrerin nach Hessen und ist heute die 83 jährige Großmutter der Autorin.",,1,23 S.,1945,2025,209,23,Bilderbuch,"Bilder, Zeitzeug*inneninterviews","Ebersdorf (Niedersachsen), Legnica",Alva P.,Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1782,Grenzen über die Jahrhunderte. Die Fürstin von Gallizin,"Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Leben der Fürstin Amalie von Gallitzin und ist als Website konzipiert, die zukünftig auch eine vorgelesene und kinderfreundliche Version vorsieht. Zudem ist auch ein Rundgang durch Angelmodde konzipiert worden. Die Autorin beschreibt hier das Leben der Fürstin mit Geburt, Hochzeit und Kindern, wobei sie ihre Entwicklung auch als Überschreiten von Grenzen (positiv wie negativ) wertet. Dies sei nicht nur bei ihr selbst, sondern z.B. auch bei der Erziehung ihrer Kinder gut zu beobachten gewesen. Nach mehreren Stationen kommt die Fürstin schließlich 1779 in Münster bzw. Angelmodde an. Hier möchte sie insbesondere die Bildung junger Menschen fördern. Anschließend wird die Fürstin jedoch krank und übt zudem Kritik am Christentum. An dieser Stelle stellt die Autorin insbesondere eine Verbindung zu vermehrten Kirchenaustritten heute her. Im April 1806 stirbt die Fürstin schließlich.",,1,9 S.,1748,1806,392,23,Website,"Bilder, Chroniken, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen","Gallitzin-Haus, Angelmodde",Frederike K.,Mathilde Anneke Gesamtschule 1783,"Clara Ratzka: Eine Frau zwischen Grenzen - Reisen, Schreiben, Leben","Clara Ratzka (1871–1928), geboren als Amalie Wilhelmine Klara Ernst, war eine deutsche Schriftstellerin, die sich durch ihr Leben und Werk konsequent den gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit entzog. Bekannt wurde sie vor allem durch Romane, Gedichte und Reiseberichte. Schon früh stellte sie sich gegen die Erwartungen ihrer Familie, die ihr eine berufliche Laufbahn als Lehrerin oder Malerin untersagte. Ihre erste Ehe scheiterte, woraufhin sie mit ihrer Tochter nach Berlin zog, wo sie sich in der Frauenbewegung engagierte. Zudem gehört sie zu den ersten Frauen in Deutschland, die in den Wirtschaftswissenschaften promovierten. Die Autoren des Beitrags bezeichnen sie deshalb als „Grenzgängerin“, die enge Rollenbilder durchbrach, soziale wie familiäre Zwänge hinter sich ließ und beharrlich ihren eigenen Weg verfolgte. 1927 unternahm Clara Ratzka im Auftrag des August-Scherl-Verlags eine Weltreise mit der SS-Resolute, deren Berichte im Berliner Lokalanzeiger erschienen. Die luxuriöse Kreuzfahrt bot ihr Komfort, war zugleich aber eine Flucht vor privaten Problemen. Besondere Beachtung finden in den Berichten ihre Schilderungen aus Honolulu und Indien. Honolulu beschreibt sie als paradiesisches Reiseziel mit üppiger Natur, leuchtenden Farben und einer harmonischen Verbindung aus polynesischer Tradition und amerikanischem Einfluss. Beeindruckt zeigte sie sich von der Gastfreundschaft der Bewohner sowie kulturellen Aktivitäten wie Surfen und Hula-Tanz. Indien wiederum erlebte sie mit ambivalenten, von Neugier und Respekt geprägten Eindrücken. In Delhi faszinierte sie das Zusammenspiel von Tradition und Moderne, während sie in Benares die spirituell aufgeladene Atmosphäre, die heiligen Kühe und die religiösen Rituale am Ganges thematisiert. Dabei betonte sie, dass diese Rituale unabhängig vom sozialen Status stattfanden, und vermied es, sie mit westlichen Maßstäben zu bewerten. Vielmehr versuchte sie, deren spirituelle Tiefe nachzuvollziehen.",,0,14 S.,1927,1927,315,23,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen","Benares, Delhi, Honolulu","Emil S., Janosan J., Sinthuyan S., Tiago B.",Pascal-Gymnasium 1784,"„Zurück kommen, ohne nach Hause zu kommen“ – Die Lebensgeschichte der staatenlosen Grenzgängerin Lucie Kaufmann aus Münster","Am Beispiel der staatenlosen Grenzgängerin Lucie Kaufmann wird deutlich, was es bedeutet, Grenzen zu überschreiten. Dabei steht sie beispielhaft für das Schicksal vieler jüdischer Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus. Ein Materialkoffer mit Informationen und Dokumenten der Familie Kaufmann aus Münster schildert ihren Werdegang als Opfer der NS-Diktatur anhand von ausgewählten Quellen. Darunter finden sich vor allem Briefe, Fotos, Pässe sowie Passierscheine. Lucie Kaufmanns Geschichte steht stellvertretend für die Schicksale aller Holocaust Überlebenden, die nicht nur um ihr eigenes Leben kämpfen mussten, sondern auch dafür, sich ein neues Leben aufzubauen. Wiedergutmachungsakten zeigen weiterhin Anträge auf Entschädigungen, die die Familie in den 1950er Jahren stellte, um einen Teil ihrer materiellen Verluste zurückzubekommen. Dazu zählten z. B. Schmuck, Möbel, Kleidung und Wertpapiere.",,0,25 S.,1933,1958,318,23,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews",Münster,"Anton B., Elias N., Julius E.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1785,„Grieß ock scheen derrheeme“ Territoriale und soziale Grenzerfahrungen bei Heimatreisen schlesischer Heimatvertriebener in die ehemaligen deutschen Ostgebiete infolge der „Neuen Ostpolitik“,"Der Beitrag untersucht das Phänomen der sogenannten „Heimreisen“ deutscher Familien, die im Umfeld des Zweiten Weltkriegs ihre ursprüngliche Heimat im heutigen Polen verlassen hatten, im Kontext der „Neuen Ostpolitik“. Dabei werden die politischen Bedingungen der Reisen sowie ihre Bedeutung für die Reisenden und die Interaktion mit der polnischen Bevölkerung untersucht. Nach einer historischen Einordnung in die Geschichte Polens seit den polnischen Teilungen bis in die 1970er Jahre rekonstruiert der Beitrag anhand von Interviews die „Heimreisen“ der Familie des Verfassers nach Walim (vormals Wüstewaltersdorf) und Wałbrzych (vormals Waldenburg), wobei auf die Reiseorganisation, Erfahrungen von Wiedersehen und Verlust, sprachliche und kulturelle Herausforderungen sowie die sozialen Verhältnisse vor Ort eingegangen wird. In einem zweiten Schritt fragt der Beitrag nach der Repräsentativität dieser Reiseerfahrungen für die „Heimreisen“ der 1970er, v. a. anhand von Studienergebnissen von Corinna Felsch über westdeutsche Fahrten nach Polen zwischen 1970 und 1990. Vergleichskriterien des Beitrags sind Zeitpunkt und Reiseroute, die in den Kontext von Reiseerleichterungen im Zuge der Neuen Ostpolitik gesetzt werden, Kontakte zur polnischen Bevölkerung und Konfrontation mit Vorurteilen sowie die Gefühle von Heimreisenden, insbesondere die Wahrnehmung des Grenzübertrittes und die Deutung des Reiseziels als „Heimat“/“Ausland“.",,1,28 S.,1772,1990,58,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Walim, Wałbrzych",Lionel L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1786,Über die Grenze und zurück: Eine deutsch-polnische Familiengeschichte zwischen Heimat und Aufbruch,"Der Beitrag untersucht die deutsch-polnische Familiengeschichte der Verfasserin anhand von Interviews mit Familienmitgliedern verschiedener Generationen und Bildern aus Familienbesitz. Die Migrationsgeschichten der Großeltern sind demnach sowohl durch Flucht im Zweiten Weltkrieg als auch durch Arbeitsmigration nach Deutschland und Arbeit als Berufspendler aus ökonomischen Motiven geprägt. Laut dem Beitrag ist die Geschichte der Kernfamilie ebenfalls geprägt durch berufliche Tätigkeit, Studium und Verlagerungen des Familienlebens zwischen Deutschland und Polen. Der Beitrag reflektiert die Erfahrungen des Grenzübertritts und von Diskriminierung, die Motivationen und Lebensbedingungen für Arbeitsmigrant*innen sowie für binationale Familien.",,1,23 S.,1945,2015,387,23,Textbeitrag,"Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Kostomłoty, Münster, Osnabrück, Szymanowice, Wrocław",Klara J.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1787,Grenzen überschreiten und neu anfangen. Die Geschichte meiner Großmutter als Russlanddeutsche [...],"Die Präsentation verknüpft persönliche Erinnerungen mit historischen Kontexten und zeigt, wie eng individuelle Schicksale mit größeren historischen Prozessen, wie Vertreibung, Deportation und Migration verbunden sind. Aus der Perspektive ihrer Großmutter Katharina Schäfer erzählt die Autorin die Geschichte ihrer Oma als Russlanddeutsche. Wie in dieser persönlichen Geschichte Grenzen überschritten werden mussten, zeigen Katharina Schäfers Erzählungen, die in ihrer Kindheit im Jahr 1944 beginnen und mit einem neuen Leben in Deutschland in den 1970er Jahren enden. Katharina wuchs in der heutigen Ukraine auf bis die überwiegende Mehrheit aller deutschen Siedler im Jahr 1944 fliehen musste. Frauen und Kinder wurden aus den deutschen Dörfern ausgesiedelt, während Männer zur Wehrmacht eingezogen wurden. Nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Polen und einer missglückten Flucht nach Deutschland, wurden Katharina Schäfer und ihre Familie nach Sibirien deportiert. Ab den 1960er Jahren versuchte die Familie durch diverse Ausreiseanträge das Land zu verlassen, bis 1970 die endgültige Genehmigung vorlag. Schikanen und Feindseligkeit prägten die dazwischenliegende Zeit. Trotz Verlusten in den zurückliegenden Jahren schaffte es die Familie, sich ein neues Leben in Deutschland aufzubauen.",,1,63 S.,1944,1971,58,23,Power-Point-Präsentation,"Internetquellen, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Lingen (Ems), Ukraine",Clara B.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1788,Bis hierhin und nicht weiter - oder doch? Grenzen der Frau am Beispiel von Marion Tüns und ihrer Familie,"Das Projekt untersucht, wie Frauen in unterschiedlichen Generationen Grenzen erlebten. Beispielhaft steht die Familie Tüns aus Münster im Mittelpunkt – insbesondere Marion Tüns, die erste Oberbürgermeisterin der Stadt. Anhand ihrer Familiengeschichte zeigt sich, wie sich Frauenrollen über drei Generationen wandelten – von traditionellen Pflichten über politische Emanzipation bis hin zu neuen Freiheiten. Während Maria Tiedt (geb. 1918) als Mutter von Marion ein stark traditionelles Frauenbild, geprägt von Krieg und gesellschaftlichen Normen erlebte, engagierte sich Marion Tüns (geb. 1946) politisch aktiv und trat 1973 in die SPD ein bzw. wurde 1994 Oberbürgermeisterin der Stadt Münster. Ihre Tochter Carolin Tüns (geb. 1970) erlebte Grenzen dahingegen weniger stark und unterstützte die politische Laufbahn ihrer Mutter. In Form von fiktiven Tagebucheinträgen werden diese drei unterschiedlichen Auffassungen über die Rolle als Frau sowie die starken Spannungen zwischen Marion Tüns und ihrer Mutter deutlich.",,0,60 S.,1994,2024,54,23,Tagebuch,"Archivalien, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Münster, Rathaus","Anna H., Merle H., Mila E.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1789,Grenzüberschreitung als Überlebensstrategie: Der Schmuggel an deutschen Grenzen nach dem Ersten Weltkrieg,"Die Autorinnen gehen der Forschungsfrage nach, welchen Einfluss der Schmuggel nach dem Ersten Weltkrieg auf das Leben an der deutsch-niederländischen Grenze hatte. Ausgehend von der vorherrschenden Situation und den Auswirkungen neuer Grenzen auf die lokale Bevölkerung, wird im weiteren Verlauf der Arbeit Bezug auf Methoden, Gründe, Gefahren und Auswirkungen des Schmuggels genommen. Die wirtschaftliche Not nach 1918 schränkte das Handelsgeschehen durch Zölle und die nationale Abschottung stark ein. Als Ausweg versuchte man Lebens- und Genussmittel sowie Luxusgüter über geheime Wege oder Wagenverstecke zu schmuggeln. Gründe für das Vorgehen dieser oft professionellen Schmugglernetzwerke waren vor allem Versorgungsengpässe, hohe Zölle sowie der Erhalt familiärer und kultureller Verbindungen. Gleichzeitig bestanden die Gefahren in verstärkten Grenzkontrollen und hohen Strafen, wenn jemand beim Schmuggel erwischt wurde. Schmuggel war jedoch weit mehr als Kriminalität, denn es ging um Überlebensstrategie, Widerstand und Anpassung in einer Zeit, die von Not und Unsicherheit geprägt war. Grenzen erwiesen sich deshalb nicht zwangsläufig als starr, sondern als dynamische Räume von Austausch und Konflikt.",,0,37 S.,1918,1947,58,23,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitungsartikel",Grenze Aachen und Vaals (NL),"Charlotte R., Katharina W.