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Der Mensch, dem es ein Bedürfniss ist, in seinem Denken und Handeln Folge und Einheit zu beobachten, kann sich nicht begnügen, bei der Beurtheilung der Gegenstände seiner Thätigkeit, und der Wahl seiner Mittel nur bedingten Rücksichten zu folgen, zum Maassstabe dessen, was gut und wünschenswürdig ist, bloss Dinge anzunehmen, die selbst nur in Beziehung auf andere Werth haben; er muss ein letztes Ziel, einen ersten und absoluten Maassstab aufsuchen, und dies Letzte muss eng und unmittelbar mit seiner innern Natur verwandt seyn.
Hätte er indess seinem Forschungsgeiste in einer andern Zeit auch engere
Grenzen setzen können, so wäre es ihm doch in der jetzigen unmöglich.
Solange noch in den äusseren Verhältnissen der Menschen Vieles fest und
unerschüttert steht, braucht alles nur damit vergliechen zu werden, ist
unmittelbar nur die Frage nothwendig: ob diesen Grundsäulen menschlicher
Wohlfahrt Gefahr droht? Wenn aber alles ausser uns wankt, so ist allein noch
in unserm Innern eine sichere Zuflucht offen, und seitdem in einem der
bedeutendsten und cultivirtesten Theile der Erde eine wirkliche Umkehrung
aller Verhältnisse Statt gefunden hat, ist es immer zweifelhaft, wieviel
sich in den übrigen davon erhalten wird? zumal, da jene Umkehrung in einem
philosophischen
Aber jenes Streben nach etwas Letztem und Unbedingtem hat noch einen andern Grund der Nothwendigkeit. Alles Mittelbare und Bedingte kann immer nur einseitig entweder unsern Verstand oder unsre Empfindung befriedigen; nur für das, was unser eigentliches und inneres Wesen nahe berührt, erwärmt sich unsre ganze, also unsre beste und wahrhaft menschliche Natur.
Der Mensch muss daher Etwas aufsuchen, dem er, als einem letzten Ziele alles unterordnen, und nach dem er, als nach einem absoluten Maassstab, alles beurtheilen kann. Dies kann er nicht anders, als in sich selbst finden, da in dem Inbegriff aller Wesen sich nur auf ihn allein alles bezieht; es kann sich aber weder auf seinen augenblicklichen Genuss, noch auf sein Glück überhaupt beziehen, da es vielmehr ein edler Vorzug seiner Natur ist, den Genuss verschmähen und das Glück entbehren zu können; es kann daher nur in seinem inneren Werth, in seiner höheren Vollkommenheit liegen.
Die Würde des Menschen ist es also, die er aufzusuchen, und die Frage, die er zu beantworten hat, ist die: was ist dasjenige, wonach, als nach einem allgemeinen Maassstabe der Werth der Dinge für den Menschen, und der Werth der Menschen gegen einander bestimmt werden kann? wie ist es zu erkennen, wo es vorhanden ist? wie hervorzubringen, wo es noch zu fehlen scheint?
Da es auf Alle Anwendung finden soll, muss es etwas Allgemeines seyn, da es aber niemanden einfallen kann, verschiedene Naturen nach einem einzigen Muster zu modeln, muss es der Verschiedenheit der Individuen keinen Eintrag thun. Es muss also Etwas seyn, das, immer Eins und eben dasselbe, auf mannigfaltige Weise ausgeführt werden kann.
