AssertUtf8: ä Year: 2708 Title: Kontaktdrohung Kisors Author: Heiner Wolf Text: | Das kisorische Oberkommando kündigt an, jeden Verkehr mit dem Solsystem als Kriegshandlung zu betrachten. Viele der äußeren Kolonien brechen daraufhin alle Kontakte ab. Der Kontakt zur inneren Sphäre ist nicht nur durch Kisors Drohung verboten, sondern wird auf vielen Welten auch von der lokalen Gesetzgebung und der Exekutive durchgesetzt. Dies geschieht einerseits aus Angst vor Kisor, andererseits sind auch starke Kräfte in den Außenwelten froh, auf diese Weise von der Erde losgelöst zu sein. Eigentum solarer Fraktionen wird vielfach konfisziert oder faktisch enteignet, da die Eigentümer nicht mehr zu erreichen sind. Bisher waren neue Planeten nur flüchtig erforscht und dann zur Besiedlung freigegeben worden. Meistens entstanden einige Städte mit Raumhafen und den umliegenden Siedlungen. Der Rest des Planeten blieb weitgehend unerforscht, denn die ansässigen Siedler hatten genug damit zu tun, ihr Einkommen zu sichern. Neue Auswanderungswellen ignorierten dann oft schon besiedelte Planeten, um sich auf völlig unbewohnten "eigenen" Planeten niederzulassen, obwohl sie auf älteren Kolonien Infrastruktur und eine erforschte Ökologie umsonst bekommen hätten. Die Kolonien sind bei Kriegsbeginn schon weit genug entwickelt, um ohne die Koalition auszukommen. Trotzdem bedeutete der zeitweilige Verlust des Solsystems als Handelspartner einen harten Schlag auch für die Wirtschaft der äußeren Kolonien, denn die vielen Milliarden Menschen des Solsystems und der Erde sind bei weitem der größte Absatzmarkt der menschlichen Sphäre. Die Industrie und die Handelsgesellschaften, die dort draußen ihre Basis haben, hatten aber genug Zeit, um sich auf die neue Lage einzustellen. Sie wenden sich nach außen, anderen Völkern zu und konzentrieren sich auf Konsolidierung und Ausbau der bisher besiedelten Planeten, da der Auswandererstrom, der ständig nach neuen Planeten verlangte, abbricht. Dies führt zu einer Gesundung der Struktur der Außenwelten. Markdown: | Das kisorische Oberkommando kündigt an, jeden Verkehr mit dem Solsystem als Kriegshandlung zu betrachten. Viele der äußeren Kolonien brechen daraufhin alle Kontakte ab. Der Kontakt zur inneren Sphäre ist nicht nur durch Kisors Drohung verboten, sondern wird auf vielen Welten auch von der lokalen Gesetzgebung und der Exekutive durchgesetzt. Dies geschieht einerseits aus Angst vor Kisor, andererseits sind auch starke Kräfte in den Außenwelten froh, auf diese Weise von der Erde losgelöst zu sein. Eigentum solarer Fraktionen wird vielfach konfisziert oder faktisch enteignet, da die Eigentümer nicht mehr zu erreichen sind. Bisher waren neue Planeten nur flüchtig erforscht und dann zur Besiedlung freigegeben worden. Meistens entstanden einige Städte mit Raumhafen und den umliegenden Siedlungen. Der Rest des Planeten blieb weitgehend unerforscht, denn die ansässigen Siedler hatten genug damit zu tun, ihr Einkommen zu sichern. Neue Auswanderungswellen ignorierten dann oft schon besiedelte Planeten, um sich auf völlig unbewohnten "eigenen" Planeten niederzulassen, obwohl sie auf älteren Kolonien Infrastruktur und eine erforschte Ökologie umsonst bekommen hätten. Die Kolonien sind bei Kriegsbeginn schon weit genug entwickelt, um ohne die Koalition auszukommen. Trotzdem bedeutete der zeitweilige Verlust des Solsystems als Handelspartner einen harten Schlag auch für die Wirtschaft der äußeren Kolonien, denn die vielen Milliarden Menschen des Solsystems und der Erde sind bei weitem der größte Absatzmarkt der menschlichen Sphäre. Die Industrie und die Handelsgesellschaften, die dort draußen ihre Basis haben, hatten aber genug Zeit, um sich auf die neue Lage einzustellen. Sie wenden sich nach außen, anderen Völkern zu und konzentrieren sich auf Konsolidierung und Ausbau der bisher besiedelten Planeten, da der Auswandererstrom, der ständig nach neuen Planeten verlangte, abbricht. Dies führt zu einer Gesundung der Struktur der Außenwelten.