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1790,"Zwischen Krieg und Neuanfang Das Schicksal einer Frau, die nie aufgab.","Die Autorin zeigt in ihrem sehr persönlichen, aber gleichzeitig historisch fundierten Beitrag, wie individuelle Lebenswege und große historische Umbrüche miteinander verbunden sind. Am Beispiel der Biografie ihrer Großmutter Rita Rosa Schmuderer zeigt sie die Bedeutung von Flucht, Vertreibung und Neuanfängen in der deutschen Nachkriegszeit. Die Jahre nach 1945 waren für viele Menschen geprägt durch zentrale Erfahrungen, wie den Verlust der eigenen Heimat, Isolation, Armut und traumatische Fluchterfahrungen. Gleichzeitig stand der starke familiäre Zusammenhalt und das Bestreben, einen Neuanfang zu wagen, für viele im Vordergrund. Individuelle Interessen, wie die Musik und der Tanz im Fall von Rita Rosa Schmuderer waren ein Symbol von Lebensfreude und Stärke innerhalb der Gesellschaft. Die Autorin zieht abschließend Parallelen zu heutigen Flüchtlingsbewegungen und betont Empathie, Gemeinschaft und Menschenwürde als zentrale Werte.",,1,30 S.,1945,2024,58,23,Textbeitrag,"Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Breslau, Recklinghausen",Franka G.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1791,Der Zwinger in Münster - Ein Ort der überschrittenen Grenzen?,"In diesem Beitrag beschäftigt sich die Autorin mit dem Zwinger in Münster und dem Wandel seiner Funktionen. So beschreibt sie den Wandel von einem Teil der Stadtbefestigung über ein Kulturheim der HJ und Gestapo-Haftanstalt während der NS-Zeit hin zu einem Mahnmal und Gedenkstätte in der heutigen Zeit. In der teils mit Fotos untermalten Arbeit verdeutlicht die Autorin dabei besonders, welche verschiedenen Grenzen an diesem Ort sichtbar werden und wie Grenzverletzungen, Grenzziehungen und nun auch retrospektiv der Blick auf frühere Grenzen und der nicht immer ganz einfache Umgang damit hier am Zwinger sichtbar werden.",,1,21 S.,1530,2025,279,23,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen",Zwinger,Christina M.,Marienschule 1792,"Leben als Attraktion. Das Leben in ""Menschenzoos"" und Völkerschauen früher und heute","Der Beitrag beschäftigt sich mit Völkerschauen in Deutschland und speziell in Münster. Dazu werden diese zunächst grundlegend vorgestellt und ein Bezug zu Münster hergestellt, bevor die Sicht der Bevölkerung und anschließend in einem Perspektivwechsel die Lebensbedingungen und -geschichten der zur Schau gestellten Personen beschrieben und analysiert werden. Der Beitrag verweilt jedoch nicht nur bei einer Analyse der Vergangenheit, sondern stellt auch aktuelle Bezüge zu heutigen ""Völkerschauen"" beispielsweise in Ecuador her. Die Autorin unterstreicht die Wichtigkeit ihrer Analyse durch die mögliche Bildung von Stereotypen aus diesen Shows heraus und wünscht sich abschließend eine umfassendere Aufklärung der Öffentlichkeit zu diesem Thema.",,1,18 S.,1879,2025,392,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitschriften","Zoologischer Garten, Münster",Miriam W.,Mathilde Anneke Gesamtschule 1793,Aufgrund ihrer weiblichen Natur unfähig. Das Streben nach Selbstbestimmung in fremdbestimmten Zeiten,"Der Beitrag zeigt, welche gesellschaftlichen Grenzen Frauen in verschiedenen Jahrhunderten überwinden mussten, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die vier Frauen Catharina Margaretha Linck (1687–1721), Maria Adelheid Pöpping (18. Jh.), Elisabet Ney (1833–1907) und Margarete Moormann (1869–1937) werden in tagebuchähnlichen Beiträgen vorgestellt. Dabei werden zum einen ihr Bezug zur Stadt Münster wie auch ihre individuellen Erfahrungen im Umgang mit Geschlechter- und Gesellschaftsgrenzen deutlich. Obwohl sie in unterschiedlichen Jahrhunderten lebten, war es für alle Vier in ihrer Rolle als Frau wichtig, gesellschaftliche, familiäre oder rechtliche Grenzen zu hinterfragen, zu verschieben oder zu überwinden. Auch heute wird in Form von Theaterstücken, Stadtrundgängen, Museen und Straßenbenennungen an sie erinnert.",,1,45 S.,1687,1937,387,23,"Drehbuch, Tagebuch","Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen","Bohlweg 34, Münster",Greta T.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1794,Zwischen Entnazifizierung und neuen Ansätzen. Erziehungsgrenzen der Nachkriegszeit am Beispiel meiner Oma,"Der Beitrag untersucht die Entwicklung und Grenzen der Erziehung in der Nachkriegszeit anhand der Biografie der Großmutter der Verfasserin. Da Erziehung im Nationalsozialismus Gehorsam, Kriegstauglichkeit und ideologische Festigung in den Mittelpunkt gestellt habe, ergebe sich die Frage, wie die Entnazifizierung auch im Bereich der Erziehung wirken musste und welche Veränderungen tatsächlich stattfanden. Der Beitrag beleuchtet Erziehung in der Familie, in Schulen sowie Kinder- und Erholungsheimen. Anhand von Zeitzeugenberichten werden Erfahrungen mit physischer und psychischer Gewalt, Zwang und autoritären Praktiken dargestellt. Diese Erziehungsmethoden – vermittelt etwa durch NS-Erziehungsliteratur oder die Wiederbeschäftigung von Lehrkräften – hätten die pädagogische Praxis nach 1945 weiter geprägt. Der Beitrag fragt schließlich nach der Weitergabe traumatischer Erlebnisse an die nächste Generation und diskutiert, inwiefern Eltern ihr eigenes Erziehungsverständnis kritisch reflektierten oder tradierten. Abschließend wird betont, dass eine bewusste Auseinandersetzung mit den Grenzen von Erziehung notwendig bleibe, um Kindern ein Aufwachsen ohne Gewalt zu ermöglichen.",,1,10 S.,1934,1973,,23,Textbeitrag,"Druckschriften, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Lörrach,Julia K.,Ratsgymnasium 1795,Grenzen überwinden: Hollandgänger und der Traum von einem besseren Leben,"Der Beitrag beschäftigt sich mit den sogenannten „Hollandgängern“ als eine spezifische, seit dem 19. Jahrhundert bestehende Form der Arbeitsmigration sowie dem Grenzschmuggel zwischen den Niederlanden und Westfalen zwischen 1900 und 1945. Die historische Kontextualisierung geht auf wirtschaftliche, gesellschaftlich und rechtliche Rahmenbedingungen der Grenzmigration ein (z. B. Bedeutung der Niederrhein-Ökonomie, Sprachenverwandtschaft, Protestantismus, Tourismus). Das Phänomen der „Hollandgänger“ wird in die Auswirkungen der Industrialisierung, v. a. den ländlichen Pauperismus und das Anwachsen und die Modernisierung industrieller Zentren, eingeordnet. Während deutsche Arbeiter*innen in den Niederlanden bspw. in landwirtschaftlicher Saisonarbeit, Torfstecherei, Straßen- und Deichbau tätig waren, arbeiteten nach der Darstellung des Beitrags umgekehrt bis 1945 auch holländische „Gastarbeiter*innen“ in deutschen Waffen- und Textilfabriken. Als zweite Form der Grenzmigration wird im Beitrag Grenzschmuggel zwischen Holland und Westfalen anhand von Akten des Amtsgerichts Bocholt untersucht. Schmuggel von z. B. Kaffee, Tabak, Butter, Fleisch und Kleidung wird mit der Knappheit oder der starken Besteuerung dieser Güter erklärt. Der Beitrag geht auf politische und historische Einflussfaktoren (v. a. die Weltkriege mit Handelsembargos, Grenzpatrouillen und deutscher Besatzung der Niederlande sowie die wirtschaftlichen Krisen der Zwischenkriegszeit) für beide Formen der Grenzmigration ein und erläutert soziale und kulturelle Auswirkungen in bestimmten Zeiträumen sowie erinnerungskulturelle Phänomene. Abschließend vergleicht der Beitrag die untersuchte Grenzsituation mit der heutiger Migrant*innen, insbesondere Geflüchteten aus außereuropäischen Herkunftsländern, v. a. im Hinblick auf die Durchlässigkeit und Kontrolle von Grenzen. Flucht vor Gefahr und Suche nach Sicherheit wird als überzeitliches Motiv für Migration herausgestellt.",,0,27 S.,1900,1945,,23,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen","Bocholt, Enschede","Dagmawi S., Jona M., Nico Z., Pedro F., Tim W.",Gymnasium Paulinum 1796,Lange Zeit ausgegrenzt. Die Familie meiner Oma,"In Form eines Kurzfilms zeigt die Autorin die Lebensgeschichte ihrer Oma Elisabeth Bermges und ihrer Familie, deren Leben durch Auswanderungen und Neuanfänge geprägt war. Dies hatte zur Folge, dass sie sich an vielen Orten nicht willkommen fühlten, teils schwere Arbeit leisten mussten und staatenlos wurden. In Deutschland lebte die Familie ab 1962 zunächst in Flüchtlingslagern, später wurde es ihnen ermöglicht, in ein eigenes Haus zu ziehen und zu arbeiten. Die verschiedenen Szenen werden mithilfe von Playmobilfiguren nachgespielt und durch Erklärungen und private Fotos unterlegt.",,1,12:33 Min.,1786,1968,,23,Filmbeitrag,"Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Brasilien, Österreich, Unna-Massen, Von-Stauffenberg-Straße, Münster",Hedwig T.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1797,Vergangenheit Reloaded. Euthanasie im Nationalsozialismus während des II. Weltkrieges,"Der als selbstständiges Heft gestaltete Beitrag beschäftigt sich mit der sog. ""Euthanasie"" während des Zweiten Weltkriegs. Dazu führen die Autorinnen nicht nur in die thematischen Hintergründe beispielsweise der sog. ""Aktion T4"" ein, sondern stellen auch detaillierte Zeitachsen dar, die den Verlauf der Verbrechen aufzeigen sollen. Dazu stellt für sie insbesondere Clemens August Graf von Galen als Münsteraner Bischof zu dieser Zeit mit seinen Reden gegen die Mordaktionen eine wichtige Figur für sie dar. Die Autorinnen belassen es jedoch nicht nur bei einem allgemeinen Überblick, sondern beschäftigen sich auch ganz aktiv mit dem Fallbeispiel Bernhard Leo Peter als eines Großonkels einer Autorin, der wegen epileptischen Anfällen zwangssterilisiert und schlussendlich ermordet wurde. Für ihn existiert heute in Haltern am See ein sog. Stolperstein. Weiter wurden auch kreative Elemente wie selbst erdachte Tagebucheinträge, ein Glossar, Zeitsträhle, ein Quiz, Literaturempfehlungen, selbst entworfene Interviews und weiteres in das Heft eingearbeitet.",,0,46 S.,1878,1945,278,23,Zeitschrift ,"Bilder, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Umfragen, Zeitzeug*inneninterviews","Stolperstein Bernhard Leo Peters, Tötungsanstalt Hadamar, Westfälische Provinzial- und Pflegeanstalt (LWL), Münster-Marienthal","Greta S., Helen B., Ida E., Mathilda S.