Indem er dies unbekannte Etwas und die Mittel, dahin zu gelangen, aufsucht,
so lange also, als er theoretisch verfährt, muss er, von der Möglichkeit
eines allgemeinen Zusammenwirkens ausgehend, sein Augenmerk auf alle, auf
die Veredlung des ganzen Menschengeschlechts richten. Indem er aber jene
Mittel praktisch ausführen will, muss er sich in sich selbst einschliessen,
weil es thörigt wäre in einen bestimmten Plan aufzunehmen, was nicht
bestimmt in der eigenen Willkühr steht. Der Verstand sucht seine Totalität
in der Welt und kennt keine andern Grenzen, als die
Soll aber beides nicht mit einander in Widerspruch stehen, so muss jenes Problem so aufgelöst werden, dass sein eignes Vorrücken zum Ziele zugleich die allgemeine Annährung aller zu demselben, und zwar geradezu und unmittelbar (nicht bloss in so fern er ein einzelner Theil des Ganzen ist) befördert. Seine eigne Ausbildung muss die übrigen, selbst ohne und sogar wider ihren Willen nöthigen auch und zwar mit der seinigen übereinstimmende Fortschritte in der ihrigen zu machen. Die durchgängige Wechselwirkung des theoretischen Verstandes und des praktischen Willen bringt immer eine Art zu handeln hervor, bei der wir mit vollkommen individueller Energie doch nur eine einzelne Rolle in einem allgemeinen Plan ausführen.
Was er sucht, kann die Moral allein ihm nicht gewähren, und es kann daher nicht als etwas schon Bekanntes angesehen werden. Denn obgleich der moralische Werth allein alle menschliche Würde bestimmt, so ist er doch nur auf einen Theil unsres Wesens, nur auf die Gesinnung, eingeschränkt. Hier wird auch Bildung, hier überhaupt etwas so Allgemeines verlangt dass es den ganzen Menschen in allen seinen Kräften und allen seinen Aeusserungen umfasst.
Denn das ist gerade der unterscheidende Charakter dessen, wonach wir hier streben, dass es über den Werth jeder menschlichen Energie, jedes menschlichen Werkes den höchsten Ausspruch fällen, und eben so gut ob ein Gedicht ächt dichterisch, ein philosophisches System ächt philosophisch, als ob ein Charakter ächt menschlich ist? entscheiden muss.
Es giebt nemlich Ein Gepräge, womit alles Grosse, was von dem Menschen ausgeht, nothwendig gestempelt ist, weil es das Gepräge grosser Menschheit selbst ist; und dies Gepräge aufzufinden und seine Züge überall wiederzuerkennen, ist das Geschäft, das wir vorhaben.
Um nun dahin wirklich zu gelangen, kann der Mensch einen doppelten Weg einschlagen: einen Erfahrungs- und einen Vernunftweg.
Erfahrungsweg. – Er blickt um sich her und wählt sich diejenigen Individuen
aus, welche ihm den besten und höchsten
Alle vergleicht er sorgfältig unter einander, und vorzüglich betrachtet er in allen dasjenige Gemeinsame, was sie für ihn auf eine so hohe Stufe des inneren Werthes stellt. Bei dieser Betrachtung gelangt er nach und nach zu folgenden Punkten:
dies ihm noch unbekannte Etwas ist 1., nichts Mechanisches; es lässt sich nicht durch blosse Befolgung vollständig angegebener Regeln nachmachen, ja durch den blossen Verstand, und ohne es, vermöge einer gewissen schon vorhandenen Aehnlichkeit, selbst gewissermaassen zu versuchen, nicht einmal begreifen. Wer keinen Sinn dafür hat, sieht es nicht; und wer es sieht, kann es nicht aussprechen.
Bei der Kunst ist dies ganz offenbar. Niemand hat noch bisher begriffen oder erklärt, wie ein ächt künstlerischer Gedanke entsteht, und noch weniger, wie er ausgeführt wird; obgleich fast jeder es dunkel ahndet, und viele es deutlich fühlen.
Nicht weniger sichtbar ist es im praktischen Leben. Die Energie, mit der wir die Pflicht bloss um der Pflicht willen erfüllen, lässt sich nicht mehr mit Worten deutlich machen. Unsre Natur will es, darum ist es so. Dies sieht man deutlich daran, dass sie dem unverdorbnen Gefühl sonnenklar ist, dem verschrobenen abgeschmackt und lächerlich erscheint. Wie viel weniger aber lassen sich noch die zarteren Regungen vorzüglich weiblicher Seelen aussprechen, welche gerade die grösseste Feinheit und Schönheit des Charakters verrathen. Die Seele fühlt diese Unmöglichkeit selbst so sehr, dass sie sich nur demjenigen entfaltet, der sie versteht, und sich instictmässig vor dem Blick des Ungeweihten zurückzieht.
Dem Philosophen kann man zwar eine grosse Strecke hindurch Schritt vor
Schritt vermöge blosser Verstandesoperationen nachfolgen. Aber es ist ein
unfehlbares Zeichen, dass seine Philo-
Bei dem Naturforscher ist es am schwersten zu begreifen, und würde eine eigne weitläufige Auseinandersetzung erfordern. Wir begnügen uns zu bemerken, dass hier die schwierigen Punkte für den Beobachter der lebendigen Natur der Begriff des Lebens, für den der todten der Begriff der Bewegung in dem dynamischen, der Begriff der Verwandtschaft in dem chemischen Theil ist.
Selbst die Mathematik ist am wenigsten hiervon ausgenommen. Das, worauf sie ganz und gar beruht, die Construction lässt sich nur zeigen und nachmachen, nie erklären. Denn es ist mehr darin, als ein blosser Begriff, und dies Mehr ist nicht aus der sinnlichen Natur genommen.
Es giebt nur zwei Wege, etwas eigenetlich begreiflich zu machen; 1., wenn man es in der Natur ausser uns wirklich vorzeigt. 2., wenn man Begriffe aufweist, von denen es als eine nothwendige Folge abhängt. Das, wovon wir hier reden, befindet sich in keinem beider Fälle, und dadurch zeigt es, dass es 1., die Frucht einer Selbstthätigkeit (nicht bloss aus der äussern Natur Hergenommenes), 2., einer ursprünglichen Thätigkeit ist, dass es nichts Früheres mehr giebt, von dem es abhienge, und woraus es also begriffen werden könnte.
Da es nun möglich seyn muss, jedes rein geistige Geschäft bis zu einer Handlung ursprünglicher Selbstthätigkeit zu verfolgen, so muss es auch in jeder nothwendig Einen unbegreiflichen Punkt geben, bei dem die Operationen des blosses Verstandes nicht mehr ausreichen.
Was sich in diesen so ausgezeichneten Menschen findet, ist 2., nichts, was bloss Nutzen oder Vegnügen gewährt, dem Menschen bloss Mittel an die Hand giebt, oder unmittelbar nur seinen sinnlichen Neigungen schmeichelt; es greift tief in die Menschheit ein, und stärkt ihre innersten Kräfte.
So unterscheiden wir den ächten Dichter, der uns einen tiefen Blick in uns selbst und die Welt eröfnet, von dem bloss angenehmen oder beredten; den idealisch gebildeten Menschen von dem bloss nützlichen Geschäftsmann, dem bloss gutmüthigen Hausvater oder dem bloss unterhaltenden Gesellschafter u. s. f.
Es ist 3., von der Art, dass, wer es besitzt, dadurch zugleich eine höhere Menschheit an sich trägt. Wäre indess auch er für sich nur einseitig ausgebildet, hätte sich dies eigentlich Grosse in ihm nicht durchgängige Herrschaft verschaffen können, so wird es doch an sich allemal in jedes Bild vollendeter Menschheit hineinpassen, und in der Wirkung auf andre diese immer nähren und stärken.
Nur der ächte Dichter wirkt wohlthätig auf den Charakter; jeder andre ist für die innere Bildung entweder verderblich oder gleichgültig. In diesem Sinne moralisch zu seyn ist die erste Forderung, die an jeden Künstler ergeht. Wenn der grosse Künstler nicht immer auch grosser Mensch ist, so ist es nur, weil er nicht in allen Punkten seines Wesens und in allen Augenblicken seines Lebens Künstler ist.
Auf dieser Verwandtschaft des Treflichen jeglicher Art mit dem Treflichen der Menschheit überhaupt beruht die Möglichkeit einen einzigen Standpunkt zu finden, aus welchem sich alles vergleichen und alles beurtheilen lässt. Ohne einen solchen aber könnte der Mensch sich weder, was ihn umgiebt, gehörig aneignen, noch bildend darauf zurückwirken; nicht die Welt in seine Individualität hinübertragen, noch den Stempel dieser der Welt wiederum aufdrücken, was doch allein das letzte Ziel seiner Bestrebungen, die einzige Quelle wahrhaft menschlicher Genüsse seyn kann.