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1798,Der Westfälische Frieden. Ein Spaziergang durch das historische Rathaus Münster,"Der Beitrag wurde (wie bereits im Titel angekündigt) wie ein Rundgang durch das Münsteraner Rathaus entworfen, der an fotographisch festgehaltenen Orten Halt macht und die historischen Hintergründe erläutert. Dabei wird insbesondere der Westfälische Frieden fokussiert, der unter anderem im hier befindlichen Friedenssaal geschlossen wurde. Der Autor beschränkt sich jedoch nicht nur hierauf, sondern fragen weiterführend auch nach den Auswirkungen auf die Stadt sowie auf die unterschiedlichsten Grenzen im Reich.",,1,19 S.,1618,1648,391,23,Textbeitrag,"Audiodokumente, Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Videodokumente",Historisches Rathaus Münster,Emil V.,Mathilde Anneke Gesamtschule 1799,Die Briten in Münster. Fremde Nachbarn oder vertraute Freunde?,"In diesem Beitrag geht der Autor der Frage nach, ob die Grenze zwischen den Lebenswelten der Münsteraner Stadtbevölkerung der und der der britischen Militärs in der Kaserne in Münster Gremmendorf überwunden werden konnte. Dabei untersuchte er verschiedene Kontaktstationen wie beispielsweise während der sog. Friedensbewegung oder bei der Schließung der Städtepartnerschaft zwischen York und Münster und untersucht zudem Zeitzeugenberichte und Presseartikel in der WN und im WDR. Er kommt abschließend zu dem Fazit, dass sich die Barrieren mit der Zeit immer weiter abbauten und sich sogar so ein gutes Verhältnis schlussendlich ergab, dass der Bürgermeister bei der Verabschiedung der Soldaten aus Münster die Briten als Freunde betitelte.",,1,12 S.,1945,2013,391,23,Textbeitrag,"Expert*innenvorträge, Fachliteratur, Internetquellen, Videodokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeug*inneninterviews","Oxford-Kaserne, Münster, York-Kaserne, Münster",Jona A.,Mathilde Anneke Gesamtschule 1800,Von der Front ins Lager. Schicksale der Gefangenen in Münster,"In dem Beitrag beschäftigt sich der Autor mit dem Schicksal von Kriegsgefangenen in Münster. Er schildert dazu nicht nur die Bedingungen der Inhaftierten, sondern beschreibt auch Gefahren und Ursachen von Fluchtversuchen, Lagerzeitschriften und Krankheiten. Abschließend zeigt er zudem Spuren der Gefangenschaft im heutigen Münster auf.",,1,5 S.,1914,1918,391,23,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen",Haus Spital,Felix E.,Mathilde Anneke Gesamtschule 1801,Ausgrenzung von Zwangsarbeitern in Münster während des Zweiten Weltkriegs,"In diesem Beitrag beschäftigt sich der Autor mit dem Schicksal von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkriegs und legt dabei insbesondere einen Fokus auf solche in Münster. Dabei untersucht er nicht nur ihre Arbeitsbedingungen und Unterkünfte, sondern auch die Ursachen und Bedingungen für die Zwangsarbeit. Er macht dabei insbesondere deutlich, wie unmenschlich die Zwangsarbeit damals gewesen sei. Seine Arbeit schließt mit einem Appell an die heutige Gesellschaft, dass sich so etwas niemals wiederholen dürfe und Menschlichkeit die Basis allen Handelns sein solle.",,1,15 Min.,1939,1945,392,23,Audiobeitrag,"Archivalien, Bilder, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen","Gedenkstein zur Erinnerung an Zwangsarbeiter*innen, Hiltrup",Luis T.,Mathilde Anneke Gesamtschule 1802,",,Von Bangladesch bis Deutschland: Wo Hoffnung keine Grenzen kennt.''","Der Beitrag erzählt die Lebens- und Fluchtgeschichte von Razib Khan aus Bangladesch und beleuchtet dabei verschiedene Herausforderungen und Grenzen, die er auf seinem Weg nach Deutschland überwinden musste. Razib wurde 1981 in Munshiganj (Bangladesch) geboren und wuchs in einfachen, aber stabilen Verhältnissen auf. Politische Spannungen und negative Einflüsse in seinem Umfeld führten schließlich dazu, dass er mit 18 Jahren fliehen musste. Seine individuelle Geschichte stellen die Autor*innen sowohl in Textform als auch durch selbst gezeichnete Bilder dar, um vor allem Razibs Emotionen zu verdeutlichen.",,0,39 S.,1999,2014,59,23,"Textbeitrag, Zeichnung","Internetquellen, Statistiken, Zeitzeug*inneninterviews","Bangladesch, Südasien","Hannah L., Israt M.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1803,Der Zweite Weltkrieg und die Ausgrenzung anderer Menschen,"Der Beitrag thematisiert den Zweiten Weltkrieg und die systematische Ausgrenzung durch das nationalsozialistische Regime. Eingangs wird der Kriegsverlauf skizziert: Beginn mit dem deutschen Angriff auf Polen, globaler Konflikt zwischen Achsenmächten und Alliierten, Ende 1945 mit der Niederlage Deutschlands. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der nationalsozialistischen Ideologie der Ausgrenzung. Betroffene Gruppen waren insbesondere Juden, Roma und Sinti, politische Gegner, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen, slawische Völker, Zeugen Jehovas und weitere Minderheiten. Diese wurden diskriminiert, entrechtet, verfolgt, deportiert und ermordet. Das Fazit betont, dass die Ausgrenzung im Zweiten Weltkrieg sowohl gesellschaftlich als auch staatlich organisiert war. Sie führte zur systematischen Vernichtung von Millionen Menschen und verdeutlicht die extremen Folgen von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung.",,0,11 S.,1939,1945,397,23,Power-Point-Präsentation,"Internetquellen, Zeitzeugenberichte",Deutschland,"Bente B., Emma L., Mareen H.",Friedensschule 1804,Die Gründung der Regenbogenschule Münster: Überwindung einer Grenze zu einer inklusiveren Gesellschaft?,"Der Beitrag behandelt die historische Entwicklung und gesellschaftliche Bedeutung der Regenbogenschule Münster. Ausgangspunkt ist die Frage, ob durch ihre Gründung gesellschaftliche Grenzen überwunden oder verstärkt wurden. Vor der Einführung der allgemeinen Schulpflicht im Jahr 1919 hatten Kinder mit Behinderungen kaum Zugang zu Bildung. Erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts wurden sie zunehmend in sogenannten „Sonderschulen“ unterrichtet. Der Begriff „Förderschule“ setzte sich später durch, um die diskriminierende Konnotation von „Sonderschule“ zu vermeiden. Die Regenbogenschule geht auf die Initiative eines Elternvereins von 1957 zurück, der erstmals eine Förderung für spastisch gelähmte Kinder in Münster organisierte. 1972 übernahm der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Trägerschaft und machte die Schule zur öffentlichen Einrichtung. Seit 1987 trägt sie den Namen „Regenbogenschule“. Ihr Konzept basiert auf drei Säulen: Bildung, Therapie sowie Pflege und Betreuung. Die Beitragserstellerin führte Interviews mit ehemaligen Lehrkräften und Schulleitern. Diese zeigen, dass die gesellschaftliche Einstellung zu Menschen mit Behinderungen seit den 1960er Jahren deutlich offener geworden ist. Während Kinder mit Behinderung früher häufig ausgegrenzt wurden, sind Inklusion und Teilhabe heute zentrale Themen. Statistische Daten belegen einen stetigen Anstieg inklusiver Beschulung. Im Fazit wird betont, dass durch die Gründung der Regenbogenschule eine gesellschaftliche Grenze überwunden wurde: Kinder mit Behinderungen erhielten Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe, wodurch ein Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft vollzogen wurde.",,1,13 S.,1800,2024,404,23,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeugenberichte","Regenbogenschule, Münster",Kaja S.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1805,Verschickungskinder – Erfahrungen ohne Grenzen?,"Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland schätzungsweise 12 bis 13 Millionen Kinder aus der DDR und der BRD in Kinder-Erholungsheime, Kinderkurkliniken und Kinderheilstätten geschickt. Ziel dieser Kuren war vor allem die gesundheitliche Förderung, etwa durch Aufenthalte in Höhen- oder Seeluftgebieten oder spezielle Therapien wie Liegekur und Dampfbäder. Berichte ehemaliger Kurkinder zeigen jedoch, dass in vielen Einrichtungen physische und psychische Grenzüberschreitungen stattfanden. Kinder wurden geschlagen, erniedrigt, gezwungen, Essen aufzuessen, mussten strenge Regeln einhalten, lange liegen und waren häufig medizinisch unzureichend betreut. Diese Erfahrungen führten bei vielen Betroffenen zu Traumata, Angststörungen und weiteren psychischen Belastungen. Die Beitragserstellerinnen analysieren das Thema umfangreich und veranschaulichen es zusätzlich noch kreativ. Sie gestalteten einen alten Koffer, der die Zeit von nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die frühen 90er-Jahre symbolisiert, und richteten darin drei Räume ein, die das Interieur von Kinderkurheimen zeigen. In diesen Räumen veranschaulichten sie die physischen und psychischen Grenzüberschreitungen, die Kinder dort erlebten, zum Beispiel kaltes Abspritzen, strenge Schlafzeiten oder erzwungene Ernährung. Zusätzlich erstellten sie fiktive Tagebucheinträge aus der Sicht eines Kindes, die auf Zeitzeugenberichten und recherchierten Fakten basieren. Heute ist körperliche Bestrafung von Kindern in Deutschland verboten (§1631 BGB), doch die Erlebnisse der Verschickungskinder verdeutlichen die langanhaltenden Folgen solcher Misshandlungen und die lange Zeit mangelnde gesellschaftliche Aufmerksamkeit für dieses Kapitel der Geschichte.",,0,25 S.,1945,1990,393,23,"Tagebuch, Textbeitrag","Fachliteratur, Filme, Internetquellen, Zeitzeugenberichte","Münster, Villa Sommerberg, Bad Rippoldsau","Greta K., Loane W.",Marienschule 1806,Grenzverteidigung - Klarissen am Dom in Münster,"Der Klarissenorden wurde 1212 von Klara von Assisi gegründet. In Münster existierten Klarissenklöster seit 1614, mit wechselnden Standorten, zuletzt am Dom seit 1973. Der Orden lebt nach den Regeln Klaras, geprägt von Armut, Gebet und Abgeschiedenheit. Ziel war die strikte Trennung von klösterlichem und weltlichem Leben. Dies wurde durch Architektur (Mauer, Zaun, Stahltüren), Kleidung (Ordensgewand) und geregelte Kontakte nach außen umgesetzt. Trotz der Isolation fungieren die Klarissen auch als Vermittlerinnen zwischen Kloster und Stadtgesellschaft, z. B. durch Seelsorge, Vorträge oder Schülerbesuche. Historische Ereignisse wie der Kulturkampf, die Weltkriege und die NS-Zeit zwangen die Schwestern zu Anpassungen, wobei sie ihre physischen Grenzen verteidigten, moralische Kompromisse eingingen und zeitweise Exil suchten. Heute zeigt sich eine Lockerung der Regeln: Die Schwestern dürfen in Ausnahmefällen das Kloster verlassen, gesundheitliche Bedürfnisse werden stärker berücksichtigt, und sie sind stärker in die Stadtgesellschaft integriert. Die Grundprinzipien des Ordens (Gebet, Gemeinschaft und Armut) bleiben bestehen, wurden aber angepasst, um die Existenz des Klosters zu sichern.",,0,30 S.,1614,2025,336,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitzeugenberichte","Klarissenkloster, Münster","Amelie R., Marlene O.",Marienschule 1807,Der Streit um das gelobte Land,"Der Beitrag behandelt den Nahostkonflikt mit besonderem Fokus auf die Frage, wem das „gelobte Land“ gehört. Nach einer allgemeinen Einführung in das Thema Grenzen wird die historische Entwicklung von der Antike über die zionistische Bewegung und das britische Mandat bis hin zur Staatsgründung Israels 1948 dargestellt. Anschließend werden zentrale Kriege und Konflikte ab 1948 bis in die Gegenwart chronologisch aufgearbeitet. Neben der historischen Dimension berücksichtigt die Arbeit auch religiöse, gesellschaftliche und politische Aspekte des Konflikts. Die Folgen für die Bevölkerung, insbesondere Armut, Flucht, Einschränkungen und Perspektivlosigkeit, werden hervorgehoben. Im Ausblick reflektiert der Autor die Schwierigkeit eine Lösung angesichts der verhärteten Fronten und religiöser Ansprüche. Er betont jedoch die Notwendigkeit, Gemeinsamkeiten zu suchen und Kompromisse einzugehen, um eine friedliche Zukunft zu ermöglichen.",,1,28 S.,-3300,2024,,23,Textbeitrag,"Bilder, Internetquellen, Videodokumente",Palästina,Sebastian R.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1808,Grenzenlose Grausamkeit - Hexenverfolgung in Münster,"Die Arbeit widmet sich der Hexenverfolgung in Europa mit einem besonderen Schwerpunkt auf Münster im Zeitraum 1552–1644. Sie zeigt auf, wie religiöse Umbrüche (Reformation & Gegenreformation), soziale Krisen (Hungersnöte & Pestepidemien) und Aberglaube zu einer Atmosphäre von Angst und Misstrauen führten, in der Frauen und Männer leicht der Hexerei beschuldigt wurden. In Münster wurden in 29 Verfahren 40 Personen angeklagt, davon 32 Frauen und 8 Männer. Zehn Angeklagte starben infolge von Folter oder Hinrichtungen, überwiegend durch Verbrennung. Die meisten Prozesse fanden zwischen 1627 und 1635 statt, verstärkt durch wirtschaftliche Krisen. Der Ablauf der Hexenprozesse wird detailliert dargestellt. Dabei geht es um Gerüchte, Anklagen, Inhaftierung, Verhöre, Folter (z. B. Streckbank, Daumenschrauben, Wasserprobe) bis hin zu Urteilen und Hinrichtungen. Dabei wird die systematische Überschreitung physischer und psychischer Grenzen der Opfer hervorgehoben. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Einzelschicksalen von Anna zur Steinhorst (1619) und Elsa Buddenboems (1627). Diese Beispiele zeigen, wie soziale Randstellung, Armut, familiäre Verstrickungen oder bloße Gerüchte zur Verurteilung führen konnten. Die letzte Angeklagte, Anna Holthaus, wurde 1644 aus Münster verbannt und auf dem Weg ins Exil von Jugendlichen zu Tode gesteinigt. Damit endeten die Hexenprozesse in Münster. Die Autorinnen beleuchten außerdem gesellschaftliche Folgen wie Misstrauen, Zerstörung sozialer Bindungen und die Instrumentalisierung von Hexenprozessen durch weltliche und kirchliche Machthaber. Im Schlussteil wird die Bedeutung der Menschenrechte hervorgehoben und betont, dass die Hexenverfolgungen ein warnendes Beispiel für die Gefährdung von Gerechtigkeit und Menschenwürde darstellen.",,0,42 S.,1552,1644,,23,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen",Münster,"Elaria A., Eveline G.",Marienschule 1809,Die Vertreibung der Deutsch-Balten: Die Familie von der Recke - ein Biografischer Zugriff,"Der Beitrag untersucht die Vertreibung der Deutsch-Balten am Beispiel der eigenen Familie der Autorin. Im Mittelpunkt steht die Adelsfamilie von der Recke, die seit dem Mittelalter im Baltikum ansässig war und dort über Jahrhunderte eine privilegierte Stellung innehatte. Mit der Russifizierung, der Revolution von 1905 und besonders der bolschewistischen Machtübernahme 1917 kam es zu Enteignungen, Gewalt und einem tiefgreifenden Verlust der gesellschaftlichen Vormachtstellung. Während der Weltkriege verschärfte sich die Situation. Enteignungen, Umsiedlungen im Rahmen des Hitler-Stalin-Paktes und die Besetzung durch die Rote Armee führten schließlich zur endgültigen Vertreibung. Anhand der Erinnerungen von Wilhelm Baron von der Recke (1906–1990) wird deutlich, wie der Übergang von einer Kindheit im Wohlstand zu einem Leben voller Brüche, Flucht und Enteignung verlief. Die Familie verlor nicht nur Besitz und Heimat, sondern auch ihre gesellschaftliche Identität, was langfristige Spaltungen und Traumata innerhalb der Familie nach sich zog.",,1,26 S.,1850,1945,336,23,Textbeitrag,Fachliteratur,Kurland (Lettland),Carlotta v.,Marienschule 1810,Gratwanderungen des Widerstands: Pfarrer Ferdinand Vorholt und sein unermüdlicher Einsatz für Menschlichkeit,"Die Autorinnen beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit Pfarrer Dr. Ferdinand Vorholt, der als mutiger und standhafter Mensch beschrieben wird und vor allem in schwierigen Zeit für das Wohl seiner Mitmenschen kämpfte. Während des NS-Regimes setzte er sich für die Kleinbauern ein und gründete den Westfälischen Bauernbund. In der NS-Zeit leistete er stillen Widerstand, indem er Verbote umging und klare Distanz gegenüber den Nationalsozialisten zeigte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kämpfte er gegen Plünderungen/Gewalt durch Besatzungstruppen und unterstützte beim Wiederaufbau Mecklenbecks. Seine Lebensgeschichte halten die Autorinnen in einem schriftlichen Podcast fest, für dessen Umsetzung sie historische Quellen und fiktive Stimmen aus Vorholts Umfeld heranzogen.",,0,26 S.,1878,1954,386,23,"Podcast, Textbeitrag","Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen",Mecklenbeck,"Jule H., Karlotta S.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1811,Eine Liebe allen Grenzen zum Trotz. Die Liebesgeschichte meines deutschen Großonkels und meiner französischen Großtante,"Der Autor erzählt die Liebesgeschichte seines deutschen Großonkels Willi und seiner französischen Großtante Mimi und bezieht sich vor allem auf die Zeit zwischen ihrem Kennenlernen im April 1942 und dem deutsch-französischen Familienleben bis 1993. Willi und Mimi lernten sich 1942 im französischen Saint-Marc-sur-Mer kennen und lieben, während Willi dort zur Zeit des Zweiten Weltkriegs stationiert war. Ihre Beziehung verstieß jedoch gegen die Nazi-Ideologie, die Liebesbeziehungen zu Französinnen verbot. Krieg, Gefangenschaft und die Nachkriegszeit trugen dazu bei, dass Willi und Mimi mehrfach getrennt waren. Dieser Beitrag stützt sich deshalb vor allem auf den Briefverkehr zwischen den beiden, der über Jahre aufrechterhalten wurde und schließlich dazu führte, dass Mimi 1949 die Ausreise nach Deutschland gelang. Trotz aller Hindernisse bauten sie dort ein deutsch-französisches Familienleben auf.",,1,51 S.,1942,1993,299,23,"Bilder, Textbeitrag","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Deutschland, Saint-Marc-sur-Mer, Frankreich",Philipp L.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1812,Neue Horizonte für Münster. Marion Tüns als erste Oberbürgermeisterin der Stadt,"Der Beitrag beschäftigt sich mit dem politischen Wirken von Marion Tüns als erste weibliche Oberbürgermeisterin (OB) der Stadt Münster im Zeitraum von 1994-1999. Hierzu wurde nicht nur Tüns selbst interviewt, sondern mit Christine Schulz (Grüne) auch eine ehemalige Koalitionspartnerin eingebunden. Weiter interviewte die Autorin auch Tüns Nachfolger Berthold Tillmann (CDU). Die Autorin fokussiert sich dabei auf die Frage, welche Grenzen Tüns vor und während ihrer Zeit als OB überwinden musste. In ihrem Interview berichtet Tüns dabei von Skepsis im persönlichen Umfeld und von der Kirche, von Shitstorms in Lokalmedien und von internem Gegenwind in der Verwaltung. Weiter hätte sie dagegen anarbeiten müssen, als ""Quotenfrau"" gesehen zu werden und sei auch bei wichtigen Projekten an Grenzen gestoßen. Sie schildert dabei beispielsweise Ausbaupläne für die Münsteraner Umgehungsstraße und den FMO oder Pläne für eine neue Gesamtschule in Münsters Osten (heute: Mathilde Anneke Gesamtschule). Zwar habe ihr insbesondere immer viel an der Schul- und Familienpolitik gelegen, jedoch sei sie auch sehr erleichtert gewesen, als ihre Legislatur zu Ende war, da sie einen Burnout erlitten habe. Die Autorin stellt dabei nicht nur Fragen und hört sich die Antworten an, sondern reflektiert diese auch kritisch, untermalt Aussagen mit Bildern und blendet zudem ein Heft der Münsterander Frauen in der SPD aus der damaligen Zeit ein. Durch die weiterführenden Aussagen von Schulz und Tillmann macht sie deutlich, unter welchen Bedingungen Tüns damals arbeitete und welche Grenzen sich ihr aufzeigten. Abschließend drückt die Autorin Tüns dafür auch ihre Bewunderung aus.",,1,23:18 Min.,1994,1999,391,23,Filmbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Flughafen Münster-Osnabrück, Historisches Rathaus Münster, Mathilde-Anneke-Gesamtschule, Münster, SPD Zentrale Münster (""Das Rote Haus der SPD Münster""), Umgehungsstraße, Münster",Emiliana T.,Mathilde Anneke Gesamtschule 1813,Umsiedlung und Vertreibung einer Buchenlanddeutschen,"Der Beitrag schildert die Lebensgeschichte von Agnes Blass, geborene Grossmann, die 1932 in Czernowitz in der Bukowina geboren wurde und als Angehörige der deutschsprachigen Minderheit den Zweiten Weltkrieg sowie die Folgen der Umsiedlung erlebte. Nach der sowjetischen Besetzung 1940 herrschten Unsicherheit, Verhaftungen und Versorgungsengpässe, bis ihre Familie im Rahmen des Umsiedlungsabkommens zwischen Hitler und Stalin „heim ins Reich“ gebracht wurde. Mit nur wenig Gepäck gelangte sie zunächst in Lager, wo die Menschen registriert und nach rassischen Kriterien beurteilt wurden, bevor ihre Familie 1942 in Kalisz angesiedelt wurde. Dort bestimmten Krieg, Luftangriffe und die heranrückende Front das Leben, bis 1945 die Sowjets die Stadt erreichten, der Vater verhaftet wurde und die Mutter schwer erkrankte, sodass Agnes vorübergehend die Verantwortung für die Geschwister übernehmen musste. Die Familie floh nach Rügen und kam schließlich nach Bitterfeld, wo sie vier Jahre blieb, Agnes die Schule besuchte, eine Lehre machte und Arbeit fand, sich jedoch nie ganz akzeptiert fühlte. Mit der Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland, wo sie Arbeit fand und ihren späteren Ehemann kennenlernte, gelang ihr schließlich ein Neuanfang.",,0,23 S.,1932,1950,137,23,"Tagebuch, Textbeitrag","Fachliteratur, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Bitterfeld, Czernowitz, Kalisz","Ina L., Pauline U.",Ratsgymnasium 1814,Clemens August Graf von Galen - Die Predigt 1941,"Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Wirken von Clemens August Graf von Galen, Bischof von Münster, während der NS-Zeit, insbesondere seinem Widerstand gegen die nationalsozialistischen Euthanasieprogramme. Sie erläutert zunächst die historische Einordnung der NS-Herrschaft (1933–1945), die rassistische Ideologie Hitlers und die Durchführung der sogenannten „Aktion T4“, bei der Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung sowie unheilbar Kranke systematisch getötet wurden. Der Schwerpunkt der Ausarbeitung liegt auf den Predigten von Graf von Galen im Jahr 1941, in denen er sich öffentlich gegen die Tötungen wandte. Besonders die Predigt vom 3. August 1941 hatte große Wirkung. Sie kritisierte die Euthanasieprogramme, betonte das Recht jedes Menschen auf Leben und verbreitete sich rasch über Westfalen hinaus. Die Reaktionen auf seine Predigten waren vielfältig: Die Bevölkerung zeigte großes Interesse und Bewunderung für seinen Mut, während das NS-Regime zunächst Maßnahmen gegen ihn prüfte, jedoch letztlich von einer Verhaftung absah.",,1,26 S.,1933,1945,393,23,Textbeitrag,Internetquellen,Münster,Mia D.,Marienschule 1815,Der Esstisch ist keine Grenze,"Die Arbeit beschäftigt sich mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kriegsgefangenen im Deutschen Reich während des Zweiten Weltkriegs, wobei der Schwerpunkt auf der Stadt Münster liegt. Untersucht wird insbesondere das Beispiel des französischen Kriegsgefangenen Louis Julienne, der auf dem Hof der Familie Rölver untergebracht war. Die Arbeit beginnt mit einer Darstellung der Gefangennahme von Soldaten, den internationalen Regelungen der Genfer Konventionen und den offiziellen Vorschriften zur Unterbringung und Arbeit von Kriegsgefangenen. Anschließend werden die konkreten Lebensbedingungen wie Unterbringung, Ernährung, Arbeitseinsätze und gesundheitliche Versorgung thematisiert. Dabei zeigt sich, dass die tatsächlichen Erfahrungen der Gefangenen häufig von den offiziellen Bestimmungen abwichen. Louis Julienne erlebte auf dem Hof Rölver eine vergleichsweise humane Behandlung, nahm aktiv am Familienleben teil und erhielt über die Jahre hinweg persönlichen Kontakt zur Familie, auch nach seiner Rückkehr nach Frankreich. Die Arbeit behandelt zudem das Lagerleben im Allgemeinen, die Rolle von Propaganda, die psychologischen und sozialen Auswirkungen der Gefangenschaft sowie die Interaktion zwischen Kriegsgefangenen und der Münsteraner Bevölkerung.",,1,47 S.,1940,1945,393,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Hof Rölver,Johanna M.,Marienschule 1816,"Keine Russen, Keine Deutschen - Die Geschichte der Russlanddeutschen und Spätaussiedler","Der Beitrag zeigt die Geschichte der Russlanddeutschen. Er beschreibt, wie diese Gruppe nach den politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts zunehmend an gesellschaftlicher Anerkennung verlor, diskriminiert und während der Stalin-Ära systematisch verfolgt wurde. Besondere Aufmerksamkeit liegt auf den Zwangsumsiedlungen und Sondersiedlungen in Kasachstan und Zentralasien, in denen viele Russlanddeutsche Hunger, Zwangsarbeit und soziale Ausgrenzung erlitten. Mit dem Zweiten Weltkrieg verschärften sich Verdächtigungen und Repressionen, da Russlanddeutsche pauschal als „feindlich“ eingestuft wurden. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 nutzten viele Russlanddeutsche die Möglichkeit zur Übersiedlung nach Deutschland. Dort erhielten sie im Rahmen des Spätaussiedler-Status die deutsche Staatsangehörigkeit, sahen sich jedoch großen Herausforderungen gegenüber. Sprachbarrieren, nicht anerkannte Berufsabschlüsse, alltägliche Diskriminierungen und Integrationsprobleme. Der Beitrag verdeutlicht, wie sich infolgedessen russischsprachige Communities bildeten, die sowohl Schutz als auch Abgrenzung mit sich brachten. Gleichzeitig wird auf das Spannungsfeld zwischen mangelnder Anerkennung, Ausgrenzung und einer „Überintegration“ bis hin zur Nähe zu rechtsextremen Strömungen aufmerksam gemacht.",,0,26 S.,1763,2023,403,23,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen","Kasachstan, Russland, Sowjetunion","Evelyn W., Konstantin A., Miriam A., Sarah D.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1817,Verbrechen ohne Grenzen: Euthanasie im Dritten Reich - Die Geschichte der Elli Goldbeck,"Elli Goldbeck (1910–1941) wurde im nationalsozialistischen Deutschland zwangssterilisiert und später im Rahmen des NS-Euthanasieprogramms getötet. 