Es ist daher ein Irrthum, wenn man den einzelnen Gattungen menschlicher Thätigkeit besondere Gesetze vorschreibt, durch deren Befolgung sie zugleich der allgemeinen Würde der Menschheit getreu bleiben sollen. – Unmittelbar und allein dadurch, dass die Kunst wahre Kunst und die Philosophie wahre Philosophie ist, wirkt sie wohlthätig auf den Charakter ein.
Jene ausgezeichneten Menschen, die uns hier zum Vorbilde dienen, haben 4., immer eine entschiedene und originelle Individualität. – Man bilde sich nur vollkommen zum Menschen aus, und man erscheint sicherlich auch als ein eigener Mensch, und eben so ist es mit dem Künstler, dem Philosophen, dem Naturforscher, nur immer nach Maassgabe des Spielraums, welchen die allgemeine Treflichkeit der Mannigfaltigkeit im Einzelnen in jeder Gattung erlaubt.
Was jene Menschen zu grossen Menschen macht, kennt 5., keine Grenze der
Vervollkommnung. Es bildet sich ins Un-
Aber es ist endlich 6., auch rund um sich her fruchtbar und begeisternd. Selbst lebendig sendet es überall belebende Funken von sich aus; und in dieser allgemeinen Wirksamkeit hat es zugleich drei dieselbe wesentlich auszeichnende Eigenschaften.
Erstlich: es wirkt nicht durch angelegte Plane, absichtliche Veränderungen, überhaupt nicht durch eine auf die andern gerichtete Thätigkeit. Bloss dadurch dass es da ist, dass es handelt und wahrgenommen wird, übt es seine bildende Kraft aus.
Zweitens: es wirkt auf Menschen der verschiedensten Individualität. Es ist ihm genug, nur etwas von demjenigen anzutreffen, worin es selber besteht; wo es davon nur den leisesten Schimmer entdeckt, wo nur die Schlacken, die es verhüllen, nicht zu roh und undurchdringlich sind, da erweckt es den halb erlischenen Funken und facht ihn zur erwärmenden Flamme an.
Drittens: es macht diejenigen, auf die es einwirkt, nicht gerade der Individualität gleich, die es, da, wo es sich befindet, selbst an sich trägt, es giebt ihnen ferner nicht allein gar keine bestimmte Form, sondern bestimmt sie, diejenige, die ihnen die eigenthümlichste ist, aufzufinden. Denn es weckt ihre innere geistige Lebenskraft und diese bildet natürlich denjenigen Charakter in ihnen, der allein ihnen gemäss ist.
Der redendste Beweis dieser Behauptung ist die Liebe. Nirgends, als in ihr, wirkt das, wovon wir hier reden, so stark und so bestimmt, und daher bringt die ächte Liebe nie Gleichheit, sondern immer nur idealische Uebereinstimmung der Charaktere hervor. Beide Liebende rücken jeder in der Eigenthümlichkeit seines Charakters, und beide gemeinschaftlich in der Annäherung zu dem Ideale vor, das sie beide in Einen Begriff und in dem Spiegel ihrer durch die Leidenschaft begeisterten Einbildungskraft in Ein Bild zusammenschliesst.
Der Mensch wirkt überhaupt entweder durch seine Person, oder sein Werk. Aber der grosse Mensch prägt seine Person auch seinem Werke ein, und erhält dadurch sein Daseyn weit über die Spanne seines Lebens hinaus. Daher kann man alle Bücher und Kunstwerke in lebendige und todte abtheilen; nur jene können bilden, diese allein belehren.
Indem also der Mensch, dem letzten Ziel seines moralischen Strebens nachforschend, diejenigen Individuen vergleicht, welche ihm den besten und höchsten Begriff vollendeter Menschheit gewähren, findet er in ihnen allen etwas, das, da es in seinen Wirkungen gleich ist, auch in seiner Beschaffenheit Gleichheit und Uebereinstimmung ankündigt.
Er sieht, dass es in allen, trotz der Verschiedenheit ihres Charakters, zugleich die allgemeine Menschheit erhöht und die besondre Eigenthümlichkeit stärkt, zugleich diejenigen, die es besitzen, stenger in ihrer Individualität, und den, der sich ihnen nähert, in der seinigen erhält; er erkennt daran, dass nur dies der gemeinsame Mittelpunkt ist, aus welchem die ganze Menschheit zugleich erkannt, beurtheilt und gebildet werden kann. Gerade ein solcher Mittelpunkt aber ist es, in den er sich zu stellen bemüht ist.
Nachdem er also dies unbekannte Etwas in seinen allgemeinen Wirkungen erkannt hat, hat er es in seiner besondern Beschaffenheit aufzusuchen; und was er dafür hält, mit den allgemeinen Merkmalen zu vergleichen, die er nun aufgefunden hat. Wenn er dann auf diesem Wege etwas findet, das, auf keine bedingte (mechanische) Weise entstanden, auch zu keinem bedingten (materialen) Ziel führt, das überall, wo es sich zeigt, zugleich den Begriff der Menschheit erweitert und den des Individuums bestimmt, und indem es die Vervollkommnung dessen, der es besitzt, über alle Schranken hinaus zu erweitern fähig ist, zugleich auf andre bildend und fruchtbar einwirkt, und was hinwiederum, wo diese Eigenschaften vorhanden sind, sie immer und unausbleiblich begleitet; so ist es sicher, was er suchte, gefunden, und damit sein Geschäft vollendet zu haben.
Um uns für die Folge der Untersuchung verständlicher zu machen, wollen wir
jenem noch unbekannten Etwas vorläufig einen Namen geben, und es
Vernunftweg. – Es soll die Bestimmung des Menschen, als das letzte Ziel
seines Strebens, und der höchste Maassstab seiner Beurtheilung aufgesucht
werden. Nun aber ist die Be-
Der grösseste Mensch ist daher der, welcher den Begriff der Menschheit in der höchsten Stärke, und in der grössesten Ausdehnung darstellt; und einen Menschen beurtheilen heisst nichts andres, als fragen: welchen Inhalt er der Form der Menschheit zu geben gewusst hat? welchen Begriff man sich von der Menschheit überhaupt zu bilden hätte, wenn er das einzige Muster wäre, aus welchem man denselben abnehmen könnte?
Der Begriff der Menschheit aber ist nichts anders, als die lebendige Kraft des Geistes, der sie beseelt, aus ihr spricht, sich in ihr thätig und wirksam erweist.
Der Gegenstand unsres vorliegenden Geschäfts ist folglich die Untersuchung des Geistes der Menschheit; und in drei auf einander folgenden Büchern werden wir nach einander die Fragen:
worin dieser Geist besteht?
wie er erkannt? und
wie er gebildet wird?
zu beantworten haben.
Es war nicht leicht, einen Ausdruck zu finden, welcher das Wesen der Menschheit
auf eine zugleich allgemeine, und doch eigenthümlichere Weise, als
In beiden Rücksichten schien
Alle neueren Sprachen haben Ausdrücke, die diesem entsprechen, und in allen ist es
dieselbe Metapher. Nur hat keine ihr für den gegenwärtigen Gebrauch eine so
passende Modification gegeben. Im Italiänischen ist
Im Deutschen allein ist der Begriff der Kraft, des ächten Wesens herrschend
geblieben. Ganz ursprünglich nemlich rühren alle diese Wörter von dem Begriff des
Der unsinnliche Gebrauch dieser Ausdrücke bei den Alten ist erst durch das
Christenthum entstanden, und kommt aus dem Hebräischen her (dies ist noch näher zu
bestimmen), und vorzüglich sind die psychologischen Anwendungen des Worts
Dagegen wäre das
Dass die
Handschrift (15 halbbeschriebene Quartseiten, ohne Titel) im Archiv in
Die Idee zu der Schrift über die letzte Bestimmung des
Menschen und den großen Stil im Denken, Dichten und Handeln gefaßt
. Da
weitere Bemerkungen im Tagebuch fehlen, so dürfte der uns erhaltene Entwurf, bei dem
auch das Wasserzeichen auf die ersten