1935 stellte der Direktor der Provinzialheilanstalt Lengerich einen Antrag auf ihre „Unfruchtbarmachung“ beim Erbgesundheitsgericht Münster auf Grundlage des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ von 1933. Elli und ihre Eltern legten Widerspruch ein, mehrere Gutachten stellten fest, dass sie keine psychische Erkrankung hatte. Am 31. Januar 1938 wurde sie dennoch zwangssterilisiert. Nach der Sterilisation wurde Elli in ein Heim in Gelsenkirchen und mehrfach in die Provinzialheilanstalt Lengerich verlegt. Dort erhielt sie unter anderem Kardiazolinfusionen, die Krampfanfälle auslösten. Am 1. Juli 1941 wurde sie mit weiteren Patienten in die Landesheilanstalt Eichberg verlegt und am 11. August 1941 in die Tötungsanstalt Hadamar gebracht, wo sie ermordet wurde. Auf Transportlisten und Gutachten wurden die Patienten durch Plus- und Minuszeichen als „lebensunwert“ oder „lebenswert“ gekennzeichnet.",,1,18 S.,1935,1941,336,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen","Provinzial-Heilanstalt Lengerich, Tötungsanstalt Hadamar",Frida R.,Marienschule 1818,Vermisst und nicht auffindbar? - Suche nach vermissten Wehrmachtsangehörigen nach dem 2. Weltkrieg,"Der Beitrag widmet sich der Suche nach vermissten Wehrmachtsangehörigen. Nach dem Zweiten Weltkrieg bearbeiteten die Suchdienste von DDR und BRD Millionen von Vermisstenanfragen, um den Verbleib von Soldaten und Zivilisten zu klären. In der DDR war der Suchdienst zunächst der Volkspolizei unterstellt und ab 1955 dem DRK. Dieser verfügte über Millionen Suchkarten, Soldbücher und Nachlässe, arbeitete jedoch nur begrenzt und erreichte erst ab 1972 nennenswerte Ergebnisse durch ehrenamtliche Heimkehrerbefragungen. In der BRD erreichten das DRK zwischen 1945 und 1950 14 Millionen Anfragen. Die Suche wurde durch öffentliche Kampagnen, Heimkehrerbefragungen, Vermisstenbildlisten und Rundfunksendungen unterstützt. Ab 1957 ermöglichte das „Exekutivkomitee“ in Zusammenarbeit mit dem Sowjetischen Roten Kreuz die Einsicht in Archive, wodurch vermehrt Fälle geklärt werden konnten. Gruppennachforschungen und militärhistorische Auswertungen führten in der BRD bis 1991 zu 1,09 Millionen Gutachten. Politische Trennungen, der Kalte Krieg und Einschränkungen in der Zusammenarbeit zwischen Ost- und Westdeutschland erschwerten die Suche, erst ab 1992 und der Öffnung der UdSSR konnten durch neue Abkommen 255.000 weitere Fälle geklärt werden. Bis heute gelten etwa 1,3 Millionen Menschen als vermisst.",,1,35 S.,1945,1992,316,23,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",München,Johanna K.,Friedensschule 1819,Psychiatrien im Nationalsozialismus – Grenzen in der Gesellschaft,"Der Beitrag versteht die systematische Entrechtung und Ermordung von erkrankten und behinderten Menschen im Nationalsozialismus als eine ideologisch motivierte Grenzziehung zwischen „lebenswertem“ und „lebensunwertem“ Leben, die der Stabilisierung der Volksgemeinschaft dienen sollte. Dies werfe einerseits die Frage auf, wie Gesellschaften auch heute mit Andersartigkeit umgingen, und zweitens böten die medizinischen Praktiken im Nationalsozialismus einen zentralen ethischen Bezugspunkt für heutige Medizin bzw. Psychiatrie. Zunächst erfolgt eine Einordnung des Konzepts der „Rassenhygiene“ in nationalsozialistische Ideologie, bevor mögliche Motive von Wissenschaftler*innen und medizinischem Personal eruiert werden, sich an der Tötung von Menschen zu beteiligen. Außerdem werden propagandistische Kampagnen gegen erkrankte und behinderte Menschen aufgegriffen. Der Beitrag arbeitet im zeitlichen Verlauf Gesetzgebung sowie institutionelle Weichenstellungen heraus, welche Zwangssterilisationen und Ermordung von Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen sowie Suchterkrankungen legitimiert und ermöglicht hätten. Ein Fokus liegt hierbei auf dem T4-Programm (u. a. Phasen, Tötungsmethoden und Verquickung der Tötung von Menschen mit pseudomedizinischen Experimenten) sowie auf der nur eingeschränkten Entschädigung der Opfer in der Bundesrepublik. Diese Befunde werden im Beitrag durch Beispiele aus der Stadt Münster illustriert, wobei auch der Protest des Münsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen gegen die „Euthanasie“ genannt wird. Abschließend fragt der Beitrag nach den Kriterien, nach denen in Gesellschaft und Medizin der Wert eines Lebens beurteilt wird, sowie nach Schutzmechanismen gegen eine ideologische Indienstnahme der Medizin. Der Beitrag schließt mit dem Appell, die Mechanismen zu analysieren, die zu den Verbrechen geführt hätten, und gesellschaftlich an diese zu erinnern.",,0,27 S.,1932,1955,,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Zeitungsartikel","Münster, Psychiatrische und Nervenklinik Münster","Ellen T., Emilie B.",Gymnasium Paulinum 1820,Der Rhein als Grenze im alten Rom,"Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Rhein als natürliche, militärische, politische, und kulturelle Grenze zwischen dem Imperium Romanum und den germanischen Gebieten sowie dessen kultureller Rezeption und musealer Darstellung. Unter Augustus sei der Rhein zur formellen Reichgrenze erklärt worden, nachdem die Eroberung rechtsrheinischer Gebiete insbesondere im Umfeld der Varusschlacht im Jahr 9. n. Chr. gescheitert war. Ausgehend von archäologischen Funden (Münzen, militärischer Ausrüstung, Knochen etc.) stellt der Beitrag die Argumentation für die Verortung der Schlacht in Kalkriese dar. Die Funde lieferten nicht allein militärgeschichtliche Einblicke, sondern bestätigten auch historischen Berichte von Tacitus und Cassius Dio. Der Beitrag zeichnet bis zum Ende der römischen Herrschaft am Rhein Anfang des 5. Jahrhunderts den Zusammenhang von äußerer Bedrohung und innerer Instabilität mit Expansionsbestrebungen einerseits und Maßnahmen zur Grenzbefestigung andererseits. Im Zuge der Grenzsicherung gegen Überfälle wurden Militärlager gegründet, aus denen sich Städte wie Mainz, Köln und Xanten entwickelten. Im Hinblick auf den Handel zwischen dem Imperium und den germanischen Stämmen kontrastiert der Beitrag das Bild der Abwehr nach außen jedoch mit intensivem Güteraustausch sowie einer kulturellen Durchmischung im rheinischen Gebiet. Anhand eines römischen Grenzturms an der Hard in Muttenz als typisches Beispiel spätrömischer Grenzbefestigungen und Teil eines komplexen Verteidigungssystems wird schließlich der Aufbau und die Funktion der Verteidigungsanlagen am Rhein erläutert. Die römische Kontrolle sei 401/402 n. Chr. aufgegeben worden, als die Truppen gegen die Westgoten in Italien eingesetzt wurden. Ein selbstgeführtes, im Wortlaut abgedruckten Interview mit einer Vertreterin des LVR-Archäologischen Park Xanten gibt das Selbstverständnis sowie Aufgaben der Institution wieder.",,1,25 S.,9,402,397,23,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen","Basel, Xanten",Johanna B.,Friedensschule 1821,Der Fall Greta Bünichmann - Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert,"Der Beitrag beschäftigt sich mit der frühneuzeitlichen Hexenverfolgung, die als Folge sozialer Katastrophen im Umfeld des Dreißigjährigen Krieges analysiert und in ein übergreifendes menschliches Bedürfnis nach der Suche nach „Schuldigen“ eingeordnet wird. Nach einem historischen Überblick über den Dreißigjährigen Krieg, v. a. im Münsterland, wird im Beitrag der Fall Greta Bünichmanns vorgestellt, die 1635 als letzte Frau durch städtische Stellen nach einem Hexenprozess hingerichtet wurde. Zu den Merkmalen der europäischen Hexenverfolgung dieser Zeit zählten laut dem Beitrag eine im christlichen Weltbild verankerte Angst vor dem Antichristen, die Institutionalisierung der Prozesse durch die Constitutio Criminalis Carolina (1532), der Einsatz von Folter zur Erpressung von Geständnissen (das „peinliche Verhör“ im Unterschied zum „gütlichen Verhör“) sowie der Zusammenhang einer deprivilegierten sozialen Stellung der Opfer und der Verfolgung. Nach der Darstellung des Beitrags seien vor allem Frauen hiervon betroffen gewesen. Als Formen der Hexerei seien den Opfern insbesondere Teufelspakt, Teufelsbuhlschaft, Teilnahme am Hexensabbat und Schadenszauber vorgeworfen worden. Der Beitrag stellt die überlieferten Informationen zur Biographie Greta Bünichmanns vor, deren Prozess ein typisches Beispiel darstelle. Die Arbeitgeber der Dienstmagd hatten sich bei ihr verschuldet und sie als Hexe angezeigt. Die Besonderheit des Falles bestehe darin, dann ein Testament Bünichmanns erhalten sei, in welchem sie ihre Ankläger auffordere, vor Gott zu schwören, dass sie eine Hexe sei, anderenfalls würden deren Schulden nicht erlassen werden. Die Verteidigung gegen den Vorwurf der Hexerei über den Tod hinaus stellt für die Autorin des Beitrags den Ausgangspunkt für Überlegungen dar, ob der konkrete Fall zu einem Umdenken in Münster geführt haben und ob Greta Bünichmann dadurch Grenzen überwunden haben könnte. Nach der Autorin stünden die Hexenprozesse für die Unterdrückung unangepasster Frauen, die als Bedrohung wahrgenommen würden, und zeigten auf, dass bis heute existierende geschlechtsspezifische Gewalt bekämpft werden müsse.",,1,22 S.,1618,1648,,23,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen","Münster, Münsterland",Julia G.,Schillergymnasium 1822,Entgrenzte Edelleute? - Die Halsbandaffäre im Münsterland,"Der Beitrag behandelt die Halsbandaffäre im Münsterland (1491–1528). Im Zentrum der Halsbandaffäre stand ein erbitterter Streit um Landbesitz, den Gisela von Ascheberg gleich zweimal verkauft hatte. Einmal an Goddert von Hamern und einmal an Lambert von Oer. Goddert griff 1520 zu drastischen Mitteln. Er überfiel den über 80-jährigen Ritter Lambert auf dem Rückweg von der Kirche, riss ihn vom Pferd und wollte ihn mithilfe eines Eisenhalsbands zwingen, das umstrittene Grundstück abzutreten. Lambert ließ das Folterinstrument jedoch wieder abnehmen und verweigerte die Unterschrift, sodass die Auseinandersetzung noch acht Jahre andauerte und erst 1528 mit einer Geldzahlung beigelegt wurde. Durch Spurensuche im Stadtarchiv Münster, im Burgmuseum Burg Vischering sowie vor Ort in Bechtrup und Lüdinghausen wird die Affäre vom Beitragsersteller anschaulich rekonstruiert. Dabei zeigt sich, wie sehr eine einzelne Fehde über die Beteiligten hinaus ganze Regionen in Mitleidenschaft zog und wie schwer es im Heiligen Römischen Reich war, neue Gesetze gegen althergebrachte Praktiken wie das Fehderecht durchzusetzen.",,1,9 Min.,1491,1528,403,23,Film,"Erinnerungstafeln, Fachliteratur, Museumsbesuche","Bechtrup (Lüdinghausen), Burg Kakesbeck, Burg Vischering",Vicco M.,Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1823,Kinderlandverschickung - Von den Eltern isolierte Kinder lernen ihre Grenzen kennen,"Die Website behandelt die Kinderlandverschickung (KLV) während des Zweiten Weltkriegs, eine staatlich organisierte Maßnahme, bei der Kinder aus Städten, die durch Luftangriffe gefährdet waren, in ländliche Gebiete gebracht wurden. Ziel dieser Maßnahme war es, Kinder vor den unmittelbaren Gefahren durch Bombenangriffe zu schützen. Die Website beschreibt die historischen Hintergründe der KLV, die organisatorischen Abläufe und die Bedingungen, unter denen die Kinder untergebracht wurden. Detailliert dargestellt werden die Schritte der Organisation, einschließlich der Information der Eltern über die Evakuierung, der Auswahl und Nutzung der Transportmittel sowie der Unterbringung in speziellen Lagern. Es wird beschrieben, wie der Tagesablauf der Kinder strukturiert war, wobei Aufstehen, morgendliche Hygiene, Betten machen, Gesundheitsappelle, Frühstück und festgelegte Begrüßungsrituale Teil des Programms waren. Die Website geht außerdem auf die psychischen und emotionalen Aspekte der Kinderlandverschickung ein und thematisiert die Grenzen der Belastbarkeit der Kinder. Ergänzt wird der Beitrag durch Interviews mit Zeitzeugen, die ihre persönlichen Erfahrungen während der Evakuierung schildern. Dabei werden sowohl die organisatorischen Abläufe als auch die alltäglichen Erfahrungen der Kinder in den Lagern beschrieben.",,0,29 S.,1940,1945,112,23,Website,,"Gau Bayreuth, Oberbayern","Jasper N., Philipp B.",Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1824,"Ausgegrenzt. Die Ausgrenzung der Russlanddeutschen während der Zeit des Stalinismus. Was führte dazu, dass diese nationale Minderheit ausgegrenzt wurde?","Der Beitrag untersucht die Geschichte der Ausgrenzung und Deportation von Russlanddeutschen im Schwarzmeer- und Wolgagebiet zwischen 1941 und 1945. Es werden strukturelle, politisch organisierte Ausgrenzung aus ideologischen Gründen und zur Schaffung eines Feinbildes und gesellschaftliche Ausgrenzung unterschieden. Die Motivation des Beitrags liegt darin, angesichts einer Radikalisierung des gegenwärtigen Migrationsdiskurses historische Faktoren herauszuarbeiten, die zur Ausgrenzung migrantischer Minderheiten beitragen. Eingangs erfolgt eine Reflexion über die Funktion von Geschichte, wobei im Rückgriff auf Christopher Clark Geschichte weniger als Lehrmeisterin, sondern vielmehr als ‚Orakel von Delphi‘ verstanden wird. Methodisch wird explizit das Kriterium der Multiperspektivität angelegt und hinsichtlich der Quellenlage (Selbstdarstellungen überliefert durch Heimatvereine oder religiösen Gemeinschaften sowie Zeitzeugenberichte) der Zusammenhang verschiedener Interessenlagen und historischer Narrative reflektiert sowie der Begriff „Russlanddeutsche“ diskutiert und historisch kontextualisiert Die Situation der Russlanddeutschen wird im Beitrag mit der historischen Entwicklung Russlands bzw. der Sowjetunion in Beziehung gesetzt, die ausführlich dargestellt werden. Der Fokus liegt auf dem Stalinismus (Sowjetisierung und Zwangskollektivierung, Zerstörung religiöser Gemeinschaften und kultureller Identität, Liquidation im Zweiten Weltkrieg, Deportation und Zwangsarbeit). Insbesondere der Faschismus- und Kollaborationsvorwurf mit dem NS-Regime gegen die Russlanddeutschen wird im Beitrag kritisch und aus verschiedenen Perspektiven untersucht (Selbstzeugnisse und Berichte von Zeitzeuginnen unter persönlicher Betroffenheit; NS-Propagandamaterial und Dokumentation; offizielle sowjetische Darstellungen zur Diffamierung der Russlanddeutschen). Der Beitrag diskutiert ferner Thesen, warum Russlanddeutsche NS-Ideologie z. T. befürworteten (z. B. Reaktion auf sowjetische Ausgrenzung; Aufwertung der eigenen Gruppe durch Identifikation als Deutsche). Mit Schwerpunkten auf der Vertreibung, Verschleppung und Deportation sowie dem System der Arbeitslager stellt der Beitrag die Situation der Russlanddeutschen im Umfeld des Zweiten Weltkrieges dar und setzt Informationen aus der Literatur in Beziehung zu selbstgeführten Interviews mit Zeitzeuginnen. Abschließend erfolgt eine Reflexion über Familienidentität sowie deren Einfluss auf den Forschungsprozess. Die Arbeit enthält eine Transkription der Zeitzeugeninterviews.",,1,48 S.,1763,1952,373,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Museumsbesuche, Zeitzeug*inneninterviews",,Patricia R.,Marienschule 1825,Die Zeit der Römer,"Der Beitrag besteht in einem Interview-Podcast mit dem Leiter des LWL-Römermuseums Haltern am See, Josef Mühlenbrock, zu römisch-germanischen Grenzbeziehung bei Haltern zur Zeit des Augustus. Zu Beginn begründet die Autorin ihre Motivation für das Projekt und stellt den Interviewpartner vor. Haltern am See liegt an der Lippe, wo vor 2000 Jahren römische Legionen stationiert waren. Die Schwerpunkte des Interviews sind das Alltagsleben der Legionäre (Wohnformen, Tagesablauf, Ernährung, Kleidung) sowie ihre soziale Stellung und Aufstiegschancen, die Stellung der Römer in den Grenzregionen, die Beziehung zwischen Römern und Germanen (militärische Auseinandersetzung, Handel, Kulturkontakt, Vorurteile) sowie Unterschiede in der militärischen Struktur. Besonderes Augenmerk liegt auf der Varusschlacht und auf der Biographie des Arminius. Der Fokus der Erklärungen liegt auf der Begründung von Annahmen durch archäologische Funde und auf der Einordnung der Quellenlage als einseitige Darstellung von Römern über Germanien. Ferner wird ein Gegenwartsbezug zwischen den damaligen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Grenzregion und der Vertreibung und Umsiedlung in gegenwärtigen Konflikten (Israel/Palästina, Russland/Ukraine) unter der Frage vorgenommen, ob Menschen aus vergangenen Auseinandersetzungen gelernt hätten.",,1,21:44 Min.,-12,9,406,23,Audiobeitrag,Expert*inneninterviews,"Haltern am See, Köln, Xanten",Hanna S.,Marienschule 1826,Einzigartig und vergessen in Münster,"Der Beitrag behandelt die Ausgrenzung und Verfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus. Anhand zweier Biografien wird das Schicksal von Menschen verdeutlicht, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit stigmatisiert wurden. Ida Dietrich, eine Frau mit geistiger Behinderung, erlebte bereits in ihrer Kindheit Ausgrenzung und musste mehrfach die Schule wiederholen, bevor sie sie ohne Abschluss verließ. Später wurde sie in psychiatrische Einrichtungen eingewiesen, wo sie harte Arbeitsbedingungen, diskriminierende Behandlungen und 1934 eine Zwangssterilisation erfuhr. Mehrfach verlegt, litt sie unter Hunger und fehlender medizinischer Versorgung, bis sie 1944 in Hadamar starb und in einem Massengrab beigesetzt wurde. Das zweite Beispiel ist Friedrich Lüddecke, der 1920 in eine Familie mit Sintize-Herkunft geboren wurde. Nach dem frühen Tod des Vaters lebte er mit seiner Familie in Münster. Während des Zweiten Weltkriegs diente er zunächst in der Wehrmacht, wurde jedoch aufgrund seiner Herkunft ausgeschlossen. Er war von Überwachung, Heiratsverbot und Zwangssterilisation betroffen, während Teile seiner Familie deportiert wurden. Zeitweise lebte er im Versteck, überlebte den Krieg und kämpfte in den 1950er Jahren lange um eine Entschädigung, bevor er 1966 in Münster verstarb.",,1,13 Min.,1933,1945,392,23,"Audiobeitrag, Podcast","Archivalien, Fachliteratur","Coerde, Tötungsanstalt Hadamar, Westfälische Provinzial- und Pflegeanstalt (LWL), Münster-Marienthal",Emmy T.,Mathilde Anneke Gesamtschule 1827,Frauenhäuser - Grenzüberwindung gegen Grenzüberschreitung,"Der fiktive Podcast „Ungehörte Stimmen“ behandelt das Thema Frauenhäuser als Schutz vor häuslicher Gewalt. Frauenhäuser bieten Frauen und Kindern, die Gewalt erfahren, Zuflucht und Unterstützung. Ihre Standorte werden aus Sicherheitsgründen geheim gehalten. Einrichtungen können autonom (unabhängig vom Staat und finanziert über Spenden und ehrenamtliche Arbeit) oder nicht autonom (unter staatlicher, kirchlicher oder wohlfahrtsverbandlicher Trägerschaft) betrieben werden. Erste moderne Frauenhäuser entstanden weltweit in den 1970er Jahren. In Münster gründete der Verein „Frauen helfen Frauen“ 1976 erste Initiativen, das erste Frauenhaus eröffnete 1980, zunächst nicht autonom. 1991 konnte das erste autonome Frauenhaus etabliert werden, betrieben vom Verein Frauenhaus und Beratung e.V., mit Fokus auf Selbstverwaltung, unabhängige Finanzierung und Stärkung der Selbstbestimmung. Heute gibt es in Münster zwei Frauenhäuser sowie eine Beratungsstelle, die Unterstützung bei Unterkunft, Behördenangelegenheiten, Schul- und Kitawechsel sowie psychologischer Betreuung bietet. Femizide und schwere körperliche sowie sexualisierte Gewalt verdeutlichen die anhaltende Problematik. Der Beitrag zeigt, dass es trotz gesetzlicher Fortschritte weiterhin Herausforderungen wie Platzmangel, ungesicherte Finanzierung und unzureichende Angebote für geflüchtete Frauen, Frauen ohne Aufenthaltsstatus oder mit Behinderung gibt. International zeigen Länder wie Schweden und Finnland gut ausgebaute Strukturen, während Frauenhäuser in vielen Entwicklungsländern selten sind. Frauenhäuser fördern nicht nur Schutz, sondern auch Selbstbestimmung und Solidarität.",,0,30 Min.,1949,2025,279,23,"Filmbeitrag, Podcast","Archivalien, Expert*inneninterviews","Frauenhaus und Beratung e.V., Münster","Emily D., Malaika K.",Marienschule 1828,"Wie die Hiltruper Missionare religiöse, soziale und geographische Grenzen überwunden haben","In dieser Folge des Schulpodcasts des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums Hiltrup geht es um die Geschichte und Wirkung der Hiltruper Missionare. Die Ursprünge der Gemeinschaft im 19. Jahrhundert, ihre Arbeit in den deutschen Kolonialgebieten der Südsee und die wichtige Rolle weiblicher Missionskräfte werden im Verlauf des Beitrages ausgearbeitet. Thematisiert werden nicht nur die religiösen Zielsetzungen und die Überwindung von Glaubensbarrieren, sondern auch die sozialen und politischen Herausforderungen, mit denen die Missionare während der Industrialisierung, der Weltkriege und des Kulturkampfes konfrontiert waren. Zudem wird der Wandel der Missionsarbeit nach der Entkolonialisierung hervorgehoben, als sich die Rolle der Missionare stärker hin zu Partnerschaft, interkulturellem Dialog und Entwicklungszusammenarbeit veränderte. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Zusammenhang von Mission und Bildung. Schon früh setzten die Hiltruper Missionare auf die Gründung von Schulen, in denen neben Wissen auch Werte wie Toleranz, Nächstenliebe und Gemeinschaft vermittelt wurden.",,0,6 Min.,1890,2025,403,23,"Audiobeitrag, Podcast","Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",Kardinal-von-Galen-Gymnasium Hiltrup,"Lilli-Marie S., Louisa R., Marlene E.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1829,Currywurst oder Polnische Piroggen?,"Der Beitrag befasst sich mit der deutsch-polnischen Grenze, verstanden sowohl als politische und kulturelle Grenze als auch als Teil individueller Lebensgeschichten. Ausgangspunkt ist ein persönlicher Bezug, da die Großeltern der Beitragserstellerin in Polen aufwuchsen und später nach Nordrhein-Westfalen zogen. Für das Projekt wurden zahlreiche Interviews durchgeführt, unter anderem mit den Großeltern, Lehrkräften und dem Bundestagsabgeordneten Paul Ziemiak. Im Mittelpunkt stehen diese persönlichen Geschichten, die insbesondere die Migration von Polen nach Deutschland und die damit verbundenen Veränderungen beim Überschreiten der Grenze aufarbeiten. Thematisiert werden auch Kindheitserfahrungen während des Kommunismus in Polen, die sozialen Umfelder der Interviewpartner*innen sowie der Zugang zu Bildung und Kultur, etwa durch Schule oder Familie. Traditionen und Bräuche, die aus Polen mitgebracht wurden, spielen eine wichtige Rolle, beispielsweise typische Gerichte oder Feierlichkeiten. Außerdem werden Unterschiede im Alltag und in der Lebenswelt zwischen Polen und Deutschland beleuchtet. Ergänzt wird der Beitrag durch eine pädagogische Perspektive.",,0,9 Min.,1950,1980,403,23,Film,"Internetquellen, Privatdokumente","Polen, Ryjewo, Stettin","Emilia K., Paul N.",Kardinal-von-Galen-Gymnasium 1830,Der lange Weg zur Gleichberechtigung. Ministrantendienst in der Diözese Münster nun auch für Mädchen,"Der Beitrag widmet sich der Frage, warum Mädchen in der katholischen Kirche lange Zeit vom Altardienst ausgeschlossen waren und wie diese Grenze schrittweise überwunden wurde. Grundlage sind kirchenrechtliche Analysen, historische Quellen aus dem Bistumsarchiv Münster sowie Zeitzeugeninterviews zur Praxis verschiedener Gemeinden. Zunächst wird das Kirchenrecht in seiner historischen Entwicklung betrachtet, besonder die Bestimmungen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Anschließend werden Briefe aus den Jahren 1969 bis 1979 ausgewertet, in denen Kinder bzw. Jugendlichen gegenüber dem Bischof von Münster Gleichberechtigung einforderten. Außerdem werden Beschwerdebriefe über den Einsatz von Messdienerinnen von Erwachsenen analysiert. Die Antworten der Kirchenleitung zeigen die Spannungsfelder zwischen Tradition, rechtlichen Vorgaben und wachsendem Reformdruck. Wiederkehrenden Argumente werden von den Autorinnen zu Themenschwerpunkten kategorisiert, die anhand von Zitaten verdeutlicht werden. In visuell abgegrenzten Kästen nehmen die Autorinnen jeweils Stellung zu den Ergebnissen. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der praktischen Einführung von Ministrantinnen in verschiedenen Gemeinden des Münsterlands seit den 1970er-Jahren. Hier wird deutlich, dass lokale Unterschiede und das Engagement einzelner Akteure maßgeblich waren. Während manche Pfarreien früh Mädchen zum Altardienst zuließen, hielten andere lange an der bisherigen Praxis fest. Abschließend wird reflektiert, dass trotz erreichten Fortschritts bis heute strukturelle Grenzen für Frauen in der katholischen Kirche bestehen, insbesondere beim Zugang zu Weiheämtern.",,0,50 S.,492,2025,373,23,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Privatdokumente, Zeitzeug*inneninterviews","Domplatz Münster, Gescher, Mecklenbeck, Vreden","Ava S., Lea A., Liese-Lotte G., Linn M.",Marienschule 1831,Drensteinfurt: Eine in „diesseits und jenseits der Bahn“ geteilte Stadt im Münsterland. Woher hat dies seinen Ursprung?,"Der Beitrag untersucht die Entstehung einer bis heute bestehenden Grenze innerhalb der Stadt Drensteinfurt. Ausgangspunkt ist die Bahnstrecke Münster–Hamm, die seit ihrer Eröffnung im Jahr 1848 den Ort in einen „alten“ östlichen und einen „neuen“ westlichen Teil teilt. Die Arbeit verfolgt die Entwicklung dieser Trennung vom Bau der Eisenbahn über die Zerstörungen der Stadt im Zweiten Weltkrieg bis hin zur Nachkriegszeit. Besonderes Augenmerk gilt dem starken Zuzug von Geflüchteten und Vertriebenen nach 1945. Die neu entstehenden Siedlungen, insbesondere Ossenbeck, lagen westlich der Bahnlinie. Die Bahnlinie wirkte so nicht nur als infrastrukturelle, sondern auch als soziale Grenze: Alteingesessene Bewohner*innen unterschieden sich in ihrem Selbstverständnis von den Zugezogenen. Gleichwohl hätten gemeinschaftliche Aktivitäten, etwa in Vereinen oder Siedlergemeinschaften, zur schrittweisen Harmonisierung beigetragen. Mit dem Bau neuer Verkehrswege wie der Umgehungsstraße 1988 verlor die Bahnlinie an trennender Wirkung, dennoch bleibt die sprachliche Unterscheidung im Alltagsgebrauch lebendig. Das Fazit enthält eine eigene kritische Bewertung der Baupolitik und mangelnden Integration der Neubürger*innen in der Nachkriegszeit. Analysen von Archivquellen (z. B. von Ratsprotokollen) sowie Zeitzeugeninterviews werden ergänzt durch den Einbezug von Bildquellen sowie Karten.",,1,25 S.,1846,1988,177,23,Textbeitrag,"Archivalien, Bilder, Fachliteratur, Internetquellen, Karten, Zeitzeug*inneninterviews",Drensteinfurt,Jonte K.,Gymnasium Paulinum 1832,Nachkriegszeit in der DDR und Westdeutschland,"Der Filmbeitrag beschäftigt sich mit der Flucht von DDR-Bürger*innen in die Bundesrepublik. Zunächst wird eine Zeitzeugin interviewt, welche als Studentin mit ihrer Familie über Westberlin aus der DDR floh. Mitglieder der protestantischen Familie fürchteten Repressionen in der DDR und wollten das Land angesichts ideologischer Einschränkungen wegen ihrer Ablehnung des Kommunismus und angesichts des Baus der Berliner Mauer im August 1961 verlassen. Die Zeitzeugin beschreibt ein von Fluchtinstinkt geprägtes Lebensgefühl, in dem viele Menschen die DDR überstützt verließen. Der Ablauf ihrer Flucht per S-Bahn, die Vorkehrungen, die Prozedur im Notaufnahmelager Marienfelde, der Flug per Militärmaschine nach Hannover sowie das weitere Leben in der Bunderepublik werden beschrieben. Das Interview enthält zudem eine Reflexion über den Begriff „Heimat“. Im zweiten Teil des Videos folgt eine Präsentation der Autor*innen zur deutsch-deutschen Geschichte, in der sie einige „spektakuläre“ Fluchtgeschichten aus der DDR (z. B. Heiluftballon, Surfbrett nach Dänemark etc.) nennen. Ein Arbeitsbericht wird am Ende des Videos eingeblendet.",,0,20:35 Min.,1945,1961,,23,Filmbeitrag,Zeitzeug*inneninterviews,"Berlin, Berlin (Ost), Göttingen, Hannover","Lenja B., Mara K.",Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 1833,Abgrenzung von der Entgrenzung: Die Zwangspensionierung der Lehrerin Christine Schumann und ihr Widerstand im Kontext der gleichgeschalteten Annette-Schule während der NS-Zeit,"Im ersten Teil des Beitrags wird die Geschichte der Lehrerin Christine Schumann, welche im zwischen 1910 und 1938 an der Annette-Schule (heutige Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium) tätig war und wegen ihrer Ablehnung des Nationalsozialismus, ihren katholischen Überzeugungen und einer früheren Mitgliedschaft in der Zentrums-Partei 1938 in den vorzeitigen Ruhestand gedrängt worden sei. Im Beitrag wird zunächst die Vielfalt des Begriffs Grenzen reflektiert, wobei im Weiteren vor allem die „Abgrenzung“ vom Nationalsozialismus sowie die „Ausgrenzung“ politisch Andersdenkender fokussiert werden. Die Geschichte Schumanns wird anhand von Dokumenten in ihrer Personalakte nachvollzogen und historisch kontextualisiert. Besonderes Augenmerk liegt auf der Denunziation bzw. Beschwerde des nationalsozialistisch eingestellten Schulleiters gegen Schumann. Die historischen Ereignisse werden im zweiten Teil des Beitrags literarisch verarbeitet. Zunächst werden die narratologischen Entscheidungen (Erzählhaltung, Charakterisierung der Figuren, Figurenkonstellation) begründet. Schumann soll dabei als aufrechte Widerständige, der Schulleiter als ihr Gegenspieler dargestellt werden. Die christlichen Überzeugungen Schumanns werden in der Erzählung zur zentralen Handlungsmotivation. Das Verhältnis von historischer Analyse anhand von Quellen und dem fiktionalen Text wird eingangs reflektiert: Die Erzählung erhebe keinen Anspruch auf absolute Wahrheit, vielmehr orientiere sie sich an den ausgewählten Quellen und versuche durch erzählerische Mittel unterschiedliche Perspektiven hervorzuheben.",,1,20 S.,1933,1947,58,23,Novelle,"Archivalien, Fachliteratur","Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Münster",Minna M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1834,"Opa, wie war deine Kindheit? Kindheit in Grenzen","Der Filmbeitrag zeigt, wie die Familie der beiden Schüler*innen gemeinsam mit den Großeltern den ehemaligen Grenzkontrollpunkt Marienborn-Helmstedt besucht. Die Siedlung im militärischen Sperrgebiet der innerdeutschen Grenzen ist der Ort, an dem der Großvater aufwuchs, da sein Vater dort Offizier an der DDR-Grenze war. Zuvor werden im Beitrag der Begriff „Zöllner“ online recherchiert und die Großeltern interviewt. Die Schüler*in befragt vor Ort den Großvater über seine Kindheit (u. A. Aufwachsen im Sperrgebiet, Konfrontation mit der Grenze und Haltung gegenüber „Republikflüchtlingen“). Im Beitrag wird insbesondere beschrieben, wie die Regeln im Sperrgebiet die Kindheit prägten, z. B. war der Zugang war für „normale“ Bürger*innen – auch für Freund*innen und Familie – nicht gestattet. Der Großvater erzählt von der Erfahrung, von anderen Kindern wegen des Berufs seines Vaters gemieden worden zu sein – aus Angst, er würde sie ggf. denunzieren und damit deren Familien in Gefahr bringen. Wie im Beitrag zu sehen ist, besuchte die Familie außerdem das Grenzdenkmal Hötensleben. Vorstellungen von der Grenze werden dort mit den Überresten konfrontiert und die Erfahrung des Getrenntseins durch die innerdeutsche Grenze thematisiert.",,0,33:54 Min.,1965,,405,23,Filmbeitrag,"Historische Orte, Zeitzeug*inneninterviews","Grenzdenkmal Hötensleben, Marienborn","Lina Luise Rosa W., Ole Oskar Emil W.",Peter-Wust-Schule 1835,Saskia von Brockdorff- eine grenzenlose Grenzgängerin – oder: wie viele Grenzüberschreitungen passen in ein Leben?!,"Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Leben Saskia von Brockdorffs, der Tochter von Erika Gräfin von Brockdorff, die 1943 als Mitglied der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ hingerichtet wurde. Der Beitrag gliedert sich in drei Teile: Zunächst werden die persönliche Inspiration durch ein Schulprojekt namens „Kofferpacken für Tommy“ und das Interesse am Thema NS-Widerstand dargestellt und zur Forschungsfrage geleitet, inwiefern Saskia von Brockdorffs Leben und ihre zahlreichen Grenzüberschreitungen territorialer, nationaler, persönlicher, menschlicher und politischer Art von ihrer Herkunftsgeschichte geprägt sind. Außerdem werden Assoziationen zu „Grenzen“ und die Quellenlage dargestellt sowie die kreative Darstellungsform begründet. Im zweiten Teil wird die Biographie Saskia von Brockdorffs vorgestellt. Schwerpunkte in der Beschreibung liegen auf ihrem Aufwachsen in der DDR mit einer als antifaschistische Heldin verklärten Mutter, die sie zugleich kaum kannte, einem erst spät in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand gefundenen Abschiedsbrief der Mutter, der Verlegung eines Stolpersteins auf Bemühen ihrer Tochter (2006), der späten Rehabilitierung durch die Bundesrepublik (2009) und die Beisetzung ihrer sterblichen Überreste (2019). Das abgedruckte Interview des Autors mit Saskia von Brockdorff thematisiert u. a. die Ausreise aus der DDR nach Peru, die bürokratische Prozedur der Ankunft in der Bundesrepublik sowie das Leben in der DDR in Innen- und Außenperspektive. Das Interview soll dann mittels kreativer Zugänge ausgewertet werden. Dazu enthält der Beitrag Zeichnungen, bspw. zu ersten Assoziationen zum Beitrag, zum zeitlichen Verlauf der Biographie, den Kindheits- und Migrationserfahrungen sowie zur Aktivität als Zeitzeugin. Das Fazit bezieht die Biographie auf das Wettbewerbsthema „Grenzen“. Saskia von Brockdorffs „Grenzgängertum“ liege nicht allein in ihrer Herkunftsgeschichte, sondern in ihrer Persönlichkeit begründet.",,1,27 S.,1943,2025,386,23,"Textbeitrag, Zeichnung","Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Berlin, Berlin-Plötzensee, Coesfeld, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Münster, Peru",Kolya W.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1836,Grenzüberwindung durch Bildung und Integration: Die Rolle der Marks-Haindorf-Stiftung in Münster,"Grundlage dieses Beitrags ist die Marks-Haindorf-Stiftung, eine Münsteraner Schulanstalt im 19. und 20. Jahrhundert sowie dessen Gründer Alexander Haindorf. Dabei steht die zentrale Frage im Vordergrund, welchen Beitrag die Stiftung zur Bildung und Integration jüdischer Bürger*innen leistete und an welche Grenzen sie dabei stieß. Es wird zunächst Bezug genommen auf das Leben Haindorfs und sein persönliches Ziel, das er an die Stiftung stellte: Bildungsgrenzen überwinden. Es folgt eine allgemeine Einführung in das Schulwesen des 19./20. Jahrhunderts, welches stark durch soziale und religiöse Grenzen geprägt war. Im weiteren Verlauf wird der Werdegang der Stiftung - begonnen mit der Gründung im Jahr 1825 und des Wiederaufbaus im Jahr 1949 - detailliert dargelegt. Noch heute handelt es sich um einen Erinnerungsort jüdischer Geschichte in Münster.",,1,26 S.,1825,1986,58,23,Textbeitrag,"Bilder, Fachliteratur, Internetquellen","Am Kanonengraben 4, Münster",Pauline W.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1837,Berg Fidel. Von Edelviertel zu Problemviertel,"Der Beitrag beschäftigt sich mit der Entstehung und Weiterentwicklung des Stadtteils Berg Fidel im Süden Münsters. Was einst als Luxuswohnprojekt geplant war, um Leben und Arbeiten aufgrund des nahegelegenen Industriegebiets miteinander zu verbinden, wird heute von vielen Münsteraner*innen als sozialer Brennpunkt wahrgenommen. Beginnend mit der Lage und Nutzung des heutigen Stadtteils im Mittelalter, über die konkrete Stadtteilplanung sowie den Bau Berg Fidels führt der Beitrag schrittweise in die vielfältigen Veränderungen ein, die letztlich zur heutigen prekären Lage führten. Ein Interview mit Wilfried Stein, dem Bezirksbürgermeister der Stadtteile Hiltrup und Berg Fidel, verdeutlicht die aktuelle Lage wie auch die Zukunftspläne des Quartiers.",,1,16 S.,1800,2024,59,23,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Zeitungsartikel",Berg Fidel,Patrick W.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1838,Zukunft braucht Erinnerung: Zur Bedeutung der Schulpartnerschaft des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster mit der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem: Ein gelungenes Beispiel für lebendige Grenzüberwindung,"Dieser Beitrag setzt sich mit der Fragestellung auseinander, inwiefern (Schul-)Partnerschaften, wie die des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Münster mit der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem Grenzen überwinden können, seien es geografische, historische, kulturelle oder persönliche Grenzen. Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, dass Erinnerungskultur und Partnerschaften wie diese dazu beitragen können, die Verantwortung für die Geschichte lebendig zu halten. Die Autor*innen berichten eingehend von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Thema ""Holocaust Education"" sowie ihrer Gedenkstättenfahrt nach Prag und Theresienstadt. Weiterführend stützen Interviews mit ausgewählten Personen die Frage nach der Entstehung einer solchen Partnerschaft. Die befragten Personen sind entweder beruflich mit Yad Vashem verbunden oder waren persönlich bei der Vertragsunterzeichnung der Partnerschaft in Düsseldorf im Jahr 2010 dabei.",,0,44 S.,1933,2024,386,23,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen","Gedenkstätte Yad Vashem, Israel","Johanna W., Klara Johanna B., Sophia H.",Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1839,1967 – 1969 – 1990 – 2025. Die Herztransplantation – Eine Erfolgsgeschichte mit Grenzen,"Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte und den gegenwärtigen Entwicklungen und Herausforderungen der Herztransplantation, die 1967 einen Meilenstein erreichte, als Christiaan Barnard die erste Herztransplantation am Menschen durchführte. In Deutschland wurde die erste Herztransplantation 1969 in München durchgeführt. Die erste Herztransplantation in Münster wurde 1990 vorgenommen. Die Autorin diskutiert die Risiken und Herausforderungen der Herztransplantation, wie Abstoßungsreaktionen und den Mangel an Spendern. Die Autorin interviewte für den Beitrag einen Transplantationspatienten, einen Transplantationschirurgen und die Gründerin des Zentrums für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern und Klappenerkrankungen (EMAH-Zentrum) in Münster, um unterschiedliche Perspektiven auf das Thema zu erhalten. Die Interviews sind in der Arbeit abgedruckt. Im Beitrag berichtet die Autorin von ihrem Praktikumstag in der Herz- und Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Münster (UKM), v. a. von einer Herztransplantation. Ebenfalls wird das europäische Organspendesystem Eurotransplant, der Bedarf an Spenderorganen, der Transportvorgang sowie die Regularien des Nobelpreises erläutert. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Herztransplantation eine Erfolgsgeschichte mit Grenzen sei. Es gebe Herausforderungen wie den Mangel an Spendern, Abstoßungsreaktionen und die Notwendigkeit einer sorgfältigen Abwägung zwischen Nutzen und Risiken für die Patient*innen. Dass Christiaan Barnard den Nobelpreis für Medizin für die erste Herztransplantation am Menschen nicht erhielt, da der Preis bereits 1912 an Alexis Carrel für seine Arbeiten über die Gefäßnaht sowie über Gefäß- und Organtransplantationen vergeben wurde und die Herztransplantation daher aus Sicht des Komitees eher eine Weiterentwicklung darstellte, stellt laut der Autorin eine Grenze dar.",,1,40 S.,1905,2025,260,23,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen, Statistiken, Zeitungsartikel","Kapstadt, München, Münster",Katharina M.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1840,Münster als preußische Provinzhauptstadt. Gründe und Folgen für die Stadt,"Münster wurde 1815 zur Hauptstadt der preußischen Provinz Westfalen. Wie es dazu kam und welche Folgen diese Entscheidung für die Provinzhauptstadt hatte, erläutert dieser Beitrag. Neben einer kurzen Einführung in den historischen Kontext, stützt sich der Beitrag vor allem auf die Reaktionen der Münsteraner*innen auf diese Entscheidung sowie die Folgen für die Stadt, die sich in den Bereichen Militär, Verwaltung, Infrastruktur, Hochschulentwicklung und Gesellschaft zeigen.",,1,12 S.,1815,1850,58,23,Textbeitrag,"Archivalien, Internetquellen, Zeitungsartikel",Münster,Julian P.,Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 1841,Zwischen Fremdherrschaft und Autonomie: Bergkarabachs Grenzen in Veränderung,"Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern der Krieg um Bergkarabach ein Grenzkonflikt war und welchen Einfluss diese Grenzen auf die Bevölkerung hatten. Mit der historischen Aufarbeitung verbindet der Autor auch persönliche Familienerfahrungen. Die Arbeit beginnt in chronologischer Reihenfolge zunächst mit der Darstellung des Konflikts um Bergkarabach. Es folgt eine Beschreibung der Ethnien des Südkaukasus, die eine große Relevanz für späteres Konfliktpotenzial hatten. Der Weg zur Realisierung eines Staatsgebildes wie das des Autonomen Oblast Bergkarabach in der Sowjetunion war geprägt von einigen Grenzen und Herausforderungen. Der Aufschwung nationaler Bewegungen in den 80er-Jahren sowie die Festlegung neuer Grenzen ab 1991 setzte die komplexe Situation weiter fort. Diese Grenzziehungen spielten eine entscheidende Rolle, da sie Spannungen verschärften und bis heute zu Gewalt und Entfremdung führen.",,1,48 S.,1880,2024,11,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen","Bergkarabach, Aserbaidschan",David A.,Geschwister-Scholl-Gymnasium 1842,Geschlechtergrenzen: Koedukation am Paulinum in Münster,"Der Beitrag untersucht die Entwicklung der Koedukation am Gymnasium Paulinum in Münster und zeigt, wie sich das gemeinsame Lernen von Mädchen und Jungen im Laufe der Zeit etablierte. Das Gymnasium führte das System der Koedukation entgegen anfänglicher Widerstände und Vorurteile am 1. August 1978 als sechstes Gymnasium in Münster ein. Interviews mit Zeitzeugen, die das Paulinum zur Zeit des Umbruches selbst besucht haben, schildern ihre persönlichen Erfahrungen. Aus diesen wird deutlich, dass die Koedukation nicht nur einen Bruch mit traditionellen Geschlechterrollen bedeutete, sondern auch den Schulalltag nachhaltig veränderte – von der Fächerwahl über das Unterrichtsklima bis hin zum sozialen Miteinander. Das Paulinum dient so als Beispiel für gesellschaftlichen Wandel und den langfristigen Prozess hin zu mehr Gleichberechtigung, zeigt aber auch, dass bis heute geschlechtsspezifische Unterschiede und Herausforderungen bestehen bleiben.",,1,61 S.,1969,2024,,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews","Gymnasium Paulinum, Münster","Helena B., Julia B., Julia H., Katerina K.",Gymnasium Paulinum 1843,"„Wir alle sind, was wir gelesen“ (Joseph von Eichendorff). Begrenzung der Freiheit durch Zensur, Verbot und Verbrennung von Büchern","Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Rolle von Literatur im Nationalsozialismus und den Auswirkungen von Zensur, Bücherverboten und Bücherverbrennungen. Die Autorin bezieht sich in ihren Ausführungen auf die von Propagandaminister Goebbels initiierte Kampagne „wider den undeutschen Geist“ von 1933. Dabei nennt sie Beispiele verbotener Autoren wie Erich Kästner oder Heinrich und Thomas Mann sowie deren Reaktionen auf die Einschränkungen. Am lokalen Beispiel wird gezeigt, dass auch in Münster für Bücherverbrennungen jüdischer Schriften propagiert wurde. Weiterhin zeigen Interviews mit Zeitzeugen der Nachkriegszeit, wie Kinder und Jugendliche Literatur nach 1945 erlebt haben. Oft waren sie ein wichtiges Mittel der Hoffnung und Ablenkung in materiell schwierigen Zeiten. Während Literatur im Nationalsozialismus Grenzen setzte, half sie in der Nachkriegszeit, diese Grenzen zu überwinden und neue Perspektiven zu eröffnen.",,1,34 S.,1933,2024,393,23,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Münster,Elisa K.,Marienschule 1844,"Napoleons Herrschaft in Münster. Welchen Einfluss hatte er auf Gesellschaft, Kultur und Gesetze?","Der Beitrag untersucht die Auswirkungen der napoleonischen Zeit (ca. 1789 - 1815) auf die Stadt Münster mit Blick auf Gesellschaft, Kultur und Rechtslage. Die Autorinnen zeigen, dass Münster von einer kirchlich dominierten Residenzstadt zu einer modernen Verwaltungsstadt wurde. Unter französischer Herrschaft wurden feudale und kirchliche Strukturen aufgelöst, was eine Stärkung staatlicher Institutionen mit sich brachte. Kulturell führte die Herrschaft unter Napoleon sowohl zu Umbrüchen als auch zu neuen Impulsen, z. B. prägten französische Emigranten und Reformen im Bildungswesen die Sprache, die Religion und das gesellschaftliche Leben. Auch die Infrastruktur und Wirtschaft wurden modernisiert, was aber gleichzeitig bedeutete, dass die Bevölkerung durch Steuern und Militärrekrutierungen belastet wurde. Trotz allem machen die Autorinnen klar, dass Napoleons Herrschaft in Münster vor allem die Grundlage für eine moderne Gesellschaft legte.",,0,31 S.,1789,1871,,23,Textbeitrag,"Archivalien, Fachliteratur, Internetquellen",Münster,"Rebecca N., Tamara Letizia B.",Gymnasium Paulinum 1845,Die dunkle Seite des schwarzen Goldes. Was waren die negativen Aspekte des Bergbaus?,"Der Beitrag befasst sich mit den negativen Aspekten des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet zwischen 1900 und 2000 und bezieht diese vor allem auf die Zeche Fürst Leopold in Dorsten. Die Bergarbeiter waren während ihrer Tätigkeit etlichen Gesundheitsgefahren ausgesetzt, besonders hoch war ihr Risiko an Silikose („Staublunge“) zu erkranken. Die Autorin erläutert diesbezügliche Ursachen, den Krankheitsverlauf, Diagnosemethoden und fehlende Schutzmaßnahmen. Die Zeit des Nationalsozialismus führte darüber hinaus zu zusätzlich erschwerten Arbeitsbedingungen und ist vor allem durch Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen gekennzeichnet. Auch Arbeitsunfälle ""unter Tage"" waren keine Seltenheit. Insgesamt forderte das ""schwarze Gold"" - wie es hier im Beitrag genannt wird - einen hohen menschlichen Preis, denn Krankheiten, Unfälle und Ängste prägten das Leben der Bergleute und ihrer Angehörigen.",,1,30 S.,1900,2000,,23,Textbeitrag,"Expert*inneninterviews, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Dorsten,Luisa S.,Marienschule 1846,"Bruno Hoffmann. Das Leben, die Geschichte und die Werte eines politisch verfolgten jungen Mannes","Dieser Beitrag handelt vom Schicksal des Schülers Bruno Hoffmann, der sich während der NS-Zeit kritisch gegenüber dem NS-Regime äußerte und dafür schwer bestraft wurde. Der Autor beschreibt zunächst die herrschenden Umstände in Deutschland und im speziellen in Münster zur Zeit des Nationalsozialismus. Im Anschluss wird detailliert in Bruno Hoffmanns Lebensgeschichte eingeführt, die insbesondere durch sein frühes politisches Interesse sowie seine regimekritischen Aussagen in der Schule geprägt war. Diese führten im November 1942 zu einer Denunziation, einem Schulverweis und einem daran anknüpfenden Verfahren durch die Gestapo. Er wurde anschließend zum Reichsarbeitsdienst und später zur Wehrmacht eingezogen. Nach Kriegsende holte er sein Abitur nach und begann ein Jurastudium. Auch wenn Bruno Hoffmann kein Einzelfall ist, wird seine Lebensgeschichte im Beitrag mehrmals als besonderer Fall jugendlichen Widerstands beschrieben, der auch heute noch zum Nachdenken über Mut, Freiheit und Verantwortung anregt.",,1,37 S.,1933,1955,278,23,Textbeitrag,"Archivalien, Expert*inneninterviews, Fachliteratur, Internetquellen","Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, Münster",Felix T.,Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 1847,Mentale Grenzen auf der Flucht der Familie Raabe aus Ostpreußen 1945. Eine Wiedergabe der Flucht meiner Familie,"Die Autorin erzählt die Fluchtgeschichte ihrer Urgroßeltern Gertrude und Otto Raabe mit ihren Kindern aus Ostpreußen zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den mentalen sowie emotionalen Grenzen, die die Familie überwinden musste. Grundlage dafür sind Interviews, die die Autorin mit Zeitzeugen aus ihrer Familie durchführte. Verluste, Traumata und ein dauerhaftes Gefühl der Unsicherheit begleiteten die Familie auf ihrer Flucht ab Januar 1945. Otto Raabe diente zu dieser Zeit als Soldat, sodass seine Frau die Flucht alleine bestreiten musste und sich die Familie erst 1946 wiedersah. Sie alle überlebten jedoch die Angriffe unter amerikanischer und sowjetischer Besatzung.",,1,71 S.,1944,1946,393,23,Textbeitrag,"Fachliteratur, Internetquellen, Zeitzeug*inneninterviews",Ostpreußen,Klara T.,Marienschule